Bücher mit dem Tag "psychatrie"
67 Bücher
- Sebastian Fitzek
Der Insasse
(1.726)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrEin typischer Fitzek. Ein gut gelungener Plot (wenn auch etwas vorhersehbar). Das Buch war von Anfang bis Ende einfach spannend und fesselnd. Kaum aus der Hand zu legen. Es gibt viele gewalttätige, grausame Szenen die vielleicht nicht jedermanns Geschmack sind. Das hatte mich persönlich nicht gestört, da sie super ins Buch und ins Setting gepasst hatten. Von meiner Seite aus eine klare Leseempfehlung.
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.824)Aktuelle Rezension von: EgataEine Frau wird von einem Psychopathen vergewaltigt. Ihre Haare werden abgeschoren. Während alle anderen Frauen umgebracht wurden, lebt sie noch und hat seither Angst, das Haus zu verlassen.
Lange weiß man nicht, ob die Protagonistin verrückt ist oder vielleicht doch ein Opfer. Ohne medizinischen Hintergrund ist schwer einschätzbar, ob ihre Gedanken – oder sind es Wahnvorstellungen? – nicht doch etwas übertrieben sind. Trotzdem, die Geschichte ist unglaublich fesselnd, irrsinnig bis irre und immer wieder überraschend.
- Sebastian Fitzek
Der Seelenbrecher
(3.440)Aktuelle Rezension von: kidcat283Ein Professor möchte ein Experiment durchführen mit einigen Studenten. Sie müssen nur eine vor sich liegende Patientenakte lesen und bekommen dafür 200 Dollar.
Während ein paar das Risiko dessen nicht eingehen wollen und sie Angst haben sagen sie nein, aber zwei Studenten willigen ein. Zunächst durften sie einen kleinen Ausschnitt lesen, der ziemlich grausam war und es ging um den Seelenbrecher. Dieser hat drei Frauen etwas Schlimmes angetan. Was genau ist passiert?
Meine Meinung:
Wie ziemlich oft muss man einfach drauf los lesen. Aber hier wird man komplett verwirrt. Man wird mit verschiedenen Personen konfrontiert, aber die lassen sich trotzdem recht gut auseinanderhalten. Es ist am Anfang so ein Rumgeplänkel und dauert eine Weile bis was passiert. Dadurch lernt man aber die Protagonisten und das Setting besser kennen. Es wird dann spannend, rätselhaft und geheimnisvoll. Man weiß irgendwie gar nicht was genau passiert und verdächtigt jeden der Seelenbrecher zu sein. Man wird die ganze Zeit im Dunkeln gelassen und erlebt einfach die Geschichte wie sie die Personen erleben die involviert sind, ohne irgendwie hinter die Fassade geschaut zu haben. Es gibt schockierende Szenen, ja, aber jetzt nicht so schockierend, dass man dieses Buch als härtesten Psychothriller bezeichnen kann. Albträume hatte ich jetzt ganz und gar nicht. Ich kann auch verstehen, dass viele kurz vor der Hälfte abgebrochen haben weil sie einfach zu ungeduldig waren anstatt einfach weiterzulesen.
Man fragt sich auch im Laufe der Geschichte warum die Protagonisten genau so handeln und man verdächtigt wieder jeden und stellt sich selbst die Frage was das hier soll und wie das hier enden soll. Beim Lesen spinnt man sich selbst seine Theorien zusammen und ein paar meiner Vermutungen haben sogar gestimmt. Später fand ich es dann ein bisschen langgezogen, aber das war genau der Moment bevor alles aufgelöst wurde. Meine Geduld war schon kurz vorm Ende, aber ich habe durchgehalten und wurde belohnt, denn das Ende war krass und es wurde wirklich komplett alles aufgelöst und es war so simple. Ich war dann so gefangen und teilweise auch sprachlos. Ich wollte dem Buch erst 3 Sterne geben, aber das Ende hat es auf 4 Sterne gerettet. - Stieg Larsson
Verdammnis
(2.589)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueIch habe lange während des Buches gedacht, warum sind es so viele Seiten und wann beginnt der tatsächliche Fall. Aber im Ernst. Das macht alles so viel Sinn.
Diese Reihe ist sehr Charakter basiert und diese, sowie die Beziehungen zueinander stehen im Vordergrund. Eine fesselnde Geschichte. Starke Charaktere und ein bildhafte Schreibstil.
Ganz große Empfehlung!
- Paulo Coelho
Veronika beschließt zu sterben
(3.166)Aktuelle Rezension von: culejuleVeronika hat eine Entscheidung getroffen: Sie will sterben. Doch ihr Suizidversuch scheitert, und sie erwacht in einem Krankensaal der psychiatrischen Einrichtung Villete. Der Arzt teilt ihr mit, dass ihr Herz unwiderruflich geschädigt sei. Die Prognose: fünf Tage, vielleicht eine Woche. Was tun mit dieser letzten Zeit?
