Bücher mit dem Tag "polizeichefin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "polizeichefin" gekennzeichnet haben.

10 Bücher

  1. Cover des Buches Die Zahlen der Toten (ISBN: 9783596512416)
    Linda Castillo

    Die Zahlen der Toten

     (734)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Kate Burkholder die neue Polizeichefin von Painters Mill bekommt es gleich in ihrem ersten Fall mit einer unglaublich grausamen Tat zu tun. Die Leiche der jungen Frau, die in einem Feld aufgefunden wird, wirft viele Fragen auf. Es scheint als ob ein Serienmörder nach 16 Jahren wieder aufgetaucht ist. Kate muss sich erinnern... und an ihre Grenzen gehen, um dem Morden ein Ende zu bereiten.

    Dieser Auftakt ist absolut gelungen. Die Autorin versteht es eine spannend und vielschichtige Geschichte zu erzählen, die den Leser fasziniert und fesselt. Sympatische Protagonisten und eine kluge Handlung machen das Buch zu einem Leseerlebnis.

  2. Cover des Buches Wolfsschatten (ISBN: 9783802584275)
    Lori Handeland

    Wolfsschatten

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Athene
    INHALT:
    In Lake Bluff geschehen mal wieder unheimliche Dinge: Nach einem Sturm sterben vermehrt alte und kranke Leute. Als bei einer Autopsie auffällt, dass den Toten das Herz fehlt, geht Sheriff Grace auf die Jagd. Doch ist der neue indianische Arzt Ian ihr Freund oder ihr Feind, denn er weiß mehr.

    FAZIT:
    Erst einmal muss ich jetzt doch Kritik am deutschen Titel üben. Bislang haben ja alle deutschen Titel mit "Wolf..." angefangen (s. HIER). Dies hat bislang auch gepasst, denn es ging schließlich schwerpunktmäßig um Werwölfe. Dieses Buch ist jedoch anders. Dazu muss man wissen, dass die eigentlich Reihe "Night Creature" heißt und sich in den Titeln immer "moon" für Mond verbirgt. Das Originalbuch heißt "thunder moon" und die Geschehnisse nehmen in der Sturmnacht unter dem indianschen Donnermond ihren Anfang:

    In diesem Buch hat es Grace, die ja ihren Nebenauftritt bereits im Vorband "Wolfsdunkel" hatte, mit einer besonderen Kreatur zu tun, die kein Werwolf ist. Sie versucht zwar die Jägersucher zu befragen, ist jedoch auf sich allein gestellt. Der Aspekt mit der indianischen Kultur hat mir sehr gut gefallen. Hier spielt zwar auch ein Wolf eine Rolle, aber für sich genommen, darf hier kein Werwolfbuch erwartet werden.

    Die Erotikszenen sind prickelnd beschrieben und bieten ordentlich Feuer. Wichtig ist hier auch die Verbundenheit der indianischen Kultur mit der Natur, die sich hier besonders in den Gefühlen von Grace, ihrem Sexleben und sogar ihrem Gegner widerspiegelt.

    Das Wiedersehen mit Claire und Malachi ist schön gelungen, denn ihre Liebe hat sich vertieft und es ist doch auch mal schön, wenn es nach einem Happy End für alle positiv weiter geht.

    Trotz Kritik am Titel gebe ich 5 von 5 Punkten, da der Gegner hier mal eine gekonnte Abwechselung darstellt und Grace einen wundervoll zynischen Humor hat, der hier auch noch mit Chuck Norris Witzen garniert wird.

    http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2013/07/lori-handeland-wolfsschatten-von-sonja.html
  3. Cover des Buches Teuflisches Spiel (ISBN: 9783596196135)
    Linda Castillo

    Teuflisches Spiel

     (251)
    Aktuelle Rezension von: Anne_Sawyer

    Dieser Band hat mir auch recht gut gefallen, obwohl er für mich nicht an Band 3 rankam. Interessant ist es immer, wenn man mehr aus Kates Vergangenheit erfährt. Doch leider bin ich dem ganzen dieses Mal schon vor Ende auf die Spur gekommen.
    Sehr toll war auch wie sich das Privatleben von Kate so langsam weiterentwickelt.

