Bücher mit dem Tag "postmoderne"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "postmoderne" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Leere Herzen (ISBN: 9783442718382)
    Juli Zeh

    Leere Herzen

    (342)
    Aktuelle Rezension von: ArtVandaley

    Das Buch ist eine Dystopie, die nur wenige Jahre in der Zukunft spielt. Deutschland wird von einer Partei besorgter Bürger regiert, die in den letzten Jahren einen kometenhaften Aufstieg erlebt hat. Ähnlichkeiten mit der Realität sind offensichtlich und fast alles, was passiert, ist in wenigen Jahren vorstellbar. Juli Zeh schreibt packend und mitreißend und ich habe das Buch fast "weggeatmet". Am Ende habe ich mich aber gefragt, was ich da eigentlich so schnell gelesen habe und bin ein wenig enttäuscht, weil ich mir mehr Schilderungen der Gesellschaft der nahen Zukunft gewünscht hätte. Stattdessen steht das makabere Geschäftsmodell der Firma "Die Brücke" der beiden Hauptfiguren für meinen Geschmack viel zu sehr im Mittelpunkt.

  2. Cover des Buches Weißes Rauschen (ISBN: 9783462051742)
    Don DeLillo

    Weißes Rauschen

    (35)
    Aktuelle Rezension von: HenriLMatos

    White Noise ist heute aktueller als bei Erscheinen. DeLillo hat 1985 beschrieben, was soziale Medien und 24-Stunden-Nachrichtenzyklen perfektioniert haben: die systematische Betäubung durch Informationsüberflutung. Jack Gladney lebt in einer Welt, in der alles Oberfläche ist und die Angst vor dem Tod das einzige Echte bleibt, aber selbst die wird medial verwaltet. Ein Roman über das Bewusstsein in der Informationsgesellschaft, der nicht altert.

  3. Cover des Buches Wenn Soziopathen träumen (ISBN: 9783744838337)
    Leveret Pale

    Wenn Soziopathen träumen

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Alienonaut
    ...vermag es ja schon einige zu geben. Leveret Pale schafft es allerdings in seinem Buch "Wenn Soziopathen träumen" (BoD 2017) dem Ganzen noch eines drauf zu setzen. Gekonnt berichtet er in seinen Kurzgeschichten über ein breit gefächertes Spektrum an Themen, die allesamt nichts für schwache Gemüter sind. 
    Das Buch ist eine psychedelische Reise durch Gore, Horror, Sex, Fantasy, Wahnsinn und Dunkelheit - jedoch, und das macht das Buch erst wirklich interessant, wirkt es offen und ehrlich. Trotz der zum Teil schonungslosen Gewaltdarstellungen oder drogenaffinen Darstellungen bleibt dem Leser mehr als nur die Geschichte(n) über, vielmehr ertappt man sich als Leser nach beim Grübeln und Nachdenken über das Gelesene. Wenn man will könnte man also ein explizites "Wachrütteln zum Nachdenken" hineininterpretieren. Es ist KEINE Anleitung zum Nachmachen, das sollte an dieser Stelle auch betont werden!


    "Wenn Soziopathen träumen" ist ein besonderes Werk der anderen Art, weit entfernt vom Mainstream und bleibt vielen sicherlich länger in Erinnerung.

  4. Cover des Buches Anarchismus in der Postmoderne (ISBN: 9783936049374)
  5. Cover des Buches Postmoderne: Alltag, Allegorie und Avantgarde (ISBN: 9783518282489)
  6. Cover des Buches V. (ISBN: 9783644545014)
  7. Cover des Buches Es hat echt überhaupt nichts mit dir zu tun (ISBN: 9783548288147)
    Marie Calloway

    Es hat echt überhaupt nichts mit dir zu tun

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    Ich bin etwas spät dran, denn Marie Calloways erstes und bisher einziges Buch erschien bereits 2013 (bei Ullstein 2015, übersetzt von Jenny Merling). Im Original ist der Titel sogar noch ein bisschen schnöd-brutaler: "what purpose did i serve in your life".

