Bücher mit dem Tag "prostituierte"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "prostituierte" gekennzeichnet haben.

368 Bücher

  1. Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783328111368)
    George Orwell

    1984

     (4.187)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Protagonist ist Winston Smith, der 1984 in einem totalitären Staat lebt und für das Ministerium arbeitet. Beobachtet vom "großen Bruder" über Monitore, verfolgt von Gedankenlesern, ist kein Widerstand und kein fremdes Gedankengut möglich. Es gibt "Neusprech" und "Doppeldenk" und die bekannte Sprache wird immer mehr verkürzt. Winston schreibt verbotenerweise Tagebuch und trifft sich heimlich mit Julia, fängt mit ihr eine Beziehung an und tritt der geheimen Bruderschaft bei, um Widerstand zu leisten. Aber kann das gutgehen?

    Ich hattte die zweisprachige Anaconda-Ausgabe, auf die sich meine Rezension bezieht. Das Cover ist ist in schwarz-weiß-grün gehalten und zeigt in der Mitte ein großes Auge, ein passendes Cover zum Buchinhalt. Bei dieser von mir gelesenen zweisprachigen Ausgabe ist auf der linken Seite die englische, auf der rechten Seite die deutsche Variante. Manche Wörter schienen mir von der Übersetzung her nicht so sinnvoll zu sein, aber insgesamt hat es mir viel gebracht, in Englisch zu lesen und ggf. aufs Deutsche zu schielen, wenn ich mir nicht so sicher war.

    Es ist fast schon beängstigend, was George Orwell mit "1984" für ein visionäres Werk gelungen ist! Vor allem, wenn man bedenkt, dass es 1949 erschienen ist. Bereits mit dem ersten Satz "...., and the clocks were striking thirteen" war ich im Buch drin. Man schüttelt immer wieder den Kopf, wenn man wie ich im Jahr 2024 lebt und bereits ein paar Jahre auf dieser Welt ist. Orwells Schreibstil hat mich beindruckt, die Schilderungen hin und wieder auch abgestoßen, aber immer gut unterhalten. Meiner Meinung nach ein Klassiker, den jeder gelesen haben sollte.

  2. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257261509)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

     (10.191)
    Aktuelle Rezension von: Nics_Gedanken

    Den Film habe ich vor Jahren mal gesehen erinnere mich aber ihn nur mittelmäßig gefunden zu haben. Das Buch dagegen ist um Längen besser gemacht wenn auch an manchen Stellen etwas zu schwafelig. Hier hätte es ruhig kürzer sein können ^^ Insgesamt jedoch finde ich das Buch hammergut geschrieben und eine absolute Leseempfehlung!

  3. Cover des Buches Die Mädchen von Strathclyde (ISBN: 9783959676656)
    Denzil Meyrick

    Die Mädchen von Strathclyde

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Angy93
    Glasgow, 1986: Constable Jim Daley ist in seinem zweiten Jahr als Streifenpolizist bei der Starthclyde Police. Von der traurigen Berühmtheit Glasgows als Mord-Hauptstadt Europas bekommt er nur wenig mit: Betrunkene Obdachlose, eingeschlagene Schaufenster und rachsüchtige Vorgesetzte bestimmen seinen Dienstalltag. Dies ändert sich schlagartig, als er eine tote Prostituierte auffindet und daraufhin mit DC Brian Scott einen Serienmörder jagt ...

    Nachdem ich mit dem dritten Teil dieser Reihe, dem Paten von Glasgow angefangen habe, wollte ich auch die anderen beiden Bücher lesen.
    Dieses Werk von Denzil Meyrick hat mir dabei gut gefallen. Man erlebt die Geschichte, wie Daley zur Kriminalpolizei kommt. Auch lernt man seine Vorgeschichte mit den Nebencharaktären kennen. 
    Die Geschichte bietet dabei noch einen spannenden Kriminalfall.
    Die Sprache ist einfach und gut verständlich.

  4. Cover des Buches Die Blutlinie (ISBN: 9783404169368)
    Cody McFadyen

    Die Blutlinie

     (4.556)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Gestern Abend ausgelesen. Was ein Buch!! Für mich persönlich war es nicht vorhersehbar und es war auch mein erster Smokey Barrett Fall. Ich glaub, ich hab mal irgendwann ein Hörbuch mit der Hauptakteurin gelesen, aber bin mir nicht sicher. Wie dem auch sei, saugeniales Buch, nichts für Zartbesaitete (wie mich hahaha). Als Roman kann ich sowas gut abhaben. Absolute Leseempfehlung!

  5. Cover des Buches Kalte Asche (ISBN: 9783942656863)
    Simon Beckett

    Kalte Asche

     (3.475)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    ich habe den ersten Teil gelesen, und fand diesen nach anfänglichen Holpereien eigentlich sehr stark und richtig gut geschrieben.
    nun war ich natürlich auf den zweiten Teil sehr gespannt, nun was soll ich sagen - ich wurde nicht enttäuscht
    der Anfang war diesmal schon sehr spannend und Fesselnd und ich habe mich sofort in dem Buch verloren, David Hunter war auch hier wieder ein absolut starker und sympathischer Protagonist den ich sehr gerne verfolgte.

    Ebenso fand ich die Story wahnsinnig stark und sehr spannend bzw fesselnd, ich glaube diesmal war sie sogar einen Ticken besser als die erste
    gerade am Schluss die ganzen Wendungen waren der Hit.
    Ich bin gespannt wie es weiter geht und werde natürlich noch den dritten Teil lesen.

    Daher, auch für den zweiten Teil eine ganz klare absolute Empfehlung!

    Einfach Mega!!!

  6. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453442047)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

     (2.572)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Mikael Blomkvist und seine Kollegen von Millenium recherchieren in einem Fall von Mädchenhandel und Prostitution von Minderjährigen. Nachdem ein Kollege ermordert wird und Mikael selbst nachforscht und dann ein weiterer Mord geschieht, steht für die Öffentlichkeit fest, Lisbeth Salander ist die Schuldige. Sie hat die Männer ermordet. Mikael glaubt aber an ihre Unschuld, aber hat keinen Kontakt zu ihr. Während er im Sumpf des Verbrechens ermittelt, versucht sich Lisbeth Zeit zu schaffen und selbst etwas über die wahren Mörder heraus zu finden. Beide kommen der Wahrheit immer näher und für beide hat sie schreckliches auf Lager. Im zweiten Band braucht man etwas, bis man in der Story drin ist. Aber dann gewinnt die Handlung an Fahrt und Logik und es wird ungeheuer spannend. Man taucht auch tief in Lisbeths Vergangenheit ein und offene Teile aus Verblendung werden zum Teil aufgeklärt. Holpriger Beginn, aber super spannend zum Schluß hin.

  7. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.147)
    Aktuelle Rezension von: la_vie

    In "Der Junge, der Träume schenkte" begleiten wir eine junge italienische Auswanderin und ihren Sohn, die ein neues Leben in Amerika beginnen. Cetta, die von ihrer Mutter verkrüppelt wurde, um sie vor Vergewaltigungen zu schützen, nur um dann trotzdem vergewaltigt zu werden, wünscht sich für ihren Sohn ein besseres Leben als sie es bisher hatte. Sie beschließt nach Amerika auszuwandern. Der große amerikanische Traum geht für sie allerdings nicht in Erfüllung, muss sie doch in Amerika zunächst als Prostituierte arbeiten, um über die Runden zu kommen. Ihr Sohn Natale, in Amerika der Einfachheit halber nur Christmas genannt, droht auf die schiefe Bahn zu geraten und legt sich mit mächtigen Gangsterbossen an. Er verliebt sich in ein Mädchen, das der besseren Gesellschaft angheört und das leider ihr Schicksal mit Cetta teilen muss, denn auch sie wurde vergewaltigt. Die beiden werden zunächst vom Leben getrennt, bis Christmas seinen Weg zum Radio findet, das das Leben der beiden komplett verändert.

    Ich fand die Geschichte an sich wirklich interessant und lesenswert. Cetta tat mir einerseits leid und andererseits konnte man sie nur bewundern. Sie musste schon so vieles in ihrem Leben erleiden und trotzdem hat sie nie ihre Stärke und ihre Lebensfreude verloren. Christmas ist ein wirklich netter Junge, der aber seiner Mutter beweisen will, dass er ein "echter" Mann sein kann und daher eine Zeit lang mit dem Feuer spielt, indem er sich mit einigen Gangsterbossen anlegt und versucht seine eigene Gang zu gründen. 

    Was ich schade fand war, dass am Anfang des Buches Cettas Geschichte noch sehr im Vordergrund stand und dann relativ plötzlich kaum noch relevant war, als alles Wichtige von ihr erzählt war. In der zweiten Hälfte des Buches kam sie nur noch als Nebencharakter vor. Generell kamen Lebensveränderungen der Charaktere relativ plötzlich. Von einem Tag auf den anderen beschließt Christmas, seine Gangsterkarriere an den Nagel zu hängen und zum Radio zu gehen, weil er gerne Geschichten erzählt. Er erzählt Geschichten aus seinem Gangsterleben, was die Massen begeistert. Die Leute bekommen gar nicht genug davon. Indirekt sind es diese Geschichten, die auch Christmas und seine Jugendliebe wieder zusammenführen, auch wenn die Geschichte hier ein wenig in die Länge gezogen wurde.

  8. Cover des Buches Die Wanderhure (ISBN: 9783426447932)
    Iny Lorentz

    Die Wanderhure

     (3.744)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    Als Magister Ruppertus, der Halbbruder des Grafen Konrad von Keilburg, um die Hand seiner Tochter Marie anhält, ist Matthis Schärer begeistert. Er ist zwar reich, aber immerhin war sein Großvater noch ein Leibeigener! Was weder Marie noch ihr Vater ahnen: Es geht Ruppert nicht um die schöne Marie, sondern um die Reichtümer ihres Vaters. Er organisiert einen Komplott und Marie wird halb tot geschlagen aus der Stadt Konstanz verbannt. Dort rettet ihr die Hübschlerin (wie Huren auch genannt wurden) Hiltrud das Leben und die beiden ziehen gemeinsam durch die Gegend. Auch Marie muss ihr Geld als Hübschlerin verdienen. Doch der Gedanke der Rache hält sie am Leben.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Insbesondere, weil nicht viel Zeit mit der Vorstellung der Figuren vergeht, sondern gleich ab Seite 1 Action geboten ist. Es ist manchmal grausam zu lesen, wie schnell aus einem geachteten Bürgersmädchen eine Schande werden kann, aber ich kann mir vorstellen, dass es im Mittelalter tatsächlich so gewesen sein könnte. Trotz der Dicke des Buchs zieht sich die Geschichte kein bisschen, sondern die Handlung bleibt spannend bis zum Schluss. 

    Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin!

  9. Cover des Buches Lektüre Kopiervorlagen: Jerome D. Salinger, Der Fänger im Roggen / Catcher in the Rye (ISBN: 9783637002388)
    J. D. Salinger

    Lektüre Kopiervorlagen: Jerome D. Salinger, Der Fänger im Roggen / Catcher in the Rye

     (1.556)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear

    Titel: Der Fänger im Roggen

    Autor*in: J.D. Salinger

    Erschienen in Deutschland: 2023 (23. Auflage)

    Originaltitel: The Catcher in the Rye

    Erschienen in den USA: 1945

    Übersetzer*in: Eike Schönfeld 

     

    Weitere Informationen:

    Genre: Slice of Life, Drama, Gen

    Preis: € 11,00 [D] | € 11,40 [A]

    Seiten: 270 Seiten

    Sprache: Deutsch

    ISBN: 978-3-499-23539-9

    Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

     

    Inhalt:

    Ich-Erzähler des Romans ist der sechzehnjährige Holden Caulfield, der sich zur Zeit seiner Aufzeichnungen zur Erholung und psychiatrischen Behandlung in einem Sanatorium befindet und Rückschau hält auf „diesen Irrsinnskram, der mir so um letztes Weihnachten passiert ist“. Der Roman handelt davon, wie Holden Caulfield nach einem Schulverweis wegen schlechter Leistungen kurz vor Beginn der Weihnachtsferien die Schule vorzeitig verlässt, um dem oberflächlichen, selbstdarstellerischen Verhalten seiner Kameraden und der Schulgesellschaft zu entfliehen. Er traut sich aus Angst vor der Reaktion der hysterisch-nervösen Mutter und des beruflich erfolgreichen Vaters nicht sofort nach Hause, sondern irrt drei Tage lang auf der Suche nach menschlicher Nähe und einer Zukunftsperspektive durch Manhattan. Von den drei Tagen nimmt die Schilderung des Samstags etwa die Hälfte des Buches ein. Es ist in 26 Kapitel gegliedert. Das Buch trägt die Widmung „Für meine Mutter“.

    [Quelle: Wikipedia]

     

    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

    Ich muss ganz ehrlich sagen: Das Buch kannte ich sehr, sehr lange nur vom Namen her. Weder von der Handlung, noch von der Sache mit John Lennon damals hatte ich eine Ahnung. So seltsam es klingt, aber ich bin über das Buch am meisten bzw so wirklich erst über die South Park Folge "Als die Kacke Pipi musste", die zweite Folge aus Staffel 14. Dort haben die vier Jungs von der Schule her das Buch lesen müssen, da ich da Buch allerdings zu dem Zeitpunkt noch so gar nicht kannte, konnte ich es nicht beurteilen. Sie waren jedenfalls durch die Bank durch enttäuscht, dass das Buch nicht so skandalmäßig ist wie es ihnen erzählt worden ist. Und ich muss ihnen da leider zustimmen.

    So ganz kann ich nicht verstehen, warum das Buch "schockierend" oder "ein Skanadal" gewesen sein könnte. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass die lockere Art, die der Protagonist an den Tag legt, den Leuten damals zu locker war, zu casual, wie man heute sagen würde. Heute wäre es dagegen kein Thema. Oder die Tatsache, dass Holden wieder von der Schule geflogen ist.

    Vielleicht bin ich nicht intelligent genug für das Buch, oder ich bin einfach nicht die richtige Ansprechperson, aber mich hat das Buch nicht so wirklich erreicht. Mit Holden bin ich nicht wirklich warm geworden. Zwar habe ich am Anfang verstehen können, warum er so reagiert hat, er ist von der Schule geflogen, seine Eltern wären wütend und enttäuscht, und er möchte dlie Konfrontation mit ihnen so lange wie möglich meiden. Also tut er Dinge, die ihm im Moment am sinnvollsten erscheinen. Danach aber sagt und macht er viele Dinge, die ich dagegen überhaupt nicht nachvollziehen kann. Was ist sein Ziel? Warum handelt er oft so impulsiv? Vermutlich weiß er es selbst nicht, aber das hilft nicht gerade mit Holden warm zu werden.

    Die Ereignisse, die ihm an den drei Tagen passiert ist - kein Wunder, dass er im Sanatorium gelandet ist. Also so ein bisschen. Größtenteils saß ich beim Lesen nur da und dachte, wie unrealistisch das alles ist. Dass das alles in der kurzen Zeit passiert sein soll. Fühlt sich eher so an, als wären nicht drei Tage, sondern eine ganze Woche vergangen. Auf der anderen Seite wird so vieles davon auch irgendwie recht langweilig beschrieben, und ich hatte auch leider nicht so viel Spaß beim Lesen, wie ich es anfangs erhofft hatte.

     

    Fazit:

    Tja, das Buch ist leider wieder nur ein weiterer Beweis für mich, dass ich nicht zur Zielgruppe von den meisten Klassikern gehöre. Dass ich mit denen nicht warm werde und ich eher für moderene Bücher zu haben bin, aus den letzten 20-30 Jahren herum. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber die gibt es leider sehr selten. Das Buch war an sich ok, aber es war jetzt nichts, was mich aus den Socken gerissen hat. Es war so ein: Aha, so eine Art von Buch ist das. Aber ja, vielleicht ist auch einfach vieles an mir vorbeigegangen. Das kann ich nicht sagen. Von mir bekommt das Buch insgesamt 3 Sterne.

  10. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453442054)
    Stieg Larsson

    Vergebung

     (2.330)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Ermittlerin Lisbeth Salander steht unter Mordverdacht. Sie will niemanden hineinziehen, schon gar nicht ihren Partner, den Journalist Mikael Blomkvist. Aber dieser ist wild entschlossen, ihre Unschuld zu beweisen. Er ermittelt, entgegen aller Widerstände und ohne Rücksicht auf die Tragweite.

    Der Schreibstil ist erneut ruhig, klar und eher schlicht, erzählerisch prägnant und stark. Gekonnt lässt der Autor politische sowie sozial- und gesellschaftskritische Themen in seine Geschichte einfließen und sorgt damit für Aktualität und Tiefgang seines Thrillers. Dadurch entsteht intelligente Spannung für Mitdenker, keine oberflächlich leichte Lektüre für zwischendurch und nebenher. Das Tempo ist eher ungewöhnlich für einen Thriller, denn der Autor lässt sich Zeit damit, die Dinge zu beschreiben. Alle Dinge. Das kann die Psyche eines skrupellosen Mörders sein, aber auch das Mittagessen von Lisbeth Salander... Und es ist spannend, nur dass es eine Spannung ist, der man Zeit und Raum geben muss. Das Buch baut langsam auf, ganz allmählich und oft in eher leisen Tönen, zwischen den Zeilen. Insbesondere die Tiefe der Charaktere überzeugt und die Protagonisten sind glaubhaft beschrieben. Jetzt erfährt der Leser auch die letzten Geheimnisse von Lisbeth Salander, erlebt wie sie sich mit Händen und Füßen gegen Mikaels Loyalität und seine Freundschaft sträubt, er aber genau der ist, den sie jetzt braucht. 

    Mein Fazit: In diesem dritten Band werden die Dinge aufgeklärt, die bereits in den ersten beiden Bänden eine wichtige Rolle spielten. Wenn es mir nicht manchmal insgesamt ein wenig zu viel gewesen wäre, hätte ich das Buch wohl keine Sekunde aus der Hand gelegt. So aber bräuchte es ein paar Pausen um in Ruhe gelesen zu werden und konnte mich dann auch vollkommen abholen. Definitiv ein mehr als lohnender dritter Teil, den ich zusammen mit den beiden Vorgängern nur wärmstens empfehlen kann, mit der richtigen Muße und Zeit zu lesen.

  11. Cover des Buches Bis ich dich finde (ISBN: 9783257600193)
    John Irving

    Bis ich dich finde

     (393)
    Aktuelle Rezension von: dirkheg

    Fast 1.200 Seiten reines Lesevergnügen. Bewegend, mitreißend und originell. Ein echter Irving halt mit allem, was dazu gehört. Und mindestens genauso großartig wie "Das Hotel New Hampshire". Mit sehr viel Tiefgang und Psychologie, so dass ich manchmal pausieren musste, um mir die Situationen vor Augen zu führen. Kann man nur empfehlen. 

  12. Cover des Buches Berlin Alexanderplatz (ISBN: 9783596521494)
    Alfred Döblin

    Berlin Alexanderplatz

     (287)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Mir hat der Schreibstil an und für sich sehr gut gefallen. Ich mag es, wenn dieser etwas umschreibend ist und man ein tolles Bild der Handlung und des Handlungsortes suggeriert bekommt. Allerdings nahm die oben bereits angesprochene Reizüberflutung zu drastische Ausmaße an, sodass ich das Buch nicht mehr genießen konnte. Man erlebt zwar hautnah die Erlebnisse einer Großstadt, aber Spannung kommt in der Geschichte gar nicht auf. Das Potential wird durch die ständige Erwähnung von banalen Nebensächlichkeiten komplett unterdrückt. Insofern war die Geschichte zäh und anstrengend zu lesen. Da stellt sich dann aber für jeden die Frage, ob man für den wohl beispiellosesten deutschen Großstadtroman und Döblins wunderbaren Schreibstil absolute Langeweile in Kauf nehmen will.

