Bücher mit dem Tag "prostituierte"

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116 Bücher

  1. Cover des Buches Die Wanderhure (ISBN: 9783426447932)
    Iny Lorentz

    Die Wanderhure

    (3.756)
    Aktuelle Rezension von: liselotte20

    Die Wanderhure von Iny Lorenz entführt uns ins frühe Mittelalter. 

    Die junge Adlige Marie gerät durch einen bösen Komplott in die Gefangenschaft und wird danach schwer misshandelt und aus der Stadt geworfen.  Nicht einmal ihr Jugendfreund Michel kann ihr nun helfen. Nur durch Hilfe der Wanderhure Hilde überlebt Marie und muss es nun der anderen Frau gleichtun und ihren Körper verkaufen. 

    Mir gefällt die Reihe, sehr leicht zu lesen und man kann prima abschalten.  Natürlich ist dies kein Historikroman der einem Wissen vermittelt, wer das möchte liest eben andere Romane. 

  2. Cover des Buches Der Flug der Libellen (ISBN: 9783744869997)
    H.C. Scherf

    Der Flug der Libellen

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz
    Nach 2 Leserunden von denen ich begeistert war, habe ich mir " Der Flug der Libellen" besorgt und war gespannt, ob es mir wie genau wie die beiden anderen gefallen würde. In der Hinsicht wurde ich nicht enttäuscht!

    Geschichte:  Andrea , 10 Jahre alt, hat in der Schule ein großes Problem. Ihr Nachnahme lautet " Lesbe" und daher wird sie gemobbt wo es nur geht. Besonders die Anführerin Martina, aus gutem Haus, der alle Jungs hinterher laufen, sorgt dafür dass Andrea keine Freunde hat. Ausgenommen Holger, stotternd und somit ebenfalls Außenseiter wird der Freund Ihrer Kinderzeit.  Dann verschwindet 1 Kind spurlos und die Kripo unter Hauptkommissar Schlicht beginnt zu ermitteln, aber erfolglos....  16 Jahre später zieht sich eine Mordserie durch Essen und Schlicht kommt einfach nicht weiter in den Ermittlungen. Es gibt keine Spuren. Als Andrea zurück nach Essen zieht, hat sich vieles verändert, außer Holger der sofort wieder seinen Platz einnimmt. Durch Zufall trifft sie auf Schlicht und die Ereignisse überschlagen sich....

    Von Anfang an, ist das Buch mit jeder Seite spannender bis zum furiosen Finale. So sollten Thriller aufgebaut sein. Frei von Schnörkel und endlosen Beschreibungen, wer was wann bei welchem Wetter wo gemacht hat und angezogen hat.... Die Geschichte trifft von Anfang an den Kern und verliert nicht den roten Faden. Alles ist durchdacht und es ist schwer Verdächtige auszumachen.

    Die Darsteller sind gut beschrieben und das Thema immer aktuell. 200 Seiten die schnell durchrauschen und sich wahnsinnig flüssig lesen. Andere hätten vermutlich 400 Seiten daraus gemacht, aber das konzentrieren auf das wesentliche ist eine unnachahmliche Art des Autors und ich schätze das sehr. Nach dem 3. erstklassigen Buch werde ich zum Fan und kann das Buch nur jedem empfehlen !


  3. Cover des Buches Die Entscheidung (ISBN: 9783734105227)
    Charlotte Link

    Die Entscheidung

    (312)
    Aktuelle Rezension von: til_tomasko9

    Handlung: 

    Simon wollte eigentlich sein Weihnachtsfest mit seinen Kindern in dem Ferienhaus an der Französischen Küste verringen, doch diese sagen ihm kurzfristig ab. Als er am Strand spazieren geht trifft er auf eine verwirrte Frau namens Nathalie, dass sie alles radikal verändern wird hat er wohl nicht gedacht.... 

    Die Autorin: 

    Ich liebe liebe den Schreibstil von Charlotte Link. Sie schreibt aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven. Sie ist für mich die einzige Autorin, die schleichende Spannung aufbauen kann ohne es langweilig zu machen. 

    Meine Meinung: 

    Ich fand das Buch wirklich sehr sehr gut und hat sich definitiv sie 5 Sterne verdient! Es ist unglaublich Spannung und das Buch ist nicht wegzulegen. Trotzdem ist das Thema sehr schwer ernst, also wenn euch Menschenhandel, Häusliche Gewalt und Sexueller Missbrauch betreffen ist das eher nicht ein Buch für euch, denn diese Themen kommen während des Buches immer wieder vor.. Aber ich fand dieses Buch so so toll.

  4. Cover des Buches Oxen. Das erste Opfer (ISBN: 9783423217651)
    Jens Henrik Jensen

    Oxen. Das erste Opfer

    (306)
    Aktuelle Rezension von: Liden

    DNF nach 10%

    Datum : 13.08.2025


    Scandic Noir ist anscheinend einfach nicht mein Sub-Genre. Sei es Erbarmen von Adler Olsen oder nun Oxen - ich kam überhaupt nicht rein. 

    Es war mir zu langweilig. Zu viel unnötige Details. Ich war so schnell angenervt von den ganzen Beschreibungen, das ich nach knapp 50 Seiten beschlossen habe, es zu lassen. 

    Dafür ist mein SuB zu groß und meine Freizeit zu kurz. 


    Schade Schokolade, die komplette Reihe landet im öffentlichen Bücherregal. 


    Und ich weiß für mich, das ich von skandinavischen Büchern die Finger lasse (besser so für den Geldbeutel).

  5. Cover des Buches Die Gestirne (ISBN: 9783442715145)
    Eleanor Catton

    Die Gestirne

    (138)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Walter Moody trifft 1866 nach schwerer Überfahrt in der neuseeländischen Hafenstadt Hokitika ein. Im Raucherzimmer des Hotels, in dem er absteigt, wird er durch die Erzählung von 12 Männern in eine Serie ungeklärter Mordfälle hineingezogen, die sich rund um das Goldgräbermilieu bewegen.

    Wer nun einen Kriminalroman erwartet oder einen historischen Roman, der wird enttäuscht sein. Catton strickt eher eine Art Sittenbildnis, entführt den Leser in ein wildes, unerschlossenes, abenteuerliches Neuseeland. 

    Ich habe das Buch von einer Freundin geschenkt bekommen, die selbst großer Neuseeland-Fan ist, mit dem Hinweis, dass man trotz der Komplexität dem Plots doch gut folgen kann, selbst wenn man den Roman mit Unterbrechungen liest. Und in der Tat tut es dem Romanvergnügen keinen Abbruch, wenn man ihn immer wieder zur Hand nimmt, um weiterzulesen. Ich habe allerdings auch sehr lange benötigt, um ihn zu beenden.

    "Die Gestirne" ist ein sehr aufwändig und kunstvoll (künstlich) konstruierter Roman. Die 12 Männer sind 12 Gestirnen (Sternzeichen und Planeten) zugeordnet, deren Konstellationen der Handlung entsprechen. Dazu kommt, dass der abnehmende Mond sich in der Kapitellänge widerspiegelt. Es ist einerseits ein Roman, den man mit Verstand lesen sollte, andererseits sollte man die Szenerie, in der er spielt genießen. Ich kann verstehen, dass manche Leser den Roman ermüdend finden, ich persönlich war am Ende aber fast enttäuscht, Neuseeland wieder verlassen zu müssen.

  6. Cover des Buches Fucking Berlin (ISBN: 9783548374963)
    Sonia Rossi

    Fucking Berlin

    (587)
    Aktuelle Rezension von: Perse
    • Details:

    Ausgabe: Taschenbuch 

    Erscheinungsdatum: 29.07.2008

    Verlag: Ullstein 

    Genre: Autobiografie 

    Seitenanzahl: 284

    • Inhalt: 

    Eine junge Frau die nach Deutschland kommt, um zu Studieren, landet ziemlich schnell im Rotlichtmilieu und erzählt von dieser Zeit.

    • Meinung:

    Als das Buch damals rausgekommen ist, hatte meine damalige Beste Freundin es und ich wollte es auch gerne lesen. Wie das Leben so ist, hat sich das Vorhaben im Sande verlaufen und es galt das Prinzip "aus den Augen, aus dem Sinn". Wiederentdeckt beim Schmökern, habe ich es dann gebraucht gekauft (da es nicht mehr gedruckt wird und es auch nicht als eBook vorhanden ist) und sofort angefangen zu lesen. Ich fand ihre Geschichte sehr interessant und das was sie erzählt, ist auch teilweise nicht ohne. 

    • Fazit:

    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es wird mir wahrscheinlich auch noch lange im Gedächtnis bleiben.

    • Empfehlung:

    Für alle, die sich für das Thema "Rotlichtmilieu" interessieren.

    Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!

  7. Cover des Buches Wem Ehre gebührt (ISBN: 9783752816358)
    Rainer Kottke

    Wem Ehre gebührt

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Ladybella911

    • Eigentlich gehört seine Liebe der Musik. Aber sein Geld verdient Jonas Buskohl oder, wie er genannt wird (Joe Blueskohl) im Modehaus vom Vater seiner Verlobten, Constanze. Und so ganz nebenbei hat er auch noch eine kleine
    •  Detektei gegründet und übernimmt ab und an Aufträge als Privatdetektiv.


    Klappentext:
    Diesen Auftrag hat Jo Buskohl unmöglich ablehnen können - erstmals ermittelt der Detektiv auf internationalem Parkett.
    Zusammen mit Partnerin Constanze ist Jo unterwegs an die französische Opalküste. Sie wollen den abgetauchten Schwiegersohn des Bürgermeisterkandidaten Siefken zur Rede stellen. Der junge Mann hat Fotos der verstorbenen Tochter des Politikers veröffentlicht. Private Fotos. Online und außerordentlich unanständig ...
    Zur selben Zeit fliegen daheim in Ostfriesland Tortenstücke durch die Luft. Präzise geschleudert, treffen die sahnigen Geschosse Bestsellerautor Nikesch ins Gesicht. Dessen Auftritt im Leeraner Modehaus Göttberg findet ein jähes Ende.
    Was zunächst nach Routine aussieht, eskaliert innerhalb von Tagen. Blut fließt. Als Jo nicht ausschließen kann, durch seine Ermittlungen einen Mord ermöglicht zu haben, ist endgültig Schluss mit lustig.


