Bücher mit dem Tag "prokrastination"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "prokrastination" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Verity (ISBN: 9783423230124)
    Colleen Hoover

    Verity

     (1.236)
    Aktuelle Rezension von: Juliandherbooks

    S P O I L E R     E N T H A L T E N

     

    Was.

    Zur.

    Hölle. 

    Das  war so ziemlich mein häufigster Gedankengang, den ich beim Lesen von "Verity" hatte. 

    Colleen Hoover schreibt aus einem Abgrund hinaus und zieht den Leser mit hinein. 

    Das Buch startet stark mit dem Satz "Erst höre ich das Geräusch eines berstenden Schädels, dann spritzt mir sein Blut entgegen".

    Yes, so geht´s los. Alleine dieses erste Kapitel leistet Vorarbeit für den Ton, den das Buch anschlägt. 

    Der -zumindest nach diesem ersten Kapitel- sehr ruhige Einstieg ließ mich in Sicherheit wiegen und mich Lowen kennenlernen. 

    Sie ist eine sehr introvertierte, schlafwandelnde und nicht allzu erfolgreiche Autorin, die die gefeierte Psychothriller-Reihe der berühmten Autorin Verity Crawford zu Ende schreiben soll, nachdem diese einen Unfall hatte, der sie in ein Wachkoma versetz hat.

    Lowen muss nun einige Wochen auf dem Anwesend er Crawfords verbringen, Jeremy Crawford -Veritys Mann- ist der love interest unserer Protagonistin und weist sie in die Arbeit, die Notizen und die Vorarbeit seiner Frau ein. 

    Stück für Stück erarbeitet sich Lowen Veritys Psyche, ihre Buchreihe und stolpert dabei über eine Autobiographie-Manuskript der Autorin, in dem sie schreckliche Dinge offenbart.

     

    Ich mochte die Idee sehr, dass Lowen sich durch die Arbeit an der Buchreihe mit Verity beschäftigen muss und sich im Prinzip ihre Denkweise aneignen will, um die Reihe zu vervollständigen.

    Währenddessen wohnt sie durchgängig auf dem Anwesen der Crawfords und nähert sich Jeremy an. Und Verity... fängt an Amok zu laufen. 

     

    Colleen Hoover hat ein sehr feines Gespür für Horror; sie lässt kleine Dinge geschehen, die aber unglaublich nervenauftreibend sind.

    Beispielsweise sieht die Protagonistin, während sie Jeremy in der Eingangshalle küsst, Verity am Treppenansatz stehen, obwohl diese ja im Wachkoma im Bett liegen sollte.

    Die mit Abstand gruseligste Stelle find eich jedoch war die, in der Lowen ihr Schlafwandeln zum ersten Mal auf dem Crawford Anwesen zum Verhängnis wird: sie wacht mitten in der Nacht in Veritys Krankenbett auf!

     

    Von da an wusste ich: okay, wenn ich jetzt weiterlese, passiert irgendwann irgendetwas Schlimmes. Wobei das eigentlich auch die Grundstimmung dieses Buches ist. Man erwartet durchgehend mit klopfendem Herzen, dass auf der nächsten Seite die Hölle losbricht und die Spannung ihren Höhepunkt erreicht.

     

    Diese Spannung wird anhand der Autobiographie Veritys aufgebaut, in der der Leser Einblicke in ihr Leben vor dem Unfall erhält.

    Verity beschreibt seitenlang ihren Sex mit ihrem Mann -diese Szenen waren irgendwann einfach nur noch nervig und haben zum Buch nichts weiter beigetragen, als die Besessenheit der Autorin (damit meine ich natürlich Verity und nicht Colleen Hoover - puh, man gerät beim Schreiben ganz schon durcheinander...) Jeremy darzulegen- und zudem die Geburt ihrer Kinder.

    Sie schreibt unglaublich schreckliche Dinge über ihre eigene Familie, was mich beim Lesen stocken lassen hat. Die Autobiographie stellt ihre eigene Autorin als eine von ihrem Mann besessene, soziopathische Frau dar. 

     

    Zum Ende hin provoziert Lowen Verity ungemein, um zu beweisen, dass diese nicht im Koma liegt.

    An diesen Stellen habe ich Lowen wirklich gehasst, egal wie viel Angst sie vor Verity hatte, sie verhält sich extrem respektlos und abstoßend. Aber genau das ist es ein bisschen, was ich an ihr so mag: sie zeigt selber sehr düstere Seiten an sich, sodass ich (auch, weil oft erwähnt wurde, dass Verity ihre Psychothriller aus der Sicht des Bösen schreibt) oft dachte, dass sie selber schlussendlich der Bösewicht sein würde.

    Ich hätte es sehr geliebt, wenn Colleen Hoover Veritys Schreibstil kopiert und das Buch "Verity" ebenfalls aus der Sicht des Bösewichts geschrieben hätte. 

     

    Nun, ein wenig hat sie das vielleicht sogar getan. Schlussendlich stehen zwei Wahrheiten gegeneinander: Verity schreckliche Autobiographie, die sich als angebliche "Schreibübung" ihrer Lektorin entpuppt, gegen einen Brief Veritys, in dem sie selber Jeremy des versuchten Mordes an ihr bezichtigt und die Biographie als Schreibübung erklärt. 

    Vorher haben Lowen und Jeremy sie allerdings ermordet, sodass man unsere Protagonistin doch ein wenig als Antagonistin sehen könnte. 

     

    Hier tut sich ein sehr großer moralischer Konflikt auf: war es gerechtfertigt, Verity zu ermorden? Nachdem diese ihre Familie terrorisiert hat, in ihrer Autobiographie drastische Darstellungen des Mordes und Mordversuches an ihren eigenen Kindern beschrieben hat, während ihre Kinder im echten Leben unter nicht ganz eindeutigen Umständen starben?

    Oder soll Lowen Veritys Brief glauben und ist Jeremy in Wahrheit ein Psychopath und sie selber nur ein hilfloses Opfer?

     

    Ich persönlich glaube weiterhin der Autobiographie. Verity ist eine "Meisterin im Verdrehen der Wahrheit" und die Sache mit der Schreibübung erscheint mir doch relativ weit hergeholt. 

    Nehmen wir an, die Polizei würde die Autobiographie lesen und darin eindeutige Geständnisse finden, die Verity als Mörderin ihrer Tochter darstellen und ihren eigenen "Unfall" lediglich als Flucht vor dem Gesetz.

    Wenn Verity sich nun verteidigen müsste, ihren "Wachkomazustand" fallen lassen müsste und zu erklären hätte, dass sie über Monate hinweg ein Koma vorgetäuscht hat und diese Dinge nur als "Übung" geschrieben hätte, wäre das eine schlechte Verteidigung. Niemand würde ernsthaft einer Person glauben, die in der Lage ist, monatelang eine Lüge aufrecht zu erhalten. 

     

    Außerdem ist Verity selber ein sehr großes Risiko eingegangen, indem sie diese Autobiographie überhaupt so glaubwürdig und wasserfest geschrieben hat. Welcher Mensch würde so grausame, persönliche Sachen zum Spaß schreiben? Diese Tatsachen zeigen für mich deutlich an, dass Verity schwerwiegende mentale Probleme aufweist und die daher ihren eigenen "Unschuldsbrief" völlig unglaubwürdig machen.

     

    Insgesamt jedoch habe ich das Buch sehr geliebt: diese düstere Stimmung, Lowen als unperfekte Protagonistin und die Grundidee mit der Autorin im Wachkoma, deren Buchreihe von einer Ghostwriterin beendet werden muss (während diese dann auf ein Verbrechen stößt in einem horrormäßigen Anwesen) ist außerordentlich spannend :))

     

    Daher gebe ich "Verity" 5 Sterne <3

  2. Cover des Buches Schluss mit dem ewigen Aufschieben (ISBN: 9783593393513)
    Hans-Werner Rückert

    Schluss mit dem ewigen Aufschieben

     (6)
    Aktuelle Rezension von: JohannesGroschupf
    Dieses Buch hat mir in meiner Arbeit als Autor wirklich geholfen. So viele Ideen, Skizzen, begonnene Manuskripte bleiben liegen, weil Ängste und irrationale Befürchtungen einen plötzlich und dauerhaft lähmen.
    Rückert gibt klare Handlungsanweisungen, vor allem aber lädt er ein, die komplexen Hintergründe und Verhaltensweisen von Menschen zu verstehen, die aufschieben. Und er zeigt, wie es doch gehen kann: mit Geduld, Spielfreude, klaren Entscheidungen und einem freundlichen Umgang mit sich selbst.
    Klare Empfehlung!
  3. Cover des Buches 23 Gewohnheiten gegen Prokrastination: Wie du die Faulheit hinter dir lässt und etwas in deinem Leben erreichst (ISBN: B00OM8OBGK)
    S.J. Scott

    23 Gewohnheiten gegen Prokrastination: Wie du die Faulheit hinter dir lässt und etwas in deinem Leben erreichst

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13
    In diesem Buch fasst der Autor das Problem der Prokrastination zusammen. Prokrastination ist das Vorsichherschieben von Aufgaben. Man boykottiert sich selbst im Gehirn mit Sätzen wie "Ich mach das später." oder "Jetzt hab ich gerade keine Lust.".
    Der Grundgedanke des Autoren ist gut und er lässt auch einige Theorien anderer "Meister" mit einfliessen. Leider ist nicht so klar für wen dieser Ratgeber ist. Dadurch wirken die Tipps und Beispiele etwas unpraktisch für den Leser. Aber wenn man darüber hinwegsehen kann, ist dieses kleine Büchlein ein netter Ideengeber.
  4. Cover des Buches Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin (ISBN: 9783499007316)
    Kathrin Passig

    Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Vyanne
    Dieses Buch ist für all jene Prokrastinationsprofis geschrieben, die sich erfolglos durch so geistreiche Tipps wie "Machen Sie sich eine terminierte To-Do-Liste!" gekämpft haben und immer noch prokrastinieren. An diesem Punkt hilft nur noch eins: die kognitive Umdefinition der eigenen Unfähigkeit zu einem etwas selbstwertdienlicheren Konstrukt.
    Das Buch enthält keine Übungen, sondern eher Gedanken zur Prokrastination. Sie ändern nicht unbedingt das Verhalten, eher die Einstellung. Und wenn man schon alles durch hat, kann das wirklich ein nicht zu unterschätzender Segen sein.
    Man muss dazu sagen, dass das Buch dem Leser eine gewisse geistige Reife dahingehend abverlangt, Humor (nebenbei sehr guten) von ernst gemeinten Vorschlägen zu unterscheiden - Smileys sind keine drin. Es ist natürlich keine Lösung, alles aufzuschieben und fröhlich weiterzuprokrastinieren. Eine wissenschaftliche Abhandlung ist es auch nicht unbedingt.
    Dennoch: ich fand es göttlich und ja, es half! Und zwar mehr als die ganzen pseudo-verhaltenstherapeutischen Übungsbücher. Es wirft ein ganz anderes Licht auf die Sache. Und endlich schreibt jemand, der SELBST prokrastiniert und nicht jemand, der das Problem nie hatte und leicht daher reden kann. Man muss sich nicht bei jedem Absatz denken: "Wenn du wüsstest, wie krass das bei mir ist...".
    Also: absolut empfehlenswert für Freunde des kognitiven Reframings.
  5. Cover des Buches Der Zauderberg (ISBN: 9783431038361)
    Piers Steel

    Der Zauderberg

     (4)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick
    „Warum wir immer alles auf morgen verschieben und wie wir damit aufhören“ lauter der Untertitel dieses aus dem Englischen übersetzten Buches, das dort „The Procrastination Equation“ heißt und sich mit den Forschungsergebnissen der Hirnforschung zum Thema „Verzögerung“ befasst. Dieses, jedem von uns bekannte Phänomen, dass wir viele Dinge gerne hinausschieben, ob es nun die Hausaufgaben, die Abgabe der Steuererklärung oder die Reinigung des Badezimmers ist, liegt an dem dauernden Kampf zwischen zwei verschiedenen Systemen in unserem Gehirn. In einem Teil spielt sich das ab, was man die Langzeitplanung nennen könnte, das andere wird von Begehren und der Lust gesteuert. Piers Steel macht das an einem schönen Beispiel deutlich. Stellen Sie sich vor, Sie leben in einem Haus, in dem im Erdgeschoß Menschen leben, die gerne spontan leben, oft feiern, nichts planen und alles dem Zufall überlassen. Und im ersten Stock leben Mieter, die alles im Griff haben, gerne arbeiten, alles vorausplanen und niemals aus der Kontrolle geraten. Da ist doch der Konflikt vorprogrammiert, oder ? Und so ähnlich kämpft es in unserem Gehirn, bei dem einen mehr, bei den anderen weniger, je nachdem, welcher Teil durch Vererbung oder auch durch Erziehung und kulturellen Hintergrund deutlicher ausgeprägt ist. Das vorliegende Buch stellt nicht nur diesen wissenschaftlichen Hintergrund her, sondern will mit vielen Beispielen seine Leser ermächtigen, den „Zauderberg“, der durch die vielen verschobenen und liegen gelassenen Dinge, Aufgaben und Tätigkeiten sich aufgetürmt hat und das Leben oft sehr belastet, abzutragen und gelassener und glücklicher zu leben. Ein Zitat von Martin Luther King, das auf der Umschlagsseite abgedruckt ist und auf das Piers Steel in seinem Buch Bezug nimmt, macht die Dimensionen des Phänomens deutlich, das eben nicht nur ein rein persönliches ist: „Über den bleichen Gebeinen und zerstreuten Ruinen vieler Zivilisationen stehen diese traurigen Worte: ‚zu spät’.“ Ein ganz persönliches Fazit: das Buch kann weiterhelfen - was aber auch hilft, ist das Einüben und auch Einhalten von in der heutigen Zeit als überholte Werte oft verachteten Haltungen wie Disziplin und Ordnung im eigenen Leben. Und das, mit Verlaub, ist kein rein genetisches Problem.

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