Bücher mit dem Tag "popliteratur"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "popliteratur" gekennzeichnet haben.

117 Bücher

  1. Cover des Buches Ich bin dann mal weg (ISBN: 9783492307116)
    Hape Kerkeling

    Ich bin dann mal weg

     (4.084)
    Aktuelle Rezension von: Federstrich

    Ich bin da auch hin. Und ich schäme mich nicht zu sagen, dass der Auslöser dieses Buch war. Habe Kerkelings Geschichte von "seinem" Jakobsweg, mit vielen, skurrilen und schönen Begegnungen kann ich nur bestätigen, auch wenn "mein" Weg sich natürlich ganz anders gestaltet hat. Was der Autor jedenfalls wunderbar beschreibt,  und weshalb sich auch ein "Run" auf den Camino entwickelt hat, ist die ganz besondere Atmosphäre dort. Einzig die Hotelübernachtungen kreide ich Hape Kerkeling an, denn die Übernachtungen in den vielen Herbergen, Turnhalle oder Kirchen vor Ort waren es für mich, die den Weg absolut abgerundet hat. Außerdem war es eine willkommene Ablenkung von den Strapazen, den Stationen des Fernsehstars nachzuspüren. 

  2. Cover des Buches Resturlaub (ISBN: 9783596512409)
    Tommy Jaud

    Resturlaub

     (1.068)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ein sehr lustiges und kurzweilig geschriebenes Buch, das man nicht immer in der Öffentlichkeit lesen sollte, da man auch mal einen Lachkrampf bekommen kann. Empfehlenswert, wer gerne lachen möchte.

  3. Cover des Buches Becks letzter Sommer (ISBN: 9783257609271)
    Benedict Wells

    Becks letzter Sommer

     (426)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Herr Beck ist mitte dreißig, Lehrer, aber sein Herz gehört eigentlich der Musik. Seine Band hatte sich seinerzeit zerstritten und seitdem hat er kaum noch Songs verfasst. Als er seinen 17jährigen Schüler Rauli im Musiksaal überrascht, ist er völlig hin und weg. Der Junge kann grandios Gitarre spielen, singt wie wenn er nie etwas anderes getan hätte und kann Songs zaubern die voll Kraft und Tiefgang sind. Er nimmt sich dem Au?enseiter an und hofft so noch im Musikgeschäft Fu? zu fassen. Rauli hat aber auch andere Probleme. Seine Familie hat einige ups and downs, er verliebt sich und er will wie sein Vorbild der beste Eiskunstläufer der Welt Alexei Yagudin den dreifachen Salchow schaffen. Becks alter Bandkollege Charlie muss dringend nach Istanbul und so setzen sich Rauli, Beck und der immer verwirrte Charlie ins Auto und machen sich auf die Reise ihres Lebens. Mit gerade mal dreiundzwanzig Jahren hat Benedict Wells ein furioses Debut geschaffen. Eine Geschichte mit viel Schwung, Dramatik, Musik und ungeheurem Tiefgang. Hoffentlich nicht Wells letzter Sommer

  4. Cover des Buches Herr Lehmann (ISBN: 9783442461288)
    Sven Regener

    Herr Lehmann

     (1.207)
    Aktuelle Rezension von: berlinerkatze

    Musste ein paar mal schmunzeln, der Sprachgebrauch ist erfrischend und kurzweilig. Herr Lehmann überzeugt mit Berliner Charme und einem authentischen Einblick in das Leben eines ganz normalen Typen 

  5. Cover des Buches Realitätsgewitter (ISBN: 9783351036584)
    Julia Zange

    Realitätsgewitter

     (52)
    Aktuelle Rezension von: cat

    Klappentext:
    "Marlas Leben ist ein einziges Realitätsgewitter. Wenig Sex, viel iPhone. Viel Bewegung, wenig Sicherheit. Sehr globalisiert, aber immer noch ganz schön deutsch. Marla funktioniert perfekt. Sie hat immer die richtige Maske auf. Doch plötzlich bekommt ihr hochglänzender Panzer kleine Brüche. Plötzlich ist da eine schwere Traurigkeit, die langsam von ihrem Bauch nach oben spült. Um nicht zu ertrinken, macht sie sich auf den Weg zurück in ihr Heimatdorf. Und landet schließlich auf Sylt. Eine Reise ins Erwachsenwerden und zu sich selbst."


    Mein Fazit:

    Das Buch ist sehr kurz und einfach geschrieben, so das man es schnell durch hat.

    Marla wird gut beschrieben sowie auch Ihre Gedankengänge.

    Marlas Leben passt zu der heutigen Zeit, in der das Handy immer dabei ist, Facebook- Freunde zu "echten Freunden" zählen und die Kommunikationen teilweise nur an der Oberfläche stattfinden.

    Meiner Meinung nach ist das Leben von Marla aber sehr überspitzt und übertrieben.

