Bücher mit dem Tag "privatermittler"

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135 Bücher

  1. Cover des Buches Der Ruf des Kuckucks (ISBN: 9783442383214)
    Robert Galbraith

    Der Ruf des Kuckucks

     (693)
    Aktuelle Rezension von: Bookstar

    Cormoran Strike ist bestimmt keine gewöhnliche Erscheinung: Er ist der uneheliche Sohn eines Rockstars, hat bei einem Afghanistan-Einsatz sein Bein verloren, wurde gerade von seiner Verlobten rausgeworfen und ist nun Privatdetektiv, das allerdings ohne Geld und Aufträge. In diese Welt stolpert die junge Robin Ellacott, eigentlich nur als Aushilfe vorübergehend bei Strike angestellt ist. Die Zeit scheint recht ereignislos zu werden, bis Strike plötzlich den Auftrag erhält, den angeblichen Selbstmord des Topmodels Lula Landry nochmal unter die Lupe zu nehmen. Strike, der mental nicht in bester Verfassung ist, übernimmt den Fall und taucht tief ein in die Welt voll Models, Anwälten und anderen exzentrischen Prominenten...

    Eine große Stärke von J.K. Rowlings Krimidebüt unter dem Pseudonym Robert Galbraith ist, dass es zwischen ihrem Ermittler-Duo sofort passt. Ein holpriger Start zwischen dem Protagonisten-Team begegnet einem oft genug, aber bei Strike und Robin stimmt die Chemie sofort. Ob daraus auch eine romantische Komponente erblühen wird...wir werden sehen, wenn Robin ihren nervigen Verlobten los wird. 

    Generell sind die Personen die große Stärke des Buches, denn sie sind alle sehr spannend gezeichnet und vorallem nicht überkarikiert, trotz all ihrer Exzentrik. Man will mehr über sie erfahren, ob bei Verdächtigen oder Zeugen. 

    Was man bemängeln kann, abgesehen von Rowlings doch sehr störendem white guilt, ist, dass dem Buch ein paar hundert Seiten weniger gut getan hätten. Vorallem am Anfang des Buchs könnten manche Kapitel, die nur voller überflüssiger Tagesabläufe sind, einfach gestrichen werden, der Flow stellt sich erst später ein, aber manche Passagen wirken auch dann noch oft schlicht unnötig. 

    Alles in allem durchaus ein solider Auftakt für das Team Strike/Ellacott, zwar mit kleinen Schwächen, dafür aber mit solider Aufmachung und Auflösung. Auch wenn ich zwischen vier und drei Sternen in Sachen Bewertung schwanke...ein Fehler, dieses Buch zu lesen, war's nicht. 

  2. Cover des Buches Die Ernte des Bösen (ISBN: 9783764505745)
    Robert Galbraith

    Die Ernte des Bösen

     (238)
    Aktuelle Rezension von: RamonaMarano

    Spannend geschrieben bis zum Ende. Man kann nur erahnen, wer der Mörder ist. Man fiebert ununterbrochen mit den beiden Detektiven mit und kann ihre Gefühle und Handlungen sehr gut nachempfinden. Die Szenen sind so gut beschrieben, dass man meint, dort zu sein. Die Entlarvung des Mörders am Ende ist mir aber ein bisschen zu einfach. Da hätte der Detektiv meiner Meinung nach mehr Indizien gebraucht, um darauf zu kommen. Insgesamt ein toller Krimi den ich auf jedenfall weiterempfehle!

  3. Cover des Buches Das große Schweigen (ISBN: 9783954516575)
    Katja Montejano

    Das große Schweigen

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Tom_Read4u
    Atme, so lang du noch kannst!' – diese bizarre Nachricht erreicht die ehemalige Kripobeamtin Primerose Bouillé kurz nach dem Mordanschlag auf ihren Vater, einen Berner Staranwalt. Es ist für sie der Anfang eines Alptraums. Ein gnadenloser Killer beginnt ein grausames Spiel und tötet Schlag auf Schlag ihre Freunde. Als Primerose erkennt, dass auch ihr Leben bedroht ist, trifft sie eine einsame Entscheidung. Doch auch alleine kämpft sie ums Überleben und um das Geheimnis, was dahinter steckt.  Ihr Vater scheint mehr gewusst zu haben, mehr getan zu haben, als sie sich hat jemals vorstellen können. Wird sie es schaffen oder ist es bereits zu spät ???

    Mit diesem gnadenlosen Krimi bedient sich die Autorin Katja Montejano einem der dunkelsten Kapiteln der schweizer Geschichte mit all seinen Folgen, nämlich über die "administrativ Versorgten" .
    Allein schon der Prolog lässt einem ein Schauern über den Rücken laufen und nicht zuletzt, die Schritt für Schritt ans Tageslicht kommende Fakten verlangen einiges von Primrose und ihren Freunden/ Familie ab, sondern auch von uns Lesern.
    Die Charakterzüge aller beteiligten Personen, besonders Primrose und Luc sind perfekt ausgearbeitet und entwickeln sich im Verlauf so wie es sich jeder vorstellt. Klar sind einige Auffälligkeiten zwischen Primrose mit ihrem Kurzhaarschnitt, schwarzen Kleidungsstil und ihrerm Technikequipment zu Lisbeth Salander aus der Millenium Triologie nicht von der Hand zu weisen, aber das stört eigentlich nicht. Ich persönlich hab einwenig schmunzeln müssen, als ich es gelesen hatte.
    Die vielen unerwarteten kleinerern Wendungen im Verlauf der Geschichte, macht dieses Thema umso spannender und zeigt auch welche Gesellschaftsschichten wohl involviert waren. Alles in allem, ein sehr guter Krimi mit einem tollem Team, von dem man getrost weitere Fälle erwarten könnte -  sofern es die Autorin zulässt. ;)

  4. Cover des Buches Hologrammatica (ISBN: 9783462051490)
    Tom Hillenbrand

    Hologrammatica

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Tom Hillenbrand versetzt den Leser in seinem Science-Fiction-Krimi „Hologrammatica“ in eine Welt, in der sich Gehirne digital speichern lassen (= Cogits) und Körper dank sogenannter Klon-„Gefäße“ munter durch Cogits gewechselt werden können. Hinzu kommt das omnipräsente Holonet, mit dem holographische Projektionen und Holotexturen in der realen Welt erzeugt werden können, um z.B. Schönheitsfehler an Gebäuden zu überdecken, Werbung oder Beschriftungen einzublenden oder Personen und ihre Kleidung zu verschönern. Insgesamt also eine interessante, futuristische Welt mit cleveren Ideen, die der Autor konstruiert. Inmitten dieser Welt verschwindet die Computerexpertin Juliette Perrotte spurlos und der Quästor Galahad Singh wird damit beauftragt, sie zu suchen. Es beginnt ein rasanter und spannungsgeladener Trip, bei dem der Leser völlig in einen anderen Kosmos eintaucht. Wir lernen „Quants“ kennen, die sich ihr Gehirn durch Cogits haben ersetzen lassen, auch begegnen wir „Deathern“, also Quants, die freiwillig Nahtoderfahrungen sammeln wollen, mit dem Ziel, den Tod irgendwann ganz auszutricksen. Eine Untergruppe der „Deather“ sind die „Crasher“, die ihren Suizid mittels Autounfällen herbeiführen. Auch lernen wir, dass das „Ein-Körper-Problem“ existiert, d.h. ein Cogit kann nur für 21 Tage in einem Klon-Gefäß überleben, bevor es wieder in dem Stammkörper zurückversetzt werden muss, denn sonst droht ein „brain-crash“. Dies wiederum führt dazu, dass es Leute gibt, die nur noch in sogenannten „Loops“ weiterleben, d.h. sie laden ihr Cogit in immer neuen Klon-Gefäßen wieder hoch, um den Tod zu überlisten. Bei seinen Ermittlungen stößt Galahad Singh zudem auf das Rätsel der „Revenants“, bei denen der Körper scheinbar zurückkehrt, nicht aber der dazugehörige Verstand. Nicht zuletzt werden wir über ein besonderes Ereignis aufgeklärt, das sich zur Mitte des 21. Jahrhunderts ereignet hat: Der „Turing-Zwischenfall“. So hat die Menschheit, um das Problem des Klimawandels zu lösen, eine Künstliche Intelligenz erschaffen, die dann aber zur Bedrohung und aus diesem Grund vernichtet wurde. Um die Bedrohung durch eine KI und ihren „Proxies“, also menschlichen Handlangern, abzuwehren, hat man dann die Organisation UNANPEI gegründet, mit der Galahad Singh im Laufe seiner Suche ebenfalls in Kontakt kommt. 

     

    Anhand der vielen Begriffe, die ich hier erwähne, wird deutlich, dass der Autor eine komplexe, aber auch sehr durchdachte und plausible Fiktion entwickelt. Darauf muss man sich einlassen wollen, denn Schritt für Schritt werden vom Autor immer weitere Elemente dieser Welt eingeführt, so dass sie immer vielschichtiger wird. So habe ich bisher noch nicht erwähnt, was es mit dem „Holonet“ auf sich hat, und dass mit diesem Element wieder weitere interessante Begriffe zusammenhängen, z.B. auch die sogenannten „Stripper“-Brillen, mit denen sich Teile des Holonets ausblenden lassen, was mich sehr an den Science-Fiction-B-Movie „Sie leben!“ erinnern ließ. Allerdings gelingt es dem Autor in meinen Augen, den Leser nicht zu überfordern, weil er sehr darauf achtet, neuartige Technologien nur schrittweise einzuführen. Gleichzeitig gewinnt die fiktive Welt auf diese Weise immer mehr Konturen und wird immer vielfältiger. Das halte ich für eine große Leistung des Autors! Solche Ideen zu generieren, die gleichzeitig in sich konsistent sind, verdient höchste Anerkennung. Und auch schafft er es, über das ganze Buch hinweg, den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten, z.B. auch indem er immer wieder Kapitelabschnitte aus der Sicht von Juliette Perrotte einstreut, die ihrerseits ohne Erinnerung auf einer Insel aufwacht. Wie ich schon sagte, muss man sich als Leser auf diese Welt mit all ihren Begrifflichkeiten einlassen wollen. Man könnte natürlich auch sagen, dass es eine komplett abwegige Idee ist, dass sich Menschen digitale Gehirne anfertigen lassen und sich ihr reales Gehirn entfernen und durch ein Cogit ersetzen lassen, ohne zu wissen, wie genau das Gehirn eigentlich funktioniert. Denn eigentlich ist es abwegig, dass Menschen bei einem solch geringen Kenntnisstand  zur Funktionsweise des Gehirns eine solche Technologie bei sich anwenden. Ich aber konnte mich auf diese Vorstellung einlassen und habe auf diese Weise viele schöne Lesestunden genossen.

     

    Fazit: Ein Science-Fiction-Krimi, der vor allem dadurch besticht, dass der Autor eine unglaublich kreative futuristische Welt mit vielfältigen cleveren Ideen entwickelt, die plausibel, in sich konsistent und durchdacht sind.

  5. Cover des Buches Crimson Lake (ISBN: 9783518468104)
    Candice Fox

    Crimson Lake

     (164)
    Aktuelle Rezension von: mapefue

    Im Mittelpunkt steht der Detective Ted Conkaffey, dessen Leben durch einen schlimmen Verdacht vollständig ruiniert wurde. Er soll die vierzehnjährige Claire entführt haben. Alle Zeugenaussagen sprechen für seine Schuld und er verbringt acht Monate in Untersuchungshaft, wird entlassen, doch alle sehen in ihm den Täter. Er flieht von Sydney in das kleine Städtchen Crimson Lake im Norden Australiens für einen Neuanfang. Dort trifft er auf Amanda Pharell, die wegen Mordes zu acht Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Niemand kommt der Arbeit wegen nach Crimson Lake. Hierher verirren sich nur Leute, die sich verstecken oder sterben wollen. Zwei Ex-Knackis (dem Genderwahn entkommen) Ted und Amanda, beide Außenseiter schließen sich zusammen und arbeiten als Privatdetektive in der Kleinstadt. Das Motto beider: „Verwaiste Küken, die einander zum Überleben ermutigen“, oder „Schwerverbrecher sollten zusammenhalten.“ Sadistische Killerin und Kinderschänder oder die in Reimen und der mit den Gänsen spricht. 

    Doch auch hier ruht die Vergangenheit nicht und holt beide ein. 

    Candice Fox erzeugt eine eindrucksvolle Atmosphäre und stellt die Hilflosigkeit der Hauptprotagonisten, das Ausgeliefertsein einem aufgeputschten Pöbel und einer sadistischen Polizei deutlich dar. Gleichzeitig nimmt sie die Leser mit auf eine Odyssee durch die menschlichen Abgründe und zeigt, wie schwierig und kompliziert sich manches im Leben gestalten kann.

    Ihre erfrischende und geradlinige Erzählweise hebt sie von manch anderen Krimis wohltuend ab, fast antihard-boiled. Sie schreibt äußerst spannend und lässt den Krimi stellenweise ein geradezu rasantes Tempo aufnehmen.

    „Bücher sind etwas Besonderes, glaube ich“, sagt Amanda und ich kann ihr nur beipflichten.

    Für eine Verfilmung von CRIMSON LAKE hätte ich für die Rolle der Amanda die schwedische Schauspielerin Rooney Mara gecastet, bekannt aus „Verblendung“ (Originaltitel: The girl with the Dragon Tattoo) eine Verfilmung des gleichnamigen Romans und ersten Teils der Millennium-Trilogie des Autors Stieg Larsson.

    Apropos Trilogie: Crimson Lake folgt noch Redemption Point (2018) und Missing Boy (2019).

  6. Cover des Buches K - Kidnapped (ISBN: 9783734100413)
    Chelsea Cain

    K - Kidnapped

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Lisa0312

    Zum Inhalt 

    Kick wurde,als sechsjährige entführt und verbrachte,5 Jahre in Gefangenschaft, bevor sie befreit wurde. Zehn Jahre nach sichere Befreiung taucht plötzlich ein Mann bei ihr auf ,dem sie helfen soll vermisste Kinder aufzuspüren. 


    Meine Meinung 

    Ein sehr gut erzählter Thriller, der Gott sei dank nicht jedes Detail erzählt, was Kick passiert ist. Man kann es sich auch so denken. In Rückblenden erinnert sie sich an ihre Zeit als Gefangene ,was aber auch nicht zu sehr ausgeschmückt wird. Das Buch zeigt auch ,was mit einer Familie passiert und wie jeder damit umgeht. Kick und Bishop sind ein gutes Team und sehr sympathisch. 

    Ich hatte trotz des Themas, Spaß am Lesen und spannend war es auch. Auf eine Fortsetzung würde ich mich freuen.

  7. Cover des Buches Amissa. Die Verlorenen (ISBN: 9783426307632)
    Frank Kodiak

    Amissa. Die Verlorenen

     (183)
    Aktuelle Rezension von: Petroel

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. 

    Klappentext

    In einer regnerischen Herbstnacht werden die Privatdetektive Rica und Jan Kantzius Zeugen eines grauenhaften Zwischenfalls an einer Autobahn-Raststätte: Ein panisches Mädchen rennt direkt auf die Fahrbahn und wird von einem Auto erfasst, jede Hilfe kommt zu spät. An der Raststätte findet sich die Leiche eines Mannes, der das Mädchen offenbar entführt und sich dann erschossen hat.
    Die Privatdetektive stellen Nachforschungen an und finden heraus, dass es weitere Teenager gibt, die auf ähnliche Weise kurz nach einem Umzug verschwunden sind. Eine Spur führt zu "Amissa", einer Hilfsorganisation, die weltweit nach vermissten Personen sucht und für die Rica arbeitet. Plötzlich ist nichts mehr wie es war, und Rica und Jan kommen Dingen auf die Spur, von denen sie lieber nie gewusst hätten. 


    Rica und Jan waren mir von Anfang an sehr sympatisch.

  8. Cover des Buches Zerrissen (ISBN: 9783426525494)
    Michael Tsokos

    Zerrissen

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Mellchen

    Der erfahrene A- und Z- Reihen Leser von Michael Tsokos findet hier Abel und Herzfeld als altbekannte Protagonisten wieder.

    Ich mag beide Reihen sehr, sie sind ähnlich, dann aber auch wieder nicht.

    Zwei Stränge von Entwicklungen treffen sich hier am Ende zu einer großen Auflösung in der Clan-Kriminalität.


  9. Cover des Buches Der Lebkuchenmann (ISBN: 9781477822357)
    J.A. Konrath

    Der Lebkuchenmann

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    Ich muss sagen, schon der Titel "Der Lebkuchenmann" dieses Werks von J.A. Konrath hat mich unheimlich angesprochen, denn ich liebe Lebkuchen! Gleichzeitig war es mein erstes Werk dieses Autors! 

    Im Mittelpunkt steht Jaqueline aka "Jack Daniels", eine Polizistin, die in der Abteilung für Gewaltverbrechen und Todesdelikte ermittelt. Als eine Reihe von verstümmelten Frauenleichen gefunden wird, die aber aller Voraussicht nach nicht in einer Verbindung zueinander stehen, sehen sich Jack und ihr Kollege Herb Benedict vor ein Rätsel gestellt..... Der Täter entsorgt die Leichen in Mülltonnen und hinterlässt einen Lebkuchen. Was hat es damit auf sich? 

    Als Jack sogar soweit geht, den Täter zu provozieren, um dadurch einen Fehler dieses zu beeinflussen, lässt sich sich auf ein Spiel auf Leben und Tod ein! Denn der Mörder schreckt wirklich vor gar nichts zurück und auch Jack steht schnell auf seiner Abschussliste....

    Ich bin an dieses Buch mit mäßigen Erwartungen ran gegangen, da ich bisher kaum was von diesem Autor gehört hatte, mich der Klappentext aber angesprochen hat. Aber ich muss sagen, der Schreibstil des Autors ist wirklich klasse! Die Spannung ist von Anfang an voll da und auch glänzt das Buch mit ironischen und sarkastischen Passagen, die aus der Sicht von Jack geschildert werden. Dieses erscheint dem Leser sehr sympathisch und man kann sich gut mit ihr identifizieren. Ebenso erfährt man einige private Hintergründe zu der Protagonistin. Die Story wird zudem mit einer abwechslungsreichen Mischung aus anderen Charakteren aufgemischt, was ich ebenfalls toll fand!

    Auch der Showdown am Ende ist absolut gelungen! Meiner Meinung nach die volle Punktzahl wert, ich freue mich darauf, diese Reihe zukünftig weiter zu verfolgen! 

  10. Cover des Buches Trophäe (ISBN: 9783453437623)
    Steffen Jacobsen

    Trophäe

     (67)
    Aktuelle Rezension von: alienicious

    Meine Meinung

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. „Trophäe“ ist der Auftakt der Reihe „Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander“ vom Autor Steffen Jacobsen. Das Buch ist im Original auf Dänisch erschienen.

    Michael Sander, professioneller Detektiv mit Herz

    Michael ist ein kluger Kopf, der sich nach seiner Militärlaufbahn für private Sicherheit und „Schnüffelei“ entschieden hat. Er ist clever und hat ein außergewöhnliches Gespür für seine Fälle und das lässt er sich auch großzügig von seinen ausgewählten Klienten bezahlen. Trotz außergewöhnlicher Fähigkeiten ist er ein bodenständiger Charakter, der seine Familie liebt und kein glatt gebügelter Action-Held der vor übermenschlicher Zähigkeit strotzt.

    Michael wird von Elisabeth Caspersen engagiert, die im Nachlass ihres Vaters eine beunruhige Entdeckung gemacht hat: Eine DVD die darauf hindeutet, dass ihr Vater in eine grausame Menschenjagd verstrickt war. Michael macht sich auf die Suche nach den Mittätern und den namenlosen Opfern und wird in ein kompliziertes Geflecht aus Motiven, Beziehungen und Verbrechen hineingezogen: Wo liegt die Verbindung zwischen einem ehemaligen Soldaten der Selbstmord begangen hat, einer Menschenjagt auf Film gebannt und den milliardenschweren Familien Elisabeth Caspersens und deren Vaters Companion?

    Lene Jensen, Ermittlerin und starker weiblicher Charakter

    Während Michael im ersten Handlungsstrang auf Elisabeth Caspersen trifft, tritt Lene Jensen, Mordermittlerin, im zweiten auf den Plan. Sie untersucht den benannten Selbstmord, bei dem einige Ungereimtheiten auftreten: Ein ehemaliger Elite-Soldat, der mehrere Auslandseinsätze überstanden hat, der psychisch belastet, aber auf dem Weg der Heilung war, erhängt sich am Morgen nach seiner Hochzeit. Kann das ein Selbstmord gewesen sein? Oder steckt etwas ganz anderes, düsteres dahinter?

    Lene ist eine zuweilen barsche, aber sehr zielstrebige Frau, die für ihren Beruf lebt. Neben der Arbeit ist ihre Tochter der Mittelpunkt ihrer Welt. Und ihr baldiges flügge werden macht ihr zu schaffen. Als ihr Fall eine rabiate Wendung nimmt, die sie in ganz grausamer Weise betrifft wendet sie sich von den offiziellen Methoden ab und arbeitet mit Michael zusammen. ein gemeinsames Interesse verbindet sie.

    Eine ganz besondere Atmosphäre erhält der Thriller durch seine skandinavische Art. Ich empfinde skandinavische Thriller immer als düster, explizit und mit Charakteren, die besondere Merkmale haben, aber nicht die aalglatten Schönlinge sind, wie man sie aus amerikanischen Thrillern kennt.

    Fazit

    Die Handlung baut sich über mehrere Stränge auf, im einen wird Michael engagiert, im anderen ermittelt Lene. Beide Charaktere sind für sich ganz authentisch, wobei Michaels undurchsichtige Vergangenheit viele Fragen aufwirft. Die schließlich gemeinsame Suche nach den Jägern entwickelt sich zu einer zuweilen mit blutigen Details gespickte jagt. Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich und voller Wendungen: Mal haben Michael und Lene die Oberhand, doch im nächsten Moment zerrinnt ihnen alles zwischen den Fingern, als die Wahrheit über ihnen hereinbricht.

