Bücher mit dem Tag "polizeigewalt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "polizeigewalt" gekennzeichnet haben.

42 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596512980)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

    (5.833)
    Aktuelle Rezension von: Lucie

    Daniel Sempere ist 10 als sein Vater, ein Buchhändler ihn mit zum "Friedhof der vergessenen Bücher" nimmt, ein besonderer und geheimer Ort, an dem viele Bücher sind, die es nur noch einmal gibt. So auch der Roman von Julian Carrax, den Daniel sich aussucht und womit er eine ungeahnte Kette von Ereignissen auslöst...

    Es war nun schon das zweite mal, dass ich dieses Buch gelesen habe (das erste mal war vor 6 Jahren) und ich muss sagen, ich hatte es besser in Erinnerung! Also das buch ist spannend und fesselnd, gar keine Frage, aber eben auch sehr düster und hyperdramatisch. Außerdem finde ich einige Äußerungen ziemlich sexistisch. 

    Ich kann es trotzdem empfehlen, wenn auch nicht zu 100 Prozent!

  2. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9783570312995)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

    (750)
    Aktuelle Rezension von: Isabelle_Kocher

    "The Hate U Give" behandelt das Themen wie Rassismus, Polizeigewalt und Black Lives Matter, jedoch erzählt aus der Perspektive eines 16-jährigen Mädchens. Dadurch wirkt die Geschichte nahbarer und berührt auf eine viel intensivere Weise. Statt den Fokus auf die harten Fakten der zu richten, wirkt dieser Roman fast philosophisch, wenn die Hauptfigur, Starr, sich fragt, was falsch und was richtig ist, was es wert ist, dafür zu kämpfen und wie sie die zwei Welten, in denen sie lebt, miteinander vereinen kann. Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, dass es der objektiven Berichterstattung unserer Nachrichten nun ein persönliches Gesicht verleiht. Wir sehen nicht mehr einen Afro-Amerikaner, der erschossen wird - wir sehen ein Mädchen, dass sich an die vielen Momente der Freundschaft mit einem Jungen erinnert, dessen Leben nun viel zu früh endet, während sie ohne ihn weiterleben muss. Ein Buch, das bewegt und einem die Augen öffnet.
    MEIN TIPP: Als englisches Audiobook kommt die besonderes Sprache des Buchs am besten zur Geltung! 

  3. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9781406372151)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

    (171)
    Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerin

    Starr beobachtet den Mord an ihrem Freund Khalil durch einen "weißen" Polizisten. Sie kämpft danach mit sich selbst, erkennt den Hass rund um ihre Familie, die Vorurteile aber auch die verschwiegenen Probleme.

    Ich habe das Buch auf Englisch gelesen - sehr gut verständlich, obwohl oftmals Slangwörter verwendet werden. Der Inhalt ist sehr bewegend. Die Motivation der "schwarzen" Starr, ihre Gefühle, ihre Gedanken sind sehr gut aufgearbeitet. Der Konflikt und die Vorurteile zwischen weiß und schwarz und die Wohngegend werden sehr gut wiedergegeben.

  4. Cover des Buches Goldstein (ISBN: 9783462043235)
    Volker Kutscher

    Goldstein

    (215)
    Aktuelle Rezension von: lakita

    ist ein wenig weiter weg vom realen damaligen Geschehen als seine beiden Vorgänger, aber die aufkommenden antisemitischen Strömungen, die sich gegen die ca. 160.000 Juden, die in Berlin damals  lebten, richteten, sind sehr wohl verbrieft und natürlich auch der in dem Roman deutlich angelegte Hinweis auf eine zunehmende Internationalisierung der Kriminalität, ebenso die immer intensiver werdenden Hinweise auf die Verelendung eines Teils der Berliner. Der historische Romanboden ist also Realität, der Rest feine Fiktion, deswegen fein, weil es Herrn Kutscher nach wie vor gelingt, von der ersten Buchminute an, Spannung zu erzeugen und diese zu halten. Respekt!

  5. Cover des Buches Der Sprung (ISBN: 9783257245790)
    Simone Lappert

    Der Sprung

    (288)
    Aktuelle Rezension von: Sanni_Koz

    Das Buch "Der Sprung" von Simone Lappert handelt von einer Frau (Manu) die auf einem Dach steht und sich weigert herunterzukommen. Niemand weiß, was in ihr vorgeht und ob sie womöglich springen möchte.

    Im Buch werden 3 Tage behandelt, der Tag davor und Tag 1 & Tag 2 - die Erzählweise erinnert an einen Episodenfilm mit unabhängigen Geschichten, die sich dann zum Ganzen verweben. Jeder Tag wird aus den unterschiedlichen Sichten von 10 Figuren erzählt, die mehr oder weniger mit Manu zu tun haben - hier merkt man, welche Auswirkungen Manus Verhalten auf eine Stadt hat. Der Detailreichtum überzeugt bis zum Schluss und fesselt einen ans Buch - man spürt im Buch, dass sich die Autorin jede Charaktere hat wachsen lassen mit dem Buch und der Handlung.

