Bücher mit dem Tag "polynesien"
14 Bücher
- Robert Louis Stevenson
Die Schatzinsel
(635)Aktuelle Rezension von: Ava_lonDie Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich den Mittelteil ein wenig zu Handlungsbetont empfunden habe und mir die Charaktere zu grob gezeichnet vorkamen.
Ich glaube ich habe verstanden, was mir der Autor mit dieser Geschichte erzählen möchte.
Gerade in der Jugendzeit betonen die Handlungen unser Leben und weniger die Moral, die Pflicht und Disziplin. Sorglosigkeit, Enthusiasmus und sich immer wieder beweisen wollen, Abenteuer zu erleben sind die spannendsten Momente, an denen wir auch später zurückdenken. Fehler, Selbstüberschätzung sind sinnvolle Erkenntnisse auf dem Weg zum Erwachsen werden. Jeder der Erwachsenen in diesem Roman, egal auf welcher Seite er steht, ob vermeintlich gut oder böse oder irgendetwas dazwischen gibt den jungen Jim eine Botschaft. Was er daraus macht - das bleibt offen.
Auch Jim selber beschreibt sich nicht, er bleibt einfach der Junge der aus dem Moment heraus agiert. Und genau diese Komponenten haben die erfolgreiche Verfilmung ermöglicht, denn jeder kann dieser Junge sein.
- William Golding
Herr der Fliegen
(897)Aktuelle Rezension von: Adrian_SchmelzenbartKinder und Jugendliche, gestrandet auf einer menschenleeren Insel, völlig außerhalb des Einflussbereichs moralischer Vorgaben und Richtlinien der Erwachsenenwelt. Was wird passieren?
Hier die zivilisierte Vernunft, verkörpert durch den Jungen Ralph - dort die wilde zügellose Barbarei, verkörpert durch den Jungen Jack, der sich selbst als Jäger bezeichnet.
Sind Kinder im eigentlichen Wesen "unschuldig", oder, ganz im Gegenteil, zu schlimmsten Grausamkeiten fähig, wenn man ihnen keinen moralischen Kompass mit auf den Weg gibt?
"Herr der Fliegen" ist eine zeitlos aktuelle Parabel zu diesem Thema.
- Ole R. Börgdahl
Fälschung
(41)Aktuelle Rezension von: biancaneve66Wer ist das kleine Mädchen mit dem Sonnenhut und wer hat sie auf dem Gemälde verewigt? Bevor das Kunst- und Auktionshaus Blammer in München das Werk versteigern kann, braucht es einen Herkunftsnachweis. Rechtsanwalt Georg Staffa recherchiert daraufhin in den verschiedensten Winkeln der Welt, stößt auf unterschiedliche Menschen, deren Schicksale und – auch auf die Spur des Gemäldes?
Das schlichte Cover mit zwei Pinseln und gedeckten Ölfarben bereitet einen noch nicht ganz darauf vor, was einen mit „Fälschung“ erwartet. Die Sprache ist einfach und sehr fließend. Die unterschiedlich langen Kapitel tragen aussagekräftige Titel, die einen auf den kommenden Inhalt einstimmen. Der Autor beschreibt sehr detailliert, egal, ob es sich um den Tagesablauf der Protagonisten, die verschiedenen Handlungsorte, die betreffenden Kunstepochen oder die naturwissenschaftlichen Untersuchungen zur Echtheit eines Gemäldes beziehen.
Die Handlung spielt 1998, zu einer Zeit, in der es zwar schon Internet gab, aber noch nicht viele Digitalisierungen – und außerdem nicht immer und überall Zugriff auf das weltweite Netz, wie wir es heute gewohnt sind. Die Schnitzeljagd führt den Protagonisten daher persönlich an die unterschiedlichen Handlungsorte. Eine Zusammenfassung des Erlebten, der Ergebnisse aus den Recherchen, wird immer wieder in Gesprächen oder E-Mails wiederholt. Dennoch wird die Geschichte durch das mehrmalige Aufgreifen der Fakten nicht langweilig, sondern gewinnt durch diese genauen Beschreibungen viel an Authentizität und Nachvollziehbarkeit. Und, sie lässt den Leser schnell vorankommen, was sich bezahlt macht. Letztendlich gibt es nämlich ein sehr überraschendes Ende mit phantastischer Auflösung.
- Valentin Sylvant
Ich und meine Ukulele rund um die Welt
(1)Aktuelle Rezension von: Pimpy2502In seinem Buch „Ich und meine Ukulele rund um die Welt: In zehn Monaten durch zwölf Länder und eine ganze Persönlichkeit“ schreibt Valentin Sylvant von seinem ganz besonderen Erlebnis. 2014 beschließt er zu einem großen Abenteuer aufzubrechen und zehn Monate allein durch die Welt zu ziehen. Er nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise in zwölf Länder. Das Buch ist tageweise im Tagebuchstil aufgebaut und somit ist es, als sei man selbst dabei gewesen. Ich finde immer wieder beachtlich, wenn jemand den Mut aufbringt und alleine auf solch eine große Reise geht. So manches Mal war ich froh, zu Hause auf dem Sofa zu sitzen und nicht mit Valentin tauschen zu müssen. Seine Reiseroute über Kanada, Hawaii, Neuseeland, Inseln im Pazifik, Süd- und Mittelamerika war sehr beeindruckend und man konnte sich ein gutes Bild von Land und Leute machen. Ich war fast schon etwas wehmütig, als die Reise vorbei war. Mir hat das Lesen dieses kurzweiligen Buchs viel Freude gemacht und ich kann es nur empfehlen.
Taipi: Abenteuer in der Südsee
(10)Aktuelle Rezension von: RiesenkrebsHört man von Herman Melville, denkt man natürlich gleich erst einmal an Moby Dick. Und hat auch - in dem Rahmen - häufig danach keine Lust mehr, sich mit anderen Büchern in der Freizeit auseinanderzusetzen. Es wäre wohl auf Dauer in der Tat recht anstrengend.
Doch Taipi ist kein Moby Dick. Taipi ist ein Roman, der von zwei Menschen erzählt, die sich mit Ureinwohnern einer Südseeinsel anfreunden. Sehr schön geschrieben, sodass man sich selbst gleich ein wenig freier fühlt. Man kann in die Welt einfach sehr gut eintauchen.
Ähnlich wie bei Robinson Crusoe hat es auch den Reiz des neuen, unberührten, mit vielen Möglichkeiten, die sich in der Gesellschaft oder an Bord eines Schiffes nicht verwirklichen lassen.- Valentin Zahrnt
Tabu
(13)Aktuelle Rezension von: Martinchen"Weiße Sandstrände, unberührte Wildnis, zerklüftete Vulkanmassive inmitten des Pazifiks. Doch eine Insel in diesem polynesischen Paradies ist vom Militär gesperrt, von den Einheimischen verflucht. Sie ist unvergleichlich schön. Und sie birgt ein tödliches Geheimnis.
Aller Warnungen zum Trotz landet eine bunt zusammen gewürfelte Crew an ihrer Küste. Dennis, ein deutscher Geschichtsstudent. Der Chilene Raul, der aus seiner früheren Existenz ausgebrochen ist. Die New-Yorker Event-Managerin Martha, im unterdrückten Konflikt mit ihrer verschlossenen Tochter Liz. Keala, eine junge Polynesierin, deren Vorfahren von der Insel evakuiert wurden. Und Gary, abgehalfterter Greenpeace-Aktivist und Kapitän des Katamarans.
Um zu überleben, müssen sie verstehen, was sich auf der Insel zugetragen hat. Und was mit ihnen geschieht …" - soweit der Klappentext.Das Cover zeigt auf hellem Grund einige Palmen als Symbol für die pazifische Insel. Es wirkt zusammen mit dem Titel und Genre etwas unheimlich und passt so ausgezeichnet zum Inhalt.
Valentin Zahrnt ist promovierter Ökonom und hat als Wissenschaftler, Politik- und Unternehmensberater gearbeitet. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit gibt er Workshops zum Denken und Schreiben für Führungskräfte. Er lebt in Berlin. (Quelle: amazon)
Der Klappentext reichte aus, um mich neugierig zu machen. Wie verhalten sich Menschen, die sich nicht kennen, in Extremsituationen?
Valentin Zahrnt schreibt einen gut lesbaren und flüssigen Stil. Ihm gelingt es, den Spannungsbogen aufrecht zu halten, denn beim Betreten der Insel beginnen die Protagonisten, sich zu verändern. Es passieren Dinge, die die Protagonisten und damit auch der Leser so nicht erwartet hätten. Sie sind nachvollziehbar beschrieben, auch wenn eine Reihe von Fragen offen bleiben - was vom Autor so gewollt ist.
Fazit: ein rasanter Thriller, der auf einer exotischen Insel spielt - ein großes Lesevergnügen.
- Rebecca Maly
Das Lied des Paradiesvogels 4 (Polynesien-Saga)
(3)Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310Das Schiff hat gelitten, aber es kann weiterfahren. Doch es hat Todesopfer gegeben. Das, was geschehen ist, betrachtet Daniel als Strafe Gottes.
Thea ist mit Baptiste auf dem Meer, als der Sturm kommt. Sie können sich gerade noch retten. Doch am nächsten Tag müssen sie feststellen, dass das ganze Dorf zerstört wurde.
In diesem Teil habe ich mitgefiebert und mitgelitten.
Thea und Baptiste erleben eine unbeschwerte Zeit auf dem Meer. Es war lustig, wie Thea mit der europäischen Kleidung zu kämpfen hatte, die für solche Aktionen überhaupt nicht geeignet ist.
Ein Dorf wurde zerstört und die Menschen machen sich daran, um die Toten zu trauern, den Verletzten zu helfen und das Dorf wiederaufzubauen. Herr Oudeboom aber macht sich nur Gedanken darüber, dass zum Glück die Ernte eigentlich schon zu Ende war, so dass er die Arbeiter nicht so vermisst. Aber am meisten habe ich mich über die Mönche aufgeregt, die in einem Keller Schutz gesucht hatten, ohne jemanden von den Einheimische mitzunehmen und die nicht einmal bei den Verletzten helfen wollten. Ausgerechnet bei ihnen sucht Daniel nach Thea.
Es war sehr schlimm, den Sturm und die Auswirkungen mitzuerleben. Noch schlimmer aber fand ich, dass das Mitgefühl fehlt.
Was wird passieren, wenn Daniel Thea findet? Ich bin sehr gespannt.
- Sarah Lark
Wo der Tag beginnt
(30)Aktuelle Rezension von: MamaSandraInhalt:
Eine junge Frau, beruflich spezialisiert auf Symbole, reist auf die Chatham Inseln und gerät dort zufällig auf die Spur einer Vorfahrin.
Im Jahre 1835 ereignete sich ein Überfall auf die kleine Inselgruppe. Von Neuseeland her kam eine Gruppe der aufsässigsten und rüpelhaftesten Maori und nahmen die Inseln ein. Sie versklavten die dort lebenden Moriori, ermordeten einen Großteil von ihnen und nahmen sich deren Land. Die junge Kimi ist eine der Überlebenden des Massakers, doch wird die persönliche Sklavin des selbst ernannten Häuptlings. Es erwartet sie ein Kampf ums eigene Überleben und im das ihres Volkes.
Zur gleichen Zeit findet sich in Deutschland eine kleine streng gläubige Gruppe junger Männer, welche ohne Priesterseminar eine Möglichkeit gefunden haben, ihren Glauben unter die Menschheit zu bringen. Sie reisen in das ferne Neuseeland und landen auf den Chathams, um die Maori zu missionieren. Eine junge Frau namens Ruth lässt mit dieser Gruppe ihre große Liebe ziehen und schafft es nach wenigen Jahren hinterher zu reisen. Doch ob sie das glücklich machen wird und sie den ersehnten Heiratsantrag bekommt, liegt in den Händen der Götter.
Schreibstil:
Die Handlung der Gegenwart ist in diesem Buch sehr kurz gehalten. Hauptsächlich spielt die Geschichte in der Vergangenheit und in chronologischer Reihenfolge. Abwechselnd werden die Perspektiven von Ruth und Kimi dargestellt.
Meine Einschätzung:
Die Erzählungen vom Überfall auf die Chathams war sehr schaurig dargestellt und nahezu sehr realistisch. Frau Lark hat an dieser Stelle wieder intensive Recherchearbeit geleistet und versucht dieses dunkle Kapitel möglichst authentisch zu übermitteln. Man hat hierfür tatsächlich wenig bis nichts gehört und umso interessanter ist auch die Geschichte des Volkes der Moriori.
Kimi ist eine sehr kämpferische junge Frau, wenn sie auch mehr mit sich selbst gekämpft hat. Denn dass ihr Volk so intensiv den Frieden auslebt und kein Blut fließen lässt, hat sie fast ausgerottet. Ich finde die Grundidee ihres Gesetzes von Nunuku ja sehr edel, aber ich hatte nicht daran geglaubt, dass dies bedeutet sich derart niedermetzeln zu lassen. Da war ich reichlich schockiert und ebenfalls etwas überzeugt, dass die Intelligenz der Moriori nicht allzu stark ausgeprägt sein konnte.
Ebenso schockiert hat mich die Naivität von Ruth, die den göttlichen Wahnsinn ihres Angebeteten nicht ernst nimmt. Doch noch eines oben drauf setzte David selbst mit seiner Art anderen Menschen gegenüber. Ich hätte ihm womöglich eine Ohrfeige verpasst und eine Reihe Flüche ausgestoßen. Aber Ruth ist naiv, verliebt und sieht das Positive in den Menschen.
Es gibt eine Reihe wundervoller und sympathischer Nebencharaktere. Die Handlung des Buches ist sehr fesselnd, aber aufgrund der vielen Ortswechsel und der dahingehenden Jahre ab und zu verwirrend. Ich bin mit den 3 wundervollen Trilogien von Sarah Lark sehr verwöhnt und weiß wie toll sie schreiben kann. Ich werde mit den einteiligen Büchern schlichtweg nicht warm, weil mir immer etwas Tiefgang fehlt und man die Personen nicht gut genug kennenlernt. Obwohl man in diesem Buch Kimi und Ruth zumindest eine lange Zeit lang begleitet.
Mir hat das Buch gut gefallen, aber für den 5. Stern hat es dennoch nicht gereicht. Eine Empfehlung gibt es dennoch, denn die Story hinter der Geschichte ist sehr gut erzählt.
- Rebecca Maly
Das Lied des Paradiesvogels 2 (Polynesien-Saga)
(9)Aktuelle Rezension von: biggtat"Das Lied des Paradiesvogels" ist der 2. Teil der Polynesien-Saga von Rebecca Maly. In diesem Teil geht es um die Schiffüberfahrt, die sehr gut beschrieben wird. Alle Charaktere waren mir schon vom ersten Teil vertraut und ich fand schnell wieder in die Geschichte.
Die Geschichte liest sich sehr flüssig, war aber leider wieder sehr schnell zu Ende.
Etwas gestört haben mich die extra nummerierten Kapitel, die eigentlich unnötig sind.
Aber sonst tolles Lesevergnügen, das Lust auf mehr macht!
Ich freue mich auf Teil 3!
- Rebecca Maly
Das Lied des Paradiesvogels 3 (Polynesien-Saga)
(3)Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310Daniel leidet unter der Trennung von seiner Schwester. Obwohl es schwierig ist, findet er Möglichkeiten, seinen Neigungen nachzugehen.
Leopold geht seinen Geschäften nach und muss feststellen, dass sich Konkurrenz bildet.
Thea kämpft um ihr Leben, aber in der Mission gelingt es tatsächlich, sie gesund zu pflegen. So lernt sie Naian und Baptiste kennen.
Doch dann zieht ein gewaltiger Sturm auf und das Schiff droht auseinander zu brechen.
Es geht dramatisch weiter. Mir gefällt die Geschichte auch weiterhin gut.
Während Daniel mit seinem schlechten Gewissen hadert, lernt Thea das Leben der Polynesier kennen. Sie spürt die Zufriedenheit, obwohl es ein einfaches Leben ist. Von Baptiste ist sie beeindruckt. Sie ist aber auch mächtig sauer auf ihren Bruder, der sie einfach zurückgelassen hat.
Erschreckend ist die Einstellung der Mönche, die die Einheimischen nur bekehren und ihnen ihre Tradition nehmen wollen. Was ihnen nicht gefällt, ist des Teufels. Aber auch die Oudebooms, haben diese engstirnige Einstellung und so wird die Einladung zu einem Essen für Thea eine Qual.
Es ist erforderlich, alle fünf Teile hintereinander zu lesen, da diese aufeinander aufbauen. Mich stört diese Vermarktungsweise, bei der man eine Geschichte in Bröckchen zerlegt.
Dieser Teil war voller Dramatik und ich bin gespannt, ob sich die Geschwister noch einmal wiedersehen.
- Richard Powers
Playground
(4)Aktuelle Rezension von: Nicolai_LevinMakatea. Eine Insel im Pazifischen Ozean, weitab von allem. Verwaltet als Teil von Französisch Polynesien. Sieben mal acht Kilometer Fläche, 72 Einwohner. Ein Hochatoll, dessen Rücken mehr als hundert Meter über den Meeresspiegel ragt. Über Jahrzehnte hat der Phosphatabbau die Insel geprägt, Geld gebracht und Dreck und Zerstörung dazu. Die Einwohnerzahl ist seit dem Ende der Minen dramatisch zurückgegangen, und die Natur erholt sich seitdem langsam wieder, die Bäume kommen zurück und auch die riesigen Palmdiebkrabben kann man wieder jagen. Die Gewässer rundum sind ein buntes korallenreiches Südseeparadies, dessen Schönheit bedroht ist von globaler Erwärmung und den Unmengen an Plastik, mit denen die Menschen die Meere verpesten.
Auf bzw. vor Kamatea taucht und schreibt seit ein paar Monaten die Kanadierin Evie Beaulieu, Ozeanografin und Taucherin, die vor vielen Jahren schon berühmt und reich geworden ist mit ihrem Buch, in dem sie jungen Leuten ihre Faszination für die Unterwasserwelt nahebringen wollte. Jetzt ist sie 92, noch fit, und will tauchen und im Frieden der Insel und den Unterwasserwelten rundum ihr letztes Buch zu Ende schreiben. Ina und Rafi sind vor wenigen Jahren aus Amerika auf die Insel gekommen, sie ist Künstlerin mit Wurzeln auf Hawaii und Tahiti, er ein Schwarzer aus Chicago, der lange Jahre als Wissenschaftler an der Uni gearbeitet hat und jetzt sein Geld als zweiter Lehrer der winzigen Inselschule verdient. Die beiden haben zwei einheimische Waisenkinder adoptiert.
Das beschauliche Inselleben wird aufgewühlt, als ein US-Konsortium auf Makatea eine Art Werft für schwimmende Städte errichten will. Schwimmende Inseln, die in internationalen Gewässern dem Würgegriff nationaler Rechtssysteme entzogen sind - der Traum des libertären Amerikas. Per Referendum sollen die Inselbewohner ihre Zustimmung zu dem Projekt erteilen, das tausende von Arbeitsplätzen und immensen Wohlstand verspricht, aber die Insel ein weiteres Mal dramatisch zu verändern droht.
Hinter dem Konsortium steckt Todd Keane, ein Tech-Milliardär aus Kalifornien, der mit seiner sozialen Plattform „Playground“ unvorstellbar reich geworden ist und der jetzt an Lewykörper-Demenz erkrankt dem sicheren Tod entgegensieht. Als Zehnjähriger hat er das Meeres-Buch von Evie Beaulieu verschlungen und davon geträumt, selbst Ozeanograf zu werden. In der Schule traf er Rafi, wie er ein sozialer Außenseiter, der sein bester und einziger Freund wurde und mit dem er die Faszination erst für Schach, dann für das Go-Spiel geteilt hat. Ihre Wege trennten sich im Streit, Todd wurde reich mit seiner Plattform und Rafi blieb - ungeachtet seiner erheblichen Intelligenz - ein kleines Licht an der Uni.
Richard Powers hat mit „The Playground“ ein verdammt kluges und bemerkenswert fesselndes Buch geschrieben. Ich finde es erstaunlich, wie es ihm gelingt, mich mit Themen zu unterhalten, die mich entweder nicht besonders interessieren (Go. Nie gespielt. Nie näher beleuchtet.) oder die ich eher gruselig finde und über die ich gar nicht mehr wissen möchte (AI. Soziale Netzwerke. Ich finde die real existierenden schlimm genug und brauch nicht auch noch fiktive dazu. Und Demenz. Auch da reicht mir, was ich im echten Leben um mich habe). Den Reiz der Unterwasserwelt kann und will ich dagegen gerne einsaugen; ich durfte selbst schon in tropischen Gewässern tauchen und kann mit Begeisterung mitfiebern. Auch die Mikrogesellschaft der abgelegenen Insel trifft ein paar empfindsame Saiten in mir.
Die sehr verstreuten Themen, die Powers kundig und nachvollziehbar behandelt, finden in einem furiosen Finale zusammen, mit einem Hauch von „Citizen Kane“ und einer fetten Dosis literarischem Raffinements. Clever verwoben, mit plastischen lebensechten Figuren, die weit mehr zu sein scheinen als literarische Konstrukte, mit einer Absurdität, wie sie das Leben eben schreibt. Das lässt einen eintauchen und zieht mich als Leser mit wie die Strömung den staunenden Taucher mit ihrer unwiderstehlichen Kraft über ein Riff treibt. Ziemlich großes Kino, das übrigens für meine Begriffe geradezu nach einer visuell schallernden Verfilmung schreit.
- Rebecca Maly
Das Lied des Paradiesvogels 1 (Polynesien-Saga)
(11)Aktuelle Rezension von: alexandra_bartekAm Anfang bin ich Recht Schwer in die Geschichte rein gekommen was sich aber ca nach 20 Seiten schnell gelegz hatte. Mir gefällt das Buch sehr gut da es um eigebtleig3 Geschichten geht bzw Familien. Man kommt immer gut mit und weiß genau wo man ist. Die Autorin lässt den leser an freue und leid sehr nahe mitfühlen. Gegen Ende wird es nochmals richtig spannend bin sehr gespannt wie es weiter geht. - 8
- 12
- 24













