Bücher mit dem Tag "propaganda"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "propaganda" gekennzeichnet haben.

168 Bücher

  1. Cover des Buches Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele (ISBN: 9783789121272)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele

     (17.695)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_O_Malley

    Beim Erscheinen der Bücher hatte ich die Trilogie erhalten und war damals schon geflasht, wie sich die Geschichte in das politische Weltgeschehen spiegeln lässt.
    Auch heute, wo ich die Bücher gerade erneut lese, berührt mich die Macht der Politiker und Regierenden auf unangenehme Weise, die Gewalt, das Kleinhalten der Leute ud das Unterdrücken der "Aufständigen".

    Was ich am ersten Band gut finde, ist dass die weibliche Hauptperson eher als die unnahbare dargestellt wird und nicht als das kleine daueraufgelöste Mädchen, dass von den Gefühlen (zu Jungs oder Männern) überschwemmt wird.

  2. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453438224)
    Stieg Larsson

    Vergebung

     (2.318)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Teil 2 endet ja ein wenig mit einem Cliffhanger und Teil 3 ist wirklich eine Fortsetzung, die eher wie ein Nachwort von Teil 2 ist. (Teil 1 kann man unabhängig lesen, aber Teil 3 macht ohne den zweiten Teil keinen Sinn). Es ist auch spannend, aber die ersten beiden Bücher sind besser. Hier geht es - von der Gerichtsverhandlung auf den letzten 150 Seiten (von 850 Seiten) abgesehen - hauptsächlich um die Hintergründe und den schwedischen Staatsschutz. Daher ist es meiner Meinung nach nicht ganz so gut wie die beiden Vorgänger, sondern teilweise etwas trocken. Dennoch fiebert man wieder mit Lisbeth, Mickael und Erika mit und kann das Buch kaum weglegen. Schade, dass es die geplanten anderen Teile nicht mehr geben wird, aber so ist es auch eine runde Sache. Ich werde Lisbeth vermissen.

  3. Cover des Buches Racheengel (ISBN: 9783453533493)
    J.R.Ward

    Racheengel

     (637)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Die 13 Teil der "Black Dagger" Reihe geht es hauptsächlich um Rhevenge und Ehlena, die sich in Havers Krankenhaus kennenlernen. Er ist dort regelmäßig Patient und sie die Krankenschwester.

    Der erste Teil um die beiden hat mir sehr gut gefallen, da mich einige Entwicklungen bzw. Dinge die herauskamen überrascht haben.

    Mich hat die Geschichte genau wie die 12 Vorgänger bestens unterhalten und ich freue mich das im nächsten Teil, da sich da einiges gerade bei Rhevenge angebahnt hat, was noch sehr spannend werden kann.

  4. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (759)
    Aktuelle Rezension von: Alexa-Tim

    Das Buch habe ich im Buddyread mit jemanden zusammengelesen und bin darüber sehr froh.

    Den Schreibstil finde ich angenehm und gut zu lesen. Der Anfang ist spannend. Leider schweift der Autor danach zu oft ab, weshalb ich dann die Lust zum Weiterlesen eher verloren habe. Es hat einfach die Spannung rausgenommen aus der Geschichte. Wenn es um die Story ging und nicht um die Nebensächlichkeiten war es auch wieder spannend.

    Im hinteren Teil des Buches nahm die Spannung dann wieder richtig Fahrt auf. Der Fall war an sich sehr spannend und auch wie es damals in Russland zur Stalinzeit zu ging war einfach krass.
    Man hätte tatsächlich unwichtigeres im ersten Teil des Buches weglassen können.

    Von mir gibt es daher 3,5 Sterne.

  5. Cover des Buches Agent 6 (ISBN: 9783442475032)
    Tom Rob Smith

    Agent 6

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Sassl

    In diesem Abschluss der Trilogie um Leo Demidow begleiten wir ihn in 30 Jahren russischer, amerikanischer und afghanischer Geschichte der Geheimdienste und des Kommunismus. 

    Nach den ersten beiden Teilen Kind 44 und Kolyma hat mich Agent 6 leider enttäuscht. Der Politthriller hat wahnsinnig viele Längen, die sich um zu viel Politik der Geheimdienste drehen. 

    Der eigentliche Plot ist sehr interessant. Der schwarze amerikanische Sänger Jesse Austin ist großer Anhänger des Kommunismus. Doch nach vielen Jahren des Erfolgs wird er wird er von den Sowjets fallengelassen und von seinen eigenen Landsleuten verachtet. Nach einem Mordanschlag auf Jesse versucht Leo alles, um den wahren Täter zu finden.

    Die Geschichte beginnt jedoch bereits 15 Jahre vor dem Mord und erzählt wie Leo seine Frau Raisa kennengelernt hat. Anschließend vergehen 15 weitere Jahre, in denen wir Leo nach Afghanistan begleiten. Diese Ausflüge waren mir viel zu langatmig und lange Zeit wusste ich gar nicht, wo alles hinführen soll. Um den tatsächlichen Agenten 6 geht es schließlich auch nur auf den letzten 100 Seiten.

    Alles in allem kein schlechter Politthriller, aus dem Tom Rob Smith jedoch viel mehr hätte machen können nach den fabelhaften ersten beiden Teilen der Trilogie.

  6. Cover des Buches Das geraubte Leben des Waisen Jun Do (ISBN: 9783518465226)
    Adam Johnson

    Das geraubte Leben des Waisen Jun Do

     (138)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Eine fiktive Geschichte zeichnet die Zustände in Nordkorea. Ein Waisenjunge ist der Protagonist, mal als einfacher Soldat, oder als Funker auf einem Fischerboot, dann als Spion der auf Geheiss des 'Führers' rücksichtslos Japaner entführt; dann hangelt er sich auf wundersame Weise ganz hoch, wird Komandant und sowas wie die rechte Hand des zuweilen mit feinem Humor ausgestateten Diktators. Die Geschichte ist gespickt mit vielen unerträglichen Folterszenen, manch einer mag aus diesem Grunde das Buch nicht zu Ende lesen. Fantasie hat er ja der Herr Johnson - und wer weiss vielleicht ist die Realität noch viel grauenhafter..

  7. Cover des Buches DARKNET (ISBN: 9783499252440)
    Daniel Suarez

    DARKNET

     (196)
    Aktuelle Rezension von: Rodrik-Andersen

    Der „Daemon“ hat sich über das Internet weltweit verbreitet und festgesetzt. Seine Anhänger nutzen es, um Schmarotzer auszumerzen und zugleich eine Gesellschaft aufzubauen, die den Menschen langfristig ein nachhaltiges Leben ermöglicht. Doch diejenigen, die zunehmend an Macht und Einfluss einbüßen, wollen diese Abkehr vom Status quo nicht hinnehmen und mobilisieren sämtliche Kräfte, um den „Daemon“ zu stoppen oder zu infiltrieren. Welche Seite wird sich am Ende durchsetzen?

    Fazit: „Darknet“ ist ein gelungener Abschluss des Sci-Fi-Thriller-Zweiteilers. Allerdings reicht der Roman nicht mehr ganz an seinen Vorgänger heran. Das liegt zum einen daran, dass sich der „Daemon“ fest etabliert hat. Große, überraschende Wendungen, die den ersten Band besonders auszeichneten, bleiben also eher die Ausnahme. Stattdessen steht der Kampf zwischen den Anhängern des „Daemon“ und dem Establishment im Vordergrund, der auf beiden Seiten unbarmherzig und mit aller Härte geführt wird, was durchaus realistisch und glaubwürdig wirkt. Die Handlung gipfelt in den entscheidenden Fragen, ob sich der „Daemon“ mit seinem neuen Weltordnungssystem durchsetzt, wie dieses System grundsätzlich funktioniert und wie es von den Menschen gestaltet werden kann. Wer den Auftakt verschlungen hat, so wie es bei mir schon mehrmals der Fall gewesen ist, wird also auch an diesem Roman nicht vorbeikommen und bestens unterhalten werden.

  8. Cover des Buches Jugend ohne Gott (ISBN: 9783744830072)
    Ödön von Horváth

    Jugend ohne Gott

     (548)
    Aktuelle Rezension von: AuroraM

    Eine interessante Geschichte mit verschiedenen Sichtweisen und einer Spannenden Geschichte.

  9. Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783730609774)
    George Orwell

    Farm der Tiere

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Natascha_W

    In "Farm der Tiere" beschreibt der Autor George Orwell eine Farm, auf welcher die dort lebenden Tiere ihren Gutsherrn verscheuchen. Mit der Absicht ein besseres, schöneres Leben zu führen bewirten sie die Farm selbst. Doch den korrupten Effekt von Macht haben sie dabei vergessen und so weicht der einstige Traum eines entspannten Lebens einem noch schlimmeren Leben.

    George Orwell hat mit dieser Fabel ein absolutes Meisterwerk erschaffen, welches wohl immer aktuell sein wird. Die einzelnen Charaktere sind toll beschrieben und man kann sich gut in die Tiere und ihre Denkweise hineinversetzen. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen!

    Meine liebsten Textstellen:
    - Das ist nichts als Lüge. Der Mensch dient keinem anderen Interesse als dem eigenen.
    - Der Komfort in Form von elektrischem Licht sowie heißem und kaltem Wasser in den Ställen und einer dreitägigen Arbeitswoche, den Snowball den Tieren einst so Visionär in Aussicht gestellt hatte, war kein Thema mehr.

  10. Cover des Buches Berlin 1936 (ISBN: 9783328101963)
    Oliver Hilmes

    Berlin 1936

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Wenn derzeit gerade Tausende Sportlerinnen und Sportler um olympische Medaillen in Peking kämpfen, ist dieses Buch passend. Es gibt durchaus einige Ähnlichkeiten zwischen den Olympischen Spielen 1936 und denen von 2022. Hier wie da wird die Weltöffentlichkeit durch die gewaltige PR getäuscht. Ist es 1936 eine Alibi-Jüdin, die an den Spielen teilnehmen darf, so ist es 2022 eine uigurische Fackelläuferin, während rund zwei Millionen Uiguren in diversen Umerziehungslagern gefangen gehalten werden. 

    Doch zurück ins Jahr 1936. 

    Wir folgen zahlreichen Sportlerinnen und Sportlern, hören uns in Berlin und Umgebung um, und tauchen ein in die Scheinwelt, die das NS-Regime für die Welt aufgebaut hat. Während dieser 16 Tage werden die Repressalien gegen die Juden vor allem in Berlin quasi ausgesetzt. Man will ja ein offenes multikulturelles Deutschland zeigen. So dürfen jüdische Bars und Nachtlokale den verpönten Swing spielen, Homosexuelle werden zwar beobachtet, doch vorerst in Rue gelassen. Während sich die Sportler auf ihre Wettkämpfe vorbereiten, macht das Regime dasselbe, um nach dem Erlöschen des Olympischen Feuers, das ihre zur Vernichtung von Andersdenkenden neu zu entfachen. 

    Wir dürfen auch den einen oder anderen Gast wie den amerikanischen Schriftsteller Thomas Wolfe begleiten, der in Berlin seinen Verleger Ernst Rowohlt trifft. Anfangs ist Wolfe fasziniert vom „neuen“ Deutschland, das so blitzblank erscheint. Erst die Hinweise einiger Betroffener, öffnet ihm die Augen. Er wird seine Erlebnisse nur wenig später zu Papier bringen. 

    Meine Meinung: 

    Oliver Hilmes ist für seine akribische Recherche bekannt. Hier in diesem Buch hat er sogar den Wetterbericht ausgegraben. So beginnt jeder Tag der Olympischen Spiele mit der Wettervorhersage des Reichswetterdienstes.  

    Und so ist auch das Buch gegliedert: Jedes der sechzehn Kapitel steht für jeweils einen Tag der Spiele.  

    Wir erleben die Triumphe von Jesse Owens mit, der auf die Gratulationen und den Handschlag von Adolf Hitler verzichten muss. Das ist vermutlich das einzige Mal in seinem Leben, wo die Diskriminierung der Schwarzen positiv zu sehen ist. 

    Zwischen den sportlichen Highlights sind immer wieder Sequenzen aus dem Kunst- und Kulturleben eingeflochten. Doch auch das Leben der Bevölkerung wird nicht ausgespart. So erfahren wir, dass trotz aller Bemühungen den ausländischen Gästen die „heile Welt“ vorzuspielen, einige Personen auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Dazu lesen wir einige dürre Zeilen aus den Polizeiberichten. 

    Oliver Hilmes gibt in diesem Buch die schizophrene Welt der Olympischen Spiele von 1936 wieder. Er unterstützt den Text durch zahlreiche Fotos und Zitate. 

    In einem „Was wurde aus..?“ erfahren wir, wie es einigen der erwähnten Personen nach den Olympischen Spielen ergeht. Wie wir es von Oliver Hilmes gewöhnt sind, gibt es ein Verzeichnis der Anmerkungen und ausführliche Quellen- und Literaturangaben. 

    Fazit: 

    Ein Buch, das man unbedingt lesen sollte, bevor man sich durch das Olympische Spektakel blenden lässt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne. 

     

     

  11. Cover des Buches Das kalte Licht der fernen Sterne (ISBN: 9783627002244)
    Anna Galkina

    Das kalte Licht der fernen Sterne

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Schmiesen
    "Ein bekannter russischer Kabarettist sagte einmal: 'In der Sowjetunion säuft nur die Eule nicht, weil nachts die Läden geschlossen haben.'"

    Nastja wächst in einer kleinen Stadt am Rande Moskaus auf. Dort verbringt sie ihre Kindheit und Jugend inmitten von Dreck, Mangel, Gewalt und Alkohol. Als sie sich in den ukrainischen Soldaten Dima verliebt, scheint sich alles zu verändern.

    Wenn man das Buch einmal in die Hand genommen hat, kann man es eigentlich kaum noch weglegen. Das liegt allerdings bedauerlicherweise nicht an einer besonders fesselnden oder ausgereiften Story, sondern eher daran, dass der Roman in Episoden abgefasst ist, die höchstens fünf oder sechs Seiten umfassen. Diese ausschnitthaften Einblicke in Nastjas Leben sind dabei durchaus mit einem gewissen Witz geschrieben, einer zarten Ironie, die den Schrecken erst so richtig hervorhebt.

    So liest man sich also voran in Nastjas Leben. Da gibt es zwar immer mal wieder schöne Sequenzen - z.B. die Beziehung zur Oma oder die (verbotene) Liebe zu Dima - aber im Großen und Ganzen sind Nastjas Beziehungen durchsetzt von Gewalt. Das erreicht manchmal dermaßen absurde Ausmaße, dass man beinahe nicht mehr schockiert ist. Wenn zum Beispiel Lena bei einer Bestrafungsorgie massenvergewaltigt wird, wenn die Mädchen an allen Ecken und Enden nur Exhibitionisten, Vergewaltiger und Mörder treffen und die eigene Mutter zu Nastja sagt, dass eine Abtreibung halt zum Leben einer jeden Frau dazugehört - dann macht es irgendwann keinen Spaß mehr. So soll also die Sowjetunion Ende der 80er gewesen sein? Das ist dermaßen überzeichnet (v.a. weil das alles im Leben nur eines Mädchens geschieht), dass es unglaubwürdig wird. Und so verliert die Geschichte jegliches Potenzial, zu berühren oder zu schockieren. Insbesondere, da sich Nastja diesen Ereignissen gegenüber immer sehr passiv und ungerührt zeigt. 

    Als die Geschichte zur Liebesgeschichte wird, nimmt sie noch dazu bemüht poetische Züge an, was nicht ins Bild der ansonsten äußerst derben und vulgären Sprache passen will. Die Wendungen, die Nastjas Leben ab dem Zeitpunkt ihrer "Flucht" mit Dima nimmt, sind nur noch skizzenhaft beschrieben. Dafür werden der Bibliotheksdirektorin Tamara Gerassimowna und ihrem Liebesleben gegen Ende des Buches mehrere Kapitel gewidmet, die mit der Gesamtgeschichte rein gar nichts zu tun haben. Nun ja.

    Das Buch mit dem wohlklingenden Namen "Das kalte Licht der fernen Sterne" gesellt sich still und leise zu den unermesslichen Reihen mittelmäßiger Literatur. Dem deutschen Leser die Sowjetunion als die ultimative Hölle zu präsentieren, ist ja schon fast ein Trend. Was jungen Frauen durchaus zustoßen kann, beschreibt Galkina leider so überzogen und gleichzeitig emotionslos, in einer solch unglaubwürdigen Fülle, dass dabei jeglicher Bezug zur Geschichte verloren geht. Das muss man nicht gelesen haben. Und wenn man es doch tut, dann geht es immerhin schnell.
  12. Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783257261370)
    George Orwell

    Farm der Tiere

     (763)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der geschichtlich vorbelastete Mensch entdeckt sehr schnell, das Orwell hier mehr oder weniger 1:1 die russische Revolution beschreibt.

    Die ganze Erzählung ist eine Parabel auf die Entwicklung des Sozialismus in der Sowjetunion, die Tiere stehen entweder für konkrete Personen, wie Stalin oder Trotzki oder für Bevölkerungsgruppen wie die Intelligenzija in der Sowjetunion.  

  13. Cover des Buches Die Herren der Unterwelt - Schwarze Lust (ISBN: 9783899416503)
    Gena Showalter

    Die Herren der Unterwelt - Schwarze Lust

     (160)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Im 3. Teil begleiten wir Reyes, den Träger des Schmerzes. Um seinen Dämon zufrieden zu stellen, muss er sich selbst Schmerzen zufügen. Sein Herz hängt an Danika, die wir schon in Teil 1 kennen gelernt haben. Und die die Titanen grundlos(?) unbedingt tot sehen wollen.

    Hatte hier endlich mal nicht so sehr das Gefühl einer Insta-Story. Süß schrieben und auch hier kriegen wir wieder Einsichten zu den anderen Kriegern. Interessanterweise darf der Leser aber auch mal bei den Feinden reinschnuppern. Vielleicht wird das in den Folgebänden noch 1-2x mehr vorkommen. Wäre zumindest interessant.

    Und wieder war mir das Ende etwas zu kurz angebunden. Bin gespannt, wann es rauskommt, warum Aeron im entscheidenden Moment zusammengesackt ist…

    Was mich immer noch nervt, sind die ständigen Teaser zu Paris‘ Geschichte. Ich will nicht noch so viele andere Geschichten vor mir haben…

  14. Cover des Buches Fabian (ISBN: 9783038820086)
    Erich Kästner

    Fabian

     (320)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Der junge Fabian, arbeitsloser Student im Berlin Mitte der 1920er Jahre streift ziellos durch die Metropole. Dabei kommt er nicht nur durch das Nachtleben, den Luxus, die Bordelle und die Sonnenseite, sowie auch die Schattenseiten und das Elend. Dabei lernt er die Liebe kennen, die Menschen und deren falsches Gesicht, aber auch das persönliche Scheitern.

     

    Der Autor erzählt die bewegenden Zeiten in Berlin in den 1920er Jahren mit allen Schattenseiten und Glanzpunkten. Die Großstadt und das moderne Leben werden großartig erzählt und ironisiert. Dadurch gelingt ein, aus heutiger Sicht historischer Blick, auf die Zwischenkriegszeit und das Leben vor dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft, der immer noch aktuell und lesenswert ist.

  15. Cover des Buches Catching Fire (ISBN: 9780545101431)
    Suzanne Collins

    Catching Fire

     (37)
    Aktuelle Rezension von: tedesca
    Der zweite Teil der "Hunger Games" - Trilogie schließt in jeder Hinsicht nahtlos an den ersten an. Relativ bald wird klar, dass sich weder die Hauptfiguren noch der Leser in Ruhe zurücklehnen können. Eigentlich sollten die Sieger der Hunger Games ja nur mehr ihre Pflichten erfüllen müssen, doch Katniss' kühner Einfall, der sie und Peeta vorläufig am Leben erhalten hat, bleibt nicht ungestraft. Und so ziehen die beiden erneut in eine Arena ein, die diesmal extrem tückisch und ausweglos erscheint. Wären da nicht plötzlich die vielen anderen Teilnehmer, die sich auf ihre Seite schlagen. Wem kann man trauen, was sind die Motive hinter dieser seltsamen Solidarität? In einem grandiosen Finale lüftet sich dieses Geheimnis und lässt den Leser in einer Welt zurück, in der es nichts mehr zu verlieren gibt.   Besonders faszinierend an diesem Buch fand ich die Idee der Arena. Man darf hier ja nicht zu viel verraten, aber dieses ausgeklügelte System, mit dem die Teilnehmer der Spiele an den Rand des Wahnsinns getrieben werden, ist wirklich äußerst fantasievoll. Da bewundere ich die Autorin wirklich für ihre Idee. Ich mag auch ihre Art, die Figuren zu beschreiben, die einem in diesem zweiten Teil jetzt noch intensiver vorgestellt werden. Abseits von Katniss und Peeta werden auch andere Personen greifbarer, spielen eine wesentliche Rolle im gesamten Geschehen. Jugendliteratur vom Feinsten, und auf jeden Fall ein spannendes Leseerlebnis für Erwachsene.   Ein besonderes Lob noch einmal an Carolyn McCormick, die den Figuren unverkennbare Stimmen gibt und die Geschichte mit der richtigen Leidenschaft liest, ohne zu übertreiben.
  16. Cover des Buches Roter Zar (ISBN: 9783426510490)
    Sam Eastland

    Roter Zar

     (45)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    1929: Pekkala war das Smaragdauge des Zaren, sein besonderer Ermittler. Nach Jahren im Gulag in Sibirien, bittet man ihn schließlich den Tod der Zarenfamilie zu untersuchen, und stellt ihm im Zuge dessen seine Freiheit in Aussicht.

    „Roter Zar“ ist der erste Band einer Reihe und bereits 2010 entstanden. Mir hat die Erzählweise gut gefallen, abwechselnd erfährt man das aktuelle Geschehen bzw. Pekkalas Erinnerungen aus der Zeit vorher, wir erfahren so, wie er das Smaragdauge des Zaren wurde, und schließlich im Gulag landete. Pekkala ist ein interessanter Charakter, den man gut kennenlernt. Er versucht sein bestes zu geben, hat aber auch Schwächen. Ich bin gespannt, wie er sich im Laufe der weiteren Bände entwickeln wird.

    Es gibt zwei weitere wichtige Charaktere, die Pekkala bei seinen Ermittlungen zur Seite stehen, einer ist recht zwielichtig, und stammt aus Pekkala Vergangenheit, der andere ist ein junger Mann, der eigentlich Küchenchef werden wollte, nun aber Kommissar ist. Wahrscheinlich wird einer der beiden zukünftig weiter eine Rolle spielen, auch hier bin ich gespannt.

    Natürlich weiß man heute, was mit den Romanows passiert ist, im Anhang finden sich dazu auch Anmerkungen des Autors. Trotzdem ist es interessant, den Ermittlungen zu folgen, die nicht ganz den historischen Verlauf wiedergeben. Man erfährt auch ein bisschen darüber, wie man im bolschewikischen Russland lebt, und auch Stalin tritt auf. Der Fall hat einige überraschende Wendungen, ganz zufrieden bin ich mit der Auflösung nicht, ich frage mich, warum Pekkala das mit seinen Erfahrungen und Fähigkeiten nicht früher erkannt hat – aber, wenn man bedenkt, was er alles erlebt hat, ist es auch nicht ganz unwahrscheinlich. Es fehlt vielleicht ein bisschen an Spannung, aber die habe ich hier auch gar nicht gebraucht, viel interessanter waren die einzelnen Entwicklungen, die Menschen und Hintergründe.

    Mir hat der Roman gut gefallen, auch wenn er ein bisschen die Geschichte beugt, wenn man aber die vielen Gerüchte rund um das, was mit den Romanows geschah, kennt, hätte es immerhin so sein können. Pekkala ist eine interessante Figur, ich freue mich darauf, ihn in weiteren Romanen wiederzutreffen. Von mir gibt es 4 Sterne, da mir die Auflösung nicht ganz logisch erscheint, insgesamt ist der Roman aber lesenswert.

  17. Cover des Buches Mein Russland (ISBN: 9783218010832)
    Carola Schneider

    Mein Russland

     (14)
    Aktuelle Rezension von: kruemelmonster798

    Carola Scheider nimmt ihre Leser mit nach Russland und versucht anhand von elf unterschiedlichen Porträts das Land zu beschreiben.
    Sie schreibt in ihrem Vorwort, dass ihr Buch weder eine repräsentative gesellschaftliche Studie noch eine wissenschaftliche Analyse ist, sondern eine zutiefst subjektive Auswahl von Menschen, die sie auch ebenso subjektiv beschreibt.

    Anhand der Porträts, die völlig unterschiedliche Menschen, ihre Hoffnungen, ihre Erfahrungen, ihr Leben mit vielen Widrigkeiten zeigen, kann man Russland ein wenig kennenlernen.
    Elf Porträts sind jetzt zwar nicht viel, aber ich fand die Auswahl der Interviewpartner/-innen in ihrer Unterschiedlichkeit hat schon einen Einblick ermöglicht, was Menschen in Russland umtreibt.
    Gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin die Menschen manchmal auch nach einiger Zeit wieder getroffen hat  und berichtet, was nach dem Gespräch noch geschehen ist.

    Der Schwerpunkt liegt auf der politischen Situation und weniger auf dem Alltagsleben.

    Mein Fazit: Leicht lesbarer und interessanter - sicherlich subjektiver - Einblick in ein großes, vielschichtiges Land.


  18. Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: 9783596512621)
    Rohinton Mistry

    Das Gleichgewicht der Welt

     (221)
    Aktuelle Rezension von: pengulina

    Indisches Epos, liebevoll erzählt

    Das Buch folgt vier Personen in einer indischen Großstadt (vermutlich Bombay/Mumbai) in den 1970er Jahren und wird anfangs mit Rückblenden in die 1940er und 1950er Jahre, die Zeit der Teilung Indiens, erzählt. Eine kurze Zusammenfassung ist schwierig – es geht um Armut, Vertreibung und das indische Kastensystem, aber auch und vor allem um den Wert von Familie, Zusammenhalt und Freundschaft. Mir hat besonders imponiert, dass der Autor seine Figuren ganz offensichtlich mag und bis in kleinste Details mit viel Humor und Zuneigung beschreibt, auch wenn es manchmal scheint, als habe er sämtliche Widrigkeiten auf seine vier Protagonisten projiziert.

    Das „Gleichgewicht“ im Titel stammt aus einem Satz, der im ersten Drittel des Buches fällt: You have to maintain a fine balance between hope and despair (Man muss das Gleichgewicht zwischen Hoffnung und Verzweiflung finden und halten). Und genau das machen die Protagonisten immer wieder. Die beschriebenen Ereignisse wirken auf mich plausibel, Abhängigkeiten und gegenseitiges Geben und Nehmen werden plastisch beschrieben. Mistry gelingt es, die Atmosphäre sichtbar, hörbar und vor allem riechbar zu machen. Man freut sich mit den Protagonisten und leidet mit ihnen und den anderen Figuren, bis zum bitteren Ende.

    Der Autor ist selbst in Bombay aufgewachsen und 1975 nach Kanada ausgewandert. Er kennt also die Verhältnisse in seinem Heimatland, insbesondere die (nur?) damals allgegenwärtige Korruption.

    Ich habe allerdings die englische Fassung gelesen, "A Fine Balance"

    Was ein Buch! Eine absolute Leseempfehlung von mir!

  19. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  20. Cover des Buches Gegen den Strom (ISBN: 9783775156950)
    Timothy Kang

    Gegen den Strom

     (10)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Chôl alias Thimothy Kang wurde 1987 in einem kleinen Dorf in Nordkorea geboren. In seiner Autobiografie erzählt er von schrecklichen Hungersnöten auf den Dörfern. Die Menschen ernähren sich teilweise von Gras, weil sie – im Gegensatz zu den Städtern aus Pjöngjang – kaum etwas zum Essen haben. Insgesamt ist das Leben in dem Staat der Kims, die sich als Götter verehren lassen, sehr eingeschränkt. Internet gab es zumindest zu der Zeit nicht, in der Buch entstand.

    „Da sieht man (im Fernsehen, falls man eines hat) zum Beispiel ein verarmtes Amerika, dessen Bevölkerung nur dank nordkoreanischer Hilfsgüter überlebt.“ (Seite 21)

    Chôl hatte eine lieblose Kindheit, überquerte mehrmals die Grenze nach China (von wo er als Wirtschaftsflüchtling wieder abgeschoben wurde) und lernte 15 verschiedene Gefängnisse von innen kennen. Neben ständigem Hunger herrschten dort unvorstellbare Zustände: die Insassen froren, bekamen kaum etwas zu essen, mussten entweder stundenlang stillsitzen oder schwere Arbeit verrichten.

    Das Einzige, was ihn in schwierigen Zeiten über Wasser hielt, war sein christlicher Glaube, den er in heimlichen Zusammenkünften in China kennenlernte. Seiner Bekehrung widmet er ein ganzes Kapitel und seine Überzeugung zieht sich durchs ganze Buch. 2008 gelang es ihm, in Südkorea anzukommen.

    „Vor mir liegt die Republik Korea. Dies ist das Land der Freiheit. Es ist das Land der Möglichkeiten. Hier gibt es Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Freiheit zum Leben. Es ist ein Land, in dem man seinen Bemühungen entsprechend belohnt wird. Es ist auch ein fortgeschrittenes Land mit Sozialhilfe, das verhungernde Menschen nicht ihrem Schicksal überlässt.“  (Seite 197)

    Immer wieder, wenn ich ein Buch über Nordkorea lese, kann ich kaum glauben, was darin steht. Doch die Inhalte ähneln sich, so dass sie sicherlich einen Wahrheitsgehalt aufweisen. Der Mut der Autoren darf bewundert werden, denn in solch einem totalitären Staat muss mit schweren Strafen gerechnet werden. Allein deshalb hat das Buch eine gute Bewertung verdient. Außerdem ist es sehr gut verarbeitet und der Text wird durch zahlreiche Zeichnungen untermalt.

    Doch leider kann ich nicht umhin, auch den Schreibstil zu bewerten. Und da sind mir neben vielen Wiederholungen und auch einige Widersprüche aufgefallen. Zum Beispiel habe ich gelesen, dass ihm seine Schuhe genommen wurden, er barfuss laufen muss und kurz darauf besitzt er Schuhe aus China. Oder: Er träumt davon zu lernen, kann aber schon lesen, obwohl er als Kind ständig auf der Flucht war anstatt zur Schule zu gehen.

    Die Schlussgedanken zur Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea erinnerten mich sehr an die Zeit in Deutschland vor 1989. Auf jeden Fall ist diese Autobiografie lesenswert – allein um zu sehen, wie es in anderen Teilen der Welt aussieht. 

  21. Cover des Buches Mag’s im Himmel sein, mag’s beim Teufel sein (ISBN: 9783218011303)
    Evelyn Steinthaler

    Mag’s im Himmel sein, mag’s beim Teufel sein

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin
    Das vorliegende Buch "MAG'S IM HIMMEL SEIN, MAG'S BEIM TEUFEL SEIN";  von Evelyn Steinthaler, mit dem Untertitel 'Stars und die Liebe unter dem Hakenkreuz' gibt uns heutigen Lesern einen Eindruck dessen, was nach den Nürnberger Rassengesetzen 1935 auf die Menschen in unserem Land zukam. Dabei handelt es sich um ein Sachbuch, das sich aber fast wie ein Roman liest.

    War es zuvor zwar von den einzelnen Religionsgemeinschaften gewünscht, dass sich ihre Gläubigen/Anhänger den jeweiligen Ehe- oder Lebenspartner in den eigenen Reihen suchte, so wurde die Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung durch die Rassengesetze von 1935 staatlich verordnet.  Doch die Liebe scherte sich noch nie um Gesetze, Verordnungen und Vorschriften. Sie passiert einfach. Gemischtrassig oder rassisch versippt wurden diese Paare genannt. Die Autorin führt uns vor Augen, mit welchen Schwierigkeiten und Repressalien gemischtrassige Paare zu kämpfen hatten. Den Kindern aus diesen Beziehungen erging es nicht besser. Halbjüdisch - bei einem jüdischen Elternteil oder vierteljüdisch bei einem jüdischen Großelternteil wurden die Nachkommen eingeteilt. Welches Leid daraus entstand, ist hinlänglich bekannt. In diesem Zusammenhang erinnere ich an die Aufzeichnungen von Victor Klemperer, als auch an den Mehrteiler, der nach diesen Tagebüchern als TV Film gedreht wurde.

    Doch zurück zu diesem Buch und der Autorin. Natürlich konnte man für sich und seinen Ehe- oder Lebenspartner Vorteile herausschlagen, wenn man von Hitler Anerkennung für seine Popularität erhielt. Auch der Diktator liebte es, sich mit bekannten Schauspielern ablichten zu lassen. Doch der Preis für die Künstler war hoch. Propagandafilme wurden gedreht. Dem damaligen Propagandaminister kommt dabei eine besondere Stellung zu.

    Evelyn Steinthaler wählte vier prominente Schauspielerpaare aus aufzuzeigen, wie sie unter den Rassegesetzen zu leiden hatten. Heinz Rühmann, dessen Ehe mit seiner ersten Ehefrau bereits gescheitert war nützte seine Popularität, dieser Frau die Ausreise ins Ausland zu ermöglichen. Kurt Weill und Lotte Lenya, die ihrer Zeit weit voraus waren und eine sehr "offene Ehe" führten, hielten jedoch in der Not zusammen und emigrierten in die USA. Hans Albers und seine Geliebte Hansi Burg lavierten sich durch diesen ganzen Albtraum, bis dieser endlich vorbei war. Das tragischste Paar war Joachim Gottschalk und Meta Wolff, die dem ganzen Druck nicht standhalten konnten und am Ende den Freitod wählten.

    Wir, aus unserem heutigen sicheren Sofaplatz können wohl nur erahnen, was diese Menschen mitgemacht haben und in welcher Angst sie Tag für Tag lebten.

    Auf 190 Seiten, zuzüglich anschließendes Quellenverzeichnis, hat die Autorin Evely Steinthaler gute Arbeit geleistet. Dass sie dabei nicht überall in die Tiefe gehen konnte, versteht sich von selbst. Doch ihr gelingt es auf diesen 190 Seiten, den Lesern die Thematik nahe zu bringen und die Neugierde auf mehr Informationen zu wecken.

    Ich würde empfehlen, dieses Buch langsam oder wie ich, zweimal zu lesen, da ich der Meinung bin, erst beim zweiten Lesen, wenn man schon einen Überblick hat, bekommt man als Leser die ganzen Feinheiten mit.
  22. Cover des Buches Warum schweigen die Lämmer? (ISBN: 9783864892257)
    Rainer Mausfeld

    Warum schweigen die Lämmer?

     (8)
    Aktuelle Rezension von: CarmenHuebner
    Das Buch umfasst die wichtigsten Beiträge Rainer Mausfelds, die auf Youtube veröffentlicht wurden. Dabei geht er analytisch und unaufgeregt an ein Thema heran, das uns alle betrifft, nämlich die Beeinflussung der Bevölkerung durch sehr subtile Propagandatechniken. Der Sinn dahinter ist einfach: Wir sollen im Sinne der Eliten funktionieren.
    Jeder Artikel ist so geschrieben, dass es auch einzeln lesbar ist. Es gibt viele Querverweise im Buch, wenn ein Thema in einem Text nur angerissen wird. Abbildungen, Grafiken und Zitate runden die wissenschaftlichen Texte in bekannter Manier ab. Bei aller Sachkenntnis hat das Buch eine leicht verständliche Sprache. Für mich ist es ein Standardwerk, das man lesen sollte, um mehr über unsere vermeintliche Demokratie, Eliten und Propaganda (neutraler als Publik Relation bezeichnet) zu lernen und einen Blick hinter die Fassade der Welt zu bekommen. Dieser Blick ist allerdings nicht angenehm und hinterlässt einen faden Nachgeschmack. Allerdings erfahren wir in diesem Buch auch, wie wir die subtilen Techniken durchschauen lernen.
     
    Inhalt:
    Warum schweigen die Lämmer?
    Wie sich schwerste Kriegsverbrechen und Verletzungen moralischer Normen für die Bevölkerung unsichtbar machen lassen.
     
    Die Angst der Machteliten vor dem Volk.
    Demokratiemanagement durch Soft-Power-Techniken
     
    Die neoliberale Indoktrination.
    Gespräch mit den NachDenkSeiten
     
    »Wer das Land besitzt, der soll es auch regieren«
    Repräsentative Demokratie als Mittel der Demokratievermeidung
     
    Massenmediale Indoktrination.
    Gespräch mit Jens Wernicke
     
    Wie sich die »verwirrte Herde« auf Kurs halten lässt.
    Die Einschränkung des öffentlichen Debattenraumes und die Ächtung von Dissens
     
    Phantom-Mitte-Kartellparteien-Bundestagswahl, Anmerkungen
     
    Rassismus, Kapitalismus und die Wertegemeinschaft der »Herrenmenschen«
    Gespräch mit Marko Junghänel
     
    Demokratie und weiße Folter
    Wie die Psychologie dazu beitrug, Folter unsichtbar zu machen
  23. Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783548289458)
    George Orwell

    1984

     (3.969)
    Aktuelle Rezension von: Minijane

    Den Klassiker „ 1984“ von George Orwell wollte ich schon lange mal lesen und damit eine Bildungslücke schließen. Ich kann jetzt sagen, dass ich selten ein so düsteres und hoffnungsloses Buch gelesen habe. 

    Orwell entwirft in seinem Roman einen grausamen Überwachungsstaat aus dem es kein Entkommen gibt. Die Ideologie die hinter dieser Welt, die sich Ozeanien nennt, verbirgt, ist einfach nur menschenverachtend. Die Bewohner dieses totalitären Staates werden ständig überwacht und, fallen sie negativ auf, werden sie gefoltert ( und das zu lesen war nur schwer auszuhalten) oder getötet bzw. vaporisiert, wie man die Erschiessung hier nennt.

    Wenn man bedenkt, wie alt das Buch ist (1949 erstmals erschienen) und wie viele der düsteren Visionen tatsächlich wahr geworden sind, ist dieser Klassiker wirklich ein wichtiges Buch, dass man vielleicht mal lesen sollte. Wir haben das Glück in einer Demokratie zu leben und holen uns Alexa freiwillig ins Haus, aber andere Staaten sind schon deutlich näher an die dystopische Welt von Orwell herangerückt. Das Buch kritisiert auch keinen speziellen Staat aber erinnert sehr massiv daran, dass Demokratie und Freiheit nicht selbstverständlich sind.

  24. Cover des Buches Propaganda (ISBN: 9783499276477)
    Steffen Kopetzky

    Propaganda

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Nicolai_Levin

    Eine Tour de Force unternimmt Steffen Kopetzky mit seinen Lesern: Vom Missouri-Staatsgefängnis im Sommer 1971, wo der deutschstämmige Major John Glueck auf seinen Prozess wartet und seine Erinnerungen niederschreibt, die ihn (und uns) ins frischbefreite Frankreich des Sommers 1944 führen, in dem Propagandaschreiber Glueck den großen Ernest Hemingway trifft. Auf der Suche nach einem geeigneten Schauplatz für einen kathartisch-befreienden Kampfbericht landet er mit den vorrückenden amerikanischen Truppen in der Nordeifel im Hürtgenwald, wo im Herbst 1944 die US-Army von der Wehrmacht der Nazis unter grausamen Verlusten zurückgeworfen wurde. Sein Lebensweg wird ihn über das Nachkriegsdeutschland zurück in die USA führen, wo er in Vietnam in einem chemikalienverseuchten Straßengraben seine Haut ruiniert und den Kampf gegen die US-Regierung und ihren Krieg aufnimmt, der ihn in Missouri ins Gefängnis bringen wird.


    Von Stil und Aufmachung ist das erfrischend unbeschwert und sehr angelsächsisch gehalten (und das meine ich positiv!). Die Geschichte ist spannend und interessant: Die extrem verlustreichen Kämpfe in der Eifel sind im deutschen Kollektivgedächtnis irgendwie gar nicht verankert, schon deshalb ist das Buch jeder/m geschichtsinteressierten Leser_in zu empfehlen. Dazu kommen eindrückliche (und witzige) Beschreibungen von der Entourage der Kriegsreporter rund um Papa Hemingway und das amüsante Pennsilfania-Deitsch von Gluecks Kameraden.


    Da und dort will uns Kopetzky ein bisschen zu viel Interessantes erzählen, das wir noch nicht kannten. Neben den oben schon erwähnten Elementen erfahren wir auch die kuriose Geschichte der völkerrechtlich unabhängigen Nation der Cherokee, die wesentliche Rolle, die Crystal Meth bei den Erfolgen der Wehrmacht gespielt haben mag, die RAND Corporation als privatwirtschaftlich organisierter Thinktank des US-Militärs, die Hexenjagd McCarthys, die bis ins Münchener Amerikahaus reichte und die Anfänge des Beratungsriesen McKinsey: Es kommen am Ende ein bisschen zu viele "Wetten, dass Sie nicht wussten" Momente zusammen. Da hätte er vielleicht lieber seine Erkenntnisse auf drei oder vier Bücher verteilt.


    Sonst aber: Gern gelesen.

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