Bücher mit dem Tag "prophet"
20 Bücher
- Paulo Coelho
Der Fünfte Berg
(123)Aktuelle Rezension von: Karolina_BDie Geschichte erzählt vom Glauben, der göttlichen Kommunikation und inneren Kämpfen eines Menschen. Der Einstieg in die Geschichte war etwas holprig. Aber umso mehr ich las, umso fesselnder wurde es.
- Will Hill
After the Fire
(186)Aktuelle Rezension von: Karinandhercat"After the Fire" ist ein Jugendbuch, das nicht nur junge Leser anspricht, sondern auch von Erwachsenen mit Gewinn gelesen werden kann, da es bewegt und zum Nachdenken anregt. Zu Recht wurde das Buch mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2021.
Kurz zum Inhalt
Die 17-jährige Moonbeam überlebt schwer verletzt eine Brandkatastrophe auf der Farm einer religiösen Sekte, den Gotteslegionären. Während sie im Krankenhaus von einem Psychologen betreut und einem FBI-Agenten befragt wird, beginnt sie zu erzählen, wie das Leben innerhalb der Gemeinschaft war und wie es zu dem Feuer und der Schießerei kam. Eine Sache aber kann sie nicht erzählen. Doch sie muss aussprechen, was sie getan hat, will sie nicht daran zerbrechen.
Meine Meinung
"After the Fire" konnte mich von der ersten Seite an begeistern. Ich war sofort mittendrin, erlebte das Feuer und die Schießerei auf der Farm der religiösen Sekte. Es ist gleichzeitig der Moment, der die beiden Zeitebenen des Buches trennt, die Zeit "Davor" und die Zeit "Danach". Der dynamische und intensive Einstieg, der mich, ohne die Zusammenhänge zu kennen, direkt ins Geschehen warf und ans Buch fesselte, ist ebenso wie die Erzählstruktur auf zwei Zeitebenen überaus gelungen. Ich wollte zum einen erfahren, wie konnte es so weit kommen, und zum anderen, wie geht es mit Moonbeam und den anderen geretteten Kindern weiter.
Im Wechsel zwischen "Davor" und "Danach" entsteht eine unglaubliche Spannung, die mich atemlos durch die Seiten fliegen ließ. Obwohl das Geschehen von Moonbeam nüchtern und fast schon berichtend emotionslos erzählt wird, oder vielleicht auch gerade deswegen, entfaltet sich die Geschichte mit einer emotionalen Wucht, die mich teilweise sprachlos gemacht hat.
Gleichzeitig fing ich an darüber nachzudenken, warum Menschen Teil einer religiösen Sekte werden? Warum geben sie sich derart auf? Warum lassen sich sich entmündigen und schlecht behandeln? Und was macht es insbesondere mit Kindern, in so einer Sekte leben zu müssen? Die Erwachsenen können immerhin frei wählen, die Kinder nicht.
Fazit
"After the Fire" ist ein Buch, das mich noch lange nicht loslassen wird. Die Geschichte hat mich zum Nachdenken gebracht, mich emotional aufgewühlt und gleichzeitig gut unterhalten.
Von mir gibt es eine Lesempfehlung für dieses Lesehighligt.
- Katy Rose Pool
The Age of Darkness - Feuer über Nasira
(114)Aktuelle Rezension von: GartenderBuecherDie Charakterbeschreibungen, die ich normalerweise mache, lasse ich bei diesem Buch mal weg, da wir 5 verschiedene Perspektiven haben und alle Personen nicht so tiefgründig ausgearbeitet sind.
Die Handlung war interessant und durch die unterschiedlichen Charaktere, die jeweils abwechselnd ein Kapitel hatten, auch dynamisch. Leider waren unsere Protagonisten selbst sehr stereotypisch gestaltet:
Ephyra als beschützende Schwester, die bis zum Äußersten geht und außer dieser Liebe und einem nicht vorhandenen Loyalitätsgefühl nicht viel bietet.
Hassan Seif als im Exil lebender Prinz, der sein Volk und seine Eltern retten will, aber nicht weiß wie, und sich daher an jede noch so kleine Chance klammert, wobei er alles und jeden riskiert.
Anton als Vagabund, der Glücksspiel liebt und vor seiner grausamen Vergangenheit flieht, die einige Geheimnisse birgt.
Jude Adlai Weatherbourne als Glaubenskrieger mit Selbstzweifeln und Gefühlen, die ihm eigentlich verboten sind.
Beru als gefügige Schwester, die eigentlich mit Ephyras Handeln nicht einverstanden ist, aber gleichzeitig nicht nein sagen kann.
Sicherlich haben sie alle ihre Berechtigung und manche von ihnen, wie Ephyra (und Beru), sind mir aufgrund ihrer interessanten Vergangenheit auch ans Herz gewachsen, aber wirklich tiefgründig wurde es selten. Das war im Angesicht der Anzahl der Charaktere auch eher schwierig. Dass das problematisch sein kann, merkt man spätestens, wenn man feststellt, dass ein Charakter, den man nicht so gut findet (Hassan für mich), sehr viel Aufmerksamkeit bekommt und man trotzdem kaum etwas über ihn sagen kann. Im Allgemeinen dachte ich, dass sich alle schon in diesem Buch begegnen und zusammenarbeiten, aber das passiert nur begrenzt und an keiner Stelle treffen sich alle auf einmal. Irgendwie verständlich, aber irgendwie auch schade. Die Geschichte an sich bot durchaus Spannung und vor allem am Ende gab es ein bis zwei Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Trotzdem hat mir etwas gefehlt und manche Handlungsstränge waren zu offensichtlich. Zudem war der Bösewicht kaum präsent und mehr eine abstrakte Gefahr. Man könnte daher sagen, dass das ganze Buch eine Art Einleitung ist. Es passieren zwar Dinge, aber die versprochene "große Dunkelheit" bleibt ein Randthema bis zum nächsten Teil.
Die Welt war faszinierend, aber zum Teil verstehe ich nicht, wie in einer scheinbar "mittelalterlichen" Welt eine Eisenbahn existiert. Es ist etwas verwirrend.Der Schreibstil war flüssig.
Das Cover ist passend, aber nicht ganz mein Geschmack.