    Dadurch, dass es viele verschiedene Sichtweisen, von den unterschiedlichen Personen gibt, ist das Buch etwas kompliziert zu lesen. Es empfiehlt sich Notizen beim Lesen zu machen, um die Zusammenhänge zwischen den Personen zu begreifen und nicht durcheinander zu kommen.

    Das Buch ist mit viel Feingefühl und Empathie geschrieben. 

  6. Cover des Buches Die Nashörner (ISBN: 9783596902248)
    Eugène Ionesco

    Die Nashörner

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Aurelio

    Eugène Ionesco's Klassiker des absurden Theaters handelt von den Bewohnern einer Stadt, die sich nach und nach in eine Herde Rhinozerosse verwandeln. Der Prozess beginnt mit dem rätselhaften Ereignis eines durch die Straßen rennenden Nashorns. Wenig später zertrampelt ein zweites im wilden Galopp die Katze einer Frau. Die Vorfälle werden von den Anwesenden kontrovers wahrgenommen und diskutiert. Derweil wächst die Menge gesichteter Dickhäuter an. Den Angestellten eines Verlags für Rechtsliteratur offenbart sich ein unheimliches Schauspiel: Kollegin Ochs erkennt in einem der Tiere ihren Mann wieder. Es hat sie auf dem Weg zur Arbeit verfolgt und beim Versuch, zu den Büroräumen hochzusteigen, die Treppe des Verlagshauses demoliert. Kollegin Ochs riskiert den Sprung in die Tiefe zu ihrem Mann. Das Personal muss evakuiert und der Betrieb geschlossen werden. Die Menschen gewöhnen sich an die Anwesenheit der imposanten Tiere und beginnen, sich mit ihnen zu identifizieren. Die ‚Rhinozeritis’ breitet sich endemisch aus. Protagonist und Antiheld Behringer, ein dem Alkohol zugeneigter Angestellter des Verlags, muss mitansehen, wie Freunde und Bekannte ihre Identität aufgeben.

    Der rumänisch-französische Schriftsteller inszeniert in drei Akten die ins Bizarre entrückte Ausbreitung einer Massenbewegung, die erst unscheinbar, bald unaufhaltsam eine ganze Gesellschaft vereinnahmt. Im Laufe seines Lebens sah sich der Autor mehrmals mit toxischen Ideologien konfrontiert. Die Nazifizierung eines Landes erwähnte er als grundlegende Erfahrung. Das Theaterstück wurde 1959 in Düsseldorf uraufgeführt. Die gleichnamige Erzählung erschien zwei Jahre zuvor zur Zeit des Algerienkriegs, als sich in Frankreich Hurrapatriotismus und Rassismus verbreiteten. Ionesco zufolge zielt seine Kritik jedoch nicht auf eine konkrete Ideologie ab, sondern auf Massenbewegungen im verallgemeinerten Sinne. Das verleiht dem Stück einen zeitlosen Anstrich. Reale Beispiele finden sich bis und mit heute im Überfluss.

  7. Cover des Buches One Of The Good Ones (ISBN: 9783743211551)
    Maritza Moulite

    One Of The Good Ones

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Kezi setzte sich auf ihrem YouTube-Kanal für die Rechte Schwarzer Menschen eingesetzt. Als sie auf ihrer ersten Demonstration verhaftet wurde, starb sie im Gefängnis. Ihre ältere Schwester Genni und die jüngere Schwester Happi trauern mit den Eltern und verarbeiten noch Monate später den Verlust. Dann begeben sie sich auf einen Road-Trip auf der sagenumwobenen „Route 66“ um Kezi zu gedenken und gleichzeitig einigen Spuren ihrer Vorfahren zu folgen.

    Es geht um Verlust, Trauer, das Leben „danach“ und „ohne sie“. Anfangs hatte ich (wie oft bei us-amerikanischen Romanen) einige Schwierigkeiten die vielen Namen und die zugehörigen Personen im Gedächtnis zu behalten. Bis zum Schluss fehlen mir einige Zusammenhänge. Ein Familienstammbaum oder Personenregister wäre wirklich hilfreich gewesen. Doch als nach zwei Dritteln des Buches eine für mich sehr unerwartete Wendung eintritt, wird es richtig spannend.

    Die Geschichte wird aus der Sicht verschiedener Personen erzählt, deren Verbindung anfangs noch völlig unklar ist und häppchenweise aufgeschlüsselt wird, was es sehr interessant macht. Allerdings forderte dies auch mein Gedächtnis heraus mir möglichst viele Informationen zu merken.

    Ich empfehle auch die Anmerkung der Autorinnen zu lesen.

    Auch möchte ich unbedingt erwähnen, dass es ausnahmsweise lohnt das Buch hinten zu beginnen, denn im Anhang befindet sich ein Glossar, von dem ich mir wünschte es vor dem Beenden des Romanteils entdeckt zu haben.

    Fazit: Eine spannende und interessante Geschichte, die immer wieder moralische Fragen aufwirft.

