Bücher mit dem Tag "prostitution"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "prostitution" gekennzeichnet haben.

863 Bücher

  1. Cover des Buches AchtNacht (ISBN: 9783426521083)
    Sebastian Fitzek

    AchtNacht

     (1.426)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer


    Sebastian Fitzek gilt als großer und bekannter Autor, hier in Deutschland. Wer bereits andere Bücher von ihm gelesen hat, wird auch bei AchtNacht mit einigen Erwartungen an das Lesen herangehen.
    Vorweg: Die Story und Grundidee gefällt mir super, dennoch gibt es ein paar Dinge, die mir weniger gut gefallen hat.
    Zum Schreibstil: Wie gewohnt von Sebastian Fitzek, ist der Schreibstil relativ flüssig. Dennoch gab es immer wieder ein paar kleine Stellen, über die ich gestolpert bin.
    Zum Klappentext: als ich AchtNacht im Laden zur Hand genommen habe, um mir durchzulesen, um was dieses Buch handelt, bin ich direkt neugierig geworden.
    Zur Story: Anfangs war die Story etwas verwirrend, und man musste als Leser erst einmal in das ganze Geschehen hereinfinden. Es war von verschiedenen Leuten die Rede, was für manche etwas unübersichtlich wirken könnte.
    Du Grundidee, dass jemand eine Nacht lang verfolgt wird, um diesen umzubringen, finde ich, klingt super spannend. Erinnert mich aber irgendwie leicht an 'The Purge'.
    Dennoch fand ich dieses Buch ganz spannend und es lohnt sich, einen Blick rein zu werfen.


  2. Cover des Buches Calendar Girl - Verführt (ISBN: 9783548288840)
    Audrey Carlan

    Calendar Girl - Verführt

     (1.045)
    Aktuelle Rezension von: Celii_love_books

    In dem Buch geht es um die Mia, deren Vater von ihrem Exfreund zusammengeschlagen wurde. 

    Da Mia über kein Geld verfügt, um die Krankenhausrechnung zu bezahlen, engagiert ihre Tante Millie sie als Escort-Dame. 

    Was sich leichter anhört als es wirklich ist, da Mia sich schon in Mr. Januar verliebt. Wie soll es nur weiter gehen, da sie ja 11 weiterer Monate vor sich hat? Das alles erfährt ihr in den nächsten Teilen. 😍 Bin schon gespannt. 


    Altersempfehlung ab 16 Jahren. ❤️

    New Adult. 

  3. Cover des Buches Der Kruzifix-Killer (ISBN: 9783548281094)
    Chris Carter

    Der Kruzifix-Killer

     (1.406)
    Aktuelle Rezension von: Gabrielemarinajabs

    Dieser Thriller von Chris Carter hat mich wirklich begeistert. Robert Hunter, der Protagonist dieser Serie ermittelt zum ersten mal mit seinem neuen Partner Carcia. Der Detektive ahnt schon bald böses, als er die tote Frau sieht, von welcher der Täter nicht allzu viel übrig gelassen hat, um sie zu identifizieren. Wie zu erwarten, bleibt es nicht bei diesem einem Opfer. Ein unverkennbares Erkennungsmerkmal eines Serienkillers, den Robert Hunter lange gefasst und verurteilt wähnte, findet sich am Tatort. Die Art Hunters, zu ermitteln, ein Profil zu erstellen und die Zusammenarbeit mit seinem jungen Partner geben dem Thriller einen eigenen Stil. Obwohl der Autor einige Umstände aus Robert Hunters Leben entwickelt und das Buch einen Umfang von 480 Seiten hat, gelingt es Chris Carter, den Leser zu fesseln. Die Jagd nach dem Killer, der dem Detektive lange Zeit immer einen Schritt voraus zu sein scheint, erzeugt eine atemlose Spannung, die mit den ersten Seiten beginnt und dann konsequent bis zum überraschenden Ende der Geschichte beibehalten wird. Das eindrucksvolle Cover und der Klappentext haben mich dafür interessiert, dieses Buch zu lesen - ich wurde nicht enttäuscht. Die Meinungen zu dieser Thrillerserie von Chris Carter gehen auseinander - von mir bekommt dieses Buch 5 Sterne mit echter Leseempfehlung. 

  4. Cover des Buches Der Märchenerzähler (ISBN: 9783841502476)
    Antonia Michaelis

    Der Märchenerzähler

     (1.502)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Abel ist ein Aussenseiter, in der Schule gefürchtet, Schulschwänzer und Dealer, jedoch hat Abel auch eine andere Seite, eine sanfte, fürsorgliche und traurige Seite, der für seine Schwester sorgt, wenn es sonst niemand kann, und in diesen Abel verliebt sich Anna jeden Tag mehr...

    Ich fand das Buch spannend, unterhaltsam und zugleich tragisch und traurig... Abel erzählt dieses Märchen und dabei wird schnell klar, dass es viele Parallele zur realen Geschichte gibt, nach und nach wird die Geschichte und Geschehnisse aufgedeckt und man kommt der Wahrheit immer näher. Das Setting ist düster und es geschehen viele Dinge und mittendrin eine zarte erste Liebe zwischen den beiden, die irgendwie fehl am Platz und doch so intensiv ist das man möchte das es irgendwie gut auseinander geht.

    es war mein ersten Buch der Autorin und wird auch nicht das letzten sein, da der Schreibstil sehr angenehm war, jedoch brauche ich nach diesem Buch ganz viele schnulzige Lovestorys bevor ich wieder zu so etwas greifen kann...

    Für alle die auch tragische Bücher vertragen...

