Bücher mit dem Tag "popmusik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "popmusik" gekennzeichnet haben.

25 Bücher

  1. Cover des Buches High Fidelity (ISBN: 9783462049930)
    Nick Hornby

    High Fidelity

    (672)
    Aktuelle Rezension von: boboreads

    Rob ist Single - unfreiwillig, weil Laura ihn gerade verlassen hat -, Mitte Dreißig, hat einen eher schlecht laufenden Plattenladen in London, wählt Labour und ist auch sonst ein absoluter Durchschnittstyp.

    Er möchte der Frage auf den Grund gehen, warum er immer wieder von Frauen verlassen wird und kontaktiert seine persönlichen Top Five der Frauen, die ihn mit ihren Trennungen am meisten wehgetan haben. Zumindest denkt er das eingangs. Letztendlich wird ihm jedoch klar, dass er vor allem eines will: Laura zurückgewinnen, die es anfangs nicht einmal auf die Top Five-Liste geschafft hat.

    In der Zwischenzeit präsentiert uns Nick Hornby eine vergüngliche und unterhaltsame Charakterstudie von Popkulturnerds, deren Welt quasi aus Vinyl, Songzitaten, Mixtapes und Kultfilmen besteht (Ironie des Schicksals, dass sowohl dieser Roman, als auch der dazugehörige Film inzwsichen ebenfalls Kultstatus haben).

    Ich glaube, das Buch funktioniert heute noch so gut, weil sich manche Dinge seit den 90ern einfach nicht verändert haben. Die "ewigen Junggesellen", die sich in Plattenläden, Comicbuchläden oder Game-Stores herumtreiben, gibt es heute noch und wird es immer geben.

    Das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht (schon mehrmals, sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch). Hornbys Stil ist prägnant, klar, witzig und gut verständlich. Eines meiner Lieblingsbücher von ihm.

  2. Cover des Buches Career Suicide (ISBN: 9783550201394)
    Bill Kaulitz

    Career Suicide

    (152)
    Aktuelle Rezension von: Janet

    Als Fan der ersten Stunde musste ich das Buch einfach lesen. Bill passt in keine Schublade. Das liebe ich an ihm. Nun ist er auch Autor. Ich finde er drückt sich gut aus, aber manchmal fiel es mir schwer, seinen Gedankensprüngen zu folgen beziehungsweise den roten Faden zu erkennen. Ich habe mich sehr gefreut, mehr über Mama Kaulitz zu erfahren. Sie hatte fast nichts, aber an Liebe für ihre Kinder mangelte es nicht. Sie waren und sind ein tolles Dreiergespann. Was Bill und Tom in der Schule durchgemacht haben, ist erschreckend. Kein Wunder, dass sie da so schnell wie möglich raus wollten. Die Entstehungsgeschichte von Tokio Hotel kannte ich natürlich. Was ich aber nicht wusste ist, warum sie in die USA gezogen sind. Als Fan hat mich die Auswanderung damals enttäuscht. In seinem Buch hat Bill mir erklärt, wieso der Wegzug notwendig war. Allein dafür hat sich das Lesen sehr gelohnt.

  3. Cover des Buches Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart (ISBN: 9783596175338)
    Sarah Kuttner

    Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart

    (139)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Der zweite Teil Kuttnerscher Kolumnen aus der Süddeutschen und dem Musikexpress, gewohnt meinungsstark, eindeutig in Zustimmung und Ablehnung. Wie beim ersten Teil fragt man sich, ob Miss K. nicht ein klitzekleineswenig langweilig und wenig begeisterungsfähig ist, hätte man von ihr vielleicht nicht erwartet. Was ihr Musikgeschmack angeht, hat die Dame vielleicht keinen so sicheren Geschmack, von den meisten Bands hat man so gut wie nichts mehr gehört. Und Schwager Josef Winkler vom Musikexpress wird auch erwähnt.

  4. Cover des Buches Soloalbum Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783462052596)
    Benjamin von Stuckrad-Barre

    Soloalbum Jubiläumsausgabe

    (403)
    Aktuelle Rezension von: Marcello

    Soloalbum von Benjamin von Stuckrad-Barre war mein erster Roman aus dem Genre der Popliteratur. Das Buch spiegelt den Zeitgeist der späten 90er-Jahre wider und ist voll von popkulturellen Referenzen – von Videotheken über Talkshows bis hin zu Musik-Samplern und Songtexten. Diese vielen Verweise wirken allerdings oft belanglos und austauschbar. Was bleibt, ist vor allem viel Frust – und der zieht sich durch das ganze Buch.
    Der Ich-Erzähler ist ein junger Musikredakteur, frisch getrennt von seiner Freundin und vollkommen aus dem Gleichgewicht. Doch es geht nicht nur um Liebeskummer – viel mehr zeigt der Roman, wie der Protagonist an sich selbst scheitert. Seine Identitätskrise wirkt stellenweise wie eine depressive Episode, die er jedoch nicht ernsthaft verarbeitet, sondern stattdessen auf alles und jeden um sich herum projiziert. Er lenkt sich mit Fernsehen, Musik und Konsum ab – Hauptsache, nicht fühlen müssen.
    Mich hat diese ständige Ablenkung ehrlich gesagt ziemlich gelangweilt. Die Belanglosigkeit der Inhalte, gepaart mit der zynischen Erzählstimme, hat es mir schwer gemacht, beim Lesen dranzubleiben. Auch der Schreibstil war für mich anstrengend: roh, bruchstückhaft, schnodderig – wie die Gedanken eines unreifen Jungen, der alles kommentiert, aber nichts wirklich durchdringt. Es war für mich kein literarisches Highlight, eher eine lose Aneinanderreihung von Stimmungen, Referenzen und Floskeln – mit wenig Entwicklung und noch weniger Spannung.
    Was ich dem Buch positiv anrechne: Es zeigt, wie viele junge Männer Schwierigkeiten haben, mit emotionalen Krisen umzugehen. Gefühle werden nicht ausgedrückt, sondern hinter Coolness, Sarkasmus und Ironie versteckt. In dieser Hinsicht bietet der Roman eine durchaus treffende Beschreibung eines männlichen Umgangs mit emotionaler Überforderung.
    Der tiefere Sinn von Soloalbum liegt nicht in einer klaren Botschaft, sondern in einer Zustandsbeschreibung: Eine Generation, die sich über Konsum und Popkultur definiert, aber keine Sprache mehr für echte Gefühle hat. Ein Roman über das Scheitern am Erwachsenwerden – leider mit wenig Tiefgang, was das Leseerlebnis für mich eher zäh als bereichernd machte

  5. Cover des Buches Der jüdische Patient (ISBN: 9783462047042)
    Oliver Polak

    Der jüdische Patient

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Oliver Polaks Bericht aus der Psychiatrie, vielen Dank für die Lesung im Alten Schlachthof in Lingen! Was die psychischen Leiden angeht und einem diese Krankenhäuser auch nicht ganz fremd sind,  hat man einiges wiedererkannt, so schlimm wie Oliver hatte es mich damals aber zum Glück nicht erwischt. Die Beschreibungen der Verwirrungen, Angstzustände usw. sind schon sehr treffend, mutig so was öffentlich zu machen. Und man ist natürlich nach wie vor sprachlos, mit welchen Gedanken- bzw. Taktlosigkeiten bis hin zu offenen Vorurteilen und Antisemitismen jüdische Menschen in Deutschland klarkommen müssen, wunderbar daß der Autor diese Menschen als das "Dreckspack" bezeichnet, das sie sind. Nur bei der Udo-Jürgens-Verehrung gehe ich nicht mit, auch wenn ich seine sozialkritischen Texte natürlich kenne. Toller Autor, sehr gelungenes Buch!

  6. Cover des Buches Kolumnen (ISBN: 9783104026428)
    Sarah Kuttner

    Kolumnen

    (213)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Der erste Teil Kuttnerscher SZ- und Musikexpress-Kolumnen, schlagfertig und meinungsstark, mit Kommentaren zu winterlicher Bekleidung, Jungs-Indierock-Bands, Rudolf Mooshammer, aktuellen Politikern undundund, einige der erwähnten Rockbands kann man jetzt (wieder-)entdecken, weil vielen von ihnen ist damals kein rechter Erfolg vergönnt gewesen ist. Angela Merkels Hängegesichtigkeit und Karriereristenfresse waren schon derber Shit, und irgendwo hat man den Eindruck, als sei die gute Frau Kuttner auch ein kleines bißchen langweilig, weil sie sich aus so vielen Sachen gar nichts macht (Rockkonzerte bzw. -festivals, Karneval, Aprilscherze usw).

  7. Cover des Buches Im Ruin (ISBN: 9783990650486)
    Barbara Kadletz

    Im Ruin

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    „Man kann auch an einem guten Ort auf einer Irrfahrt sein. Man irrt dabei halt nicht durch die Welt, sondern dreht sich immer auf der Stelle, permanent im Kreis herum.“ (Zitat Seite 73, 74)

     

    Inhalt

    Als David und Katharina das kleine Lokal im zehnten Wiener Gemeindebezirk von den alten Vorbesitzern übernehmen, liegt ihr Leben noch vor ihnen, denken sie. Jetzt ist David tot und Katharina. erst dreinundreißig Jahre alt, ist damit beschäftigt, das Leben im Andenken an ihn und die gemeinsame Vergangenheit weiterzuführen, sie funktioniert (meistens), und an weniger guten Tagen verlässt sie sich auf ihre Mitarbeiterin und beste Freundin Sabina. Ari ist auf der Flucht aus seinem Leben und landet durch Zufall in Wien. Schlaflos, erstaunt und verwirrt streift er durch Favoriten, diesen besonderen Bezirk, gleichsam eine Insel in der Großstadt, und entdeckt plötzlich diese kleine Bar „Ruin“ im Erdgeschoss eines ungewöhnlichen Hauses. Bekannt für den hervorragenden Kaffee, bietet das „Ruin“ seinen Gästen Frühstück ab siebzehn Uhr und dazu Getränke bis spät in die Nacht hinein. Es ist neunzehn Uhr, ein besonders gemütlicher Tisch in einer Nische ist frei und Ari hat Lust auf Frühstück, von nun an täglich, immer pünktlich um neunzehn Uhr.

     

    Thema und Genre

    In diesem Roman geht es um Veränderungen, die Suche nach einem neuen oder alten Platz im eigenen Leben, um Trauer, Verlust, Freundschaft und um Wien und ein typisches Grätzellokal, das für die unterschiedlichsten Menschen so etwas wie Geborgenheit und Heimat bedeutet.

     

    Charaktere

    Die Figuren dieser Geschichte sind moderne Großstadtmenschen. Einfühlsam und humorvoll lässt die Autorin sie auch unkonventionelle Wege gehen, während sie realistisch die Probleme und Konflikte schildert. Gerade weil sie bisher nicht Teil eines gemeinsamen Lebens waren, können Katharina und Ari einander unvoreingenommen begegnen und auch dort interessierte und kritische Fragen stellen, wo andere aus Rücksicht und Sorge dies nicht tun.

     

    Handlung und Schreibstil

    Die Geschichte spielt in Wien, genau gesagt, im zehnten Wiener Gemeindebezirk, und der Zeitrahmen umfasst weniger als ein Jahr, vom Spätsommer bis zum nächsten Frühling. Rückblenden in Form von Katharinas Erinnerungen ergänzen die aktuelle Handlung, in der auch immer die entsprechende Musik mitklingt. Die Sprache der Autorin ist modern, manchmal kantig, grantig, aber immer auch charmant, Eigenschaften, mit denen man auch Wien und das Wienerische beschreiben könnte. „Easy“, wie Katharina zu sagen pflegt.

     

    Fazit

    „Romantischer Dadaismus“, diesen Begriff erfinden Katharina und Ari in einem Dialog in Bezug auf ihre unterschiedlichen Strategien, wieder in das eigenen Leben zu finden, und besser kann man diese kluge, poetische Geschichte nicht beschreiben.

  8. Cover des Buches A Summer Night in London and Other Stories (ISBN: 9783190023622)
    Albert Schmitz

    A Summer Night in London and Other Stories

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Spannende und humorvolle Kurzgeschichten für "mittlere" Englischleser von Autoren wie B.J. Chute und Victor Sims, am skurrilesten war die Geschichte rund um das "Beatles-Problem". Naja, aber alles schön altmodisch und von leider fast vergessenen Autoren.
  9. Cover des Buches Manu Chao (ISBN: 9788483027257)
  10. Cover des Buches Rihanna (ISBN: 9783862651740)
  11. Cover des Buches Pink - Zwei Gesichter (ISBN: 9783854453208)
    Paul Lester

    Pink - Zwei Gesichter

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Die Biographie einer aufregenden Künstlerin, die ihr Herz auf der Zunge trägt. Auch wenn die Musik mich eher nicht so anspricht, ist Pinks Einstellung und ihre Lebensfreude mutig und ansteckend. "Try" sit mein Lieblingssong, aber der erschien erst Jahre nach dem Buch. Aktuell singt sie mit ihrem Sohn Willow Sage Hart. Auf jeden Fall ein besseres weibliches Vorbild als gewisse It-girls und Influencerinnen. Pink stinks not!

  12. Cover des Buches Anja Rützel über Take That (ISBN: 9783462053241)
    Anja Rützel

    Anja Rützel über Take That

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    Der zweite Band der KiWi-Musikbibliothek ist ganz anders als der erste (aber genauso unterhaltsam): bei Anja Rützel erfährt man tatsächlich etwas über Take That – die Geschichte der Band, die Mitglieder, Dynamiken. Da merkt man doch, dass man das Buch einer Journalistin liest. Sehr kurzweilig, subjektiv und oftmals durchaus ironisch berichtet die Autorin von der wohl bekanntesten Boy Band und ihrem persönlichen Verhältnis zu dieser. Ich fand es interessant, unterhaltsam und sehr witzig. 

  13. Cover des Buches Madonna (ISBN: 0312983107)
    Andrew Morton

    Madonna

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch
    Madonna hat ihre Mitmenschen und die Medien ihr Leben lang derart mit Lügenmärchen gefüttert, dass man kaum echte Fakten über diesen Star hört. Sie ist eine Meisterin der Manipulation und die Medien machen dabei gerne mit, denn Madonna = Geld.
    Andrew Morton hat immerhin ansatzweise hinter diese Mythen geblickt. Trotzdem ist auch hier sicher viel unwahr.Z. B. schreibt er, Madonna habe die Behandlung und Beerdigung alter Freunde übernommen. Anderswo las ich jedoch ein entscheidendes Detail: nach der rührenden Übergabe der Schecks liess Madonna selbige sperren.
    Madonna ist ohne Zweifel eine faszinierende Person. Ich bin immer wirklich beeindruckt, wie viele Chancen sie vergeigte bis sie endlich Erfolg hatte. Madonnas Karriere war anfangs ein Gemeinschaftsprodukt von Madonna, ihrem Bruder, ihren Liebhabern, Freunden, Designern und einem Management. Man muss das hervorheben, weil Madonna verbreitet, sie hätte es ganz allein geschafft. Man stellt jedoch schnell fest, hinter der Frau steht ein Heer an Helfern. Es ist allein beachtlich, wie sie jahrelang von Männern durchgefüttert wurde, wobei sie bis zu 6 Liebhabern gleichzeitig hatte. Es hat mich gerührt, dass so viele Menschen Mitleid mit Madonna hatten und alles daran setzten, ihr den Wunsch vom Ruhm möglich zu machen. Das hat mich sowieso am meisten überrascht: dass Madonna als junge Frau keine Bewunderung erzeugte, sondern hauptsächlich auf das Mitleid ihrer Mitmenschen baute. Madonna hat ihr Leben zu einem Kunstwerk gemacht, an dem nicht viel echt ist. Dabei hat sie sich nie gescheut, sich zu überhöhen oder mit fremden Federn zu schmücken. Da sie Mädchen immer als Vorzeigefrau hingehalten wird, finde ich es wichtig, wenigstens einen kleinen Blick auf die Realität hinter dem Glanz zu werfen. Denn leider muss man mit einem gewissen Schauder sagen, dass diese Frau ohne das ganze Wohlwollen ihrer Mitmenschen einfach in die Prostitution gerutscht wäre. Das konnte sie auch niemals ganz hinter sich lassen. Was die Medien als Feminismus verkaufen, wurde von Madonnas Freunden als Sucht nach Erniedrigung eingestuft. Madonna ist eine traurige und tragische Figur. Spannende Biographie! (Es ist die einzige Madonna-Biographie mit brauchbaren Fotos, damit man sieht, warum Madonna berühmt wurde. Inklusive Höschen-Foto. Madonna zeigte schon als Schülerin gern Männern ihr Höschen.)
  14. Cover des Buches Rock 'N' Roll Babylon (ISBN: 0859653188)
  15. Cover des Buches WHAM! George & ich (ISBN: 9783959673884)
    Andrew Ridgeley

    WHAM! George & ich

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Andrew Ridgeley erzählt, wie er seinen besten Freund und späteren Bandpartner George Michael in der Schule in den 70er Jahren kennenlernte, wie sie sich nachmittags getroffen haben, um Schallplatten zu hören, welche Minderwertigkeitskomplexe sie hatten, wie sie anfingen Musik zu machen und so weiter.
    Der Fokus liegt dabei immer auf ihrer Freundschaft und ihrer Jugend, die alles geprägt haben, was danach kam.
    Ich fand diese Biografie sehr interessant, vor allem die persönliche, aber respektvolle Art, mit der Andrew Ridgeley von seinem besten Freund erzählt, hat mir sehr gut gefallen.

    (Ich habe das Hörbuch in der Originalversion auf englisch gehört, ISBN 9781405942072)

  16. Cover des Buches Grönemeyer (ISBN: 9783103975857)
    Michael Lentz

    Grönemeyer

    (7)
    Aktuelle Rezension von: wortknaeuel

    Wie Sternschnuppen blitzten Grönemeyers Lieder sporadisch in meinem Leben auf. Wer in der BRD der 80er aufgewachsen ist, kam um seine Hits wie „Bochum“, „Männer“ und „Kinder an die Macht“ nicht herum. Klug, humorvoll und eingängig, das gefiel dem kleinen Wortknäuel. 2002 tauchte er ganz unverhofft mit seinem berührenden Lied „Mensch“ nochmal auf. Vage erinnere ich mich, dass er damit die Trauer um seine verstorbene Frau verarbeitete. Und jetzt plötzlich sprang mich das Cover dieses Buches an. Mit diesem Buch, dachte ich, würde ich mehr über den Menschen hinter den prägenden Songs erfahren. Um es kurz zu machen: ich wurde enttäuscht.

    Die Erzählweise von Michael Lentz ist extrem trocken, intellektuell und wissenschaftlich. Der Autor seziert und analysiert Grönemeyers Werk unter Verwendung vieler Fremdwörter und langer, verschachtelter Sätze. Anfangs schmunzelte ich noch kopfschüttelnd über seine Formulierungen, doch bald empfand ich die Lektüre nur noch als anstrengend. Viele Kapitel las ich dann quer – der Inhalt dürfte nur für hartgesottene Musiktheoretiker interessant sein. Nicht nur Grönemeyers Bühnenmusik, auch die Pop-Songs analysiert der Autor äußerst sachlich, statt uns die dahinter liegenden Geschichten und Emotionen zu erzählen. Das liest sich dann zum Beispiel so (über die Songs des Albums „Zwo“):

    "‚Ich habe dich lieb‘ ist ein konsistenter, zwischen Liebeswerben und Abschied kreisender Text mit annähernd regelmäßiger Reimstruktur, die Zeilenbrüche erfolgen nach Satz- und Sinneinheiten, was den Schluss zulässt, dass der Text – anders als auf den Folgealben – vor der Musik geschrieben wurde. […] Gegenüber den doch ganz in eine konventionelle Liebespragmatik einschwenkenden Strophen setzt allein der Refrain (‚Ich hab dich lieb, so lieb‘) textliche und musikalische Erinnerungsmarken."

    Dem Menschen Grönemeyer kommt man auf diese Weise nicht nahe, dem Musiker vielleicht eher. Seine berufliche Entwicklung, seine Methodik, seine Herangehensweise an Musik wird strukturiert und ausführlich dargelegt. Auch sein gespaltenes Verhältnis zur Schauspielerei wird verständlich. Aber der Herbert Grönemeyer der emotionalen Songtexte, der Mensch, der bleibt blass und distanziert.

    Dieses Buch ist keine Biografie. Für Musikschaffende vielleicht wertvoll, aber weniger für jene, die dem Menschen Grönemeyer in die Seele blicken wollen.

  17. Cover des Buches Sleeveface (ISBN: 9783455380699)
    Carl Morris

    Sleeveface

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch zu dem Sleeveface-Internettrend aus den Nullerjahren, alles schon fast wieder vergessen, sehr phantasievoll, was da so manchem als Umgebung für das Plattengesicht eingefallen ist. Ich hätte mir alles aber noch ein wenig frecher gewünscht, mit mehr Hundekörpern unter den Bildern zB.
  18. Cover des Buches Lovely Lena - Mit "Satellite" zu den Sternen (ISBN: 9783941118485)
    Pamela Runkel

    Lovely Lena - Mit "Satellite" zu den Sternen

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Hoffentlich nicht "Satellite" von Elon Musk: Der Bildband zu Lenas sensationellem Sieg bei Eurovision Song Contest, mir dem kollektiven Ausrasten der kompletten Deutschen, man hatte schon fast vergessen, in was für eine umfassenden Taumel die Deutschen verfallen  waren. Und zwar schon vor ihrem Sieg!  Stefan Raab wird vorgestellt, der Mentor vons Ganze, Lutz Marmor (damaliger NDR-Intendant) kommt zu Wort, und man stellt bereits klar, daß Lena im darauf folgenden Jahr als Siegerin auch wieder antreten werde, was für eine groteske Fehleinschätzung! Aber ein tolles Bild der damaligen Zeit, an die allgemeine Hysterie konnte man sich gar nicht mehr erinnern. Aber eine tolle junge Frau, sicherlich in ihrem Auftreten und in ihren Aussagen ein Vorbild für viele andere.

  19. Cover des Buches Paris. New York. Alteiselfing (ISBN: 9783423260985)
    Hannes Ringlstetter

    Paris. New York. Alteiselfing

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Der Schinder, Hannes! erzählt vom Anfang seiner Musikkarriere, wobei man "Karriere" anfangs fast in Anführungsstriche setzen muß, menschenleere Auftrittsorte zählen nicht mit in der Aufzählung. Als Nordlicht war mir der Ringl of fire (RIP Johnny Cash) bisher fast nur aus der Glotze ein Begriff, sein musikalisches unaufhörliches Beackern deutscher Bühnen war mir hingegen nicht so sehr vertraut. Wenn man alles schon mal mitgemacht hat an Zurücksetzung und Erniedrigung als "Kulturclown", härtet das bestimmt ab. Ähnliche Bücher hat man ja schon mal gelesen, ab er hier hatte man noch mal das komplette Wort-of aller Pleiten Pech und Pannen, die auftreten (!) können, beisammen. Und wer hat den Erfolg mehr verdient, als jemand, der jeden Autobahnraststätte an ihrem Geruch erkennt? 

  20. Cover des Buches Madonna. The Girlie Show. Inkl. CD (ISBN: 9783888147265)
    Madonna

    Madonna. The Girlie Show. Inkl. CD

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Die Girlie Show war Madonnas dritte große Welttournee und es gab Zirkusfeeling, viel Erotik, nachdenkliche Momente und natürlich die großen Hits und wunderbare Tanzeinlagen. Hier bekommt man eben tolle Aufnahmen und kann das nochmal in Ruhe anschauen und genießen. Außerdem ist hier eine CD mit eingepackt und da sind drei Live Tracks mit dabei. 

  21. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783785753309)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

    (51)
    Aktuelle Rezension von: Bianca_Cimiotti

    Im dritten und letzten Teil geht es im Buch um den Mauerbau bis zu dessen Zerfall. Geschichtlich sehr interessant.

    Doch zum Schluss war es mir ein bisschen zu viel. Ich habe die Personen nur noch bedingt auseinander halten können.
    Doch gerade was den Mauerbau, Stasi und den Mauerfall betrifft, habe ich vieles wieder erkannt. Ich bin in der DDR groß geworden. Zumindest die ersten 14 Jahre meines Lebens. Ich weiß wie es mit der Stasi war. Mein Opa und der Bruder meines Vaters haben im Westen gelebt. Mein Vater mit seiner Familie und seiner Schwester haben in der DDR gewohnt. Unser Telefon ist regelmäßig abgehört worden, wenn wir in den Westen telefoniert haben. Mein Vater durfte zwar mit seiner Schwester in den Westen zum Geburtstag des gemeinsamen Vaters, aber immer ohne meine Mutter und mich. So wollte man sicherstellen, dass er zu uns zurück kommt. Hat er auch. Andere Väter sind trotzdem drüben geblieben. 

    Wieder wundervoll gelesen von von Johannes Steck. 

    Aber ich bin auch froh das ich es jetzt geschafft habe. 🤗

  22. Cover des Buches Es geht voran (ISBN: 9783806237764)
    Manfred Prescher

    Es geht voran

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Dieses Buch widmet sich nun der Geschichte der deutschsprachigen Popmusik. In den einzelnen Kapiteln werden die richtungsweisenden Künstler genauso beleuchtet wie die wichtigen Strömungen. Liedermacher, Rapper, Punks, Rocker, Scherzbolde und Sprachvirtuosen werden in den jeweiligen zeitlichen und gesellschaftlichen Kontext eingebunden.«

     

    Wenn ich heute das Radio einschalte, bekomme ich ziemlich viel deutschsprachige Musik zu hören. Das war nicht immer so, in meiner Jugend war es eigentlich eher die Ausnahme. Zumindest auf meinem bevorzugten Radiosender ;-) Auf dem meiner Eltern lief reichlich deutscher Schlager, der mich daher auch in der Kindheit begleitete.

    Da Musik in meinem Alltag schon immer eine wichtige Rolle spielte, reizte mich dieses Buch über die Geschichte der deutschsprachigen Popmusik sofort, ich unternahm zusammen mit dem Autor eine sehr unterhaltsame Zeitreise und entdeckte viel Bekanntes und auch ein paar neue Dinge.

     

    Die Zeitreise beginnt in den 1920er Jahren und endet mit dem Echo-Eklat 2018. Musik wurde zu allen Zeiten beeinflusst durch politische und gesellschaftliche Veränderungen, zugleich war sie Mittel sich auszudrücken, sich abzugrenzen, Stellung zu beziehen, oder – alternativ – sich abzulenken. Was hörte man so in der Weimarer Republik, was zu Nazizeiten und im Nachkriegsdeutschland? Und welche Musik wurde bei der Jugend populär? In diesem Stil geht es weiter bis zur heutigen Zeit.

     

    Sehr schön lässt sich so verfolgen, wie auf die Heile-Welt-Schlager der Nachkriegszeit die Zeit der Liedermacher folgte, hier wird auch über die ersten Festivals auf Burg Waldeck in den 60er Jahren berichtet. Jeder wichtigen musikalischen Strömung wird ein eigenes Kapitel gewidmet, einzelne Künstler, wie zum Beispiel Udo Lindenberg, haben ebenfalls ihr eigenes Kapitel. Es fehlt kaum etwas, vom Schlager über die Liedermacher hin zu deutschem Rock, Punk und Rap ist alles vertreten. Auch die Musikszene in der DDR wird beleuchtet, spätestens an dieser Stelle entdeckt der „Wessi“-Leser die ersten unbekannten Namen.

    Ganz viel Unbekanntes lese ich dann in den Abschnitten über Musik aus Österreich, da gibt es eben doch sehr viel mehr als Wolfgang Ambros und Falco. Noch nie im Leben habe ich beispielsweise von „Erstes Wiener Heimorgelorchester“ gehört. Der Autor gibt noch zudem den Hinweis, dass allein mit der österreichischen Liedermacher-Zunft ein eigenes Buch gefüllt werden könnte.

     

    Sehr praktisch sind die Hinweise „zum Weiterhören“ unter jedem Kapitel. Da werden nämlich zu jedem behandelten Thema und den entsprechenden Künstlern CDs vorgeschlagen. Im Anhang gibt es sogar den Hinweis auf eine Spotify-Playlist zum Buch, so kann man leicht akustische Bildungslücken schließen.

     

    Alle Kapitel wirken gut recherchiert, enthalten viele Zitate aus Presse und Medien, Interviews mit Künstlern und Fotos. Einzig bei den Kapiteln über Udo Lindenberg und die Musik in der DDR lässt der Autor auch persönliche Erfahrungen einfließen. Er schreibt sehr angenehm und man merkt ihm deutlich an, was die Musik für eine zentrale Bedeutung in seinem Leben hat. Die einzelnen Themen könnten natürlich jedes für sich noch ausführlicher behandelt werden, aber das würde den Rahmen eines einzelnen Buchs sprengen. Hier hätte man vielleicht noch einen zusätzlichen Anhang „zum Weiterlesen“ ergänzen können.

     

    Fazit: Diese musikalische Zeitreise hat Spaß gemacht! Das Buch ist perfekt für einen Überblick auf die Geschichte der deutschsprachigen Popmusik.

  23. Cover des Buches Zorn - Kalter Rauch (ISBN: 9783596031924)
    Stephan Ludwig

    Zorn - Kalter Rauch

    (118)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: In Halle passieren merkwürdige Dinge. Erst fallen tote Fische vom Himmel, dann taucht ein künstliches Hüftgelenk ohne Besitzer auf, Schröder ist nun der Chef von Zorn und dann verschwindet auch noch Donata Zettl spurlos. Der alternde Ehemann Gregor Zettl, in den 80er Jahren einmal sehr berühmt, wird von seinen eigenen Ängsten aufgefressen, während er hilflos auf seine Frau wartet. Ohne Geld, ohne Strom, ohne Essen. Und dann bekommt er auch noch Besuch und das ist für ihn sehr unangenehm…

    Meine Meinung: Auch im mittlerweile fünften Teil dieser Reihe hatte ich meinen Spaß beim Lesen! Ich glaube, es bekommt Zorn ganz gut, nicht mehr der Chef sein zu müssen. Denn nachdem er ziemlich tief fällt wegen der Trennung von Malina, rappelt er sich einigermaßen wieder auf und trägt sogar richtig viel Gutes zu den Ermittlungen bei! Und das brauchen die Kommissare auch, denn sie tappen lange im Dunkeln. Sie haben viele lose Fäden, die einfach nicht zusammenpassen wollen.

    In diesem Band hat mir besonders die Tiefe der Charaktere gefallen. Neben den Kommissaren lernt der Leser den Charakter von Gregor Zettl sehr gut kennen. Man weiß teilweise nicht, ob man ihn mögen oder verabscheuen soll oder ob er einem einfach nur leidtut! Dieser tiefe Fall nach seinem Karriereabsturz ist sehr gut dargestellt. Auch sein Besucher, der ja nur seine Frau finden will, weiß nicht so recht, was er mit Gregor anfangen soll. Das fand ich sehr stark in diesem Teil!

    Am Ende fügt sich natürlich alles zusammen! Besonders unterhaltsam sind in den Büchern auch immer die kurzen Interviews mit den Kommissaren!

    Mein Fazit: Auch hier bekommt das Buch wieder die volle Punktzahl von mir! Ich liebe diese Reihe einfach und kann nicht aufhören! Gut, dass ich noch einige Bände vor mir habe! Ganz klare Leseempfehlung! 

  24. Cover des Buches Mukkekukke (ISBN: 9783956404252)
    Anke Kuhl

    Mukkekukke

    (2)
    Aktuelle Rezension von: evafl

    Was gibt es Schöneres als Musik und Bücher? Definitiv noch die Verbindung von Musik mit Büchern. In diesem Buch kommen nun Comics, daher, die verschiedene Lieder präsentieren. So werden die unterschiedlichsten Liedtexte als Comics gezeichnet.


    Als ich von diesem Buch erfahren habe, war ich direkt sehr begeistert. Musik ist für mich unheimlich wichtig, ebenso wie Bücher. Die Verbindung von beidem mit diesem Buch finde ich einfach nur gelungen.

     

    Vorne im Buch findet man eine Übersicht über die verschiedenen Lieder, die man hier als Comics mitsamt den Liedtexten findet. Tatsächlich sind mir nicht alle Lieder bekannt, was der Freude beim Lesen aber keinen Abbruch tut.

     

    Die einzelnen Lieder sind mit interessanten und passend gezeichneten Comics dargestellt. Man merkt auch die verschiedenen Comic-Zeichnenden den Comics an. Denn natürlich hat da jeder/jede seine/ihre ganz eigene Stilrichtung. So kommt hier richtig gut Abwechslung rein.

     

    Auch bei den Liedern ist dies so, von Götz Alsmann über Ludwig van Beethoven bis hin zu Manfred Krug oder gar Die Ärzte - auch hier ist absolute Vielfalt geboten.

     

    Wunderbar ist zudem die Tatsache, dass man hinten im Buch drei QR-Codes findet, die zu Spotify, Deezer und Apple Music zur entsprechenden Playlist weiterleiten. So kann man direkt die Lieder hören, während man die Comics ansieht.

     

    Auch erfährt man in kleinen Interviews etwas über die Comic-Künstler:innen, ebenso wie die Musiker:innen. Ich finde das ziemlich spannend.

     

    Mir gefällt dieses Buch unheimlich gut. Ich finde es genial, wie man Lieder hier mit Comics umgesetzt hat. Es macht richtig Spaß, dies anzusehen, in die Musik und natürlich den Comic abzutauchen. Wer Musik und Comics (Bücher) mag, dem könnte dieses Buch wirklich sehr gefallen.

     

    Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung.

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