  8. Cover des Buches Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche (ISBN: 9783608504583)
    Reni Eddo-Lodge

    Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Viele Sätze kennt man, doch kaum Jemand hat den Mut zu sagen: Es reicht. Ehrlicher Text und ein Beigeschmack, der nicht jedem gefallen wird Ich konnte viele Dinge nachvollziehen und finde, dass es dringend zur Debatte gebraucht wurde. Sehr gutes Buch für alle, die sich informieren und nicht urteilen wollen.

  9. Cover des Buches On The Come Up (ISBN: 9783570313879)
    Angie Thomas

    On The Come Up

    (116)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Die 16-jäjrige Bri möchte in die Fußstapfen ihres Dads treten und als Rapperin ihr Geld verdienen. Jedoch will sie nicht so enden, denn kurz bevor ihr Vater wirklich den Durchbruch erlangt hat, wird er auf offener Straße erschossen. Daher lebt Bri nun mit ihrem Bruder und ihrer Mom auf kleinem Fuße, bis ihre Mutter den Job verliert und Bri sich in den Kof setzt, dass ihr Leben so nicht aussehen soll. Essensausgaben in der Suppenküche, Secondhand Klamotten aus Wohltätigkeitsveranstaltungen und Mietschulden sollen ihr Leben nicht bestimmen. Bri schreibt also ihren Song und wird tatsächlich zum Internetstar, doch der Ruhm kommt nicht um die Ecke, wie sie es sich gewünscht hat...

    Die Story an sich ist nicht schlecht, wobei sie meiner Meinung nach sehr klischeebehaftet ist und obwohl sie eigentlich Vorurteile aufdecken und ausräumen soll, hängt sich die Autorin sehr rein, um diese auch noch zu bestärken. Ja, Bri hat es schwer und ja, das gilt für ihre gesamt Familie, aber wieso muss bitte jedes Klischee so heftigst bedient werden? Und warum ist Bri dann auch noch so aufbrausend obwohl sie weiß, dass sie die Meinungen vieler auch noch negativ befeuert. Sie macht genau das und ist dann sauer. Sie legt sich selbst damit große Steine in den Weg und durch ihre schroffe und wenig empathische Art, wurde ich leider auch nicht wirklich warm mit ihr. Störrische, naive und vollkommen wütende Teenager sind einfach nicht meine Welt, weniger Impulsiv es Verhalten und mehr Denken wäre ein Anfang.

    Im Gegensatz zu Bri fand ich ihre Familie und Freunde jedoch gut getroffen. Besonder Bris Bruder ist einfach nur cool und erwachsen. Der Zusammenhalt hat mir insbesondere sehr gefallen. 

    Hinsichtlich des Hip Hop war ich etwas aufgeschmissen. Das ist leider gar nicht meine Musik oder Szene. Manche Sätze habe ich gefühlt gar nicht gerafft oder erst bei mehrmaligen Lesen, weil die Sprache doch speziell ist. Da mir 'The Hatte U Give' so gut gefallen hatte, wollte ich dieses Buch halt lesen und na ja... Hat mir leider nicht so gut gefallen, wie ich hoffte... Doch die Themen mit Rassismus und Diskriminierung sind wieder gut getroffen und ein wichtiger Inhalt, der viel zu oft einfach unter den Teppich gekehrt wird. 

    Insgesamt ein Buch, was ganz in Ordnung ist, mich aber auch nicht vom Hocker gehauen hat 🎙️

  10. Cover des Buches Dope (ISBN: 9783426304457)
    Sara Gran

    Dope

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Ganz schön rumgekommen in New York ist Josephine "Joe" Flannigan, Exjunkie, die Anfang der 50er Jahre von besorgten Eltern beauftragt wird, ihre verschwundene Tochter und Collegeabbrecherin zu finden, die womöglich im New Yorker Drogensumpf vor die Hunde geht. Die Bezahlung ist mehr als üppig, und so macht Joe sich ans Werk und trifft immer mehr von den ehemaligen Bekannten wieder, die sie nach zweijährigem Cleansein eigentlich hinter sich gelassen hatte. Der Abstieg der Tochter aus gutem Hause scheint immer tiefer gegangen zu sein, als Freund bzw. Zuhälter scheint sie sich einen besonders fiesen Typen ausgesucht zu haben. Besonders stark ist das Buch, wenn Joes Drogenverlangen beschrieben wird, wie der Körper auch nach zweijähriger Drogenfreiheit noch sofort in den verschiedenen Körperpartien reagiert, sobald das Teufelszeug in der Nähe ist. Sie trifft ihren Exmann wieder, der nach wie vor süchtig ist und sieht, wie er sich verändert hat durch den langjährigen Drogenmißbrauch, beschreibt seinen Selbstbetrug (das ständige Reden vom Aufhören "nächste Woche") genauso wie Altjunkies, die trotz allem lange überlebt haben, aber körperlich gezeichnet sind.  

