Bücher mit dem Tag "probleme & krankheiten"
25 Bücher
- Stephen King
Carrie
(1.562)Aktuelle Rezension von: Lunacat.
4,75 Sterne für dieses alte Meisterwerk ♥︎
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Das war mein zweiter King und ich wollte unbedingt sein Debüt lesen - dieses Buch ist doch tatsächlich von 1974! - und wurde nicht enttäuscht! Ich habe vor, jetzt alles nach ET zu lesen!!
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Die Geschichte umfasst knapp 300 Seiten und hat mich wirklich ab Seite 50 total in den Bann gezogen. Ich wollte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es so enorm spannend war! Die Handlung war perfekt durchdacht, ich hab enorm mitgefiebert und die Spannung war groß!
Was wird passieren? Wie endet es? Was ist überhaupt schon passiert? Ich bin durch die Geschichte geflogen!
Die vielen verschiedenen Arten von Texten im Buch waren toll eingebaut und haben mich total begeistert!
Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen!
Ich konnte sogar enorm mit Carrie mitfühlen und zwischendrin wollte ich einfach nur, dass es eine Liebesgeschichte wird... (if you know, you know :-()
Und ich war dauernd nur so "Nein, bitte nicht, nein, oh Gott, nein". Mich hat das Buch total gecatcht und ich hab es gleich als erstes Buch des Jahres weggesuchtet!
"Natürlich hab ich hier nicht die Tiefe wie in einer Romantasy" - falsch gedacht. Ja, nicht in dem Ausmaß, doch die Geschichte hat mich auch mit ihrer Tiefgründigkeit überzeugt!
Die Charaktere waren sehr spannend gestaltet und konnten mich total überzeugen! So untypisch, so "anders" und doch einfach "normale Menschen", aber richtig gut geschrieben!
Als jemand, der die Geschichte rund um Carrie noch gar nicht kannte, hat mich das Buch total geschockt!
Den Schreibstil fand ich auch toll!!! Anfangs musste ich mich kurz zurechtfinden, aber dann war ich einfach nur begeistert!
Ich MUSS mehr von King lesen!
(Ja, im Werk sind Begriffe, die heutzutage nicht okay sind, aber es im Nachhinein zu ändern, wäre auch falsch, auch wenn ich mir hierzu noch eine Bemerkung gewünscht hätte)
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Fazit:
Ein Banger zum Jahresbeginn!
- Jennifer L. Armentrout
Morgen lieb ich dich für immer
(803)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeMallory und Rider...
Sie kennen sich seit ihrer Kindheit und treffen sich nun wieder. Beide verbindet eine unschöne Vergangenheit und beide haben ihre Probleme...
An sich eine schöne Geschichte, aber für mich etwas zu langgezogen. Es passiert nicht wirklich viel, daher hätten 200 Seiten weniger auch gereicht.
Was mich etwas genervt hat, ist, dass er sie immer "Maus" nennt. Fand ich etwas unpassend.30.07.2025
- Jessica Koch
Dem Horizont so nah
(777)Aktuelle Rezension von: AukjeDurch Zufall lernt Jessica auf einem Jahrmarkt den deutsch-amerikaner Danny kennen. Sie ist ziemlich schnell von ihm fasziniert aber er hält sie zunächst auf Abstand. Doch nach und nach werden die beiden ein Paar. Allerdings gibt es während ihrer Beziehung immer mal wieder Momente an denen Jessica an ihm zweifelt, da er ihr körperlich einfach nicht näher kommen möchte. Jessica gelingt es aber nach und nach zu ihm durch zu dringen und erfährt sein Geheimnis. Mit etwa elf Jahren begann sein Vater ihn sexuell zu missbrauchen und hat ihn auch während dessen mit dem HIV-Virus angesteckt. Doch zunächst verheimlicht er ihr das, bis es dann irgendwann auffliegt und er sich seiner Diagnose ihr gegenüber stellen muss. Nach einem anfänglichen Schock bleibt sie aber bei ihm, und möchte sich auch auf eine körperliche Beziehung mit ihm einlassen, die er zubeginn strikt ablehnt. Doch die beiden bleiben dennoch ein starkes Team und lassen sich immer mehr aufeinander ein, auch wenn es Danny körperlich zunächst schwer fällt auf Grund des Missbrauches. Jessica lernt auch Danny's Mitbewohnerin Tina kennen, für die Danny eine sehr wichtige Bezugsperson ist, da sie auch von ihrem Vater sexuell Missbraucht wurde und sich für Drogen prostituiert hat. Auch wenn ihre Beziehung sehr innig und intensiv ist, ist sie rein platonisch und die drei werden so etwas wie eine Familie. Eines Tages erhält Tina die Nachricht das ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen wird und sie bekommt einen Rückfall und verstirbt an einer Überdosis. Ihr Tod versetzt beide erst einmal in einen Schockzustand, doch bei Danny beginnen, vermutlich hervorgerufen durch Tina's Tod, sich die ersten körperlichen Zeichen des HIV-Virus zu zeigen. Er beginnt nach und nach immer mehr abzubauen und nimmt Jessica das Versprechen ab, zu akzeptieren das er selber entscheiden möchte wann er stirbt. Als die Symptome immer schlimmer werden verschwindet Danny plötzlich und hinterlässt Jessica einen Abschiedsbrief und sie erfährt etwas später das er sich in den USA selber umgebracht hat.
Als ich begonnen habe das Buch zu lesen, war ich mir zunächst nicht im klaren das das Buch autobiografisch ist, was die die Story noch dramatischer macht. Zum Ende hin des Buches wurde die Story so traurig und tragisch, das mir die Tränen kamen.
- Jeannette Walls
Schloss aus Glas
(442)Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt📌 "Das Leben ist ein Drama voller Tragik und Komik." - S. 176
Die Geschichte, vernachlässigter Kinder und vom Leben überforderter Eltern, schildert das Leben der Autorin selbst.
Jeannette Walls schafft es so anschaulich und mit Witz und Wärme von den bedauernswerten Umständen in ihrer Kindheit zu erzählen, dass man fast glaubt man sei dabei gewesen und das ganze Überleben sei ein großes Abenteuer- auch wenn die Tragik der Handlung nicht verkennbar ist.
Großartig.
- Carina Bartsch
Nachtblumen
(342)Aktuelle Rezension von: anni_99Es geht in dem Buch um die neunzehnjährige Jana, die eine schwierige Vergangenheit hatte und jetzt in einem Wohnprojekt auf Sylt einen Neuanfang sucht. Dort wohnt sie mit anderen jungen Erwachsenen zusammen, die ebenfalls ihre eigenen Geschichten mit sich herumtragen und fängt währenddessen eine Ausbildung an. Unter anderem ist da auch Collin, der gerne alleine ist und niemanden an sich heranlässt. Doch mit der Zeit entwickelt sich langsam eine Verbindung zwischen den beiden.
Die Beziehung entwickelt sich nur sehr langsam, was sehr echt wirkt und sich sehr entspannt verfolgen lässt. Alle Charaktere sind wirklich detailliert und authentisch entwickelt und auch die Nebenfiguren haben alle ihre kleine, aber durchaus wichtige Rolle in dem Entwicklungsprozess von Jana. Besonders gut hat mir auch der atmosphärische und bildliche Schreibstil gefallen, sodass sich beim Lesen fast dauerhaft ein Film vor meinen Augen abgespielt hat. Ich konnte richtig in die Geschichte und das Inselfeeling abtauchen, alles ist sehr realistisch und schön zu lesen.
Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass meiner Meinung nach wirklich relativ wenig auf den immerhin knapp 550 Seiten passiert. Es fehlt dadurch ein bisschen die Spannung, trotzdem hat mich die Geschichte nicht losgelassen und ich habe dauerhaft mit Jana mitgefühlt. Letztendlich ist es nämlich wirklich schön gewesen zu sehen, wie sich die Persönlichkeit von Jana immer weiter entwickelt hat.
Fazit: Ruhige, gefühlvolle Geschichte mit sehr angenehmer Atmosphäre, klare Leseempfehlung für jeden, der nichts gegen ein bisschen weniger Spannung einzuwenden hat.
- Angela Lehner
Vater unser
(116)Aktuelle Rezension von: Agnes_AutorinAls Eva in Wien von der Polizei in die Psychiatrie gebracht wird, behauptet sie, eine ganze Kindergartenklasse mit einer Pistole erschossen zu haben. Ihr Vater habe sich umgebracht und ihre Mutter sei sowieso tot. Nur Bernhard, ihr magersüchtiger Bruder, der ebenfalls in der Klinik – nur auf einer anderen Station untergebracht ist – scheint Eva lieb und teuer. Sie will Kontakt zu Bernhard, er offenbar nicht. Eva erzählt aus der Ich-Perspektive in der Gegenwart, wie sie sich „einlebt“, in der Klinik, ihrem Zimmer und vor allem an die Gespräche mit Doktor Korb „gewöhnt“. Zwischendurch springt sie in die Vergangenheit, in ihre und Bernhards Kindheit, in der sie oft viel zu viel Verantwortung für den Bruder übernehmen musste. Sie erinnert sich an den Vater, der stets rauchend hinter verschlossenen Türen lebte, und an die Mutter, die arbeitend und das Geld verdienend, oft ganz abwesend war.
Doch Eva ist kein Kind von Traurigkeit, kein Opfer, im Gegenteil. Aktiv geht sie auf die Pflegekräfte und Ärzte zu, versucht ihren Bruder mit unlauteren Methoden davon zu überzeugen, dass sie zusammengehören, dass sie für ihn sorgen kann und wird und – dass sie gemeinsam den Vater töten müssen.
Moment!? An der Stelle blättert man zurück. Hatte sie Doktor Korb gegenüber nicht behauptet, ihr Vater habe sich umgebracht? Ja, was denn nun? Spätestens hier wird einem bewusst, dass die Ich-Erzählerin nicht nur das Krankenhaus-Personal an der Nase herumführt, sondern auch mich als Leserin. Doch wann tut sie dies bewusst und wann unbewusst? Ihren Bruder irgendwann im Schlepptau erinnert das Buch, das aus drei Teilen besteht (der Vater, der Sohn, der Heilige Geist), an den Roadtrip à la Herrndorfs „Tschick“. Vollkommen angetan von Evas Persönlichkeit, ihrer vulgären Sprache und ihrem unsicheren, zerbrechlichen Kern folgt man ihr erst neugierig, was sie als nächstes anstellen und wird und begibt sich dann mit ihr auf die Suche nach der Wahrheit, die erst ganz am Ende steht.
Nicht zuletzt durch ihren Humor, der die Schwere der Tatsachen zu übertünchen versucht (mit Erfolg!) erinnert mich Evas Geschichte an die meiner Protagonistin Josy in „Unberührt“. Auch der Sprung zwischen den Zeitebenen, ganze Redewendungen wie „Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei“, der Besuch der Protagonistin im Ziegengehege sowie der Umgang mit einem kleinen Tier, das in den eigenen Händen aufhört zu atmen – hat mich immer wieder aufhorchen lassen. Und, es ist Angela Lehners Debüt gewesen! Ganz, ganz stark!
Ich werde Angela Lehner, die 1987 in Klagenfurt geboren wurde und jetzt in Berlin lebt, eine Nachricht schreiben, dass ich mich mit ihr verbunden fühle. Dass ich ihr Buch wunderbar finde, dass ich gelacht und geweint habe, dass ich es weiterempfehlen und Eva und Bernhard noch eine ganze Weile mit mir tragen werde. Absolute Empfehlung!
„Vater unser“ von Angela Lehner, dtv, 2021
Passend zum Roman las ich vorher ein Kapitel aus „Wahnsinns Frauen“ (hrsg. von Sybille Duda und Luise F. Pusch) – und zwar über Johanna die Wahnsinnige (1479-1555) von Swantje Koch-Kanz und Luise F. Pusch. Viel ist Spekulation über Johanna nach so langer Zeit, aber noch viel mehr spricht für das, was das Vorwort hervorragend zusammenfasst – die Rolle der Frau war und ist noch immer keine leichte in unserer Gesellschaft.
- Toni Jordan
Tausend kleine Schritte
(229)Aktuelle Rezension von: OsillaDieses zauberhafte kleine Büchlein habe ich bereits im Januar gelesen und irgendwie schaffe ich es erst jetzt, es euch vorzustellen. Aber besser spät, als nie, denn "Tausend kleine Schritte" ist eine tolle wenn auch ungewöhnliche Liebesgeschichte, in der es darum geht, seine Mitmenschen so zu nehmen, wie sie sind, auch wenn sie nicht der Norm entsprechen. Wir alle sind einzigartig und sollten uns nicht verbiegen, um ins Raster zu passen.
Die Autorin:
Toni Jordan (geboren 1966) ist Schriftstellerin und lebt in Melbourne. "Tausend kleine Schritte" ist ihr erster Roman und war international erfolgreich. Das Buch wurde in Australien für den Miles Franklin Award und den Barbara Jefferis Award nominiert und als Bestes Debüt des Jahres ausgezeichnet. Weitere Romane der Autorin sind "Die schönsten Dinge" und "Neun Tage". Letzterer wurde mit dem Fiction Award der unabhängigen australischen Buchhändler ausgezeichnet.
Inhalt:
„Grace Lisa Vandenburg zählt alles, was sie umgibt, jede Kleinigkeit: die Schritte bis zu ihrem Lieblingscafé (920), die Streusel auf ihrem Orangenkuchen (12 – 92) und die Buchstaben ihres Namens (19). Erst Seamus O’Reilly und sein unwiderstehlicher Wunsch, hinter das Geheimnis ihres Lebens zu kommen, lässt sie die Kontrolle verlieren.“ (Klappentext)
Kritik und Fazit:
Bereits das Cover lässt darauf schließen, dass wir es hier mit einer eher ungewöhnlichen Geschichte zu tun haben. Da ist ein Stapel Orangen, teils geschält, teils nicht. Das alles auf weißem Grund und eigentlich so gar nicht zum Titel passend. Doch Orangen spielen im Buch eine Rolle, wenn auch eine kleine. Ich fand das Cover zumindest so interessant, dass ich auf dem Tisch der Mängelexemplare danach gegriffen habe. Und das ist es ja schließlich, was ein Cover erreichen sollte.
Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Er passt genau zu der Protagonistin, die zwar ihre Macken hat, dabei aber dennoch gebildet ist. Ich habe das Buch ziemlich schnell durchgelesen und fühlte mich durchweg gut unterhalten.
Zitat: "Aber ohne Zählen wäre die Welt zu groß und zu austauschbar. Eine endlose Leere. Ich wäre immerzu orientierungslos. Ich wäre überwältigt."
(Toni Jordan: Tausend kleine Schritte, Seite 31)
Grace‘ Tick mit den Zahlen begann schon in ihrer Kindheit. Was das Ganze ausgelöst hat, erfahren wir im Lauf der Geschichte. Wenn man sich ein bisschen mit dem Thema „Zwänge“ auskennt, weiß man, dass meist ein traumatisches Ereignis in der Kindheit der Grund für solche ausgeprägten ungewöhnlichen Verhaltensmuster ist. So auch bei Grace. Dennoch hat sie sich in ihrem Leben gut eingerichtet. Sie kann aufgrund ihrer Zählerei nicht mehr in ihrem gelernten Beruf als Lehrerin arbeiten und gilt nun als erwerbsunfähig. Aber selbst den für sie schwierigen Situationen, wie zum Beispiel dem Einkauf im Supermarkt, ist sie gewachsen und dabei um keine Ausrede verlegen, als es darum geht die fehlende zehnte Banane zu ergattern. So können wir neben der schwierigeren Thematik auch an einigen humorvollen Szenen teilhaben.
Erst als Seamus O’Reilly in ihre Leben tritt, merkt sie, dass ihr etwas in ihrem Leben gefehlt hat. Er macht sie glücklich und ihr Leben ein wenig aufregender. Er ist alles, was sie braucht. Doch das scheint Seamus nicht zu merken. Sein Drang, ihr zu helfen ist groß und so nimmt die Geschichte der beiden ihren Lauf.
Wir lernen Grace Marotten ziemlich deutlich kennen, sie zählt alles was ihr möglich ist, um sich in der Welt zurechtzufinden und Sicherheit zu verspüren. Das hat die Autorin wunderbar in Szene gesetzt und manchem Leser könnte das schon auf die Nerven gehen. Ich persönlich fand es aber sehr interessant in Grace Kopf blicken zu dürfen. Natürlich kommen wir in der Geschichte irgend wann zu der Frage , ob es sinnvoll ist, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die eigenen Ticks zu überwinden. Ob es überhaupt nötig ist, sich zu verändern, um mehr der Norm zu entsprechen. Und ob es Grace glücklich macht, mithilfe von Medikamenten ein sogenanntes normales Leben zu führen, welches der eigenen Natur aber zuwider ist.
"Tausend kleine Schritte" ist ein sehr emotionales Buch, welches uns mitnimmt in die Welt einer Zwangsneurotikerin. Wir erfahren, welche Hürden jene Menschen zu nehmen haben, um so sein zu können, wie sie selbst sein möchte und nicht, wie die Außenwelt sie sehen will. Auch wenn viele Ratschläge von Außen gut gemeint sind, so muss jeder am Ende selbst entscheiden, was für ihn das Richtige ist. Akzeptiere dich und akzeptiere dein Gegenüber. Jeder ist richtig, so wie er ist.
- Ulla Fröhling
Vater unser in der Hölle
(160)Aktuelle Rezension von: HelloitskathiVater unser in der Hölle ist eine erschütternde, wahre Lebensgeschichte: Angela Lenz, gefangen im Grauen ritueller Gewalt, überlebt durch Zerbrechen in multiple Persönlichkeiten. Ulla Fröhling begleitet sie 20 Jahre therapeutisch. Ich habe das Buch gelesen und fand es kraftvoll aber brutal explizit. Für mich, heute als Mutter, ist es emotional nicht mehr lesbar. Der Schmerz der Betroffenen dringt so tief, dass man kaum Luft holen kann. Ich gebe 5 Sterne für den Mut, darüber zu schreiben. Aber gleichzeitig ist es ein Buch, das man nicht „mögen“, sondern nur bewundern kann.
- Han Kang
Deine kalten Hände
(109)Aktuelle Rezension von: MscheDies ist für mich das schwächste Buch der Autorin und irgendwie habe ich den Sinn wohl nicht rausgefunden. Das ist sehr schade, denn eigentlich mag ich den Stil. Und die 2 anderen Bücher haben mir gut gefallen. Hier habe ich die Idee nicht nachvollziehen können und nur das Ende war irgendwie etwas witzig/skurril.
- Erik Fosnes Hansen
Das Löwenmädchen
(68)Aktuelle Rezension von: LesezeichenfeeInhalt vom Buch abgeschrieben:
„Das Löwenmädchen“ erzählt eine fremde und doch wundersam nachvollziehbare Kindheitsgeschichte. Erik Fosnes Hansen verführt seine Leser, so als spiele alle Literatur in der Zeit von „Es war einmal“.
Fees Meinung:
Also ich hab eine Rezension gelesen bei Amazon und da steht, als Hörbuch musste die Rezentin zum ersten Mal ein Hörbuch abbrechen, wegen den ständigen Wiederholungen. Sie meinte, als Leser wäre es vielleicht nicht so schlimm, weil man es überlesen könnte.
Als Leser muss man aber oft die ganze Geschichte lesen, und wenn da wie bei der ersten Geschichte Marktgeschrei auf 3 Seiten ungefähr 9 mal liest: „Trrreten sie näher!“, dann denkt man sich auch: Hilfe wo war der Lektor? Ist das um das Buch vollzubekommen? Oder hier darf jeder Autor sein, der meint, er hätte was zu sagen?
Bei Seite 130 hab ich das ganze schon mit Humor gesehen:
„Weihnachtsbaumfeier in Fredheim…. Weihnachtsbaumfeier…Weihnachtsbaum…Weihnachtsbaumfeier in Fredheim…Weihnachtsbaumfeier…Weihnachtsbaum… Weihnachtsbaumfeiern.. Weihnachtszeit…Baum… Baum… Baum…“ Und das auf einer dreiviertel Seite.
Das Buch ist nett, teilweise kitschig, aber mit 13 lebt dann Eva ihre Sexualität aus. Wobei ich das, samt ihren Eroberungen irgendwie nicht glaubhaft finde. Also das gefällt mir gar nicht. Hanna ist am ganzen Körper behaart, deshalb kommt sie irgendwie in so eine „Freak Show“. Teilweise ist man als Leser direkt im Geschehen, teilweise kann man Abstand halten.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ich mag das Buch nicht wirklich und echt, ich hatte Mühe das zu Lesen, wobei ich einiges quergelesen hatte, denn das war mir dann doch zu viel. Es ist mehr eine „Außenseitergeschichte“, wer daran und an ständigen Wiederholungen interessiert ist, der sollte dieses Buch lesen. Wer aber meinen Lesegeschmack hat, sollte sich nicht wirklich mit diesem Buch abgeben. Ich mag das Buch nicht und ich habe mich eher durchgequält, weil mir irgendjemand sagte, das sei ein toller skandinavischer Autor. Doch er ist in New York geboren und lebt in Oslo. - Ilsa J. Bick
Atemnot
(152)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaJenna ist sechzehn und hat in ihrem Leben schon viel erlebt. Ihr Vater ist ein Neurotiker, ihre Mutter Alkoholikerin und ihr einziger Halt, ihr Bruder Matt, ist im Irak. Nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie beschließen ihre Eltern, sie wieder auf die Schule zu schicken. Dort lernt sie den attraktiven Chemielehrer Mitch Anderson kennen, der sofort merkt, dass auf ihr eine Last liegt und sich um sie kümmert.
Mir fällt es noch immer schwer, dieses Buch so zu beschreiben, dass es ihm auch gerecht wird und trotzdem will ich es hiermit versuchen.
Erstmal zum Schreibstil der Autorin. Dieser ist sehr einfach gehalten und dennoch passt er perfekt zum Buch, denn hier erzählt die Protagonistin selbst ihre Geschichte einem Kommissar namens Bob, der sie ganz am Anfang des Buches aus einer misslichen Lage befreit hat, von der man vorerst aber nicht erfährt, was geschehen ist.
Wie man denken könnte, geht es bei der Geschichte um eine Schüler Lehrer Beziehung, die nicht sein darf. Doch weit gefehlt, denn es geht um viel mehr. In erster Linie geht es nämlich um die Gefühle einer Jugendlichen, um ihre inneren Dämonen und um das sinnbildliche Ertrinken, einer Metapher dafür, wie kaputt die Seele eines Mensch eigentlich sein kann. Dabei ist der Roman eher ruhig, ohne große Spannung, dafür aber sehr tiefgründig und melancholisch und selbst das Ende ist nicht dieses "und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage".
Jenna ist ein Außenseiter, was man schon am Anfang sehr schnell mitbekommt und ihr fällt es schwer, mit der Welt um sich herum klar zu kommen. Sie ist gebrochen und man merkt ihr ihre Traurigkeit an, wenn man zwischen die Zeilen sieht. Sie war mir weder sympathisch, noch unsympathisch, sondern jemand, den es eher zu verstehen gilt, als zu mögen. Mr. Anderson hingegen ist ein sehr angenehmer Charakter, den ich von Anfang an mochte. Wer hätte nicht gern einen so verständnisvollen und hilfsbereiten Lehrer!? Jennas Eltern, vor allem ihre Mutter taten mir mehr leid, als dass ich sie nicht mochte. Warum sie sich so verhalten, wie sie es tun, versteht man erst im Laufe der Geschichte und lässt noch einmal ein ganz anderes Licht auf sie fallen. Trotzdem kann und darf man ihr Verhalten nicht gut heißen.
Alles in Allem hat Ilsa J. Bick aber alle Charaktere sehr gut geschrieben und durchdacht. Man merkt, dass sie selbst Kinder- und Jugendpsychiaterin ist, denn sie hat wirklich Ahnung von dem, was sie da schreibt.
Ich mochte dieses Buch wirklich sehr. Nicht nur dass ich "kaputte" Charaktere und melancholische Geschichten mag, die Autorin hat es auch noch geschafft, hier beides so realistisch zu verstricken, dass es Spaß gemacht hat, diesen Roman zu lesen. Ich bin mir auch sicher, dass mir die Geschichte noch lange im Gedächtnis bleiben wird. - Rowan Coleman
Einfach unvergesslich
(353)Aktuelle Rezension von: kisacaeinsteinDer Klappentext klang sehr vielversprechend und ließ auf einen emotionalen Roman schließen. Die Umsetzung ist jedoch mäßig gut gelungen.
Dass die Geschichte aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt wurde, gefiel mir. Es war mir auch immer klar, um wen es gerade geht. Die Erinnerungen im Buch fand ich eine tolle Idee, wobei ich ein paar etwas unnötig fand.
Die Zeitschiene fand ich etwas verwirrend. Es ging oft hin und her, was es nicht leichter machte. Zunächst hatte ich das Gefühl, dass Claire und Greg schon viele Jahre zusammen sind, dabei waren es nur ca. vier. Dann wird noch von einem großen Altersunterschied gesprochen, wobei unklar ist, wie alt Greg ist. Wenn Claire 35-46 war, wie alt war er dann? Greg nahm ich jedenfalls als sehr erwachsen wahr.
Bei Esther hatte ich oft das Gefühl, dass sie Dinge macht, die weit über ihr Alter hinausgehen. Bei Caitlin wurde die Geschichte künstlich dramatisiert. Beispielsweise war ihr Nebenjob nun wirklich nicht nötig. Es waren einfsch zu viele Themen, die zusammengekommen sind. Sonst hätte es vielleicht mehr Sinn ergeben.
Dass sowohl Mutter als auch Tochter in gewisser Hinsicht dasselbe Schicksal erleiden, empfand ich auch als zu aufgesetzt.
Das Ende war sehr unklar und nichtssagend. Einzig das Kapitel von Greg gab mir etwas Hoffnung, denn er litt während des Buches auch sehr stark und wie er behandelt wurde, fand ich sehr traurig für ihn.
Bei Caitlin hingegen war zu viel Friede Freude Eierkuchen.
In Summe ein Buch, das gewisse Längen hatte und etwas sympathischer hätte sein können.
- Julia Hoban
Bis unter die Haut
(74)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerWillows Eltern sind vor einem halben Jahr bei einem Autounfall gestorben. Sie gibt sich selbst die Schuld, denn sie saß hinter dem Steuer. Seitdem kämpft sie gegen ihre Schuldgefühle und findet keinen Weg, um damit zu Recht zu kommen. Um ihre Schuldgefühle erträglicher zu machen, fängt sie an, sich selbst zu verletzen. Dann lernt sie Guy kennen, der um sie kämpft und auch ihr Geheimnis entdeckt. Willow muss sich nun entscheiden: Guy oder sich weiter selbst verletzen…
Es gibt ehrlich gesagt kaum Büchern in denen es um Selbstverletzung geht, weshalb ich sehr neugierig auf dieses Buch war und wissen wollte, wie man dieses Thema hier behandelt und darstellt. Als Betroffene denke ich, kann ich eine gute Meinung dazu abgeben. In diesem Buch gibt es keine Trigger Warnung, deshalb möchte ich jetzt hier eine aussprechen. Außerdem nimmt die Autorin hierbei keinen Blatt vor den Mund und spricht die Themen offen, ehrlich, realistisch und sehr authentisch an.
Das Willow so sehr mit ihrer Vergangenheit und ihren Schuldgefühlen kämpft kann man total gut nachvollziehen. Willow war mir bereits auf den ersten Seiten an total sympathisch und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Ich fand ihre Offenheit richtig toll, auch wenn es ein wenig gedauert hat, bis sie aus sich herausgekommen ist. Das war aber überhaupt nicht schlimm, denn genau das, hat sie ja authentisch gemacht. Ich finde es toll, zu was für eine Person sie sich entwickelt hat.
Guy ist ein sehr liebevoller und wundervoller Junge, der so eine tolle Art und Weise an sich hat. Auch Guy hat eine schwere Vergangenheit mit sich, die man ihm anmerkt. Ich finde es toll, dass er daraus seine Erfahrungen mitgenommen hat und versucht das Beste daraus zu machen. Er ist so ein herzensguter Mensch und versucht wirklich alles Mögliche, damit es Willow besser geht und sie einen Weg findet, dass Geschehene zu verarbeiten und daraus zu lernen.
Die Geschichte der beiden hat mir richtig gut gefallen. Man merkt sehr deutlich, dass Willow Probleme hat und eine Möglichkeit finden muss, damit klar zu kommen und einen Weg daraus zu finden. Und umso schöner fand ich es, dass Guy sich zur Aufgabe gemacht hat, ihr dabei zu helfen und mit ihr gemeinsam eine Möglichkeit zu finden, damit sie sich nicht mehr verletzen muss und wieder ,,richtig Leben‘‘ kann.
Der Schreibstil von Julia Hoban war für mich neu, da ich bis dahin noch kein Buch von ihr gelesen hatte. Dennoch hat sie einen tollen und jugendlichen Schreibstil, der einen in den Bann zieht und dafür sorgt, dass man immer weiter lesen möchte. Julia Hoban schreibt flüssig, emotional, gefühlvoll und herzzerreißend. Man hat beim Lesen des Buches immer mit gefühlt und konnte die Charaktere sehr gut verstehen.
,,Bis unter die Haut‘‘ ist ein Jugendbuch, dass man mit Vorsicht lesen sollte. Deshalb ich es wichtig, dass ihr beim Lesen auf euch achtet und stabil sein sollte, das es einen schon sehr triggern kann. Julia Hoban hat diese Themen sehr authentisch, realistisch und lebensnah dargestellt, wodurch man einen tollen Zugang um Buch bekommen konnte. Außerdem fand ich die Charaktere super. Beide haben eine schwere Vergangenheit und versuchen dennoch gemeinsam einen Weg zu finden, damit sie ihr Leben wieder in vollen Zügen genießen können, einfach wundervoll!
- Angelika Waldis
Ich komme mit
(101)Aktuelle Rezension von: Saphir610Lazy, ein junger Student und die alte Vita wohnen in einem Mietshaus. Dann wird Lazy schwer krank und so kommen er und Vita zusammen. Vita kümmert sich um ihn, es entwickelt sich eine Freundschaft und sie begeben sich auf eine Reise. Vielleicht ihre letzte, da sie beide nichts mehr zu verlieren haben?
Dieses Thema als interessant zu bezeichnen passt nicht, doch es hat mich sehr angesprochen und war gespannt auf die Geschichte zwischen Vita und Lazy. Wie ergeht es Beiden, was passiert zwischen ihnen?
Leider konnte mich die Geschichte, trotz des intensiven Inhalts nicht mitnehmen. Der Schreibstil passte einfach nicht zu mir. Ich finde es sehr schade, dass ich nicht wirklich mitfühlen konnte.
Bei der Vorstellung der Autorin gefiel mir sehr, dass sie zwar Jahrgang 1940 ist, aber sie halt meint nicht alt zu sein. Das ist prima.
- Nicola Karlsson
Tessa
(68)Aktuelle Rezension von: DoraLupinEs ist schwierig zu diesem Buch eine Rezision zu verfassen finde ich, denn so ein Buch hab ich in meinem bisherigen Leben noch nicht gelesen. Es ist so schonungslos ehrlich, und der Schreibstil ist fesselnd und spannend, man kann nicht mit lesen aufhören, hofft bei jedem Kapitel, dass nun ein Lichtblick kommt für Tessa...aber das Buch ist auf der anderen Seite auch sehr deprimierend und lässt einen atemlos, ruhelos zurück. Man muss sich auf alle Fälle auch mal mit was positivem ablenken, während dem lesen dieses Buches...
Anfangs ist Tessa eine relativ normale Frau, mit einem Job, einem Freund, Freunden. Es ist kein Traumjob, mit dem Freund gibt es häufiger Streit, da Tessa sehr eifersüchtig ist aber sie hat da noch ein relativ normales Leben, ausser ihrer ständigen Eifersucht...
Doch irgend wann steigert sie sich viel zu sehr in ihre Eifersucht rein, verlässt ihren Freund, will am nächsten Tag wieder mit ihm zusammen sein, dann ist sie eifersüchtig und wieder klappt es nicht mit ihm...er trennt sich und dass ist dann eigentlich der Wandel in Tessas Leben...
Sie fängt an zu trinken und betäubt sich bald völlig mit Alkohol, Drogen, und Antidepressiva...irgendwann vegitiert sie mehr oder weniger dahin, ihr Job ist schon lange Weg, sie findet verheiratete Männer mit denen die Beziehung schnell wieder in die Brüche geht.
Irgendwann hat sie nichts mehr, keinen Job, kein Geld, keine Freunde, sie trinkt und kokst und vegetiert weiter dahin. Sie wird vergewaltigt im Drogenrausch, versucht sich umzubringen, kommt nicht mehr auf die Beine...
Das Ende ist dann sehr durchsichtig gehalten, man weiss nicht genau wie es mit ihr weitergeht, sie möchte sich zwar ändern, aber das möchte sich sich an einigen Stellen im Buch und schafft es nicht, man kann sich nur Wünschen das es ihr am Ende wirklich gelingt ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen...
Man hat Mitleid mit Tessa, aber auch etwas abscheu, man sieht wie tief ein Mensch sinken kann, wie mutlos und motivationslos ein Mensch werden kann....dabei wollte sie doch eigentlich nur geliebt werden....sie hat zu schnell und zu tief geliebt und wenns nicht funktioniert hat hat sie zu viel gehasst...
Ein Porträit eines Menschens der vieles umfasst....Alkoholproblem, Drogenproblem, Depressionen, Selbstmordversuch, Vergewaltigung
Und was ich das üble/erschreckende finde wie kalt und wie wenig bereit ihre Mitmenschen sind ihr zu helfen....sie haben gesehen wie Tessa immer mehr in den Alkohol rutscht, dass sie immer depressiver wird, aber sie waren immer nur mit sich beschäftigt...kommt dass dabei raus in einer Welt in der jeder nur auf sich schaut???
Auf der anderen Seite weiss man ja, dass eine Therapie nur etwas bring wenn Tessa diese auch selber möchte....also wäre es ihren Freunden überhaupt geglückt, selbst wenn sie Tessa hätten helfen wollen...
Ein Buch an das man noch eine Weile denken wird... - A.J. Steiger
Jeder von uns ist ein Rätsel
(51)Aktuelle Rezension von: AnnieHallAndere Menschen zu verstehen, ist für Alvie eine große Herausforderung. Doch als sie Stanley kennenlernt, verändert sich plötzlich vieles: Er teilt nicht nur ihre Begeisterung für Quantenphysik, sondern begegnet ihr auch mit einer außergewöhnlichen Geduld. Gleichzeitig fällt es auch Stanley schwer, sich zu öffnen und so beginnt ein langer Weg an dessen Ende sie vorsichtig zueinanderfinden.
Jeder von uns ist ein Rätsel ist eine berührende und warmherzige Liebesgeschichte über Nähe, Akzeptanz und Anderssein. Alvie ist autistisch und soziale Interaktionen überfordern sie häufig. Vieles erscheint ihr unlogisch und manchmal spricht sie Gedanken aus, die andere nur denken würden. Halt findet sie in klaren Routinen, in ihrem Job im Zoo und in ihrem Lieblingsbuch Unten am Fluss. Sie ist eine komplexe, kluge und äußerst liebenswerte Figur, deren Innenleben A. J. Steiger mit großer Sensibilität und spürbarer Authentizität schildert.
Auch Stanley ist eher zurückhaltend und in sich gekehrt, trägt seine eigenen Verletzungen mit sich und ist keineswegs frei von Ängsten und Zurückhaltung. Zwar teilt er Alvies Interesse an Quantenphysik, doch gerade zu Beginn bringt er ihre sorgfältig aufgebauten Routinen empfindlich durcheinander. Trotz gegenseitiger Sympathie nähern sich die beiden nur langsam und vorsichtig an. Diese Zurückhaltung macht ihre Beziehung besonders glaubwürdig, denn beide haben zu viel Zurückweisung erlebt, um sich unbefangen zu öffnen. Steiger romantisiert Autismus dabei nicht, sondern zeigt ehrlich, wie anstrengend Nähe sein kann, wenn Berührungen unangenehm sind und wie herausfordernd Beziehungen werden, wenn Kommunikation und Interaktion nicht selbstverständlich funktionieren.
Die Liebesgeschichte ist geprägt von komischen, traurigen und schönen Momenten und verläuft alles andere als geradlinig. Doch mit Ehrlichkeit, Geduld und gegenseitiger Akzeptanz finden Alvie und Stanley schließlich einen Weg zueinander. Allerdings tragen nicht alle Szenen gleichermaßen zur Entwicklung der Handlung bei und stellenweise zieht sich das Erzähltempo etwas.
Insgesamt ist Jeder von uns ist ein Rätsel ein lebensnaher und warmherziger Roman über zwei außergewöhnliche Menschen, die zueinanderfinden, weil sie einander genauso akzeptieren, wie sie sind. Mit viel Ehrlichkeit und emotionaler Tiefe erzählt und eine klare Empfehlung für alle, die ruhige, feinfühlige Liebesgeschichten mögen.
- Sabrina Bombarde
Nie wieder ohne dich
(9)Aktuelle Rezension von: hexegilaNie wieder ohne dich
Sabrina Bombarde
Schon der Titel ging mir nahe und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte wollte ich diese Geschichte unbedingt lesen.
Es geht hier um Sabrina und Yoan ,deren kleine Tochter plötzlich Schwellungen im Gesicht bekommt. Im Krankenhaus werden sie beschuldigt, das sie die kleine Louna mißhandeln würden.
Sie wird ihnen weggenommen und der Kampf um das Kind beginnt , weil niemand glauben will, das es sich um eine genetische Erkrankung handelt, die sie von ihrer Mutter geerbt hat.
Die Story ist sehr berührend und man leidet mit den Protagonisten mit.
Hier zeigt sich wieder einmal wie mühsam es ist gegen Bürokraten Wahnsinn anzukämpfen.
Danke an Netgally und dem zuständigen Verlag für die Bereitstellung dieses EBooks.
Meine eigene Meinung wurde dadurch in keinster Weise beeinflusst
Dieses Buch kann ich nur empfehlen und 5 ☆☆☆☆☆ Sterne vergeben - Pyun Hye-young
Der Riss
(30)Aktuelle Rezension von: kitaizenDieses Buch spiegelt die kalte Brutalität der Realität und des eigenen Schicksals wieder.
Wie hilflos und machtlos man sein kann und wie man von der vermeintlichen Familie verraten und im Stich gelassen wird.
Das Buch hat kein Happy End im kalssischen Sinne und verweilt noch lange nach dem Lesen im Kopf.
Dennoch hat es mir gefallen und ist deshalb eine Leseempfehlung von mir.
- Larry Brown
Joe
(10)Aktuelle Rezension von: Jukebook_julietInhalt:
Gary Jones schätzt sein eigenes Alter auf etwa fünfzehn. Zusammen mit seinem gewalttätigen Vater, einer apathischen Mutter und seinen beiden Schwestern zieht er obdachlos und ohne Chance auf ein anständiges Leben durch den Süden der USA. Bis er auf den Ex-Häftling Joe Ransom trifft, der sein eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen versucht. Joe gibt dem eifrigen Jungen einen Aushilfsjob und nimmt ihn unter seine Fittiche. Doch Garys Vater ist damit alles andere als einverstanden. Bald kommt es zur Konfrontation.
Meine Meinung:
Die Geschichte um den jungen Gary und seine Familie war für mich nicht leicht zu verdauen. Der leider bereits verstorbene Autor Larry Brown hat ab der ersten Seite eine bedrückende Atmosphäre geschaffen, die in mir bis zum Ende konstant ein ungutes Gefühl während des Lesens hervorrief. Aber nicht unbedingt im negativen Sinn, falls das irgendwie Sinn macht… Denn genau dieses Gefühl trug mich nur so durch die Seiten und obwohl ich das Buch 1-2 mal zur Seite legen musste, weil mich die Schicksale der Protagonisten so rührten, hielt mich genau dieser Umstand und die schonungslose Authentizität dieses Buches bei der Stange.
Joe ist für mich der (Anti-)Held dieser Geschichte, der trotz vieler Fehler (aber mal ehrlich: Wer hat denn keine?) das Herz am rechten Fleck hat. Sein Bemühen um den verwahrlosten Gary gab mir ein wenig den Glauben an die Menschheit wieder.
Browns ehrlicher Schreibstil hat es mir angetan und deshalb werde ich sicher bald zu einem weiteren Buch von ihm, nämlich „Fay“, greifen, welches Kritikern zufolge „Joe“ sogar noch toppen soll. Ich muss aber auf jeden Fall für diese Art von Buch in der Stimmung sein.
Fazit:
Ein bedrückender Roman, der mich mit vielen Gedanken zurückgelassen hat.
Meine Bewertung:
4/5 Sterne
- Catharina Junk
Liebe wird aus Mut gemacht
(169)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Eigentlich wollte Nina in Münster studieren, doch ein harmlos wirkender Schmerz entpuppte sich nach einer eingehenden Untersuchung als eine sehr ernsthafte Erkrankung. Leukämie! Sie bekommt keine Zeit, über die Krankheit nachzudenken! Es folgen Untersuchungen und Therapien, Rückschläge und Erfolgsmeldungen.
Nach knapp einem Jahr gilt sie als gesund und darf das Krankenhaus wieder verlassen. Doch was soll sie machen? Sie traut dem Braten nicht ganz. Von Kortison etwas aufgequollen, die nachwachsenden Haare noch nicht ganz in Positur und doch muss Nina irgendetwas mit ihrem Leben anstellen.
Nach einer Party lernt sie Erik kennen. Er schleppt ihr Auto ab und repariert es anschließend. Seine Mutter hat den Kampf gegen den Krebs verloren, deshalb kennt er alle Anzeichen an Nina. Trotzdem möchte er sie gern näher kennen lernen. Nina jedoch traut sich selbst nicht so ganz und irgendwie ist ja doch alles auf kurze Zeit ausgelegt.
So schnell lässt Erik sich jedoch nicht ins Bockhorn jagen!
Mein Fazit:
Durch eine Blog-Rezension wurde ich vor Jahren auf dieses Buch aufmerksam und hatte es mir mit dem Vorsatz bestellt, es gleich zu lesen. Nun ja, kann passieren.
Nina ist jung, intelligent und hat noch eine ganze Menge vor. Der Krebs kommt für sie völlig aus dem Himmel und in kleinen Rückblenden erzählt sie aus der Zeit im Krankenhaus. Von den Erfolgen und Misserfolgen, kleinen Liebeleien und ernsthafte Streitigkeiten mit Freunden. Die Familie ist bemüht, Nina alles zu erleichtern. Aber vieles können sie ihr trotz allem nicht abnehmen.
Ihre frühere Freundin Isabelle sollte langsam flügge werden. Den Dreh dazu bekommt sie nicht, ist doch so schön im Hotel Mama. Lieber entführt sie Nina zu irgendwelchen Partys, auf denen sich kaum ein normaler Mensch wohlfühlen kann. Ihr Bruder Theo verschwand durch Ninas Erkrankung vom Radar und sie möchte diese Vernachlässigung wieder gut machen. Dabei erfährt sie einige interessante Neuigkeiten, die bislang verborgen geblieben sind. Und Erik lebt eigentlich in Bremen und wollte mit seiner Band auf Tour gehen. Doch sein Vater Knut ist in seiner Trauer um die Frau gefangen und vernachlässigt die Kfz-Werkstatt. Erik versucht zu retten, was noch zu retten ist!
Bis zur Hälfte des Buches war es flott zu lesen. Ich lernte die Figuren kennen und sie sind authentisch, wurden von der Autorin liebevoll gezeichnet. Die Liebesgeschichte zwischen Erik und Nina bekam dann allerdings einen kleinen Knick und irgendwie verlor die Autorin diese aus den Augen. Die Liebesgeschichte war für mich nicht mehr greifbar, zu viele andere kleine Nebenschauplätze nahmen den Platz ein. Es wirkte zuweilen, als hätte die Autorin sich verheddert und dann den „Ausgang nicht mehr gefunden“.
Der Autorin ist das Kunststück gelungen, trotz des ernsten Themas eine positive Stimmung mit der Geschichte zu erzeugen. Das lag nicht zuletzt an den vielen zynischen und sarkastischen Bemerkung der Protagonistin, die mich durchaus erheiterten.
Insgesamt ist mir das Buch vier Sterne wert und ich empfehle es gern weiter!
- Benjamin Ludwig
Ginny Moon hat einen Plan
(39)Aktuelle Rezension von: misspiderNachdem ich eine Weile gebraucht habe, mich an den Schreibstil zu gewöhnen, hat mich das Buch schnell in seinen Bann gezogen. Ginny ist so unglaublich willensstark und einfallsreich, wenn es darum geht ihre Pläne in die Tat umzusetzen - da rückt ihr Autismus weit in den Hintergrund, auch wenn er allzeit präsent ist (OK das klingt wie ein Widerspruch, empfand ich aber absolut nicht so). Traurig, dass ihr so lange niemand richtig zugehört hat - das ist auch die Stelle, die mich wiederholt an der Glaubwürdigkeit der Handlung zweifeln ließ. Dass selbst die Therapeutin nicht versteht, was Ginny Moon mit ihrer Babypuppe meint, kann ich nicht so recht nachvollziehen - daher ein Stern Abzug für dieses Detail. Der Rest war jedoch mehr als bemerkenswert und ich bin froh, das Buch nach langer Wartezeit endlich aus dem Regal genommen und gelesen zu haben.