  13. Cover des Buches Obsession (ISBN: 9783499016318)
    Simon Beckett

    Obsession

     (1.209)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Nach dem plötzlichen Tod von Bens Frau Sarah, bleibt er mit ihrem autistischen Sohn Jacob zurück. Doch nach kurzer Zeit, stellt er fest, dass Jacob nicht Sarahs leiblicher Sohn ist, sondern sie diesen gestohlen hat. Ben lässt es nicht in Ruhe, forscht nach und findet heraus, wer Jacobs wirklicher Vater ist. Die Behörden übergeben diesen John Cole. Ben wird ein Besucherrecht eingestanden, doch Cole möchte nichts davon wissen. Ben möchte nicht aufgeben und als er herausfindet, welch seltsamen Obsessionen Cole nachgeht, ist er äußerst besorgt um Jacob.

     

    Der Klappentext ist irreführend. Ben hat selbst nicht die Behörden informiert und damit Jacob abgegeben, sondern ist dies durch einen Privatdetektiv herausgekommen. Wer weiß, ob Ben jemals die Behörden informiert hätte, denn schließlich wollte er erst einmal herausfinden, wer Jacobs Vater wirklich ist und wenn er da schon erkannt hätte, dass der eine Schraube locker hat, hätte er wohl Jacob nie abgegeben.

    Zudem, bis es zu diesem Punkt überhaupt kam, hat es sich sehr lange gezogen. Ich dachte schon, dass kommt dann erst im letzten Drittel, da sich der Autor immer wieder in unnötigen Details verstrickt hat. Es wäre auch irgendwie schlauer gewesen, wenn man die Beziehung zwischen Ben und Jacob mehr ausgebaut hat. Für mich war es nicht immer ganz ersichtlich, ob es Ben wirklich um den Jungen ging oder er sich nur an diesen klammerte, damit er nicht den letzten Teil seiner Frau verlor.

     

    Es war auch irgendwie sehr seltsam, als Ben begann die Coles auszuspionieren. Er arbeitet ja als Fotograf und hat demensprechend gutes Equipment. Ich fand es ja zunächst nachvollziehbar, da der Sozialarbeiter sich so auf stur gestellt hat, dass er Beweise für Coles nicht gutes Verhalten gegenüber Jacob sammeln wollte. Da gab es eben verschiedene Indizien, die er sammeln konnte. Ob die am Ende ausreichten, damit das Jugendamt den Jungen wieder wegnahm, da dieser Fall doch eine große Schlagzeile war, ist dahingestellt. Aber als Ben plötzlich zum Spanner wurde… Ich dachte dann nur: „Okay, das ist also mit den Obsessionen u.a. gemeint.“ Irgendwie hatte ich dadurch diese unangenehme Erinnerung an „Voyeur“ von Simon Beckett, was mir ja nicht sonderlich gefallen hat. Es hat sich einfach sehr seltsam lesen lassen, weil dieser Spanneraspekt random kam und für mich auch keinen Zusammenhang zur eigentlichen Geschichte hatte.

     

    Dem Buch haperte es meiner Meinung immer wieder an Spannung. Das war am Anfang so, in der Mitte gab es solche Phasen und selbst beim Showdown fand ich den jetzt nicht wirklich mitreißend. Auch war er schon etwas haarsträubend, nicht komplett wie ich es schon in anderen seiner Bücher erlebt habe, aber auch nicht überzeugend. Aber besonders mit der Spannung habe ich gehadert. Immerhin soll es sich ja um einen Thriller handeln und da hat mir oft einfach der Thrill gefehlt.

    Vielleicht lag es auch an mir, da ich selbst die Stellen, als Ben seine Spannerfotos gemacht hat, nicht sonderlich spannend fand. Aber ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass da so viel Gefahr war, dass er entdeckt wurde. Irgendwie hat es Beckett geschafft, die möglichen Gefahren wegzuschreiben.

     

    Die Figuren fand ich okay bis nichtssagend. Über Ben hat man natürlich viel erfahren, obwohl ich jetzt nicht sagen könnte, ob ich ihn un- oder –sympahtisch fand. So richtig gepackt hat er mich nicht. Jacob wäre vielleicht interessant gewesen, auch um mehr über Autismus zu lernen, aber dafür wurde das Thema zu wenig aufgegriffen. Sarah, Bens verstorbene Frau, empfinde ich im Nachhinein als schwierig. Zoe, Bens Gehilfin, war eigentlich ganz witzig. Keith, Bens bester Freund und dessen Nebenhandlung war irgendwie komplett unnötig. Irgendwie haben mir die Eltern von Coles ersten verstorbenen Frau und damit Jacobs Mutter sehr leidgetan. Irgendwie fand ich die von den Nebenfiguren noch am besten. Und der Rest eben sehr nichtssagend. Der Sozialarbeiter allein wirkte sehr klischeehaft.

     

    Fazit: Das Buch lässt mich fragend zurück. Ich fand es weder richtig gut, noch richtig schlecht. Die Idee des Buches fand ich eigentlich ganz interessant, genauso wie verschiedene angesprochene Themen, aber irgendwie ging es mir dann nicht zu tief genug. Mit den Figuren konnte ich keine wirkliche Bindung aufnehmen. Letzten Endes ist es eine Enttäuschung, da man ja weiß, dass es Simon Beckett besser kann. 2,5 Kompasse von mir.

  14. Cover des Buches 1888 (ISBN: 9783992001293)
    Thomas Beckstedt

    1888

     (30)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Ich-Erzähler Georg erhält im Oktober 1922 ein Paket mit einem Manuskript. Nach dem Krieg, wo er beinahe ein Bein verloren hätte, hat sich der Deutsche nach England zurückgezogen und gibt sich als Schweizer aus. Georg lebt vom Verkauf der elterlichen Firma und hat daher ausreichend Zeit, sich diesem Manuskript zu widmen. Allerdings irritiert ihn der Inhalt, der Gedanken eines Arztes enthält, den er 1914 bei einem Urlaub in der Schweiz kennengelernt hatte. Der Arzt hatte im Gefängnis Tagebuch geschrieben, wo er wegen eines angeblichen Mordes an einem Berufskollegen im Jahre 1888 mehrere Monate verbrachte.

    Georg beginnt zu recherchieren, um aus diesem verwirrenden Manuskript ein Buch zu machen. Gleich zu Beginn erfährt der Leser, dass er seine Aufzeichnungen nach einem Jahr wieder zerstört. Warum und weshalb wird erst ganz am Ende der 400 Seiten deutlich.

    Georg erzählt in diesem Buch teilweise ohne Punkt und Komma. Ich hatte dabei das Gefühl, neben ihm beim Bier in einem Pub zu sitzen und zuzuhören. Das Buch ist so komponiert, dass man ständig in eine andere Zeit hineinkatapultiert wird: Hat man sich in 1888 einigermaßen eingelebt, landet man übergangslos wieder bei Georg in 1922. An manchen Stellen wird es schwierig zwischen Wahrheit und Traum zu unterscheiden; verschiedene Erzähler, verschiedene Zeiten, verschiedene Eindrücke und verschiedene Schriften haben in meinem Kopf Chaos verursacht und das Gefühl aufkommen lassen, etwas überlesen zu haben. Mir war lange nicht klar, ob Georgs Wahn seinem Drogenkonsum geschuldet war oder etwas anderem. Erst der Schluss entwirrte meine Knoten im Kopf.

    Fazit: Kein Buch zum nebenbei lesen. Es erfordert die volle Konzentration, hat mich aber zwischendurch auch müde gemacht.

  15. Cover des Buches Verachtung (ISBN: 9783423215435)
    Jussi Adler-Olsen

    Verachtung

     (919)
    Aktuelle Rezension von: Annabell95

    Nete Rosen trifft 1985 während eines Empfangs auf den Gynäkologen Curt Wad. Wad demütigt sie vor den Augen der Gäste. Noch immer kämpft sie damit, was ihr damals auf der Insel Sprogø widerfahren ist. Die Zufallsbegegnung mit Wad wühlt alles wieder auf und setzt etwas in den Gang... Jahre später, 2010, stößt das Sonderdezernat Q auf die Akte einer Frau, die 1987 spurlos verschwuden ist. Während der Ermittlungen stoßen sie auf fünf weitere solcher Vermisstenfälle. Recht bald gerät Curt Wad ins Zentrum der Ermittlungen. Er hat seine Patientinnen damals schwer misshandelt und an ihnen Zwangssterilisationen durchgeführt. 

    "Verachtung" ist der vierte Band des Sonderdezernats Q. Der Fall selbst ist in sich abgeschlossen. Jedoch empfiehlt es sich die vorherigen Bände zu kennen, da sich die privaten Geschichten der Ermittler hier weiterentwickeln.

    Das Ermittlertrio habe ich sofort nach ein paar Seiten wieder ins Herz geschlossen. Nach wie vor finde ich sie sympathisch und sie werden von Band zu Band toll weiterentwickelt. Assad finde ich immer noch geheimnisvoll und ich brenne darauf endlich seinen Hintergrund kennenzulernen, aber er wirkt durch seine Art auch sehr authentisch. Kommissar Karl Mørck ist einfach ein schrulliger Ermittler und sehr eigensinnig. Er hat seine eigenen Methoden, was die Ermittlungsarbeit angeht. Was er sich in den Kopf gesetzt hat, das setzt er auch durch.

    Durch die schrulligen Sprüche des Ermittlertrios wird die Handlung sehr schön aufgelockert und man muss beim Lesen immer mal wieder schmunzeln. Die Perspektivwechsel zwischen Vergangenheit und heute, aber auch zwischen den einzelnen Protagonisten sorgt für Abwechslung, aber hält auch die Spannung hoch. 

    Das Thema um die Frauen und der Zwangssterilisation zu der damaligen Zeit lässt es einen eiskalt den Rücken runterlaufen. Das muss echt harte Zeiten für die Frauen damals gewesen sein.

    Mein Fazit:
    Mit ein paar irren Wendungen wird der Fall zu keiner Zeit langweilig und hält zum Schluss sogar noch eine Überraschung bereit. Das schrullige Ermittlerteam in seinem vierten Fall zu folgen war einfach wieder spannend und amüsant.

  16. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.303)
    Aktuelle Rezension von: chaoswoelfin

    "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" habe ich dieses Jahr noch einmal gelesen, nachdem ich es in meiner eigenen Jugend (schätzungsweise 14-15 Jahre alt) schon einmal gelesen hatte.

    Sicherlich ist das Buch nicht für jedermann; ich finde es aber gerade in Hinblick auf meinen Beruf (Sozialarbeiter) sehr wichtig und interessant.
    Die Sprache ist sehr rau, das Mädchen Christiane sicherlich kein Protagonist den man "gerne hat" - aber gerade wegen der schonungslosen Offenheit so wichtig!

    Ich finde fast, jeder Jugendliche sollte das Buch gelesen haben!

  17. Cover des Buches Die Seele des Bösen - Unter Verdacht (ISBN: B071WG5TDG)
    Dania Dicken

    Die Seele des Bösen - Unter Verdacht

     (31)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Auch in ihrem neuen Fall arbeitet Sadie mit LAPD-Detective Nathan Morris zusammen. Der Polizist bittet die FBI-Profilerin um Hilfe, als eine Edelprostituierte ermordet in einem Hotelzimmer aufgefunden wird. Sadie erkennt schnell, dass die widersprüchlichen Indizien am Tatort auf einen zweiten Täter hindeuten – ohne zu ahnen, in welche Kreise die Ermittlungen sie führen werden. Auch privat ist Sadie gefordert, denn die Begegnung mit seiner Stalkerin hat Matt verändert. Sadie macht sich große Sorgen um ihren Mann, der sich schweigsam und zurückgezogen gibt. Während sie sein Verhalten anfänglich auf die zurückliegenden Ereignisse schiebt, wird ihr irgendwann klar, dass Matt etwas vor ihr verbirgt …

     

    Wie gewohnt ist auch der 11. Teil der Reihe spannend, rasant und überaus informativ. Sadies und Nathans neuer Fall ist durchaus interessant und überaus heikel, im Vergleich zu den privaten Problemen, mit denen Sadie und Matt in diesem Teil kämpfen müssen, tritt er aber eher in den Hintergrund. Aufgrund der aufwühlenden Geschehnisse des letzten Bandes, die Sadie und Matt nun verarbeiten müssen, ist klar, dass die Arbeit etwas die Arbeit etwas weniger Raum einnimmt.

    Dieser Band zeigt einmal mehr die tiefe Verbundenheit zwischen Sadie und Matt, aber auch Phil auf. Die Probleme könnten grösser nicht sein, doch diese Freundschaft übersteht alles. Es ist schön mitzulesen, wie die drei alles füreinander tun würden.

    So grausam Sadies und Nathans gemeinsamer Fall ist, genauso real erscheinen die Ereignisse, bis hin zu Korruption und Machtmissbrauch.

    Mit dem Ende kann ich mich nicht ganz anfreunden, ich hoffe, die Thematik wird in den nächsten Teilen nochmals aufgenommen und abgeschlossen.

