Bücher mit dem Tag "pompeji"
22 Bücher
- Robert Harris
Pompeji
(360)Aktuelle Rezension von: LuliaAls das Aquädukt Aqua Augusta plötzlich kein Wasser mehr führt, wird der junge Wasserbauingenieur Marcus Attilius entsandt, um das Problem zu lösen und den verschwundenen Vorgänger zu finden. Seine Ermittlungen führen ihn direkt nach Pompeji und die Ereignisse nehmen seinen Lauf. Die stellenweise etwas zu ruhige Handlung weist eine gelungene Balance zwischen Unterhaltung und historischer Genauigkeit auf, die sehr authentisch wirkt. Letzteres wird vor allem durch einen kurzen und realen wissenschaftlichen Auszug aus der Vulkanologie am Anfang jeden Kapitels gekonnt herausgearbeitet.
Bei den Protagonisten steht Marcus in Mittelpunkt der Handlung, der intelligent und mutig dargestellt wird. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Plinius, Corelia oder Ampliatus, bereichern die Handlung und treiben diese gekonnt voran.
Wer ruhige und atmosphärische Geschichten mit wahren Begebenheiten mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildhaft und voller historischer Details und Feinheiten.
Einziger Minuspunkt: die z.T. sehr leisen Abschnitte in der Geschichte bremsen das Erzähltempo aus, was den Lesespaß mindert.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen - Elodie Harper
Die Wölfe von Pompeji
(64)Aktuelle Rezension von: SunnySue"Es wäre für euch besser gewesen, gemeinsam zu verhungern. Die Ehre einer Frau ist das Wertvollste, was sie hat."
Elodie Harpers "Die Wölfe von Pompeji" ist der Auftakt ihrer historischen Trilogie rund um das Leiden der Frauen im antiken Pompeji.
Amara blickt oft zurück auf ihr Leben vor dem Tod ihres Vaters. Als Arzttochter hatte sie ein sorgenfreies und behütetes Leben. Doch dessen Tod stürzt ihre Mutter und sie ins Elend und so blieb der Mutter nichts als Amara zu verkaufen. Jetzt gehört sie Felix, der sie wie jede andere Frau verachtet und in dessen Bordell sie arbeiten muss - als eine der Wölfinnen von Pompeji.
Trotz ihrer Ängste und Sorgen halten die jungen Frauen zusammen und versuchen irgendwie zu überleben. Amara will nichts mehr als ihre Freiheit zurück und so sucht sie auf den Straßen von Pompeji nach Möglichkeiten, die ihr die Tore zur Freiheit öffnen.
"Jeden Tag möchte ich zu Hause sein, ich träume davon, ich sehe es, ich höre die Stimmen meiner Eltern. Aber es ist unmöglich. Nicht mit der Scham darüber, wer ich jetzt bin. Es würde sie umbringen, wenn ich zurückkäme."
Harper nimmt uns mit in die zwar düstere doch auch faszinierende Welt des antiken Pompejis und lässt Pompeji vor meinen Augen lebendig werden. Sehr atmosphärisch erzählt sie uns die Geschichte von Amara und ihren Freundinnen, ihrem Leben im Bordell, ihren Ängsten, Sorgen und Nöten, aber auch ihren Wünschen.
Amara ist eine starke Protagonistin, die dank ihrer Wut auf die Männer und das Schicksal vieler Frauen ungebrochen ist. Sie will ihrem Schicksal entfliehen und dafür muss sie so manches Mal ihr Herz verschließen. Auch die anderen Protagonisten mochte ich gerne, vor allem Dido, die die Jüngste unter den Frauen ist.
Die Handlung ist spannend und packend erzählt. Und der Erzählstil so flüssig, dass man nur so durch die Seiten rauscht.
Wer also Lust hat auf eine historische Trilogie, mit starken Frauen im Vordergrund, der sollte definitiv mal einen Blick hierauf werfen.
