Bücher mit dem Tag "pop"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "pop" gekennzeichnet haben.

183 Bücher

  1. Cover des Buches Wenn Donner und Licht sich berühren (ISBN: 9783736308305)
    Brittainy C. Cherry

    Wenn Donner und Licht sich berühren

     (720)
    Aktuelle Rezension von: buntetraeumerin

    Jasmin und Elliot.
    Jazz und Eli.

    »Du bist die Musik in einer stummen Welt, und mein Herz schlägt, weil du da bist.«

    Diese Geschichte hat mich zum weinen, lachen, grübeln und hinterfragen gebracht. Das Buch war mein erstes von Brittany C. Cherry und ich verstehe den Hype vollkommen. Sie zaubert mit Wörtern und bewegt dadurch Herzen. Die Geschichten sind so wunderschön ehrlich, dass sie einen zwar aus der Realität rausholen, aber das nur um einen in eine andere zu befödern.

    Jazz ist ein toller Charakter und sie hat mir so leid getan, wegen ihrer Mutter. Wie kann man als Mutter bitte so herzlos sein?
    Sie ist fürsorglich, gerecht, nett, liebevoll und gehört zu meinen absoluten Lieblingscharakteren.

    Wie sie auf den ersten 150 Seiten Eli verteidigt hat, hat mich so sehr berührt. Dieses ganze Buch hat mich so sehr gerührt.

    Eli war gebrochen, nett und gezeichnet vom Leben mit 16, wie andere es mit 99 sind. Ich habe selten so viel um und mit einem Charakter geweint. Er musste so viel verlieren und verstehen, bis er leben konnte. Jazz hat ihn jedes Mal zurück ins Leben gebracht und ihm gezeigt, wie schön die Musik sein kann.

    Ich hätte niemals damit gerechnet, dass Musik so tiefgründig sein kann und Menschen auf diese Art und Weise verbinden kann.
    Der erste Abschnitt war noch schöner als der Zweite. Er hat mich mehr berührt.

    Die Nebencharaktere waren auch allesamt einfach toll. Besonders Katie konnte mein Herz erobern, aber auch brechen..

    Ich werde definitiv noch weitere Bücher der Autorin lesen und hoffentlich genauso über diese schwärmen können.

  2. Cover des Buches Rock my Body (ISBN: 9783734103551)
    Jamie Shaw

    Rock my Body

     (519)
    Aktuelle Rezension von: Chrisi3006

    Dee und Joel wissen beide was sie wollen und wie sie es erreichen. Sie sind starke und sympathische Persönlichkeiten. Was zu Beginn als Spiel beginnt, wird nach einem traumatischen Erlebnis für Dee, bald Ernst. Doch Dee will sich lange nicht eingestehen, was sie für Joel empfindet, was für mich als Leser oft zu Kopfschütteln führte. Durch einige Schicksalsschläge in der Kindheit, haben Beide ihre eigene Definition von Liebe, was die ganze Story so besonders macht. Es ist ein Wiedersehen mit alten Bekannten und ein Kennenlernen von Neuen.

  3. Cover des Buches High Fidelity (ISBN: 9783426612705)
    Nick Hornby

    High Fidelity

     (651)
    Aktuelle Rezension von: letusreadsomebooks

    Rob ist Mitte dreißig, Besitzer eines Plattenladens, der mehr schlecht als recht läuft, und seine Freundin Laura hat ihm gerade den Laufpass gegeben. Während Rob versucht damit zurechtzukommen, sortiert er seine immense Schallplattensammlung neu und erstellt eine Liste mit den Top 5 der erinnerungswürdigsten Trennungen. Laura ist natürlich nicht dabei, denn so wichtig war sie ihm gar nicht. Denkt er, bis er bemerkt, dass er damit eventuell doch nicht so richtig liegt.

    Wer Nick Hornbys Romane kennt und mag, weiß, worauf er sich mit High Fidelity einlässt. Der Schreibstil ist locker und leicht zugänglich, das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite humorvoll, selbst wenn die Situation für Rob gerade nicht so rosig ausschaut. Der Humor ist definitiv eher britisch, nicht zum Schreien komisch, aber zum Schmunzeln und mit ganz viel wunderbar platzierter Ironie. Handlungstechnisch geschieht nicht übermäßig viel. Es ist vielmehr ein Buch über Gefühle, Erinnerungen und natürlich Musik. Wem Benjamin von Stuckrad-Barres Soloalbum gefiel, kann mit High Fidelity quasi nichts falsch machen.

    Rob ist einer der wenigen Hauptcharaktere/Erzähler in der Literatur, die man gleichzeitig hasst und liebt. Meistens freunde ich mich mit den Protagonisten an, im schlimmsten Fall sind sie mir egal. Rob hat mich allerdings mit sehr ambivalenten Gefühlen zurückgelassen. Ich mochte seine Ironie, besonders seine Selbstironie und die Tatsache, dass er immer selbst genau weiß, dass er ganz schön viel vergeigt hat. Dank seines Humors sammelt er viele Sympathiepunkte und das ist gut so, denn eigentlich ist er ein ziemliches Arschloch (das kann man wirklich nicht anders sagen). Dieses Arschloch-sein ist aber gar keine böse Absicht. Rob repräsentiert die damalige Lad Culture der 1990er in Großbritannien – junge Männer zwischen Mitte zwanzig und Mitte dreißig, die ein wenig sexistisch waren und deren größte Angst es war, durch eine Beziehung, Hochzeit oder gar Kinder ihrer Freiheit beraubt zu werden. Das ist vielleicht gar nicht so veraltet, wie man zuerst denkt – die sogenannte Generation Y ist heutzutage ja ähnlich bindungsunwillig. Neben Rob sind vor allem seine zwei Mitarbeiter im Shop – Dick und Barry – besonders gut gelungen: Zwei total unterschiedliche und auf ihre eigene Art verrückte Quälgeister, die Rob das Leben noch schwerer machen, als es ohnehin schon ist.


    Nick Hornbys High Fidelity ist mittlerweile ein moderner Klassiker der Pop-Literatur. Mit viel Humor und Ironie erzählt er von Robs verbocktem Liebesleben und dessen größten Leidenschaft – der Musik. Ein schöner und unterhaltsamer Roman, den man trotz fehlender Spannung und Action schnell verschlingen kann.

  4. Cover des Buches Das Lied der Träumerin (ISBN: 9783596188253)
    Tanya Stewner

    Das Lied der Träumerin

     (182)
    Aktuelle Rezension von: Fina
    Cover:
    Schon das Cover bei diesem Buch wirkt sehr verträumt und passt mit den Kopfhörern und den verschnörkelten Buchstaben des Titels sehr gut zur Geschichte, die von der Musik lebt. Auch das helle Blau ist für mich genau das Richtige, um Träumerei auszudrücken und ich finde die Aufmachung insgesamt sehr gelungen und wunderschön anzuschauen!
    Außerdem sein erwähnt, dass jedem Kapitelanfang ein Zitat aus Lieder oder von Musikern oder Dichtern beisteht, das wunderbar zum jeweiligen Abschnitt passt und das ganze Buch noch spezieller macht und aufwertet.

    Schreibstil:
    Ich begann das Buch zu lesen und wurde von vollkommen von der Geschichte eingesogen. Tanya Stewner schreibt federleicht, greift aber dennoch viele tiefgründige und philosophische Gedanken auf, die das Leben so aufwerfen kann. Dabei liest es sich trotzdem genauso flüssig und spannend, wie es bei einem Jugendbuch sein sollte, hat aber die passende Priese Ernsthaftigkeit und Tiefsinn dabei. Eine wirklich tolle Mischung, die es viel öfter im Jugendgenre geben sollte.

    Thema/ Inhalt:
    Der Tod ihres Vaters ist für Jana nicht nur ein Grund, um zu trauern, sondern um richtig zu leben. Kurzerhand schmeißt sie die Schule und zieht mit etwas Geld und ohne das Einverständnis ihrer Mutter nach London- die Stadt der Träumer. Hier spielte auch einst ihr Vater mit größter Leidenschaft Musik und arbeitete ein seinem Traum einer erfolgreichen Musikerkarriere. Aber wieso hat ihr Vater seinen Traum damals aufgegeben und zog mit ihrer rationalen, langweiligen Mutter nach Deutschland? Dieser Frage geht Jana, die nun als Angelia bekannt werden will, nach versucht dabei ihre Träume zu leben...

    Idee/ Umsetzung:
    Tanya Stewner hat ein wunderschönes Thema für ihr Buch gewählt. Wer denkt nicht gerne über tiefste Herzenswünsche und Träume vom Unmöglichen nach? Genau dafür bietet das Buch viel Raum und es ist eine Freude, Angelia nach London zu begleiten. Nicht nur auf viele inspirierende und besondere Menschen stößt sie dort, sie gräbt auch in der Vergangenheit und muss sich zusätzlich noch finanziell über Wasser halten. Dabei ist Angelias ständiger Begleiter nach wie vor die Musik, nach der sie ihr ganzes Leben ausrichtet und die für sie viel mehr ist als nur Gesang und das Spielen von Instrumenten- sie fühlt die Musik. Die ganze Geschichte beinhaltet sowohl die knallharte Realität, so auch den Tod, als auch viele träumerische Gedanken und Handlungen. Diese Mischung ist wirklich einzigartig und ich höre nach diesem Buch Musik nicht nur mit anderen Ohren, ich habe auch einen etwas veränderten Blickwinkel auf das Leben. Und wenn Bücher so etwas schaffen, ist das doch wirklich großartig, oder?

    Charaktere:
    Das Buch strotzt nicht nur vor Ideen und Denkanstößen, sondern hat auch spannende, lebhafte Charaktere, die in allen möglichen Farben zu leuchten scheinen. Josh ist ein so toller Kumpel, den ich mir auch wünsche und Jeremy ist einfach viel zu besonders, als dass man ihn in ein paar Sätzen abhandeln könnte. Alle Figuren sind facettenreich, haben ihren eigenen Kopf und ihre eigene Sicht auf das Leben. Liebe, Tod, Gedichte und Freundschaft in diesem Buch bleibt kein Thema zum Nachdenken aus und die Geschichte lebt von den Charakteren und diese bringen auch, mit dem was sie tun und sagen, die wunderbarsten und grausamsten Erkenntnisse des Lebens schonungslos zu Tage.

    Ende:
    Wo der Weg eines Träumers langführt, bleibt immer offen und lässt sich nicht vorschreiben. Denn jemand, der träumt, geht den Weg, welcher ungenutzter erscheint.
    Ich habe beinahe weinen müssen bei Angelias Ende der Geschichte und hoffe, dass ihr der Geschichte eine Chance gibt und für einige Stunden auch zum Träumer werdet!

    Fazit:
    Angelia goes London, und wir mit ihr! Wenn ihr zu diesem Jugendbuch der besonderen Art greift erwartet euch Spannung, Überraschung, viel Material zum Nachdenken, verrückte und ausgefallene Charaktere zum Anfassen und ganz viel Träumerei.
    Ich wünsche euch einen schönen Aufenthalt in London und musikalische Stunden im Land der Träumer!
  5. Cover des Buches Die Toten Hosen (ISBN: 9783498073794)
    Philipp Oehmke

    Die Toten Hosen

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Steffi85

    Ich brauchte ein bisschen, um in das Buch reinzufinden, danach hat mir das Buch aber super gefallen.
    mich hab vieles erfahren, was ich noch nicht wusste - gerade auch wie DTH sich Stück für Stück verändert hat, wie die ersten Konzerte waren, wo sie überall gespielt haben…und auch welche Bedeutung manche Lieder haben, fand ich interessant zu lesen.

    Auf jeden Fall werde ich auch das Buch „Hope Street“ lesen. Ich finde es spannend was über die Vergangenheit der Bandmitglieder zu erfahren.


  6. Cover des Buches Das Hotel New Hampshire (ISBN: 9783937793092)
    John Irving

    Das Hotel New Hampshire

     (722)
    Aktuelle Rezension von: PeWe

    "Das Hotel New Hampshire" (1981) ist ein Roman von John Irving, der die skurrile und schräge Geschichte einer US-amerikanischen Familie im gesellschaftlichen und politischen Umfeld der 1940er bis 1960er Jahre erzählt.

    Zum Inhalt:
    Der Ich-Erzähler, John Berry, der mittlere von fünf Geschwistern, erzählt die Geschichte seiner Familie aus seiner Sicht. Die Familie macht einige schlimme Erfahrungen, erlebt Unglück und Tragödien, aber auch viel Liebe, Glück und Zusammenhalt. Es ist eine Geschichte des Wachsens, des Erwachsenwerdens und des Über-sich-Hinauswachsens. Und auch die Geschichte derer, die dabei verloren gehen.
    Dabei müssen sie sich nicht nur mit den eigenen sondern auch mit politischen und gesellschaftlichen Spannungsfeldern auseinandersetzen.
    Und bei all dem spielen eigensinnige Bären, Klasse-Hotels und Freud eine herausragende Rolle.

    Persönliche Einschätzung:
    Der Schreibstil ist insgesamt flüssig und gut lesbar mit teils ausgefeilten Formulierungen, aber gerade in der ersten Hälfte des Romans durchzogen von einer Masse an vulgären Begriffen und Schimpfwörtern sowie abgehackten Dialogen.
    Der Einstieg ist etwas schwierig, da die ersten Seiten überladen sind von Informationen zu den verschiedenen Personen und der Familiengeschichte. Später folgen einige langatmige Passagen ohne richtiges Geschehen. In der zweiten Hälfte des Romans ändert sich das völlig bis hin zu einem großartigen Schluss.
    Anfangs ist das schwer einzuordnen, später wird klar, dass sich Schreibstil und Dynamik der Geschichte mit den Personen mitentwickeln. Die stilistischen und inhaltlichen Extreme machen den Wachstumsprozess umso deutlicher.
    John Irving hat einen ganz eigenen, ausgefallenen Stil.

    Nachdem ich das Buch zu Beginn ganz in Ordnung fand, dann zur Mitte hin aufgeben wollte, gefiel es mir in der zweiten Hälfte von Seite zu Seite immer besser – ganz so wie sich eben alles in diesem Buch entwickelt.

    Fazit: Ein gutes Buch, lesenswert, aber stellenweise etwas zu vulgär und langatmig. (3,5 von 5 Sternen)

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    (1) Zitat aus dem Buch

  7. Cover des Buches Becks letzter Sommer (ISBN: 9783257609271)
    Benedict Wells

    Becks letzter Sommer

     (394)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

    Benedict Wells kann einfach keine schlechten Bücher schreiben.
    Für mich kommt es nicht ganz an "Vom Ende der Einsamkeit" oder "Fast genial" heran, aber trotzdem 4,5 Sterne.
    Lieblingszitat: "Lachen und lieben - das sind eigentlich die besten Formen der Verdrängung!"

  8. Cover des Buches Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart (ISBN: 9783596175338)
    Sarah Kuttner

    Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Julita_Turek

    Der zweite Teil der Kolumnen aus der Süddeutschen Zeitung und dem Musikexpress macht ebenso viel Freude wie der erste Teil. Die aufgedrehte Frau Kuttner sorgt mit Ihren witzigen Kolumnen für gute Laune und bringt die Leser zum Lachen. Das Buch beinhaltet auch passend zu jedem besprochenen Themenabschnitt verschiedene Illustrationen aus kreativ zusammengebastelten Zeitungsschnipsel. Je nachdem wie viele Schnipsel auf einer Veranschaulichung zu sehen sind, kann man jedes Mal was Neues im Bild entdecken, was dem Leser ordentlich Interpretationsmaterial bietet. Sarah Kuttner nimmt kein Blatt vor den Mund und wer ihre ironische Art genauso wie ich mag, dem kann ich die Kolumnen sehr für zwischendurch empfehlen.

  9. Cover des Buches Populärmusik aus Vittula (ISBN: 9783442738915)
    Mikael Niemi

    Populärmusik aus Vittula

     (222)
    Aktuelle Rezension von: Katfryy


     

    Es ist ja nicht immer leicht, ins Erzählen zu kommen. Manchmal muss man sich vorher ein bisschen warm machen. Mikael Niemis Erzähler lockert seine Zunge so: Auf dem Gipfel eine Himalaya-Fünftausenders küsst er eine tibetanische Gebetsplatte, Lippen und Zunge frieren am Metall fest, er pinkelt in seinen Trinkbecher, schüttet das warme Zeug über den Mund und sagt: „Ich habe mich freigepisst.“ Was für ein herrlicher Auftakt! Es ist schon fast zwanzig Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe, aber es ist immer noch total präsent. Mit Büchern ist es wie mit Menschen. Manche Begegnungen vergisst Du schon nach ein paar Tagen wieder, an andere erinnerst Du Dich ein Leben lang. Aber warum bloß? Eigentlich ist fast alles in dem Roman fremd und weit weg: Ein winziges Kaff im nördlichsten Norden Schwedens, direkt an der Grenze zu Finnland, zwei Jungs, Sechzigerjahre. Hier erleben wir ihn in voller Gestalt: Den Arsch der Welt. Es gibt kaum Radio, kein Fernsehen, das nächste Dorf ist weit entfernt und im Winter geht sowieso gar nichts. Die Menschen dort schließen Wetten darauf ab, wer´s am längsten besoffen in der Dampfsauna aushält. In dieser öden Umgebung haben Matti und sein Freund Niila ein Erweckungserlebnis. Sie hören eine Schallplatte von den Beatles, eine Single. Und das beschreibt Matti so: 

     

    „Ein Pulverfass explodierte und sprengte das Zimmer. Der Sauerstoff ging zur Neige, wir wurden gegen die Wand gepresst, während sich die Kammer in rasender Fahrt drehte. Wir klebten wie die Briefmarken fest, das Blut wurde uns ins Herz gepresst, sammelte sich in einem darmroten Klumpen, bevor alles kehrt machte in die andere Richtung sprang, bis in die Finger und Zehenspitzen, rote Speerspuren von Blut im ganzen Körper, bis wir wie die Fische nach Luft schnappten. Nach einer Ewigkeit hielt der Wirbel an. Die Luft sauste durch das Schlüsselloch wieder davon, und wir fielen als kleine, feuchte Häufchen auf den Boden. Rock ´n´roll music. Beatles.“

     

    Danach sind sie infiziert – (upps, sorry für das böse Wort in Zeiten der Pandemie). Matti und Niila wollen Musik machen. Erstmal üben sie in der Garage. Allerdings ohne Instrumente. Die Erfindung der Luftgitarre wäre auch ein guter Titel. Diese Szene mit der Beatles-Platte ist nur eine von so vielen unglaublich lebensvollen, intensiven Momenten. Wer kennt das nicht: Von Musik mit voller Wucht gegen die Wand geschleudert zu werden. Mir ging´s mit Smells like teen spirit so. Wer Etiketten mag, würde auf den Roman wohl Coming-of-age kleben. Ja, es geht auch um erste Liebe, ums Aufwachsen in psychopathischen Scheißfamilien und Ablösung vom Elternhaus. Die beste Metapher für die Pubertät habe ich in diesem Buch gefunden, es gibt da eine überraschend surreale Stelle: Ein Junge, (ich weiß nicht mehr genau, ob das Matti sein soll), klettert als Kind in eine Art Eisenofen hinein, verbringt dort Jahre und kommt dann als Erwachsener wieder heraus. Wer öfter mit Pubertierenden zu tun hat, der kann also erleichtert sein. Stellt Euch einfach vor, die sind eigentlich gar nicht hier. Die befinden sich ein einem abgeschlossenen Eisenofen. Und dann irgendwann. Ganz plötzlich. Da kommen sie heraus. Vernünftig, geläutert, alle Schrauben festgezogen, alle Tassen wieder im Schrank. Aber der Roman ist viel mehr als Comming-of-age. Es geht auch um diese fantastische Landschaft, das Einfrieren und das Abtauen. Sehr, sehr poetisch. Guckt nicht den Film! Lest das Buch! Bitte!

  10. Cover des Buches Fleisch ist mein Gemüse (ISBN: 9783939716617)
    Heinz Strunk

    Fleisch ist mein Gemüse

     (432)
    Aktuelle Rezension von: deidree

    Laut den vorliegenden Rezensionen habe ich mir dieses Buch schenken lassen, weil ich es mir interessant und witzig vorstellte.

    Leider war es für mich nur zäh und langweilig. Es passiert ganz selten, dass ich ein Buch abbreche. „Fleisch ist mein Gemüse“ hier ist allerdings so eines. Ab der Hälfte habe ich seitenweise weiter geblättert, etwas gelesen, und wieder viele Seiten übersprungen. Die letzten paar Seiten habe ich wieder gelesen und nicht das Gefühl gehabt, dass mir etwas entgangen ist.

    Grundsätzlich erzählt der Autor ständig das Gleiche. Und das nicht einmal überzeugend witzig. Von einem Tanzabend zum nächsten, Alkohol, Glückspiel, keine Frauen, Gesicht mit Pickel, Mutter der es gesundheitlich immer schlechter geht, bis sie am Ende stirbt, Tagesablauf zum Kaputtmachen. Tja, das war es dann auch schon. 

    Wird das ganze Buch dafür verwendet zu beschreiben wie es bei dieser einen Tanzkapelle ablief, so war das Ende im Schnellverfahren erzählt. Innerhalb einiger Seiten trennt er sich von der Gruppe, Mutter stirbt, er zieht um und aus. 

    Dazu passt noch nicht einmal das Cover. Schade, für mich enttäuschend.

                                                                                                   

  11. Cover des Buches Mayas Tagebuch (ISBN: 9783518467039)
    Isabel Allende

    Mayas Tagebuch

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Mermaid

    Diesem wundervollen Roman von Isabel Allende fehlte es an nichts. Spannung, Liebe, Famile, Drama...Der Roman hatte alles. Von der ersten bis zur letzten Seite hielt die Spannung aufrecht. Das war mein erster Roman der Autorin und auch das erste mal bin ich in Berührung mit Chile gekommen. Dunkle Kapitel der chilenischen Politik haben mich als Leserin aufgewühlt. Das wird sicherlich nicht meik letzter Roman von Isabel Allende sein. Die Charaktere waren so ausführlich beschrieben, so dass man sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen konnte. Diese Frau kann schreiben. Einfach nur wow! 

  12. Cover des Buches Faserland (ISBN: 9783462301465)
    Christian Kracht

    Faserland

     (365)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Das Buch fühlt sich so an, als hätte es ein Kleinkind geschrieben. "Ich mag die eine Frau sehr", "Ich mag das nicht", "mein Arsch ist klebrig" und natürlich wird in jedem Kapitel gekackt, gepisst und gefurzt. Der übermäßige Brauch von dem Wort "dass" macht auch eindeutig klar, dass der Autor die Schönheit der deutschen Sprache nicht zu würdigen weiß.

    Die Handlung beschränkt sich auf Saufen und Rauchen, irgendwo kommt auch ein bisschen Sex und natürlich sind da auch Drogen dabei. Was wäre schon ein nihilistisches Buch ohne Drogen? Die Figur selbst ist reich und oberflächlich, eine Zutat, die man in so vielen Drecksbüchern schon gelesen hat, dass das einem aus dem Hals hängt. Warum dürfen sich die Reichen alles erlauben und werden dafür geliebt, während die Arme für jede Handlung gehasst werden?

    Ich will nichts in ein Buch interpretieren. Ich will nicht den tieferen Sinn darin suchen, sondern ich lasse mich immer vom Autoren leiten, von einem Satz zum nächsten und das hier fühlte sich schon wie eine Beleidigung an. Ich habe mich zu tote gelangweilt. Soll der Protagonist seine geliebte Jacke sonst wohin stecken. Seit American Psycho können mich solche Bücher nicht schockieren.

  13. Cover des Buches Soloalbum Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783462052596)
    Benjamin v. Stuckrad-Barre

    Soloalbum Jubiläumsausgabe

     (398)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Die ganze Buchbesprechung gibt's hier:

    https://www.podbean.com/media/share/pb-9cve6-f5fed8

    Vorsicht, Spoiler.

  14. Cover des Buches Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens (ISBN: 9783596171088)
    Sarah Kuttner

    Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens

     (212)
    Aktuelle Rezension von: Julita_Turek
    Das Buch besteht aus einer Sammlung von Kolumnen im ersten Teil aus der Süddeutschen Zeitung und im zweiten Teil aus dem Musikexpress. Für alle Sarah Kuttner Fans ist das Buch auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Denn in den Zeilen ihrer Kolumnen erlebt man 100 % die Frau Kuttner wie man sie auch aus dem Fernsehen kennt -schlagfertig und spontan. Auch nach Jahren hat es mir große Freude gemacht, die Kolumnen noch einmal zu lesen und mich an die Zeit der früheren 2000er zu erinnern. Das großartige an den Texten sind die amüsante Ironie gemischt mit einer ordentlichen Portion an bildhafter sprachlicher Darstellung verschiedener Beispielsituationen und die Vergleiche aus dem Alltag als Antworten auf die gestellten Fragen zu ihrer u. a. politischen Meinung, ihrer Lieblingsmusik oder ihrem Lieblingsessen. Mit ihrer Sprache übertreibt sie insofern, dass sie alles ihr Unangenehme im Leben „unter schwere Sanktionen stellt“. Ihre Antworten müssen nicht wirklich auf die Fragen eingehen und sind sehr originell; „Angela Merkel und die CDU?“ –Antwort: „kein guter Bandname.“ Laut Duden kann das Wasser, der Strom oder die Sonne das Licht durchfluten, aber dass „das Album von Adam Green Kuttners Auto akustisch durchfluten kann“, ist so in dem sprachlichen Kompositum neu.
    Die Redewendungen werden dem Kontext gezielt und spielerisch angepasst und umgewandelt, oder sie werden mit einer Doppeldeutigkeit versehen, wie etwa, dass ein Sopransaxophonist sein Sopransaxofon an den Nagel gehängt hat, weiß aber nicht mehr an welchen, oder auf die Frage nach perfekten Ferien wird erwidert: Aufregung am Strand ist genau meine Tasse Urlaub. Hier wurde die Redewendung „meine Tasse Tee“ in meine Tasse Urlaub dem Kontext angepasst. Es werden zwei idiomatische Phrasen zu einer verschmolzen; „Es plagt mich dieser Tage vor allem ein Problem: >>der „Echo“<<, dieses buckelige deutsche Gegenstück zum amerikanischen Grammy, wirft seine Schatten mal wieder unter die Augen.“ Neue Wendung aus: die Schatten vorauswerfen, sich ankündigen‘ und jemanden unter die Augen kommen, sich bei jemandem sehen lassen‘. Die Autorin zeigt bildlich, dass der „Echo“ kurz bevorsteht und dass sie dieser Veranstaltung negativ gegenübersteht. Auch ihr kreativer Humor fasziniert mich sehr: z. B. als Antwort auf die Frage, ob die Türkei der EU beitreten darf – sagt sie: „keine Ahnung, welche Kriterien hier angelegt werden, wahrscheinlich rechnet man Bruttoinlandsprodukt plus Länderspieltore geteilt durch Sehenswürdigkeiten minus Minderheitendrangsalierung.“ In den ganzen Meinungsbeiträgen findet man viele durch Sarah Kuttner neu erfundene Wörter, die es eigentlich nie gegeben hat, und die vielleicht irgendwann auch durch den Duden offiziell anerkannt werden. Für mich einfach nur genial und sehr empfehlenswert als Unterhaltung zum Durchlesen, aber auch zum Raussuchen und Markieren von besten Zitaten für zwischendurch.  
  15. Cover des Buches Die Ärzte. Ein überdimensionales Meerschwein frisst die Erde auf (ISBN: 9783896023698)
    Markus Karg

    Die Ärzte. Ein überdimensionales Meerschwein frisst die Erde auf

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Kleene20
    Ein absolutes muss für jeden Fan. Ein solch gigantisches Buch muss man erstmal lesen.
  16. Cover des Buches 31 Songs (ISBN: 9783462033854)
    Nick Hornby

    31 Songs

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia
    In „31 Songs“ sind kurze Texte über 31 verschiedene Lieder zu finden. (Einige Texte behandeln mehrere Lieder, daher sind es streng genommen etwas weniger als 31 Texte). Die Songs sind recht unterschiedlich, es sind gefällige Popstücke dabei, aber auch experimentellere Lieder. Die meisten Songs waren mir vorher nicht bekannt, aber nach dem anhören muss ich sagen, dass sie mir fast alle gefallen habe. Letztendlich steht aber nicht Hornbys Musikgeschmack im Vordergrund, sondern das, was er zu diesen Liedern zu sagen hat und was er mit diesen Liedern verbindet. Dazu gibt es Anekdoten, die den Texten die richtige Würze verleihen, sowie Hintergründe, warum er diese Songs schätzt.

    Auch über den privaten Musikhörer Nick Hornby erfährt man so einiges: besonders berührt hat mich die Geschichte zu seinem autistischen Sohn Danny, der nochmal einen ganz besonderen Bezug zur Musik hat. Durch solche Geschichten merkt man richtig, was Musik alles leisten kann. Am Ende ist dieses Buch einfach eine Liebeserklärung an die Musik, interessant für jeden, der die Musik ebenso liebt wie Hornby. Es geht hier auch keinesfalls darum, irgendeine Musikrichtung über die andere zu erheben, sondern Musik generell als das anzuerkennen, was es ist: Kunst. Ich für meinen Teil konnte das Buch richtig genießen, während ich mir die Songs zu den Texten angehört habe. Durch die Kombination von Hör- und Leseerlebnis wurde das Buch lohnenswert. Auch, wenn ich seine Romane bevorzuge, war die Lektüre dieses Buches dennoch eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

    Fazit: Für Musikliebhaber, für alle anderen wahrscheinlich weniger interessant.

  17. Cover des Buches Lady Bitch Ray über Madonna (ISBN: 9783462053555)
    Lady Bitch Ray

    Lady Bitch Ray über Madonna

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Dies ist keine Madonna-Biografie, sondern eine queerfeministische, wütende Abhandlung über die Ausbeutung weiblicher und queerer Künstler'innen in der von weißen cis-Männern dominierten Musikindustrie. Lady Bitch Ray erzählt, wie sie von Madonna beeinflusst wurde und welche Gemeinsamkeiten sie haben. Sie übt aber auch Kritik z.B. an der kulturellen Aneignung und der Ausbeutung z.B. der Tänzer. Ich fand das Buch sehr erfrischend, gerade weil es nicht so gefällig geschrieben ist.

  18. Cover des Buches Lost in Music (ISBN: 9783453401310)
    Giles Smith

    Lost in Music

     (30)
    Aktuelle Rezension von: thursdaynext

    Giles Smith, ein 1962 geborener Brite ist wirklich verloren. Seit frühester Jugend. Ein Opfer der Popmusik. Ein Schicksal als ewiger Berufsjugendlicher ist bedrohlich erkennbar. Aber auch ein aufmerksamer Beobachter der Auswüchse dieser Sucht auf ihn und andere.

    Er schreibt so herrlich ehrlich, dass man sich selbst, oder Bekannte in etlichen seiner Begebenheiten wiedererkennt.

    „... Das ist wohl einer der Nachteile, wenn man aus er Mittelklasse kommt. All deine Gesten der Ablehnung und des Widerspruchs werden unterlaufen und verlieren sich mit der Zeit.....Meine Freundin erzählte mir, dass sie 1978... ein Konzert der Boomtown Rats besuchte....Sie war vierzehn, trug ein Second Hand Dinnerjacket und Pfennigabsätze. Beide trugen sie Buttons mit der Aufschrift: Was nicht auf den Buttons stand war, dass sie auch die Leute waren, deren Eltern sie gerade bis vor die Tür gefahren hatten.“

    Seine Gedanken zur Präsentation seiner Plattensammlung bitte selbst lesen. Vielleicht erinnert der eine oder die andere da etwas ;)

    Mit der Band „Cleaners from venus“

    http://www.youtube.com/watch?v=P4xeT7phuog

    durfte er sogar am Popstarleben schnuppern.

    Lost in Music ist eine wunderbare Victims of Pop Biographie die nur deshalb nicht die volle Sternzahl erreicht, weil der Autor des Buches sehr böse über Pink Floyds „Dark Side of the moon“ herzog.

    So herzlich ich lachen musste so angefressen war ich von seinem indiskutablen Musikgeschmack G

    Ein dodoeskes Musikliebhaber Must have bleibt das bezaubernd becoverte Taschenbuch dennoch.

    Lesen!

    Unbedingt!

  19. Cover des Buches Im Herzen der Angst (ISBN: 9783956490842)
    Maya Banks

    Im Herzen der Angst

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Jules Welt ist schon vor ein paar Jahren aus den Fugen geraten, als sie während eines Frankreichurlaubs von einem Unbekannten angesprochen wurde, der sie unter der Androhung, ihrer Familie zu schaden falls sie nicht kooperiert, für seine terroristische Organisation rekrutierte. Jules musste lernen andere Menschen zu töten und erfuhr, dass auch ihre wahren Eltern einst dieser Organisation dienten, bevor sie ermordet wurden.

    Nun, drei Jahre später, wird sie von ihren Adoptiveltern aufgespürt, denn Jules hatte alle Brücken hinter sich abgebrochen, aus Angst davor, dass die Organisation ihr das Liebste, das sie hat, nämlich ihre Ersatzfamilie, tötet. Bevor sie sich mit den Eltern aussprechen kann, fliegt Jules Hütte in die Luft. Jules überlebt schwer verletzt und wird in ein Krankenhaus gebracht. Dort erwacht sie unter großen Schmerzen; neben ihr sitzt Manuel, der Mann, der sie einst als Kleinkind von der Straße auflas und der sie zu ihren Adoptiveltern brachte. Auch Manuel wuchs dort auf und ist tieftraurig, als er erfährt, dass die Eltern bei der Explosion ums Leben gekommen sind. Was Manuel jedoch nicht ahnt, ist, dass Jules in den Jahren, in denen sie verschwand, zur Killerin ausgebildet wurde. Und Jules weiß nicht, dass Manuel ein CIA Mann ist, der die Aufgabe hat, Jules zu seinen Vorgesetzten zu schaffen, denn Jules Organisation ist der CIA ein Dorn im Auge…

    Ich habe vor einiger Zeit bereits einige Historical Romances der Autorin gelesen, von denen mir einige sehr gut und andere weniger gut gefallen haben. Vielleicht war es daher reine Neugierde, die mich bewog, auch einmal einen Romantic Suspense von Maya Banks ausprobieren zu wollen. Dafür sprach dann auch, dass es sich bei „Im Herzen der Angst“ um einen Einzeltitel handelt.
    Gleich der Anfang der Geschichte startet mit einem Schockeffekt und auch der weitere Verlauf der Story gestaltet sich sehr rasant und actionreich. Allerdings leider auch ein wenig zu sehr an amerikanische Actionreißer angelehnt. Mir persönlich wirkte es einfach ein wenig zu stark aufgetragen, als sich Jules und Manuel auf der Flucht vor Verfolgern auf der Autobahn eine wilde Schießerei lieferten und Manuels Mittelsmann und Partner bei der CIA dann allein durch einen Telefonanruf alle Schwierigkeiten aus dem Wege räumen konnte. Überhaupt erschien einem „Tony“ als eine Art Tausendsassa, der sogar seinem Chef die wichtigsten Informationen vorenthalten konnte, was dann irgendwann völlig unglaubwürdig wirkte.
    Kleine Schwierigkeiten hatte ich auch, mir vorzustellen, dass sich zwei Menschen, die wie Bruder und Schwester miteinander aufwuchsen, plötzlich in Liebe zugetan sind und trotz aller Innigkeit solche Schwierigkeiten zu haben schienen, sich einander ihre Geheimnisse anzuvertrauen.

    Immerhin geschieht das dann ab der Mitte des Romans, doch fand ich es, trotz aller Nachsichtigkeit, dass es sich hier um eine Romance handelt, die man nicht allzu bierernst nehmen sollte, auch äußerst merkwürdig, dass eine Frau, die behütet aufwuchs, innerhalb von drei Jahren zu einer top ausgebildeten Killermaschine wurde, wohingegen Manuel, als ebenfalls top ausgebildeter CIA Mann, während diverser Schießereien, Jules nicht das Wasser reichen kann und sogar von ihr gerettet werden musste. Was dann allerdings gegen Jules Professionalität sprach, war die Tatsache, dass sie erst so spät darauf kam, dass ihr eventuell ein Peilsender eingepflanzt wurde.

    Überhaupt schien sich die Autorin nicht ganz entscheiden zu können, fand ich, wie sie Jules und Manuel charakterisieren sollte. Mal wird Jules von Angstattacken verfolgt und dann kann sie so einfach wieder umschalten in den „Killer-Modus“ und völlig kühl agieren und töten?
    Und Manuels blindes Vertrauen in Jules und sein ewiger Beschützerinstinkt nervten mich leider dann auch. Man erfährt kaum mehr über ihn, als dass er Jules liebt und auf Händen tragen möchte, was auf die Dauer dann etwas fade wirkt.
    Und obwohl ich so viele Kritikpunkte aufführe, möchte ich dennoch nicht weniger als 3.5 Bewertungspunkte vergeben, weil der Roman, dennoch kurzweilige und teilweise auch spannende und actionreiche Unterhaltung bietet, wenn ich mir auch eine stärker durchdachte Story und eine tiefgründigere Charakterisierung des Heldenpaars gewünscht hätte. 3.5 von 5 Punkten.

  20. Cover des Buches POP (ISBN: 9783462036954)
    Kerstin Gleba

    POP

     (7)
    Aktuelle Rezension von: SV
    Pop und Literatur. Auf keinen Fall darf man „Pop-Literatur“ als Qualitätskriterium betrachten – weder in die gute noch in die schlechte Richtung. In dieser Anthologie („Reader“ heißts laut Verlag standesgemäß) finden sich, wie immer in Anthologien, Texte, die jubelnde Zustimmung hervorrufen, heftige Ablehnung, und, vielleicht das schlimmste für Text/und Autor, gar nix, Gleichgültigkeit. Erstaunen manchmal – H.C.Artmann, Elfriede Jelinek – Pop? Freudiges Wiederentdecken – „Du auch Pop?" Neuentdeckungen – es gibt viele Auszüge aus Romanen, der eine oder andere wird ganz gelesen werden wollen. Theoretische Beiträge, Standortbestimmungen, Definitionsversuche. Völlig gleichgültig, ob sauber etikettiert – POP – eine erstklassige Sammlung zur Gegenwartsliteratur seit 1964!
  21. Cover des Buches Wir werden siegen! (ISBN: 9783596180233)
    PeterLicht

    Wir werden siegen!

     (20)
    Aktuelle Rezension von: SandraWer
    Texte, Songtexte, Zeichnungen. Einfach schön, wenn man das mag!
    Als Beispiel ein Songtext, der mir gut gefallen hat:

    Wettentspannen

    Wer sich schneller entspannt, ist besser als jemand, der sich nicht so schnell entspannt, der aber immer noch besser ist als jemand, der sich überhaupt nicht entspannt und eigentlich ja schon tot ist
    Da kann man nix machen

    Wer sich schneller entspannt ist besser als jemand, der sich nicht so schnell entspannt, der aber immer noch besser ist als jemand, der sich überhaupt nicht entspannt, und verdientermaßen, verdientermaßen unentspannt ist
    Da kann man nix machen
    Da kann man nix machen
    Und wer länger lebt, wer länger lebt, so sieht's aus

    Wer länger lebt, ist besser als jemand, der nicht so lange lebt, der aber immer noch besser ist als jemand, der überhaupt nicht mehr lebt und eigentlich ja schon tot ist
    Da kann man nix machen

    Wer gut aussieht, ist besser als jemand, der nicht so gut aussieht, der aber immer noch besser ist als jemand, der überhaupt nicht aussieht und eigentlich ja schon tot ist
    Da kann man nix machen

    Wer tot ist, geht auf die Nerven
    Wer tot ist, geht auf die Nerven
    Wer tot ist, geht auf die Nerven
    Wer tot ist, da kann man nix machen

    Wer sich schneller entspannt, ist besser als jemand, der sich nicht so schnell entspannt, der aber immer noch besser ist als jemand, der sich überhaupt nicht entspannt und eigentlich ja schon tot ist -verdientermaßen.

    Wer sich schneller entspannt, ist besser als jemand, der sich nicht so schnell entspannt, der aber immer noch besser ist als jemand, der sich überhaupt nicht entspannt, überhaupt nicht entspannt ist
  22. Cover des Buches Bridie und Finn (ISBN: 9783426500613)
    Harry Cauley

    Bridie und Finn

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Velina2305
    "Bridie und Finn" ein unheimlich bezauberndes Buch. Einmal angefangen konnte ich es nicht mehr aus den Händen legen. Es wird nie langweilig, immer wieder passieren schöne, traurige und vor allem unerwartete Dinge. Man fühlt bei jedem Wort mit den beiden Freunden mit, die durch dick und dünn gehen. Sehr lesenswert.
  23. Cover des Buches Endlich gute Musik (ISBN: 9783832162443)
    Nilz Bokelberg

    Endlich gute Musik

     (17)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    "*Nilz Bokelberg*" schrieb seine persönliche Musik-Autobiografie "*Endlich gute Musik*". Das Buch erschien 2013 im "*Dumont Verlag*".


    Nilz Bokelberg ist Viva Moderator der ersten Stunde und daher einigen Musikliebhabern bekannt. Ich habe noch nie von ihm gehört, mich aber auf eine tolle Mischung von schönen Musiktiteln in seinem Buch gefreut.
    Denn dies soll eine Sammlung seiner Lieblingslieder sein, an denen er Stationen seines persönlichen Lebens erzählt.
    In verschiedenen Kapiteln erklärt er z. B. Musikstil, Italia, Glücklich machende Lieder, 5 beste Saxofonsolos der Popmusik und wichtige Soundtracks aller Zeiten. Am Ende des Kapitels ist jeweils eine Auflistung der entsprechenden Musiktitel zu finden.
    Soweit so gut und auch alles musikalisch gesehen sehr interessant aufgebaut! Aber wie diese Musik sein Leben beeinflusst hat, ist für mich eher belanglos.
    Bei bestimmten Songs und Texten kommen mir eigene Erlebnisse in den Sinn und das macht wirklich Spaß. An viele Lieder habe ich erst durch das Buch wieder gedacht und mich an Feiern, Klassenfahrten oder Plattenkäufe erinnert. So hatte ich mir dieses Buch auch anhand des Covers vorgestellt. Eine Leerkassette mit meinen persönlichen Lieblingsliedern.
     
    Doch hier geht es ja um den Autor und wie er sein Leben mit den Liedern erlebt hat. Dabei geht er allerdings nicht chronologisch vor, sondern springt nach eigenem Belieben vor und wieder zurück.
    Das war mir als Nicht-Kenner von Nilz Bokelberg doch zu speziell. Schön finde ich allerdings, wie begeistert er von manchen Songs spricht und mit welcher Vehemenz er die Interpretationen desselben verfolgt. 
     
    Einige Titel oder Interpreten sagen mir aber leider gar nichts und mit den großen Popgrößen wie Michael Jackson, Madonna und Beatles kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Da findet sich schon eine große Fangemeinde, die HIER schreit. 
    Aber von der literarischen Aussage her fehlt mir etwas mehr Aussagekraft und Inhalt, aber das ist meine persönliche Meinung und soll keinen Musikliebhaber von diesem Buch abhalten. Ein kleines Fazit oder einen musikalischen Ausblick hätte ich eigentlich noch erwartet.

    Wer Musik, speziell TV-POP und Nilz Bokelberg gut findet, gerne in alten Platten wühlt, der findet hier gute Musikvorschläge in breiter Bandbreite. 
     
  24. Cover des Buches Der gelbe Bleistift (ISBN: 9783423129633)
    Christian Kracht

    Der gelbe Bleistift

     (46)
    Aktuelle Rezension von: lovelybooks
    Mit Schwerpunkt Asien ideal für Asienfreunde.

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