Bücher mit dem Tag "psychische erkrankung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "psychische erkrankung" gekennzeichnet haben.

102 Bücher

  1. Cover des Buches Veronika beschließt zu sterben (ISBN: 9783257248319)
    Paulo Coelho

    Veronika beschließt zu sterben

    (3.169)
    Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooks

    Mögliche Mini-Spoiler enthalten! 

    Nach Der Alchimist wollte ich mehr von Paulo Coelho lesen. Als ich erfahren habe, dass er hier eigene Erfahrungen aus psychiatrischen Einrichtungen verarbeitet, musste ich das Buch einfach lesen.

    Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen und trotzdem immer wieder Pausen gebraucht. Nicht, weil es mir nicht gefallen hat. Eher weil es mich an manchen Stellen so direkt getroffen hat, dass ich erst einmal durchatmen musste. Schon früh hatte ich das Gefühl, dass es hier nicht ums Sterben geht. Für mich ging es die ganze Zeit um das Leben. Um die Frage, warum wir leben, wann wir aufgehört haben, auf uns selbst zu hören, und warum so viele Menschen irgendwann anfangen, nur noch zu funktionieren.

    Besonders die Gedanken über die Gleichförmigkeit des Lebens haben mich beschäftigt. Arbeiten, Erwartungen erfüllen, vernünftig sein, weitermachen. Das Buch stellt immer wieder die Frage, ob das wirklich alles sein kann. Und genau diese Gedanken haben mich oft nicht losgelassen.

    Was ich sehr mochte! Die Geschichte gehört nicht nur Veronika. Auch Eduard, Mari und Dr. Igor bekommen ihren Platz. Dadurch entsteht das Gefühl, dass jeder Mensch seine eigene Geschichte mit sich herumträgt. Seine eigenen Verletzungen, Ängste, Wünsche und verpassten Chancen. 

    Eduard ist mir besonders ans Herz gewachsen. Seine Geschichte hat mich von allen am meisten berührt. Vielleicht, weil ich vieles nachvollziehen konnte. Das Gefühl, sich selbst irgendwo auf dem Weg verloren zu haben. Gegen Ende tat es stellenweise richtig weh weiterzulesen, weil ich so sehr mit ihm mitgefühlt habe. Auch Mari ging mir unglaublich nahe. Vor allem ihr Brief an die Bruderschaft. Dieser Wunsch, endlich das eigene Leben zu leben und nicht nur das Leben, das andere für richtig halten, hat mich tief getroffen.

    Überhaupt stecken in diesem Buch so viele Gedanken, die noch lange nachhallen. Die Frage nach Normalität. Die Idee, dass Bitterkeit entsteht, wenn Menschen gegen ihre eigene Natur leben. Der Mut, anders zu sein, obwohl man weiß, dass man dafür nicht immer verstanden wird. Dazu kommt die Musik, die sich durch die ganze Geschichte zieht. Veronikas Klavier war für mich wie ein Lichtblick zwischen all den schweren Gedanken. Etwas Tröstliches. Etwas Heilendes.


    Je weiter ich gelesen habe, desto stärker hat mich das Buch mitgenommen. Die zweite Hälfte hat mich emotional deutlich mehr getroffen als der Anfang. Es gab Stellen, die wehgetan haben. Stellen, bei denen ich schlucken musste. Und gleichzeitig hatte ich immer wieder das Gefühl, dass zwischen all dem Schmerz auch etwas Hoffnungsvolles steckt. 


    Für mich ist dieses Buch eine Erinnerung daran, dass wir nur dieses eine Leben haben. Dass wir nicht darauf warten sollten, irgendwann anzufangen zu leben. Und dass es Mut braucht, den eigenen Weg zu gehen, wenn er nicht dem entspricht, was andere von uns erwarten.


    Veronika beschließt zu sterben war für mich kein Wohlfühlbuch. Es war schwer, manchmal unbequem und an einigen Stellen sogar schmerzhaft. Aber genau deshalb wird es mir so lange im Gedächtnis bleiben. Es hat mich getroffen. Es hat mich aufgewühlt. Und irgendwie hat es am Ende auch ein kleines Stück geheilt.

  2. Cover des Buches Too Late – Wenn Nein sagen zur tödlichen Gefahr wird (ISBN: 9783423220927)
    C. Hoover

    Too Late – Wenn Nein sagen zur tödlichen Gefahr wird

    (731)
    Aktuelle Rezension von: SveniFS

    „Too Late“ war leider nicht meins.

    Die Geschichte hat zwar eine düstere und intensive Thematik, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. Besonders die übergriffige Art und Weise einiger Figuren fand ich schwierig und teilweise einfach daneben.

    Auch die Protagonisten konnten mich nicht abholen – im Gegenteil, sie haben mich eher genervt als mitfiebern lassen. Der Antagonist war für mich zusätzlich extrem anstrengend, was das Lesen stellenweise eher unerquicklich gemacht hat als spannend.

    Dadurch fiel es mir schwer, wirklich in die Geschichte einzutauchen oder eine emotionale Verbindung aufzubauen.

    Schade, denn die Grundidee hätte Potenzial gehabt – für mich hat es insgesamt aber leider nicht funktioniert.

  3. Cover des Buches Like Ice We Break (ISBN: 9783328109297)
    Ayla Dade

    Like Ice We Break

    (390)
    Aktuelle Rezension von: Christines_lesetagebuch

    ⭐️ Rezension ⭐️

    Ich muss gestehen: Diesmal fällt mir diese Rezension nicht leicht. Irgendwie konnte mich die Geschichte nicht richtig packen. Mit jedem Band tue ich mich etwas schwerer mit der Reihe, die für mich wirklich stark begonnen hat.

    Gwen steht vor einem großen Problem: Die iSkate kündigt ihr den Platz – und das, obwohl sie definitiv Talent hat. Ihre einzige Chance, weiter Eiskunstlauf zu betreiben, ist der Paarlauf. Ausgerechnet mit Oscar, dem Neuen in Aspen, mit dem sie bereits eine ziemlich skurrile erste Begegnung hatte.

    Auch Oscar trägt sein eigenes Päckchen mit sich herum. Er wuchs auf den Straßen von New York auf und brachte sich das Eislaufen auf einem zugefrorenen See im Central Park selbst bei. Durch einen glücklichen Zufall wurde er entdeckt, später adoptiert und lebt nun in Aspen – inklusive Trainingsplatz bei der iSkate.

    Natürlich prallen hier zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander. Oscar muss sich erst an sein neues Leben gewöhnen: ein warmes Zuhause, regelmäßige Mahlzeiten und Eltern, die sich um ihn sorgen. Gleichzeitig kämpft er mit seiner Vergangenheit und seinen Vorurteilen gegenüber den „Rich Kids“ – obwohl er inzwischen selbst dazugehört.

    Gwen mochte ich im ersten Band wirklich gern. Sie war offen, quirlig und sympathisch. Hier ging sie mir allerdings zunehmend auf die Nerven. Ihre ständigen Gedankenspiralen waren für mich irgendwann anstrengend, auch wenn ich recht früh den Verdacht hatte, dass mehr dahintersteckt. Gleichzeitig konnte ich kaum nachvollziehen, dass niemand in ihrem Umfeld bemerkt, dass es ihr nicht gut geht.

    Oscar hingegen mochte ich sehr. Er ist ein Kämpfer, hat sich nie unterkriegen lassen und wirkt trotz seiner schwierigen Vergangenheit authentisch. Seine Entwicklung und seine Annäherung an die Bewohner von Aspen haben mir deutlich besser gefallen.

    Leider muss ich sagen, dass mich die Reihe mit jedem weiteren Band etwas weniger fesselt. Für mich bleibt Band 1 bislang der stärkste der Reihe. Trotzdem bin ich gespannt, was die nächsten Bände noch bereithalten.


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  4. Cover des Buches Die Mittagsfrau (ISBN: 9783596510993)
    Julia Franck

    Die Mittagsfrau

    (409)
    Aktuelle Rezension von: Lesekatze22

    Ich lese viel, gern und äußerst unterschiedliche Genre, aber dieses Buch "Die Mittagsfrau" von Julia Franck hat mich fast die Flinte ins Korn werfen lassen. 

    Mir fehlen Anführungszeichen und in weiten Teilen finde ich den Roman einfach zu langatmig. 

    Das Buch beginnt mit einem Prolog, der es in sich hat. Eine Mutter lässt ihren Sohn am Bahnsteig zurück.  

    Es folgt die Lebensgeschichte der Mutter, die mit ihrer Schwester bei ihrer eigenartigen Mutter aufwächst, während der Vater im 1. Weltkrieg kämpft und später eigentlich nur zum Sterben nach Hause kommt. 

    Man erfährt mehr von den Mädchen, der damaligen Zeit.....

    Es folgt ein Epilog, der sich wieder mit dem zurückgelassenen Jungen beschäftigt. 

    Man findet im Netz einige Informationen zu Beweggründen dieses Buch zu schreiben. 

    Traurig und heftig.

  5. Cover des Buches Tanz auf Glas (ISBN: 9783426512814)
    Ka Hancock

    Tanz auf Glas

    (429)
    Aktuelle Rezension von: LydisBooks

    *Tanz auf Glas* hat mir als Taschenbuch leider nur mittelmäßig gefallen. Es ist schön gestaltet und gut geschrieben, jedoch auch sehr schwermütig und wirkt zeitweise überlastet mit Problemen der Charaktere. 

    Zu Beginn hat mir die Geschichte recht gut gefallen, als dann jedoch die Vergangenheitskapitel hinzukamen, die meiner Meinung nach für den Verlauf der Geschichte völlig unerheblich waren, verlor ich die Lust an der Geschichte. 

    Auch die Hintergrundgeschichten der jeweiligen Charaktere waren mit etwas zu überladen mit gesundheitlichen Problemen und zogen sich wie ein dunkler Faden durch die ganze Geschichte. 

    Die Hauptidee und der Schreibstil haben mir gefallen, aber für die Fülle des Buches fanden sich leider zu viele, die Lücken füllenden Stellen, die leider kaum etwas für den Zauber der eigentlichen Geschichte getan haben. 

    Die Charaktere wirkten zeitweise sehr naiv auf mich und die Gespräche waren meist oberflächlich und zu ausgedacht. 

    Im Gesamten ist dieses Buch also nicht mein Fall, was jedoch eher an der Ausarbeitung, als an der Idee der Geschichte liegt. 


  6. Cover des Buches Die Anstalt (ISBN: 9783426504574)
    John Katzenbach

    Die Anstalt

    (783)
    Aktuelle Rezension von: star_dineb

    Mir hat das Buch ganz gut gefallen.

    Im Prinzip geht es in diesem Buch darum, dass in einer Nervenheilanstalt der 70er Jahre ein Serienmörder ausfindig gemacht werden soll. 

    Ja, natürlich. Es ist schwierig die Spannungskurve über 750 Seiten aufrecht zu halten. So viele Seiten finde ich an sich schon eine Leistung.

    Der Alltag oder auch die alltäglichen Geschehnisse in dieser Klinik wurden aber sehr anschaulich beschrieben, wenn auch alles etwas langatmig gestaltet wurde.

    Die Protagonisten finde ich sympathisch und in der Tiefe absolut ausreichend. Ja, OK, das Ende ist grenzwertig. Es bleiben auch ein paar Fragen offen, das mag ich leider nicht so gern. Auch hätte man auf den Täter absolut nicht kommen können.

    Trotzdem kann ich das Buch empfehlen, da mir der Schreibstil gefällt und die Story an sich spannend erzählt wurde.



  7. Cover des Buches Morgen ist leider auch noch ein Tag (ISBN: 9783499629273)
    Tobi Katze

    Morgen ist leider auch noch ein Tag

    (147)
    Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessin

    Es ist schwer das Buch so schlecht zu bewerten weil es ist der Umgang vom Autor mit seinen eigenen Depressionen. Teile vom Buch waren echt toll man hat sich reinfühlen können, die Wohnung die aussieht wie Sau, das Gefühl das man falsch ist weil man nicht glücklich ist, aber viele Kapitel wirken einfach wie aneinander gereihte Wörter die nichts dazu beitragen außer da Buch zu stecken. Ich glaube mit weniger Seiten wäre die Geschichte besser rübergekommen dazu war der Humor einfach nicht meins. 

  8. Cover des Buches Die Vegetarierin (ISBN: 9783548075006)
    Han Kang

    Die Vegetarierin

    (645)
    Aktuelle Rezension von: Frau_Stern_liest

    Zusammenfassung:

    Aufgrund dunkler Träume beschließt Yong-Hye, keine tierischen Produkte mehr zu essen. Auf Verständnis stößt sie damit in ihrer Familie jedoch nicht. Dabei geht es in diesem Roman weniger um Veganismus. Es geht um den Ausbruch aus gesellschaftlichen Erwartungen. 

    Persönliche Meinung:

    Bis 2008 gab es in Südkorea noch das streng patriarchalische Hoju-System, welches Frauen in ihren Rechten drastisch einschränkte. Wem die Übergriffigkeit der Männer in diesem Buch absurd und überzeichnet vorkommen, mag also irren.

    Yong-Hye hat jahrelang funktioniert. Gehorsam und freundlich hat sie ihren Mann umsorgt. Dem gefällt das nicht, dass von einem Tag auf den anderen kein Fleisch mehr auf dem Tisch steht. Er wendet sich an seine Schwiegereltern. Bei einem Aufeinandertreffen eskaliert die Situation und es folgen Übergriffigkeiten, die kaum auszuhalten sind. 

    Das Buch ist in drei Abschnitte geteilt. Teil 1 aus der Perspektive des Ehemannes, Teil 2 aus Sicht des lüsternden Schwagers und Teil 3 aus Sicht der Schwester. Yong-Hyes Gedanken können wir nur aus ihren Träumen (die in Kursivschrift zu lesen sind) und der Beobachtung anderer erahnen. 

    Han Kang hat einen sozialkritischen Roman geschaffen, der sich stilistisch von anderen abhebt und verstört zurück lässt. 

    Es tat mir in der Seele weh, der zerbrechlichen Yong-Hye dabei zuzusehen, wie sich verschiedene Männer an ihr bedienen. Emotional, körperlich, sexuell. 

    Die Mischung aus Zartheit und Brutalität macht dieses Buch aber zu etwas ganz besonderem, welches allerdings nicht für jeden geeignet ist.


  9. Cover des Buches Wenn ich uns verliere (Light in the Dark 1) (ISBN: 9783958186828)
    Antonia C. Wesseling

    Wenn ich uns verliere (Light in the Dark 1)

    (342)
    Aktuelle Rezension von: Maijas_Leseoase

    Was für eine emotionale Geschichte! ❤️ Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.

    Antonia Wesseling schafft es mit ihrem Schreibstil, die Gefühle der Charaktere so authentisch zu transportieren, dass ich vollkommen in die Geschichte eintauchen konnte. Die Protagonisten waren mir schnell sympathisch und ihre Entwicklung hat mich sehr berührt.

    Neben den emotionalen Momenten gab es auch einige spannende Wendungen, die dafür gesorgt haben, dass ich immer weiterlesen wollte. Die Geschichte hat mich zum Nachdenken gebracht und wird mir sicher noch eine Weile im Gedächtnis bleiben.

    Alles in allem ein wunderschönes Buch, das mich begeistert hat und von mir die vollen 5 🍀 bekommt. 😊

  10. Cover des Buches Die tausend Teile meines Herzens (ISBN: 9783423740418)
    Colleen Hoover

    Die tausend Teile meines Herzens

    (569)
    Aktuelle Rezension von: DrunkenCherry

    Dieses Buch konnte mich leider nicht so wirklich überzeugen.
    Nun ist ein schlechtes Colleen Hoover Werk immer noch unterhaltsam und wahnsinnig gut geschrieben – aber die Geschichte hat mich nicht wirklich eingefangen und mir war lange nicht so richtig klar, worauf das Ganze hinaus laufen soll. 

    Ich mochte Merrit als Protagonistin recht gerne. Nicht, weil sie so liebenswert gewesen wäre, sondern, weil sie authentisch beschrieben war. Ihre Sorgen und Nöte waren nachvollziehbar – ihre Familie eine absolute Katastrophe. 

    Die Autorin schafft es, dass man aber trotzdem alle Figuren mag. Die Konstellation dieser Familie war halt absolut wild. 

    Aber mir fehlte es ein bisschen an Geradlinigkeit. Viele Themen werden nur kurz angerissen, dafür werden Seiten mit Belanglosigkeiten gefüllt. 

    Dass es sich um die Geschichte einer zerrütteten Familie handelt, wird einem schon irgendwann klar, aber dafür blieb zum Beispiel die Love Story etwas flach. 

    So wurde hier auch immer wieder das Thema Depression angesprochen, aber das kam für mich bei Lesen gar nicht so rüber. Da hätte man das Innenleben der Person viel besser beleuchten müssen. 

    Wenn ich etwas jünger wäre, hätte mir die Story wahrscheinlich besser gefallen. So blieb sie einfach ein bisschen flach.

  11. Cover des Buches Aquila (ISBN: 9783743212145)
    Ursula Poznanski

    Aquila

    (601)
    Aktuelle Rezension von: Brix

    Wieder mal ein grandioser Roman aus der Feder von Ursula Poznanski. Wie auch immer sie es macht: Ihre Romane funktionieren! 𝓔𝓼 𝓱𝓪𝓽 𝓢𝓾𝓬𝓱𝓽𝓹𝓸𝓽𝓮𝓷𝓽𝓲𝓪𝓵: 𝓜𝓪𝓷 𝓴𝓪𝓷𝓷 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓭𝓪𝓶𝓲𝓽 𝓪𝓾𝓯𝓱ö𝓻𝓮𝓷, 𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓢𝓮𝓲𝓽𝓮 𝓾𝓶 𝓭𝓲𝓮 𝓪𝓷𝓭𝓮𝓻𝓮 𝓵𝓮𝓼𝓮𝓷. 🤩 Dieser #Jugendthriller ist außerordentlich spannend und wunderbar zum Miträtseln.

    Nika wacht in ihrer Wohnung auf mit einem Verband um die Hand und einem Schnitt im Gesicht. Sie kann sich an nichts erinnern. Ihr fehlen ganze zwei Tage! Ein blutverschmiertes T-Shirt und ein mit Drohungen beschmierter Spiegel deuten daraufhin hin, dass etwas Schreckliches geschehen sein muss. Und Nika kann sich nicht einmal sicher sein, ob sie nicht selbst die Täterin war.

    𝗘𝘀 𝗵𝗮𝗻𝗱𝗲𝗹𝘁 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝘂𝗺 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗿𝗼𝗺𝗮𝗻, 𝗱𝗲𝗿 𝗲𝗵𝗲𝗿 𝗳ü𝗿 ä𝗹𝘁𝗲𝗿𝗲 𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗴𝗲𝗲𝗶𝗴𝗻𝗲𝘁 𝗶𝘀𝘁, 𝗱𝗲𝗻𝗻 𝗲𝘀 𝗴𝗲𝗵𝘁 𝘂𝗺 𝗠𝗼𝗿𝗱, 𝗧𝗼𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗴, 𝗘𝗻𝘁𝗳ü𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴, 𝗗𝗿𝗼𝗵𝘂𝗻𝗴, 𝗗𝗿𝗮𝗻𝗴𝘀𝗮𝗹𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 𝘂𝘀𝘄., 𝗷𝗲𝗱𝗼𝗰𝗵 𝗶𝗻 𝗷𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗴𝗲𝗿𝗲𝗰𝗵𝘁𝗲𝗿 𝗦𝗽𝗿𝗮𝗰𝗵𝗲.

    Nika ist eine sehr sympathische Protagonistin. Sie ist sehr taff. 💪 Ihre kurzen Anflüge von Beunruhigung, wobei nackte Panik in diesen Situationen durchaus angebracht wäre, unterbricht sie sofort mit meisterhaften Überlebens- und Bewältigungsstrategien, indem sie zum Beispiel, statt panisch zu werden, von Hundert hinunter zählt.

    Dieser Jugendthriller bietet einige stunden Spannung und Unterhaltung, auch für Erwachsene!💥

    𝓢𝓽𝓮𝓵𝓵𝓮𝓷𝔀𝓮𝓲𝓼𝓮 𝓶𝓾𝓼𝓼 𝓶𝓪𝓷 ü𝓫𝓮𝓻 𝓴𝓵𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓛𝓸𝓰𝓲𝓴𝓵ü𝓬𝓴𝓮𝓷 𝓱𝓲𝓷𝔀𝓮𝓰𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷: z.B.: Wenn die Täterin/der Täter (ich will ja nicht spoilern) den Zettel gefunden hätte, dann hätte sie/er einzelne verschlüsselte Hinweise sofort identifiziert wie etwa Autokennzeichen und hätte Nika den Zettel abgenommen. Außerdem: Wie kann jemand, der Schwierigkeiten hat, italienisch zu verstehen und zu sprechen, in Italien studieren, wenn dort sicherlich in der Landessprache doziert wird.🙄

  12. Cover des Buches Libellen im Kopf (ISBN: 9783734100994)
    Gavin Extence

    Libellen im Kopf

    (95)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Anfangs war ich bei diesem Buch wirklich noch guter Dinge, zumal das Thema echt interessant, emotional und auch wichtig ist, schließlich nehmen psychische Erkrankungen in der Bevölkerung immer mehr zu. Besonders auch, dass der Autor weiß, wovon er da geschrieben hat, fand ich gut. 


    Dennoch war ich während des Lesens immer wieder hin- und hergerissen, weil mich die Geschichte nicht so packen konnte, wie ich es gern gehabt hätte. Zwar fand ich gerade den Anfang auf skurrile Weise gut und den Verlauf von Abbys manischer, später depressiven Episode echt gut beschrieben und interessant, aber zwischendurch gab es hier und da einfach zu viele Längen. Das, obwohl das Buch mit nicht einmal vierhundert Seiten gar nicht mal so lang ist. Gerade auch die Szenen, die in der Klinik spielen, wirkten auf mich etwas in die Länge gezogen. Ebenfalls ist mir die Liebesgeschichte zwischen Abby und Beck etwas zu kurz gekommen, um deren Beziehung zueinander richtig verstehen zu können, schließlich ist es auch für den Partner nicht leicht, mit einer manisch-depressiven Person zusammenzuleben. Nur zwei Briefe von Beck erklären seine Gefühle recht eindrücklich, was ich auch wirklich gut und emotional fand. Das Ende der Geschichte fand ich zwar ebenfalls ganz gut und zufriedenstellend, aber insgesamt hat mir irgendetwas gefehlt, was ich nicht so richtig benennen kann.


    Die Charaktere fand ich in diesem Buch ebenfalls ganz in Ordnung. Ich habe Abby, Beck und auch Melody zwar nicht wirklich ins Herz schießen können, aber war dennoch damit zufrieden, wie sie geschrieben sind, nämlich realistisch und im weitesten Sinne nachvollziehbar. Auch die Entwicklung der Protagonistin ist sehr gut beschrieben. Man muss die Charaktere in einem Buch auch nicht wahnsinnig mögen, solange sie etwas an sich haben, damit man ihnen gern folgt und das hatte Abby.


    Alles in allem fand ich diese Buch okay. Die Geschichte von Abby war durchaus gut, hätte aber packender geschrieben sein können. Auch die Charaktere waren in Ordnung. Man bekommt hier also einen durchschnittlichen Roman, der zwischendurch Durchhaltevermögen erfordert.

  13. Cover des Buches Wenn du mich heute wieder fragen würdest (ISBN: 9783961610969)
    Mary Beth Keane

    Wenn du mich heute wieder fragen würdest

    (95)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    Dieses Buch hat mehrere Anläufe gebraucht, bis ich es ganz lesen konnte, da ich es zuerst ein paarmal abgebrochen habe. Ich glaube, man braucht Durchhaltevermögen und Geduld, um das Buch wirklich fertig zu lesen (und zu genießen), denn zugegebenermaßen gibt es einige Durststrecken, die man überstehen muss. Lässt man sich aber wirklich darauf ein, dann kann man einen zu Herzen gehenden und nachdenklich stimmenden Familienroman entdecken, der lange nachhallt.

    Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei vieles davon erlebte Rede und innere Monologe sind. Insgesamt gibt es längere Phasen, in denen es keine Dialoge gibt, was viele vielleicht abschreckt und dazu führt, dass einem manche Stellen im Buch länger und zäher vorkommen als andere (zumindest ging es mir so).

    Die Geschichte behandelt universale Themen wie Schuld, Verantwortung, Mental Illness, und beleuchtet diese Themen im Kontext von zwei Familien und über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten.

    Nimmt man sich die Zeit (und die Geduld), dann kann man einen wirklich tollen Roman entdecken.

  14. Cover des Buches Wenn du dich traust (ISBN: 9783401511634)
    Kira Gembri

    Wenn du dich traust

    (543)
    Aktuelle Rezension von: Steffi99

    Der Beginn des Buches hat mir richtig gut gefallen. Wir begleiten die Protagonistin Lea in ihrem Alltag. Dieser ist von Zwangsstörungen geplagt und bestimmt. Lea zählt, kontrolliert und hat den schlimmen Drang all dies ständig zu wiederholen. 

    Ich fand diese Thematik super spannend, da ich mich im Alltag oft selbst mit kleinen Zwangsstörungen erwische. (Beispiel: die Fernbedienung muss gerade und parallel zum Fernseher liegen. Fragt mich nicht, was mir das gibt. 😂)

    Als wir dann den männlichen Protagonisten Jay kennenlernen, ist mir das Lachen allerdings schnell vergangen.
    Jay ist geschmacklos, ein echter Arsch und hat mit Drogendealern zu tun. Das war für den Einstieg wichtig, da sich die beiden nur deshalb kennenlernen. Trotzdem verfolgt ihn dieses Thema weiterhin und führt zu vorhersehbaren Szenen. 🙈

    Hier hatte ich noch die Hoffnung, dass es eines dieser klassischen Bücher wird, wo sich der Badboy ändert und zum Traumprinzen wird. Davon war leider Fehlanzeige. Ich fand Jay bis zur  letzten Seite unsympathisch und arrogant. Auch Pärchentechnisch sehe ich die zwei überhaupt nicht miteinander. 🙄

    Allgemein hat das Buch ab der Hälfte stark nachgelassen und konnte mich nicht mehr wirklich begeistern. Was schade ist, da ich die Thematik, wie gesagt, sehr spannend und interessant finde. 

    Im Großen und Ganzen wares okay, aber Empfehlung gibt es keine von mir. 🙈

  15. Cover des Buches Das Nachthaus (ISBN: 9783690860154)
    Jo Nesbø

    Das Nachthaus

    (153)
    Aktuelle Rezension von: anyways

    Der vierzehnjährige Richard überlebt eine Familientragödie und wird von Verwandten im kleinen Städtchen Ballantyne aufgenommen. Ein Drecksloch, wie er für sich schnell feststellt. Eine miefige Kleinstadt in der er der Außenseiter ist und so freundet er sich mit einem anderen Außenseiter an, mit Tom. Eigentlich kann er den gar nicht leiden, aber bevor er an Langeweile stirbt, stellt er mit diesem doch schon lieber Blödsinn an. Zum Beispiel wildfremde Leute übers Telefon zu erschrecken. Natürlich muss Tom einen solchen Anruf zu erst tätigen, doch das Telefon in der abgeranzten Telefonzelle verschlingt den Querulanten. Unfassbar für Richard wird Tom durch den Hörer gezogen und natürlich glaubt ihm weder der Sheriff noch sonst jemand aus diesem Kaff. Und wir?

     

    Jo Nesbø wechselt von Thriller zu Horror. Auch wenn man zuerst eher an einen Fantasiejugendroman denkt, nein es kommt anders…

    Der Autor schickt seine Leser auf einen Trip der sich durch ständigen Wechsel der Perspektiven und Szenerien auszeichnet. Es ist keine sensationell neue Idee im Horrorgenre und vieles erahnt man auch etwas, trotzdem hat es mir gefallen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Auch vom Genrewechsel konnte mich der Autor vollends überzeugen, ich hoffe jedoch auch, dass er dem Krimigenre treu bleibt.

     

  16. Cover des Buches Das Paket - Das Hörspiel: Sebastian Fitzek - Seine Bestseller als ungekürzte Hörspiele 2 (ISBN: B0D2P8X3CM)
    Sebastian Fitzek

    Das Paket - Das Hörspiel: Sebastian Fitzek - Seine Bestseller als ungekürzte Hörspiele 2

    (115)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Das kann man wohl am besten mit undurchschaubar beschreiben. Von der ersten bis zur letzten Seite ist Spannung da, auch eine Menge Verwirrung, viele Überraschungen und Wendungen. Irgendwann habe ich nicht mehr durchgeblickt, aber auf eine gute Art. Die Geschichte ist temporeich und ändert immer wieder die Richtung. Sehr packend! 

    16.04.2026

  17. Cover des Buches Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt (ISBN: 9783791500621)
    Nicola Yoon

    Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

    (1.223)
    Aktuelle Rezension von: Darcys_Lesestuebchen

    Maddie darf nicht raus. Nicht heute, nicht morgen, niemals, denn sie hat einen selten Immundefekt, der ihr bei der kürzestens Auseinandersetzung mit Viren, Pollen oder dergleichen das Leben kosten könnte. Sie hat sich auch mit diesem Leben arrangiert, bis nebenan ihr neuer Nachbar Olly mit seiner Familie einzieht und sie sich trotz der der Barrieren zwischen ihnen immer näher kommen. Sie will mehr und würde dafür alles riskieren.

    Meine Meinung:

    Als ich das Buch vor etlichen Jahren das erste Mal las, war es völlig um mich geschehen. Ich fand es unglaublich spannend, gefühlvoll und fieberte mit Maddie und Olly von Anfang bis Ende mit, wobei mir das Herz mehr als einmal gefühlt stehen blieb und ich atemlos war. Es war ein absolutes Jahreshighlight für mich und als es nun für eine Challange passte, traute ich mich auch an einen re-read ran.

    Leise, laut, schmerzvoll, traurig, unglaublich lebensbejahend, mutig und vor allem sensibel. Als ich wieder dieses Buch las, hatte ich keine großen Erwartungen, da in der Regel ein Buch einfach nicht die selben Emotionen in mir wecken kann wie beim ersten Mal, aber Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt kam in der Hinsicht verdammt nah dran. Es mag vielleicht nicht mehr so spannend gewesen sein, weil ich ja den Ausgang kannte, aber dennoch fieberte ich wieder mit den Figuren mit. Das lag vor allem an Yoons Stil, der unglaublich sensibel die fragile Emotionswelt ihrer Hauptfigur nachzeichnete, die trotz ihres Schicksals alles vom Leben haben wollte, auch, wenn sie nicht nur sich selbst, sondern vor allem die Menschen in ihrem Umfeld verletzen könnte.

    Maddie war eine unglaublich starke Persönlichkeit, die manchmal ein wenig ungerecht werden konnte, dafür aber durchaus auch ihre Gründe hatte. Ihr ganzes Leben spielte sich in einen sterilisierten Umfeld ab und sie kannte nichts von der Welt da draußen. Kein Wunder, dass sie sich irgendwann nach mehr sehnte, vor allem, als diese Wünsche von ihrem neuen Nachbarn Olly geweckt wurden, der mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hatte und sie genauso brauchte, wie sie schließlich ihn. Sie war kreativ, fleißig, forderte sich selbst immer heraus und manchmal etwas alber, was ich süß fand.

    Die Chemie zwischen den beiden jungen Menschen passte vom ersten Moment an perfekt und ich liebte es, wie sie miteinander kommunizierten. Das war manchmal sehr schwer und ich fand ihre Kreativität sehr süß. Ihre Chats, Gespräche und Nachrichten gaben viel Aufschluss über ihre Wünsche, Träume und Hoffnungen und zeigten auch ihre Unsicherheiten und Ängste. 

    Die Geschichte spielte sich auf kleinsten Raum ab und machte zum Ende einen großen Sprung, der mir auch dieses Mal eine fette Gänsehaut bescherte. Es ging viel um Maddies persönliche Entwicklung, um ihre Wünsche, Träume und das Erwachsen werden. Olly blieb für mich dabei manchmal etwas auf der Strecke, weil es auch ausschließlich aus ihrer Sicht erzählt wurde und ich gerne mehr Informationen über ihn und seine Hintergrundgeschichte gehabt hätte, aber dennoch konnte ich mir auch wieder ein gutes Bild von ihm machen. Seine Probleme waren anders als die von Maddie, aber auch bei ihm drehte es sich um seine Entwicklung und die Befreiung seiner "Dämonen". Es war etwas verschlossener, aber auch sensibler Teenager, der seine Talente im Verbrogenen ausüben musste.

    In den letzten Kapiteln war leicht die Luft raus, bevor das Ende mich wieder völlig mitriss. Sehr tragisch fand ich die Geschichte von Maddies Mutter, die mir das Herz zeriss. So war ihr Verhalten durchaus verständlich, auch wenn sie einen großen Fehler machte, der weitere nach sich zog, aber sie machte mich auch so unglaublich wütend.

    Yoon erzählte ihre Geschichte nicht nur rein mit Worten, die sie gekonnt einsetzte, sondern auch mit vielen Zeichnungen, die einem einen tiefen Einblick in Maddies Gefühlswelt gaben. Es ist etwas schwer für mich, dies gut zu erklären, aber ohne diese liebevollen Extras wäre das Buch nicht ganz so gut geworden. Sie wurden passend in die Geschichte eingesetzt und es kamen auch Tabellen, Artikel aus dem Internet und Zeichnungen von Maddie vor. Wie sie sich im Weltall vorstellte oder sich selbst sah; ein Kuss-Trainingsplan, ihre Schulaufgaben oder ihr Tagesplan. All das machte das Buch zu etwas Besonderen, was ich so auch nicht zuvor kannte. Der Stil der Autorin war sehr sensibel und ohne Effekthascherei. Er las sich sehr flüssig und war für mich ein auf und ab der Emotionen. 

    Fazit:

    Das Buch in Worten wiederzugeben ist nicht einfach für mich und ich würde noch so viel mehr schreiben, aber ich denke, es passt so ganz gut. Die Geschichte ist auch nach all den Jahren immer noch ein kleines Kleinod für mich, etwas ganz besonderes, was ich wieder sehr genossen habe. Die Figuren waren gut ausgearbeitet und wirkten authentisch. Zwar hätte ich Olly gerne etwas mehr im Zentrum gehabt, aber auch so erfuhr man viel über ihn. Die Liebesgeschichte wurde sehr sensibel erzählt und all die kleinen Zeichnungen und liebevollen Details machten das Buch sehr schön.

  18. Cover des Buches Laufen (ISBN: 9783462001587)
    Isabel Bogdan

    Laufen

    (182)
    Aktuelle Rezension von: Marigold

    In „Laufen" geht es um eine Frau, die nach einem schweren Verlust versucht, irgendwie weiterzumachen. Das Laufen wird dabei immer mehr zu etwas, das ihr Halt gibt und hilft, mit ihrer Trauer und den Gedanken klarzukommen.

    Am Anfang war ich wegen des Schreibstils etwas unsicher. Das Buch ist wie ein durchgehender Gedankenstrom geschrieben, mit vielen Wiederholungen und wenig Pausen. Erst fand ich das ungewohnt, aber mit der Zeit hat genau das die Geschichte unglaublich intensiv und authentisch gemacht. Man ist sehr nah an den Gedanken und Gefühlen der Protagonistin.

    Besonders gefallen hat mir, wie sensibel über Themen wie Trauer, Schuld und das Weiterleben gesprochen wird. Das Buch ist ruhig erzählt und trotzdem emotional sehr stark.

    Kein leichtes Buch und sicher nicht für jeden etwas, aber für mich definitiv ein besonderes Buch, das lange nachhallt.


  19. Cover des Buches Ich, Eleanor Oliphant (ISBN: 9783838784120)
    Gail Honeyman

    Ich, Eleanor Oliphant

    (65)
    Aktuelle Rezension von: izzy_books

    Gail Honeymans „Ich, Eleanor Oliphant“ ist eine warmherzige, zugleich schmerzlich ehrliche Geschichte über Einsamkeit, Trauma und die Suche nach Verbindung. Eleanor, exzentrisch und isoliert, lernt durch unerwartete Freundschaft, dass Heilung möglich ist. Humor und Herz balancieren meisterhaft – ein Roman, der bewegt, ohne kitschig zu werden.

  20. Cover des Buches Wie der Soldat das Grammofon repariert (ISBN: 9783442741694)
    Saša Stanišić

    Wie der Soldat das Grammofon repariert

    (130)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Aleksandar wächst im bosnischen Visegrad auf.Früh fällt den Lehrern auf, dass er eine ausgeprägte Phantasie hat und in seinen Aufsätzen die tollsten Geschichten erzählt. Familienfeiern, Musikfeste, Kriminalfälle und vieles mehr. Als der Bürgerkrieg ausbricht verändert sich seine Welt vollkommen. Der Unterricht nimmt andere Formen an und Freunde und Familien fliehen aus dem Land. Eines Tages packt auch seine Familie die Koffer und es geht auf nach Deutschland und Aleksander nimmt seine Geschichten mit und erzählt weiter von einem Leben, dass es so oft nicht gab.  Eines der meist gelobtesten Debuts der letzten Jahre. Sasa Stanisic versteht es wunderbar eine eigentlich traurige Geschichte voll Leben, Spaß und Witz zu erzählen. 1978 geboren und schon so ein großer Schreiber.

  21. Cover des Buches PHANTOM: A Dark Retelling (ISBN: 9783987182365)
    Greer Rivers

    PHANTOM: A Dark Retelling

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Kreativiia

    Die Story folgt grundsätzlich dem Musical ,,Das Phantom der Oper" von Andrew Lloyd Webber, holt diese Geschichte aber in die Neuzeit.


    Wir befinden uns nicht in der Paris, sondern in der New French Opera in New Orleans. Hier macht Scarlett Day gerade ihren Abschluss am Bordeaux Conservatory. Den Bordeaux gehört und sie wohnen auch dort, während sie gegen die Chatelains um die Vorherrschaft in der Stadt kämpfen. Und das mysteriöseste Mitglied der Familie kämpft zusätzlich um Scarlett, welche allerdings Angst hat verrückt zu werden.


    Kleiner Disclaimer: Dieses Buch ist nichts für Leute, die beim Lesen der Beschreibung psychischer Krankheiten getriggert werden. Scarlett leidet unter einer bipolaren Störung.


    Mein Musical Fan Herz hat beim Lesen immer wieder kleine Sprünge gemacht, es war toll.

    Aber auch für Leute, die nichts mit Musical am Hut haben, ist es eine solide Dark Romance.

  22. Cover des Buches Atemnot (ISBN: 9783863960643)
    Ilsa J. Bick

    Atemnot

    (152)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina
    Jenna ist sechzehn und hat in ihrem Leben schon viel erlebt. Ihr Vater ist ein Neurotiker, ihre Mutter Alkoholikerin und ihr einziger Halt, ihr Bruder Matt, ist im Irak. Nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie beschließen ihre Eltern, sie wieder auf die Schule zu schicken. Dort lernt sie den attraktiven Chemielehrer Mitch Anderson kennen, der sofort merkt, dass auf ihr eine Last liegt und sich um sie kümmert.

    Mir fällt es noch immer schwer, dieses Buch so zu beschreiben, dass es ihm auch gerecht wird und trotzdem will ich es hiermit versuchen.
    Erstmal zum Schreibstil der Autorin. Dieser ist sehr einfach gehalten und dennoch passt er perfekt zum Buch, denn hier erzählt die Protagonistin selbst ihre Geschichte einem Kommissar namens Bob, der sie ganz am Anfang des Buches aus einer misslichen Lage befreit hat, von der man vorerst aber nicht erfährt, was geschehen ist.
    Wie man denken könnte, geht es bei der Geschichte um eine Schüler Lehrer Beziehung, die nicht sein darf. Doch weit gefehlt, denn es geht um viel mehr. In erster Linie geht es nämlich um die Gefühle einer Jugendlichen, um ihre inneren Dämonen und um das sinnbildliche Ertrinken, einer Metapher dafür, wie kaputt die Seele eines Mensch eigentlich sein kann. Dabei ist der Roman eher ruhig, ohne große Spannung, dafür aber sehr tiefgründig und melancholisch und selbst das Ende ist nicht dieses "und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage". 
    Jenna ist ein Außenseiter, was man schon am Anfang sehr schnell mitbekommt und ihr fällt es schwer, mit der Welt um sich herum klar zu kommen. Sie ist gebrochen und man merkt ihr ihre Traurigkeit an, wenn man zwischen die Zeilen sieht. Sie war mir weder sympathisch, noch unsympathisch, sondern jemand, den es eher zu verstehen gilt, als zu mögen. Mr. Anderson hingegen ist ein sehr angenehmer Charakter, den ich von Anfang an mochte. Wer hätte nicht gern einen so verständnisvollen und hilfsbereiten Lehrer!? Jennas Eltern, vor allem ihre Mutter taten mir mehr leid, als dass ich sie nicht mochte. Warum sie sich so verhalten, wie sie es tun, versteht man erst im Laufe der Geschichte und lässt noch einmal ein ganz anderes Licht auf sie fallen. Trotzdem kann und darf man ihr Verhalten nicht gut heißen.
    Alles in Allem hat Ilsa J. Bick aber alle Charaktere sehr gut geschrieben und durchdacht. Man merkt, dass sie selbst Kinder- und Jugendpsychiaterin ist, denn sie hat wirklich Ahnung von dem, was sie da schreibt.
    Ich mochte dieses Buch wirklich sehr. Nicht nur dass ich "kaputte" Charaktere und melancholische Geschichten mag, die Autorin hat es auch noch geschafft, hier beides so realistisch zu verstricken, dass es Spaß gemacht hat, diesen Roman zu lesen. Ich bin mir auch sicher, dass mir die Geschichte noch lange im Gedächtnis bleiben wird. 
  23. Cover des Buches Sara auf der Suche nach Normal (ISBN: 9783734847301)
    Wesley King

    Sara auf der Suche nach Normal

    (43)
    Aktuelle Rezension von: yoimbetti

    Da ich nur äußerst selten den Klappentext eines Buches lese, habe ich hier so etwas wie einen "gewöhnlichen Teenie-Roman" erwartet. Eine nette Geschichte über eine*n Jugendliche*n auf der Suche nach normal bzw. ihrer*seiner Individualität. Tja, so ganz unrecht hatte ich zwar nicht, aber im Zentrum des Buches steht etwas ganz anderes: Psychische Gesundheit. Sara, die Hauptfigur, hat mit ihren Krankheiten zu kämpfen - und wünscht sich nichts anderes als "normal" zu sein. 

    Die Thematik an sich hat mich damit schonmal positiv überrascht - und die Umsetzung noch mehr. Meiner Meinung nach ist dieses Buch eine Bereicherung für jede*n Leser*in - es hilft, vielerlei Dinge (besser) zu verstehen, während es auch noch eine wunderschöne Geschichte erzählt. Eine Geschichte voller Figuren, die einem gleich ans Herz wachsen. Eine Geschichte, die einen mitfiebern lässt. 

    Danke für dieses Buch <3

  24. Cover des Buches Der jüdische Patient (ISBN: 9783462047042)
    Oliver Polak

    Der jüdische Patient

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Oliver Polaks Bericht aus der Psychiatrie, vielen Dank für die Lesung im Alten Schlachthof in Lingen! Was die psychischen Leiden angeht und einem diese Krankenhäuser auch nicht ganz fremd sind,  hat man einiges wiedererkannt, so schlimm wie Oliver hatte es mich damals aber zum Glück nicht erwischt. Die Beschreibungen der Verwirrungen, Angstzustände usw. sind schon sehr treffend, mutig so was öffentlich zu machen. Und man ist natürlich nach wie vor sprachlos, mit welchen Gedanken- bzw. Taktlosigkeiten bis hin zu offenen Vorurteilen und Antisemitismen jüdische Menschen in Deutschland klarkommen müssen, wunderbar daß der Autor diese Menschen als das "Dreckspack" bezeichnet, das sie sind. Nur bei der Udo-Jürgens-Verehrung gehe ich nicht mit, auch wenn ich seine sozialkritischen Texte natürlich kenne. Toller Autor, sehr gelungenes Buch!

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