  11. Cover des Buches ZEIT Verbrechen 2 (ISBN: 9783847900870)
    Sabine Rückert

    ZEIT Verbrechen 2

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Teil 2 des True-crime-Podcasts in Buchform, manche Fälle sind bekannt (Tennessee Eisenberg), in anderen wird überwiegend auf gravierende Mißstände hingewiesen (Polizeibrutalität, der verstärkte Drang wegzuschließen bei psychisch anormalen Menschen). Bei manchen Ungerechtigkeiten möchte man das Buch vor Zorn in die Ecke werfen, wenn man begreift, daß man genau so gut hätte das Opfer hätte werden können, oder wenn man das schreiende Unrecht sieht, daß bei uns geschieht. Jedem angehenden Juristen unbedingt zur Lektüre empfohlen!

  12. Cover des Buches In Zeiten des Todes (ISBN: 9783608502930)
    Luca D'Andrea

    In Zeiten des Todes

    (87)
    Aktuelle Rezension von: Wiebke-i

    Mord an einer Prostituierten, bald wird klar es ist ein Serienmörder. Und die Polizei tappt im Dunkeln.

    Ich gebe nicht schnell auf, aber das hat hier wirklich keinen Sinn mehr. Es ist absolut anstrengend und quälend geschrieben. 

    600 Seiten,  300 habe ich gelesen und meiner Meinung nach hätte es mindestens um die Hälfte gekürzt sein können. Denn auch inhaltlich passiert nichts und macht auch nichts mit dem Leser. Keine Spannung, kein Thrill, keine Empathie.. nada, nichts, zero!

    Zeitverschwendung 


  13. Cover des Buches Das weiße Herz (ISBN: 9783492704731)
    Lukas Hainer

    Das weiße Herz

    (39)
    Aktuelle Rezension von: Blacksally

    Band 1 der Geschichte hat mir damals unglaublich gut gefallen, weshalb ich mich sehr auf diese Geschichte gefreut habe. 


    Wir haben wieder die gleichen Protagonisten, wie bereits in Band 1. Alle mochte ich an sich sehr gerne, besonders natürlich die Hauptprotagonistin Anna. 


    Ich muss leider sagen, das ich in Band 2 nicht mehr so gut rein gefunden habe und die Geschichte eher langweilig fand. Wenn man von Band 1 ausgeht, das man in einer fremden Welt landet und nichts weiß, hat man hier „nur“ (zumindest Anfangs) unsere Erde auf der sich viel Abspielt. 

    Meiner Meinung nach war viel im Buch verpackt, das gar nicht so relevant für die Geschichte war und ich keinen großartigen Zusammenhang finden konnte. Von den Gewaltszenen ganz zu schweigen, die mir für ein Jugendbuch einfach oft zu heftig waren.


    Ich finde es unglaublich schade, das mich der zweite Band nicht mehr so begeistern konnte. Dennoch gab es viele Szenen, die ich mochte und auch mitgefiebert habe. 


    Fazit:

    Leider nicht mehr so sehr meins, da fand ich Band 1 besser.

  14. Cover des Buches Darktown (Darktown 1) (ISBN: 9783832165048)
    Thomas Mullen

    Darktown (Darktown 1)

    (61)
    Aktuelle Rezension von: Pascal_Maess

    Dark Town von Thomas Mullen ist ein Buch, das von der ersten Seite an ein starkes Gefühl erzeugt: Ungerechtigkeit. Rassismus. Wut. Und genau das ist seine größte Stärke – und zugleich sein größtes Problem.


    Von Beginn an geht einem das, was man liest, sehr nahe. Nicht nur wegen der offen gelebten Gewalt und Diskriminierung, sondern auch wegen der Figuren, die wissen, dass etwas falsch läuft, aber nicht den Mut oder die Kraft haben, dagegen aufzustehen. Dieses Gefühl von Ohnmacht überträgt sich konsequent auf den Leser – teilweise so sehr, dass man das Buch zwischendurch weglegen muss.


    Stilistisch liest sich Dark Town angenehm flüssig. Die Kapitel sind knackig, gut strukturiert, der Lesefluss funktioniert. In seiner Grundhaltung und thematisch erinnert der Roman an Attica Locke, auch wenn ihm deren atmosphärische Dichte nicht ganz erreicht. Was Mullen jedoch hervorragend gelingt, ist das Zeichnen gesellschaftlicher Spannungen und innerer Zerrissenheit.


    Problematisch wird es dort, wo die Vielzahl an Figuren und Perspektiven beginnt, die eigentliche Geschichte zu überlagern. Die große Charaktertiefe geht zunehmend zulasten der Handlung. Die Ermittlungen rücken immer weiter in den Hintergrund und werden teilweise nur noch in Nebensätzen abgehandelt, statt den Leser aktiv daran teilhaben zu lassen. Dadurch entsteht ein Bruch: Man fühlt sich emotional involviert, aber erzählerisch ausgeschlossen. Der Spannungsbogen leidet, große Teile des Mittelteils ziehen sich spürbar.


    Erst im letzten Drittel gewinnt der Roman wieder deutlich an Tempo. Der Fall rückt erneut in den Fokus, kurze Kapitel und Perspektivwechsel erzeugen Dynamik, und es baut sich echte Spannung auf. Ein später Pageturner ist wirkungsvoll und überraschend platziert – auch wenn seine Herleitung eher zufällig wirkt und weniger durch konsequente Ermittlungsarbeit überzeugt. Die Spannung funktioniert, fühlt sich aber nicht vollständig verdient an.


