Bücher mit dem Tag "psycho"
254 Bücher
- Colleen Hoover
Verity
(2.354)Aktuelle Rezension von: Alexandra1102"Verity" von Colleen Hoover handelt von einer jungen Autorin, die damit beauftragt wird, die Romane einer anderen Künstlerin fertigzustellen. Eigentlich wollte sie ablehnen, doch der Ehemann jener Künstlerin, dessen Werke sie vollenden soll, überredet sie...
Ich habe es aus Neugier auf die Verfilmung gelesen. Die ersten 35% des Buches ca. habe ich etwas gebraucht, um hineinzukommen. Vielleicht lag das daran, dass ich auf englisch gelesen habe. Doch ab da war ich dann komplett im Flow..
Mich hat zunächst der Einstieg ein wenig verwundert. Wie kann es passieren, dass genau der Mann von Verity bei diesem blutigen Unfall dabei ist? Das lässt mich zugleich auch am Ende zweifeln, da der Zufall schon groß ist...
Mich hat die Autobiographie von ihr ziemlich mitgenommen muss ich sagen, das hätte ich nicht erwartet. Auch hats mich ab und zu gegruselt, zum Beispiel als Verity auf einmal hinter den beiden aufgetaucht ist...
Allgemein eine absolute Empfehlung.
- Sebastian Fitzek
Der Insasse
(1.754)Aktuelle Rezension von: Holla_Die_WaldfeeIch habe mittlerweile schon mehrere Bücher von Sebastian Fitzek gelesen und da war wirklich alles dabei – von absolutem Mega über „ganz gut“ bis hin zu eher enttäuschend. Der Insasse gehört für mich definitiv zu den sehr guten Büchern von ihm.
Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt. Im Mittelpunkt steht Till Berkhoff, dessen sechsjähriger Sohn Max seit einem Jahr verschwunden ist. Der mutmaßliche Täter sitzt in einer psychiatrischen Hochsicherheitsklinik und schweigt. Um endlich herauszufinden, was mit seinem Sohn passiert ist, lässt Till sich selbst als Patient einschleusen.
Das Buch beginnt spannend, und bleibt es auch durchgehend. Der Plot hat mir richtig gut gefallen und vor allem war er für mich überhaupt nicht vorhersehbar. Ich war bis kurz vor Schluss ziemlich verwirrt und hatte keine Ahnung, wie sich die ganzen Ereignisse am Ende zusammenfügen und auflösen werden.
Auch Fitzeks Schreibstil hat mich hier wieder überzeugt. Die Geschichte liest sich wunderbar flüssig und durch die kurzen Kapitel und die vielen Wendungen bin ich regelrecht durch das Buch geflogen.
Für mich definitiv eines der Fitzek-Bücher, die mir besonders gut gefallen haben. Wer Psychothriller mit viel Spannung, überraschenden Wendungen und einer Geschichte mag, bei der man bis zum Ende nicht genau weiß, was eigentlich passiert, sollte sich Der Insasse meiner Meinung nach unbedingt anschauen.
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.847)Aktuelle Rezension von: KeksTrommelEmmas Leben wird durch eine Vergewaltigung geprägt. Sie verlässt seit dem das Haus nicht mehr. Doch dann soll sie ein Paket annehmen, für einen Nachbarn, den sie nicht kennt.
Das Cover meines Buches war wie ein Paket mit aufgedruckten Sticker, den man dafür ausfüllt. Das fand ich ebenso passend für das Buch wie den Titel.
Emma ist eine Person, die man im Laufe des Buches immer weniger versteht. Sie ist sichtlich verwirrt und man kann nicht unterscheiden, wie viel Wahrheit ist und was nur in ihrem Kopf passiert.
Das Buch war sehr spannend. Es war flüssig zu lesen. Hier und da war es mir aber zu durcheinander und schwerer zu lesen. Es sind zu viele Dinge auf einmal passiert. Dazu die Verwirrtheit. Das hat es nicht leicht gemacht.
Dennoch kann ich das Buch weiter empfehlen.
- Gillian Flynn
Gone Girl - Das perfekte Opfer
(1.744)Aktuelle Rezension von: E__K__aus_HalternamSeeSo viel Vorschusslorbeeren und 600 Seiten später (ich glaube mit 390 hätte man das auch erzählen können)...na ja.
Immerhin war es nicht sooo schlecht, dass ich es weggelegt habe.
Weniger ein Thriller als vielmehr ein Psychogramm einer pathologischen Ehe.
Die viel gerühmten Plottwists sind lahmer zock.
- Sebastian Fitzek
Mimik
(904)Aktuelle Rezension von: _lenas-buecherwelt_Als Mimikresonanz-Expertin steht sie der Polizei beratend zur Seite und unterstützt bei den Ermittlungen gegen den Fischermann. Doch plötzlich wacht Hannah Herbst ohne ihre Erinnerungen auf und ein Geständnisvideo deutet darauf hin, dass sie selbst ein brutales Verbrechen begangen hat ...
Die Geschichte war wirklich spannend bis zur letzten Seite und ich habe ständig mitgegrübelt. Es ist super interessant, was die Mimik alles verraten kann. Die Geschichte steckt voller spannender Charaktere. Ganz besonders Hannah, die Stück für Stück versucht, sich zu erinnern und den Fall zu lösen. Es gibt lauter Wendungen und Überraschungen, ganz besonders am Ende. Ich habe immer mitgerätselt und mitgefiebert und lag am Ende mit meinem Verdacht gar nicht mal so arg daneben! ☺️ - Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.610)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Unbekannte haben im Internet eine Jagd-Lotterie ins Leben gerufen. Jeder kann für eine Gebühr von 10 € den Namen einer Person einreichen, der man den Tod wünscht. Am 08.08. wird dann um 20:08 Uhr ein Name ausgelost und die betreffende Person bis zum nächsten Morgen als vogelfrei erklärt. Wem es gelingt diese Person zu töten dem winkt eine Fangprämie in Höhe von 10 Mio. €. Für Ben beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod als er erfährt, dass er ausgelost worden ist. In der ebenfalls nominierten Arezu findet Ben eine Verbündete...