  5. Cover des Buches Achtsam morden (ISBN: 9783453439689)
    Karsten Dusse

    Achtsam morden

     (381)
    Aktuelle Rezension von: Adrian00021

    Worum geht's?

    Björn Diemel wird von seiner Frau zu einem Achtsamkeits gezwungen, um seine Work-Life-Balance wiederherzustellen. Den Diemel ist ein erfolgreicher Anwalt und hat nur wenig Zeit für seine Familie. Und der Kurs trägt wirklich Früchte. Björn kann es auch in seine Arbeit integrieren, allerdings nicht ganz auf die erwartete Weise. Denn als sein Mandant, ein brutaler Großkrimineller, ihm Probleme bereitet, bringt er ihn einfach achtsam um ...

    Meine Meinung

    Dieses Buch trifft eindeutig meinen Humor. Erstens ist es ein Krim mit einer wirklich starken Story und zweitens ist er einfach so lustig und lakonisch, dass man richtig achtsam lachen muss. Doch trotz dieser Lustigkeit in diesem Buch bleibt es einfach spannend. Für mich war einfach die Grundidee ausschlaggebend: Ein Anwalt bringt seinen Mandanten - einen Großkriminellen - um und betreibt seine Geschäfte in seinem Namen weiter und verarscht die anderen und lässt sie sich gegeneinander ausschalten. Bin gespannt auf den nächsten Band! Toller Krimi!

    Fazit

    Toller und witziger Krimi. Kann ich jedem ans Herzen legen!

    5 von 5 Sternen!

  6. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.118)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Pilz

    Der Titel verspricht einen positiven Inhalt, auch der Klappentext des Buches lässt eher an einen Aufbruch in der neuen Welt Anfangs des 20. Jahrhunderts glauben. Es werden mehrere Personen, teilweise in verschiedenen Jahrzehnten, zwischen welchen hin- und hergesprungen wird, beschrieben. Alles befremdlich, beängstigend, Vergewaltigungen, unpersönlicher Sex, Mord, Verstümmelung, Traumatisierung, Psychopathie, Erniedrigung. Ich habe es nach fast 300 Seiten abgebrochen und kann es nicht empfehlen. Zwei Sterne nur deswegen, weil es ja nach 300 Seiten eventuell doch noch ein gutes Buch werden kann. Meines Erachtens muss ein Buch allerdings nach spätestens 40 Seiten inhaltlich auf eine klare Linie kommen, mittel derer ich es beurteilen kann.

  7. Cover des Buches Kalte Asche (ISBN: 9783499241956)
    Simon Beckett

    Kalte Asche

     (3.388)
    Aktuelle Rezension von: simsalabaem

    Das Buch stand seit Ewigkeiten in meinem Bücherregal. Hatte seinerzeit "Chemie des Todes gelesen" und mir anschließend die Fortsetzung gekauft und - warum auch immer, ich kann es gar nicht mehr sagen - einfach nicht gelesen. Umso glücklicher bin ich jetzt, dass ich es doch endlich in Angriff genommen habe.

    Das Buch war spannend, gut geschrieben und hatte die ein oder andere Wendung parat. Als Vielleser waren einige Details zwar absehbar, aber das störte mich eher weniger. Zumindest vom Epilog und dem Auftauchen von Grace Strachan war ich wirklich überrascht.

    Die Bewertung auf dem Klappentext "Gruseliger geht's kaum" konnte ich allerdings nicht ganz nachvollziehen. Ja, es ist als Thriller deklariert und ja, es gibt einige Mordopfer, aber das ist ja mittlerweile selbst im Sonntagstatort so.

    Nichtsdestotrotz klare Leseempfehlung. Werde mich irgendwann auf jeden Fall noch den Fortsetzungen widmen.

  8. Cover des Buches Post Mortem - Tränen aus Blut (ISBN: 9783596031429)
    Mark Roderick

    Post Mortem - Tränen aus Blut

     (287)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Eindruck vom Geschehen vermittelt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch ist der erste Teil einer inzwischen aus fünf Teilen bestehenden Reihe. Das Buch ist nur der erste Teil der Geschichte - so vom Autor selbst dargestellt. Insofern wird erst der zweite Teil vollständige Aufklärung bringen, obwohl der Autor einen harten Cliffhanger vermieden hat. Sehr erfreulich...!

    Ansonsten ist der Plot gut aufbereitet, die wechselnde Perspektive aus Sicht des Ermittlerteams und aus Sicht eines offensichtlichen Auftragskillers ist dem Spannungsaufbau sehr zuträglich und lockert das Geschehen gekonnt auf. Die Taten sind brutal bis kaum erträglich und vermögen zu schocken. Leider gab es auch die eine oder andere Länge, was zu verschmerzen war.

    Die Protagonisten sind gut gezeichnet und konnten mich überzeugen. Nicht ganz so gut hat mir der Schreibstil gefallen. Neben den Längen gab es auch diverse unnötige Wiederholungen. Überhaupt kam mir der Schreibstil zwar gut lesbar, aber doch etwas hölzern vor.

    Zusammenfassend: Ein guter, harter Thriller der Appetit auf den Folgeband macht.

  9. Cover des Buches Niemand liebt November (ISBN: 9783789142956)
    Antonia Michaelis

    Niemand liebt November

     (283)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Novembers Eltern verschwanden, als sie noch ein kleines Kind war. Jetzt hat sie sich endlich auf die Suche nach ihnen gemacht, selbstverständlich in ständiger Begleitung der Katze. Aber wer ist der Junge mit dem Buch, den sie manchmal sieht?
    .
    November, genannt Amber, hat verquere Gedankengänge, denen man nur schwer folgen kann. Auch die Grenze zwischen Realität und Fantasie verschwimmt immer wieder, eine unerwartete Wendung, die das Buch nicht nur deutlich langatmiger, sondern auch komplizierter gemacht hat. Amber selbst wirkt durch und durch unsympathisch, auch wenn ihr Wunsch, endlich ihre Eltern zu finden, nachvollziehbar ist. Wann immer ihr jemand Hilfe anbietet, macht sie es diesen Menschen unglaublich schwer, ihr wirklich helfen. Katja wirkt so, als hätte er selbst keine Persönlichkeit, nicht einmal sein Name ist sein eigener. Die restlichen Charaktere scheinen nur dazu sein, um die Geschichte weiter in die Länge zu ziehen, da sie Ambers Suche erschweren.

  10. Cover des Buches Marta schläft (ISBN: 9783423262507)
    Romy Hausmann

    Marta schläft

     (309)
    Aktuelle Rezension von: zauber_seiten

    Der Einstieg ins Buch fiel mir zu Beginn etwas schwer, da es mehrere Erzählperspektiven gibt. Man braucht also etwas Zeit, um sich zurechtzufinden.
    Sobald man sich allerdings orientiert hat, kristallisieren sich zwei spannende, packende Erzählstränge heraus. Zu Beginn erscheinen die Charaktere etwas fremd und es herrscht eine gewisse Distanz zwischen Figuren und dem Leser. Es existiert ein Geheimnis, ein Rätsel, in das der Leser (noch) nicht eingeweiht ist. Das führt aber dazu, dass man weiterlesen möchte, um dieses Rätsel zu knacken. Zwischendrin wird die Geschichte etwas langatmig, bis es zu einer überraschenden Wendung kommt, die die Spannung wieder zurückbringt. Gegen Ende wurde ich mit den Charakteren warm und fieberte mit ihnen des Rätsels Lösung entgegen.

    „Marta schläft“ ist ein guter Thriller für zwischendurch, der meiner Meinung nach zwar nicht mit „Liebes Kind“ mithalten kann, aber dafür in meinen Augen deutlich weniger brutal ist.

  11. Cover des Buches Die Blutlinie (ISBN: 9783404169368)
    Cody McFadyen

    Die Blutlinie

     (4.511)
    Aktuelle Rezension von: Hannah_Mauritz1993

    Leider versteift sich der Autor sehr auf der detaillierten Gewaltdarstellung. Es wird ausgeweidet, geschlitzt und vergewaltigt, was leider wie am Fließband geschieht. Es fehlen dabei scharfsinnige Ermittlungen, Gedankenblitze und Wendungen, die einen guten Thriller ausmachen. Die Ermittler sind alle eher schablonenhaft und die Protagonistin sehr mit ihrer eigenen Vergangenheit beschäftigt. Daher nur zwei Sterne. Da wäre viel mehr gegangen.

  12. Cover des Buches So wie die Hoffnung lebt (ISBN: 9783426519059)
    Susanna Ernst

    So wie die Hoffnung lebt

     (251)
    Aktuelle Rezension von: Hopeandlive

    Katie und Jonah lernen sich im Waisenhaus kennen, nachdem beide einen schweren Schicksalsschlag erlebt haben, den die zarten Kinderseelen nicht unbeschadet überstehen. Katie hört auf zu sprechen und niemandem gelingt es zu ihr durchzudringen. Jonah will sich nicht einordnen in den Unterricht und weigert sich im Kunstunterricht das zu malen, was alle malen. Er malt alleine und findet damit seine Sprache. Katie beobachtet ihn und fühlt sich zu diesem Jungen und seinen Bildern hingezogen. Jonah schafft es durch sein Einfühlungsvermögen und seinem außergewöhnlichen Talent für die Malerei Katie wieder zum Sprechen zu bringen und zwischen den beiden Kindern beginnt eine tiefe Freundschaft zu wachsen, die sich in der Vorpubertät in eine zarte Liebe verwandelt.

    Doch dann gehen die Wege der beiden auseinander und Jonah, der nie aufgehört hat, Katie zu lieben und in ganz Europa zu suchen, findet sie schließlich. Doch Katie ist verheiratet und  gefangen in einem goldenen Käfig. Ihr Mann ist manisch-depressiv und hochgefährlich. 

    Wieder beginnen die beiden über die Malerei zu kommunizieren und gemeinsam nach einem Fluchtweg zu suchen. Wird es ihnen gelingen?

    Susanna Ernst ist ein ganz wunderbar gefühlvoller Liebesroman gelungen, der es auch an der nötigen Spannung gerade zum Ende hin, nicht fehlen lässt. 

    Lesenswert!

  13. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783498064365)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

     (262)
    Aktuelle Rezension von: Celii_love_books

    In diesem Buch geht es um den sehr bekannten Serienmörder Fritz Honka gen. Fiete, der 4 Frauen vergewaltigt, missbraucht und getötet hat. 

    Ist ein sehr krasses und krankes Buch. Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. 

    Meine Altersempfehlung wäre ab 18 Jahren, weil es doch sehr detailliert geschrieben ist. 


  14. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)
    Arthur Golden

    Die Geisha

     (2.910)
    Aktuelle Rezension von: MagicWitchyBookworld

    1929

    Chiyo und ihre ältere Schwester Satsu leben in einem kleinen Fischerdorf unter armen Verhältnissen. Ihr Vater verkauft sie nach Kyoto und während Chiyo in der Okiya aufgenommen wird, wird Satsu zur Prostitution gezwungen.

    Die Geisha des Hauses, Hatsumomo, spinnt immer wieder Intrigen gegen Chiyo, weshalb ihre Schulden immer weiter wachsen. Die Summe ist so hoch, dass sie es im Leben nie abarbeiten könnte.

