Bücher mit dem Tag "postkarten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "postkarten" gekennzeichnet haben.

65 Bücher

  1. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783423624213)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.425)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Guarcello

    Die diverse philosophische Richtungen gehören zu unseren Dasein.. jeder, der sich dafür interessiert, sollte das Buch lesen: leicht und verständlich erklärt Gaarder die diversen Richtungen.

  2. Cover des Buches Dublin Street - Gefährliche Sehnsucht (Deutsche Ausgabe) (ISBN: 9783548285672)
    Samantha Young

    Dublin Street - Gefährliche Sehnsucht (Deutsche Ausgabe)

     (1.403)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Kurzmeinung: Es ist eine typische, erotische Lovestory.
    Sie ist sehr vorhersehbar und klischeehaftet. Leider konnte ich nicht in die Beziehung eintauchen und mitfiebern.

    Es beginnt mit dieser typischen Anziehungskraft auf den ersten Blick. Sie fühlt sich zu ihm so stark hingezogen wie noch nie zuvor zu irgendwem anders. Die ganze Beziehung gründet fast nur auf der sexuellen Spannung zwischen beiden und es gibt eine Menge Sex-Szenen. Leider bleibt dabei auf der Strecke, was die beiden sonst noch verbindet. Dadurch wird die Beziehung nicht wirklich greifbar und man kann nicht so gut mitfiebern.
    Oftmals benimmt sich Braden wie ein Höhlenmensch und ist total herrisch, was ihn mir etwas unsympathisch gemacht hat. Dabei kommt es dann auch zu starken Grenzüberschreitungen, indem er ein wiederholtes Nein beispielsweise nicht akzeptiert, was dann innerhalb der Liebesgeschichte gerechtfertigt und romantisiert wird. Dieses Beziehungsbild finde ich sehr problematisch.
    Nicht nur innerhalb der Beziehung, auch an anderen Stellen der Geschichte, geht durch diese starke sexuelle Fokussierung einiges verloren. Beispielsweise gibt es eine beste Freundin, die total an den Rand gedrängt und links liegen gelassen wird. Außerdem hat Jocelyn eine Vergangenheit, die sie aufarbeiten muss, was meiner Meinung nach etwas zu wenig Platz erhält.
    Die Handlung ist sehr klassisch und vorhersehbar - die typischen Auf und Abs einer Liebesgeschichte. Dabei habe ich die Streitereien als unglaubhaft und aufgebauscht empfunden und je weiter die Geschichte voranschreitet, umso nerviger wird es, da sich Jocelyn nicht weiterentwickelt, sondern auf der Stelle tritt und sehr unreif bleibt. Wo man auf eine Charakterentwicklung gehofft hatte, merkt man dann, dass sie doch keine wirkliche Veränderung durchlaufen hat. Es ist einfach viel unnötiges Drama, Gehabe und Geziere. Auch die Dialoge fand ich - im Streit, aber auch an anderen Stellen - oftmals nicht wirklich realitätsnah.

    Fazit: Alles in allem hat mich die Geschichte einfach nicht überzeugen können. Die Sexszenen (, die zwar nicht schlecht, aber auch nicht allzu besonders sind) verdrängen alles andere, was dadurch sehr klischeehaft und leer bleibt. Die Protagonistin wurde mir dabei von Seite zu Seite unsympathischer.

    "Dublin Street: Gefährliche Sehnsucht" bekommt von mir 2,3 (also gerundet 2)/5 Sterne.

  3. Cover des Buches Das Meer in deinem Namen (ISBN: 9783596031887)
    Patricia Koelle

    Das Meer in deinem Namen

     (251)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Zitat: "Das Meer in deinem Namen...", flüsterte sie. "Ralph, das Meer hat uns in Vaters Namen einen Seestern geschenkt. Er ist...hier - spürst du das?" S. 349

    Berlin 1999. Carly ist Mitte zwanzig, hat ihr Astronomiestudium abgeschlossen und arbeitet als Assistentin für Professor Thore Sjöberg. In ihm sieht sie ihren Seelenverwandten, aber Thore ist verheiratet, hat zwei Kinder und erwidert ihre Gefühle nicht auf dieselbe Weise. Da bietet er ihr an für ihn an die Ostsee zu fahren, nach Ahrenshoop. Er hat dort von einer Verwandten ein Häuschen geerbt, hat aber selbst keine Zeit dorthin zu fahren, um eine Bestandsaufnahme für einen Verkauf zu machen. Carly sieht darin auch eine Chance, endlich ihre Angst vor dem Meer zu überwinden, die sie seit dem Tod ihrer Eltern begleitet. Angekommen in "Naurulokki", wie das Haus heißt, findet sie überall Notizen und Briefe der verstorbenen Henny Badonin. So fühlt sie sich ihr bald sehr nahe und erfährt viel über die Künstlerin, ihr Leben und ihre Vergangenheit. Es dauert nicht lange und Carly verliebt sich: in das Haus, die Gegend, das Meer und in die Menschen, denen sie begegnet. Sie ist fasziniert davon, wie hell die Sterne hier leuchten, wie dunkel die Nacht tatsächlich sein kann, abseits der Großstadtlichter. Und sie spürt, hier gibt es etwas, das sie in Berlin nie gefunden hat: ein Zuhause. 

    Zitat: "Auf diese Weise gibt mir das Meer in deinem Namen zu verstehen, dass du nicht weit fort bist, nicht so weit, als dass du mir nicht doch nahe bist..." S. 195

    "Das Meer in deinem Namen" ist der erste Teil der Ostseetrilogie von Patricia Koelle. Man kann es aber auch sehr gut als eigenständiges Buch lesen. Der Autorin gelingt es mit manchmal fast schon poetischen Beschreibungen, die Gegend um Ahrenshoop, das Meer am Tage wie auch in der Nacht, das Leben am Bodden lebendig werden zu lassen. Man hört das Meeresrauschen, den Ostseewind, schmeckt das Salz und auch den Tee. Dazu gibt es auch noch einen Hauch von Magie und Mystik. Auch die Beschreibung des Hauses ist sehr schön. Man begleitet Carly durch die Räume, sieht alles direkt vor sich. Ich finde es immer schön, einem Haus einen Namen zu geben, in England ist das ja auch üblich. Naurulokki ist übrigens finnisch und bedeutet Lachmöwe.