- Maria Regina Kaiser
Hildegard von Bingen
(23)Aktuelle Rezension von: PixibuchIch liebe und verschlinge die Bücher von Maria Regina Kaiser. Keine kann so wie sie das Leben von historischen Frauen beschreiben und dem Leser sehr plastisch darstellen. Hier geht es um Hildegard von Bingen. Eine mehr als interessante Frau. Man kennt von ihr die Kräuter und die medizinische Anwendung von diesen und auch ihre mehr als gesunde Lebensweise. Schon früh hatte Hildegard Visionen und konnte in die Zukunft schauen, was jedoch von ihrer Mutter und ihrer Kinderfrau herbgespielt und unterdrückt wurde. Schon als kleines Kind und ein Leben lang litt sie unter starken Krämpfen und Lähmungen. Als ihre um sechs Jahre ältere Cousine Jutta durch eigene Intiative das Klosterleben bevorzugte und ins Kloster am Disibodenberg ging, wurde sie von Hildegard begleitet. Als Jutta starb, wurde HIldegard die neue Magistra. Sie begann nun, ihre Erscheinungen und Visionen aufzuschreiben und als es mit den Mönchen zu Unstimmigkeiten kam, setzte sie alles daran, um auf dem Rupertsberg ein neues Frauenkloster zu errichten. Hildegard war sehr belesen, konnte sogar Latein, verstand sich auf Pflanzen und Kräuter, wußte von der Anatomie des menschlichen Körpers, egal ob dem männlichen oder dem weiblichen. Sie hatte Kontakt mit Gelehrten, Kirchenfürten, Herrschern und durfte sogar mit der Zustimmung des Papstes predigen. Hildegard (1098 bis 1179) war ihrer Zeit weit voraus und noch heute werden ihre Rezepte und Kräuter angewandt. Maria Regina Kaiser läßt uns in das Leben von Hildegard von Bingen schauen und hat einen derart interessanten Schreibstil, man meint einen interessanten Thriller zu lesen. Sie hat derart gut und umfangreiche recherchiert, die geschichtlichen Daten und Vorgänge hat sie stimmig mit dem Leben der Klosterschwestern verbunden. Das Buch beteht aus drei Teilen, wobei der letzte Teil nochmals eingehend auf die historischen Persönlichkeiten und Gegebenheiten eingeht. Im Buch sind auch wunderbare Holzschnitte und Zeichnungen vorhanden, so dass man in etwa eine Vorstellung von Hildegard und dem Kloster hat. Die Innenseite ist mit gezeichneten Kräutern verziert und das Cover zeigt uns Hildegrad von Bingen. Sie war eine der ersten gelehrten Frauen und trotz ihrer Krankheit und Gebrechlichkeit hatte sie einen starken Willen und Durchsetzungsvermögen. Am Buchende befindet sich eine Zeittafel, die Weggefährten und Orte von Hildegard und ein Glossar, so dass sich der Leser immer wieder informieren und orientieren kann. Geschichte, die gelebt werden kann.
- Rebecca Hohlbein
Himmelwärts
(63)Aktuelle Rezension von: NicoleGozdekIch habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass ich dermaßen überflüssig fand. Welche Geschichte wollte die Autorin uns erzählen? Wollte sie uns überhaupt etwas erzählen?
Da ich nicht nur den Schreibstil gewöhnungsbedürftig, abgedreht und schwer verdaulich fand, sondern die Story sich mir nicht erschloss, hatte ich den Eindruck, das Buch wäre in erster Linie für eine Person geschrieben worden: die Autorin selbst.
Für mich jedenfalls war die Geschichte völlig sinnfrei, mit Figuren, die wohl in erster Linie skurril sein sollten - Vampirin, gefallener Engel, Prophet, Dämon, Satan, nerviges Mädchen -, aber mich weder berührten, noch irgendeine charakterliche Kontinuität oder verständliche Entwicklung boten. Ich hatte den Eindruck, ihr einziger Sinn wäre von einer absurden Situation in die nächste zu stolpern, bis hin zum Weltuntergang.
Ich weiß auch nach dem Ende des Buches nicht, was die Story sein sollte - hatte das Buch überhaupt eine? -, einen erkennbaren roten Faden habe ich schmerzlich vermisst.
Warum ich das Buch nicht abgebrochen habe, weiß ich auch nicht. Ich hatte null Bezug zur Geschichte, zu den Figuren oder dem Schreibstil mit dem möchtegern-trendy verdrehten Sätzen. Vielleicht lag es daran, dass das Buch seit Jahren auf meinem SUB lag und ich dachte, wenn ich es jetzt nicht lese, dann lese ich es nie. Vielleicht aber auch nur, dass ich mich noch mehr über das rausgeschmissene Geld geärgert hätte, wenn ich das Buch nicht wenigstens beende. Am Ende habe ich die Hälfte des Buches überflogen und es sagt etwas über das Buch aus, wenn dabei genauso viel vom Sinn haften bleibt wie von der ersten gelesenen Hälfte.
Fazit: Buchflop - Charles Soule
Oracle Year. Tödliche Wahrheit
(25)Aktuelle Rezension von: JulietroxOracle Year ist ein packender Thriller, der sich sehr mit der eventuellen Zukunft beschäftigt und bei dem es sehr viele 'Was wäre wenn's gibt. Will Dando ist eigentlich nur ein kleiner Musiker, der urplötzlich zu Großem bestimmt wird. Wie reagiert man nur in so einer Situation? Macht man Geld? Teilt er seine Prophezeiungen mit der Menschheit, um eventuell auch Leben zu retten oder verschweigt sie? Diesen Fragen muss sich nun Will stellen und von diesen Fragen hängt so viel ab. Zusätzlich will er seine Identität schützen, denn ansonsten wäre die ganze Welt auch hinter Will Dando her. Das Netz, um das Orakel, zieht sich im Laufe des Buches immer enger, und immer mehr Leute sind hinter ihm her und kommen immer näher. Er ist weder besonders schlau, noch besonders begabt. Und irgendwas scheint die Dinge auch zu steuern. Eine höhere Macht oder doch noch die Regierung? Und wieso hat ausgerechnet er die Prophezeiungen bekommen und wieso diese?
Ein Lauf der Zeit mit diesen Fragen beginnt und die Länder geraten immer mehr aneinander und ein Krieg droht. Will Dando ist eigentlich ein kluger Kopf, der viele Notfallpläne in der Hand hat, aber einen Krieg stoppen? Das ist wieder eine Klasse für sich. Andererseits ist er ein Charakter, der viel zu Herzen nimmt und sich ziemlich viel Verantwortung und Schuld gibt.
Im Laufe des Buches gewinnt er immer mehr an Stärke und seine Bedeutung und Ansichten auf das Weltbild verändern sich.
Ein Kritikpunkt für mich ist allerdings, dass am Ende noch nicht ganz geklärt wurde, wieso es genau Will war und wieso man sich nicht wirklich in die Prophezeiungen einmischen konnte. Diese Fragen haben einen sehr wichtigen Platz in dem Buch eingenommen, wurden aber schließlich unbeantwortet zurückgelassen.
Für mich war das wieder ein neuer Thriller, zu dem man sich viele Gedanken machen kann und man nicht weiß, was hinter der nächsten Seite auf einen zukommt. - Tillie Cole
Hades' Hangmen - Kyler
(90)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaEine außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das bekommt man auch im zweiten Band der Reihe um die Hades' Hangman, dazu viel Gewalt, einiges an Drama und ein paar sehr prickelnde Momente. Natürlich sollte man sich aber immer bewusst sein, dass auch diese Geschichte mit der Realität nicht allzu viel gemein hat. Trotzdem habe ich sie geliebt.
Der Schreibstil der Autorin ist auch hier wieder flüssig und leicht verständlich. Die Sprache ist grob und unerbittlich, mit den gleichen kleinen Macken, wie in Band eins, aber es gibt auch ein paar echt tiefgründige Dialoge.
Die Sprecher des Hörbuchs sind die Gleichen wie aus dem Vorgängerband, aber man merkt es eigentlich gar nicht, weil sie es schaffen, jeder Figur einen eigenen Charakter zu verleihen.
Was die Geschichte angeht, so ist diese nicht weniger atmosphärischer, spannender und prickelnder als im ersten Band. Vielmehr entwickelt sich die Liebesgeschichte langsamer und das Vertrauen zwischen Ky und Lilah wächst stetig, wobei an emotionalen Momenten nicht gespart wurde. Dafür verantwortlich sind unter anderem richtig schöne, teils witzige und fast schon romantische Szenen, die außerhalb der Unterkunft des Motorradclubs spielen. Überhaupt wird die Welt hier noch ein bisschen ausgedehnt. Ebenfalls gab es hier noch mehr Rückblicke auf die Vergangenheit Lilahs als auch ihrer Schwestern und man bekommt mehr Einblicke auf das jetzige Neu Zion, die Gemeinde, welche ich als alles andere als christlich bezeichnen würde. So werden hier einige Kapitel aus Cains, alias Riders, Sicht erzählt, woran man sich zwar erst einmal gewöhnen muss, doch es ist auch wichtig, um die Hintergründe einiger Entwicklungen im Laufe der Geschichte zu verstehen.
Jedenfalls ist die Geschichte wieder einmal nicht so leicht zu ertragen und es kommt einmal mehr zu einiger Gewalt, Entführungen und Misshandlungen. Dafür ist die Liebesgeschichte richtig toll und ich liebe den Zusammenhalt unter den Hangman, die Brüderlichkeit und Liebe.
Die beiden Protagonisten fand ich in diesem Band allerdings ein klein wenig schwierig, was allerdings nicht daran liegt, wie diese geschrieben wurden, sondern vielmehr an deren Charakter. Mit Kyler kam ich soweit klar, aber er war nichts Besonderes für mich, nicht der nette Kerl von nebenan, aber auch kein riesiger Sympathieträger. Lilah aber fand ich teilweise sehr anstrengend. Es war zwar die ganze Zeit nachvollziehbar, warum sie so ist, schließlich wurde sie ihr Leben lang indoktriniert und gehirngewaschen, aber dennoch war sie nicht unbedingt mein Lieblingscharakter und ich war oft genervt von ihr. Die beiden zusammen haben mir aber dann wieder gut gefallen und ich mochte auch ihre Beziehung zueinander.
Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich auch diesen Band, trotz ein paar Kleinigkeiten, die ich nicht so mochte, wieder richtig gern gehört habe. Ich fühlte mich die ganze Zeit großartig unterhalten, es war nervenzerreißend und sexuell aufgeladen und ich wollte immer wissen, wie es weitergeht, so dass es mir schwergefallen ist, das Hörbuch zwischendurch auch einmal auszuschalten.
- Karsten Krepinsky
Geheimnis der ISombies
(20)Aktuelle Rezension von: ZsadistaFrank geht es immer schlechter. Wird er etwas den Kampf gegen die Würmer verlieren? Sophia, Can und Kai suchen verzweifelt nach Lucia, dem Professor und dem Luftschiff. Sie sind fest der Meinung, die beiden haben ein Gegenmittel gegen den Wurmbefall.
Während unsere Freunde sich durch Berlin kämpfen läuft in einem Dessous Geschäft ein ganz anderer Kampf.
Lothar Schlappthäus und Donald Strumpf sitzen zusammen mit der „Bag One“ in dem Geschäft fest und versuchen einander auszustechen. Ist doch jeder vom anderen genervt. Wer wird den Kampf wohl gewinnen? Und finden die Freunde Lucia und das Gegenmittel?
„Rückkehr der ISombies 5 – HB“ ist der fünfte Teil der satirischen Zombie Romane aus der Feder des Autors Karsten Krepinsky.
Den fünften Teil habe ich ebenfalls als Hörbuch genossen. Gelesen wird es auch der Teil von meinem Lieblingssprecher David Nathan, für mich die Stimme von Nick Stokes aus CSI.
Auch der Inhalt des fünften Teiles ist alles andere als politisch korrekt und eher bei bitterböse anzusiedeln.
Auch dieser Teil hat mich wieder absolut unterhalten. Sehr lustig war der Teil mit Lothar und Donald. Ich sage nur, Lothar mein Held!!
Auch dieser Teil endet wieder mit mit einem gewaltigen Cliffhanger. Ich bin sehr gespannt auf den sechsten und letzten Teil der Serie.
Der Autor trifft mit seiner Serie absolut meinen Humor. Es ist natürlich nicht jedermanns Humor und einige dürften denken, der Autor spinnt. Was ich alleine in diesem Teil über die „Bag One“ gelacht habe, da ich selbst eine Pinkfarbene Tasche besitze. Ganz klar, welchen Namen meine Tasche jetzt hat. Die Ideen des Autors sind einfach umwerfend und genial.
Auch diesen Teil kann ich uneingeschränkt an Fans des schrägen satirischen Humors weiter empfehlen. Und Vorsicht für alle anderen Leser, es könnten einige Fragezeichen und viel Unverständnis zurück bleiben, bei den vielen bösartigen Anspielungen.
Ich freue mich schon auf den letzten Teil der Hörbücher.
- Horus W. Odenthal
Bevor die Welt sich wendet
(3)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer>> Da war sie also auf dem Weg zu einem Abendmahl mit dem Mann, den sie umbringen sollte. So war das: Sie brachte Leute um. Das gehörte zu ihrem Gewerbe. Sie gehörte zu einer Söldnertruppe. Sie tat es, um zu überleben und für die Truppe, die für sie das einzige war, das so etwas wie einer Familie nahe kam. Machte sie das zu einem schlechten Menschen? Sie hatte nie so von sich gedacht. Sie tat das, was zu tun war und was ihre Natur ihr gebot. So war das. Jedes Tier machte das. Und wie meinte man in ihrer Welt: Tiere sind ja so voller Unschuld. Klar. (30%) <<
Klappentext:Es beginnt in der „Galgeneiche“ – es endet im Feuer.
Eine am Ende der Welt gestrandete Söldnertruppe – ein verhängnisvoller Auftrag.
Skiar Schattenmond, Nuava und ihre Truppe abgebrühter Söldner sitzen nach einem missglückten Auftrag auf Isfayr fest, einer der letzten Inseln bevor die Welt sich wendet, weit weg von allen Zentren ihrer Zivilisation.
Ihr einziger Ausweg: ein Mordauftrag.
Sein Ziel: der Prophet von Isfayr.
Doch als Nuava diesem Propheten tatsächlich begegnet, wird die Sache plötzlich äußerst kompliziert.
Isfayr birgt mehr als ein Geheimnis und bald sind die Söldner bis zum Hals darin verstrickt. Ein Elfenfürst verfolgt skrupellose Pläne und ein Magier scheut selbst vor größtem Frevel nicht zurück und erschafft dabei etwas Ungeheuerliches.
Es beginnt in der „Galgeneiche“ – es endet im Feuer.
Nach dem Prolog, der poetisch und mit Tiefgang geschrieben wurde und in dem der Leser schon einen guten Einblick in die Welt bekommt, die dieser hier betreten wird, geht es ohne Umschweife gleich zur Sache. Beginnend in der Galgeneiche, blickt der Leser in den nächsten Kapiteln zurück wie es zu diesem Vorfall im ersten Kapitel kam. Nach und nach erfährt man, was es mit dem Propheten aufsich hat, wie es dazu kam, das Nuava und Skiar den Mordauftrag bekamen und das ein kommendes zweites Angebot definiv kein Zufall sein kann. Die Pläne des Elfenfürsten und des Magiers sind perfide und bösartig. Auch diese werden nach und nach enthüllt und der Wechsel der Blickwinkel, mal durch Nuava, mal durch Skiar macht das ganze noch spannender.
Der Prophet und die Söldnerin erschien nun am 2. August im Sinne eines Relaunches "neu". Denn der Autor hat sämtliche Bücher/Serien seiner Ninragon-Welt neu überdacht und leserfreundlicher zusammengefasst, da es wohl in den vorherigen Ausgaben den Anschein machte, der Leser müsste alles nacheinander lesen. Dies war und ist allerdings ein Irrglaube. Dieses Buch kann unabhängig der anderen Bücher gelesen werden und ist in sich abgeschlossen. Demnach werden ab Oktober 2019 die restlichen Bücher als Relaunch in rascher Folge neu erscheinen.
Der Schreibstil von Horus W. Odenthal ist sehr detailreich und poetisch. Goethe sagte einmal: "Schreibe nur wie du reden würdest, und so wirst du einen guten Brief schreiben.“ Und so liest sich auch dieses Buch, wortgewandt, mundart und doch anspruchsvoll und in lebhaften Bildern. Die Charaktere wirkten lebendig und wurden gut ausgearbeitet.
Das Cover besticht durch Nuavas Präsenz und der düsteren Welt im Hintergrund, wie sie sich dem Leser auch im Roman zeigt. Sehr gelungen.
Fazit:Die "Neuauflage" des Ninragon Fantasy-Epos ist absolut lesenswert! Und mit diesem Buch, der dürsteren Geschichte, als Einstieg schürt es die Neugierde und macht definitiv Lust auf mehr :)
- Sin Blaché
Prophet
(85)Aktuelle Rezension von: IamMaren_15"Prophet" von Sin Blanche und Helen MacDonald war für mich leider eine echte Enttäuschung. Obwohl ich normalerweise ein großer Fan von solcher geheimnisvollen Literatur bin, konnte mich dieses Buch einfach nicht überzeugen.
Die Handlung entwickelte sich zäh und träge, und ich hatte Schwierigkeiten, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Die Charaktere blieben flach, sodass ich keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen konnte.
Die Spannung, die in einem Roman mit Thrillercharakter so wichtig ist, fehlte gänzlich. Ich konnte mich einfach nicht in die Geschichte vertiefen und fand es schwer, das Buch überhaupt bis zum Ende durchzulesen.
Auch stilistisch gab es einige Mängel. Die Beschreibungen waren oft überladen und wirkten eher wie ein Versuch, literarisch zu glänzen, anstatt die Atmosphäre der Geschichte zu unterstützen. Dies führte dazu, dass ich mich beim Lesen oft gelangweilt habe.
Natürlich ist Lesegeschmack subjektiv, und andere Leserinnen und Leser könnten "Prophet" möglicherweise mehr abgewinnen. Für mich persönlich war es jedoch ein Buch, das mich nicht überzeugen konnte und das ich nicht weiterempfehlen würde. - Emily St. John Mandel
Das Licht der letzten Tage
(20)Aktuelle Rezension von: engineerwifeVon Haus aus ist die in Kanada geborene Autorin Emily St. John Mandel eine studierte Tänzerin und diese künstlerische Ader lebt sie auf jeder Seite des interessanten Romans „Das Licht der letzten Tage“ aus. Es handelt sich bei ihrem Buch um eine Dystopie, die in der nahen Zukunft in einer von einer Virusepidemie entvölkerten Welt spielt. In der Geschichte geht es um eine Wandertheatertruppe, die im Gebiet der Großen Seen von Ort zu Ort zieht, um Shakespeare-Stücke und Musik aufzuführen. Während dystopische Filme wie Robo Cop oder Demolition Man oft mit viel Gewalt und Drama einhergehen, ist dieser Endzeitroman ruhig und besonnen. Immer wieder zeigen sich trotz der schweren Tragödie, die nur wenige Menschen überlebten, Hoffnungsschimmer am Horizont und auch sein etwas offenes Ende lässt den Leser, bzw. Hörer im Glauben, dass es immer wieder weitergehen wird. Die talentierte Sprecherin Stephanie Kellner, auch bekannt aus vielen TV und Filmrollen – ihre erste mit acht Jahren als „Nesthäkchen“ - schafft es, eine wunderbare Atmosphäre in den Raum zu zaubern. Hier merkt man wieder einmal sehr schön, dass so ein Hörbuch durchaus mit dem Sprecher stehen oder fallen kann. Das Buch lässt mich sehr nachdenklich zurück … was wäre wenn … ? - Hermann Knapp
Der Auserwählte
(9)Aktuelle Rezension von: deponensvogelMan darf sich nicht von den elegant erzählten abstrusen Begebenheiten des Prologs täuschen lassen; der folgende Roman hat weder in Erzähltechnik, Stilistik noch kryptischer Absurdität etwas mit ihm gemein.
Abgesehen von seinen inhaltlichen Mängeln, zu denen ich als Hauptargument noch kommen werde, ist auch die verblüffend schwache technische Qualität des Erzähl- und Schreibstils nach dem Prolog bemerkenswert. Die Bilder sind fad und farblos, die Dialoge langsam, umständlich und ohne Würze und Konflikt. Die Figuren sind keine Menschen aus Fleisch und Blut, sondern Sprachorgane für den Plot und die Botschaften des Autors, womit wir auch schon bei den inhaltlichen Problemen wären.
Der Roman liest sich nicht wie ein literarisches Werk oder zumindest eine spirituelle Erfahrung, sondern wie eine Predigt. Es gibt keinen Zweifel über die moralischen Aspekte der Weltverbesserung: Hier gibt es die einfachen Leute, die zwar nicht strahlende Helden sind, aber auch nicht böse, sondern eben den Umständen der kapitalistischen Wirtschaftsweise ausgeliefert (ja, hierum geht es eigentlich in dem Roman), dort sind die Kapitalisten, die Hochfinanz, die übermächtigen Konzerne und die Politiker, die von ihnen bestochen werden. Die Botschaft Gottes, die unser Protagonist verlautbaren soll, lautet: Konzerne sind böse und für beinahe alles Übel und Leid auf der Welt verantwortlich. Aber auch das Wirtschafssystem an sich, das auf Profit statt auf Gemeinwohl ausgerichtet ist, ist böse. Die Menschen (damit sind eigentlich nur die Einwohner der westlichen Industrienationen gemeint) machen sich mitschuldig, weil sie nicht gegen das perverse System aufbegehren.
Der Roman gibt sich große Mühe, das klarzustellen. Dabei mutieren die Konzernvertreter und Finanzjongleure zu cartoonhaften Kapitalisten-Nazis, die einer sozialdarwinistischen Ideologie anhängen, in der der Stärkere den Schwächeren bzw. der Kapitalist die weniger Produktiven zermalmen darf. Die Konzernbosse sind allesamt unhöfliche, ungebildete Ekelpakete, die Morde in Auftrag geben lassen und wilde Orgien feiern (und außerdem Kennedy auf dem Gewissen haben). Auf der anderen Seite steht symbolisch der weise Medizinmann eines urtümlichen afrikanischen Naturvolks, über dessen Weisheit und Aufgeklärtheit unser Protagonist nicht genug reflektieren kann.
Nachdem unser Protagonist früher im Roman Gott mit dem theologischen Problem des Bösen konfrontiert und Gott logischerweise mit dem Argument des freien Willens kontert, endet der Roman mit einer großen Reinigung der menschlichen Seelen, in denen ihnen von Gott erst recht eine der allermenschlichsten Eigenschaften genommen wird (womöglich verpasse ich hier aber auch die Bedeutung im übertragenen Sinne). Aber immerhin stellt der Roman in Aussicht, dass diese Säuberung in Zusammenhang mit der Bildung einer Weltdemokratie zu einer ›demokratischen Verwaltung der globalen Ressourcen‹ führen wird. Was könnte da schon schiefgehen?
Fazit: Einseitiges Schwarz-Weiß-Bild einer der komplexesten Fragestellungen (nämlich wie man die Welt tatsächhlich nachhaltig verbessern kann), das sich nicht mit Graubereichen, subtilen Beobachtungen oder moralischen Konflikten aufhält, sondern uns den Feind der Menschheit klarmacht (Kapitalismus, Konzerne) und einen einfachen Ausweg daraus zeigt: Wir müssen bloß die Gier abschütteln.(Wobei fairerweise gesagt werden muss, dass Knapp mit seinen letzten Zeilen wohl ein Caveat formuliert: Die Gier lauert immer noch.) - Judith Arendt
Helle und der falsche Prophet
(79)Aktuelle Rezension von: mesuDies ist mein erster Helle Jespers Krimi und er hat mich gleich gepackt. Die Geschichte ist auch ohne Vorkenntnisse leicht lesbar, denn es werden kurze Erklärungen und Rückblicke zu der Ermittlerin mitgeliefert.
Helle befindet sich gerade im Urlaub als ein dramatisches Ereignis ihre wohlverdiente Ruhe stört. Merle eine gute Bekannte ihres Sohnes wird am Meer tot aufgefunden. Helle übernimmt die schwierigen Ermittlungen und ahnt nicht welche weitreichenden Kreise dieser Unglücksfall noch zieht.
Eine taffe und kluge Ermittlerin, die sympatisch und kompetent agiert, ein spannender und clever konstruierter Fall, fesselnd und gut geschrieben.
So muss ein Krimi sein! Lesenswertes Buch
- Nils Petersen
Veljkos Café
(5)Aktuelle Rezension von: webschreck_ostsee_Obadja ist ein Antiquitätenhändler. Er verbringt beinahe jeden Tag Zeit im Café von Veljko in der Detlev Bremer-Straße und isst gerne beim Imbissstand von Monika. Er ist alleine und genießt seine Ruhe.
Zudem besitzt er die Fähigkeit eines Sehers, und so kam es, dass er vorhersagte, dass am Nachmittag die Polizei im Café auftaucht. Tatsächlich tauchte dann am Nachmittag die Polizei auf, da gegenüber des Cafés eine „Prostituierte“ ermordet wurde. Als die Kommissarin Paula Philipp das Café betrat, bot ihr Veljko einen Kaffee an. Obadja schaute sich das Foto, das Paula mitbrachte, genauer an und erkannte, dass die ermordete Berit den Aaronstab besaß. Sie war die Hüterin des Aaronstabes. Veljkos, Obadja, Monika, Tjark und Laura trafen sich, um über das verschwundene magische Artefakt zu beraten. Sie alle sind magische Wesen. Am Abend versuchte Obadja, Paula alles über den Aaronstab zu erklären, aber sie glaubte nicht an Magie.
Wer steckt hinter dem Mord und wo befindet sich der Aaronstab?
Wird Obadja Paula von der Magie überzeugen können?
Kann die Kommissarin den Fall ohne die Hilfe magischer Wesen lösen?
Sind Obadja und die anderen in Gefahr?
`✵•.¸,✵°✵.。.✰ 𝕄𝕖𝕚𝕟 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥 𝔼𝕚𝕟𝕕𝕣𝕦𝕔𝕜 ✰.。.✵°✵,¸.•✵´
Die Geschichte beginnt mit dem Alltag und den Gewohnheiten von Obadja, gewinnt dann zunehmend an Spannung und Fantasy. Es treten unter anderem Wesen wie Feen, Nixen, Trolle und Propheten auf.. Die Fantasy-Elemente wurden nicht übertrieben und runden somit eine sehr spannende Geschichte ab. Den Schreibstil empfand ich als leicht und flüssig. Allerdings waren einige Kapitel etwas zu lang, beeinträchtigen jedoch den Lesefluss in keiner Weise. Das Café steht dabei im Zentrum dieser fantasievollen Geschichte.
Meine Leseempfehlung
5/5 ⭐️ + 1/2 💫
- J. H. Praßl
Bargh Barrowson - Chaos
(18)Aktuelle Rezension von: Ninja_TurtlesErste Hälfte des achtbändigen Epos - High Fantasy
Bargh Barrowson . Teil 3
Meinung:
Auch hier wieder: Sehr leb- und bildhafter Schreibstil.
Wir lernen in diesem Buch wieder neue Völker und Rassen kennen, die es in sich haben. Sie fügen sich gut in dieses Buch ein. Einzelne Puzzlestücke fügen sich ineinander, mache bleiben dunkel, andere werden sehr doll angeleuchtet.
Die Figuren wandeln sich mit der Zeit, besonders Chara hat es mir da angetan.
Wir lernen neue Protas kennen, die man echt schnell ins Herz schließt. Andere wiederum verschwinden von der Bildfläche, womit man so gar nicht gerechnet hat. Lange Zeit tappt man echt im Dunklen und fiebert mit den Protas mit. Man muss echt lange warten, bis man das Geheimnis zu lesen bekommt. Hat mich echt geärgert. Ich hatte auch das Gefühl, dass das Buch sich wie zäher Kaugummi liest. Woran das lag? Das kann ich gar nicht so genau beschreiben. Die Kulisse wurde wieder sehr gut beschrieben, so dass man es sich sehr gut vorstellen konnte.
Fazit:
Eine Fortsetzung, die bildhaft geschrieben wurde, aber sich auch ein wenig wie zäher Kaugummi gelesen hat.
- Tillie Cole
Hades' Hangmen - Rider
(60)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaDa es in diesem Band um Cain alias Rider geht, der ja augenscheinlich wieder Teil der Sekte um Neu Zion ist, war ich echt etwas skeptisch, ob mir dieser genauso gut gefallen würde, wie die vorherigen Bände. Ich wurde jedoch absolut nicht enttäuscht, ja sogar positiv überrascht, denn diese Geschichte hat soviel mehr zu bieten als gedacht.
Hier kehrt man erst einmal nach Neu Zion zurück und es scheint anfangs noch so, als würde der ganze Band im Gebiet der Sekte spielen, doch so ist es nicht, denn schon recht schnell wurde der Bogen zu den Hade's Hangmen gezogen und am Ende alle Enden wieder zusammengeführt.
Anfangs spielt dieser Band größtenteils in und um Riders Zelle in Neu Zion, wo er, verraten von seinem Bruder Judah, gefangen gehalten wird. Gleichzeitig erfährt man, wie und warum Harmony nach Neu Zion gebracht wird. Schon hier war ich wieder extrem wütend über die Machenschaften der Sektenanführer und gleichzeitig gespannt, wie sich die Geschichte entwickeln würde. Als dann Rider und Harmony aufeinandertrafen, war das sehr intensiv und tiefgründig, auf Grund der beengten Szene und den vielen Dialogen aber auch etwas zäh. Das änderte sich aber schon bald und es gab wieder eine Menge Action und teilweise wirklich extreme Momente. Außerdem gibt es in diesem Band einige sehr interessante Wendungen, denn nicht alles und jeder ist hier, wer oder was es zu sein scheint.
Die beiden Protagonisten habe ich in diesem Buch geliebt, sowohl als einzelne Charaktere als auch als Paar. Vor allem bei Rider hätte ich das nicht gedacht, denn dieser war mir ab dem Moment unsympathisch, als er die Hangmen in Band eins verraten hatte. Hier zeigt er aber, wie viel Herz er eigentlich hat und dass er ein guter Mensch ist, der teilweise sogar mein tiefes Mitgefühl hatte. Mit Harmony, deren Name sogar perfekt zu ihrem Charakter passt, findet er hier eine treue und unerschütterliche Seele, die genau weiß, was sie will. Selten habe ich eine so friedliebende, gerechte und gleichzeitig starke, mutige und kämpferische Protagonistin erlebt. Dafür hatte ich teilweise ein paar Probleme mit den Hangmen, die hier auch mal zeigen, wie unerbittlich sie sein können.
Alles in allem habe ich auch diesen Band wieder geliebt. Tillie Cole hat hier mit ihrem tollen Schreibstil, aber auch mit einer harten Sprache und ohne Blatt vor dem Mund, eine super spannende Geschichte voller Liebe, Spannung und eine Vielfalt an Emotionen geschrieben, welche einmal mehr von den beiden Sprechern super vertont wurde.
- Katy Rose Pool
Feuer über Nasira: The Age of Darkness 1
(3)Aktuelle Rezension von: julias_wonderlandFünf Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, müssen zusammen finden, um ihre Welt zu retten. Die Story Ansicht hört sich spannend und interessant an, dennoch war sie nicht 100 % meins. Meine Gedanken sind beim Hören mehr als einmal weg gewesen. ES gab einfach zu viele Längen, die mich genervt hat und auch dass es zu Anfang. Mich haben auch die vielen Handlungsstränge etwas verwirrt und ab an aus dem Hörfluss geschmissen. Ich kann nicht viel Gutes über das Buch sagen, aber auch nicht viel Schlechtes. Es hatte seine Längen und mich ab und an verwirrt, aber dennoch war es doch auch spannend. Die anderen Bände möchte ich dennoch nicht hören/lesen.
- Noor van Haaften
Elia - von Gott bewegt
(2)Aktuelle Rezension von: RavenDas Werk "Elia von Gott bewegt" von Noor van Haaften ist als Hörbuch über Audible erschienen und in gedruckter Form sowie als CD erhältlich.
Das Hörbuch ist 2 Stunden und 55 Minuten lang.
Der Prophet Elia verlässt sein Leben und begibt sich auf den Weg. Dabei setzt er sogar seine Sicherheit aufs Spiel. Weil die Menschen sich verführen lassen vom Götzendienst, will er etwas ändern. Bis nach Samaria wird sein Weg ihn führen, verfolgt und einsam, aber stehts im Gebet vertieft, mit Gottes Hilfe.
Der Heilige Prophet Elias stammte der Überlieferung nach aus dem Stamm Levi. Sein Name bedeutet übersetzt: "Der Herr ist mein Gott." Elija wird im Christentum, Judentum und im Islam erwähnt und es werden Geschichten über ihn erzählt. Die Geschichten aus dem Hörbuch sind wirklich interessant wider gegeben und sehr gut recherchiert. Die Autorin versucht sich in Elias Lage zu versetzten, seine Gefühle zu beschreiben und das was er gesehen und erlebt haben muss auf seiner Reise. Elias war ein Einzelner gegen Viele. Ein starker, mutiger Mensch, der alles aufgab um mit voller Überzeugung in die Welt zu ziehen. Er stellte sich gegen den Baalkult und blieb seinem Glauben treu.
Fazit: Die Geschichte vom Propheten Elias spannend erzählt. Absolute Hörempfehlung!
- Stephanie Oakes
Sacred Lies of Minnow Bly, The
(1)Aktuelle Rezension von: WortmagieStephanie Oakes‘ Debütroman „The Sacred Lies of Minnow Bly“ nahm einige Umwege, bis er veröffentlicht wurde. Während ihres Studiums sollte sie Gedichte zu einem Thema ihrer Wahl schreiben. Sie entschied sich für Märchen und stieß bei ihren Recherchen auf „Das Mädchen ohne Hände“. Die grausame Erzählung inspirierte sie, eine Märchenadaption zu schreiben. Zuerst konzipierte sie eine dystopische Version, die von Agent_innen und Verlagen allerdings abgelehnt wurde. Sie musste einsehen, dass ihre Geschichte nicht funktionierte. Die Rahmenbedingungen stimmten nicht: „The Sacred Lies of Minnow Bly“ verlangte nach einem realistischen Setting. Sie schrieb das gesamte Manuskript neu. Ihre Protagonistin Minnow, die Maid ohne Hände, wurde das Opfer einer Sekte im modernen Montana und das Buch endlich akzeptiert. Bei mir landete der Roman, weil mich die psychologischen Aspekte von Sekten interessieren.
Das Gefängnis macht der 17-jährigen Minnow Bly keine Angst. Angst machen ihr nur die dunklen Visionen ihrer Vergangenheit, besonders diejenigen dieser letzten Nacht. Der Nacht, in der ihr Heim niederbrannte.
Minnow lebte 12 Jahre in einer Sekte. Die Community war ihr Zuhause und alles, was sie kannte. Sie glaubte an die Worte des Propheten Kevin, an seine Erklärungen, an seine Weisheit und an seine strengen Regeln. Bis sie zu zweifeln begann und ihm nicht mehr glaubte. Als sie sich verliebte, erfuhr sie am eigenen Leib, wozu Kevin fähig war – und wozu sie selbst fähig ist. Minnow möchte am liebsten vergessen. Das Feuer. Die Toten. Doch sie muss sich ihren Erinnerungen stellen. Denn um eines Tages in Freiheit leben zu können, muss sie zuerst ihren Geist befreien.Ich bin etwas zwiegespalten. „The Sacred Lies of Minnow Bly” ist ein spannender, eindringlicher Young Adult – Thriller, der mich fesselte und einige tiefgründige Themen anspricht, wie Identität, Glaube und freier Wille. Ich fand ihn gut. Aber ich glaube, er hätte noch besser sein können, hätte Stephanie Oakes auf Minnows Ich-Perspektive verzichtet.
Eingangs ist diese Wahl nicht hinderlich. Im Gegenteil. Durch Minnows Augen begreifen die Leser_innen schnell, dass sie sich in einer prekären Lage befindet. Sie hat etwas Schlimmes getan und ist vor etwas noch Schlimmerem davongelaufen. Außerdem offenbart sich bereits auf der ersten Seite Minnows auffälligstes äußerliches Merkmal: ihr wurden beide Hände amputiert. Sie landet in einer Vollzugsanstalt für jugendliche Straftäterinnen. Dort, im Gefängnis, beginnt ihre eigentliche Geschichte, die sie Stück für Stück in Rückblenden aufdröselt. Dadurch entsteht graduell ein bestürzendes Bild des subtilen Horrors der Community. Das Leben der Sektenmitglieder wurde allein vom selbsternannten Propheten Kevin bestimmt; sein Wort war Gesetz. Er befahl ein striktes Patriarchat, Polygamie und einschneidende Regeln, deren Übertretung heftige physische Strafen nach sich zog. Wie in Sekten üblich herrschte Kevin mit Zuckerbrot und Peitsche. Ich hätte jedoch gern erfahren, wie er seine Anhänger_innen ursprünglich von seinen Visionen überzeugen konnte und wie sich die Anfänge der Community gestalteten, denn Minnow erwähnt, dass sadistische Maßregelungen erst später Normalität wurden. Ich hatte mir eine fundierte psychologische Schilderung der komplexen emotionalen Vorgänge in einer Sekte erhofft – doch aus Minnows Ich-Perspektive war das nicht möglich, weil ihr diese nicht bewusst sind. Ich denke darüber hinaus, dass Stephanie Oakes Minnow übertrieben unabhängig charakterisierte, um ihren Leser_innen die Bindung zu erleichtern. Minnows frühe, intuitive Ablehnung der Glaubensgrundsätze der Community erschien mir unwahrscheinlich. Schwer vorstellbar, dass sie sich nach einer Indoktrinierung seit frühester Kindheit als einzige gegen Kevins Gehirnwäsche wehren konnte. Ein realistisches psychologisches Profil hätte allerdings Denk- und Verhaltensmuster involviert, die für die junge Zielgruppe des Romans kaum nachzuvollziehen gewesen wären. Deshalb entschied Oakes vermutlich auch, Minnows persönliche Entwicklung im Gefängnis im Zeitraffer zu zeigen. „The Sacred Lies of Minnow Bly“ umspannt etwa ein Jahr – ihr Aufarbeitungsprozess ist demzufolge verkürzt und klammert frustrierende Rückschläge weitgehend aus. Trotz der Vorteile des Settings, das Minnow mit begrenzten, kontrollierten Reizen konfrontiert, und kleinerer Rebellionen fügt sie sich zu nahtlos in ihr Schicksal. Meiner Meinung nach konnte Stephanie Oakes aus Minnows Innenperspektive das Potential ihrer Geschichte nicht völlig ausschöpfen, weil eine realitätsnahe Darstellung ihres emotionalen und psychologischen Zustandes das Mitgefühl ihrer Leser_innen behindert hätte. Minnow sollte eine Heldin sein, kein seelisches Wrack voller hässlicher Abgründe. Hätte Oakes hingegen eine auktoriale Erzählsituation gewählt, hätte sie Minnows Empfindungen durch äußere Faktoren relativieren können. Das hätte selbstverständlich mehr schriftstellerischen Aufwand bedeutet, doch ich bin überzeugt, dass sich dieser gelohnt hätte. Aus einem guten Buch hätte ein großartiges Buch werden können.Ich kann jede Entscheidung, die Stephanie Oakes während des Schreibprozesses von „The Sacred Lies of Minnow Bly“ traf, nachvollziehen. Das Young Adult – Genre unterliegt nun einmal gewissen Beschränkungen, die die Autorin berücksichtigen musste. Sympathie für die Figuren ist obligatorisch. Ich verstehe, dass sie dieser keinesfalls im Weg stehen wollte. Ich zolle ihr Achtung dafür, dass sie das heikle Thema des Buches für ihre junge Leserschaft verdaulich gestaltete und sich an einer Märchenadaption in einem realistischen Rahmen versuchte. Daher bin ich von diesem Thriller nicht enttäuscht, obwohl meine Erwartungen nicht gänzlich erfüllt wurden. Ich hätte die Geschichte eben einfach anders aufgezogen. Aber ich bin ja auch nur die Leserin, nicht die Autorin.
- Noor van Haaften
Samuel - von Gott erbeten: Richer, Priester, Prohet
(1)Aktuelle Rezension von: RavenDas Werk "Samuel von Gott erbeten" von Noor van Haaften ist als Hörbuch über Audible erschienen und in gedruckter Form sowie als CD erhältlich.
Das Hörbuch ist 3 Stunden und 3 Minuten lang. Die Hörbuchsprecherin ist etwas gewöhnungsbedürftig wegen ihrem starken Akzent, aber man kann ihr gut folgen.
Samuel wird als Kind bereits in die Obhut eines Hohepriesters gegeben. Er reiste durch Israel als Richter, Priester und Prophet um das Volk zur radikalen Nachfolge auf zu fordern.
Samuel bedeutet "Von Gott erbeten". Außer Mose werden keinem anderen Menschen des alten Testaments so viele Funktionen zugeschrieben wie Samuel. Im Buch Samuel können wir in der Bibel seine Schriften lesen. Samuels Leben stand im Umbruch zwischen der Anarchie der Richterzeit, regelmäßigen Invasionen benachbarter Völker und der Einführung der Monarchie in Israel. Zwischen Königen und Propheten gab es enorme Spannungen. Die Geschichte Samuels in diesem Hörbuch ist interessant wider gegeben und sehr gut recherchiert. Die Autorin kann Samuel in seinen Emotionen und Gedanken und in seiner Reise sehr gut einfangen. Samuel blieb trotz eigener Schicksalsschläge seinem Gott treu und vertraute ihm völlig. Er wurde sehr alt und das ganze Volk trauerte letztendlich um seinen Tod.
Fazit: Die Geschichte vom Propheten Samuel spannend erzählt. Absolute Hörempfehlung!
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