    4 Sterne dieses Mal für einen überaus spannenden Hörgenuss 😊

  4. Cover des Buches Wenn die Nacht verstummt (ISBN: 9783596184521)
    Linda Castillo

    Wenn die Nacht verstummt

     (386)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Band 3 der Reihe um Kate Burkholder.

    Gut geschriebener, brutal spannender Thriller um die Amish People in Ohio. 

    Als Kate Burkholder zur Farm der Familie Slabaugh gerufen wird, geht sie noch von einem tragischen Unglücksfall aus. Doch dieser Fall ist vielschichtig angelegt und nichts ist, wie es scheint....

    Die Reihe und die Personen werden gut weiterentwickelt. Nur um die Amish muss man sich Sorgen machen. Wenn Frau Castillo so weitermacht, sind die bald ausgestorben ;-).


    Fazit:

    Kann ich nur weiterempfehlen. Band 4 liegt schon auf die "Noch zu Lesen" Stapel. 


  5. Cover des Buches Wenn Engel brennen (ISBN: 9783867542395)
    Tawni O'Dell

    Wenn Engel brennen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: SalanderLisbeth
    „Da draußen ist ein Typ, der Sie unbedingt sprechen will.“ „Hat das mit unserem Mädchen zu tun?“ „Nein. Er will seinen Namen nicht nennen, aber er sagt, er hat ihre Mutter getötet.“ Er lässt die Schwere dieser Aussage wirken. Bestimmt erwartet er eine Reaktion von mir, aber von mir kommt nichts. „Alles in Ordnung, Chief? Glauben Sie, der Witzbold meint das ernst? Sollen wir mal nach ihrer Mutter sehen?“ „Meine Mutter wurde ermordet, als ich fünfzehn war.“ Auszug Seite 26

    „Wenn Engel brennen“ liegt jetzt schon etwas länger auf meinem SuB, irgendwie konnten mich der reißerische Titel und Cover nicht so richtig überzeugen. Ein Fehler, denn der Kriminalroman hat mich restlos begeistert und zählt zu meinen absoluten Highlights. Es ist der 6. Roman der amerikanischen Schriftstellerin und ihr erster eindeutiger Kriminalroman. Tawni O’Dell stammt aus dem ländlichen Pennsylvania und hier in einer ehemaligen Bergbauregion ist auch die Geschichte verortet.

    In dem fiktiven Städtchen Buchanan ist die 50-jährige Dove Carnahan Polizeichefin. Seit 27 Jahren ist sie in dem ländlichen Ort ihrer Kindheit tätig und meistens für Bagatellfälle zuständig. Das tote Mädchen, das in Campbell’s Run gefunden wird, ist nicht nur für sie das Schlimmste was sie je gesehen hat. Die Geisterstadt ist eine von denen, in der früher der Bergbau und damit die Industrie florierten und vielen Menschen Arbeit gab. Schon seit langem verrotten hier die Maschinen, die Einwohner wurden umgesiedelt und ganze Siedlungen verfielen. Unter der Erde brennen seit Jahrzehnten noch etliche Kohleflöze, die nicht gelöscht werden können und dadurch wurden ganze Regionen unbewohnbar gemacht. An einigen Stellen bilden sich an der Außenseite Risse, schwelende Brände und giftige Rauchschwaden dringen an die Oberfläche. 

    In dieser verwüsteten Landschaft wird der Teenager mit eingeschlagenem Schädel und in eine Decke gehüllt in einer Erdspalte gefunden. Vorher wurde sie mit Benzin übergossen und angezündet. Dieser grausame  Mordfall ist kein Fall für die kleine Polizeieinheit des Countys und der übergeordnete State Trooper Nolan Greely übernimmt.

