Bücher mit dem Tag "popkultur"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "popkultur" gekennzeichnet haben.

123 Bücher

  1. Cover des Buches Game of Thrones (ISBN: 9783734163968)
    George R. R. Martin

    Game of Thrones

    (5.516)
    Aktuelle Rezension von: elyra_morven

    Die Herren von Winterfell ist mehr als nur der Auftakt zu einer Fantasy-Reihe – es ist der Startschuss für ein vielschichtiges, politisch kluges und emotional brutales Epos. George R. R. Martin versteht es meisterhaft, komplexe Figuren, düstere Machtspiele und tragische Wendungen miteinander zu verweben.

    Jede Perspektive – ob Stark, Lannister oder Targaryen – bringt neue Facetten, und nichts ist so, wie es scheint. Der Schreibstil ist klar, atmosphärisch und dabei immer fokussiert auf das Wesentliche: Macht, Ehre, Loyalität und Überleben.

    Was das Buch so besonders macht, ist die Konsequenz: Niemand ist sicher. Entscheidungen haben Gewicht, Verluste schmerzen, und Moral ist eine Frage der Perspektive.

    Ein grandioser Auftakt, der Lust auf mehr macht – und gleichzeitig spüren lässt, dass in dieser Welt alles seinen Preis hat.

  2. Cover des Buches Panikherz (ISBN: 9783462050660)
    Benjamin von Stuckrad-Barre

    Panikherz

    (129)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider


     



    Benjamin von Stuckrad Barre wächst etwas abgeschirmt auf, denn seine Eltern sind typische Ökos und sein Vater Pastor. Als er von seinem Bruder abgelegte Klamotten bekommt und im örtlichen Musikladen Schallplatten entdeckt, ist er plötzlich in einer anderen Welt. Udo Lindenberg wird sein Held, sein Idol und als er heran wächst und anfängt zu arbeiten, schreibt er über Udo und er vernichtet ihn in seinen Kritiken. Sein Held fällt und Benjamin irgendwie auch. Sein Leben ist unstet und wie eine Achterbahnfahrt und er nimmt Drogen, experimentiert mit vielen Stoffen und entwickelt eine Essstörung. Aber er hat auch Höhepunkte und darf Udo treffen und lernt ihn kennen, findet in ihm einen Freund. In den USA trifft er auf einen Held der Buchbranche, Bret Easton Ellis und verbringt berauschte Nächte mit ihm und kommt doch auch wieder runter. Ein Buch mit Udo Lindeberg, über Udo Lindenberg und ein Buch von und über Benjamin von Stuckrad Barre. Er nimmt uns mit auf seinem wilden Ritt durch seine Kindheit und Jugend und sein aufregendes Erwachsenenleben und wir dürfen Backstage sein und viele Prominente treffen. Raschzustände, Sex, Angst, Neuanfang, Absturz, alles ist dabei und am Ende immer ein Udo Song.  


  3. Cover des Buches Ready Player One (ISBN: 9783596706648)
    Ernest Cline

    Ready Player One

    (763)
    Aktuelle Rezension von: HeStoned25

    Vier Tage habe ich für Ready Player One gebraucht, am Anfang auch überlegt es beiseite zu packen. Da ich aber den Film sehen wollte, habe ich  "durchgehalten", denn sowie das sehr interessante, aber auch ausführliche World Building abgeschlossen war, entfaltete sich eine spannende und vielschichtige Story einer utopischen Zukunft. Parizval ist auf der Suche nach dem Heiligen Gral seiner Generation in einer virtuellen Welt, kämpft gegen das digitale Böse, was schnell auch in der Realität gefährlich wird, und hadert mit Freundschaft, Liebe, Vertrauen und schlussendlich auch dem Sinn des Lebens. Das Ziel: ein milliardenschweres Erbe antreten und die Welt, so wie sie existiert revolutionieren- oder doch nicht?
    Für mich ein Must-read des SciFi-Genres, Band 2 werde ich aber vermutlich nicht lesen. Die Geschichte um Parzival schließt auch so sehr rund ab. 

  4. Cover des Buches Der Teufel trägt Prada (ISBN: 9783641034078)
    Lauren Weisberger

    Der Teufel trägt Prada

    (837)
    Aktuelle Rezension von: Muriel_Zimmermann

    Zusammenfassung:

    Andrea Sachs hat ihren Kolleg-Abschluss geschafft und kommt von einer Weltreise mit ihrem Freund wieder zurück nach Hause. Da sie auf eigenen Beinen stehen möchte, sucht sie sich einen Job bei verschiedenen Zeitschriften. Als sie von der Zeitschrift Runway zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde und den Job schließlich erhält, wurde sie die persönliche Assistentin von der Herausgeberin Miranda Priestly. Sie erhoffte sich, dass der Job sich in ihrem Lebenslauf für später gut machte, wenn sie sich für ihren Traumjob als Journalistin der Zeitschrift New Yorker bewarb und würden ja nicht Millionen junger Frauen ihr Leben für diesen Job geben?

    Leider entpuppte sich dieser Job, als die reinste Katastrophe…


    Fazit:

    Die Geschichte ist sehr einfach und vor allem humorvoll geschrieben. Man konnte gut in die Geschichte eintauchen. Obwohl ich den Film schon mehrmals gesehen habe, kommt mir das Buch ein wenig besser vor und auch viele Stellen waren ganz anders im Film statt wie es im Buch steht.

    Ich persönlich hätte da wahrscheinlich Miranda nicht ausgehalten, sowie es Andy tat. Die Arbeitsbedingungen sind ja sehr fragwürdig. 

    Die Geschichte hat mich auch sehr zum Nachdenken bewegt, wie der Job Auswirkungen auf das Private Leben von Andrea hat. Das kann manchmal sehr schwierig sein, alles unter einem Hut zu kriegen.

  5. Cover des Buches Vincent (ISBN: 9783257608038)
    Joey Goebel

    Vincent

    (491)
    Aktuelle Rezension von: philoSophie_

    Das Thema Kunst beziehungsweise Inspiration durch Leid hat mich total angesprochen. Die Kunst ist immer von der Stimmung des Künstlers geprägt. Aber ist ein Leben voller Zurückweisungen, Verlusten und Depressionen dafür notwendig?

    Es war Anfangs schwer reinzukommen. Der Schreibstil war verwirrend und man hat eine gebraucht, um überhaupt zu erkennen aus welcher Perspektive gesprochen wird. Es wurde viel in den Zeiten umhergesprungen, das man oft nicht wusste an welcher Stelle der Geschichte man sich nun gerade befindet. Was sich aber Gott sei dank ab dem ersten Viertel des Buches legte. 

    Ab da war die Story auch gut geschrieben und flüssig zu lesen. es wurde die heute Musik- und Unterhaltungskultur gut beschrieben. Was ist Kunst heute? Was macht sie aus? Wie war sie früher? Wie hat sie sich verändert? Geht es nur noch um Geld? In den meisten Bereichen leider ja.

     Ich fand das es mehr das Leben von Harlan, dem Manager handelte, als wie erwartet von Vincent. Harlan selbst hatte bis dahin ein ziemlich erfolgloses und tristes Leben. Er war dafür zuständig dafür zu sorgen, dass Vincent um jeden Preis einsam und traurig bleibt. Ich hatte das Gefühl das Harlan vielleicht sein eigenes Leben auf Vincent projizierte?!

    Die Beziehung zwischen den beiden wurde gut ausgebaut. Man konnte fühlen wie Zwiegestalten Harlan zum Ende hin war. Jeder Tiefpunkt von Vincent hat einen mitgenommen. 

    Vom Ende war ich dann leider etwas enttäuscht. Ich hätte mir mehr Emotionen gewünscht.

    Vielleicht lag das aber auch einfach nur an mir. :D


    Trotz allem war es eine runde und interessante Story. Es war zu keinem Zeitpunkt langweilig oder langatmig. 



  6. Cover des Buches Die amerikanische Nacht (ISBN: 9783596183326)
    Marisha Pessl

    Die amerikanische Nacht

    (174)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    "Romane sind tiefe Blüten, in denen ein Kelch in die Sinne der Wirklichkeit führt."
    Jean Améry

    Die meisten Romane beginnen schlicht und behutsam, wie ein neuer Tag oder ein Regenschauer; unspektakulär breiten sie ihr Umfeld aus und führen in die Figuren und Ebenen der Handlung ein. Doch schon der Anfang, der Prolog, von Marisha Pessls "Die amerikanische Nacht" ist wie die erste Einstellung eines mit Sog angereicherten Films - ein stummer, tiefer Paukenschlag – eine Reise quer durch Worte, Schatten und Nacht.

    "Was auch immer Sie von Cordoba halten, egal wie besessen Sie von seinem Werk sind oder wie gleichgültig es Ihnen ist - man muss sich gegen ihn zur Wehr setzen. Er ist ein Abgrund, ein schwarzes Loch, eine unbestimmte Gefahr, der erbarmungslose Ausbruch des Unbekannten in unserer überbelichteten Welt."

    Darin: der erste Funken des Themas: Cordoba, die vielleicht gewagteste und gelungenste Erfindung diese Romanjahres, perfekt zwischen Fiktion und Realität angesiedelt, in Szene gesetzt durch ins Buch eingefügte Artikel, Blogeinträge, Anekdoten - und den Sog der Geschichte selbst. Eine Geschichte über Selbstmord, Fiktionen, Lügen, Hexerei, eine Geschichte auf der Suche, der Spur nach der Wahrheit und im Bann einer hypnotischen Idee von Leben als einem wandelbaren Blick auf die Wirklichkeit...

    Wer ist Cordoba? Ein Regisseur der Nacht und der menschlichen Abgründe, ein zurückgezogen lebendes Genie, das in seinem Werk über die Dunkelheit in uns allen meditiert; über diese Spule der Finsternis, die in uns abläuft und -läuft, die in uns ist, wie eine mit unheimlichen Melodien gefüllte CD in einem lange vergessenen Discman, den man sich eines Tages aufsetzt und von der Musik wie von einer berauschenden Erhebung, einem Schwimmen in traumtiefen Gewässern getroffen wird. Und bei der man sich fragt, ob sie eine reale Macht hat, auch, wenn man die Kopfhörer wieder abnimmt. (Wie) Verändert alles, was wir erleben, unser (Er)Leben?

    "Denn jeder von uns hat eine Kiste, eine dunkle Kammer, in der er das verwahrt, was sein Herz durchbohrt. Sie enthält das, wofür wir alles tun würden, das, nachdem wir trachten, für das wir alles um uns herum verletzen würden. Und wenn wir sie öffnen könnte, würde uns das befreien?. Nein. Denn das wirklich ausbruchsichere Gefängnis mit dem nicht zu öffnenden Schloss ist unser eigener Kopf."

    So weit zum düsteren Umhang dieses Romans, der geschickt subtile Spannung mit Ästhetik, vielen Ideen und einem ständigen Neubewerten der Perspektiven verbindet. Es ist eine Geschichte wie ein Abenteuer und doch ist auch eine lange, sich herauskristallisierende Botschaft über die Realität der Träume und die Träume der Realität, und das, was dahinter ist, wartet, unerreichbar, weil die Träume der Weg dahin, dieses Ding aber nicht das Ziel ist.

    Ich habe mich, nach einer atemberaubenden Lektüre der 790 Seiten, schwer damit getan, das Buch aus den Händen zu legen. Das liegt zum einen an der wirklichen brillanten Erfindung, die Pessl ins Zentrum ihres Romans gestellt hat: dieses Symbol eines Künstler, in dessen Widerschein all die Fragen nach authentischer und vollendeter Kunst, in Verknüpfung mit Leben, Ethik und Wirklichkeitssinn, mit Sein und Darstellung, zu Tage treten und in der sich die allgemeine Verzerrung des Wirklichen durch Fiktion, Internet, Meinungen und Mythos so anschaulich zeigt, wie es nur selten umfassend gelingt, wenn man es nicht durch das vielschichtige Erleben einer gut erzählten Geschichte aufbereitet.

    Wirklich gut erzählt, denn Marisha Pessl ist zugleich eine wunderbare Stilistin, die Spannung, Ruhe und Nähe, aber auch ein Aufleuchten vollendeter Bildschönheit im Vergleich, erreichen kann. Eine kleine Kostprobe:

    "Der Morgen schien den Himmel müde mit einem Schwamm abzuwaschen, er tauchte die Straßenschilder und Frontscheiben in ein trübes Badewasserlicht, während der Rhythmus des Highways unter den Reifen pochte."

    Immer wieder hat sie einen impressionistischen Blick für die Umgebung, die Stimmung, und man fühlt sich im ganzen Buch jederzeit wie in einer gelungenen Kulisse, in der nie zu wenige und nie zu viele Details anwesend sind, in der die Lesevorstellung eine Anregung, einen Rahmen, aber keinen Käfig hat; manchmal erzählt sie ganz unverfänglich dahin - und dann ist es wieder so, als würde das Buch plötzlich unserem Herzschlag lauschen und ihn Stück für Stück mit neuen Impulsen füttern. Man würde nicht von einem hochgestochenen oder kunstvollen Werk reden, aber von einem sehr sprachbewussten Roman, der in jeder Szene genau weiß, was er will und was er kann, was er sagt und was besser ausdeutbar bleibt; wo also wir selbst entscheiden müssen welches Erleben der Augenblick in uns nachvollzieht.
    Pessl hat ihren Roman und auch ihre Hauptfiguren etwas zwischen die Stühle gestellt. Bolano, Auster, Kafka - ein paar Namen fallen einem am Rande als Verwandtschaft zu diesem und jenem Augenblick, dieser oder jener Struktur ein, wenn man ihr Buch durchwandert. In seiner Konsequenz und seinen vielen Ebenen ist das Buch jedoch eine sehr eigenständige Schöpfung, auf gewisse Weise einfach und doch sehr innovativ in der Wirkung. Das Gespinst aus Figuren, Ansichten und Entdeckungen, hat dabei immer etwas von einer Balance aus Schein und Suggestion, in welchem sich sehr selten ein Moment ergibt, den man ganz real nennen kann, was wohl auch daran liegen mag, das der Roman aus einer Ich-Erzähler-Perspektive erzählt wird und alle anderen, auch die beiden anderen Hauptfiguren, nie ganz die Fülle eines durchschaubaren Charakters erreichen. Über das ganze Buch ist diese Stimmung der Nacht und ihrer fließenden Grenzen gelegt, als hätten wir den eindringlichen, somatischen Prolog, mit seinem fesselnden Eindruck, nie verlassen.

    Bei all dem ist das Buch keine letzte Konsequenz, auch wenn man es atemlos liest und für die paar Stunden, in denen man dieses Buch liest, existiert auch wenig anderes. Aber es ist mehr wie ein guter, düstrer, eindringlicher Film, als ein Roman, der vorhat, sich am Ende selbst zu erfassen. Er bleibt ein ausdeutbares Spiel mit vielen, vielen Möglichkeiten - und es ist dieses Spiel der Möglichkeiten, das ihn so großartig macht und ihn uns immer wieder neu betrachten, einschätzen lässt. Man ist gefangen in der Lektüre (beinahe im wahrsten Sinne des Wortes) wie einem Labyrinth - doch es geht nicht darum, den Ausgang zu finden, sondern zu erkennen, das manche Phänomene, vielleicht sogar das Leben selbst, eben ein Labyrinth sind.

    Das Leben hält uns immer wieder einen ganz anderen Herzschlag hin. Wir gehen durch Zeiten, Stimmungen und Tage und wir verändern uns und die Welt verändert sich. Immer wieder können wir Erfahrungen machen, außergewöhnliche Erfahrungen. Zu diesen gehört Marisha Pessels Roman "Die amerikanische Nacht". Für mich ist es das Buch des Jahres.

    "My films are just stories. But that's all we have. The stories we tell others and the stories we tell ourselves. When you talk to the elderly, men and women at the end of their lives, yous see that's what's left behind as the body disintegrates. Our Stories. Our Children will decide whether or not to keep telling them."

  7. Cover des Buches Frühstück bei Tiffany (ISBN: 9783036950549)
    Truman Capote

    Frühstück bei Tiffany

    (661)
    Aktuelle Rezension von: Renate1964

    Im Mittelpunkt der kurzen Erzählung von aTruman Capote steht das Partygirl Holly Golightly. Sie lernen wir aus Sicht eines namenlosen Ich- Erzählers kennen. Trotz aller reichen Verehrer und länger Nächte ist sie auf der Suche nach sich selbst, nach ihrer Heimat, wo sie keine Angst mehr hat. Auch der Erzähler liebt sie und beschreibt sie sensibel 

  8. Cover des Buches Christiane F. - Mein zweites Leben (ISBN: 9783943737165)
    Christiane V. Felscherinow

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    (180)
    Aktuelle Rezension von: Babsi123

    Mein Fazit: 

    "Kinder vom Bahnhof Zoo" war ein sehr bewegendes, ergreifendes Epos, das ich als junge Frau gelesen habe. Bis heute habe ich die tragische Geschichte von Christiane nicht vergessen. Dieses Buch über ihr zweites Leben ist genauso tragisch, tiefgründig, zu Herzen gehend und eine Lebensgeschichte, die einem Tränen in die Augen treibt. Am Anfang war ich etwas hin- und hergerissen. Zum Beispiel die Situation, als sie mit ihrem Lebensgefährten die 6 Welpen in eine Plastiktüte zum Ersticken gesteckt und vergraben haben.... Da kam tatsächlich eine große Wut in mir auf. Mir steht es nicht zu, Richter sein zu dürfen, aber das hat mich beim Lesen etwas aus der Bahn geworfen. Unschuldige Geschöpfe … so grausam zu töten? Nein! Ich hatte echt überlegt, abzubrechen … 


    Es siegte die Neugier auf das" zweite Leben" von Christiane F. als Erwachsene. Vor allem ihr Überlebenskampf im Gefängnis, ihr Rückfall zu den harten Drogen oder der Verlust ihres Sohnes sind sehr emotional. Diese Geschichte ist genauso tragisch, zum Teil berührend, voller Leid, gebeutelt und dramatisch wie ihre Kindheit/ Jugendzeit. Eine Frau, die viel Leid in ihrem Leben ertragen musste, deren Leben ein Hindernislauf voller Erniedrigungen und Enttäuschungen war. Die sich ein wenig Glück hart erkämpfen musste … und am Ende doch noch ein paar Glücksmomente erhaschen konnte. Der Schreibstil ist flüssig, modern gehalten, sehr berührend, einfühlsam geschrieben und spannend. Ein wunderbares Buch über einen charismatischen Menschen mit viel Ausstrahlung, eine Autobiografie, die sehr beeindruckend ist und bestimmt im Gedächtnis bleibt.

  9. Cover des Buches Not That Kind of Girl (ISBN: 9783596198047)
    Lena Dunham

    Not That Kind of Girl

    (102)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Unterhaltsam, leider nichts aufregendes für mich. Sprache war ok, aber das Geschehen hat mich nicht wirklich greifen können.                                    

  10. Cover des Buches Miss Blackpool (ISBN: 9783462049077)
    Nick Hornby

    Miss Blackpool

    (98)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Eigentlich ist „Miss Blackpool“ eine recht intelligent geschriebene Darstellung des Schauspielermilieus, einschließlich dessen, wie es so läuft im ShowBiz, wenn man hinter die Kulissen blickt, wo die Regisseure, Autoren und Produzenten hocken. Es handelt sich darum, wie man Stücke schreibt und hofft, dass sie erfolgreich werden. Und es geht auch darum, wie man sich verändert, wenn man erfolgreich wurde.
    Allerdings wird das in Frage stehende Stück "Barbara (and Jim)" in aller Ausführlichkeit vorgestellt und das ist das "uneigentlich": es interessiert mich nicht. Schauplatz ist London.
    Die Charaktere in „Miss Blackpool“, die Geschichte, von einer, die aus Blackpool auszog, um berühmt zu werden, sind viel weniger glamourös als man sich so vorstellt, aber auch viel authentischer. Wertvoll ist, dass der Roman nicht auf dem roten Teppich endet, wenn man es geschafft hat, sondern auch einen Blick auf die alternden Darsteller wirft. Auch Zeitenwandel wird nebenbei thematisiert, weil man "damals" noch nicht offen über Sexualität schreiben durfte, und offizell Unverheirate gar keinen hatten (haha)- und über Schwule durfte man sowie so nicht öffentlich reden. Deshalb gibt es auch einen Autoren im Buch, der ein Büch über homosexuelle Liebe schreibt;das ist einer der besseren Parts im Roman.

    Fazit: Soweit ok. 

    Kategorie: Gute Unterhaltung
    KiWi, 2014


     

  11. Cover des Buches Born to Run (ISBN: 9783453604889)
    Bruce Springsteen

    Born to Run

    (44)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Blum

    Auslöser dafür, die Autobiographie "Born to run" von Bruce Springsteen zu lesen, war der aktuell in deutschen Kinos angelaufene Film zu seinem Leben (den ich auch recht gut fand!). Ich habe mich dann an die 666 Seiten herangewagt und war positiv überrascht: Das Buch ist weit mehr als eine reine Zusammenstellung der Erfolge nach den vermutbar nicht ganz so einfachen Anfangsbemühungen, sich als Künstler zu etablieren. Ich habe viel über den Menschen Bruce Springsteen erfahren, zu seiner Herkunft, zu seiner Haltung zum Leben und zu Amerika. Das Buch hat durchaus Tiefe - und hat mir, der ich eigentlich nie Fan seiner Musik war, diese doch nähergebracht. Und mit seinem Selbstverständnis zu seiner Rolle in der E-Street Band ist er wohl tatsächlich 'Der Boss'. Interessant auch, wer in den 70-ern bis 90-ern mit wem welche musikalische Beziehung gepflegt hat. Und: Der dicke Schmöker war an keiner Stelle langweilig!

  12. Cover des Buches Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart (ISBN: 9783596175338)
    Sarah Kuttner

    Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart

    (139)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Der zweite Teil Kuttnerscher Kolumnen aus der Süddeutschen und dem Musikexpress, gewohnt meinungsstark, eindeutig in Zustimmung und Ablehnung. Wie beim ersten Teil fragt man sich, ob Miss K. nicht ein klitzekleineswenig langweilig und wenig begeisterungsfähig ist, hätte man von ihr vielleicht nicht erwartet. Was ihr Musikgeschmack angeht, hat die Dame vielleicht keinen so sicheren Geschmack, von den meisten Bands hat man so gut wie nichts mehr gehört. Und Schwager Josef Winkler vom Musikexpress wird auch erwähnt.

  13. Cover des Buches Der Beweis, dass es ein Leben außerhalb meines Zimmers gibt (ISBN: 9783570309322)
    Melissa Keil

    Der Beweis, dass es ein Leben außerhalb meines Zimmers gibt

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Seefeder

    In dem Buch geht es um den Teenager Sam, der Nerd ist und sich in der Schule am liebsten mit seinen Freunden im Computerraum versteckt, um den anderen Schülern aus dem Weg zu gehen. Doch dann kommt Camilla an die Schule und alles ändert sich.

    Besonders gut hat mir gefallen, dass neben Sam und Camilla auch Sams Clique thematisiert wird und man viel über seine Freunde erfährt. Außerdem war es auch kein typisches Jugendbuch, bei dem man sich über die widersinnigen Handlungen der Protagonisten aufregt. Es war alles soweit nachvollziehbar.

    Insgesamt zu empfehlen, wenn man Lust auf eine Highschool-Romanze über Nerds hat.

  14. Cover des Buches Career Suicide (ISBN: 9783550201394)
    Bill Kaulitz

    Career Suicide

    (153)
    Aktuelle Rezension von: Janet

    Als Fan der ersten Stunde musste ich das Buch einfach lesen. Bill passt in keine Schublade. Das liebe ich an ihm. Nun ist er auch Autor. Ich finde er drückt sich gut aus, aber manchmal fiel es mir schwer, seinen Gedankensprüngen zu folgen beziehungsweise den roten Faden zu erkennen. Ich habe mich sehr gefreut, mehr über Mama Kaulitz zu erfahren. Sie hatte fast nichts, aber an Liebe für ihre Kinder mangelte es nicht. Sie waren und sind ein tolles Dreiergespann. Was Bill und Tom in der Schule durchgemacht haben, ist erschreckend. Kein Wunder, dass sie da so schnell wie möglich raus wollten. Die Entstehungsgeschichte von Tokio Hotel kannte ich natürlich. Was ich aber nicht wusste ist, warum sie in die USA gezogen sind. Als Fan hat mich die Auswanderung damals enttäuscht. In seinem Buch hat Bill mir erklärt, wieso der Wegzug notwendig war. Allein dafür hat sich das Lesen sehr gelohnt.

  15. Cover des Buches Winterglücksmomente (ISBN: 9783442485413)
    Karen Swan

    Winterglücksmomente

    (59)
    Aktuelle Rezension von: Aileen_liest

    》„Funkelnde Lichter, tanzende Schneeflocken und köstliche Düfte – für viele ist es die schönste Zeit des Jahres …“

    Iɴʜᴀʟᴛ:

    Nettie verbindet mit Weihnachten eine schmerzhafte Erinnerung, mit dem, was mal war. Sie arbeitet bei einer Firma die spenden sammelt für den guten Zweck, bei einer Veranstaltung passiert ihr ein Missgeschick. Ab da verändert sich hier Leben, auf sie werden viele Leute aufmerksam und somit muss immer wieder ihre Angst überwinden. Sogar der Berühmte Sänger Jamie Westlake ist auf sie aufmerksam geworden. Neben dieser ganzen Veränderung ist auch noch Netties bester Freund Dan, der den Kuss zwischen ihnen nicht vergessen kann.

    Mᴇɪɴᴜɴɢ:

    Das Cover ist wirklich sehr schön gestaltet, besonders gefällt mir die kleinen Glitzerpunkte die beim darüber streichen spürbar sind. Der Titel passt wirklich super zur Geschichte. Den Nettie hat wirklich diesen Winter viel Glück, was am Anfang nicht so scheint. Der Schreibstil von Karen Swan ist leicht, humorvoll und auch rührend. Die Geschichte wird aus der Sicht von Nettie in der Sie-Perspektive erzählt. Bisher habe ich schon zwei Bücher von Karen gelesen und war wirklich so gefesselt und fand sie sehr gut. Bei Winterglücksmomente habe ich sehr lange gebraucht bis in der Geschichte drin war. Ab Seite 150 hat es mir deutlich besser gefallen, da es für mich dann nicht mehr so verwirrend war. Hier war es auch wirklich spannend und man hat mit Nettie mitgefiebert. Schön finde ich hier, dass Karen Swan das Thema Krebsvorsorge anspricht. Es ist einfach so wichtig. Am Ende muss ich sagen, es war eine schöne winterliche Geschichte, die man aber nicht gelesen haben muss. Ich hoffe sehr, dass mich die andern Bücher von Karen Swan wieder mehr begeistern können.

  16. Cover des Buches Kolumnen (ISBN: 9783104026428)
    Sarah Kuttner

    Kolumnen

    (213)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Der erste Teil Kuttnerscher SZ- und Musikexpress-Kolumnen, schlagfertig und meinungsstark, mit Kommentaren zu winterlicher Bekleidung, Jungs-Indierock-Bands, Rudolf Mooshammer, aktuellen Politikern undundund, einige der erwähnten Rockbands kann man jetzt (wieder-)entdecken, weil vielen von ihnen ist damals kein rechter Erfolg vergönnt gewesen ist. Angela Merkels Hängegesichtigkeit und Karriereristenfresse waren schon derber Shit, und irgendwo hat man den Eindruck, als sei die gute Frau Kuttner auch ein kleines bißchen langweilig, weil sie sich aus so vielen Sachen gar nichts macht (Rockkonzerte bzw. -festivals, Karneval, Aprilscherze usw).

  17. Cover des Buches Girlsplaining (ISBN: 9783956401602)
    Katja Klengel

    Girlsplaining

    (32)
    Aktuelle Rezension von: Belladonna

    Meine Meinung

    Ich bin so langsam richtig im Comic-Genre angekommen und möchte mich auch hier, ähnlich wie in der Literatur, quer durch alles was das breit gefächerte Comic-Beet hergibt durchstöbern und lesen. Kürzlich erreichten mich gleich mehrere interessante Comics aus dem Reprodukt Verlag, die allesamt eines gemeinsam haben – es geht um starke Geschichten für und mit Frauen. Hier wären wir dann auch schon beim Thema Feminismus angelangt, was mich auch sehr reizt und über das ich zukünftig gerne mehr lesen möchte.

    Ein wunderbarer Einstieg in das Thema Feminismus und Sexismus bietet Katja Klengel mit ihrem autobiographischen Comic »Girlsplaining«. Die in zarten Pink-Tönen gehaltene Comic-Ausgabe versammelt unterschiedlichste Alltagsszenarien von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter, die bereits von Katja Klengel in ihrer Comic-Kolumne für die Internetseite Broadly veröffentlicht wurden.

    Ich konnte mich sofort mit Comic-Katja identifizieren, ob das nun daran liegt, dass wir im gleichen Jahr geboren wurden und mit den gleichen kulturellen Einflüssen aufgewachsen sind, oder dass ich auch eine Faible für Sailor Moon habe, lasse ich jetzt einfach mal so stehen. Fakt ist, dass mir viele der unterschiedlichen Szenen sehr bekannt vorkamen und mir die popkulturellen Einflüsse, sei es Sex and the City, Sailor Moon, Buffy, Harry Potter oder Star Trek, sehr gut gefallen haben. Vor allem die Liebe und Leidenschaft der Autorin zu Sailor Moon spiegelt sich in ihren mangaesken Zeichnungen der Episoden wieder. Die ausdrucksstarken Gesichter führen durch mitreißende Panels in denen Katja Klengel kein Blatt vor den Mund nimmt und einige Dinge anspricht, die sonst nicht thematisiert sondern in unserer Gesellschaft eher tabuisiert werden.

    Warum gab es diesen wundervollen Comic nicht schon 18 Jahre früher? Ich bin mir sicher, hätte ich damals eine solche Geschichte gelesen, wären viele Themen leichter gewesen und vor allen Dingen hätten mir die Szenen mit ihrer herrlichen Selbstironie jede Menge Mut mit auf den Weg zum Erwachsen werden mitgegeben. »Girlsplaining« sollte man jedem jungen Mädchen oder Frau, die sich für das Thema Sexismus und Feminismus interessiert an die Hand geben, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass es sich hierbei um eine autobiographische Kolumne einer weißen Ü30 cis-gender Frau handelt und daher keine Diversität im Hinblick auf POC oder trans-gender mit einfließt. Außerdem kann es bei jüngeren Leserinnen und Lesern vorkommen, dass ein paar Pointen durch die deutlich bestimmenden popkulturellen Aspekte aus den 90er Jahren flöten gehen. Für mich persönlich hat allerdings genau das perfekt gepasst und ich würde durchaus auch jüngeren Leserinnen und Lesern dazu raten einfach mal einen Blick in den Comic zu werfen.

    Besonders gut gefallen hat mir die leichte und lockere Art auf die Katja Klengel mit dem Thema umgeht und die ganze Sache nicht so bitterernst nimmt. Oftmals ist es sogar so, dass die lustigen Pointen der Episoden eine gute Portion Selbstironie in sich bergen und sich die Autorin auch augenzwinkernd selbst auf die Schippe nimmt. Dennoch geht die Botschaft die im Comic steckt nicht in Lachern unter, vielmehr setzt Katja Klengel mit ihren wirkungsvollen Zeichnungen ein Ausrufezeichen für einen freien Umgang von Frauen zu ihrem Geschlecht und kritisiert den gesellschaftlichen Umgang begonnen beim Spielzeug über Blümchenduft-Slipeinlagen und dem verklemmten Umgang mit der Betitelung des weiblichen Geschlechtorgans. Sehr gut kommt das z. B. bei einem Gespräch mit ihrem “Untenrum” – sagt einfach Vulva! – rüber. Also nichts wie ran: Mädels lest diesen Comic! Viva la Vulva!

    Fazit

    Eine starke Comic-Kolumne die sich für einen offeneren Umgang mit dem weiblichen Geschlecht ausspricht.

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    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 23.07.2019
  18. Cover des Buches How to Be Gay (ISBN: 9783733500924)
    Juno Dawson

    How to Be Gay

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Bücher_Tini

    Dieses Buch wurde mir empfohlen als ich auf der Suche für Bücher für eine Schulbibliothek war . Ich muss gestehen es ist gut, es ist locker geschrieben und man liest es sehr flott , ohne große Umwege wird erklärt und begrifflichkeiten nahe gebracht. Sowohl für Jugendliche als auch für mich als Mutter ist es ein wirklich gelungenes aufklärendes Buch um sich besser zu verständigen.

    Es ist kein plattes Sachbuch , was nur erklärt , nein hier komm auch betroffene ( das klingt blöd) zu Wort und das ohne ihre Texte umzuschreiben, man merkt das es aus ihnen heraus kommt und das macht es verständlich und nahbar.


  19. Cover des Buches Mr Nice (ISBN: 9783453675919)
    Howard Marks

    Mr Nice

    (52)
    Aktuelle Rezension von: chaos-deluxe

    Mr Nice beschreibt das Leben Howard Marks, der in den 70er/80er Jahren angeblich für 10% des Haschisch-Welthandelvolumens "verantworlich" sein soll.

    Das Buch ist sehr leicht zu lesen und die Geschichte ist äußerst spannend.

    Mit Drogendealern habe ich immer Leute verbunden, die nicht sonderlich hell im Köpfchen sind. Howard Marks ist ein Genie. Studierte an der Oxford University und rutschte eigentlich mehr durch Zufall in die Drogendealer-Szene.

  20. Cover des Buches Ready Player One (ISBN: B07166WK8T)
    Ernest Cline

    Ready Player One

    (65)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Teenager Wade Watts verbringt einen Großteil seines Leben in der Online-Welt OASIS. Anders ist das trostlose Leben für viele Menschen im Jahr 2044 auch gar nicht zu ertragen. Als der Erfinder der digitalen Welt stirbt, beginnt eine Online-Schatzsuche. Irgendwo in seinem virtuellen Universum hat er drei Schlüssel versteckt und derjenige, der sie zuerst findet, wird nicht nur Herrscher über die OASIS, sondern erbt auch das milliardenschwere Vermögen. Wie tausende andere auch begibt sich Wade auf die Suche. Er hat allerdings einen kleinen Vorteil: So wie der Erfinder der Online-Welt ist Wade ein großer Fan der Achtziger Jahre und hat es dadurch eine Spur leichter, die versteckten Rätsel und Hinweise zu entschlüsseln. Doch die Konkurrenz bleibt ihm dicht auf den Fersen.
    Nachdem ich bereits Steven Spielbergs Verfilmung kenne, bin ich mit keinen großen Erwartungen an den Roman herangegangen. Aber die Buchvorlage ist um einiges nerdiger, spannender und abwechslungsreicher. Trotz oder gerade wegen der vielen Anspielungen auf die Popkultur der 80er-Jahre macht die Geschichte sehr viel Spaß. Man fiebert und leidet mit Wade und freut sich darauf, ihn bei seiner Schnitzeljagd zu begleiten. Wer mag, kann in dem ganzen virtuellen Treiben sogar den einen oder anderen philosophischen Ansatz erkennen. Tolle Geschichte. Ich freue mich schon auf die vor kurzem erschienene Fortsetzung, die folgerichtig „Ready Player Two“ heißt.
    Die ungekürzte Hörbuchfassung hat eine Dauer von 14h49min und wird gewohnt großartig von David Nathan gelesen.

  21. Cover des Buches Paranoid Park (ISBN: 9783407742667)
    Blake Nelson

    Paranoid Park

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Skaten ist sein Leben, er liebt den Rausch mit seinem Bord. Sein bester Freund Jared ist genauso fanatisch und dann gibt es noch Jennifer, die ihn liebt und mehr will. Der Paranoid Park ist illegal und es gibt viele dunkle Gerüchte und Legenden über ihn. Mit seinem Kumpel Jared war er nur einmal dort und geht nun allein dort hin. Er trifft auf Schramme und seine Clique. Der furchtbarste Tag seines Lebens soll beginnen. Der Alkohol geht aus und mit Schramme geht er zu den Bahngleisen, denn da kann man auf den fahrenden Zug springen und bis zum Supermarkt fahren. Wie aus dem nichts taucht ein Polizeiwagen auf und die Jungs wollen flüchten, aber er hat Schramme schon am Wickel und da knallt er sein Skateboard auf seinen Kopf. Er taumelt, fällt, der Zug kommt, ergreift ihn, schleift ihn und dann wird er auseinandergerissen.  Der Aufbau der Geschichte ist Blake Nelson wunderbar gelungen und lässt uns atemlos mitfiebern und er lässt keine Gefühle aus. Von Angst, Panik, über Verlangen, Lust und Freundschaft, bishin zu unmenschlicher Panik stellt er alles dar und hat einen Jugendthriller geschaffen, der für alle LeserInnen ab 16 Jahren die echte nervenfetzer schätzen, bestens geeignet.

  22. Cover des Buches Soloalbum Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783462052596)
    Benjamin von Stuckrad-Barre

    Soloalbum Jubiläumsausgabe

    (403)
    Aktuelle Rezension von: Marcello

    Soloalbum von Benjamin von Stuckrad-Barre war mein erster Roman aus dem Genre der Popliteratur. Das Buch spiegelt den Zeitgeist der späten 90er-Jahre wider und ist voll von popkulturellen Referenzen – von Videotheken über Talkshows bis hin zu Musik-Samplern und Songtexten. Diese vielen Verweise wirken allerdings oft belanglos und austauschbar. Was bleibt, ist vor allem viel Frust – und der zieht sich durch das ganze Buch.
    Der Ich-Erzähler ist ein junger Musikredakteur, frisch getrennt von seiner Freundin und vollkommen aus dem Gleichgewicht. Doch es geht nicht nur um Liebeskummer – viel mehr zeigt der Roman, wie der Protagonist an sich selbst scheitert. Seine Identitätskrise wirkt stellenweise wie eine depressive Episode, die er jedoch nicht ernsthaft verarbeitet, sondern stattdessen auf alles und jeden um sich herum projiziert. Er lenkt sich mit Fernsehen, Musik und Konsum ab – Hauptsache, nicht fühlen müssen.
    Mich hat diese ständige Ablenkung ehrlich gesagt ziemlich gelangweilt. Die Belanglosigkeit der Inhalte, gepaart mit der zynischen Erzählstimme, hat es mir schwer gemacht, beim Lesen dranzubleiben. Auch der Schreibstil war für mich anstrengend: roh, bruchstückhaft, schnodderig – wie die Gedanken eines unreifen Jungen, der alles kommentiert, aber nichts wirklich durchdringt. Es war für mich kein literarisches Highlight, eher eine lose Aneinanderreihung von Stimmungen, Referenzen und Floskeln – mit wenig Entwicklung und noch weniger Spannung.
    Was ich dem Buch positiv anrechne: Es zeigt, wie viele junge Männer Schwierigkeiten haben, mit emotionalen Krisen umzugehen. Gefühle werden nicht ausgedrückt, sondern hinter Coolness, Sarkasmus und Ironie versteckt. In dieser Hinsicht bietet der Roman eine durchaus treffende Beschreibung eines männlichen Umgangs mit emotionaler Überforderung.
    Der tiefere Sinn von Soloalbum liegt nicht in einer klaren Botschaft, sondern in einer Zustandsbeschreibung: Eine Generation, die sich über Konsum und Popkultur definiert, aber keine Sprache mehr für echte Gefühle hat. Ein Roman über das Scheitern am Erwachsenwerden – leider mit wenig Tiefgang, was das Leseerlebnis für mich eher zäh als bereichernd machte

  23. Cover des Buches Der jüdische Patient (ISBN: 9783462047042)
    Oliver Polak

    Der jüdische Patient

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Oliver Polaks Bericht aus der Psychiatrie, vielen Dank für die Lesung im Alten Schlachthof in Lingen! Was die psychischen Leiden angeht und einem diese Krankenhäuser auch nicht ganz fremd sind,  hat man einiges wiedererkannt, so schlimm wie Oliver hatte es mich damals aber zum Glück nicht erwischt. Die Beschreibungen der Verwirrungen, Angstzustände usw. sind schon sehr treffend, mutig so was öffentlich zu machen. Und man ist natürlich nach wie vor sprachlos, mit welchen Gedanken- bzw. Taktlosigkeiten bis hin zu offenen Vorurteilen und Antisemitismen jüdische Menschen in Deutschland klarkommen müssen, wunderbar daß der Autor diese Menschen als das "Dreckspack" bezeichnet, das sie sind. Nur bei der Udo-Jürgens-Verehrung gehe ich nicht mit, auch wenn ich seine sozialkritischen Texte natürlich kenne. Toller Autor, sehr gelungenes Buch!

  24. Cover des Buches Sex and the City (ISBN: 9780349138985)
    Candace Bushnell

    Sex and the City

    (73)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Inhalt: Die biologische Uhr tickt, und die Panik wächst täglich: Wenn es Abend wird in New York, beginnt die Suche nach dem richtigen Partner. Mit Romantik hat das wenig zu tun - behaupten zumindest Carrie und ihre Freundinnen, die auf zahllosen Partys auf der Jagd nach dem idealen Mann sind. Die Lage der unverheirateten Frauen ist dramatisch, die Auswahl an Männern deprimierend. Doch Carrie gibt die Hoffnung nicht auf. Noch nicht.


    Meinung: Mir war klar, dass dieses Buch nur eine Vorlage für die weltberühmte Kultserie "Sex and the City" ist, daher bin ich nicht davon ausgegangen, hier die Serie zu lesen. Und dennoch war ich schockiert, dass dieses Werk Grundlage eines solch schlauen, witzigen, unterhaltsamen Formates sein soll.

    Die Kapitel sind relativ kurz und beinhalten verschiedenste Themen über Sex, Beziehungen und Drogen. Die Autorin scheint hier die New Yorker Szene gründlich studiert zu haben, dennoch fand ich die Art und Weise, wie es zu Papier gebracht wurde, unerträglich. Drei Anläufe brauchte ich - zwei Mal abgebrochen, beim dritten Mal durchgezogen und am Ende (und immer wieder zwischendurch) den Kopf geschüttelt. Ich weiß nicht, ob es an der deutschen Übersetzung liegt, oder die Originalfassung auch so emotionslos und plump daher kommt.

    Die Charaktere sind allesamt oberflächlich, zickig, gereizt, selbstverliebt und kaum auszuhalten. Einige davon tauchen (Gott sei Dank sympathischer) in der Serie auf.

    Carries Beziehung zu Mr. Big spiegelt nicht einmal ansatzweise das wider, was im Nachhinein auf die Leinwand projiziert wurde. Carrie ist ständig schlecht gelaunt, verkatert oder unter Drogen und eine echte Kratzbürste (im Buch wird sie sogar Biest genannt, was mich nicht wundert). Mr. Big bleibt an ihrer Seite, was mir ein Rätsel ist, aber bitte.

    Die Szenen wechseln so abrupt, dass ich mich teilweise gefragt habe, ob deren Erwähnung überhaupt nötig war. Insgesamt las sich das Buch eher wie ein Kinderaufsatz (nicht von den Themen her, sondern vom Schreibstil). Eine persönliche Stimme, wie man es von einer Kolumne erwartet, habe ich nicht wiedergefunden, stattdessen immer wiederkehrende Szenen, wo man sich anpöbelt und volllaufen lässt.

    *Zitat* Danach überredete Carrie alle, mit ihr ins Badezimmer zu gehen und Marihuana zu rauchen, und dann kamen alle wieder raus, und sie tanzte wild mit Mr. Big, und die Leute gingen zu ihnen hin und sagten: "Ihr zwei seid die besten Tänzer hier." *Zitat Ende* Abgesehen vom holprigen Satzbau waren die beiden auf einer Party ... Mit ALLEN Leuten in ein Badezimmer zu gehen, erscheint mir doch sehr schwierig (außer das Badezimmer hat die Größe eines Wohnzimmers).

    *Zitat* Um eins verließen sie die Party, und ein Haufen Leute kam noch mit in ihr Haus. Carrie trank und kiffte weiter, bis sie kaum mehr gehen konnte, dann schleppte sie sich ins Badezimmer, übergab sich und legte sich auf den Fußboden. Sie übergab sich wieder, und Mr. Big kam rein und versuchte, ihr den Kopf zu halten, und sie sagte: "Fffassmichnichan." Dann schleifte er sie ins Bett, aber sie stand auf und ging ins Badezimmer und übergab sich erneut. *Zitat Ende*

    Hier noch eine schöne Szene, die absolut die große Love-Story von Carrie und Mr. Big widerspiegelt: *Zitat* Abends gingen sie zum Essen ins Palm. Sie sagte etwas, und er sagte: "Das ist aber dumm." "Ach wirklich? Wie interessant. Dass du mich dumm nennst. Vor allem, wo ich klüger bin als du", sagte Carrie. Mr. Big lachte. "Wenn du das glaubst, dann bist du wirklich dumm." "Verarsch mich nicht", sagte Carrie. Sie lehnte sich über den Tisch und war plötzlich so wütend, dass sie nicht mehr wusste, wer sie war. "Wenn du mich verarschst, wird es mein besonderes Anliegen sein, dich fertigzumachen. Und ich bin noch dazu überzeugt, dass mir das riesigen Spaß machen wird." *Zitat Ende*

    Außerdem wechseln sämtliche Dialoge von einem Extrem ins andere. Als würden die Charaktere aneinander vorbeireden. Vieles erschien mir zusammengestoppelt, unvollständig oder schlecht übersetzt. Im Großen und Ganzen trifft es nicht einmal der Begriff "enttäuscht". Ich vergebe 1 von 5 Sternen und frage mich, ob ich irgendwas nicht verstanden habe.

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