Bücher mit dem Tag "psychopharmaka"

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36 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bestimmung (ISBN: 9783570309360)
    Veronica Roth

    Die Bestimmung

     (6.440)
    Aktuelle Rezension von: tobi101996

    In dem Buch Die Bestimmung (1) von Veronica Roth, geht es um Beatrice auch genannt Tris, welche bei den Altruan (Selbstlosen) aufgewachsen ist. Es gibt in dieser Zukunft 5 Fraktionen, einmal Altruan – die Selbstlosen, Candor – die Freimütigen, Ken – die Wissenden, Amite – die Friedfertigen und Ferox – die Furchtlosen. Als sie 16 Jahre alt ist, wird sie in einem Test gestetet zur welcher Fraktion sie einmal gehören wird. In dem Test kommt heraus, das Tris zu den Unbestimmten gehört, was sehr schlecht ist, da diese auf der Straße leben und vollen verachtet werden. Trotzdem bekommt sie Hilfe und entscheidet sich für die Ferox die Furchtlosen. Auch wenn sie es am Anfang nicht einfach hat bei ihrer neuen Fraktion, sie ist zufrieden. Jetzt ist nur noch die Frage, wird sie als Unbestimmte in der Fraktion auffallen ? Und wird sie eine vollwertige Ferox werden, weil nicht alle vollwertige Ferox werden, sondern nur 10 von allen ?

    Meine Meinung:
    Ich fand die Geschichte spannend und flüssig zu lesen/ hören. Die Geschichte ist ein guter Auftakt zu einer spannenden Trilogie. Tris als auch Four sind mir beide sympathisch geworden, sie sind beide stark und auch schwach, wa sie menschlich werden lässt. Mir hat es gut gefallen, wie die Geschichte erzählt wurde und wie einem auch die Zukunft erklärt wurde. Die Zukunft in der sie beide leben, ist düster, strickt und teilweise auch ziemlich hart. Wenn ich das Buch und den Film Vergleiche, gibt es einige Unterschiede besonders am Anfang, was mich aber persönlich nicht gestört hat. Jetzt freue ich mich schon auf Band 2, da Band 1 mit einem Cliffhanger geendet hat.

    Fazit:
    Ein toller Auftakt zu einer spannenden Trilogie in einer Zukunft, die komplett anders ist. Ich freue mich schon auf Band 2.

  2. Cover des Buches Leopardenblut (ISBN: 9783802581526)
    Nalini Singh

    Leopardenblut

     (1.115)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Nicht schlecht, defintiv nicht schlecht. Da ich solche Bücher generell mag, kam es bei mir auch ganz gut an und ich habe nichts anderes erwartet.

    Das Buch ist nicht auf der humorvollen, leichten Seite, wie zum Beispiel die „Dark Ones“-Reihe von Katie MacAlister angelegt, sondern eher leicht düster (wenn man es so nennen kann), wie die „Black Dagger“-Reihe von J.R. Ward. Ich mag die humorvollen Geschichten jedoch generell etwas lieber, was nicht heisst, das ich solche Geschichten nicht auch sehr gerne mag.

    Was mich überrascht hat, sind die Medialen. Ich erwartete die typische normale Frau, die einen heissen und mysteriösen Typen kennenlernt und erst dann erfährt, dass dieser Typ nicht ein Mensch ist (oder zumindest nicht ganz). Die Medialen und die Gestaltwandler kennen sich jedoch und sind allesamt Teil der menschlichen Gesellschaft, auch wenn sie in ihren eigenen Netzwerken auch eigene Regeln haben. Als Sascha also Lucas kennenlernt, weiss sie schon vorher was er ist und macht auch kein grosses Ding daraus.

    Die Medialen selbst sind eine wahnsinnig interessante Gruppe. Ich hätte diesen Teil der Geschichte gar nicht erwartet und würde am liebsten gerne mehr über sie lesen, denn es ist wirklich interessant, wie sie dargestellt werden. Jedoch würden sie wohl keinen so guten Roman in dieser Art abgeben, denn, wie es auch im Buch so schön verglichen wird: „Sex mit einer Medialen ist wie Geschlechtsverkehr mit einem Betonklotz.“ :P

    Was mir jedoch gefehlt hat, war die Verwandlungen der Gestaltwandler. Der tierische Instinkt ist einfach mehr ein Teil von ihnen und sie verwandeln sich glaube ich so gut wie nie in ein vollständiges Tier (oder vielleicht doch und ich habe einfach die Stelle überlesen, was auch gerne mal sein kann).

    Zum Teil auch Gott sei Dank, denn Gestaltwandler an sich sind ja interessante Charaktere, aber wenn sie sich beim Sex verwandelt hätten, hätte es mir wohl nicht so gut gefallen. Das ist so wohl auch besser. :P

    Der Teil mit dem Mord war ganz okay, auch wenn so etwas mehr ins krimihafte fällt, was weniger meins ist und ich diese Stellen normalerweise nicht ganz so genau lese. Vielleicht habe ich dadurch etwas grossartiges verpasst, aber mir hat die Geschichte auch so sehr gut gefallen.