  18. Cover des Buches Hectors Reise (ISBN: 9783492306249)
    François Lelord

    Hectors Reise

     (1.181)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Diese märchenhaften Zeilen, die mir anfangs noch ein Lächeln aufs Gesicht zauberten, regten mich im Laufe der Seiten regelrecht auf. Das lag weniger am Inhalt, denn die Aussagen haben Hand und Fuß. Kein Wunder, der Autor ist schließlich Psychiater. 1953 geboren, konnte er schon 2002, als das Buch in Frankreich zum ersten Mal erschien, auf seine nicht nur während der Arbeit erworbene Kenntnis der Menschen und Charaktere schauen. Was mich genervt hat beim Lesen und beinahe nach der Hälfte des Buches abbrechen ließ, war sein Stilmittel. Er spricht seine Leser an, als wären sie kleine, unwissende Kinder.

    Wen das nicht stört, der kann die 23 Lehrsätze bejahen, die er sich auf seiner Reise durch China und mehrere unbenannte, aber gut erkennbare Länder erarbeitet hat. Allerdings sind die Weisheiten für fortgeschrittenere Semester nicht mehr neu und so hatte ich persönlich keinen Mehrwert durch das Lesen.

  19. Cover des Buches Die Landkarte der Zeit (ISBN: 9783499253195)
    Félix J. Palma

    Die Landkarte der Zeit

     (634)
    Aktuelle Rezension von: Bemyberlinbaby

    Wir befinden uns im Jahre 1896 und begleiten Andrew, welcher acht Jahre nach dem Tod seiner Geliebten immer noch am Boden zerstört ist. Ihre Liebe hätte allerdings keine Zukunft gehabt, da sie eine Prostituierte aus Whitechapel war und er ein Sohn guten Hauses. Sie fiel dem Mörder Jack the Ripper zum Opfer und seither ist Andrew kaum noch er selbst. Als sein Cousin ihm von einem Geschäft erzählt, wo es die Möglichkeit gibt, Zeitreisen zu unternehmen, bekommt er neue Hoffnung. Doch der Veranstalter erzählt ihm, dass es nur möglich ist an genau einen Zeitpunkt zu reisen, nämlich ins Jahr 2000 zum Tag des Entscheidungskampfs im Krieg zwischen Mensch und Maschine. 

    Claire ist von ihrem Leben gelangweilt und findet die Zeit, in der sie lebt zu eintönig. Als sie von der Zeitreise ins Jahr 2000 erfährt, begibt sie sich mit ihrer Freundin Lucy auf eben jene. Sie findet eine ungeahnte Liebe fernab der Zeitlinien. 

    Scotland-Yard-Inspektor Garrett will ins Jahr 2000 reisen, um dort Hauptmann Shakleton zu verhaften. Er ist davon überzeugt, dass dieser sich in ihre Zeit geschlichen hat, um dort jemanden umzubringen. Diese Tat will er rückgängig machen, indem er ihn zuvor ergreift. Dieses Unternehmen führt den Rezipient zu einem sonderbaren Bibliothekar. 

    Das Buch hat eine hohe Ausdrucksweise und schöne, lange Sätze. Ungewöhnlich ist, dass der narrative Autor häufig eigene Kommentare und Beschreibungen einbringt und gänzlich von den Figuren losgelöst ist. Die veraltete Wortwahl passt hervorragend zu der Zeit, in der der Roman spielt. Gekrönt wurde das Werk mit einem überraschenden Ende. 

  20. Cover des Buches Black Dagger - Nachtjagd (ISBN: B005LJZ0X2)
    J.R.Ward

    Black Dagger - Nachtjagd

     (1.882)
    Aktuelle Rezension von: Schuby233

    "Black Dagger 1" von J. R. Ward ist ein eindrucksvoller Start in die gleichnamige Buchreihe. Die Geschichte entführt die Leser in eine düstere Welt, in der Vampire in einem brutalen Krieg um das Schicksal der Menschheit verwickelt sind.

    Die Protagonistin, Beth Randall, ist eine interessante und gut ausgearbeitete Figur. Ihr Alltag ändert sich dramatisch, als sie auf den geheimnisvollen Wrath trifft, der behauptet, ein Vampir zu sein. Die Beziehung zwischen Beth und Wrath ist komplex und leidenschaftlich, was dem Buch eine fesselnde romantische Komponente verleiht.

    Die Handlung ist reich an Action und Intrigen, was für Spannung sorgt. Allerdings ist die Gewaltdarstellung in diesem Buch recht intensiv, was für manche Leserinnen und Leser möglicherweise überraschend sein könnte. Dennoch ist diese Brutalität ein wichtiger Bestandteil der düsteren Welt, die die Autorin geschaffen hat.

    Ein interessanter Aspekt des Buches ist die Einführung der Bruderschaft der BLACK DAGGER, einer Gruppe von Vampirkriegern. Ihre unterschiedlichen Charaktere und Hintergrundgeschichten bieten Potenzial für zukünftige Entwicklungen in der Buchreihe.

    Ein kleines Manko könnte das offene Ende des Buches sein, das die Leserinnen und Leser dazu verleitet, die Fortsetzung zu lesen, um offene Fragen zu klären.

    Insgesamt ist "Black Dagger 1" von J. R. Ward ein beeindruckender erster Band der Reihe. Mit einer düsteren Atmosphäre, lebendigen Charakteren und einer spannenden Handlung erweckt es die Welt der Vampire auf faszinierende Weise zum Leben. Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Sternen und empfehle es allen, die sich für Vampirromantik und düstere Fantasy interessieren.

  21. Cover des Buches Der Flug der Libellen (ISBN: 9783744869997)
    H.C. Scherf

    Der Flug der Libellen

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz
    Nach 2 Leserunden von denen ich begeistert war, habe ich mir " Der Flug der Libellen" besorgt und war gespannt, ob es mir wie genau wie die beiden anderen gefallen würde. In der Hinsicht wurde ich nicht enttäuscht!

    Geschichte:  Andrea , 10 Jahre alt, hat in der Schule ein großes Problem. Ihr Nachnahme lautet " Lesbe" und daher wird sie gemobbt wo es nur geht. Besonders die Anführerin Martina, aus gutem Haus, der alle Jungs hinterher laufen, sorgt dafür dass Andrea keine Freunde hat. Ausgenommen Holger, stotternd und somit ebenfalls Außenseiter wird der Freund Ihrer Kinderzeit.  Dann verschwindet 1 Kind spurlos und die Kripo unter Hauptkommissar Schlicht beginnt zu ermitteln, aber erfolglos....  16 Jahre später zieht sich eine Mordserie durch Essen und Schlicht kommt einfach nicht weiter in den Ermittlungen. Es gibt keine Spuren. Als Andrea zurück nach Essen zieht, hat sich vieles verändert, außer Holger der sofort wieder seinen Platz einnimmt. Durch Zufall trifft sie auf Schlicht und die Ereignisse überschlagen sich....