- Alberto Angela
Pompeji
(25)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeVon der Geschichte von Pompeji hat sicherlich schon jeder von uns gehört. Eine Stadt aus der Antike, die nach dem Ausbruch des Vesuvs am 23. Oktober 79 n.Chr. unter Vulkan- und Lavamassen begraben wurde. Tausende von Menschen fanden dabei den Tod. Die untergegangene Stadt wurde fast 2000 Jahre später erst wieder entdeckt und die Ausgrabungen laufen noch bis heute. Gipsabdrücke von Menschen im Moment ihres Todes, Straßen und Gassen, die Stadt wird Stück für Stück freigelegt und erzählt uns eindrucksvoll ihre Geschichte. Doch was passierte damals am tragischen Tag genau ? Wie lebten die Menschen damals ? Was mögen sie kurz vor und in ihren letzten Stunden des Lebens gefühlt und erlebt haben ?
Alberto Angelo verbindet in diesem Buch geschickt wissenschaftliche Fakten verbunden mit einem romanartigen Charakter. Dadurch ist das ganze kein trockenes langatmiges Sachbuch, sondern lässt sich sehr spannend und mitreißend lesen. Alberto Angelo nimmt den Leser mit auf eine Reise durch Pompeji und die Nachbarorte. Anhand von diversen (tatsächlich nachweislich existenten Persönlichkeiten) aus diesen Städten beschreibt er das Leben in Pompeji an Tag vor dem Ausbruch bis hin zum Ausbruch und danach. Er nimmt seine Leser regelrecht an die Hand, schreibt in Form von einem "wir", zieht mit uns durch die Straßen und Häuser. Dadurch erlebt man einen ganz alltäglichen Alltag der in der Tragödie endete. Daneben gibt es die wissenschaftlichen und historischen Fakten. Historische Funde werden in die Geschichte mit eingewebt, wir erfahren was wem gehörte. Die verschiedenen Häuser werden dargestellt, die Bauweise, die Malereien, die Sitten und Bräuche. Sklaven, hohe Persönlichkeiten, Bäcker und andere Bewohner. Die "Graffitis", die noch heute erkennbar sind. Und was vorallem beeindruckend war, der Ausbruch selber. Die verschiedenen Phasen werden eindrucksvoll beschrieben und erklärt. Der Leser hat das Gefühl mittendrin zu sein und sich doch das Ganze von außen, von der sachlichen Perspektive zu betrachten.Mein Fazit: Hier wird Geschichte lebendig. Genau so beeindruckend wie das Cover, ist auch der Bildteil im Buch selbst, bei dem wir nicht nur Fotos aus Pompeji sehen, Menschen und Straßen, sondern auch rekonstruierte Grafiken von z.B. dem Inneren der Gebäude. Für jeden geschichtsinteressierten Menschen absolut spannend mehr zu erfahren und tiefer einzutauchen.
- Mary Beard
Pompeji
(5)Aktuelle Rezension von: KatzenaugeDas Buch „Pompeji – Das Leben in einer römischen Stadt“ von Mary Beard lässt den Leser authentisch in das Leben im antiken Pompeji eintauchen.
Der Leser begleitet die Autorin durch folgende Kapitel:
Einführung (Seite 7 - 40)
Das Leben in einer alten Stadt (Seite 41 - 76)
Straßenleben (Seite 77 - 114)
Heim und Herd (Seite 115 - 166)
Malen und Dekorieren (Seite 167 – 207)
Seinen Lebensunterhalt verdienen (Seite 208 – 255)
Wer regierte die Stadt? (Seite 256 – 293)
Die Freuden des Körpers: Speisen, Wein, Sex und Thermen (Seite 294 – 342)
Spaß und Spiele (Seite 343 – 376)
Eine Stadt voller Götter (Seite 377 – 421)
Diesen schließen sich ein Epilog über die Stadt der Toten, sowie Informationen zur Besichtigung, Literaturhinweise, Verzeichnisse der Pläne und Zeichnungen, ein alphabetisches Register und ein Grundriss von Pompeji, an. (Seite 422 – 478)
Dieses unglaublich interessante und umfangreiche Buch liefert einen spannenden und authentischen Wissensschatz über das Leben in Pompeji vor dem Vulkanausbruch.
Die Autorin vermittelt Geschichte zum Anfassen, es gelingt ihr hervorragend, durch ihren lebendigen und bildhaften Schreibstil, Pompeji vor dem Auge des Lesers wie sprichwörtlich Phönix aus der Asche auferstehen zu lassen. Mary Beard beleuchtet interessante und teils überraschende Details aus dem Alltagsleben der Pompejaner. Sie widmet sich unter anderem Fragen die dem normalen Besucher oder Geschichtsinteressierten vielleicht noch gar nicht in den Sinn gekommen sind, wie, z.B., das nächtliche Leben auf den Straßen ohne Straßenbeleuchtung aussah etc.. Es finden sich auch immer wieder kleine Abbildungen, Fotografien und Pläne von Gegenständen, Kunstwerken und Häusern.
Sehr gut gefällt mir auch, dass die Autorin nie stur nur ihre alleinige Meinung vertritt, im Gegenteil, sie diskutiert verschiedenste Thesen, Ansätze und Vermutungen der Forschung, lässt diese dann entweder so stehen, oder teilt dem Leser mit, zu welchem Ansatz sie eher tendieren würde. Bei Fragen die zweifellos geklärt wurden, gibt sie selbstverständlich auch ohne Diskussion die Lehrmeinung wider.
Fazit: Ein faszinierendes Buch, das lebendige Geschichte und sehr interessantes Wissen vermittelt. Da ich Pompeji bereits besucht habe, konnte ich mir natürlich vieles real vorstellen bzw. mit Fotos vergleichen. Doch die Lektüre dieses ungemein interessanten und spannenden Buches hat mich noch mehr darin bestätigt dieser antiken Stätte auf jeden Fall noch einen, oder mehrere Besuche abzustatten, und durch das erworbene Wissen noch genauer hinzusehen. Der historische Schauplatz ist faszinierend, eine ganze Stadt konserviert für die Ewigkeit. Das Buch eignet sich hervorragend für alle Geschichtsinteressierten und (zukünftigen oder ehemaligen) Pompejibesucher.
Mir wurde freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies nimmt keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung. - Jessica Clare
Wild Games - Mit einem einzigen Kuss
(39)Aktuelle Rezension von: Nardi_Da_VinciDer erste Teil der Reihe hat mir sehr gut gefallen. Von diesem Teil war ich aber etwas enttäuscht. Es hat sich keine Spannung zwischen den Charakteren aufgebaut. Sie sind für den Leser einfach plötzlich übereinander hergefallen. Das ist sehr schade, weil es viele Gelegenheiten gegeben hätte in denen Spannung hätte aufgebaut werden können. Die Show ist spannend und hat viele Möglichkeiten gegeben, die leider nicht genutzt wurden.
Insgesamt konnte man das Buch gut lesen. Es gibt keine großartige Spannungskurve, aber die Story ist eigentlich ganz schön.
- Gabriel Zuchtriegel
Vom Zauber des Untergangs
(14)Aktuelle Rezension von: EmiliWas für ein schönes Sachbuch, das auf eine verständliche, lebendige und spannende Weise das Wissen vermittelt. Der Untertitel des Buchs "Was Pompeji über uns erzählt" liefert nicht nur Fakten und trockene Informationen, sondern verknüpft auf eine lockere und anschauliche Art die Vergangenheit und Gegenwart. Es wird über die Götter und Architektur erzählt, angefangen von ärmlichen Unterkünften, über Bäder und Häuser der Huren bis hin zu prächtigen Villen. Mit viel Leichtigkeit begibt sich der Leser auf eine Reise durch die Stadt. Pompeji ist ein faszinierendes und zeitloses Thema. Außerdem bietet das Buch tiefe Einblicke in die Weltanschauung des Autors, sein Werdegang und seine Betrachtungsweise der historischen Fakten. Alles in allem ein unterhaltsames Sachbuch.
- Anja Lehmann
Blut der Ahnen
(15)Aktuelle Rezension von: Marie_KorthDas Buch spielt in Pompeji einige Zeit vor dem Ausbruch des Vesuv und zeigt das Leben des Sklaven und zukünftigen Gladiators Alexandros.
Am Anfang muss ich gestehen habe ich etwas gekämpft mit dem Buch, da es sehr ausführlich die Kämpfe und die Ausbildung der Gladiatoren beschreibt. Dies ist aber um die Geschichte zu verstehen durchaus wichtig, aber war für mich etwas langatmig.
Danach nimmt die Geschichte aber fahrt auf und wird sehr spannend, nicht allein nur durch die unerlaubte Liebe zwischen Alexandros und Laetitia, der Tochter seines Herrn. Auch durch die Ereignisse durch den Pakt mit der Druidin Silvana, den Alexos abschließt um sein Leben zu retten werden immer dramatischer und reißen einen wirklich mit.
Das Buch ist eine tolle Mischung aus Fantasy und Historienroman. Ich finde es toll, dass hier nicht nur die römische Kultur zum Leben erweckt wird, sondern auch die Kelten einen Platz finden. Zusammen mit den tollen und sehr präzisen Umgebungsbeschreibungen kann man sehr gut im Kopf in die Vergangenheit reisen.
Die Autorin hat einen tollen flüßigen Schreibstil und man merkt immer wieder wie Alexandros, aus dessen Sicht das Buch hauptsächlich geschrieben ist, erwachsen wird und sich seine Entscheidungen vernünftiger anfühlen, auch wenn es für ihn ein langer Weg ist und ich vermute auch bleiben wird, da dies der erste Teil einer Trilogie ist.
Besonders gut haben mir auch die kurzen Auszüge aus dem Tagebuch von Laetitia gefallen, die viele Reaktionen von ihr oder auf Dinge die Alexos gesagt hat haben klarer werden lassen und die Kapitel aufgebrochen haben.
Ich bin sehr gespannt wie es für ihn weiter geht.
- Catherine Mack
Amalfi Mortale. Kein Urlaub ohne Mord
(33)Aktuelle Rezension von: AnneMayaJannikaVor zehn Jahren hat Eleanor ihr erstes Buch geschrieben. Einen Krimi, der auf realen Tatsachen basierte, die ihr in Italien passiert sind.
Jetzt willigt sie ein, eine Jubiläumstour durch Italien zu machen, mit Fans und befreundeten Schriftstellern.
Da Eleanor seit dem ersten Band von ihrem „Hauptprotagonisten“ erpresst wird, überlegt sie verzweifelt, wie sie diesen nun im zehnten Teil der Krimireihe beseitigen kann, damit sie im wahren Leben auch mit ihm brechen kann. Doch dann eröffnet ihr dieser, dass jemand ihn ermorden will und er zwei Anschläge bereits überlebt hat. Eleanor wird klar: Diese Reise wird ein Desaster. Und dann stirbt jemand.»Gar nichts ist okay«, erwidert sie und lässt ihren Blick langsam durch die Runde gleiten. »Shek ist tot, und einer von uns hat es getan.« (Kapitel 21)
»Bringt er … ein Date zu einem Essen mit, bei dem seiner Meinung nach sein Mörder mit am Tisch sitzt?«, frage ich.
»Sieht ganz so aus.« (Kapitel 8)Der Krimi über einen Krimi über reale Ereignisse. Es geht bestimmt auch noch verschachtelter, ist hier aber extrem wichtig für den Plot.
Der Stil des Krimis (erster Teil einer Reihe) von Catherine Mack erinnert mich an Benjamin Stevensons „Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen“. Die Ich-Erzählerin Eleanor plaudert die ganze Geschichte hindurch mit dem Leser und lässt ihn an ihren Gedanken, Gefühlen, Sorgen und Ängsten teilnehmen. Umso witziger ist dann der Anhang zu Kapitel 22 mit dem Titel „Ich durchbreche die vierte Wand“. Das hat mich doch sehr zum Lachen gebracht, denn durch die exorbitant hohe Anzahl an Fußnoten (224 Stück) und ihr eben genanntes Geplauder wird die vierte Wand eigentlich permanent durchbrochen. Aber genau mit dieser Gestaltung des Romans muss man sich arrangieren, um Spaß an der Story zu haben. Ansonsten sind die Fußnoten echt nervig!