    • Anfänglich hatte ich kleine Schwierigkeiten, mich in die Geschichte hineinzufinden, aber nach ein paar Seiten hatten Schreibstil und Handlung mich voll gepackt. Dem Autor Rainer Kottke ist es hier hervorragend gelungen, einen spannenden Kriminalroman mit viel Lokalkolorit, tricky Wendungen und einer gehörigen Portion – auch schwarzen – Humors zu schreiben. 
    • Man erlebt üble Ränkespiele auf politischer Ebene, und auch der Tortenschmiß bekommt eine ganz überraschende Wendung. Zwei Handlungsstränge, die anscheinend nichts miteinander zu tun hatten, verbinden sich zu einem überraschenden Ende, welches ich so nicht vorhergesehen hatte.

    Chapeau. Das ist feinste Krimikost und verdient absolut 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

  8. Cover des Buches Fräulein Gold: Schatten und Licht (ISBN: 9783499004285)
    Anne Stern

    Fräulein Gold: Schatten und Licht

    (237)
    Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland

    [𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]


    𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Fräulein Gold - Schatten und Licht (Die Hebamme von Berlin 1)

    𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Anne Stern

    𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Rowohlt // Argon Verlag (Hörbuch)

    𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Anna Thalbach 

    𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch 


    𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Magst du Bücher die in Deutschland spielen?


    𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙: 

    Spannend - Gut - Kurzweilig 


    𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥: 

    1922: Hulda Gold hat schon das ein oder andere Kind auf die Welt gebracht und unzählige Schwangere betreut. Da kommt es schonmal vor, dass man in die Angelegenheiten anderer hineingezogen wird. Diesmal hat es die Hebamme jedoch in einen Mordfall verwickelt, der sie nicht los lässt. Und während sie Ermittlungen anstellt, gerät die unerschrockene Frau in Gefahr...


    𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:

    Die Geschichte rund um Hulda Gold ist spannend und kurzweilig. 😊

    Während man am Fall miträtselt, lernt man die Hebamme und die Menschen in ihrer Umgebung immer besser kennen - und will unbedingt auch mehr wissen. 

    Egal ob man sich in die düsteren Ecken Berlins verirrt oder mit Hulda entspannt in einem Kaffee sitzt, es wird nicht langweilig. 😁

    Dabei bleibt der Stil immer locker und leicht zu lesen und man fliegt durch die Seiten.


    Auch in das Hörbuch habe ich reingehört. Denn dieses wird von Anna Thalbach gelesen - eine der wenigen weiblichen Sprecher die ich gerne höre.

     

    𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? 

    Von mir gibt's eine Leseempfehlung für Leute, die eine gute Geschichte über eine starke Frau suchen.


    𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

  9. Cover des Buches Die Mädchen von Strathclyde (ISBN: 9783959676656)
    Denzil Meyrick

    Die Mädchen von Strathclyde

    (113)
    Aktuelle Rezension von: Angy93
    Glasgow, 1986: Constable Jim Daley ist in seinem zweiten Jahr als Streifenpolizist bei der Starthclyde Police. Von der traurigen Berühmtheit Glasgows als Mord-Hauptstadt Europas bekommt er nur wenig mit: Betrunkene Obdachlose, eingeschlagene Schaufenster und rachsüchtige Vorgesetzte bestimmen seinen Dienstalltag. Dies ändert sich schlagartig, als er eine tote Prostituierte auffindet und daraufhin mit DC Brian Scott einen Serienmörder jagt ...

    Nachdem ich mit dem dritten Teil dieser Reihe, dem Paten von Glasgow angefangen habe, wollte ich auch die anderen beiden Bücher lesen.
    Dieses Werk von Denzil Meyrick hat mir dabei gut gefallen. Man erlebt die Geschichte, wie Daley zur Kriminalpolizei kommt. Auch lernt man seine Vorgeschichte mit den Nebencharaktären kennen. 
    Die Geschichte bietet dabei noch einen spannenden Kriminalfall.
    Die Sprache ist einfach und gut verständlich.

  10. Cover des Buches Zwetschgendatschikomplott (ISBN: 9783423254496)
    Rita Falk

    Zwetschgendatschikomplott

    (383)
    Aktuelle Rezension von: RoRezepte

    “Nur zwei, drei Handgriffe, dann wäre dieses Problem für immer gelöst. Ganz langsam zieh ich sie aus meinem Holster. »Du willst mich aber jetzt nicht abknallen, oder was?«, sagt der Rudi, kaum dass er sich umgedreht hat, und stemmt die Hände in die Hüften. »Doch, Rudi, das würde ich gerne. Wenn du dich schön still hältst, dann treff ich auch garantiert schmerzfrei und absolut tödlich.« »Herrjemine, also, kommst du jetzt endlich – oder was?«, […].”

    Der Einstieg in Rita Falks 6. Eberhofer-Fall Zwetschgendatschikomplott beginnt mit einem verkaterten Franz Eberhofer, der den Anruf von seinem besten Freund ignoriert. Rudi Birkenberger, Privatdetektiv, bekommt von einer Krähe einen abgetrennten Finger auf seinen Balkon geliefert und begibt sich dann eben allein auf die Suche nach der Leiche. Gerade jetzt zur Wiesn-Zeit ein denkbar unpassender Zeitpunkt für einen Wiesnmörder, der sich zudem auch noch im Rotlichtmilieu herumzutreiben scheint. Rudi und Franz ermitteln gemeinsam, wie ein altes Ehepaar – sehr unterhaltsam.

    Franz Eberhofer, der sich mittlerweile an sein Arbeitsleben in München und an das tägliche Pendeln zwischen München und Niederkaltenkirchen gewöhnt ist, kommt noch immer nicht damit klar, dass seine Susi abgehauen ist, als er zu spät zur Hochzeit erschienen war. Dazu soll in Niederkaltenkirchen ein Hotel gebaut werden – das spaltet das Dorf in zwei Lager und hält Eberhofer nach Feierabend noch zusätzlich auf Trapp. Neben der Sorge um Susi.

    “Himmelhergott noch mal, wie soll man sich denn da auf seinen Job konzentrieren und diese Wiesnmorde aufklären, wenn’s privat grade Kuhfladen schneit?”

    Der Schreibstil bleibt unverändert locker und humorvoll mit einem Provinztouch. Der 6. Fall liest sich super schnell weg und unterhält uns Fans auf ganzer Linie. Für LeserInnen der Eberhofer-Reihe ist der Zwetschgendatschikomplott besonders lesenswert, da wir Franz in seinen privaten Belangen intensiver begleiten können und erleben einen Mann, der seine Sehnsucht nach seiner Frau nun intensiv bemerkt. Dagegen rückt die Fallermittlung ein wenig in den Hintergrund, wobei die Verwicklungen um den Wiesenmörder wieder schön ausgeklügelt war. Für Fans von Provinzkrimis kann ich die Eberhofer-Reihe sehr empfehlen – Zwetschgendatschikomplott sollte allerdings nicht der Einstiegsroman in der Reihe werden.

    Die Rezepte aus "Zwetschgendatschikomplott" findet ihr unter www.RoRezepte.com & https://rorezepte.com/zwetschgendatschikomplott-rita-falk/.

  11. Cover des Buches One Night - Die Bedingung (ISBN: 9783442486441)
    Jodi Ellen Malpas

    One Night - Die Bedingung

    (146)
    Aktuelle Rezension von: booklover98

    Nachdem ich vor Jahren die "Lost in you" Reihe der Autorin gelesen habe und sehr mochte, hab ich jetzt endlich die Zeit gefunden, mir "One Night" zu Gemüte zu führen. Was soll ich sagen? Der Schreibstil ist das einzig Positiv an dem ganzen Buch und auch der Grund für 2 Sterne. Die Protagonistin ist naiv, willensschwach und austauschbar, während der männliche Protagonist eine einzige riesige RED FLAG ist. Das Cover ist auch ganz nett anzusehen, aber ansonsten gibt das ganze nicht viel her. Ich habe Band 2 + 3 zwar auch, weiß aber nicht ob oder wann das der Fall sein wird. 

  12. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783499271274)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

    (308)
    Aktuelle Rezension von: AtschiB

    Ich habe vor längerer Zeit den Film gesehen und er geht mir nicht aus dem Kopf. Eher angewidert von der Perversion des Frauenmörders in Hamburg, wollte ich nun doch das Buch lesen. Heinz Strunk beschreibt in bisweilen sehr derber Sprache das Leben und die Gedanken des Frauenmörders Fritz Honkas sowie das seines sozialen Umfeldes und gibt Einblicke das Leben der Familie von Dohren. Das perverse Innenleben des Protagonisten wird teilweise in äußerst vulgärer Sprache dargestellt. Das ich im Film schon abartig und ist im Buch nicht anders. Ich hatte bisweilen Probleme zwischen den verschiedenen Handlungslinien unterscheiden obwohl ich den Film kenne. Der Autor nimmt den Leser mit nach St. Pauli der 70er Jahre, in die Kneipe ‚Zum goldenen Handschuh‘, wo sich Alkoholiker, Zuhälter und Prostituierte treffen. Es ist eine beeindruckende und verstörende Darstellung eines Milieus der völligen Verwahrlosung, in dem keinerlei Hemmungen und Anstand mehr existieren. Honkas Wohnung, wo es vergammelt riecht und unsagbar dreckig ist, in eine Welt, die einem buchstäblich den Atem nimmt und einen mit Schrecken erfüllt. Die gesamte Atmosphäre im Buch erdrückend, düster, verstörend und bisweilen einfach nicht auszuhalten.

  13. Cover des Buches Die andere Hälfte der Hoffnung (ISBN: 9783426304839)
    Mechtild Borrmann

    Die andere Hälfte der Hoffnung

    (77)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    In "Die andere Hälfte der Hoffnung" werden eigentlich drei Geschichten parallel erzählt. Die eines Mädchens, welches aus den Fängen eines Menschenhändlers entkommt und bei einem Bauern Unterschlupf findet, die eines Polizisten, der zwei Mädchen sucht und sich auf die Spur der Menschenhändler begibt und die einer Mutter eines der verschwundenen Mädchen, die ihre Lebensgechichte in der Ukraine erzählt.

    Zwei der drei Geschichten gefallen mir richtig gut. Dem Polizisten konnte ich sehr gut folgen und ich fand es spannend, wie der Menschenhändlerring gejagt wurde und auch der Polizist kommt mir sehr sympatisch rüber.

    Auch die Geschichte der Mutter berührt mich, sie schreibt ihre Lebensgeschichte auf. Sie hat 1986 In der Nähe von Tschernobyl gelebt. Diese Geschichte hat mich sehr bewegt.

    Leider gefällt mir die Geschichte von dem Mädchen, was fliehen kann nicht so gut.  Deswegen vergebe ich "nur" vier Sterne.

  14. Cover des Buches One Night - Das Geheimnis (ISBN: 9783442486458)
    Jodi Ellen Malpas

    One Night - Das Geheimnis

    (73)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Nachdem der erste Band der Reihe mir nur so leidlich gefallen konnte, hat sich die Autorin im zweiten Band deutlich steigern können. Zwar ist das Buch stellenweise immer noch etwas langatmig, aber das wird auch eine neue Komponente ausgeglichen: Es gibt nämlich tatsächlich - besonders gegen Ende hin - einige spannende Momente. 

    Nach wie vor sind die Protagonisten gut gezeichnet, aber auch sehr Klischee behaftet. Oftmals kann  der Leser die Handlungen nur schwer nach vollziehen. Das ewige Hin-Und Her der Beziehung zwischen den Hauptfiguren nervt manchmal. Und auch die erotischen Passagen sind zwar gut geschrieben, aber bieten nur wenig Neues. 

    Der Schreibstil ist gut, doch die Längen stören manchmal. Trotzdem konnte mich das Buch gefangen nehmen und hat mir Lust auf den dritten - abschließenden - Band gemacht.

  15. Cover des Buches Die Dirne und der Bischof (ISBN: 9783962153052)
    Ulrike Schweikert

    Die Dirne und der Bischof

    (63)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Mir gefällt diese Art von historischem Roman in dem historisch belegte Ereignisse und Personen mit einer fiktiven Erzählung und fiktiven Figuren zu einer unterhaltsamen Einheit verschmelzen werden. Das ist in vorliegendem Fall sehr gut gelungen. Die Autorin hat das Leben und Denken der damaligen Zeit sehr gut dargestellt. Die Figuren sind gut gezeichnet und man kann sich gut in sie hinein fühlen. Ein ordentlicher Spannungsbogen tut sein Übriges um den Leser bei der Stange zu halten.

    Die Schreibweise ist locker und leicht und gut lesbar; stellenweise vielleicht ein wenig zu §schmalzig". Aber das ist Geschmacksache und tut dem insgesamt guten Eindruck keinen Abbruch. Ich werde sogleich den zweiten Band der Reihe lesen....!

  16. Cover des Buches Spinnenjagd (ISBN: 9783492280952)
    Jennifer Estep

    Spinnenjagd

    (213)
    Aktuelle Rezension von: Dani_EbSch

    Es ist eines dieser Bücher ,die man anfängt und nicht wieder aufhören kann.

    Spannend bis zum Schluß.

    Es ist gespickt mit vielen Wendungen und guten Dialogen. Starke Frauen und gleichwertige Männer.

    Jedes Buch hat für dich eine eigene Story.Man sollte es allerdings der Reihenfolge nach lesen um ganz im Bilde zu sein. 

    Es werden immer wieder ältere Rückblicke in die vorherigen Bücher erzählt, sowie neue Rückblicke zum Leben der Auftragskillerin. Dadurch lernt man den Charakter sehr zuschätzen und die "Zufälle" auf ihrem Weg sind spannend erzählt.

    Lieb die Serie....

  17. Cover des Buches Das Gefühl von Leichenkälte (ISBN: 9783759233530)
    Dania Dicken

    Das Gefühl von Leichenkälte

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Das Gefühl von Leichenkälte

    In der fesselnden Krimi-Serie von Dania Dicken wird das düstere Zusammenspiel von Sadismus und Menschlichkeit eindrucksvoll beleuchtet. Besonders die Frauenfiguren, oft obdachlos und durch ihre Wanderlust gezeichnet, stehen im Fokus der brutalen Übergriffe. Dickens gelingt es meisterhaft, die unvorstellbaren Taten der Protagonisten nicht nur als Verbrechen, sondern auch als Ausdruck tief verwurzelter menschlicher Abgründe darzustellen. Die Leser schätzen die spannende Ermittlungsarbeit, die nicht nur Kriminalfälle löst, sondern auch die persönlichen Geschichten der Charaktere herausarbeitet. Libby und ihr Team bieten ein authentisches Porträt ihrer Herausforderungen, was die Vorfreude auf den nächsten und letzten Teil der Reihe ins Unermessliche steigert. Uneingeschränkt empfehlenswert für alle Fans packender Krimiliteratur!

    In Sacramento überschattet ein grausamer Fall die Stadt: Unbekannte Pakete mit Leichenteilen erreichen die Polizei. Die Gewebeveränderungen deuten auf eine längere Kühlung hin, was die Ermittler alarmiert. FBI-Profilerin Libby Whitman und ihre Kollegin Julie Thornton kehren in ihre Heimat zurück, unterstützt von Libbys Mutter Sadie, ebenfalls ehemalige Profilerin. Schnell wird klar, dass der Täter zwar psychisch gestört ist, aber teuflisch clever agiert. Zahlreiche vermisste Obdachlose und Prostituierte wecken düstere Befürchtungen, während die Abgründe einer kranken Psyche ans Licht kommen – ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.


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  18. Cover des Buches Die dritte Stimme (ISBN: 9783442714094)
    Rolf Börjlind

    Die dritte Stimme

    (138)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Ich habe mir ja wirklich Mühe gegeben und bis zur Hälfte von den über 500 Seiten gelesen, aber ich bin so gar nicht in die Geschichte rein gekommen. Die Charaktere waren nicht wirklich interessant (obwohl sie das bestimmt hätten sein können) und vier verschiedene Erzählstränge waren einfach zu viel, zu durcheinander erzählt. Für mich war das leider gar nichts, da habe ich in letzter Zeit bessere Krimis gelesen. 

  19. Cover des Buches Million Dollar Boy (ISBN: 9783942606301)
    Will Hofmann

    Million Dollar Boy

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Tauglanz

    Ein Jucken, ein richtiges Setzen beim Roulette und dann den großen Gewinn einstreifen?

    So geht es den Protagonisten in diesem Buch.

    Er gewinnt. Und dann gerät er in die Fänger einer Verbrecherbande, welche das schamlos ausnutzen.

     

    Klingt schon mal gut.

    Aber.

    Der Autor mischt unter die Geschichte auch viele Details. Und zwar bis in kleinste. Wie Wissen über Münzen, Roulette, Ying und Yang.

    Darauf muss man sich halt einlassen wollen.

     

    Der Anfang zieht sich ein wenig, wird aber dann mit fortschreiten der Lektüre spannender.

     

     

    Das Ganze wird im Rückblick erzählt, aus einer Welt ohne Geld. Es wird nach einem Punktesystem gelebt.

    Ob sowas erstrebenswert ist, sei für mich dahingestellt.

     

    Für mich war der Anfang sehr langatmig, die vielen Erklärungen mühsam.

    Aber alles in allen war der Roman von der Erzählweise eine Herausforderung.

  20. Cover des Buches Der Totenleser (ISBN: 9783548377308)
    Michael Tsokos

    Der Totenleser

    (124)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Weitere Fälle aus der Rechtsmedizin, begleitet von erklärenden Einschüben des bekanntesten deutschen Gerichtsmediziners. Erneut legt Tsokos die hanebüchenen "Ermittlungsmethoden" der Rechtsmediziner in Tatort, CSI usw. offen, die über eine Fußsohle streichen und die Todeszeit bis auf 5 Minuten festlegen können. Die meisten vermeintlichen unklaren Todesfälle stellen sich als Suizide und nicht als Tötungsdelikte heraus, wenn auch mitunter in sehr durchdachter und verblüffender Begehungsweise. Ein Buch, das jedem Krimiautor ans Herz gelegen sei.

  21. Cover des Buches Du hast das Leben vor dir (ISBN: 9783858697615)
    Romain Gary

    Du hast das Leben vor dir

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Susanne_Probst

    Dieser wunderbare französische Klassiker, der 1975 unter dem Pseudonym Émile Ajar erschien und im gleichen Jahr mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde, hat eine äußerst interessante Geschichte.


    Statutengemäß und traditionell kann ein Schriftsteller nur einmal mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet werden. Der 1914 geborene Romain Gary erhielt den Preis jedoch zweimal! 

    Zuerst 1956 für „Die Wurzeln des Himmels“ und 1975 schließlich noch einmal für „Du hast das Leben vor Dir“. 

    Möglich war das nur, weil der zweite Roman unter einem Pseudonym veröffentlicht wurde. 

    Erst nach Romain Garys Suizid im Jahr 1980 wurde publik, wer sich hinter dem Künstlernamen verbarg. 

    Aber da war der Preis ja schon längst verliehen.


    Aber jetzt erst einmal zum Inhalt:


    Der Roman spielt in den 1960-er und 1970-er Jahren in Paris, im Stadtteil Belleville.


    Der 14-jährige Ich-Erzähler Momo, der uns seine Geschichte im Rückblick erzählt, wuchs zusammen mit anderen Kindern bei der alternden Madame Rosa im Pariser Stadtviertel Belleville auf. 

    Sie wohnten im sechsten Stock eines Hauses, dessen Bewohner eine kunterbunte Mischung darstellten: Huren, Transvestiten, Weiße, Schwarze und Araber lebten dort zusammen unter einem Dach.

    Auch Madame Rosa war eine ehemalige Prostituierte. 

    Eine ehemalige Prostituierte, die als Jüdin den Horror von Auschwitz erlebte und überlebte.

    Eine ehemalige Prostituierte, die nun ein „Etablissement für Hurenkinder“ (S. 51) betreibt.


    Was für ein Schock, als der ca. sechsjährige Araberjunge Momo erfuhr, dass er nicht der leibliche Sohn, sondern nur eines der Ziehkinder seiner geliebten Madame Rosa war, für die sie am Monatsende Geld bekam.  

    Das musste erst einmal verdaut werden und dabei half Monsieur Hamil, der weit gereiste, lebenskluge und gutmütige Teppichhändler, der Momo alles beibrachte, was er wissen musste und immer einige Weisheiten auf Lager hatte, wie zum Beispiel „Angst ist unser engster Verbündeter, ohne sie würde uns Gott weiß was passieren.“ (S. 85)


    Dass es keine familiäre Verbindung zwischen ihm und Madame Rosa gab, war nicht das einzige, das Momo nicht wusste. 

    Er hatte lange Zeit schlicht keine Ahnung, was seine Herkunft anbelangte und dass die anderen Kinder allesamt andere und lebende Mütter hatten. 

    Zwar lebende, aber größtenteils abwesende Mütter, die sich prostituierten und immer mal wieder bei ihrem Nachwuchs, der von Madame Rosa aufgezogen wurde, vorbei schauten.


    Was die Aufklärung seiner Unwissenheit über seine Wurzeln anbelangte, sagte Madame Rosa immer, dass sie ihm diese Sachen erklären werde wenn er groß und gefestigt sei, aber sie wolle nicht, dass er einen Schock kriege, wo er noch so sensibel sei. Als Allererstes müsse man sich bei Kindern doch um die Sensibilität kümmern. (S. 34)


    Als sich der gesundheitliche Zustand von Madame Rosa dramatisch verschlechterte, legte sich Momo ins Zeug, denn er „hatte das blanke Entsetzen, ja eine Heidenangst, einmal ohne sie dazustehn.“ (S. 65)

    Er half ihr bei der Versorgung der anderen „Hurenkinder“, ging für sie auf den Markt und schob die herzkranke und asthmatische Frau mit ihrem massigen Körper die sechs Etagen hoch, die zu bewältigen ihr immer schwerer fielen.

    „Die sechs Treppen waren für sie zum Staatsfeind Nummer eins geworden. Eines Tages würden die sie umbringen, da war sie sicher.“ (S. 69) 


    In ihren letzten Tagen ging Momo über seine Grenzen und stand ihr aufopferungsvoll, mit Herzblut und Phantasie bei. 

    Er tröstete sie sogar mit „der besten Nachricht ihres Lebens... dass sie nämlich keinen Krebs hatte.“ (S. 116). 

    Wie gut, dass Madame Lola, der ehemalige Boxer aus dem vierten Stock, täglich vorbei kam und den beiden hilfreich unter die Arme Griff.


    Momo ist ein cleveres und liebenswertes Bürschchen, das Redewendungen und Sprichwörter durcheinander bringt und falsch anwendet und große Sehnsucht nach einer richtigen eigenen Familie hat. Gleichzeitig hat er Madame Rosa ins Herz geschlossen. Und sie ihn! 

    Er hat keine Schulbildung, ist aber schlau und erklärt sich die Welt aus dem, was er aufschnappt und macht sich einen Reim auf alles, was er hört. Manchmal liegt er damit leider auch ziemlich daneben.

    Außerdem nimmt Momo alles so ernst, da wird’s schon mal makaber...

    Er ist so neugierig und motiviert; will etwas bewegen, hat konstruktive Ideen. Nachdem ihm der afrikanische Nachbar Monsieur Waloumba z. B. erklärt hat, dass die Alten in seiner Heimat geehrt und gut versorgt werden, hat Momo ihn gefragt: „ ... ob man Madame Rosa nicht nach Afrika zu seinem Stamm verschicken könnte, damit sie zusammen mit den anderen Alten in den Genuss der Vorteile dort kommt.“ (S. 157)

    Momo glänzt mit einer anrührenden Mischung aus Bauernschläue, Altklugheit und kindlichem Denken.




    „Du hast das Leben vor Dir“ ist eine flott und lebendig erzählte, 

    tragikomische, rührende und zärtliche Geschichte, die berührt und bewegt.

    Ernst, Dramatik und Tragik hinter der Oberfläche lassen sich durch den locker-legeren Erzählstil gut aushalten, so dass Traurigkeit und Schwermut weder im Text noch in der Gefühlswelt des Lesers einen Platz bekommen. 

    Manche Stellen sind gleichzeitig traurig, schlimm, rührend und amüsant und ich musste mir nicht selten schmunzelnd oder gar lachend ein paar Tränen wegwischen.


    Ich wurde äußerst gut unterhalten und es machte sehr viel Spaß, Momo und Madame Rosa zu begleiten und Doktor Katz, der von den starken Zaoumibrüdern in den sechsten Stock getragen wird, Madame Lola, den fürsorglichen Transvestiten, den Victor Hugo lesenden Teppichhändler Monsieur Hamil und Monsieur Waloumba, der mit seinen Stammesbrüdern die bösen Geister austreibt, kennenzulernen.

    Ja, und da ist dann noch die schöne Synchronsprecherin Madame Nadine, die einen Narren an dem kleinen Araber gefressen und immer ein offenes Ohr für ihn hat...


    Es ist äußerst interessant, durch Momo’s Augen einen Einblick in dieses untere und randständige soziale gesellschaftliche Milieu im Paris Mitte des letzten Jahrhunderts zu bekommen. Mit ihm zusammen tauchen wir in diese Welt der Randgruppen und Armen, des Rotlichtmilieus, der Drogenhändler der Prostituierten und deren Kinder ein.


    „Du hast das Leben vor Dir“ ist ein Meisterwerk, in dem es um Zusammenhalt und Menschlichkeit geht. Es stimmt nachdenklich und hallt nach.


    Roman Gary hat mit diesem Roman ein Werk geschaffen, das stark beginnt und immer stärker wird!


    Vor Kurzem habe ich ebenfalls mit Begeisterung einen anderen Roman von ihm gelesen: „Die Jagd nach dem Blau“.

    Jetzt, nach der Lektüre eines zweiten Werkes dieses Autors kann und muss ich sagen, dass er mich zu seiner „Fangemeinde“ zählen kann, bzw. könnte, wäre er noch am Leben.

    Ich bin gespannt, ob auch sein anderer, mit dem Prix Goncourt ausgezeichneter Roman, „Die Wurzeln des Himmels“, auf Deutsch neu aufgelegt werden wird. Ich wäre bestimmt eine der ersten Leserinnen ;-)




  22. Cover des Buches Ich, Sperling (ISBN: 9783423149181)
    James Hynes

    Ich, Sperling

    (89)
    Aktuelle Rezension von: ClaudiaGrothus

    Wir befinden uns im Römischen Reich des 4. Jahrhunderts n.Chr. in Carthago Nova (heute Cartagena) an der spanischen Mittelmeerküste. Dort lebt ein kleiner Junge ohne Namen. Alle nennen ihn nur Pusus (Junge), weil Sklaven keine Namen haben. Sie sind Dinge.

    Der Protagonist erzählt als alter Mann rückblickend von seiner Kindheit und Jugend in einem Bordell.

    Ich hatte befürchtet, dass es sich um ein voyeuristisches Werk, also versteckte Pornografie handelt. Dem ist nicht so. Im Gegenteil: Es wird sehr deutlich, dass Sklaverei und Prostitution überhaupt gar nichts mit Erotik oder Romantik zu tun haben.

    James Hynes taucht tief in den sehr akribisch recherchierten historischen Alltag ein, romantisiert nicht und weckt mit großer erzählerischer Kunstfertigkeit die beiläufige Erkenntnis, dass sich die Menschen heute, in ihrem Streben nach Macht, Bequemlichkeit, Reichtum und Bedürfniserfüllung gar nicht mal so sehr von denen im alten Rom unterscheiden.

    Man stelle sich aber jetzt nicht so einen typischen Historienroman vor, der seine Spannungsmomente aus der schlimmen Ungerechtigkeit zieht und am Ende irgendeine Art von Genugtuung serviert.

    Mitnichten!

     Der erzählende Protagonist macht von Anfang an klar, dass dies keine Geschichte mit einem guten, oder überhaupt irgendeinem Ende ist. Auch in Handlungssträngen, die uns geübte Belletristik-LeserInnen glauben lassen, dass wir dieser entflohenen Sklavin oder jener verkauften Freundin später im Buch wiederbegegnen, nimmt er uns auf der Stelle die Illusion, das Leben hätte in irgendeiner Weise Ähnlichkeit mit Sandalenfilmen.

    Also ein Sumpf aus Grausamkeit und Frustration? Nein. Oder doch? Lange Zeit weiß man gar nicht, warum man eigentlich weiterliest. Die Geschichte bewegt sich langsam und gemächlich, wie ein Herbstblatt, das von einem lauen Lüftchen hierhin und dahin geweht wird. Scheinbar unspektakulär, aber man kann den Blick nicht abwenden.

    Ich Sperling ist eine detailreich erzählte Geschichte aus der Wahrnehmung eines kleinen Jungen. Pusus entdeckt das Leben seiner Zeit, lernt, wie die Menschen ticken, knüpft innige Beziehungen zu den anderen „Wölfinnen“ des antiken Bordells und begreift nach und nach, was es bedeutet, zu leben.

    Dabei bedient sich der Autor virtuos einer sehr angenehmen Sprache und einer ruhigen Erzählweise, die sich reichlich Zeit lässt, ohne die Lesenden im Geringsten zu ermüden. Immer wieder wird das Buch zum Pageturner, auch wenn der kleine Pusus einfach nur Brot einkaufen geht.

    Ich bewundere James Hynes sehr dafür, dass er in seinem Roman so viel Raum für Details und Atmosphäre schafft. Dass er sich traut und die enorme Geduld an den Tag legt, die Wege von Pusus wieder und wieder zu erzählen, und damit eine Eindringlichkeit zu schaffen, die in keiner Weise langweilt. Er bringt fast unmerklich die großen Themen der antiken Philosophen in seiner Geschichte unter und bleibt dabei in der vollkommenen Einfachheit des Denkens eines kleinen Jungen.

    Aus jeder Zeile dringt die Melancholie des alten Sklaven und die Liebe zu seinem früheren Selbst.

    Nicht nur aus schriftstellerischer Sicht ein unglaubliches Werk voller nachwirkender Kraft!

  23. Cover des Buches Rendezvous mit einem Mörder (ISBN: 9783641097066)
    J. D. Robb

    Rendezvous mit einem Mörder

    (289)
    Aktuelle Rezension von: Veezi

    Ich habe die Reihe dieses Jahr nochmal angefangen zu lesen - ich glaube, das ist jetzt das dritte Mal. Und ich werde es nicht müde. Ich liebe Eve Dallas und Roarke. Die beiden sind so ein witziges und hitziges Paar - so oft wie in der Reihe von Eve Dallas lache ich selten bei anderen Büchern. Ein starkes Protagonisten Pärchen und spannende Kriminalfälle. Was will man mehr? Richtig - gar nichts ;) 

  24. Cover des Buches Teufelsleib (ISBN: 9783426639436)
    Andreas Franz

    Teufelsleib

    (151)
    Aktuelle Rezension von: TWDFanST

    Inhalt

    Peter Brandt ist gerade erst aus dem Urlaub mit Elcira Klein zurück, als eine Leiche am Mainufer gefunden wird. In der Hand der Toten befindet sich ein Olivenzweig. In ihrem Mund steckt eine Olive und eine Taubenfeder. Peter Brandt kommt dieses Szenario bekannt vor. Denn es gab schon zwei Tote, die auf die gleiche Weise umgebracht wurden...


    Bewertung 

    In "Teufelsleib" von Andreas Franz steht einmal nicht Julia Durant im Mittelpunkt, sondern Peter Brandt. Der ist als Ermittler auch alles andere als schlecht, kann aber meiner Meinung nach nicht mit der Frankfurter Kommissarin mithalten. Tatsächlich fand ich bezüglich Brandt alles andere interessanter als den Fall. Der Fall an sich war jetzt kein Highlight, wenn auch alles andere als schlecht.  Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass Andreas Franz-Fans und auch Neueinsteiger ihren Spaß mit "Teufelsleib" haben werden. 3 Sterne von mir.

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