    Er wirkt wie der große, stämmige, humorlose Trooper, bei dem einem Autofahrer mulmig wird, wenn er ihn in seinem Außenspiegel sieht. Tatsächlich ist der Detective bei der Kriminalpolizei und trägt keine Uniform mehr, aber die braucht er auch gar nicht. Vom stahlgrauen Bürstenhaarschnitt bis zum gemessenen, zielstrebigen Gang ist er durch und durch Cop, da gibt es kein Vertun. Er bleibt vor mir stehen und mustert mich mit regloser Miene durch eine verspiegelte Sonnenbrille. Auszug Seite 9

    Aber Chief Carnahan kennt das Milieu und die Menschen ihrer Gegend besser und sie findet schnell heraus, dass es sich bei dem Opfer um die junge Camino Truly handelt, Mitglied einer in der Gegend  polizeibekannten Familie der weißen Unterschicht. Die Lebensumstände dieser für den Landstrich typischen White-Trash-Familie werden durch Alkoholismus, Arbeitslosigkeit, Drogen und Gewalt dominiert. Dabei schlug die hübsche und intelligente Camio aus der Art. Trotz der desolaten Familienumstände war sie ehrgeizig, wollte aufs College gehen und studieren. Sie hatte einen Job und einen gutaussehenden Freund aus der Mittelschicht. Diesen machen die Trulys sofort als Täter aus und wählen Selbstjustiz als geeignetes Mittel, während sich Camios Mutter Shawna in eine destruktive Gleichgültigkeit flüchtet. Die Trulys misstrauen der Polizei und verweigern trotzig die Zusammenarbeit. So treten die Ermittlungen lange auf der Stelle und Chief Carnahan beißt sich die Zähne aus.

    Von diesen Kindern erreichten sechs das Erwachsenenalter, fünf kamen nicht ins Gefängnis, vier hielten sich vom Crack fern, drei arbeiteten zeitweise, zwei tranken nicht, und einer fand zu Jesus. Alle pflanzten sich eifrig fort. Auszug Seite 47
     

    Der Fall weckt bei der Ich-Erzählerin Dove Carnahan lang verdrängte Erinnerungen, denn auch sie stammt aus schwierigen Verhältnissen. Ihre promiskuitive Mutter hatte sich mehr für sich und ihre Schönheit interessiert und Dove und die jüngeren Geschwister Neely und Champ stark vernachlässigt. Als Dove 15 Jahre alt war, wurde ihre Mutter von einem ehemaligen Liebhaber erschlagen. Dieser hatte immer seine Unschuld beteuert und kommt jetzt nach 35 Jahren aus dem Gefängnis frei. Er taucht sofort  in Buchanan bei Chief Carnahan auf und will wissen, warum Dove und Neely ihn damals durch ihre Lügen ins Gefängnis gebracht haben.

    Wenn die 50-jährige Polizeichefin zusammen mit Nolan Greely in diesem Konglomerat aus Familienstreitereien, Gewalt und Inzest herausfindet, wer für die Tat verantwortlich ist, werden die Schicksale beider Familien, die Trulys und die Carnahans nach und nach enthüllt. Dabei wird deutlich, dass die meisten Tragödien in der Familie als eingeschworene Gemeinschaft passieren.

     

    Fazit

    Tawni O’Dell ist hier nicht nur ein wendungsreicher, spannender Kriminalroman und ein lupenreiner Whodunnit gelungen, sondern auch eine Sozial- und Milieustudie. Sie erzählt pointiert und empathisch von einem heruntergewirtschafteten Landstrich, dem sogenannten „Rust Belt“ und dessen Einwohnern, die keine Hoffnung auf eine Zukunft mehr haben, die sich abgehängt und von der Politik verraten fühlen. 

    Ihr Kriminalroman lebt dabei von seinen Kleinstadtfiguren, die Tawni O’Dell mit viel Menschenkenntnis, Einfühlungsvermögen sowie einem messerscharfem Blick porträtiert.