    Im Gesamten also ein ziemlich interessanter erster Teil. Solche Bücher sind sich ja immer recht ähnlich und da ich sie allgemein mag, kommen sie bei mir auch gut an. Im Vergleich zu einigen anderen ähnlichen Büchern, konnte dieses Buch aber nicht die Spitze erreichen. Irgendetwas kleines fehlte einfach noch, auch wenn ich nicht weiss, was es wäre (vermutlich das Lockere an der Geschichte). Ich werde die Reihe aber, falls ich weitere Teile finden sollte, defintiv weiterlesen. Deshalb gibt von mir vier von fünf Sternen.

    (Die Rezension ist schon um einiges älter (2019), wurde nun aber von meinem Amino Leserunde für diese Seite noch übernommen (und dafür noch leicht angepasst), damit ich sie mit mehr Leuten teilen kann. Weitere ältere Rezensionen werde ich ebenfalls noch teilen). :)

  3. Cover des Buches Mängelexemplar (ISBN: 9783596511891)
    Sarah Kuttner

    Mängelexemplar

     (1.191)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Karo führt ein ganz normales Leben in Berlin. Sie hat einen Job bei einer Agentur, ist in einer Beziehung und hat Familie und Freunde um sich. Nachdem sie ihren Job verloren hat, stellt sie viel in Frage und trennt sich von ihrem Freund. Über Nacht bekommt sie plötzlich Panikattacken, fühlt sich furchtbar und ist nicht mehr fähig am "normalen" Leben teilzunehmen. Erst durch ihre Therapeutin und die Einnahme von Antidepressiva kommt sie sich selbst wieder näher. Ach, @diekuttner ... Bei KURT war ich schon total geflasht (eines meiner Lieblingsbücher in 2020) und auch bei diesem Buch habe ich mich wieder gefragt wie man so gut schreiben kann... Als Leser hat man das Gefühl Karo ganz nah zu sein, ihre Hand zu halten während man mit ihr in der Achterbahn der Gefühle fährt. Man möchte sie umarmen und sagen, dass alles gut werden wird. Ein tolles Buch über Depressionen, Ängste, die Stolpersteine des Lebens und liebe Menschen, die einen in dieser Zeit unterstützen. PS: Wenn man Zahnschmerzen hat, geht man doch auch zum Zahnarzt, oder?! Think about it!

  4. Cover des Buches Ewig Dein (ISBN: 9783552061811)
    Daniel Glattauer

    Ewig Dein

     (609)
    Aktuelle Rezension von: Bibliokate

    Daniel Glattauer hat es meiner Meinung einmal wieder geschafft. Er erzählt in seinem Roman "Ewig dein" eine Geschichte die man unbedingt weiterlesen muss wenn man einmal angefangen hat. Die Handlung dreht sich um Judith die im Supermarkt scheinbar ihrem Traummann begegnet. Er ist gutaussehend, erfolgreich, Single und versteht sich sogar mit ihren Freunden. Was ihr allerdings nicht auffällt ist das Hannes sich still und heimlich in ihr Leben schleicht und eine regelrechte Obsession entwickelt was Judith angeht. Als immer offensichtlicher wird wie Problematisch diese Beziehung zu einem Menschen wie Hannes ist versucht Judith sich von ihm zu lösen, doch das ist leichter gesagt als getan mit einem Mann der einen buchstäblich nicht aus den Augen lässt.


    Dieser Roman hat mir durchgehend Gänsehaut verschafft und ich war begeistert und abgestoßen zugleich. Begeistert von der Schreibweise Glattauers, der Art wie die Geschichte erzählt wird und der Spannung die erzeugt wird. Abgestoßen hat mich die Art der "Beziehung" die man schon eher als Besessenheit oder Stalking bezeichnen müsste. Ein großartiger Roman der es schafft sehr viel Emotionen zu erzeugen. 

            

  5. Cover des Buches Mein böses Herz (ISBN: 9783570308912)
    Wulf Dorn

    Mein böses Herz

     (454)
    Aktuelle Rezension von: Sofie21

    Ich finde das Buch wirklich gelungen. Das Ende ist auf jeden Fall überraschen! Der Autor beschreibt alles sehr gut. Ich konnte die Reaktionen und Handlungen der Personen gut nachvollziehen. Doro wird für verrückt gehalten und sie versteht einfach nicht warum ihr niemand glaubt. Ich verstehe das sie das nicht schön findet. Selbst als ihre Mutter nicht mehr an sie glaubt, gibt sie nicht auf. Die Rückblicke und Erinnerungen finde ich toll. Insgesamt finde ich es wirklich gelungen. Ein schönes Buch und nur zu empfehlen.

  6. Cover des Buches Breakdown - Sie musste sterben. Und du bist schuld (ISBN: 9783734102646)
    B.A. Paris

    Breakdown - Sie musste sterben. Und du bist schuld

     (99)
    Aktuelle Rezension von: goldfisch17

    Die beliebte Lehrerin Cass leidet an einer genetischen Krankheit. Demenz im Frühstadium, doch zum Glück hat sie einen lieben Mann und ihre Freundin, welche sie tatkräftig unterstützen. Ein wenig ZU fest unterstützen. 