Meine Meinung:
Ich mag den Film „The Purge“ und habe mich daher auf dieses Buch gefreut, das ihn als Inspirationsquelle genutzt hat. Was ich toll finde ist die Tatsache, dass dem Buch zwar die gleiche Idee zugrunde liegt, aber gleichzeitig jede Menge neue Einfälle eingebracht wurden. Das Buch ist keinesfalls eine blasse Kopie des Films und punktet mit vielen überraschenden Wendungen.
Das Erzähltempo ist hoch und das Buch ist ein richtiger Pageturner in dem viel passiert, weshalb man es in kürzester Zeit gelesen hat. Man fiebert sehr mit Ben mit (und auch mit Arezu) und hofft, dass er heil davonkommt. Die Spannung wird über das ganze Buch hinweg aufrechterhalten, weil Bens Leben immer wieder in höchster Gefahr ist. Außerdem stellen sich folgende Fragen, die einem mit Interesse dabeibleiben lassen: Wer hasst Ben so sehr, dass er ihn zur Jagd-Lotterie angemeldet hat? Wer hat die Jagd-Lotterie ins Leben gerufen? Wird es gelingen den Drahtziehern der Jagd-Lotterie auf die Spur zu kommen und ihnen das Handwerk zu legen?
Sehr gut hat mir die Idee gefallen, dass der Handlungsschauplatz anders als in „The Purge“ kein von einem Unrechtsregime regiertes Land ist und sich das Geschehen nicht in der Zukunft, sondern sich stattdessen im Deutschland der Gegenwart abspielt. Das macht alles noch bedrückender und man wird dadurch zum Nachdenken angeregt.
Dieser Thriller punktet nicht „nur“ mit spannenden Entwicklungen und Action, sondern es geht nebenbei auch um ein ernstes und aktuelles Thema. Es geht darum wie schnell sich Fake News verbreiten und wie schwer sie sich eindämmen lassen. Das wird sehr eindrücklich beschrieben. Die Falschmeldung, dass die Jagd-Lotterie von der Bundesregierung genehmigt wurde wird zwar glücklicherweise nicht von allen Menschen geglaubt, aber selbst wenn statistisch betrachtet nur 5 % der Bevölkerung extrem für Fake News anfällig sind wären das in einem Land wie Deutschland immer noch vier Millionen Menschen vor denen Ben sich in Acht nehmen muss. Einmal in der Welt können Fake News ein Eigenleben entwickeln:
„Eine Lüge, ein Gerücht, die sensationelle Falschmeldung. All das verbreitete sich wie eine Epidemie, steckt die Menschen an und springt von Empfänger zu Empfänger. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Erkrankten, deren Seeleninfiziert sind, ihre Krankheit nur selten wahrnehmen. Aber der Like unter dem peinlichen Kinderfoto, mit dem der Klassennerd gemobbt wird, kann noch tödlicher sein als Ebola. Wenn auch nicht für den, der sich von dem Hass im Netz anstecken lässt. Aber für den, der die Zielscheibe ist.“ (S. 168/169)
Außerdem wird aufgezeigt wie aus einer Ansammlung von Individuen ein aggressiver Mob werden kann und auch das ist ziemlich erschreckend und stimmt nachdenklich.
Warum habe ich trotzdem nur 3 Bewertungssterne vergeben?
Leider hatte dieses Buch für mich neben den genannten Stärken auch einige entscheidende Schwächen. Ich konnte nur bedingt nachvollziehen, dass Ben am Anfang nicht direkt zur Polizei gegangen ist als er erfahren hat, dass er von der Jagd-Lotterie als Opfer ausgelost wurde. Aber das allein hätte ich noch verzeihen können, da es nun einmal die Voraussetzung für den folgenden Wettlauf auf Leben und Tod gewesen ist. Leider gab es dann im weiteren Verlauf aber noch so einige weitere Aspekte, die mich ein bisschen gestört haben und die ich nicht so ganz überzeugend fand…
Einige Dinge waren mir zu konstruiert. Bestes Beispiel ist die Auflösung des Rätsels wer denn nun eigentlich den armen Ben für die AchtNacht nominiert hatte. Das war sehr überraschend und einfallsreich, aber ich fand es nicht zu 100% glaubwürdig, dass Ben das erst zu einem so späten Zeitpunkt herausfindet. Für die, die es genauer wissen wollen (ACHTUNG SPOILER): Ben wir plötzlich von der Erinnerung eingeholt, dass er sich selbst nominiert hat, weil er Schuldgefühle bzgl. des Autounfalls hat. Daran hat er sich zuvor nicht erinnert, weil er an dem besagten Abend sehr betrunken gewesen ist und einen Filmriss hatte.
Zudem gibt es den einen oder anderen Handlungsstrang, der zwar für zusätzliche Spannung sorgt, aber zugleich auch dafür sorgt, dass die Geschichte insgesamt dann doch etwas zu überladen und übertrieben daherkommt. Die beklemmende Szene mit der Prostituierten und der Handlungsstrang rund um den Gewaltexzesse fürs Darknet filmenden Dash waren mir ein bisschen zu viel. Für mich waren das etwas zu gewollt wirkende Versuche noch mehr aufsehenerregende Szenen in die auch so schon spannende Handlung einzubauen.
Ich finde außerdem, dass es besser gewesen wäre, wenn der Autounfall, den Ben verursacht hat eine andere Ursache gehabt hätte. ACHTUNG SPOILER: Ben hat das Lenkrad verrissen, weil seine Tochter während der Fahrt von einem weiteren Mitfahrer begrapscht wurde. Da Bens Tochter später nur vage Erinnerungen an die Sekunden vor dem Unfall hat weiß sie nur noch, dass sie angefasst wurde, aber nicht mehr von wem. Deshalb verdächtigen einige Leute Ben statt des eigentlichen Täters und Ben kann seine Unschuld nicht beweisen, weil sich seine Tochter sich nicht erinnert und somit nur Bens Aussage gegen die des Täters steht. Dieses Drama war mir zu bedrückend und mir wäre es lieber gewesen, wenn man das aus dem Buch gestrichen hätte. Eine andere Unfallursache hätte ich besser gefunden. Es war einfach schrecklich wie Ben zu Unrecht verdächtigt wurde seine Tochter angefasst zu haben und keine Möglichkeit hatte die Zweifel an seiner Unschuld auszuräumen.
Vor allem aber hatte ich mit dem Ende Probleme. Es werden zwar alle offenen Fragen beantwortet, aber auch hier wirkte einiges auf mich zu konstruiert und zu erzwungen. So erfährt man beispielsweise, dass Arezu unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet, aber wie sich diese Erkrankung bei ihr zeigt war mir etwas zu klischeehaft und kam mir nur bedingt authentisch vor. Außerdem finde ich es gar nicht gut, dass Ben am Ende seinen eigenen Tod vortäuschen muss, weil die Öffentlichkeit ihn des Mordes, Totschlags und sexuellen Missbrauchs für schuldig hält. Er ist zwar unschuldig, aber er wird das nie beweisen können und will seine Tochter durch seinen vorgetäuschten Tod schützen. Seine Tochter hat aber wirklich schon genug mitgemacht und ich finde es trotz Bens guter Absicht nicht in Ordnung, dass er sie in dem Glauben lässt er sei gestorben. Zu allem Überfluss ist Ben außerdem am Ende querschnittsgelähmt. All das zusammen hat dafür gesorgt, dass ich das Ende insgesamt zu deprimierend und hoffnungslos fand. Die Ungerechtigkeit unter der Ben zu leiden hat ist einfach nur furchtbar und nicht so leicht auszuhalten. Vor allem aus diesem Grund würde ich das Buch kein zweites Mal lesen.
Fazit:
Das Buch ist ein Pageturner, den man in kürzester Zeit gelesen hat. Ich fand zwar einige Dinge etwas übertrieben und einiges war mir zu konstruiert bzw. wirkte mir etwas zu gewollt, aber ich hatte nichtsdestotrotz eine gute Zeit mit dem Buch und habe es insgesamt gerne gelesen. Aufgrund der bereits erläuterten Schwachstellen, die das Buch meiner Meinung nach hat, würde ich es aber nicht noch einmal lesen. Vor allem mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden.
Ich werde trotzdem noch anderen Büchern des Autors eine Chance geben, weil ich u. a. auch schon „Mimik“ von ihm gelesen habe und das war für mich ein 5-Sterne-Buch, das mir richtig gut gefallen hat.
- Wolfgang Herrndorf
Tschick
(3.001)Aktuelle Rezension von: ENITschick von Wolfgang Herrndorf, erschienen 2010, ist ein Jugendroman, der weit über seine eigentliche Zielgruppe hinauswirkt. Die Geschichte begleitet die beiden Jugendlichen Maik Klingenberg und Andrej „Tschick“ Tschichatschow auf einer spontanen Reise durch die deutsche Provinz und verbindet Roadmovie-Atmosphäre mit einer berührenden Erzählung über Freundschaft, Identität und das Erwachsenwerden.
Im Mittelpunkt stehen zwei Aussenseiter, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch zueinanderfinden. Was als verrückte Ferienaktion beginnt, entwickelt sich zu einem Abenteuer voller Begegnungen, Umwege und unerwarteter Erkenntnisse. Dabei erzählt Herrndorf nicht nur von jugendlicher Freiheit, sondern auch von Einsamkeit, Sehnsucht und dem Wunsch, irgendwo dazuzugehören.
Besonders beeindruckt hat mich die Sprache. Sie wirkt authentisch, lebendig und genau auf die Figuren abgestimmt, ohne jemals künstlich oder übertrieben zu erscheinen. Obwohl ich mit 45 Jahren deutlich älter bin als die Protagonisten, konnte ich mich erstaunlich gut in die beiden Jungen hineinversetzen. Gerade diese Mischung aus Leichtigkeit, Humor und leiser Melancholie hat mich sehr berührt. Vielleicht zeigt sich darin eine grosse Stärke des Romans: Er erzählt zwar von Jugendlichen, spricht aber Erfahrungen an, die viele Menschen unabhängig vom Alter nachvollziehen können.
Auch die Verfilmung hat mir gefallen. Zwar entsprachen die Darsteller nicht ganz meinen eigenen Vorstellungen der Figuren, dennoch empfand ich die Umsetzung als erstaunlich nah am Buch und seinem besonderen Ton.
Tschick ist für mich ein zeitloser Roman über Freundschaft, Freiheit und das Gefühl, seinen eigenen Weg zu suchen. Schade, dass Wolfgang Herrndorf so früh verstorben ist – von diesem Autor hätte ich sehr gerne noch weitere Bücher gelesen.
- Sebastian Fitzek
Der Heimweg
(1.325)Aktuelle Rezension von: SindyBr„Der Heimweg“ von Sebastian Fitzek ist ein wahrer Psychothriller mit einer grausamen Thematik, die echter nicht sein könnte.
Viele Frauen haben Angst, sich alleine im Dunkeln durch die Straßen zu begeben. Umso dankbarer kann man sein, dass sich Freiwillige melden, um das „Begleittelefon“ zu ermöglichen. Eine Telefonnummer, die Frauen durch die Straßen begleitet, bis sie sicher zu Hause angekommen sind.
Das Gleiche möchte auch Klara. Sie ruft die Nummer an und hat Jules am Apparat. Doch dass ihr Alptraum keine dunkle Straße ist, offenbart sich ihr erst im Laufe der Nacht.
Der Einstieg in diesen Psychothriller ist mir unglaublich leicht gefallen. Sebastian Fitzek hat eine so angenehm leichte und flüssige Schreibweise, die es einem ermöglicht, nur so durch die Seiten zu fliegen. Was er ebenfalls meisterhaft hinbekommen hat, ist diese unglaublich spannende und erdrückende Atmosphäre gleich in den ersten Zeilen.
Die Kapitel sind immer abwechselnd aus Jules’ bzw. Klaras Sicht geschrieben und enden gefühlt jedes Mal mit einem Cliffhanger, sodass man das nächste Kapitel nur noch lesen möchte, um endlich eine Auflösung zu bekommen.
Wofür der Autor bekannt ist, ist sein Verwirrspiel, und auch mir erging es in „Der Heimweg“ nicht anders. Von Kapitel zu Kapitel war ich verwirrter und wusste zwischendurch nicht mehr, was Wahrheit und was Fiktion ist. So viele grausame und brutale Szenen, wie mich mitunter erwartet hatten, konnten doch nicht Wirklichkeit sein.
Und doch … das, was Klara erlebt, ist grausame Realität in Deutschland.
Man kann sich jetzt über die Auflösung streiten, mir persönlich hat sie sehr gut gefallen. Und auch wenn es teilweise unrealistisch ist, wurden sämtliche Handlungsstränge aufgeklärt.
Ich kann für „Der Heimweg“ nur eine Empfehlung aussprechen. Wer auf der Suche nach einem Psychothriller ist, in dem ein Twist den nächsten jagt und der auch vor grausamen Szenen nicht zurückschreckt, für den ist dieser Thriller auf jeden Fall geeignet.
- Sebastian Fitzek
Der Seelenbrecher
(3.453)Aktuelle Rezension von: bookxn_bellyDer Einstieg in „Der Seelenbrecher“ hat mich tatsächlich positiv überrascht. Obwohl mich das Cover zunächst überhaupt nicht angesprochen hat, war ich von Beginn an gefesselt. Die Geschichte startet stark, rasant und mit einer Atmosphäre, die definitiv neugierig auf mehr macht.
Leider konnte das Buch dieses Tempo für mich nicht halten. Nach dem gelungenen Einstieg verlor sich die Geschichte für mich zunehmend und wurde immer langwieriger. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass kaum noch etwas passiert und die Handlung einfach nicht mehr vorankommt. Die Spannung, die am Anfang noch vorhanden war, ging für mich größtenteils verloren. Erst gegen Ende wurde es wieder spannender und interessanter. Für meinen Geschmack allerdings deutlich zu spät.
Auch mit den Charakteren bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Ich konnte zu keiner der Figuren wirklich einen Zugang finden, da sie für mich eher oberflächlich geblieben sind. Dadurch konnte mich ihr Schicksal leider auch nicht wirklich mitreißen oder emotional abholen.
Hinzu kam, dass mir die Handlung an einigen Stellen zu konstruiert und wenig realistisch erschien. Das ist natürlich Geschmackssache, aber mir persönlich ist eine gewisse Realitätsnähe doch recht wichtig, um mich vollkommen auf eine Geschichte einlassen zu können.
„Der Seelenbrecher“ ist mittlerweile mein drittes Buch von Sebastian Fitzek. Da seine Bücher von so vielen Leserinnen und Lesern begeistert empfohlen werden, wollte ich dem Autor definitiv noch eine Chance geben. Leider konnte mich aber auch dieses Buch nicht wirklich überzeugen. Ich denke ich sollte nun besser die Finger von seinen Büchern lassen, da sie offensichtlich nicht meinem Geschmack entsprechen.
- Stephen King
Shining
(1.751)Aktuelle Rezension von: HarryPIch bin ein King-Fan und halte viele seiner Bücher für das non-plus-ultra im Horror. Shining ist eines seiner berühmtesten Werke. Doch ich finde nicht, dass es einer seiner gruseligsten ist. Das Hotel bietet Vieles, was das Horrorherz begehrt. Einsamkeit, verlassene Keller, Flur und Säle. Und obwohl die Atmosphäre bisweilen beklemmend ist, reicht es bei mir doch nicht für die Gänsehaut. Eine gruselige Szene macht das nicht wett. Ich hab das Buch gerne gelesen, war letztlich aber auch wein wenig enttäuscht.
- Sebastian Fitzek
Flugangst 7A
(1.430)Aktuelle Rezension von: Hari_T_Sebastian Fitzek wird seinem Ruf als Großmeister des Psychothrillers mit Flugangst 7A mehr als gerecht. Der Roman besticht durch einen hervorragenden dramaturgischen Aufbau und hält das Spannungsniveau durchgehend auf höchstem Niveau. Die unvorhersehbaren Plot-Twists greifen perfekt ineinander. Zwar grenzen einige Passagen für meinen persönlichen Geschmack an das Quälende und Brutale, was nicht jedermanns Sache sein dürfte, doch das tut dem hervorragenden Gesamteindruck kaum Abbruch. Ein durchweg fesselndes Leseerlebnis.
- Ursula Poznanski
Saeculum
(1.953)Aktuelle Rezension von: RattusExlibricusKategorie: Thriller | Mitraten | Kammerspiel
Besonderheit: Ich nehme das Buch seit Jahren immer mal wieder zur Hand, wenn ich „leichtere“ Unterhaltung suche. Und obwohl ich die Auflösung auswendig kenne, nimmt mich die angenehme Spannung jedes Mal wieder mit.
Worum dreht sich die Handlung?: Bastian ist Medizinstudent und sollte eigentlich dringend auf die Prüfungen lernen. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – lässt er sich von seiner brandneuen Freundin überreden, mit ihr und ihren Mittelalterfreunden einen Convention im Wald mitzumachen. Sogar eine ganz exklusive, bei der die Plätze begehrt und rar sind. Was als interessante und auch spaßige Erfahrung beginnt, schlägt schnell in bitteren Ernst um: Die Verbindung zur Außenwelt reißt ab, Leute verschwinden und mehr als eine Person scheint etwas zu verbergen zu haben. Wer hat es auf die Gruppe abgesehen und inszeniert perfide einen wiedererwachenden Fluch? Und wie lange dauert es, bis die ersten daran glauben und sich blind manipulieren lassen?
Große Themen im Hintergrund: Gruppendynamik in Extremsituationen, Manipulierbarkeit, Rache
Teilbewertung (Legende *= hat mich nicht überzeugt, **= ausbaufähig, ***=solide/gut zu lesen, ****= sehr gut/klare Empfehlung, *****= exzellent/schwer zu erreichen):
- Handlung ***
Die Handlung ist abwechslungsreich und hält Überraschungen bereit. Die Schilderungen sind greifbar und spannend dargelegt, das Setting ist ungewöhnlich. Allein vom ursprünglichen Spiel (bevor es schiefgeht) zu lesen hat schon einen gewissen Unterhaltungswert. Sagen- und Horrorelemente werden gut eingeflochten, es wirkt selten zu dick aufgetragen und wenn, wird das innerhalb der Handlung auch hinterfragt. Die Spannung entsteht durch die beklemmende soziale Situation, der Kontrollverlust und Unberechenbarkeit der Gruppe und nicht durch billige Effekte oder Gewalt. Das ist (leider) bei Büchern für diese Zielgruppe fast schon ungewöhnlich und toll umgesetzt. Die Schilderungen erzeugen gekonnt Spannung, die Motive sind unverbraucht und die Auflösung schlüssig. Viel Handlung entsteht durch Interaktion der Charaktere miteinander, es gibt aber auch externe Ereignisgeber.
Die Endauflösung macht es sich vielleicht etwas einfach, bildet aber einen guten Abschluss zum Buch. Schön ist auch, dass es kein reines Happy End gibt, das wäre beim phasenweise doch recht misathropischen Grundtenor unrealistisch.
- Aufbau ****
Der Aufbau läuft klar auf das Finale zu, nach einer Einleitung, die genug Zeit erhält, um das Setting auf sich wirken zu lassen, verdichten sich die Ereignisse schnell. Die Auflösung ist gut gemacht und die Hinweise werden zur richtigen Zeit gegeben. Spannungskonstruktion funktioniert hier sehr gut. Kleine Hinweise sind gekonnt über das ganze Buch eingestreut, so dass man eine Chance bekommt, mitzuraten.
- Charakterzeichnung **°
Leider der schwächste Punkt. Die Charaktere stellen oft ganz klar Klischees dar und einige bleiben sehr blass. Die wenigen Hauptcharaktere kommen besser weg, tappen aber auch hin und wieder in die Klischeekiste. Allerdings muss man dem Buch zu Gute halten, dass diese Klischees immerhin lebendig, konsequent im Verhalten und anschaulich geschildert werden, so dass man sie der Geschichte gut abkauft. Und gerade von der Interaktion dieser simpel gehaltenen Typen lebt das Kammerspiel – es hat also auch sein gutes. Und versprochen- einige Charaktere werden euch doch überraschen! Ein bisschen mehr Ambivalenz an der ein- oder anderen Stelle, gerade bei Nebencharakteren, wäre wahrscheinlich trotzdem drin gewesen. Beim ersten Mal lesen fiel es mir noch nicht so stark auf, aber die Charaktere altern mit mehrmaligem lesen nicht unbedingt super.
- Sprache und Stil ***
Die Sprache ist klar, spannend und erzeugt Stimmung – genau richtig für einen Thriller. Natürlich kann man da kein sprachliches Meisterwerk erwarten, aber es ist schon ein bisschen mehr vorhanden als unbedingt nötig – nicht nur Spannung und Stimmung, sondern auch schöne Szenerien werden mit einer hohen Anschaulichkeit geschildert, Sprachverwendung und Wortschatz sind für einen Thriller sehr gut.
- Zielgruppe(n)
Breite Zielgruppe. Menschen, die einen ungewöhnlichen Thriller mit Kammerspielflair und mystischer Atmosphäre suchen, der doch klar auf dem Boden der Realität bleibt. Das soziale Feld schafft hier die Beklemmung, nicht Gruselelemente – darauf muss man sich einlassen wollen. Das führt dazu, dass es zwischendrin vom Erzähltempo her auch mal ruhiger wird – vielleicht ein Stolperstein für klassische „Thrillerleser“. Vielleicht zu sehen als eine Mischung aus Jugendthriller, Kammerspiel und psychologischem Experiment (in dieser Reihenfolge).
- Fazit ***
Ich lese das Buch trotz kleiner Schwächen in der Charakterzeichnung immer wieder gern zwischendurch, und das, obwohl ich die Auflösung kenne. Mir gefällt die Szenenzeichnung und die Art der Konstruktion. Das Buch bewegt sich ein bisschen zwischen den Genres, primär würde ich es als Kammerspiel-Jugendthriller bezeichnen. Das Setting ist unterhaltsam zu lesen und die Geschichte spannend erzählt. Trotzdem liest sich das Buch leicht und angenehm, ohne ins banale abzurutschen.
- Sebastian Fitzek
Playlist
(829)Aktuelle Rezension von: SeleAls großer Fan von Sebastian Fitzek sind genau solche Ideen der Grund, warum ich seine Bücher so gerne lese. Das Konzept mit der wirklich existierenden Playlist zum Buch fand ich unglaublich kreativ. Dadurch war es für mich nicht einfach nur ein Buch, sondern ein richtiges Erlebnis. Die Musik hat die Geschichte noch einmal auf eine ganz besondere Art lebendig gemacht. 🎧📖
- Sebastian Fitzek
Der Nachtwandler
(2.374)Aktuelle Rezension von: Booklover3245565456Der Nachtwandler war ein Buch, das mich vollkommen überzeugt hat. Die psychologische Sichtweise hinter Gewalt ist ein Thema, das mich sehr interessiert. Es geht in dem Buch um einen Mann, der schon als Kind massive Schlafstörungen hatte. Als er eines Tages seine Frau verprügelt und verängstigt bei einer scheinbaren Flucht vor ihm beobachtet vermutet er, im Schlaf gewalttätig geworden zu sein. Kann er sich selbst und seiner Erinnerung noch glauben, wenn er Beweise sieht, die zeigen was er getan hat?
- Sebastian Fitzek
Amokspiel
(2.330)Aktuelle Rezension von: jacky_reads_4,5/5
Das war jetzt mein drittes Buch von Fitzek und für mich das beste bisher.Das Setting mit dem Radiosender und die ganze Geschichte drum herum fand ich Mega spannend.
Auch hier habe ich mich wieder die ganze Zeit gefragt was denn nur wahr ist und was nicht. Fitzek schafft es immer wieder seine Leser mehr als nur zu verwirren. Man zweifelt schon fast an sich selbst.
Kaum denkt man man hat ein Puzzleteil gefunden und ist näher an der Wahrheit dran, wird man wieder eines besseren belehrt.
Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen weil ich wissen musste wie es weitergeht und kaum habe ich weitergelesen kam auch schon die nächste Wendung.
Das war defintiv nicht mein letzter Fitzek und ich kann Amokspiel nur empfehlen.
- Sebastian Fitzek
Splitter
(2.338)Aktuelle Rezension von: FrauFehrmiSplitter war für mich wieder eines dieser Bücher, die mir gezeigt haben, weshalb ich Sebastian Fitzek als Autor so faszinierend finde. Nicht unbedingt, weil mich seine Geschichten atmosphärisch vollkommen einnehmen, sondern weil er es schafft, mich mit einer Handlung so sehr zu verunsichern, dass ich irgendwann selbst nicht mehr weiß, was überhaupt noch möglich ist.
Gerade die Atmosphäre ist für mich einer der wenigen Punkte, an denen Splitter etwas hinter meinen Erwartungen zurückbleibt. Die Orte und Situationen wurden für mein Empfinden nicht so greifbar, dass ich das Gefühl hatte, wirklich Teil dieser Welt zu sein. Mir fehlten manchmal genau jene Details, durch die eine Umgebung im Kopf lebendig wird. Dadurch blieb ich emotional eher auf Abstand und beobachtete die Geschichte von außen.
Der Spannung hat das allerdings nicht geschadet.
Was mich an Splitter besonders gefesselt hat, war vielmehr die zunehmende Gewissheit, dass sich all das eigentlich gar nicht mehr rational erklären lassen kann. Je weiter die Geschichte voranschritt, desto weniger glaubte ich daran, irgendwann noch eine nachvollziehbare Antwort zu bekommen. Und erstaunlicherweise wollte ich sie irgendwann nicht einmal mehr unbedingt. Dieser Schwebezustand, in dem nichts mehr eindeutig und beinahe jede Erklärung denkbar schien, hatte für mich einen ganz eigenen Reiz.
Irgendwann habe ich deshalb auch aufgehört, selbst nach einer Lösung zu suchen. Ich wollte mich einfach von der Geschichte tragen lassen – und genau das hat hervorragend funktioniert. Die Seiten flogen dahin, während ich immer tiefer in dieses Geflecht aus Wahrnehmung, Erinnerung und Zweifel geriet.
Die spätere Auflösung lässt sich durchaus schlüssig zusammensetzen, auch wenn einzelne Aspekte für mich aus einer Richtung kamen, die ich vorher kaum hätte erahnen können. Gleichzeitig bleibt nicht jedes Detail vollkommen ausgeleuchtet. Ein oder zwei kleine Fragezeichen begleiten mich noch immer – und überraschenderweise gefällt mir genau das. Nicht jede Unklarheit muss beseitigt werden. Manchmal macht gerade ein kleiner Rest an Ungewissheit eine Geschichte im Nachhinein noch interessanter.
Besonders stark fand ich außerdem die Themen, die Fitzek mit seiner Handlung verbindet. Erinnerung, Trauma, Hochsensibilität und die Frage, wie weit ein Mensch gehen darf, wenn er davon überzeugt ist, im Interesse eines anderen zu handeln. Vor allem der Gedanke, ob man eine traumatische Erinnerung tatsächlich auslöschen wollen würde, beschäftigt mich noch immer. Was bleibt von einem Menschen, wenn man einen Teil seiner Vergangenheit entfernt? Und kann ein vermeintlich guter Zweck tatsächlich jedes Mittel rechtfertigen?
Genau solche Fragen geben einem Thriller für mich noch einmal eine zusätzliche Ebene. Die Geschichte endet, aber bestimmte Gedanken bleiben bestehen.
Auch die Figuren waren für mich insgesamt gut zugänglich, obwohl ich zu keiner von ihnen eine besonders intensive emotionale Bindung aufgebaut habe. Manche Personen lösten bei mir von Beginn an ein merkwürdiges Gefühl aus, anderen begegnete ich mit deutlichem Misstrauen. Gerade weil ich mir meiner Einschätzungen nie vollkommen sicher sein konnte, passte auch das sehr gut zu dieser Geschichte, in der Wahrnehmung ohnehin ständig infrage gestellt wird.
Ein besonderes Highlight sind für mich außerdem Fitzeks kleine interaktive Ideen. Wenn innerhalb des Buches plötzlich Elemente auftauchen, die wie ein tatsächlicher Bestandteil der Geschichte wirken, begeistert mich das sofort. Solche Details verändern für mich das Leseerlebnis, weil die Grenze zwischen Buch und Leser für einen kurzen Moment durchbrochen wird. Ich empfinde das als unglaublich kreativ und wünschte, viel mehr Bücher würden mit solchen Möglichkeiten spielen.
Auf einige der actionreicheren Szenen hätte ich hingegen verzichten können. Für mich entsteht die größte Spannung in Splitter ohnehin aus der psychologischen Verunsicherung. Zusätzliche Verfolgungsjagden oder ähnliche Momente braucht eine Geschichte wie diese deshalb gar nicht zwingend. Wirklich gestört haben sie mich allerdings auch nicht.
Splitter hat mich letztlich nicht durch eine besonders intensive Atmosphäre oder eine starke emotionale Bindung an seine Figuren überzeugt. Stattdessen hat mich das Buch auf einer ganz anderen Ebene gefesselt: durch die permanente Unsicherheit darüber, was real ist, was möglich sein kann und ob sich dieses scheinbare Chaos überhaupt noch ordnen lässt.
Und genau darin lag für mich die große Stärke dieser Geschichte.
- Vincent Kliesch
Auris
(808)Aktuelle Rezension von: Thess12345Inhalt:
In Auris begleitet man die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, die sich auf Fälle spezialisiert hat, bei denen es um mögliche Justizirrtümer geht. Als sie auf den Fall des verurteilten Phonetikers Matthias Hegel stößt, wird sie sofort misstrauisch.
Hegel, der aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten selbst kleinste Nuancen in Stimmen und Geräuschen analysieren kann, sitzt wegen Mordes im Gefängnis, obwohl vieles darauf hindeutet, dass mehr hinter dem Fall steckt.
Während Jula beginnt, tiefer zu recherchieren, gerät sie immer weiter in ein Netz aus Geheimnissen, Gefahren und Ungereimtheiten. Dabei wird schnell klar, dass dieser Fall weit größer ist, als er zunächst scheint.
Eigene Meinung:
Die Grundidee des Buches hat mich sofort begeistert. Das Thema rund um forensische Phonetik ist unglaublich spannend und für mich etwas Neues gewesen. Ich fand es faszinierend, was man allein durch Stimmen, Sprachmuster oder Hintergrundgeräusche alles herausfinden kann. Genau dieser Aspekt hebt das Buch für mich von vielen anderen Thrillern ab.
Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass dieser Bereich noch etwas stärker im Fokus steht. Die Ansätze waren sehr interessant, aber an manchen Stellen hätte ich gerne noch mehr Einblicke in diese besondere Fähigkeit bekommen.
Der Fall selbst war durchgehend spannend aufgebaut und hat mich zum Miträtseln eingeladen. Ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt und habe das Buch wirklich schnell durchgelesen.
Jula fand ich als Protagonistin sehr gelungen. Sie ist sympathisch, mutig und bringt durch ihre Vergangenheit eine emotionale Tiefe mit. Ihr Weg zur True-Crime-Podcasterin und ihre Motivation fand ich nachvollziehbar. Besonders spannend fand ich, wie ihr persönliches Schicksal immer wieder mitschwingt.
Auch die Dynamik zwischen ihr und Matthias Hegel hat mir gut gefallen. Hegel bleibt lange rätselhaft und sorgt dafür, dass man sich ständig fragt, was wirklich hinter ihm steckt.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, die Kapitel sind kurz gehalten und sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Gerade die vielen kleinen Cliffhanger am Kapitelende tragen dazu bei, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Das Ende hat viele Fragen offen gelassen und sorgt definitiv dafür, dass man direkt zum nächsten Band greifen möchte.
Fazit:
Ein spannender Thriller mit einer außergewöhnlichen und sehr interessanten Thematik, die definitiv im Gedächtnis bleibt. Auch wenn mir stellenweise noch das gewisse Etwas und etwas mehr Tiefe im Bereich der Phonetik gefehlt haben, konnte mich die Geschichte gut unterhalten. Das offene Ende sorgt für große Neugier auf die Fortsetzung.
- Freida McFadden
Wenn sie wüsste
(1.259)Aktuelle Rezension von: FalkenflugIch habe das Buch von einer Freundin empfohlen bekommen. Erst dachte ich, okay, klingt gut, doch es plätschert vor sich hin. Dann allerdings nimmt der Thriller Fahrt auf. Milly, die als Hausmädchen angestellt wird, bemerkt ziemlich schnell, dass etwas nicht stimmt. Sie hat immer wieder ein komisches Bauchgefühl, wegen bestimmten Situationen. Erst denkt sie dass die Hausdame verrückt ist, immerhin schickaniert sie "Nina" von oben herab und verhält sich völlig merkwürdig. Erst später erkennt Milly, dass es sich anders verhält als sie glaube. Wenn sie halt wüsste... das ist der Titel, der hiermit auch Anklang findet.
Ein wirklich spannendes Buch! Lesenwert. Es bekommt bei mir alle 5 Sterne. - Romy Hausmann
Liebes Kind
(1.135)Aktuelle Rezension von: HarukiDas Buch "Liebes Kind" von Romy Hausmann stand lange in meinem Regal. Jetzt, nachdem ich es beendet habe, frage ich mich allerdings, warum ich es nicht schon früher gelesen habe.
Für mich war schon der Einstieg in das Buch außergewöhnlich: Es beginnt nämlich quasi am Ende der Geschichte. Man startet bei einer gelungenen Flucht und einem sich anschließenden Krankenhausaufenthalt. Im Verlauf des Buch erfährt man dann erst, was eigentlich im Vorfeld geschehen ist und warum es überhaupt zu dieser Flucht kam. Genau das hat mich sehr gefesselt. Ich wollte unbedingt herausfinden, wie es zu alledem gekommen ist.
Daneben hat mir die Erzählform aus verschiedenen Blickwinkeln sehr gut gefallen. Das hat ein allumfassendes Bild über die Geschehnisse ergeben. Die einzelnen Protagonisten - so empfand ich - waren sehr individuell dargestellt. Vor allem die Figur der Hannah hat mich hierbei beeindruckt. Ihre Erzählungen waren sehr intensiv, teilweise sogar verstörend.
Die Spannung war auf jeden Fall über das ganze Buch konstant hoch, wobei ich mich für das Ende doch etwas mehr erhofft hatte. Zwar muss ich gestehen, dass ich mit dem Täter überhaupt nicht gerechnet habe, jedoch wirkte die Auflösung im Vergleich zum starken Spannungsaufbau etwas zu flach. Mir hat am Ende einfach der große Wow-Effekt gefehlt.
Trotz dieses kleinen Kritikpunkts ist "Liebes Kind" für mich ein absolut lesenswerter Thriller, den ich definitiv weiterempfehlen kann.
- Cody McFadyen
Der Menschenmacher
(1.166)Aktuelle Rezension von: Phillippe_QuinterDer Menschenmacher wurde mir in unzähligen Foren empfohlen und gilt für viele als einer der härtesten Thriller von Cody McFadyen. Als grosser Fan des Autors waren meine Erwartungen entsprechend hoch vielleicht sogar etwas zu hoch.
Eines vorweg: Cody McFadyen beweist auch hier wieder sein aussergewöhnliches Talent. Die Atmosphäre ist düster, die Szenen sind eindringlich beschrieben und die Charaktere wirken glaubwürdig und vielschichtig. Die Geschichte ist brutal, emotional und nichts für schwache Nerven.
Trotzdem konnte mich das Buch nicht vollständig abholen. Die Spannung ist zwar durchgehend hoch und der Schreibstil gewohnt fesselnd, doch die Handlung selbst konnte mich nicht so mitreissen, wie ich es erwartet hatte. Immer wieder gab es Momente, in denen ich etwas gezögert habe weiterzulesen nicht wegen der Härte der Geschichte, sondern weil mich der Plot emotional nicht vollständig packen konnte.
Vielleicht lag es an meinen hohen Erwartungen, vielleicht auch daran, dass mich die Geschichte persönlich weniger angesprochen hat als andere Werke des Autors. Schlecht ist das Buch deshalb keineswegs im Gegenteil. Wer intensive, psychologisch fordernde Thriller mit schonungsloser Brutalität mag, wird hier wahrscheinlich genau das finden, was er sucht.
Für mich bleibt Der Menschenmacher ein guter Thriller mit vielen starken Momenten, aber eben kein persönliches Highlight. Deshalb vergebe ich 4 von 5 Sternen.
- Max Rhode
Die Blutschule
(1.040)Aktuelle Rezension von: InisDie Blutschule von Max Rhode hat mir von Anfang an richtig gut gefallen. Besonders die Beschreibung der Blutschule fand ich sehr gelungen. Ich konnte mir die Szenen dadurch wirklich gut bildlich vorstellen.
Teilweise war die Geschichte ziemlich derb und auch eklig, aber genau das gehört für mich bei einem guten Thriller einfach dazu. Die düstere und brutale Atmosphäre hat für mich deshalb gut zur Geschichte gepasst.
Besonders gut gefallen hat mir das Ende. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und gerade diese Wendung hat mich noch einmal richtig überrascht. Das hat für mich einen großen Teil des Reizes der Geschichte ausgemacht.
Insgesamt war Die Blutschule für mich ein spannender und teilweise ziemlich harter Thriller, der mich gut unterhalten hat.
Jetzt bin ich natürlich gespannt auf das Joshua-Profil und freue mich darauf, zu erfahren, wie es weitergeht.
- Simon Beckett
Der Hof
(700)Aktuelle Rezension von: Julia_TaubDas Buch war so spannend das meine Fragen die sich im laufe der Geschichte aufgekommen sind, erst auf der letzten Seite komplett beantwortet wurde. Das finde ich an einem Thriller richtig gut, das dadurch die Spannung aufrecht erhalten wird und ich mir einen Teil der Geschichte erst im Kopf zusammenstellen kann und am Ende herauszufinden ob es stimmt oder komplett was anderes ist. Der Schreibstil ist unglaublich gut gehalten worden, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
- Arno Strobel
Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
(1.149)Aktuelle Rezension von: Lynn11IT Freaks und deren Manager treffen sich für eine Handy freie Woche in den Bergen. Ihr Hotel ist in der Renovation und sie werden komplett eingeschneit. Abgeschnitten von der Welt, geschehen innerhalb der Gruppe, unheimliche Morde. Es könnte jeder sein!
Fazit: die Idee für diesen Thriller ist gut. Beim Lesen verdächtigt man praktisch jeden Protagonisten. Allerdings läuft Arno Strobel immer wieder in die Gefahr, in eine gewisse langatmige Repetition zu verfallen. Ich fand, dass sich die Gruppe zu oft versammelte um über den potentiellen Mörder nachzudenken. Der-/die Täter sind etwas unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen. Ein echter Psychopath könnte sich nicht so lange in einer Gruppe unauffällig tarnen.
- S.J. Watson
Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
(1.668)Aktuelle Rezension von: Kim_x_berlyInsgesamt hat mir die Story gut gefallen. Man findet sich gut in die Geschichte ein und schafft es schnell mit der Protagonisten mit zu fühlen, weil man mit ihr zusammen im Dunklen tappt. Sogar die Selbstzweifel der Protagonisten übertragen sich auf den Leser, sodass man seine ursprünglichen Annahmen häufig hinterfragt, obwohl man sich sicher ist, dass man weiß, was richtig ist. Leider ist das Buch im Mittelteil etwas zäh, weil sich die Situation, dem Setting geschuldet, sehr ähneln. Daher nur vier von fünf Sternen. Dennoch bringt dieses Buch ordentlich Spannung und eine gute Story mit. Durch die überschaubare Seitenanzahl, kann man auch über den teilweise etwas zähen Mittelteil hinweg sehen. Wer klassische Thriller mag, ist bei diesem Buch richtig.