    Sie schmeißt ihr Studium und lässt sich treiben, als Ihre  Eltern Ihr das Geld entziehen, weis sie nicht was sie machen soll, lässt sich aber weiter treiben anstatt irgendwas zu ändern, im Gegenteil sie gibt sogar noch mehr Geld aus und noch vieles mehr. Sie setzt immer wieder Masken auf anstatt sie selbst zu sein.

    Nichts dagegen das sich die Protagonistin ausleben darf und auf der Suche nach sich selbst befindet aber das hätte man auch anders, logischer und tiefgründiger beschreiben können.

    Ich hatte von diesem Buch mehr erwartet.

  6. Cover des Buches Millionär (ISBN: 9783596512393)
    Tommy Jaud

    Millionär

     (983)
    Aktuelle Rezension von: Drea62

    Der Anfang war richtig gut und ich habe mehrere Male richtig herzhaft gelacht. Leider lies das Buch je weiter ich zum Ende kam immer mehr nach und den Spaß vom Anfang verlor es immer mehr. Sehr Schade. Ich bin daher enttäuscht und muss gestehen der erste Band VOLLIDIOT war um einiges besser. Von mir daher nur 3 Sterne.

  7. Cover des Buches Faserland (ISBN: 9783462301465)
    Christian Kracht

    Faserland

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Just_another_reader

    Kennt ihr das: Etwas ist so fremd, anders und unsympathisch, dass es wieder interessant wird?

    So ging es mir mit "Faserland" von Christian Kracht. Der Protagonist ist so unfassbar, unsympathisch, asozial und arrogant, dass ich ihn in der Realität niemals treffen wollen würde. Trotzdem bin ich sehr gerne seiner Reise durch Deutschland und seinen Gedankengängen gefolgt, nicht weil mir gefällt was er zu sagen hat, sondern gerade um mich mit Dingen zu konfrontieren, die mir nicht gefallen. Mich mit der Denkweise des Protagonisten auseinander zu setzen, obwohl er mich auf den ersten Blick abstößt, hat meine eigenen Ansichten gestärkt und mich gleichzeitig aufgefordert offener zu werden. Alleine damit ich nie so voreingenommen und urteilend werde wie der Protagonist.

    In diesem Fall ist ein gutes Buch nicht unbedingt ein schönes Buch, denn Faserland ist auf einem anderen Level gut, als die Romane, die ich sonst gerne lese. Es überzeugt nicht durch sympathische Figuren oder besondere Handlungen und imposante Plottwists, sondern durch Sprache, Denkanstöße und Ironie. Denn zu ernst nehmen sollte man den Roman nicht, es ist eine künstlerische Geschichte, eine Parodie, ein Fingerzeig, der durch die leichte aber wunderschöne und artistische Sprache schnell zu lesen ist, aber lange im Gedächtnis bleibt.

    Ich empfehle Faserland, wenn man bereit für etwas unkonventionelles, ANDERES ist und sich auf den Roman einlassen kann, ohne jedes seiner Worte zu hinterfragen, sondern bereit ist zwischen den Zeilen zu lesen. 

  8. Cover des Buches Ich und die anderen (ISBN: 9783423208901)
    Matt Ruff

    Ich und die anderen

     (402)
    Aktuelle Rezension von: leselise65

    Ich bin mit einer Erwartung an das Buch heran gegangen, eine humorvolle Geschichte über Erlebnisse eines Menschen mit einer multiplen Persönlichkeit zu erfahren (ich denke mal aufgrund des Covers). Diese Erwartung würde nicht erfüllt, aber ich habe etwas viel Besseres erhalten. 

    Der Autor führt uns ein in die Welt der multiplen Persönlichkeit und beschreibt uns, wie und was sich in deren Kopf und Seelen abspielt. Das hat mich tief beeindruckt!  Ich könnte tatsächlicherahnen wie es sich anfühlen muss wenn sich die Seele einer Person spaltet und wie es dazu kommen kann.  Aber auch welche Probleme dadurch im Alltag entstehen. 

    Die Leben von Andrew und Penny treffen aufeinander und damit auch ihre vielen anderen Seelen. Was sie erleben und wie sie sich gegenseitig helfen ein einigermaßen normales Leben zu führen hat mich emotional sehr berührt und war unglaublich gut und spannend beschrieben. 

    Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen, wenn man sich auf ein Buch mit viel psychologischen Hintergrund einlassen kann.

  9. Cover des Buches Russendisko (ISBN: 9783442477838)
    Wladimir Kaminer

    Russendisko

     (529)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Wladimir Kaminer erzählt in seinem Buch "Russendisko " kurzweilige Anekdoten über die Einwanderung von Russland nach Deutschland. Schön übersichtlich in kurzen Kapitel gehalten sind sie einmal mehr und einmal weniger unterhaltsam. Interessantes habe ich auch nicht im Buch gefunden. Wer es nicht liest,verpasst nix.

  10. Cover des Buches Fleisch ist mein Gemüse (ISBN: 9783939716617)
    Heinz Strunk

    Fleisch ist mein Gemüse

     (442)
    Aktuelle Rezension von: deidree

    Laut den vorliegenden Rezensionen habe ich mir dieses Buch schenken lassen, weil ich es mir interessant und witzig vorstellte.

    Leider war es für mich nur zäh und langweilig. Es passiert ganz selten, dass ich ein Buch abbreche. „Fleisch ist mein Gemüse“ hier ist allerdings so eines. Ab der Hälfte habe ich seitenweise weiter geblättert, etwas gelesen, und wieder viele Seiten übersprungen. Die letzten paar Seiten habe ich wieder gelesen und nicht das Gefühl gehabt, dass mir etwas entgangen ist.

    Grundsätzlich erzählt der Autor ständig das Gleiche. Und das nicht einmal überzeugend witzig. Von einem Tanzabend zum nächsten, Alkohol, Glückspiel, keine Frauen, Gesicht mit Pickel, Mutter der es gesundheitlich immer schlechter geht, bis sie am Ende stirbt, Tagesablauf zum Kaputtmachen. Tja, das war es dann auch schon. 

    Wird das ganze Buch dafür verwendet zu beschreiben wie es bei dieser einen Tanzkapelle ablief, so war das Ende im Schnellverfahren erzählt. Innerhalb einiger Seiten trennt er sich von der Gruppe, Mutter stirbt, er zieht um und aus. 

    Dazu passt noch nicht einmal das Cover. Schade, für mich enttäuschend.

                                                                                                   

  11. Cover des Buches Der Stadtfeind Nr. 1 (ISBN: 9783404152674)
    Jonathan Tropper

    Der Stadtfeind Nr. 1

     (75)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin
    Joe ist 34 Jahre alt und kehrt nach 17 Jahren erstmalig wieder in seine Heimatstadt nach Bush Falls zurück, da sein Vater mit einem Schlaganfall im Krankenhaus liegt. Er hat seinen Ort der Kindheit und Jugend wohlweislich so lange gemieden, da er seit der Veröffentlichung seines Buches, das zu einem Bestseller und anschließend verfilmt wurde, scheinbar von der gesamten Stadt verhasst ist. Mit dem Roman, der einer Abrechnung mit seiner Jugend gleichkommt, hat er seine Wut und Trauer verarbeitet und damit viele Menschen vor den Kopf gestoßen oder öffentlich bloßgestellt. Für Joe war es eine Genugtuung, den Einwohnern einen Spiegel vors Gesicht zu halten und ihre Engstirnigkeit und Intoleranz anzuprangern. 
    Zurück in Bush Falls werden ihm die Folgen der Romanveröffentlichung für ihn, aber auch für seinen Vatern und seinen Bruder bewusst und wie sehr er noch an seiner Jugendliebe Carly hängt. 

    Der Roman ist bereits 2009 unter dem Titel "Der Stadtfeind Nr. 1" erschienen und wurde 2014 mit dem Titel "Kleinstadthölle" erneut veröffentlicht, ist aber dennoch zeitgemäß, denn derart antiquierte Ansichten wie sie der Autor über die fiktive Stadt Bush Falls beschreibt, stecken auch heute noch in vielen konservativen Köpfen. 
    Der Roman handelt Anfang der 2000er-Jahre, als Joe in seine Heimatstadt zurückkehrt und auf seine Jugend in den Jahren 1986/1987 und die Ereignisse zurückblickt, die zur Veröffentlichung seines Buches führten. Er erzählt von seiner Freundschaft zu Sammy und Wayne und seiner Liebe zu Carly. 
    Es ist ein Roman, der sehr unterhaltsam und voller Ironie geschrieben ist, gleichzeitig aber eine tragische Geschichte erzählt. Er handelt von Freundschaften, erster Liebe und Homosexualität und wie eine Highschool bzw. eine ganze provinzielle Kleinstadt mit einem Coming-Out umgegangen ist und welches Drama dabei ausgelöst wurde. Jahre später reflektiert Joe die Ereignisse von damals und dass auch er nicht frei von Fehlern ist und erhält damit die Chance, sich mit seinem Vater zu versöhnen und eine Annäherung mit Carly zu versuchen. 
    Der Roman ist authentisch geschrieben, wenn auch zumal - besonders in Gestalt der Nebencharaktere - bis an die Spitze getrieben. Es ist eine wunderbar unterhaltsame Geschichte über die Qualen eines Kleinstadtlebens und die Schatten der Vergangenheit und bietet die perfekte Balance aus Ernst und Humor. 
  12. Cover des Buches Wir kommen (ISBN: 9783746633596)
    Ronja von Rönne

    Wir kommen

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    In dem Roman „Wir kommen“ von Ronja von Rönne steht die Protagonistin Nora, die stets nachts von Panikattacken heimgesucht wird, mit ihren drei Freunden Karl, Leonie und Jonas im Mittelpunkt. Sie führen eine offen-sexuelle Beziehung zu viert und fahren eines Tages gemeinsam ans Meer, wo sie recht sorglos in den Tag hineinleben und ihre seltsame Viererbeziehung zu kitten versuchen. Geschildert wird das Geschehen personal in Form eines Tagebuchs aus der Sicht von Nora, die von ihrem Therapeuten die Aufgabe erhalten hat, die nächsten Tage zu protokollieren, um den Grund ihrer Panikattacken genauer in Erfahrung zu bringen. Das Alter der vier Freunde wird leider nicht konkretisiert. Alle vier zeichnen sich dadurch aus, dass es um ihren psychischen Zustand nicht allzu gut bestellt ist. Begleitet wird das Quartett noch von der fünfjährigen Emma-Lou, der schweigsamen Tochter von Leonie, die immer am Rande erwähnt wird und an deren Beispiel deutlich wird, dass es sich auch um eine sehr verantwortungslose Truppe handelt, die die Bedürfnisse des Kindes gar nicht wahrnimmt und die nach meinem Empfinden zudem sehr gleichgültig im Umgang miteinander ist. Sie treten einander auf den Gefühlen herum, ohne sich großartig daran zu stören, das Leben begreifen sie als eine Art Schauspiel, bei dem sie situationsangemessen bestimmte Rollen zu spielen haben. Die angebliche Freundschaft von Nora, Karl, Leonie und Jonas wirkte auf mich oberflächlich. Das alles war für mich beim Lesen etwas befremdlich. 

    Bei ihrem Trip ans Meer wohnen sie in einem Strandhaus, das scheinbar Karl gehört. Geldsorgen scheinen ihnen fremd zu sein. Um ihre Alltagsroutine zu durchbrechen, planen sie die Veranstaltung einer großen Party, auf der dann später rund 100 Leute aus der Medienbranche anwesend sind. Auffällig ist in diesem Zusammenhang, wie wenig Nora von ihrer Umwelt mitbekommt. Vieles, was sie beschreibt, bleibt nebulös, schwammig und undetailliert. Sie ist sozusagen das Gegenteil einer guten Alltagsbeobachterin. Zudem offenbart sie merkwürdige Ansichten auf die Welt. Man könnte vermuten, dass auf diese Weise ihr gedämpfter psychischer Zustand zum Ausdruck gebracht werden soll. Das habe ich in der Form so noch nie gelesen, fand es innovativ. Es macht das Lesen und das Textverständnis aber nicht immer einfach. Zu erwähnen ist auch, dass Nora häufiger an ihre tote Freundin Maja denken muss, die für sie eine Art Idol war, zu der sie aufgesehen hat, die sie aber auch stark negativ beeinflusst hat. Sie tut sich unheimlich schwer damit, Majas Tod zu akzeptieren. Und am Ende des Romans wird dann letztlich auch klar, was der Grund für Noras Panikattacken ist. Das fand ich plausibel gelöst. 

    Positiv hervorzuheben ist in diesem Roman vor allem aber die sprachliche Gestaltung. Von Rönne hat einen eigentümlichen Stil, der sie auszeichnet, sie verwendet eine poetische Sprache mit kreativen Sprachschöpfungen. Kurze, abgehackte Sätze, einfache Parataxe, sehr pointiert vorgetragen. Das hat das Potential zu einem Wiedererkennungswert zu werden. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch erfüllt das Werk die klassischen Kriterien eines Popliteratur-Romans, nicht nur die schnodderige Sprache auch die Verarbeitung typischer Themen von Popliteratur finden sich wieder.

     

    Fazit: Ein Roman mit Popliteratur-Merkmalen und herausragendem, kreativem Sprachstil, in dem vor allem anschaulich der „brüchige“ psychische Zustand der Protagonisten thematisiert wird. Kein Buch, das sich schnell und flüssig herunterliest, sondern bei dem man immer wieder stockt und nachdenkt.

     

     

     

  13. Cover des Buches So was von da (ISBN: 9783462044416)
    Tino Hanekamp

    So was von da

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Prinzesschn

    Eine Geschichte über Freundschaft, Existenzängste, Verlust, Liebe und noch vielem mehr.

    Oskar Wrobel ist Clubbesitzer oder sollte es besser heißen: war Clubbesitzer? Denn es ist die letzte Nacht seines Clubs. Die letzte Nacht, bevor er abgerissen wird. Die letzte Nacht, in der eine letzte Party schmeißt, die nicht nur vor Beginn, sondern auch währenddessen mit einigen Überraschungen und Herausforderungen auf sich warten lässt.

    Der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen. Nicht unbedingt, weil er besonders malerisch oder gewählt ist, sondern weil er ungeschönt, derb und authentisch ist. Er unterstreicht die Geschichte einfach perfekt und bringt einen in genau die richtige Stimmung.

    Die Charaktere sind alle grundverschieden und haben mit ihren Problemen zu kämpfen, aber dennoch haben sie eines gemeinsam: Sie haben alle ihren Platz im Roman verdient, sind auf ihre eigene Weise mal mehr und mal weniger skuril gezeichnet und bereichern das Gelesene.

    Auch wenn sich das Buch nur um einen Tag und eine Nacht dreht, ist man als Leser so involviert, dass es zu keiner Zeit langatmig oder unnötig ist.

