Bücher mit dem Tag "prinzipien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "prinzipien" gekennzeichnet haben.

4 Bücher

  1. Cover des Buches Rock my Heart (ISBN: 9783734102684)
    Jamie Shaw

    Rock my Heart

    (935)
    Aktuelle Rezension von: Nynco

    Rock my Heart hat mich von der ersten Seite an begeistert! Die Geschichte von Rowan und Adam ist einfach wunderschön und voller Emotionen. Ihr erstes Treffen auf dem Konzert, der spontane Kuss und ihr Verschwinden wie bei Cinderella – einfach magisch! Später treffen sie sich wieder, ohne zu wissen, wer der andere wirklich ist, und diese Spannung war einfach zum Dahinschmelzen. Rowan ist klug, bodenständig und liebenswert, während Adam als Rockstar mit Herz sofort mein Herz erobert hat. Die Chemie zwischen den beiden ist unglaublich intensiv, und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Jamie Shaws Schreibstil ist gefühlvoll, humorvoll und mitreißend.

  2. Cover des Buches Der Bro-Code (ISBN: 9783492504829)
    Elizabeth A. Seibert

    Der Bro-Code

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Lawendel

    Nick Maguire lebt nach den Regeln des Bro-Codes. Er ist im letzten Jahr der Highschool und muss dafür sorgen ein Fußballstipendium am College zu bekommen, weshalb ihm sein Vater, der gleichzeitig sein Coach ist, extra hart dran nimmt. Eigentlich kommt es für Nick nicht in frage die Regeln des Bro-Codes zu brechen, aber als die kleine Schwester seines besten Bros aus ihrem Auslandsjahr zurückkehrt, kann er sich irgendwann einfach nicht mehr an die Regeln halten. Um keinen Ärger mit seinem Bro zu bekommen, verschweigt er diesem seine Beziehung zu seiner Schwester, aber als das rauskommt, muss er sich für einen der Beiden entscheiden. 

    Ich weiß nicht genau warum, aber ich war nicht auf den anspruchsvollen Schreibstiel der Autorin vorbereitet und hab daher ein paar Seiten gebraucht, um in die Geschichte rein zu kommen. Allerdings kann ich im Nachhinein sagen, das mir besonders ihr Schreibstiel gefallen hat. Er lässt die Geschichte lebendig werden und ich weiß immer noch nicht so wirklich wie man es schafft so viel Inhalt verständlich und gut in 365 Seiten zu packen. Nicht so gut gefallen haben mir die vielen Insider am Anfang der Geschichte. Ja, ich muss zugeben, die Insider haben mich zuerst beeindruckt, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass man so viele sinnvoll zusammentragen kann (auch wegen sich ständig ändernder Jugendsprache), aber ich fand es schade, dass sie nicht erklärt wurden. Ein einfacher, kurzer Satz hätte gereicht. 

    Inhaltlich muss ich die Moralvorstellungen loben. Ich weiß, dass ist klischeehaft, aber nach dem Lesen dieses Buches hab ich plötzlich das Gefühl, einige der für mich unlogisch erscheinen Handlungen meiner Klassenkameraden zu verstehen. Gleichzeitig imponiert mir die Moral, die von diesen Glaubensgrundsätzen ausgeht. 

    Damit wären wir bei der Entwicklung der Charaktere. Als Leser erlebt man die Wandlung Nicks vom pöbelnden Jugendlichen zum respektierenden jungen Mann, eben jener Wandlung, die während der Highschool durchlaufen wird, oder die gefühlt für den Rest des Lebens einiger Personen übersprungen wurde. Das Buch erzählt immerhin ein gesamtes Highschool Jahr. Viele Autoren schaffen es danach aber nicht wirklich auch die anderen Charaktere weiterzubilden, was bei Elizabeth A. Seibert überhaupt nicht der Fall ist. Besonders der Epilog fasst die Wandlungen aller wichtigen Charaktere noch einmal zusammen und gibt dem Leser damit ein Bild über die Veränderungen im Laufe der Geschichte. 

    Zurück zur Handlung, die mir sehr gefallen hat. Der innere Konflikt der Personen, an erster Stelle natürlich der von Nick, aus dessen Sicht die Geschichte geschrieben wurde, aber auch der von seinen engsten Freunden und Familie, ist sehr gut dargestellt und auf jeden Fall nachvollziehbar. Die Herausforderung, seine eigenen Grundsätze zu überdenken und teils vollkommen zu zerstören ist nicht so einfach und geben dieser Geschichte die erwünschte Pointe. 

    Gelernt habe ich allgemein viel über Verhaltensweisen, Respekt gegenüber Menschen an sich und Freunden und Familie im besonderen, über Teamgeist, seine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, bzw. sich neue Ziele zu setzte, Disziplin, Zusammenhalt und Freundschaft, und darüber, wie wichtig eigene Regeln sein können, aber auch wie wichtig es ist, diese manchmal zu brechen, zu überdenken und ganz neu aufzustellen. 

    Ich finde das Buch lesenswert, egal von wem es gelesen wird, aber ich bin mir sicher, das besonders Jugendliche viel für ihre ‘‘schwere Zeit“ in der Pubertät mitnehmen können.