    Sie punktet besonders mit der unkonventionellen, taffen Single-Frau Dove Carnahan. Die Protagonistin hat sich durch ihr tragisches Schicksal nicht unterkriegen lassen und, obwohl sie teilweise abgebrüht und zynisch wirkt, Mitgefühl und Selbstironie beibehalten.

    Fast lässig und mit einem intensiven, literarischen Erzählstil schiebt die 55-jährige Autorin diese Geschichten ineinander und macht daraus einen intelligent geplotteten, Country Noir.  

    Eine grandiose Hauptfigur hat Tawni O’Dell hier geschaffen, die das Zeug zur Serienfigur hat und folgerichtig schreibt sie schon an einer Fortsetzung. 

  6. Cover des Buches Blutige Stille (ISBN: 9783596512669)
    Linda Castillo

    Blutige Stille

     (557)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Band 2 der Reihe um die Polizeichefin Kate Burkholder.

    In Painters Mill wird eine amishe Familie brutal ermordet. 7 Leichen, keine Spuren und auf den ersten Blick kein Motiv. Während die Eltern und die Söhne erschossen wurden, werden die beiden Töchter der Familie - 15 und 16 Jahre alt - vor ihrer Ermordung gefoltert. Kate Burkholder und ihr Team stehen vor einer gewaltigen Herausforderung. 

    Linda Casillo arbeitet in diesem Band sehr schön heraus, wie leicht Menschen, die in einer so behüteten Gemeinschaft wie den Amish von der Welt "Englischen" verführt und missbraucht werden können. 

    Kate Burkholder und John Tomasetti arbeiten auch in diesem Fall zusammen. Dabei belastet ihr ungeklärtes Verhältnis zueinander die Beziehung der beiden massiv. 

    Wie in Band 1 wird die Geschichte in der Ich-Perspektive von Chief Burkholder erzählt. Da alles in der Gegenwartsform geschrieben ist, bekommt die Story gefühlt mehr Geschwindigkeit. Lediglich die Kapitel, in denen Tomasetti die handelnde Person ist, sind in der normalen Erzählerperspektive verfasst. Ein Mix, der mir sehr, sehr gut gefällt.

    Die Story ist gut aufgebaut. Die Ich-Perspektive gewährt tiefe Einblicke in das Seelenleben von Chief Burkholder.

    Positiv

    Wie schon gesagt, ich mag Ich-Erzähler und finde den Schreibstil von Linda Castillo große Klasse.

    Der Roman ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Man fiebert mit den Personen mit. Die Verbrechen sind brutal und blutig und gehören zu diesem Thriller; die Schilderung ist sachlich und nicht effektheischend.

    ** Spoiler **

    Während Band 1 die Jagd auf einen Serienmörder schildert, haben wir es hier eben nicht mit dem nächsten Serienkiller in einer Kleinstadt wie Painters Mill im tiefsten und ländlichen Ohio zu tun. Das war wirklich überraschend.

    ** Spoiler Ende**

    Negativ

    Das Finale ist zwar wirklich gut, aber die Situation, in die sich Burkholder und ihr Team bringen, ist überaus gefährlich und unprofessionell organisiert. Daher unglaubwürdig. 

    Linda Castillo muss aufpassen, aus der eigenwilligen Kate Burkholder mit einer in diesem Genre auffallenden Persönlichkeit keine klischeehafte Polizistin zu machen. Ich meine hier ausdrücklich den gestiegenen Wodka-Konsum und die hohe Bereitschaft zur Selbstzerstörung.

    Ihre Mitarbeiter, die in Band 1 tragende Rollen spielen, bleiben dieses Mal überraschend farblos.

    Fazit

    Da kritisiere ich doch recht heftig und vergebe 5 von 5 Punkten? Ja, gefühlt ist der 2. Band einer Reihe immer der schwierigste. Und <Blutige Stille> ist ein hervorragender Thriller und ich freue mich bereits auf Band 3.

    Klare Leseempfehlung meinerseits!

  7. Cover des Buches Der Herzsammler (ISBN: 9783442370696)
    Inger Ash Wolfe

    Der Herzsammler

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Bellexr
    Mord als Fortsetzungsroman . In einem kleinen Ort in Kanada wird im nahegelegenen See eine Schaufensterpuppe ohne Kopf gefunden. Das Merkwürdige an der Sache. Genau diese Szene wurde in der aktuellen Tageszeitung in einem Fortsetzungskrimi beschrieben, nur war es hier eine echte Leiche. Polizeichefin Hazel Micallef und ihr Kollege James Wingate vermuten mehr hinter der Sache und beginnen ihre Ermittlungen. Als Wingate auf der Schaufensterpuppe eine mehrstellige Nummer entdeckt, dauert es nicht mehr lange, bis er sie mit einer Internetseite in Verbindung bringt. Was die Polizisten dort zu sehen bekommen, lässt sie das Schlimmste befürchten. . Hazel Micallef ist erst vor kurzem am Rücken operiert worden, verkriecht sich im Haus ihres Exmannes und bedauert sich selbst. Da die Arbeit des Polizeichefs von Port Dundas sich eher ruhig gestaltet, kann sie auch mühelos das bisschen Arbeit von zu Hause bewerkstelligen. Als jedoch die Schaufensterpuppe im See gefunden wird, erwacht ihr kriminalistisches Gespür und die Schmerzen sind vergessen, auch dank starker Schmerzmittel. . Die Ermittlungen gestalten sich anfangs extrem schwierig, da Zeugen spurlos verschwinden, tagelang telefonisch nicht erreichbar sind und die Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen sich ebenfalls als äußerst schwierig herausstellt. So plätschert der Fall zunächst ohne ersichtliche Ermittlungsansätze dahin, zumal für Hazel auch noch einige innerdienstliche Probleme auftreten und sie mehr und mehr mit einer beginnenden Tablettensucht zu kämpfen hat. Hinzu kommt aber auch noch ihre prekäre private Situation. Da sie wegen der Operation anfangs auf Hilfe angewiesen ist, zieht sie zu ihrem Ex-Mann und dessen Frau Glynnis, welche sie während der Genesungsphase pflegt und bei denen sie auch weiterhin noch wohnt. . So passiert anfangs noch nicht so viel in dem Krimi und man lernt erst einmal ein wenig die ganzen Mitwirkenden kennen. Doch fast wie aus dem Nichts kommt Spannung auf, der Fall nimmt eine überraschende, wenn auch nicht ganz neue Wendung und erstaunt einen ab da ständig. Anfangs sind absolut keine Zusammenhänge zwischen den Mitwirkenden zu erkennen und als man dann endlich meint, diese nun herstellen zu können, lässt die Autorin die Story wieder in eine andere Richtung laufen. Somit ist die Spannung bis zum Schluss auf sehr hohem Niveau und die letztendliche Lösung des Falls absolut überraschend und so logisch umgesetzt, dass man sich wundert, nicht selbst früher darauf gekommen zu sein. . Auffällig ist, dass es viel Kompetenzgerangel zwischen den einzelnen Zuständigkeitsbereichen gibt. So hat man ständig den Eindruck, dass jede Dienststelle ihr eigenes Süppchen kocht und mit kollegialer Unterstützung ist es auch nicht immer weit her. So werden Hazel und Wingate mehr als einmal ziemlich massiv bei ihren Ermittlungen ausgebremst, doch hiervon lässt sich die versierte Hazel nicht beeindrucken und so geht sie einfach ein paar etwas unkonventionelle und auch makabre Wege, um ihr Ziel zu erreichen. . Anfangs tat ich mir ein wenig schwer mit dem Charakter von Hazel, denn ihre schroffe, burschikose Art macht sie nicht gerade sympathisch und lässt sie sehr hartherzig erscheinen. Doch so nach und nach merkt man, dass sie ihr Herz auf dem rechten Fleck hat, sich sehr für ihre Mitarbeiter einsetzt und eigentlich nur das Problem hat, ihre Gefühle Menschen gegenüber zu zeigen, die ihr wirklich etwas bedeuten. Dies merkt man deutlich in mehreren Szenen mit ihrer jüngsten Tochter Martha wie auch bei ihrem jungen Kollegen James Wingate, der erst seit kurzer Zeit von Toronto in das beschauliche Städtchen gezogen ist. Entgegen der 62-jährigen Hazel ist er sehr warmherzig und man merkt auch schnell, dass irgendetwas in Toronto vorgefallen sein muss, was in nach Port Dundas getrieben hat. Zur Mitte des Krimis hin erfährt man auch mehr Einzelheiten hierzu. . Die weiteren Charaktere sind sauber herausgearbeitet und detailreich beschrieben, doch irgendwie wird man bei ihnen das Gefühl nicht los, über sie noch nicht alles erfahren zu haben und somit wirken sie lange Zeit sehr undurchsichtig. Dies kommt der Spannung natürlich nur zugute. . Der Schreibstil von Inger Ash Wolfe, welches ein Pseudonym für eine kanadische Schriftstellerin ist, überzeugt von Anfang an durch ihre ruhige und flüssige Sprache. Sie verzichtet auch weitgehend auf reißerische Szenen und lässt hier der Phantasie ihrer Leser viel Raum. . Fazit: Ein eher ruhiger, aber absolut spannender Krimi mit einer unvorhersehbaren und komplexen Story.
  8. Cover des Buches Die letzten Tage (ISBN: 9783868001266)
    Alex Chance

    Die letzten Tage

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Booklovelyn
    Ich muss zuerst sagen, dass ich kein großer Fan von Thrillern im allgemeinen bin. Das Buch habe ich geschenkt bekommen und nachdem es drei Jahre ungelesen in meinem Regal stand, habe ich danach gegriffen, um es nicht mehr auf dem SuB liegen zu sehen. Das Cover ist für einen Thriller ansprechend gestaltet, Grautöne, ein bisschen Blut, rostige Nägel. Im Gründe das übliche. Ich vergebe dafür einen Stern. Die Geschichte an sich klang auch sehr vielversprechend. Eine Psychotherapeutin, die beruflich selber Charaktere und Persönlichkeiten analysiert, wird nun selbst beobachtet, regelrecht gestalkt und erhält unheimliche Nachrichten. Auch dafür einen Stern. Das wars leider an Sternen. Der schreibstil des Autors zieht sich ins unendliche, über zwei Seiten werden Umgebungen bis ins letzte Detail beschrieben. Die Charaktere sind irgendwie undurchsichtig, es sind zu viele die zu eingehend und intensiv beschrieben werden. Im grunde könnte jeder eine Hauptfigur sein. Der Leser wird ein bisschen verwirrt. Aber der ausschlaggebende Grund, weshalb ich das Buch nach ca. Der hälfte abgebrochen habe, war die Grausamkeit, die brutalität, die dem Leser schonungslos entgegengesetzt wurde. Was der Täter mit seinen Opfern anstellt ist höchstgradig pervers, sowohl physisch als auch psychisch. Ich war regelrecht angewiedert von dem Buch. Abschließend kann ich sagen, dass das Buch unter die Haut geht und den Leser in irgendeiner Art und Weise berührt. Mich eher negativ. Aber wer sowas mag...
  9. Cover des Buches Brennendes Grab (ISBN: 9783596704262)
    Linda Castillo

    Brennendes Grab

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Nach dem Brand einer Scheune einer Amisch-Familie wird dessen 18-jähriger Sohn vermisst. Schnell wird die Angst zur Gewissheit: Daniel Gingerich starb bei dem Feuer eingesperrt in der Sattelkammer. Chief Inspector Kate Burkholder fängt mit ihren Ermittlungen an und muss sich der Frage stellen, wer Daniel so gehasst hat, dass er ihn bei lebendigem Leibe verbrannte. Dabei kommen immer mehr Lügen und Intrigen heraus, bis Kate nicht mehr weiss, ob sie selbst noch auf dem rechten Weg ist. 

    Auch im 10. Band rund um Kate Bulkholder und die Amischgemeinden geht es für Kate sehr persönlich zu. Diesmal muss sie sich ihrer Vergangenheit emotional stellen. Das hat mir sehr gefallen. Besonders auch, dass an jeder Ecke mehr da war, als dass die Fassade zu vermitteln versuchte. Die Moral der Geschichte hat mich grübelnd hinterlassen, denn ist ein Unrecht wirklich ein Unrecht, wenns eigentlich ein Recht ist? Um zu wissen, was ich meine, muss man das Buch lesen und sich selber eine Meinung darüber machen. Es lohnt sich. Volle 5 Sterne.

  10. Cover des Buches Todesgebet (ISBN: 9783442370269)
    Inger Ash Wolfe

    Todesgebet

     (15)
    Aktuelle Rezension von: chiara
    In einer beschaulichen Kleinstadt im ländlichen Kanada führt die Polizei ein ruhiges Leben. So ruhig, dass die örtliche Polizeistation Angst haben muss geschlossen zu werden. Denn seit Monaten ist Hazel Micallef kommissarische Leiterin der Polizei und wartet sehnlichst auf neues Personal. Vor diesem Hintergrund ist es alles andere als günstig, dass eine sterbenskranke Frau ermordet wird. Als ein paar Tage später eine weitere Person, die kurz vor ihrem natürlichen Tod steht, ermordet wird, ist klar, dass man es mit einer Serientäter zu tun hat. Nun müssen Hazel und ihre Kollegen, die alle fast gar keine Erfahrung mit Mordermittlungen haben, den Mörder suchen … Der Grund für den Kauf dieses Buches war eigentlich die Tatsache, dass ich einmal ein Buch lesen wollte, das in Kanada spielt. Dass ich dabei an den Roman einer bekannten kanadischen Autorin gerate, die unter dem Pseudonym Inger Ash Wolfe schreibt, war dabei purer Zufall. Schon nach den ersten Seiten merkt der Leser, dass Wolfe ihr Handwerk versteht und Erfahrung im Schreiben hat. Daher gibt es von stilistischer Seite an diesem Buch gar nichts auszusetzen. Die Figuren und Landschaften sind sehr gut beschrieben, so dass man sie sich ohne Probleme vorstellen kann. Die Charaktere haben eine gewisse Tiefe und man weiß genau, dass der Leser nicht alles über sie erfährt, da „Todesgebet“ der Beginn einer Reihe ist. Man sollte sich aber nicht von dem Cover täuschen lassen. Denn auch wenn „Thriller“ auf dem Cover steht, handelt es sich bei „Todesgebet“ eher um einen Krimi. An keiner Stelle rast man durch die Geschichte, sondern es geht eher ruhig und gemütlich zu. Leider heißt dies auch, dass die Handlung die ein oder andere Länge hat. Zwar kommt mit der betagten Polizistin und Hauptfigur Hazel Micallef etwas Witz in die Geschichte, aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich mit Hazel nicht warm geworden bin. Für mich war sie kalt wie ein Backfisch, auch wenn während dem Lesen einige ihrer positiven Seiten zum Vorschein kamen. Da es für mich wichtig ist, dass ich einen Bezug zur Hauptfigur herstellen kann, und mich die Geschichte nicht wirklich überzeugt hat, bekommt das Buch von mir drei Sterne. Insgesamt ist „Todesgebet“ kein schlechtes Buch. Es gibt viele Überraschungen und das Ende ist nicht vorhersehbar. Dennoch rate ich jedem, der Interesse an dem Roman hat, sich vor dem Kauf die Zeit zu nehmen in das Buch reinzulesen oder es direkt in der Bibliothek auszuleihen.
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