    Das Ende selbst bleibt erstaunlich neutral. Weder enttäuschend noch befriedigend, sondern schlicht da. Gerade angesichts der zuvor aufgebauten thematischen Schwere – Rassismus, Schuld, moralische Zerrissenheit – wirkt der Abschluss zu kurz gedacht. Eine weiterführende Perspektive oder zeitliche Entwicklung hätte der Geschichte und ihren Figuren einen würdigeren Abschluss geben können (auch wenn es der Auftakt zu einer Reihe ist).


    Am Ende bleibt das Gefühl, dass Dark Town nicht ganz weiß, was es sein will: Ein tiefgehender gesellschaftlicher Roman über Rassismus oder ein spannungsgetriebener Kriminalroman. Beides gleichzeitig zu wollen, gelingt hier nur teilweise.


    Fazit:

    Ein wichtiges, thematisch starkes Buch mit mutigem Fokus und guten Figuren, das jedoch unter strukturellen Schwächen und einer unausgewogenen Gewichtung zwischen Tiefe und Spannung leidet. Anspruchsvoll, emotional fordernd – aber nicht durchgehend packend.


  15. Cover des Buches Die Diplomatin (ISBN: 9783734109508)
    Lucas Fassnacht

    Die Diplomatin

    (72)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Die Diplomatin Conrada van Pauli hat eine große Aufgabe vor sich: Ein achtloser Online-Post hat dazu geführt, dass sich die Armen gegen die Reichen erheben. Es kommt zu Unruhen, Demonstrationen und Anschlägen auf der ganzen Welt. Straßenschlachten und Polizeigewalt bestimmen das tägliche Leben – alles dokumentiert unter dem Hashtag KillTheRich. Nun ist es an ihr – zusammen mit dem alternden indischen Starjournalist Bimal Kapoor – einen globalen Bürgerkrieg zu verhindern. Während Conrada nach Brasilien reist, um sich ein Bild der Lage zu machen, verfolgt Bimal eine Spur, die nach Frankreich führt. Doch beide haben sich mächtige Feinde gemacht, die vor nichts zurückschrecken werden ...

    Der Schreibstil ist interessant, aber sehr beschreibend. Teilweise werden beispielsweise die politischen Institutionen oder Abläufe viel zu detailliert erklärt, ohne dass die Handlung wirklich vorwärts geht, das stört den Lesefluss immer wieder enorm. 

    Es wird vor allem aus den Perspektiven von Conrada und Bimal erzählt, die beiden bilden den roten Faden der Geschichte. Neben ihnen werden aber auch immer wieder kurze Ausschnitte aus den Perspektiven von beinahe unzähligen anderen Personen erzählt, manche sind tatsächlich für den Verlauf der Geschichte relevant, die meisten sind aber einfach nur unnötig und verwirren mehr als etwas anderes. Diese Zwischenspiele hätte man ersatzlos streichen können. 

    Weder Conrada noch Bimal konnten mich wirklich in ihren Bann ziehen, sie blieben die ganze Zeit über eher unnahbar.

    Die Geschichte ist grundsätzlich gut, die Ausgangslage sehr spannend. Die Geschichte zog sich aber für mich sehr in die Länge, ohne dass die Geschichte wirklich merklich vorwärts geht. Die Unzufriedenheit des «einfachen Volkes» ist die ganze Zeit gut zu spüren, die Wut schaukelt sich auch im Verlauf der Zeit immer mehr auf.

    Das Ende ist dann eher enttäuschend, wo während der Geschichte alles bis ins kleinste Detail erklärt wird, gibt es hier im für mich entscheidenden Moment einen Zeitsprung und nichts wird wirklich zu Ende aufgeklärt.

    Zwar grundsätzlich gute und realitätsnahe Geschichte, hat aber Verbesserungspotenzial.

  16. Cover des Buches Zwischen mir und der Welt (ISBN: 9783596298327)
    Ta-Nehisi Coates

    Zwischen mir und der Welt

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die USA sind entstanden durch die „Plünderung von Leben, Freiheit, Arbeitskraft und Land; durch das Auspeitschen von Rücken, das Anketten von Gliedmaßen, das Erdrosseln von Andersdenkenden, die Zerstörung von Familien, die Vergewaltigung von Müttern, den Verkauf von Kindern“, stellt Ta-Nehisi Coates nüchtern anklagend fest. In einem Brief an seinen 15-jährigen Sohn schildert Coates, was es bedeutet in den USA Schwarz zu sein. Er zertrümmert damit nicht nur das Lügengebäude jener Weißen, die sich selbst als hervorragende Nation begreifen. Er zerstört auch zugleich den Selbstbetrug liberaler US-Amerikaner, die glauben den Rassenkampf in einen Klassenkampf transformieren zu können. Als sei Rassismus lediglich eine Frage der Verteilung des Reichtums.

    „Amerikaner glauben an ‚Rasse‘ als fest umrissenes, naturgegebenes Merkmal unserer Welt. Rassismus – das Bedürfnis, Menschen bis ins Mark zu kategorisieren und daraufhin zu demütigen, zu reduzieren und zu vernichten – wäre demnach eine unvermeidliche Folge dieser unabänderlichen Gegebenheit. So wird Rassismus zur unschuldigen Tochter von Mutter Natur (…). Doch Rasse ist das Kind des Rassismus, nicht seine Mutter. Und die Definition eines ‚Volkes‘ hatte nie etwas mit Abstammung und Physiognomie zu tun, sondern immer mit Hierarchie.“ Sätze, die gerade in Deutschland eine bedrückende Wirkmächtigkeit erreichen, ist es doch gerade einmal etwas über 70 Jahre her, dass die Deutschen aus Rassismus und Antisemitismus Millionen Menschen vernichteten.

    Ta-Nehisi Coates ist ein herausragender Analyst der Gegenwartsgesellschaft der USA und ihrer Geschichte. Es sind die Kontrastierungen, die das Potenzial haben, Menschen aus ihrem Tiefschlaf zu reißen. Während sich im schwarzen Amerika, junge Menschen gegenseitig bedrohen und ermorden, werden im weißen Amerika Blaubeerkuchen und Eisbecher gegessen. Während das schwarze Amerika in Ghettos lebt, haben sich die Weißen in schicken Vorstädten verschlossen. Während das weiße Amerika die Standards setzt, glätten sich schwarze Frauen die Haare. Rassismus zeigt sich häufig in den Details, im Alltag. Das ist auch der Grund warum es in Amerika keine Rassisten gibt, so wie es in Deutschland keine Antisemiten mehr gibt. Man nimmt sich selbst eben nicht so wahr. „Black is beautiful“ ist der Versuch das eigene als wertvoll zu etablieren, die Standards der weißen Gesellschaft zu durchbrechen. Sich nicht den Normen der Herrschenden unterzuordnen und die Ungerechtigkeit auch noch als naturgegeben zu akzeptieren.

    Dabei ist „Zwischen mir und der Welt“ nicht lediglich eine Anklage, sondern zu gleich ein sprachgewaltiges Sachbuch, eine Biografie – eine alternative Biografie der USA. „‚Gute Absichten‘ sind ein Passagierschein durch die Geschichte, eine Schlaftablette für den ungefährdeten Traum.“ Den Traum der amerikanischen Demokratie in der Gleichheit herrscht. Der Traum in der sogar ein Schwarzer Präsident werden kann.

    Hass stiftet Identität

    Coates zeigt an zahlreichen Beispielen auf, was es bedeutet in den USA Schwarz zu sein. Er zeigt auf, dass ein rassistisches Amerika die Morde an Schwarzen ignoriert. Einerseits um die eigene Macht aufrecht zu erhalten und andererseits, um sich nicht mit den Konsequenzen auseinander setzen zu müssen. Und hier schwankt Coates zwischen soziologischer Analyse und agitierender Anklage. Beides hat seine Berechtigung: „Das Problem mit der Polizei ist nicht, dass alles faschistische Schweine sind, sondern dass das Land von Mehrheitsschweinen regiert wird.“ Aus diesen Worten klingen Wut, Angst und Verzweiflung. Es ist der Ausdruck authentischer Gefühle. „Die Galaxie gehörte ihnen, und während unseren Kindern Schrecken eingeimpft wurde, war es bei Ihnen Überlegenheit.“

    Dem Brief an seinen Sohn ist in der deutschen Ausgabe noch ein älterer Essay (von 2014) nachgestellt. Bei seiner Veröffentlichung in den USA verursachte dieser eine heftige Debatte. Brachte Coates doch nicht weniger ein, als die Forderung nach Reparationen an der schwarzen Bevölkerung.

    Coates erinnert uns daran, dass Gerechtigkeit erkämpft werden muss. Die Herrschenden sorgen nicht von sich aus für gerechte Bedingungen. Es sind immer die Unterdrückten, die Ausgebeuteten, die für ihre Rechte kämpfen müssen. Erst dann finden sich auch Verbündete in der Mehrheitsgesellschaft. „Zwischen mir und der Welt“ ist der Glockenschlag, um die im Konsum und der eigenen Überlegenheit komatisierende Gesellschaft aufzuwecken. Auch das ist Amerika. Oder besser: Genau das ist Amerika. Es ist nicht lediglich eine Geschichte über das schwarze Amerika. Es ist nicht einmal eine Geschichte über das weiße Amerika. Denn sind wir wirklich anders? Ist ein Sarrazin-Rassismus weniger gefährlich. Und somit schreibt Coates eine universale Geschichte von Menschen. Es ist unsere Geschichte. Es ist die Geschichte des Lesers. Ein modernes Gnothi seauton – Erkenne dich selbst.

  17. Cover des Buches Der Plan (Bartholomé und Glauber 2) (ISBN: B0DHXX33RG)
    Mick Saunter

    Der Plan (Bartholomé und Glauber 2)

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Pixeldrache

    Es beginnt mit einem Suizid durch verbrennen. Eine junge Frau zündet sich an. Und dann taucht eine zweite Leiche auf, diese wurde allerdings bestialisch ermordet und kann definitiv keinen Suizid begangen haben. Aber die Toten kannten sich. Was ist der Grund für diese grausamen Dinge ? 