    Doch ihr Leben wendet sich, als die Geisha Mameha Chiyo unter ihre Fittiche nimmt und sie ausbildet. Dabei hat Chiyo nur ein Ziel: Den Direktor wieder sehen, den sie als Kind getroffen hat.

    Ich habe zuerst den Film „Die Geisha“ gesehen, die bunten Farben, Kostüme und Bilder. Der Film hat mich einfach nur gepackt und die Musik dazu ging unter die Haut. Ich habe im Abspann dann gesehen, dass der Film auf dem Buch basiert und musste es einfach lesen.

    Das Leben einer Geisha wird in diesem Buch gut beleuchtet. Bestes Beispiel ist eben die Aufklärung darüber, dass eine Geisha eine Künstlerin ist und keine Prostituierte. Doch ist auch hier ein wenig Fiktion mit eingeflossen, wie der Teil mit der Mizuage (Entjungferung).

    Mizuage (jap. 水揚げ) ist eine der Zeremonien, die den Aufstieg einer Maiko zur Geisha symbolisiert. Anders als in dem Film „Die Geisha“ angedeutet, und im Unterschied zu einer nicht Geishas betreffenden früheren japanischen Praxis, handelt es sich nicht um einen sexuellen Akt.

    Die Maiko ändert fünfmal ihre Frisur, um die Schritte zu symbolisieren, die sie auf dem Weg zum Status einer Geiko vollzieht. Bei der Mizuage wird der obere Haarknoten symbolisch aufgeschnitten, um den Übergang vom Mädchen zur jungen Frau zu kennzeichnen. Danach trägt die Maiko eine erwachsenere Frisur. Die veränderte Frisur bedeutete, dass die Maiko in die letzte Phase ihrer Laufbahn als Maiko eingetreten war. Für die Stammkunden war es das Zeichen, dass sich die Maiko dem heiratsfähigen Alter näherte und nun Anträge gemacht werden durften. Anlässlich der Feierlichkeiten wurden den wichtigsten Familien und verwandten Häusern von der angehenden Geiko Geschenke überreicht. Dies diente der Festigung von Beziehungen untereinander und der Information der Öffentlichkeit über die Mizuage. Nach der Mizuage ist der nächste große Übergangsritus im Leben einer Maiko ihre Erikae (襟替え „Wenden des Kragens“).

    Eine Zeremonie gleichen Namens gab es früher auch bei japanischen Kurtisanen und bezeichnete bei diesen die zeremonielle Defloration. Es war üblich, eine bevorstehende Mizuage durch das Verteilen von Ekubo (runde Reiskuchen mit einem roten Punkt in der Mitte) bei den Kunden anzuzeigen, von welchen für das Privileg der Defloration hohe Geldgebote erwartet wurden. Es wird häufig fälschlicherweise angenommen, dass für das Recht auf die Mizuage hohe Summen gezahlt wurden, das war aber in der Regel nicht der Fall. Die Mizuage-danna wurden nach Ansehen und Vertrauenswürdigkeit ausgewählt und die Wahl sollte es für die Maiko so angenehm wie möglich machen. Heutzutage existiert der Mizuage-Brauch nicht mehr.
    (Quelle: Wikipedia)


    Der Roman ist an manchen Stellen sehr trocken geschrieben und weicht vom Film ab. Daher sollte man sich Zeit für dieses Buch nehmen.

    Chiyo ist ein sehr naives Mädchen, weshalb sie oft sehr dumm handelt und Dinge tut, die sie hätte besser wissen müssen. Erst unter der führenden Hand von Mameha ist sie reifer geworden.

    Mameha ist eine sehr gütige Person und strahlt nicht nur im Film viel Wärme aus, während Hatsumomo ein sehr integranter Mensch ist und das Gegenteil. Sie ist ein Biest und dennoch hat auch sie ihre Geschichte mit einer unerfüllten Liebe.

    Die Mutter der Okiya ist nur geldsüchtig und hat nichts anderes im Sinn. Akribisch werden alle Ein- und Ausgaben notiert und festgehalten.

    Das Buch ist an manchen Stellen etwas ausschweifend und zäh, aber dennoch interessant geschrieben.

  15. Cover des Buches Adrenalin (ISBN: 9783442476718)
    Michael Robotham

    Adrenalin

     (423)
    Aktuelle Rezension von: Jukebook_juliet

    Inhalt:

    Eine junge Krankenschwester wird grausam ermordet aufgefunden. Als die Polizei den renommierten Psychotherapeuten Joe O’Laughlin um Hilfe bei den Ermittlungen bittet, beschleicht diesen schon bald ein böser Verdacht: Die Verletzungen des Mordopfers stimmen in erschreckender Weise mit den Gewaltphantasien seines Patienten Moran überein. Joe ahnt nicht, dass er Gefahr läuft, in eine heimtückische Falle zu geraten – und dass nicht nur sein eigenes Leben an einem seidenen Faden hängt…


    Meine Meinung:

    Die Geschichte um den Hauptprotagonist Joe O’Laughlin liest sich flüssig und die tiefgründige und detaillierte Darstellung -auch der anderen Charakter-  gefiel mir. Besonders das Krankheitsbild von Joe weckte mein Interesse und seine offenkundigen Fehler machten ihn für mich menschlicher. Gelegentlich allerdings auch unsympathischer. So konnte ich mich manchmal nicht entscheiden, ob ich ihn nun doch mochte oder eher nicht 😛

    Die mehr oder weniger freiwillige Zusammenarbeit zwischen Joe und dem Polizisten Ruiz erinnerte mich an ein Katz und Maus Spiel und die Schlagabtausche der beiden waren sehr witzig. Bei ‚Adrenalin‘ handelt es sich ja um den Auftakt einer Reihe und ich kann mir Ruiz und Joe als sehr interessantes Gespann zur Aufklärung weiterer Verbrechen vorstellen. Mit Sicherheit werde ich mir Band 2 zur Gemüte führen!


    Fazit:

    Gelungener Auftakt einer Reihe mit einem überraschenden Ende, das Lust auf mehr macht.

  16. Cover des Buches Die Gestirne (ISBN: 9783442754793)
    Eleanor Catton

    Die Gestirne

     (129)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    „Die im Rauchzimmer des Crown Hotel versammelten zwölf Männer wirkten, als hätten sie sich dort zufällig eingefunden. Aus ihrem Betragen und ihrer Kleidung zu folgern […] hätten sie zwölf Fremde in einem Eisenbahnwaggon sein können, jeder von Ihnen auf dem Weg zu einem anderen Viertel einer Stadt mit genug Nebel und Wasserläufen, um sie voneinander zu trennen; […].“ (Catton, 2015:15)

    Mit diesen Worten beginnt Catton ihren großen Roman und in dieser Konstellation findet sich der junge Walter Moody wieder, als er nach Neuseeland übersiedelt, um auf den Goldfeldern von Hokitika sein Glück zu versuchen. Zwölf Männer der Stadt – alle mit eigenen An- und Absichten weihen Moody – mehr zufällig und unwillig – in eine Geschichte ein, die bei Ihrem Zusammentreffen schon im vollen Gange ist. Ein Mann ist tot, ein weiterer verschwunden, mit ihm eine Menge Gold und dann gibt es da noch Anna Wetherell – zu denen jeder einzelne Mann eine ganz eigene Beziehung pflegt und die angeblich versucht habe, sich umzubringen. Jeder einzelne der zwölf versucht sich einen Reim auf die Geschehnisse zu machen und trägt ein Stück zur Aufklärung der Geschichte bei. Doch am Ende läuft alles bei fünf Personen zusammen, die eine Geschichte verbindet – die von Glück, Unglück und Zufall geprägt ist.

    An sich würde ich meine Rezension nie mit den exakten Worten des Anfangs eines Romans beginnen, doch Eleanor Cattons Formulierungen sind so wunderbar, dass die Versuchung nur all zu groß war und ihre Worte fügen sich perfekt in die Zusammenfassung der Geschichte ein. 

    Cattons Roman ist komplex, lang, durchaus vielschichtig und wunderbar konstruiert. Über viele Kapitel entfaltet sie ihre Geschichte um die Goldgräberstadt Hokitika, die einem Familienepos gleich daherkommt und die LeserInnen ins Neuseeland des 19. Jahrhunderts entführt. Dabei braucht man durchaus etwas Zeit, um sich mit allen Charakteren, der Handlung und dem Setting vertraut zu machen. Denn wir erfahren eine Geschichte, die durch viele Augen gefiltert wurde und dabei zunächst von keinem der eigentlichen Hauptcharakteren erläutert wird. Vielmehr sind es die Randfiguren, die im Mittelpunkt stehen und uns wiederum die Geschichte der eigentlichen Hauptprotagonisten erläutern. Dadurch entstand eine eigene Dynamik, Komplexität und Atmosphäre, der ich mich, zum Ende hin kaum, noch entziehen konnte. Diese Rasanz spiegelte sich auch im Aufbau des Buches wider, dessen Teile und Kapitel zum Ende hin immer kürzer wurden, ohne die Komplexität zu verlieren. Und gerade das hat mich besonders beindruckt. Eine vielschichtige Geschichte zu konstruieren ist eine Sache, dieses Niveau aber zu halten und am Ende alle losen Fäden zu einem Bild zu vollenden, eine ganz andere. Und das ist Catton ganz meisterlich gelungen.

    Kurzum: Eine toll konstruierte Geschichte mit allem was es braucht: spannenden Charakteren, ein gutes Setting, Dramaturgie und ein Gefühl für Sprache. Daher unbedingt zu empfehlen.

  17. Cover des Buches Splitterfasernackt (ISBN: 9783426784884)
    Lilly Lindner

    Splitterfasernackt

     (434)
    Aktuelle Rezension von: Soraja_liest
    Inhalt:
    Lilly Lindner erzählt von ihrem Leben. Sie erzählt von ihrem Nachbarn, der sie vergewaltigte als sie erst 6 Jahre alt war und wie sie damit versuchte umzugehen. Oder eben davon zukommen.

    Meine Meinung:
    Da es sich hier um die persönliche Geschichte von Lilly Lindner handelt, kann ich diese nicht "bewerten".
    Jedoch beeindruckte mich ihre "Sprachgewalt" auch in diesem Buch wieder. Diese allein ist ausschlaggebend für die 5 Sterne-Bewertung.

    Es handelt sich hier nicht um leichte Kost und sicherlich nicht um einen Unterhaltungsroman. Vielmehr erzählt uns die Autorin mit ihrem außergewöhnlichen und sehr berührenden Schreibstil aus ihrem Leben.
    Ich möchte nicht sagen, dass ich mit ihr mitfühlen kann oder sie und ihre Entscheidungen verstehe. Das kommt ihrer Erzählung in keinster Weise gerecht. Vielmehr möchte ich zu dem Buch sagen, dass es mich unfassbar gerührt und vor allem mitgenommen und bewegt hat. Dass Lilly Lindner die Kraft und den Mut aufgebracht hat, so viel von ihrem Innersten preiszugeben, ist beeindruckend. Davor kann man nur den Hut ziehen. Und Kraft daraus schöpfen. Und sich inspirieren lassen.

    Ich halte die Autorin für eine außergewöhnliche Frau mit einer wundervollen Begabung zum Schreiben. Und auch wenn es "schwere Kost" ist oder sein könnte, möchte ich gerne noch weitere ihrer Werke lesen.


  18. Cover des Buches Die letzte Spur (ISBN: 9783442383719)
    Charlotte Link

    Die letzte Spur

     (1.129)
    Aktuelle Rezension von: SCKeidner

    Elaine Dawson verschwindet auf dem Weg zur Hochzeitsfeier einer alten Freundin, Rosanna. Jahre später macht sich Rosanna daran, herauszufinden, was mit Elaine passiert ist. Zeitgleich wird eine junge Frau bestialisch ermordet ...

    Ich mag Charlotte Links Bücher sehr, habe mich aber mit diesem etwas schwergetan. Die Sprache ist wie gewohnt gut und die Geschichte spannend aufgebaut, mit vielen überraschenden Wendungen. 

    Leider gibt es zwei Punkte, die mich im Laufe des Lesens immer mehr gestört haben. 

    Einmal gibt es einige Nebengeschichten, die mit der eigentlichen Handlung wenig zu tun haben, wie z.B. Robs Besuch bei seiner leiblichen Mutter. Ab und zu hatte ich das Gefühl, die Autorin verlor sich ein wenig in diesen Nebengeschichten, was wiederum zu einigen Längen führt, durch die man sich als Leser kämpfen muss.

    Und dann die Figuren, an denen mich zwei Punkte stören. 

    In diesem Buch beschlich mich das Gefühl, dass es für die auftauchenden Figuren nur einen "richtigen" Lebensentwurf gibt, nämlich eine Familie zu haben. Jeder, der keine Familie hat, ist daher per Definition unglücklich - der eine kommt darauf, dass er es in den höheren Dreißigern noch nicht geschafft hat, eine Familie zu gründen und ist dementsprechend deprimiert; der nächste hat nach der Scheidung den Kontakt mit Ex und Sohn verloren und ist dementsprechend deprimiert; wieder einer hat seine Frau verloren, ist einsam und dementsprechend deprimiert, etc pp Die Figuren kommen so relativ eindimensional rüber. Es würde sie und ihre Interaktionen spannender machen, wenn man ihnen erlaubte, auch mit anderen Lebensumständen glücklich zu sein. 

    Was bei den Figuren ebenfalls stört, sind die zum Teil nicht nachvollziehbaren Handlungen, die die Geschichte unnötig in die Länge ziehen - ganz besonders wird dies deutlich an Rosannas und Marks Entscheidung, an einem bestimmten Punkt nicht die Polizei zu informieren (was an dem Punkt jeder halbwegs vernünftige Mensch getan hätte). 

    Für die "unnötigen" Nebengeschichten und die Figuren ziehe ich je einen Stern ab und vergebe 3 Sterne.

  19. Cover des Buches Der Todeskünstler (ISBN: 9783404169375)
    Cody McFadyen

    Der Todeskünstler

     (2.066)
    Aktuelle Rezension von: Dobster

    1.) Setting (12/15 Ptk.):

    Wir kommen schnell in den Plot rein und lernen Sarah kennen, die seit Jahren vom Todeskünstler verfolgt wird, der Ihre Liebsten über Jahre umbringt.

    Die Grausamkeit wird dem Leser schnell deutlich gemacht und man möchte wissen- Wer ist es denn und wieso tut er das?


    2.) Follow Up (15/15 Ptk.):

    Der Mittelteil ist das absoulte Highlight! Wir springen in Sarah´s Vergangenheit und durchleben ihre Berührungspunkte mit dem Todeskünstler aus ihrer Sicht- da kamen mir auch als zäher Hund echt die Tränen!

    Wir switchen zwischen Tagebucheinträgen und Smokys Sicht der Dinge aus der Gegenwart und kommen immer mehr hinter Abgründe des Mörders.


    3.) Finale (14/15 Pkt.):

    Gegen Ende haben wir hier 2-3 wirklich gut ausgearbeitete Plot Twists und eine Auflösung, die einen erschaudern lässt! Mehr möchte ich hier nicht verraten- es ist aber alles gut durchdacht!

    4.) Schreibstil (20/20 Pkt.):

    Literarisch ist es ein Meisterstück! Die Dialoge, die Monologe, die Szenenumschreibungen- alles ist wirklich real und man denkt man ist mit dabei.

    Highlight ist hier die Erzählstruktur die zwischen Smoky aus der Gegenwart und Sarah aus der Vergangenheit wechselt! In Abstimmung mit dem Plot er gibt es eine wundervolle Symbiose


    5.) Figuren (15/15 Pkt.):

    Alle wundervoll detailreich gezeichnet!

    Highlights sind hierbei Sarah als Opfer und der Todeskünstler- jedoch waren allesamt die Figuren direkt greifbar. Man merkt, dass Stephen King hier als Inspirationsfigur fungierte.


    6.) Extrapunkte (19/20 Pkt.):

    Dieser Thriller hat alles was ein Fan des Genres möchte ohne etwas anderes zu vernachlässigen. Wir haben einen stringenten Plot und top ausgearbeitete Figuren! Darüber hinaus einen Schreibstil wo man mitgehen muss. Thrillerfans kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten!



  20. Cover des Buches Die Wanderhure (ISBN: 9783426629345)
    Iny Lorentz

    Die Wanderhure

     (3.737)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Konstanz, 1410: Die junge Bürgerstochter Marie bekommt einen Heiratsantrag von Graf Ruppert. Zunächst scheint das Glück perfekt, doch der hinterlistige Graf hat es aber nur auf das reiche Erbe der Kaufmannstochter abgesehen. doch da ist es schon zu spät und Marie und ihr Vater fallen einer Intrige zum Opfer. Marie muss in Schimpf und Schande die Stadt verlassen und ist in Zukunft auf sich alleine Gestellt. Um zu überleben bleibt ihr nur mehr die Möglichkeit, ihren Körper zu verkaufen. Doch Marie will sich nicht so einfach geschlagen geben und sinnt auf Rache. 

    Über den Schreibstil von Iny Lorentz braucht man eigentlich nicht diskutieren. Die Bücher des Autorenduos lassen sich leicht und flüssig lesen, ohne, wie das bei manchen anderen historischen Romanen passiert, zu ausschweifend und langatmig zu werden. Im Gegensatz zu den anderen Büchern von Iny Lorentz fand ich dieses allerdings sehr langweilig. Die Geschichte nahm für mich nicht wirklich Fahrt auf und das Potenzial von Maries Schicksal wurde meiner Meinung nach nicht ganz ausgeschöpft. Für meinen Geschmack waren Teile der Handlung zu konstruiert, andere zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Sorry, aber Marie ist keine Goddess. und kein Racheengel, dem irgendwie Superkräfte verliehen wurde. Abgesehen davon, dass unsere Protagonistin irgendwie gleichzeitig zu viel Pech und zu viel Glück hatte, wurde ich auch so nicht warm mit Marie. Sie wirkte auf mich kalt und in Teilen auch unauthentisch. Auch hatte sie - abgesehen von ihrem Schicksal natürlich - nichts spannendes an sich. Ein weiterer Punkt, den ich bemängeln muss, ist, dass die Geschichte nicht besonders Gut mit dem historischen Hintergrund verflochten ist. Bei den anderen Büchern von Iny Lorentz hat dies meiner Ansicht nach viel besser geklappt. Hier hatte man zwar mit dem Konzil von Konstanz und in weiterer Folge mit der Hinrichtung von Jan Hus eine gute Möglichkeit, allerdings wurde diese nicht genutzt und die Geschichte blieb in historischer Sicht sehr flach, und hätte eigentlich zu fast jedem beliebigen Zeitpunkt spielen können. 

    Um ehrlich zu sein hatte ich, nachdem ich schon einige andere Bücher von Iny Lorentz gelesen habe, mir mehr erwartet. ich verstehe den Hype, der um diese Reihe gemacht wird nicht ganz, da meiner Meinung nach andere Bücher des Autorenduos die Aufmerksamkeit viel mehr verdient hätten. Trotzdem kann ich das Buch an alle empfehlen, die gerne einen seichten und lockeren historischen Roman. Außerdem ist das Buch gut für den Einstieg in das Genre geeignet. 

  21. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (985)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Er schafft es immer wieder mit seinem, wie ich finde, trockenen,  unromantischen Stil über seine kuriosen-skurilen Beschreibungen  einen in die Geschichte zu ziehen.  

    Ich möchte den Inhalt nicht widergeben, denn entweder liest man Irving oder halt nicht 😁

  22. Cover des Buches Der Fänger im Roggen (ISBN: 9783499235399)
    J. D. Salinger

    Der Fänger im Roggen

     (1.510)
    Aktuelle Rezension von: JulieG

    "Der Fänger im Roggen" erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Holden Caulfield, der nach seiner Flucht aus dem ungeliebten Internat drei Tage lang durch New York irrt. 

    Ich hatte bereits im Vorfeld viel über das Buch gelesen - vor allem viel negative Meinungen und Bewertungen. Es sei sehr kompliziert zu lesen, der Protagonist sei unsympathisch und eine äußerst schreckliche Person. Lediglich mein Drang danach, soviele Klassiker wie möglich wirklich selbst zu lesen, hat mich dazu gebracht, diesen Roman zu lesen. Und ich habe mit dem schlimmsten gerechnet. 

    Allerdings bin ich nach der Lektüre sehr überrascht und berührt von dem Roman. Ja, Holden ist ein ziemlich komischer Typ. Und ja, er gibt einige unpassende Äußerungen von sich. Aber er ist auch einer, der die Welt um sich herum genau beobacht und versucht, sie zu verstehen. Und dabei merkt er, dass er sie in vielen Punkten einfach nicht verstehen kann. Der Roman zeigt uns also einen Protagonisten, der seinen Platz in der Gesellschaft, auch aufgrund seines Alters, noch nicht gefunden hat und seine Umwelt und die Menschen um sich herum stattdessen analyisert und hinterfragt. Es gab einige Stellen, an denen ich Holdens Gedanken sehr gut nachvollziehen konnte - sowohl aus heutiger Sicht, als auch aus der Sicht meines eigenen 16jährigen Ichs. 

    Gleichzeitig zeigt uns das Buch aus Holdens Sicht auch auf, wie oberflächlich, verwirrend und auch sinnlos manche Gewohnheiten, die wir als Gesellschaft haben, sind. Man wird auf unbequeme Art und Weise gezwungen, über sich, sein Leben und seine Wünsche und Ziele nachzudenken, eben weil man diesem ziellosen Protagonisten durch New York folgt. Genau das hat mir an dem Buch so gut gefallen. 

    Also traut euch und lest "Der Fänger im Roggen". Es ist besser, als ich vorher angenommen hatte!

  23. Cover des Buches Hectors Reise (ISBN: 9783492248280)
    François Lelord

    Hectors Reise

     (1.162)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    Hector lebt ein ganz normales Leben mit seiner Freundin Clara in einer europäischen Hauptstadt. Er ist Psychiater, verdient relativ gut und kann sich eigentlich nicht beschweren. Neuerdings plagt ihn aber eine Sorge; er fühlt sich nach den Sitzungen mit seinen Patienten immer erschöpfter und unzufriedener. Noch dazu hat er das Gefühl seinen Patienten zwar helfen aber sie jedoch nicht glücklich machen zu können. Aber wenn er seinen Patienten zu ihrem Glück verhelfen möchte, muss er erst einmal wissen, was Glück überhaupt bedeutet. Also beschließt er sich auf Reisen zu begeben um dabei herauszufinden was Menschen in verschiedenen Ländern glücklich oder unglücklich macht. Dabei gerät er auch in die ein oder andere unvorhergesehene und sogar gefährliche Situation, aus der er aber immer wieder seine Lehren zum Glück ziehen kann und sie sich in seinem Glücksnotizbüchlein aufschreibt📖


    Nachdem ich neulich mal wieder zufällig einen kurzen Teil der Verfilmung gesehen und mich ganz gut unterhalten gefühlt hatte, dachte ich, vielleicht sollte ich doch endlich mal das Buch dazu lesen, welches seit gefühlten Ewigkeiten bereits im Regal steht. Und es hat sich doch auch gelohnt.

    Es war eine recht nette kurze Geschichte.

    Hector weiß, dass es für ihn eigentlich keinen triftigen Grund gibt bedrückt zu sein. Ja, er müsste eigentlich sogar permanent glücklich sein, denn es fehlt ihm im Grunde an nichts. Und dennoch ist das nicht der Fall und er möchte herausfinden wieso es ihm und auch seinen Patienten so ergeht. Seine Notizbucheinträge umschreiben den Weg zum Glück eigentlich ganz gut und regen auch einen selbst etwas an mal über sein eigenes Glück nachzudenken oder auch wie man ihm ein wenig auf die Sprünge helfen könnte. Seine Erlebnisse sind unterhaltsam und schön zu lesen. Es ist wirklich ein kurzweiliges Büchlein. Jedoch die Tatsache, dass er eigentlich eine feste Freundin Zuhause an seiner Seite weiß, die er offenbar auch liebt, aber während der Reise gleich zwei andere Frauen "näher kennenlernt" fand ich etwas befremdlich.

    An den Schreibstil musste ich mich erst etwas gewöhnen. Die Geschichte fängt an mit "Es war einmal..." und in dem Stil geht sie auch weiter. Das erinnerte mich etwas an naive Malerei oder eine Märchenerzählung für Erwachsene. Es ist alles recht oberflächlich, geht nicht wirklich in die Tiefe. Es liest sich ziemlich schnell weg.

    Trotz des einfachen Erzählstils ist es eine ganz nette Geschichte, die einen für ein paar Stunden gut unterhält und doch auch etwas zum Nachdenken über sein eigenes Glück bringt.

  24. Cover des Buches Glaube Liebe Tod (ISBN: 9783548288918)
    Peter Gallert

    Glaube Liebe Tod

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Knipsi

    Ein ansprechendes Cover. Ein Mann steht auf einer Brücke. Durch das Gegenlicht sieht man ihn nur als Silhouette. Eine alte Metallbrücke sorgt für ein beklemmendes Gefühl. Mehrmals wird diese Brücke im Buch vorkommen. Auch nach dem Lesen weiß man nicht, wer die Person auf dem Cover sein soll, es wird mehrere Möglichkeiten der Interpretation geben. Der Titel ist kurz und prägnant. Die drei Wörter hallen lange nach. Schön ist der geprägte Druck. Dieser lässt das Taschenbuch gut in der Hand liegen.

    Schnell wird der Protagonist eingeführt. Die Anfangsszene ist überraschend und  überwältigte mich als Leser. Der Polizei-Seelsorger Martin Bauer ist ein toller Charakter. Und er handelt, wenn auch nicht so, wie man es sich vorstellt. Oft legt er sein Schicksal aggressiv in Gottes Hände. Der Tod eines Polizisten lässt ihn nicht los, zumal er ihn kurz vorher vom Suizid abhalten konnte. Die Verzweiflung in dessen zurückgelassener Familie ist greifbar. Besonders die des Teenagersohnes geht einem nahe. Er hat dadurch den vagen Halt der Familie verloren.

    Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Bauer ist als Seelsorger bei der Polizei nicht beliebt und aufgrund seiner Vorgehensweise kann man seine Vorgesetzten teils verstehen. Die ihn begleitende Polizei-Kollegin hat einen schweren Stand, da hier die Karriere auf dem Spiel steht. Die eigene Familie macht ebenfalls Probleme. Die Beziehung kriselt, da die Tochter zu einem G-7-Gipfel unterwegs ist und ihm seine Frau diesbezüglich Vorwürfe macht. Die Hinterbliebenen des toten Polizisten wollen auch schnell vergessen und lehnen seine Hilfe ab oder entziehen sich dieser.

    Die Kapitel sind kurz. Die Handlung wird dadurch schnell und abwechslungsreich. Das ist den Erzählsträngen auch angemessen. Der Zeitdruck lastet auf Bauer. Er wird überall gebraucht und kann doch nicht alles richten. Die Sprache ist dem Genre entsprechend, Milieu- und Jugendsprache inklusive. Die Orte sind gut beschrieben. Ich konnte mich immer dort wiederfinden.

    Das Ruhrgebiet ist dem Untergang preisgegeben. Die Bewohner am Scheideweg. Der Tod trifft einen Teenager in seinen Grundfesten. Bauer versucht, was in seiner Macht steht, um ihm zu helfen. Dabei tritt er so manchem auf die Füße und stößt einigen vor den Kopf. Er selbst ist immer im Zwiespalt und muss auf seinen Glauben vertrauen.

    Ein tolles Buch. Es gehört wahrlich in die „Edition Kopfkino“.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks