Bücher mit dem Tag "postapokalyptisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "postapokalyptisch" gekennzeichnet haben.

28 Bücher

  1. Cover des Buches Der Übergang (ISBN: 9783442487967)
    Justin Cronin

    Der Übergang

    (1.274)
    Aktuelle Rezension von: koechl

    Was soll ich über ein Buch schreiben, das nicht beschreibbar ist? Das völlig aus meiner Lesenorm fällt? Wenn ich darüber nachdenke, kann ich es überhaupt einen Genre zuordnen. Vampirroman? Nein, ganz und gar nicht. Besonders in der heutigen Welt, in der Vampire gleichgesetzt werden mit glitzernden Womanizern. Dystopie? Ich bitte euch, Justin Cronins Buch lässt sich auch nicht mit Panem auf eine Ebene stellen. Am ehesten passt wohl der Begriff „Endzeit-Roman“ zum Buch. Aber „Der Übergang“ ist viel mehr, ganz anders, erschreckend, grausam, und gleichzeitig so lehrreich, denn er hat mir so viel über die Kunst verraten, berührende Geschichten zu erzählen und gleichzeitig jegliches Klischee zu umgehen.

    Amy ist sechs Jahre alt, als sie von ihrer Mutter in einem Nonnenstift zurückgelassen wird. Sie ist ein merkwürdiges Mädchen, das ein merkwürdiges Leben geführt hat: Von ihrer Mutter, durch das das soziale Netz der Gesellschaft gefallen wie ein Ohrring durch den Abfluss, geliebt, niemals eine Schule oder eine andere derartige Einrichtung besucht, ist sie still, aufmerksam und ernst wie ein viel älteres Wesen. Gleichzeitig forscht eine Regierungsorganisation an einem Virus, der nur schwer kontrollierbar ist. Zwei FBI-Agents schaffen Probanden heran. Es geschieht nicht zufällig, dass sich die beiden Wege kreuzen, die beiden Schicksale verschlingen wie zwei sich verzwirbelnde Taue.

    Ich habe sein Können, das Herzblut und die Liebe, die Cronin in den Text gelegt hat, auf jeder Seite gespürt. Natürlich, es war anders als Normal, abseits jeglicher Norm. Große Erzählkonstrukte mit ein paar eingestreuten wörtlichen Reden mögen nicht jedermanns Sache sein. Meine eigentlich auch nicht. Hier jedoch hat mich die Gewalt der Erzählung mitgerissen. Für mich hat sie die Sogwirkung entfaltet - und Achtung - ich bin eigentlich der Typ Leser, der mit süßen fantastischen Helden mitfiebert, nicht mit kleinen Mädchen und einem FBI-Agenten (Wolgast <3) oder mit einer Nonne. Wie erwähnt, das Buch bricht meine Norm richtig gründlich.

    Oh Schreck, das Experiment und die Forschungen gehen richtig gründlich schief. Okey, das war jetzt nicht die Offenbarung. Auch dass es eine Welt vor und nach der Katastrophe gibt, konnte ich mir gerade noch so ausrechnen.

    Aber - und jetzt kommt der Punkt, der mein Herz geöffnet hat: Die Geschichte zählt mit zu den grausamen, zu den hoffnungslosen, zu jenen, in denen es einige Tode zu beweinen gibt. Eigentlich bin ich so gestrickt, dass ich nach einer gewissen Zeit abstumpfe, wenn zu viel davon auf mich einprasselt. Ich spanne meinen mentalen Regenschirm auf, sehe der Geschichte zu, wie sie an der Membran entlang rinnt, lasse sie aber nicht an mich heran. Allen voran, weil ich enttäuscht vom Autor oder der Autorin bin, es hätte sicherlich eine andere weniger tödliche Lösung gegeben. Bei Cronin fieberte ich nicht mit, ich war an Amys Seite (die übrigens lange keinen POV bekommt, andere erzählen ihre Geschichte), die Herzen öffnet, die Liebe erfährt, die Grausamkeit erträgt und die mit dem Herzen hört. Ich habe miterlebt, wie sie Menschen mit einer abstumpfenden Biografie verändert und zu eigentlich unmöglichen bewegt. Cronin hat einfach eine unnachahmliche Art, seine Geschichte in meinen Kopf zu brennen. Ich hatte auch noch lange nach dem Schließen des Buches die Protagonisten vor Augen und werde sie wohl für lange Zeit in meinem Herzen durch die Welt tragen. Für mich hat Cronin einfach funktioniert. Er hat immer genau das richtige Maß an Hoffnung, Vertrauen und Freundschaft vermittelt, um die Dunkelheit nicht übermächtig werden zu lassen. Und davon existiert reichlich im Buch.
    Er ist schwierig, es ist kein Mainstream, jedoch auf eine sehr eigentümliche Art und Weise berührend.

  2. Cover des Buches Die Zwölf (ISBN: 9783442487974)
    Justin Cronin

    Die Zwölf

    (587)
    Aktuelle Rezension von: koechl

    Mir hat bereits der "Der Übergang" unglaublich gut gefallen und Teil zwei der Passage-Trilogie steht dem in nichts nach. Ich finde sogar, dass es in diesem Teil rasanter voran ging. Es gab trotz der über 800 Seiten kaum Längen und ich hatte immer den Drang ständig weiterlesen zu wollen.

    Sehr toll fand ich das Personen, die im ersten Teil nur kurz angerissen wurden in diesem Teil wichtige Rollen in der Haupthandlung hatten und so die ganze Geschichte noch epischer macht. Es ist wie ein großes Ganzen, das sich langsam immer weiter zusammenflechtet. Ich bin schon total gespannt welche Zusammenhänge sich dann noch im dritten Teil ergeben.

    Und natürlich hab ich mich total gefreut wieder auf alte Bekannte zu treffen :)

    Ich bin total froh, dass ich jetzt endlich Dank eines tollen Buddy-Reads zu diesem Buch gegriffen habe. Das gemeinsame Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht und macht das Buch nochmal mehr zu etwas ganz Besonderem für mich

  3. Cover des Buches Das Licht der letzten Tage (ISBN: 9783492310239)
    Emily St. John Mandel

    Das Licht der letzten Tage

    (395)
    Aktuelle Rezension von: glamourjunkies

    Station Eleven bzw. Das Licht der letzten Tage ist ein post-apokalyptischer Roman mit zwei Erzählsträngen.
    In einem nicht näher bestimmten hier und jetzt folgen wir einem Schauspieler – Arthur Leander – und den Menschen in seinem Leben. An dem Tag, an dem die Pandemie ausbricht, bricht er mit einem Herzinfarkt auf der Bühne zusammen.
    Innerhalb weniger Tage breitet sich die Pandemie auf der ganzen Welt aus und die Zivilisation bricht komplett zusammen.

    20 Jahre später folgen wir Kirsten, die mit einer Gruppe Schauspieler*innen und Musiker*innen durch Nordamerika zieht und Shakespeare aufführt. Durch sie erfahren wir, wie sich das Leben der wenigen Überlebenden entwickelt hat.
    Alles scheint sich beruhigt zu haben.

    Ich habe mich ehrlich gesagt über den Klappentext im deutschen geärgert, weil der für mich etwas spoilert, was gar nicht sein muss. Aber die Beschreibung im englischen finde ich sehr passend.

    Das ganze ist eine wirklich schöne Erzählung über Menschen, deren Leben durch Begegnungen verbunden sind.
    Der Hintergrund, vor dem ihre Leben erzählt werden, ist eine weltweite Pandemie, die innerhalb kürzester Zeit das Leben völlig verändert. Das Buch wurde schon 2014 geschrieben und ist wohl durch Corona nochmal neu wahrgenommen worden. 2020 wurde es in eine Serie verfilmt.
    Dafür, dass es auch etwas düster ist, finde ich es ein recht hoffnungsvolles Buch.

