Bücher mit dem Tag "propaganda"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "propaganda" gekennzeichnet haben.

59 Bücher

  1. Cover des Buches Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele (ISBN: 9783751203036)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele

    (17.941)
    Aktuelle Rezension von: elisa_shrf

    Ich kannte bisher nur die Filme und war daher nie interessiert an der Reihe, aber ich entschied mich dennoch das Buch zu lesen und muss sagen ich war durchweg begeistert von dem Buch. Die Geschichte war unfassbar spannend und ich habe das dystopische total geliebt. Meiner Meinung nach ein Muss für jeden!

  2. Cover des Buches Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an (ISBN: 9783751207164)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an

    (525)
    Aktuelle Rezension von: Samaire

    In dem neuen Buch der Panem Reihe treffen wir den jungen Haymitch und seine Familie, bevor er bei den 50. Hungerspielen teilnehmen muss. Er führt ein normales Leben in Distrikt 12, versucht sich und seine Familie über Wasser zu halten und soviel Zeit, wie es geht mit seiner Freundin Lenore Dove zu verbringen.

    Doch dann wird er beim Versuch seine Freundin am Tag der Ernte zu beschützen zwangsrekrutiert und muss an den 50. Hungerspielen teilnehmen. In Haymitch erwacht der Geist der Rebellion und er versucht alles, um dem verhassten Regime das Jubeljubiläum zu vermiesen. 

    Schon "Das Lied von Vogel und Schlange" trat mit dem Claim an, dem Leser zu erklären, wieso Figuren werden, wie sie werden. Das ist nun leider bei "Das Lied von Vogel und Schlange" schief gegangen, denn am Ende war ich den Gräueltaten, die Präsident Snow später anrichten wird nicht näher gekommen und auch emotional hat mich die Geschichte an fast keinem Zeitpunkt wirklich abgeholt.

    Das macht "Der Tag bricht an" so so viel besser! Haymitch als Figur ist erst einmal gar nicht der zynische Alkoholiker, den wir aus der Original Trilogue kennen und doch kann man am Ende sagen: man versteht, warum und wie er genau zu dieser Person wurde. Auch die junge Effie ist ein toller Charakter, der einen die spätere Effie noch mehr verstehen lässt, auf dieser Ebene hat das Buch wirklich alles gegeben und mir sehr gefallen.

    Die Hungerspiele an sich sind etwas weniger spektakulär als die der Vorgängerbücher - wobei man hier auch sagen muss: Es ist nun mal auch immer das gleiche Konzept. Bahnbrechend Neues darf und sollte man nicht erwarten.

    Mich würde nun einmal ein Nachfolger der Originalreihe interessieren, was passierte nach dem Sturz des Regimes? Zeit für die Reihe nach vorne zu schauen und nicht immer nur nach hinten.

    Bis dahin ist "Der Tag bricht an" aber ein tolles Buch für Fans und hat mir Haymitch wirklich um einiges näher gebracht.

  3. Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783864459870)
    George Orwell

    Farm der Tiere

    (1.000)
    Aktuelle Rezension von: Papercut

    „Farm der Tiere“ ist eine kurze, aber außerordentlich wirkungsvolle politische Parabel. In der scheinbar einfachen Geschichte eines Bauernhofs, auf dem die Tiere die Herrschaft der Menschen abschütteln, entlarvt Orwell mit scharfem Witz und bitterer Ironie die Mechanismen von Macht, Manipulation und Verrat an Idealen. Die anfängliche Hoffnung auf Gleichheit und Gerechtigkeit weicht Schritt für Schritt einer neuen Tyrannei – subtil, logisch und erschreckend plausibel erzählt.


    Besonders eindrucksvoll ist Orwells Sprache: klar, zugänglich und dennoch vielschichtig. Die Tiere sind prägnant charakterisiert und stehen symbolisch für gesellschaftliche Gruppen, ohne dabei ihre erzählerische Lebendigkeit zu verlieren. Gerade diese Einfachheit macht die Allegorie so kraftvoll; sie erlaubt Leserinnen und Lesern jeden Alters, die Geschichte zu verstehen, während ihre politische Tiefe mit zunehmender Reflexion immer deutlicher wird.


    Trotz seines historischen Bezugs wirkt das Buch zeitlos. Die dargestellten Strategien der Propaganda, die Umdeutung von Regeln und die schleichende Konzentration von Macht sind auch heute noch erschreckend aktuell. „Farm der Tiere“ ist daher nicht nur Pflichtlektüre im schulischen Kontext, sondern ein Werk, das zum kritischen Denken anregt und lange nachhallt.

  4. Cover des Buches Erzählende Affen (ISBN: 9783550201677)
    Samira El Ouassil

    Erzählende Affen

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Wir Menschen lieben Geschichten. Wir erzählen sie über uns selbst und andere, sie begegnen uns - natürlich - im Kino, im Fernsehen und in Büchern, aber auch in dem, was unsere Gesellschaft zusammenhält und spaltet. Die beiden Geisteswissenschaftler*innen Samira El Ouassil und Friedemann Karig widmen sich in ihrem Sachbuch "Erzählende Affen" der komplexen Frage, wie Geschichten unser Leben und unsere Gesellschaft prägen. Dabei geben sie in der ersten Hälfte des Buches viel Grundwissen zu modernen Literaturtheorien an die Hand und spezialisieren sich insbesondere auf die Heldenreise, die - wie ich lernen durfte - auf fast alle unsere Geschichten anwendbar ist. Beispiele für die Heldenreise geben sie zuhauf, von antiken Epen wie "Illias" und die "Odyssee" bis hin zu den modernen Sagen wie "Harry Potter" oder "Der Held der Ringe" ist alles dabei, leider spoilern die beiden auch gerne einmal die Enden der Geschichten. In der zweiten Hälfte von "Erzählende Affen" geht es um aktuelle Narrative der Politik, Klimakrise und Gesellschaft - und wie sie anders erzählt werden könnten, um Veränderungen anzustoßen. Ich fand Karigs und El Ouassils Thesen durchaus spannend und habe auch viel aus ihrem Sachbuch mitnehmen können, allerdings leidet das Buch für mich unter seiner Ausführlichkeit. Die zahlreichen Fußnoten und Exkurse haben meinen Lesefluss sehr gehemmt, auch sprachlich habe ich "Erzählende Affen" als viel zu akademisch und schwer zugänglich empfunden. Zudem hatte ich am Ende des Buchs das Gefühl, dass trotz der Seitenstärke und Themenfülle die nötige Tiefe verloren gegangen ist. Von mir gibt es daher nur eine Empfehlung, wenn ihr euch besonders für das Thema Macht von Geschichten interessiert.

  5. Cover des Buches Fabian (ISBN: 9783038820086)
    Erich Kästner

    Fabian

    (339)
    Aktuelle Rezension von: Loly

    Zum Inhalt:

    Dr. Jacob Fabian ist Germanist und arbeitet als Werbetexter in Berlin. Er stürzt sich in erotische Abenteuer, trinkt mit Reportern und versucht, im stürmischen Treiben der Großstadt an seinen Idealen festzuhalten. Doch die Stadt bewegt sich im Zickzack und die demokratischen Grundlagen der Weimarer Republik geraten zunehmend ins Wanken. Als Fabian die junge Anwältin Cornelia in einem Bildhaueratelier kennenlernt, verändert sich sein Leben und die beiden verlieben sich – doch ihre Liebe soll nicht von Dauer sein.


    Mein Eindruck:

    Ich habe in diesem Wintersemester ein Seminar zu Erich Kästner belegt und dafür dieses Buch gelesen, doch das Cover ist mir schon eine ganze Weile vorher gelegentlich in der Buchhandlung aufgefallen, weswegen es mich gefreut hat, es auf der Lektüreliste zu finden.

    Besonders nach ‚Emil und die Detektive und Emil und die drei Zwillinge‘ und ‚Das fliegende Klassenzimmer‘ war ich gespannt darauf, wie anders Kästner für seine erwachsene Leserschaft geschrieben hat und ein Unterschied war definitiv erkennbar. Wo in seinen Kinderbüchern die Hoffnung und die Kraft des Guten einen großen Raum einnehmen, ist diese in ‚Fabian‘ so gut wie gar nicht zu finden. Mir ist bewusst, dass es sich um eine gesellschaftskritische Perspektive handelt und es gefiel mir, wie unverblümt er manche Umstände und Situationen geschildert hat. Doch irgendwie wurde die triste Atmosphäre, in der selbst die kleinste Flamme der Hoffnung sofort erlischt, nach einigen Seiten langweilig und fade. Sie deprimierte und frustrierte mich, da Fabian kein flacher, schlecht konstruierter Charakter ist. Er hätte die Umstände, die seinen Alltag geprägt haben, definitiv verändern können, wenn er es genug gewollt und die Energie dafür aufgebracht hätte.

    Fabian hat interessante Ansichten in Bezug auf das Leben und die Gesellschaft, deshalb war es für mich nicht ganz verständlich, warum er tatenlos zugesehen hat, wo er doch genau wusste, was die Probleme sind. Das hat die Authentizität seiner Ideale für mich aufgehoben, denn er hat sich so verhalten, als wäre die Tatenlosigkeit zu bequem für ihn und die Aussicht auf Besserung seine Energie nicht wert. Es hat den Eindruck erweckt, er würde sich dieser Welt, die er kritisch betrachtet, nicht wirklich zugehörig fühlen – als wäre er ein unbeteiligter Beobachter.

    Genau da hat Kästner meiner Meinung nach alles richtig gemacht, denn die Geschichte hat mich mehrmals zum Nachdenken angeregt. Gleichzeitig hat es sich für mich so angefühlt, als hätte er es sich mit diesem Werk zu leicht gemacht und als würde ein bedeutender Teil zur endgültigen Vollendung fehlen. Hier sollte ich erwähnen, dass ich die zensierte Version und nicht ‚Fabian oder Ein Gang vor die Hunde‘ gelesen habe. Vielleicht würde meine Einschätzung anders ausfallen, hätte ich diese Version gelesen – wer weiß.

    ‚Fabian‘ zu lesen war auf jeden Fall interessant, besonders im Hinblick auf den Kontrast zu seinen Kinderbüchern. Kästners Schreibstil strahlt eine gewisse Intelligenz aus, was mir sehr gut gefällt, doch in diesem Werk hat mir, wie bereits erwähnt, einfach etwas gefehlt, um es genauso gut finden zu können, wie die anderen Bücher, die ich bereits von ihm kenne. An Fans seiner Arbeit würde ich es auf jeden Fall weiter empfehlen.


    (https://book-souls.com/2025/05/19/fabian-von-erich-kaestner/)

  6. Cover des Buches Fegefeuer (ISBN: 9783442713042)
    Sofi Oksanen

    Fegefeuer

    (122)
    Aktuelle Rezension von: paulkretzschmar

    Sofi Oksanen hat mit "Fegefeuer" einen vielfach ausgezeichneten Roman verfasst, der von einer Familientragödie in der Geschichte Estlands zwischen Mitte der dreißiger Jahre bis in die neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts handelt.

    Das Leben auf dem Bauerngut der beiden Schwestern Aliide und Ingel in den Wirren der Zeit des zweiten Weltkrieges und den ersten Jahren der Sowjetunion wird bestimmt durch eine Spirale von Liebe, Eifersucht, Misstrauen, Schuld und insbesondere sexueller Gewalt, die während des Stalinismus unzählige Opfer mit sich bringt. Es herrscht ein permanentes Klima der Angst, in denen Menschlichkeit und und Moral durch Verleumdungen und Spitzeleien ersetzt werden. Jeder kann Täter und Opfer zugleich sein.

    In einer zweiten Handlungsebene, findet die inzwischen alte Aliide, kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, das Mädchen Zara halbtot in Garten ihres Bauernhofes, den sie verwitwet und verarmt, trotz aller Widrigkeiten noch immer bewohnt.

    Zara wurde von skrupellosen Menschenhändlern als Zwangsprostituierte nach Berlin verschleppt. Während einer Reise zurück nach Estland, wo  Leid durch neue Freier drohte, gelang ihr die Flucht, und der einzige Ort, wo sie Sicherheit suchte, war Aliide's Bauernhof, denn sie war die Enkelin ihrer Schwester Ingel. Aber statt Hilfe stößt sie zuerst auf Misstrauen und ihre Peiniger sind ihr schon auf der Spur.

    Trotz aller schmerzhafter Bilder und der beklemmenden Atmosphäre, hat mich dieses Buch nur teilweise abgeholt.

    Die vielen verschiedenen Handlungsebenen der Rückblenden und der Zeitsprünge störten mitunter den Lesefluss und waren anstrengend zu lesen. Traumata wechselnden teilweise mit trivialen Handlungen und oberflächlichen Effekten. Der etwas abrupte Schluss und die überwiegend unsympathischen Protagonisten trugen ihr übriges dazu bei, dass ich dieses Buch nicht als Meisterwerk empfinden konnte.

    Die Tragik der Geschehnisse wirkte irgendwie seltsam hölzern und  emotionsarm.

    Die Schicksalsromane von Hera Lind haben mich dagegen viel mehr berührt und begeistert, besonders in Punkto Schreibst

    Aber das können andere Leser durchaus anders sehen. Dann hilft nur Selbstlesen.

    Von mir gibt es eine bedingte Leseempfehlung und gute 3 Sterne!


  7. Cover des Buches Alles, was wir sind (ISBN: 9783746638072)
    Lara Prescott

    Alles, was wir sind

    (111)
    Aktuelle Rezension von: Simone1985

    Ich habe das Buch geschenkt bekommen und war anfangs etwas unwillig ein Buch über ein mir unbekanntes (berühmtes) Buch zu lesen. Dr. Schiwago war mir ein Begriff, aber ich kannte die Geschichte nicht. Das tut jedoch dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

    Das Buchcover ist wunderschön gestaltet und sehr ansprechend.
    Der Schreibstil ist packend und informativ, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Man lernt viel über die Zeit des Kalten Krieges. Ich mag es, wenn man beim Lesen nebenbei noch etwas über Geschichte lernen kann.

    Es geht um Liebe, Spionage und Gegenspionage, Frauen, Politik und Macht.

  8. Cover des Buches Berlin 1936 (ISBN: 9783328101963)
    Oliver Hilmes

    Berlin 1936

    (55)
    Aktuelle Rezension von: _MiriamAnne_

    Ich liebe den Schreibstil von Oliver Hilmes – er schafft es, einen mitten ins Geschehen zu versetzen, als wäre man selbst Teil dieser historischen Wochen. Wieder einmal legt er mit Berlin 1936 einen unfassbar guten historischen Roman vor, der sich fast wie ein Kriegsroman liest: packend, bedrückend und voller Spannung. Besonders eindrücklich ist die Art und Weise, wie er die Inszenierung der Olympischen Spiele schildert – ein gigantisches Täuschungsmanöver, mit dem Hitler der Welt ein Bild von Deutschland vorgaukelt, das so gar nichts mit der brutalen Realität gemein hat. Immer wieder ertappt man sich dabei, fassungslos den Kopf zu schütteln über diese perfide Inszenierung. Ein Buch, das fesselt, aufwühlt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

  9. Cover des Buches Couchsurfing in Russland (ISBN: 9783492314404)
    Stephan Orth

    Couchsurfing in Russland

    (58)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Nach der Besetzung der ukrainischen Krim durch Rußland, aber bevor dem aktuellen großen Angriffskrieg gegen die Ukraine reiste Stephan Orth via Couchsurfing durch Rußland, von West bis Ost. Schwierig, unter diesen Bedingungen neutral über Russen und Rußland zu schreiben, auf jeden Fall sind wird auf die porträtierten jungen Russen angewiesen, wenn wieder eine Annäherung an Rußland erfolgen soll. Interessant, wie unterschiedlich die Russen über Deutschland, Europa und Putin urteilten, für mich als Brillenträger wichtig, daß einem im russischen Winter bei -40 Grad Celsius die Brille im Gesicht festfrieren kann. Leider fehlt ein Foto der bildhübschen Nestea-Trinkerin. Gowno!


  10. Cover des Buches Machtmenschen (ISBN: 9783744817493)
    Torunn Siegler

    Machtmenschen

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Sagittaria
    Was wäre wenn?
    Eine Frage die man sich in vielen Situationen zu vielen Zeiten stellen kann.
    Dies macht auch die Autorin Torunn Siegler in Ihrem Buch "Machtmenschen". Was wäre wenn die Nazis nie besiegt wurden wären, sondern sich weiter ausgebreitet hätten. Wie sähe unsere Welt aus?
    Dieses Szenario kommt schon in dem Buch/Serie "The Man in the High Castle." vor. Jedoch spielt diese Idee in Amerika und in einer anderen Zeit. Nun sind wir in unseren Zeit, mit Smartphones, Sozial Media und mehr. Halt nur alles anders.

    Eingeteilt ist das Buch in 5 Abschnitte, wobei Teil 1 und 2 und Teil 3 und 4 zusammen gehören. Viele Begriffe die Torunn Siegler erfunden bzw. recherschiert hat werden in einem Glosar erläutert.

    Der Anfang des Buches fiel mir schwer, da ich doch einige Zeit brauchte in die Geschichte rein zukommen und ich konnte auch schwer einen emotionallen Kontakt zu den Figuren aufbauen, etwas, das für mich doch wichtig ist in einer Geschichte.

    Die zweite Geschichte hat mich hierbei doch am meisten berührt, da sie nicht so realitätsfern ist. Leider.

    3 1/2Punkte

  11. Cover des Buches Russische Spezialitäten (ISBN: 9783446282476)
    Dmitrij Kapitelman

    Russische Spezialitäten

    (128)
    Aktuelle Rezension von: buch_leselust

    Sprachlich wirklich ein herausragendes Werk.


    Wir haben es im Buchclub gelesen und waren uns einig, dass es sprachlich ganz besonders und unglaublich bildlichen war. Die eigenen Wortschöpfungen bereichern den Ausdruck und die beschriebene Atmosphäre. 


    "Die Limonaden strahlen lila, rot, grün, golden und enthalten genug Farbstoff, um ein Einhorn anzulocken." (Seite 21)


    In diesen vernichtenden knapp 200 Seiten werden mit viel Witz und dennoch Ernsthaftigkeit die Auswirkungen des Ukraine Krieges erläutert. Aber aus einer ganz persönlichen und nahbar alltäglichen Sicht.

    Viele hat das sehr berührt und einiges erklärt.

  12. Cover des Buches Propaganda (ISBN: 9783499276477)
    Steffen Kopetzky

    Propaganda

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Corsicana

    Die berühmte Schlacht im Hürtgenwald, eines der Traumata der Amerikaner, hat mich schon länger interessiert. Ich komme nämlich aus der Nordeifel und meine Oma aus Vossenack (mittendrin) und mein Vater war im 2 Weltkrieg in dieser Schlacht und ist dort in Amerikanische Kriegsgefangenschaft gekommen. Da mir das Buch "Monschau" von Steffen Kopetzky sehr gut gefallen hatte, habe ich mich als daran gemacht "Propaganda" zu lesen. Der Autor spannt einen weiten Bogen vom 2. Weltkrieg bis zum Vietnamkrieg und den Pentagon Papers. Historisch sehr akribisch recherchiert und ziemlich ausführlich dargestellt. Also durchaus Kritik am Krieg. Aber dann geht es in den Hürtgenwald und die seitenlangen Beschreibungen von Kriegstaktiken, Schlachten, Divisionen usw. langweilten mich zusehends. Alles zwar sehr grausam, das ist mir schon klar. aber eben als Beschreibung ziemlich blutleer. Ich glaube, dafür interessieren sich eher Männer. Vielleicht ein Vorurteil. Ich will auch gar nicht sagen, dass der Autor den Krieg verherrlicht, gar nicht. Er beschreibt auch ziemlich gut, dass selbst Hemingway, Prototyp eines Machos und voller toxischer Männlichkeit, in diesem Massaker sein Verhältnis zum Krieg wohl überdachte, jedenfalls schrieb er nie das geplante Buch über diese Schlacht. Da Hemingway auf dem Weg in den Hürtgenwald auch in meinem Heimatdorf Station macht (wird sogar im Buch erwähnt!) interessierte mich das Thema schon länger. Neu war für mich, dass auch J.D. Salinger Kriegsreporter war. Und der fiktive Erzähler dieser Geschichte lernt sie alle kennen, auch Bukowski in New York. als sie alle noch Schriftsteller werden wollten und dann teilweise in der Propaganda landeten. Dieser Aspekt war interessant: Wie wichtig ist Propaganda (heute würde man PR oder Social-Media-Marketing sagen) für Meinungsbildung und Kriegsgewinn?

    Ansonsten habe ich mich aber leider ziemlich durch das Buch gequält, obwohl ich viele Orte, Täler und Landschaften kannte und einen persönlichen Bezug hatte. Und ja: Hemingway lese ich jetzt sicher nicht mehr. Salinger aber nochmals.

  13. Cover des Buches Februar 33: Der Winter der Literatur (ISBN: B09FLZQRYD)
    Uwe Wittstock

    Februar 33: Der Winter der Literatur

    (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  15. Cover des Buches Der ehemalige Sohn (ISBN: 9783257246551)
    Sasha Filipenko

    Der ehemalige Sohn

    (93)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Ich habe es versucht. Ich habe es mehrfach versucht. Aber das Buch ist so zäh, die Sprache so schrecklich, die Handlung so langweilig, dass es mich immer wieder abgestoßen hat.

    Der Stil des Autors besitzt gar keine Schönheit. Ich würde nicht behaupten, dass er so kalt ist wie bei einem Bericht, aber ziemlich nahe dran. Man wird gleich am Anfang mit Informationen überflutet, die zu lesen sich wie eine Arbeit anfühlt, wie etwas Anstrengendes, das ich mir unnötig antun muss. Im späteren Verlauf werden die Informationen vielleicht irgendeine Rolle spielen, aber so weit bin ich nicht gekommen.

    Die Schlüsselszene, den Unfall erzählt der Autor so abstrakt, dass ich mir schwer darunter etwas vorstellen konnte. Erst nach mehrfachem Lesen habe ich ein Bild davon gehabt und sogar dann, tat ich mir schwer, der Handlung zu folgen.

    Sobald der Protagonist ins Koma fällt, erwartete ich mir eine gefühlsvollere Erzählung, aber er bleibt bei einem Stil, der nicht kälter sein könnte. Dabei macht er einen riesigen Bogen um die Gefühle und schildert es auf eine kalte Art, dass mir der Protagonist nicht leidtun konnte. Er fällt ins Koma und beim Lesen war mir das total egal.

    Das Buch wird als ein lustiger, bitterer, kämpferischer, großartiger Roman beworben, doch davon habe ich nichts merken können. Die Vernachlässigung der Sprache, die unschönen Beschreibungen, die grauenhaften Formulierungen haben genau das Gegenteil bewirkt. Vielleicht bezieht sich das auf die spätere Handlung, die ich nicht mitbekommen habe, weil ich mir das hier nicht antun konnte.

    Es ist ein schreckliches Buch, eine richtige Qual, die ich von der ersten Seite an gehasst habe. Ich habe es zwar bis zur hundertsten Seite geschafft, aber danach wollte ich keine weitere Seite mehr lesen. Die historischen Elemente sind mir egal, wenn die Sprache nicht funktioniert, wenn der Text keine Leidenschaft besitzt und wenn ich mit den Figuren nicht warmwerde.

  16. Cover des Buches POSTER GIRL - Wer bist du, wenn dir niemand zusieht? (ISBN: 9783764532710)
    Veronica Roth

    POSTER GIRL - Wer bist du, wenn dir niemand zusieht?

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Lovely_Lila

    * Spoilerfreie Rezension! *

     

    ~ „Poster Girl“ ist eine solide Dystopie, die mich nach dem eher schwierigen Einstieg mit ihrer erfrischenden Grundidee und den tiefgründigen Themen einige Stunden lang gut unterhalten hat und die ich gerne gelesen habe. Für ein Highlight hat mir an einigen Stellen aber doch noch etwas gefehlt – besonders was das Erzähltempo, den Spannungsbogen, die Emotionen und die Figurenzeichnung betrifft. Auch wenn „Poster Girl“ für mich nicht an „Divergent“ (Band 1) heranreicht, kann ich trotzdem guten Gewissens eine Leseempfehlung aussprechen – und zwar für alle, die starke Frauenfiguren mögen und sich für das interessieren, was NACH der großen Rebellion kommt… ~

     

    Inhalt

    Früher war sie das Gesicht der Propaganda-Plakte des autoritären Regimes, doch dann war eine Rebellion erfolgreich und mittlerweile lebt Sonya in einem abgeriegelten Stadtviertel in Armut und Gefangenschaft. Dort wird sie auch sterben – denkt sie. Eines Tages jedoch bietet ihr ein alter Bekannter einen Deal an: Sie soll ein vermisstes Mädchen finden, dann wird ihr ihre Freiheit geschenkt… 

     

    Übersicht

    Einzelband oder Reihe: Einzelband
    Erzählweise: personale Erzählweise, Präsens
    Perspektive: weibliche Perspektive
    Kapitellänge: mittel bis lang

    Inhaltswarnung: Blut, Gewalt, Tod von Menschen (auch Kindern), Medikamentenmissbrauch, Trauer, psychische Krankheiten, Suizid, Gewalt gegen Frauen (angedeutet)
    Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden
    Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: --- ♥

     

    Diese Geschichte solltest du lesen, wenn dir folgende Themen/Dinge in Büchern gut gefallen:

    - Setting: NACH der Rebellion gegen ein autoritäres Regime
    - Dystopien
    - Slow-Burn-Geschichten
    - Gesellschaftskritik mit Tiefe
     - Themen: Politik, Macht, Machtmissbrauch, Propaganda, Überwachung, Umgang mit Täter:innenschaft von Verwandten, Trauer, Schuld, Selbstfindung, Individualität

     

    Lieblingszitate

    „Sie hat hier in der Apertur viele Lektionen gelernt, die sie nie lernen wollte.“ Seite 16 
    „Sonya fühlt sich oft wie von der Sonne gehärteter Lehm, der zu lange draußen lag, um noch eine andere Form anzunehmen.“ Seite 69
    „Verdorbene Menschen gibt es überall, aber manche können es besser verbergen als andere.“ Seite 93
    „Eine Frau wie ein gehämmertes Stahlblech, von der Welt abgenutzt, aber niemals vor ihr kapitulierend.“ Seite 166

     

    Meine Rezension

    „Poster Girl“ wurde mir von meiner lieben Bookstagram-Kollegin Julia (@seiten_hieb) gefühlt 100 Mal „mit Nachdruck“ empfohlen (ja, das ist ein Euphemismus!) und am Ende sogar von ihr und meiner Community bei einer Abstimmung als Lektüre für 2025 ausgewählt. Da ich Veronica Roths Reihenauftakt „Die Bestimmung“ (und NUR diesen Band, es ist mir sehr wichtig, das zu betonen!) als Jugendliche absolut geliebt habe, waren meine Erwartungen demenstsprechend hoch – aber konnten diese auch erfüllt werden? 

    Hier muss ich leider sagen: nicht ganz. Trotzdem ist für mich „Poster Girl“ ein gutes Buch, das ich unterhaltsam fand und gerne gelesen habe – was nicht zuletzt am extrem angenehmen und fesselnden Schreibstil der Autorin lag. Begeistert haben mich aber vor allem die erfrischende Grundidee, der durchdachte Plot und das lebendig beschriebene Setting. Die meisten Dystopien beschäftigen sich ja mit der Rebellion gegen ein autoritäres Regime – Veronica Roth wählt hier einen ganz anderen Zugang und schildert, was NACH dem Aufstand und Sieg der Revolution passiert. Und das ist ernüchternd und wenig glamourös: baufällige Gebäude, marode Straßen und eine instabile Regierung, die sich erst finden muss. Im Zentrum der Geschichte stehen neben Themen wie Verlust und Trauer auch Täter:innenschaft, Abgrenzung von der Familie und Schuldgefühle – sowohl in Bezug auf eigenes Verhalten als auch auf die Rolle, die die Eltern innerhalb des Regimes gespielt haben. Diese Fragen behandelt die Autorin mit angemessener Tiefe und Ernsthaftigkeit. 

    Überzeugt haben mich auch die vereinzelten wirklich unglaublich spannenden Passagen und die dichte bedrückende und trostlose Atmosphäre, die die ganze Geschichte durchzieht und die dazu führt, dass man sich als Leser:in unweigerlich die Frage stellt: Die Rebellion war erfolgreich, okay – aber was hat sie den Menschen wirklich gebracht? Und ist die neue Welt tatsächlich so viel besser? Neben den unerwarteten Enthüllungen und Wendungen, die mich immer wieder überrascht haben, lässt mich auch die feministische Analyse zufrieden zurück. Veronica Roth ist für mich mittlerweile eine Garantin für starke und komplexe Protagonistinnen und generell intelligente, kämpferische Frauenfiguren (z.B. eine berühmte Hackerin und IT-Expertin) – und das liebe ich! Auch wenn mich die Liebesgeschichte emotional nicht so erreicht hat, wie sie es vermutlich hätte tun sollen, so haben mir hier doch der Fokus auf Consent/Einverständnis und die selbstbestimmte Se+ualität der Hauptfigur gefallen. 

    Für ein Lieblingsbuch und Jahreshighlight hat mir bei „Poster Girl“ dann aber doch noch einiges gefehlt. Das gemächliche Tempo des Romans und das langsame Anrollen der Geschichte (zusammen mit den vielen Figuren und Namen) haben mir den Einstieg erschwert, auch danach gab es immer wieder Spannungseinbrüche und Stellen, an denen man das Buch hätte straffen können und sollen. Außerdem empfand ich den Love Interest gerade am Anfang als zu toxisch männlich (inklusive Dominanz-Gehabe und Manspreading). Einige der Figuren hätte ich zudem gerne noch näher kennengelernt, dann hätte mich das Buch vermutlich auch emotional noch mehr mitgerissen. Auch über die aktuelle Politik und die Welt, die die Autorin erschaffen hat, hätte ich gerne noch mehr erfahren. Wie ihr seht, sind das alles aber eher kleine Kritikpünktchen. Es wird daher sicher nicht mein letztes Buch von Veronica Roth gewesen sein! 

     

    Mein Fazit

    „Poster Girl“ ist eine solide Dystopie, die mich nach dem eher schwierigen Einstieg mit ihrer erfrischenden Grundidee und den tiefgründigen Themen einige Stunden lang gut unterhalten hat und die ich gerne gelesen habe. Für ein Highlight hat mir an einigen Stellen aber doch noch etwas gefehlt – besonders was das Erzähltempo, den Spannungsbogen, die Emotionen und die Figurenzeichnung betrifft. Auch wenn „Poster Girl“ für mich nicht an „Divergent“ (Band 1) heranreicht, kann ich trotzdem guten Gewissens eine Leseempfehlung aussprechen – und zwar für alle, die starke Frauenfiguren mögen und sich für das interessieren, was NACH der großen Rebellion kommt… 

     

    Bewertung (in Schulnoten)

    Cover / Aufmachung (altes Cover): 1+♥
    Idee: 1+♥
    Inhalt, Themen, Botschaft: 2
    Tiefe: 2
    Umsetzung: 2
    Worldbuilding: 2-3
    Einstieg: 3-4
    Ende: 2
    Schreibstil: 1+♥
    Protagonistin: 1-2
    Figuren: 2-
    Spannung: 3
    Pacing/Tempo: 3
    Wendungen: 1+♥
    Atmosphäre: 2
    Emotionale Involviertheit: 2-
    Feministischer Blickwinkel: 1-2
    Einzigartigkeit: 1+♥


    Insgesamt:

    Note 2

  17. Cover des Buches Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst (ISBN: 9783864899102)
    Albrecht Müller

    Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst

    (9)
    Aktuelle Rezension von: seschat

    Der Publizist und ehemalige Wahlkampfleiter von Willy Brandt Albrecht Müller (*1938) zeigt in seinem Sachbuch, wie Medien, Politik & Co den gemeinen Bürger manipulieren. In luzider Weise stellt er erst die gängigsten 17 Manipulationsmethoden (wie z. B. Wiederholung, Verschweigen oder Einsatz von vermeintl. Experten) vor und führt dann in einem gesonderten Abschnitt unterschiedliche Beispiele aus Politik und Medien an. Zeitlich bewegt sich die versierte Autor dabei von der Ära Brandt bis in die Gegenwart. So beschäftigt er sich u.a. mit der Schuldenkrise, der sog. Riester-Rente oder dem Einfluss der USA auf die deutsche Medienwelt und Politik. Hierbei ist es oftmals die einseitige Berichterstattung, welche freie Wahlen und die eigene Meinung konterkariert. Müllers stichhaltige wie kritische Überlegungen regen zum selbstständigen Denken an. Erst wenn wir uns Bürger vom Irrglauben lösen, dass die Medien uns ein wahrhaftiges Bild der Wirklichkeit vermitteln, sei eine freie Meinungsbildung möglich. Mich hat Müllers Lektüre in meiner kritischen Sicht auf die deutsche Medienlandschaft bestätigt. Teils mit großer Verblüffung habe ich seine im Laufe der Jahre gesammelten Manipulationsbeispiele gelesen. Müllers Quintessenz "Weniger Vielfalt, mehr Einfalt" kann in Hinblick auf die deutschen Fernseh-, Radio- und Printmedien voll und ganz zustimmen. Wir werden bewusst oder unterschwellig getäuscht, was der Meinungsvielfalt entgegenläuft. Daher ist es m. E. wichtig, dass es kritische Stimmen wie Albrecht Müller oder Peter Hahne gibt, die uns wachrütteln und zum kritischen Hinterfragen verführen. Denn die Demokratie lebt von Unterschieden. 

    FAZIT

    Albrecht Müllers brandaktuellen Lagebericht muss man gelesen haben, um in Zukunft mitreden und sich eine eigene unabhängige Meinung bilden zu können. Wer noch mehr Beispiele für Manipulation sucht, dem seien Müllers sog. NachDenkSeiten ans Herz gelegt.

  18. Cover des Buches Propaganda. 100 Seiten (ISBN: 9783150205402)
    Alexandra Bleyer

    Propaganda. 100 Seiten

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Jessi90

    Das Thema Propaganda ist schon seit vielen Jahrzehnten aktuell. Gerade in einer Zeit in der über Alles und Jeden berichtet wird, finde ich es wichtig die Flut an Infos filtern zu können und Fakten von Fake unterscheiden zu können. Dieses überschaubare Buch besticht durch gute Erklärungen, welche durch Fotos, Diagramme und Beispiele veranschaulicht werden. Auf 100 Seiten, in 7 Kapitel unterteilt, wird deutlich wie Propaganda funktioniert, wie man sich vor ihr schützen kann und warum sie manchmal eben doch wichtig ist.

    Ein sehr gutes Buch für Jedermann. Klare Leseempfehlung! 

  19. Cover des Buches Moondust (ISBN: 9783551521026)
    Gemma Fowler

    Moondust

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Unchargedbook

    Das typische "Die Guten sind eigentlich böse haha". Dabei schafft die Autorin ein fragwürdiges Bild von Gut und Böse, dass sie wohl selbst etwas verwirrt, denn dass die Bösen (die Terroristen, die Unschuldige töten, um ihr Ziel zu erreichen) doch gar nicht so böse sind wird nur dadurch begründet, dass sie ja gegen die eigentlich bösen kämpfen, was allerdings nur in einem Satz erwähnt wird, denn da müssen wir ja nicht tiefer drauf eingehen, stimmts? 

    Das sind nicht die einzigen Klischees und oberflächlichen Ideen. Auch dass jemand nettes, der (Plottwist!) doch keiner von den Guten ist, die ganze Zeit nur so getan hat, als ob er jemanden lieben würde und nett wäre, sorgt hier nur für Augenrollen. Natürlich können die Bösen niemanden lieben, die tun nur so, für ihren bösen Plan.

    Ja, so einiges in die Richtung gibt es noch mehr, aber im Grunde ist das Buch einfach nicht gut. Charaktere und Werte sind eindimensional und die Idee nichts neues und oberflächlich.

  20. Cover des Buches Propaganda (ISBN: 9783864893278)
    Jacques Ellul

    Propaganda

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Wedma

    Ein sehr lesenswertes Werk, das an seiner Aktualität heute kaum etwas eingebüßt hat. Ganz im Gegenteil. Es ist top aktuell. Gerade heute. 

    Besonders empfehlenswert/nützlich ist das Werk für diejenigen, die glauben, dass sobald sie den sog. Leitmedien ihre Aufmerksamkeit schenken, diese sie sogleich mit der Wahrheit letzten Schlag beglücken. Was oft dazu führt, dass man die eigene Meinung der Meinung der Massenmedien prompt angleicht, a lá „Was soll’s, die wissen‘s eh besser, was weiß ich schon…?“

    Ellul gibt dem Leser das nötige Basiswissen in die Hand. So erhält jeder die Chance zu verstehen, wie Propaganda entsteht, wie und warum sie wirkt, weshalb sie eingesetzt wird, uvm. 

    Man bekommt einen umfassenden Eindruck, welche Mechanismen und auf welche Art in Gang gesetzt werden, um die Meinung der Massen zu formen und diese zu dauerhaft beherrschen.

    Dass Ellul sich dabei manchmal so detailliert in die Materie vertieft, manchmal entsteht de Eindruck, man könnte ihm beim Denken zusehen, zeugt davon, dass ihm das Thema sehr am Herzen lag, dass er sein Wissen mit den Lesern teilen wollte, da er als enorm wichtig ansah, dass die Menschen die Wirkung der Propaganda verstehen.

    Es ist eine sehr gute Idee, dieses Buch kennenzulernen. Kann zum Augenöffner werden, insb. wenn man sich noch nie mit dem Thema befasst hatte. 

    Elluls Ausführungen schärfen u.a. den Blick für die Anwendung der Propaganda heute. Mit diesem Werkzeugkasen in der Hand, sieht man die Dinge deutlich anders, klarer, und kann etliche Beispiele aus der Beleuchtung des heutigen Tagesgeschehens durch sog. Leitmedien ausmachen.

    Das Vorwort von Rainer Mausfeld erklärt so einiges für den heutigen Leser. Habe mich gefreut, seinen Beitrag in diesem Buch zu finden. Mausfelds Bücher „Warum schweigen die Lämmer“ und „Angst und Macht“ bleiben nach wie vor die Must reads.

     

    Man kann seitenweise über Elluls „Propaganda“ referieren. Besser: Sie lernen das Werk selbst kennen und machen sich Ihre eigenen Gedanken.

    Ich freue mich, diesen Klassiker in meinem Bücherregal zu wissen. Hochwertige Ausstattung trägt auch ein Quäntchen dazu bei: Festeinband, Umschlagblatt aus glattem, hochwertigem Papier. Die Zitate auf dem Buchrücken spiegeln den Inhalt sehr treffend wider.

    Fazit: Eine sehr lohnende Lektüre.

     

  21. Cover des Buches Lügendetektor: Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/45 (ISBN: B0DQPXJRBZ)
  22. Cover des Buches Der Krieg vor dem Krieg (ISBN: 9783864892431)
    Ulrich Teusch

    Der Krieg vor dem Krieg

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Vermutlich werden mich Anhänger von Ulrich Teusch, nun steinigen wollen, aber ich finde dieses Buch stellenweise tendenziös.

    Er wirft den (westlichen) Medien einseitige Berichterstattung vor und aber macht es genauso. Da hilft es wenig, wenn er Noam Chomsky oder Seymour Hersh zitiert. Teusch verteufelt die diversen Kriege der USA, in denen Diktatoren gestürzt und ein Machtvakuum hinterlassen wurde. Doch wie sieht es eigentlich seit dem russischen Einmarsch in Afghanistan 1979 aus? Herrscht in dieser Region nun ein friedliches, demokratisches Miteinander? Auch der Einmarsch sowjetischer Truppen in Ungarn 1956, Tschechoslowakei 1968 ist dem Autor kein Wort wert. Auch hier ist Propaganda beteiligt.

    Ein kleines Beispiel für Propaganda und unzureichende Information aus den 1980ern:

    Als in Wien ein großer Supermarkt mit Gratisangeboten zur Eröffnung lockte, und tausende Menschen Schlange standen, wurden diese Bilder in sowjetischen Medien dazu benutzt, den Menschen in der UdSSR zu suggerieren, dass es den Menschen in Österreich extra schlecht gehe, weil sie eben keinen Kommunismus hätten – Propaganda bzw. Lückenpresse pur.

    Recht gebe ich ihm, bei der Betrachtung „Zweierlei Maß: Israel und Russland“ (S. 59ff). Hier wird jedenfalls Unrecht (durch Israel) geduldet, wenn nicht sogar gefördert und selbiges verurteilt bzw. mit Sanktionen belegt, wenn es durch Russland verübt wird.

    Auf S. 83 ist Goethe falsch zitiert. … ein „Teil von jener Kraft, die stets das Gute will …“

    Korrekt muss das Zitat wie folgt lauten:
    „[Ich bin] ein Teil von jener Kraft,
    Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“

    (Quelle: Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Studierzimmer, Mephistopheles zu Faust)

    Außer, er hätte das Zitat absichtlich verfälscht, da wäre es aber opportun gewesen, dies anzumerken („frei nach Goethe“).

    Ulrich Teusch geht mir persönlich viel zu wenig darauf ein, wie man
    seriöse Medien von den unseriösen unterscheiden könnte.

    Auch das Wesen der Propaganda erklärt er nur unzureichend. Zwar nennt er die Methoden der (Kriegs)Propaganda auf S.31 die „10 Prinzipien“ (Arthur Ponsony), erläutert ein paar, aber das war’s auch schon wieder.

    Es scheint, als hielte er ausschließlich die Medien dafür verantwortlich, dass die Menschen gezielt falsch oder unzureichend („Lückenpresse“) informiert würden.
    Ja, klar gibt es viele Medienkonzerne, die sich vor den Propagandakarren der Machthaber spannen lassen – Geld regiert die Welt. Hohe Auflagen sichern Gewinne, dabei ist es vielen egal, ob sie mit Unwahrheit erwirtschaftet werden.

    Ob seine These, Propaganda hätte ausgedient, weil sie immer wieder an ihre Grenzen stößt, und eröffne allen jenen, die für eine friedliche Welt streiten, Gültigkeit haben kann, wird die Zukunft zeigen.

    Ulrich Teusch bleibt leider Antworten, wie wir diese (staatliche) Manipulation erkennen und uns dagegen wehren können, schuldig.

    Mehr Vielfalt wäre jedenfalls besser. Ich für meinen Teil halte es gerne mit dem Grundsatz des Römische Rechts „Audiatur et altera pars“ und das fehlt mir leider hier.

    Fazit:

    Ich denke, es gäbe genügend Medien, die objektiv berichten. Dieses Buch tut es leider nicht. 
  23. Cover des Buches "Deutsche, werdet Mitglieder des Vaterlandes!" Der Deutsche Flottenverein 1898-1934. (Kulturgeschichte des Politischen) (ISBN: 9783981707908)
  24. Cover des Buches Gerron (ISBN: 9783423142502)

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