    In mehreren autofiktionalen Texten werden sexuelle Begegnungen mit Männern beschrieben, darunter auch das erste Mal der Protagonistin und einige Male, bei denen sie Sex gegen Geld hatte. Eingeschoben sind immer wieder Chatprotokolle und Ausschnitte aus Foren und Kommentarspalten, sowie Facebookposts. Sie protokollieren einerseits die (oft BDSM inspirierten) sexuellen Phantasien der (fiktionalisierten?) Autorin und andererseits kritische Stimmen zu ihrem freizügigen (teilweise vielleicht sogar pornographischen) Onlineauftritt und ihren Texten.

    Metatext. Antiliteratur. Diese Begriffe werden vermutlich, ebenso wie die obige Beschreibung, nur wenige Leute neuigierig auf dieses Buch machen; im Zeitalter der Abgebrühtheit und des schnellen Urteils sind Bücher wie dieses wohl meist punching-bags.

    Was ihm aber auf geradezu unheimliche, nüchterne (und darin, allein das ist schon bezeichnend, zugleich betäubt und himmelschreiend wirkende) Weise gelingt, ist eine völlig unakademische Darstellung des Konflikts im weiblichen Begehren, das sich selbst beim Versuch das eigene zu finden kaum vom männlichen Bezugspunkt lösen kann und so in vielen Momenten von zwei moralischen und unzähligen ästhetischen Maßstäben in die Zange genommen wird.

    Wer gerne schnell urteilt, sollte dieses Buch gleich wieder vergessen. Wer noch erschüttert werden kann (und ich meine das ganz unsentimental), der findet hier einen seismischen Hammer.

  8. Cover des Buches Posthistoire (ISBN: 9783499555046)
    Lutz Niethammer

    Posthistoire

    (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Generation Ally (ISBN: 9783821839189)
    Katja Kullmann

    Generation Ally

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    KK schreibt über die damals sehr beliebte Serie auf Vox, aber in erster Linie geht es um das Aufwachsen ihrer Mädchen- und Frauengeneration, denen die Frauenquote immer zu spießig und einengend war und die so frei und ungebunden waren, daß sie ihren Besitz jederzeit eintüten konnten und am nächsten Tag ins Ausland hätten ziehen können. Erstaunlicherweise geht es in dem Buch um eher wenig um Ally (und ich habe die Serie damals sehr gern gesehen, s. letzter Satz des Buches), aber es stecken viele Wahrheiten drin, so daß man sich auch als Mann angesprochen fühlen Konnte (ich bilde mir allerdings ein, nicht so hilflos-kükenmäßig zu sein wie die beschriebenen y-Chromosom-Träger). In der am Ende beschriebenen "Luderliga" fehlte natürlich noch "Oberluder" Micaela Schäfer, und man würde dafür BRENNEN, eine aktualisiert Fortsetzung zu lesen.

  10. Cover des Buches Das Wissen des Abendlandes (ISBN: 9783491961593)
    Richard Tarnas

    Das Wissen des Abendlandes

    (2)
    Aktuelle Rezension von: lacrimosadiesilla
    In das "Wissen des Abendlandes" unternimmt Richard Tarnas nichts weniger als den Versuch, die Entwicklungslinien der Geistesgeschichte der westlichen Welt auf gerade einmal 560 Seiten nachzuzeichnen. Und das gelingt ihm auf eine souveräne Weise.

    Es ist kein einfach zu lesendes Buch und ohne Vorkenntnisse in der Philosophiegeschichte sollte man es nicht zur Hand nehmen. Den mit der Materie vertrauten Leser verschafft es jedoch beispielhaft präzise und einsichtige Darstellungen der wichtigsten Denker aus den letzten drei Jahrtausenden. Tarnas stellt die Entwicklung der westlichen Geistesgeschichte als eine Geschichte gegensätzlicher Strömungen dar, die sich aneinander reiben, sich aber auch gegenseitig befruchten können. 

    Hervorheben möchte ich insbesondere die Abschnitte, in denen Platon und Aristoteles einander gegenübergestellt werden. Ich habe bislang nirgendwo eine bessere und verständlichere Einführung in das aristotelische Denken gefunden als bei Tarnas. Ebenso großartig sind die Brüche dargestellt, die zu Paradigmenwechseln führten. 

    Das Ende, in dem der Autor sein Fazit zieht und einen Ausblick gibt, hat mich jedoch weniger überzeugt. Nachdem er dargelegt hat, dass jeder Wissenschaftler in seinem eigenen Paradigma gefangen ist, versucht er, die Geistesgeschichte aus seinem eigenen Paradigma, der Tiefenpsychologie, zu erklären. Dazu zieht er eine sehr gewagte psychoanalytische Theorie heran, was ich als überzogen und unpassend empfand. Das mag allerdings wiederum an meiner Abneigung gegenüber dem Paradigma der Psychoanalyse liegen, insofern bestätigte es vielleicht die Thesen, die Tarnas zu postmodernen Positionen aufstellt :-).

    Mein Fazit: Eine unbedingte Leseempfehlung, für alle, die nach der Lektüre einer Einführung in die Philosophie nach mehr verlangen.

  11. Cover des Buches Capitalist Realism: Is There No Alternative? (Zero Books) (ISBN: 8601401229506)
    Mark Fisher

    Capitalist Realism: Is There No Alternative? (Zero Books)

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    "Capitalism occupies the horizons of the thinkable."

    Mark Fisher legt in diesem Buch dar, dass Kapitalismus nicht nur als einzig funktionierendes System wahrgenommen wird, sondern dass die kapitalistische Logik sämtliche Lebensbereiche so durchdrungen hat, dass es gar nicht mehr möglich ist, sich eine andere Gesellschaft vorzustellen. "Capitalist Realism" beschreibt die Ideologie, die den Kapitalismus selbst am Leben hält und schließt an das Zitat an, wonach es mittlerweile leichter ist, sich das Ende der Welt als das Ende des Kapitalismus vorzustellen (bspw. Žižek). So schließt das Buch auch an postpolitische Ansätze bspw. von Rancière an. Fisher zeigt, dass selbst scheinbar progressive Ideen im Kapitalismus verhaftet bleiben und keine ernsthafte Alternative beschreiben, weil der Kapitalismus antikapitalistische Ideen aufnimmt und entkräftigt. Fisher nutzt popkulturelle Beispiele, etwa Wall-E: Obwohl der gesamte Film eigentlich antikapitalistisch ist, wird er kapitalistisch verwertet, konsumiert und gleichzeitig machen wir unverändert weiter. Auch der Fokus auf individuelle Eigenverantwortung durch angeblich ethischen Konsum schützt den Kapitalismus, da die Verantwortung verlagert wird. (Es geht übrigens noch ironischer: "The Anarchist Cookbook" kann man ganz bequem bei Amazon bestellen.) Themen wie bspw. psychische Erkrankungen werden nicht auf ihre Ursachen hin besprochen, sondern naturalisiert, obwohl Kapitalismus selbst als ursächlich für viele davon gesehen werden kann. Antikapitalismus müsse daher als wirklich rivalisierend zum Kapital gedacht werden, nicht nur als bloße Antwort darauf und die Bedürfnisse herausstellen, die Kapitalismus nicht befriedigt.

  12. Cover des Buches Nachschrift zum Namen der Rose (ISBN: 9783446275041)
    Umberto Eco

    Nachschrift zum Namen der Rose

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Shannon

    "Der Name der Rose" ist ein Klassiker, der die Lesewege von ernsthaften Lesern früher oder später wohl kreuzt. Doch - wie ist er entstanden?

    Mich hat der Weg zu diesem Büchlein durch die Frage nach dem Buchtitel geführt. Nach der Lektüre des Romans wollte ich mich im Internet über die Deutung des Titels schlau machen und so kam ich auf diesen kleinen, aber sehr feinen, Band in dem uns Eco etwas hinter die Kulissen - und auch in seine vielfältige Gedankenwelt blicken lässt - ein echter Gewinn!

    Ich habe mir nicht allzu viel erwartet - der Preis ist - weil nur mehr antiquarisch erhältlich - auch nicht allzu hoch. Doch ich habe mich von Anfang an köstlich amüsiert. Eco ist ein Freund von Interpretationen - nicht nur beim Titel. 

    "Der Autor müßte das Zeitliche segnen, nachdem er geschrieben hat. Damit er die Eigenbewegung des Textes nicht stört."

    Es sind Aussagen wie diese, die das Büchlein so lesenswert machen. Dies und die Abbildung vieler im Roman beschriebener Portale, Bilder, etc. Für den Leser von "Der Name der Rose" eine empfehlenswerte, erhellende Zusatzlektüre und ein amüsanter Zeitvertreib noch dazu.




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