Die Geschichte selbst ist ein wenig verschlungen, so dass man als Leser aufpassen muss, um nicht den Faden zu verlieren.
Ob ich jetzt Eleanor oder einen anderen aus ihrer Clique besonders sympathisch finde, kann ich nicht sagen. Sie passen alle zueinander und haben eine gute Gruppendynamik, sodass aus allen Verdächtigen alle Ermittler werden und man am Ende die (stümperhafte, italienische) Polizei optimal unterstützt werden kann.
** Richtigstellung **
Im Roman meint Eleanor, dass sie schon früher die Anzeichen hätte sehen müssen, dass ihr Ex Geheimnisse hat, schließlich hätte er Signal als Messenger benutzt, anstatt eines amtlichen Servers.
Bei solchen Aussagen fühle ich mich ein wenig in meiner Ehre gekränkt, da bekannt sein sollte, dass Signal kein Werkzeug für „illegale Machenschaften“ ist, sondern der Goldstandard für Privatsphäre und Datenschutz.
Fazit: amüsanter Auftakt zur Krimireihe um Eleanor . Mögen auch die anderen Teile eine Übersetzung finden.
- Edward Bulwer-Lytton
Die Originale - CD / Die letzten Tage von Pompeji (Hörspiele von EUROPA)
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Philipp Vandenberg
Der Pompejaner
(22)Aktuelle Rezension von: Katrin_GrafDer ehemalige Sklave Lucius Cäcilius Aphrodisius aus Pompeii kommt durch sehr viel Glück zu Reichtum.Für meinen Geschmack ein wenig zu viel Glück.
Ansonsten aber eine recht interessante Geschichte rund um das antike Rom und die recht bewegte Zeit als nach Nero die Cäsaren ständig wechselten. - Michael Korth
Das Kopfkissenbuch der Liebe
(2)Aktuelle Rezension von: sommerlese"*Das Kopfkissenbuch der Liebe*" enthält eine bunte Sammlung von Liebesgedichten von Frauen und wurde im "*Hoffmann und Campe Verlag*" 2013 herausgegeben von "*Michael Korth*". "*Katja Maasböl*" sorgte für die Illustrationen.
Dieser Band versammelt Lyrik liebender Frauen aus dreieinhalb Jahrtausenden - von der Antike bis zur Gegenwart. Gedichte, u.a. von Sappho, Louise Labé, Gioconda Belli, Else Lasker-Schüler und Ono no Komachi wurden für Das Kopfkissenbuch der Liebe entdeckt und einfühlsam ediert. Diese aufwendig illustrierte Anthologie ist gegliedert nach den Emotionen, die die Liebe mit sich bringt: Sehnsucht und Hingabe, Verzweiflung, Eifersucht, Begierde und Erfüllung. Eine bemerkenswerte Sammlung für Poesieliebhaber.
In diesem Band sind eine Vielzahl von Dichterinnen vertreten, und es finden sich auch ein paar Volkslieder darunter.
Sie alle eint das älteste und zugleich zeitloseste Thema der Welt in eindrücklicher Weise, und zwar schreiben alle über die Liebe.
Die Zeitspanne ist enorm: der älteste Text stammt von Sulpicia, einer adeligen Nichte des Feldherrn Messala aus der 2. Hälfte des 1. Jahrhunderts vor Christus. Die jüngste Autorin ist Diane Mönch (geb. 1977) mit ihrem Gedicht "Neben dir".
Die Gedichte dieses weltumfassenden Themas stammen aus aller Welt: Afrika, Europa (Deutschland, Frankreich, England, Finnland, u.a.) Japan, China, Chile und Kurdistan sind vertreten.
Überrascht hat mich das Lied "Wenn ich ein Vöglein wär" von Johann Gottfried Herder aus dem jahr 1778. Deutsches Liedgut enthält also auch Liebestexte, die dank einer leichten Melodie zu Volksliedern wurden.
Daneben stellt das aus dem Shi-King stammende chinesische Lied "Für den Winter Süssigkeiten" die Eifersucht dar.
