Bücher mit dem Tag "psychopath"
418 Bücher
- Sebastian Fitzek
Das Kalendermädchen
(712)Aktuelle Rezension von: HarukiDer Einstieg in „Das Kalendermädchen“ fiel mir zunächst nicht leicht. Die Vielzahl an Figuren und Perspektiven hat mich zu Beginn eher verwirrt, da ich Schwierigkeiten hatte, die einzelnen Personen und ihre Rollen klar einzuordnen. Dadurch gestaltete sich der Start in die Geschichte etwas holprig und erforderte einiges an Konzentration.
Der Schreibstil von Sebastian Fitzek hat mir hingegen gut gefallen. Besonders die kurzen Kapitel sorgen für ein hohes Lesetempo und machen es leicht, „noch ein Kapitel mehr“ zu lesen. Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten blieb ich dadurch neugierig und wollte unbedingt erfahren, wie sich die Handlung weiterentwickelt.
Inhaltlich wurde mir die Geschichte jedoch zunehmend zu komplex und stellenweise zu konstruiert. Mit fortschreitender Handlung wirkten viele Entwicklungen auf mich sehr zufällig und teilweise auch unrealistisch. Gerade gegen Ende nahm dieser Eindruck noch zu, sodass ich einige Wendungen eher als zu überzogen empfand.
Gleichzeitig muss ich sagen, dass das Buch eine gewisse Sogwirkung entfaltet hat. Trotz meiner Kritikpunkte wollte ich unbedingt wissen, wie sich die einzelnen Handlungsstränge auflösen. Dieses Spannungsgefühl ist definitiv eine Stärke des Romans.
Insgesamt hinterlässt „Das Kalendermädchen“ bei mir einen zwiespältigen Eindruck: Einerseits ein spannender Thriller mit hohem Lesetempo und fesselnder Erzählweise, andererseits eine Handlung, die für meinen Geschmack zu konstruiert und wenig glaubwürdig ist. Das Ende, in dem sich die Puzzleteile zusammenfügen, konnte mich daher nicht vollständig überzeugen und hat bei mir eher Enttäuschung ausgelöst.
- Colleen Hoover
Verity
(2.254)Aktuelle Rezension von: MelinarVerity von Colleen Hoover hat mich ehrlich gesagt echt überrascht, weil es mir deutlich besser gefallen hat als erwartet.
Das Buch ist von Anfang an super spannend und entwickelt schnell eine richtig unangenehme, teilweise sogar gruselige Atmosphäre. Man fühlt sich beim Lesen die ganze Zeit unwohl, aber genau das macht irgendwie den Reiz aus.
Gefühlt endet jedes Kapitel mit einem Cliffhanger, wodurch man ständig weiterlesen möchte. Dadurch lässt sich das Buch extrem schnell lesen und man könnte es locker an einem Abend verschlingen.
Auch wenn man beim Lesen irgendwann merkt, dass wahrscheinlich mehr hinter der ganzen Geschichte steckt, als es zuerst scheint, bleibt das Ende trotzdem überraschend und sorgt nochmal für viele Fragezeichen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht zu lesen, wodurch die Spannung nochmal stärker wirkt.
Insgesamt ein richtig fesselnder Thriller mit düsterer Stimmung, vielen Cliffhangern und einer Story, die einen bis zum Schluss beschäftigt.
- Sebastian Fitzek
Der Insasse
(1.726)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrEin typischer Fitzek. Ein gut gelungener Plot (wenn auch etwas vorhersehbar). Das Buch war von Anfang bis Ende einfach spannend und fesselnd. Kaum aus der Hand zu legen. Es gibt viele gewalttätige, grausame Szenen die vielleicht nicht jedermanns Geschmack sind. Das hatte mich persönlich nicht gestört, da sie super ins Buch und ins Setting gepasst hatten. Von meiner Seite aus eine klare Leseempfehlung.
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.824)Aktuelle Rezension von: EgataEine Frau wird von einem Psychopathen vergewaltigt. Ihre Haare werden abgeschoren. Während alle anderen Frauen umgebracht wurden, lebt sie noch und hat seither Angst, das Haus zu verlassen.
Lange weiß man nicht, ob die Protagonistin verrückt ist oder vielleicht doch ein Opfer. Ohne medizinischen Hintergrund ist schwer einschätzbar, ob ihre Gedanken – oder sind es Wahnvorstellungen? – nicht doch etwas übertrieben sind. Trotzdem, die Geschichte ist unglaublich fesselnd, irrsinnig bis irre und immer wieder überraschend.
- Sebastian Fitzek
Der Heimweg
(1.304)Aktuelle Rezension von: Jojo4102Das war endlich Mal wieder ein Fitzek, der zu den genialen seiner Sorte gehört.
Es kann potentiell triggernd sein, da Perversion und Gewalt, sowie Suizid in diesem Buch Hauptthemen sind. Und gerade Gewalt in der Ehe ist ein Thema, das ich für viele Romane dieser Art eine spannende Grundlage bildet.
Dennoch bitte vorsichtig mit sich umgehen, wenn beim Lesen bemerkt wird, dass man gerade getriggert wird.
Die Charaktere waren super interessant, auch wenn ich mit Klara als Protagonistin nicht ganz sympathisiert habe. Auch wenn sie in einer Ausnahmesituation gehandelt hat, muss ich doch sagen, dass sie teilweise so unverständlich gehandelt hat.
Jules war ein wirklich spannender Charakter, der eine sehr starke Entwicklung hingelegt hat im Verlaufe des Buches und man kann ihn, meiner Meinung nach, bis zum Ende nachvollziehen. Außerdem finde ich, dass er sich ziemlich von anderen Protagonisten aus anderen Büchern positiv abhebt (ist im Bezug auf das Helfersyndrom nicht so nervig, sondern einfach sehr interessiert). Gerade gegen Ende finde ich seine Reflexion und seine Ansicht über die Problematik, die in der Geschichte aufgegriffen wird, und sich selbst nicht nur sehr interessant, sondern zum Teil auch humorvoll. Ich konnte nicht anders, als ihn am Ende sympathisch zu finden.
Bei den Antagonisten hat sich Fitzek selbst übertroffen, weil ich jedes Mal denke, er könnte sich nichts Krasseres ausdenken und jedes Mal schockieren die Figuren den Leser aufs Neue. Abgesehen von den Plottwists, die mich ein ums andere Mal aufstehen lassen haben, um mir an den Kopf zu fassen und zu verdauen, was ich da gerade gelesen habe, hat die Abartigkeit und Perversion der Antagonisten genau das Gleiche bewirkt. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und musste wissen wie es weitergeht, aber gleichzeitig konnte ich nicht fassen was zum Teil passiert ist.
Die Plottwists haben mich ganz zerstört und obwohl ich immernoch nicht weiß, ob ich es gut oder schlecht fand, dass mich das Buch zwischen ca. Seite 320 ~ Ende hinterfragen lassen hat, ob ich Seiten übersprungen habe, weil ich gar nichts mehr verstanden habe, hat das Buch genau die Reaktionen bei mir hervorgerufen, die ich mir gehofft habe. Und zwar schockiert und ungläubig durchs Zimmer laufen und realisieren was passiert ist. Die Plottwists waren also ziemlich hart, Danke dafür.
Die Geschichte hatte durchgehend einen extrem hohen Spannungsbogen. Er hat sich sofort aufgebaut und sich ab da konstant gehalten, also quasi die Definition eines Page Turners. Allerdings gab es ein paar kleine Logistikfehler, bei denen bis zum Ende nicht klargeworden geworden ist, was genau in der Zeit passiert ist. Zum Beispiel wann Jules mit dem Taxi gefahren ist (wer das Buch gelesen hat weiß was ich meine, ich versuche nicht zu spoilern) oder dass im Vergleich zum Ende die Gespräche zwischen Jules und seinem Vater nicht mehr wirklich viel Sinn ergeben. Das ist aber interessanterweise eines der Bücher, bei denen der Rest des Buches so gut ist, dass diese Fehler das Buch nicht schlechter machen.
Also alles in allem hat es mich zumindest temporär aus einer Leseflaute geholt und damit würde ich das Buch allen Leseflautegeplagten, Psychothriller habern, Feministinnen und Menschen, denen das Thema nahegeht, empfehlen.
- Cody McFadyen
Die Blutlinie
(4.592)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannNach dem ganzen Hype um das Buch erwartete ich einen Knaller,das Ergebnis ist aber einem lauen Lüftchen gleichzustellen. Ca. ab der Mitte des Buches war für mich klar wer der Täter ist. Habe das Buch trotzdem fertig gelesen und gebe jetzt dem weiterführendem Exemplar eine Chance. Empfehlen kann ich es nicht.
- Sebastian Fitzek
Der Nachbar
(511)Aktuelle Rezension von: Ronjad97Der Nachbar von Sebastian Fitzek ist ein spannender und sehr fesselnder Psychothriller. Die Geschichte lebt von schnellen Perspektivwechseln, kurzen Kapiteln und überraschenden Wendungen, die konstant Spannung erzeugen. Es ist ein fesselnder Thriller mit vielen Twists – ideal für Fans von nervenaufreibender Spannung. Ich kann das Buch jedem Thrillerfan empfehlen und wurde wie immer nicht enttäuscht von Sebastian Fitzek.
- Sebastian Fitzek
Die Therapie
(3.969)Aktuelle Rezension von: nadduleinKurz zum Inhalt: Die Tochter Josy des renommierten Psychiaters Dr. Viktor Larenz ist seit Monaten krank und kein Arzt kann helfen. Bei einem der vielen Praxisbesuchen verschwindet Josy spurlos. Jahre später reist Viktor in sein Ferienhaus auf der Insel Parkum, um die Fragen eines Interviews über das Verschwinden seiner Tochter in Ruhe zu beantworten. Doch dann steht plötzlich eine fremde Frau, Anna Spiegel, vor seiner Tür und bittet ihn trotz Ruhestand sie zu therapieren. Er willigt ein, da er vermutet, dass Anna etwas über Josy weiß. Viktor passieren immer mehr merkwürdige Dinge, die er sich nicht erklären kann. Was hat der ganze Fall mit Anna Spiegel zu tun? Was steckt wirklich hinter Josys Rätsel? Was ist Viktors Einfluss?
Als Leser verfolgt man die Geschehnisse anhand der Erzählungen von Viktor. Er selber ist nun Patient in einer Psychiatrischen Anlage und berichtet seinem behandelnden Doktor, was ihm zugestoßen ist.
Fazit: Es war mein aller erster Thriller und auch überhaupt mein erstes Buch von Sebastian Fitzek. Ich mochte die Spannung, die Verwirrung und vor allem den Schreibstil. Das Ende und die Auflösung waren mir dann allerdings doch etwas zu viel. Die Grenzen von Realität und Geisteskrankheit sind sehr verschwommen. Es wird nicht mein letztes Buch vom Autor sein.
- Sebastian Fitzek
Flugangst 7A
(1.417)Aktuelle Rezension von: Manuela_StenglFlugangst hatte ich nie. Deshalb war Flugangst 7A für mich erst mal einfach nur ein Titel. Ein Thriller eben.
Ich habe das Buch vor Kurzem zu Hause gelesen – ganz unspektakulär, auf dem Sofa. Und dann passierte das, was bei guten Thrillern passiert: Der „Nur noch eine Seite-Sog“ ergriff von mir Besitz.
Man klappt das Buch zu – und öffnet es sofort wieder. Nur noch ein Kapitel. Nur noch diese eine Auflösung.
Was mich an diesem Buch besonders fasziniert hat, waren nicht die Turbulenzen in der Luft, sondern die psychologischen Abgründe der Akteure. Und diese perfide Konstruktion der Geschichte, bei der man irgendwann merkt: Hier wird mit einer Ur-Angst gespielt. Mit Moral. Mit Schuld. Mit Manipulation.
Und plötzlich sitzt man da – völlig sicher auf dem eigenen Sofa – und fühlt sich trotzdem innerlich unter Druck gesetzt.
Ein Moment hat mich dabei besonders beschäftigt: Ich habe mich angesichts des Motivs des Entführers ertappt gefühlt. Und mich mich gefragt, ob dieses Buch manche Menschen dazu bringt, ihr eigenes Verhalten in diesem Punkt zu überdenken.
Und genau das ist es, was für mich einen starken Psychothriller ausmacht: Nicht nur Spannung beim Lesen, sondern der bleibende Eindruck.
Warum ich dir das erzähle?
Weil Flugangst 7A für mich wieder einmal gezeigt hat: Manchmal ist Angst ein hervorragender Geschichtenerzähler. Sie zwingt uns, hinzusehen. Sie legt offen, wie gering manchmal unser Einfluss ist und wie leicht wir in Extremsituationen in innere Konflikte geraten können.
Wenn du Thriller liebst, psychologische Abgründe spannend findest und Geschichten schätzt, die mehr sind als bloße Action, dann ist dieses Buch definitiv etwas für dich.
- Sebastian Fitzek
Das Geschenk
(976)Aktuelle Rezension von: Alfeme1989Ich habe das Geschenk von Sebastian fitzek als Hörbuch gehört. Ich mochte den Sprecher sehr und die Geschichte ist spannend, etwas verwirrend, und die vielen Wendungen machen es richtig interessant und das bis zum Ende. In welchem Zusammenhang die einzelnen Protagonisten stehen kommt immer nach und nach ans Licht.
- Ethan Cross
Ich bin die Nacht
(1.239)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueWer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war.
Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.
- Sebastian Fitzek
Amokspiel
(2.288)Aktuelle Rezension von: Sarah_K1Mittlerweile habe ich einige Bücher von Fitzek gelesen, dieser war der bisher schwächste Thriller.
Es war durchaus spannend und die von Fitzek gewohnten, teils nicht vorhersehbaren Wendungen, waren auch hier wieder gut vertreten. Durch den Verlauf der Geschichte ist für mich jedoch etwas Spannung verloren gegangen.
- Freida McFadden
Wenn sie wüsste
(1.156)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannDas ist das beste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe (okay es ist auch das erste Buch der Autorin).
Die Geschichte ist von Anfang an spannend geschrieben und kann diesen Spannungsbogen auch bis zum Ende des Buches behalten.
Man fühlt mit den Charakteren der Geschichte mit und ich hätte mit dem Ende der Geschichte nicht gerechnet. - Cody McFadyen
Die Stille vor dem Tod
(639)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannDie meiste Zeit versucht der Autor in plastischen Beschreibungen von Gräueltaten zu eskalieren, was das Geschriebene meistens an einen Punkt bringt, bei dem man das Gefühl hat, er hätte sich verlaufen und suchte zwanghaft einen Weg zurück zur Story. Das Buch selbst ist in Präsens geschrieben und trieft vor Rückblenden und „Erinnerungen“ und „Albträumen“, die in seitenlange Ergüsse über noch mehr Folter und Mord enden. Allesamt wenig kreativ ausgeführt. Bedeutungsschwangere, aber im Endeffekt eher nur bedeutungslose Dialoge dominieren den Mittelteil. Die eigentliche Arbeit der Kriminalermittler beginnt erst gegen Ende. Leider hat den Autor da die Phantasie schon verlassen. In einem langen Aufrollen und gekünstelten Herstellen von Verbindungen von „normalen“ Verbrecher der letzten Dekaden (ein paar davon scheinen real gewesen zu sein) ist’s dann eine Randnotiz, die den Hinweis gibt. Also wieder 60 Seiten umsonst gelesen. Die Vergangenheiten und Lebensläufe der Teammitglieder wirken eher lieblos. Sie werden in diesem Band zum fünften Mal erklärt und scheinbar hat auch der Autor keine Lust mehr darauf. Die Interaktion, die er ihnen angedeihen lässt, hat nichts Amikales an sich, wie es unter Kollegen üblich ist, die sich lange kennen. Eher gleiten „seriöse“ Besprechungen in gelegentlichen Infantilismus ab. Selbstredend, dass alle Leute in diesem Buch – egal ob Ermittler oder Verbrecher – die klügsten sind, mit dem besten Gedächtnis, dem schärfsten und wachsten Verstand, die jeden wichtigen Menschen kennen, … und so weiter und so fort. Die Übersetzung ist OK, schätze ich. Was mir sauer Aufstößt sind diese unnötigen Anglizismen, die in der deutschsprachigen und von den USA geprägten Popkultur als „cool“ gelten sollen, aber alle eine vernünftige Entsprechung in der Zielsprache hätten. Und warum reden Eltern immer von sich als Mommy oder Daddy und das auch noch in der dritten Person? Zwischen den ersten vier Bänden und dem fünften lag für mich als Leser eine lange Zeit. Zu lange scheinbar. Die ehemalige Faszination für das Aufklären von Serienmorden konnte das Buch nicht halten. Im Gegenteil: Hätte ich die alten als so schlecht geschrieben in Erinnerung gehabt, hätte ich Band fünf nicht gekauft.
- Monika Feth
Der Erdbeerpflücker
(1.870)Aktuelle Rezension von: anilaIch hatte das Buch vor bestimmt 15 Jahren das erste mal gelesen und fand es richtig gut! Nun dachte ich, komm, lies es doch noch einmal (und dann die ganze Reihe, da habe ich nämlich noch nicht alle gelesen), aber ich habe es etwas bereut. Es folgen nun große Spoiler der Geschichte!
!!Achtung, Spoiler!!
Caro wird umgebracht, das erfährt man ja schon am Klappentext. Sie erzählt nichts über ihren Freund und prompt verliebt sich Jette nach gefühlt einer Stunde in einen wildfremden Mann und wundert sich überhaupt nicht, dass sie nichts über ihn weiß etc. Aber es ist natürlich die große Liebe. Caro ist komplett vergessen und die Umstände bzw. die Ungereimtheiten bei ihrem Mord auch. Das ist total unlogisch. Jette erzählt weder Merle noch ihrer Mutter irgendetwas von ihrem neuen Freund außer dass er Gorg heißt. Es ist 1 zu 1 wie bei Caro, was Jette überhaupt nicht auffällt, dabei wird sie als so intelligent beschrieben. Ja, sie ist 18, ja, sie ist verliebt, aber gerade wegen der Geschichte von Caro, sollten ihre Alarmglocken schrillen. Schon alleine wie die beiden sich kennengelernt haben. Also nee.
Die Gefangennahme von Georg, die für reichlich Action und Spannung hätte sorgen können, wurde einfach komplett weggelassen und als Leerstelle stehen gelassen. Sonst wurde auf den 300 Seiten davor aber jeder Atemzug von jeder Person quasi erzählt. Das hat die Geschichte unendlich langatmig in weiten Teilen gemacht. Und als dann endlich Fahrt aufgenommen wurde, war die Geschichte direkt zu Ende. Sehr viel Spannung wurde liegen gelassen.
Davon aber einmal ganz abgesehen, habe ich nicht verstanden, warum Jette mit 18 alleine wohnt, wenn sie doch ein stabiles und funktionierendes Elternhaus hat. Sinn???
Und was ich auch nicht verstanden habe, was auch bis zum Schluss nicht aufgeklärt wird, warum Georg die Mädchen überhaupt umgebracht hat. Es fehlt jegliches Motiv, Hintergründe, alles. Eigentlich hätte ich auch zwei Sterne vergeben können, aber aus Nostalgiegründen und weil der Schreibstil sonst ganz okay war, sind es dann doch drei geworden.
- Brittainy C. Cherry
Wie die Luft zum Atmen
(1.128)Aktuelle Rezension von: weltinseiten_vanessaEmotional und nah an der Trauer.
liz und Tristan sind zwei gebrochene Seelen, die beide einen geliebten Menschen verloren haben und versuchen, in einer Welt weiterzulebe, die plötzlich stillsteht.
Liz mochte ich für Ihre Sensibilität und ihre innere Zerissenheit sehr.
Tristan, ein Charakter mit viel Tiefe, voller Schuldgefühle und Schmerz.
ihre Verbindung basiert auf gegenseitigem Verständnis.
Spoiler: Ich liebe die Gesxhichten von Cherry. Allerdings hatte ich hier ein großes Problem: das Liz und Tristan sich gegenseitig mit den Namen ihrer verstorbenen Apartment angesprochen haben, um zu heilen und loszulassen, hat für mich überhaupt nicht funktionier.
- Ethan Cross
Ich bin die Angst
(599)Aktuelle Rezension von: JuliaspathwayEin «Anarchist», Ein «Prophet» & der berüchtigtste Serienkiller der Gegenwart. Eine Geschichte voller Grössenwahnsinn, psychischen Abgründen und Kindheitstraumata. Auch in diesem Fall wird von Marcus Williams und seinem Team der Shepherd Organization alles abverlangt.
🔸️🔸️🔸️
Ehrlicherweise weiss ich höchstwahrscheinlich nur noch etwa 5% vom Band 1 und vielleicht hatte ich deshalb meine liebe Mühe, in die Geschichte zu finden. Obwohl viel erklärt, beschrieben und ausgeführt wird – über Städte, die ich so oder so nicht kenne, über technische Gegebenheiten, die ich auch nach der Erklärung nicht verstehen werde – zieht die Story im letzten Drittel an, die Schwere verfliegt & wird durch Spannung ersetzt. Die Entwicklung der Geschichte und der Protagonisten fesselten mich dann doch so sehr, dass ich das Buch nur schwer aus den Händen legen konnte.
Der Protagonist Marcus Williams ist eine gebrochene Seele mit einem ausgeprägten Messias-Komplex. Eine Tatsache, die mich dann doch zwischendurch geärgert hat. 😬
In der gesamten Geschichte nimmt Francis nur eine Nebenrolle ein, nur um zum Schluss einen bombastischen Auftritt hinzulegen, welcher seinesgleichen sucht. Die Vorfreude auf den Band 3 «Ich bin der Schmerz» ist danach auf jedenfall gross. 😎
- Arno Strobel
Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
(1.140)Aktuelle Rezension von: Stefy87Eine Auszeit gefällig? Ohne Internet, ohne technische Geräte, genau das erleben einige Menschen gemeinsam. Eine junge Gruppe wagt dieses Experiment und verlässt ihre Komfortzone und ihr Zuhause, um einige Tage in einem Bergsteigerhotel auf über 2000 Metern Höhe zu verbringen.
Doch schon am zweiten Tag wird die Auszeit zum absoluten Horror: Einer aus der Gruppe verschwindet und wird später misshandelt aufgefunden. Von diesem Moment an wächst das Misstrauen untereinander, denn plötzlich könnte jeder der Täter sein. Jeder wird verdächtigt.
Ich fand die Geschichte mega spannend, sie hat mich bereits auf der ersten Seite abgeholt. Durch die kurzen Kapitel fliegt man nur so durch die Seiten. Auch wenn sich einige Stellen zwischendurch etwas in die Länge gezogen haben, war der Schreibstil insgesamt sehr flüssig und modern.
Es gab mehrere unerwartete Wendungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe. Die Protagonisten fand ich ebenfalls sehr interessant. Allerdings war es am Anfang etwas schwierig, den Überblick zu behalten, da gleich zu Beginn der Reise alle Charaktere vorgestellt werden. Dadurch fiel es mir zunächst schwer, sie voneinander zu unterscheiden. Im Laufe der Geschichte wurde das jedoch deutlich einfacher.
Das Ende kam für mich komplett unerwartet, bis zuletzt war ich mir nicht sicher, worauf alles hinauslaufen würde.
Ganz klare Leseempfehlung!
- Charlotte Link
Der Beobachter
(815)Aktuelle Rezension von: LuliaDer Außenseiter Samson Segal lebt in seiner eigenen Welt und beobachtet obsessiv seine Nachbarin Gillian Ward während London von einer grausamen Mordserie an Frauen erschüttert wird. Als Gillians vermeintlich perfektes Leben Risse bekommt und sie selbst ins Visier einer tödlichen Gefahr gerät, vermischen sich Samsons heimliche Beobachtungen mit einer realen Bedrohung. Die stille Handlung mit den zahlreichen Perpektivwechsel, die den Haupttreiber für die Handlungsdynamik darstellen, weist eine hohe Atmosphäre und psychologische Tiefe auf.
Dies ist vor allem auf die glaubwürdige, vielschichtige und komplexe Zeichnung der Protagonisten, wie Gillian und Samson, zurückzuführen.
Wer stille psychologische Thriller mit komplexen und vielschichtigen Figuren mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist flüssig und der Haupttreiber für die dichte Atmosphäre des Buches.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Bret Easton Ellis
American Psycho
(431)Aktuelle Rezension von: KlausEffingDas Buch American Psycho von Bret Easton Ellis (ca. 550 Seiten, erschienen erstmals 1991) ist keine literarisch leichte Kost. Patrick Bateman, der Protagonist, ist ein reicher Yuppie (das Wort wird heute kaum noch genutzt) in den 80ern – gutaussehend, stilbewusst, scheinbar erfolgreich. Doch hinter dieser perfekten Fassade verbirgt sich ein Abgrund aus Leere, Gewalt und Wahnsinn.
Was mir besonders auffiel: Die endlosen Beschreibungen seiner Kleidung, seiner sexuellen Eskapaden und brutalen Morde wirken monoton, fast ermüdend – und genau darin liegt vielleicht der Punkt. Batemans Leben ist trotz Luxus und Exzess erschreckend langweilig und sinnentleert. Von seiner eigentlichen Arbeit erfährt man fast nichts – er scheint vielmehr ein gelangweilter Sohn reicher Eltern zu sein, der sich in Oberflächlichkeiten, Statussymbolen und „angesagten“ Restaurants verliert. Die Frage bleibt offen: Wie viel von den Morden und Ausschweifungen ist real, wie viel vielleicht reine Fiktion oder Wahn? Ellis lässt uns im Unklaren – und genau das macht die Lektüre so verstörend.
Mein Fazit: American Psycho ist schwer verdaulich, aber literarisch spannend. Eine radikale Kritik an Konsum, Männlichkeitsbildern und einer Gesellschaft, die an Oberflächlichkeiten erstickt.
Der Roman wurde 2000 eindrucksvoll mit Christian Bale verfilmt – die Adaption gilt zu Recht als eine der besten Literaturverfilmungen der frühen 2000er.
Triggerwarnung: explizite Gewalt, Misogynie und sexuelle Inhalte
- Caroline Kepnes
YOU – Du wirst mich lieben
(413)Aktuelle Rezension von: paulkretzschmarAuf Grund der Verfilmung dieses Stoffes als Serie auf Netflix wurde ich auf dieses Buch neugierig. Leider kann ich mich dem Hype davon nicht anschließen. Als die angehende Autorin Guinevere den Buchladen von Joe Goldberg betritt, ist er sofort von ihr fasziniert und versucht immer mehr von ihr herauszufinden. Er wird süchtig nach ihr und beginnt sie zu stalken. Irgendwann gibt sie seinen Drängen nach und begibt sich in eine ungesunde, abgründige Beziehung mit tödlichen Konsequenzen.
Von Beginn an wird eine bedrückende, atmosphärische Stimmung vermittelt durch die krankhafte Besessenheit des Stalkers. Die detaillierten, langatmigen und ausschweifenden Beschreibungen, das Auf und Ab der Beziehung, insbesondere die zickige, wankelmütige und oft nervende Art des dadurch unglaubwürdigen Opfers, gehen eindeutig zu Lasten der Spannung.
Der psychopathische Stalker beseitigt alle Hindernisse, die sich ihm in den Weg stellen durch kaltblütigen Mord, ohne sich dem geringsten Verdacht auszusetzen, was auf die Dauer voraussehbar ist, wie das Ende, ohne dass es spektakulär spannend wird.
Als großes Manko empfand ich, dass mir durchgehend sämtliche Protagonisten unsympathisch erschienen, so dass ich wenig Anteilnahme empfinden konnte.
In gestraffter Form hätte aus diesem Buch ein viel spannender Thriller werden können. So war es für mich leider nur Mittelmaß, für das ich eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen möchte.
- Stephen King
Sie
(967)Aktuelle Rezension von: MaRayneDen Film "Misery" habe ich bereits mehrmals geschaut und geliebt. Allgemein faszinieren mich die Roman-Verfilmungen von Stephen King, sie sind so einzigartig und verstörend. Daher wollte ich schon lange das Buch zum Film lesen und es wird nicht mein Letztes gewesen sein.
Der berühmte Autor der Misery-Reihe, Paul, gerät in einem Schneechaos in einen Autounfall und wird schwer verletzt. Glücklicherweise findet ihn die Krankenschwester Annie und pflegt ihn bei sich zu Hause auf ihrer abgelegenen Farm. Annie stellt sich Paul als sein aller größter Fan der Misery-Bücher vor und Paul fühlt sich zunächst geehrt. Doch nach und nach bemerkt Paul, dass hier nicht nur auf der Farm, sondern auch mit Annie etwas überhaupt nicht stimmt.
Eine erdrückende Stimmung zieht sich durch das gesamte Buch und hat mich sehr vereinnahmt. Für mich hat es sich gelohnt das Buch zu lesen, obwohl ich den Film bereits kannte. Dieser wurde nämlich an einigen Stellen angepasst und das Buch hatte für mich einen viel düsteren Vibe. Annie ist ein so umfassend interessanter und verstörender Charakter. Man will sie verstehen, möchte ihr helfen und lernt sie gleichzeitig zu hassen. Es gab allerdings ein paar Längen in der Geschichte, wenn Paul zu sehr in seinem Wahn in die Geschichte von Misery verfallen ist, das waren Passagen, die für mich persönlich nicht so interessant waren. Dennoch war es ein gelungenes Leseerlebnis.
- Arno Strobel
Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
(742)Aktuelle Rezension von: a_dreamerIch habe in letzter Zeit einige Thriller innerhalb weniger Tage verschlungen. So auch "Die App" von Arno Strobel. Ich war auf der Suche nach einer ähnlichen Thematik wie in Marc-Uwe Kling's "Views". Bei der Recherche bin ich auf Strobel gestoßen. Dieser Psychothriller ist verdammt nah an der (technischen) Realität, was mich wieder einmal mehr zum Nachdenken gebracht hat.
Hendriks Freundin Linda verschwindet spurlos. Die Polizei verdächtigt ihn, da alle Spuren zu ihm führen. Er ist verzweifelt und kann sich all diese Ungereimtheiten nicht erklären und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei rückt seine Smart-Home-App immer mehr in den Fokus. Jemand nutzt und manipuliert diese, um ihn als Täter darzustellen.
Das Buch hat einen guten und überraschenden Plottwist. So spannend der Thriller auch war, das Ende war ich sage mal okej. Schmälert für mich jedoch nicht das hervorragende Leseerlebnis. Arno Strobel hat es geschafft, eine richtig gute Geschichte rund um technische Abhängigkeit, Manipulation und Intrigen zu erschaffen. Wir sollten die Errungenschaften und Vorteile zwar schätzen, jedoch unbedingt auch mit Vorsicht genießen. Sie können zu Waffen werden, wenn wir nicht achtgeben. - Tess Gerritsen
Die Chirurgin
(2.023)Aktuelle Rezension von: ssp293Die Chirurgin hat mich total gepackt – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil die Spannung einfach durchgehend hoch ist. Die Story ist mitreißend, düster und gleichzeitig clever aufgebaut. Die Hauptpersonen wirken echt und agieren nachvollziehbar. Ich freue mich jetzt schon darauf, die nächsten Bände zu lesen.