    Klare Meinung zum Buch. Das ist noch besser als Band 1. Es ist wahnsinnig spannend und man kann wieder so miträtseln, wie alles zusammenhängt. Die Geschichte ist von der ersten Seite an hochspannend und das bleibt sie auch bis zum Schluss. Viele Überraschungen und unerwartete Wendungen. Und wieder kommt mit einem Lächeln die Frage in mir auf, wie gestört muss man sein um sich so was geniales auszudenken und wie gestört muss man sein um das zu lesen und nicht schon nach 10 Seiten das Buch angeekelt zur Seite zu legen. Denn spätestens als es um Darmerkrankungen geht, wird es dezent abartig. Aber ich bin eben auch gestört.

    Die Ermittler kennen wir ja schon aus Band 1, unglaublich sympathisch ist gerade Lucien mit seinen französischen Worten zwischendurch. Und das Team hat auch echt gute Ideen. Neu dabei ist Wiebke, die ist auch echt brillant. Der Schreibstil ist wieder leicht und flüssig, die Protagonisten sind gut dargestellt und alles ist sehr bildlich beschrieben, für manche bestimmt zu bildlich. Das Cover finde ich übrigens auch total gut, passt einfach.

    Und letztendlich ist dies nicht nur ein blutiger Thriller, sondern hat auch einen ernsten Hintergrund mit einer Botschaft die jeder verstehen und umsetzen sollte.

    Klare Kaufempfehlung !



  18. Cover des Buches Genau jetzt, genau du (ISBN: 9783365003237)
    Chantal Schreiber

    Genau jetzt, genau du

    (26)
    Aktuelle Rezension von: _bookfever-ever

    Dieses Buch vereint verschiedene Themen wie Liebe, Umweltschutz und der Glaube an etwas zum Beispiel sehr gut miteinander. Ich tat mich anfangs sehr schwer mit dem Buch, die beiden Protagonisten Tara und Jemma sind zwar authentisch - wie überhaupt dad ganze Buch - aber sie gingen mir nicht nahe, konnten mich nicht wirklich überzeugen. Erst spät wurde ich mit ihnen warm, auch wenn nicht alle Handlungen gut fand. Die beiden bringen uns näher, was gerade aktuell wichtiger denn je ist in der Welt.... Liebe, Akzeptanz und kämpfen für Ziele und Träume und vor allem für unsere Zukunft auf dieser Erde.

    Ich fand es interessant, mal ein Jugendbuch der Autorin, die mir aus der Kinderbuchreihe bekannt ist, zu lesen. Aber ich geb es zu - die deutlich leichtere Note dort gefällt mir persönlich noch besser! 

  19. Cover des Buches Who Gives a Fuck (ISBN: 9783426603154)
    Ice T

    Who Gives a Fuck

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    In "The Ice opinion" (Originaltitel) spricht Ice Klartext, äußert sich zu den Zuständen in South Central und von wem sie gemacht sind und wie er zu den Cops steht. Er deutet die Massenaufstände nach dem skandalösen Urteil gegen die Prügelpolizisten, die Rodney King verdroschen haben, ebenso wie das Verhältnis von Männlein und Weiblein zu einander (was der schwächste Teil des Buches ist). Seine Meinung über James Hetfield müßte er mir noch mal genauer erklären, und über Bodycount steht leider auch sehr wenig in dem Buch. Aber ganz erhellend, mal die Stimme des Angry young man zu hören.

  20. Cover des Buches The Democracy Project: A History, a Crisis, a Movement by David Graeber (24-Apr-2014) Paperback (ISBN: B011T78R2U)
  21. Cover des Buches Schmidt ist tot (ISBN: 9783903091313)
    Raoul Biltgen

