Bücher mit dem Tag "portugal"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "portugal" gekennzeichnet haben.

365 Bücher

  1. Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783442746248)
    Pascal Mercier

    Nachtzug nach Lissabon

     (1.378)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte_09

    Der Einstieg hat mich – zugegeben sehr dunkel – an „Die Verwandlung“ von Franz Kafka erinnert. Ein Morgen, nach dem nichts mehr so ist, wie es mal war……

    Auch für den Lehrer Raimund Gregorius ändert die Begegnung mit einer Frau auf einer Berner Brücke alles. Sein scheinbar langweiliges, sehr strukturiertes Leben gerät aus den Fugen, als er sich auf den Weg nach Lissabon macht, um sich auf die Spuren eines portugiesischen Autors zu begeben. Eigentlich passiert in der Geschichte auch nicht besonders viel und doch verändert sich Gregorius im Laufe dieser Reise. Statt zu einer Reise im Äußeren wird seine Fahrt nach Portugal zu einer Reise ins eigene Innere.

    Die Handlung ist etwas langatmig, manchmal einfach zu schwerfällig und doch hat mich die Sprache begeistert. Mercier schafft es auch in diesem Roman mit seiner wunderschönen, feinen Bildsprache zu überzeugen und hat mich mit den Gedanken, die er in die Figur Gregorius‘ einbettet, zum Nachdenken angeregt.

  2. Cover des Buches Sommer unseres Lebens (ISBN: 9783462048896)
    Kirsten Wulf

    Sommer unseres Lebens

     (92)
    Aktuelle Rezension von: bookwormceli

    Hanne, Claude und Miriam haben gemeinsam in Portugal ihren 25. Geburtstag gefeiert und sich damals geschworen, auch ihren 50. Geburtstag wieder genau dort zu feiern. Natürlich haben die drei sich in den letzten 25 Jahren weiterentwickelt und jede führt nun ein anderes Leben, aber trotzdem lassen sie sich auf diese abenteuerliche Reise, jede mit ihrem eigenen Grund dazu, ein. 


    Die Idee für die Geschichte fand ich eigentlich ganz nett. Sich nach 25 Jahren nochmal in Portugal zu treffen, ohne in der Zwischenzeit Kontakt gehabt zu haben, klingt ja nach sehr viel Abenteuer. Erlebt haben die drei Frauen ja einiges, aber leider hat mir beim Schreibstil ein wenig die Spannung gefehlt. Ich war zudem auch manchmal verwirrt, da öfter nicht sofort klar zu sehen war, wer in der jeweiligen Situation gerade spricht. 


    Zu Hanne, Claude und Miriam tu ich mir ein wenig schwer etwas dazu zu sagen, da ich mir ja oft nicht sicher war, wer gesprochen hat. Ich weiß auf jeden Fall, dass jeder von ihnen ein Päckchen mit sich zu tragen hat. Was mir aufgefallen ist, ist, dass die Protagonistinnen 50 Jahre alt sind und das auch immer wieder erwähnt wird, aber sie auf mich teilweise eher wie 20 gewirkt haben. 


    Meiner Meinung nach, ist das Buch ganz nett für den Sommer für zwischendurch. Die Idee dahinter fand ich auch sehr gut, aber da mir persönlich einfach ein wenig die Spannung gefehlt hat, konnte mich das Buch leider nicht so packen.

  3. Cover des Buches Das Einstein Enigma (ISBN: 9783946621003)
    J.R. Dos Santos

    Das Einstein Enigma

     (80)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein Geheimmanuskript Albert Einsteins entschlüsseln: „Die Gottesformel“ – die vermeintliche Bauanleitung für eine billige Atombombe.

    Tatsächlich geht es jedoch um die fundamentalen Fragen nach der Entstehung des Universums, dem Sinn des Lebens und Gott. Eine spannende Reise in die Welt von Wissenschaft und Religion. Denn im Rahmen seiner Ermittlungen kommt Tomás einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes. 

    Man muss sich auf das Buch einlassen und kann es nicht einfach so nebenbei lesen.

  4. Cover des Buches Arkadien erwacht (ISBN: 9783492267885)
    Kai Meyer

    Arkadien erwacht

     (2.016)
    Aktuelle Rezension von: sansol

    Dieser erste Teil der Arkadien-Trilogie konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Den Charakteren fehlt Tiefe und sie kommen auch nicht besonders sympathisch rüber, eine Identifikation fand daher leider nicht statt.

    Die 17jährige Rosa reist nach einem traumatischen Erlebnis zu ihrer Tante und Schwester nach Sizilien. Dass diese Tante das Oberhaupt einer Familie der Mafia ist haut sie nicht wirklich um, selbst ihr Clan ein noch weitaus fantastischeres Geheimnis verbirgt nimmt sie ziemlich gefasst hin.

    Natürlich gibt es eine entstehende Beziehung zu Alessandro, der wenig überraschend das angehende Oberhaupt eines verfeindeten Familie ist.