    Ein grausames Meisterwerk was der eigene Mann und die beste Freundin angestellen.

  7. Cover des Buches Ihr einziges Kind (ISBN: 9783492310123)
    Barbara Wendelken

    Ihr einziges Kind

     (50)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Geschafft! Ein spannender Krimi mit einem schlüssigen Ende, das so nicht vorhersehbar war. Immer wieder leitet die Autorin ihre Leser auf vermeintlich richtige Fährten, die sich dann doch als Sackgasse herausstellen. Wer war nun schuldig, wer hatte was mit wem und wer ist denn nun der Vater des kleinen Caspar? Ist es Cord oder doch ein Lover der gar nicht so braven Silvana? 

    Sehr gut gefallen hat mir auch, dass das Privatleben der Ermittler immer wieder beleuchtet wurde. Ob das wohl irgendwann nochmal was wird mit Nola und Renke? 

    Zur Grundstory gibt es dem Klappentext nicht viel hinzuzufügen. Es ist aber schon erstaunlich, welche Skelette hier aus Kellern gezogen werden, welche Geheimnisse nach und nach ans Licht kommen und wer hier wessen schmutzige Wäsche wäscht. Der Krimi führte mich nach Ostfriesland ins fiktive Städtchen Martinsfehn, während mich das echte Leben gerade aus Norddeutschland wieder nach Hause gespült hat. Ich habe immer noch den Meeresgeruch in der Nase und vergebe für diesen dritten Teil der Reihe die beiden ostfriesischen Kommissare gerne vier von fünf Sternen.  

  8. Cover des Buches Menschensöhne (ISBN: 9783404155309)
    Arnaldur Indriðason

    Menschensöhne

     (249)
    Aktuelle Rezension von: Schattenfrau

    Es ist mein erster Erlendur. Der Zeitraum spielt Ende der 90er. Als gewisse Themen in der Presse waren, passt das auch, wenn man am Ende erfährt um was es geht. Es ist schon witzig, denn man merkt es daran, dass Mobiltelefone nicht viel auftauchen. Das hat auch was. Erlendur und sein Partner spielen eine indirekte Rolle. Es wird mehr aus der Sicht der Opfer erzählt bzw. durch viele Flashbacks in die Vergangenheit. Einige Wiederholungen fand ich manchmal anstrengend und der Spannungsbogen war mässig. Alles in allem gefällt der Krimi mir gut, ich werde auch die restliche Reihe lesen. Isländische Autoren schreiben scheinbar anders und ausführlicher als schwedische und finnische ;). Lest selbst!

  9. Cover des Buches Finde mich - bevor sie es tun (ISBN: 9783734105029)
    J.S. Monroe

    Finde mich - bevor sie es tun

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Rosa hat sich vor fünf Jahren das Leben genommen. Jar, ihr Freund hat nie an Suizid geglaubt, und ist davon überzeugt, dass Rosa Schreckliches zugestoßen ist, sie aber noch lebt.

    Als er nach Jahren plötzlich eine Nachricht von Rosa erhält, weiß Jar nicht mehr was er glauben soll. Ist er jetzt völlig verrückt, oder will ihn jemand in den Wahnsinn treiben? Eine spannende Reise in die Vergangenheit beginnt.

    Auch bei diesem Thriller war ich bereits nach den ersten paar Seiten gefesselt. Abwechselnd wird aus der Vergangenheit und der Gegenwart erzählt. Als Jar Rosa Tagebuch per Zufall erhält, taucht er in das Leben vor dem Unfall ein und erfährt Stück für Stück die Wahrheit. Eine Achterbahnfahrt voller irrer Wendungen beginnt. Wer hinter dem Ganzen steckt und was damals wirklich passiert, ist Hut ab vor so viel Fantasie! Ein spannender Plot der mitreißt, bis zum Ende wusste man als Leser nicht, wer nur der Verantwortliche hinter der ganzen Geschichte ist. Als das Geheimnis gelüftet wurde, war ich sehr überrascht.

    Fazit: Toll gemachter Psychothriller, der fesselt und erschüttert.

  10. Cover des Buches Dark Memories - Nichts ist je vergessen (ISBN: 9783596036998)
    Wendy Walker

    Dark Memories - Nichts ist je vergessen

     (266)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Bereits auf den ersten Seiten wird schonungslos von Jennys Martyrium berichtet – harter Tobak direkt zum Einstieg! Abgesehen von diesem heftigen Anfang entwickelt sich bei „Dark Memories – Nichts ist je vergessen“ aber eher ein dialogreiches Kammerspiel, in dem man sich nie sicher sein kann, dass man die ganze Wahrheit erfährt. Über weite Strecken überwiegt das Drama, so dass hin und wieder die Spannung verloren geht.

    Vor allem die Perspektive, aus der Walker erzählt, ist interessant. Denn die Leser erfahren alles aus Sicht von Ich-Erzähler Psychiater Alan Forrester, der nicht nur Jenny behandelt, sondern auch andere Familienmitglieder, und dadurch den meisten Einblick in das Innenleben der Charaktere gewinnt.

    So begleiten die Leser die gesamte Familie Kramer. Natürlich geht es um das schreckliche Verbrechen und um die Tätersuche – wer hat Jenny so etwas Grausames angetan? Aber vielmehr geht es auch darum, wie sich die Familie dadurch verändert, was dieses Erlebnis aus dem bisher so harmonischen Gefüge macht und wie die involvierten Menschen damit umgehen.

  11. Cover des Buches Himmelstal (ISBN: 9783458359418)
    Marie Hermanson

    Himmelstal

     (91)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87
    Marie Hermanson ist eigentlich eine meiner
    Lieblingsautorinnen, aber dieses Buch konnte
    mich leider nicht überzeugen. Zwar war es
    durchaus spannend und wartete mit einer
    tollen Atmosphäre in einem schönen 
    Natur-Setting auf, jedoch hat mich der doch
    sehr naive Protagonist immer wieder 
    kopfschüttelnd und wütend zurückgelassen.
    Dessen Verhalten, Sichtweisen und Aussagen
    haben die eigentlich vielversprechende
    Geschichte leider immer weiter ins 
    Unglaubwürdige und Abstruse gezogen. 
    Schade: Die Idee und vor allem die Fähigkeiten
    einer Marie Hermanson wurden hier 
    überhaupt nicht ausgenutzt.Lieblingsautorinnen 
  12. Cover des Buches Honey Badgers (ISBN: 9783492282017)
    G. A. Aiken

    Honey Badgers

     (30)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Stevie Stasiuk-MacKilligan hat es nicht leicht in ihrem Leben, als Wunderkind erwarten alles großes von ihr und ihre Schwestern bringen sich ständig in Gefahr und ihre Vater ist ein mordlustiger Honigdachs- Gestaltwandler. Stevie selbst ist ein einziges Nervenbündel. Shen Li ist ein richtiger Panda und sorgt dafür das Stevie sich ab und zu entspannt.

    Zurück zu den durchgeknallten Schwestern. Nach dem ersten Band der Reihe, freue ich mich zurück zu sein. Gleich nach den ersten Seiten fühlte ich mich wieder wie Zuhause. Die MacKilligan´s sind einfach der Wahnsinn und dafür liebe ich diese Charaktere. Es geht um die "Verrückte" oder auch jüngste. Obwohl alle drei schon etwas abgedreht sind. :) Ich mag sie und ihre Reaktionen, die nicht immer so sind wie erwartet. Ok, eigentlich nie so wie man denkt. Man lernt Shen Li besser kennen und das verhalten von Panda Gestaltwandler. Er ist irgendwie der Ruhepool in dieser Geschichte. Sorgt gleichzeitig auch für die ganze Leidenschaftlichen Szenen. Natürlich tauchen auch alte Bekannte auf und die Geschwister bringen sie mal wieder in Schwierigkeiten. Man lernt aber auch ein paar neue Figuren kennen. Im großen und ganzen wieder eine spannende, humorvolle und leidenschaftliche Geschichte.

  13. Cover des Buches Atme nicht (ISBN: 9783407811325)
    Jennifer Hubbard

    Atme nicht

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Toni99

    In Jennifer Hubbards "Atme nicht" wird die Geschichte eines Jungen nach einem Klinikaufenthalt wegen seiner Depressionen und die Entwicklung einer Freundschaft zu einer Schulkameradin erzählt. Ein Spannungsbogen darf in einem Jugendbuch natürlich auch nicht fehlen. 

    Was mir gefallen hat (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): 

    Die Erfahrungen des Protagonisten aus der Klinik und mit seiner Erkrankung werden so authentisch und detailreich geschildert, dass ich mich in meine eigene vor einigen Jahren zurückliegende stationäre Behandlung sehr zurückversetzt gefühlt habe. Außenstehende bekommen meiner Ansicht nach eine mehr oder weniger realistische Vorstellung davon, mit welchen Gefühlen so ein Klinikaufenthalt verbunden ist und welche Rolle beispielsweise Mitpatienten für einen selbst spielen können. 

    Die Gefühle der beiden Hauptfiguren sind meiner Meinung nach nachvollziehbar. Das Bedürfnis Gefühle zu betäuben, die Beschreibung der Depression als eine Glasscheibe, hinter die man sich verbannt fühlt, die Verwirrung angesichts erster romantischer Gefühle waren definitiv Aspekte, denen ich etwas abgewinnen konnte. 

    Was mir nicht gefallen hat (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): 

    Einige wenige Teilhandlungen und manche beschriebenen Gefühle entbehren meiner Ansicht nach einer gewissen Logik. (Z.B. die Beschreibungen der Eltern fand ich teils sehr widersprüchlich. Und auch Ryans manchmal sehr harmlos beschriebene Gefühle, wo ich eher einen Gefühlsausbruch erwartet hätte, lasen sich für mich in dem Moment komisch.) 

    Stilistisch ist es ausbaufähig. Da es ein Jugendbuch ist, sind die Ansprüche vermutlich auch nicht so arg hoch, aber für mich als Laien im Verfassen prosaischer Texte gab es dennoch einige Kleinigkeiten, die man noch besser hätte umsetzen können. 

    Ausbaufähig ansonsten ist: 

    Die Rolle der Eltern in der Erkrankung des Protagonisten wird für mich nicht hinreichend behandelt, dabei sehe ich (als Psycho-Erfahrene) einige eindeutige mögliche Indizien für die Depression, die in einer Psychotherapie auf jeden Fall erörtert würden. Generell wird der Rolle der Psychotherapie nur selten mehr als lästig empfundenes "Bemuttertwerden" zugesprochen. 

    (Ich finde es etwas schwierig, meine Meinung in dieser Rezension festzuhalten, ich bin noch nicht so geübt im Rezensionen-Schreiben. ^^ Und ich glaube auch, dass meine eigene Klinikerfahrung, mit der ich Teile der Geschichte abgleichen kann, nicht gerade dazu beitragen, dass ich in allen Aspekten den perfekten Über- und Durchblick habe. :) ) 

    Insgesamt finde ich es dennoch ein wichtiges Buch. Für Jugendliche kann ich es empfehlen, wenn sie eventuell auch jemanden haben, mit dem sie sich danach in einem geschützten Rahmen austauschen können. Ansonsten könnte es eventuell auch falsche positiv besetzte Rollen transportieren, da bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, inwieweit das kranke Verhalten und Fühlen in der Geschichte wirklich auch als solches dargestellt und diskutiert wird. Für Erwachsene, die Interesse an diesen Themen haben, finde ich es auch durchaus empfehlenswert, sofern es nicht die einzige Literatur auf diesem Gebiet bleibt. Meine Kritikpunkte sind vom Anteil her in dieser Rezension zwar nicht von geringem Ausmaß, aber vor dem Hintergrund der Pros sind jene eher als "Wermutstropfen" meinerseits anzusehen. Generell sollte noch angemerkt sein, dass das Buch keine Stimmungsbombe ist. Wenn man gerade selbst am Struggeln ist, sollte man vielleicht noch ein wenig mit der Lektüre warten. 

  14. Cover des Buches Du stirbst zuerst (ISBN: 9783492269001)
    Dan Wells

    Du stirbst zuerst

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Shari_Warii_bookaholic_

    "Mein Name ist Michael, und ich habe Visionen. Gesichtslose Monster verfolgen mich. Doch das ist noch mein geringstes Problem: Denn einige Monster sind real. Und ich weiß nicht, welche..."

    Inhalt: Michael ist Schizophren, seine Mutter ist tot und sein Vater möchte nichts mit diesem Irren zu tun haben.
    Michael hat nur eine Freundin Lucy ohne sie er nirgendwo hingeht.
    Micheal hat Angst davor abgehört zu werden und meidet somit jegliche Art von Technik. Als er im Krankenhaus aufwacht weiß er nicht wie er dahin gekommen ist, er weiß nur das er schnellst möglichst hier raus muss um vor den Gesichtslosen zu fliehen.
    Micheal wird in die Psychiatrie verwiesen und bekommt dort ein Medikament beschrieben welche ihm helfen soll die Gesichtslosen Menschen nicht mehr wahrzunehmen.
    Doch das Medikament bewirkt nur das er jetzt genau weiß wer die echten Gesichtslosen sind.

    Meinung: Dan Wells ist für mich ein sehr guter Schriftsteller ich liebe seine Bücher und begebe mich gerne in seine Geschichten hinein.
    Auch mit diesem Buch hat er es wieder einmal geschafft, dass ich bis zum Schluss gebannt die Seiten las um herauszufinden was Michael weiß und was es mit den Gesichtslosen auf sich hatte.
    Jeder der gerne Thriller liest und auch schon Bücher von Dan Wells gelesen hat und diese für gut empfunden hat sollte unbedingt auch dieses Buch lesen.

    Es ist für Rätsler, Abenteuerer und Forscher gedacht.

  15. Cover des Buches Retter der Welt (ISBN: 9783499254321)
    John Wray

    Retter der Welt

     (60)
    Aktuelle Rezension von: PoeEA1809

    Der 16 jährige William, genannt Lowboy, ist aus der Psychiatrie geflüchtet. An seine Mutter Violet hat er die Nachricht hinterlassen, die Welt werde immer heisser und um sie zu retten sei es notwendig, dass viele Körper kälter werden. Kein Wunder dass Detective Lateef den Jungen für gefährlich hält und die Suche nach ihm aufnimmt, begleitet von Lowboys Mutter. Wir folgen Lowboy und seinen Gedankengängen durch die Straßen New Yorks und vor allem in die Züge und Tunnel der U-Bahn. Gleichzeitig folgen wir Lateefs Suche nach Lowboy und seinen Gesprächen mit Violet. 

    Die Episoden aus der Sicht von Lowboy fand ich anfangs bloß geschwätzig, mit der Zeit, besonders mit dem Auftreten seiner Freundin Emily, ein wenig besser und interessanter. Wirklich gut sind die Episoden aus der Sicht von Detective Lateef und sein Versuch, mit der überaus exzentrischen Violet umzugehen und mehr von ihr und ihrem Sohn zu erfahren.

    Insgesamt ein nicht überzeugender Versuch, die Gedankenwelt eines paranoisch Schizophrenen darzustellen. In diesem zu kalten Text fehlt die Anteilnahme des Autors am Schicksal des kranken Jungen mit der Folge, dass man auch als Leser kaum Anteilnahme entwickeln kann. 

  16. Cover des Buches Irre! - Wir behandeln die Falschen (ISBN: 9783328102748)
    Manfred Lütz

    Irre! - Wir behandeln die Falschen

     (278)
    Aktuelle Rezension von: HubertM

    Ein sehr gutes Buch.

  17. Cover des Buches Das Gedächtnis des Körpers (ISBN: 9783821865157)
    Joachim Bauer

    Das Gedächtnis des Körpers

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Tini_Tintenfisch

    Das Buch hat mir sehr viel Fachwissen und Einblicke gegeben. Gerade das Thema Depressionen, die verschiedenen Arten und den Umgang damit fande ich super interessant und hat mir in meiner Allgemeinbildung viel geholfen. Auch wie sich verschiedene Situationen und Umwelteinflüsse auf Hormone und somit den Körper und die Psyche auswirken war sehr verständlich aufbereitet. Gute Beispiele machen das Thema noch verständlicher und kurze Zusammenfassungen am Ende eines jeden Themas lassen die Gedanken noch einmal fokussieren. Vielen Dank für das gute Buch! 

  18. Cover des Buches Asmarom und die Superhelden (ISBN: 9783038481560)
    Susanne Ospelkaus

    Asmarom und die Superhelden

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Taluzi

    In einem Krankenhaus treffen sich 5 Jugendliche, die dort aus ganz unterschiedlichen Gründen sind. Die 5 Jugendlichen verbindet die triste Realität im Krankenhaus und das keiner von ihnen der Norm entspricht.

    Ben, ein Mathe-Fanatiker, muss abnehmen, da er unglaublich fett ist.

    Tobias, der Technik-Freak, lässt seine Brandwunden behandeln.

    Elena ist schwerkrank, wird ständig keimfrei gehalten und soll an einer Gentherapie teilnehmen.

    Asmarom und seine Schwester Naomi sind Flüchtlingskinder aus Eritrea. Asmarom geht es immer schlechter.

    Gemeinsam mit der polnischen Putzfrau entwickeln sie einen Plan, wie sie Asmarom helfen können. Dafür flüchten sie für 2 Tage aus dem Krankenhaus um in Polen einen afrikanischen Arzt aufzusuchen.


    „Asmarom und die Superhelden“ von Susanne Ospelkaus ist eine Actionstory über 5 ungleiche Freunde. Der Schreibstil lässt sich gut lesen. Die Kapitel sind aus Naomis, Bens und Elenas Sicht geschrieben und bieten so tieferen Einblick in die Gedanken- und Gefühle der Jugendlichen. Allerdings sind die Übergänge der Kapitel oft etwas holprig, man hat das Gefühl es fehlt ein fließender Übergang.

    Auf sanfte Art und Weise wird dem Leser das Thema Krankheit und Tod näher gebracht. Besonders ab der zweiten Hälfte des Buches schreibt die Autorin einfühlsam über Elenas tödlich verlaufende Erkrankung.

    Trotzdem verliert die Geschichte nicht ihren Humor. Besonders Tobias mit dem fehlerhaften Sprachcomputer sorgt so manchmal für einen Lacher. Und die Putzfrau Jolanta bringt mit ihrer positiven Energie Hoffnung und Zuversicht.

    Allerdings erinnert die Geschichte auch stark an die Fernsehserie „Club der roten Bänder“. Dadurch wirkt sie leicht imitiert. Das Interview der Autorin Susanne Ospelkaus am Ende des Buches gibt wieder, wie sie auf ihre Story und Protagonisten gekommen ist. Besser wäre das Interview zu Beginn des Buches.

    Das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen. Die christlichen Elemente sind recht dezent und erst am Ende des Buches rücken sie leicht in den Vordergrund. Die Geschichte hätte ruhig noch christlicher geprägt sein können.

  19. Cover des Buches Das amerikanische Hospital (ISBN: 9783442744077)
    Michael Kleeberg

    Das amerikanische Hospital

     (42)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Die Geschichte hätte richtig gut werden können, sie hatte massenhaft Potential. Die verzweifelte Hélène und ihr Mann, die ihre letzte Hoffnung, schwanger zu werden, in das amerikanische Hospital tragen und der arme US Army Captain David Cote aus New England, der bedingt durch den Kriegsfeldzug, angeführt von General Norman Schwarzkopf, unter dem heute bekannten Post Traumatic Stress Syndrom leidet. In den frühen 1990ern entwarfen die USA einen Plan für die Verteidigung der Ölfelder im Persischen Golf, für den Fall einer Invasion durch den Irak und schickten somit tausende Soldaten in den Krieg … einen Krieg, für den Hélène kein Verständnis aufbringen kann. David und Hélène kommen sich näher in der Klinik und werden zu guten Freunden, die versuchen, sich gegenseitig bei der Heilung ihrer Seele zu unterstützen. Ihre Freundschaft wird zu einem Unterfangen, das alle involvierten Parteien auf eine harte Probe stellt …

    Soweit so gut, was mir aber an allererster Stelle fehlte, waren die Anführungszeichen bei der wörtlichen Rede. Für mich gestaltete sich das Lesen daher oft anstrengend, auch bleibt mir der Sinn dahinter schlichtweg verborgen. Das Buch war für mich einfach nur deprimierend und nahm mit dem Schluss, als Hélènes Ehemann aus dem Nichts das Wort ergreift, eine seltsame Wendung. Von mir bekommt das Buch deshalb nur eine sehr bedingte Leseempfehlung. 

  20. Cover des Buches Das Alphabethaus (ISBN: 9783423219525)
    Jussi Adler-Olsen

    Das Alphabethaus

     (527)
    Aktuelle Rezension von: Julius_Caesar

    Die Schrecken des Krieges ganz anders nahe gebracht. Die Beschreibung der Zustände und die perfiden Methoden der Schergen werden hier direkt ‚ unter die Haut‘ des Lesers gebracht. An manchen Stellen schaurig, aber man kann nicht wegsehen. 

    Adler Olsen beweist hier, dass er neben der Serie noch andere Blickwinkel eröffnen kann. 

  21. Cover des Buches Unter Null (ISBN: 9783462318937)
    Bret Easton Ellis

    Unter Null

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Christian_Mayer
    Manchmal kommt man über eine Buch zu einem Buch.
    Der Kulturphilosoph Björn Vedder analysiert in seinem Essay "Reicher Pöbel", wie unsere Gesellschaft mit den Reichen umgeht, sie dämonisiert und was wir dadurch über jene erfahren die pöbeln. Vedder untersucht dort auch die Darstellung der Reichen in Filmen, Serien und eben auch Büchern. An Ellis Roman "Unter Null" kommt er da nicht vorbei. Vedder untersucht dort eine Stelle, in der ein junges Mädchen von einer Gruppe reicher Jugendlicher misshandelt wird, ihnen aber auch das keinen Kick mehr zu geben scheint, weil sie in ihrem Leben nichts zu verlieren haben. Eine verstörende Darstellung - sowohl die Misshandlung als auch das Alltägliche dieser jungen Menschen. Ellis Roman begann mich zu interessieren.
     
    Beim Lesen wurde dann schnell klar: Ellis Roman ist kein Buch, das lediglich zu Unterhaltungszwecken "konsumiert" werden kann. Hierfür ist die Sprache nicht geeignet. Sie ist simpel gehalten, es gibt keine Feinheiten, keinen Esprit. Vielmehr kommt sie im ewig selben Stil daher. Das mag auf Dauer langweilen und man ist versucht das Buch zur Seite zu legen. Betrachtet man aber Ellis Sprache im Zusammenhang mit dem Inhalt, dann muss es genau diese Sprache sein, die der Autor verwendet und keine andere. Das tägliche Leben der hier im Werk skizzierten Jugendlichen ist exakt das: langweilig, keine Höhepunkte, keinen Sinn. Daher besteht die Handlung der knapp 200 Seiten auch aus fast nichts anderem als Kiffen, Koksen, Sex, Alkohol und Party. Beständig auf der Suche nach dem Besonderen, in einer Welt, in der man sich zwar alles kaufen kann, doch sich niemand wirklich für einen interessiert. Nicht einmal der eigene Freundeskreis.
    Da es an einer Entwicklung der Geschichte und der Figuren fehlt, wird das Buch nach circa 100 Seiten fade. Die Darstellung des alltäglich Sinnlosen und die beständige Suche nach etwas mit Bedeutung, was das anfängliche Leseinteresse schuf und zu Beginn des Buches auch zu fesseln vermochte, arbeitet sich nach und nach ab. Dem Drang, das Buch zur Seite zu legen, widerstand ich. Ich wollte noch wissen, in welche Situation die von Vedder analysierte Szene eingebettet ist. Und diese kommt erst kurz vor Schluss. Also habe ich mich durch über 50 Seiten gezogen, bis zu jener besagten Stelle. Die letzten 30 Seiten in Ellis Werk sind wieder packend, weil hier zumindest der Hauch von Reflexion von Clay, dem Protagonisten des Buchs, stattfindet und sich die Situation zuspitzt. Das Buch endet, es stehen keine Lösungen im Raum, weil den Protagonisten nicht einmal ihre Probleme wirklich bewusst sind.
     
    Als Kulturschau betrachtet ist Ellis Werk durchaus lesenswert. Als Unterhaltungsroman eher weniger. Vermutlich hätten dem Werk 50 Seiten weniger gut getan.
  22. Cover des Buches Schwarzes Erbe: Psychothriller (ISBN: 9783945298008)
    Jens Lossau

    Schwarzes Erbe: Psychothriller

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Traubenbaer
    "Schwarzes Erbe" von Jens Lossau (erschienen bei digital publishers) ist ein Thriller, der sich mit dem Leben in KZs auseinandersetzt.
    Linas Freund Ben ist der Sohn einer KZ- Gefangenen. Sie erlebte dort schreckliches und nahm sich letztendlich das Leben, um ihren Erinnerungen zu entkommen. Ben arbeitet ihre Vergangenheit zusammen mit Lina auf und veröffentlicht ein Comic darüber. Dieser macht sie über Nacht berühmt, ruft aber auch skrupellose Menschen auf den Plan, die das Vergangene vertuschen möchten.
    Der Roman beginnt gut: Die Protagonisten sind detailliert beschrieben und besonders Ben ist mir gleich sympathisch. Besonders gut finde ich, dass in dem Roman immer wieder Kapitel vorkommen, die die Handlung des Comics schildern. Man bekommt so einen guten Eindruck, worum es überhaupt geht und sie lockern die Geschichte auf. Die Handlung wird von Kapitel zu Kapitel düsterer. An manchen Stellen kommt mir die Handlung sogar surreal vor. Das macht den Roman etwas langatmig, denn man kann in diesen Kapiteln das Handeln und Erleben der Protagonisten nur schwer nachvollziehen. Besonders der Teil, in dem Ben im Krankenhaus liegt zog sich für mich in die Länge. Erst im letzten Teil des Romans wird es wieder spannend, denn dann tappt Lina endlich nicht mehr im Dunkeln und erfährt alles über Bens Recherchen. Das Ergebnis dieser Recherchen ist haarsträubend und sicher nichts für zartbesaitete.
  23. Cover des Buches Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde (ISBN: 9783423436632)
    Michael Greenberg

    Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Literatur würden erstaunliche Werke fehlen, wenn es die Psychose nicht gebe. Der menschliche Geist ist ein Phänomen, dessen Erkundung mich seit langem fasziniert. Er ist Quelle der Inspiration, aber auch des unendlichen Leidens.

    In "Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde" beschreibt Michael Greenberg wie seine Tochter im Alter von 15 Jahren eine akute Psychose erleidet und in einer Klinik psychatrisch behandelt wird. Immer stehen die Fragen im Raum: Wo ist die wahre Sally hin? Wann kehrt sie zurück? Kehrt sie überhaupt jemals zurück?

    Um die psychische Krankheit von Sally entspinnt sich eine ganze Familiengeschichte. Sie ist nicht die Einzige in der Familie, der der "normale" Menschenverstand abhanden gekommen ist. So berichtet Michael von seinem Bruder Steve, den er regelmäßig besucht und mit Essen versorgt.

    "Eine geistige Erkrankungen wird an den verschrobenen Gedanken des Patienten erkannt." (S. 129)

    Hm, was sind verschrobene Gedanken? Die Gedanken, welche Sally in ihrer Manie äußert, wirken eher weitsichtig und intelligent. Allein der Größenwahn, das Gefühl auserwählt zu sein und die totale ICH-Bezogenheit deuten auf einen unkontrollierbaren und gefährlichen Prozess hin.

    Die Geschichte von Sally hilft verstehen. Sie zeigt auf, dass der Betroffene nicht einfach abdreht, sondern durchaus spürt, dass etwas nicht stimmt und auch Möglichkeiten hat, dagegen zu wirken. Das gibt Hoffnung. Sehr wertvoller Lesestoff!        
  24. Cover des Buches Casper (ISBN: 9783442738335)
    Dirk Wittenborn

    Casper

     (15)
    Aktuelle Rezension von: loewenkind
    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil die Story originell und spannend klang. Der Roman konnte meine Erwartungen jedoch nicht erfüllen. Habe zwischendurch immer wieder überlegt, ob ich das Buch zu Ende lesen soll, wollte aber dann doch wissen, wie es ausgeht. Fand es am Anfang und am Ende okay, aber den großen Mittelteil zu langatmig und ohne wirklichen Zusammenhang. Meiner Meinung nach unbedeutende Situationen werden lang und breit beschrieben, während wichtige Informationen in einem Nebensatz auftauchen (so werden beispielsweise Figuren lange nicht erwähnt und sind dann plötzlich verheiratet und haben drei Kinder). Um Casper geht es nur zu Beginn der Geschichte, danach nur um die Auswirkungen, die er auf die Familie Friedrich hat, die für mich oft nicht nachvollziehbar waren. Die Ideen und der Humor des Buches sind für mein Empfinden teilweise sehr astrus und pubertär und die Sprache irgendwie kalt (wie bei der Beschreibung der Versuche an Ratten). Und was mich besonders gestört hat: Alle Figuren sind ohne Ausnahme unsympathisch, so dass ich ihr Schicksal fast unberührt verfolgt habe.

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