Bücher mit dem Tag "projekt"
63 Bücher
- Mona Kasten
Feel Again
(1.940)Aktuelle Rezension von: kat_rEads„Es gibt niemanden, der besser für mich ist oder den ich mehr will als dich, Sawyer. Niemanden.“
„Ich wollte ihn auf Repeat stellen, diesen wunderschönen Moment, und ihn wiederholen, bis es in meinem Kopf nur noch Platz für ihn gab. Denn ich fühlte alles. Und ich fürchtete mich kein bisschen“
Isaac sollte nur ein Projekt sein - doch ihr Herz hat andere Pläne!
Sawyer Dixon ist jung, tough und eine Außenseiterin. Schon früh musste sie lernen, dass nicht alle einen mögen und das Leben hart sein kann. Seit dem Tod ihrer Eltern lässt sie bis auf ihre Schwester Riley niemanden an sich heran. Doch als sie Isaac Grant auf einer Party kennenlernt, ändert sich das. Isaac schreit nach außen Nerd mit seiner Brille, seinen merkwürdigen Klamotten und seiner schüchternen, unbeholfenen Art.
Also genau das Gegenteil von Sawyer.
Isaac ist es leid, immer Körbe zu kriegen und Sawyer braucht unbedingt ein gutes Projekt für ihren Fotokurs - da liegt ein Deal zwischen beiden doch nahe: Sawyer verwandelt Isaac zu einem Bad Boy, dafür darf sie seine Entwicklung als ihr Fotoprojekt für ihr Studium nutzen.Doch womit die toughe Sawyer nicht gerechnet hat, waren das Kribbeln in ihr und die intensiven Gefühle, die sich zwischen ihr und Isaac entwickeln.
Wo soll ich nur anfangen?
Ich muss beichten, „Feel Again“ ist das erste Buch von Mona Kasten, das ich gelesen habe. Und jetzt im Nachhinein frage ich mich, wie ich so lange ohne sie konnte!
Ich wusste schon beim Lesen: ich brauche die anderen Bände der Again-Reihe🥰😍
Ich habe schon mega viel gutes von dieser Reihe und natürlich auch von Mona Kasten gehört, aber irgendwie bin ich noch nie dazugekommen, ein Buch von ihr zu lesen. Aber das wird sich von nun an ändern!
Auf den ersten Seiten war ich noch etwas skeptisch Sawyer gegenüber, aber das hat sich schnell gelegt. Ihr Vergangenheit hat sie stark geprägt, weshalb sie so rebellisch drauf ist. Aber das ändert sich, sobald sie Isaac näher kennenlernt.
Isaac ist von Anfang an einfach zum Gernhaben. Er wirkt sehr unbeholfen und unsicher, aber die Geschichte zeigt, er kann auch anders. Eigentlich braucht er nur jemanden, der ihn so nimmt, wie er ist und ihm etwas Selbstsicherheit gibt.
Er ist einfach soo liebenswert, was sich in seinem Verhalten Sawyer gegenüber aber vor allem auch seinen Geschwistern und seiner Familie gegenüber zeigt. Isaac geht so süß mit seinen kleinen Geschwistern um und zeigt sich dort ganz anders als anfangs zu erwarten.
Die beiden sind zwar so unterschiedlich, ergänzen sich aber dafür perfekt. Sie heilen einander und helfen sich gegenseitig, sich selbst zu finden und zu akzeptieren.
Ich mochte die Dynamik zwischen den beiden sehr!Ich glaube bisher hatte ich bei noch keinem Buch so viele Tränen in den Augen. Ich habe gefühlt das halbe Buch durchgeweint.
Die Geschichte hat so viel Tiefgang, damit hatte ich nicht gerechnet. Nicht nur Sawyers Kindheit sondern auch Isaacs Vergangenheit haben mich echt getroffen. Es gab so viel Gefühl, entweder mir wurde ganz warm ums Herz oder ich hatte Tränen in den Augen. Die Figuren und ihre Geschichte ist mit so viel Herz und Gefühl formuliert und hatte doch so viel Teifgang, ich kam gar nicht klar…🥹Mir fehlen ein bisschen die Worte, um meinen gesamten Eindruck von diesem unglaublichen Buch zu verfassen, aber ich kann sagen, das ist auf jeden Fall ein absolutes Highlight für mich😍
Ich habe mir den Epilog extra noch einen Tag aufgehoben, damit ich länger in diesem Buch verweilen kann! 🥰
Ich kenne zwar die anderen Bände der Reihe noch nicht, aber das wird sich schleunigst ändern und ich sage nachdem ich dieses Buch gelesen habe: Die Again-Reihe ist eine klares Muss und „Feel Again“ bekommt eine eindeutige Leseempfehlung von mir! 💗💕
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.604)Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregalDer Schreibstil ist toll. Ich mag die Art und Weise wie der Autor Geschichten erzählt. Ich muss dazu gestehen, dass ich die Inspirationsquelle (Film - „the Purge“) nie gesehen habe. Die Grundidee fand ich sehr faszinierend, vor allem die ethische Sichtweise.
Der Handlungsfaden war an manchen Stellen etwas verwirrend für mich. Ich habe tatsächlich bis zum Ende mit gerätselt und versucht mir die ein oder andere Frage zu beantworten. Am Ende habe ich tatsächlich auf alle Fragen eine Antwort bekommen und wurde sogar überrascht.
Ben war ein fesselnder Charakter. Die zwischenmenschlichen Beziehungen und vor allem die zu seiner Tochter waren interessant zu verfolgen. Rückblickend fand ich die ethische und soziale Perspektive sehr interessant in dem Buch.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne. - Graeme Simsion
Das Rosie Projekt
(1.478)Aktuelle Rezension von: Brina_10Don Tillmann weiß, das soziale Interaktion nicht sein Fachgebiet ist. Als Professor und Forscher, der Umgang mit Analysen und rationalen Gedanken hingegen schon. Was liegt also näher als einen Fragebogen zu erstellen? Einen Fragebogen, um die perfekte Ehefrau zu finden? Don ist begeistert von seiner Idee und weiß, das sie erfolgreich sein kann. Doch dann trifft er Rosie. Rosie, die alle Fragen sprengt und sich einfach nicht um den Fragebogen schert, weil sie ein ganz anderes Ziel hat: Ihren leiblichen Vater zu finden.
Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Es war erfrischend und einfach mal etwas total anderes. Und auch, wenn Don stellenweise echt anstrengend war, war es genau diese überzogene Darstellung, die das Buch für mich so einzigartig gemacht hat.
Don und Rosie verfolgen ein gemeinsames geheimes Projekt. Und auch hier ist die Darstellung total überzogen und wahrscheinlich wenig realistisch. Aber genau das, macht es so einfach, sich auf das Buch einzulassen. Es besticht durch seinen trockenen Humor und einzigartige Charaktere.
Das Buch vereint sämtliche Klischees und regt genau deshalb dazu an, nachzudenken. Seine eigene Einstellung zu hinterfragen, andere Perspektiven einzunehmen und die Geschichte einfach auf sich wirken zu lassen. Irgendwie kann sich sicher jeder in diesem Buch ein stückweit wiederfinden und das macht es so einfach, das Buch zu mögen.
Ich habe den Schreibstil, den Humor, die Protagonisten und alles andere an dem Buch einfach sehr gemocht und freue mich schon total auf die anderen Bände.
- Holly Jackson
A Good Girl’s Guide to Murder
(779)Aktuelle Rezension von: MelinarA Good Girl’s Guide to Murder von Holly Jackson hat mir richtig gut gefallen.
Die Geschichte ist von Anfang an spannend und schafft es, die Neugier die ganze Zeit aufrechtzuerhalten. Immer wieder gibt es neue Hinweise, Verdächtige und Wendungen, sodass man ständig miträtselt und versucht herauszufinden, was wirklich passiert ist. Die Plot Twists sind gut gemacht und die Auflösung konnte mich überzeugen.
Besonders mochte ich Pip als Hauptfigur. Sie ist intelligent, neugierig und sympathisch, ohne dabei unrealistisch zu wirken. Es hat Spaß gemacht, sie bei ihren Ermittlungen zu begleiten und ihre Gedankengänge nachzuvollziehen.
Ein großes Highlight war für mich die Gestaltung des Buches. Die Geschichte wird nicht einfach nur in normalen Kapiteln erzählt, sondern enthält zusätzlich Interviewprotokolle, Notizen, Chatverläufe, E-Mails, Kalendereinträge und weitere Dokumente. Dadurch fühlt sich alles viel lebendiger an und man hat das Gefühl, selbst Teil der Ermittlungen zu sein. Die verschiedenen Elemente sind außerdem sehr schön und passend gestaltet.
Obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt, hat mich das überhaupt nicht gestört. Die Handlung ist spannend, die Charaktere sind interessant und die Geschichte funktioniert meiner Meinung nach auch für ältere Leserinnen und Leser sehr gut.
Insgesamt ein richtig gelungener Thriller mit einer cleveren Protagonistin, spannenden Wendungen und einer außergewöhnlichen Aufmachung, die das Lesen zu einem besonderen Erlebnis macht.
- Jennifer Niven
All the Bright Places
(770)Aktuelle Rezension von: MoidlvomberchIch fand das Cover sehr interessant gestaltet und der Klappentext machten mich neugierig auf den Inhalt des Buches.
Nun ich wurde absolut nicht enttäuscht, die Geschichte fängt schon sehr gut an und so wurde ich immer weiter in den Bann gezogen,
zwischen all der Dramatik musste ich immer mal wieder schmunzeln, das Buch was für mich hoch emotional und ich habe mitgefiebert.
Ein Buch dass ich dank des sehr guten Schreib- und erzählstils nicht mehr so einfach aus der Hand gelegt habe, ich habe das Buch zimmerhalb weniger Stunden komplett ausgelesen, fand ich aber auch das Thema sehr interessant.
Ein tolles Buch das bei mir immer noch nachhallt und mir noch lange im Kopf bleibt!
ganz klare Leseempfehlung!!
- T. C. Boyle
Die Terranauten
(350)Aktuelle Rezension von: wortknaeuelEine kleine Gruppe junger Wissenschaftler wetteifert Mitte der 90er Jahre um einen von acht begehrten Plätzen in einem ökologischen Experiment. Für zwei Jahre sollen sie unter einer riesigen Glaskuppel leben und sich völlig autark in den verschiedenen künstlich geschaffenen Biotopen – vom kleinen Regenwald bis zum Mini-Ozean – selbst versorgen. Nichts geht rein, nichts darf raus! Die Geschichte beginnt mit der Bekanntgabe der Auserwählten, vier Männer und vier Frauen, die sich jeweils auf einem Spezialgebiet gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt haben und nun in die "Ecosphere 2" einziehen dürfen. Zurück bleiben die Verlierer mit der Hoffnung, in zwei Jahren zum Nachfolger-Team aufrücken zu können. Draußen bleiben natürlich auch Freunde, Liebhaber und die Planer, Manager und Sponsoren des Experiments. In den zwei Jahren erleben wir aus Sicht von Dawn und Ramsay innerhalb, sowie Linda außerhalb der Kuppel, wie sich aus dem ökologischen Experiment ein Beziehungskuddelmuddel entwickelt.
T.C. Boyle kann gut erzählen, da ist dieser Roman keine Ausnahme. Er beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, denn so ein Experiment hat es ungefähr zu jender Zeit tatsächlich gegeben. Allerdings habe ich mich von Klappentext und Buchcover täuschen lassen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mir das Ebook kaufte, hatte ich noch nie etwas von Boyle gelesen und einen spannenden dystopischen (oder utopischen) SciFi-Romans erwartet. Stattdessen dreht sich alles um Neid, Eitelkeit und Eifersüchteleien zwischen den Wissenschaftlern, um Wer-mit-wem sowie am Rande auch um den Einfluss von Geld und Medien. Wenn man Boyle kennt, hätte man sich denken können, dass es vorwiegend um die sozialen, zwischenmenschlichen Aspekte in diesem Szenario gehen wird.
Die Handlung ist zwar durchaus unterhaltsam und auf satirische Weise komisch, aber insgesamt wenig spannend. Auch die Charaktere empfand ich als flach und uninteressant. Eher ein schwacher Boyle.
- Julia Dippel
IZARA - Sturmluft
(660)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Izara – Sturmluft hat mir insgesamt ziemlich gut gefallen, auch wenn ich durch die längere Pause zwischen Band 2 und 3 erstmal wieder Orientierung gebraucht habe. Trotzdem bin ich überraschend schnell wieder in die Geschichte reingekommen.
Die Stimmung im Buch war diesmal für mich vor allem emotional, spannend und teilweise auch actionreich. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Dämonenwelt inzwischen endlich richtig greifbar geworden ist. Während ich in den ersten Teilen manchmal noch verwirrt war, hatte ich diesmal das Gefühl, wirklich komplett in dieser Welt angekommen zu sein.
Mit Ari war ich etwas gemischt unterwegs, aber Lucien bleibt definitiv ein Highlight der Reihe — auch wenn er ehrlich gesagt extrem toxisch ist. Trotzdem hat seine Dynamik mit Ari einfach funktioniert und genau diese emotionale Spannung macht die Reihe irgendwie aus.
Die Nebencharaktere mochte ich ungefähr genauso gerne wie vorher und allgemein fand ich das Tempo diesmal wirklich passend. Für mich hatte das Buch kaum Längen und ließ sich sehr flüssig lesen.
An das genaue Ende kann ich mich zwar nicht mehr komplett erinnern, weil es schon etwas her ist, aber insgesamt hat mir der Band definitiv gefallen und Lust gemacht, weiter in der Reihe zu bleiben.
- Alexandra Flint
Maple-Creek-Reihe, Band 1: Meet Me in Maple Creek
(322)Aktuelle Rezension von: JenniSI liked, aber das gewisse Etwas hat mir doch gefehlt.
Ich habe den Band als Hörbuch gehört und fand die Grundidee schön.
Auch die Charaktere und das Setting hat mich abgeholt - vor allem der Suspense Anteil hat mir am Besten gefallen.Der gelesene Schreibstil fand ich mitnehmend und auch die unterschiedlichen Sichtweisen fand ich sehr passend. Die Gedankengänge von beiden Protagonisten zu erhalten, mag ich immer besonders.
Die Entwicklung der Charaktere zueinander war mir ab und an etwas zu schnell und minimal unreal.
Manchmal war es mir etwas zu detailreich an Stellen, wo für mich bisher nicht so relevant waren.Der Cliffhanger am Ende war schon sehr mies, ich werde Band 2 auf jeden Fall noch lesen müssen.
- Robert Menasse
Die Hauptstadt
(169)Aktuelle Rezension von: Eva_ReichmannVorweg: ich lese gern Menasse. Aber dieses Buch ist angenehm anders als die Menasse-Romane davor.
Eine Kommission der EU benötigt ein besseres Image - und natürlich geht es um die EU. Aber es geht noch um so Vieles mehr (Geschichte aus Europa - um es abzukürzen). Das wirklich großartige an dem Buch aber ist, dass es weder um politische Thesen noch Geschichtsbelehrung geht - sondern um die Geschichten der beteiligten Personen (die halt wegen Beruf oder persönlicher Beziehungen mit der EU-Kommission zu tun haben).
Gut gefallen hat mir die Idee, eine europäische Hauptstadt in Auschwitz einzurichten.
Als Menasse das Buch 2017 veröffentlichte, war es noch möglich von der "Langeweile des Friedens" als Glück und Segen zu sprechen - hätten mehr Politiker das Buch gelesen und ernst genommen, hätten wir diesen zustand heute noch.
- A. J. Jacobs
Britannica & ich
(115)Aktuelle Rezension von: Trishen77"Sag niemals nein zu Abenteuern. Sag immer ja, sonst führst du ein totlangweiliges Leben."
Ian Fleming
A. J. Jacobs ist ein Mann für Abenteuer der besonderen Art. Ein Jahr nach der Bibel leben ( Die Bibel und ich ), immer die Wahrheit sagen und, in diesem Buch, einmal die gesamte Encyclopaedia Britannica durchlesen (Über 32000 Seiten, ca. 44 Millionnen Wörter) um zum klügsten Mann der Welt zu werden - oder zumindest hier und da mit neuem Wissen angegeben zu können.
Erinnern wir uns alle nicht aus unser Schulzeit nicht nur noch an Bruchstücke und unvergessliche Taten von Mitschülern, Macken von Lehrern, und legendären heiklen Themen. Auch A. J. Jacobs geht es so, das Schul- und Collegewissen verschwindet zunehmend im Nebel der Vergangenheit. In Nachfolge seines Vaters (der allerdings nur bis zu M oder L kam, dem Jacobs aber hier auch zwischen den Zeilen ein wunderbares Denkmal gesetzt hat) beschließt er daher, einmal das legendäre Lexikon durchzulesen. Und berichtet über seine Erfahrungen in diesem Buch, immer pointiert.
"-Casanova-
Der berühmte Schürzenjäger des 18. Jahrhunderts verbrachte seinen Lebensabend als Bibliothekar. Könnte Bibliothekare damit nicht ihr Image aufpolieren?"
Mehr durch die Lektüre und einzelne Stichworte angeregt, als darauf gegründet, erzählt Jacobs von den Versuchen, sein neu erworbenes Wissen an den Mann zu bringen, von allerlei neuen Erkenntnissen, ulkiger bis erstaunlicher Art, aber auch von der lieben Familie und den Alltagssorgen dieses Jahres, in der er die Britannica zu seinem Ein und Alles machte. Und letztlich geht es auch immer wieder darum, was Wissen, Intelligenz und Erkenntnis nun mit einander gemein haben und was von beidem wichtiger oder hilfreicher ist. Denn was hilft einem Wissen, wenn man nicht intelligent genug ist, es richtig anzuwenden? Und was hilft es, wenn man weiß, dass Opossums dreizehn Nippel haben?
"-Hollywood-
Gegründet von Horace Wilcox, >>einem Prohibitionisten, der sich eine Gemeinde vorstellte, die nach seinen nüchternen religiösen Prinzipien lebte<<. Also, dass halb Hollywood bei den Anonymen Alkoholikern rumhängt, war mir bekannt. Davon abgesehen wäre Mr. Wilcox höchstwahrscheinlich not amused."
Das Buch ist vor allem ein großer Spaß und auch wenn es Erstaunliches und Faszinierendes zutage fördert, ist es trotz der Thematik mehr ein spielerisches, denn ein ernstes Buch. Die Lektüre der 400 Seiten vergeht wie im Flug. Manches Mal ist Herr Jacobs zwar allzu sehr in seinen Abschweifungen gefangen, aber auch dabei kommen immer wieder erstaunliche Geschichten heraus. Am Ende fühlt man sich dann schon sehr bereichert. Vielleciht nicht mit Wissen, aber mit allerlei erfahrener Lesefreude. Und spätestens wenn Jacobs so geniale Einschübe, macht wie etwa eine Liste von Dingen, durch die man ganz sicher selbst in die Britannica aufgenommen wird (Gedichte schreiben, am besten Surreale, sich enthaupten lassen oder eine erfolglose Expedition zum Nordpol führen) hat das Buch im Herzen des Lesers einen Platz als Kuriosität sicher!
Ach ja übrigens: Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren sind gar keine Beeren! Dafür Banane und Kürbis. - Merit Niemeitz
No Longer Lost - Mulberry Mansion
(166)Aktuelle Rezension von: thewonderlandofbooks3,5-4/5
Relativ schnell habe ich gemerkt, dass genau das Problem wieder auftaucht, vor dem ich etwas Angst hatte. Ich mochte den Schreibstil zwar wirklich gern, aber viele Passagen waren für mich einfach zu lang und dadurch hat sich das Lesen oft ziemlich gezogen.
Dabei war eigentlich alles da, was ich an Romance Geschichten mag. Mit May konnte ich zum Beispiel direkt viel anfangen. Sie wirkte auf mich greifbar, emotional und nahbar. Auch wenn ich nicht immer jede Entscheidung nachvollziehen konnte, habe ich ihre Gefühle total verstanden.
Bei Wes war das anfangs schwieriger. Gerade dieses typische Bild vom Sohn aus reicher Familie, der gegen Erwartungen ankämpft, wirkte zuerst sehr klischeehaft auf mich. Je mehr man aber hinter seine Fassade blickt, desto mehr mochte ich ihn wirklich gern und irgendwann konnte ich ihn sogar noch besser greifen als May.
Die Dynamik zwischen den beiden hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Besonders mochte ich, dass sie sich erst als Menschen kennenlernen und nach und nach auch die unschönen Seiten voneinander sehen. Gerade die Familienthemen waren emotional echt stark eingebunden.
Trotzdem hatte das Buch für mich über weite Strecken einige Längen. Inhaltlich passiert gar nicht so extrem viel und im Kern ist es eher eine klassische Romance-Geschichte, wodurch sich die Länge für mich nicht immer ganz gerechtfertigt angefühlt hat. Manche Entwicklungen gegen Ende gingen zusätzlich etwas zu sehr in eine klischeehafte Richtung, die das Buch für mich eigentlich nicht gebraucht hätte.
Und trotzdem hat mich das Ende komplett erwischt. Die letzten Kapitel haben mich emotional so mitgenommen, dass sie für mich unglaublich viel rausgerissen haben. Ich habe wirklich geweint und genau diese Emotionen bleiben am Ende auch das, was mir am meisten im Kopf bleibt.
Fazit:
Eine süße Romance Story, die für mich definitiv ihre Längen hatte. Emotional konnte mich das Buch am Ende aber nochmal komplett abholen, wodurch es bewertungstechnisch nochmal einiges rausgerissen hat.
- Laura Kneidl
Vergiss uns. Nicht.: Special Edition
(263)Aktuelle Rezension von: FuexchenSich zu verlieben ist Aprils größter Wunsch. Sie sehnt sich nach jemandem, der ihr Herz zum Flattern und ihren Bauch zum Kribbeln bringt. Der einzige Mann, der sie all das jemals hat fühlen lassen, ist Gavin Forster. Während er vor fünf Jahren noch ein wichtiger Teil ihres Lebens war, ist heute von ihrer Freundschaft nur noch Wut und Schmerz übrig. Eigentlich hätte April ihn längst vergessen sollen, aber das ist leichter gesagt als getan, schließlich ist Gavin immer noch der beste Freund ihres Bruders. Doch als Gavins Vergangenheit droht, ihn einzuholen, kann April nicht anders, als ihm zu helfen. Auch wenn sie weiß, dass sie ihr Herz dadurch erneut in Gefahr bringt …
Ich mag die Bücher der Autorin Laura Kneidl und so freute ich mich auf diesen dritten Band der Berühre mich nicht-Reihe aus dem LYX Verlag.
Ohne Startschwierigkeiten fand ich mich auf Anhieb in der Geschichte zurecht. Es war schön, die bereits bekannten Charaktere wieder zu treffen. Dieses Mal erzählt April ihre Geschichte. In der Ich-Form nimmt sie uns hautnah mit.
Der Schreibstil ist lebhaft und einnehmend. Unkompliziert werden wir Leser durch die Geschichte geführt. Wobei ich mir stellenweise gewünscht hätte, dass April nicht wiederholend manche Gedanken aufgreift. Das ist natürlich immer Geschmackssache, aber bei mir ist einmal schlüssig dargelegt vollkommend ausreichend.
Ansonsten sind die Charaktere lebendig ausgearbeitet. Sie besitzen ausreichend Tiefe, um mich in sie hineinversetzen zu können. Ich freue mich schon jetzt, sie noch zwei weitere Bände begleiten zu dürfen.
Und eines muss ich sagen: Ich bin verdammt froh, dass ich den vierten Band bereits hier liegen habe, denn ich muss einfach weiterlesen.
Was mir hier geboten wurde, ist eine wirklich süße Lovestory, die berührt und gleichzeitig zum Wohlfühlen einlädt. Meine Neugier auf die Fortsetzung ist immens, denn die Geschichte von April und Gavin ist noch zu Ende erzählt.
Von mir gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung. - Piper Rayne
Flirting with Fire (Saving Chicago 1)
(352)Aktuelle Rezension von: LissiannaDie Geschichte erzählt von Maddie, die schon in der Schulzeit heimlich für den beliebten Mauro geschwärmt hat, damals jedoch komplett übersehen wurde. Jahre später hat sich ihr Leben stark verändert – aus dem unsicheren Mädchen ist eine selbstbewusste, attraktive Frau geworden. Durch eine spontane Aktion ihrer Freundinnen landet sie schließlich bei einem Date mit genau diesem Mann, der inzwischen als Feuerwehrmann arbeitet. Zwischen den beiden knistert es überraschend schnell, und alte Gefühle flammen erneut auf – diesmal scheinbar nicht nur einseitig.
Der Schreibstil liest sich angenehm locker und ermöglicht es, schnell in die Handlung einzutauchen. Besonders gut gefallen hat mir Maddies beruflicher Hintergrund im Bereich Hausrenovierung. Die Entwicklung eines heruntergekommenen Hauses zu etwas Neuem und Schönem wurde atmosphärisch beschrieben und bringt eine ruhige, greifbare Ebene in die Geschichte.
Inhaltlich bietet das Buch bekannte Motive, die aber solide umgesetzt sind. Maddie ist eine sympathische Protagonistin mit Ecken und Kanten, während die Dynamik innerhalb der großen Familie zusätzliche Wärme reinbringt.
Weniger überzeugt hat mich allerdings Mauro. Trotz Perspektivwechsel blieb er für mich blass und teilweise unreif. Sein Verhalten wirkte oft wenig reflektiert und stellenweise unpassend zur Situation. Generell muss ich auch sagen, dass Feuerwehrmänner als Protagonisten einfach nicht zu meinen Favoriten zählen – das hat meinen Gesamteindruck zusätzlich etwas gedämpft.
- Robyn Carr
Neubeginn in Virgin River
(240)Aktuelle Rezension von: mattderEine Krankenschwester will einen Neubeginn und nimmt eine stelle in Virgin River an. Der Arzt ist alt und braucht hilfe. Die will er nicht an nehmen. Es entwickelt sich eine schöne Geschichte mit Herz schmerz. Aber auch Kriminalität. Na ja ist ein Frauen Roman macht trotzdem SPSS zu lesen. Wer die Serie kenn wird es lieben.
- Libby Page
Schwimmen mit Rosemary
(227)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerinSeit über 60 Jahren schwimmt Rosemary jeden Morgen im Brixtoner Freibad, als sie erfährt, dass es nicht mehr rentabel ist und einer Luxusimmobilie weichen soll. All die schönen Momente ihres Lebens hat sie dort verbracht und verbindet das Freibad auch insbesondere mit ihren Erinnerungen an ihren verstorbenen Ehemann.
Kate ist Journalistin für den Chronicle und erhält den Auftrag, die treueste Schwimmerin des Freibads zu interviewen. Diese stimmt nur zu, wenn Kate selbst den Sprung ins Wasser wagt. Sie lebt bereits seit einiger Zeit in London, kennt jedoch nicht einmal die Mitbewohner in ihrer Wohngemeinschaft und fühlt sich einsam. Sie überwindet sich und findet sogar Gefallen am Schwimmen und freundet sich schnell mit der älteren Dame Rosemary an. Gemeinsam beschließen sie, das Freibad zu retten, initiieren eine Petition und haben bald das gesamte Stadtviertel hinter sich. Während Kate durch ihr Engagement und ihren Erfolg als Journalistin aufblüht, scheinen die Tage des Schwimmbads dennoch gezählt zu sein, was Rosemary schmerzlich trifft.
Der Roman wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Frauen geschildert, wobei sie sich immer wieder in Erinnerungen verlieren, Kate an ihre Schwester Erin, zu der sie nicht ehrlich ist und Rosemary an ihr Leben mit ihrem Ehemann, in dem das Freibad eine wesentliche Rolle spielte. Durch die gemeinsame Kampagne zur Rettung des Stadtteilbads werden sie zu Freundinnen und erhalten bei ihren Aktionen Unterstützung Nachbarn, Bekannten und immer mehr Menschen, die auf die traurige Schließung des Freibads aufmerksam gemacht werden.
Durch die Erinnerungen lernt man beide Hauptfiguren besser kennen, begreift, was Rosemary das Freibad bedeutet und kann nachvollziehen, wie Kate aus ihrer Routine ausbricht und sie durch eine Aufgabe, die ihr wichtig wird und die ihr Selbstvertrauen gibt, ihre Ängste und Panikattacken zurückdrängen kann.
Das Freibad ist mehr als nur ein Ort für ein Hobby oder ein Sommervergnügen. Es ist ein Symbol für Heimat und Nostalgie, für Gemeinschaft, Geborgenheit und Zusammenhalt. Für Rosemary steht es für ihre unsterbliche Liebe zu ihrem Mann und Kate lernt dort nicht nur wieder zu schwimmen, sondern auch zu leben.
"Im Freibad" ist eine warmherzige Geschichte mit liebenswerten Charakteren, eine Geschichte über eine generationenübergreifende Freundschaft, über Liebe und die Hoffnung, gemeinsam etwas bewirken zu können und gegen Gentrifizierung, soziale Benachteiligung, Abschottung, Verdrängung und Ignoranz vorzugehen. Es ist ein empathisch geschriebener, Trost spendender Wohlfühlroman für Herz und Seele.
- Kristina Moninger
Neun Tage Wunder
(130)Aktuelle Rezension von: KerstinMCBei dem Cover konnte ich irgendwie nicht nein sagen. Es ist eine gemalte Momentaufnahme am Wasser. Zwei Personen gehen der Sonne entgegen, erkennbar an den langen Schatten, die sie werfen. Für mich ist es einfach ein wunderschönes Bild.
Neun Tage Wunder von Kristina Moninger erschien im Rowohlt Verlag. Das dazugehörige Hörbuch wurde im Argon Verlag veröffentlicht und von Marian Funk und Martha Kindermann eingelesen. Die beiden verleihen den Protagonisten Anni und Ben ihre Stimmen.
Das Buch lag über ein Jahr auf meinem SUB und wartete geduldig auf seine Lesezeit. Manchmal ist es genau so: Man möchte ein Buch unbedingt lesen und wenn es dann endlich da ist, findet man den richtigen Moment nicht. Also habe ich mir das passende Hörbuch bei BookBeat heruntergeladen, den Stimmen der Sprecher gelauscht und mich gefragt, warum diese Geschichte so lange auf mich warten musste.
Erzählt wird auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart begleite ich Anni und Ben in ihrem Leben in Glückstadt. Parallel dazu erlebe ich Anni und Lukas vor zehn Jahren und diese wenigen, aber prägenden Tage, die sie miteinander verbracht haben. Durch den Wechsel der Ich-Erzähler Anni und Ben sowie der Zeitebenen wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der bis zum Schluss trägt. Als Leser möchte man unbedingt wissen, was es mit diesen neun Tagen auf sich hat und wie sie sich auf die Gegenwart auswirken.
Ich hing förmlich an den Lippen von Anni und Ben und war fasziniert von Bens neuem Roman, der sich ganz unverhofft aus einer Begegnung heraus entwickelt und sein Leben ins Wanken bringt. Besonders schmunzeln musste ich bei den kurzen Gedankenspielen am Rande: „Was würde Angela Merkel jetzt sagen?“ Es ist ein wiederkehrender Impuls, um neue Perspektiven zu gewinnen. Ganz unweigerlich musste ich dabei an Miss Merkel von David Safier denken, was mich zusätzlich zum Lächeln brachte, auch wenn die Geschichten inhaltlich nichts miteinander zu tun haben.
Ich hatte einige sehr schöne Hörstunden, und Neun Tage Wunder wurde meine erste abgeschlossene Geschichte im Jahr 2026. Wie schon bei den vorherigen Büchern der Autorin habe ich den Schreibstil sehr genossen und bin flüssig durch die Geschichte getragen worden.
Magst du Liebesromane mit Rückblenden? Liebst du Geschichten in Geschichten? Dann könnte Neun Tage Wunder von Kristina Moninger genau das Richtige für dich sein. Ben schreibt an seinem aktuellen Liebesroman, und als Leser darf man live miterleben, wie seine Geschichte entsteht. Eingebettet ist das Ganze in sein Leben mit Anni und ihre Rückblicke auf die traumhaften Tage vor zehn Jahren mit Lukas, die ihre Welt nachhaltig verändert haben. Dich erwartet eine emotionale, spannende Geschichte mit einem Ende, das ich so nicht unbedingt erwartet hätte. Von mir gibt es eine klare Hör- und Leseempfehlung. Marian Funk und Martha Kindermann haben erneut großartige Arbeit geleistet und so hätte ich ihnen noch lange zuhören können.
- Sarina Bowen
The Ivy Years - Wenn wir vertrauen
(204)Aktuelle Rezension von: Angela2011Endlich.. wie sehr habe ich mich auf Bella´s Geschichte gefreut. Und dann?
Dann ging es bergauf und bergab auf der Achterbahn der Gefühle..
Emotional, verletzend, witzig; wenn man gerade bei dem einen Gefühl ankam, kam auch schon das andere hervor.
Bella hat ein großes gutes Herz, ist eine toughe junge Frau, immerzu fröhlich und selbstbewusst.
Das ändert sich eines Tages schlagartig, als sie das Opfer einer gemeinen und abscheulichen Mobbingattacke wird.
Rafe hat auch ein großes gutes Herz, der sogenannte Good-Guy. Er ist immer hilfsbereit und aufmerksam, und schleicht sich nach und nach hartnäckig in Bella´s Herz. Er ist so richtig herzlich-ehrlich.
Über Lianne, Bella´s Zimmernachbarin, möchte ich nicht zu viel verraten. Nur so viel sei gesagt; als stilles Mäuschen lässt sie es zusammen mit Bella ganz schön krachen.. ;-D
Sarina Bowen hat in diesem Band der Ivy-Years Reihe auch wieder ein sensibles Thema in ihre Geschichte eingebaut. Gerade das Thema Mobbing wird irgendwie immer aktuell sein, egal wo. Das sollte wirklich niemand erleben müssen. Die Thematik, Sexismus gegenüber Frauen, hat Sarina Bowen sehr gut umgesetzt.
"The Ivy-Years - Wenn wir vertrauen" war wieder ein rundum emotionales, sensibles und auch ein wenig witziges Buch. Nicht nur "Liebe und Freundschaft", sondern auch "Neid und Mobbing" findet man in dieser Geschichte.
- Marianne Cronin
Farben, die das Leben malt
(111)Aktuelle Rezension von: parden100 JAHRE - 100 BILDER...
Das Leben ist kurz. Niemand weiß das besser als die siebzehnjährige Lenni. Sie leidet an einer unheilbaren Krankheit, die ihr nicht mehr viel Zeit lässt. Was soll sie mit gleichaltrigen Freunden, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben? Was soll sie anfangen mit der ihr verbleibenden Zeit, wenn sie noch so viele Fragen hat, die das Leben ihr nie beantworten wird? In einem Malkurs im Krankenhaus trifft sie auf Margot: dreiundachtzig, voller Lebenserfahrung, Witz und Widerspenstigkeit. Margot weiß, wie es ist, im letzten Kapitel des Lebens angekommen zu sein. Als sie entdecken, dass sie zusammen genau einhundert Jahre gelebt haben, fühlt es sich für Lenni an wie ein Weckruf. Sie wollen gemeinsam Bilder malen – für jedes ihrer hundert Jahre eins. Für all die kostbaren Momente, voller Liebe, Lachen und Weinen, voller Erinnerungen, von denen sie sich gegenseitig erzählen. Und auch wenn ihre gemeinsame Geschichte sich dem Ende neigt, spüren sie doch umso mehr, dass im Leben jeder Moment zählt, bis zum letzten Augenblick… (Verlagsbeschreibung)
Marianne Cronin erzählt hier eine Geschichte über das Sterben – und schafft es dennoch, vor allem vom Leben zu berichten. Obwohl sich der Roman mit Krankheit, Abschied und Tod beschäftigt, ist er gleichzeitig warmherzig, humorvoll und voller Lebensfreude. Die ungewöhnliche Freundschaft zwischen der 17-jährigen Lenni und der 83-jährigen Margot entwickelt sich mit viel Wärme und Charme. Die Idee, gemeinsam einhundert Bilder zu malen – eines für jedes gemeinsam gelebte Lebensjahr – verleiht dem Roman eine schöne Struktur und eröffnet nach und nach die Lebensgeschichten beider Frauen. Denn: um die Bilder geht es nur vordergründig, viel wichtiger sind die Geschichten dahinter.
Der Roman lebt vor allem von seinen Figuren und ihren Erinnerungen. Viele Szenen zeigen eindrucksvoll, wie prägend Begegnungen und Entscheidungen für ein ganzes Leben sein können. Besonders Margots Erfahrungsschatz wird durch die Erinnerungen deutlich. Allerdings nehmen die Rückblenden auf Margots langes Leben stellenweise sehr viel Raum ein und wirken mitunter etwas langatmig. Hier hätte der Erzählfluss an einigen Stellen m.E. von einer stärkeren Straffung profitiert. Margot selbst ist eine ruhige Figur, die sich im Verlauf mit ihrer mutigen, lebensklugen und mit einem leisen Humor überraschenden Art zunehmend in mein Herz schlich.
Erstaunt war ich darüber, dass nie wirklich klar wird, woran Lenni eigentlich leidet. Ich verstehe die Entscheidung, die Krankheit nicht in den Mittelpunkt zu stellen und Lenni nicht über eine Diagnose zu definieren. Trotzdem hätte ich mir zumindest einige mehr Informationen gewünscht, um ihre Situation besser einordnen zu können.
Lenni selbst mochte ich sehr. Sie ist witzig, schlagfertig, klug und trotz ihrer zuweilen spröden Art sehr einfühlsam. Gleichzeitig hatte ich manchmal das Gefühl, dass sie fast schon zu selbstlos ist, vor allem im Umgang mit ihrem Vater, der mit ihrem bevorstehenden Tod kaum umgehen kann. Das wirkte auf mich stellenweise etwas heroisch und für eine Siebzehnjährige fast schon zu reif. Lennis Gespräche mit dem Krankenhauspfarrer Pater Arthur zählen für mich dagegen zu den stärksten Momenten des Romans.
Trotz der genannten Kritikpunkte konnte mich der Roman emotional erreichen - er brachte mich zum Lächeln, Nachdenken und auch ein paar Mal zum Schlucken. Er erinnert daran, dass ein erfülltes Leben nichts mit der Anzahl der gelebten Jahre zu tun hat, sondern mit den Menschen, die einem begegnen, und den Erinnerungen, die bleiben. Diese Geschichte ist traurig, ohne deprimierend zu sein, und hoffnungsvoll, ohne kitschig zu wirken. Alles in allem: lesenswert!
© Parden
- Rebekka Weiler
Somebody to Love – Northern-Hearts-Reihe, Band 1
(177)Aktuelle Rezension von: Maijas_LeseoaseAm Anfang habe ich mich tatsächlich etwas schwer getan, in das Buch reinzukommen. Ich bin ehrlich und habe Anfangs nicht mehr als 30 Switen geschafft, bin dann der Knoten geplatzt ist und ich es fast an einem Tag durchgelesen habe. Die Geschichte zwischen Emil und Freya ist kompliziert und doch so simpel, was es spannend macht, weiter zu lesen.
Das ganze Setting ist ansprechend beschrieben und ich konnte mir teilweise vorstellen, selbst vor Ort zu sein. Die Kapitel über die Drillinge waren sehr schön zwischendurch zu lesen. So hatte ich das Gefühl, etwas über ihr inniges Band zueinander zu erfahren. Auch der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen, was bei einem fast 500 Seiten Buch sehr wichtig ist.
Freya hat ihre Liebe Hendrik durch einen Unfall verloren und findet an ihrem Geburtstag heraus, dass er ein Geheimnis vor ihr hatte.
Emil ist der Drillingsbruder von Hendrik und unterstützt Freya auf der Suche nach der Lösung von Hendriks Geheimnis und Unfall.
Die Suche nach der Wahrheit bringt beide wieder näher zueinander und sie verstehen sich direkt wieder so gut wie früher, vor dem Hendriks Tod.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung ☺️
- Gabriella Santos de Lima
Jetzt sind wir eins (Jetzt-Trilogie, Band 2)
(69)Aktuelle Rezension von: sarah_booksanddreamsObwohl ich so oft gelesen habe, dass der 2. Band der JETZT Trilogie besser, als der erste, ist, und ich aufgrund des gemeinsamen Trips von Tillie und Jonathan durch Skandinavien, auch wirklich Hoffnung hatte, muss ich leider gestehen, dass mir JETZT SIND WIR EINS nur bedingt besser gefallen hat.
Das gemeinsame Videoprojekt, und der gemeinsame Roadtrip waren Aufhänger, die mich neugierig machten, letztlich aber in der Handlung nur wenig thematisiert wurden.
Die Handlung bestand oftmals nur aus Tillies Nachrichten an sich selbst, und den Aufruf nach einer feministischen Grundeinstellung.
Da sich bereits der erste Bd. der Reihe diesem Thema widmete, fühlte ich mich hier ein bisschen davon überstimuliert.
Auch nur wenig gefühlt, habe ich die Liebesgeschichte zwischen Tillie und Jonathan.
Die Haters-to-Lovers-Vibes habe ich gar nicht gefühlt. Erst später, als sie sich gegenseitig öffneten, Nähe zu ließen und ehrlich miteinander sprachen, spürte ich die Anziehung zwischen ihnen.
Davor war es mir zu viel, das sich um Tillie drehte und zu wenig von Jonathan, und alles in allem zu wenig Kommunikation und Intensität, was die Handlung oft nur vor sich dahin plätschern ließ.
3 - 3,5 Sterne
- Arne Dahl
Neid
(39)Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseiteAuch im Hochsommer mit einer Hitzewelle in Europa kann sich das Ocop-Team keine Auszeit gönnen. Sie sind auf der Spur eines Menschenhändlerrings, der insbesondere mit dem Betteln in Fußgängerzonen Profit macht. Währenddessen will Paul Hjelm die EU-Politikerin Marianne Barriere unterstützen, die unter Druck gerät, nachdem sie einen kontroversen Gesetzentwurf eingebracht hat. Und auch der Mord an einem Wissenschaftler, der einen Durchbruch bei der Elektromobilität geschafft hat, hält das international agierende Team auf Trab…
Arne Dahls „Ocop“-Reihe ist auf vier Bände angelegt, „Neid“ ist der dritte Band – und so kennt der Leser natürlich schon die Charaktere und die grundlegenden Zusammenhänge. Der Einstieg fällt dementsprechend leicht, wenn man die vorigen Bände kennt. Wenn man die Strukturen aber noch nicht kennt, dürfte man leicht überfordert sein. Besonders die vielen schnellen Wechsel zwischen den verschiedenen Ermittlern sind dabei durchaus herausfordernd, da man sich immer erst einmal orientieren muss. Die einzelnen Stränge sind dabei auch durchaus auch schon anspruchsvoll und erzählen sehr interessante Szenerien, aber es ist eben die Kombination aller Teile, die so reizvoll ist. Gelungen ist auch wieder, dass man die Charaktere noch ein wenig besser kennenlernt und diese andere Seiten von sich zeigen können – natürlich nicht in dem Maße, wie das bei einem einzigen Ermittler der Fall ist. Aber es ist eben auch die Vielfalt, die diese Romanreihe ausmacht.
Wie man es von Arne Dahl und insbesondere den Ocop-Bänden bereits gewohnt ist, scheinen die verschiedenen Handlungsstränge zunächst unabhängig voneinander zu verlaufen. Es gibt nur wenige Überschneidungen, erst nach und nach dämmert dem Leser, wie alles zusammenhängen könnte. In vielen Punkten kann man dabei richtig lesen, entscheidende Details sind aber dennoch überraschend und wendungsreich ausgearbeitet. Ich mag den einsetzenden Aha-Effekt an einem gewissen Punkt, an dem sich alles zusammensetzt. Das ist spannend geschrieben und hätte aus meiner Sicht die eingebauten Action-Szenen nicht gebraucht, wirklich gestört haben mich diese aber dann doch nicht.
„Neid“ zeigt weitere finstere Seiten der menschlichen Seele, handelt von Habgier, Machtwillen und einer geringen Wertschätzung anderer Menschen. Verpackt ist das in einen dynamisch erzählten und spannenden Thriller, der auf den verschiedenen Ebenen gut funktioniert und noch weiter an Reiz gewinnt, wenn die Stränge zusammengeführt werden. Das ist elegant und flüssig geschehen, sodass ein lesenswerter und packender Thriller entstanden ist. - Merit Niemeitz
Starling Nights 2
(144)Aktuelle Rezension von: bunniesandbooksAuch der zweite Band konnte mich wieder richtig gut in seinen Bann ziehen 📖✨ Die Geschichte knüpft direkt an die Ereignisse aus Band 1 an und führt die Handlung rund um die Stare spannend weiter. Dabei stehen nun Ashton und Zoe stärker im Fokus, was der Geschichte noch einmal eine neue Dynamik verleiht.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und bin erneut tief in diese düstere, geheimnisvolle Welt eingetaucht. Die Spannung, die Emotionen und die Entwicklungen haben mich durchgehend begleitet und dafür gesorgt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie alles ausgeht.
Trotzdem muss ich sagen, dass mich Band 1 noch ein kleines bisschen mehr begeistern konnte. Der Auftakt hatte für mich einfach dieses besondere, mitreißende Gefühl, das hier nicht ganz in derselben Intensität erreicht wurde. Einige Momente waren zwar stark, aber insgesamt hat mir das gewisse Etwas gefehlt, um wieder volle 5 Sterne zu geben.
Nichtsdestotrotz ist es eine wirklich gelungene Fortsetzung und ein würdiger Abschluss der Geschichte 💫 Ich habe jede Seite gerne gelesen und kann die Reihe absolut weiterempfehlen.
- SUSAN MALLERY
Der Beste küsst zum Schluss
(62)Aktuelle Rezension von: DijanDie schöne Liebesgeschichte wurde dadurch zerstört, dass die Mutter den narzisstischen Vater immer vor das Wohl ihrer Kinder stellt. Absolut unmöglich!
Deshalb bekommt die Geschichte nur einen Stern von mir.
Susan Mallery. Ich weiß nicht, was du mit dieser Familie bezweckst. Aber Elaine ist der Grund, dass ich die andere Reihe nicht weiter verfolgen werde.
Ich habe die vorherigen Bücher alle geliebt. Aber das, macht mich einfach nur wütend beim Lesen. - Bianca Fritz
Fremdsein
(17)Aktuelle Rezension von: Vampir989Klapptext:
Wer in ein anderes Land geht, fühlt sich oft fremd - anders als die anderen. Aber auch daheim bleiben schützt vor diesem Gefühl nicht. Es lauert im falschen Job, geht mit seltsamen Freunden ein und aus, tarnt sich als Krankheit oder Vorurteil. Fremdsein fühlt sich nach Isolation an - aber im Grunde verbindet uns dieses Gefühl, weil wir es alle kennen.
Diese Anthologie versammelt Geschichten über das Fremdsein diverser Autorinnen und Autoren - unter anderem Franz Hohler, Felicitas Pommerening und Patrick Tschan.
Dieses Buch beinhaltet eine Sammlung von 15 Kurzgeschichten zu dem Thema " Fremdsein ".Geschrieben wurden die Geschichten von unterschiedlichen Autoren.Sie sind unterschiedlich lang und haben jeweils ihre eigene Handlung .Sich mit diesem Thema auseinander zu setzen ist gar nicht so einfach.Denn jeder interpretiert " Fremdsein" anders.Doch in diesem Büchlein wurde es aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet .Dabei geht es um Flüchtige,Angst im eigenen Umfeld,Jobängste,soziale Einfügung,usw.Viele Geschichten regen zum Nachdenken an .Teilweise war ich sehr emotional berührt und den Tränen nahe.Dies ist eine Büchlein welches man unbedingt einmal gelesen haben sollte.Es hat mir sehr gut gefallen und ich werde es wohl noch öfters lesen.