    Der Grundgedanke der Geschichte hat mir durchaus gefallen aber leider hat mich die Story nicht gepackt – auch wenn mir der von Kai Meyer gewohnte Schreibstil grundsätzlich gefällt und das Hörbuch gut umgesetzt wurde. Eigentlich nur 2,5 Punkte und die Folgebände werde ich voraussichtlich nicht lesen bzw. hören.

  5. Cover des Buches Jonathan Strange & Mr. Norrell (ISBN: 9783827078896)
    Susanna Clarke

    Jonathan Strange & Mr. Norrell

     (203)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ausnahmsweise würde ich sagen: Vergleiche mit Tolkien sind hier nicht völlig aus der Luft gegriffen. Meistens beziehen sie sich ja nur darauf, dass ein Autor einen irgendwie episch angehauchten Roman von beträchtlicher Länge abgeliefert hat. Clarkes Buch ist zwar lang, allerdings eher ein Gesellschaftsroman der Fantasy als ein Epos. Tolkien wollte mit seinem Werk eine "Mythologie für England" schaffen, Susanna Clarke schreibt die englische Geschichte neu- stilsicher, faktenkundig, erfinderisch und mit britischem Understatement. Dass der entstandene Roman manchen Fantasyfan enttäuscht, ist nicht verwunderlich. Genauso wenig muss man sich wundern, dass er viele Leser begeistert hat. Müsste ich das Buch mit einem Wort beschreiben, würde ich vermutlich "originell" wählen. (Und dieser Begriff drängt sich in der Fantasyliteratur leider nicht allzu oft auf.)

    Ich vergebe fünf Sterne, obwohl das Buch ein paar Schwächen hat. Zum Beispiel dauert es am Anfang lange, bis man mit den Hauptpersonen warm wird. Kein Wunder, schließlich handelt es sich um einen grantigen Alten und einen arroganten reichen Schnösel. Trotzdem hat man sie am Ende des Romans ins Herz geschlossen. In ihrem zurückhaltenden Stil beschreibt Clarke die absurdesten Ereignisse, verliert dabei aber den historischen Rahmen des Krieges gegen Napoleon nie aus den Augen. Ihre Kommentare zur Politik sind dabei oft nicht weniger treffend und amüsant als die zur Zauberei, ihrem "Spezialgebiet". Und auch ein paar historische Persönlichkeiten bekommen ihr Fett weg. Angenehm ist vor allem auch, dass Clarke auf die in der Fantasy so häufige schwarz/weiß-Zeichnung der Figuren verzichtet, allen Stärken und Schwächen zugesteht, und uns sogar mit einem kitschigen Happy End verschont.

    Wer sehen möchte, wie britische Gentlemen sich gegen perfide Elfen und dunkle Zauber schlagen, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Wer das albern findet und eher auf epische Helden mit blutrünstigen Feinden steht, sollte lieber die Finger davon lassen. 

    Schlußbemerkung: Bei aller Liebe zu dem Buch, muß ich dennoch sagen Tolkien ist besser!

  6. Cover des Buches Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares (ISBN: 9783596903092)
    Fernando Pessoa

    Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Pessoa, ein Verwandlungskünstler. Drei gleich er! Doch seine Sprache ist immer atemberaubend - fünf Sterne unbedingt auch für dieses Buch!
  7. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783442489336)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (5.581)
    Aktuelle Rezension von: KlausEffing

    "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer ist ein fesselnder Roman, der die Leser:innen auf besondere Weise fasziniert. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung des Verhältnisses zwischen den Protagonisten Emmi und Leo, die sich zunächst durch einen zufälligen Tippfehler in einer E-Mail-Korrespondenz kennenlernen. Zu berücksichtigen ist, dass das Buch 2008 erstmals erschien und E-Mails damals noch einen höheren Stellenwert hatten als heute.
    Was als alltäglicher Austausch beginnt, entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einer intensiven virtuellen Beziehung. Die beiden Charaktere tauschen Gedanken, Gefühle und Geheimnisse aus, die sie sich vielleicht nie im realen Leben anvertrauen würden. Kann es sein, dass man sich an einen unbekannten Menschen, den man nur virtuell kennt, emotional so stark bindet?
    Besonders beeindruckend ist die subtile Entwicklung des Dialogs zwischen Emmi und Leo, der von anfänglicher Neugierde und Sympathie zu einer leidenschaftlichen und erotisch aufgeladenen Beziehung führt. Wie in den meisten sich aufbauenden Beziehungen und dem Verliebtsein ist "das Vielleicht“ die mächtigste Antriebs- und Anziehungskraft.
    Insgesamt ist "Gut gegen Nordwind" ein lesenwertes Buch, das durch seine einfühlsame Darstellung der Beziehung zwischen Emmi und Leo sowie durch seinen mitreißenden Schreibstil überzeugt. Ein Roman, dessen gut 260 Seiten zum Nachdenken anregen und die Frage aufwirft „Könnte mir das passieren?“

  8. Cover des Buches Die Handschuhmacherin (ISBN: 9783784433783)
    Manuela Martini

    Die Handschuhmacherin

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Wildpony

    Die Handschuhmacherin  - Manuela Martini

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Eleonore, Paula, Tess – Großmutter, Mutter und Enkelin verbindet ein dunkles Geheimnis aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Alles beginnt mit einem Fado-Text, der Tess so fasziniert, dass sie kurzentschlossen nach Lissabon fliegt und der unerfüllten Liebe ihres Großvaters zu einer Handschuhmacherin nachspürt. Der schwermütige Fado und das pulsierende Lissabon – zwei Teile eines Puzzles. Tess will nun alle Bruchstücke zusammensetzen. Wird es ihr gelingen, die wahre Geschichte ihrer Familie aufzudecken? Ihre Suche führt die junge Frau nicht nur bis ans Ende der Welt nach Patagonien, sondern auch zu sich selbst. Ein faszinierender Roman auf unterschiedlichen Zeitebenen und mit wechselnden Perspektiven, die die Autorin meisterhaft verwebt.

    Mein Leseeindruck:

    Eigentlich bin ich ein großer Fan der Autorin sowie von geheimnisvollen Familiengeschichten.

    Aber irgendwie konnte mich diese Geschichte nicht so begeistern und ich habe bei den verschiedenen Erzählsträngen immer das Gefühl gehabt es fehlt etwas.

    Der Schreibstil ist absolut schön und flüssig. So kenne ich ihn auch von den Jugend- und Arena-Thrillern der Autorin. Und diese Thriller beherrscht sie meisterhaft.

    Tess als Protagonistin war nicht unsympathisch, aber richtig warm werden konnte ich mit ihr nicht. Da ihre Großmutter an Alzheimer erkrankt ist muss sie sich auf ein Tagebuch ihres Großvater stützen um mehr über ihre Familiengeschichte zu erfahren. Es ist nicht uninteressant, aber mir fehlt ein wenig die Spannung in der Handlung und ich habe es gern wenn am Ende eines Erzählstrangs auch ein befriedigendes Ende steht. Mir war da manches nicht klar genug und hat mich ein wenig unbefriedigt zurück gelassen.

    Alles in allem aber ein gefühlvolles Buch. Ich glaube es ist wirklich eigene Intuition wie man die Story beim lesen auffasst.

    Fazit:

    Ein klein wenig mehr hätte ich erwartet, aber ich bin auch nicht enttäuscht. Es hat mir nur nicht ganz meine Erwartungen erfüllt.

    Lissabon als Stadt fang ich klasse und würde es gern auch mal kennen lernen.

    Von mir gibt es 3,5 Sterne - aufgerundet auf 4.

     

     

  9. Cover des Buches Die Stadt der Blinden (ISBN: 9783442745296)
    José Saramago

    Die Stadt der Blinden

     (554)
    Aktuelle Rezension von: Fee04

    Ein Mann steht an einer Ampel. Von einer Sekunde auf die nächste, ohne erklärbaren Grund, erblindet er. Wie ihm ergeht es immer mehr Menschen in seiner Heimatstadt. Wie eine Seuche greift die Blindheit um sich. Die Regierenden wissen sich nicht anders zu helfen, als die Betroffenen in einer verlassenen Irrenanstalt einzuquartieren – unter der Bewachung von Soldaten, die auf jeden schießen, der fliehen will. Je mehr Blinde dort zusammengepfercht werden, desto schlimmer, desto unmenschlicher wird die Situation. Inmitten dieses grausamen Chaos befindet sich ein Augenarzt mit seiner Frau – die als Einzige noch sehen kann …


    Ein unglaublich erschreckendes  Buch; eine Epidemie schlimmer als jede bisher da gewesene Epidemie oder Pandemie. 


    Der ungewöhnliche Schreibstil ist anfangs schwer zu lesen, jedoch gewöhnt man sich schnell daran. Der fesselnde Roman ist flüssig und anspruchsvoll geschrieben. Der Autor hat mit diesem Werk ein sehr erschreckendes und düsteres Szenario dargestellt. 


    Außergewöhnlich ist in dem Buch, dass die Protagonisten nicht mit Namen genannt, dafür mit Eigenschaften beschrieben werden. 


    Sehr detailreich, emotional und erschreckend wird ausgeführt, wie es den Blinden in einer abgeriegelten Irrenanstalt ergeht! Die erblindeten Menschen werden komplett von der Außenwelt isoliert. Sie sind alleine, verängstigt und hilflos, angewiesen auf gestellte Nahrung durch die Sehenden. 

    Wie jedoch immer wieder die Gier und Macht selbst  in größter Not bei  einigen Menschen durchschlägt ist verabscheuungswürdig. In der Anstalt kommt es zu Übergriffen, Missbrauch und Erpressung. 

    Eine schier unbeschreibliche Epidemie in der Stadt lässt den Ausnahmezustand, das Chaos, die Verwüstung erahnen. Es wird ein authentisches Szenario beschrieben, in welchem die Welt nur noch aus Sodom und Gomorra bestehen würde. 


    Ein literarisches Meisterwerk, welches inhaltlich so außergewöhnlich und tiefgründig ist und in seiner -  teilweise philosophischen - Sprache begeistert. Sehr empfehlenswert!

  10. Cover des Buches Die Mauern von Porto (ISBN: 9783453441132)
    Mario Lima

    Die Mauern von Porto

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Inflorenzarin

    Nachdem ich Tod in Porto gelesen hatte, freute ich mich auf einen weiteren rasanten und temporeichen Krimi. Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt, aber enttäuscht bin ich trotzdem nicht.

    Die ersten 120 Seiten empfand ich wie einen in die Länge gezogenen Prolog. Danach nahm der Roman an Fahrt auf. Spannend fand ich diesen Kriminalroman nicht, aber dafür sehr interessant, weil der Autor hier die Themen Cold-Case und Verjährung aufgreift. Mir war nicht bekannt, dass in Portugal ein Mord nach 15 Jahren verjährt. Das hielt ich zunächst für einen Witz.

    Nachdem also zwei Skelette in einem Dachstuhl geborgen worden, musste der Täter ja irgendwie gefasst werden. Da der Mord aber verjährt war, hat der Autor dem Mörder einfach einen weiteren Mord aufs Auge gedrückt, damit man ihn schnappen kann.

    Von der Logik und der Thematik her fand ich den Plot ganz ansprechend, aber mir ist auch aufgefallen, dass der Autor dazu neigt, die Damen der Schöpfung ein wenig zu idealisieren. Auch das Team als solches erscheint mir viel zu harmonisch, das wortlose Verstehen, diese grenzenlose dauernd mitschwingende Empathie für Opfer des Nelkenkrieges und das ständige miteinander Essen-gehen nervte mich irgendwann dann doch etwas und wollte auch nicht unbedingt zu einem Kriminalroman passen.

    Aber es hat sich trotzdem gelohnt, diesen Roman zu lesen, da der Autor viele nebensächliche Informationen einbaut, die darauf schließen, dass er sehr gut recherchiert. Spannend fand ich jetzt also nicht unbedingt den Fall als solches, sondern die Art, wie der Autor die Dinge miteinander kombiniert.

    Die Spannung fehl, weil ich als Leser*in besser informiert bin als die Kripo. Ich bin dem ermittelnden Team immer einen Schritt voraus. Das ist eher ent-spannend. Darum gibt es von mir 4 Sterne

  11. Cover des Buches Das Mädchen aus der Apotheke (Kurzgeschichte, Krimi) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe) (ISBN: 9783960871132)
    Dorrit Bartel

    Das Mädchen aus der Apotheke (Kurzgeschichte, Krimi) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    War gut zu Lesen und sehr gut für ein Buch Snack zu nutzen.

    Wer ein BuchSlumber hat sollte sich an solche ran wagen. Spannung von Anfang bis Ende.

  12. Cover des Buches Sturm der Freiheit (ISBN: 9783733785802)
    Axel Ifland

    Sturm der Freiheit

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Casper
    Mir hat das Buch gut gefallen. Ich würde es gern in mein Bücherregal stellen :) Das Cover gefällt mir nämlich auch sehr gut. Axel hat super recherchiert und das Thema auf interessante Weise in mein Gedächtnis zurück gerufen. Mir gefällt sein Schreibstil und ich konnte mich in die Protagonisten hineinversetzen. 
  13. Cover des Buches Warme Milch und Kummerkekse (ISBN: 9781503937109)
    Frieda Lamberti

    Warme Milch und Kummerkekse

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Samaire
    Dagmar und Pit ziehen endlich zusammen und in Dagmar keimt die Hoffnung auf, dass Pit sie auch endlich zum Altar führen wird. Doch dann wird den beiden unvermittelt die Wohnung gekündigt und Dagmars Vergangenheit hält Einzug in das Leben der beiden...

    Ich muss gestehen, bei einem Titel wie "Warme Milch und Kummerkekse" dachte ich sofort an einen fluffy Liebesroman, der einen einhüllt, wie eine warme Decke. Dass ich jedoch gleich auf Seite 20 eine skrupellose Sekte und eine Entführung lese, hatte ich nicht erwartet und war auch nicht unbedingt angetan von der ganzen Geschichte. Die Entführung plus anschließendes Trauma, wird nur am Rande gekratzt, die Umstände sind vollkommen hanebüchen und die Lovestory dazwischen funktionierte für mich irgendwie auch nicht. Schade, ich hatte eine gänzlich andere Erwartungshaltung und wurde leider von diesem Buch enttäuscht.

    Leider keine Weiterempfehlung von mir.
  14. Cover des Buches Erinnerung an einen schmutzigen Engel (ISBN: 9783423215251)
    Henning Mankell

    Erinnerung an einen schmutzigen Engel

     (79)
    Aktuelle Rezension von: AnnaChi

    Geschichte wird in Menschen lebendig, seien es historische Persönlichkeiten oder fiktive Personen. Hanna, die Hauptperson des Mankellschen Romans, ist eine Mischung aus beidem. Mankell wurde durch eine Notiz in einem geschichtlichen Dokument, die beschreibt, dass eine junge Schwedin die Besitzerin eines der größten Bordelle einer Hafenstadt in Mosambik war, zu diesem Roman angeregt.

    Diese Hanna heuert aus Not und um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf einem Schiff als Köchin an, verliebt sich dort in einen Steuermann, der während der Fahrt stirbt und verlässt das Schiff in besagter Hafenstadt, in der sie zufällig in einem Bordell landet, das sie für ein Hotel hält. Als der Besitzer um ihre Hand anhält, sagt sie nach kurzem Zögern zu und ist als seine Witwe schon bald Besitzerin des Etablissements.

    Hanna versucht ihren eigenen Weg zu finden. Einerseits sieht sie den brutalen Rassismus der weißen Menschen (und natürlich im Bordell vor allem der weißen Männer), andererseits die Schwarzen, die sich beugen, aber voll unterdrücktem Hass sind. Als sie versucht, sich für die schwarzen Frauen einzusetzen, wird ihr klar, dass ihre Einmischung von beiden Seiten nicht erwünscht ist ...

    Sehr gekonnt lässt uns Mankell die bedrückende Welt einer Kolonie zu Beginn des letzten Jahrhunderts durch die Augen der naiven Hanna erblicken. Er zeigt, wie man auch ohne moralisch erhobenen Zeigefinger eine gute und differenzierte Geschichte erzählen kann.

  15. Cover des Buches Jonathan Strange and MR Norrell (ISBN: 9781620409909)
    Susanna Clarke

    Jonathan Strange and MR Norrell

     (104)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Es ist selten, dass ich über ein Buch sagen kann, dass es herrlich ist. Bei diesem ist es ganz klar der Fall. Ich habe noch nie eine so wunderschöne Persiflage auf das Gelehrtentum des 18. und 19. Jahrhunderts gelesen - und gleichzeitig ist das Buch auch noch ein absolut solider Fantasyroman.
    Mit den beiden namensgebenden Charakteren Mr. Strange und Mr. Norrell werden zwei unterschiedliche Typen von Akademikern beschrieben, die typisch für ihre Zeit waren. Norrell, der geniale aber menschenscheue, ängstliche Bücherwurm, der wirkt als könne er keiner Fliege etwas zu Leide tun - aus seiner Feigheit heraus aber auch vollkommen unfähig ist sich auf andere Ansichten einzulassen und diese rücksichtslos, mit unfairen Mitteln zu vernichten will. Wer hatte nicht schon mal den einen oder anderen Professor nach dieser Art?
    Auf der anderen Seite steht Strange, der Geck, der aus purer Langweile Meister seines Fachs wird und darum nichts so richtig Ernst nehmen kann, Warnungen ignoriert und aus reiner Neugier Dinge versucht, die besser ausgebildete nicht wagen würde - auch weil dabei mit Opfern zu rechnen ist.
    Auch die Art wie das Buch geschrieben ist, mit Fußnoten zu magiehistorisch interessanten Punkten, zeigt, dass sich die Autorin sehr gut in der Welt akademischer Zwistigkeiten auskennt. Sie versteht es, so etwas auf die Spitze zu trieben. Über die kleine Anmerkung zum "Pseudo-Master of Doncaster" muss ich heute noch schmunzeln.
    Als kleinen Kritikpunkt muss ich anfügen, dass das Buch durch seine größeren Zeitsprünge und vielen kleinen Episoden in welchen der Werdegang der Charaktere beschrieben wird, etwas zerrissen wirkt. Die überspannende Geschichte wird dadurch etwas dünn.

  16. Cover des Buches Wo das Licht herkommt (ISBN: 9783701182084)
    Clementine Skorpil

    Wo das Licht herkommt

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Katja_Nadine

    Material
    Das Buch ist ein Hardcoverbuch und liegt super angenehm in der Hand, da es hochwertig verarbeitet ist, aber gleichzeitig nicht so dick ist, dann es schwer ist es mit einer Han dazu halten. In der Innenseite ist auch ein Papier verarbeitet, welches „Riffle“ hat und dadurch qualitativ nochmals hochwertiger wirkt.


    Cover und Kapitellänge
    In das Buchcover bin ich ja ein bisschen verliebt. So wunderschön schlicht und mit dezenten Farben. Dazu eine Blumenranke. Die Kapitel sind nicht super kurz, aber auch nicht lang. Also ideal um das Buch auch mal zwischendurch in die Hand zu nehmen.


    Inhalt
    Zuerst habe ich ein wenig gebraucht, um mich in das Buch einzufinden, aber dann habe ich es echt gerne gelesen. Der Schreibstil war zuerst etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann gut zu lesen. Auch die Schriftgröße war angenehm. Die circa 280 Seiten kann man gut an einem oder zwei Tagen durchlesen. Die Geschichte wird immer spannender, wenn es auch hin und wieder kurz einen kleinen Spannungshänger gab.


    Fazit
    Ein toller Roman, der auf seichte Art und Weise tiefgründige Themen hinterfragt. Man kann definitiv schlechtere Romane lesen.

  17. Cover des Buches Abendland (ISBN: 9783446241978)
    Michael Köhlmeier

    Abendland

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Carl Jacob Candoris ist über neunzig Jahre alt und erzählt dem Schriftsteller Sebastian Lukasser seine Lebensgeschichte. Er vertraut ihm, denn dessen Vater der Gitarrist Georg Lukasser war ihm immer Freund und Feind zugleich. Die beiden Männer hatten sich in der Nachkriegszeit in den Wiener Jazzkellern kennen gelernt. Über Jahrzehnte hinweg kreuzten sich immer wieder ihre Wege und es gab viel Musik, politische Veränderungen und unterschiedliche Lebensentwürfe. Sebastian Lukasser hat auch schon viel erlebt und es ist sehr interessant gemacht von Köhlmeier wie er den jungen wie den älteren Mann immer wieder zu Wort kommen lässt. Es entfaltet sich ein Panorama über mehrere Jahrzehnte hinweg und es ist gleichzeitig auch die Geschichte des 20.Jahrhunderts. Die Musik spielt eine wichtige Rolle und die politischen Veränderungen werden sehr gut dargestellt und man trifft auf einige wichtige Personen des 20.Jahrhunderts. Völlig zurecht ist Michael Köhlmeier auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2007 für den Roman des Jahres.


  18. Cover des Buches Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (ISBN: 9783596904174)
    Thomas Sprecher

    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

     (308)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Felix Krull wächst in einem großen, pompösen, aber auch liederlichen Haus auf. Sein Vater macht Bankrott und erschießt sich. Felix und seine Geschwister und die Mutter werden von seinem Onkel unterstützt. Schon früh hat Felix entdeckt, dass er eine besondere Wirkung auf Frauen und die Menschen hat und wenn er Geschichten erzählt oder in andere Identitäten schlüpft, dann kann er vieles erreichen oder erschwindeln. Als er nach Paris zieht um in einem Hotel zu arbeiten, beginnt sein Wandel und sein Aufstieg zu einem Lebemann, einem perfekten Ganoven und Schwindler. Wird er fallen? Thomas Manns Roman ist so großartig, fantastisch und fabelhaft, mit so viel Witz und Ironie, dass es auch 2021 immer noch großen Spaß macht das Buch zu lesen. Bissig und mit Manns unnachahmlicher Erzählkunst.

  19. Cover des Buches Alles, was ich in dir sehe (Alles-Trilogie, Band 1) (ISBN: 9783743211490)
    Kyra Groh

    Alles, was ich in dir sehe (Alles-Trilogie, Band 1)

     (225)
    Aktuelle Rezension von: MareikeUnfabulous

    Band 1 der Alles Trilogie von Kyra Groh hat mich schon allein der Kulisse wegen total angesprochen. Ich bin großer Portugal Fan und habe mich darauf gefreut ein Buch zu lesen, das exakt dort spielt, wo ich 2022 mein Herz verloren habe. Ich habe beim Lesen ein sehr genaues Bild von der Natur, von den Stränden und von der Hundefarm bekommen und konnte mich wunderbar in das Setting hineinfühlen. 


    Hinzu kommt, dass ich den Schreibstil von Kyra Groh sehr sehr gerne mag: locker, leicht, mit der richtigen Prise Humor und Feingefühl. Kyra Groh hat dabei stets die richtigen Worte gefunden und wichtige Themen unserer Zeit angesprochen: Umgang mit Social Media, Selbstfindung und Selbstverwirklichung, Feminismus, Rollenbilder, uvm.


    Mit Anna und Fynn wurden zudem zwei sympathische und authentische Protagonisten geschaffen, die man einfach mögen muss. Ich bin mir sicher, dass sich viele Leser:innen sehr gut in die beiden hineinversetzen und sich mit ihnen identifizieren können. Ihre Geschichte wird in einem angemessenen Tempo erzählt. 


    Auch mochte ich Annas Freundschaft zu Anouk und Polly, denn die drei Freundinnen vermitteln ein Gefühl von Verbindung, Zusammenhalt und Vertrauen, wie es sich jeder von uns selbst wünschen würde. Die Freundinnen sind immer füreinander da.


    Kurz gesagt: Kyra Groh hat mit "Alles, was ich in dir sehe" alles richtig gemacht. Es ist ein Buch, das Mut macht und an die guten Dinge im Leben appelliert. Die Autorin hat viele verschiedene Themen angesprochen und dabei immer die richtige Worte gefunden. Mit Blick aus dem Fenster konnte mir das Buch sogar ein paar sommerliche Vibes verschaffen. Nicht zu vergessen die traumhafte Kulisse in Portugal! 

  20. Cover des Buches Es muß nicht immer Kaviar sein (ISBN: 9783426449011)
    Johannes Mario Simmel

    Es muß nicht immer Kaviar sein

     (138)
    Aktuelle Rezension von: JessicaImReihenhaus

    Ja, ich bekenne mich schuldig. Bis dato habe ich, als eingefleischter Krimifan und Liebhaberin von Geschichten, die  in den 40er und 50er Jahren spielen, diesen Klassiker noch nicht gelesen. Jetzt ist es dem glücklichen Umstand, dass Simmel dieses Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, geschuldet, dass es eine Jubiläumsausgabe gibt. Wenn das mal nicht ein Zeichen ist! Und was soll ich sagen?! Warum habe ich solange gewartet? Dieses Buch hat, trotz seiner 60 Jahre (!), die es auf dem Buckel hat, alles was ein rasanter Krimi braucht.

    Thomas Lieven möchte sein Leben als Bankier genießen, wird aber stattdessen während des zweiten Weltkrieges gleich von drei Geheimdiensten als Spion rekrutiert. In dieser Rolle gerät er von einer Mission in die nächste und rettet sich teilweise auf abenteuerlichste Weise aus den schlimmsten Situationen. Wir (und Thomas) lernen, vor der Kulisse des Krieges, wie man Pässe fälscht, aus dem Gefängnis flieht oder skrupellose Juweliere bestiehlt.

    Dabei hat mir sehr gut gefallen, dass sich die pazifistische Einstellung Thomas von Anfang bis Ende durchzieht. Er möchte nicht „auf einer Seite stehen“, sondern in sein ihm bekanntes Leben zurückkehren und in Frieden leben, was ihm immer wieder verwehrt wird.

    Aber wie jede Medaille, hat auch diese Geschichte eine nicht so schöne Seite und die zeigt in meinen Augen klar die Rolle der Frauen in Thomas Leben. Reihenweise verfallen diese ihm, eine sogar bis nahezu zur Selbstaufgabe, was beim Lesen wirklich schwer zu ertragen ist. Dass Frauen hier auf James Bond Manier dargestellt werden, ist sicherlich der Zeit geschuldet in der das Buch, nun einmal auch noch von eine Mann, geschrieben wurde, macht die Sache jetzt leider aber nur marginal besser, wenn auch erklärbar.

    Letztendlich ist die Geschichte aber so interessant und rasant, dass es von mir eine Leseempfehlung gibt für alle, die James Bond, Argylle und historische Spionagethriller mögen.

  21. Cover des Buches Lost in Fuseta (ISBN: 9783462051629)
    Gil Ribeiro

    Lost in Fuseta

     (210)
    Aktuelle Rezension von: Imke_Brunn

    Der Titel ist ein schönes Wortspiel aus "Verloren" und dem Namen des deutschen Kommissars, der über ein Austauschprogramm für ein Jahr im portugiesischen Fuseta arbeiten soll. 

    Sein Einstand in der neuen Gruppe verläuft nicht gut. Viele kleine Merkwürdigkeiten charakterisieren den Mann, der für ein Jahr einem portugiesischen POlizisten-TEam zugeordnet sein soll. Gleich im ersten Einsatz schießt er mit voller Absicht einen Kollegen ins Bein, wie man später erfährt um ihn zu retten. Beinahe wäre er zurück nach Deutschland geschickt worden, doch eine junge Frau erkennt, dass die vielen seltsamen Verhaltensweisen auf das Asperger Syndrom hinweisen. Darauhin nutzen die Kollegen diese speziellen Fähigkeiten um einen verzwickten Mordfall zu lösen.

    Der Stil liest sich sehr angenehm und flüssig. Die Charaktere sind lebendig dargestellt und mit allen ihren Macken sympatisch. Sehr nett finde ich die angedeutete sich vielleicht entwickelnde romantische Beziehung. Die portugiesische Lebensart gibt den Figuren einen lebendigen Rahmen. Dies und auch die ohne zu dick aufzutragen dargestellte Neurodiversität des Kommissars machen das Buch vielschichtig und sehr lesenswert.

  22. Cover des Buches Portugiesisches Erbe: Ein Lissabon-Krimi (ISBN: B01G3RHQKU)
    Luis Sellano

    Portugiesisches Erbe: Ein Lissabon-Krimi

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Nicola89

    Der ehemalige Polizist Henrik Falkner reist nach Lissabon, um das geheimnisvolle Erbe seines Onkels anzutreten, den er nie kennen gelernt hat. Er erbt ein Haus samt Antiquitätengeschäft. Mit der Zeit entdeckt Henrik, dass sein Onkel offenbar über Jahre hinweg Gegenstände gesammelt hat, die mit ungelösten Verbrechen in Verbindung stehen. Nachdem man versucht hat, ihn umzubringen, stürzt Henrik sich in einen Fall, der sein Leben verändern wird.

     „Portugiesisches Erbe“ ist der erste von derzeit sieben Teilen der Lissabon-Krimis von Luis Sellano rund um den ehemaligen Polizisten Henrik Falkner.

    Da die Geschichte in einer meiner Lieblingsstädte spielt, bin ich auf diese Reihe aufmerksam geworden und ich habe mich sehr darauf gefreut, mit dieser Reihe zu beginnen. Aufgrund dessen, dass ich selbst schon zwei Mal dort war, konnte ich auch den Handlungsorten gut folgen und hatte alles bildlich vor Augen.

     Auch der Sprecher Richard Barenberg hat eine angenehme Erzählstimme, der man gerne zuhört.

     Insgesamt ist „Portgiesisches Erbe“ ein spannender Krimi für zwischendurch, der mich wieder für ein paar Stunden in die wunderschöne Stadt Lissabon entführt hat. Da es noch weitere ungelöste Verbrechen gibt und die Geschichte noch nicht abgeschlossen ist, werde ich sicher auch die nächsten Bände noch hören.

  23. Cover des Buches DARK gleam CASTLE (ISBN: 9783949539169)
    D.C. Odesza

    DARK gleam CASTLE

     (99)
    Aktuelle Rezension von: belli4charlotte

    Story:

    Die junge Frau Madison Barros ist zweiundzwanzig Jahre alt, sexy und weiß was sie will.

    Sie hatte es nie leicht in ihrem Leben in der Großstadt Lissabon. Ihr Zwillingsbruder Cássio hat Mist gebaut und einen hohen Kredit bei fadenscheinigen Leuchten, den Lord, aufgenommen. Und dieser soll ihn mit hohen Zinsen abzahlen. Denn diese Lords sind unberechenbar, sie haben Geld, Macht und dunkle Geschäfte.

    Zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Cássio betritt Madison eine Privatinsel, auf der eine geheime Party im dunklen Schloss der Lords stattfindet, um ihnen dort das Geld vom Kredit zu übergeben, damit sie beide frei sind.

    Doch diese vier Lords lassen nicht mit sich verhandeln. Zudem sie auf körperliche Art gern ihre Schulden eintreiben und sich nicht so leicht in die Karten schauen lassen.

    Voller Gier und Lust nach den Verbotenen kommt da Madison ihnen gerade recht.

    Zeitgleich scheint aber noch ein Kontrahent einen Rachefeldzug gegen die Lords zu führen. Madison gerät ungeahnt in einen Strudel aus Gefahren, Intrigen und Machtspielchen.

     

     

     

    Meine Meinung:  

    Schon zu Beginn spürt man die extreme Anspannung und auch das erotische Kribbeln. Man fliegt quasi durch die Seiten und kann es kaum fassen, was Madison Ort allen passiert.

    Von Gewalt, Angst, Wut bis hin zu Erotik, Ekstase, Lust und Begierde ist einfach mal so alles dabei.

    Dazu kommt aber auch die Spannung was der ominösere Gegenspieler der Lords angeht, denn der versucht auch Madison zwischen die Fronten zu bringen. In was hat sie sich da nur verrannt?

    Der Schreibstil ist perfekt was die erotischen Szenen angeht und auch mit den dunklen Szenen welche an Psychothriller erinnern kann Odeza ihre Schreibkunst auslassen. Die Spannung ist fast dauerhaft vorhanden, so dass man kaum Luft zum Atmen hat.

    Die Charaktere sind durchaus unterschiedlich und dabei gewinnen sie zunehmend an Tiefe. Sie sind vielschichtig und facettenreich und jeder auf seine eigene Art böse, oder auch mal zärtlich.

    Dazu kommt noch der Cliffhanger, so dass man einfach den nächsten Band lesen muss.

     

    Aber: nichts für schwache Gemüter, was die erotischen Szenen angeht.

  24. Cover des Buches Die Stadt der Sehenden (ISBN: 9783442745289)
    José Saramago

    Die Stadt der Sehenden

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Bei einer demokratischen Wahl in der Hauptstadt eines nicht genannten westlichen Landes stimmen nur 20% der Wähler für die etablierten Parteien, der Rest wählt weiß, das heißt, sie geben einen leeren Stimmzettel ab. Die Wahl wird mit noch eindeutigerem Ergebenis wiederholt. Die Regierung verhängt den Ausnahmezustand, baut eine Mauer um die Stadt, zieht Behörden und Polizei ab. Doch das erwartete Chaos bleibt, aus, die Bevölkerung arrangiert sich. Die Staatsmacht muss also einen Schuldigen finden, um sich ihre Macht wiederzuholen.
    Gerade in unseren Zeiten der Politikverdrossenheit ist dieser Roman von Saramago so aktuell wie selten. Die Vorgehensweise der gerügten Regierung ist natürlich nicht auf unsere Verhältnisse zu übertragen, aber niemand hat bis jetzt auch nur im entferntesten an so ein Szenario gedacht, insofern wären die Konsequenzen auch gar nicht abzusehen und somit auch nicht die Reaktionen. Des Autors Fiktion ist eine beklemmende, aber seltsamerweise auch eine von den wenigen zu erwartenden. So weit ist es mit dem Politikverdruss schon gekommen, dass die hier behandelte Variante nicht vollständig aus der Luft gegriffen scheint. Saramago hat ein mutiges Buch geschrieben, eine Fiktion, die auch etwas Reales hat, was heute niemand ausschließen kann.
    Für den Saramago-Novizen ist der typische Stil des Nobelpreisträgers gewöhnungsbedürftig, denn er verzichtet größtenteils auf die sinnvolle Satzteilung, seine Sätze werden meist mit Kommata getrennt, seine wörtliche Rede nicht durch Anführungszeichen gekennzeichnet. Das mag sich zwar ein wenig kompliziert anhören, doch der aufmerksame Leser wird nach ein paar Seiten damit keine Probleme mehr haben, im Gegenteil, manchmal scheint es, als würde dieser Stil das Erzählte noch ungestörter fließen lassen. Kein Buch für nebenbei, man muss sich schon darauf einlassen, um in Ruhe alles aufnehmen können.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks