Bücher mit dem Tag "politisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "politisch" gekennzeichnet haben.

187 Bücher

  1. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783847905998)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.397)
    Aktuelle Rezension von: Butta

    Der Schreibstil ist natürlich der Hauptperson entsprechend etwas gehobener oder soll zumindest so wirken. Es ist teilweise etwas anstrengend zu lesen und wirklich viel passiert auch nicht. Ich musste schon ein paar Mal lachen weil ein paar Missverständnisse oder Beschreibungen lustig sind aber alles in allem hat mir das Buch nicht wirklich was gegeben. Ich finde es überschätzt und das offene Ende hat mir auch überhaupt nicht gefallen. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe aber irgendwie mehr und ich bin auch unsicher wie ich zu dieser Thematik in dieser Umsetzung stehen soll

  2. Cover des Buches A Game of Thrones (ISBN: 9780007491575)
    George R. R. Martin

    A Game of Thrones

     (443)
    Aktuelle Rezension von: AlineCharly

    The first volume of „A Song of Ice and Fire” is introducing as to a great new fantasy world. The typical rules of a year with for seasons do not apply here and so a summer can last for decades and so can the following winter. But winter is coming and nobody knows it better than the Starks of Winterfell whose head Lord Eddard Stark is the warden of the north. King Robert is however looking for a new hand and he wants no one else besides Ned to fill this honored position. For Ned this is as much a curse as it is an honor. Life at court is full of intrigues and everyone is only looking out for themselves. Now the Stark family is split apart and has to fight against the treachery while being separated. At the same time the Dragon king living in exile is claiming his right to the throne.

    I don’t think there is anything new I could add to the thousands of reviews already out there but since I review almost every book I read I did not want to make an exception here. To be honest I have no clue why I waited so long to finally start reading the “A Song of Ice and Fire” series. With all the different characters it took me a while to understand who is who and how they are all connected. But once I got a hang of it I kind of flew right through the story. So far I have not watched the tv show yet because everyone keeps telling me to read the books first. Therefore I can not compare the two at all but I also do not think that this is necessary. While reading this book I really enjoyed the style of writing and also the great world building. I loved to have so many different POVs so I could really learn a lot about this world and all the characters and families in it. Although some characters are more important than others I would not say that there is one main character and therefore it’s not like most books where you can really watch one protagonist grow and change throughout the story. As the series progresses I hope we will see more developments in the main characters though. “A Game of Thrones” is probably not the best fantasy book out there but it is a story that I really enjoyed. Therefore I am really looking forward to reading the other books in the series as well.

    In my opinion it’s a great start of the series and I will definitely continue reading the next book soon. 100% recommendation from my side.

  3. Cover des Buches Lord of Shadows (ISBN: 9783442489008)
    Cassandra Clare

    Lord of Shadows

     (487)
    Aktuelle Rezension von: JessiBienchen

    Simon Jäger hat schon Band 1 gesprochen und ich mag ihn. Er kann mich immer wieder mitreißen. Oh hier passiert so einiges. Die Perspektive von Kit kommt nun noch hinzu und man merkt wie die Zwillinge ihn nach und nach in ihrer Gruppe hineinziehen und klitzekleine Gefühle erwachen. Ich mag das Miteinander aller eigentlich. Das mit Emma und Marc löst sich relativ schnell auf. Die Kohorte spielt ihr eigenen Spiel und besonders Sarah will ihre Macht ausbauen. Oh das was am Ende passiert wusste ich, aber irgendwie hat es mich trotzdem mitgenommen. Bin gespannt wie sich das mit Cristina und den beiden anderen entwickelt.

  4. Cover des Buches Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (ISBN: 9783596510979)
    Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

     (1.159)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Milan Kunderas "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" manifestiert sich als ein meisterhaftes Werk, das nicht nur den politischen Rahmen des Prager Frühlings einfängt, sondern auch tief in die Essenz menschlicher Gefühle eindringt. Diese Erzählung entfaltet sich als eine Symphonie von Leben und Liebe, durchtränkt von einer atmosphärischen Brillanz, die selbst den anspruchsvollsten Leser fesselt.

    Kundera webt die Charaktere in ein psychologisches Gewebe, das die Vielschichtigkeit menschlicher Emotionen auf einzigartige Weise enthüllt. Tomas, Teresa, Sabina und Franz werden zu lebendigen Gefährten auf einer Reise durch die Abgründe ihrer eigenen Seelen. In der geschickten Darstellung ihrer Ambivalenzen und inneren Kämpfe erkennt man Kunderas meisterhafte Fähigkeit, das Emotionalste im Menschen zu erforschen.

    Die Erzählstruktur, die narrative Geschicklichkeit mit philosophischer Tiefgründigkeit verbindet, fordert intellektuell heraus, ohne dabei die emotionale Resonanz zu vernachlässigen. Kundera platziert die Schicksale seiner Charaktere in einem philosophischen Kontext, der existenzielle Fragen hervorruft und den Leser dazu inspiriert, über die eigene Existenz nachzudenken. Diese Kombination aus persönlicher Geschichte und philosophischer Reflexion erzeugt eine kraftvolle emotionale Wirkung.

    Kunderas Sprache, präzise und dennoch poetisch, verleiht dem Text eine Eleganz, die die Gefühlswelt der Geschichte subtil einfängt. Die Nuancenreichtum seiner Prosa ermöglicht es, komplexe Gedanken und Gefühle mit einer Intensität zu vermitteln, die den Leser berührt und mitnimmt. Die emotionale Tiefe, die in jeder Zeile schwingt, spricht direkt zum Herzen.

    Die thematische Vielfalt des Romans, von der Liebe bis zu den politischen Intrigen, wird mit einer bemerkenswerten Ausgewogenheit behandelt. Kundera umgeht geschickt jegliche Simplifizierung und erlaubt dem Leser, in den vielfältigen Facetten menschlicher Existenz zu schwelgen, ohne dabei die emotionale Verbindung zu verlieren.

    "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" ist nicht nur ein literarisches Meisterstück, sondern auch eine emotionale Reise. Milan Kundera hat ein Werk geschaffen, das nicht nur den Verstand anspricht, sondern auch das Herz tief berührt. In diesem Buch verschmelzen literarische Genialität und emotionale Resonanz zu einem unvergesslichen Leseerlebnis, das die zutiefst menschlichen Aspekte der Existenz feiert.

  5. Cover des Buches Die Känguru-Chroniken (ISBN: 9783548920771)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Chroniken

     (1.224)
    Aktuelle Rezension von: Avocado1

    Marc-Uwe Klings „Die Känguru-Chroniken: Ansichten eines vorlauten Beuteltiers – Band 1“ ist ein außergewöhnlich unterhaltsames Buch, das mit seinem scharfsinnigen Humor und seinen tiefgründigen Gedanken begeistert. Der Einstieg in die skurrile Welt des vorlauten Kängurus und seines Mitbewohners Marc-Uwe ist nicht nur ein Leseerlebnis, sondern eine satirische Reise durch Politik, Gesellschaft und das alltägliche Leben.

    Unvergleichlicher Humor: Das Buch strotzt vor originellen und überraschenden Pointen. Das Känguru, mit seiner vorlauten Art und den unkonventionellen Ansichten, sorgt für ständige Lacher. Kling schafft es, durch seine Dialoge eine humorvolle und zugleich nachdenkliche Atmosphäre zu schaffen, die den Leser in ihren Bann zieht. Jede Episode ist ein kleines Meisterwerk, das zum Schmunzeln und oft auch zum Nachdenken anregt.

    Gesellschaftskritik auf den Punkt gebracht: Hinter der humorvollen Fassade verbirgt sich eine scharfe Analyse unserer Gesellschaft. Das Känguru und Marc-Uwe diskutieren Themen wie Kapitalismus, Politik und das menschliche Miteinander auf eine Weise, die sowohl amüsant als auch erhellend ist. Klings Fähigkeit, komplexe Themen in witzigen und zugänglichen Gesprächen zu verpacken, macht das Buch besonders wertvoll.

    Charismatische Charaktere: Das Känguru ist ein unvergleichlicher Charakter – frech, intelligent und überraschend tiefgründig. Seine ständigen philosophischen Ausflüge und anarchistischen Tendenzen machen es zu einem faszinierenden und liebenswerten Antihelden. Marc-Uwe als sein oft perplexer Mitbewohner bietet den perfekten Kontrast und bringt eine menschliche und nachvollziehbare Perspektive in die Geschichte.

    Innovative Erzählweise: Klings episodischer Erzählstil passt perfekt zu den kurzen, prägnanten und oft absurd-komischen Abenteuern des ungleichen Duos. Diese Struktur macht das Buch ideal für Leser, die kurze, aber kraftvolle literarische Erlebnisse schätzen. Die Kapitel sind in sich geschlossen, dennoch entfaltet sich eine fortlaufende und fesselnde Handlung, die den Leser immer weiter in die Welt der Känguru-Chroniken hineinzieht.

    Fazit: „Die Känguru-Chroniken“ ist weit mehr als nur ein lustiges Buch. Es ist eine brillante Mischung aus Humor, Gesellschaftskritik und Philosophie, die durch die ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem Känguru und einem Kleinkünstler eine einzigartige Erzählung schafft. Marc-Uwe Kling hat mit diesem Werk einen modernen Klassiker geschaffen, der gleichermaßen unterhält und inspiriert. Fünf Sterne für ein Buch, das immer wieder Freude bereitet und zum Nachdenken anregt!

  6. Cover des Buches Untenrum frei (ISBN: 9783499014635)
    Margarete Stokowski

    Untenrum frei

     (258)
    Aktuelle Rezension von: full-bookshelves

    Meinung: Das Buch besteht aus wissenschaftlichen Informationen (am Ende gibt es seitenweise Quellenangaben) und persönlichen Erfahrungen der Autorin zu Feminismus und Patriarchat – wie ich finde eine sehr gelungene Mischung. Besonders interessant fand ich die Geschichte des Feminismus, denn bisher hatte ich nicht wirklich eine Ahnung, wie es früher war bzw "begonnen" hat.
    Die Autorin schreibt auf eine sehr klare Art, packend, interessant, direkt, wütend und mit Humor. Obwohl es ein ernstes Thema ist, bin ich durch die Seiten geflogen wie bei einem Roman. Die Fußnoten haben mich immer besonders gefreut, in ihnen steckte oft der meiste Humor und die spannendsten Fakten.
    Das Buch beginnt mit der Kindheit der Autorin und ihren damals sehr fixen Vorstellungen wie eine Frau zu sein hat, geprägt durch die Gesellschaft und später vor allem durch Zeitschriften wie die Bravo. Und geht bis ins Erwachsenenleben, in dem sie sich erstmal so gar nicht als Feministin sieht, bis sie erkennt, dass Gleichberechtigung wohl nicht von alleine kommen wird.
    Rollenbilder, die uns schon als Kinder beigebracht werden, beeinflusste Berufswahl, geschlechtliche Ungerechtigkeiten, Gewalterfahrungen, Sex, Liebe, mangelnder Aufklärungsunterricht – das sind nur ein paar der Themen, die Margarete Stokowski hier anspricht.

    Fazit: Ich kann das Buch jeder Person empfehlen, es ist absolut bereichernd! Es macht wütend und lässt verzweifeln aber es regt auch zum Denken und zum Mut haben an.

  7. Cover des Buches Alles ist erleuchtet (ISBN: B005C37GUW)
    Jonathan Safran Foer

    Alles ist erleuchtet

     (526)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Ich habe zuerst den Film gesehen, zu dem das Buch als Vorlage diente; und dieser hat mir ausgesprochen gut gefallen. Normalerweise ist man von der filmischen Umsetzung eines literarischen Werkes enttäuscht, im vorliegenden Fall war es gerade umgekehrt.

    Die Geschichte eines jungen jüdischen Amerikaners (Jonathan Safran Foer), der in die Ukraine fährt und sich dort mit Hilfe eines radebrechenden, machohaften Reiseführers und dessen "blinden" Opa als Fahrer, nebst "Blindenhund" auf die Suche nach der Vergangenheit seines eigenen Großvaters macht, ist im Buch als eine der vier Handlungsstränge enthalten.

    Daneben geht es um die Geschichte von "Brod", die dem gleichnamigen Fluss "entspringt", als ihre Eltern im Jahre 1791 dort mit Fuhrwerk in den Fluten versinken; des weiteren um die Geschichte der Heirat von Jonathans Großvater vor Zerstörung des Schtetls um 1940 und um die Kommentare von Alex, dem ukrainischen Reisebegleiter von Jonathan, der scheinbar diese Geschichten Korrektur ließt.

    Ganz schön verwirrend und so kam es mir beim Lesen auch durchgehend vor. Hätte ich zuvor den Film nicht gesehen, hätte ich bezüglich Orientierung wohl auch gewiss einige Probleme gehabt. Nun, das mag "innovativ" sein, aber meinem Lesevergnügen zumindest nicht zuträglich.

    Natürlich sind alle Geschichten miteinander verwoben und auch Alexs Großvater ist involviert. Ein bisschen dick aufgetragen, wie ich finde.

    Negativ aufgestoßen ist mir auch die unnötig obszöne Sprache, die in manchen Passagen benutzt wird.

    Fazit: Insgesamt kein wirklich schlechtes Buch. Aber es kommt halt wie ein besonders bemühtes Erstlingswerk eines noch nicht ganz ausgereiften Schreiberling rüber.

  8. Cover des Buches Eleria (Band 2) - Die Verschworenen (ISBN: 9783743214750)
    Ursula Poznanski

    Eleria (Band 2) - Die Verschworenen

     (880)
    Aktuelle Rezension von: halo123

    Der zweite Band ist sogar noch besser als der erste. Es passiert einfach so viel das man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Poznanskis Schreibstil ist einfach toll und die Ideen die sich hat machen einen manchmal echt sprachlos. 

    Ria und Sandor kommen sich in diesem Band näher, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Auch werden in diesem Band viele Sachen aufgedeckt mit denen man meiner Meinung nach gar nicht rechnet.

    Ich hatte die Reihe vor Jahren einmal gelesen und hatte sie sehr gut in Erinnerung, und es war auch gut. Die Eleria-Trilogie gehört meiner Meinung nach zu den Büchern die man nach Jahren noch einmal lesen bzw. hören möchte. 

  9. Cover des Buches Ich bin Malala (ISBN: 9783426788271)
    Malala Yousafzai

    Ich bin Malala

     (287)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    ...die jüngste Preisträgerin in der Geschichte des Friedensnobelpreises.

    Ein Mädchen, das mit 16 vor der UNO spricht…..beindruckend und faszinierend.

    Trotzdem hatte ich mir von dem Buch etwas anderes erwartet; ich dachte es wäre eher eine Art Tagebuch des Mädchens Malala. Aber es ist doch eher sehr viel von Politik die Rede und das hat meinen Lesefluss ziemlich gehemmt.

    Von Pakistan und den Taliban wusste ich bisher wenig, aber das Buch ist auch vor zehn Jahren erschienen und ich bin mir nicht sicher, inwieweit das heute noch alles so zutrifft – oder vielleicht auch noch schlimmer wurde?

    Malala lebt heute, soweit ich weiß, in Großbritannien und kämpft von dort aus weiter für Menschen-und Frauenrechte.

     

  10. Cover des Buches Eine Billion Dollar (ISBN: 9783404192892)
    Andreas Eschbach

    Eine Billion Dollar

     (711)
    Aktuelle Rezension von: Emili

    Ein durchschnittlicher Mann, mit null Ambitionen, erbt eine unerhörte Summe Geld, mit der Verweis, dass er eine Prophezeiung erfüllen wird, die Menschheit zu retten. Das neue Leben beginnt und erweist sich alles andere als sorgenlos... 

    Ein grandioser Unterhaltungsroman, wie man die selten liest. Intelligent, akribisch recherchiert und, was für viele Leser eine große Rolle spielt, absolut fesselnd. Wie schon in anderen seinen Werken bewiesen, zeigt der Autor auch in diesem Roman beinahe schon hellseherischen Fähigkeiten, was die Zukunft betrifft. Man solle bedenken, dass die Erstveröffentlichung des Buchs schon in 2001 stattfand. Unter diesem Aspekt ist die Lektüre noch außergewöhnlicher und spannender. 

    Andreas Eschbach bietet mit diesem Roman nicht nur hervorragende Unterhaltung, er vermittelt unaufdringlich Wissen über die Finanzwelt und bringt die Leserschaft zum Nachdenken. 

    Für alle Leser, die sich noch nicht mit dem Wesen des Geldes auseinandergesetzt haben, bietet dieser Roman nicht nur spannende Unterhaltung, der vermittelt Wissen. Für alle anderen ein fesselnder Wissenschaftsroman. Von mir gibt es begeisterte fünf Sterne. 

  11. Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783988288226)
    George Orwell

    1984

     (488)
    Aktuelle Rezension von: Start-a-curvolution

    „1984“ von George Orwell ist ein düsteres Meisterwerk, das die Schrecken eines totalitären Überwachungsstaates eindrucksvoll schildert. Die Geschichte spielt in einer dystopischen Zukunft, in der der allmächtige Big Brother jede Bewegung und jeden Gedanken der Bürger überwacht. Orwells Erzählkunst fesselt den Leser und führt ihn in eine Welt, die durch Propaganda, Gedankenkontrolle und Angst beherrscht wird.


    Die Charaktere, allen voran der Protagonist Winston Smith, sind tiefgründig und glaubwürdig. Durch ihre Augen erleben wir die bedrückende Realität eines Regimes, das jegliche Individualität unterdrückt. Orwells Vision einer Gesellschaft, in der Freiheit und Wahrheit systematisch ausgelöscht werden, ist erschreckend realistisch und aktuell.


    Die Sprache des Romans ist klar und prägnant, die Handlung spannend und beklemmend zugleich. „1984“ ist nicht nur eine Warnung vor den Gefahren des Totalitarismus, sondern auch ein Aufruf zur Wachsamkeit gegenüber der Macht und den Manipulationen der Herrschenden. Dieses Buch bleibt ein zeitloser Klassiker, der auch Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung nichts von seiner Bedeutung verloren hat. Es ist ein Muss für jeden, der sich für Politik, Freiheit und die menschliche Natur interessiert.

  12. Cover des Buches Berlin Requiem (ISBN: 9783453676664)
    Peter Huth

    Berlin Requiem

     (57)
    Aktuelle Rezension von: saskia_heile

    🅼🅴🅸🅽🅴 🅼🅴🅸🅽🆄🅽🅶

    Ein Teil Berlin ist abgeriegelt, Soldaten und Polizisten sorgen an den Grenzen für Ordnung aber auf Dauer kann sich dies keiner anschauen. Sie merken selbst um so lauter es durch Schüssel wird um so mehr Zombies werden es. 

    An sich eine sehr aktionreiche und teils brutale Geschichte, man darf die jeweiligen Angriffe der Zombies miterleben als wäre man selbst das Opfer. 

    Der Journalist Robert Truhs stürzt sich ins Getümmel das er dabei selbst drauf gehen könnte stört ihn hier nicht, Hauptsache Ruhm und Reichtum anhand seiner Aufnahmen.

    Dies ist ein Protagonist den ich von Anfang an überhaupt nicht leiden konnte. Ebenso einige andere spielen hier eine große Rolle mit denen ich definitiv nicht warm geworden bin. 

    Sehr aktionreiche, chaotisch und gefährlich bis hin zu Intriganten Verhalten ist hier alles dabei.

    An sich hat mir die Geschichte gut gefallen, dennoch muss ich sagen hat mir etwas gefehlt.



    🅼🅴🅸🅽 🅵🅰🆉🅸🆃

    Wenn man auf Aktion und Zombies steht ist das sicher auch etwas für euch.

  13. Cover des Buches Die Tage von Gezi (ISBN: 9783957441591)
    Martin Niessen

    Die Tage von Gezi

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Blaustern
    Mai 2013 in Istanbul: Ein Einkaufszentrum soll auf dem Gelände des innerstädtischen Gezi-Parks gebaut werden. Die Bevölkerung wurde nicht danach gefragt und einfach über ihre Köpfe hinwegentschieden. Proteste werden laut, die von der Polizei mit brutaler Gewalt gedämmt werden. So entwickelten sich auch über die Stadtgrenzen hinaus Demonstrationen mit Straßenschlachten aufgrund der islamisch-konservativen Regierung. Der englische Journalist Marc ist gerade zu dieser Zeit auf Urlaub in Istanbul und wittert eine gute Story. Die junge Studentin Mine aus gutem Hause nimmt an den Protesten teil und sieht sich plötzlich ihrem Mann gegenüberstehen, der als Polizist im Auftrage der Regierung alles niederknüppelt. Wobei Katrin, die an der Universität in Istanbul Architektur lehrt, noch nicht sicher ist, ob sie sich in diese Innenpolitik mit einmischen sollte.
    Der Roman mit den ausschweifenden Protesten wird von Marc, Mine und Kathrin erzählt. So erhält man gründliche Einblicke in deren Ansichten über die politische Lage in Istanbul und wie ein jeder von ihnen zu diesen Demonstrationen steht. Diese werden von dem Autor ausführlich beschrieben; der Hauptfocus liegt auch auf diesen Demos während dieser Zeit. So bleiben jedoch tiefgreifende Gefühle der Protagonisten weitgehend auf der Strecke. Es liest sich mehr wie eine Berichterstattung, und für jemanden, der sich für die Begebenheiten vor Ort interessiert, ist es äußerst aufschlussreich, denn der Autor war selbst mit dabei.
  14. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (768)
    Aktuelle Rezension von: honeyandgold

    Kind 44 war jetzt schon lange auf meiner Wunschliste und dann durch einen netten Zufall hab ich das Buch dann geschenkt bekommen. Nun lag es aber wieder auf meinem SUB und gammelt da vor sich hin.

    Nun hab ich mir endlich den Mut gefasst und das Buch in die Hand genommen und es hat mich wirklich aus den Socken gehauen.

    Ich dachte natürlich das es hier um harten Toback geht aber ich war nicht auf das vorbereitet.

    Allem voran die Grausamkeit des russischen Staates hat mich komplett aus den Socken gehauen. Mir war nie bewusst unter welchem Druck die Menschen gelebt haben müssen.

    Die Angst zu verhungern oder in ekelhaften Lebensverhältnissen zu leben, war fast an der Tagesordnung.

    Kein Schritt konnte gemacht werden ohne die Angst zu haben, verpfeifen zu werden.

    Wir schreiben das Jahr 1953. Wir befinden uns in Russland und jeder mit ein bisschen geschichtlichen Wissen, hat ein wenig die Vorstellung das es zur Stalins Zeiten nicht so rosig für die Bevölkerung aussah. Auch ich wusste zwar Eckpunkte aber das was das Buch so schonungslos berichtet, war leider bittere Realität. Hunger, Verlustängste und Vertrauensbrüche standen leider auf der Tagesordnung. Eine grausame Welt, die für viele Menschen leider Realität war.

    Zusammen mit dem erfolgreichen Leo Demidow stolpern wir über einen Fall, der grausam genug ist aber das ist nur die Spitze des Eisbergs.

    Ein Kind ist gestorben, aber niemand will ermitteln. Es war ein Unfall.

    Doch Leo glaub dem ganzen nicht und fängt an selbst zu ermitteln. Nur leider macht ihm das Regime immer wieder ein Strich durch die Rechnung. Er wird als Verräter gejagt und geächtet.

    Damit beginnt eine knallharte Reise.

    Der Schreibstil liest sich flüssig, aber leider tröpfelt die Geschichte manchmal etwas vor sich hin. Durch die Grausamkeit des russischen Staates, tretten die Morde fast schon in den Hintergrund. Ein stückweit denke ich das es wollt war, aber Kinder sterben auf grausame Weise und irgendwie niemanden scheint es zu interessieren. 

    Der Tod der Kinder, rückt eigentlich immer etwas in den Hintergrund. Es wird sehr deutlich das der Schwerpunkt eher woanders liegt.

    Es macht das Buch dadurch nicht schlecht aber macht einen stutzig. 

    Leider kann ich nicht mehr dazu sagen, den der Plotwist hat mich wirklich umgefegt.

    Also wirklich umgefegt.

    Ich hab das Buch kurz weg legen müssen, um damit klar zu kommen.


    Kurzum: Jeder der diese Buch liest muss sich auf einiges gefasst machen.

    Es ist nicht mein Highlight und ich würde es nicht nochmal lesen, aber es hat sich sein Platz in meinem Regal auf jedenfall verdient.

  15. Cover des Buches Opfer 2117 (ISBN: 9783423219648)
    Jussi Adler-Olsen

    Opfer 2117

     (205)
    Aktuelle Rezension von: IngoKohlschein

    Opfer 2117 war dank der LovelyBooks-Leserunde der erste Band über das Sonderdezernat Q von Adler-Olsen, den ich gelesen habe. Der Einstieg ins Buch fiel mir daher recht schwer. Es dauerte eine Weile, bis sich mir die zahlreichen Protagonisten erschlossen hatten. Lange blieb das Gefühl, dass die Personen nicht sehr glaubwürdig handeln. Tatsächlich blieb dieser Eindruck ein wenig bis zum Schluss, warum ich dem Buch 4 von 5 Sternen gegeben habe.

    Sehr anschaulich und spannend sind die verschiedenen Orte der Handlung im Irak, in Syrien und Europa (v.a. Deutschland) beschrieben. Das ist für den Leser durchaus ein wenig herausfordern, mir hat es aber gut gefallen. Es zog mich als Leser inmer wieder tief in die Handlung hinein. Das Setting zu Beginn mit den Zeitungsausschnitten kommt mir jedoch ein wenig zufällig vor, und das hat der Glaubwürdigkeit der Story zu Beginn etwas geschadet.

    Das Finale an der Berliner Gedächtniskirche ist natürlich "Großes Kino". Dort merkt man Adler-Olsen seine Erfahrung und Finesse an, den Leser in seinen Bann zu ziehen - echtes Popcorn-Feeling. Zu dem Zeitpunkt konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen - wenngleich auch hier ein wenig der Eindruck blieb, dass die Geschehnisse und das Verhalten von Polizei und Passanten nicht zu 100% passen.

    Trotz der Kritikpunkte war das Buch für mich eine spannende und abwechslungsreiche Unterhaltung. Für Fans der Reihe eine klare Empfehlung. Wer die Reihe nicht kennt, startet besser bei Band 1.

  16. Cover des Buches Paganinis Fluch (ISBN: 9783785759813)
    Lars Kepler

    Paganinis Fluch

     (36)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Eine Story, die iin die tiefsten Abgründe der Waffenlobby taucht und dabei Verstrickungen zutage fördert, die mich ganz schön erschreckt haben.


    Inhalt: Eine Tote auf einem Boot. Sie sitzt an Bord, auf dem Bett ihrer Schwester und ist ertrunken. Ihre Schwester ist Chefin einer Organisation, die für Frieden auf der ganzen Welt kämpft und hat sich durch Fernsehauftritte und kritische Fragen nicht nur Freunde gemacht.

    Der schwedische Chef der Waffen Kontrollbehörde wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Erhängt in einem komplett unmöblierten Zimmer. Ein Selbstmord kann das nicht sein, dann worauf hätte er steigen können?

    Der Kommissar Joona Linna beginnt seine Ermittlungen, stößt nur durch Zufall auf den einen oder anderen Hinweis und kann am Ende mit Hilfe einer Kollegin die Aufklärung vorantreiben. 

    Unschuldige Menschen müssen sterben, Angehörige verstehen die Welt nicht mehr und am Ende kommt ein hochgradig kriminelles Netzwerk zutage, in das sogar Leute verwickelt sind, die eigentlich gegen so etwas ankämpfen sollten.


    Fazit: Wolfram Koch hat einmal mehr einen richtig guten Job gemacht. Er hat Personen ihre eigene Stimme verliehen, er hat betont, wenn es brenzlig wurde und ansonsten einen neutralen Tonfall gehabt, wenn es um Erklärungen ging. Dazu noch diese angeborene angenehme Tonlage, diese Faktoren haben das Buch an sich schon zu einem Hörvergnügen gemacht.

    Und dann die Story… Ich konnte dem Ganzen richtig gut folgen und mir war von Anfang an klar, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Dieser Fernsehauftritt am Anfang, in dem der Waffenlobbyist die Friedenskämpferin so aalglatt weg gebügelt hat, hat schon Bände gesprochen. - Und der erste Mordfall auf dem Boot… mir war gleich klar, dass der eigentlich jemand anders gelten sollte.

    Die Finte mit dem Lebensgefährten, der versucht hat einen Behördenchef mit einem angeblich kompromittierenden Foto erpressen wollte, war eigentlich nur eine kleine Zusatz Story, die den Leser bzw. Hörer etwas verwirren sollte. Bei mir ist das auch eine geraume Weile gelungen, aber der Autor räumt ja auch schnell damit auf, sodass die Ordnung ziemlich schnell wieder hergestellt ist.


    Ein Spannungsbogen zieht sich kontinuierlich von Anfang bis Ende. Selbst Erklärungen fügen sich da so gut ein, dass die Spannung zu keinem Zeitpunkt verloren geht. Sie hat aber zusätzlich immer noch so Spitzen, die das Ganze dann zeitweise ganz schön auf die Spitze treiben.

    Es ist leicht, der Handlung zu folgen und ich hatte keinerlei Probleme, alles mitzubekommen, trotzdem ich nebenher noch meiner Arbeit nachgehen musste. Das hat super funktioniert.

    Die Ermittlungsarbeit, die eigentlich Kern dieser Handlung war, war so gut beschrieben, dass das nicht zu einem trockenen Einheitsbrei wurde, sondern wirklich noch zur Spannung beigetragen hat. Ich hätte aus der Haut fahren können, wenn die Ermittler so ignorant waren, Tatsachen außer Acht gelassen haben und dadurch die falschen Schlüsse gezogen haben. Der Übeltäter schien immer irgendwie ein ganzes Stück voraus zu sein. - Nur gut, dass es den “Helden” Joona Linna gab. Der war der Einzige, der sich nicht dem Tatsachen abgefunden hat und alles hinterfragt hat. Auf diese Weise geriet er in Konflikte mit den Kollegen und hat immer mal wieder den einen oder anderen Spannungsbogen für sich gehabt.


    Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen. Spannung vom Feinsten und auch menschliche Fehlbarkeiten werden nicht unter den Tisch gekehrt, sonder glaubhaft eingearbeitet. Dadurch entsteht eine Story mit Höhen und Tiefen, die den Leser komplett bei der Stange hält.

    Man muss im Endeffekt nicht mal die chronologische Reihenfolge der Bücher einhalten. Jeder Fall ist in sich geschlossen und kann auch sehr gut als Einzelbuch gelesen oder gehört werden. - Klasse Sache.

    Ich glaube, Lars Kepler wird zu so etwas wie meinem favorisierten Autor.

  17. Cover des Buches Ausgebrannt (ISBN: 9783404191994)
    Andreas Eschbach

    Ausgebrannt

     (393)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Die Geschichte des Öls, informativ verpackt in einem spannenden Roman. Mich hat vor allem die Vielschichtigkeit beeindruckt, mit der dieses Thema von vielen Seiten beleuchtet wird.

    Markus Westermann möchte in sein Traumland USA auswandern und als er beruflich dort zu tun hat, versucht er seine Chance zu nutzen. Unterwegs begegnet er Herrn Block aus Österreich, der ihn in die Welt des Öls einführt und überzeugt ist, überall Ölquellen finden zu können. Markus wittert das große Geld, zumal es in Saudi Arabien zu einer Krise und daraus folgend zu einer weltweiten Ölknappheit kommt. Es gibt Rückblenden, Geschichtliche Exkurse und immer neue Figuren, die erst langsam am Rande eingeführt werden, um dann wichtige Rollen zu spielen. So bleibt das Buch spannend mit immer wieder überraschenden Wendungen und Zusammenhängen. Es ist flüssig geschrieben und die Charaktere überzeugen. Durch die Ölknappheit verändert sich die Welt. Es gibt kleine Gruppen, die versuchen autark und ohne Strom zu leben, es gibt Leute, die versuchen, dass alles so normal wie möglich weiter läuft, zunächst mit Fahrgemeinschaften, später mit dem Fahrrad, es gibt Plünderer und Leute, die versuchen aus der Not anderer Gewinn zu ziehen. Es gibt Denker und Macher, die versuchen, Alternativen für Strom, Benzin und Plastik zu finden und Menschen, die einfach versuchen, nicht zu verhungern. Es zeigt sich, wie anpassungsfähig der Mensch ist, wie abhängig wir vom Öl sind und wie wichtig es ist, rechtzeitig über Alternativen nachzudenken, solange man noch Energie hat, Fabriken zu bauen und Maschinen zu bedienen, die solche Alternativen nutzbar machen können. Durch Markus Schwester erfahren wir, wie sich das Leben hier in Deutschland und Europa verändert. 

    Insgesamt ein sehr lehrreiches, informatives, aber auch spannendes Buch, das dennoch keine schwere Kost ist, da es in einen Roman eingebettet ist, wo es auch um Chancen, Hoffnung, Liebe, Enttäuschung usw. geht. Mir hat es gut gefallen, was auch an den vielen Handlungssträngen liegt, die nie verwirrend waren. Man hat der Geschichte sehr gut folgen können und es hat alles noch interessanter gemacht. 

  18. Cover des Buches Light & Darkness (ISBN: 9783551315946)
    Laura Kneidl

    Light & Darkness

     (910)
    Aktuelle Rezension von: DasGiffels

    "Light & Darkness" war mein erstes Buch von Laura Kneidl und es war ganz ok.

    Ich bin nicht mit den allerhöchsten Erwartungen an das Buch heran gegangen, sondern wollte einfach eine nette Urlaubslektüre haben und den Sinn hat das Buch voll und ganz erfüllt! 

    Die Storyidee finde ich richtig gut, hier und da hätte man meiner Meinung nach nur noch mehr daraus machen können. Das Worldbuilding war auch gut gelungen und hat einen sofort mitgenommen, alles was man über die Welt wissen musste, wurde zudem in einer sauberen Art und Weise mit eingefügt.

    Light als Protagonistin ist ein bisschen naiv, aber auch mutig. Sie hat ihren eigenen Kopf und versucht aus allem das Beste zu machen, was mir sehr gut gefallen hat. Auch Dante als Protagonist fand ich sehr passend und seine Sticheleien gegen Light und Kane waren unterhaltsam.

    Kane und Jude sind als Charaktere leider etwas blass geblieben, genauso wie Anna. Gerade bei Kane und Jude hätte ich mir am Ende mehr Kapitel gewünscht. Jude trifft Entscheidungen, von denen ich als Leser davon ausgegangen bin, dass selbst Kane nicht 100% damit einverstanden gewesen wäre, von dem potenziellen Konflikt zwischen Jude und Light ganz zu schweigen. Das Ende ist mir generell etwas überhastet vorgekommen, ein paar Seiten mehr hätten da sicherlich gut getan, um alle lose Enden vernünftig zu beenden. 

    Alles ins allem war das aber ein solides und nettes Fantasybuch für Jugendliche/junge Erwachsene. Der Konflikt zwischen den unterschiedlichen Rassen fand ich als Grundidee ebenfalls sehr gut, aber auch da hätte man noch etwas genauer drauf eingehen können. 

  19. Cover des Buches Unterwerfung (ISBN: 9783832163594)
    Michel Houellebecq

    Unterwerfung

     (301)
    Aktuelle Rezension von: oszillieren

    Viele der schlechten Bewertungen stammen von Rezensierenden, die den Hauptcharakter unsympathisch finden. Wenn man danach ginge, könnte man die Hälfte der Weltliteratur in den Ausguss kippen. 

    Ich fand das Buch gerade wegen der Mentalität des Protagonisten so interessant. Er steht stellvertretend für Tausende und Abertausende Männer, die (offensichtlich oder tief im Innern) sexistische Klischees hegen, für Tausende und Abertausende Menschen, die sich mit jeglichem Regime arrangieren würden, solange etwas für sie dabei herausspringt. In diesem Fall ist dieses „Etwas“ z.B. die Unterwerfung  gefügiger Ehefrauen. Dass Menschen oft Sklaven ihrer niederen Instinkte sind, ist keinesfalls abwegig, und die daraus resultierende systematische Unterdrückung ist Praxis in vielen Ländern dieser Welt. Das lässt sich nicht wegdiskutieren, auch wenn der Gedanke unerfreulich ist. Gerade Deutsche wissen doch, wie leicht es ist, Menschen zu manipulieren und zu Gräueltaten zu bewegen, solange Politik es legitimiert und sagt „Du darfst das“. Darum geht es in dem Roman: Um den schleichenden Verlust der Menschlichkeit. Das fand ich faszinierend, gerade wenn das so klug beschrieben wird, wie Michel Houellebecq es tut. 

    Nun muss man natürlich darüber sprechen, wie wahrscheinlich es ist, dass die im Roman beschriebene politische Umwälzung in unseren Gefilden so stattfinden würde. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit gering. Und jedem ist bewusst, dass das Thema des Islams in Europa seit Jahrzehnten (Jahrhunderten!) kontrovers diskutiert wird. Aber mit Verlaub: Als erwachsener Mensch bin ich zu vernünftig, um nach der Lektüre eines Romans islamophob zu werden - und die meisten anderen LeserInnen auch. 

    À propos und nicht, dass es eine Rolle spielt - denn Literatur darf (fast) alles - aber ich sag es trotzdem: Das Buch beantwortet übrigens ganz klar, wer der Bösewicht ist. Es ist nicht der muslimische Politiker mit seinen Moralvorstellungen, sondern der opportunistische weiße Franzose, dem alles egal ist, solange er einen vollen Magen hat und eine Zwanzigjährige fürs Bett zugewiesen bekommt. 

    Leichte Kost wird niemand erwarten, der zu diesem Buch greift, aber ich erwähne trotzdem ausdrücklich, dass das Buch an die Substanz geht. Der gute Schreibstil ließ mich kaum von „Unterwerfung“ ablassen, aber spätestens gegen Ende des Buches wurde mir der Sexismus zweier Figuren zu viel. Ich bereue es im Nachhinein nicht, aber ich musste mich dazu zwingen, mir die letzten 90 min. anzuhören. 

    Fazit: Ein brillantes, fesselndes, schockierendes Buch. Ich bin froh, es gelesen zu haben. Wird nicht mein letzter Houellebecq gewesen sein.

  20. Cover des Buches Die Wolke (ISBN: 9783473544011)
    Gudrun Pausewang

    Die Wolke

     (941)
    Aktuelle Rezension von: Geerthi

    «Die Wolke» von Gudrun Pausewang ist ein packender Jugendroman, der die erschütternden Folgen eines Atomunfalls auf beeindruckende Weise schildert. Die 15-jährige Janna Berta wird während des Unglücks von ihren Eltern getrennt und muss sich plötzlich um ihren kleinen Bruder kümmern. Inmitten des Chaos und der Verzweiflung, die die radioaktive Wolke über das Land bringt, kämpft Janna ums Überleben und muss schmerzliche Verluste hinnehmen.

    Gudrun Pausewang gelingt es meisterhaft, die beklemmende Atmosphäre und die emotionalen Höhen und Tiefen der Protagonistin Janna einzufangen. Durch Jannas Augen erleben wir die Angst, die Verzweiflung und die Hilflosigkeit, die mit einer solchen Katastrophe einhergehen. Die Autorin regt mit ihrem Roman zum Nachdenken an und sensibilisiert für die verheerenden Auswirkungen eines Atomunfalls.

    Die eindringliche Erzählweise und die mitreissende Darstellung der Charaktere machen «Die Wolke» zu einem Buch, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Die Thematik des Romans ist hochaktuell und von grosser gesellschaftlicher Relevanz. Ich kann dieses bewegende Buch jedem empfehlen, der sich mit wichtigen gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen möchte. Verdienterweise vergebe ich 5 von 5 Sternen ⭐️ für dieses beeindruckende Werk!

  21. Cover des Buches Der nasse Fisch (Sonderausgabe Ein Buch für die Stadt Köln 2023) (ISBN: 9783492320399)
    Volker Kutscher

    Der nasse Fisch (Sonderausgabe Ein Buch für die Stadt Köln 2023)

     (430)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Berlin 1929. Gereon Rath kommt von Köln neu zur Polizei und befindet sich gleich mitten im pulsierenden Leben Berlins. Ausschweifende Feste, Alkohol, Musik und harte Drogen. Als Kriminalkommissar ermittelt er im Dikicht der "Unterwelt." Es werden Pornos gedreht mit Darstellern die aussehen wie der ehemalige Kaiser oder wie bekannte Persönlichkeiten. Er ist neugierig und stochert tiefer und trifft in ein Wespennest. Die Wahrheit soll ans Licht und Rath ist eifrig und teilt seine Ergebnisse mit, aber die will man nicht so recht hören. Es scheint eine stille Vereinbarung zwischen Polizei, Politik und der "Unterwelt" geben. Will er Karriere machen oder das Recht walten lassen? Ein spannender und sehr ausschweifender Krimi von einem tollen Schriftsteller, der uns Leser in einen Sog aus Drogen, Nachtleben, Intrigen und einer verschobenen Wahrheit zieht. Süffig!

  22. Cover des Buches Drei nach Norden (ISBN: 9783746632490)
    Florian Beckerhoff

    Drei nach Norden

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Blaustern
    Eine rätselhafte Kiste steht bei Greta verschlossen vor der Tür mit der Adresse zweier alter Menschen aus Schweden. Greta kennt sie aus einer glücklichen Zeit, die lange zurückliegt. Deshalb beschließen eines Nachts sie, Cassady und der halbe Belgier, sich auf dorthin zu machen. Ihr Gepäck ist nur diese riesige Holzkiste. Was sie auf dieser Reise dann für Abenteuer erwarten, das hätten sie in ihren kühnsten Träumen wohl nicht erwartet.
    Es soll eine überaus witzige Geschichte sein, die in Schweden spielt. Ich mag Schweden sehr und hatte mich total gefreut, aber der Humor ist ganz speziell und nicht jedermanns Sache. Meinen Nerv hat er leider auch nicht getroffen. Es war für mich auch keine wirkliche Unterhaltung in dem Sinne, eher ziemlich anstrengend zu lesen. Protagonisten, denen so ziemlich alles egal ist, die sich laufend nur an Zigaretten, Alkohol und Sex berauschen. Nicht gerade sympathisch und auch in gewissen Maße unreif für ihr Alter. Sie sind nervig, und man kommt nicht an sie heran, da sie blass bleiben. Dazu gibt es nicht mal einen richtigen Namen (der halbe Belgier) und eigenartige Spitznamen. Die ganze Geschichte und auch die Handlungsplätze bleiben einfach nur distanziert, und haben mir Schweden nicht wieder nahe gebracht. Auch von Spannung keine Spur. Tut mir sehr leid. Sehr schade.
  23. Cover des Buches Allein unter Juden (ISBN: 9783518466841)
    Tuvia Tenenbom

    Allein unter Juden

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Neuneuneugierig
    "Bitterböse", sehr authentisch (zumindest scheint es so, wenn man sich über #tuviatenenbom informiert) und ganz anders. Und nein, ich habe ich sein früheres Werk nicht gelesen. Doch scheint er vielen, viel zu ehrlich, als dass man es ertragen könnte. Das Buch teilt und vereint einen. Man diskutiert und argumentiert mit ihm. Stimmt ihm zu und ist wütend. Doch nach der Lektüre versteht man vieles doch einfach besser auch wenn man das vielleicht nicht immer zugeben möchte. Die Geschichte und Meinungs-Impfung ist schon sehr tief in uns verwurzelt. 
    .
    Ein halbes Jahr Israel Aufenthalt, mal als Jude, ganz oft als Österreicher und manchmal als Araber. Tuvia Tetenbom dort aufgewachsen, dann ausgewandert in die USA, studierter Künstler und Rabbiner besucht sein Heimatland und blickt "hinter die Kulissen". 
  24. Cover des Buches Hunde von Riga (ISBN: 9783552056077)
    Henning Mankell

    Hunde von Riga

     (682)
    Aktuelle Rezension von: BrittaBanowski

    Ich liebe diese Krimis mit nordischen Wurzeln und besonders Kommissar Wallander hat es mir angetan,. und so wollte ich auch mal die literarische Grundfassung der Verfilmungen lesen, aber das verging mir ganz schnell.

    Denn der Autor schreibt sehr langatmig, mitunter langweilig und durch die vielen Schachtelsätze verzettelt man sich in diesen Büchern recht schnell und wenn ich noch einmal die Wahl hätte, so würde ich immer eine Folge im TV vorziehen

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