    Von Anfang an, ist das Buch mit jeder Seite spannender bis zum furiosen Finale. So sollten Thriller aufgebaut sein. Frei von Schnörkel und endlosen Beschreibungen, wer was wann bei welchem Wetter wo gemacht hat und angezogen hat.... Die Geschichte trifft von Anfang an den Kern und verliert nicht den roten Faden. Alles ist durchdacht und es ist schwer Verdächtige auszumachen.

    Die Darsteller sind gut beschrieben und das Thema immer aktuell. 200 Seiten die schnell durchrauschen und sich wahnsinnig flüssig lesen. Andere hätten vermutlich 400 Seiten daraus gemacht, aber das konzentrieren auf das wesentliche ist eine unnachahmliche Art des Autors und ich schätze das sehr. Nach dem 3. erstklassigen Buch werde ich zum Fan und kann das Buch nur jedem empfehlen !


  22. Cover des Buches Die Teerose (ISBN: 9783492956024)
    Jennifer Donnelly

    Die Teerose

     (930)
    Aktuelle Rezension von: Elljen_jm

    Das Buch hat mich berührt, da es die Geschichte von zwei Träumern und ihrem näheren Umkreis ist. Alle Chancen stehen gegen den Traum der beiden Liebenden, jedoch lassen sie sich von keinem der vielen Schicksalschläge unterkriegen und finden Wege ihre Ambitionen auszuleben und gleichzeitig, das Leben von vielen anderen zu berühren. 

    SPOILER.

    Die Geschichte startet mit dem Traum der 16 Jährigen Fiona und ihrem Freund Joe aus dem Ghetto zu entkommen und nicht nur zu überleben, sondern ein schönes Leben mit einem eigenen Laden zu führen, jedoch muss dieser Traum nach der Verlobung der beiden begraben werden denn Schlag auf Schlag verliert Fionas Familie alles was sie hatten (der Vater und die Mutter werden ermordet und die kleine Schwester stirbt, sie verlieren alles an Geld was sie hatten und einer ihrer Brüder verschwindet). Während Fiona durch ihren "Onkel" Roddy aufgebaut beziehungsweise am Leben erhalten wird, muss sie auch ihre erste Liebe vergessen, denn Joe erlag der Verführung die von seinem wohlhabenden  Chef und seiner Tochter Millie ausgeht und muss sie heiraten, da er sie versehentlich schwängerte.Dies geschah aufgrund seines Übermutes, seiner Beförderung und der Aufmerksamkeit seines Chefs und seiner immer fröhlichen Tochter Millie, die ihn schon immer haben wollte,

    Von dem Verlust ihrer ersten Liebe schwer verletzt, bekommt sie mit, dass sie und ihr jüngerer Bruder eine Last für Roddy werden, da er durch ihre Anwesenheit seine langjährige Freundin nicht heiraten kann. Auch wenn er sie gerne aufgenommen hat und sie wie eine Tochter sieht, möchte fiona ihm nicht auf der Tasche liegen und entschliesst ihren Anspruch auf das Geld von dem angeblichen Unfall ihres Vaters geltend zu machen. Dafür versucht sie ihren ehemailgen Arbeitgeber William Burtton zu sprechen, da er auch der Arbeitgeber ihres Vaters war. Bei dem Versuch bekommt sie mit, dass er es war der ihren Vater hat ermorden lassen, da er der Gewerkschaftenführer in deren Gegend war. Burtton und die Gängster bekommen mit, dass sie alles gehört hat und versuchen sie zu ermorden. Bei ihrer Flucht stiehlt sie unbemerkt Geld und beschließt mit ihrem Bruder auszuwandern, damit Roddy und Grace von denen nicht belästigt werden. Sie beschließt zu ihrem Onkel Michael in New York zu flüchten, damit sie neu starten kann. Roddy der Polizist ist, hält die Gangster in Schach als er mitbekommt, dass sie sie suchen.

    Auf dem Weg nach New York lernen Fiona und ihr Bruder den wohlhabenden Nick Soames kennen, der ihnen hilft die Fahrt anzutreten, indem er sie als seine Frau und Kind ausgibt, da es keine weiteren Plätze mehr gab. Nick und Fiona werden zu besten Freunden, er lehrt sie Ettickete und Manieren, wie man sich anzieht und präsentiert und eröffnet ihr die Welt der Kunst. Sie steht ganz zu seienr Überraschung ihm bei als sie von seiner Krankheit (Syphillis) und seiner Schwulheit erfährt und pflegt ihn gesund, während sie gleichzeitig den Lebensmittelladen ihres Onkels wieder zum Laufen bringt. Denn hingegen ihrer Erwartung eines ordentlichen Ladens/ Lebens in New York, erwartet sie ein Onkel, der sich dem Alkohol zugewandt  hat, als ihn die Trauer um den Tod seine Frau überwältigte. 

    In New York lernt sie den reichsten Witwer Will kennen, der ihr anfangs aus faszination hilft und sich später in sie verliebt. Fiona, die immer noch schwer an dem Verlust und dem Verrat von Joe zu kämpfen hat, öffnet sich ihm nur oberflächlich und nimmt am Ende seinen Heiratsantrag an. Als Nick sieht, dass Will alles was Fiona ausmacht versucht zu ändern, äußert er seine Bedenken. Denn Fiona wurde immer erfolgreicher mit ihrer Tee Firma, sowie dem Lebensmittelgeschäft. Die Söhne von Will sind ebenfalls gegen die Eheschließung  und nutzen Nicks Schwulheit, um sie dazu zu bringen Will zu verlassen. Nick wird von dem Richter angeklagt - mit der Drohung ihn abzuschieben, jedoch hätte er die Überfahrt nicht überlebt- und kann nur Unschuldig berufen werden, weil Fiona sich als seine Verlobte ausgibt und ihn vor Ort heiratet. Will wollte, dass sie Nick im Stich lässt, jedoch konnte sie das nicht tun. Sie gibt Nick gegenüber zu, dass sie ihn nie geliebt hat, sondern immer noch Joe liebt. Nick und sie bauen ihre Geschäfte in den zehn Ehejahren auf, wodurch sie am Ende die reichste Frau Amerikas wird.  Leider hält ihr Glück nicht, denn Nick stirbt, wodurch sie aber die Chance erhält Burtton Tea endlich zu Grunde zu richten. 

    In England geschah in den zehn Jahren im Leben von Joe auch so einiges. Er liess sich von Millie scheiden, als sie ihr Baby verlor, nachdem sie erfuhr, dass Joe nach Fiona sucht. Sein Ex-Schwiegervater bannte ihn als Verkäufer, wodurch ihn niemand einstellte. Er machte sich als Straßenverkäufer selbständig und macht sich einen Namen. Roddy sucht ihn auf, nachdem er erfährt dass Fiona in Amerika ist und gibt  ihm sein gannzes Erpsartes, damit Joe sie besuchen kann. Leider findet Joe Fiona erst als sie schon mit Nick verheiratet ist und spricht sie nicht an. Er lebt ein leeres Leben und stürzt sich in die Arbeit, um Fiona aus seinen Gedanken zu bannen.

    Als Fiona in London auftaucht, um ihren Anpruch auf Burtton Tea gelten zu machen, geschehen viele Sachen aufeinmal. Roddy und sie machen es publik, dass Burtton hinter dem Tod ihres Vaters steht. Roddy spricht mit Joe und den Gewerkschaftern, wodurch Burtton Tea seinen Wert verliert und geplündert wird. Burtton entzieht sich der Festnahme und versucht Fiona umzubringen. Währenddessen wird Fiona durch die Polizisten beschützt und erkundet London. Fiona und Joe verpassen sich immer wieder oder werden durch Angehörige mit guten Absichten daran gehindert sich auszusprechen. Die Bewachung von Fiona wird eingestellt, da die Mehrheit davon ausgeht, dass Burtton aus dem Land geflohen ist, wodurch sich die Chance für Fiona ergibt ihre alte Heimat zu besichtigen. Dort trifft sie an dem Ort, wo alles anfing und endete auf Joe, wodurch deren Liebe eine erneute Chance erhielt. Nach fast elf Jahren konnten sie sich endlich aussprechen und ihre andauernde Liebe gestehen. 

    Burtton lockt sie durch einen falschen Brief ins Lager und versucht sie umzubringen, jedoch wird dieser Versuch durch Roddy und Joe verhindert. Bei dem Gerangel fallen Burtton und Joe runter in den Hafen. Fiona folgt ihnen, um Joe zu retten. Im Endeffekt werden sie durch den neuen Gangster "Sid Malone" gerettet, indem er Burtton erschiesst. Da kommt raus, dass ihr anderer Bruder, den sie Tod geglaubt hat, sich umgenannt hat und zum Gangster wurde.  

    Nachdem die Finnegans endlich ihre Rache an dem Mörder ihres Vaters genommen haben, wurde bekannt, dass er nebn ihrem Vater etliche Prostituierte und ihre Mutter auch auf dem Gewissen hatte, denn er war Jack the Ripper, der sein Unwesen in Whitechapel trieb. Joe und Fiona bekamen ihr Happy End ohne Abstriche machen zu müssen. Ihr Traum von Erfolg und einem gemeinsamen Leben ging in Erfüllung, obwohl alles (Familienzustand, Bildung, Geld, Gegner/Widersacher) dagegen sprach.

    Zitate, die mir gefallen haben:

    "Man muss einen Traum haben, Fee. (...) An dem Tag, an dem du zu träumen aufhörst, kannst du dich gleich einsargen lassen, dann bist du so gut wie tot." - S.15

    "Sie war seine Seelenverwandte und gehörte zu ihm, wie sein Fleisch und seine Knochen zu ihm gehörten. Sie war bei ihm, in ihm, begleitete ihn überallhin, wohin er auch ging. Sie war alles, was er sich vom Leben erträumte, das Maß seiner Träume." -S.67

    "Alles, Tommy, und doch nichts."-S.297

    "Immer noch. Es ist albern, ich weiß. Ich versuche, ihn zu vergessen, aber ich kann es nicht. Einmal habe ich gehört, wie ein Dockarbeit, der seine Hand bei einem Unfall verloren hatte, meinem Vater erzählt hatte, dass er seine Hand immer noch spüren würde. Er sagte, bei feuchter Luft täten ihm die Gelenke weh, unf bei der Hitze jucke ihm die Haut. Genauso geht es mir mit Joe. Er ist fort, aber dennoch er ist es nicht.Er ist noch immer in mir. Ich sehe ihn, höre ihn. Insgeheim rede ich noch immer mit ihm. Wann hören die Gefühle endlich auf, Nick?" - S.333

    "Und sie wusste, dass sie, wenn sie Joe nicht endlich aus ihrem Herzen verbannte, wenn sie Wills liebe nicht annahm, genauso enden würde wie Ms, Nicholson mit einem in Trauer vergeudeten Leben um etwas, dass nie existiert hatte." -S.436

    "Zum ersten Mal seit Nick gestorben war, spürte sie seine Nähe. Er beschütze ihn immer noch, wachte noch immer über sie. Obwohl sein Körper fort war, lebte sein Geist in ihrem Herzen weiter. Er war ein Teil von ihr und würde es immer bleiben." -S.550

  23. Cover des Buches American Psycho (ISBN: 9783462312065)
    Bret Easton Ellis

    American Psycho

     (421)
    Aktuelle Rezension von: Aboutmandyreads

    Ich musste das Buch ja lesen, nachdem ich den Film und die Idee dahinter immer sehr faszinierend fand. Man muss schon sagen, man muss sich mit dem Schreibstil anfreunden bzw. entweder kommt man damit klar oder nicht. Ich weiß gar nicht, was ich von dem Buch so richtig halten soll. Schlecht ist es nicht, sonderlich in meinen Geschmack, rein wegen des Schreibstils, passt es allerdings auch nicht. Dennoch würde ich es unfair finden weniger als 4 Sterne zu vergeben. Dafür ist mir „American Psycho“ zu skurril und detailliert in faszinierenden Bereichen. Es hat mich auf eine seltsame Art und Weise einfach in den Bann gezogen.

  24. Cover des Buches Das Hotel New Hampshire (ISBN: 9783257600216)
    John Irving

    Das Hotel New Hampshire

     (739)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Diese Familie ist wirklich durchgeknallt und jeder in der Familie hat seinen ganz eigenen Splin. Der Vater eröffnet ein Hotel und will damit groß raus kommen. Die Kinder finden sich nach und nach damit zurecht und mit Liebe unter Geschwistern, einem homosexuellen Sohn und einer Tochter die nicht wachsen will hat jeder sein Päckchen zu tragen. Ein Bär der auf dem Motorrad herum fährt und ein toter Hund, der die Familie irgendwie nicht verlässt. Komisch, kurios und mit viel Wärme und schwarzem Humor präsentiert uns John Irving eine irrwitzige Familiengeschichte. Die Tragik und auch die Liebe und die Hoffnung kommen nicht zu kurz und so macht es einfach irrsinnig Spaß. Nicht jeder mag John Irving, aber ich liebe seine Art.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks