Bücher mit dem Tag "psychopathen"
51 Bücher
- Tess Gerritsen
Die Chirurgin
(2.022)Aktuelle Rezension von: ssp293Die Chirurgin hat mich total gepackt – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil die Spannung einfach durchgehend hoch ist. Die Story ist mitreißend, düster und gleichzeitig clever aufgebaut. Die Hauptpersonen wirken echt und agieren nachvollziehbar. Ich freue mich jetzt schon darauf, die nächsten Bände zu lesen.
- Manfred Lütz
Irre! - Wir behandeln die Falschen
(282)Aktuelle Rezension von: RadikaleResignationEr geht in alle Diagnosen rein. Von der ab Demenz bis zur Suchterkrankung. Und für Praktiker ist schnell ersichtlich, dass hier ein Mann mit fundiertem Wissen& langer Erfahrung spricht. Praxisorientiert und stets mit der nötigen Ernsthaftigkeit, ohne eine Diagnose und ihre Patienten ins Lächerliche zu ziehen. Absolute Empfehlung!
- Lydia Benecke
Auf dünnem Eis
(105)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Werden manche Menschen ‚böse‘ geboren? Entscheiden sie sich, ‚böse‘ zu sein, und bleiben es dann ein Leben lang? Auf diese und viele ähnliche Fragen hat die Wissenschaft inzwischen Antworten gefunden. Beide Fragen kann man klar mit ‚Nein‘ beantworten. Doch es gibt Eigenschaften, die manche Menschen stärker entwickeln als andere, wegen derer es ihnen leichter fällt, grausam zu handeln.‘ (Seite 11)
Lydia Benecke erzählt in ihrem Buch vom mehrfachen Vergewaltiger und Mörder Rodney Alcala, von Psychopathie und Psychologie, gefühlter und echter Gefahr, Gewissen und Reue, Psychopathie-Checkliste von Robert Hare und Sicherungsverwahrung. Sie bietet im gesamten Buch zudem ausführliche Fallgeschichten, die Psychopathie greifbar und hautnah spürbar machen.
Ich habe schon mehrere Bücher von Benecke gelesen und finde zu ihr deutlich besser Zugang als zu ihrem Ex-Mann, dem Kriminalbiologen Mark Benecke - vielleicht, weil ich - wie sie - Psychologin bin.
Ich habe mich schon intensiver mit Serienmord und mit Psychopathie auseinandergesetzt, so dass mir viele Inhalte des Buches bereits geläufig waren bzw. ich auf viel Vorwissen aufbauen konnte.
Das Buch ist flüssig geschrieben, spannend und bietet sehr viele Informationen über Täter, Opfer, Tathergang, Überführung des Täters, Psychologie und Psychopathologie.
Benecke erzählt hier auch von ihrem eigenen Werdegang und von ihrer frühen Faszination für Psychologie und für Verbrechen, was ich als spannend empfand.
Zwischendurch empfand ich das Buch gelegentlich als etwas langatmig, so dass ‚Auf dünnem Eis‘ für mich nicht das beste Buch Beneckes ist. Allerdings hat mir der entpathologisierende Ton des Buches sehr gut gefallen. Auch die Tatsache, dass Benecke sehr klar zeigt, dass sich zwischen den Polen ‚gut‘ und ‚böse‘ unzählige Grautöne befinden, finde ich eine wichtige Botschaft.
- Mark Benecke
Aus der Dunkelkammer des Bösen
(136)Aktuelle Rezension von: käutzchenWer gerne true crime bücher liest kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen, Mark Benecke und seine Ex Frau nehmen in diesen Buch verschiedene Taten und Tätertypen aufs Korn... Sie klären zb auf was Pädophile und nekrophile sind , wo ich selbst ein völlig anders Bild von hatte ... Es werden Morde unter die Lupe genommen , die gelöst aber auch ungelöst sind .
Es kommen fälle vor die man mehr gehört hat wie zb der von Natascha Kampusch, dieser Fall nehmen wie auch wie bereits andere fälle von Mark und Lydia auseinander genommen , was Recht interessant ist ..das man selbst bei täter eine Vergangenheit aufzufinden ist die selbst nicht einfach wahr , aber trotzdem keine Entschuldigung wert ist ..
Recht interessant fand ich das erste Kapitel um Hitlers zähnen wo ich einiges erfahren habe , was auch die meisten nicht wissen werden .. wo Mark Benecke mit an den Fall beteiligt wahr ...
Auch wenn das Buch mir zwischen durch Gänsehaut bereitet hatte , hatte es mich gut unterhalten...
- Tana French
Grabesgrün
(623)Aktuelle Rezension von: TiganaHier fand ich den Klappentext interessant, noch dazu war es mein erstes Buch der Autorin.
Und ich bin noch im Zwiespalt, ob es auch mein letztes war.
Denn, Spoiler: es war das schlechteste Hörbuch im letzten Jahr für mich. Sorry.
Ich kam so überhaupt nicht in die Story rein, die Protagonistin blieben mir fern und auch die Ereignisse rund um Rob waren eher verwirrend.
Durch dieses Hörbuch habe ich mich echt durchgequält, weil ich immer dachte: gleich, gleich kommt was Spannendes, was mich interessiert, was den Reiz der Story ausmacht.
Was soll ich sagen? Es kam nicht.
- Kevin Dutton
Psychopathen
(36)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Klinisch betrachtet ist Psychopathie eine Form der Persönlichkeitsstörung. Aber wie Angst, Depression und andere psychische Störungen kann sie gelegentlich anpassungsfähig sein. [...] Wir werden sehen, dass Psychopathen eine Reihe von Eigenschaften haben, von denen persönliche Anziehungskraft und ein Talent zur Verstellung nur das Startpaket sind, die nicht nur am Arbeitsplatz, sondern im Alltag generell von Nutzen sein können, vorausgesetzt, man kann damit umgehen.‘ (Seite 14)
Der Forschungspsychologe Kevin Dutton erzählt in seinem Buch von John Wayne Gacy und Emotionalität, Ted Bundy und Saddam Hussein, Evolution und Spieltheorie, warmer und kalter Empathie, Neil Armstrong und Mondlandung, Persönlichkeit und Big Five, Psychopathie-Checkliste und klinischer Diagnose, erfolgreichen und erfolglosen Psychopathen, Dunkler Triade und Reproduktion, Skrupellosigkeit und Furchtlosigkeit, Achtsamkeit und Spiritualismus.
Ich lese gerade vermehrt über Psychopathie, und Duttons Fokus auf Vorteile von Psychopathie fand ich sehr gelungen und sehr spannend. Er bildet die Komplexität von Psychopathie gut ab und widmet sich dem Thema in seiner ganzen Breite. Das hat in meinen Augen echten Mehrwert und zeigt dem Leser, dass das Merkmal Psychopathie mehr ist als Serienkiller und Gewalttätigkeit. Und DAS ist wirklich spannend - und wirklich relevant.
Das Buch lässt sich zudem sehr gut und flüssig lesen, ist dabei sehr informativ, und durch die vielen Studien, deren Studiendesigns teilweise recht ausführlich vorgestellt und deren Ergebnisse sehr anschaulich erklärt werden, sind die Ausführungen gut (be-)greifbar und spannend zu lesen.
Was mir negativ aufgefallen ist, ist die inkorrekte Verwendung des Wortes ‚schizophren‘ (‚Empathie ist schizophren‘ auf Seite 33), was mich immer sehr ärgert, weil es in diesem Kontext schlichtweg falsch ist und Stigmatisierung fördert. Auch die Beschreibung einer Magnetresonanztomografie ist nicht korrekt, was mich etwas verunsichert, was andere Schilderungen im Buch angeht, die möglicherweise auch ungenau bzw. vage sind.
‚Kaum hat man das Wort Psychopath ausgesprochen, tauchen im Kopf Bilder von Serienkillern, Vergewaltigern und verrückten Bombenlegern auf. Was aber, wenn ich Ihnen ein völlig anderes Bild zeichne? Wenn ich Ihnen sage, dass der Brandstifter, der Ihr Haus niederbrennt, in einem Paralleluniversum auch der Held sein könnte, der sich mutig in ein brennendes, einsturzgefährdetes Gebäude stürzt, um nach Ihren Lieben zu suchen und sie dort herauszuholen?‘ (Seite 26) - Laura Labas
Eine Krone aus Herz und Asche
(109)Aktuelle Rezension von: ArasLaura Labas hat es geschafft, die Trilogie mit einem Band abzuschließen, der gleichermaßen emotional, düster und hoffnungsvoll ist.
Alison steht im Zentrum einer Geschichte, die sie bis an ihre Grenzen bringt. Ihr innerer Konflikt – zwischen Vertrauen, Verrat und Liebe – ist greifbar und hat mich beim Lesen vollkommen mitgerissen. Besonders der Verrat durch Gareth und ihr Ringen darum, ob sie ihm jemals wieder glauben kann, haben die Spannung noch intensiver gemacht. Ich habe richtig mit ihr mitgefühlt: Wut, Enttäuschung, Sehnsucht – alles war da.
Die Welt der Dämonen ist noch einmal bildgewaltiger und gefährlicher beschrieben, als ich erwartet habe. Der Showdown mit Morrigan war absolut episch, voller Dramatik und gleichzeitig mit tiefen, emotionalen Momenten durchzogen. Gerade dieser Mix aus Action, Schicksal und Gefühlen hat den Band für mich zu einem echten Pageturner gemacht.
Auch die zentrale Frage – ob Alison Pflicht und Liebe miteinander vereinbaren kann – hat mich bis zum Ende gefesselt. Ohne zu spoilern: Das Ende war für mich eine perfekte Mischung aus Schmerz, Hoffnung und einem würdigen Abschluss der Reihe.
🌙 Fazit:
Ein Finale, das alles bietet: Herzschmerz, epische Kämpfe, Intrigen und eine Liebesgeschichte, die über Welten hinausgeht. Laura Labas bringt ihre Trilogie zu einem mitreißenden und emotionalen Ende, das lange nachhallt.
- Mark Griffin
Dark Call - Du wirst mich nicht finden
(236)Aktuelle Rezension von: rayless75„Dark Call – Du wirst mich nicht finden“ von Mark Griffin lag schon sehr lange auf meinem SUB und durfte nun endlich „an die Luft“. Kriminologie, Psychologie, düsterer Atmosphäre und raffinierter Spannung haben mich überzeugt. Bereits die erste Szene fand ich spannend. Im Zentrum steht Holly Wakefield, eine forensische Psychologin, die sich auf die Psyche von Serienmördern spezialisiert hat. Sie wird von Detective Inspector Bishop zu einer Mordserie hinzugezogen, die in ihrer Brutalität und Präzision erschreckend ist. Schnell zeigt sich: Die Morde folgen einem grausamen Muster, das weit in die Vergangenheit reicht – und Holly selbst scheint auf unheimliche Weise mit dem Fall verbunden zu sein.
Griffin gelingt es sehr gut, eine beklemmende Stimmung aufzubauen, ohne in Klischees zu verfallen. Statt billiger Schockmomente erwarteten mich psychologische Spannung, präzise Sprache und eine dichte Handlung, die mich zum Mitdenken gezwungen hat. Die Beziehung zwischen Holly und Bishop – professionell, aber voller unausgesprochener Spannung – sorgt zusätzlich für Spice.
Die Protagonistin ist hochintelligent, analytisch, zugleich verletzlich und geheimnisvoll. Ihre Vergangenheit bleibt lange im Dunkeln und verleiht ihr eine komplexe Tiefe, die mich neugierig auf mehr gemacht hat. Auch der Täter ist kein typischer Serienmörder nach Standardschema.
Die Handlung entfaltet sich flott, verliert aber nie an Klarheit. Mark Griffin streut gezielt Hinweise, baut Wendungen ein, die mich immer wieder überraschen konnten, und mich ab und an auf falsche Fährten geführt haben.
„Dark Call“ ist ein psychologisch dichter, atmosphärisch starker Roman, der zeigt, wie fesselnd das Genre auch ohne viel Blut sein kann.
Ein klug konstruierter, düsterer Thriller mit Sogwirkung – intensiv, verstörend und absolut lesenswert.
- Bernhard Aichner
Bösland
(292)Aktuelle Rezension von: Janika_CyrillaBösland hat mich absolut überzeugt. Der Schreibstil ist angenehm schlicht, was das Lesen sehr flüssig macht – aber inhaltlich steckt eine Menge drin. Die Geschichte ist spannend, die Themen sind gut recherchiert und mit Tiefe umgesetzt, ohne überladen zu wirken.
Besonders beeindruckt hat mich der Plot-Twist, der wirklich stark und überraschend kam – genau so, wie man es sich von einem guten Thriller wünscht. Aichner versteht es einfach, Spannung aufzubauen und dabei immer wieder unerwartete Wendungen einzubauen, die einen nicht loslassen.
Für mich war Bösland ein weiteres Beispiel dafür, warum es immer wieder eine Freude ist, Bücher von Aichner zu lesen. Packend, clever und atmosphärisch – sehr empfehlenswert!
- Richard Laymon
Die Jagd
(260)Aktuelle Rezension von: lucatrkisHauptcharaktere Jody und Andy mochte ich; ihr Verhältnis zueinander gefiel mir gut. Zwischenzeitlich vergaß ich sogar, dass sie gar nicht wirklich Geschwister waren. Im Buch gab es einige tolle Settings wie Jodys Haus oder das vertrocknete Flussbett, beziehungsweise alle Schauplätze aus dieser Nacht. Das Motel mit der Galerie, (SPOILER) in dem das Wiedersehen mit Andy stattfand, (SPOILER ENDE) fand ich auch noch ganz nett. Erzählt wurde einerseits über Jody und die anderen, anderseits von einem der „Bösen“. Die Teile über Jody gefielen mir, die des Täters jedoch eher nicht. Er erzählte viel aus der Vergangenheit und brachte die Geschichte auch nicht wirklich voran. Das Buch nahm zudem mit der Zeit ab. Während mir der Anfang noch wirklich gut gefallen hatte, mochte ich das Ende eher nicht. (SPOILER) Ebenso meine Sympathie zu Andy wurde weniger, als er Simon nicht einfach erschoss, sondern lieber Jody begaffte. Das verstand ich auch einfach nicht, weil er vorher so sympathisch gewesen war. Zwar hatte er auch einige Witze gerissen, die ein bisschen übertrieben gewesen waren, doch das war nun zu weit gegangen. Und deshalb hatte mich sein Tod auch nicht wirklich im positiven Sinne berührt. (SPOILER ENDE) Abschließend würde ich also sagen, dass der Anfang zwar sehr stark ist, das Buch danach aber nachlässt und am Ende sogar schlecht wird.
- Dennis Lehane
Shutter Island
(288)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderZwei Marshalls kommen nach Shutter Island. Hier soll eine Gefangene Kindsmörderin entflohen sein. Die Insel hat drei große Trakte, wo die psychisch Kranken untergebracht sind. Die Marshalls suchen nach Wahrheit und Hintergründen und alles ist irgendwie seltsam hier. Edward hat immer wieder Alpträume von früher. Seine tote Frau taucht auf und seine Vergangenheit beim Einsatz in den Konzentrationslagern. Er schreckt dann immer aus dem Schlaf auf und irgendwas scheint hier vor sich zu gehen auf der Insel, denn es verschwimmt alles vor seinen Augen und in seinem Kopf und die Migräne wird schlimmer. Aber dann steht Edward vor einem Mann aus seiner Vergangenheit und kommt ins straucheln. Was ist wahr? Wer lügt? Wo gehört er wirklich hin? Der Roman von Dennis Lehane ist eine Wucht und überrascht immer wieder. Die vielen Wendungen, das Legen von Fährten und das eröffnen von sogenannten Wahrheiten, bringt uns Leser auch fast um den Verstand. Es ist wie ein Sog und man kommt von der Insel einfach nicht mehr runter.
- Candice Fox
606
(141)Aktuelle Rezension von: XirxeViel schlimmer kann es kaum kommen: Aus einem Hochsicherheitsgefängnis in der Wüste Nevadas brechen 606 Schwerverbrecher aus, darunter auch jene, die die Todesstrafe erwartet. Sofort beginnt eine bundesweite Menschenjagd, da man ahnt, dass diese Flucht nur der Auftakt ist zu weiteren Verbrechen, die es zu verhindern gilt. Einer der Flüchtigen hat jedoch nur eines im Sinn: seine Unschuld zu beweisen, denn dies wird seine einzige Chance sein.
Alleine die Vorstellung, dass Hunderte von kaltblütigen Killern und sonstigen Gewalttätern auf freiem Fuß sind, lässt einem eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Und tatsächlich kommt es zu einer ganzen Reihe von Vorkommnissen, die einen nur hoffen lassen, so etwa nie erleben zu müssen. Doch die Hauptfigur John Kradle, wegen Tötung seiner Familie zur Todesstrafe verurteilt, will nichts anderes, als den wahren Täter überführen. Allerdings sitzen ihm nicht nur die US Marshals im Nacken, sondern auch Celine Osbourne, die Leiterin des Todestrakts, die aus persönlichen Gründen nur ein Ziel hat: John Kradle wieder hinter Gittern zu sehen.
Obwohl es eine Hauptfigur und deren Geschichte gibt, folgt man als Leserin mehreren Richtungen. Während manche Gefangene schon nach kurzem wieder in ihrer Zelle landen, gelangen andere durch Zufall und enorme Kaltblütigkeit (die jedoch nur angedeutet wird) ans andere Ende der Welt. Und wieder Andere versuchen Pläne umzusetzen, die seit langem vorbereitet wurden. Dazu kommen die Lebensgeschichten von John Kradle und Celine Osbourne, sodass die Geschichte manchmal so wirkt, wie dieser Massenausbruch - ruhe- und rastlos.
Doch es bleibt spannend zu lesen, auch wenn die Lösung des Falles Kradle fast schon unspektakulär daherkommt und insgesamt eher ein Nebenschauplatz ist. Ein Thriller mal etwas anders. - James Lee Burke
Regengötter
(69)Aktuelle Rezension von: wanderer-of-wordsRegengötter ist ein atmosphärisch dichter Thriller mit vielschichtigen, lebendig gezeichneten Charakteren. Die Handlung ist komplex aufgebaut und ineinander verwoben. Man muss dabeibleiben – nicht nur, um Storyline folgen zu können, sondern auch, weil sich die Erzählung Zeit nimmt, ihre Spannung langsam, aber nachhaltig aufzubauen. Mir hat diese behutsame Entwicklung gefallen.
Burke hat eine lebendige und atmosphärische Erzählweise, Natur und Umgebung spielen für ihn eine große Rolle, sie sind mehr als bloße Kulisse. Die oft karge, trockene und staubige Landschaft des amerikanischen Südens wird greifbar beschrieben, man schmeckt den Staub auf der Zunge und spürt die flirrende Hitze.
Fazit
Regengötter ist kein Buch das man hastig nebenbei liest. Es ist ein Roman der sich nach und nach entwickelt und dem man Zeit schenken sollte. Für mich eindeutig lesenswert – und mit Sicherheit nicht das letzte Werk, das ich von James Lee Burke lesen werde. - Elias Haller
Asche und alter Zorn
(11)Aktuelle Rezension von: Nika488Mit Asche und alter Zorn liefert Elias Haller den vierten Teil der Erik-Donner-Reihe – und erneut einen Thriller, der mit Rätseln, Nervenkitzel und düsteren Abgründen fesselt.
Schon der Einstieg ist packend: Eine bestialisch zugerichtete Frauenleiche unter den Teufelsbrücken sorgt für Gänsehaut, und schnell wird klar, dass der Täter ein perfides Spiel spielt – ein Spiel, das sich an einer Filmvorlage orientiert. Die Polizei jagt nicht nur einen Mörder, sondern auch eine Geschichte, die bereits geschrieben scheint. Besonders spannend wird es, als Kommissar Erik Donner selbst ins Visier des Psychopathen gerät.
Was das Buch ausmacht:
- Ein durchdachtes Katz-und-Maus-Spiel, das den Leser immer wieder aufs Glatteis führt.
- Die filmischen Bezüge sorgen für ein außergewöhnliches und atmosphärisch dichtes Setting.
- Erik Donner bleibt ein faszinierender Charakter, kantig, unkonventionell und nicht immer leicht zu durchschauen.
Ein kleiner Minuspunkt: Manche Szenen sind extrem brutal, was nicht jeder Leser mögen wird. Zudem hätte ich mir an manchen Stellen noch mehr Tiefgang in der Psychologie des Täters gewünscht.
Fazit: Asche und alter Zorn ist ein rasanter Thriller mit cleveren Wendungen und einem fesselnden Plot. Wer düstere Spannung mit filmreifer Inszenierung liebt, sollte diesen Band definitiv lesen!
- Vera Kurian
P.S. Morgen bist du tot
(80)Aktuelle Rezension von: julia___Die Story beginnt gleich relativ interessant und vielversprechend. Es herrscht immer eine gewisse Spannung.
Durch die verschiedenen Sichtweisen erhält man einen guten Eindruck und entdeckt immer wieder neue Hinweise. Meiner Meinung nach hätte es ein wenig detailreicher sein können (vor allem das Ende). Insgesamt war es spannend, wendungsreich, nicht so vorhersehbar und mal was anderes.
Ich habe es gerne gelesen, doch irgendwas hat gefehlt, ein Funken. Trotzdem kann ich es empfehlen.
- Camilla Grebe
Wenn das Eis bricht
(116)Aktuelle Rezension von: misery3103Im Haus des bekannten Unternehmers Jesper Orre wird eine geköpfte Frau gefunden, der Mann ist verschwunden. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren. Da der Fall an einen Fall von vor 10 Jahren erinnert, wird Hanne, die Kriminalpsychologin, die bei den Ermittlungen geholfen hat, auch bei diesem Fall hinzugezogen. Was geschah wirklich in Orres Haus und wie hängen die beiden Fälle zusammen?
Das Buch ist in wechselnden Kapiteln zwischen Hanne, Emma und Peter erzählt. Hanne, die an beginnender Demenz leidet und beim letzten Fall eine Beziehung mit dem Ermittler Peter hatte, Peter, der nach der Sache damals keinen Kontakt mehr mit Hanne hatte, und Emma, die im aktuellen Fall eine Rolle spielt, von der man als Leser aber nicht genau weiß, wie diese Rolle aussieht. Gerade die Kapitel, die sich mit Emmas Leben beschäftigen, sind sehr spannend und haben mich total in ihren Bann gezogen. So wie das ganze Buch: Es entwickelt einen unerklärlichen Sog, obwohl es weniger spannend als einfach faszinierend ist.
In allen Kapiteln erfährt man ganz nebenbei eine Menge aus den Leben der handelnden Personen, was sehr fesselnd ist. Obwohl ich die Zusammenhänge geahnt habe, war ich am Schluss doch überrascht, denn mit diesem Ablauf hatte ich nicht gerechnet.
Ein psychologisch clever aufgebauter Thriller, der mich wirklich in seinen Bann gezogen hat. Gut!
- Frank Kodiak
Nummer 25
(76)Aktuelle Rezension von: RabeaNummer 25 ist ein hervorragend konstruierter Thriller, der es meisterhaft versteht, seine Leser stundenlang zu fesseln und dabei tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt. Der Spannungsbogen bleibt durchgehend extrem hoch, und immer wieder wird man auf falsche Fährten gelockt – Fährten, die ihre Wurzeln weit in der Vergangenheit haben und die Handlung dadurch noch vielschichtiger machen.
Frank Kodiak gelingt es, eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen und gleichzeitig ein raffiniertes Spiel aus Täuschung und Wahrheit zu inszenieren. Jede Wendung sitzt, jede Enthüllung überrascht, und bis zum Schluss weiß man nie genau, wem oder was man trauen kann.
Ein intensiver, wendungsreicher Thriller, der packt, mitreißt und lange nachhallt.
- Lars Kepler
Der Spiegelmann
(131)Aktuelle Rezension von: Hortensia13Als Jonna Linna an einen Tatort gerufen wird, muss er sich einem schrecklichen Anblick stellen. Ein Mädchen wurde an einem Klettergerüst qualvoll gehängt. Es stellt sich heraus, dass sie vor Jahren auf dem Heimweg spurlos verschwunden ist. Wo war sie in der Zwischenzeit? Was ist mit ihr geschehen? Einzig ein Zeuge könnte etwas Licht in dieses Verbrechen bringen. Aber dieser ist zu traumatisiert, um zu reden. Jonna Linna bittet daher den Hypnotiseur Erik Maria Bark um Hilfe.
Dieses Buch ist der achte Band der «Kommissar Joona Linna»-Reihe. Spannend fand ich die Verknüpfung mit dem Hypnotiseur aus dem ersten Band. Die Geschichte hat ihren Sog, auch wenn Jonna oft nicht richtig bei den Ermittlungen weiterkommt. Man leidet regelrecht mit den Opfern mit, die wirklich brutal behandelt und ermordet werden. Aber für diese Brutalität ist diese Reihe auch bekannt, auch wenn die Autoren hier noch eine weitere Schippe draufgelegt haben.
Mein Fazit: Sehr brutaler Krimi, aber auch äusserst spannender Fall. 5 Sterne.
- Mo Hayder
Der Vogelmann
(478)Aktuelle Rezension von: Matthias_KrauseAuch in diesem Thriller schleppt der Ermittler ein Trauma aus der Kindheit mit sich herum. Eigentlich ein gängiger Plott aus zahlreichen Krimis und Psychothrillern. Jedoch gelingt es Mo Hayder ihren Figuren dabei Vielschichtigkeit zu verleihen. Nicht nur den Polizisten Jack Caffery zeichnet sie komplex und mit viel Liebe zum Detail, auch die gesamte Handlung des Thrillers baut sich für mich gekonnt auf und bietet weitaus mehr als ein Krimi vom Fließband. Sie schafft es immer wieder, mich zu schockieren und aus den Socken zu hauen. Für alle empfehlenswert, die den ungewöhnlichen Thrill suchen und nicht zartbesaitet sind.
- Jack Ketchum
Amokjagd
(175)Aktuelle Rezension von: ZeilenfantasyDa ich Evil von Jack Ketchum nicht schlecht fand, wollte ich einfach mal ein anderes Buch von ihm lesen da ich schon so viel Gutes von Ihm gehört habe. Entweder war ich einfach nicht in der Stimmung für das Buch, eben nicht der richtige Zeitpunkt, oder es war wirklich nicht so gut wie erwartet.
Carole möchte sich aus den Fängen ihres gewalttätigen Ex-Mannes befreien und beschließt diesen mit ihrem Liebhaber Lee umzubringen. Während der Tat werden sie von Wayne beobachtet. Dieser hat schon seit längerem Gewaltfantasien und den Wunsch auch mal die Erfahrung zu machen wie es ist einen Menschen umzubringen und ist völlig Beeindruckt von den Zweien. Er besitzt sogar ein Notizbuch, gefüllt mit Opfern die er erledigen möchte. Er sieht in dem Paar potentielle Komplizen. Er entführt Lee und Carole und zwingt die beiden, ihn bei seiner kranken Amokjagd zu begleiten...
Das Cover ist schlicht aber ganz ansprechend, die Fingerabdrücke in der Schrift finde ich super. Der Schreibstil ist locker und angenehm zu lesen. Was ich an seinen Büchern, die ich bisher gelesen habe, toll finde ist, dass man auch mal tiefere Einblicke in die Psyche der Mörder bekommt, warum sie so handeln wie sie handeln, wie sie die Taten vor sich selbst rechtfertigen und wie sie mit der Schuld leben. Auch die kurzen Einblicke in dem Tun und Denken der Opfer, kurz bevor sie sinnlos sterben müssen, nur weil gestörter Lust am Morden hat, finde ich eine interessante Perspektive. Ich hatte leider wirklich Schwierigkeiten Sympathie mit den Haupt Charakteren zu entwickeln, hier war niemand dabei, den ich wirklich ansprechend fand. Die Geschichte war sehr vorhersehbar, ohne wirkliche Überraschungen oder Wendungen. Lediglich am Ende musste ich etwas schlucken, als Wayne noch so viele wie möglich von seiner Liste abhaken möchte.
- Freida McFadden
Never Lie (English Edition)
(40)Aktuelle Rezension von: Andreas_Trautweinsuper spannend wieder geschrieben. Ich war sehr schnell in der Phase, wo ich wissen wollte, wie es weitergeht. Nur am Anfang denke ich, war ein Fehler. Wie kann es Spiegelungen vom Mond auf dem Fenster geben, wenn es draußen einen Schneesturm hat? Seltsam. Sonst, überzeugte mich das Buch zu 100% und kann es jedem empfehlen.
- Arne Dahl
Sechs mal zwei
(95)Aktuelle Rezension von: priyatoxin83Spannend, interessant und verwirrend, so dass man am Anfang erst gar nicht draufkommt. Teilweise konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Beschreibungen des skandinavischen Nordschwedens haben mir dabei sehr gut gefallen. Doch das Ermittlerpaar ist mir immer noch etwas suspekt. Berger ist mir manchmal zu unentschlossen, ängstlich und Blom dagegen zu forsch, direkt und stürzt sich zu schnell auf alles. Beide sind mir auch in diesem Band noch undurchsichtig und ich finde sie nach wie vor nicht passend zusammen.
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(66)Aktuelle Rezension von: Jojo4102Eigentlich kann man mit Fitzek grundsätzlich nichts falsch machen. Und bei den meisten Büchern trifft das zu. Aber dieses hier war ein Reinfall für mich.
Ich fasse mich kurz, da ich über das Ende nicht urteilen kann:
- es ist ein Thriller und ich persönlich hab nicht genau hingeschaut (ich hab's eher so speziell mit Psychothrillern)
- Inspiriert von The Purge heißt für mich nicht nahezu das Gleiche. (klar gibt's Änderungen, aber im Großen und Ganzen habe ich schon mehr Abweichungen erwartet, die nicht nach den ersten 3 Seiten erahnen lassen, dass es die Grundlage war, ohne die Information vorher zu lesen)
- Die Charaktere waren einfach irgendwie doof, wurde nicht warm mit den beiden.
- Die 'Bösen" machen nicht gerade einen gefährlichen Eindruck. Bisschen fanatische Jagd nach Klicks, aber ich hätte auf Rachegelüste oder ähnliches gehofft und nicht auf ausschließliche Geldgeilheit.
- Die erste Hälfte kann ich mit einem Satz zusammenfassen: Ben erfährt als Letzter von der AchtNacht und rennt anschließend genau wie Arezu von A nach B.
Das sollte bei einem guten Thriller nicht so sein😂
- Dass diese AchtNacht bei gefühlt der Hälfte der Bevölkerung immernoch ein Internetgerücht ist, hat so schnell die Spannung aus den Seiten genommen, dass das nicht mehr zu retten war. Ein bisschen wie wenn man als Kind erfährt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt und sich am folgenden Weihnachten Papa immernoch im Weihnachtsmannkostüm neben den Karmin stellt und versucht dich vom Gegenteil zu überzeugen.
Dass sie wenigstens schockierende Realität ist wäre ansprechender gewesen.
- Diesen Massenpsychologie Punkt der das Buch ausmacht ist gut und interessant, aber das hätte man so viel besser aufbauen können. Zum Beispiel im Stil vom Seelenbrecher, wo das Buch ein Protokoll über ein Experiment ist. Und mit mehr Drama, mehr Leuten die sehen wie brutal die Menschen werden können etc. Das hat so viel Potential gehabt, aber davon wurde gar nichts genutzt.
- Normalerweise fliegt man durch Fitzek Bücher, wie es andere User auch schon erwähnt haben. Aber hier war ich froh, wenn ich ein Kapitel mehr gelesen habe, weil es eins weniger bis zum Ende war. Damit ich guten Gewissens was anderes lesen kann, ohne einfach ein Buch nur halb gelesen zu lassen. Aber meine Liebe zum Lesen hat gewonnen und ich hab was anderes angefangen um mich vor einer Leseflaute zu retten die unter Garantie gekommen wäre, hätte ich versucht das Buch krampfhaft zu beenden.
Sorry Herr Fitzek, aber das war nix ^^
Wie sagt man so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel, das nächste wird wieder ein Brecher 😂
- Ellison Cooper
Knochengrab (Ein Sayer-Altair-Thriller 2)
(145)Aktuelle Rezension von: isabellepf"Knochengrab" von Ellison Cooper, ist Band 2 der Sayer-Altair-Reihe.
Tief in der Wildnis des Shenandoah Nationalparks, spürt ein Polizeihund eine Grube mit menschlichen Überresten auf. Es handelt sich um 20 Jahre alte Knochen. Der Fall gewinnt schnell an Brisanz als FBI-Agentin Sayer Altair und ihr Team in der Grube zwei weitere, nur wenige Tage alte Leichen finden. Die Spur führt zu einer vor kurzem in der Gegend vermissten Mutter und ihrer Tochter. Sayer vermuter einen Zusammenhang zwischen den Fällen doch sie bekommt Gegenwind aus den eigenen Reihen. Auch scheint der Mörder ihnen immer einen Schritt vorraus zu sein.
Ellison Cooper hat mit dem zweiten Band der Sayer-Altair Reihe einen atmoshärisch, actionreichen Thriller geschrieben, der einige Parallelen zum ersten Band aufzeigt. Schnell fühlt man sich mitten im Geschehen und mit den Charakteren verbunden. Die einzelnen Figuren sind mit Ecken und Kanten gut ausgearbeitet. Die Handlung baut sich durch die bildhaften Beschreibungen der Schauplätze atmosphärisch auf, wodurch das Geschehen aufgelockert und somit für besten Unterhaltungswert sorgt. Wendungsreiche Handlungsstränge und ein straff gespannter Spannungsbogen beleben die Geschichte und sorgen für ein zügiges vorankommen. Der Schreibstil liest sich locker, leicht und fliessend.
Insgesamt ein gelungen atmosphärisch und actionreiche Fortsetzung die für gute Leseunterhaltung sorgt.