    Schmidt ist tot

    (26)
    Aktuelle Rezension von: aus-erlesen
    Schmidt ist tot! Nicht Schmidtchen, nicht Schmidti, nicht Patrick Schmidt, nein René Schmidt ist tot! Achtung Spoiler-Alarm, er ist es nicht! Patrick Schmidt ist der kleine Bruder von René. Immer im Schatten und permanenten Konkurrenzkampf stehend. 
    Der Anruf kommt für um Acht. Kurz nach Acht. Aus Wien. Tausend Kilometer entfernt. Ein Herr Müller ist dran, stammelt, entschuldigt sich, fordert. Er fordert, dass Schmidt, Schmidt Patrick, so schnell wie möglich nach Wien kommen möge. Beerdigung, Wohnung auflösen, bei der Klärung des Sachverhaltes helfen. Denn Schmidt, René Schmidt, ist nicht einfach s aus dem Leben geschieden. Selbstmord, so soll es gewesen sein. 
    Patrick und sein Bruder René standen sich nie besonders nah. Der Eine ordentlich, der Andere Rebell. Einser-Schüler und Nachahmer. Kaum Kontakt seitdem René die Biege gemacht hat. Die Eltern sind beide tot. Drei Schmidts tot, nur noch Patrick übrig. 
    Kaum in Wien angekommen, verändert Autor Raoul Biltgen die Tonart. Jetzt mitten in einem Agentenkrimi. René soll Terrorist gewesen sein, oder vielmehr Drogendealer. Na was jetzt? Fragt sich Patrick. René kann er ja nicht mehr fragen. Engl, die Freundin, pardon: Ex-Freundin von René ist auch keine große Hilfe. Eher wortkarg. Ein bisschen abwesend, die Gute. 
    Und immer wieder die Polizei. Leonhardtsberger, Süß, Müller. Mindestens einer von denen spielt falsch. Müller ist nicht mehr bei dem Verein. Konnte die Vertuschung nicht mehr ertragen. Er versucht Schmidt, Patrick Schmidt, Schmidt Patrick, auf die richtige Fährte zu führen. Die führt nach Ungarn. Und Patrick erinnert sich an ein Spiel mit René aus Kindertagen…
    Raoul Biltgen lässt die Gedanken von Schmidt, und nun ist es egal, welcher damit gemeint ist, wie die Laserblitze im gedruckten Orbit herumgeistern. Straffe Dialoge, die nicht viel preisgeben, aber dafür umso mehr die Spannung anheizen. Was? Wie? Warum? Werden bei ihm zu Was! Wie! Darum! Ein herrenloses Floß auf einem tosenden Fluss ist dagegen geradlinig unterwegs. Wien als Austragungsort todessehnsüchtiger Skurrilitäten ist wie gemalt für die schwarzhumorige Krimipersiflage „Schmidt ist tot“. Lachkrämpfe inklusive. Raoul Biltgen ist der Meister der Ein(wort-)sätze. Ehe man sich versieht, vertauscht man Fragesteller mit Antwortgeber und beginnt noch einmal von vorn. Und immer wieder entdeckt man neue Aspekte im Spiel von echten Begegnungen und gedachter Erinnerung. Wer sich durch das Netz aus Lügen und Halbwahrheiten durchgekämpft hat, wird mit einer einzigartigen Geschichte belohnt. 

  22. Cover des Buches Im freien Fall (ISBN: 9783499433092)
    Robert Crais

    Im freien Fall

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Privatdetektiv und Vietnamveteran Elvis Cole wird von einer verzweifelten Frau aufgesucht, die genau weiß, daß ihr Verlobter in etwas Kriminelles verwickelt ist, ohne zu wissen, was es sein könnte. Ohne genauere Angaben gemacht zu haben und nach einem 40-Dollar-Vorschuß verläßt sie Coles Detektei, bevor deren Verlobter cop Thurman mit einem besoffenen Kollegen hereinstürmt und Cole dazu bringen will, in dem Fall nicht weiter herumzustochern. Zunächst denkt unser gewiefter Held, es liege ein simpler Fall von fremdgehen vor, bis er feststellt, daß offenbar ein Fall von vertuschter Polizeibrutalität vorliegt, und das nach den Vorfällen um Rodney King! Bald fließt erstes Blut, und eine "Crackhure" kann weiterhelfen...Die Krimis um Elvis Cole und seinen bewährten Partner Joe Pike sind schon ganz gelungene Krimis, sicherlich mit das beste im Genre. Darauf einen Cracklutscher!
  23. Cover des Buches Kap der Finsternis (ISBN: 9783453434868)
    Roger Smith

    Kap der Finsternis

    (111)
    Aktuelle Rezension von: thenight

    Klappentext: Ein dummer Zufall, ein brutales Verbrechen, ein korrupter Polizist und eine schonungslose Tour de force, die in immer tiefere Abgründe führt.

    Der Autor: Roger Smith lebt und arbeitet in Kapstadt, Kap der Finsternis ist sein erster Thriller.

    Meine Meinung:

    Zufällig werden der Amerikaner Jack Burn und seine Familie Opfer eines brutalen Überfalls in ihrem eigen Haus, um sich und seine Familie zu schützen tötet Burn die Gangster. Da er nicht zur Polizei gehen kann entledigt er sich der Leichen, als die Toten entdeckt werden und die Spur in die Nähe Burns führt gerät er immer tiefer in die Abgründe Kapstadts.

    Roger Smith schreibt brutal und erschreckend realistisch,seine Personen sprechen die Sprachde der Gosse in der sie leben, auch ohne jemals in Kapstadt gewesen zu sein glaubt man ihm sofort, das das Dasein in den Flats von Kapstadt beherrscht wird von Drogen, Gewalt und Mord und nur wenige es schaffen in dieser Atmosphäre ein Leben ohne Verbrechen zu führen.Sogar die meisten Polizisten sind korrupt und schrecken auch vor Mord nicht zurück um ihre Interessen zu schützen.

    Nicht eine Person in dem Buch ist symphatisch, es gibt keinen strahlenden Helden der am Ende alles wieder ins Reine bringt, kein *und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende*

    Ein Buch das ich uneingeschränkt empfehlen kann, denn es ist spannend und mitreißend geschrieben.




  24. Cover des Buches Der verschwundene Kopf des Damasceno Monteiro (ISBN: 9783446272439)

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