Villete ist ein Ort für Menschen, die von der Gesellschaft als „anders“ betrachtet werden. Nach und nach lernt Veronika die Bewohnerinnen und Bewohner kennen – ihre Geschichten, ihre Verletzungen, ihre Hoffnungen. Es entstehen unerwartete Freundschaften und tiefe Verbindungen. Zum ersten Mal seit Langem spürt Veronika wieder etwas: Lebensfreude, Neugier, Sehnsucht. Bereut sie ihren Entschluss? Vielleicht. Doch angeblich bleiben ihr nur wenige Tage. Oder doch nicht?
Ich habe mir viele Stellen markiert, denn ich habe mich von der ersten Seite an auf diese Geschichte eingelassen. Sie wirft große Fragen auf: Was ist der Sinn des Lebens? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Der Autor überzeugt erneut mit seinen philosophischen Gedanken und seiner Fähigkeit, existenzielle Themen zugänglich zu machen.
Das Buch ist keine leichte Kost und sollte in einer stabilen Verfassung gelesen werden. Die 226 Seiten haben mich jedoch sehr berührt – und ich empfehle es gern weiter.
- Joachim Meyerhoff
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war
(380)Aktuelle Rezension von: deidreeDer Roman von Joachim Meyerhoff konnte mich leider nicht wirklich erreichen. Ja, es gab Szenen, die ganz witzig beschrieben sind. Auch stelle ich es mir ganz und gar nicht einfach vor, als Kind in einer Psychiatrie aufzuwachsen, weil der Vater dort Direktor ist.
Doch die eher lose aneinandergehängten Begebenheiten waren mir irgendwann zu flach. Sie sind sehr wohl in einer Zeitlinie erzählt, aber ich hatte das Gefühl, dass mir dazwischen Verbindungsstücke fehlten.
Es ist ein Roman und der Titel „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ impliziert für mich, dass einiges erdacht oder ausgeschmückt wurde. Also in meinen Augen keine Biographie.
Ob der Autor jetzt vom 40igsten Geburtstag seines Vaters erzählt, vom Besuch einer hohen Persönlichkeit, oder wie ein Vogel gegen die Wohnzimmerscheibe fliegt, sein Vater beginnt Sport zu treiben, ein Patient die Angst vor dem Familienhund und den Wunsch diesen zu streicheln immer wieder durchgehen muss, oder erzählt wie Weihnachten in der Psychiatrie gefeiert wird, all das mag berühren. Trotzdem habe ich keinerlei Zugang gefunden. Mir waren die Geschichten zu geradlinig im Sinne von ohne Höhen und Tiefen.
Für mich ist dies ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.
- John Katzenbach
Die Anstalt
(783)Aktuelle Rezension von: star_dinebMir hat das Buch ganz gut gefallen.
Im Prinzip geht es in diesem Buch darum, dass in einer Nervenheilanstalt der 70er Jahre ein Serienmörder ausfindig gemacht werden soll.
Ja, natürlich. Es ist schwierig die Spannungskurve über 750 Seiten aufrecht zu halten. So viele Seiten finde ich an sich schon eine Leistung.
Der Alltag oder auch die alltäglichen Geschehnisse in dieser Klinik wurden aber sehr anschaulich beschrieben, wenn auch alles etwas langatmig gestaltet wurde.
Die Protagonisten finde ich sympathisch und in der Tiefe absolut ausreichend. Ja, OK, das Ende ist grenzwertig. Es bleiben auch ein paar Fragen offen, das mag ich leider nicht so gern. Auch hätte man auf den Täter absolut nicht kommen können.
Trotzdem kann ich das Buch empfehlen, da mir der Schreibstil gefällt und die Story an sich spannend erzählt wurde.
- Vera Buck
Runas Schweigen
(232)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaEigentlich hat mich dieses Buch nie wirklich interessiert, bis es dieses dann als Mängelexemplar zu kaufen gab und die Buchkaufsucht zugeschlagen hat. Kein Wunder, dass es deshalb auch so lange ungelesen im Regal stand. Nun war es aber Zeit für die Lektüre dieses doch schon besonderen Werkes, welches ich einerseits schon interessant und streckenweise recht spannend fand, welches aber gerade am Anfang leider lange brauchte, um in Fahrt zu kommen und auch ansonsten einige Dinge an sich hatte, die mir nicht so gut gefallen haben.
Man begibt sich mit diesem Roman ins Paris des Jahres 1884, wo der junge Medizinstudent Jori versucht, Heilung für seine heimliche Liebe Pauline zu finden. Ihn begleitet man dann auch größtenteils durch die Geschichte, wobei es sehr medizinisch wird, aber nicht so, wie wir es heute kennen, sondern teilweise auf sehr makabere, teils schon bösartige Weise. Gerade Dr. Charcot war dabei ein Beispiel für Machtgehabe und fehlende Liebe für den Mitmenschen, was mich extrem sauer und traurig gemacht hat, zumal der Roman sich sehr an der Realität entlang schlängelt. Vieles, was man hier erfährt, gab es zu dieser Zeit wirklich und obwohl ich davon bereits wusste, hat es mich teilweise sprachlos gemacht.
Jori ist dabei ein Charakter, von dem ich nicht so richtig wusste, was ich von ihm halten soll. Einerseits will er unbedingt Pauline retten, will wirklich heilen und scheint eigentlich kein schlechter Kerl zu sein. Andererseits scheint er manchmal etwas schwer von Begriff und macht vieles mit, was er eigentlich nicht tun sollte. Dennoch zeigt er wenigstens ein Gewissen und im Laufe der Geschichte entwickelt er sich weiter. Auch zu Runa entwickelt er eine fast schon liebevolle Beziehung.
Doch wer denkt, dass Jori, der eigentlich Johann Richard Hell heißt, die einzige wichtige Person in diesem Buch ist, der täuscht sich, denn dieses wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, allesamt aus der personellen Sicht, bis auf einen Fall, was im Endeffekt eine tiefere Bedeutung hat. Aber kommen wir erst einmal zu den anderen Charakteren.
Da ist zum Beispiel der ehemalige Polizist Lecoq, der sich selbst als Verbrecher betitelt, aber durch einen alten Bekannten auf einen Fall angesetzt wird, der ihn, ohne, dass er es selbst merkt, immer mehr in die Machenschaften rund um Jori, die Salpêtrière und Runa verwickelt. Außerdem gibt es die beiden Kinder Isabelle und Frédéric, die sich mehr oder weniger mit Lecoq anfreunden und ihm helfen. Und dann ist da noch Maxime, der einzige Ich-Erzähler in diesem Buch, der mit der eigentlichen Geschichte gar nicht so viel zu tun hat, aber dennoch im Großen und Ganzen eine wichtige Rolle spielt. Hier will ich aber nicht zu viel verraten.
Am Wichtigsten ist aber die Figur, die hier im Mittelpunkt steht und das ist natürlich Runa selbst, von der man anfangs gar nicht allzu viel erfährt und die mehr wie ein großes Rätsel wirkt. Dieses Mädchen ist besonders, scheint aggressiv und unnahbar, redet nicht und interagiert auch nicht wirklich. Dafür aber gibt es an verschiedenen Orten mysteriöse Botschaften, welche nach und nach mehr und mehr Sinn ergeben und ein Stück weit erklären, warum Runa so ist, wie sie ist. Leider wird aber nie alles ganz aufgeklärt und es bleiben am Ende viele Fragen offen, was ich echt schade fand.
Alles in allem begann dieser Roman sehr langsam. Schon allein, bis Runa tatsächlich auftauchte, dauerte es um die hundert Seiten und selbst dann kam die Geschichte nur allmählich in Fahrt. Irgendwann wurde es allerdings echt spannend und ich habe auf eine allumfassende Auflösung hin gefiebert, was es mit Runa und ihrem Verhalten auf sich hat, was eben nicht so kam, wie erwartet. Dafür war das Buch aber wirklich gut geschrieben und bis auf das Medizinische und die französischen Namen ließ es sich flüssig lesen. Ob ich es empfehlen würde, kann ich aber nicht wirklich sagen, da es eben nicht schlecht war, mich aber auch nicht umgehauen hat. Dennoch wird die Geschichte sicher in meinem Kopf bleiben, weil sie doch recht einprägsam und besonders ist.
- Lilly Lindner
Splitterfasernackt
(440)Aktuelle Rezension von: MoidlvomberchDas Cover ist sehr schlicht und zerbrechlich gestaltet, was perfekt zu der sehr persönlichen und tiefgehenden Geschichte passt. Es wirkt direkt sehr verletzlich. Lilly Lindner hat einen ganz eigenen, fast schon poetischen Schreibstil. Sie findet Worte für Gefühle, die man sonst kaum beschreiben kann. Das Buch ist unglaublich ehrlich und traurig, aber auch wunderschön geschrieben. Es geht um Themen, die weh tun, aber man kann das Buch kaum weglegen, weil es einen so tief berührt. Wer Geschichten mag, die wirklich unter die Haut gehen und ehrlich sind, sollte das hier unbedingt lesen.
- Andreas Gruber
Rachesommer
(512)Aktuelle Rezension von: stefan182Inhalt: Die junge Anwältin Evelyn Meyers hat es mit einem seltsamen Fall zu tun: Ein Mann hat die Absperrungen einer Baustelle überwunden, ist dort in einen Kanalschacht gekrochen, steckengeblieben und letztendlich ertrunken - weshalb seine Ehefrau nun Evelyns Klienten wegen Fahrlässigkeit verklagt hat. Während ihrer Recherchen stößt Evelyn überraschend auf ähnlich irritierende Todesfälle… In Leipzig wird Kommissar Walter Pulaski in eine psychiatrische Klinik gerufen. Eine Patientin soll Selbstmord begangen haben. Doch als Pulaski sich die Leiche näher anschaut, erkennt er Unstimmigkeiten…
Persönliche Meinung: “Rachesommer” ist ein Thriller von Andreas Gruber. Es handelt sich um den Auftakt der Quadrologie um Walter Pulaski und Evelyn Meyers. Erzählt wird die Handlung wechselweise aus den personalen Perspektiven der beiden Protagonisten. Während Meyers und Pulaski zunächst unabhängig voneinander ermitteln, finden sich, je weiter die Handlung voranschreitet, immer mehr Überschneidungen, ehe sie den Fall gemeinsam aufklären. Sowohl Meyers als auch Pulaski sind sehr dreidimensionale Protagonisten: Beide hatten keine leichte Vergangenheit. Beispielsweise ist Pulaski zu einem Zyniker geworden, nachdem seine Frau gestorben ist (die Vergangenheit von Meyers möchte ich hier nicht spoilern; da müsst ihr schon selbst lesen (subtiler Kaufhinweis Ende 🙃)). Trotz aller Ecken und Kanten haben beide Protagonisten das Herz am rechten Fleck und lassen sich nicht von Anderen von dem Gefühl, das “Richtige” tun zu wollen, abbringen. Die Handlung ist aufgrund der beiden (zunächst) getrennten Ermittlungen sehr abwechslungsreich und fesselnd: Mehrfach finden sich in beiden Ermittlungen Merkwürdigkeiten und Figuren, deren genaue Intention man bis zur Auflösung nicht wirklich einschätzen kann (Die Ermittlungen laufen dabei in einem schönen Tempo, sodass der Thriller trotz seiner 400 Seiten sehr kurzweilig ist!). Auch die Auflösung konnte mich überzeugen, da sie, obwohl man mit der Zeit ahnt, in welche Richtung es ungefähr geht, trotzdem einige Überraschungen bereithält. Der Schreibstil von Andreas Gruber ist anschaulich und sehr flüssig zu lesen. Insgesamt ist “Rachesommer” ein fesselnder Reihenauftakt mit lebendigen Protagonisten.
- Ursula Poznanski
Stimmen
(462)Aktuelle Rezension von: nati51In der Psychiatriestation des Klinikums Salzburg sind besonders schwere Fälle untergebracht. Als in einem Untersuchungsraum einer der Ärzte tot aufgefunden wird, muss die Ermittlerin Beatrice Kaspary aus den Patienten, die in einer anderen Welt leben, Informationen herausbekommen.
Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen und schnell wird Spannung aufgebaut. Das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger fand ich sehr professionell und authentisch, sie waren mir sehr sympathisch. Auch die Privatsphäre der Hauptakteure sind in dem Thriller mit eingebunden und ich konnte mich gut in die Lage von Beatrice hineinversetzen als alleinerziehende berufstätige Frau, die neben ihren Job und Kindern sich noch mit ihrem Exmann auseinandersetzen muss. Lange habe ich im Dunkeln getappt, wer denn der Täter ist und habe die Lösung nicht vor den Ermittlern gefunden. Die Auflösung war schlüssig und glaubwürdig. Ich hatte das Gefühl, dass keine Fragen mehr offen waren.
- Han Kang
Die Vegetarierin
(635)Aktuelle Rezension von: AleksandraKlappentext: "Ein hypnotisierendes Buch über eine Frau, die sich gegen ihren Mann auflehnt, indem sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen und von einem Leben als Pflanze träumt.
Yong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine leidenschaftslose, pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt wirft »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt Vegetarismus als subversiv. Und bald nimmt Yong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet."
Mein Buch hat ein anderes Cover, das hat mich richtig angezogen. Darauf sind Blumen gezeichnet, große und stolze Blumen und dann die Überschrift Die Vegetarierin, das hat mich richtig neugierig gemacht.
Die Schreibweise direkt ist relativ einfach, allerdings ist die Handlung nicht so leicht zu verdauen, weswegen sich das Buch etwas langsamer liest.
Richtig warm geworden bin ich mit keinem Charakter in diesem Buch. Allerdings hat mich die Handlung richtig zum Nachdenken gebracht,.
Ein Buch, dass sich nicht so leicht liest. Eine Geschichte, die sehr verstörend ist. Aber was genau ist verstörend an dieser Geschichte? Nicht unbedingt die Handlung selbst, sondern, nach längerer Überlegung, der Auslöser.
Das Thema behandelt das "Sein" und die "Stellung" der Frauen in einer koreanischen Gesellschaft. Sie funktionieren bis zu einem gewissen Moment, aber dann richtet sich all das, was sie selbst erlebt haben richtig gegen sie. Manche können den Schmerz nicht verarbeiten und richten sich selbst zugrunde, andere funktionieren weiterhin mit der Dunkelheit in ihrer Seele. Leider werden sie auch nicht dann verstanden, sondern müssen weiterhin alleine mit sich selbst klarkommen und sich den Normen der Gesellschaft unterordnen.
Dieses Buch ist einzigartig und sehr wertvoll, allerdings nichts für schwache Nerven.
- Marc Raabe
Schlüssel 17
(432)Aktuelle Rezension von: koechlEin wirklich gelungener Thriller. Spannend von Anfang bis Ende, so dass es wirklich schwer war, das Buch zwischendurch mal aus der Hand zu legen.
Tom Babylon als Ermittler beim LKA und auch Sita sind gut ausgearbeitete Charaktere, die nicht nur interessant und sympathisch sind, sondern auch gut zu harmonieren scheinen. Ich bin schon sehr gespannt auf mehr von den beiden. - Lisa Jackson
Cry
(175)Aktuelle Rezension von: orongjenDer Schreibstil des Buches ist wieder gut gelungen, man kommt flüssig durch die Seiten ohne zu merken wieviel man schon gelesen hat.
In diesen Werk ist aber deutlich zu spüren wie konstruiert und abgedreht alles von der Autorin gezeichnet wurde. Dies würde ich in diesem Fall allerdings nicht als Schwäche, sonder als Stärke dieses Buches werten, denn so war immer und zu jeder Zeit etwas los.
Auch wenn mir ein bestimmter Plot etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen war, so überzeugte mich gerade diese Eigensinnigkeit und machte das Lesen interessanter.
Leider waren die Charaktere, die ich in den vorherigen Bänden lieben gelernt habe, die die mich hier am meisten nervten. So empfand ich viele Handlungen und Denkweisen als unpassend und sogar als starke Abweichung von dem was mir die Autorin zuvor von den Charakteren mitteilte.
Wirklich Spannung oder Nervenkitzel kam während des gesammten Lesens leider nicht auf. Trotzdem freue ich mich auf den nächsten Teil, obwohl dort eine Figur eine größere Rolle spielt, die mir bislang komplett unsympathisch war.
- Wulf Dorn
Mein böses Herz
(463)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueMir hat das Buch sehr gut gefallen. Durch den Schreibstil ist man schnell in der Geschichte und bei unseren Protagonistin Doro. Die jetzt von der Stadt aufs Land zieht, weil ihre Mum einen neuen Job hat. Sie aber auch an Halluzinationen leidet.
Ich hab die ganze Zeit mitgerätselt uns auch durch ihre Halluzinationen überlegt, was stimmt jetzt und was nicht. Das Ende war wirklich gut und überraschend an der einen und anderen Stelle.
- Andreas Gruber
Rachewinter
(283)Aktuelle Rezension von: stefan182Inhalt: Die Wiener Anwältin Evelyn Meyer erhält einen neuen, brisanten Fall: Ihre Mandantin wird des Mordes verdächtigt, wurde anscheinend sogar während der Tat gefilmt, beteuert aber ihre Unschuld. Als Evelyn den Tatort genauer unter die Lupe nimmt, fallen weitere Unstimmigkeiten auf: Es finden sich keine Fingerabdrücke der Verdächtigen… Zeitgleich wird in Leipzig ein vermögender Mann tot aufgefunden; die Ermittlungen werden schnell eingestellt, scheint doch alles auf einen Unfall hinzudeuten. Kommissar Walter Pulaski lässt aus persönlichen Gründen nicht locker - und bald werden Parallelen zum Fall in Wien offenbar…
Persönliche Meinung: “Rachewinter” ist ein Thriller von Andreas Gruber. Es ist der dritte Fall um die Ermittlerfiguren Evelyn Meyer und Walter Pulaski. Zwar ist der Fall in sich abgeschlossen, allerdings finden sich kleinere Spoiler zur Handlung der vorherigen Bände, sodass ein chronologisches Lesen sinnvoll ist. Erzählt wird die Handlung hauptsächlich aus den personalen Perspektiven der beiden Ermittlerfiguren. Weitere PoVs nehmen u.a. Flo, der neue Assistent Evelyns, sowie Nina, die Tochter Walters, ein, wobei insbesondere letztere für ein latentes Konfliktpotential sorgt, da sie eigenständig im Fall ermittelt. Die Handlung des Thrillers ist recht rasant; die Taktung der Morde ist hoch, wodurch sich eine schöne Spannungskurve ergibt. Zudem finden sich zwei überraschende Wendungen im Thriller - eine mittig, eine am Ende -, die für zusätzliche Spannung sorgen. Setting der Handlung ist ein klirrend kalter März, der insbesondere im fulminanten letzten Akt atmosphärisch zu seiner vollen Geltung kommt. Ein Thema, das in “Rachewinter” eine wichtige Rolle spielt, ist diese Transsexualität: Diesem Thema nähert sich Gruber bedacht und auf Augenhöhe, allerdings wirken einzelne Fragen, die manche Protagonist*innen zum Thema stellen, aus heutiger Perspektive “angestaubt” (Der Thriller erschien bereits 2018; die Fragen wurden vermutlich genutzt, um das Thema “Transsexualität” der Leserschaft näher zu bringen). Der Schreibstil von Andreas Gruber ist sehr anschaulich, lebendig und flüssig zu lesen, sodass der Thriller trotz seiner knapp 600 Seiten kurzweilig ist. Allein das Finale kam mir eine Spur zu lang vor, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Insgesamt ist “Rachewinter” ein spannender dritter Teil mit einem interessanten Fall, aber auch kleineren Längen.
- Angela Lehner
Vater unser
(116)Aktuelle Rezension von: Agnes_AutorinAls Eva in Wien von der Polizei in die Psychiatrie gebracht wird, behauptet sie, eine ganze Kindergartenklasse mit einer Pistole erschossen zu haben. Ihr Vater habe sich umgebracht und ihre Mutter sei sowieso tot. Nur Bernhard, ihr magersüchtiger Bruder, der ebenfalls in der Klinik – nur auf einer anderen Station untergebracht ist – scheint Eva lieb und teuer. Sie will Kontakt zu Bernhard, er offenbar nicht. Eva erzählt aus der Ich-Perspektive in der Gegenwart, wie sie sich „einlebt“, in der Klinik, ihrem Zimmer und vor allem an die Gespräche mit Doktor Korb „gewöhnt“. Zwischendurch springt sie in die Vergangenheit, in ihre und Bernhards Kindheit, in der sie oft viel zu viel Verantwortung für den Bruder übernehmen musste. Sie erinnert sich an den Vater, der stets rauchend hinter verschlossenen Türen lebte, und an die Mutter, die arbeitend und das Geld verdienend, oft ganz abwesend war.
Doch Eva ist kein Kind von Traurigkeit, kein Opfer, im Gegenteil. Aktiv geht sie auf die Pflegekräfte und Ärzte zu, versucht ihren Bruder mit unlauteren Methoden davon zu überzeugen, dass sie zusammengehören, dass sie für ihn sorgen kann und wird und – dass sie gemeinsam den Vater töten müssen.
Moment!? An der Stelle blättert man zurück. Hatte sie Doktor Korb gegenüber nicht behauptet, ihr Vater habe sich umgebracht? Ja, was denn nun? Spätestens hier wird einem bewusst, dass die Ich-Erzählerin nicht nur das Krankenhaus-Personal an der Nase herumführt, sondern auch mich als Leserin. Doch wann tut sie dies bewusst und wann unbewusst? Ihren Bruder irgendwann im Schlepptau erinnert das Buch, das aus drei Teilen besteht (der Vater, der Sohn, der Heilige Geist), an den Roadtrip à la Herrndorfs „Tschick“. Vollkommen angetan von Evas Persönlichkeit, ihrer vulgären Sprache und ihrem unsicheren, zerbrechlichen Kern folgt man ihr erst neugierig, was sie als nächstes anstellen und wird und begibt sich dann mit ihr auf die Suche nach der Wahrheit, die erst ganz am Ende steht.
Nicht zuletzt durch ihren Humor, der die Schwere der Tatsachen zu übertünchen versucht (mit Erfolg!) erinnert mich Evas Geschichte an die meiner Protagonistin Josy in „Unberührt“. Auch der Sprung zwischen den Zeitebenen, ganze Redewendungen wie „Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei“, der Besuch der Protagonistin im Ziegengehege sowie der Umgang mit einem kleinen Tier, das in den eigenen Händen aufhört zu atmen – hat mich immer wieder aufhorchen lassen. Und, es ist Angela Lehners Debüt gewesen! Ganz, ganz stark!
Ich werde Angela Lehner, die 1987 in Klagenfurt geboren wurde und jetzt in Berlin lebt, eine Nachricht schreiben, dass ich mich mit ihr verbunden fühle. Dass ich ihr Buch wunderbar finde, dass ich gelacht und geweint habe, dass ich es weiterempfehlen und Eva und Bernhard noch eine ganze Weile mit mir tragen werde. Absolute Empfehlung!
„Vater unser“ von Angela Lehner, dtv, 2021
Passend zum Roman las ich vorher ein Kapitel aus „Wahnsinns Frauen“ (hrsg. von Sybille Duda und Luise F. Pusch) – und zwar über Johanna die Wahnsinnige (1479-1555) von Swantje Koch-Kanz und Luise F. Pusch. Viel ist Spekulation über Johanna nach so langer Zeit, aber noch viel mehr spricht für das, was das Vorwort hervorragend zusammenfasst – die Rolle der Frau war und ist noch immer keine leichte in unserer Gesellschaft.
- Bernhard Aichner
Bösland
(294)Aktuelle Rezension von: IgnatiaDieses Buch ist ein typischer Aichner – und genau deshalb muss man seinen Schreibstil mögen.Er ist speziell, eigen und sicherlich nicht für jeden geeignet. Wer damit nichts anfangen kann, wird hier vermutlich Schwierigkeiten haben – und das ist auch absolut verständlich.Ich persönlich liebe genau diese Art zu schreiben. Von der ersten Seite an war ich wieder komplett in der Geschichte drin und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.Die Handlung nimmt immer wieder unerwartete Wendungen, bleibt durchgehend spannend und sorgt dafür, dass man einfach weiterlesen *muss*.Auch das Ende konnte mich überraschen – anders, als man es erwartet, aber wirklich stark umgesetzt.Für mich wieder ein typischer Aichner, der genau das liefert, was ich mir erhofft habe.
*Definitiv eine Leseempfehlung für alle, die seinen Stil mögen.*
- Gavin Extence
Libellen im Kopf
(95)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaAnfangs war ich bei diesem Buch wirklich noch guter Dinge, zumal das Thema echt interessant, emotional und auch wichtig ist, schließlich nehmen psychische Erkrankungen in der Bevölkerung immer mehr zu. Besonders auch, dass der Autor weiß, wovon er da geschrieben hat, fand ich gut.
Dennoch war ich während des Lesens immer wieder hin- und hergerissen, weil mich die Geschichte nicht so packen konnte, wie ich es gern gehabt hätte. Zwar fand ich gerade den Anfang auf skurrile Weise gut und den Verlauf von Abbys manischer, später depressiven Episode echt gut beschrieben und interessant, aber zwischendurch gab es hier und da einfach zu viele Längen. Das, obwohl das Buch mit nicht einmal vierhundert Seiten gar nicht mal so lang ist. Gerade auch die Szenen, die in der Klinik spielen, wirkten auf mich etwas in die Länge gezogen. Ebenfalls ist mir die Liebesgeschichte zwischen Abby und Beck etwas zu kurz gekommen, um deren Beziehung zueinander richtig verstehen zu können, schließlich ist es auch für den Partner nicht leicht, mit einer manisch-depressiven Person zusammenzuleben. Nur zwei Briefe von Beck erklären seine Gefühle recht eindrücklich, was ich auch wirklich gut und emotional fand. Das Ende der Geschichte fand ich zwar ebenfalls ganz gut und zufriedenstellend, aber insgesamt hat mir irgendetwas gefehlt, was ich nicht so richtig benennen kann.
Die Charaktere fand ich in diesem Buch ebenfalls ganz in Ordnung. Ich habe Abby, Beck und auch Melody zwar nicht wirklich ins Herz schießen können, aber war dennoch damit zufrieden, wie sie geschrieben sind, nämlich realistisch und im weitesten Sinne nachvollziehbar. Auch die Entwicklung der Protagonistin ist sehr gut beschrieben. Man muss die Charaktere in einem Buch auch nicht wahnsinnig mögen, solange sie etwas an sich haben, damit man ihnen gern folgt und das hatte Abby.
Alles in allem fand ich diese Buch okay. Die Geschichte von Abby war durchaus gut, hätte aber packender geschrieben sein können. Auch die Charaktere waren in Ordnung. Man bekommt hier also einen durchschnittlichen Roman, der zwischendurch Durchhaltevermögen erfordert.
- Matthew Quick
Silver Linings
(314)Aktuelle Rezension von: belli4charlottePat. ist ein junger Mann, der in seinen Leben schon verdammt viel erlebt hat. Leider nicht immer nur Gutes, denn er war lange in einer Psychiatrie untergebracht. Erst im Laufe des Buches wird klar, warum er in Behandlung sein musste.
Nach dem Aufenthalt muss er sich erst wieder in das gewohnte Umfeld einfinden, doch es scheint gar nicht mehr für ihn gewohnt zu sein. Das Verhältnis zu seinen Vater ist angespannt, aber auch seine Mutter scheint immer wieder gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Sie kümmert sich deutlich mehr als sie müsste und sorgt sich extrem um Pat.
Sport scheint sein einziger Ausgleich zu sein, denn dann hat sich Pat im Griff und er hat keine unkontrollierten Wutausbrüche. Aber das was er wirklich vermisst ist seine Frau Nikki.
Pat hat leider vieles vergessen, so eben auch, dass Nikki gar nicht mehr seine Frau ist. Nach und nach findet er sich wieder bei seinen Freunden ein und er kann sogar neue Freundschaften knüpfen, obwohl sich seine Gedankenwelt nur um Nikki dreht und darum wie er sie wieder zurück holen kann.
Ein packender und emotionaler Roman mit viel Tragik und Tiefgang.
Pat ist ein charakterstarker Mann, der im Laufe der Geschichte eine unglaubliche Entwicklung macht.
So bleibt es durchgängig einfach spannend und man wird in die Welt von Pat entführt.
- Christine Fehér
Dann bin ich eben weg
(344)Aktuelle Rezension von: Jacky1Ich war selbst nie magersüchtig, aber in einer Umgebung in der es viele Betroffene gab. Für Menschen die sich noch nie mit der Thematik auseinandergesetzt haben, ist es denke ich ein sehr schönes Buch, für alle anderen aber nicht. Die Geschichte ist recht oberflächlich erzählt. Ich hätte mir mehr Details gewünscht. Und an Betroffene die noch nicht recovered sind: das Buch enthält Gewichtsabgaben. Falls euch das triggered, nicht lesen.
Aus diesen Gründen 3 🌟. Besser als der Durchschnitt, aber mehr nicht. - Clare Chambers
Scheue Wesen
(34)Aktuelle Rezension von: SunnySueClaire Chambers' Roman "Scheue Wesen" hat seinen Ursprung in einer wahren Geschichte, die sich 1952 in Bristol ereignete. Hierbei wurde die Polizei zu einer lautstarken Auseinandersetzung in ein Haus gerufen, in dem sie dann einen nackten Mann mit hüftlangen Haaren und anderthalb Meter langen Bart vorfanden, der mit seiner alten Tante und diversen Hunden, Katzen und Vögel einsiedlerisch unter erbärmlichen Umständen lebte.
In "Scheue Wesen" greift Chambers diesen Mann auf und macht daraus eine sehr feinfühlige und bewegende Geschichte. Im Zentrum steht Helen Hansford, die als Kunsttherapeutin in einer psychiatrischen Klinik arbeitet und der stumme William Tapping, der mit seiner verwirrten alten Tante in einem Haus lebt, welches er seit vielen Jahren nicht mehr verlassen hat. Während Helens Beziehung zu ihrem verheirateten Kollegen immer unbefriedigender wird, stürzt sie sich mehr und mehr in ihre Arbeit. Als ihr Kollege und sie von der Polizei zu einem Haus gerufen werden, in dem ein halbnackter, verwahrloster und stummer Mann gefunden wird, stürzt Helen sich noch mehr in ihre Arbeit. Erst recht, als sie Williams große künstlerische Begabung entdeckt. Und so versucht Helen allmählich hinter Williams Geheimnis zu kommen.
"In diesen Momenten der Dissoziation, wenn er merkte, wie er sich von der Welt loslöste und die Realität seiner Existenz anzweifelte, war ihm der Gedanke ein Trost, dass David Balfour im gleichen Reich existierte."
Claire Chambers hat hier ein eher stilles Buch geschrieben, das gerade in dieser Stille eine große Kraft und Eindringlichkeit entwickelt. Mit viel Gefühl erzählt sie uns eine Geschichte über Trauma, Verlust und Selbstfindung und appelliert zudem an die Menschlichkeit. Es ist eine Geschichte, die ans Herz geht und berührt.
Erzählt wird die Story aus wechselnden Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen. Während wir uns mit Helen im Hier und Jetzt des Jahres 1964 befinden, reisen wir mit William Stück für Stück weiter in seine Vergangenheit und erfahren so nach und nach, was es mit ihm auf sich hat und warum er so einsiedlerisch bei seiner Tante gelebt hat.
"Die Vergangenheit ist immer bei mir, aber es ist eben auch die Vergangenheit. Es hat mich nicht zerstört. Ganz sicher nicht."
Insgesamt mochte ich das Buch wirklich gern, einzig die Storyline zwischen Helen und Gil empfand ich als etwas störend. Zudem hat sie für mich auch keinen Mehrwert geliefert.
- Romy Fölck
Sterbekammer
(190)Aktuelle Rezension von: Alexa_KoserZum Buch: Durch Zufall entdeckt Frida Paulsen in der Deichmühle die Leiche des Hausherrn. Ein Unfalltod ist wahrscheinlich. Als Frida die Katze hinter dem Küchensofa herlocken will, bemerkt sie eine Bodenklappe. Als sie sie öffnet, bleibt ihr fast das Herz stehen: es handelt sich um ein Verlies. Ohne Fenster, ohne Tageslicht. Frischluft kommt durch eine kleine Öffnung. Die Spurensicherung findet die DNA einer Frau, doch lebt sie noch? Und wenn ja, wo? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…
Meine Meinung: Auch durch den mittlerweile dritten Teil mit Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn als Ermittler bin ich wieder so durchgeflogen! Der Schreibstil von Romy Fölck ist einfach fesselnd! Ich mag die beiden Ermittler auch sehr gerne, Frida beißt sich wie ein Kampfhund fest, wenn sich in ihrem Kopf etwas manifestiert hat und Bjarne ist wie ein väterlicher Freund immer für sie da. Gottseidank merkt er es immer schnell, wenn irgendetwas nicht stimmt und meistens liegt er richtig und Frida ist in Gefahr!
Was dann im Laufe der Geschichte ans Licht kommt, ist wirklich sehr grausam! Die Spur führt zu einem Obdachlosen, den seit Jahren niemand mehr gesehen hat. Er ist einer der Söhne des Mühlenbesitzers. In kleinster Puzzlearbeit löst Frida den Fall, sie hat halt immer einen guten Riecher!
Auch im Privatleben der beiden passiert eine Menge, das muss man mögen, denn es nimmt einen ziemlichen Raum ein in den Büchern. Ich mag es, weil es mir das Leben der Menschen in der Elbmarsch näherbringt!
Mein Fazit: So, das war der dritte Streich, doch der vierte folgt sogleich! Ich empfehle die ganze Reihe den Krimifans unter uns auf jeden Fall weiter, die Fälle sind alle sehr spannend und rollen immer irgendetwas aus der Vergangenheit auf! Ich freue mich auf den vierten Teil!
- Astrid Korten
Puppenmutter
(62)Aktuelle Rezension von: Witch-JournalMit diesem Thriller hat Astrid Korten mal wieder bewiesen, wer die Queen der Crimethriller ist. Auf ganz hohen Niveau hat sie, eine Story umgesetzt, die dem Leser, die Nackenhaare hochgehen läßt. Die Gesichte, die Tessa Simonet erlebt, ist spannend, aufregend und sehr lebendig. Die Autorin hat alle Charaktere so eingesetzt, das sie die Story, zum Leben erwecken. Als Leser wird man nervös, denn man möchte wissen, was auf der nächsten Seite passiert. Durch den besonderen Schreibstil von Astrid Korten, wird dieses Buch zum Erlebnis. Sie schreibt sehr bunt und ohne Ecken und Kanten. So kann man dieses Buch gut lesen. Ich habe natürlich mir auch andere Rezension angesehen und muss hier eine Lanze für Astrid Korten brechen. Was für einen Blödsinn, schreiben doch manche Leute. Mir ist klar, das ich dafür angegriffen werde, doch das macht nichts. Für mich ist dieses Buch mehr als lesenswert. Gern hätte ich manchmal ins Geschehen eingegriffen, doch das konnten die Protagonisten ganz allein. Wahrheit und Lüge liegen dicht zusammen. Doch das Recht siegt wieder einmal. Vielen Dank, liebe Astrid.























