Bücher mit dem Tag "polizisten"
39 Bücher
- Ben Aaronovitch
Die Flüsse von London
(1.931)Aktuelle Rezension von: Frischi„Die Flüsse von London“ von Ben Aaronovitch bietet eine interessante Mischung aus Krimi und Fantasy, die in der lebendigen Kulisse Londons spielt. Im Mittelpunkt steht Police Constable Peter Grant, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Er findet sich gleich zu Beginn mit einem mysteriösen Mordfall und einem Geist als Zeugen konfrontiert wird. Dank seiner magischen Begabung wird Peter Lehrling in einer Spezialeinheit, die sich um das magische Gleichgewicht Londons und den Frieden der dort lebenden übernatürlichen Wesen kümmert. Diese Einheit besteht lediglich aus ihm und dem erfahrenen Inspector Nightingale.
🧙♂️ Magie und Ermittlungen
Die Handlung kombiniert die Aufklärung des Mordes mit Peters Ausbildung in Magie. Nebenher muss dieser auch noch zwischen sich streitenden Flussgöttern Londons vermitteln. Diese Mischung aus Krimi und Fantasy bietet eine erfrischende Perspektive auf das Genre, auch wenn die Spannung nicht durchgehend gehalten wird.
🤔 Gemischte Gefühle
Obwohl das Setting und die Grundgeschichte in London mich begeistert haben, stehe ich dem Buch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Peter Grant als Hauptfigur konnte mich nicht vollständig überzeugen, und ich hätte mir gewünscht, dass einige der Nebencharaktere mehr Tiefe erhalten. Die Handlung zog sich an einigen Stellen etwas hin, und gegen Ende hatte ich Bedenken, ob alle offenen Fragen zufriedenstellend geklärt werden. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse, und das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu abrupt.
📖 Fazit und Ausblick
Insgesamt hat mir das Buch trotz einiger Schwächen gefallen. Die Kombination aus Magie und Krimi sowie das Londoner Setting machen es zu einem soliden Auftakt der Reihe. Da mir gesagt wurde, dass der zweite Teil besser sein soll, werde ich die nächsten Teile auf jeden Fall weiterlesen.
- Angie Thomas
The Hate U Give
(746)Aktuelle Rezension von: Isabelle_Kocher"The Hate U Give" behandelt das Themen wie Rassismus, Polizeigewalt und Black Lives Matter, jedoch erzählt aus der Perspektive eines 16-jährigen Mädchens. Dadurch wirkt die Geschichte nahbarer und berührt auf eine viel intensivere Weise. Statt den Fokus auf die harten Fakten der zu richten, wirkt dieser Roman fast philosophisch, wenn die Hauptfigur, Starr, sich fragt, was falsch und was richtig ist, was es wert ist, dafür zu kämpfen und wie sie die zwei Welten, in denen sie lebt, miteinander vereinen kann. Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, dass es der objektiven Berichterstattung unserer Nachrichten nun ein persönliches Gesicht verleiht. Wir sehen nicht mehr einen Afro-Amerikaner, der erschossen wird - wir sehen ein Mädchen, dass sich an die vielen Momente der Freundschaft mit einem Jungen erinnert, dessen Leben nun viel zu früh endet, während sie ohne ihn weiterleben muss. Ein Buch, das bewegt und einem die Augen öffnet.
MEIN TIPP: Als englisches Audiobook kommt die besonderes Sprache des Buchs am besten zur Geltung! - Simon Beckett
Die Verlorenen
(469)Aktuelle Rezension von: Ellen784Die Verlorenen startet extrem stark. Gleich zu Beginn erleben wir, wie Jonah, ein Polizist, seinen Sohn verliert – ein Moment von großer Wucht. Ausgerechnet er selbst trägt die Schuld, weil er auf einer Parkbank einschläft und das Kind spurlos verschwindet. Dieser Auftakt ist wirklich grandios und emotional sehr intensiv. Auch spätere Szenen, etwa das Treffen am Hafen, sind atmosphärisch dicht und machen zunächst große Lust auf mehr.
Doch leider kann der Thriller dieses hohe Niveau nicht halten. Nach dem ersten Viertel verliert die Geschichte deutlich an Fahrt. Die Handlung zieht sich, besonders in der Mitte gibt es massive Längen, und zum Ende hin wird vieles zunehmend vorhersehbar. Ich musste mich regelrecht durchkämpfen, um das Buch zu Ende zu lesen.
Das ist sehr schade, denn nach dem starken Einstieg hatte ich mir deutlich mehr erhofft. Für mich bleibt Die Verlorenen hinter den Erwartungen zurück. Die David-Hunter-Reihe des Autors fand ich um Längen besser und deutlich spannender. Trotzdem werde ich ihm noch eine Chance geben – ich bin gespannt, was in Zukunft noch von ihm kommt.
- Andreas Gruber
Todesreigen
(436)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueHier bereits Band vier der Reihe rund um Maarten S. Sneijder. Der niederländische Ermittler, der Smalltalk nicht leiden kann. Und um Sabine Nemez. Beide haben wir auch in den Bänden davor kennen gelernt.
Hier wieder ein neuer Fall und irgendwie baut alles aufeinander auf. Deshalb nicht durcheinander lesen sondern wirklich am anfang beginnen. Tolle bildlich beschriebene Szenen, Spannung und Charaktere, die man greifen kann.
- Joël Dicker
Das Verschwinden der Stephanie Mailer
(345)Aktuelle Rezension von: ElegantenkoIch kommte dieses Buch nicht zur Seite legen! So in gemütliches Buch, perfekt für den Herbst (aber auch für den Sommer!)! Die Geheimnisse der Vergangenheit kommen ans Licht, der Mörder gerät in Panik und irgendwann wird er wohl einen Fehler machen und entlarvt! Oder auch nicht?…
Dieses Buch ist ein Muss für jeden Leser, der es liebt, die Geheimnisse der Charaktere zu enthüllen und jedes Detail im Kopf behalten zu müssen, denn jede Kleinigkeit könnte einen wichtigen Hinweis bedeuten!
- Eva Völler
Kiss & Crime - Zeugenkussprogramm
(443)Aktuelle Rezension von: Tokki_ReadsDie 17-jährige Emily erlebt den Schock ihres Lebens:
Eigentlich wollte sie nur feiern – doch ein bewaffneter Überfall ändert alles. Ihre Mutter wird schwer verletzt, und plötzlich steht die gesamte Familie unter Polizeischutz. Ein Bodyguard soll nun für Sicherheit sorgen – Pascal. Mit seinem Machogehabe bringt er Emily zwar regelmäßig zur Weißglut, aber auch ihr Herz zum Stolpern.Als die Bedrohung ernster wird, bleibt nur ein letzter Ausweg: das Zeugenschutzprogramm. Vom bunten Großstadtleben geht es mitten aufs Land – für Emily ein absoluter Albtraum. Neue Schule, neue Regeln, kein Kontakt zur Außenwelt. Sie will zurück in ihr altes Leben, doch im Zeugenschutz zählt jeder Fehler. Und ein einziger kann nicht nur ihre Tarnung auffliegen lassen, sondern alles gefährden – auch ihr Herz.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen – flüssig, klar und angenehm zu lesen. Die Spannung rund um den Kriminalfall war solide, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe oder unerwartete Wendungen gewünscht hätte. Die Lovestory zwischen Emily und Pascal war charmant, aber etwas zu schnell vorangetrieben. Hier hätte etwas mehr Entwicklung gutgetan.
Insgesamt eine unterhaltsame Geschichte mit guten Ansätzen, aber eher eine gefühlvolle Erzählung als ein durchgehend packender Thriller. Wer sanfte Spannung mit Herz sucht, wird hier definitiv fündig.
- Karin Slaughter
Letzte Worte
(327)Aktuelle Rezension von: Lorixx
Mit diesem Buch geht es zum vierten Mal mit Ermittler Will Trent auf de Suche nach der Wahrheit.
Er trifft wieder auf Sara. die von Erinnerungen heimgesucht wird und auf Rache sinnt, Trent steht unter anderem vor der großen Aufgabe herauszufinden, was es mit dem Tod eines Häftlings auf sich hat und in welcher Verbindung Detective Lena Adams dazu steht.
Eine meine Lieblingsreihen ist "Grant County" und ich habe mich gefreut, dass Sara Linton in die "Georgia"-Serie wieder mit eingebunden wurde. Ob will Trent ein würdiger "Nachfolger" von Jeffrey Toliver sein wird, muss sich erst noch herausstellen. Er ist eine ganz besondere Figur und wirkt sehr authentisch. Mir gefällt, dass er nicht den großen Helden spielt, sondern einen Menschen mit Stärken und Schwächen, die seine Figur so interessant machen.
Ich liebe die Bücher der Autorin, gerade auch, weil es sich hier auch um zwei Reihen handelt, bei der es feste Charaktere gibt, die sich in jedem Teil weiterentwickeln und deren persönliche Geschichte voranschreitet.
Man bekommt Einblicke in die Ermittlungsbehörden und ihre Arbeit und es ist jedes Mal spannend und voller Überraschungen.
Ich war wieder von Anfang bis Ende ans Buch gefesselt. Düster, aufregend, überraschend.
Bei dieser Reihe (wie auch der "Grant County"-Serie", die man am besten vor dieser liest) sollte man die Bücher auf jeden Fall in der richtigen Reihenfolge lesen. Ein Quereinstieg ist möglich, macht aber nicht viel Sinn, da die Teile aufeinander aufbauen, und einem so der halbe Lesespaßß entgeht.
Mir gefallen die neuen Buchcover sehr gut. Sie fallen im Regal sofort auf. - Gil Ribeiro
Lost in Fuseta
(227)Aktuelle Rezension von: BlueberryDessertIch liebe diese Reihe so sehr. Leander Lost ist eine spannende Hauptfigur, die nicht nur sehr bereichernd für die kriminalistische Arbeit ist, sondern auch die Möglichkeit bietet, eine andere Perspektive einzunehmen. Es macht Freude, zu sehen, wie Leander Lost sich in diesem Band weiterentwickelt - und seine Kolleg:innen mit ihm. Spannend war die Geschichte auch. Alles super.
