Bücher mit dem Tag "punk"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "punk" gekennzeichnet haben.

61 Bücher

  1. Cover des Buches After passion (ISBN: 9783453428911)
    Anna Todd

    After passion

    (4.898)
    Aktuelle Rezension von: belli4charlotte

    Der erste Band rund um Tessa Young und Hardin Scott ist ein Roman, der polarisiert – und genau darin liegt seine Stärke wie auch seine Schwäche. Die Geschichte beginnt vielversprechend: Tessa, ehrgeizig, kontrolliert und von ihrer Mutter streng geführt, startet voller Erwartungen in ihr neues Universitätsleben. Ihr geordnetes Weltbild gerät jedoch sofort ins Wanken, als sie auf Hardin trifft – tätowiert, launisch, abweisend und dennoch unwiderstehlich.

    Die Dynamik zwischen den beiden ist das Herzstück des Romans: ein ständiges Hin und Her aus Anziehung, Streit, Leidenschaft und Verletzung. Dieses toxische Muster ist bewusst ins Zentrum gestellt und wird nicht beschönigt. Genau das macht die Geschichte so mitreißend – und gleichzeitig so anstrengend. Man schwankt als Leser zwischen Faszination und dem Drang, beide Figuren kräftig zu schütteln.

    Besonders gelungen ist die Entwicklung, die Tessa durchläuft. Trotz aller Naivität, die sie an manchen Stellen schwer erträglich macht, bleibt sie als Figur greifbar. Hardins Hintergrundgeschichte verleiht ihm Tiefe, auch wenn sein Verhalten oft schwer zu entschuldigen ist. Das Umfeld – Freunde, Familie, Universitätsleben – wirkt lebendig und gut durchdacht.

    Allerdings verliert der Roman gegen Ende deutlich an Schwung. Situationen wiederholen sich, Konflikte drehen sich im Kreis, und man hat das Gefühl, dieselben Szenen mehrfach zu lesen. Die 700 Seiten hätten gut und gerne etwas gestrafft werden dürfen. Dennoch bleibt der Sog bestehen: Man will wissen, wie es weitergeht, selbst wenn man sich über die Figuren ärgert.

    Fazit:   Der Roman ist keine literarische Offenbarung, aber eine fesselnde, emotional aufgeladene Geschichte, die einen trotz aller Schwächen nicht loslässt. Wer leichte, dramatische New‑Adult‑Lektüre sucht und sich nicht zu schnell von unreifen Charakteren aus der Ruhe bringen lässt, wird hier gut unterhalten. Der Hype ist vielleicht nicht ganz nachvollziehbar – aber neugierig auf den zweiten Band macht der Auftakt allemal. 

  2. Cover des Buches [(The Perks of Being a Wallflower)] [Author: Stephen Chbosky] published on (January, 2013) (ISBN: B00GX2GHCY)
    Stephen Chbosky

    [(The Perks of Being a Wallflower)] [Author: Stephen Chbosky] published on (January, 2013)

    (651)
    Aktuelle Rezension von: UnendlicheGeschichte

    Vor einigen Jahren haben wir den Film zu „The Perks Of Being A Wallflower“ von Stephen Chbosky im Englisch Unterricht in der Schule angeschaut. Seitdem wollte ich gerne das Buch lesen. Vielleicht war es gut, dass seitdem einige Zeit vergangen ist, weil ich mich beim Lesen nicht mehr so genau erinnern konnte.

    Die Geschichte um das 16-jährige "Mauerblümchen" Charlie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. In Form von Briefen, adressiert an einen unbekannten Empfänger, erzählt der introvertierte Charlie von den Hochs und Tiefs seines ersten High School Jahres Anfang der 1990er Jahre.

    Man taucht ein in Charlies turbulentes Familienleben, knüpft mit ihm zusammen Freundschaft mit den charismatischen Geschwistern Sam und Patrick und erlebt, wie Charlie zu sich selbst und seiner Persönlichkeit findet.

    Dabei beobachtet und analysiert Charlie seine Mitmenschen und auch sich selbst so eindrucksvoll, dass ich mir beim Lesen zahlreiche Textstellen markiert habe.

    Schnell wird klar, dass es Gründe dafür gibt, warum ihm soziale Kontakte so schwer fallen, auch wenn man erst ganz am Ende des Buches mehr dazu erfährt.

    Die Geschichte ist tiefsinnig, traurig, dramatisch und gleichzeitig ganz oft wunderschön.

    Definitiv ein Buch, das zum Nachdenken anregt und das man gelesen haben sollte!

  3. Cover des Buches Dorfpunks (ISBN: 9783644404311)
    Rocko Schamoni

    Dorfpunks

    (317)
    Aktuelle Rezension von: Countofcount

    Schon kein schlechtes Buch - ich fand die Erzählstränge und Spannungsbögen in den anderen Büchern von Schamoni aber dann deutlich packender. 

    So waren das viele einzelne Episoden, die schon unterhaltsam und "mitzitternd" gewesen werden konnten, so richtig konnte ich aber nicht in die Geschichte eintauchen. Letztlich natürlich dann wiederum genau das wird ja so auch im Buch beschrieben: immer leicht draußen, und nicht angepasst. 

    Guter Lesespaß.

  4. Cover des Buches Rock my Heart (ISBN: 9783734102684)
    Jamie Shaw

    Rock my Heart

    (935)
    Aktuelle Rezension von: Nynco

    Rock my Heart hat mich von der ersten Seite an begeistert! Die Geschichte von Rowan und Adam ist einfach wunderschön und voller Emotionen. Ihr erstes Treffen auf dem Konzert, der spontane Kuss und ihr Verschwinden wie bei Cinderella – einfach magisch! Später treffen sie sich wieder, ohne zu wissen, wer der andere wirklich ist, und diese Spannung war einfach zum Dahinschmelzen. Rowan ist klug, bodenständig und liebenswert, während Adam als Rockstar mit Herz sofort mein Herz erobert hat. Die Chemie zwischen den beiden ist unglaublich intensiv, und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Jamie Shaws Schreibstil ist gefühlvoll, humorvoll und mitreißend.

  5. Cover des Buches Das Buch ä (ISBN: 9783862655854)
    Stefan Üblacker

    Das Buch ä

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Seit meiner Kindheit war die Musik der Die Ärzte ein treuer Begleiter. Im Ferienlager hatten mich „Radio Brennt“ und „Zu spät“ tief beeindruckt. In meiner Jugend dann besaßen die drei Jungs immer das gewisse Händchen für die Gratwanderung zwischen Ernst und Unsinn. Mit vielen Liedern drückten sie das aus, was mir ebenfalls auf der Seele brannte. Bis zum Album „Jazz ist anders“ habe ich den Werdegang „der besten Band der Welt“ begleitet, danach schien irgendwie auf beiden Seiten die Luft raus zu sein. Auch die späteren Solo-Arbeiten hatten mich nicht mehr so überzeugt wie die Solo-Debüts von Farin und Bela. Dennoch habe ich die Arbeit der Jungs nie völlig aus den Augen (und Ohren) verloren und mich sehr gefreut, dass es 2020 wieder neue und sehr gut klingende Lebenszeichen gab.
    Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, weshalb ich neugierig auf das „Buch Ä“ war. Ich wollte noch einmal in den DÄ-Kosmos abtauchen und mehr über den Werdegang der Band erfahren. Dafür taugt die offizielle Bandbiographie von Stefan Üblacker definitiv. Die ersten Treffen zwischen Dirk und Jan werden geschildert, wie es zu den ersten gemeinsamen Aufnahmen und wie sich die beeindruckende Karriere der Die Ärzte entwickelt. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Anekdoten von Konzerten und zwischendurch, zu denen neben der Band auch zahlreiche Wegbegleiter zu Wort kommen. Gut die Hälfte der Infos im „Buch Ä“ kannte ich als langjähriger DÄ-Hörer bereits, dennoch wurden manche Sachen durch die hier dazugekommenen Fakten in ein ganz anderes Licht getaucht. Neben all den Erfolgsgeschichten dürften die weniger schöne Dinge ebenso nicht fehlen: Streits hinter den Kulissen werden genauso thematisiert wie der lang angehaltene Zwist mit den Toten Hosen. Das Einzige, was in der über siebenhundert Seiten starken Bandbiografie fast komplett fehlt, sind private Details. An einer Stelle wird kurz darauf eingegangen, dass Bela auf einem Soloalbum ein Schlaflied für seinen damals ein Jahr alten Sohn gesungen hat, weitere Details dazu gibt es nicht. Über etwaige Ehefrauen wird gar nichts erwähnt, selbst die vereinzelt am Rand erwähnten Freundinnen bleiben namenlos. Zumindest ein paar grobe Randinformationen wären nett gewesen.
    Stefan Üblackers Schreibstil ist solide, aber nicht herausragend. An manchen Stellen wiederholt er sich, aber das sei ihm bei diesem Mammutwerk gerne verziehen. Man spürt deutlich, dass er viel recherchiert hat und mit Herzblut bei der Sache war. Für jeden, der sich für „die beste Band der Welt“ interessiert oder an der Musik der 1980er bis 2010er Jahre interessiert ist, ist das „Buch Ä“ ein höchst informatives Nachschlagewerk, ein Quell zahlloser Infos, bei dem der Humor ebenfalls nicht zu kurz kommt.

  6. Cover des Buches Live Fast, Play Dirty, Get Naked (ISBN: 9783423716604)
    Kevin Brooks

    Live Fast, Play Dirty, Get Naked

    (71)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik
    Lili ist jung und es ist der Sommer ihres Lebens. Zusammen mit ein paar Freunden gründet sie eine Band und dann ist da plötzlich der geheimnisvolle William Bonney, der einfach perfekt in die Band passt. Doch keiner der Jugendlichen weiß, dass dieser Sommer ein ganz besonderer sein wird. Schon allein am Schreibstil habe ich gemerkt wie gedühlvoll diese Geschichte ist. Dadurch, dass sie von Lili erzählt wird, wirkt alles sehr atmosphärisch und ich konnte mir gut vorstellen wie sie alles erzählt hat. Das Buch gibt einen wirklich tolle Eindruck in die Punkszene der 70er Jahre. Man spürt einfach wie das Leben für die Jugendlichen war und das es nicht immer so schön war wie man manchmal glaubt. Vorallem spürt man aber die Liebe zur Musik in diesem Buch. Ich habe sie beim Lesen fast schon gehört. Daran merkt man wie gut sich der Autor mit diesem Thema auskennt. Auch der Beginn und die Entwicklung der Band werden so real und autentisch beschrieben, dass ich mir wirklich bildlich vorstellen konnte wie so etwas abläuft und ich glaube für so einige Bands, die heute als Klassiker gelten, waren die Anfänge genau so. Neben der Musik wird jedoch auch der Bürgerkrieg in Irland angesprochen, was dem Buch etwas Dramatisches verleiht und es noch autentischer wirken lässt. Und auch die Charaktere haben mir gefallen. Sie hatte alle ihre ganz eigene Art und im Laufe der Geschichte konnte ich sie wirklich gut kennenlernen. Dabei war es sehr interessant zu sehen wie sie sich verändern und nach und nach eine reifere Persönlichkeit bekommen. Letztendlich konnte ich wirklich gut in diesem Buch versinken und bin begeistert davon wie viel Musik in diesem Buch mitschwingt. Es ist eine dramatische und doch sehr autentische Geschichte über Jugendliche, die mit einer Band erfolgreich werden wollten und ich hatte sehr viel Spaß sie dabei zu begleiten. Außerdem habe ich tolle Einblicke in die Punkszene bekommen, was sehr interessant war. Ein wirklich gelungenes Buch!
  7. Cover des Buches Das Ende von gestern ist der Anfang von morgen (ISBN: 9783757700249)
    Kathinka Engel

    Das Ende von gestern ist der Anfang von morgen

    (129)
    Aktuelle Rezension von: ReaderButterfly

    Gilly ist 30, frisch getrennt und obwohl sie sich noch mit ihrem Ex versteht, ist es einfach keine Option weiter bei ihm zu wohnen. So ist sie überglücklich, als sie eine Wohnung in London in einem alten Haus findet, die zwar nicht perfekt ist, aber dafür ihre. Doch ihr Glück hält nicht lange, denn die Mieter sollen ausziehen, das Haus Luxus saniert werden. Um das zu verhindern arbeitet die Redakteurin mit Owen, der ebenfalls im Haus wohnt, zusammen um einen Dokumentfilm über das Haus.

    Gleiche Stadt, 1974: Pippa St.George ist die Tochter einer angesehenen Familie. Ihr Vater ist in der Politik, ihr Bruder soll in seine Fußstapfen treten. Doch Pippa ist erst 17 und will mehr vom Leben und schleicht sich auf ein Punkkonzert. Mit ihren Klamotten und ihrer Haltung sticht sie heraus, und das nicht postiv. Oz, der Sänger steht für alles was ihre Familie verachtet. Trotzdem treffen Pippa und Oz sich, verlieben sich ineinander, bis die Realität sie einholt.



    Obwohl Geschichten aus dem 1970‘s mich sonst nicht interessieren, gibt es mittlerweile ein paar die meinen Geschmack treffen und da ich viel von der Autorin gelesen habe, wollte ich das Buch lesen.

    Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, die sich abwechseln und ich hatte keine Schwierigkeiten die beiden zu trennen. Allerdings fand ich das Buch Anfangs etwas langweilig. Man lernt Gilly und ihren Alltag kennen, wo sie arbeitet, wie sie ins Haus zieht, aber es passiert nicht viel. Es war einfach das normale Leben einer Frau die gerade 30 geworden ist und Single ist. So hab ich teilweise darauf gewartet, dass wieder der Teil weitergeht, der 1974 spielt. Für meinen Geschmack hätte man Gillys Teil kürzen können.

    Dort, im London von 1974 trifft man auf Pippa, die ich gleich mochte. Das Mädchen aus guten Haus, das rebelliert und auf Punk steht. Das neue Ecken kennenlernt. Es hat mir gut gefallen wie die Stadt dargestellt wurde. Wie realistisch das Ganze ist, kann ich nicht beurteilen. Politik interessiert mich eher weniger, im Buch spielt Politik eine kleine Rolle, was passend eingewoben war.

    Da ich schon viele Bücher der Autorin gelesen habe, kenne ich ihren Schreibstil und auch hier hab ich Kathinka Engels Stil erkannt. Ein flüssiger Stil, der sich leicht lesen lässt und man sich Figuren und Umgebungen vorstellen kann. Warum Gillys Nachbar öfter als O. Barnes betitelt wird, selbst nachdem sie sich kennen, verstehe ich nicht, aber es hat mich nicht sehr gestört. Manchmal wurden Wörter wie „oszilliert“ benutzt die ich noch nie gehört habe und erst mal nachschlagen musste, was mich aus dem Lesefluss gerissen hat. Aber vielleicht kennen andere das Wort.

    Das Ende hat mir viel besser gefallen und auf den letzten Seiten hatte ich sogar ein paar Tränen in den Augen. So finde ich es schade, dass ich Anfangs so Probleme mit dem Buch hatte.

  8. Cover des Buches Apocalypse Now Now - Schatten über Cape Town (ISBN: 9783596034987)
    Charlie Human

    Apocalypse Now Now - Schatten über Cape Town

    (56)
    Aktuelle Rezension von: theatermensch
    Man muss sich am Anfang etwas rein lesen und mit den Charakteren warm werden. Baxter ist nicht gerade sympathisch,  aber nach einer Zeit findet man gut rein und die abgedrehten Charaktere werden sympathisch. Der Schreibstil ist gut, die Geschichte genial. Sie lässt sich leicht und gut lesen. 
    Werde auf jeden fall noch die beiden anderen Bände lesen.
  9. Cover des Buches City on Fire (ISBN: 9783596031580)
    Garth Risk Hallberg

    City on Fire

    (47)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    In der eisigen Silvesternacht des Jahres 1976 wird die Punkerin Sam im Central Park angeschossen. Kein Täter ist in Sicht, als der Afroamerikaner Mercer sie findet. Er kommt von einer vornehmen Party, zu der die Familie seines Lebensgefährten eingeladen hat. Doch William hat sich seit Jahren von seiner stinkreichen Herkunft ab- und den Drogen zugewandt. War zwischendurch angehimmeltes Mitglied einer Punkband und versucht sich nun als Maler. Mercer versucht ihm Halt zu geben und verliert seinen Freund dennoch an die Drogen und den Hass auf seine vornehme Herkunft.
    Am Tatort findet die Polizei eine angepinkelte Hose. Niemand vermutet, dass sie Charlie gehört, dem jungenhaften Bewunderer von Sam, der auf der Suche nach ihr, die Nerven verlor. Nun liegt Sam im Koma und Charlie sucht verzweifelt nach Antworten, die ihn zu der Punk-Clique führen.
    Regan, Willams Schwester trennt sich von ihrem Mann Keith, weil sie Beweise für seine Untreue findet. Was hat ihn nur bewogen, sie ausgerechnet mit einer Punkerin zu betrügen, jener Sam, die nun im Krankenhaus liegt?
    Wo fange ich nun an mit meiner Bewertung über dieses Monsterbuch, das 1070 Seiten umfasst und 1265 Gramm wiegt? Kunst- und Schwulenszene, Drogen (es kreisen etliche Joints), alter New Yorker Geldadel, ein ehrgeiziger Journalist, ein italienischer Feuerwerksspezialist, umrahmen einen Kriminalfall, der von einem gehbehinderten Polizisten aufgeklärt werden soll. Der Schreibstil (Zitat, "...saß ihr Vater in Bermudashorts. Auf seinen blauweißen Beinen jagte eine violette Krampfader die nächste. In der Luft hing der Geruch von Aftershave, an der Grenze zu Gin." als Beispiel, wie der Schriftsteller ausdrückt, dass der alte Vater ungepflegt wirkt und ein Alkoholproblem hat.) ist überbordend, teilweise fantastisch und manchmal auch zu viel des Guten, so dass ich einige Passagen nur quergelesen habe.

  10. Cover des Buches Tote Bauern melken nicht (ISBN: 9783548060705)
    Benjamin Tomkins

    Tote Bauern melken nicht

    (32)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ratte Ede, selbsternannter ADAC-Pannenfahrer, sieht sich im Stall bei den Kühen plötzlich mit dem toten Bauern konfrontiert. Eigentlich gar nicht sein Zuständigkeitsbereich, dennoch juckt es ihn in den Pfoten den Fall genauer zu beleuchten. Durch eine Verkettung diverser Zufälle und Umstände findet er sich auf dem Festland wieder, wodurch sich die Gelegenheit ergibt weitere Nachforschungen anzustellen. Ede stehen 24 wilde Stunden bevor, vollgepackt mit Ereignissen und Erkenntnissen, die eine Ratte so wohl noch nicht erlebt hat.

    Allein die Vorstellung einer Ratte auf einem quietschgelben Spielzeugmotorrad hat bereits etwas für sich. Wenn sie dann noch beginnt in den Spuren Sherlock Holmes’ zu wandeln, stellt man sich als Leser allerdings durchaus die berechtigte Frage, ob es absurder noch werden kann. Soviel sei verraten: es kann!

    In 24 Stunden kann wahrlich viel passieren. Vor allem für Situationen kurioser Natur scheint Ede eindeutig ein Pfötchen zu haben. Es gibt kaum ein Fettnäpfchen, in das er nicht fällt, und dabei ein Chaos sondergleichen anrichtet. Natürlich gibt es für den Leser dadurch einiges zu lachen, der humoristische Aspekt sollte auch keinesfalls außer Acht gelassen werden. Dennoch müssen auch die ermittlungstechnischen wie -taktischen Elemente berücksichtigt werden, schließlich darf die Tötung des Bauern nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden.

    Den Leser erwarten einige turbulente Stunden, in denen nicht immer klar ist welche Richtung nun eingeschlagen werden sollte. Es wird gewissermaßen frei Schnauze entschieden, in der Hoffnung nicht beim nächsten Schritt in einer Sackgasse zu landen. Dies gelingt mal mehr mal weniger elegant, mitunter überraschend, erntet hin und wieder aber auch einfach nur Kopfschütteln. Selbst nach Beendigung der Lektüre ist man nicht sicher wie das Werk einzuordnen und zu bewerten ist. Unterhaltsam trifft es vermutlich recht gut, alles weitere ist den subjektiven Empfindungen überlassen.

  11. Cover des Buches Feenprinz - Band 1: Zwei Welten - Gay Fantasy (Feenprinz-Reihe) (ISBN: B07CS4CHH7)
    Ray van Black

    Feenprinz - Band 1: Zwei Welten - Gay Fantasy (Feenprinz-Reihe)

    (17)
    Aktuelle Rezension von: mbergemann

    So interessant sich die Story auch angehört haben mag, hat mich bisher tatsächlich die Gestaltung der Cover abgeschreckt. Von den halbnackten Kerlchen und den bunten Hintergrundgestaltung fühlte ich mich nicht wirklich angesprochen. Im Rahmen einer Gratis-Aktion habe ich dann doch zugeschlagen und Band 1 innerhalb von zwei oder drei Tagen durchgelesen. Das lag zum einen daran, dass „Zwei Welten“ nicht sehr umfangreich geraten ist und der Schreibstil von Ray van Black durchausaus flüssig ist. Gerade in der ersten Hälfte, die den heimlich verliebten Lou (bzw. „Ratte“) und seine Punker-Freunde vorstellt hat mir ebenso gut gefallen wie die schwierige Beziehung, die dieser zu seiner Mutter pflegt. Auch die Überfahrt und ihre Ankunft in Irland konnten von der lockeren Ich-Erzählung aus Lous Sicht profitieren. Als die Geschichte dann aber ins Phantastische abdriftete, war für mich die Luft etwas raus. Der Wandel wird zu plötzlich vollzogen und ich hatte nicht das Gefühl, dass Lou mit den Umständen, in welchen er auf einmal gefangen war, wirklich hadert. Er findet das Aussehen der Feen ein wenig seltsam, die sprechenden Käfer, die in Übergröße vor ihm stehen, nimmt er hingegen wie selbstverständlich zur Kenntnis. Auch der gesamte Umfeld, das ihn umgibt, beschreibt der Autor zwar, doch ich hatte nicht das Gefühl, dass das auf Lou irgendwie wirklich unheimlich oder gar bedrohlich wirkt. Da hätte ich mir mehr Angst bzw. Atmosphäre und weniger locker-rotzige Sprüche von ihm gewünscht.

    Insgesamt eine Geschichte mit Potenzial, welches jedoch dadurch etwas verpufft, dass die Handlung gerade in der zweiten Hälfte recht gezwungen ins Fantasy-Genre abdriftet und der Hauptfigur eine wirkliche Auseinandersetzung mit seiner Situation verwehrt. Hier hätte sich Ray van Black etwas mehr Zeit nehmen und die Existenz der Elfen nach und nach mit ein wenig mehr Geduld offenbaren können. Dem zweiten Band werde ich dennoch eine Chance geben.

  12. Cover des Buches Der Storyteller (ISBN: 9783548066868)
    Dave Grohl

    Der Storyteller

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Dave Grohl, der ehemalige Drummer von 'Nirvana' und jetzige Sänger und Gitarrist der 'Foo Fighters', erzählt in seiner Biografie über einzelne Kapitel seines Lebens. So erfährt man einiges aus seiner Anfangszeit als Drummer in verschiedenen Bands, wie er zu 'Nirvana' gekommen ist und wie er nach dem Selbstmord von Kurt Cobain irgendwann die 'Foo Fighters' gegründet hat. Er erzählt aber nicht nur von den Höhepunkten aus seinem Leben, sondern auch über seine schlechten Zeiten, aber immer selbstironisch und äußerst unterhaltsam.

  13. Cover des Buches So was passiert nur Idioten. Wie uns. (ISBN: 9783733504298)
    Sabine Schoder

    So was passiert nur Idioten. Wie uns.

    (92)
    Aktuelle Rezension von: bellxkpx

    Der zweite Teil der Liebesgeschichte von Viki und Jay! Auch drei Jahre später sind beide immer noch das absolute Traumpaar, das auf Wolke sieben schwebt. Endlich hat Viki jemanden gefunden, dem sie voll und ganz vertrauen kann. Genauso geht es Jay.

     Eines Tages findet Viki jedoch heraus, dass sich Jay nachmittags heimlich duscht. Verschweigt er ihr etwas wichtiges? Setzt er etwa ihre Beziehung aufs Spiel und bricht Vikis Vertrauen?

    Außerdem bahnen sich auch noch genügend andere Probleme in Vikis und Jays Leben an…


    Ich habe mich sehr gefreut auf den zweiten Band der Reihe zu lesen! Ich wurde nicht enttäuscht, denn auch der zweite Teil konnte mich mitreißen und hat mich wieder in einen Leserausch versetzt. Die Intensität war genau wie im ersten Teil vorhanden. Natürlich hat Sabine Schoders Schreibstil auch maßgeblich dazu beigetragen. 

    Vikis und Jays gemeinsame Entwicklung fand ich wirklich schön und herzergreifend. Ich bin immer noch davon überzeugt, dass beide das absolute Traumpaar sind. Sabine Schoder hat wirklich zwei perfekte Charaktere erschaffen, die natürlich Ecken und Kanten haben, aber auch total menschlich agieren. Beide ergänzen sich komplett. 

    Meiner Meinung nach ist im zweiten Teil genug Spannung aufgekommen und die Handlung hat mir an sich gut gefallen, auch wenn es manchmal etwas länger andauernde Konflikte gab, die man schneller hätte lösen können. Die vielen verschiedenen Sichten haben mich nicht maßgeblich gestört beim Lesen. Ich fand es viel mehr interessant, auch über die Gedanken und die Perspektive der anderen zu lesen. Die Rückblenden sind ebenfalls ein positiver Punkt. Dadurch hat man noch einmal in Jays Gefühlswelt blicken können, besonders am Anfang der Beziehung beider.

    Was mir nicht jedoch nicht so gefallen hat, war der letzte Zeitsprung im Epilog, denn das ging für mich etwas zu schnell, weil auch schon am Anfang des Buches drei Jahre vergangen waren. Ebenfalls fand ich das Ende, also kurz vor dem Epilog in der Zukunft, etwas willkürlich gewählt und es hat für mich nicht richtig gepasst, weil es etwas überraschend kam. 


    Ich habe beide Bücher geliebt und verschlungen, trotzdem würde ich für „So was passiert nur Idioten. Wie uns“ nicht volle fünf von fünf Sternen geben, weil für mich der erste Band insgesamt noch ein kleines bisschen besser gelungen ist.

  14. Cover des Buches Scharnow (ISBN: 9783453677302)
    Bela B Felsenheimer

    Scharnow

    (125)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkopfkino

    Ob unser Hund vielleicht auch ein Weltenlenker ist? Aber gut, so viel Sinn würde das jetzt nicht machen, so viel Macht haben mein Freund und ich ja nicht. 😂😂😂


    Wenn ihr nicht versteht, was ich da fasel, dann solltet ihr unbedingt Scharnow von Bela B. lesen. 

    Es ist zwar etwas verrückt und verwirrend, aber auch sehr lustig. Ich habe dieses Buch in zwei Tagen durch gesuchtet und habe es sehr genossen. 


    Bela B. Felsenheimer kennt man wahrscheinlich von der Band Die Ärzte und 2018 hat er mit Scharnow sein Autorendebüt gefeiert. 


    Von mir gibt es auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung, wenn ihr Lust auf eine verrückte Geschichte habt, die sich nicht so ernst nehmen lässt, und 4,5/5 🦉

  15. Cover des Buches Düsterbusch City Lights (ISBN: 9783453270183)
    Alexander Kühne

    Düsterbusch City Lights

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Leselampe_

    Teilweise auktorial erzählt Alexander Kühne über Subkulturen und Widerstand in dem totalitären System seiner Jugend. Hierbei verlagert er seine eigenen Erlebnisse und Erfahrungen in das fiktive Dorf Düsterbusch, bringt sein Unbehagen gegen das DDR-System durch die Waffen der Popkultur zum Ausdruck.

    Kühnes fiktives Pendant Anton Kummer steht nach seinem Schulabschluss vor beschränkten Perspektiven, doch ihn interessiert die Musik, vor allem die aus dem Westen. Durch den Aufenthalt eines Freundes in Budapest kommt Anton in den Besitz einer Bowie-Platte, die ihn fortan stark prägt. In ihm findet er sein Idol - "Er sah so aus, als hätte er die Zukunft gesehen". Er beginnt, sich seinem Vorbild entsprechend zu kleiden und zu schminken, macht sich Bowies Aussehen zu seiner eigenen Identität. Von einem weiteren Freund bekommt Anton eine Zeitschrift aus Westberlin geschenkt, den Stern. Dort erfährt er erstmals vom pulsierenden Nachtleben der Londoner Metropole und von westlicher Dekadenz. Inspiriert von den Möglichkeiten, kommen ihm Visionen seiner möglichen Zukunft. Doch er will nicht in den Westen abhauen, sondern ein Stück Westen in die DDR holen und aus seinem Dorf eine glänzende Metropole des Pop erbauen. So richtig mit Casinos und Leuchtreklamen.

    Als zurückhaltender, aber dennoch aufständischer Jugendlicher träumt er von der Großstadtboheme, will selbst ein wenig Großstadtflair in sein Dorf bringen und eine eigene Untergrundkultur etablieren. In der örtlichen Kneipe eröffnet er eine Disco, zunächst illegal, doch bald unter dem scheinlegalen Deckmantel eines FDJ-Clubs. Immer bestrebt danach, verschiedene Subkultur nach Düsterbusch zu holen und westliche Musik an die Jugend bringen. Und schon bald wird die Kneipe zum Austragungsort jugendlicher Abkehr des Systems.

    Ich habe das Buch für die Uni gelesen, empfand es aber zu keinem Zeitpunkt als Pflichtlektüre, weil es wirklich eine schöne Geschichte über eine jugendliche Suche nach Identität, Freiheit und Lebenssinn ist. Der Schreibstil ist dem Protagonisten angepasst, frisch raus aus der Schule und daher auch für jüngere Leser wirklich sehr zu empfehlen, um etwas über Nischengesellschaften und kleinere Auflehnungen in der DDR zu erfahren. Der Protagonist spiegelt Kühnes eigene Erfahrungen zum Teil wieder, auch er gründete einen Musikclub und schmuggelte westliche Künstler in sein Heimatdorf Lugau. Kühne ist ein interessanter Autor, der wirklich was zu erzählen hat. Viel mehr möchte ich dazu auch gar nicht sagen, ich fand das Buch von vorn bis hinten wirklich super. Ganz große Lesefreude.

  16. Cover des Buches Carlsen Clips: Totalabsturz (ISBN: 9783551313553)
    Beate Dölling

    Carlsen Clips: Totalabsturz

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Live_with_L

    📖 Rezension 📖

     

    Heute geht es um das Buch 'Total Absturz' von Beate Dölling erschienen im @carlsenverlag

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    Bewertung:

    3 ⭐ 

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    Genre: Jugendbuch mit wichtigem Thema 📚

    Darum geht es:

    Lotte kann dem Alkohl trotz mehrere Abstürzen nicht so recht anschreiben. Sie merkt was für Folgen so ein Kontrollverlust haben kann. Wie sie der Alkohol beeinflusst und ob sie den Absprung schafft, könnt ihr selber nachlesen

    📚

    Meine Meinung: (mit Mini- Spoiler)

    Ich finde das Buch ist seeeeehr einfach zu lesen. Allerdings wird die Story auch sehr vereinfacht und an manchen Stellen ZU einfach erzählt. Ich denke nicht dass sich ein Verhalten so schnell ändern kann ohne Rückfälle. 

    Ein ganz süßer Effekt ist dass jedes Kapitel nach der Alkoholsorte um die es in dem Kapitel geht benannt ist.

  17. Cover des Buches Storm Front (ISBN: 0451457811)
    Jim Butcher

    Storm Front

    (62)
    Aktuelle Rezension von: Elenas-ZeilenZauber

    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
    Schon lange hatte ich von Jim Butchers „Harry Dresden“-Reihe gehört - da musste ich mir endlich selbst ein Bild machen. Als ich das Hörspiel auf Englisch entdeckte, konnte ich nicht länger widerstehen. Und was soll ich sagen: Von der ersten Minute an war ich gefangen. Das Worldbuilding entsteht fast en passant, während man Dresden, dem typischen 80er Privatermittler-Klischee, folgt. Seine anzüglichen Sprüche und die überzeichneten Charaktere erinnern an 80er-Jahre-Serien, doch die Übertreibung macht es zu einer gelungenen, satirischen Comedy, die mich immer wieder zum Schmunzeln brachte.
    Die Spannung baut sich in cleveren Wellen auf, sodass man zwischen den actionreichen Höhenpunkten immer wieder durchatmen und das Geschehen sacken lassen kann. Jede neue Wendung überrascht und zieht einen tiefer in die Geschichte. Besonders beeindruckt haben mich die Sprecher und Sprecherinnen, deren lebendige Stimmen zusammen mit den atmosphärischen Soundeffekten ein echtes Hörerlebnis schaffen. Butchers klare, bildhafte Sprache rundet das Ganze ab - perfekt für alle, die auf „hard boiled“-Geschichten in einem Prise Urban Fantasy stehen.
    Ein fesselndes Hörspiel, das mich von Anfang bis Ende begeistert hat: klare 5 stürmische Sterne!
     Wer sein Englisch auffrischen möchte, ist hier ebenfalls gut aufgehoben: Das Niveau liegt bei B1/B2, also nicht für Anfänger, aber ideal für Fortgeschrittene.

    ‘*‘ Klappentext ‘*‘

     My name is Harry Blackstone Copperfield Dresden. Conjure by it at your own risk. I'm a wizard. I work out of an office in midtown Chicago. As far as I know, I'm the only openly practicing professional wizard in the country. You can find me in the yellow pages, under Wizards. Believe it or not, I'm the only one there.

  18. Cover des Buches Verschwende Deine Jugend (ISBN: 9783518463185)
    Jürgen Teipel

    Verschwende Deine Jugend

    (35)
    Aktuelle Rezension von: elvira

    Zugegeben, ich habe mich noch nie wirklich mit Punk beschäftigt. Trotzdem habe ich dieses Buch geschenkt bekommen und ich muss auch sagen, dass ich das Lesen nicht bereut habe. Es war ein sehr interessanter Einblick in eine wilde Zeit. Ich kannte zwar die meisten Musiker nicht, aber das hat mich kaum gestört.

    Ich empfehle dieses Buch jedoch Lesern, die sich mehr mit der Zeit beschäfigt haben.

  19. Cover des Buches Die Oma und der Punk (ISBN: 9783958247925)
    Simone Jöst

    Die Oma und der Punk

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ich habe selten ein Buch gelesen, das so vollgepackt mit Inhalt ist wie dieses. Es ist fast unglaublich, was in dieser Geschichte alles passiert. Es ist Mord dabei, Entführung, Erpressung, Familienzusammenführung, Liebe, Romantik, Humor. Das Buch enthält viel Wortwitz, die Geschichte ist absolut schräg und total unterhaltsam! 

    Unsere beiden Hauptprotagonisten könnten auch kaum unterschiedlicher sein. Eine wohlhabende Dame über 70 und eine 20-jährige Frau mit Rastalocken und einem lockeren Mundwerk, die bereits auf der Straße gelebt hat. 

    Das Buch hat wirklich viel Spaß gemacht. Eine absolut verrückte, aber auch liebenswerte Geschichte. 

    27.09.2023

    .

  20. Cover des Buches Hope Street (ISBN: 9783492318457)
    Campino

    Hope Street

    (45)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Ich bin schon lange Die Toten Hosen-Fan und so war klar, dass ich auch das Buch von Campino lesen werde. In der 10. Klasse schrieb ich eine ganze Arbeit über die Band und war sehr gespannt, etwas mehr über die Zeit vor der Musik von ihm zu erfahren (SPOILER).

    Das hat mir gut gefallen:

    Das Buch ist voll mit Dingen, die ich noch nicht über Campino wusste. Ich mochte dabei sehr, wie reflektiert und selbstironisch er ist. Der Humor kommt auch nicht zu kurz. Man erfährt viel über England und über das aufwachsen mit zwei Sprachen. Am Ende ist er einfach ein Fan, dem es wichtig ist, alles von Liverpool mitzubekommen oder dabei zu sein. 

    Sehr schön fand ich so kleine eingestreute Dinge wie, dass er zu erst von seiner Verlobten spricht, dann davon, dass sie auf eine Hochzeit gehen und danach von seiner Frau :) Auch fand ich sehr lustig die Ähnlichkeit zu den Eltern und das man plötzlich Dinge sagt oder tut, die man früher an den Eltern gar nicht toll fand. 

    Manchmal wird es etwas sprunghaft, allerdings kommt er am Schluss immer zum roten Faden zurück. Corona wird auch kurz Thema. Am besten fand ich den Satz: "Corona ist leise, solange man nicht betroffen ist. 


    Das fand ich nicht so gut:

    Das Buch geht nun mal über Fußball, deswegen sollte jedem klar sein, dass das auch thematisiert wird und an wenigen Stellen sehr ins fachsimpeln geht. Das kann man aber aus meiner Sicht ertragen :)


    Fazit: 

    Vor allem für jeden, der an Campino, an England und/oder Fußball interessiert ist ein Muss. Ich hab es sehr gern gelesen. 


    Bleiben oder Weg? Es bleibt natürlich bei mir.

  21. Cover des Buches Pogo und Polente (ISBN: 9783641329020)
    Jochen Till

    Pogo und Polente

    (11)
    Aktuelle Rezension von: danielamariaursula
    Kinder haben es echt nicht leicht mit ihren Eltern, noch nicht mal die Kinder von Punks! Pogos Eltern Spritti und Keule sind auch heute noch überzeugte Punks und haben ihm daher auch einen entsprechenden Namen gegeben. Na ja, immerhin heißt er nicht Dosenbier oder Kronkorken, denn sein Vater erschafft ja am liebsten Kunst aus Kronkorken. Auch sonst geht es in dieser Familie anders zu. Pogo bekommt Ärger von seinen Eltern, wegen seiner guten Zeugnisnoten (gute Noten sind nicht Punk) und die Polizei ist ihnen ein Dorn im Auge. Als im Nachbarhaus dann ein Polizist mit seiner gleichaltrigen Tochter Vanessa ein. Vanessa ist alles andere als Punk, ständig weist sie auf jeden Regelverstoß hin, meckert und verteilt selbstgeschriebene Strafzettel, z.B. auch für Pogo altes klappriges Fahrrad und sogar als ihm dieses gestohlen wird. Doch nicht nur Pogos alter Drahtesel verschwindet, über all in der Stadt werden plötzlich Fahrräder gestohlen. Pogo will einfach nur sein Fahrrad wieder haben und Vanessa (genannt Polente), die sich als Polizistin fühlt, will dem Verbrechen auf die Spur gehen. Trotz ihrer Differenzen ermitteln sie beide, mehr oder weniger gemeinsam.

    Meine Kinder lieben die „Luzifer junior“ Reihe von Jochen Till und ich kann mich noch an die letzten Tage des Punks erinnern, allerdings hatte ich schon so meine Schwierigkeiten, meinen Kindern zu erklären, was Punks sind. Hier vor Ort konnte ich ihnen nicht wirklich welche präsentieren ;)
    Diese Geschichte ist sehr witzig und skurril, stellt sie doch die üblichen Clichés auf den Kopf. Ein Kind, dass sich nicht nach Hause traut, weil sein Zeugnis zu gut und ein anderes Kind, das nicht einmal 5 gerade sein lassen kann und sich einbildet eine Polizistin zu sein. Da ist Stress vorprogrammiert! Aber Punks sind ja eigentlich friedlich, auch wenn die Nachbarin mit ihren Strafzetteln extrem nervt! Doch beide Kinder haben eigentlich keine Freunde, weil sie so anders sind, als ihre Altersgenossen. Eigentlich sehr traurig, wozu die von den Eltern diktierte Freiheit führt, aber durch die witzigen Zeichnungen von Raimund Frey und Polentes irre Aktionen.
    Weil alles was Pogo macht für Polente quasi ein Verbrechen ist, sind die Kapitelüberschriften mit „§“ versehen und kündigen das Pogo vorzuwerfende Vergehen an, daß dieser auf den kommenden Seiten begehen wird. Dabei stößt man auf solch verwerfliche Taten wie: §1 Lärmbelästigung oder §7 Wildpinkeln. Einige davon sind herrlich absurd und bringen die Leser ebenso zum Lachen wie die Ironie dieser Kinderschicksale. Ganz toll ist natürlich, wie die Kinder die Fahrraddiebstähle aufklären und Pogo es schafft eine angemessene Wiedergutmachung durch den eigentlich ganz harmlosen Übeltäter durchzusetzen. Sogar Polente lässt hier widerwillig mal ein Auge zu zudrücken, da selbst die Geschädigten die Lösung prima finden. Nicht alles ist wie es scheint, nicht jeder böse, auch wenn er anders ist und so sollte man Menschen, die man neu kennenlernt, erst einmal eine Chance geben, sich gegenseitig besser kennen zu lernen. Das Lachen darf man dabei aber auch keinen Fall vergessen!

    Ganz anders als Luzifer Junior, aber ebenfalls herrlich schräg und herzlich. Mit 136 Seiten und zahlreichen Illustrationen auch für echte Lesemuffel geeignet, die aber schon eine gewisse Leseroutine besitzen sollten, geeignet ab 3. Klasse.

    Ein herrlich schräger Spaß jenseits des Mainstreams! 5 von 5 Sternen.
  22. Cover des Buches Darkmere Summer (ISBN: 9783551520821)
    Helen Maslin

    Darkmere Summer

    (115)
    Aktuelle Rezension von: Katzyja

    Kate ist total in Leo verknallt. Da kann sie natürlich nicht nein sagen, als er sie einlädt ein paar Wochen  der Ferien mit ihren Freunden zu verbringen. Leo hat nämlich ein altes verlassenes Schloss geerbt, welches sogar der Sage nach verflucht worden sein soll und alle männlichen Erben des Schlosses sollen ebenfalls vom Fluch betroffen werden. Voller Vorfreude packen die Jugendlichen ihre Sachen und wollen in dem heruntergekommenen Schloss nächtigen und seine Geheimnisse lüften....oder wie Leo sagen würde "Party, Party, Party".


    -----------


    Gelesen wird aus der Sicht von Kate, die in Leo verknallt ist und sich durch den Ausflug mehr Zeit mit ihm erhofft und Elinor, die im Jahr 1825 auf Darkmere als Frau von St. Cloud einkehrt. Elinor hat es nicht leicht mit ihrem neuem Ehemann und erlebt einiges, was sie stark belastet. Die Geschehnisse die damals auf Darkmere geschehen sind, haben auch Einfluss auf unsere Protagonisten in der Gegenwart.


    Der Schreibstil der Autorin ist super passend. Das Buch liest sich wirklich flüssig und die Protagonisten sprechen auch sehr realistisch miteinander. Da ist es nicht verwunderlich, das hier ein paar fiese Sätze fallen, denn die Jungs ziehen sich auch gerne auf. Auf dem Schloss feiern die Jugendlichen sehr ausgelassen, aber als Leser spürt man Seite um Seite, das sich die Protagonisten verändern. Die Wesensänderungen bringen zusätzlich zu der düsteren Umgebung und den Munkeleien über einen Fluch, ein Spannendes und unheimliches Setting. Ich habe mich total gut unterhalten gefühlt und je weiter ich im Buch Fortgeschritten bin, desto spannender wurde es. Ich habe bei den letzten 50 Seiten keine Möglichkeit mehr gehabt das Buch aus der Hand zu legen.


    Mir hat der Wechsel der Zeiten sehr gefallen. Ich fand es interessant und auch schockierend was Elinor früher durchstehen musste und war natürlich neugierig was das für Auswirkungen auf die Gegenwart hat. Stück für Stück wurde das Geheimnis gelüftet und es war auch nicht zu vorhersehbar, weshalb das Ende richtig gut war. Zwischen Party, Geschichte und der ersten Liebe, hier ist die Mischung sehr gut und nichts für schwache Nerven.

  23. Cover des Buches Einhörner küsst man nicht (ISBN: B07NJRR2YZ)
    Kirsten Kolb

    Einhörner küsst man nicht

    (12)
    Aktuelle Rezension von: lotty1209

    "Einhörner küsst man nicht" von Kerstin Kolb


    Zum Inhalt: 

    Das Leben ist kein Ponyhof. Zum Glück, denn Ben, Besitzer einer Punkkneipe, kann weder mit Tieren noch mit dem Landleben etwas anfangen. Darum ist er auch nicht angetan, als die pferdeverrückte Ex-Freundin seines Cousins in sein Leben stolpert. Allerdings ist Myriam die Lösung für Bens Probleme, denn eine vorgetäuschte Beziehung mit ihr hält ihm lästige Flirtversuche vom Hals. Myriam hingegen hat ihre eigenen Gründe, sich auf die Scheinbeziehung mit Ben einzulassen.


    Doch was macht man, wenn die eigene Welt plötzlich von Sommersprossen und dem Duft nach Kirschen auf den Kopf gestellt wird? Passen Einhörner und Punk vielleicht doch zusammen?


    Ein humorvoller Roman über Vorurteile, Einsicht und die Irrwege der Liebe.


    Meine Meinung: 

    Ich kenne bereits den ersten Teil der Reihe "Liebe, Eitel Sonnenschein" und muss sagen, das diese Story nicht mehr unbedingt "nur" ein Jugendroman ist. 

    Ich habe beim lesen das Gefühl gehabt das die Protagonisten älter geworden sind und im Nachhinein auch am Ende des Buches dazu noch Informationen bekommen.

    Schade finde ich, das einige "Bände" der Reihe fehlen, ich hätte sie gern gelesen. 

    Aber das tut dieser Story hier keinen Abbruch. 


    Die Geschichte um Ben und Myriam ist locker, leicht geschrieben und man findet schnell hinein. 

    Ben ist nicht unbedingt immer charmant und hat mich das ein oder andere Mal schon an den Elefanten im Porzellanladen erinnert. 

    Myriam die anfangs sehr ruhig, vielleicht auch ein wenig naiv erscheint, wandelt sich im Laufe der Geschichte zum positivem und am Ende ist sie eine tolle Frau geworden.


    Die Geschichte ist gelungen und macht Spaß, also gebe ich gern und von Herzen 4 Sterne ! 


    Das auffällige Cover, das ein echtes Highlight ist, aber eventuell eine ganz andere Geschichte vermuten lässt, finde ich echt toll.


  24. Cover des Buches Thees Uhlmann über Die Toten Hosen (ISBN: 9783462053692)
    Thees Uhlmann

    Thees Uhlmann über Die Toten Hosen

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    Thees Uhlmann, Sänger und Solokünstler und spätestens seit 2015 auch erfolgreicher Buchautor, ist seit vielen Jahren mit den Toten Hosen befreundet. Wie sich dieses Freundschaft gestaltete und was für Geschichten daraus hervorgegangen sind, das erzählt er in diesem ersten Band der KiWi-Musikbibliothek (aus dieser Reihe auch zu empfehlen: Tino Hanekamp über Nick Cave).

    Und es ist tatsächlich gar nicht soo vermessen, wenn Breiti (Gitarrist der Toten Hosen – 2ter Gitarrist, um genau zu bleiben), auf dem Klappendeckel meint, dass Uhlmanns Beschreibung seines ersten Hosen-Konzertes (das Einstiegs-Kapitel) für die Musik das ist, was Nick Hornbys Feverpitch für den Fußball war. Klar, Uhlmanns Buch ist etwas zu kurz, um mit Hornbys Werk mithalten zu können, enthält aber eine sehr verwandte Geschichte, die Geschichte einer Leidenschaft in vielen Nuancen, Aufs und Abs.

    Was am meisten gefällt: wie Uhlmann ohne falsche Scheu dahinplaudert, sympathisch vom Leder zieht und inbrünstig und liebevoll auch die kleinsten Aspekte hypt. Manchmal galoppieren ihm Sprache und Bilder etwas davon, Übergänge werden etwas zu assoziativ hergestellt, aber das wirkt meist eher stilecht, mehr wie ein Feature als wie ein Fehler.

    In dem Buch geht es nicht nur die Toten Hosen, sie sind vielmehr der rote Faden, der alles zusammenhält. U.a. geht es um die Dorfjugend, den FC Liverpool, Musiker*innenkarrieren, Band Aid 30, St. Pauli, die Große Freiheit, geniale Gitarrenintros, Szenetypen und -kneipen, etc., etc. Launig stolpert Uhlmann von einer Anekdote und einer Ansage in die nächste, cool und gleichsam ein bisschen verpeilt. Das macht Spaß zu lesen, spätestens wenn er alle Songs vom Live-Album „Bis zum bitteren Ende“ einzeln in Geschichten zelebriert.

    Ein paar mehr moll-Töne hätten dem Buch vielleicht nicht geschadet, so ist es eine fast schon überwältigende Hymne, ein Anthem.

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