Bücher mit dem Tag "politiker"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "politiker" gekennzeichnet haben.

398 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783570585016)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (5.841)
    Aktuelle Rezension von: nicekingandqueen

    Dieses Buch habe ich vor einiger Zeit gelesen und ich erinnere mich noch heute explizit an so manch eine Szene direkt ohne noch einmal das Buch dafür lesen zu müssen. Solch einen großen Eindruck hat das Werk auf mich gemacht.

    Zudem habe ich wirklich mehrfach laut Auflachen müssen - etwas peinlich, wenn man in der Bahn hockt...aber mir war es egal. Unterhaltung für mich, komische Unterhaltung für die Passagiere. 

    Fazit: Für jeden, der gern lacht sehr, zu empfehlen, falls man es bisher nicht geschafft hat das Buch zu lesen. 

  2. Cover des Buches Calendar Girl - Berührt (ISBN: 9783548288857)
    Audrey Carlan

    Calendar Girl - Berührt

     (618)
    Aktuelle Rezension von: xAika

    War ein gutes Buch , allerdings fand ich Juni ziemlich langatmig . Man hätte das bestimmt viel spannender machen können,  den die Grundstory war super 

  3. Cover des Buches Die Arena (ISBN: 9783453435230)
    Stephen King

    Die Arena

     (1.172)
    Aktuelle Rezension von: Wepie

    Was passiert wenn eine Kleinstadt von der Außenwelt abgeschnitten ist und kein herkömmliches Gesetz mehr gilt? 

    Diese Grundidee hat mir gefallen und deshalb wollte ich das Buch auch lesen.

    Ich hab jetzt einen Monat gebraucht bis ich es gelesen habe. An manchen Stellen hat sich das Buch schnell weglesen lassen da die einzelnen Handlungen tolle Höhepunkte haben.   Bei anderen Stellen hab ich darüber nachgedacht ob ich es abbrechen soll. Der Roman hatte mir  einfach  zu viele Figuren die keine Handlungsträger sind. Aber sein  typischer plauderhafte Schreibstil von King hat mich weiterlesen lassen. Mir haben die Dialoge sehr gefallen.

    wer lange Romane mit vielen Figuren mag ist hier richtig.


  4. Cover des Buches Pretty Girls (ISBN: 9783959670074)
    Karin Slaughter

    Pretty Girls

     (362)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Dies war tatsächlich mein erstes Buch der allseits gefeierten Autorin und ich war gespannt was mich erwarten würde. Allerdings fiel es mir relativ schwer in die Geschichte hineinzukommen und vorallem auch bei ihr zu bleiben. Teils war die Story für mich sehr langatmig und zäh, was mitunter auch an den meist unglaubwürdigen Charakteren lag. Die Handlungen derer waren recht oft unlogisch dargestellt und haben ziemlich konstruiert, wenn nicht sogar absurd, gewirkt. Die kleineren Passagen, in Form von Tagebucheinträgen des Vaters, haben mir hingegen gut gefallen. Hier waren die Gefühle tatsächlich greifbar. Die dramatische Familienstory wurde allgemein ziemlich gut wiedergespiegelt. Lydia war für mich persönlich die glaubwürdigste und am besten dargestellte Person im Buch. Das Ende war dann leider durch die Vorbereitung der Geschichte vorhersehbar und demnach relativ unspektakulär. Ein netter mittelmäßige Thriller für nebenbei, nicht sonderlich überraschend aber streckenweise unterhaltsam.

  5. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783453437166)
    Stephen King

    Der Anschlag

     (663)
    Aktuelle Rezension von: Zeke

    "Der Anschlag" war leider eine absolute Enttäuschung gewesen. Bevor ich anfing die Bücher von Stephen King chronologisch nach Veröffentlichungsdatum zu lesen, hatte ich mir ein paar seiner bekannteren Werke auf Empfehlung der Allgemeinheit bedient. Leider war "Der Anschlag" von 2009 eine absolute Enttäuschung für mich gewesen. Mag vielleicht sein, dass meine Erwartungen viel zu hoch waren, aber dennoch. 

    Die knapp 850 Seiten hätte man gut und gern auf 400 Seiten kürzen können. Es waren etliche Seiten enthalten, die absolut überflüssig waren und die "Spannung" der Handlung bremsten. Da wären die todlangweilige Nebenhandlung in der Kleinstadt, in der sich Jake kurz zur Ruhe gesetzt hatte oder die ellenlange Erzählung über die Familiengeschichte der Oswalds. Die Krönung der schlechtesten Nebenhandlungen in "Der Anschlag" ist aber immer noch die Vorbereitung für die Highschool-Tanzveranstaltung, welche absolut irrelevant war. Statt einer spannenden Zeitreisegeschichte, las ich die ach so schönen 60er Jahre aus Sicht eines alten Mannes aus dem 21. Jahrhunderts. Vielleicht können ältere Leser etwas damit anfangen aber für mich ist das nichts. Die Hälfte des Buches handelt davon, wie schön die 60er Jahre doch sind aber man kennt ja von King, dass er nicht wirklich der grösste Fan der Technologie ist. 

    Der einzige Trostpflaster war wohl die kleine "Nebenstory" in Derry, aber der Rest? Absolut nichts für mich. Keine fesselnde Story, keine spannenden Charakter und eher eine Biografie über Lee Harwey Oswald, als eine Zeitreisegeschichte. 


  6. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.363)
    Aktuelle Rezension von: worldofbooksps

    Ein Roman der vom ersten Moment an zum Schmunzeln bringt. Man muss sich nur einen Adolf Hitler in mitten Deutsch-Türkischen Mitmenschen vorstellen. Timur Vermes, macht aus einem grauenhaften Mann, einen Mann mit dem man lachen kann. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass dieser Roman mit Humor geschrieben ist und nicht um irgendetwas verharmlosen zu wollen. Ich finde die Idee dahinter sehr interessant und bin froh es gelesen zu haben. 

  7. Cover des Buches Legend – Berstende Sterne (ISBN: 9783785583975)
    Marie Lu

    Legend – Berstende Sterne

     (819)
    Aktuelle Rezension von: Alexa-Tim

    Ein sehr guter Abschluss einer großartigen Reihe. Das Buch hat mich von Seite 1 bis zum Ende abgeholt. Ich war mitten in der Story drin und es war spannend. Die Protagonisten waren Top und gefallen mir hier im dritten Band wieder sehr.
    Das Ende hat mich überrascht. Nur eine Sache am Ende hätte ich anders haben wollen, dennoch bin ich damit sehr zufrieden und gar nicht enttäuscht.

    Von mir gibt es 5/5 Sterne.

  8. Cover des Buches Wer Wind sät (ISBN: 9783548284675)
    Nele Neuhaus

    Wer Wind sät

     (746)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Ein Kriminalroman, längst verfilmt, alt aber mit noch aktuellen Themen bekam ich von einem Freund: Nele Neuhaus „Wer Wind sät“. Natürlich ist sie ein Star unter den Kriminalromanautorinnen, selten aber fallen mir Bücher von ihr in die Hände. Und das, obwohl dieser Roman in meiner Heimat spielt, ich gedanklich durch die Straßen und Wälder spazieren kann.

    Aktuell ist er in der Hinsicht noch immer, dass das Thema Windkrafträder eine große Rolle spielt. Narzisstische Persönlichkeiten geben sich praktisch die Klinke in die Hand. Machtmissbrauch in vielerlei Hinsicht wird dargestellt, ob es die ältere Frau gegenüber einem jungen Mann ist oder das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Chef und Untergebener. Auch der verlassene Mann, an dessen Seele angepocht wird, bekommt seine Falle gestellt. Und die verschwiegene Kommissarin, die sich im Urlaub verlobt hat, fehlt auch nicht. Also alles wie gehabt und wie im richtigen Leben.

    Die Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff wird direkt am Ende ihres Urlaubs zu einem Todesfall gerufen. Sie hat nicht einmal mehr Zeit sich umzuziehen und der Schauplatz ist sehr heiß. Er liegt im Treppenhaus einer Gesellschaft, die den Bau von Windkrafträdern bauen lässt. Die Finanzierung ist schwierig, die Geldgeber ungeduldig, ein wichtiges Bauvorhaben kurz vor dem Abschluss. 

    Wäre da jetzt nicht der tote Nachtwächter. Er ist allerdings nicht der einzige Tote, ein Feldhamster auf dem Tisch des Inhabers hat ebenfalls das letzte Grashalm lange schon gefressen. Pia und ihr Kollege Oliver müssen nun in einem Umfeld ermitteln, bei dem ein traumatisierter Junge seinen Eltern misstraut und dafür den falschen Freunden vertraut. Bei dem eine große Summe für eine Wiese gezahlt werden soll, damit der Bau von Windkrafträdern weitergehen kann. Doch der Bauer, dem die Wiese gehört, wird auch ermordet. Seine Kinder geraten ebenso in Verdacht wie dessen Widersacher bei den Gegnern des Windparks. Der ist auch nicht gerade ein sauberes Früchtchen. 

    Eine wichtige Rolle spielen dabei die Gutachten und ihr Zustandekommen. Wer linkt hier wen und warum? Ein scheinbar unfassbares Spinnennetz wird hier gewebt mit sehr vielen Protagonisten, die ich hier nicht alle aufführen mag. Spannend ist es allemal, die Charakterzüge für meinen Geschmack wohl ersonnen mit jeweils passendem Ausgang.

    Lesespaß für diejenigen, die diesen nicht ganz neuen Krimi erst noch entdecken wollen. 

  9. Cover des Buches Der Tausch – Zwei Frauen. Zwei Tickets. Und nur ein Ausweg. (ISBN: 9783453424975)
    Julie Clark

    Der Tausch – Zwei Frauen. Zwei Tickets. Und nur ein Ausweg.

     (165)
    Aktuelle Rezension von: TheaWolf30

    Claire wird von ihrem Mann, einem angesehenen Politiker, seit Jahren psychisch und physisch misshandelt. Ihre Umgebung schaut weg, da sie sich alle ihrem Mann und seinem Geld verbunden fühlen. 

    Eva, die in einem Waisenhaus groß wurde, hat keinen wirklichen Halt im Leben und rutscht in eine für meine Begriffe sehr dubiose und verwirrende Drogengeschichte. 

    Beide Frauen wollen nur eines: ihr Umfeld hinter sich lassen und für immer verschwinden!

    Was für eine brillante Idee, habe ich mir beim Lesen des Klappentextes gedacht und dementsprechend hohe Erwartungen an dieses Buch gehabt. Leider hielten diese der Realität dann nicht zu 100 Prozent stand. "Der Tausch" ist unterhaltsam und nett zu lesen, aber prickelnde Spannung kam für mich nicht wirklich auf. Dazu blieben mir die Charaktere und teilweise auch ihre Gedanken und Handlungsweisen zu fremd. 

    Ich habe Claires Leiden anfangs noch sehr gut nachvollziehen können und sogar beim Lesen die Ohnmacht empfunden, die sie gegenüber ihrem Mann empfand, diese Ausweglosigkeit. Als sie dann aber letztendlich so elegant in die Freiheit geflogen ist, begann sie, mir auf die Nerven zu gehen. Für mich ergab sich immer mehr das Bild einer etwas dummen, ungeschickten Frauen. Mit etwas Geschick hätte sie die guten Teile von Evas Leben durchaus übernehmen können, denn dass sie als Bewohnerin von Evas Haus n Gefahr war, sorry, das habe ich zu keinem Zeitpunkt gespürt. Ich bin sogar sicher, mit dem Agenten hätte man sich - eine gewisse Schlauheit vorausgesetzt - einigen können; er wusste ja vom ersten Blick an, dass Claire NICHT seine Zielperson Eva ist. Aber nein, Claire stellt sich so herrlich blöd an, dass man nur den Kopf schütteln kann.

    Eva war da durchaus schlauer. Eine intelligente Frau, die nach Lösungen sucht. Sie kam in der Beschreibung des Agenten und Claire aber sehr schlecht weg: schwierig, kompliziert, manipulativ. Ich persönlich habe sie nicht so empfunden; sie war eine verletzte Seele, die wie viele aus sozial schwierigen Verhältnissen lebenslang einen gewissen Rucksack zu tragen haben. Die Drogengeschichte war für meine Begriffe zu verworren, um glaubwürdig zu sein. Warum Eva da so hinein geschlittert ist, trotz ihrer Intelligenz, war mir trotz den Erklärungsversuchen der Autorin nicht ganz schlüssig.


    ACHTUNG SPOILER

    Während die Geschichte anfangs und im Mittelzeit noch recht spannend ist, gleitet sie gegen Ende hin in Richtung "problembeladene Frauenschicksale in Buchform" ab. Hätte auch bei den Chicklit Romanen am Tisch einer Buchhandlung Platz gefunden und besser nicht in der Krimi- und Thrillerecke. Viel zu unkompliziert und schnell löst sich alles in Wohlgefallen auf, denn, juhu, Claire spricht öffentlich in einer Talkshow! Der Ehemann kann ihr dadurch nicht mehr nach dem Leben trachten und ein Mord wird ihm quasi auch noch nachgewiesen.  Für Claire wird dann alles so schön wie im Bilderbuch, während Evas Schicksal etwas rätselhaft bleibt (für mich zumindest).

    Das Buch ist insgesamt schon okay zu Lesen, aber nicht das Highlight, das ich mir aufgrund des vielversprechenden Themas erwartet habe.


  10. Cover des Buches QualityLand (ISBN: 9783548291871)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand

     (704)
    Aktuelle Rezension von: Christian_Schoemer

    Qualityland ist nicht so lustig wie die Känguru Chroniken. Aber das macht nix. Mir hat es trotzdem gefallen. Ich mochte den Stil. Und ich mochte die Art, wie Konsum kritisiert wird. Habe es im Auto auf einer Rundreise gehört und es hat für viele kurzweilige Stunden gesorgt. 

  11. Cover des Buches Nordlicht - Die Tote am Strand (ISBN: 9783734107221)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Tote am Strand

     (122)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Als die Leiche einer jungen Frau im Kollund am Strand gefunden wird, ahnt noch keiner was da noch angespült wird. Da dieser Tatort an der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland , wird in Padborg eine Sondereinheit kurzerhand zusammengestellt. Ein interessantes Team mit unterschiedlichen Charakteren. Die Kommissarin Vibeke Boisen und ihr dänischer Kollege Rasmus Nyborg bringen neben ihren ermittlerischen Tätigkeiten auch viel Privatleben mit in den Verlauf. Dies war ab und zu interessanter als der eigentliche Fall. Bei mir hat es schon eine Weile gedauert bis die typische Krimispannung aufkam. Deswegen gibt es einen Stern Abzug.

  12. Cover des Buches OstfriesenKiller (ISBN: 9783596512461)
    Klaus-Peter Wolf

    OstfriesenKiller

     (411)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    In dem ersten Fall dieser Serie werden die Hauptfiguren eingeführt, wir lernen alle Hauptfiguren kennen, die bei den weitere Fällen immer mit dabei sind (Ich habe dieses Buch zum zweiten Mal gelesen ;-) )

    Im ersten Fall werden Mitglieder eines Behindertenvereins umgebracht und Ann Kathrin Klaasen muss mit ihren Kollegen den Täter finden.

    Das Buch ist spannend geschrieben und ich mag auch die Beschreibung der Schauplätze, das gibt mir das Gefühl von Urlaub, da ich gerne in Ostfriesland Urlaub mache.

    Die Suche nach dem Mörder wird lange offen gehalten und ich konnte miträtseln. 

    Das Einzige, was mich zu dem Punktabzug bewogen hat, ist die Hauptfigur, die Kommissarin Klaasen. Sie wird im ersten Teil von Mann und Sohn verlassen und wirkt dadurch etwas hysterisch. Warum muss eine Hauptfigur immer so viele private Probleme haben?

    Ich vergebe dem Buch daher 4 von 5 Sternen und freue mich auf den nächsten Teil.

  13. Cover des Buches Die Winterrose (ISBN: 9783492252812)
    Jennifer Donnelly

    Die Winterrose

     (482)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Die Buecher von Jennifer Donnelly sind wahre Pageturner. Der zweite Teil der Rosentrilogie hat mich mitgerissen, genau wie der erste. Spannung, Dramatik, Abenteuer und Gefuehl, alles dabei. Die Geschichte von India und Sid ist unglaublich dramatisch. Es passiert sehr viel Spannendes. Ich freue mich jetzt auf den dritten Band. 

  14. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453438217)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

     (2.527)
    Aktuelle Rezension von: SonjaDeborahEisele

    Gute Geschichte!

  15. Cover des Buches Veilchens Winter (ISBN: 9783852189673)
    Joe Fischler

    Veilchens Winter

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    Valerie „Veilchen“ Mauser kommt zurück nach Tirol. Sie wird in ihrer Heimat als LKA-Leiterin eingesetzt. Was einigen der neuen Kollegen so gar nicht gefällt. Gerade Herr Geyer ist nicht gerade der freundlichste Kollege, da er mit der Stelle fest gerechnet hatte. 

     

    Von oben bekommt Valerie direkt am ersten Tag einen geheimen Auftrag. Einem Oligarchen Paar, das einen Gasthof hat, wurde die Tochter entführt. Valerie soll das Kind finden und ohne Aufsehen den Fall lösen. 

     

    Valerie ist überrumpelt und sagt zu, ohne zu wissen, was die ganze Sache noch nach sich zieht. 

     

    So gestaltet sich ihr Auftrag, sowie die neue Arbeit nicht so einfach, wie zunächst gedacht. 

     

    „Veilchens Winter“ ist der erste Fall für Valerie Mauser aus der Feder des Autors Joe Fischler. 

     

    Der Schreibstil des Autors war flott und super zu lesen. Die Spannung hielt sich über den kompletten Fall hinaus. 

     

    Valerie ist in ihrer Art wirklich sympathisch. Über ihr Teufelchen und später auch das Engelchen auf der Schulter konnte man schon schmunzeln. Auch ist sie so von ihrer Art her richtig taff und liebenswert. Auch wenn sie ab und an schon einmal ziemlich chaotisch sein kann. Valerie hat mir als Figur sehr gut gefallen. 

     

    Auch die restlichen Figuren hatten alle etwas. Es hat keine genervt oder war unmöglich. 

     

    Es gibt eigentlich nicht viel zu sagen. Ich mochte den Alpenkrimi. Seine Handlung, die Figuren, es passte alles. Ein einfacher, nicht blutiger, ruhiger Krimi mit tollen Figuren, genau mein Ding!

     

  16. Cover des Buches Angerichtet (ISBN: 9783462043471)
    Herman Koch

    Angerichtet

     (246)
    Aktuelle Rezension von: Lesemoni

    Der Autor lotet hier menschliche Abgründe aus, für mich sehr fesselnd und empfehlenswert. Dieses Buch ging mir lange nicht mehr aus dem Kopf, es regt auf alle Fälle zum Nachdenken an. 

    Dabei kommt es aber wirklich leicht daher, was für die schwere Kost auch gut ausgewogen ist - stellenweise wirklich witzig!

  17. Cover des Buches Totengebet (ISBN: 9783442482498)
    Elisabeth Herrmann

    Totengebet

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee

    Ein Anwalt wacht im Krankenhaus auf und kann sich an fast nichts mehr erinnern, außer an eine schöne junge Frau, die Jüdin ist. Er recherchiert zunächst in Berlin und dann in Israel.

    Von dieser Autorin kannte ich zwar dem Namen nach, aber ich glaube, ich hab noch kein Buch von ihr gelesen. Eigentlich ist es auch nicht mein Thema, aber auf der anderen Seite finde ich Amnesie oder Teilamnesie immer sehr spannend. So habe ich mich auf das Buch, das ich irgendwo ertauscht oder im Second Hand Shop gekauft hatte eingelassen. Es hielt mich von Anfang an gefangen. Auch die Charaktere fand ich sehr interessant und echt, ich hätte nie herausgefunden, wer jetzt der Mörder war. Dabei haben – wenn ich so nachdenke – doch einige Leute den Mörder nicht gemocht. Nun ja, wie dem auch sei. Der Anfang war für mich sehr spannend, die Mitte sehr interessant, weniger spannend und der Schluss wieder spannend mit Highlights. Es ist wohl der 5. Fall einer Serie, wie ich im Internet lesen konnte.

    Also das Buch war wirklich gut, aber am Ende hätte ich dann noch einige Fragen gehabt und ein Buch mit 438 Seiten (ohne Danksagung und Glossar) sollte – meiner Meinung nach – keine Fragen offen lassen. Die Bücher, die ich lese haben normalerweise um die 300 Seiten. Außerdem war das ganze dann doch etwas verwirrend. Zudem kannte ich ja noch keinen Charakter des Buches. Und ich denke, dass das irgendwie mehr so was wie eine Familientragödie war und eher weniger ein Krimi. Ein Thema mit dem ich sonst nichts anfangen kann und trotzdem hab ich das Buch, in etwas weniger als einer Woche, ausgelesen und fand es spannend. Nur, dass da Fragen offen blieben, fand ich sehr schade.

    Ich hab mir bei LB die Rezis angesehen, damit ich mich ein wenig über die Serie informieren konnte. Und da las ich, mit größtem Erstaunen - dass das das wohl der schlechteste Teil der Serie war (bis 2016, denn ich vermute, es gibt weitere Teile). Nun ja, dann brauch ich unbedingt weitere Bücher, denn wenn mich etwas fesselt, was mich sonst niemals interessieren würde, dann muss die Autorin wirklich gut sein.

    Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
    Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen. Es gab bei mir zwar kleinere Kritikpunkte, trotzdem werde ich das Buch mit 4 Sternen empfehlen.

  18. Cover des Buches Geiger (ISBN: 9783785727379)
    Gustaf Skördeman

    Geiger

     (92)
    Aktuelle Rezension von: mareike91

    Inhalt:

    Gerade erst haben sich die Kinder und Enkelkinder verabschiedet, da klingelt das Telefon. Der Anrufer sagt nur ein einziges Wort: "Geiger". Doch für Agneta, die den Anruf entgegen genommen hat, ist dies Nachricht genug. Kurz darauf erschießt sie ihren Ehemann, einen bekannten, aber inzwischen in die Jahre gekommenen Fernsehmoderator, und macht sich auf dem Weg zu ihrem Versteck. Denn ihr Mann war nur der erste Name auf ihrer Liste...

    Als Kommissarin Sara Nowak von dem Mord erfährt, ist sie schockiert. Sie kennt die Familie, ist als Kind bei ihnen ein und ausgegangen. Obwohl sie mit den Ermittlungen offiziell nicht betraut ist, begibt sie sich dennoch auf Spurensuche und stößt dabei auf eine Verbindung zur ehemaligen DDR/Stasi und dem Kalten Krieg...

    Meine Meinung:

    "Geiger" ist der Auftakt zur gleichnamigen Thriller-Trilogie des schwedischen Autors Gustaf Skördeman. 

    Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, schon nach wenigen Seiten ist man als Leser mitten drin im Geschehen. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, insbesondere aus Sicht der Protagonistin Sara Nowak, aber auch aus Sicht von Agnete, wodurch der Leser auch ihr weiteres Handeln hautnah miterlebt. 

    Der Aufbau des Buches ist unkonventionell, denn dem Leser ist die Täterin - im Gegensatz zu den Ermittlern - von Anfang an bekannt. Doch die Frage nach dem Motiv, nach dem Grund für den ominösen Anruf und das weitere Geschehen bleibt. Dadurch und nicht zuletzt dank einiger ungeahnter Wendungen und Ereignisse bleibt das Buch durchgängig spannend.

    Protagonistin des Buches ist die Ermittlerin Sara Nowak, die eigentlich bei der Sitte und mit den Ermittlung zum Mord an "Onkel Stellan", wie der Fernsehmoderator von allen genannt wurde, überhaupt nicht betraut ist. Trotzdem beginnt sie aus persönlichen Gründen nachzuforschen und verbeißt sich in den Fall. Ich fand Sara nicht unsympathisch, allerdings waren mir ihre Reaktionen in machen Situationen zu extrem. Mehr als einmal wird sie handgreiflich, setzt sich über Vorschriften und Regeln hinweg und benimmt sich insbesondere ihrer Familie gegenüber nicht immer fair. Ich empfand sie daher zwischenzeitlich als anstrengend und hätte mir eine "unkompliziertere" Protagonistin gewünscht, auch wenn ihre persönlichen/familiären Probleme zum Teil mit dem Fall zu tun haben.

    Besonders fasziniert hat mich der geschichtliche Hintergrund. Die Verbindung der aktuellen Mordserie zur DDR/Stasi und dem Kalten Krieg ist dem Autor gut gelungen und man merkt, dass er sich intensiv mit den Themen beschäftigt hat. Es ist gleichermaßen spannend wie erschreckend, wie wenig es während des Kalten Krieges gebraucht hätte, um einen dritten Weltkrieg ausbrechen zu lassen, welche Vorbereitungen von den Westmächten und der Sowjetunion bereits getroffen wurden und welche fatalen Folgen ein solcher Krieg insbesondere für Deutschland gehabt hätte....

    Fazit:

    Spannender Spionagethriller mit interessantem geschichtlichen Bezug. Nur die Protagonistin empfand ich stellenweise als anstrengend. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, und freu mich auf den nächsten Teil der Trilogie.

  19. Cover des Buches Flawed – Wie perfekt willst du sein? (ISBN: 9783596033836)
    Cecelia Ahern

    Flawed – Wie perfekt willst du sein?

     (1.100)
    Aktuelle Rezension von: Laura1896

    Ich muss sagen, dass das Buch mich wirklich positiv überrascht hat. Anfangs konnte ich mir die Geschichte gar nicht so Recht vorstellen, aber es ist wirklich gut geschrieben und ich finde es toll, dass man kurze Kapitel hat. 

    Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und die Titelfrage auf dem Cover "Wie perfekt willst du sein?" Habe ich mir bereits mehrfach gestellt. Man vergleicht auch unsere Gesellschaft mit der im Buch und findet sicherlich einige Parallelen. 

    Von mir eine klar Leseempfehlung!

  20. Cover des Buches Gejagte der Dämmerung (ISBN: 9783802583841)
    Lara Adrian

    Gejagte der Dämmerung

     (433)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf das zu erwartende Geschehen kann der Leser hier auf der Buchseite werfen. Meine persönliche Meinung:

    Der neunte Band der Reihe "Midnight Breed" kann als einer der Höhepunkte der Reihe gelten. Dieses Buch schliesst von der Handlung her unmittelbar an das Geschehen des vorherigen Bandes an, lediglich geht es diesmal um zwei andere Haupt-Protagonisten. So ist nunmal das Konzept der Autorin - in jedem Band findet ein anderer "Topf sein Deckelchen".

    Im vorliegenden Band hat die Autorin nicht an Dramatik gespart und auch das Wirrwarr der Gefühle nimmt einen prominenten Anteil ein. Natürlich fehlt jede Menge Kampfgetümmel nicht, aber auch Verrat und Enttäuschungen gibt es zuhauf. Dazu kommt noch der übliche Anteil sehr ansprechender erotischer Passagen.

    Das Buch endet zwar für die Haupt-Protagonisten erwartungsgemäß, aber von der Handlung her mit einem deutlichen "Cliffhanger". Wer also wissen will, wie es weitergeht, kommt um den Folgeband nicht herum....!

  21. Cover des Buches Die Schlafwandler (ISBN: 9783421043597)
    Christopher Clark

    Die Schlafwandler

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Andreas_Oberender

    Ein halbes Jahrhundert ist es jetzt her, dass Fritz Fischer die westdeutsche Geschichtswissenschaft mit seinen Thesen über die Schuld des Deutschen Kaiserreiches am Ausbruch des Ersten Weltkrieges in Aufregung versetzte. Ein entfernter Nachhall der von Fischer ausgelösten Debatte ist noch in aktuellen Darstellungen zur Vorgeschichte und Geschichte des Ersten Weltkrieges zu spüren. Zwar teilt heute niemand Fischers Position, das Deutsche Reich habe gezielt auf einen großen europäischen Krieg hingearbeitet und sich an einem "Griff nach der Weltmacht" versucht. Doch in vielen deutschsprachigen Arbeiten - man denke etwa an einschlägige Darstellungen von Volker Berghahn, Klaus Hildebrand, Wolfgang Mommsen oder Gregor Schöllgen - fällt eine einseitig deutschlandzentrierte Sicht auf die Krise vom Juli 1914 auf. Die Fehlkalkulationen und Fehlentscheidungen der deutschen Führung werden weithin als maßgeblicher kriegsauslösender Faktor betrachtet.

    Ausgehend von der Illusion, Russland und Frankreich seien nicht bereit, sich wegen eines Konfliktes auf dem Balkan militärisch zu engagieren, habe die deutsche Führung nach dem Attentat von Sarajewo auf eine Lokalisierung des absehbaren österreichisch-serbischen Krieges gesetzt und der Wiener Regierung einen "Blankoscheck" für ein rasches Losschlagen gegen Serbien ausgestellt. Abgesichert durch die Rückendeckung des deutschen Bündnispartners habe Österreich einen harten, kompromisslosen Kurs gesteuert, der zwangsläufig Russland als Schutzmacht Serbiens auf den Plan gerufen habe. Als sich die Krise zugespitzt habe, habe Berlin nicht mäßigend auf Wien eingewirkt. Im Gegenteil, die Führung des Deutschen Reiches habe bewusst auf Risiko gespielt, um zu "testen", wie kriegswillig Russland sei und wie sich die Entente in dieser explosiven Situation verhalten werde. Die Reichsleitung, seit Jahren über Deutschlands außenpolitische Isolation und das militärische Erstarken Russlands besorgt, sei gewillt gewesen, Frankreich und Russland notfalls durch einen Krieg nachhaltig zu schwächen, sollte es nicht gelingen, die Gegner auf diplomatischem Wege auseinanderzudividieren. Diese Risikostrategie der deutschen Führung sei fehlgeschlagen, weil sich Russland auf die Seite Serbiens gestellt, Frankreich seine Bündnisverpflichtungen gegenüber Russland erfüllt und Großbritannien wider Erwarten keine neutrale Haltung eingenommen, sondern Partei für Frankreich und Russland ergriffen habe.

    Christopher Clark unternimmt es in seinem neuen Buch, diese allzu sehr auf Deutschland fokussierte Sicht auf die Julikrise durch eine Perspektive zu ergänzen, die auch die anderen Großmächte sowie eine Reihe kleinerer europäischer Staaten in den Blick nimmt. Clark möchte herausarbeiten, welche Prozesse und Entwicklungen, welche Entscheidungen und Zäsuren eine Situation entstehen ließen, die den Ausbruch des Ersten Weltkrieges möglich machte. Ihm geht es nicht darum, die Kriegsschuldfrage neu zu stellen und die Schuld am Kriegsausbruch einem einzelnen Staat zuzuweisen, wie dies in der Vergangenheit oft geschehen ist. Clarks dezidiert personenbezogene Darstellung (das Buch ist über weite Strecken eine klassische Diplomatiegeschichte) rückt die Akteure in den Mittelpunkt, die in den Jahrzehnten vor dem großen Krieg in Europas Hauptstädten über den Gang der Außenpolitik bestimmten - Monarchen, Regierungschefs, Außenminister, Diplomaten. Wer waren diese Männer, und von welchen Erfahrungen und Wahrnehmungen wurde ihr politisches Handeln beeinflusst? Wie und in welchen institutionellen Strukturen liefen Entscheidungsprozesse ab? Welche Überlegungen und Berechnungen waren für außenpolitische Entscheidungen und Weichenstellungen ausschlaggebend? Clark möchte ein "multipolares" und "interaktives" Bild von der europäischen Staatenwelt am Vorabend des Ersten Weltkrieges zeichnen. Daher räumt er allen fünf Großmächten - Deutschland, Österreich-Ungarn, Großbritannien, Frankreich und Russland - gleich viel Raum ein. Wie wirkten die Großmächte aufeinander ein, sei es als Verbündete, sei es als Gegner, und welche Dynamik ergab sich aus dieser Interaktion? Außerdem bezieht Clark, wenn es geboten ist, kleinere Staaten wie Italien, Serbien und Bulgarien in die Darstellung ein.

    Da Clark der Auffassung ist, dass die Rolle Serbiens in der Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges lange Zeit vernachlässigt wurde, lässt er sein Buch in Belgrad beginnen, mit der Ermordung König Alexanders durch nationalistische Offiziere im Juni 1903 (Kap. 1). Der Umsturz und der Dynastiewechsel zogen eine außenpolitische Neuorientierung Serbiens nach sich, weg von Österreich-Ungarn, hin zu Russland. Das Königreich, so Clark, sei fortan ein Unruheherd auf dem Balkan gewesen, denn sowohl die Regierung unter dem zwielichtigen Ministerpräsidenten Nikola Pasic als auch schwer zu bändigende nationalistische Untergrundorganisationen hätten sich der Expansion Serbiens und der Errichtung eines großserbischen Staates verschrieben. Künftige Konflikte mit Österreich-Ungarn seien deshalb abzusehen gewesen. Die serbische Regierung habe nichts gegen die Untergrundorganisationen getan und damit indirekt den Weg zum Attentat von Sarajewo geebnet. Dieser kritische Blick auf die serbischen Verhältnisse und ihre destabilisierenden Wirkungen nach außen (u.a. auf das von Österreich annektierte Bosnien-Herzegovina) steht in auffälligem Kontrast zu dem positiven Bild, das Clark in Kapitel 2 vom Habsburgerreich zeichnet. Österreich-Ungarn sei mitnichten dysfunktional und moribund gewesen. Innenpolitisch sei es stabil gewesen; außenpolitisch sei es allerdings durch den lautstarken serbischen Chauvinismus und Russlands wiedererwachendes Interesse am Balkan unter Zugzwang gesetzt worden.

    Im dritten Kapitel skizziert Clark die Blockbildung in Europa in den Jahren unmittelbar vor und nach 1900. Frankreich und Russland schlossen 1894 eine Allianz. Es folgten die britisch-französische Entente cordiale von 1904 und das britisch-russische Abkommen von 1907. Clark betont, die von Großbritannien mit Frankreich und Russland eingegangenen Bündnisse seien ursprünglich nicht gegen Deutschland gerichtet gewesen, sondern hätten vorrangig der Klärung und Beilegung von Konflikten an der kolonialen Peripherie gedient. Aus britischer Sicht sei Russland ein gefährlicherer Gegner als Deutschland gewesen. Eine Verständigung mit Russland sei daher für London wichtiger gewesen als ein Zusammengehen mit Deutschland. Die Dreier-Entente dürfe im Übrigen nicht als solides Bündnis ohne innere Widersprüche betrachtet werden, denn alle drei beteiligten Staaten hätten unterschiedliche Vorstellungen davon gehabt, wer ihr Hauptgegner sei und welche Pflichten im Ernstfall gegenüber den Bündnispartnern zu erbringen seien. Frankreich, auf eine Revanche für 1871 sinnend, habe in Deutschland seinen Hauptgegner gesehen, Russland hingegen in Österreich-Ungarn. Das Deutsche Reich habe derweil eine in ihren Zielsetzungen unklare "Weltpolitik" betrieben und sich schrittweise in die außenpolitische Isolation manövriert. Einer kleinen Gruppe antideutsch gesonnener britischer Diplomaten um Außenminister Grey hätten die Missgriffe der deutschen Politik als Vorwand gedient, das energisch aufstrebende Deutschland zum lästigen Nebenbuhler und neuen Hauptgegner Großbritanniens hochzustilisieren. Ein Krieg zwischen der Entente und den Mittelmächten sei aber 1907 keineswegs vorprogrammiert gewesen.

    Das vierte Kapitel ist den Entscheidungsträgern gewidmet, den Strukturen, in denen sie tätig waren, und den Einflüssen, denen sie sich ausgesetzt sahen. Clark stellt die These auf, interne Rivalitäten in Regierungen, Kabinetten und Außenministerien sowie Unklarheit in Bezug auf die Kompetenzen und Befugnisse politischer Akteure hätten es Außenstehenden immer wieder erschwert, Entscheidungsprozesse nachzuvollziehen und zu verstehen. Es sei für die Regierenden oft schwierig gewesen, das Handeln ihrer Verbündeten und Gegner in den anderen Hauptstädten zu durchschauen und zu deuten. Die Ungewissheit über die Absichten von Freund und Feind und das aus dieser Ungewissheit resultierende Misstrauen hätten die Kommunikation der Regierungen untereinander erschwert. In diesem Kapitel - wie auch an vielen anderen Stellen - gelingen Clark treffsichere und teilweise faszinierende Porträts der handelnden Staatsmänner.

    Mit den Kapiteln 5 und 6 kehrt Clark zur Ereignisgeschichte zurück. Die beiden Balkankriege von 1911/12 erwiesen sich als entscheidende Zäsur. Russland, das seine außenpolitischen Ambitionen nach der Niederlage gegen Japan wieder auf Europa, den Balkan und die Dardanellen richtete, nahm das zunehmend selbstbewusster auftretende Serbien unter seine Fittiche, freilich nicht aus panslawischer Solidarität, sondern um Österreich-Ungarn in Bedrängnis zu bringen. Frankreich intensivierte sein Engagement auf dem Balkan ebenfalls. Auch dies geschah nicht uneigennützig, sondern aus der Überlegung heraus, dass ein österreichisch-serbischer Konflikt das beste Szenario darstellte, um Russland an der Seite Frankreichs in einen Krieg mit Deutschland hineinzuziehen. Ohne Russlands Hilfe hätte Frankreich nicht gegen Deutschland bestehen können. Paris war ab 1912 bereit, Petersburg eine französische Version des Blankoschecks auszustellen: Wenn Russland Serbien in einem Krieg mit Österreich-Ungarn unterstütze und Deutschland zugunsten Österreichs interveniere, so sei für Frankreich der Bündnisfall gegeben, dann werde es zusammen mit Russland gegen Deutschland in den Krieg ziehen. Umfangreiche französische Kredite an Russland und Serbien dienten dem Zweck, beide Staaten für den erwarteten Waffengang zu rüsten.

    Clark kommt zu dem Schluss, die Einkreisungsängste der deutschen Führung seien berechtigt gewesen. Die Bereitschaft der Russen und Franzosen, einen Balkankonflikt zum Anlass für die Abrechnung mit Deutschland zu nehmen, habe den Handlungsspielraum der Deutschen auf verhängnisvolle Weise eingeschränkt und sie in dem Entschluss bestärkt, die gegnerische Koalition bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit militärisch niederzuringen. Spätestens an diesem Punkt wird jedem Leser klar, dass aus Clarks Sicht von einer Alleinschuld Deutschlands am Ausbruch des Ersten Weltkrieges nicht gesprochen werden kann. Der deutsche Anteil am Ausbruch des Krieges wird von Clark keineswegs in Abrede gestellt, aber durch eine Neubewertung und Neugewichtung des Vorgehens der anderen Staaten, besonders Frankreichs und Russlands, relativiert. In den Kapiteln 7 bis 12 zeichnet Clark minutiös das Attentat von Sarajewo und den Verlauf der Julikrise nach. Die Fehler aller beteiligten Regierungen werden anschaulich herausgearbeitet, Fehler, die in Kombination miteinander zu einer schrittweisen Verschlimmerung der Situation führten: Belgrad verweigerte auf provozierende Weise eine Mitwirkung an der Aufklärung des Attentats. Wien, von Berlin ermuntert, setzte von Anfang an ausschließlich auf eine militärische Aktion gegen Belgrad, zog andere Optionen nicht in Betracht und verschloss die Augen vor der Möglichkeit einer russischen Intervention. Berlin hoffte, der Konflikt werde sich lokalisieren und zum Austesten der russischen Kriegswilligkeit nutzen lassen. Petersburg sprach Wien rigoros das Recht ab, in irgendeiner Form gegen Belgrad vorzugehen, eine unnötig schroffe Position, die Paris und London fatalerweise übernahmen. Keiner der Akteure konnte die entstandene Situation noch überschauen geschweige denn im Alleingang kontrollieren und beherrschen.

    Paris tat nichts, um Petersburg zurückzuhalten, auch nicht vor der Generalmobilmachung am 29./30. Juli, mit der Russland die Weichen endgültig in Richtung Krieg stellte. Nun hatte Berlin keine andere Wahl, als ebenfalls mobil zu machen. Der französische Präsident Poincaré und der russische Außenminister Sasonow, seit Jahren vereint in rabiater Feindseligkeit gegenüber Deutschland, hatten unversehens den Balkankonflikt bekommen, der ihrer Ansicht nach nötig war, um gemeinsam gegen das Deutsche Reich vorgehen zu können. Bis Ende Juli hoffte Berlin, London werde neutral bleiben. Mit dem Hinweis, dass Frankreich und Russland gar nicht direkt bedroht seien, lehnte die britische Regierung bis zum 1. August eine Parteinahme ab. Tags darauf erfolgte dann der jähe Umschwung. Nicht die Verletzung der Neutralität Belgiens habe den Ausschlag gegeben, so Clark, sondern die Furcht, Großbritannien werde sich Russland wieder zum Feind machen, wenn es nicht an seiner und Frankreichs Seite gegen Deutschland in den Krieg ziehe. Mit dem Kriegseintritt habe Großbritannien zweierlei erreichen wollen: Eindämmung der deutschen Gefahr und Festigung des Bündnisses mit Russland, dessen Bestand nicht riskiert werden durfte. Dem Sog, den die anderen vier Großmächte mit ihrer starren Bündnistreue und ihrer kaum verhohlenen Kriegswilligkeit ausgelöst hatten, konnte sich am Ende auch Großbritannien nicht entziehen.

    Um all das zu erzählen, was hier mit wenigen Worten zusammengefasst wurde, braucht Clark über 700 Seiten. Sein Buch ist unnötig lang. Allzu oft lässt Clark seiner Erzählfreude ungebremst freien Lauf. Jedes der zwölf Kapitel hätte gestrafft und gekürzt werden können, ohne dass die Darstellung dadurch an Anschaulichkeit und Überzeugungskraft eingebüßt hätte. Dies ist kein Buch zum Schmökern. Die Komplexität der Erzählung entspricht der Komplexität des Themas. Clark hat es sich selbst als Autor nicht leicht gemacht. Er ist den beschwerlichen Weg gegangen, er hat bekannte Quellen noch einmal gelesen, er hat neue Quellen erschlossen, er hat einem Thema, zu dem schon alles gesagt schien, neue Einsichten abgerungen. Das hat aber auch seinen Preis: Die Lektüre erfordert mehr Geduld und Konzentration, als mancher Leser aufzubringen bereit sein mag. Ungeachtet dieser kritischen Bemerkungen ist festzustellen, dass Christopher Clark nach seiner Geschichte Preußens erneut ein großes und bedeutendes Werk vorgelegt hat. Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Historiker sich noch einmal grundsätzlich mit einem Thema beschäftigt, das bereits als "erledigt" galt. Über dieses Buch wird man noch lange diskutieren. Wer sich künftig mit der Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges befasst, der wird an Clarks "Schlafwandlern" nicht vorbeikommen. Hut ab vor einem großen Historiker unserer Zeit!

    (Hinweis: Diese Rezension habe ich zuerst im September 2013 bei Amazon gepostet)

  22. Cover des Buches Feuerkind (ISBN: 9783453432734)
    Stephen King

    Feuerkind

     (520)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Man merkt diesem Buch sehr deutlich an, dass es eines der Frühwerke Kings ist. Damit meine ich nicht, dass der Autor noch immer von der Telekinese fasziniert ist, sondern vielmehr die Sprachwahl, Erzählweise und Darstellung der Figuren.

    Typisch King

    Das Springen durch verschiedene Zeitebenen findet sich in “Feuerkind” ebenso wie die saloppe Sprachwahl, für die King besonders in seinen frühen Werken bekannt ist (und weswegen er oftmals Kritik geerntet hat). Dadurch erreicht der Autor meines Erachtens den Leser auf einer deutlich persönlicheren Ebene und kann gleichzeitig die Geschichte fesselnd dem Leser darreichen. Natürlich bedient sich King auch hier Stereotypen, so wie in vielen anderen seiner Bücher. Allerdings nie plump oder platt, sondern immer auf einer ansprechenden Ebene. Wie gut King diesen saloppen Ton beherrscht merke ich immer dann, wenn andere Autoren es auf gleiche Weise versuchen und kläglich scheitern. So einfach scheint es nicht zu sein, die Balance zwischen guter Erzählung, ordentlichem Spannungsbogen und wohlgewählten Figuren zu finden. Was diesem Buch eindeutig fehlt, sind die typischen Längen in der Erzählweise, wenn der Autor in manch anderem Werk von Hölzchen aufs Stöckchen kommt. Und das ist natürlich gut so.

    Fazit

    Ich würde jetzt nicht so weit gehen und dieses Buch als Klassiker bezeichnen oder es als eines anzusehen, das man unbedingt lesen muss. Natürlich merkt man ihm sein Alter an und das nicht nur in Form der alten Rechtschreibung. Aber dennoch ist es packend geschrieben und leicht zugänglich. Für Leser unkomplizierter Geschichten ist das Buch bestens geeignet.

  23. Cover des Buches Mengele Zoo (ISBN: 9783982052205)
    Gert Nygårdshaug

    Mengele Zoo

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Im Wikipedia-Eintrag zum Roman heißt es:"Obwohl der Roman die Welt durch die Augen eines der meist gesuchten Terroristen beschreibt, fällt es dem Leser leicht Minos (= Oberterrorist) Standpunkt einzunehmen." Das klingt ganz harmlos, steht aber in einem Buch, in dem Erzähler und Hauptfigur meinen, dass es doch ganz schön wäre, 200 Millionen "nutzlose" Gringos umzubringen. Einige dutzend Seiten später wird sogar gesagt, das es schön wäre, die Menschheit auf zwei Milliarden Menschen zu reduzieren. 

    Das Buch des Norwegers Nygardshaug beginnt recht poetisch bei einer Familie im südamerikanischen Regenwald, deren Existenz durch landgierige Firmen vernichtet wird. Der Sohn der Familie, Mino, entgeht der Vernichtung. Zunächst verübt er Rache an Einzelnen, aber dann lässt ihn der Autor eine Terrorgruppe gründen, die Mino unter dem wohl nicht zufälligen Decknamen "Carlos" führt. Die zweite Hälfte des Buches schildert dann wie in einer Sportreportage (jeder Mord wird bejubelt wie ein Tor), wie die Gruppe auf raffinierte Weise beginnt, die Macht- und Wirtschaftseliten der westlichen Welt zu töten, mal Dutzende, mal Hunderte, mehr geht (siehe oben) "leider" nicht. All das geschieht im Namen des Regenwaldes, ja der Natur, der Erde. Deshalb erscheint dem Erzähler und der Hauptfigur auch alles Tun der Ökoterooristen gerechtfertigt. 

    Warum in Norwegen 400.000 Exemplare dieses blutrünstigen Gesinnungsschmökers verkauft wurden, erschließt sich mir nicht. Passend wäre ein nachträglicher Stalin-Preis für besonders dumpfe und hasserfüllte Propaganda.

  24. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783867177818)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Lesekaiser

    Inhalt:

    Allan Karlsson hat keine Lust auf seine Geburtstagsfeier im Altenheim. Obwohl der Bürgermeister und die Presse auf den 100jährigen Jubilar warten, steigt Allan kurzerhand aus dem Fenster und verduftet. Bald schon sucht ganz Schweden nach dem kauzigen Alten, doch der ist es gewohnt, das Weltgeschehen durcheinander zu bringen und sich immer wieder aus dem Staub zu machen. Mit viel Charme begleitet Otto Sander den schlitzohrigen Allan auf seiner herrlich komischen Flucht durch Schweden und lässt augenzwinkernd die politischen Verwicklungen des 100-Jährigen Revue passieren.

     

    Fazit:

    Das Faszinierende bei dem Buch ist, dass es vollkommenen unrealistisch ist, allerdings durch den witzigen und fesselnden Schreibstil irgendwie real wirkt. 

    Das Buch habe ich schon ein paar Mal gelesen. Einmal sogar auf Englisch (für die Schule). Ich war schon sehr gespannt, wie das Hörbuch dazu sein würde. Vor allem, da es auf drei Stunden gekürzt wurde. Leider war es nicht so ganz mein Fall. Vor allem für Leser/ Hörer, die das Buch noch nicht kennen, dürfte die Geschichte verwirrend sein. 

    Am Ende komme ich zu dem Entschluss, dass man zuerst das Buch lesen sollte, bevor man das Hörbuch anhört. 

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