Bücher mit dem Tag "psychogramm"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "psychogramm" gekennzeichnet haben.

145 Bücher

  1. Cover des Buches Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken (ISBN: 9783548287553)
    Jenny Milchman

    Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken

     (198)
    Aktuelle Rezension von: Prinzesschn

    Sandra alias Sandy scheint ein perfektes Leben zu haben. Ein Traumhaus mitten in der Natur. Einen Mann, der sie auf Händen trägt. Eine 15-jährige Tochter, ihr großes Glück. Bis aus dem Traum ein Alptraum wird: Zwei Fremde dringen in ihr Haus ein, schlagen ihren Mann brutal nieder und nehmen Mutter und Tochter als Geiseln. Draußen tobt ein Sturm. Es gibt keinen Ausweg. Schon gar nicht für Sandra. Denn sie kennt einen der Männer — und wollte ihn um jeden Preis vergessen.

    Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven und auf mehreren Zeitebenen geschrieben. An sich eine gute Sache, um einen allumfassenderen Blick für die Ereignisse, Hintergründe und vor allem Zusammenhänge zu bekommen. Nach und nach werden die einzelnen Erzählfäden zusammengewoben und bilden am Ende ein vollständiges Bild.
    Was mir leider gar nicht gefallen hat, war die Perspektive des Hundes, da diese für mich die komplette Spannung und Seriosität genommen hat. Schade.

    Die Charaktere waren so weit wie nötig beschrieben, um Einblicke in ihre Gefühlswelt zu bekommen und Handlungen nachvollziehbarer zu machen.
    Was mir jedoch total fehlte: Der Punkt, an dem Sandra verstand, um wen es sich bei einem der Männer handelt. Die Fäden wurden nach und nach zu einem Strang genommen, jedoch fehlte jeglicher Aha-Moment bei ihrem Charakter. Von einer auf die andere Seite wurde es als Fakt hingenommen, wer der Peiniger ist, was für mich absolut nicht nachvollziehbar war.

    An sich eine gute Idee, jedoch konnte mich die Geschichte leider nicht wirklich umhauen. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass sich dieser einzelne Tag über knapp über 300 Seiten zog oder ob einfach die Würze bzw. die Spannung fehlte. Ich konnt einfach nicht warm werden.

  2. Cover des Buches Insomnia (ISBN: 9783499268571)
    Jilliane Hoffman

    Insomnia

     (326)
    Aktuelle Rezension von: Emili

                                                                                                                                      

    Die Idee zu dem Roman fand ich sehr interessant. Es handelt sich um ein Fehler in dem Teenageralter einer Protagonistin, der nicht wieder gutzumachen ist und das ganze bisherige Leben ändert. Auf dieser Idee der Erzählung basiert das folgende Geschehen. Wie gesagt, von der Idee her spannend.  

    Das erste Teil fand ich auch fesselnd. Das zweite zieht sich ein wenig, auch die Spannung bleibt hier gleichbleibend, ohne nennenswerten Höhepunkten, obwohl gerade in diesem Teil hätte man einiges herausholen können. Dem Ende zu, gibt es noch ein paar interessanten Wendungen, die die Geschichte, finde ich, ansprechender machen.

    Die Geschichte selbst hat mich wenig überzeugt, wenn es mein erster Thriller wäre, wäre die Bewertung wahrscheinlich höher ausgefallen, da ich aber inzwischen viele zum Vergleich habe, schwächelt dieses Szenario.   Dennoch lässt sich das Buch nicht schlecht lesen und bietet eine durchschnittliche Unterhaltung.

    Was ich großartig finde, ist das Cover

                                                                                                                                  

  3. Cover des Buches Wenn du mich tötest (ISBN: 9783426305126)
    Karen Winter

    Wenn du mich tötest

     (115)
    Aktuelle Rezension von: UlrikesBuecherschrank

    Detective Sergeant John Mills soll in der Sandwood Bay das an der schottischen Westküste liegt , die verschwunde Touristin Laura Tahn suchen . Ihr Mann Julian hat sie als vermisst gemeldet . Warum ist sie nicht mehr vom Wasserholen ans Zelt zurückgekehrt ? Warum hat Laura ihr Handy im Zelt zurückgelassen , verborgen zwischen der Kleidung ? Und was hatte es mit dem Streit bei einer Bootsfahrt auf sich kurz bevor sie verschwand ? Fragen , die sich John Mills stellen während er ermittelt . Diese werfen immer neue Fragen auf die bis in Julian's  Vergangenheit gehen ...

    Die einzelnen Kapitel berichten aus Sicht der verschiedenen Charaktere . Dabei ist besonders Julian komplex und schwer zu durchschauen . Die Protagonisten passen hervorragend zu dieser Story  und sind vortrefflich beschrieben . Der Spannungsbogen ist so wie er sein sollte : Je mehr ich las umso aufregender wurde der Thriller . Der Schreib - und Erzählstil ist bildhaft , dicht und flüssig geschrieben . 

    Fazit : Die Autorin beschreibt bildhaft die schottische Natur was mir besonders gut gefiel . Da passt die Landkarte auf der Innenseite des Covers dazu . So konnte ich mir auch gleich einen Überblick über das Land machen . Die Kapitel sind recht kurz gehalten und so aufgebaut dass ich immer weiterlesen musste . Der Thriller fängt harmlos an aber Seite für Seite steigt die Spannung . Je weiter ich las umso mehr Fragen bauten sich auf und sie hatten sich durch das ganze Buch gezogen . Das Ende hat mich überrascht aber es konnte mich nicht so ganz überzeugen . Es ist ein spannender Thriller in dem Stück für Stück das Rätsel gelöst wird . Ich finde es ist ein guter Thriller der einige unvorgesehene Wendungen und zudem noch hervorragende Charaktere besitzt .

  4. Cover des Buches Falsche Schwestern (ISBN: 9783841402257)
    Cat Clarke

    Falsche Schwestern

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Klappentext: „Vor 13 Jahren verschwand meine Schwester. Jetzt ist sie wieder da. Nichts ist, wie es war.“

    Der Roman erinnert an die Entführung von Natascha Kampusch, die jahrelang in einem Kellerloch versteckt und vom Entführer missbraucht wurde.


    Diese Geschichte spielt jedoch in England. Sie ist hervorragend aus der Sicht der jüngeren Schwester erzählt, die sich nicht an die Entführte erinnert und ihre Eltern jahrelang vor Kummer über den Verlust leiden sah. Plötzlich taucht die Vermisste wieder auf und alles dreht sich wieder nur um sie.

    Das Ende gefiel mir nicht so gut, doch es passt, ist schlüssig und macht die Geschichte noch spannender, als sie ohnehin schon ist.


    Mir gefiel der Schreibstil der Autorin so gut, dass ich ein weiteres Buch von ihr lesen werde.

  5. Cover des Buches Die Elemente des Todes (ISBN: 9783426523131)
    Axel Petermann

    Die Elemente des Todes

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt denn da hat der ehemalige Ermittler Axel Petermann mitgewirkt und ich finde das verspricht Spannung.

    So habe ich mit dem Lesen begonnen und festgestellt das meine Ansprüche komplett erfüllt wurden.

    Denn ich hatte ein paar Bedenken dass es mehr ein Sachbuch als wie ein Roman geschrieben ist. Aber eben diese Bedenken konnte ich getrost vergessen, denn es ist spannend geschrieben.

    Es gibt in den einzelnen Kapiteln verschiedene Zeitsprünge bzw Rückblenden mit denen so nach und nach das Geschehen besser verstanden wird.


    Ich kann dieses Buch nur jedem Thriller Fan empfehlen bzw ans Herz legen.

  6. Cover des Buches Kleine Feuer überall (ISBN: 9783742404046)
    Celeste Ng

    Kleine Feuer überall

     (34)
    Aktuelle Rezension von: MaFu

    Als (Lebens)Künstlerin von Ort zu Ort ziehen, nie lange genug bleiben, um Wurzel zu schlagen, von der Hand in den Mund – so lebt Mia mit ihrer 15jährigen Tochter Pearl. Als sie nach Shaker Heights ziehen, treffen sie auf die Familie Richardson, die seit drei Generationen im Ort wohnt, fest eingebunden in die Stadtgemeinschaft und ihr durchstrukturiertes Leben. Pearl freundet sich schnell mit den Kindern der Familie an, Mia arbeitet dort als Haushälterin – aber die so unterschiedlichen Lebensauffassungen lassen einen Flächenbrand entstehen.

    Dieses Buch hat mir sofort, auch ohne den Prolog, das Gefühl gegeben „Das kann nicht gut ausgehen“, Celeste Ng hat eine Atmosphäre von unterschwelliger Tragödie geschaffen, von bedrückenden Geheimnissen. Aber wie gut hat sie die Figuren gezeichnet, ich konnte mich in jede Person sofort hinein fühlen und hatte Verständnis auch für ihre Fehler und Schwächen. „Kleine Feuer überall“ ist kein Wohlfühlbuch, es ist ehrlich, es lässt die kleinen, alltäglichen Frustrationen und Enttäuschungen zu, auch die Ängste und Zweifel, die wir jeden Tag mit uns herum tragen und es ermutigt, Fragen zu stellen: Wo stehe ich in meinem Leben, welche Entscheidungen haben mich an diesen Punkt geführt, „where do we go from here?“. Sehr spannend, sehr nachdenklich machend und in eine wunderschöne, tragische Geschichte verpackt!

  7. Cover des Buches Die Stillen müsst ihr fürchten (ISBN: B0143BE7VO)
    Salim Güler

    Die Stillen müsst ihr fürchten

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Sonja_Schmitz1

    Es handelt sich um den Auftakt der Köln Krimi Reihe, wo Brandt und Ayden den Fall eines Serienkillers lösen, der sich als Opfer junge Frauen auserkoren hat.

    Wie die Frauen zusammen hängen und wer der Täter ist, lest selbst. Es ist wahnsinnig spannend und kurzweilig!

  8. Cover des Buches Gone Girl - Das perfekte Opfer (ISBN: 9783596520725)
    Gillian Flynn

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

     (1.679)
    Aktuelle Rezension von: Alexa-Tim

    Den Film hatte ich vor Jahren mal geschaut und kann mich nicht mehr wirklich daran erinnern. Das Buch hatte mich daraufhin auch interessiert.

    Das Cover ist jetzt nicht spektakulär, aber passt zur Geschichte.

    In dem Buch geht es um Nick und Amy Dunne. Sie sind verheiratet und führen eine bizarre Beziehung. Eines Tages, genau am 5. Hochzeitstag verschwindet Amy. Was ist nur passiert? Wo ist Amy und wer ist Schuld?

    Man lernt Nick Dunne kennen und sein Denken und sein Teil der Geschichte und seine Sicht der Beziehung mit Amy.
    Dann gibt es die Tagebucheinträge von Amy. Da lernen wir beide auch kennen, die Sicht von Amy auf die Beziehung.

    Der Schreibstil war anfangs gewöhnungsbedürftig. Daher habe ich eine Weile gebraucht um reinzukommen und die Geschichte zu mögen.

    Finde Nick sehr selbstsüchtig. Aber auch Amy ist nicht ohne und beschreibt Dinge die passiert sind in ihren Tagebucheinträgen. Es ist spannend die beiden Protagonisten näher kennen zulernen und sich ein Bild von Nick und Amy zu machen.

    Anfangs fand ich das Buch noch nicht so gut, aber als es richtig losging mit der Story und ab Teil 2, was mit Amy passiert ist, war ich Feuer und Flamme. Es war sehr spannend. Auch die Auflösung war spannend. Es hat alles einen Sinn ergeben, einen roten Faden.

    Irgendwie mochte ich beide Protagonisten nicht, gleichzeitig passten sie perfekt zu dem Inhalt der Geschichte. Und irgendwie war das Ende einfach nur krank. Aber auch das passte perfekt.

    Im Großen und Ganzen kann ich das Buch weiterempfehlen. 

  9. Cover des Buches Allerliebste Schwester (ISBN: 9783453435667)
    Wiebke Lorenz

    Allerliebste Schwester

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Anipani20

    Was würdet ihr tun, wenn ihr eines Tages eure Schwester verlieren würdet?

    Vor allem wenn es eure zwillingsschwester wäre;

    diejenige mit der ihr dasselbe Gesicht teilt?

    Nunja, Eva, die Protagonistin dieses Buches, entschied sich dafür das Leben ihre Schwester Marlene zu übernehmen. Sie heiratete den Mann ihrer Schwester, hört mit ihrer musikalischen Karriere auf und beginnt in der selben Buchhandlung zu arbeiten, wo einst auch Marlene gearbeitet hatte. Allerdings erfüllte sie das nicht. sie war eine leere Hülle, eine Marionette, die ihre Rolle spielte, ohne Ziel und ohne Träume. Doch eines Tages taucht in der Buchhandlung jemand auf, der so viele Gefühle in ihr auslöste, sodass sie sich wieder lebendig fühlte. Doch welche Konsequenzen birgt diese Bekanntschaft?

    〰️〰️〰️〰️〰️〰️〰️〰️

    naja...wo soll ich nur anfangen?🙈

    Eins meiner Probleme mit diesem Buch ist, dass die Figuren sehr oft "out of character" sind. Es gibt immer wieder Szenen wo sie einfach so handeln, dass es keinen Sinn ergibt, da es für ihren Charakter keine sinnvolle oder logische Reaktion wäre. Auch wenn die Figuren psychische Störungen haben, sind die Handlungen nicht realistisch.

    Als nächstes finde ich es auch verstörend, dass die Zwillingsschwester (Eva) mit dem Ehemann ihrer Schwester (Marlene) geschlafen hatte, als diese noch am Leben war.🤦🏻‍♀️ 

    Allgemein war die Geschichte einfach nur eigenartig, komisch und verwirrend. Sa finde ich sogar den englischen Begriff "cringe" sehr passend.

    Man sollte allerdings auch erwähnen, dass es das erste Werk dieser Autorin war und dadurch auch viele error in der Handlung und den Charakteren existieren.

    Von mir erhält dieses Buch 2 Sterne, da es trotzdem hin und wieder echt gute Szenen gab, aber das Buch im großen und ganzen trotzdem enttäuschend gewesen ist. Es ist wirklich kein Buch, das man gelesen haben muss.

  10. Cover des Buches Dark Memories - Nichts ist je vergessen (ISBN: 9783596036998)
    Wendy Walker

    Dark Memories - Nichts ist je vergessen

     (271)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Inhalt: Fairview, eine beschauliche Kleinstadt in Connecticut. Die 16-jährige Jenny Kramer wird Opfer einer brutalen Attacke und kommt schwer traumatisiert ins Krankenhaus. Dort wird ihr auf Wunsch ihrer Eltern ein Medikament verabreicht, das ihr helfen soll. Ein Medikament, das jegliche Erinnerung an den schrecklichen Vorfall auslöscht.

    Danach hat Jenny keine Bilder mehr für das, was passiert ist. Da ist nur noch Schwärze. Sie bemüht sich weiterzuleben wie zuvor, beinahe so, als ob nichts geschehen wäre, während ihre Mutter Charlotte krampfhaft versucht, so etwas wie Normalität wiederherzustellen, und ihr Vater Tom wie besessen ist von dem Gedanken, den Täter, der seiner Tochter das angetan hat, zu überführen.

    Doch das Nicht-Erinnern-Können wird für Jenny mehr und mehr zu einem Albtraum. Denn ihr Körper weiß noch immer, was ihm angetan wurde. Gemeinsam mit dem Psychiater Alan Forrester, der auf Fälle wie Jenny spezialisiert ist, versucht sie, Stück für Stück Licht in das Dunkel jener Nacht zu bringen, die Chronologie der Ereignisse wiederherzustellen. Aber kann sie denen, die sie dabei unterstützen wollen, vertrauen? Wie manipulierbar ist Erinnerung? Und helfen die Erinnerungen, die langsam zu ihr zurückkommen, wirklich, den Schuldigen zu finden?


    Meinung: Leider war das Buch trotz der interessanten Grundidee kein Highlight für mich. Es fängt schon mal beim Schreibstil an. Dieser liest sich zäh und ihm fehlt es an dem gewissen Etwas. Die Geschichte wird aus der Sicht eines (überheblichen) Psychiaters geschildert, der sein Wort an die Leser richtet. Trotz seiner detaillierten Personenbeschreibungen bleiben alle Charaktere distanziert und man muss sich mit dem zufrieden geben, was der Psychiater präsentiert. Also bekommt man lediglich die Einblicke, die die Protagonisten dem Arzt anvertrauen. Mir kam es schon merkwürdig vor, dass der Psychiater nicht nur das Vergewaltigungsopfer Jenny Kramer, sondern auch dessen Eltern behandelte. Das war etwas befremdlich. Zudem schien der Arzt jede Person genauestens zu kennen, egal, ob er schon mal persönlich mit demjenigen zu tun hatte oder nicht.

    Die Story zieht sich unglaublich in die Länge und fokussiert sich auf so viele Themen, dass Jennys Schicksal dabei oft in den Hintergrund gedrängt wird. Das finde ich extrem schade. Während Jenny ihre Erlebnisse zu verarbeiten versucht, wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, mit welchen Problemen sich ihre Eltern herumschlagen und wie viele Affären der Arbeitgeber ihres Vaters hat. Ein zusätzlicher Patient nimmt außerdem mehr Platz ein, als für die Story nötig gewesen wäre.

    Die Auflösung ist in Ordnung, ich habe sie kurzzeitig so erwartet. Aber das Verhalten und die Manipulation des Psychiaters sind extrem fragwürdig.

    Im Endeffekt ein zäher Roman, der zu viele Themen vertieft, anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Autorin will die Leser vermutlich auf eine falsche Fährte führen - das Resultat war in meinem Fall Langeweile. Leider nur mäßig überzeugend. Ich vergebe 2 von 5 Sternen.

  11. Cover des Buches Der stille Herr Genardy (ISBN: 9783404155279)
    Petra Hammesfahr

    Der stille Herr Genardy

     (172)
    Aktuelle Rezension von: Buecherherz79

    Ist es nicht schlimm genug, aus den Nachrichten zu erfahren, wenn ein Unbekannter Kinder entführt und sie misshandeln, bis es sogar stirbt? Ja, es geht meiner Meinung nach noch schlimmer. Wenn es der freundliche Nachbar war, oder der lustige Onkel, oder der liebe Opa, oder wie in diesem Buch, ein Untermieter names Josef Genardy war.

    Personen aus dem engsten Familienbereich. Personen, denen man vertraute. Personen die man mochte, ja sogar lieb hatte!


    Sigrid Pelzer ist Alleinerziehend einer achtjährigen Tochter. Zunächst lebt sie mit ihrem Mann und Kind in einem schönen Haus mit Garten. Doch als ihr Mann verstarb, rutschte sie in eine finanzielle Notsituation. Sie sah sich gezwungen, nochmals Geld zu investieren, was ohnehin knapp war, um das Haus so umzubauen, sodass sie von einer Geldquelle profitieren konnte - durch einen Untermieter. Sie gab eine Annonce auf. Der stille Herr Genardy, stieß auf ihre Anzeige. Er bekam den Mietvertrag. Er war schließlich nett und höflich, zeugte von guten Manieren der alten Schule. Sigrid fiel aber auf, dass etwas nicht stimmte, aber zu spät. Er war bereits schon eingezogen. Plötzlich verschwand ein Mädchen, die Freundin von Sigrids Tochter, gleichen Alters. Die Angst wächst und wächst, um ihr eigenes Kind...


    Der Schreibstil von Petra Hammesfahr ist aussergewöhlich gut und sehr spannend aufgebaut. Viele Bücher in dieser Richtung habe ich schon gelesen, und ich konnte immer leicht ein Buch weglegen. Aber so schockierend und verstörend, jedoch fesselnd aber schonungslos sie auch schreibt, ich musste immerzu weiterlesen. Rasant kam ich voran. Ich habe 334 Seiten innerhalb zwei Tagen durchgelesen. Ich werde mir weiter Bücher von ihr anschauen.


    Warnung:

    Ich kann das Buch nur eingeschränkt empfehlen! Das heißt, wenn Ihr mit der Thematik Kindesmissbrauch umgehen könnt, und stark genug seid, es zu lesen. Trigger-Gefahr! Ihr erfahrt viel Details, sowohl aus der Sicht des Täters, als auch aus der Sicht des Protagonisten. Es ist definitiv nichts für zartbesaitete, und erst recht nichts für empfindliche Mütter mit kleinen Mädchen!


    Nebeninfo:

    Petra Hammesfahr ist eine deutsche Schriftstellerin und Drehbuchautorin.

    Als Deutsche hat sie es geschafft, in Amerika ihr Buch „Die Sünderin“, übersetzt „The Sinner“ zu verfilmen. Die Hauptrolle besetzte die weltbekannte Schauspielerin Jessica Biel.

    Das Buch „Der Stille Herr Genardy“ wurde ebenso verfilmt. Ein Thriller des Regisseurs Carlo Rola aus dem Jahr 1997, der im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Die bekannte deutsche Schauspielerin Iris Berben verkörpert die Hauptrolle der Sigrid Pelzer.

  12. Cover des Buches All das zu verlieren (ISBN: 9783442719693)
    Leïla Slimani

    All das zu verlieren

     (172)
    Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt

    📌 "Ihre Obsessionen verzehren sie. Sie kann nichts dagegen tun." (S. 96)


    Adèle, verheiratet, berufstätig und Mutter bricht regelmäßig aus ihrem Alltag aus, um sich auf Männerabenteuer einzulassen.

    Ohne Rücksicht auf Mann und Kind und etwaige Konsequenzen, gibt sie sich fortwährend ihrem Verlangen hin, bis das ganze stabile Grundgerüst ihres Lebens einzustürzen droht. 

    Dieses schmale Büchlein kam sprachlich und inhaltlich richtig gut daher und hat mir ganz ausgezeichnet gefallen.

    Empfehlung. 🤍


  13. Cover des Buches Nichts bleibt (ISBN: 9783865325686)
    Willi Achten

    Nichts bleibt

     (23)
    Aktuelle Rezension von: DemianNiehaus
    „Vor den Menschen, vor ihnen muss man Angst haben, immer.“ Dieses Zitat aus Célines „Reise ans Ende der Nacht“ ist Willi Achtens Roman „Nichts bleibt“, erschienen 2017 im Bielefelder Pendragon Verlag, vorangestellt. Und wirklich: Vor den Männern, die wenige Seiten später Franz Mathys' greisen Vater zum Pflegefall prügeln und seinen Hund erschießen, muss man sich fürchten. Sie sind Archetypen des Bösen, bleiben skizzenhaft, angedeutet, blutdurstige, sadistische Bestien. Mit ihnen bricht das Böse in Mathys' Leben ein. Ein Böses allerdings, mit dem er lange geliebäugelt hat: Die Romanhandlung ist durchsetzt von Episoden aus Mathys' Leben als Kriegsfotograf, Srebrenica, Somalia, Sudan. Diese Schilderungen sind nichts für schwache Nerven, schwindelerregend in ihrem schmerzhaften Detailreichtum. Nein: Mathys' Welt ist keine leichte, fröhliche, lebensfrohe. Mit Vater und Sohn bewohnt er ein Haus im Wald, eine karge, einsame Männerwelt, in der lediglich von der kindlichen Neugier des „Jungen“ und den Besuchen von Mathys' Freundin Karen menschliche Wärme ausgeht.
        Nach dem Überfall auf ihren Vater beschließt die Hauptfigur schnell, den Tätern auf die Spur zu kommen, sie gemeinsam mit ihrem Kumpanen Noethen zu jagen, sich zu rächen. Auch vor Mathys muss man sich also ein wenig fürchten: ein schroffer, schwieriger Typ, der Pech hat und der das Pech anzieht. Von Anfang an ist eine Atmosphäre des Verlustes angelegt, und als mehr und mehr Quellen von Menschlichkeit und Sinn wegbrechen, schlittert der Sturkopf Mathys scheinbar unaufhaltsam auf einen Punkt zu, an dem „nichts bleibt“ und das Verlangen nach Rache einziger Antrieb ist.
        So weit, so düster. Im Stil einer klassischen Tragödie ist das Desaster früh angelegt, durchweht es die Handlung von Beginn an. Gleichwohl liegt eine entscheidende Doppeldeutigkeit im Titel von Willi Achtens Roman: Denn natürlich handelt dieser einerseits von einem Mann, dem nichts bleibt, dem jeder Sinn abhanden gekommen ist, der „aus der Zeit gefallen“ ist: „Warten kann eine Qual sein. Die Zeit, in der es nicht mal mehr ein Warten gibt, ist qualvoller.“ Nachdem alles, worauf zu warten sich lohnen würde, weg ist, bleibt lediglich eine „Nachspielzeit“.
        Dabei entdeckt Achten aber ebenso ein Nichts, das bleibt, hinter dem Verlust – hinter dem Sinn. Dies scheint in den skalpellscharfen Naturbeobachtungen auf. Achtens Schreibe ist Chirurgieprosa. Er nimmt sich alle Zeit, die er braucht (immerhin 374 Seiten umfasst das Werk), um Flora und Fauna des Waldes und der Berge, die Taubenzucht, den Wechsel der Jahreszeiten detailreich, aber nie schwatzhaft auszubreiten. Gerade in den „Bergetappen“ des Romans ragt ein außerordentlich stark beschriebenes Naturpanorama über der Handlung, das der kochenden Wut Mathys' erstaunlich indifferent gegenübersteht. Keine Spur von der anthropomorphen Umwelt, die anderswo das Innere spiegelt, von Stürmen, die das Morden vorwegnehmen, oder langen Regenfällen, die den Spätherbst der Seele reflektieren. Achtens Natur ist eine eigenständige, raue, aber kraftvolle, vielleicht irgendwie sogar herzliche Welt.
        Im Kern ist Achtens Buch eine Meditation über die Zeit und das Nichts. Die vergehende Zeit, die immer wieder innehält, Rekurs nimmt auf das Vergangene, „das Glück“. Die Zeitebenen durchmischen sich fortwährend. Die Zeit ist hier ein Fluidum, in sich gekrümmt und verschachtelt, auch wenn sie verfließt. Erst im kurzen letzten Buchteil – paradoxerweise, als Mathys schon „aus der Zeit gefallen“ ist – nimmt die Zeit Fahrt auf, spitzt sich auf einen Fluchtpunkt hin zu. Interessanterweise macht dieses Spiel der Zeit „Nichts bleibt“ erstaunlich leichtfüßig. Leicht, beinahe schwindelig wird einem zumute ob der von Beginn an spürbaren Tragödie, die sich unaufhaltsam ihren Weg bahnt – schwindelig wie beim Blick in die Tiroler Bergschluchten auf den letzten Buchseiten. Die elegische Handlung aus dysfunktionalen Beziehungen und ungünstigen Zufällen bekommt sozusagen den Charakter eines Spiels, eines Schauspiels auf einer Bühne aus belebtem Wald und schroffen Felsen, einer gewissermaßen planetaren Zeit, die, das spüren wir, Mathys aushalten kann – und selbst das Böse. So ist Willi Achtens Roman ein Eintauchen in dieses doppelte Nichts – das Nichts als Negativum, Verlust, Leere, Sterben, die unveränderliche conditio humana, in das wütende Aufbegehren dagegen; und das Nichts als die offene, indifferente Bühne des Lebens, als die zeitlose Zeit, die bleibt, auch wenn alles Menschliche zugrunde geht.
        Mit dem Label „Krimi” ist dem Buch freilich nicht gedient. Ein Psychothriller könnte es sein – aber dafür fließt die Handlung vielleicht zu elegisch voran. Psychogramm von einem, der alles verloren hat. Eine klassische Tragödie in modernem Prosagewand. Poetische Naturbeobachtung plus Familiendrama. Oder einfach – wunderbare Literatur.

    Willi Achten, „Nichts bleibt“. Erschienen 2017 im Pendragon Verlag, Bielefeld. 374 Seiten, 17 Euro.
  14. Cover des Buches "Ich musste sie kaputt machen." (ISBN: 9783548374796)
    Stephan Harbort

    "Ich musste sie kaputt machen."

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Bärbel_Zimmer

    In seinem Buch beschreibt der Autor Stephan Harbort den Fall des Serienmörders Joachim Kroll, der in der Zeit von 1955 bis 1976 in Duisburg zwischen 8 und 14 Menschen ermordet hat. Teilweise hat er seine Opfer auch verzehrt.

    Nach der Verhaftung von Kroll fängt das Buch an, es wird sein Lebensweg und seine Morde chronologisch erzählt. Von seinen unbefriedigten und unstillbaren Trieben gesteuert, tötet er Frauen und Mädchen und vergeht sich an ihnen. Fast zwei Jahrzehnte mordet Kroll unerkannt und unbehelligt, bis er schließlich, eher zufällig, von der Polizei gefasst wird.

    Der Titel, das Cover und der Klapptext haben mich neugierig gemacht und ich wollte es unbedingt lesen. Der Schreibstil von Stephan Harbort und der Einblick in die Psychologie und der Forensik gefällt mir.

    Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung

  15. Cover des Buches Berlin Ripper (ISBN: B01DABBTCS)
    Siegfried Langer

    Berlin Ripper

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Podcast_buecherreich

    "Berlin Ripper" ist bereits der dritte Teil der Reihe rund um Privatdetektivin Sabrina Lampe und Kommissar Niklas Steg. Ich mag die Reihe sehr, sehr gerne, weil ein toller trockener Humor immer mit von der Partie ist. Besonders in Sabrinas Umfeld tummeln sich skurrile Charaktere und Situationen, die mich immer wieder zum Schmunzeln bringen.


    Ich wurde auch beim 3. Fall nicht enttäuscht, was den Humor anging! Leider hatte ich das Gefühl, dass der eigentliche Fall (Mörder schlitzt Frauen bäuchlings auf) dieses Mal hinter der Charakter-Entwicklung zurückstand, was das Buch etwas einseitig machte. Mit hoffentlich mehr Balance lese ich dann gerne auch Band vier, sobald verfügbar! :D


    Hört mal in meine Januar-Episode vom Podcast bücherreich rein, dort erfahrt ihr mehr und mündlich. ;)

  16. Cover des Buches Das Wetter hat viele Haare (ISBN: 9783218010818)
    Renate Silberer

    Das Wetter hat viele Haare

     (16)
    Aktuelle Rezension von: frauvormittag
    Diese Buch wurde mir von einer Freundin empfohlen, die bei der lovelybooks leserunde mitgemacht hat. Ich lese sehr gerne Kurzgeschichten und diese Erzählungen folgen in den einzelnen Geschichten wiederkehrenden Figuren, sie schreiben sich fort. Erzählt wird nie zu viel, was mir sehr gefällt, denn ich mag es nicht, wenn auch das offensichtliche noch nachzulesen ist. Einige Geschichten spielen mit dem Absurden, verzichten auf eine nachvollziehbare Handlung und gerade dieser Zugang zu Sprache und Literatur ist für mich sehr fesselnd. Bilder, die in meinem Kopf auftauchen und in mir etwas ansprechen oder mich anregen, sind genau das, was ich an Literatur mag. In diesem Buch geschieht dies auf sehr vielfältige Weise. Die Autorin mischt Alltagsgeschehen mit Traummomenten und stellt dadurch spannende Bezüge her, die Situationen in neuem Licht erscheinen lassen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und werde es demnächst wieder lesen. 
  17. Cover des Buches Mir ist die Zunge so schwer (ISBN: 9783218010696)
    Lucia Leidenfrost

    Mir ist die Zunge so schwer

     (13)
    Aktuelle Rezension von: gst
    Immer wieder kommt es vor, dass ein Name den Stil des Autors vorgibt. So auch hier: Lucia Leidenfrost hat in diesem wunderschön aufgemachten Buch achtzehn Erzählungen vereint, die den Leser manchmal frösteln, aber auf jeden Fall leiden lassen. Sie erzählt von Menschen, die als Kinder oder junge Menschen den Krieg erlebt haben und nun im Alter beginnen, ihre Erinnerungen weiterzugeben. Leicht fällt ihnen das nicht, diese oft traurigen Geschichten in Worte zu fassen. Ganz im Gegensatz zu der Autorin, deren Erzählungen trotz der kargen Worte gewaltig daherkommen.

    Lucia Leidenfrost ist es gelungen, sich gut in die Menschen einzufühlen, von denen sie erzählt. So manches hat mich an meine Eltern erinnert, die zwar weder in Österreich noch auf dem Land gelebt haben, aber mit anderen Worten von ähnlichen Episoden berichteten. So hat die Autorin ein Kaleidoskop von Eindrücken zusammengestellt, die ihr Verlag mit schwarzen Trennblättern versah. Damit die Schwere nicht überwiegt, fliegen über das Cover und die Innenseiten Samenfäden vom Löwenzahn.

    Etwas erstaunt mich, dass eine so junge Autorin (Lucia Leidenfrost wurde 1990 in Oberösterreich geboren) sich so treffend in die Generation ihrer Groß- bis Urgroßeltern einfühlen konnte. Kein Wunder also, dass sie bereits einen Anerkennungspreis U19 gewonnen hat. Allerdings hoffe ich, dass ihre Schreibe im Laufe der Zeit etwas positiver wird; dann nehme ich auch gerne ein weiteres Buch von ihr zur Hand. 
  18. Cover des Buches Tage ohne Hunger (ISBN: 9783832164690)
    Delphine de Vigan

    Tage ohne Hunger

     (61)
    Aktuelle Rezension von: MareikeUnfabulous

    Das Buch ist ziemlich harter Stoff. Es geht um Laure, die 19 Jahre alt ist und bei einer Körpergröße von 1,76m nur noch 36 Kilo wiegt. Sie geht in eine Klinik und vertraut sich einem Arzt an. Die Autorin erzählt die Geschichte von Laure aus der auktorialen Erzählperspektive. Das dürfte die größte Hürde für viele Leser sein. Es mangelt an Dialogen, die Erzählperspektiv wirkt dadurch eher passiv. Das unterstreicht den Schreibstil von Delphine de Vigan jedoch einmal mehr: besonders, echt und detailreich. Das ist es, warum ich so gerne von Delphine de Vigan lese. Zusätzlich habe ich "Tage ohne Hunger" vor allem zu Beginn als sehr kühl empfunden. Klar, die Protagonistin springt dem Tod von der Schippe - nichts, was grundsätzlich herzerwärmend ist. Ganz im Gegenteil: ich musste nach mehreren Seiten immer mal wieder stoppen und Inne halten.

  19. Cover des Buches Die Mittagsfrau (ISBN: 9783596510993)
    Julia Franck

    Die Mittagsfrau

     (393)
    Aktuelle Rezension von: Sandra_Altmann_Autorin

    Warum lässt eine Mutter nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ihr Kind auf der Flucht zurück und was passiert mit dem kleinen Jungen? Ein wirklich interessantes Thema und eine zudem interessante Perspektive, auch wenn ich mir manchmal mehr Einblick in das Denken der Figuren gewünscht hätte.

  20. Cover des Buches Tessa (ISBN: 9783548612416)
    Nicola Karlsson

    Tessa

     (68)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Es ist schwierig zu diesem Buch eine Rezision zu verfassen finde ich, denn so ein Buch hab ich in meinem bisherigen Leben noch nicht gelesen. Es ist so schonungslos ehrlich, und der Schreibstil ist fesselnd und spannend, man kann nicht mit lesen aufhören, hofft bei jedem Kapitel, dass nun ein Lichtblick kommt für Tessa...aber das Buch ist auf der anderen Seite auch sehr deprimierend und lässt einen atemlos, ruhelos zurück. Man muss sich auf alle Fälle auch mal mit was positivem ablenken, während dem lesen dieses Buches...
    Anfangs ist Tessa eine relativ normale Frau, mit einem Job, einem Freund, Freunden. Es ist kein Traumjob, mit dem Freund gibt es häufiger Streit, da Tessa sehr eifersüchtig ist aber sie hat da noch ein relativ normales Leben, ausser ihrer ständigen Eifersucht...
    Doch irgend wann steigert sie sich viel zu sehr in ihre Eifersucht rein, verlässt ihren Freund, will am nächsten Tag wieder mit ihm zusammen sein, dann ist sie eifersüchtig und wieder klappt es nicht mit ihm...er trennt sich und dass ist dann eigentlich der Wandel in Tessas Leben...
    Sie fängt an zu trinken und betäubt sich bald völlig mit Alkohol, Drogen, und Antidepressiva...irgendwann vegitiert sie mehr oder weniger dahin, ihr Job ist schon lange Weg, sie findet verheiratete Männer mit denen die Beziehung schnell wieder in die Brüche geht.
    Irgendwann hat sie nichts mehr, keinen Job, kein Geld, keine Freunde, sie trinkt und kokst und vegetiert weiter dahin. Sie wird vergewaltigt im Drogenrausch, versucht sich umzubringen, kommt nicht mehr auf die Beine...
    Das Ende ist dann sehr durchsichtig gehalten, man weiss nicht genau wie es mit ihr weitergeht, sie möchte sich zwar ändern, aber das möchte sich sich an einigen Stellen im Buch und schafft es nicht, man kann sich nur Wünschen das es ihr am Ende wirklich gelingt ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen...
    Man hat Mitleid mit Tessa, aber auch etwas abscheu, man sieht wie tief ein Mensch sinken kann, wie mutlos und motivationslos ein Mensch werden kann....dabei wollte sie doch eigentlich nur geliebt werden....sie hat zu schnell und zu tief geliebt und wenns nicht funktioniert hat hat sie zu viel gehasst...
    Ein Porträit eines Menschens der vieles umfasst....Alkoholproblem, Drogenproblem, Depressionen, Selbstmordversuch, Vergewaltigung

    Und was ich das üble/erschreckende finde wie kalt und wie wenig bereit ihre Mitmenschen sind ihr zu helfen....sie haben gesehen wie Tessa immer mehr in den Alkohol rutscht, dass sie immer depressiver wird, aber sie waren immer nur mit sich beschäftigt...kommt dass dabei raus in einer Welt in der jeder nur auf sich schaut???
    Auf der anderen Seite weiss man ja, dass eine Therapie nur etwas bring wenn Tessa diese auch selber möchte....also wäre es ihren Freunden überhaupt geglückt, selbst wenn sie Tessa hätten helfen wollen...

    Ein Buch an das man noch eine Weile denken wird...

  21. Cover des Buches Seelenloch (Jim Devcon-Serie, Band 9) (ISBN: 9781980216209)
    Eva Lirot

    Seelenloch (Jim Devcon-Serie, Band 9)

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Jeanette_Lube

    Dieses Buch erschien 2018 und beinhaltet 209 Seiten.

    „Er ist reich. Er ist klug. Er ist brutal!“

    An einem Samstagnachmittag ist die Stadt voll, als der „Feuerteufel“ über die Menschen hereinbricht. Jim Devcon ist genau wie sein Team schockiert über die grausame Tat. Bilder der entstellten Opfer werden von Gaffern ins Netz gestellt. Auch die Boulevardpresse zieht alle Register. Die Angst regiert nun in Frankfurt. Und Jim Devcon versucht alles, damit die Lage nicht eskaliert. Doch es brodelt in seinem Team. Die Nichte eins Opfer war eines der Opfer. Der Feuerteufel schlägt erneut zu, es handelt sich um einen Gegner aus einer Aristokratenwelt, in der es keine Liebe und keine Zuneigung gibt. Es zählen nur Prestige und Macht…

    Das Cover ist richtig düster. Der Schreibstil der Autorin Eva Lirot gefällt mir sehr gut. Er ist ebenfalls  absolut düster. Ich war sofort in der Geschichte, die abwechselnd zum einen aus der Sicht der Ermittler und zum anderen aus der Sicht des Täters beschrieben wird. Die Handlung der Geschichte hat mich komplett in ihren Bann gezogen, sodass ich dieses Buch regelrecht verschlungen habe. Das Team um Jim Devcon kann es nicht fassen, was hier los ist. Und wir steigen als Leser in die komplette Welt des Täters ein, erfahren, was er denkt, was mit ihm passiert ist und warum er so eiskalt ist. Immer wieder erfahren wir seine Gedanken und können doch nicht fassen, dass es sich um einen wirklich perfiden Täter handelt. Durch die Schilderungen aus der Tätersicht erhalten wir viele tiefe Einblicke in menschliche Abgründe und seine kranke Psyche und an der einen oder  anderen Stelle habe ich sogar etwas Mitleid mit ihm gehabt. Jim hat wirklich jede Menge zu tun und seine Freundin und Kollegin Tatjana muss gegen ihre eigenen Dämonen kämpfen. Er hat es aber auch wirklich nicht leicht. Alse er dann auch noch erfährt, dass die Nichte eines seiner Kollegen sich unter den Opfern befindet, ist er völlig durch den Wind. Mehr möchte ich aber nun keinesfalls verraten, lest dieses Buch einfach selbst! Der Spannungsbogen steigert sich vom Anfang bis zum Ende, ich hatte teilweise Gänsehautmomente und mir stockte der Atem. Es handelt sich hier um eine fesselnde, packende, spannende und aufregende Geschichte, die mich echt fertig gemacht hat. Ich empfehle sie euch sehr gern weiter. Wenn ihr toll geschriebene Psychothriller liebt, seid ihr hier genau richtig. Eva Lirot hat mich begeistert, fasziniert und wieder mal komplett überzeugt!   

  22. Cover des Buches Die Schande der Lebenden (ISBN: 9783833736285)
    Mark Billingham

    Die Schande der Lebenden

     (14)
    Aktuelle Rezension von: danielamariaursula

    Diese Geschichte hat zwei Handlungsstränge, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Sie beginnt mit einer Frau, die einen Inhaftierten im Gefängnis trifft und ihn befragt. Angeblich für ihre Doktorarbeit in Jura. Der Gefangene, der seit 10 Jahren inhaftiert ist, wegen Todschlages mit einer Eisenstange, schweigt seither beharrlich über Motiv und Hintergründe der Tat. Er zeigt keine Reue und kann daher vom Bewährungsausschuß auch keine Milde erwarten.

    Der zweite Erzählstrang dreht sich um eine Gruppe Süchtiger, die sich in einer teilgeschlossenen Gruppe jeden Montagabend im Haus des Therapeuten Tony de Silva trifft. Als eine Neue, Caroline hinzustößt verändert sich wieder die Stimmung in der Gruppe. Diese besteht aus dem Betäubungsmittelabhängigen Südafrikanischen Anästhesisten Robin, dem heroinabhängigen schwulen Stricher Chris, der ebenfalls heroinsüchtigen und spielsüchtigen Heather und der wohlhabenden Alkoholikerin Diana. Die wichtigste Regel: Nichts von dem, das in ihrer Mitte besprochen wird, darf jemals nach außen dringen. Selbst als einer von ihnen erpresst wird und eine ermordet, schweigen alle beharrlich weiter und die ermittelnden Beamten beißen sich die Zähne aus.

    Irgendwie hatte ich einen Thriller erwartet, dabei ist dies nirgendwo erwähnt. Es war einfach eine falsche Erwartung. Vordergründig passiert nicht viel, es wird vor allem geredet. Auch die polizeilichen Ermittlungen verlaufen ruhig, keine Verfolgungsjagden, keine Schüsse. Die Geschichte ist ziemlich unblutig und doch baut sich eine unglaubliche psychologische Spannung auf. Der Blick in die menschlichen Abgründe, die Offenbarung der Schicksale, welche aus scheinbar normalen Menschen Süchtige machten, sind faszinierend und abstoßend zugleich. Robin war ein angesehener, gut verdienender Arzt und dennoch drückte er sich Anästhetika während seines Dienstes in den Arm. Diane war mit einem wohlhabenden Mann verheiratet und Heather ging zur Uni und machte sich dort eigentlich sehr gut. Caroline war wohl stets unauffällig und Chris treibt mit seiner provokanten Art alle auf die Palme. Er stößt ab und fasziniert gleichzeitig. Wer aus diesem Kreis ist ein Mörder? Wer ein Verbrecher? Oder war beides die gleiche Person. Diese Fragen beschäftigen den Zuhörer permanent. Die Geschichte fesselt und läßt einen nicht ohne weiteres wieder los. Die Ermittlungen sind auch eher die Nebensache, die Polizisten nicht wirklich der Kern des Ganzen. Dreh- und Angelpunkt ist die Therapiegruppe und das unsichtbare Band, das sie zusammenschweißt und wieder abstößt. Die Geschichte ist teilweise echt hart und schwer verdaulich. Aber Vorsicht, wegen der Zeitwechsel zwischen vor der Tat (Damals) und nach der Tat (Jetzt) muß man schon sehr genau hinhören.

    Uve Teschner liest unglaublich eindringlich und doch unaufgeregt. Sehr passend für dieses Kammerspiel des psychischen Grauens. Egal ob der südafrikanische Arzt oder der kaputte Junkie, er liest sie mit Charakter. Er ist ein mehrfach ausgezeichneter Sprecher, auch wenn er mir bislang völlig unbekannt war, aber die Auszeichnungen hat er verdient.

    Der Autor Mark Billingham, ist einer der erfolgreichsten britischen Krimiautoren und seine Bücher wurden in zwanzig Sprachen übersetzt. Seine Detektivfigur Tom Thorne erhielt den Sherlock Award. Ein Autor, dem ich mich nun wohl mal näher widmen werde.

    Wenn ich gewußt hätte, daß es um die Therapie von Süchtigen ginge, hätte ich mich für dieses Werk wohl nicht interessiert. Ich mag keine Geschichten mit Heroin, aber ich hätte was verpasst. Die Geschichte ist unglaublich faszinierend und interessant. Zu keinem Zeitpunkt wollte ich abbrechen, selbst als einige wieder rückfällig wurden. Ich mußte einfach wissen, was dahinter steckte. Ich erfuhr es. Es ist schlüssig und wenn man am Anfang gut aufgepasst hat, schließt sich der Kreis. Es ist ein sehr ungewöhnliches Ende, mit dem ich etwas moralische Probleme habe, die mir Magenschmerzen bereiten, obwohl genau das so fesselnd ist. Genauer will ich darauf nicht eingehen, aber als die letzte CD endete dachte ich: Wie? Was? Echt jetzt? Als ich dann wieder CD 1 einlegte, dachte ich, ja das ist eine runde Sache. Aber dennoch bleiben mir bei den Ermittlern zu viele Fragen offen und ich bezweifle, daß es ein Reihenstart sein soll. Nun werde ich die offenen Fragen aus dem Privatleben der Ermittler wohl nie erfahren, es sei denn diese sind den Kürzungen geschuldet, was ich aber bezweifle. Daher kann ich diesem toll gelesenen, wirklich fesselnden Stück, denn es ist so kammerspielartig, daß es an ein Theaterstück erinnert, leider nur gute 4 Sterne geben, aber es dennoch total empfehlen, weil es wirklich umhaut!

    Zu guter Letzt möchte ich dem Verlag für den Gewinn für dieses tolle signierte Exemplar bei der Adventsverlosung danke. Ich bin sehr froh, daß ich nicht genau wußte, was mich erwartete, denn die Überraschung des Unerwarteten ist voll aufgegangen. Vielen Dank!
  23. Cover des Buches Das Psychogramm (ISBN: 9798654235695)
    Paul Weiler

    Das Psychogramm

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    >>  "Apropos verteufeln. Wenn ich mir überlege, welche extremen Entscheidungen einige Päpste getroffen haben - Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Auftragsmorde, Exkommunikation von Königen und Kaisern -, da lässt sich durchaus einiges an tief sitzenden Psychosen vermuten. Wenn ich sie richtig verstanden habe, soll unser Blick weg von den machtpolitischen und gesellschaftlichen Umständen der damaligen Zeit und hin zu einer persönlichkeitsgesteuerten Motivanalyse führen." 

    "Ganz recht Scott. Wie ich schon sagte: ein Perspektivenwechsel. Außerdem haben wir uns lange genug mit Gottes Schäfchen beschäftigt. Jetzt wollen wir einen Blick auf seine Schäfer werfen." (S. 47)

    Klappentext:

    Die Erstellung psychologischer Profile ohne Mitwirkung der Betroffenen ist allgegenwärtig: Geheimdienste, Wahlberater, Marketingagenturen, Kreditinstitute - sie alle nutzen im Netz verfügbare Daten, um unsere Verhaltensmuster und vermeintlichen Antriebe zu durchleuchten.
    Peter Beckham, Professor für Religionspsychologie an der Princeton University, will seine Studenten mit diesem Verfahren vertraut machen. Er vergibt zur Übung Semesterarbeiten zur Erstellung historischer Psychogramme über Päpste. Die verfügbaren zeitgenössischen Dokumente über das Leben und Wirken dieser exponierten Kirchenfürsten geben über sie genauso viel preis wie heutige Facebook- und Twitter-Accounts.
    Bald danach überschlagen sich die Ereignisse: Jemand stellt die angefertigten Semesterarbeiten ins Netz, in Beckhams Wohnung wird eingebrochen, er erhält Morddrohungen - und ein mysteriöser Unbekannter behauptet, im Besitz eines 1.000 Jahre alten Pergamentes zu sein, das eines erstellten Psychogramme zweifelsfrei belegt. Ein Psychogramm mit einer solch zerstörerischen Sprengkraft, dass sie eine mächtige Organisation auf den Plan ruft …

    Der Prolog startet stark und abenteuerlich und der Leser ist mittendrin im Geschehen. Dann das erste Kapitel. Perspektivenwechsel. Der Leser landet im Kloster, bei Johannes, einem Mönch der sowohl das ein oder andere Problem/Geheimnis hat. Danach lernen wir Dr. Beckham kennen und landen in seiner Universität und mit ihm im Folgenden in seinem Verlag. Immer wieder wechseln wir als Leser die Perspektive und dadurch baut der Autor seine Spannung auf. Meist an dem Punkt, an dem wir mehr erfahren wollen oder direkt etwas aufregendes geschieht, endet das Kapitel und wir wechseln den Handlungsort bzw die Person(en). Wenn es sich in Maßen hält, wie in diesem Buch, mag ich es sehr gern aus verschiedenen Blickwinkeln zu lesen. 

    Das Buch und dessen Hintergründe und Beweggründe, wieso, weshalb und warum öffnen sich nach und nach und die Puzzelteile bewegen sich. Dennoch stimmt ab und an die zuvor vermutete Meinung nicht und man ändert das Puzzelteil. Bis zum Ende schiebt der Leser sein Puzzel hin und her, Wendungen drehen sich, bis Paul Weiler es auflöst. 

    Die Referate über die Päpste zu lesen und geschichtliche Hintergründe zu erfahren und was Psychologen(Studenten) daraus schließen können, war sehr interessant. 

    Dr. Beckham konnte mich als Hauptcharakter nicht wirklich überzeugen und auch die restlichen Statisten waren mir im Grunde zu blass dargestellt.

    Paul Weiler schreibt schlicht und unaufgeregt und dennoch steigert er seine Spannung. Sein Roman lässt sich flüssig und verständlich lesen.

    Das Cover besticht einerseits durch Schlichtheit, allerdings lässt es verschiedene Facetten durchscheinen, ausgelöst durch die verschiedenen Farben der Kopfsiluette. Dementsprechend ist es sehr passend zum Inhalt des Buches. Die menschliche Psyche ist tief, undurchschaubar, wechselhaft und facettenreich. Es gefällt mir sehr gut.

    Fazit:

    "Das Psychogramm" ein Buch das mir grundsätzlich sehr gut gefallen hat, sowohl Thema als auch Durchsetzung. Dennoch konnten die Charaktere mich nicht zu 100 % überzeugen.

  24. Cover des Buches Wie wir begehren (ISBN: 9783596187195)
    Carolin Emcke

    Wie wir begehren

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Caroline Emcke hat mit „Wie wir Begehren“ ein einfach zu lesendes Essay geschrieben. Auch wenn es zunächst um Sex und Sexualkunde in den Siebziger Jahre geht, also hauptsächlich über eine physikalische und heterosexuelle Anleitung, ist es doch mehr als ein schnödes Aufklärungsbuch. Es geht um die Entdeckung des eigenen Begehrens, dass nicht immer heterogen ist, und dazu nimmt sie Bezug und zeigt wie wichtige queere Vorbilder sind. Sie erzählt aber auch über die soziale Ausgrenzung, die sie nach ihrem Coming-out erlebt hat. Auch auf einen Schulkollegen kommt die Autorin immer wieder zurück, der sich, kaum achtzehn, das Leben genommen hat. Ihre Gedanken kreisen immer wieder um ihn, weshalb er ausgeschlossen wurde aus der Schulgemeinschaft. Und weshalb er dort stand. War Daniel womöglich homosexuell und konnte sich nicht so ausleben wie er wollte?

    Wenn man bedenkt, dass fast 30 Prozent der lesbischen, schwulen und bisexuellen LGB-Heranwachsenden versuchen sich das Leben zu nehmen, lässt daraus schließen, dass noch immer zu wenig über das Begehren und die sexuelle Identität aufgeklärt wird. Ein Schritt in die richtige Richtung ist dieses couragierte Essay allemal.


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