    Die Sprache, die Handlung und die Charaktere haben es mir so angetan, dass mich das Buch auch im Nachgang noch eine Weile beschäftigen wird.

  14. Cover des Buches Slam (ISBN: 9783462049923)
    Nick Hornby

    Slam

     (430)
    Aktuelle Rezension von: Geerthi

    «Slam» ist ein Buch von Nick Hornby. Der 15-jährige Hauptprotagonist Sam fährt gerne Skateboard und verliebt sich in Alicia. Alles läuft gut bis sie plötzlich schwanger wird. Nur dieser Moment verändert alles und Sam wird mit einer Menge Verantwortungen konfrontiert.

    Die Geschichte an sich ist nicht spektakulär aber was Nick Hornby macht, hat mich überzeugt. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, bin ich das Stück anschauen. Ich bereue nicht die Geschichte gelesen und gesehen zu haben.

    Ich denke, dass dieses Buch nicht bei jeden gut ankommt. Es ist eine Geschmackssache, ob man schlussendlich die Geschichte mag oder nicht.

  15. Cover des Buches Panikherz (ISBN: 9783462050660)
    Benjamin von Stuckrad-Barre

    Panikherz

     (114)
    Aktuelle Rezension von: ritafischer

    Ein überragendes Buch, anders als alle Bücher, die ich gelesen habe. Bin ab sofort Stuckrad-Barre-Fan und werde mir andere Bücher von ihm kaufen. Liebe Lesegemeinde, jetzt Luft holen: 

    Solltet ihr Udo u seine Texte mögen, nicht auf Sex and Crime stehen, Wegbegleiter unserer Medienvergangenheit und junger Jahre ( na ja : Jugendlichkeit der letzten 20 Jahre) treffen wollen und auf eine gute Schreibe, entgleisen, sich verlieren und wiederfinden, sich wieder neu erfinden und Situationskomik lieben und ertragen wollen: 

    Dann lest es!!

    BvS-B betrachtet als nun mehr 40-Jähriger, seit 10 Jahren ohne Alk und Drogen, die Zeit seines Erwachsenwerdens und begleitet sich noch einmal auf seiner Reise in die Vergangenheit als Junkie, Kokser, Säufer und glühender Verehrer literarischer und musikalischer Ausnahmekünstler.

    Benjamin, Sohn eines Öko- Pastors, letztes Kind von Vieren, Udo-verliebt und schon als 12-Jähriger Kenner sämtlicher Lindenberg-Texte, Abitur ohne Studium, aber Praktikant und Redakteur beim Magazin "Rolling Stone", verdient sich, vom Ehrgeiz getrieben, die Membership der Rock- and Drug -Szene. Er will mitmischen, ist kreativ, absolut begabt und voller Enthusiasmus allem Neuen gegenüber.

    BvS-B schreibt rücksichtslos ehrlich, schonungslos direkt und lässt keine Atempausen zu -weder beim Leser noch in seinem Leben. Man nimmt unmittelbar teil an seiner Einsamkeit, Verzweiflung und Melancholie sowie seinem Zwang zur Selbstaufgabe. 

    3x Entzug und 3x Rückfall- Udo nimmt ihn in seine Panikfamilie auf und wird sein Retter, nicht nur mental, sondern er mischt mit als Entscheider und Gönner.

    Nach dem 4. Entzug hat Benjamin mit 29 Jahren alles Materielle verloren, das er sich trotz der Drogensucht als erfolgreiches "enfant terrible" der Literaturwelt erarbeitet hat. Er fängt bei Null an.

    Auch jetzt ist Udo da und verordnet seinem Stuckiman eine „Licht“-Kur im Hotel Mormont in L A , die mehr als 12 Monate andauern wird.

    Benjamin lernt, seinen Hunger auf alles Neue zuzulassen, aber die Gier zu dosieren. Er kämpft gegen  die  Versuchungen und trickst die Sucht aus. 

    Hoffentlich für immer.

  16. Cover des Buches Soloalbum Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783462052596)
    Benjamin von Stuckrad-Barre

    Soloalbum Jubiläumsausgabe

     (400)
    Aktuelle Rezension von: Lilinn_Aion

    Nicht gut gealtert, der Autor bepinselt seinen eigenen Bauchnabel, beschreibt viele Menschen sehr abwertend/sexistisch. Das sollte wohl fresh und hip sein damals und rebellisch. Klingt aber eher herablassend und ziemlich arrogant/realitätsfern/unreflektiert, denn der Protagonist selber scheint eher zu der arme-Würtschen-Fraktion zu gehören. Wäre interessant, ob der Autor heute (2022, also 21 Jahre nach Erscheinen der TB-Ausgabe) so noch zu den ziemlich verachtenden Sichtweisen auf Frauen und die fragwürdigen Vorlieben (ganz jung muss die Frau sein mit "großen Titten", bitte naiv genug, um auf sein Geseier reinzufallen, aber auf keinen Fall "dumm"...) seines Protagonisten steht.

  17. Cover des Buches Endlich Kokain (ISBN: 9783462046359)
    Joachim Lottmann

    Endlich Kokain

     (12)
    Aktuelle Rezension von: ErinaSchnabu
    Ein provokanter Titel, oder? Auf das Buch bin ich gestoßen, als ich mir bei Amazon verschiedenste deutschsprachige Werk der popliterarischen Gattung anschaute. Manchmal stöbere ich mich einfach gerne durch die Vorschläge und setze Bücher auf die Wunschliste. Popliteratur lese ich echt gerne. Oftmals analysieren die Schriftsteller der Popliteratur gekonnt kulturelle und gesellschaftliche Phänomene, machen sich über sie lustig oder zelebrieren sie sogar. Zumindest werden typische Aspekte der zeitgenössischen Kultur und Gesellschaft benannt und in irgendeiner Weise reflektiert, ohne einen großen zeitlichen Abstand dazu zu haben. Das gefällt mir sehr gut und ich fühle mich dabei meist auch sehr gut unterhalten. So auch bei Lottmanns "Endlich Kokain"...

    Inhalt
    Ein rührend normaler, leider zu dicker Gutmensch, der nie wild, aufregend und hemmungslos gelebt hat, erhält die furchtbare Diagnose: noch maximal drei Jahre Lebenserwartung bei weiter zunehmendem Bluthochdruck und Bewegungslosigkeit. Der frühpensionierte TV-Redakteur fasst einen verzweifelten Entschluss, als er erfährt, dass nur harte Drogen gegen seine monströse Fettsucht helfen: Er beginnt eine »Kokain-Diät«. Der geborene Spießer protokolliert penibel Dosis und Wirkung, doch bald schon wird er immer rauschhafter, wilder, offener – und dünner! Sein Charakter löst sich auf. Er lügt, fälscht, betrügt, hat plötzlich Sex im Übermaß und steigt mit jedem verlorenen Pfund auf zur schrulligen Kultfigur der Wiener und schließlich auch der Berliner Kunstboheme. Nur ein Zufall kann ihn vor seinem naiven Optimismus und dem sicheren Drogenende retten.
    Joachim Lottmanns Roman ist die eindrückliche Seelenstudie eines Mannes, der in einen Strudel dekadenter Abenteuer gerät. Ein furioser Anti-Entwicklungsroman, der zugleich das Porträt einer lebensgierigen Szene abseits der »normalen« krisenbesessenen Jammergesellschaft zeichnet. (KiWi-Verlag)

    Meine Meinung
    Auch, wenn ich etwas länger gebraucht habe, so hat mir das Lesen von Endlich Kokain wirklich Spaß gemacht. Lottmann hat eine Welt portraitiert, mit der ich nichts zu tun habe - die Welt der Künstler, der Medien und der Prominenten - und trotzdem hatte ich beim Lesen stets das Gefühl, diese Welt zu kennen. Ich konnte mir alles und jeden sehr gut vorstellen und habe seine Beschreibungen nicht bloß als Satire empfunden, sie wirkten wie aus dem Leben gegriffen.
    Lottmanns bissig-satirischer Unterton ist sehr unterhaltend, wenn auch wahrscheinlich Geschmackssache. Meinen Geschmack hat er jedenfalls getroffen.
    So beschreibt er viele junge Frauen heutzutage als Klon aus der fabelhaften Welt der Amelie, die immer Kind bleiben wollen, sich durchgehend selbst analysieren und den kleinen Prinzen zitieren. Bei solchen Stellen musste ich wirklich lachen. Durch seinen Protagonisten spottet Lottmann über die politische Korrektheit der Medienwelt oder über die Grünen.
    So viel Spott und Witz ich herauslesen konnte, so wenig treibende Handlung besaß der Roman. Es lässt sich keine Pointe erkennen, kein Höhepunkt in der Geschichte, was es mir ein bisschen schwer machte, den Roman in einem Stück zu lesen. Spannung wurde so gut wie gar nicht aufgebaut, weshalb ich ab und zu auch gelangweilt war.
    Trotzdem würde ich ohne weiteres wieder zu einem "Lottmann" greifen, in der Hoffnung, einen Roman in der Hand zu halten, der die Menschen und das Leben bissig persifliert. 
  18. Cover des Buches Unterwegs (ISBN: 9783644011816)
    Jack Kerouac

    Unterwegs

     (245)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    In schnellem Tempo erzählt Jack Kerouac in seinem autobiografischem Text von jener Zeit Ende der 40er in den Staaten. Er gehörte zur Beat Generation, so etwas wie die Vorgänger der Hippies. Sie sind dem Jazz verfallen, Drogen, Nachtclubs, Sex. 

    Rastlos sind sie, immer on the Road.

    Gefühlte 10 mal jagen sie kreuz und quer durch Amerika, mit gestohlenem Wagen, als Anhalter, mit dem Bus. Ein halbes Dutzend Autos gehen zu Bruch. Dean der Anführer, ein möchte-gern Schriftsteller, Träumer, Looser handelt egoistisch nur zu seinem Vergnügen, hat Frauen und Kinder über das ganze Land verstreut und lässt diese immer wieder hinter sich.


    Gut haban mir die Momente in den Clubs gefallen, wo der Jazz, der Bebop gespielt wird. Hier hat der Roman seine Stärken, hier flippen sie, die Beatnik's endgültig aus.

  19. Cover des Buches Pauschaltourist (ISBN: 9783746625331)
    Tom Liehr

    Pauschaltourist

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Ingrid-Konrad
    aber nicht berauschend. Immer wenn einem gerade langweilig wird, geht es dann doch wieder voran. Gut, wenn man im Flughafen festhängt und einem die Beschäftigungsideen ausgehen. 
  20. Cover des Buches Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot (ISBN: 9783150205600)
    Sibylle Berg

    Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Igno
    Titel beschreibt den Inhalt eigentlich umfassend: Wir begleiten ein paar Leute, die allesamt ihr persönliches Glück suchen – das definiert sich oberflächlich aus einer Beziehung – und früher oder später dabei sterben. Allerdings ohne besonders viel gelacht zu haben. Naja, irgendwas ist ja immer.

    Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot ist Sibylle Bergs Debütroman und erschien im Jahr 1997 bei Reclam. Auf 192 Seiten rechnet sie mit der Spaßgesellschaft des ausklingenden Jahrhunderts ab und das ziemlich schonungslos.

    Das Buch dreht sich, wie schon gesagt, hauptsächlich um die Suche und das Scheitern von Beziehungen. Dabei begleiten wir eine Reihe von Protagonisten, deren Leben auf die eine oder andere Weise miteinander in Verbindung stehen. Allen gemein: Die fast zwanghafte Suche nach der großen Liebe. Die bleibt jedoch weitestgehend erfolglos. Gründe gibt es dafür viele, einige spielt Berg recht schonungslos durch.

    Es bleibt dabei aber nicht bei den Beziehungen. Auch mit dem schleichenden Gefühl der großen Langeweile, dem ›Da muss doch noch mehr sein‹, das sich auch aus der Fülle an offenkundig unnützen Jobs ergibt, dieser alles umfassenden, allgemeinen Belanglosigkeit rechnet Berg ab. Später wird Yolo als geflügeltes Motto auftauchen, doch die Probleme sind schon sehr ähnlich. Berg nimmt dabei keine Rücksicht auf ihre Charaktere, ganz im Gegenteil. Die werden erst seelisch seziert, um später der Traurigkeit ihres Seins angemessen die Erde zu verlassen. Letzteres trifft zwar nicht alle, von einem Happy End zu reden wäre trotzdem sehr weit hergeholt.

    Wenn man, wie ich, nicht chronologisch durch Bergs Gesamtwerk geht, erkennt man besonders in ihrem Debütroman durchaus, wo die Reise hingehen wird. In Sprache und Stil erinnert das Buch stark an GRM: Brainfuck, den vorläufigen Höhepunkt erreicht Berg aber erst in letzterem. Die Kapitelübergänge in Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot sind zwar noch nicht fließend, die ›Überschriften‹ haben aber schon den Stil, den sie auch in ihrem aktuellen Werk verwendet. Auch die Sprache ist in ihrer Derbheit schon auf dem Weg, genau wie die teilweise eigentümliche Satzkonstruktion. Bei letzterem ist der Unterschied zum aktuellen Werk noch am Deutlichsten zu spüren. Trotzdem, der Weg wird klar.

    Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot ist durchaus ein schönes Buch, als Debüt erst Recht. Es mag nicht jedermenschs Geschmack sein – Sibylle Berg muss man halt mögen – aber ein nettes fieses Stück Unterhaltung ist das Buch auf jeden Fall.

  21. Cover des Buches Blackbox (ISBN: 9783462034950)
    Benjamin von Stuckrad-Barre

    Blackbox

     (78)
    Aktuelle Rezension von: annepei
    "Die Dinge sind, was man mit ihnen erlebt hat."
    .
    In diesem Buch sind 8 Erzählungen in technischem und nüchternem Schreibstil gesammelt. Leider konnten mich so die Personen der einzelnen Geschichte kaum anrühren. Entgegen des Titelversprechens von "unerwarteten Systemfehlern" wurde viel mit Klischees gearbeitet und diese auch nicht vertiefend betrachtet. Allerdings geht es tatsächlich um "Systemfehler" in der Gesellschaft, viele haben mit der Oberflächlichkeit der Jugend oder der Medien zu tun. Aber beim Lesen bekommt man auch das Gefühl, als könne sich der Autor von der thematisierten Oberflächlichkeit selbst nicht recht lösen.
    .
    Bewertung: 💻💻💻
  22. Cover des Buches Zehn Wahrheiten (ISBN: 9783462047691)
    Miranda July

    Zehn Wahrheiten

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Elizzy

    Zusammengefasst

    In diesem Buch findet man 16 verschiedene Geschichten, alle auf ihre Art speziell geschrieben und alle haben etwas gemeinsam: Sie sind bizarr und voller Gefühle.

    Die meisten Geschichten beginnen mittendrin im Leben, in einem Gedanken oder einer sehr ungewöhnlichen Situation. Genau so abrupt wie sie begonnen haben hören sie aber auch wieder auf und lassen den Leser mit einem unbefriedigten Gefühl zurück.

    Darüber Gedanken gemacht

    Ich bin im Prinzip ein Fan von Kurzgeschichten, diese haben meistens mehr Botschaft, als ein ganzes Buch. Doch diese Geschichten konnten mich leider weder mitreissen noch begeistern. Obwohl ich bei manchen Geschichten mir wirklich Mühe gab, um herauszufinden, was die tiefere Botschaft hinter dieser Geschichte sein sollte, konnte ich einfach keinen Sinn darin finden. So verstehe ich nicht, wie eine Person sich an einen Mann ran kuscheln kann, während dieser einen epileptischen Anfall erleidet. Und die besagte Person, stellt sich dann eine Zukunft mit diesem Mann vor; wie dieser seine Frau mit ihr betrügt – anstatt im zu helfen. Diese und noch viele weitere seltsame Szenen findet man in diesem Buch und leider fand ich diese so abwegig und seltsam, dass ich ständig mit dem Gedanken spielte, das Buch einfach gegen eine Wand zu knallen.

    Gefiel mir sehr

    Gefiel mir nicht

    Leider konnte mich keine der sechzehn Geschichten überzeugen und keine der Personen, blieb mir lange im Gedächtnis.

    Schreibstil & Cover

    Der Schreibstil war ganz in Ordnung und an manchen Stellen wirklich sehr schon ausgearbeitet, doch so überwältigend Gut, wie er von manchen beschrieben wird, fand ich ihn nicht. Das Cover ist auf jeden Fall ein Hingucker und weckt das Interesse des Lesers.

    Fazit

    Für mich ist dieses Buch eindeutig überhypt und so ganz kann ich das nicht nachvollziehen. Für mich war es leider nichts und so schnell werde ich wohl leider nicht mehr zu einem Buch von ihr greifen.

    Bewertung
    Buchlänge ♥♥♥ (3/5)
    Schreibstil ♥♥ (2/5)
    Botschaft ♥ (1/5)
    Lesevergnügen ♥ (1/5)
  23. Cover des Buches POP (ISBN: 9783462036954)
    Kerstin Gleba

    POP

     (7)
    Aktuelle Rezension von: SV
    Pop und Literatur. Auf keinen Fall darf man „Pop-Literatur“ als Qualitätskriterium betrachten – weder in die gute noch in die schlechte Richtung. In dieser Anthologie („Reader“ heißts laut Verlag standesgemäß) finden sich, wie immer in Anthologien, Texte, die jubelnde Zustimmung hervorrufen, heftige Ablehnung, und, vielleicht das schlimmste für Text/und Autor, gar nix, Gleichgültigkeit. Erstaunen manchmal – H.C.Artmann, Elfriede Jelinek – Pop? Freudiges Wiederentdecken – „Du auch Pop?" Neuentdeckungen – es gibt viele Auszüge aus Romanen, der eine oder andere wird ganz gelesen werden wollen. Theoretische Beiträge, Standortbestimmungen, Definitionsversuche. Völlig gleichgültig, ob sauber etikettiert – POP – eine erstklassige Sammlung zur Gegenwartsliteratur seit 1964!
  24. Cover des Buches Feuchtgebiete (ISBN: 9783832164225)
    Charlotte Roche

    Feuchtgebiete

     (2.322)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Helen Memel hat ein sehr intensives Verhältnis zu ihrem Körper und beschreibt es in diesem Buch so ausführlich wie es Männer kaum und Frauen wohl nicht sehr oft zu lesen oder zu hören bekommen: Selbstbefriedigung, ihre Hämorriden, Sex und alle denkbaren Körperflüssigkeiten spielen die Hauptrolle.

    Definitiv nichts für Personen mit empfindlichen Vorstellungen diesbezüglich. Helen spricht aus, was sie denkt und tut. Das ist häufig fragwürdig bis unappetitlich, aber auch irgendwie amüsant. Ein bisschen Porno ist auch dabei. Angeblich geht es um ein sensibles Mädchen. Dass Helen empfindsam ist, versteckt sie als Ich-Erzählerin dieser Geschichte größtenteils sehr gut.

    Bei vielen Szenen fragte ich mich, wie jemensch auf solche Ideen kommen kann. Definitiv nichts für schwache Verdauungsorgane. Wer sich schnell ekelt, sollte das Buch nicht lesen und hätte auch nichts verpasst.
     Gestört haben mich grammatikalische Fehler in der Erzählstruktur, die das ansonsten sehr flüssige Lesen unterbrochen haben.

    Fazit: Die Faszination des Ekelhaften.

     

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