  3. Cover des Buches Lass uns über Style reden (ISBN: 9783841906052)
    Michael Michalsky

    Lass uns über Style reden

    (40)
    Aktuelle Rezension von: sveso
              Michael Michalsky ist den meisten Menschen wohl aus der Fernsehshow Germany's Next Topmodel bekannt, wo er als Juror und Teamoberhaupt fungiert.
    In "Lass uns über Style reden" schneidet er diverse Lebensbereiche an wie Wohnen, Arbeiten, Kleidung, Liebe etc. und erzählt von sich, welche Einstellungen er vertritt, wie er wohnt, arbeitet, liebt und isst und was seiner Meinung nach stilvoll ist.
    Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel sind recht kurz und prägnant gehalten, sodass sie sich sehr schnell und verständlich lesen lassen.
    Ich hatte Spaß an den Anekdoten aus dem Leben Michael Michalskys, an denen er den Leser teilhaben lässt, und kann vieles zustimmend abnicken.
    Im Grunde bedeutet Style für ihn wohl vor allem eins: Bewusstsein und entsprechend bewusstes Handeln.
           
  4. Cover des Buches Durchbruch (ISBN: 9783498001148)
    Ronan Farrow

    Durchbruch

    (6)
    Aktuelle Rezension von: HansDurrer

    Wir leben in einer Gehorsamkeitskultur und diese basiert auf Angst. Dazu kommt, dass der Mensch die Dinge lieber nicht so genau wissen will. Sicher, die Wahrheit macht frei, doch entgegen seinen Beteuerungen, will der Mensch lieber nicht frei sein, denn das bedeutete auch, selbstverantwortlich zu leben – und auch das wollen die wenigsten. Man sollte nicht darauf abstellen, was Menschen sagen, sondern was sie tun.

    Auch Ronan Farrow, dem Sohn von Mia Farrow und Woody Allen, fällt es schwer bei sich selber genau hinzuschauen. Über den angeblichen Missbrauch seiner Schwester Dylan durch seinen Vater (der diesen bestreitet), schrieb er erst nach Jahren des Vermeidens einen Leitartikel, auch in der Hoffnung, dass dies damit erledigt sein würde. „Das ist nie erledigt“, meinte Rose McGowan, eines der Weinstein-Opfer.

    Dass der Filmproduzent Harvey Weinstein übergriffig war, wussten alle. Etwas dagegen gesagt hat niemand. Das ist typisch für den Menschen (nicht nur für Frauen und nicht nur im Zusammenhang mit sexueller Ausbeutung), der vor der Macht kuscht. Aus gutem Grund, werden viele sagen, doch nicht zu schweigen ist besser, verlangt allerdings viel Mut, denn wer aus der Reihe tanzt, wird bestraft, wie im Impeachment-Verfahren gegen Trump der amerikanische EU-Botschafter Sondland erfahren musste, der nach seiner Zeugenaussage mit Boykottaufrufen (seine Hotels anlangend) und Hunderten von Hassmails konfrontiert wurde.

    Wagte sich eine Frau gegen Weinsteins Übergriffe zu wehren wie zum Beispiel das italienisch-philippinische Model Ambra Battilana Gutierrez, die bei der Polizei in New York Anzeige erstattete, fand sie sich kurz darauf in der Presse als Nutte hingestellt – was wieder einmal zeigt, wie dubios einige Presseerzeugnisse operieren. Weinstein wusste bestens, wie sie zu instrumentalisieren waren – und die Staatsanwaltschaft (froh um Spenden, es standen Wahlen an) gab nach.

    Wieder einmal aufgefallen bei der Lektüre dieses Buches ist mir, wie lernunfähig der Mensch ist: Wir alle wissen, dass Reiche und Mächtige, wenn sie von Opfern beschuldigt werden, diese in den Dreck ziehen. Und trotzdem funktioniert dieses Vorgehen, denn viele denken, es könnte an den Vorwürfen gegen die Opfer möglicherweise was dran sein.

    Die Brutalität Weinsteins – er sei unglaublich vulgär, ja sogar bedrohlich“, so Ken Auletta im New Yorker – lässt einen auch unweigerlich an den gegenwärtigen Bewohner des Weissen Hauses denken. Und an andere sogenannte „Führungskräfte“. Ja, es scheint geradezu ein Kennzeichen unserer Zeit (ob das jemals anders war, sollen befugtere Leute entscheiden), dass es vor allem rücksichtslose Kotzbrocken an Spitzenpositionen schaffen.

    Der sexbesessene Harvey Weinstein, ein Süchtiger wie er im Buche steht, ist bestens vernetzt, hat grossen Einfluss, versteht sich durchzusetzen – er droht und lässt drohen, seine Wutausbrüche (die an ein tobendes Kind erinnern) sind legendär. Der Mann ist krank, sehr krank, und seine Helfershelfer ebenso. Und das Rechts- und Gesellschaftssystem, in dem ein solches Verhalten möglich ist, sowieso.

    „Durchbruch“ ist nicht zuletzt ein Buch darüber, wie Journalismus verhindert wird. Die Aufgabe der oberen Chargen von Unternehmen ist es, dazu zu sehen, dass die (Macht)Verhältnisse bleiben wie sie sind – das zeigt Farrows eindringlich und überzeugend. Der Fernsehsender NBC kneifte, die  Story wurde schliesslich vom "New Yorker" veröffentlicht. Doch vor allem liefert „Durchbruch“ das Porträt einer Gesellschaft, in der Rückgrat, Ethik und das Sich-Einsetzen für das Richtige zwar vorkommen, doch selten sind. Und lehrt uns, dass wer als anständig öffentlich herüberkommt, es eher selten auch ist.

    Dieses notwendige Aufklärungsbuch, das sich, obwohl umständlich geschrieben, spannend liest, ist Ronan Farrows Hartnäckigkeit zu verdanken und macht deutlich, weshalb Journalismus nötig ist.

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