    Die Geschichte um Carly, die früh ihre Eltern verloren hat und dann zusammen mit ihrem Bruder bei ihrer Tante aufwuchs, zieht den Leser von Anfang an in ihren Bann. Man fühlt mit ihr und ich konnte mich sehr gut in sie hinein versetzen. Tante Alissa fördert unbewusst Carlys Angst vor dem Meer, in dem sie nie mit ihr über den Tod ihrer Eltern spricht und alles, was mit dem Meer zu tun hat, aus ihrem Leben verbannt. Es gibt nicht mal Fischstäbchen. Trotzdem fühlt Carly immer eine Sehnsucht nach dem Meer und schließlich nutzt sie Thores Angebot als Chance, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

    Zitat: "...das Meer hat auf alles eine Antwort. Aber es hat auch sehr viel Zeit. Es dauert, ehe man sie hören kann." S. 173

    Dann sind da noch die anderen Charaktere, die ebenfalls mit viel Liebe zum Detail gezeichnet sind, wie Carlys Bruder Ralph, ihr bester Freund Orje, der Nachbar Jakob und seine Tochter Anna-Lisa sowie die Küstenbewohner von Ahrenshoop, Synne, Daniel, Harry und Myra.

    Und natürlich Henny und Joram. Von ihnen erfahren wir viel durch kleine Rückblicke und durch die Notizen, die Carly überall im Haus findet.

    Die Handlungen der Figuren sind oft so normal, aber doch etwas Besonderes. Und ich denke, das ist auch das Besondere an diesem Buch. Eine Geschichte, die jedem passieren könnte.

    Und nicht zu vergessen: Es finden sich tolle Rezepte, die man nachkochen oder -backen kann. Die Sanddornmuffins zum Beispiel klingen sehr lecker.

    Zitat: "Wusstest du, dass Sjöberg Meeresfelsen bedeutet?" ... Das Meer in deinem Namen, dachte sie. Bei ihm trifft es also wörtlich zu. Das sieht ihm ähnlich. S. 520

    Fazit: Eine wunderbare Sommerlektüre, nicht schmalzig oder kitschig, sondern ehrlich und leicht, aber trotzdem mit Tiefgang. Es gibt traurige, freudige und auch komische Momente.


  4. Cover des Buches Sterne sieht man nur im Dunkeln (ISBN: 9783442487875)
    Meike Werkmeister

    Sterne sieht man nur im Dunkeln

     (284)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Und das ist tatsächlich auch der Grund, warum ich das Buch unbedingt haben wollte :D Naja und weil das Cover wunderschön ist und weil ich mir erhofft hatte, dass Meike Werkmeister mit Petra Hülsmann mithalten könnte, was zumindest bei diesem Titel nicht der Fall war, auch an Lisa Keil kommt sie (noch) nicht ran.

    Dementsprechend war ich vor dem Lesen ein wenig traurig, dass das Buch Leserillen hatte und generell schon ein bisschen ramponiert war, was bei gebrauchten Büchern ja nun mal der Fall ist. Nach dem Lesen bin ich deswegen nicht mehr ganz so traurig, weil es für mich nicht das erwartete Higlight war, es deswegen aus dem Bücherregal auszieht und entweder bei meiner Oma, die es gerade liest, oder bei meiner Mama bleiben wird.

    Wie bereits im Titel erwähnt, geht es um Anni, eine Frau Anfang 30, die in der Bremer Neustadt mit ihrem Freund Thies zusammenlebt und eigentlich recht mit zufrieden mit ihrem Leben und ihrem Job als Game-Designerin ist. Doch plötzlich will Thies heiraten und ihr Chef sie nach Berlin versetzten. Das ist für Anni ganz schön viel auf einmal und die Einladung ihrer Schulfreundin Maria kommt dann gerade richtig, denn so eine Auszeit auf Norderney wird schon für einen klaren Kopf sorgen, oder?

    Soweit, so gut. Die Grundidee hat mir gefallen und auch mit dem Schreibstil bin ich eigentlich ganz gut zurecht gekommen, sonst hätte ich das Buch ja auch nicht an einem Abend durchgelesen, auch die Charaktere waren in Ordnung, aber im Großen und Ganzen war es auch kein Highlight, bzw. haben mich manche Dinge auch einfach gestört.

    Anni fand ich eigentlich ganz sympathisch und ich konnte größtenteils auch mit ihr mitfühlen. Mit Thies hingegen wurde ich bis zum Ende nicht richtig warm und auch Maria blieb mir leider unsympathisch. Ihre Mutter hingegen mochte ich und auch die Mutter von Thies fand ich ganz lustig.

    Ein ganz großes Problem hatte ich allerdings mit dem Konflikt, der hier schon mehr oder weniger im Vordergrund steht. Das liegt aber daran, dass ich diese Thematik nicht so gerne mag, da ich so ein Verhalten absolut ätzend finde und null Verständnis für so etwas habe, denn „Communication is Key“ und so… Gut, wenn sie darüber gesprochen hätten, wäre es auch nicht viel schöner gewesen, aber besser, um damit abzuschließen… Zumindest meiner Meinung nach, da ich selbst so etwas aber noch nie erlebt habe und hoffentlich auch nie erleben werde, kann ich das hier aber auch so salopp sagen.

    Auch die ganze Hochzeitssache fand ich doch etwas anstrengend, aber gut.

    Alles in allem ein ganz guter Roman mit gutem Setting, aber teils sehr anstrengenden Charakteren. Ob ich ein weiteres Buch der Autorin lesen werde, kann ich jetzt noch nicht sagen, aber ich schließe es auch nicht aus.

    3,5/5

  5. Cover des Buches Close to you (ISBN: 9783846600573)
    Isabell May

    Close to you

     (141)
    Aktuelle Rezension von: Stinsome

    Um „Close to you“ bin ich lange herumgegeistert, weil ich mir durch den Klappentext eigentlich einiges von der Geschichte versprochen habe, andererseits aber durch manche Rezensionen etwas abgeschreckt war. Hier zeigt sich jedoch mal wieder, wie unterschiedlich Geschmäcker sein können, denn mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen!

     

    Isabell Mays Schreibstil ist klasse. Sie schreibt leicht und flüssig und versteht es, die Gefühle ihrer Charaktere authentisch zum Ausdruck zu bringen. Auch die Dialoge waren von vorne bis hinten glaubwürdig und realistisch und das selbst dann, wenn ich schon fest damit gerechnet hatte, dass gleich ein absolut kitschiger Kommentar kommen würde, den kein Mensch so in der Realität abgeben würde. Irgendwie hat die Autorin es doch immer wieder geschafft, dass alle Gespräche echt wirkten, was ich sehr genossen habe.

     

    Mit Violet und Aiden hat sie zwei sehr sympathische Charaktere geschaffen, die man auch gerne auf ihrem Weg begleitet. Bei Aiden mag die Bezeichnung „sympathisch“ vielleicht erstmal befremdlich wirken, wenn man nur den Anfang des Buches gelesen hat, aber gerade er war mein absoluter Lieblingscharakter, weil er so tiefschichtig ist. Seine abweisende, kühle Haltung weckt Neugier und Interesse und gemeinsam mit Violet möchte man herausfinden, was hinter dieser harten Fassade schlummert, vor allem dann, wenn man miterlebt, wie fürsorglich und unerwartet lieb er sich gegenüber Violet verhalten kann. Gut, das ist jetzt kein absolut neues Konzept in einem Liebesroman und dürfte im Gegenteil sogar einigen bekannt vorkommen, aber Isabell May hat es trotz dieses Klischees bewerkstelligt, eine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Eine, bei der man mitfiebert und mitfühlt. 

     

    Ich habe vor allem mit Aiden angesichts seiner Hintergrundgeschichte mitgelitten, letztendlich aber auch immer wieder mit Violet, die unter Panikattacken leidet und sich in Menschenmengen unwohl fühlt. Ihr Geheimnis erfährt der Leser tatsächlich schon recht früh (was ich sehr erfrischend fand!) und die Spannung entsteht hier vor allem dadurch, dass man darauf wartet, dass auch Aiden endlich in ihr Geheimnis eingeweiht wird.

     

    Mich hat die Story insgesamt sehr beeindruckt. Nicht nur Aidens Hintergrundgeschichte, die ich als sehr aufwühlend empfunden habe und die mich gewisse Figuren hat hassen lassen, sondern auch, wohin Violets Geschichte letztendlich hingeführt hat. Zwar hatte ich eine immer stärker werdende Ahnung, die sich letzten Endes auch bewahrheitet hat, aber das hat meine Begeisterung ganz und gar nicht gedämpft. Im Gegenteil: Ich fand es sogar richtig gut, dass es so gekommen ist, und wäre sicher enttäuscht gewesen, wenn ich mich geirrt hätte. Weil die Wendung halt einfach gut ist.

     

    Deshalb kann ich negative oder mittelmäßige Bewertungen zu dem Buch tatsächlich nicht nachvollziehen: Mich haben die Story, die Charaktere und der schöne Schreibstil der Autorin gepackt und ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen.

     

    Fazit

     

    Eine Geschichte, die vielleicht auf den ersten Blick erstmal vielen anderen im New Adult-Genre ähnelt, letztendlich aber durch einen sehr guten Plot, authentische Charaktere und Dialoge und einen angenehmen Schreibstil punktet. Ich freue mich auf weitere Werke von Isabell May und vergebe 4,5 Sterne.

  6. Cover des Buches Für immer vielleicht (ISBN: 9783596297160)
    Cecelia Ahern

    Für immer vielleicht

     (2.827)
    Aktuelle Rezension von: miss_loori

    Alex und Rosie kennen sich seitdem beide 5 Jahre alt sind.
    In der Schule wurden sie nebeneinander gesetzt und von da an beginnt eine magische und besondere Freundschaft.


    Anfangs war ich etwas irritiert, da dieses Buch nur aus Zettelchen, Briefen, Chats und E-Mails besteht und war unsicher ob mir das zusagt.
    Nach kurzer Zeit habe ich mich aber gut in die Geschichte eingefunden und jeder neuen Konversation zwischen Alex und Rosie entgegen gefiebert.
    Die Geschichte spielt über einen sehr langen Zeitraum, weshalb die Erzählweise mit den Briefen eine sehr gute Lösung war.

    Die Gespräche zwischen den einzelnen Charakteren liefern einen umfassenden Einblick in die tiefen Emotionen und Wünsche der beiden Protagonisten.
    Ich konnte mit beiden sehr mitfühlen und immer war die Hoffnung im Hintergrund, dass sich für Rosie bald alles zum Guten wenden wird.

    Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht und ich würde es in meine Top 5 einordnen.
    Bin fast ein bisschen traurig, dass die Geschichte schon zu Ende ist.

  7. Cover des Buches Dich immer wiedersehen (ISBN: 9783551556592)
    Jennifer E. Smith

    Dich immer wiedersehen

     (83)
    Aktuelle Rezension von: some_books_4_you

    Lucy und Owen lernen sich während eines Stromausfalls in einem stehengeblieben Fahrstul kennen. Eine Nacht lang ziehen sie durch New York und genießen die Zeit. Am nächsten Morgen ist Owen verschwunden. Als beide von New York wegziehen schicken sie sich Postkarten, aber in ihrem "neuen Leben" ist nicht viel Platz für den jeweils anderen.

    Ich hab nicht arg viel von dem Buch erwartet, muss ich sagen. Das ganze hört sich schon kitschig an und so. Aber es war absolut null Kitsch. Ehrlich nicht, und das hat mich echt auch irgendwie überrascht. Die Story war einerseits auch nichts besonderes, andererseits aber schon. Es spielte in so vielen Städten und Ländern. London, Prag, San Francisco, Rom, Edinburgh... Ich hatte richtig Fernweh! Allerdings hätte man die Städte schon etwas mehr beschreiben können und nicht nur nennen. Trotzdem hat gerade diese Rumreiserei der beiden mega gut gefallen.

    Der Schreibstil war toll und ich LIEBE die Unterteilungen! Ihr wisst jetzt nichts was ich meine, aber wenn ihr das Buch auch lest, werdet ihr es auch lieben


    3,5 Sterne

  8. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596033744)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

     (1.342)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    KURZBESCHREIBUNG:
    Der sehr schlicht lebende Harold Fry wird aus seinem routinierten Leben gerissen, als ihn ein Brief von seiner einstigen Kollegin Queenie Hennessy erreicht, in der ihm mitgeteilt wird, dass sie bald an Krebs sterben werde. Die Erkenntnis wächst schnell in dem pensionierten Mann: Queenie hatte damals eine schüchterne Zuneigung zu Harold, welche dieser aber nicht wahrgenommen hatte. Eine freundliche, briefliche Antwort scheint ihm angemessen. Als er sein Schreibwerk zum Briefkasten bringt, möchte Harold dies herauszögern, läuft zum nächsten Briefkasten und dann zum folgenden. Es wird im wahrsten Sinne ein Selbstläufer und schließlich ist der gewiss nicht gerade sportliche Harold zu Fuß auf dem Weg in das über neunhundert Kilometer entfernt liegende Berwick Upon Tyne. Was nahezu alle für verrückt empfinden, wächst allmählich zu einer Begeisterung - und das landesweit. Harold Fry will doch nur eines: dass Queenie lebt und auf ihn wartet...

    KOMMENTAR:
    Es ist schon interessant, dass in nicht gerade wenigen Büchern sich der zentrale Handlungsrahmen um die urtypischste Fortbewegung des Menschen dreht: dem Gehen und Laufen. Spontan fallen mir da Hape Kerkelings Pilgerreise 'Ich bin dann mal weg' als Erfahrungsbericht sowie Stephen Kings unter seinem Pseudonym geschriebenen Buch 'Todesmarsch', in der diese Fortbewegung ein tödliches Spiel darstellt, ein. Ich habe mir mal zwei Bücher herausgepickt, die ebenfalls ganz schön viel Laufen beinhalten. Faszinierenderweise geht es in dem Buch 'Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry' von Cornwall nach Schottland und in dem folgenden 'Am Ende aller Zeiten' genau in die andere Richtung. Diese Pilgerreise wurde von der englischen Autorin Rachel Joyce niedergeschrieben, die sich mit dem Roman erstmals nach jahrelanger Drehbucharbeit bei der BBC an einen solchen wagte - und das direkt mit großem Erfolg. Die Geschichte von Harold Fry ist eine einfühlsame Angelegenheit; denn unser Reisender macht sich viele Gedanken über das Leben, welches einst so aufregend und nun, in die Jahre gekommen, irgendwie nur noch routiniert langweilig erscheint. Dazu hört der ziemliche Antiheld, welcher erst Meile um Meile charismatischer erscheint, viele Erzählungen von Menschen, die ihm auf seinen Weg über die Grenze nach Schottland begegnen. An vielen Stellen vermag das Buch wirklich zum eigenen Grübeln über sein eigenes Leben anregen. Ebenso stichelt es an den negativen Eigenschaften der heutigen Zeit, in der etwas sehr schnell hype und ebenso schnell wieder nicht mehr gefragt ist - die Oberflächlichkeit sowie die Profitgeilheit sind hier gewissermaßen die raumfüllenden Themen. Obwohl einiges der Handlung schon einen logischen Fortgang hat, überraschen die Seiten von Joyce doch immer wieder mal und es gelingt ihr sogar ein Finale auf das Papier zu bringen, welches man so gewiss auch nicht gedacht hatte. 'Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry' ist ein schönes Buch, was es gerade in der heutigen hektischen Zeit schafft, den Leser etwas abzulenken und runter zu bringen - alleine das ist schon sehr viel wert. 

    8,0 Sterne

  9. Cover des Buches Paris ist immer eine gute Idee (ISBN: 9783492302470)
    Nicolas Barreau

    Paris ist immer eine gute Idee

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Buchmedizin

    Zum Buch: 

    Rosalie ist Inhaberin einer kleinen Papeterie im Künstlerviertel von Paris. Sie illustriert Postkarten und darf nun ein ein Kinderbuch eines bekannten französischen Kinderbuchautors illustrieren. Dieses findet Robert, ein amerikanischer Lietraturprofessor, in ihrer Auslage und macht dabei einige beunruhigenden Entdeckungen. 


    Meine Meinung:

    Der deutsch-französische Autor bringt seine Liebe zu Paris mit diesem Werk deutlich zum Ausdruck. Die detailgetreue Beschreibung der französischen Hauptstadt macht das Lesen lebendig. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich selber in Paris unterwegs. Die Beschreibung der Protagonisten hingegen fand ich eher schwächer. Gerne hätte ich mir mehr Emotionen und Gedanken von Rosalie und Robert gewünscht. Auch die Nebenfiguren waren eher schwach, während sich die Geschichte vornehmlich um die Metropole und das Kinderbuch drehte, welches die beiden in der Stadt der Liebe zusammengeführt hat. 


    Empfehlung:

    Mich hat das Buch leider nicht so sehr gefesselt und begeistert. Aber wer Paris liebt und eine seichte Sommerromanze sucht, der findet mit Nicolas Barreau genau die richtige romantische Geschichte. 

  10. Cover des Buches Zusammen ist man weniger allein (ISBN: 9783570197134)
    Anna Gavalda

    Zusammen ist man weniger allein

     (3.319)
    Aktuelle Rezension von: Zahn-Fee

    Ein interessantes Buch mit besonderen Protagonisten, welche sich im Zusammenleben mit all ihren verschiedenen Charakteren und  Eigenarten doch irgendwie ergänzen. Herzerwärmend, wie diese Menschen schliesslich den Weg aus ihrer Einsamkeit finden. Ausserdem eine Hommage an Paris, diese Stadt kann ich mir nun recht gut vorstellen, obwohl ich noch nie dort war. Eine schöne Lektüre, ich habe mich keine Sekunde gelangweilt.


  11. Cover des Buches Die Fotografin - Am Anfang des Weges (2 MP3-CDs) (ISBN: 9783958620810)
    Petra Durst-Benning

    Die Fotografin - Am Anfang des Weges (2 MP3-CDs)

     (38)
    Aktuelle Rezension von: black_horse

    Die junge Mimi schlägt einen Heiratsantrag aus und entscheidet sich für einen Anfang des 20. Jahrhunderts ungewöhnlichen Weg: Sie will als Wanderfotografin durchs Land ziehen und als Gastfotografin in Fotogeschäften arbeiten. Die couragierte junge Dame kann sich mit etwas Glück einen guten Namen machen. 

    Doch als sie von der Krankheit ihres geliebten Onkels Josef erfährt, kommt sie in das Leinenweberstädtchen Laichingen, in dem die Zeit stehengeblieben ist. Die Fabrikbesitzer knechten die Dorfbewohner und die Zukunft für deren Kinder ist schon vorgegeben: einmal Weber, immer Weber. Da ist so ein forscher Gast wie ein bunter Vogel, nicht unbedingt gerne gesehen, von einigen aber auch bewundert.

    Es gelingt der Autorin wunderbar, den Leser/Zuhörer in den Bann der Geschichte zu ziehen. Die Handlung ist flüssig, interessant und spannend. Die Protagonistin ist sehr sympathisch und auch die anderen Figuren sind interessant und gefühlvoll dargestellt. Man taucht richtig in die damalige Zeit ein.

    Das Ende kommt recht plötzlich, was aber sicher auch dem Reihencharakter geschuldet ist. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt wie es im 2. Band weitergeht.

  12. Cover des Buches Mittsommermord (ISBN: 9783423212182)
    Henning Mankell

    Mittsommermord

     (738)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Drei Jugendliche, die ein vergnügliches Fest zur Mittsommernacht samt mittelalterlichen Verkleidungen feiern wollten, werden Wochen später ermordet in einem Waldstück aufgefunden. Der Täter hat sich alle Mühe gegeben, die Tat zu vertuschen, sind doch in regelmäßigen Abständen Grußkarten an die Familien versendet worden, die einen Urlaub der Teenager vortäuschen. Doch das ist nicht der einzige Fall, mit dem sich Kurt Wallander beschäftigen muss, auch der grausame Mord an seinem Kollegen Svedberg macht ihm zu schaffen – und offenbart einige Geheimnisse, die der Ermittler lange Zeit gehütet hat…

    Henning Mankells Romane um seinen depressiven Ermittler Kurt Wallander haben das Genre des Nordic Noir vielleicht nicht begründet, mit seinen unglaublich erfolgreichen Bänden aber sicherlich zum großen Durchbruch und die immer noch anhaltende Popularität essentiell beigetragen. Auch der achte Band der Reihe „Mittsommermord“ zeigt eindrucksvoll, wie geschickt der Autor verschiedene Fäden webt und diese dann nahtlos ineinanderfügen kann – von einem überzeugenden sprachlichen Anspruch mal ganz abgesehen. So ist es auch hier wieder die Figur des Kurt Wallander mit seinen verschrobenen Eigenheiten, der fast manischen Ermittlungsarbeit und den depressiven Stimmungen, der eine sehr eindringliche persönliche Ebene einbringt und dabei eine faszinierende Ausstrahlung hat – nicht immer sympathisch, nicht einmal sonderlich nahbar, aber genau deswegen umso facettenreicher. Auch die Nebenfiguren sind ausdrucksstark geschildert, wobei interessanterweise besonders der tote Svedberg ein sehr scharfes Profil bekommt. Die Atmosphäre des Romans ist sehr düster geprägt, bezieht die Landschaft und die Stimmung in Schweden gekonnt mit ein und sorgt so für eine sehr markante Wirkung.

    Der Verlauf der Handlung ist sehr spannend geraten und überzeugt mit seinen vielen Geheimnissen und Wendungen. Dabei werden von Anfang an zahlreiche Rätsel eingebaut, die auch nach und nach wieder aufgelöst werden, dann aber mit neuen Unstimmigkeiten und Verknüpfungen versehen werden. Das ist sehr clever aufgebaut, besonders da mehrere unterschiedliche Themen miteinander verbunden werden. Die Spannung ist schnell sehr dicht und packend, durch den steten Informationsfluss ist ein wahrer Pageturner entstanden. Überzeugend ist auch die Rolle der Presse, die die Ermittlungsarbeiten immer wieder behindert und so die Handlung entscheiden beeinflusst.

    „Mittsommermord“ ist ein packender Krimi, der mit vielen starken Bildern, markanten Charakteren und insbesondere einem spannenden und eindringlichen Verlauf überzeugt. Die Stimmung ist dicht und packend, die einzelnen Motive und Themen sehr stimmig miteinander verknüpft, sodass ein beeindruckendes Gesamtbild mit vielen spannenden Momenten entsteht. Sehr lesenswert, auch wegen des sehr stimmigen sprachlichen Ausdrucks.   

  13. Cover des Buches Sophia, der Tod und ich (ISBN: 9783462050615)
    Thees Uhlmann

    Sophia, der Tod und ich

     (177)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    Dieses Buch ist anders. Der Tod, ein Roadtrip, eine Liebesgeschichte und noch einiges mehr erwarten einen hier. Man muss sich auf diese ungewöhnliches Handlung und auf eine eigenwilligen Logik einlassen, aber dann wird man gut unterhalten. Zwischendurch auch durchaus witzig.

  14. Cover des Buches Das Haus, das in den Wellen verschwand (ISBN: 9783956390678)
    Lucy Clarke

    Das Haus, das in den Wellen verschwand

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Schaetze_auf_Papier

    Lana, tief enttäuscht von ihrem Vater, setzt sich mit ihrer Freundin Kitty ab. Auf den Philippinen treffen sie zufällig auf Danny, der mit 5 weiteren Personen auf einer Segelyacht von Küste zu Küste segelt. Spontan treten Lana und Kitty der Crew bei und ihre abenteuerliche Reise auf der „Blue“ beginnt. 7 verschiedene Charaktere, die sich im Grunde genommen gar nicht kennen, segeln gemeinsam durch die Schönheit des Pazifischen Ozeans. Lucy Clarke schafft es hier den Hörer/Leser mitzunehmen auf eine wundervolle Reise in die natürliche Schönheit des Pazifiks. Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht einfach so alles hinter sich zu lassen und auf das weite Meer zu verschwinden, wenn der Alltag einen überrennt. Die nicht Seetauglichen wünschen sich dann meist auf die einsame Insel. Das Interessante an diesem Hörbuch war, so schön sich die Reise anfänglich anhört und auch anfühlt, so beklemmend wird sie im weiteren Verlauf der Story. Wie das Wetter, so dreht sich auch die Leichtigkeit der Geschichte. 7 verschiedene Charaktere, die alle ihr Päckchen und Geheimnisse aus der Vergangenheit zu tragen haben, auf einer Segelyacht zusammen auf dem Meer, ohne Möglichkeiten den restlichen Crewmitgliedern zu entkommen. Ich fand das Hörbuch interessant und nicht vorhersehbar, mit einem doch etwas unerwarteten Ende. An die Sprecherin Ilena Gwisdalla mußte ich mich zu Anfang erst etwas gewöhnen, ihre Stimme hat mich nicht von Anfang an mitgerissen. Im Laufe der Story fand ich sie aber doch sehr passend. Eine wirklich gute Idee des Produzenten fand ich die Rückblenden auf der „Blue“ mit leichten Wellengeräuschen zu unterlegen. Eine nette Idee. Einen Kritikpunkt habe ich allerdings. Der Titel zu diesem Buch/Hörbuch ist mehr als unpassend. Er hat so gar nichts mit dem Haupttenor der Story zu tun. Der Titel ein absoluter Fehlgriff !!

  15. Cover des Buches The Love Song of Miss Queenie Hennessy (ISBN: 9780857522450)
    Rachel Joyce

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy

     (39)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Nachdem ich den Vorgängerband als Hörbuch sehr genossen habe – ihn tiefgründig und bewegend fand, muss ich sagen, dass dieses Buch sich doch oft etwas zäh gestaltete. Was bewegt manche Menschen – wie Queenie - dazu, im Leben auf alles zu verzichten? Warum konnte sie es nicht über sich bringen, sich Harold gegenüber zu öffnen? Warum gab sie sich zusätzlich noch die Schuld an Davids Tod? Die ellenlangen Erläuterungen zu ihrer Liebe zu Harold waren für mich etwas mühselig. Gut gefallen jedoch hat mir die Atmosphäre im Hospiz. Ich bin immer voller Bewunderung für die Menschen, die dort arbeiten. Man muss wohl schon sehr stark sein um dieses Leid Tag für Tag wegzustecken.
    Eine sehr angenehme Überraschung bereitete mir das Ende des Buchs. Hier hat sich die Autorin richtig was einfallen lassen um die Geschichte rund zu gestalten. Das Ende hat mich dann mit den etwas langweiligeren Passagen wieder versöhnt. So hat mich das Buch dann auch nicht unbefriedigt zurück gelassen. 

  16. Cover des Buches Der Wachsblumenstrauß (ISBN: 9783455651324)
    Agatha Christie

    Der Wachsblumenstrauß

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Nach der Beerdigung ihres plötzlich verstorbenen Bruder Richard Abernethie stellt Cora Lansquenet die provokante Frage in den Raum, ob Richard nicht vielleicht doch ermordet worden ist. Diese Hypothese wird von der illustren Trauergemeinde als abwegig abgetan, erhält aber durch den Tod von Cora neue Nahrung, denn Cora ist eindeutig ermordet worden. Doch von wem und warum? 

    Nun kommt Agatha Christes Meisterdetektiv Hercule Poirot ins Spiel ... 

    Fazit:

    Diesen Klassiker habe ich vor langer Zeit gelesen und nun wieder zu Hand genommen. Die Spannung ist  hoch gehalten und die Autorin darf sich zu Recht als Queen of Crime bezeichnen. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

  17. Cover des Buches Postkarten an Dora (ISBN: 9783000572722)
    Clara Gabriel

    Postkarten an Dora

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Franzip86

    Deutschland, 1905. Dora hat einen Traum, sie will nach Amerika um dort eine angesehene Schauspielerin zu werden. Ihr Vater möchte das sie Lehrerin wird und ihre Mutter möchte sie unter der Haube sehen! Der junge Alfred, der sie zu ihrem Lehrerinnenseminar bringen soll, verliebt sich in sie, aber Dora verfolgt nur einem Traum. Heimlich macht sie sich auf. Sie reist nach London und später kommt sie ins "falsche Amerika"... Ob sie mit allem ihr Glück finden wird?

    Bevor ich mit dem Buch begonnen habe, war ich sehr zwiegespalten, was wird mich erwarten? Ist das etwas für dich? Aber diese Gefühle waren komplett umsonst. Das Buch ist einfach nur toll geschrieben, man fühlt und fiebert ihr mit. Ich wollte und konnte zwischendurch nicht mehr aufhören mit lesen! 

    Bei dem Buch hat man auch vom falschen Amerika gelesen (Südamerika), zu dieser Zeit wurden Frauen versprechungen gemacht, dass man sie mit nach Amerika nimmt und dort könnten sie dann eine Karriere als Schauspielerinnen antreten, aber oft wurden sie getäuscht! 

    Das Buch bekommt eine klare Leseempfehlung mit 5 von 5 Sternen.

    https://lesefrieda86-liest.blogspot.com/2020/01/rezension-postkarten-von-dora.html

  18. Cover des Buches Jeder stirbt für sich allein (ISBN: 9783746767086)
    Hans Fallada

    Jeder stirbt für sich allein

     (308)
    Aktuelle Rezension von: Sonja_Schmitz1

    Durch Zufall bin ich auf Fallada und dieses Buch gestoßen.

    Es ist eine sehr gut erzählte, tragische Geschichte über den Krieg, Hitler, den Widerstand und die Menschen.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich werde mit Sicherheit weitere Fallada Bücher lesen. 

  19. Cover des Buches Schade, dass du nicht tot bist (ISBN: 9783499134036)
    Rita Mae Brown

    Schade, dass du nicht tot bist

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Mary Minor „Harry“ Haristeen ist mit Anfang Dreißig die jüngste Postmeisterin von Crozet, Virginia. Sie liebt ihre Arbeit und ihre Tigerkatze Mrs. Murphy sowie ihren Corgi Tee Tucker. Genauso liebt sie es in den Postkarten der vielen bekannten Gesichter der Kleinstadt zu stöbern, die das Postamt als den besten Ort zum Austausch auserkoren haben. Als eines Tages eine Postkarte mit dem Bild eines steinernen Grabengels und den Worten „Schade, dass Du nicht hier bist“ in Kelly Craycrofts Postfach landet, vermutet Harry noch einen makaberen Scherz. Doch als der erfolgreiche Geschäftsmann am nächsten Tag tot aus einem seiner Zementmischer gezogen wird, rückt Harrys Scheidung als Thema Nr. 1 in den Hintergrund und sie wird hellhörig. Typisch schwerfällig für einen Menschen, findet Mrs. Murphy, die zusammen mit Tucker längst die Ermittlungen aufgenommen hat!

     

    》EIGENE MEINUNG:

    „Schade, dass Du nicht tot bist“ ist einer der Romane, die für mich als Jugendliche ein Zufallsfund im Bücherregal meiner Mutter waren. Ich liebe ihn bis heute und frage mich, warum ich so lange gewartet habe, die Reihe nochmals von vorne zu beginnen – es fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause kommen! :)

    Die Cover sind mit ansprechenden Zeichnungen, passend zum Inhalt der Bücher, gestaltet. Als Autorinnen werden sowohl Rita Mae Brown, als auch ihre Katze Sneaky Pie angegeben, von der es in den Büchern je ein Vor- sowie ein Nachwort gibt. Hier wird bereits zum ersten Mal der Humor der Bücher deutlich. Hinzu kommen in den Geschichten jedoch vielfältige Themen wie Politik, menschliches Miteinander, Stärken und Schwächen, Landwirtschaft, Alltägliches, Gefühle, Geschichtliches und vieles mehr. Gerade die teilweise sehr tiefgründigen Gedanken, im Wechsel mit Humor, Ermittlungen und Spannung, gefallen mir ausgezeichnet!

    Hauptcharakter im Buch ist ganz klar Harry, flankiert von ihren beiden Lieblingen Mrs. Murphy und Tee Tucker. Harry ist eine junge Frau mit Grundsätzen und einem sehr bodenständigen Lebenswandel. Zu Beginn der Reihe ist sie frisch getrennt von ihrem Ehemann, was zusätzlich für Aufregung in der Kleinstadt sorgt. Mrs. Murphy ist eine schlaue und durchaus von sich überzeugte Tigerkatze, die jedoch das Herz am rechten Fleck hat. Tee Tucker hingegen ist vorrangig gutmütig und treuherzig. Zusammen ergeben sie ein tolles Ermittlerteam, dessen „Gespräche“ untereinander der Leser verfolgt. Mit Harry können sie nur kommunizieren, wenn diese ihre, ihnen als Tieren gegebenen Möglichkeiten, richtig interpretiert. Genau dies macht einen großen Reiz und gewissen „Realismus“ der Geschichte aus, wenn die beiden z. B. verzweifelt versuchen Harry auf etwas aufmerksam zu machen und sie dies als typisch tierisches Verhalten abtut. Genauso, wenn man Verhaltensweisen der beiden in den eigenen Haustieren wieder findet und sich fragt was sie einem wohl sagen wollen! Hihi

    Dazu kommen eine Vielzahl an weiteren Nebencharakteren, die den typischen Querschnitt der traditionsverbundenen, wenn auch manchmal etwas klischeehaft dargestellten, Südstaaten-Bewohner darstellen: Freunde, alte Schulkollegen, Nachbarn, Damen die in Kirchen engagiert sind, reiche Bürgermeistergattinnen, alte Affären, Polizeibeamte, neu hinzugezogene Protagonisten. Jeder von ihnen bereichert die Geschichte auf ihre Weise und macht auch für den Leser die Suche nach dem Mörder höchst spannend. Unterstütz wird man dabei von einem Glossar zu Beginn des Buches.

    Die Handlung wechselt sich wie gesagt mit Alltäglichem, Humor, Spannung, Ermittlungen, gefühlsbetonten Situationen und vielem mehr ab. Das Ende des Buches ist als Höhepunkt gut ausgearbeitet und macht schlicht weg Spaß! Der Schreibstil trägt dazu seinen Teil bei, indem er flüssig, bildhaft und sehr eingängig gehalten ist.

     

     

    》FAZIT:

    Für mich ein Lese-Erlebnis wie ein nach Hause kommen! Die liebevoll gezeichneten Charaktere, die zwischenmenschlichen Abenteuer, die Ermittlungsarbeit von Mrs. Murphy und Tee Tucker, der Humor, das Miträtseln…ich bin wieder einmal begeistert!

  20. Cover des Buches Der Kaiser von China (ISBN: 9783499253539)
    Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein nicht näher benannter Großvater kriegt von seinen Enkeln eine Reise nach China geschenkt. Sein Lieblingsenkel Keith soll ihn begleiten, leider verspielt dieser aber das Reisegeld und so fährt der Großvater eben in den Westerwald, wo er auch stirbt. Nun werfen sich durch den Tod im Westerwald unangenehme Fragen auf, denen Keith dadurch begegnen will, dass er die Reise nach China einfach erfindet.

    Es fing damit an, dass ich begeistert war, von der Geschichte, der Erzählweise, des Humors, kurz gesagt von allem. Nach ungefähr 100 Seiten nahm die Begeisterung dann allmählich ab – der Gewöhnungseffekt setzte ein. So wurde der Schreibstil des Tilman Rammstedt, den ich vor kurzem noch mit den Worten revolutionär oder einfach voll geil beschrieben hätte, schnell zum alten Hut und den wollte ich mir nun nicht unbedingt aufsetzen.

    Da es so schlimm nicht war und ich mich dem Hörbuch widmete – maximale Entspannung bei minimaler Leseanstrengung – habe ich meine fiktive Reise durch China an der Seite von Keith und seinem extrem merkwürdigen Großvater einfach fortgesetzt, obwohl meine Begeisterung merklich abgeflaut hatte.

    Ich würde dieses Buch seicht nennen und humorig – manchmal richtig komisch, aber auch sehr gleichförmig. In einem scheinbar endlosen inneren Monolog, und später auch in Briefen, schildert Keith die China-Reise und die Zeit davor. Das macht zunächst großen Spaß und dann lullte es mich unglaublich ein, was mich streckenweise davon abhielt konzentriert zuzuhören, da ich einen erbitterten Kampf mit meinen schwerer werdenden Lidern führte, der mich stark in Anspruch nahm.

    Für mich sind die skurrilen Charaktere das beste am Buch, besonders der obskure Großvater mit seinem Kontrollwahn, den Flirtattacken auf Keiths Freundinnen und dem späten Wunsch China zu bereisen ist immer für einen Lacher, mindestens einen Schmunzler gut. Erzähler Keith hingegen wirkt da eher undynamisch und resigniert, im Gartenhaus der Familie lebend, liebes-technisch verbandelt mit Stief-Großmutter Franziska, ist er für mich mehr Charakter-Katastrophe als Sympathieträger.

    Das perfekte Buch, wenn Du eine kurzweilige Sommerlektüre, voller skurriler Charaktere mit nicht allzu viel Anspruch, suchst. Die Hörbuch-Version ist allerdings eine Katastrophe.

  21. Cover des Buches Glückskekse (ISBN: 9783868006438)
    Anne Hertz

    Glückskekse

     (654)
    Aktuelle Rezension von: MissRose1989

    Das Cover ist eher schlicht und etwas schmucklos, aber es passt zu den anderen Büchern von Anne Hertz, weil die Cover werden immer so gestaltet. 

    Die Geschichte liest sich im Plot wirklich gut, nach einen süssen kleine Kennenlerngeschichte per SMS, etwas älter zwar, aber das kann ja auch einen gewissen Charme haben, aber der kam hier leider nicht so ganz durch. Jana wird von ihrem Freund verlassen und schickt eine SMS durch die Welt, trifft dabei wie zufällig auf Ihn, damit beginnt eine etwas sehr chaotische Geschichte. 

    Der Perspektivenwechsel ist an sich eine gute Idee, so lernt man Sie und Ihn gut kennen, weil man taucht in zwei verschiedenen Welten ab, die sich doch in einigen Momenten sehr gleichen. 

    Das Autorenduo Anne Hertz versteht es, den Leser mit in die Geschichte zu ziehen, aber leider fehlt einfach etwas die Liebe in der Geschichte, alles ist etwas zu sehr auf das Kennenlernen via SMS ausgerichtet, es geht viel um das Finden von sich selber, was auch nichts schlechtes ist, aber irgendwie ist es für einen Liebesroman zu wenig Liebe und zu wenig Gefühl. Auch zieht es sich an einigen Stellen etwas, was sehr schade ist, weil das macht das Lesen anstrengend. 

  22. Cover des Buches Ein letzter Brief von dir (ISBN: 9783839892206)
    Juliet Ashton

    Ein letzter Brief von dir

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks
    Allgemein: Das Cover ist schön und ich finde es ansprechend. Den Titel "Eine letzte Karte von dir" hätte ich passender gefunden. Der Sprecherin habe ich gerne gefolgt - sie spricht klar, deutlich und angenehm.

    Meinung: Die Ausgangssituation ist traurig. Orla war mir recht sympathisch, doch habe ich mich nicht in sie hineinversetzen können, weshalb ich alles von außerhalb betrachtet habe. Teilweise haben sich in den ersten Kapiteln einige Passagen etwas gezogen, wobei ich dieses Gefühl ab etwa der Hälfte nicht mehr hatte. Einige Dinge sind für mich unverständlich, doch ich fand die Geschichte generell sehr interessant und auch berührend. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich alles entwickelt. Besonders schön fand ich, wie sich Orla in dieser Geschichte weiterentwickelt und nicht mehr die gleiche Person wie zu Anfang ist.

    Fazit: Eine Geschichte über Verlust und Abschied mit Neuanfang, Weiterentwicklung und Liebe.

    (c) Nelebooks
  23. Cover des Buches Leiser Stern: Ein kleines Weihnachtswunder (ISBN: B09LRCLQNP)
    Eva Lirot

    Leiser Stern: Ein kleines Weihnachtswunder

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Sigrid1

    Dieser Band um den Kommissar Jim Devcon ist wirklich eine Mischung aus Spannung und Weihnachtswunder. Die Handlung spielt zeitlich natürlich um die Weihnachtszeit, sonst würde es mit dem Weihnachtswunder ja auch nix werden. Aber auch die Weihnachtszeit schützt nicht vor schrecklichen Ereignissen. Und auch wenn Jim mal endlich einen ruhigen Weihnachtsurlaube mit seiner Lebensgefährtin verbringen möchte, gerät er durch die Bitte eines Freundes doch noch kurzzeitig in einen interessanten Fall. Mir hat die Handlung gut gefallen, gerade weil sie sehr kompakt dargestellt wird. Es geht alles sehr schnell und beim Lesen der Kapitel, die aus verschiedenen Sichtweisen erzählt werden, kommt schon Spannung auf. Jedenfalls ist es genau die richtige Lektüre als Ablenkung im Vorweihnachtsstress. Es gibt interessante Protagonisten, rührende Szenen, beängstigende Vorstellungen und Situationen und seltsame Verhaltensweisen. Es ist also alles für einen guten Weihnachtskrimi vorhanden. Ich habe diese Geschichte fast in einem Rutsch gelesen - einmal weil ich unbedingt wissen wollte wie es ausgeht und das Buch ja nun nicht so umfangreich ist. Aber es hat Spaß gemacht und nach ein wenig Aufregung konnte man das Buch dann beruhigt fortlegen und wieder zu den Weihnachtsvorbereitungen zurückkehren.

    Eine kurze, aber interessante und erfreuliche Lektüre für zwischendurch in hektischen Zeiten. Mir hat sie jedenfalls gut gefallen.

  24. Cover des Buches Eine Mittelgewichts-Ehe (ISBN: 9783257017113)
    John Irving

    Eine Mittelgewichts-Ehe

     (185)
    Aktuelle Rezension von: cyranelli

    Gute Unterhaltung, vor allem wegen der recht ausführlichen Sexszenen und dem dazugehörigen Vokabular. Von der Handlung her eher uninteressant. Habe schon bessere Irvings gelesen, aber zwischendurch konnte ich viel lachen.

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