Selbst Königin Maria Stuart ist vertreten, sie erschuf im 16. Jahrhundert das Gedicht "Ach! In meinem jungen Frühling" und gibt darin ihre Sehnsucht nach ihrem Geliebten kund.
"Seelenallein" von Christine de Pisan klingt richtig modern und ist doch von ungefähr 1400. Erstaunlich ist auch, dass diese Dichterin damals schon mit ihrer Dichtkunst ihr Geld verdiente.
Gioconda Belli (geb. 1948 in Managua) hat ein schon fast erotisch zu nennendes Gedicht erdacht, es heißt: "In der schmerzhaften Einsamkeit des Sonntags".
Von ihren verletzten Gefühlen schreibt Louise Labé (1526-1566) in "Solange meine Augen Tränen geben".
Mich haben bei diesem Bildband besonders die wunderschönen Gemälde von Monet, Renoir, Sisley u.a. sehr erfreut. Die verschiedenen Bilder geben dem Buch einen stilvollen Rahmen und lassen die Gedichte noch intensiver wirken. Für die Bilder ist Katja Maasböl verantwortlich.
Ein wunderschönes Buch für Lyrik-Liebhaber, bei dem man Gedichtschätze aus aller Welt entdecken kann. Sie alle beschäftigen sich mit Liebe, aber auch mit verletzten Gefühlen, Sehnsucht und Eifersucht. Die Leidenschaft, die Leiden schafft!
- Frédéric<br>Cabesos, Violette Lenoir
Das Testament der Sünderin
(4)Aktuelle Rezension von: Nala73erin"
Die Archäologin Johanna macht sich Sorgen um ihre Tochter, die an einer rätselhaften Krankheit leidet: Sie wird in ihren Träumen aufgefordert, die Aufzeichnung Jesu letzter Worte zu finden – sonst muss sie sterben. Um sie zu retten, begibt sich Johanna auf die Suche. Doch eine mysteriöse Mordserie überschattet das Vorhaben, und es stellt sich heraus, dass auch diese in Verbindung mit der Schrift steht … - Elodie Harper
Das Haus mit der goldenen Tür
(14)Aktuelle Rezension von: SunnySue"Amara verbringt ihr Leben damit, sich zu verstellen, und ohne Dido, ohne jemanden, dem sie ganz und gar vertraut, befürchtet sie, dass sie vergessen könnte, was es bedeutet, sie selbst zu sein."
"Das Haus der mit der goldenen Tür" ist der zweite Band von Elodie Harpers Wolf Den Trilogie, der mir noch besser gefallen hat als Band 1. Diese historische Reihe entführt uns ins antiken Pompeji und schildert das Leben einer Kurtisane: Amara.
"Unsere Liebhaber verehren uns, weil sie von unserem Aussehen hingerissen sind; ist unser Aussehen verblasst, werden sie Gefallen an anderen finden; wenn wir in der Zwischenzeit nicht vorgesorgt haben, sind wir uns selbst überlassen." (Bacchis in Terenz' Stück Der Selbstquäler)
Amara weiß, dass sie noch nicht sicher ist. Wie schnell kann ihr Gönner ihrer überdrüssig werden? Wie schnell kann seine Zuneigung vergehen? Und was dann? Dann verliert sie alles, was sie bisher erreicht hat. Dann ... endet sie wieder in der Wolfshöhle ... als Felix' Sklavin. Amara würde alles für ihre Freiheit tun, auch wenn das bedeutet, dass sie genauso rücksichtslos sein muss wie er ...
! ACHTUNG evtl. SPOILER!
Harper konnte mich mit diesem zweiten Band wieder absolut in den Bann ihrer Geschichte ziehen. Einer Geschichte, die die Härte und Brutalität der Frauen zu jener Zeit schonungslos zeigt. Denn obwohl Amara nun eine sogenannte Freigelassene ist, gehört sie doch nicht sich selbst. Sie ist abhängig von ihrem Gönner und lebt in der ständigen Angst seine Gönnerschaft zu verlieren. Und was dann? Harper zeigt diese Ängste sehr deutlich, lässt aber auch die Wünsche ihrer Protagonistin lebhaft werden. Die Träume einer sicheren und wirklich freien Zukunft, für die Amara bereit ist alles zu tun - auch wenn ihr das den Hass geliebter Menschen einbringt.
Eine historische Reihe, die ich bisher absolut empfehlen kann. Sehr atmosphärisch und bildhaft. - Martina Naubert
Massimiliano Verliebt in Bella Italia: Humorvolle deutsch-italienische Liebeskomödie in Italien mit Kater, Geist und Hund (Das Vermächtnis des Penato 2)
(11)Aktuelle Rezension von: mabuerele„...Ich bin mit dem Zug gefahren! Und zwar mit mehreren lokalen Bummelverbindungen, die an jeder Milchkanne halten! Hast du eine Vorstellung davon, wie lange das gedauert hat?...“
Lisa sitzt mit ihrem Freund Marco in einem Restaurant in Neapel. Marco hat immer noch Probleme damit, in Massmiliano mehr als einen Kater zu sehen. Massimiliano kann sprechen und ist für Lisa und Marco in Anzug und Sonnenbrille sichtbar. In dem Körper des Katers steckt ein Jahrhunderte alter römischer Hausgeist.
Die Autorin hat erneut eine humorvolle deutsch-italienische Liebesgeschichte mit besonderen Facetten geschrieben. Die Geschichte wird von Lisa erzählt und schließt zeitnah an den Vorgängerband an. In dem hatte Massimiliano Lisa nach Neapel gerufen, man könnte auch sagen, befohlen.
Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen und passt sich gut der jeweiligen Situation an. Natürlich tritt Lisa wieder in manch italienisches Fettnäpfchen, denn sie hat immer noch nicht gelernt, erst zu denken und dann zu reden.
Massimiliano hat einen trockenen Humor. Das zeigt schon das Eingangszitat. Seine tausendjährigen Erfahrungen mit der Menschheit lassen ihn zu erstaunlichen Urteilen kommen, wie in dem folgenden Zitat deutlich wird, dass er nach der Betrachtung einer Fernsehsendung fällt.
„...Die Kommunikationsfähigkeit der Menschheit entwickelt sich rückwärts...“
Als Massimilano in den Ruinen von Pompeji seine alten Rezepttafeln findet, überschlagen sich die Ereignisse. Auch zwischen Lisa und Marco gibt es plötzlich Unstimmigkeiten. Massimiliano hat alle Pfoten voll zu tun, um die Geschichte nach seinen Vorstellungen in Ordnung zu bringen.
Gut dargelegt werden Fakten und Erkenntnisse zum Vulkanausbruch in der Stadt. Massimiliano war ja Augenzeuge. Deshalb streut er auch gern antike Zitat ein, zum Beispiel von Seneca.
„...Der Geist muss frisch sein, voll Selbstvertrauen und allen Anfechtungen überlegen...“
Erstaunlich finde ich die Unterschiede zwischen Deutschland und Italien. So wäre ich zum Beispiel davon ausgegangen, dass die Kleidergrößen in Europa einheitlich standardisiert sind.
Zu den stilistischen Höhepunkten gehören die Gespräche zwischen Massimiliano, Lisa und Marco. Dabei gibt es auch tiefer gehende Ansätze, die fast philosophisch klingen. Plötzlich landen sie sogar bei deutschen Märchen. .
Außerdem erklärt Massimiliano, warum er gerade den Körper als Kater gewählt hat und wie schwierig die Prozedur ist.
Interessant fand ich die Reaktion der Italiener auf eine hauchdünne Schneeschicht.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es verknüpft geschickt eine Liebesgeschichte der Gegenwart mit kulturellen Unterschieden und historischen Fakten.
- Melanie Metzenthin
Das Zeichen der Isis
(2)Aktuelle Rezension von: Chrigihttps://chrigisleuchtturm.blog/2022/09/23/durch-sand-und-meer-mit-gottlicher-reise
- Astrida Wallat
Dolce Vesuvio. Ein Italien-Roman.
(43)Aktuelle Rezension von: Kat.JaCarlotta, genannt Lollo, ist Archäologiestudentin aus Leidenschaft. Von ihrem Professor unterstützt, bekommt sie die Möglichkeit an einer Ausgrabung in Pompeji mitzuarbeiten! Einziger Wermutstropfen ist: Auch der überhebliche Alessandro soll mit nach Kampanien reisen!
Am Fuß des Vesuv ist Lollo dann in einer komplett neuen Welt angekommen. Die Arbeit und auch das Leben in Bella Italia entwickeln sich ganz anders als erwartet.
Lollo hofft auf eine große Entdeckung, findet neue Freunde und vielleicht die große Liebe...
Wie der Titel ja schon vermuten lässt, spielt diese heitere Liebesgeschichte im Raum Neapel und rund um den Vesuv.
Die Hauptprotagonistin Lollo ist eine unglaublich sympathische, aber auch leicht verpeilte junge Frau. Ihre offene und lockere Art lässt sie schnell Freunde finden - sie nach und durch Pompeji zu begleiten, macht unglaublichen Spaß!
Das es zu einem literarischen Happy-End zwischen ihr und Alessandro kommen wird ist von Beginn an klar - aber der Weg dahin ist unglaublich lustig beschrieben! Die Dialoge der beiden, der verbale Schlagabtausch, erinnern an klassische Screwball-Komödien!
Mir haben die Beschreibung von Pompeji und auch die kurzen historischen Erklärungen dazu richtig gut gefallen. Sie waren sehr bildhaft und realistisch!
Da ich die berühmte verschüttete Stadt schon einmal besucht hatte, habe ich mich direkt dorthin zurückversetzt gefühlt!
Auch war für mich die ganze Atmosphäre, vermittelt u.a. durch die "Familia", typisch italienisch dargestellt und haben Reiselust geweckt!
Der Schreibstil der Autorin ist, wie die komplette Handlung, locker-leicht und macht die Geschichte zu einer wunderbaren Sommerlektüre.
Ich hatte jedenfalls während und nach dem Lesen Lust auf Pasta, Wein und Urlaub in Italien!
- Elodie Harper
Der Tempel der Fortuna
(11)Aktuelle Rezension von: SunnySueMit "Der Tempel der Fortuna" schließt Elodie Harper ihre historische Wolf Den Trilogie ab, die sich mit den Huren Pompejis befasst. Die ihre Nöte und Sorgen und ihren Kampf ums Überleben und die Freiheit in den Fokus rückt. (Übersetzt aus dem Englischen von Inga ter Pres.)
"Und wenn du tot bist, bist du nichts."
Amara hat es aus Pompeji geschafft: Sie ist dank ihres Gönners eine der mächtigsten Kurtisanen Roms. Sie ist frei, sie ist reich und sie hat Einfluss. Doch die Entfernung zu ihrer kleinen Tochter und Philos, die sie in Pompeji zurücklassen musste, schmerzt. Und als sie die beiden im Herbst 79 besucht, um ihnen und ihren Freundinnen von der großen Veränderung in ihrem Leben zu erzählen, geschieht das Unfassbare: Erdbeben erschüttern die Region und plötzlich regnet es Asche vom Himmel ...
Das Elodie Harper schreiben kann, hat sie uns in den vorangegangenen Bänden bereits bewiesen. So schafft sie es auch im letzten Band Pompeji lebendig werden zu lassen. Sehr authentisch beschreibt sie das Leben zu jener Zeit und vor allem auch den Horror und die Angst, den der Ausbruch des Vesuvs mit sich bringt.
Mir hat auch dieser dritte Band wieder gut gefallen, obwohl ich hier ein wenig das Spiel mit den Intrigen und den Bedrohungen vermisst habe, die in den ersten beiden Büchern eine große Rolle spielten. Letztlich hat mir der Abschluss aber gut gefallen, er war wirklich versöhnlich. Vor allem die Art und Weise, wie Amara sich letztendlich von ihrem größten Feind, ihrer größten Bedrohung, befreit hat, war sehr befriedigend für mich.
Wer gerne historische Romane liest und sich gerne mal in die Antike entführen lässt, sollte vielleicht mal einen Blick darauf werfen. - 8
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