    Ich finde es sehr unterhaltsam geschrieben und flüssig erzählt.
    Weil die beiden Erzählstränge ineinander verwoben sind, hab ich mich zwischendurch mal gefragt, wo die Geschichte denn wohl hin will.
    Die Autorin schafft es immer wieder das Tempo, oder die Richtung der Geschichte zu änder, so das für mich oft recht offen war, was passieren wird. So, wie sie die Reise dann letztlich anlegt, fand ich schön.

  4. Cover des Buches Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an (ISBN: 9783751207164)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an

    (530)
    Aktuelle Rezension von: Ylva_H_

    Nachdem ich Panem X eher mittelmäßig fand, kann meiner Meinung nach Panem L wieder mit der Ausgangs-Trilogie mithalten. 

    In Panem L erleben wir die Hungerspiele erneut mit. Es ist das Jahr, in dem Haymitch un der Arena um sein Überleben kämpft. Da es sich um ein Jubiläum handelt werden doppelt so viele Tribute ausgelost. 

    Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Auch wenn Kenner der Trilogie wissen, in welcher Verfassung Haymitch später die Tribute coachen wird, war es doch äußerst spannend den jungen Haymitch zu begleiten. Man erfährt viel über seinen Hintergrund und ich habe auch zahlreiche Nebenfiguren schnell ins Herz geschlossen.

    Mit dem tragischen Ende so mancher Figur ist natürlich fest zu rechnen und Fans der Dystopie erwarten das auch. 

    Trotz aller Tragik gibt es einen, wie ich finde, versöhnlichen Epilog. Klare Leseempfehlung für Tribute von Panem Fans!

  5. Cover des Buches Mortal Engines - Krieg der Städte (ISBN: 9783596702121)
    Philip Reeve

    Mortal Engines - Krieg der Städte

    (292)
    Aktuelle Rezension von: Natiibooks



    Dieses Buch stand nie auf mein Radar aber da ich unbedingt ein Fantasy Buch Lesen wollt hier bin ich. Wir folgen hier die Geschichte von Tom. Wahrscheinlich haben viele wie ich von diesem Buch gehört weil ein Film dazu herausgekommen ist und da ich erstmals das Buch lesen will hier bin ich. Ich hab es als Hörbuch gehört und muss sagen das war wirklich gut der Sprecher hatte die Charaktere Perfekt zum Leben erweckt. Wir folgen hier mehrere Charaktere also auch mehrere Perspektiven. Die Geschichte spielt in einem Dystopischen/Fantasy Setting in London. Ich mag ja Geschichten wo sich die Welt sehr unterscheidet von unserer und genau das war besonders mit denn Maschinen und die Außenwelt. Ich mochte denn Welten Aufbau es war mir sogar ein bisschen wenig und ich hoffe das in denn nächsten Bänden noch mehr von der Welt gezeigt. Die Charaktere fand ich okay sowohl die 3 Jugendlichen als auch die Erwachsenen. Im ganzen war es ein gutes Buch und ich will definitiv mehr und freue mich auf alles was noch kommt.



  6. Cover des Buches Metro 2034 (ISBN: 9783453316317)
    Dmitry Glukhovsky

    Metro 2034

    (251)
    Aktuelle Rezension von: Sam_Foxtrott

    Mit Metro 2034 setzt Dmitry Glukhovsky seine düstere Saga in der Moskauer Unterwelt fort. Die Erde ist noch immer unbewohnbar, die Menschen hausen in den dunklen Schächten der Metro, wo Hunger, Seuchen und Gewalt zum Alltag gehören. Diesmal stehen nicht Artjom, sondern der wortkarge Kämpfer Hunter, das junge Mädchen Sascha und der alte Schriftsteller Homer im Mittelpunkt. Ihre Reise durch die Tunnel ist weniger eine lineare Heldenmission als ein Nachspüren von Verlust, Hoffnung und dem Versuch, im Chaos ein Stück Menschlichkeit zu bewahren.

    Was mir erneut gefallen hat, ist Glukhovskys unheimliche Fähigkeit, menschliche Verzweiflung und Grausamkeit so drastisch und anschaulich auf Papier zu bannen. Man spürt förmlich die Enge, den Gestank, die Angst in jeder Zeile – ein Segen, wenn man diese Dichte aushalten kann, aber manchmal auch schwer zu ertragen. Die Handlung war in weiten Teilen bedrückend, stellenweise spannend und berührend, aber im Vergleich zu Metro 2033 wirkt der Spannungsbogen weniger straff gezogen. Statt eines klaren Ziels geht es eher um moralische und existenzielle Fragen: Was bleibt von der Menschlichkeit übrig, wenn die Welt zerfällt?

    Die Charaktere haben mich auf gemischte Weise berührt. Hunter bleibt geheimnisvoll und undurchsichtig, Homer versucht verzweifelt, Sinn in die Ereignisse zu schreiben, und Sascha ist ein Lichtblick, ein Symbol für Hoffnung. Sie alle wirken oft ruppig und schwer zugänglich, doch gerade das macht sie glaubwürdig in dieser postapokalyptischen Umgebung. Ihre Motive sind nicht immer leicht nachzuvollziehen, was manchmal frustrierend, aber auch realistisch ist – schließlich weiß in dieser Welt kaum jemand, wofür er eigentlich noch kämpft.

    Das Buch ist weniger Abenteuergeschichte und stärker eine Allegorie. Es ist eine Mahnung, wie sehr Seuchen, Gewalt und Gleichgültigkeit eine Gesellschaft zerstören können, und wie dringend wir Hoffnung und Mitgefühl brauchen, um nicht in völliger Dunkelheit zu versinken.

    Empfehlen würde ich diesen Teil vor allem Lesern, die schon von Metro 2033 fasziniert waren und tiefer in Glukhovskys bedrückende Welt eintauchen möchten. Fans des „Horror-Survival“-Genres werden auch hier vieles wiederfinden, doch man sollte weniger Action und dafür mehr Nachdenklichkeit erwarten. 

    Ein atmosphärisch dichtes, aber nicht immer mitreißendes Kapitel der Metro-Saga – literarisch wertvoll, mit starken Bildern und bedrückender Stimmung, jedoch weniger packend als der Vorgänger.

  7. Cover des Buches Schattenmond (ISBN: 9783453422506)
    Nora Roberts

    Schattenmond

    (86)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》EIGENE MEINUNG:

    Seit über 20 Jahren lese und liebe ich Bücher von Nora Roberts, doch diese Trilogie stand lange ungelesen in meinem Regal – weil ich Sorge hatte, dass mir der Bezug zu Corona nicht gefallen würde und die Liebesgeschichte scheinbar nicht erst entsteht, sondern schon besteht. Dazu nun meine Meinung:

    • Das Buch ist tatsächlich bereits vor Corona entstanden und ja: Es basiert auf der Idee einer weltweiten Pandemie. Hier jedoch ausgelöst durch Magie, aber dennoch nicht weniger erschreckend. Im Mittelpunkt steht also nicht die Pandemie an sich, sondern quasi das extrem veränderte Leben danach, denn: Hier ist die Zivilisation daran zerbrochen, jedoch wurde zugleich Magie zurück in die Welt gebracht. Ich würde es als eine Dystopie beschreiben, die vor allem in den USA spielt, und deren Grundlage Urban Fantasy ist.
    • Die Liebesgeschichte zwischen Lana und Max besteht bereits und so geht es in diesem Auftaktband vor allem um das World-Building, wir lernen die Handlungsorte und eine Vielzahl an Personen kennen.
    • Diese sind alle Überlebende der Pandemie und wahnsinnig unterschiedlich ausgestaltet – sowohl in Bezug auf Alter, Fähigkeit, Charakter sowie vieles mehr. Ich musste mir zwischendurch sogar einen kleinen Spickzettel schreiben, hätte jedoch auch auf keine Figur verzichten wollen.
    • Besonders spannend ist die Idee, dass nicht Lana die Hauptfigur in dieser Trilogie innehaben wird, sondern das Kind, welches sie unter dem Herzen trägt.
    • So gilt es Verluste zu verwinden, ums Überleben zu kämpfen, Grundbedürfnisse zu sichern, aber auch zwischen guten wie bösen Mitgliedern der verbliebenen Menschheit den eigenen Platz und Sinn zu finden. Ich empfinde diesen Auftaktband etwas als „Reise“, auch wortwörtlich.
    • Passend zu der Art magischen Apokalypse treffen wir neben der ganzen Bandbreite an Menschen auch auf Feen, Hexen, Gestaltwandler und viele mehr.
    • Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Allerdings gab es für mich auch die ein oder andere Länge in der Handlung. Das Cover wird aus meiner Sicht weder der im Buch beschriebenen Postapokalypse, noch der Fantasy im Buch richtig gerecht und der Klappentext verrät einfach schon zu viel. 

     

    》FAZIT:

    Außergewöhnliche Dystopie von Nora Roberts, mit vielen magischen Elementen und nach unserem eigenen Erleben einer Pandemie besonders tief wirkt. Man überlegt unweigerlich ob das beschriebene Szenario wirklich so unvorstellbar oder sogar sehr realistisch wäre…

  8. Cover des Buches Moon Chosen (ISBN: 9783841440143)
    P.C. Cast

    Moon Chosen

    (168)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Die Tochter der Mondfrau des Erdwandererclans versteckt sich seit ihrer Kindheit. Statt ihrer Mutter als nächste Mondfrau zu folgen, muss sie verstecken, dass sie zur Hälfte eine Gefährtin ist. Ihr Vater war vom Volk der Gefährten, nur leider versklaven diese die Erdwanderer. Als ein Schäferhundwelpe dem Sohn des Sonnenpriesters der Gefährten wegläuft um sich an die junge Frau zu binden, wird es nur noch komplizierter. Und dann ist da noch die Bedrohung durch den Stamm der Hautdieben. Plötzlich müssen alte Regeln überdacht werden und Entscheidungen getroffen werden, die Alles verändern können.

    Die Autorin entwickelt eine dem Leser völlig fremde und gefährliche Welt. Riesige Insekten bedrohen die Existenz der Völker. Die Erdwanderer sind bodenständig, aber ohne ihre Mondfrau verfallen sie in Wahn, die Gefährten leben eng zusammen mit ihren Hunden, sind aber abhängig von der Wahl der Tiere und die Hautdiebe benötigen im wahrsten Sinne des Wortes die Haut anderer Lebewesen, um sich selbst zu retten. Gekonnt führt P.C. Cast immer tiefer in das Leben und die Bedingungen des komplexen Settings und um so tiefer der Leser in diese Welt vordringt, um so mehr möchte er erfahren. In gemächlichem Tempo entsteht ein immer umfangreicheres Bild. Trotzdem wird es an keiner Stelle langweilig, vielmehr nimmt die Sogwirkung und Spannung langsam aber kontinuierlich zu. Auch ihre Charaktere lässt die Autorin einen Prozess durchlaufen und sich stetig weiterentwickeln. Nicht nur die zentrale Protagonistin auch alle anderen Charaktere werden mit Liebe zum Detail vorgestellt und immer weiter ausgebaut. Obwohl es viele ruhige Etappen im Buch gibt, wird es nie langatmig oder gar langweilig, denn die Autorin nutzt die Passagen geschickt um immer neue Informationen zu platzieren und die Neugier des Lesers am Leben zu halten.

    Mein Fazit: Trotz der Länge des Buches und der eher ruhigen Erzählweise konnte ich mich völlig auf das Buch einlassen, ohne das es auch nur einen Moment zäh wurde. Die Detailverliebtheit der Autorin sollte man sicherlich mögen, aber dann steht faszinierenden Lesestunden nichts mehr im Weg. Wer also gerne Fantasy liest und keine schnelle Story sucht, sondern ein intensives Leseerlebnis vorzieht, der wird hier viel Freude haben. Ich freue mich definitiv auf Band 2 der Trilogie.

  9. Cover des Buches The Electric State (ISBN: 9783596703791)
    Simon Stålenhag

    The Electric State

    (28)
    Aktuelle Rezension von: kleine_welle

    Nach einem Drohnenkrieg ziehen sich die Menschen immer mehr in digitale Welten zurück. Wie ferngesteuert, ziehen sie durch das Land. Mittendrin Michelle und Skip, die auch die das Land fahren, aber mit einem anderen Ziel. 

     

    Direkt auf dem Cover bekommt man schon eines dieser fantastischen Bilder von Simon Stalenhag zu sehen. Es wirkt extrem realistisch.

    Und genau mit diesen wahnsinnig tollen Illustrationen trägt die Geschichte einen in diese futuristische Welt. 

    Schon als der Roman vor ein paar Jahren erschien, hatte mich das Cover mit seiner Geschichte gepackt. Ich wollte unbedingt wissen, warum Michelle und Skip, der Roboter an ihrer Seite, durch das Land fahren. Wohin wollen sie in dieser zerstörten Welt? 

    Leider hatte ich es lange Zeit nicht geschafft, das Buch zu lesen. Erst nachdem ich vor kurzen den Film zu dem Roman gesehen hatte, habe ich die Geschichte dahinter gelesen. Vorneweg, der Film enthält einiges mehr an Details und Geschichte, denn das Buch erzählt viel zwischen den Zeilen. Und vor allem mit seinen Illustrationen. 

    So gibt es zwar immer wieder einiges an Text und Hintergrundinformationen zu Michelle, aber dann hat man auch wieder seitenweise nur Bilder, die einem die Gegenwart zeigen. 

    Wer hier also eine Geschichte für zwischendurch erwartet, der täuscht sich, denn obwohl man den Text relativ schnell gelesen hat, wirken die Bilder noch länger nach. 

    Was sehen die Menschen, wenn sie mit den Helmen verbunden sind? 

    Ein schon etwas gruseliges Szenario, wenn man sieht, wie die Menschen wie Zombies durch die Gegend ziehen. Geleitet durch riesige Maschinen, die für Strom sorgen. 

    Erst nach und nach erfahren wir, was Michelle und Skip suchen und am Ende auch finden. Und doch ist die Geschichte nicht komplett abgeschlossen, denn ohne Text nur mit Illustrationen erzählt der Autor, wie es ausgeht. Und der Rest? Der bleibt mir als Leserin offen oder verborgen, je nachdem wie ich es sehen möchte. 

    Ein wirklich tolles Werk, das mich richtig fasziniert hat. 

     

    Mein Fazit: Obwohl ich bereits durch den Film ein paar Dinge über die Geschichte wusste, konnte mich die Intensität der Geschichte trotzdem packen. Neben den Texten faszinierten mich die sehr realistischen Illustrationen besonders. Eine Geschichte, die gerade durch diese starke Kombination wirkt. Eine futuristische Welt, die erschreckend wirkt, aber durchaus im Bereich des Möglichen. Wer sich nicht entscheiden mag, der sollte unbedingt neben dem Roman auch den Film schauen. Beides hat seinen Reiz. Sehr empfehlenswert!  

  10. Cover des Buches Wer fürchtet den Tod (ISBN: 9783959811866)
    Nnedi Okorafor

    Wer fürchtet den Tod

    (20)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Wer fürchtet den Tod" ist das zweite Buch, welches ich von Nnedi Okorafor gelesen habe.

    Es gibt eine Geschichte, die besagt, dass die Okeke die Sklaven der Nuru sein müssen, da sie im Anbeginn der Zeit zu überheblich waren. Und so werden die Okeke von den Nuru unterdrückt, ermordet und vergewaltigt. Onyesonwu ist ein Kind solch einer Vergewaltigung und gilt damit im Volk der Okeke als Ewu. Ewu-Kinder gelten als böse, denn was mit Gewalt erzeugt wurde, aus dem kann nichts Gutes erwachsen.

    Onyesonwu will ihre Mutter rächen und ihr ganzes Volk von den Nuru und dem Fluch, der mit ihnen einhergeht, befreien. Und so begibt sich das Mädchen auf eine lange, magische Reise um den Zauberer Daib, ihren leiblichen Vater, zu töten.

    Auch dieses Buch von Nnedi Okorafor ist wieder so ganz anders als alles was ich sonst lese. Trotz der etwas einfacheren Sprache hat Okorafor eine ganz eigene und andere Art Geschichten zu erzählen, irgendwie mystisch und verzaubernd. Die Grenzen zwischen der  Realität und der Fiktion, der Magie hat die Autorin gekonnt miteinander verwoben. Es finden sich auch in dieser Geschichte wieder viele mystische Elemente der afrikanischen Kultur. Und auch in diesem Buch prangert Okorafor wieder einige Missstände, wie die Unterdrückung der Frauen und Rassismus, an. 

    Die Hauptfigur Onyesonwu ist zwar für meinen Geschmack etwas zu hitzig und zu schnell auf hundertachtzig, trotz allem mochte ich ihre innere Stärke und den Willen etwas an der Situation ihres Volkes - vor allem den Frauen - zu verändern.

  11. Cover des Buches Die Neunte Stadt (ISBN: 9783453317888)
    J. Patrick Black

    Die Neunte Stadt

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Es hat so gut angefangen!! 😫 und dann…ich konnte es leider nicht beenden. Bei Seite 599 war das Ende für mich erreicht. 2 Sterne weil die ersten beiden Teile okay waren. Für jedes somit 1 Stern 😅


    Das Buch ist in 4 Teile eingeteilt. 

    Teil 1 - super 👌🏻

    Teil 2 - okay 

    Teil 3 - könnte man überspringen 

    Teil 4 - keine Motivation mehr gehabt 


    Fazit: sehr sehr schade, da es wirklich Potenzial hatte. Zu viele Details, Erklärungen usw.

  12. Cover des Buches DIE FARM (ISBN: 9783958352100)
    Tom Abrahams

    DIE FARM

    (16)
    Aktuelle Rezension von: TillyJonesbloggt

    Inhalt/Meinung
    Die „Traveler-Reihe“ von Tom Abrahams ist eine Reihe, die schon lange lesen wollte und endlich bin ich dazu gekommen. Den Start macht „Die Farm“ und ich bin wirklich lange genug um diese Reihe herumgeschlichen. Die wird jetzt in einem Rutsch weggelesen.

    Wo wir gerade im Rutschen sind. Genauso liest sich „Die Farm“ auch. Das gesamte Buch hat ca 230 Seiten und die sind so wahnsinnig schnell gelesen, dass ich das Ende fast nicht kommen sah. Es geht Schlag auf Schlag und zack, ist alles vorbei. Wirklich echt irre.

    Die Grundstory ist schnell erzählt. Auf der Welt wütet ein Pest-Bakterium, dass schnell mutiert und medikamentenresistent ist. Ein schwindend geringer Prozentsatz der Menschheit ist immun, leider findet die Wissenschaftler nicht heraus, warum. Es dauert nur wenige Wochen, bis die gesamte Menschheit am Ende ist.
    Die Geschichte ist in die Zeit um den Niedergang und 5 Jahre später aufgeteilt. Wir erfahren in Rückblicken von Battles Leben, wie alles vonstatten ging, als das Pest-Bakterium seine Heimatstadt erreichte und wie das Leben 5 Jahre später ist. Die Welt hat sich komplett geändert, es gibt keine Regierung und ein krimineller Zusammenschluss namens „Das Kartell“ regiert weite Teile von u.a. Texas. Es wird erst geschossen, dann werden Fragen gestellt. Gerade die Rückblicke, die immer wieder eingestreut sind, zeigen sehr anschaulich, was auf der Welt passiert und wie Battle zu dem wird, der er ist. Und wie er fünf Jahre auf seinem Land mitten im Nichts unentdeckt bleiben konnte.

    Wir begleiten Marcus Battle in seinem Kampf ums Überleben. Ich mochte ihn tatsächlich direkt von Anfang an, denn obwohl er jemand zu sein scheint, der alles kann und an alles denkt und auf alles vorbereitet ist, ist er nicht abgehoben. Alles was er tut und was er kann, ist erklärbar. Nichts passiert einfach so, weil es gerade so schön passt. Er bekommt genauso eins auf die Nase, wie andere und es geht ihm genauso Bescheiden, wie den anderen. Das fand ich wirklich klasse. Er hat strickte Regeln für sein eigenes Überleben aufgestellt und befolgt diese seid 5 Jahren. Solange, bis plötzlich Lola für seiner Tür auftaucht und er einfach nicht Nein sagen kann, als sie um Hilfe bittet. Schnell hat er ziemlich viel Ärger am Hals, den er eigentlich nie haben wollte. Battle entwickelts ich vom kauzigen Einsiedler zu einem Mann, der einer verzweifelten Frau Hilfe leistet und das hat mir wirklich gut gefallen. Er tut das, was er schließlich tut nicht, weil er einfach nur auf die Handlung reagiert, sondern weil er es wirklich tun will.

    Auch die anderen Figuren waren gut, wenn auch manchmal etwas seltsam. Vielleicht lag das an der Übersetzung, das kann ich nicht beurteilen. Aber alle Figuren verhalten sich postapokalyptisch. Der Stärkere regiert die Welt und alle anderen haben sich unterzuordnen. Es gibt eine klare Struktur im Kartell, das auch durch einige Kapitel beleuchtet wird. Sie sind etwas zu sehr von sich überzeugt und ich bin hier wirklich gespannt, was ich in den nächsten Bänden noch über das Kartell erfahren werde.
    Das Ende ist… sorry… einfach nur fies. Cliffhanger vom Feinsten. Wie ich es hasse. ^^

    Fazit
    „Die Farm“ macht auf wenigen Seiten viel her. Die Story ist echt schnell durchgelesen, der Schreibstil zog mich nur so in die Geschichte. Die Handlung ist spannend, es geht Schlag auf Schlag, sodass man als Leser kaum zur Ruhe kommt. Toller Auftakt einer interessanten Reihe, ich bin wirklich gespannt, ob mich auch hier wieder „Der Fluch des zweiten Teils“ einholt und alles ruiniert wird.
    Aber Band 1 kann ich ohne Weitere Bedenken jedem Fan dieses Genres empfehlen!

  13. Cover des Buches Ein Fluss so rot und schwarz (ISBN: 9783608502589)
    Anthony Ryan

    Ein Fluss so rot und schwarz

    (156)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Die Idee und das Setting zu „Ein Fluss so rot und schwarz“ hatten wirklich Potenzial, die Umsetzung sagte mir persönlich allerdings leider eher weniger zu. Es scheiterte bereits daran, dass mir die Charaktere, unter anderem durch ihren Gedächtnisverlust, alle relativ fremd blieben. Weiter war das Buch mit nicht einmal dreihundert Seiten relativ kurz, wodurch die Geschichte auf mich an manchen Stellen nicht richtig ausgearbeitet oder gehetzt wirkte. Nach der Hälfte fragte ich mich etwa, ob das Buch wirklich schon halb vorbei war. Einige Stellen wirkten außerdem klischeehaft (zum Beispiel kommt das Flugzeug genau, wenn jemand sagt, sie hören es vielleicht nicht) und Begegnungen mit den Zombies wurden nur sehr spärlich eingestreut (ursprünglich hatte ich mir eine Szene vorgestellt, in der das Boot in den Londoner Hafen einfährt und sich die Figuren gegen Massen von Gegnern behaupten müssen, davon kann man hier nur träumen). Richtig Spannung kam erst kurz vor Schluss auf, als die Charaktere erfuhren, was sie auf dem Boot taten und welche Mission sie zu erfüllen hatten. Da fieberte ich tatsächlich einmal etwas mit, bis das Ende für mich alles wieder zunichte machte. (SPOILER) Dass alle sterben mussten, um die Welt zu retten, gefiel mir persönlich nicht. Ich hätte mir eher einen Schluss gewünscht, wie er vorher angedeutet worden war: Die Charaktere platzieren die Bombe im Zentrum der Infizierten und verschwinden mit ihrem Boot rechtzeitig wieder. (SPOILER ENDE) Wie es mit der Menschheit weitergeht, blieb leider ebenfalls offen.

    Ich habe zudem noch einen kleinen Logikfehler gefunden: (SPOILER) Auf Seite 177 sagte Pynchon, das Dorf in seinem Traum habe nach „Scheiße und Rauch“ gestunken, wenig später wurde enthüllt, dass Gerüche in Zusammenhang mit Erinnerungen ein Zeichen für die Infektion seien, wodurch Plath als Zombie enttarnt wurde. Pynchon blieb jedoch weiterhin ein normaler Mensch. (SPOILER ENDE)

  14. Cover des Buches Ground Zombie: Der Überlebensratgeber für Deutschland (ISBN: 9783741283178)
    Marcus Rahn

    Ground Zombie: Der Überlebensratgeber für Deutschland

    (10)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros

    Wie überlebt man in einer postapokalyptischen, zombieverseuchen Welt?
    In diesem Ratgeber finden sich nützliche Tipps, die dem Leser mit einem Augenzwinkern nähergebracht werden.

    Nach der Lektüre bin ich nun zwar etwas paranoid und würde am liebsten in den nächsten Baumarkt rennen und mich mit Werkzeugen, Äxten und Baumaterialien eindecken, um im Falle des Falles meine Wohnung zu verbarrikadieren, aber im Grunde kann man dieses Büchlein als ironischen Ratgeber für den Kampf gegen Zombies ansehen.
    Der Autor schreibt sehr humorvoll, vermittelt gleichzeitig aber Tipps, die mir beim Lesen wirklich brauchbar vorkamen. 
    Er erwähnt Survival-Ratgeber anderer Autoren, die auch so recht hilfreich zu sein scheinen und öffnet dem Leser in einigen Kapiteln die Augen, welche Sachen heutzutage doch ziemlich vernachlässigt werden. Beispielsweise Erste-Hilfe-Kurse, ärztliche Vorsorgeuntersuchungen etc. etc..

    Ich möchte diesem Buch daher gerne die vollen 5 Sterne geben. Humor und etwas Fatalismus, gepaart mit interessanten Vorschlägen für's Überleben im "Ernstfall", ergeben eine gute Mischung. Ich war wirklich gut unterhalten.

  15. Cover des Buches The Reapers are the Angels (ISBN: 9780330518963)
    Alden Bell

    The Reapers are the Angels

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Werden Autor_innen postapokalyptischer Literatur nach dem Reiz des Genres gefragt, geben sie oft unspezifische Antworten, die sich auf die Faszination der Angst und der Abgründe des menschlichen Wesens beziehen. Deshalb war ich positiv überrascht, als ich Alden Bells Antwort auf diese Frage in einem Interview las. Er glaubt, dass hinter der Leidenschaft für düstere Zukunftsvisionen eine konkrete Freiheitssehnsucht steckt. Seiner Meinung nach werden moderne Menschen im Alltag von so vielen Zwängen beherrscht, dass ihnen die Idee einer zerstörten Welt, in der keine Regeln mehr existieren und in der sie zu den wenigen Überlebenden zählen, die Hoffnung vermittelt, sich selbst neuerfinden zu können. Ich finde, das ist ein interessanter Ansatz, der viel Wahrheit enthält. Auch ich frage mich während der Lektüre von Postapokalypsen häufig, wie ich mich verhalten würde. Ob ich wohl ebenso mutig wäre wie Temple, die Protagonistin in Bells Roman „The Reapers are the Angels“?

    Temple wurde in eine Welt geboren, die dem Untergang geweiht ist. Sie weiß nichts von der Zivilisation, wie sie einst war. Sie kann weder lesen noch schreiben. Aber sie versteht sich darauf, zu überleben. Allein streift sie durch das Land, ohne Herkunft und ohne Ziel. Die Untoten schrecken sie nicht. Vielmehr muss sie sich vor den Menschen in Acht nehmen. Ein Killer ist ihr auf den Fersen, weil Temple ihm etwas nahm, das ihm viel bedeutete. Sie muss fliehen, doch auf ihrer Flucht begegnet ihr der schutzlose Maury. Ihm zu helfen könnte Temples Weg zur Erlösung sein, um all das Schlechte wiedergutzumachen, das sie getan hat. Denn eines ist gewiss: in dieser neuen Welt sind nicht die Untoten die Monster.

    „The Reapers are the Angels“ gefiel mir viel besser, als ich erwartet hatte. Ich habe das Buch 2016 gekauft, als ich Dystopien und Postapokalypsen in rauen Massen verschlang. Drei Jahre später hat sich mein Geschmack verfeinert, sodass mich längst nicht mehr jede zombiebevölkerte Zukunftsvision in Begeisterungsstürme versetzt. Ich erkannte, dass dieses Genre, wie jedes andere auch, permanent von Durchschnittlichkeit bedroht ist. „The Reapers are the Angels“ ist keinesfalls durchschnittlich und das liegt meiner Meinung nach maßgeblich an der Protagonistin Temple, deren Perspektive zu den spannendsten zählt, die ich je in der postapokalyptischen Literatur einnehmen durfte. Ich habe bisher wenige Hauptfiguren getroffen, die so sehr im Hier und Jetzt ihrer Gegenwart leben wie Temple. Anfangs erschien sie mir sehr jung, unschuldig und naiv, denn das Buch beginnt auf einer kleinen Insel, auf der Temple sich in einem alten Leuchtturm ein Heim einrichtete. Leider kann sie dort nicht bleiben. Sobald sie gezwungen ist, mit ihrer postapokalyptischen Umwelt zu interagieren, offenbarte sich ihr harter Charakter. Ich möchte betonen, dass ich „hart“ völlig wertungsfrei verwende. Temple muss hart sein. Sie ist brutal unabhängig, beinahe schmerzhaft selbstständig und das alles im zarten Alter von etwa 15 Jahren. Sie nimmt die verwüstete Welt, wie sie ist, erkennt ihre Schönheit, vermisst oder betrauert nichts und reagiert pragmatisch auf jede Herausforderung, die ihr begegnet. Schlagartig wirkte sie deutlich älter, taff und abgebrüht. Nachträglich glaube ich, dass diese Diskrepanz darauf zurückzuführen ist, dass Temple im Schutz der Isolation ihrer Insel den Luxus genoss, nicht erwachsen sein zu müssen und sich deshalb einer Kindheit annäherte, die sie eigentlich nie hatte. Zurück in den Überresten der Zivilisation verkörpert sie eine neue Generation – Menschen, geformt von der Zombie-Apokalypse, die alles tun würden, um zu überleben und sich dessen nicht schämen, weil sie nichts anderes kennen. Bell konfrontiert seine Protagonistin immer wieder mit den Grenzen des Akzeptablen und erforscht, wie weit sie zu gehen bereit ist. Folglich ist die Handlung von „The Reapers are the Angels“ zwar sehr blutig und gewaltgeprägt, vermittelt aber trotzdem eine tiefsinnige, feinfühlige und fast sanfte Ausstrahlung, fern von reißerischer Hysterie. Leise, reflektierte Momente wiegen schwerer als wilde Action und selbst die Zombies spielen nur eine untergeordnete Rolle. In Temples Wahrnehmung sind Zombies gefährliche Tiere, denen sie wann immer möglich einfach aus dem Weg geht. Sie verteidigt sich ausschließlich, wenn ihr keine andere Wahl bleibt und empfindet keine Freude daran, Zombies zu töten. Mich überraschte es dementsprechend nicht, dass Ursache und Auslöser der Zombieplage nie geklärt werden. Bell erläutert nur, was für Temple von Bedeutung ist und das ist tatsächlich nicht viel: das Verhalten der Zombies, ihre Fähigkeiten und wie die Infektion übertragen wird. Alles andere kümmert sie nicht. Braucht es auch nicht, denn schließlich sind die Zombies nicht diejenigen, die sie fürchten muss.

    Mit „The Reapers are the Angels” verfolgte Alden Bell meiner Ansicht nach das Ziel, das Potential der Zerstörung zu untersuchen. Er konzipierte einen Neuanfang für die Welt und erkundete, welches Leben aus der Asche einer glorreichen Vergangenheit hervorgehen könnte. Dazu bediente er sich einer Protagonistin, die in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich ist und sich hervorragend dazu eignet, die Erwartungshaltung seiner Leser_innen durcheinanderzuwirbeln. Temple ist keine stereotype Heldin, sondern ein echtes Unikat. Ich bin ein riesiger Fan von ihr, weil sie zahlreiche paradoxe Eigenschaften vereint und dennoch glaubwürdig erscheint. Ihre Geschichte berührte und begeisterte mich, denn für mich personifiziert sie die Anmut von Anpassungsfähigkeit. Temple ist, wer sie ist – ein Kind der Postapokalypse, die Zukunft der Menschheit. Ihre bloße Existenz stellt ein literarisches Ausrufezeichen dar. Die lose Fortsetzung „Exit Kingdom“ ist meinem Empfinden nach daher überflüssig. Ich glaube nicht, dass ich sie lesen werde. Manche Geschichten sollten einfach so stehen bleiben, wie sie sind.

  16. Cover des Buches Die Drachenwandler 2: Fire in your Blood (ISBN: 9783551302984)
    Annika Hanke

    Die Drachenwandler 2: Fire in your Blood

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Minchen1987

    Wie geht es mit den Drachenwandlern weiter?

    Wie ergeht es Romy hinter der Mauer?

    Was genau ist das zwischen Romy und Greyer?

    Und was passiert außerhalb der Mauer mit den Menschen bzw. Romys Gruppe?

     

    Wie schon im ersten Teil, sind die Drachenwandler weiterhin auf der Suche nach den Splittern des Dracarian und Romy soll ihnen dabei helfen.

    Zunächst ist Romy noch immer skeptisch gegenüber den Wandlern und würde am liebsten fliehen, doch je länger sie hinter der Mauer ist, desto mehr lernt sie sowohl über die Wandler, als auch über sich selbst.

    Trotz allem fühlt sie sich eingesperrt und möchte um jeden Preis wieder zurück in die Stadt und ihre Gruppe suchen. Sie macht sich Sorgen um ihre Freunde und ihre Mutter, da sie die ganze Zeit über kein Lebenszeichen von ihnen erhalten hat. Nicht einmal einem Spähtrupp der Drachenwandler gelingt es etwas Neues in Erfahrung zu bringen.

    Letztendlich tritt die Gruppe irgendwann doch noch in Erscheinung und Romy kann ihren Augen nicht trauen...

     

    Nicht nur Romy macht in diesem Teil eine weiter Veränderung oder Weiterentwicklung durch. Die einen zum Positiven, die anderen zum Negativen...

     

    Zwischendurch entwickelt sich die Geschichte recht tragisch, doch als man denkt, das Ende sei gekommen, geht es leider doch noch weiter. Ab diesem Punkt wird es auch zum Teil relativ vorhersehbar. Es gibt ein paar Informationen und schon kann man erahnen, wie es weitergeht. Sehr schade, da ich es vorher noch spannend fand und es auch ein paar Wendungen gab, die ich nicht erwartet habe.

     

    Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn jeder, den es interessiert, soll natürlich lieber selbst lesen.

     

    Die Schreibweise der Autorin war, wie auch bereits im ersten Teil, sehr angenehm und leicht zu lesen. Ihr Stil erzählt bildlich die Geschichte, was mir sehr gefällt.

    Auch die verschiedenen Perspektiven waren wieder verständlich und gut strukturiert, so dass ich dem Geschehen ohne Probleme folgen konnte.

    Diesbezüglich habe ich keine beschwerden und werde bestimmt auch in Zukunft Bücher der Autorin lesen.

     

    Alles in allem vergebe ich, auf Grund des, meiner Meinung nach, verpassten perfekten Ende und der folgenden Vorhersehbarkeit am Schluss, für „Die Drachenwandler 2: Fire in your Blood“ 3 von 5 Sternen.

  17. Cover des Buches Fire&Ash (ISBN: 9781442439931)
    Jonathan Maberry

    Fire&Ash

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    „Fire & Ash“ ist der letzte Band der postapokalyptischen Geschichte rund um den Teenager Benny Imura. Gerüchten zufolge ist die Reihe „Rot & Ruin“ jedoch nicht abgeschlossen. Angeblich kündigte der Verlag Simon & Schuster für 2018 und 2019 jeweils einen neuen Band an. Diese beiden zusammenhängenden Bände sollen im gleichen Setting neue Charaktere und eine komplett neue Handlung vorstellen. Ich fand keine Belege für diese Behauptung, weder beim Verlag, noch auf Jonathan Maberrys Website. Der einzige Hinweis sind Einträge für die Bücher auf Goodreads und ich habe keine Ahnung, woher diese Informationen stammen. Ich werde wohl einfach abwarten müssen, ob sich die Gerüchte bewahrheiten.

    Louis Chong ist tot. Alle in Sanctuary wissen, dass Benny Imuras bester Freund starb, als er sich infizierte. Nur Benny weigert sich, ihn aufzugeben. Würde nur endlich jemand versuchen, Dr. McReadys Unterlagen oder am besten die Wissenschaftlerin selbst zu finden, könnte das Heilmittel entwickelt werden, das nicht nur Chong, sondern die ganze Welt retten würde. Leider wird Sanctuary von verstockten Soldaten geleitet, denen die Wünsche eines Teenagers nicht das Geringste bedeuten. Benny hält es nicht mehr aus. Begleitet von Nix, Lilah und Riot macht er sich auf eigene Faust auf die Suche nach der letzten Chance, die Chong hat. Draußen im Rot and Ruin müssen sie jedoch feststellen, dass sie nicht die einzigen sind, die sich für McReadys Forschungsergebnisse interessieren. Der psychopathische Saint John und die Mitglieder der Night Church suchen ebenfalls nach dem Heilmittel, das in den falschen Händen zu einer gefährlichen Massenvernichtungswaffe werden könnte. Der Wettlauf um das Schicksal der Menschheit hat begonnen.

    Wisst ihr, wodurch ich merke, dass mir eine Rezension schwerfällt? Ich merke es, weil ich versuche, mich vor dem Schreiben zu drücken. Plötzlich fallen mir hundert Dinge ein, die ich stattdessen tun könnte. Ich mache mir selbst etwas vor, weil ich zu stur bin, um einfach zuzugeben, dass diese oder jene Rezension eine harte Nuss für mich ist. „Fire & Ash“ ist so ein Fall. Da, jetzt ist es raus, ich bekenne es. Ich kann nur leider überhaupt nicht erklären, wieso. Das (vorläufige) Finale der „Rot & Ruin“ – Reihe ist nicht schlecht. Während der Lektüre empfand ich das Buch als mitreißend wie eh und je und im Anschluss habe ich fleißig Notizen gemacht. Ich war beeindruckt von Jonathan Maberrys überzeugendem wissenschaftlichen Erklärungsansatz für die Natur der Zombieinfektion, der auf mich fundiert recherchiert wirkte. Ich mochte das Motiv der Hoffnung, personifiziert durch Bennys Generation, die Erbe und Schöpfer einer neuen Welt ist. Jetzt sind einige Wochen vergangen und in meinem Kopf herrscht gähnende Leere. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber irgendwie hat dieses Finale trotz bewegter Dramatik wenig bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Vielleicht war die Geschichte doch zu vorhersehbar, denn ich habe nie daran gezweifelt, dass Benny und seine Freunde die Zombie-Postapokalypse überleben werden. Die Frage war lediglich, wie. Vielleicht war es der Schuss des guten, alten, amerikanischen Patriotismus, der meiner Ansicht nach vollkommen überflüssig für die Geschichte war. Vielleicht war „Fire & Ash“ auch einfach etwas arg pathetisch, obwohl ich beim Lesen durchaus das Gefühl hatte, dass mich dieses Pathos berührte. Im Nachhinein hingegen kommt mir Entwicklung, die Benny durchlebt, übertrieben vor. Er erreicht einen Status kühler Klarheit, den ich für unglaubwürdig halte. Ich bezweifle nicht, dass Benny schnell und radikal erwachsen werden musste, doch seine Entfaltung zum idealen Samurai, der eine Kampfsituation und sich selbst gefasst analysieren kann, erscheint mir unrealistisch. Er ist trotz allem ein Teenager. Die positive Seite daran ist jedoch, dass seine Beziehung zu Nix eine für die Young Adult – Literatur recht ungewöhnliche Wendung nimmt, was mir sehr gut gefiel. Unsterbliche Liebe auf den ersten Blick unter extremen Bedingungen war noch nie sehr lebensnah; ich finde es toll, dass Maberry einen anderen Weg wählt, der möglicherweise eine direkte Folge seines vorbildlichen Umgangs mit den Geschlechterrollen ist. Er behandelt Männer und Frauen gleichberechtigt und besonders Bennys Freundinnen beweisen eine Stärke, die alle kruden Ideen der Prinzessin in Nöten im Keim ersticken. Gut, Lilah ging mir fürchterlich auf die Nerven, weil ihre Umgangsformen schlicht inakzeptabel sind, aber nichtsdestotrotz erkenne ich ihre Unabhängigkeit an.

    Letztendlich weiß ich nicht genau, warum sich „Fire & Ash“ nicht in dem Ausmaß in meinem Gedächtnis festsetzte, das ich erwartet hatte. Es handelt sich definitiv um ein angemessenes Finale und hat viel Positives zu bieten. Der Kampf gegen die Zombies mutierte im Lauf der Reihe zu einem Kampf der Menschheit selbst, gegen religiösen Fanatismus und die drohende Gefahr, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Jonathan Maberry erfasst die Konflikte, die sich innerhalb seiner beängstigenden Zukunftsvision ergeben, hervorragend und verleiht der gesamten Thematik der Zombie-Postapokalypse überraschenden Tiefgang. Ich kann nicht erklären, wieso mich „Fire & Ash“ nicht nachhaltiger beeindruckte, obwohl es die vielen feinen Nuancen, die Maberry sorgfältig etablierte, zu einem explosiven, dramatischen Abschluss bringt. Ich vermute, dass es mir einen Hauch zu abenteuerlich und inszeniert war, möchte mich darauf aber nicht unumstößlich festlegen. Diese marginalen Schwierigkeiten qualifizieren sich jedoch als Jammern auf hohem Niveau, weshalb ich nicht zögere, euch die Reihe „Rot & Ruin“ trotzdem zu empfehlen. Die Young Adult – Literatur ist so überflutet von flachen, klischeebeladenen, bedeutungsarmen Geschichten, dass jeder Versuch, es anders zu machen, enthusiastisch unterstützt werden sollte. Jonathan Maberry macht es anders und dafür gehören ihm mein Respekt und meine Anerkennung.

  18. Cover des Buches Der zweite Schlaf (ISBN: 9783453424784)
    Robert Harris

    Der zweite Schlaf

    (76)
    Aktuelle Rezension von: ManfredLiest

    Robert Harris gelingt mit Der zweite Schlaf ein packender Roman, der durch seine ungewöhnliche Zeitepoche und die clevere Erzählweise besticht. Wer den Klappentext bewusst meidet, wird mit einem echten Aha-Moment belohnt – die Überraschung über die Zeit, in der die Geschichte spielt, ist Teil des Leseerlebnisses. Die Handlung bleibt durchgehend spannend, ohne Längen, und die Atmosphäre ist dicht und fesselnd. Die historische Kulisse wirkt wie das Salz in der Suppe – sie verleiht dem Buch eine besondere Tiefe. Für alle, die gerne mitdenken und sich überraschen lassen: absolute Empfehlung!

  19. Cover des Buches Themiskyra - Die Begegnung (ISBN: 9783752645279)
    Dani Aquitaine

    Themiskyra - Die Begegnung

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Karin_Fortin

    Dies ist der erste Band einer 3-bändigen Amazonen-Reihe.

    Schon das Cover ist ein Hingucker und der Klappentext hat mich neugierig werden lassen.

    Ell und ihr Vater leben in einer Zeit, wo die Welt zusammenbricht. Banden rauben und töten, es wird geplündert und der Vorrat an Öl versiegt.

    Als ihr Vater getötet wird, macht sich Ell auf den Weg in eine ungewisse Zukunft und trifft auf die Welt der Amazonen.

    Ell ist eine wunderbare Protagonistin. Besonders ihre Entwicklung, die sie innerhalb der Geschichte durchmacht, hat sie mir sehr nahe gebracht. Ich habe ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen bewundert.

    Gleichberechtigung, Familie, Freundschaft, Liebe und Mut zeichnen sich hier aus.

    Die Autorin schafft es den Leser in die Welt der Amazonen abzuholen.

    Die verschiedenen Handlungsorte wurden so detailliert beschrieben, dass ich mir alles gut vorstellen konnte.

    Der Schreibstil ist locker, spannend und flüssig zu lesen.

    Die Kapitel sind gut gegliedert und auch nicht zu lang.

    Eine tolle Geschichte, emotional und mitreißend.

    Wird es Ell gelingen, sich in der Welt der Amazonen zurechtzufinden?

    Das müsst ihr unbedingt selbst lesen.

    Gerne gebe ich hier verdiente 5 Sterne.

  20. Cover des Buches ÖDLAND - Der Keller (ISBN: 9783000501104)
    Christoph Zachariae

    ÖDLAND - Der Keller

    (76)
    Aktuelle Rezension von: JuliaS22

    Mega lebt mit einer Handvoll Überlebenden in einem Keller einer Universität voller Wissenschaftler.
    Warum die Endzeit gekommen ist erfahren wir im Buch nicht.
    Mega muss sich aufmachen und ein wichtiges Teil für einen Wasseraufbereiter besorgen um das Weiterleben des Verstecks zu ermöglichen.
    Dabei begleiten wir Mega auf allerhand Gefahren im Ödland. Suche nach Essen, Kampf mit anderen Überlebenden, Verlassen der Gruppe. 

    Vom Beginn der Realisation der großen Liebe bis zum Kennenlernen der Söldnerbande und allerlei Gefahren ist alles dabei. Sehr spannend geschrieben und ein Muss für Endzeitthriller-Fans! 

  21. Cover des Buches Die Letzten: Verlust (ISBN: 9783752876789)
    Andreas Otter

    Die Letzten: Verlust

    (30)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Ich bin durch Zufall auf diese 2 bändige Reihe gestoßen. Band 1 hat mir schon gut gefallen, sodass ich direkt weiter gelesen habe. Dieses Buch war sogar noch etwas besser.

    Der Schreibstil ist spannend geschrieben. Inhaltlich schließt es gut an Band 1 an. Die Charaktere gefallen mir immer noch gut gestaltet und gefallen mir auch persönlich gut. Es kommen neue hinzu und das Buch ist noch etwas abwechslungsreicher geschrieben. Ich habe oft überlegt wie ich handeln würde und habe mich aufs weiterlesen gefreut.


    Daher von mir klare 5 Sterne für das Buch.

  22. Cover des Buches Die Drachenwandler 1: Fire in your Eyes (ISBN: 9783551302700)
    Annika Hanke

    Die Drachenwandler 1: Fire in your Eyes

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Nikita13

    Band 1 einer Jugendbuch Dilogie

    Das Buch ist ganz anders als erwartet und als es der Klappentext verspricht. Hier erwartet man Fantasy mit einem Hauch von Romance und natürlich Drachengestaltwandler. Es ist eher eine urbane Apokalypse, die mich ein bisschen an Transformers erinnert, als das man hier wirklich etwas von magischen Gestaltwandlern und Drachen erfährt. 

    Die Handlung beginnt mit dem Fall der zweier Aliensorten auf den Planeten Erde und spielt fortan in einem zerstörten Hamburg. Das Buch hat 230 Seiten, davon spielen 200 Seiten lang nur Überleben, Tod und Zerstörung eine Rolle, bevor es auf den letzten 30 Seiten endlich auf das erwartete Aufeinandertreffen der Auserwählten und der Drachen gibt, dass auf dem Covertext angekündigt wird. Daher gibt es 200 Seiten lang nicht wirklich viel Handlung, sondern eher Herumgerenne in Hamburg, jede Menge Tote und Zerstörung. Insgesamt also ziemlich düster und deprimirende Grundstimmung und dazu nach langatmige Handlung. Romantik, Liebe und Knistern sucht man hier vergeblich, auch wenn das vom Verlag so angekündigt wird. So konnte es mich gar nicht überzeugen und ich werde den zweiten Band auch nicht lesen.

  23. Cover des Buches Nach der Apokalypse (ISBN: 9783962190279)
    Laurent Queyssi

    Nach der Apokalypse

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Emma.Woodhouse
    Inhalt: 
    Nach fast 100 Jahren ist der größte Teil der Menschheit ausgerottet. Die wenigen Überlebenden versuchen sich in der gefährlichen Umgebung gegenseitig zu helfen und für einander da zu sein.
    Doch es gibt auch Gemeinschaften, die sich zusammengeschlossen haben um anderen Gewalt an zu tun. So treffen natürlich auch in dieser Geschichte zwei Gruppen aufeinander deren Verhandlungen nur blutig werden können.
    Giala muss um ihr Leben rennen und begegnet dabei einem Mutanten-Stamm, der ihr helfen will. Doch der Weg zurück zu den Kindern ihres Stammes, die sich während des Überfalls versteckt haben, ist nur steinig. Sie geht den Weg der Vergangenheit um die Zukunft zu retten.

    Meinung:
    Das Cover ist unglaublich cool!
    Es setzt Giala in den Fokus und zeigt sie als starke Persönlichkeit. Umso erstaunter ist man als der Überfall geschieht und sie so gar nicht kämpferisch ist. Sie lässt sich mitnehmen um die Kinder zu retten und muss mit ansehen wie fast alle ihres Stammes sterben. Nur ein Zufall hilft ihr dabei zu fliehen und dann findet sie Kopfhörer. Da wird leider nicht gezeigt wo sie diese findet und warum sie sie überhaupt an sich nimmt.
    Aber Giala beginnt sich nun auch zu entwickeln und ihre innere Stärke zu finden. Nicht nur das sie auf einen sehr interessanten Mutanten-Stamm trifft, sie findet auch heraus wodurch eigentlich die Apokalypse ausgelöst wurde. Da wird ein ziemlicher Bogen geschlagen aber auch ein Kreis geschlossen. Das ist gut gemacht und auch sehr überraschend. Aber ich hätte mir auch einfach ein bisschen mehr Zeit gewünscht. Die Geschichte ist ganz schön gepresst und hätte sich viel besser entfalten können, wenn es kein Einzelband gewesen wäre. Die Welt ist so interessant und die Bilder sind auch so schön, das da noch mehr drin gewesen wäre. Dennoch lese ich es immer wieder gerne weil ich die Bilder auch so genial finde.
  24. Cover des Buches Wir Verstoßenen (ISBN: 9783948736187)
    Jana Taysen

    Wir Verstoßenen

    (23)
    Aktuelle Rezension von: twocandles

    Die Handlung geht dort weiter, wo der Vorband aufhörte. Als Smilla erfährt, dass ihre kleine Schwester Jera sich von ihrer Gruppe getrennt hat um sie zu suchen und nicht mehr auffindbar ist, macht Smilla sich auf die Suche. Dabei gerät sie in die Arme der ominösen Sekte, die schon im ersten Teil eine Rolle spielte. 

    Die Atmosphäre gleicht der im ersten Band und wir treffen altbekannte Charaktere wieder. Spannend fand ich die Beziehungen untereinander. Es sind nicht immer wirklichen Freundschaften, und doch verbindet die Charaktere ihr Schicksal. Auch der Überlebenskampf spielt eine Rolle, und wie das Leben vier Jahre nach der Plage aussieht. Noch immer ist das hintergründliche Ziel Brüssel, wo angeblich eine neue Gesellschaft aufgebaut wird. Doch dann landen Smilla, Giorgio und Nadja bei der Sekte, und was wie eine große Familie wirkt hat tiefe Schatten und Abgründe. 

    Dabei geht es viel um psychische Aspekte, Einflussnahme und Macht, doch auch Gewalt ist ein Teil davon. Auch Smillas Angst wird sehr erfahrbar und ist beeindruckend geschrieben, genauso wie die Beziehung der beiden Geschwister. Natürlich eskaliert die Situation irgendwann und auch Smilla und Jera müssen ihre Differenzen ablegen...

    Es ist wieder ein spannender Band und ich bin gespannt, wohin die Reise in Teil drei führt. Daum hoch für diese Dystopie, in der Hoffnung wenig Raum zu scheinen hat und doch hin und wieder durchschimmert.

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