    Ein komplexer Thriller mit spannenden Charakteren und unvorhersehbarem Ende! Die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten und ich widme mich direkt dem nächsten Band der Reihe. :)

  11. Cover des Buches Wildeule (ISBN: 9783548612591)
    Annette Wieners

    Wildeule

     (98)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife
    Die Ex-Kommissarin Gesine Cordes kann es wieder mal nicht lassen, sie muss sich an den Ermittlungen beteiligen, bzw. in diese massiv einmischen, denn diesmal wird’s persönlich – ihr Freund, der Bestatter Hannes van Deerst gerät ins Visier der Polizei. Doch bald kommen ihr selbst Zweifel, er macht sich doch leider sehr verdächtig, ist er etwa der Täter? Als die zweite Leiche auftaucht, macht sie ernst!
    Soviel zu der Geschichte im Kurzwaschgang. Es handelt sich mal wieder um eine durchaus flüssig zu lesende Story, die meiner Meinung nach aber des Öfteren zu sehr ins Unglaubwürdige abdriftet. Hier kommen doch ein paar zu viele Zufälle zusammen und auch die enge Zusammenarbeit zwischen Kommissarin Marina Olbert und Gesine erscheint mir in dieser Form eher nicht möglich. Und dann die Sache mit den Zwillingen … kann es der Vater wirklich verantworten, dass sie nachts alleine im Bett liegen, während er Schichtdienst leistet? Wie dem auch sei, es waren ein paar nette Stunde an einem kalten und verregneten Sonntag. Nicht mehr und nicht weniger und zum Schluss werden alle glücklich. Bin mal gespannt, ob wir von Gesine und Hannes noch mehr hören werden? 
  12. Cover des Buches Sturmnacht (ISBN: 9783867621113)
    Jim Butcher

    Sturmnacht

     (277)
    Aktuelle Rezension von: Yonania

    Harry Blackstone Copperfield Dresden ist von Beruf Magier. Kein Witz! Er ist Magier. Er hat sogar ein Büro und Visitenkarten. Als ein Paar auf brutale Weise getötet wird, bittet die Polizei Harry um Hilfe. Zeitgleich soll er für eine Kundin ihren Mann finden. Aber das war noch nicht genug: Er ist auf Magier-Bewährung, noch ein Fehltritt und der magische Rat wird die Todesstrafe verhängen. Hier sind Schwierigkeiten vorprogrammiert. Wird es Harry gelingen, der Polizei, der Ehefrau und schließlich sich selbst zu helfen?

    Dies ist eine ältere Geschichte, aber ich wollte schon lange von dem Autor etwas lesen und hier sprach mich der Klappentext sehr an.

    Dank des sepiafarbenen Covers mit seiner geschwungenen Schriftart und nahm ich an, die Geschichte würde im 19. oder 20. Jahrhundert spielen. Weit gefehlt. Es spielt in der Moderne. Das hatte mich am Anfang etwas ernüchtert. Hinzu kam das der Schreibstil und der Humor des Autors für mich sehr gewöhnungsbedürftig waren. Zusammengefasst hatte ich einen schwierigen Start in die Geschichte.

    Weiterhin wurde ich mit den Charakteren aus den zuvor genannten Gründen nicht warm, da ich v. a. in Dialogen Schwierigkeiten hatte zu verstehen, wie die Charaktere sich fühlen und was sie eigentlich mit dem gesagtem Ausdrücken möchten.

    Ich hatte dadurch das Gefühl, dass mir in den Dynamiken der Beziehungen des Protagonisten so einiges verloren ging.

    Das kann aber auch an mir liegen. Ich kann mir gut vorstellen, dass anderen Menschen damit besser zurechtkommen.

    Mir haben aber auch einige Aspekte gut gefallen: das Setting, die Magie, die Art der Zauber und die verschiedenen magischen Wesen. Diese hat der Autor wirklich interessant gestaltet. Auch Harry gefiel mir im Verlauf der Geschichte immer besser v. a. das er niemals aufgab und bereit war, sich für andere in Gefahr zu begeben.

    Alles in allem ein sehr interessantes Setting mit einem Schreibstil, der es mir schwer machte, Zugang zu den Charakteren zu finden. Ob ich die Reihe weiterlesen werde, weiß ich noch nicht.

  13. Cover des Buches Lesereise in den Tod (ISBN: 9783958130807)
    Jürgen Schmidt

    Lesereise in den Tod

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Claudia_Reinländer

    Klappentext:

    Der jungen Autorin Mona ist jedes Mittel recht, ihre Karriere zu forcieren. Selbstbewusst gibt sie vor, eine Urenkelin des britischen Schriftstellers Walter de la Mare zu sein. Auf eigene Faust veröffentlicht sie den Roman „Passwort Hurensohn“ und organisiert dazu eine vierwöchige Lesereise durch Deutschland. Mona de la Mare hat im Netz zahlreiche Freunde und Fans, die sie täglich über ihre Verkaufszahlen, die Tour und private Neuigkeiten informiert. Nach erfolgreichem Start der Lesetournee stellt Mona am Aschermittwoch ihr Buch in Bad Münstereifel vor. Am folgenden Tag soll die ehrgeizige Autorin in Nettersheim lesen. Sie ahnt nicht, dass es dazu nicht mehr kommen wird …

    Cover:

    Das Cover zeigt eine Ladenpassage bzw. Straße bei Nacht, was eine düstere Stimmung verursacht und somit die Neugier weckt. Das Foto ist sehr dunkel und somit auch die Farben und die Stimmung eher gediegen und düsterer. Ein sehr gut gelungenes Cover, passend zum Buch.

    Meinung:

    Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Man kommt gut und locker voran. Vieles wird sehr detailliert beschrieben und dennoch bleibt es einkurzweiliger Lesegenuss, da schon nach wenigen Lesestunden der Krimi bereits beendet ist.

    Das Schriftbild ist relativ klein. Die Kapitel sind zum Teil nur wenigen Seiten lang, was ich sehr angenehm fang und somit der Lesefluss sehr kurzweilig und rasant erschien. Die einzelnen Kapitel sind durchnummeriert und hatten für mich eine sehr angenehme Länge.

    Das Buch ist ein Regionalkrimi und der erste Fall des Privatdetektivs Andres Mücke. Es geht um die junge Autorin Mona de la Mare, die sich auf Lesereise befindet und sich mit ihren Büchern, den großem Durchbruch erhofft. Doch es kommt anders als gedacht und sie wird ermordet aufgefunden. Privatdetektiv Andreas Mücke übernimmt diesen Fall und stößt dabei auf einige Ungereimtheiten. Zu viel möchte ich jedoch nicht an dieser Stelle verraten, sondern kann jedem Krimi-Fan dieses Buch ans Herz legen.

    Die Charaktere sind gut durchdacht. Die Situationen und Handlungen werden bildlich und detailliert beschrieben, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann und alles auch sehr gut nachempfinden kann. Der Lokalcharakter und die Regionaleinflüsse der Region Bad Münstereifel kommen sehr gut rüber. Es wirkt dadurch sehr real und authentisch. Die Dialoge und Gespräche wirken echt und nicht gekünstelt, so fühlt man sich mitten im Geschehen. Auch aus dem Privatleben des Detektivs erfährt man einiges, ohne das dabei der eigentliche Fall zu kurz kommt. Der Krimi ist spannend, interessant und authentisch geschrieben. Es wirkt dadurch sehr kurzweilig und locker. Mir hat dieses Buch einige schöne Lesestunden bereitet, die viel zu schnell vorbei waren.

    Fazit:

    Spannender und kurzweiliger Regionalkrimi, der für einige wunderschöne Lesestunden gesorgt hat.



  14. Cover des Buches Auferstehung der Toten (ISBN: 9783499228315)
    Wolf Haas

    Auferstehung der Toten

     (184)
    Aktuelle Rezension von: Gulan

    Den Brenner, den hast du doch bestimmt schon vermisst? Weil ein Spezial mit Krimis aus Österreich ohne den Brenner, das wäre schon merkwürdig. Um den kommst du nicht herum. Der Brenner ist ja quasi eine Instanz in Österreich. Obwohl man ja schon länger nichts mehr von dem gehört hat. Deshalb an dieser Stelle vielleicht mal ein Rückblick. Wie das damals angefangen hat mit dem Brenner. In Zell.

    Von Amerika aus betrachtet, ist Zell ein winziger Punkt. Aber vom Pinzgau aus gesehen: vierzig Hotels, neun Schulen, dreißig Dreitausender, achtundfünfzig Lifte, ein See, ein Detektiv. (Auszug Seite 12)

    In Zell am See wird kurz vor Weihnachten ein älteres, amerikanisches Ehepaar erfroren im Sessellift aufgefunden. Simon Brenner ist der Polizeibeamte, der die Ermittlungen leitet, aber ohne Erfolg. Die Person mit dem größten Motiv, der Schwiegersohn des Ehepaars, hat ein Alibi. Nachdem er sich mit seinem neuen Chef überworfen hat, kündigt Brenner und heuert bei einer Detektei an. Diese wird von der Versicherung der Toten beauftragt, die Hintergründe weiter zu ermitteln und so kommt es, dass Brenner nach Zell fährt und dort seine Ermittlungen wieder aufnimmt.

    Wolf Haas ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten österreichischen Schriftsteller. Zwar veröffentlicht er inzwischen auch Romane abseits des Krimigenres (zuletzt Junger Mann in 2018), aber am bekanntesten ist er noch immer für seine Krimis mit dem Brenner. Die Reihe begann 1996 mit Auferstehung der Toten, als letztes bislang erschien 2014 Brennerova. Innerhalb der Reihe sind die Bände jedoch ziemlich eigenständig, was Handlung und Figuren betrifft. Protagonist ist Simon Brenner, der im ersten Roman gerade bei der Polizei aufgehört hat und sein Heil als Detektiv versucht (zwischendurch probiert er in der Reihe aber noch andere Jobs aus). Brenner ist (in Auferstehung der Toten) Mitte 40, Junggeselle, lernt aber durchaus leicht Frauen kennen. Er ist ein eher ruhiger, langsamer Typ, äußerlich auch eher durchschnittlich, beruflich nicht übermäßig ehrgeizig und nicht entschlussfreudig. Eher hartnäckig als scharfsinnig. Aber gerade dadurch vielleicht beim Leser beliebt. Die Popularität des Brenner hat auch vor der Kinoleinwand nicht Halt gemacht. Vier Romane wurden mit Joseph Hader in der Hauptrolle verfilmt und zählen zu den erfolgreichsten österreichischen Kinofilmen.


    „Hier darf alles ein bisserl langsamer gehen.“
    Da sind natürlich bei uns alle Leute gleich. Wir mögen es nicht, wenn ein Deutscher unseren Dialekt nachmacht. Dem Brenner ist es da nicht anders gegangen. Und dann noch das „langsam“, praktisch, also es stimmt natürlich, aber wir hören es nicht gern. (Seite 54)


    Das eigentlich Originelle an dieser Reihe ist aber das allwissende Erzähler-Ich. Es trägt zwar in Hochdeutsch, aber ziemlich flapsig in einer österreichischen Sprachcharakteristik vor. Es werden Nebensätze als ganze Sätze verwendet, Satzbestandteile umgestellt, Hilfsverben unterschlagen und ähnliches. Ein wenig so wie ich es etwas plump im ersten Absatz versucht habe. Außerdem verlässt der Erzähler immer wieder für Nebensächlichkeiten den eigentlichen Handlungsstrang und lenkt ab. Müsste ich mir das Erzähler-Ich als reale Person vorstellen, käme mir ein älterer Mann im Wirtshaus in den Sinn, der einem auf die Schulter klopft und fragt, ob man die Geschichte vom Brenner kennt und diese dann ausschmückend erzählt. Mir gefällt das, könnte mir aber vorstellen, dass das nicht bei jedem Leser verfängt.


    „…Das Vergessen ist eine Gnade, müssen sie wissen. Und diese Gnade hat der liebe Gott den Zellern im Übermaß erwiesen.“ (Seite 141)


    Der Roman ist ziemlich kurz, nur knapp 150 Seiten, so dass der eigentliche Krimiplot nicht zu sehr in den Hintergrund rückt (dies ist bei den späteren Brenner-Krimis schon anders). Im provinziellen Zell am See geht es um eine Rachegeschichte, um alte, verdrängte (Familien-)Geheimnisse, was Brenner aber erst nach und nach klar wird. Dazu beerdigt Haas ganz nebenbei auch den Mythos von den Kapruner Stauseen als Symbol der jungen Republik Österreich nach dem 2.Weltkrieg, in dem er die Zwangsarbeiterthematik anspricht. Garniert wird das Ganze mit merkwürdigen Figuren und erzählt in lakonisch-spöttischer Manier mit einigem Schmäh. Haas war damit Vorbild für eine Reihe weitere Autoren aus seiner Heimat, doch im Original verfängt dieser amüsant-satirisch-kritische Stil immer noch am besten.

  15. Cover des Buches Die Handschrift des Todes (ISBN: 9783453435360)
    John Verdon

    Die Handschrift des Todes

     (174)
    Aktuelle Rezension von: Frau-Aragorn
    Wie auch der große Sherlock Holmes ist Dave Gurney der Meinung, dass wenn man alle unmöglichen Aspekte eines Tathergangs ausschließt, zum Schluss nur noch die offensichtliche Lösung übrig bleibt. Und doch stürzt den pensionierten Detektiv der Fall um einen alten Freund zunächst ins Grübeln. Der Täter hat scheinbar übersinnliche Fähigkeiten und doch sind die unmöglich! Ein Fall nimmt seinen Lauf, dessen Verstrickungen mehr als zwei Jahrzehnte zurückreichen. 


    Dies war mein erstes Buch des Autors, mein letztes wird es nicht gewesen sein. Gerade die Entwicklung und Darlegung der Persönlichkeiten der Protagonisten empfinde ich immer als das Allerwichtigste und das ist hier hervorragend gelungen. Gerade Hauptprotagonist Dave ist vom Autor so vielschichtig und psychologisch gut durchdacht dargestellt, dass man als Leser fast unmittelbar an ihn gebunden wird. Aber auch die anderen Figuren weisen echte Tiefgründigkeit auf. 


    Die Geschichte ist unglaublich gut durchdacht und steigert sich in einem perfekt aufgebauten Spannungsbogen zum überraschenden Ende. Ich hatte ganz früh im Buch den Verdacht, wer der Täter sein könnte u d würde dann aber wieder von der Fährte geholt. Letzten Endes hatte ich Recht, aber würde vom Autor, genau wie Dave, so von Kleinigkeiten abgelenkt, dass ich das Offentsichtliche aus den Augen verlor. Einfach gut gemacht. 


    Auch die sprachliche Darstellung des Buches gefällt mir extrem gut. Sie hält genau die Balance zwischen blumiger Prosa und gut strukturierten Fakten, unterstützt durch leisen Sarkasmus. Der allgemeine Ton entspricht dem des inneren Denkens des Hauptprotagonisten und ist daher sehr authentisch und streckenweise recht amüsant. 


    Der Aufbau des Falles und die Lösung desselbigen erinnern von ihrer Struktur her sehr an die alten Bücher von Agatha Christie, Edgar Wallace und Co. haben aber genug modernen Einschlag, um sich abzuheben. 


    Fazit: ein spannendes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann. 
  16. Cover des Buches Am zwölften Tag (ISBN: 9783462045475)
    Wolfgang Schorlau

    Am zwölften Tag

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Stephan59

    Denglers siebter Fall. Zwölf Tage, an denen die handelnden Personen, vor allem Dengler und Olga, sein Sohn Jakob mit seinen Freunden, der Bauer Zemke mit seiner Frau und die Rockerclique in verschiedenen Handlungssträngen an unterschiedlichen Orten zu einem Gesamtbild verwoben werden. Dazwischen immer wieder die Hintergrundinformationen des Fleischkaisers, dessen erhellende Aussagen zur Massenfleischproduktion später mit den Filmen aus den Tierställen gut mit der Wirklichkeit dieser Industrie kontrastiert werden. Das hat mir durchaus gefallen und nach und nach nimmt der Fall, der zunächst keiner zu sein scheint, richtig Fahrt auf.

    Die Hintergrundrecherchen sind offenbar fundiert, darauf den Plot eines Krimis aufzusetzen, hat mich angesprochen.

    Allerdings haben mich einige Punkte gestört. Am Ende war ich regelrecht enttäuscht.

    Die, die den Krimi noch nicht gelesen haben, sollten hier nicht weiterlesen:

     

    SPOILER

     

    Die Rockerbande, die mit Menschenhandel, Prostitution, Drogen und den osteuropäischen Arbeitssklaven ihr Geld verdient, als tumbe und rohe Gesellen zum Abfackeln eines Bauernhofs einzusetzen, wobei die Ermordung einer Gruppe junger Tierschützer gleich mit geplant ist, war mir zu weit hergeholt. Wer in solchen kriminellen Geschäften einen guten Reibach macht und auch weiter machen will, wird nicht das unkalkulierbare Risiko eines mehrfachen Mordes eingehen.

    Ein gestelltes Foto vor einer Fototapete, um den Urlaub in Barcelona darzustellen mit dem Handy fotografiert, das war mir zu unglaubwürdig.

    Als der Bauer mit seiner Frau zum Hof fährt, kommt ihnen der gerade mit einer MP beschossene Mercedes entgegen? 1. Wieso fährt der noch? 2. Warum hält er auf der Flucht überhaupt an? 3. Der Bauer soll die Schüsse nicht gehört haben?

    Der Bauer und seine Frau werden im ersten Stock ihres Hauses gefesselt und geknebelt und mit dem Haus quasi gleich mit angezündet. Während neben der Frau das Bett schon so lichterloh brennt, dass sie ihre Handfesseln dort mithilfe der Flammen durchbrennen lassen kann – im Erdgeschoss wütet ja auch bereits das Feuer -, kann sie noch so agieren? Das ist absolut unglaubwürdig. Die Frau wäre längst im Rauch des Feuers erstickt.

    Und dann der Fleischkaiser. Als der skrupellose, schwerreiche Fleischproduzent den osteuropäischen Arbeiter mal eben tranchiert und dann, als die Polizei auf sein Grundstück kommt und ihn erwischt, auch noch vor laufender Kamera den Jugendlichen gegenüber, die bei dieser Festnahme absolut nichts zu suchen haben, die Machenschaften und Expansionspläne der Fleischmafia mal eben so offenlegt…, tut mir Leid, das war der Punkt, da bin ich aus der Geschichte ganz ausgestiegen. Auch hier entspricht das Handeln des Fleischkaisers überhaupt nicht seiner bisherigen Charakterisierung. Dieser Mann würde töten lassen und ebenso wenig seine geschäftlichen Pläne offenlegen.

    Daher nur zwei Sterne für den Plot und die anfangs wirklich interessante Geschichte.

  17. Cover des Buches Vergelte! (ISBN: 9781477830710)
    Siegfried Langer

    Vergelte!

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Nightflower

    Buchinfo: Was tust du, wenn du die Wahrheit über entsetzliche Dinge weißt, die ungesühnt sind?
    Nimmst du das Recht selbst in die Hand? Dominik Weiß ist auf grausame Art zu Tode gekommen. Wie es aussieht, ist der Mörder mehrfach zwischen dem Toten und der Wand hin- und hergelaufen, um seine Fingerspitzen in Blut zu tauchen. Dann hat er sie über die geweißte Strukturtapete geführt, um sich dort zu verewigen. Zu Beginn der Ermittlungen ahnt Kriminalhauptkommissar Niklas Steg noch nicht, dass dieser Mord der Auftakt zu einer ganzen Serie ist. Beim Täter verschwimmen zunehmend die Grenzen zwischen »Recht« und »Rache«, seine Hemmschwelle wird immer geringer. Und die Zeit arbeitet gegen Steg …

    Seiten: 291 Seiten

    Cover: ein “Racheengel”, passend

    Meinung zum Inhalt: Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Ehrlich gesagt kann ich gar nicht so genau sagen warum. Die Charaktere kannte ich vom Vorgängerband, der mir besser gefallen hat. Vielleicht, weil ich die Eigenheiten der Personen schon kannte? Ich kann es wirklich schlecht benennen. Aber bis auf die harte Szene am Anfang war ich oft zwischendurch gelangweilt. Daher war es für mich irgendwie nicht wirklich ein Thriller, sondern eher ein Buch, das gesellschaftskritisch unterwegs ist. Es werden verschiedene Seiten beleuchtet: die Seite der Opfer, die erst einmal den Mut finden müssen nach einer Vergewaltigung sich einer peinlichen Untersuchung und Befragung zwecks Sicherung möglicher Beweise auszusetzen und dann auch eventuell noch vor Gericht erleben müssen wie der Täter mit allem durchkommt und anschließend wieder frei ist und dann noch die andere Seite: Männer, die unschuldig sind und durch eine unglückliche Verkettung von Umständen in Gefahr geraten und zum Opfer werden. Selbstjustiz ist eben doch auch keine Lösung. Diese Darstellung der Seiten ist dem Autor sehr gut gelungen. Leider wusste ich schon sehr früh wer der Mörder ist. Das fand ich ein wenig schade.

    Fazit: sehr gut beschriebene Kritik an Selbstjustiz und dem Rechtssystem bezüglich Vergewaltigungsopfer.

  18. Cover des Buches Der Rache süßer Klang (ISBN: 9783426503027)
    Karen Rose

    Der Rache süßer Klang

     (203)
    Aktuelle Rezension von: Sarah203

    Kurzfassung


    Dana Dupinsky ist Leiterin von "Hanover House", einem verborgenen Frauenhaus in Chicago. Sie hilft engagiert und bis zur Selbstaufgabe misshandelten Frauen dabei, vor ihren gewalttätigen Ehemännern unterzutauchen und sich eine neue Existenz aufzubauen. Oft holt sie im Schutz der Dunkelheit neue Klientinnen und deren Kinder vom Busbahnhof ab. Eines Nachts gewährt sie Jane und deren Sohn Erik Unterschlupf im Frauenhaus, stellt jedoch schon nach kurzer Zeit fest, dass sich Ungereimtheiten in deren Verhalten zeigen. Als zunehmend Menschen in ihrer Umgebung zu Schaden kommen, wird Dana langsam bewusst, dass Jane eine ernsthafte Gefahr für Leib und Seele all derer ist, die sich ihr und ihren monströsen Racheplänen in den Weg stellen. 

    Zeitgleich sucht der Privatermittler und Ex-Marine Ethan Buchanan nach Sue, der Entführerin seines taubstummen Patensohnes Alec. Die Spur führt ihn bis an den Busbahnhof von Chicago, wo er durch einen Zufall Dana Dupinsky begegnet. Zwischen Ethan und Dana entwickelt sich eine rasant anwachsende Anziehungskraft, doch nur zögerlich lassen sie einander Anteil an ihrem Leben nehmen. Als ihnen bewusst wird, dass Sue und Jane ein und dieselbe Person sind, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, in dem niemand mehr sicher ist.


    Handlung


    Die Handlung von "Der Rache süßer Klang" spielt zwei Jahre nach den Geschehnissen von "Eiskalt ist die Zärtlichkeit". Dana Dupinsky hat mit ihrem Frauenhaus noch immer alle Hände voll zu tun, und wird in ihrem Wirken durch Caroline und Evie unterstützt, die beide ebenso wie Dana selbst in Lebensgefahr geraten als sich die Schutzsuchende Jane als eine gemeingefährliche und skrupellose Mörderin herausstellt, die auf ihrem persönlichen Rachefeldzug ist. 


    Charaktere


    Karen Rose schafft es in meinen Augen sehr leicht, den Charakteren Leben einzuhauchen. Sie sind Menschen mit Ecken und Kanten, deren Eigenheiten einem als Leser manchmal den letzten Nerv rauben und deren Handlungen und Gedankengänge nicht immer vollkommen nachvollziehbar sind. Doch das macht sie für mich gerade um so menschlicher. 

    Besonders gelungen finde ich, dass viele der Akteure dieses Buches schon in den Vorgängerromanen eine Rolle spielen, so dass sie dem Leser immer mehr ans Herz wachsen können. Um die Entwicklung dieser Charaktere am besten nachzuvollziehen, empfiehlt es sich, die Bücher in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, jedoch ist dies kein Muss.


    Schreibstil


    Der Schreibstil von Karen Rose ist leicht zu lesen und hat keinerlei literarischen Tiefgang, doch das erwarte ich von einem (Lady)Thriller auch gar nicht. Ich möchte unterhalten werden, möchte das Prickeln der Spannung erleben und dies gelingt der Autorin mühelos.


    Fazit


    Auch in ihrem vierten Roman aus der Chicago-Reihe, "Der Rache süßer Klang", bleibt Karen Rose ihrem gewohnten Schema treu: zwei attraktive, intelligente und liebenswerte Menschen, jeweils beeinträchtigt durch einen schweren Schicksalsschlag, treffen zufällig aufeinander und fühlen sich magisch voneinander angezogen, während eine Verbrechensserie ihren Lauf nimmt und auch vor mindestens einer der Hauptfiguren keinen Halt macht. Errettet aus größter Gefahr, bekennen sich die beiden Personen zu ihren Gefühlen und schwören, sich nie wieder loszulassen. Wer diese Vorhersehbarkeit und die stets zugrundeliegenden Liebesgeschichten innerhalb eines Thrillers mag, der ist mit einem Ladythriller von Karen Rose gut bedient. Mir hat das Buch "Der Rache süßer Klang" auch von daher gut gefallen, dass ich die Inszenierung einer Frau in der Rolle des eiskalten und soziopathischen Mörders sehr erfrischend fand.


    Insgesamt gesehen, vergebe ich drei von fünf möglichen Sternen.

  19. Cover des Buches Die schwarze Dame (ISBN: 9783442490967)
    Andreas Gruber

    Die schwarze Dame

     (117)
    Aktuelle Rezension von: ReadAndTravel

    Auf der Suche nach einer verschwundenen Kollegin wird der Wiener Privatermittler Peter Hogart nach Prag geschickt. Doch die Goldene Stadt zeigt sich ihm von ihrer düstersten Seite: Binnen Stunden hat er nicht nur einige äußerst zwielichtige Gestalten, sondern auch die Prager Kripo gegen sich aufgebracht. Nur die junge Privatdetektivin Ivona Markovic, die gerade eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde untersucht, scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als die beiden bei einem Anschlag nur knapp dem Tod entrinnen, wird klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen geben muss. Und dass ihnen die Zeit bis zum nächsten Mord davonläuft ...

    Ich habe vor einiger Zeit den zweiten Teil der Peter Hogart Reihe gelesen und war sehr begeistert. Deswegen musste ich natürlich auch Band 1 lesen. Das Buch konnte mich ganz gut unterhalten, konnte aber bei weitem nicht mit den anderen Büchern von Gruber mithalten. Wie auch in seinen anderen Büchern, haben wir hier wieder einen sehr interessanten und gut ausgearbeiteten Protagonisten, was ich so sehr an Gruber schätze. Hogart hat Wiedererkennungswert. Auch wenn das Buch kein Highlight war, hatte ich es innerhalb kurzer Zeit durch. Und natürlich werde ich auch noch den dritten Teil der Reihe lesen. Das Buch bekommt von mir gute 3/5 Sternen. 

  20. Cover des Buches Todesschwestern (ISBN: 9781477829134)
    Arwyn Yale

    Todesschwestern

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Minje
    "Todesschwestern- Ein Fall für Nathan O´Brian Band 1" von Arwyn Yale erschien 2014 bei Amazon publishing.

    Inhalt
    West Sussex 2012. Zwei Schwestern werden gefunden. Eine tot, die zweite nicht.
    Brighton 2013 Joss (die Schwester, die überlebt hat), versucht, einen Mann zu ermorden und verschwindet. Der Mann ist der Vater von Amanda, einem Mädchen, das 7 Tage vor dem Suizid/ Suizidversuch der Schwestern starb. Während der Nachforschungen durch Privatermittler Nathan O´Brian verschwindet erneut ein Mädchen. Sie heißt Amanda, und ähnelt der bereits verstorbenen Amanda im Aussehen.

    Meinung
    Mir gefällt der Thriller. Gestern angefangen und beendet. Ich konnte den ebookreader nicht mehr aus der Hand legen.
    Stil: flüssig geschrieben.
    Die Handlung ist überschaubar. Es geht um den Zeitraum vom 1.8. bis zum 4.8. 2013. Viel interessanter ist natürlich: Was ist davor passiert?
    Schauplätze haben wir grob betrachtet zwei: Hassocks in West Sussex und Brighton. In Brighton haben wir, wenn wir das ganze differenzierter betrachten, 8 Schauplätze. Jeder dieser Schauplätze ist schön beschrieben, so dass man sich alles vor sich sieht.
    Anfang; der Leser wird ins kalte Wasser geworfen, schön!
    Ende: alle gerettet, alles gut? Ich habe gemischte Gefühle über das Ende, muss nicht auch ein Ermittler sich ans Gesetz halten?
    Spannung: wird gut aufgebaut und gut erhalten, der Leser wird ganz schön in die Irre geführt, so, wie´s sein soll.

    Fazit
    super-tolles Buch
    Ich denke darüber nach, Band 2 und Band 3 (Sei mein Tod und Tote töten ewig) zu lesen.
  21. Cover des Buches Jeremias Voss und die Tote vom Fischmarkt (ISBN: 9783958244658)
    Ole Hansen

    Jeremias Voss und die Tote vom Fischmarkt

     (26)
    Aktuelle Rezension von: beetletin
    Jeremias Voss und die Tote vom Fischmarkt ist der Auftakt einer Reihe von Ole Hansen mit dem Privatermittler Jeremias Voss. Ein wirklich gelungener Start, sehr gut geschrieben. Ich denke, ich werde noch weitere Teile lesen.
  22. Cover des Buches Hendriksen und der mörderische Zufall (ISBN: 9783961483747)
    Ole Hansen

    Hendriksen und der mörderische Zufall

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    Dies war mein erster Thrller/Kriminalroman von Ole Hansen und ich muss sagen, er hat mir gut gefallen!

    Martin Hendriksen, Privatdetektiv, wird beauftragt, merkwürdige Geschehnisse und rätselhafte Unfälle auf Schloss Bolkow zu untersuchen... Die Tochter der Auftraggeberin, Petra, plant dabei eine Renovierung des Schlosses, wobei sich jedoch unheimliche Geschehnisse ereignen.... Zusammen mit seiner Kollegin Lizzie macht sich Hendriksen auf den Weg, um zu ermitteln und Petra im Auge zu behalten,, quartiert sich in der Gegend ein und befindet sich schon schnell im Visier der Täter. Unerwartete Hilfe erhält er dabei von der Polizistin Tina, die wie Hendriksen selbst und Lizzie äußerst sympathisch erscheinen...Vor allem den Gegensatz von Hendriksen (äußerst cleverer Ermittler und kluger Kopf) und Lizzie (toughe, kampferprobte Ermittlerin) fand ich sehr amüsant, sowie die gegenseitige Ergänzung dieser schön geschildert..... 

    Schnell wird klar, dass weitere Partien mit dem Schloss andere Zwecke als Petra verfolgen, die teilweise auch dem äußerst privaten Umfeld von Petra angehören und vor nichts zurückschrecken.. 

    Die 23 Kapitel sind kurzweilig gehalten und lesen sich wirklich flüssig..... Verschiedene Personen scheinen zwischendurch verdächtig, aber die Auflösung am Ende fand ich nicht ganz gelungen.... Hier hätte ich mir gerne noch eine etwas genauere und realistischere Motiv-Auslösung gewünscht..... 

    Insgesamt aber eine gute Story mit sympathischen Protagonisten, die ich jedem empfehlen kann, die Interesse an einer Kriminalstory mit einem Schloss als zentralen Setting haben, und bei denen die humorvollen Momente auch nicht zu kurz kommen sollten! 

  23. Cover des Buches Feuertaufe. Lorenz Lovis ermittelt (ISBN: 9783710402142)
    Heidi Troi

    Feuertaufe. Lorenz Lovis ermittelt

     (43)
    Aktuelle Rezension von: KerstinMC

    Das Buch muss man einfach in die Hand nehmen. Auf dem Cover sieht man im Hintergrund in schwarz weiß das Schloss Pallaus in Brixen. Davor ragen Weinreben ins Bild und verleihen dem Cover ein wenig Farbe. Der Titel steht in schwarzen Großbuchstaben auf weißem Grund. Passend zum Farbschnitt des Buches sind der Name der Autorin und der Ermittler in orange auf dem Cover aufgedruckt. Der leuchtende Farbschnitt ist mir sofort ins Auge gestochen und macht das Buch für mich so einzigartig. 

    In den Vorbereitungen zur #OBM2021 fand das Buch den Weg zu mir. Die Autorin Heidi Troi war mir bis dahin unbekannt und vom Buch Verlag Servus hatte ich zuvor nichts gelesen. Ich finde es total schön, dass ich immer wieder neue Autoren und Verlage kennenlernen darf und sich so mein Lesehorizont kontinuierlich erweitert.

    Der Protagonist Lorenz Lovis ist ganz speziell. Er ist kein klassischer Kommissar im Polizeidienst und im Prinzip auch kein Ermittler im herkömmlichen Sinne. Zu Beginn der Geschichte kündigt Lovis ganz spontan seinen sicheren Arbeitsplatz bei der Staatspolizei, um als Bauer den Erbhof seines Onkels zu übernehmen. Sehr schnell wird diese Kurzschlusshandlung zu einem Problem, doch Lorenz Lovis wäre nicht Lorenz Lovis, wenn sein Umfeld nicht eine passende Idee für ihn in petto hätte. Und so nimmt die Geschichte, um den Privatdetektiv seinen Lauf.

    Schon nach den ersten Seiten habe ich mich in die ganz spezielle Art von Lovis verliebt. Und ich durfte mit seiner Hilfe ein wenig Südtirol und die Heimat der Autorin Heidi Troi kennenlernen. Die Geschichte spiel in Brixen, eine Region, die ich bisher weder real noch in Büchern bereist habe. Südtirol liegt ja bekanntlich in Italien allerdings sprechen etwa 60% der Einwohner deutsch. Wobei ich beim Lesen festgestellt habe, dass es viele ganz eigene Wörter gibt, die ich mir zum Teil im Zusammenhang erklären konnte oder die für die deutschen Leser auch kurz erklärt wurden. Bei Watten musste ich etwas schmunzeln, das Kartenspiel sagte mir vom Namen her gar nichts, allerdings musste ich nach einer kurzen Internetrecherche feststellen, dass ich sogar im Besitz eines solchen Kartenspiels bin und es auch schon gespielt habe. Das ist allerdings sehr lange her. 

    Nun aber wieder zurück zum Buch. Feuertaufe ist der Debütroman von Heidi Troi und der Auftakt einer unterhaltsamen Krimireihe um den Ermittler Lorenz Lovis. Mit viel Liebe zum Detail werden die einzelnen Szenen beschrieben. So kann ich mir als Leser ein sehr gutes Bild vom Umfeld des Ermittlers und seiner Umgebung machen. So kann ich mir den Heustadel mit Alma oben drauf sehr gut vorstellen. Was es mit der Henne Alma und dem Heustadel auf sich hat verrate ich dir nicht, nur soviel Lovis findet sich regelmäßig genau an diesem Ort ein. Und so kommt es zu einer ganz eigenen Situationskomik im Regionalkrimi. 

    Für mich war es ein spannender Kriminalroman mit genau dem richtigen Maß an Lokalkolorit. Lorenz Lovis ermittelt auf seine ganz eigene Art und stolpert so zu seinen Erkenntnissen. Die Spannung hält bis zum Schluss und so flogen die Seiten regelrecht an mir vorbei. Es gibt genügend Momente, bei denen ich einfach lachen musste. Der Protagonist sorgt für eine ganz eigene Situationskomik, so dass trotz ernsthafter Ermittlung genügend Zeit zum Lachen ist. 

    Hast du Lust auf eine Reise nach Südtirol? Liebst du urige Ermittler in einem Kriminalroman? Dann ist „Feuertaufe“ von Heidi Troi genau das richtige für dich. Ich hatte ein paar unterhaltsame Lesestunden mit ganz viel Kopfkino.

  24. Cover des Buches Todeshaff (ISBN: 9783746633237)
    Katharina Peters

    Todeshaff

     (19)
    Aktuelle Rezension von: countrywoman

    Der 2. Band von Emma Klar. Man kann ihn einzeln lesen, aber es ist von Vorteil zuerst Band 1 zu lesen. Da hier doch auf Erlebnisse in Emmas Vergangenheit Bezug genommen wird.

    Wie in dem 1. Band wieder relative kurze Kapitel mit einem gut zu lesenden Schreibstil, so dass ich wieder in einen sehr guten Lesefluss kam.

    Das Thema ist ein Stück DDR-Geschichte. Jugendwerkhöfe, davon hatte zuvor noch nicht gehört. Von daher habe ich auch wieder etwas dazu gelernt. Und auch wenn nicht von Anfang Spannung vorhanden war hat mich das Thema gebunden und interessiert.

    Was mir allerdings fehlt ist mehr von der Gegend. Inselflair, wie auf der Rückseite des Buches angegeben, habe ich nicht wirklich mitbekommen. Ich habe nach dem Buch erst mal gegeoogelt was ei Haff ist.

    Insgesamt ein gut zu lesende Unterhaltung.

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