- Karin Slaughter
Cop Town
(225)Aktuelle Rezension von: coffee2goDie Autorin hat mit Cop Town einen Genre-Mix versucht, indem sie Elemente eines Thrillers, für das sie ja bekannt ist, mit denen eines historischen Zeitportraits verbindet und zusätzlich interessante Charaktere einbaut, somit eine sehr gelungene Kombination. Als Leser*in wird es durch die wechselnden Perspektiven nie langweilig, obwohl das Buch einen längeren Umfang aufweist. Themen wie Sexismus oder Rassismus und Polizeigewalt werden von der Autorin geschickt eingebracht, das kenne ich auch schon aus früheren Büchern von ihr.
Die Geschichte rund um den Polizistenmorden ist spannend aufgebaut und konstruiert und hat noch mehr im Hintergrund als man zuerst ahnt, je tiefer man gräbt, umso mehr Details kommen zum Vorschein. Das Thema wird komplex betrachtet und auch aufgelöst und somit bleibt der Spannungsbogen konstant hoch. Die Sprache ist direkt und ausdrucksstark und an manchen Stellen auch brutal und schonungslos.
- Tessa Bailey
Duty & Desire – Vorsätzlich verliebt
(194)Aktuelle Rezension von: hatschivyIch kenne alle neuen Romane von Bailey, weshalb ich mich auch an ihre älteren Bücher dransetzen wollte. Mit dem Schreibstil kommt man leicht in das Geschehen und Charlie sowie Ever werden sofort einander vorgestellt. Die beiden treffen sich in typischer Bailey Manier unter interessanten Umständen. Ever ist mir dabei sympathischer als Charlie und er ist leider der Bailey Protagonist, den ich bisher am wenigsten leiden kann. Swoonworthy ist was anderes. Charlie ist in meinen Augen ein riesiger Fratboy, der keine Entscheidung treffen kann und wenn dann nur die falschen trifft. Aber gut, er bekommt sein Happyende und wir können endlich den zweiten Teil lesen.
- Jussi Adler-Olsen
Verraten
(133)Aktuelle Rezension von: koechlMit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich das Buch gelesen. Adler-Olsens Ermittlerteam rund um Carl Morck hat vor vielen Jahren meine Begeisterung für Krimithriller geweckt und ich habe jedes Band gerne gelesen.
Im 10. und letzten Band der Reihe um das Sonderdezernat Q wird es ziemlich eng für Carl Morck. Das Buch startet genau da, wo "Natrium Chlorid" aufgehört hat. Praktisch in der nächsten Szene. Carl wird verhaftet, verschiedener Verbrechen bezichtigt und ist erst einmal zur Untätigkeit verdammt. Carls engste Bezugspersonen glauben an seine Unschuld und beginnen zu ermitteln, während Carl sich mehrerer Anschläge erwehren muss.
Dadurch dass Carl in der Defensive sitzt und quasi handlungsfähig ist, fehlt dem Buch etwas die sonst so gute Zusammenarbeit des Sonderdezenats bei der Aufklärung der Fälle.
Der Fall an sich ist wie vom Autor gewohnt mit einer hohen Spannung durchzogen. Einige Länge in der Buchmitte hat das starke und spannende FInale wieder ausgeglichen, hier war es echt temporeich und actiongeladen! Toll fand ich es auch, dass Personen aus den ersten Bänden wieder auftraten, das machte die ganze Reihe irgendwie rund.
Nur den eher privaten Abschluss des Buches hätte ich mir ein wenig emotionaler gewünscht. Genauso wie die Zwischensequenzen der anderen Hauptfiguren wie Assad hätte man im letzten Band ruhig etwas ausbauen dürfen. Für die Leser*innen ist es nach 10 Bänden ja ein richtiger Abschied. - Sarah J. Maas
Catwoman: Soulstealer - Gefährliches Spiel
(149)Aktuelle Rezension von: i1arieIch kenne viele Bücher von SJM aber Catwoman war mir wirklich nicht bekannt, bis ich es entdeckt hatte. Also habe ich das Buch tatsächlich ohne Erwartungen gelesen. Ich hatte vorweg bedenken, ob ich die DC Welt in Buchform mögen würde aber es war unglaublich.
Ich kenne tatsächlich die Serie Arrow, daher war das hier ein tolles Wiedersehen mit den anderen Assasinen aus der Liga. Auch über die zwei weiblichen Begleiterinnen habe ich mich sehr gefreut.
Selina aka Holly will nur ihre Schwester Maggie retten und ist bereit alles dafür zu tun. Sogar zur Liga zu gehen. Später kehrt sie nach Gotham zurück und trifft natürlich auf Batmans Helfer.
Die Spannung ist wirklich greifbar und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich habe die Parallelen zur Serie geliebt und dementsprechend auch die Handlung.
SJM ist ein Talent für sich. Ich liebe alles was sie schreibt. Hier muss man betonen, es ist keine Reihe also kann ihr Buch auch als Stand Alone gelesen werden. Für mich war es perfekt so, ich brauchte die Bücher der anderen Autoren nicht.
Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen. Es ist natürlich nicht ToG oder ACOTAR aber es ist wirklich ein sehr gutes Buch von SJM
- Sarina Bowen
True North - Schon immer nur wir
(262)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaAm Anfang hatte ich echt ein paar Probleme mit der Geschichte, weil sie doch recht langsam gestartet ist. Man lernt Jude besser kennen und erfährt, wie er sich wieder in seiner alten Heimat einlebt. Außerdem lernt man Sophie kennen, Judes Ex-Freundin und die Schwester des Mannes, dessen Tod er zu verantworten hat. Dabei erfährt man viel über den Alltag der beiden, getrennt aber auch zusammen und es gibt nach einer Weile auch schon ziemlich viel Sex.
Ab der Mitte ungefähr wurde die Geschichte aber immer spannender, denn Sophie deckt Dinge auf, die nicht so richtig stimmen können und begibt sich damit immer mehr in Gefahr. Ebenfalls wird Jude bedroht und böse mitgespielt. Während Sophie sich ihrem brutalen Vater stellen muss, kämpft Jude mit seiner Sucht und darum, seinen Platz im normalen Leben zu finden, für einen vorbestraften Drogenabhängigen gar nicht so leicht ist. Schön fand ich dabei, dass man auch die Shipleys wieder trifft, die mit ihrer herzlichen Art einfach nur toll ist. Sie helfen Jude immer wieder und behandeln ihn wie ein Familienmitglied. Auch die Liebesgeschichte zwischen Sophie und Jude fand ich wirklich süß und teilweise wirklich prickelnd.
Ebenfalls fand ich die beiden Protagonisten in diesem Band wieder großartig. Sophie wirkt vielleicht nach außen hin wie die brave Tochter des Polizeichefs, lässt sich aber dennoch nicht die Butter vom Brot nehmen. Sie ist wahnsinnig mutig und geht ihren Weg. Jude ist ebenfalls super sympathisch. Er ist kein Held und obwohl man ihn aufgrund seiner Vergangenheit dafür halten könnte, ist er absolut kein Badboy, sondern ein richtig liebenswerter Kerl, mit dem es das Leben leider nicht so gut gemeint hat, der aber kämpft.
Alles in allem fand ich dieses Buch nach dem relativ ruhigen und langsamen Anfang dann doch richtig toll und sogar spannend. Die Geschichte ließ sich auch richtig gut lesen und hat mich super unterhalten. Jetzt freue ich mich schon auf ein Wiedersehen mit den Leuten rund um Colebury, Vermont.
- Anonymus
Psycho Killer
(43)Aktuelle Rezension von: ButtaVom Cover her hatte ich irgendwie ein Jugendbuch erwartet und war dann etwas überrascht dass es sich dabei um einen 18+ splatter handelte. Der Schreibstil ist nett, sehr unterhaltsam und sarkastisch und überzogen, der slang wirkt manchmal etwas aufgesetzt. Die Charaktere waren interessant gestalltet, es gab durchaus überraschende Wendungen wobei mich der Hauptplot jetzt nicht wirklich überrascht hat, aber das liegt wohl eher an meiner Erfahrungen mit filmen in die Richtung. ICh mag es auf der Seite des "Bösewichts", Killers zu stehen und dass ein Haufen Ar***llöcher bekommt was sie verdienen.
Das war mein erstes und vermutlich dadurch auch nicht letztes Buch das ich von Anonymus gelesen habe.
- Tessa Bailey
Duty & Desire – Verboten sinnlich
(101)Aktuelle Rezension von: GypsyLiebe, Schmerz, Hass und eine Portion Hoffnung
Inhalt:
Die Polizeiakademie bereitet sie auf alles vor. Nur nicht auf die Liebe ...
Jack Garrett ist nur wegen einer verlorenen Wette auf der Akademie. Polizist zu werden ist für ihn keine Berufung, sondern eine Möglichkeit, die Rechnungen zu bezahlen. Seine Nächte verbringt er damit, Erinnerungen in Alkohol zu ertränken und sich in One-Night-Stands zu verlieren. Doch eines Abends trifft er eine irische Touristin und ist sofort fasziniert von ihrer frischen und ehrlichen Art. Und nicht nur das, Katie scheint mühelos hinter die Maske des sorglosen Playboys zu blicken. Es ist lange her, dass Jack das Gefühl hatte, jemand sieht wirklich ihn. Ein ebenso verführerisches wie beängstigendes Gefühl. Denn Jack hat ein Geheimnis, das er auf keinen Fall enthüllen will!
Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig und spannend. Die Protagonisten sind lebensnah und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Jack kennt nichts anderes als seinen betäubten Zustand, denn nur so kann er unter all dem Schmerz und Hass überleben, aber als Katie in sein Leben wie ein Wirbelwind eintritt, verändert sich Einiges.
Fazit:
Gut durchdachte Geschichte mit umfassenden Protagonisten.
Info:
Band 2 der Duty & Desire-Trilogie
- James Patterson
Die 2. Chance - Women's Murder Club -
(245)Aktuelle Rezension von: Azyria_SunWorum geht’s?
Lieutenant Lindsay Boxer trifft in ihrem zweiten Fall auf einen noch größeren Feind. Ein Serienkiller, der es auf Polizisten und ihre Angehörigen abgesehen hat. Und dann taucht wie aus dem Nichts ihr Vater auf, den sie seit 20 Jahren nicht gesehen hat. Kennt er den Killer?
Meine Meinung:
James Patterson bringt Lindsay in ihrem zweiten Fall „Die 2. Chance“ zurück in ihre Vergangenheit. Obwohl das Buch schon bald 20 Jahre alt ist, schafft es Patterson, eine Spannung zu erzeugen, die einen noch immer bannt. Es ist rasant, es ist aktuell, es ist spannend. Er wechselt zwischen dem Killer und Lindsay hin und her, was einen noch intensiver in den Bann zieht. Am Anfang ist es zwar kurz etwas langwierig, aber dann nimmt die Geschichte so richtig Fahrt auf.
Lindsay und ihr „Women’s Murder Club“ sind wieder zusammen. Cindy, Claire und Jill. Obwohl die vier Frauen komplett unterschiedlich sind, unterstützen sie sich, sind füreinander da und einfach eine geniale Clique. Neben den gemeinsamen Ermittlungen kommt auch das „Private“ nicht zu kurz und wir lernen die Frauen noch besser kennen und wer wäre nicht gern Teil dieser genialen, unschlagbaren Clique? Aber nicht nur das, auch Lindsays Vater taucht wieder auf. Sie hatte ihn schon komplett aus ihrem Leben gestrichen, nachdem er sie und ihre Mutter vor 20 Jahren Hals über Kopf verlassen hat. Ob ihre Frage nach dem Warum geklärt werden kann und die beiden wieder eine gemeinsame Basis finden werden? Das wird euch das Buch verraten ;)
Auch die Geschichte selbst hatte mich direkt in ihrem Bann. Obwohl das Buch schon vor 2 Jahrzehnten geschrieben wurde, hält Patterson die Spannung oben, überrascht einen, lässt seine LeserInnen mitfiebern. Die Twists in der Geschichte, die immer wieder sich aufbauenden Spannungspeaks, der finale Showdown – nicht viele Autoren schaffen es, über Jahre die Spannung hoch zu halten. Zu schnell ist die Technik und sind die Ermittlungsmethoden fortgeschritten in den letzten Jahren. Daher: Hut ab vor dieser wahrhaften Meisterleistung – das ist wahres Können, wenn ein Buch auch noch nach so vielen Jahren die LeserInnen in Atem hält!
Fazit:
In „Die 2. Chance“ lässt James Patterson seine Hauptprotagonistin Lindsay Boxer nicht nur auf einen extrem gnadenlosen Täter treffen, sondern auch auf ihren Vater und damit auf ihre Vergangenheit. Obwohl das Buch vor 2 Jahrzehnten geschrieben wurde, ist es unglaublich spannend, aktuell und hält die LeserInnen in Atem. Lediglich die ersten Seiten sind etwas langatmig, aber danach bleibt es mit Plottwists spannend bis zum Ende und selbst am Ende hat der Autor nochmals eine Überraschung für seine LeserInnen in petto.
4 Sterne für dieses geniale Buch, das selbst nach 2 Jahrzehnten noch aktuell und spannend ist – das ist wahres Können!
- Frank Pulina
Das Curaçao-Komplott - Hinter Gittern im Paradies - Autobiografischer Roman
(16)Aktuelle Rezension von: Nicoles-LeseeckeDanke an den Autor für das bereitgestellte RezensionsexemplarMit dem Hintergrundwissen dass es sich hier um die eigene Geschichte des Autors handelt, stieg ich voller Neugier in das Buch ein. Ich wurde nicht enttäuscht der Schreibstil ist flüssig und so interessant gestaltet, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte und so viel zu schnell am Ende angelangt war. Am Ende ließ es mich fassungslos und erschüttert zurück. Erschüttert darüber, wie schnell Gesetze dazu führen, das man unschuldig verdächtigt und verhaftet wird.
Fazit
Der Autor hat sich hier viel Mühe gegeben einen Teil seiner Lebensgeschichte fesselnd zu verfassen. - Kate Atkinson
Started Early, Took My Dog
(4)Aktuelle Rezension von: Ellen_Dunne... hat es mal wieder geschafft, mich hinzureißen mit ihrem 4. Jackson Brodie-Krimi. Wobei - so, wie der Herr Ex-Militär/Privatdetektiv/Polizist da ermittelt, würde wohl viele eingefleischte Fans von Polizeiprozeduren nerven. Denn Jackson Brodie will ja mal wieder "nur" einen kleinen Fall lösen - die Identität einer adoptierten Auftraggeberin - und schon stolpert er in eine Verschwörung rund um ermordete Prostituierte, Kindesraub - und einen Hund.
All diese schweren Themen präsentiert Kate Atkinson mit dem nötigen Ernst, aber trotzdem gibt es immer wieder etwas zu schmunzeln. Dieses Augenzwinkern sollte man schon mögen, um diese Bücher voll zu genießen.
Wem ich das Buch also besten Herzens empfehlen kann: Leser, die den melancholischen aber gleichzeitig humorvollen Stil der Schottin zu schätzen wissen, die eine spannende Geschichte mit vielen Beteiligten nicht scheuen, aber es nicht krumm nehmen, wenn mal hin und wieder die Logik charmant geopfert wird und stattdessen auf die nächste treffende Charakterisierung konzentrieren.
Kate Atkinson ist meine Schriftsteller-Favoritin der letzten 2 Jahre. Auch nach "Started Early, Took My Dog" kann ich das nur erneut bestätigen.
Empfehle aber ein chronologisches Lesen der Brodie-Serie für maximalen Genuss ... - Nick Stone
Der Totenmeister
(65)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer Klappentext: „Es ist der Beginn eines Albtraums, als die stark verweste Leiche eines Mannes in einem Zoo von Miami gefunden wird. Rasch stellt sich heraus, dass das Opfer vor seinem Tod scheinbar grundlos seine komplette Familie ausgelöscht hatte. Der Fall wird zunehmend mysteriös, als man im Magen des Mannes eine Tarotkarte entdeckt – den >> König der Schwerter <<. Eine blutige Spur führt Detective Max Mingus und seinen Kollegen Joe Liston in die Welt schwarzer Magie und zu der mächtigsten Voodoo-Priesterin der Stadt: Eva Desamours, einer Verbündeten des geheimnisvollen Solomon Boukman, dem brutalen König der Unterwelt von Miami…“
Wir erleben Detective Max Mingus und seinen Kollegen Joe Liston im Miami der 1980er Jahre, einer Zeit, in der ein regelrechter Krieg auf Miamis Straßen herrschte. Bandenkriege, Drogen, Prostitution und Morde sind an der Tagesordnung. Und als Max und Joe zu einer stark verwesten Leiche in einen Primatenpark gerufen werden, der nicht einmal in ihrem Einsatzgebiet liegt, wird ihr Interesse schnell geweckt, denn im Magen der Leiche findet sich neben einem eigenartigen Gebräu aus Sand, einer giftigen Bohnenart und anderen Bestandteilen auch eine Tarotkarte eines äußert seltenen und teuren Kartendecks. Außerdem stellt sich heraus, dass dieser Mann, dessen Leiche sie schließlich an die zuständigen Kommissare übergeben, vor seinem Tod scheinbar grundlos seine komplette Familie ermordet hat. Also bleibt es nicht bei diesem einen Mord. Natürlich nicht.
Max greift bei der Aufklärung dieser Morde schließlich zu illegalen Mitteln, auf Drängen seines Vorgesetzten, Eldon Burns. Er holt sich Hilfe durch seinen Mittelsmann - einen Drogenhändler, dem er im Gegenzug die Konkurrenz vom Leib hält. Er greift zu Gewalt und Vertuschung, handelt Deals mit Straftätern aus und hängt in diesem Fall Unschuldigen die Tat an, nur um die Morde abzuschließen. Es läuft also alles andere als rund. Und dann hat er noch die Gewissensbisse seines Kollegen Joe im Nacken, der ihn schließlich darauf anhält, den Fall ohne Wissen ihres Vorgesetzten aufzuklären, der scheinbar die wahren Täter gar nicht ermitteln will. Und so mieten sie sich eine geheime Garage an und versuchen den Fall auf eigene Faust zu lösen, und zwar auf ehrliche Weise.Was die beiden nicht wissen: Eldon Burns steckt mit dem „König der Unterwelt“ Solomon Boukman unter einer Decke und versucht dementsprechend Details zu vertuschen und die Morde jemand anderem anzuhängen.
Alles in allem wieder ein gefährlicher, aber spektakulärer Fall, der keine Spannungstiefs zulässt.Ich bin ehrlich: Ich kann gerade gar nicht alles zusammenfassen, was in dem Buch alles passiert ist (was ich ja auch nicht muss, um Euch nicht zu sehr zu spoilern). Es passieren so viele Dinge innerhalb kürzester Zeit, dass man leicht den Überblick verliert.Ich muss auch sagen, dass ich den Zusammenhang etwas verloren habe, als die Leichen der Familie des im Primatenpark gefundenen Mannes aufgefunden wurden. Denn wir haben hier zu Beginn des Buches eine Menge Wechsel der Schauplätze und der handelnden Personen. Die Story war daher für mich persönlich zu Beginn etwas zu schnelllebig und dadurch etwas verwirrend. Letzten Endes wurde es im weiteren Verlauf zwar übersichtlicher, aber am Anfang des Buches war es für mich nicht überschaubar.
Trotzdem kann ich sagen, dass der Schreibstil wieder mal herausragend war, die Dialoge ihre Wirkung auf mich nicht verfehlt haben, da sie knallhart, ehrlich und nicht an den Haaren herbeigezogen gewirkt haben, und die Charaktere mich einfach überzeigt haben.Vor allem die Charaktere von Joe Liston und Max Mingus. Denn die Freundschaft zwischen den beiden Cops war einfach ECHT. Und das merkte man mit jedem Gespräch zwischen den beiden und mit jeder Umschreibung, was der jeweils andere gerade denkt.
Ich kann diesen Thriller nur empfehlen und weise nochmal darauf hin, dass dieser Fall vor Max’ Auftrag als Privatermittler auf Haiti (also vor "Voodoo") spielt.Das wird zwar ziemlich schnell klar, da Max in diesem Band erstens Mal noch bei der Miami Task Force arbeitet und er zweitens hier erst seine zukünftige Frau Sandra kennen lernt, die ja in „Voodoo“ schon gar nicht mehr lebt, aber ich will es nicht unerwähnt lassen.
Von mir gibt es 🌟🌟🌟🌟, denn „Voodoo“ fand ich einen Tick besser und in „Der Totenmeister“ gab es für mich anfangs einfach zu viele Morde auf einmal, sodass ich zeitweise den Faden etwas verloren habe. Aber trotzdem ein lesenswertes Buch. Wenn ich es re-reade, wird es mir vielleicht 5 Sterne entlocken 😉 - Tessa Bailey
Duty & Desire – Verdächtig nah
(107)Aktuelle Rezension von: Nardi_Da_VinciIch war zunächst skeptisch. Teil 1+2 habe ich nicht gelesen und es war mein erstes Buch über Polizisten. Das Buch ist aber ziemlich schnell interessant geworden. Die Anziehung zwischen Danika und Greer kann man sehr schnell nachempfinden. Neben spannenden Szenen mangelt es dem Roman auch nicht an unterhaltsamen Stellen und erst Recht nicht an erotischen. Die Szenen sind sehr stilvoll beschrieben. Die einzige Kritik die ich habe, ist dass Danika mir teilweise etwas zu billig war und zu schnell aufgegeben hat, ihre Würde zu verteidigen.
- Petra Johann
Schatten der Schuld
(44)Aktuelle Rezension von: Libby196Petra Johann gehört mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Auch dieser Krimi ist absolut gelungen! Die Figuren sind gut ausgearbeitet und das Verhältnis zwischen privaten Umständen der Kriminalbeamt:innen und der eigentlichen Ermittlungsarbeit für meinen Geschmack genau richtig. Die Geschichte selbst ist komplex, aber nicht verwirrend, und so gut geschrieben, dass ich bis zum Ende nicht auf die Lösung gekommen bin.
- Jennifer Estep
Spinnenfunke
(34)Aktuelle Rezension von: Coribookprincess"Spinnenfunke" ist der 12. Band der Elemental Assassin-Reihe von Jennifer Estep und knüpft nahtlos an die packenden Ereignisse der vorherigen Bücher an.
Gin Blanco ist eine so tolle Protagonistin, stark, unabhängig und so liebevoll.
Jennifer Estep versteht es, die Spannung konstant zu halten und neue Wendungen einzuführen, die den Leser in Atem halten.
Gins Kämpfe gegen ihre Feinde sind gewohnt actionreich, und die Gefahr, in der ihre Freunde schweben, bringt eine zusätzliche emotionale Tiefe in die Handlung.
Es ist faszinierend zu sehen, wie Gin nicht nur auf ihre magischen Kräfte, sondern auch auf ihren Verstand und ihre Loyalität zu ihren Freunden angewiesen ist, um zu überleben.
Insgesamt ist "Spinnenfunke" ein gelungener Teil der Elemental Assassin-Reihe, der Fans der Serie sicherlich begeistern wird.
Die Mischung aus Magie, Action und starken Charakteren macht das Buch zu einer empfehlenswerten Lektüre für alle, die Urban Fantasy lieben.
- Michael Chabon
Die Vereinigung jiddischer Polizisten
(59)Aktuelle Rezension von: Giselle74Sitka, Alaska. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Atombombe auf Berlin, durften sich geflüchtete Juden dort mit Erlaubnis der Amerikaner einen eigenen kleinen Staat errichten. Nun soll die Enklave zurück an die USA fallen und die dort wohnenden Juden wären wieder heimat- und staatenlos. In dem Chaos der Abwicklung und inmitten sich auflösender Behörden und Zuständigkeiten geschieht in einem kleinen, schmierigen Hotel ein Mord. Ein junger Schachspieler wird mit einer Kugel im Kopf auf seinem Zimmer aufgefunden. Der zufällig im selben Hotel wohnende Polizist Meyer Landsman beginnt zu ermitteln und sticht dabei in ein Wespennest.
Was für ein grandioser Roman! Einerseits ein Krimi im Stile Chandlers, mit einem Protagonisten, der ähnlich zerbeult agiert wie Philip Marlowe, andererseits aber auch ein Blick auf die unterschiedlichen Strömungen jüdischen Lebens. Die Chassidim und Zionisten kommen dabei eher schlecht weg, verhalten die "Schwarzhüte" sich doch ähnlich wie die Mafia und haben ihr Netzwerk über ganz Sitka gespannt.
Mit ungeheurer Fabulierlust, viel Wortwitz und genauso viel Einfühlungsvermögen führt uns Chabon durch seine Welt bzw durch Meyer Landsmans Welt. Glaube, Politik, Schach, die große Liebe, Identitätsfragen, Chabon verbindet und mischt diese Themen hemmungslos. Sein Blick ist zugleich zynisch, schwarzhumorig und liebevoll. Das muss einem erst einmal gelingen! Und wenn dann noch Ureinwohnerrecht auf jüdische Befindlichkeiten trifft, wird die Mischung explosiv...
Es ist beeindruckend, wie mühelos Chabon ein Meer durchquert, das klippenreicher nicht sein könnte. Er überschreitet Grenzen und verteilt seine Spitzen hemmungslos in jede Richtung: seien es geldgierige Stammesregierungen, tiefgläubige Mafiosi, gewinnorientierte Amerikaner oder attentatsbereite Zionisten. Und so ganz nebenbei zeigt dieser Roman auch, dass Menschlichkeit und Fanatismus sich ausschließen. Immer.
Wer also Krimis mag, wer... ach, Unfug! Lest dieses Buch, es ist einfach rundherum großartig! - Anders Roslund
Blasse Engel
(66)Aktuelle Rezension von: ElefantinoIm Alter von nur 17 Jahren werden Lydia und Alena von zwei Männern mit falschen Versprechungen von Litauen nach Schweden gelockt. Man besorgt ihnen falsche Pässe für die Einreise, stellt gut bezahlte Jobs und Wohlstand in Aussicht. Was folgt ist ein drei Jahre langes Martyrium als Zwangsprostituierte in einer mit elektronischen Schlössern gesicherten Stockholmer Wohnung. Missbraucht von zwölf Männern pro Tag, gequält von Zuhälter Dimitri. Dieser Albtraum scheint ein Ende zu finden, als nach einem neuerlichen Brutalitätsausbruch Dimitris die Polizei vor der Wohnung steht. Aber während Alenas Gedanken sich um Flucht nach Litauen drehen, sinnt Lydia, die schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht wird, auf Rache. So sehen sich die Kommissare Ewert Grens und Sven Sundquist, eigentlicht fokussiert auf die Überführung des Schwerstkriminellen Jochum Lang, alsbald mit einer spektakulären Geiselnahme im Stockholmer Söderkrankenhaus konfrontiert.....
Ein Verdienst von Anders Roslund und Börge Hellström ist die Thematisierung von Menschenhandel und Zwangsprostitution, Verbrechen, die sich so oft im Dunkeln abspielen und von der Gesellschaft zu wenig wahrgenommen werden. Die schonungslose und bedrückend reale Beschreibung dieser Machenschaften ist eine starke Seite dieses Buches. Auch die recht derbe Sprache, derer sich die Autoren bedienen, ist hier als Stilmittel gut gewählt, alles andere würde verharmlosend wirken.
Leider ist die Geschichte, die erzählt wird, nicht wirklich nachvollziehbar. Einen Kommissar wie Ewert Grens, der - auch 25 Jahre(!) nach einem schrecklichen Ereignis noch heftigst traumatisiert - sämtliche Kommunikationsversuche seiner Kollegen durch lärmendes Abspielen von Siw Malmquist-Schlagern im Keim erstickt, hätte das fürsorgliche reale Schweden sicherlich in den Genuß einer psychologischen Behandlung oder des Vorruhestands gebracht.
Warum ein "Vollzeitzuhälter" wie Dimitri, der gar nicht die Zeit für eine tarnende Tätigkeit in der litauischen Botschaft haben kann, Diplomatenstatus genießt, ist den Autoren keine Erklärung wert. Auch erscheint fragwürdig, ob Lydia - nur durch das frühkindliche Beobachten des Waffenschmuggels ihres Vaters - wirklich zur Expertin im Umgang mit Handfeuerwaffen, Semtex-Sprengstoff und Sprengzündern geworden ist.
Dass die junge Frau, gerade noch halbtot geprügelt und vemutlich unter schwerer Medikation, einen Plan ersinnen kann, der die Spezialisten der Stockholmer Polizei austrickst, mutet unglaublich an, ebenso wie die willfährige Unterstützung ihrer Freundin Alena, die doch eigentlich auf eine gemeinsame Flucht hätte drängen müssen.
Das alles ist aber noch wahrscheinlicher als die nachfolgenden Handlungen von Grens und Sundquist, die - auch im Bezug auf die gelieferten Charakterstudien - für den Leser nicht nachvollziehbar werden. So blieb die Auflösung des Ganzen für mich höchst unbefriedigend.
Fazit: Spannender Krimi mit sehr realem Hintergrund und einigen Ungereimtheiten.























