Bücher mit dem Tag "putin"

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42 Bücher

  1. Cover des Buches Panama Papers (ISBN: 9783462050028)
    Bastian Obermayer

    Panama Papers

     (11)
    Aktuelle Rezension von: HorstErnst
    Das Buch ist eine gleichermaßen erhellende wie erschreckende und verstörende Lektüre. Dass Leute Geld verstecken wollen, Identitäten dazu und obendrein dunkle Machenschaften zudecken, man weiß es und man ärgert sich darüber. Dass es aber so einfach ist, dass so viele dabei sind bei diesen respektlosen Machenschaften, das sollte jeder und jede lesen und s und dass damit Abermilliarden an Geldern für bessere Zwecke verloren gehen.

    Exemplarisch folgende Zitate (ohne Seitenzahlen da sich diese auf einem Tolino Lesegerät je nach Schriftgröße ändern, wenn man mit den Verlagsschriften liest:

    „Wer ein noch stärker ausgeprägtes Anonymisierungsbedürfnis verspürt, kann auf Wunsch bei Mossack Fonseca neben den Scheindirektoren auch jederzeit Scheinanteilseigner, nominee shareholder, buchen. Das sind Menschen oder Briefkastenfirmen, die quasi treuhänderisch die Aktien halten.

    „Natürlich wird nicht in jedem Fall Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet – aber doch, wie wir sehen werden, in sehr vielen. Auch staatliche Banken helfen Kunden, den Staat zu betrügen.“

    „Der Rohstoff, von dem Firmen wie Mossack Fonseca leben, ist die Verschwiegenheit, und dafür bezahlen nicht nur, aber eben auch, Terroristen, Waffenschieber, Diktatoren eine Menge Geld.Sanktionen stoßen bei Briefkastenfirmen schnell an ihre Grenzen: Sanktionierte Personen können sich relativ einfach dahinter verstecken.“

    „Wir haben also einen weiteren Staatschef in unseren Daten. Nach den Spuren, die zu Assad, Putin und den Kirchners führen, zum isländischen Premierminister und zum ehemaligen nicaraguanischen Präsidenten Arnoldo »Fat Man« Alemán, nun also die Ukraine.Mittlerweile lohnt es sich, die Fälle in einen speziell benannten Ordner zu sortieren: »Staatschefs«."

    „Die Schmerzgrenzen von Mossack Fonseca sind erstaunlich niedrig. Der Kundin mit dem Alias »Tochter« empfehlen sie sogar, den Referenzbrief zu einer Überweisung in die Schweiz auf Mossfon auszustellen, denn Mossack Fonseca »ist eine Anwaltskanzlei. So sollte nicht der Anschein oder der Gedanke aufkommen, dass Sie Geld außer Landes« bringen. Mossfon hilft also, eine Fassade aufzubauen. Und verspricht, dass »wir irgendwie versuchen, Compliance zu vermeiden«.

    „In den Mossfon-Memos der jüngsten Jahre finden sich auch immer wieder leicht deprimierte Notizen über Banken, die kaum mehr Schwarzgeld verwalteten und deswegen als Kunden nicht mehr infrage kämen."

    „400 Journalisten aus mehr als 80 Ländern daran arbeiten, dass wir Spuren dutzender Staatschefs in den Daten gefunden haben, dazu Spuren zu Skandalen in so ziemlich jedem Land der Welt, zur FIFA und ihrem Präsidenten, zur UEFA und ihrem Präsidenten, verschiedenen Mafia-Organisatioen, Hisbollah, al-Qaida, dem ukrainischen Präsidenten, dem isländischen Premier (der vor Kurzem auch noch zum isländischen »Geschäftsmann des Jahres« gekürt wurde – zusammen mit jenem Finanzminister, den wir auch in den Daten gefunden haben) – und: zu Wladimir Putin“.
  2. Cover des Buches Collector (ISBN: 9783453527386)
    Markus Heitz

    Collector

     (162)
    Aktuelle Rezension von: BlueNa
    Kris Schmidt-Kneen ist Frachter Pilot auf der Erde und unterwegs zu einem vermeintlich normalen Auftrag. Doch kaum bei den angegebenen Koordinaten angekommen, stellt Kris fest, dass nichts an dem Auftrag normal ist: Er soll für einen Konzern einen außerirdischen Antrieb mit seinem Antigrav-Truck zu einem noch unbekannten Ort schaffen. Trotz Bewachung wird Kris angegriffen und samt Truck und Alien Antrieb ins Weltall entführt. Hier lauert nämlich ein weiterer Wirtschaftskonzern darauf, den Alien Antrieb in die Finger zu bekommen um seine unlauteren Ziele zu verfolgen. Währenddessen nimmt eine hochentwickelte außerirdische Rasse, die Collectors, immer mehr von Menschen besiedelte Planeten „in Obhut“ und schottet sie vom Rest des Universums ab. Kris wird mitten in eine Krise geschleudert, mit der er nichts zu tun haben will und in die sogar seine kleine Tochter Soraya hineingezogen wird.

    Markus Heitz bezeichnet seine „Justifiers“-Reihe als eine Space-Opera und das ist es auch. Es gibt Aliens, Betahumanoiden, Roboter, große Raumschiffe und Weltraumschlachten, also alles was das Sci-Fi-Herz begehrt und das ist es auch, was mir an dem Buch so gut gefallen hat. Ich lese leider viel zu selten Science-Fiction, sondern schaue viel mehr Filme und TV-Serien aus diesem Genre, trotzdem bin ich immer wieder begeistert, wenn ich ein Sci-Fi-Buch zwischen die Finger bekomme. Zwischendurch verliert sich „Collector“ zwar in Nebenhandlungssträngen und wird dadurch ein wenig langatmig, doch dies hat mich nicht groß gestört, denn schließlich legt das Buch den Grundstein einer gesamten Reihe und führt das Universum sozusagen ein.

    Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut und ich lese seine Bücher immer wieder gerne. Er schreibt flüssig, aber auch häufig mit einem ironischen Unterton, der den Geschichten immer dieses gewisse Etwas verleiht, die sie so interessant für mich machen. Heitz schafft es, mich mitten in den Weltraum zu katapultieren, mich auf fremden Planeten Abenteuer erleben zu lassen und außerirdische Rassen so zu beschreiben, als würde ein Film vor meinem inneren Auge ablaufen. Inklusive stimmungsvoller Hintergrundmusik! Manchmal schweift die Story ein wenig ab, der rote Faden zerfasert, aber ich habe es immer geschafft, wieder in die Spur zu kommen, so dass dies zu keinem großen Problem wurde.

    Durch die Vielzahl an Charakteren bleiben einige von Ihnen auf der Strecke, doch die Hauptprotagonisten Kris Schmidt-Kneen und Faye Durrick werden gut skizziert und ich konnte eine emotionale Bindung zu den Beiden aufbauen. Gerne wäre ich noch gerne tiefer in die Psyche von Fayes Schwester Nuria Suede, die von einem Driver in Besitz genommen wurde, und dem Chemical „23“, der über starke psionische Fähigkeiten verfügt und so ein Raumschiff steuern kann.

    Das Cover der Klappbroschur ist schlicht gehalten. Ganz in schwarz gibt es einen leuchtend gelben Fleck, der, wenn man genau hinschaut, einen Ausblick auf das Weltall bietet und den Buchtitel beinhaltet. Der Name des Autors ist in großen weißen Lettern darüber platziert. Ich mag die Gestaltung!

    Fazit: „Collector“ von Markus Heitz ist der spannende Auftakt einer Space-Opera, dem weitere „Justifiers“-Romane von verschiedenen deutschen Fantasy- und Sci-Fi-Autoren nachfolgen. Mir hat das Buch großen Spaß gemacht und ich freue mich auf alle weiteren „Justifers“-Bücher! Somit vergebe ich gute vier von fünf Sternen!
  3. Cover des Buches Die Dialektik der Übergangsperiode von Nirgendwoher nach Nirgendwohin (ISBN: 9783442734948)
  4. Cover des Buches Russland verstehen (ISBN: 9783406675256)
    Gabriele Krone-Schmalz

    Russland verstehen

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Bonbosai
    Klappentext:

    Wie ist es um die politische Kultur eines Landes bestellt, in dem ein Begriff wie "Russlandversteher" zur Stigmatisierung und Ausgrenzung taugt? Muss man nicht erst einmal etwas verstehen, bevor man es beurteilen kann? Gabriele Krone-Schmalz bietet in diesem Buch eine Orientierungshilfe für all jene, denen das gegenwärtig in den Medien vorherrschende Russlandbild zu einseitig ist. Antirussische Vorbehalte haben in Deutschland eine lange Tradition und sind in zwei Weltkriegen verfestigt worden. Auch in der Ukraine-Krise lässt sich ihre Wirksamkeit beobachten. Tatsächlich ist aber nicht nur das Verhältnis zwischen Russland, dem Westen und der Ukraine vielschichtiger, als es der Medien-Mainstream suggeriert, sondern auch die russische Geschichte seit dem Ende des Kalten Krieges. Demokratie und Menschenrechte verbreiten - wer möchte das nicht. Es lässt sich aber sehr wohl über das Tempo und über die Methoden streiten. Und es lässt sich fragen, welche Interessen der Westen unter dem Deckmantel einer Menschenrechtsrhetorik verfolgt. 


    Meine Beschreibung:

    Ein interessantes und überzeugendes Buch. 

    Frau Krone-Schmalz nennt die Zusammenhänge, deckt die Ursachen der Konflikte auf, liefert Hintergründe und Infos, die ich so nicht aus den offiziellen Medien bekommen habe. Sie zeigt sehr deutlich die differenzierte Darstellung der Medien und wie man durch Weglassung einiger Worte einen ganz andere Sachverhalt darstellen kann. 

    Der Leser erfährt vieles über die Politik zwischen Ost und West seit dem Ende der Sowjetunion, Über die Rolle von IWF bei der Bildung der Oligarchen in Russland sowie über die Rolle Gorbatschows und der USA bei der Wiedervereinigung Deutschlands. Auch über die NATO Osterweiterung und die dadurch entstanden Gefahren für Russland hat Frau Krone-Schmalz objektiv recherchiert. So wird auch der Wortbruch westlicher Politiker gegenüber Gorbatschow hinsichtlich der Osterweiterung der Nato von ihr themasiert. 

    Zum Ukraine Konflikt beleuchtet sie die Aspekte aus verschiedenen Gesichtspunkten. Was sie dazu schreibt macht mehr als nachdenklich. Die Schuld des Westens (der Nato) an der Entwicklung dieses Konflikts wird durch diese Erkenntnisse deutlich. 

    Die Autorin macht den Lesern klar, weshalb die politische Lage zwischen dem Westen und Russland heute leider so ist, wie sie ist. 

    Frau Krone-Schmalz zwingt keine Meinung auf, übermittelt nur verlässlichen Fakten, so dass sich jeder selbst ein Bild machen kann. 

    Eine Orientierungshilfe für alle, die das gegenwärtig in den Medien vorherrschende feindliche Russlandbild ablehnen. 


    Fazit:

    Wer sich eine neutrale und unvoreingenommene Meinung bilden möchte und gerne rundum informiert ist, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Das Buch ist für jeden der über Russlands Politik mitdiskutieren möchte ein MUSS.  

  5. Cover des Buches Eine Rose für Putin (ISBN: 9783827012630)
    Thomas Wendrich

    Eine Rose für Putin

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Während auf einem Parkplatz alle gespannt dem Tennisfieber verfallen, verschwindet aus einem Auto ein kleines Mädchen. Die Spuren führen bis nach Weißrussland, doch trotz genauer Recherche kommt die Lösung nicht ans Licht.

    20 Jahre später: Der Drehbuchautor Johann Stadt zieht sich mit dem Regisseur M. in ein abgelegenes Ferienhaus zurück, um diesen Entführungsfall einem Drehbuch zugrunde zu legen. Die beiden schreiben die Geschichte ähnlich dem ursprünglichen Verbrechen nur in die Gegenwart versetzt – und nun beginnen die Zeitzonen zu verschwimmen, der Unterschied zwischen Fiktion und Realität nur schwer auszumachen. Während des Schreibens passieren immer wieder eigenartige Szenen, bei denen man als Leser nicht genau weiß, ob diese nun der Realität entsprechen oder nur im Drehbuch vorkommen. Was hat es mich dem Kampf mit einem Schwan auf sich? Ist die Postbotin nun wirklich tot und wie kommt es, dass Putins Revolver auftaucht?

    „Findest du einen Nagel in der Wand, so nutze ihn! Mir ist, als suchte ich ein Leben lang nach Nägeln. In der Wand. Aber da sind nicht einmal Wände.“

    Die Sprache ist flüssig und facettenreich, wechselt zwischen anspruchsvollen Passagen und humorvollen Dialogen. Das Buch ist auf alle Fälle spannend, so dass man unbedingt Seite um Seite weiterlesen möchte. Doch oftmals denkt man, dass man nun einen Teil ergründet hat und plötzlich kommt eine schräge Wendung, die wieder verwirrt.

    „Mit Manipulationen sät man, denke ich, was man Tage, Wochen, Jahre später ernten will. M. liebt die Ergebnisse, aber direkt, und zwingt die Zeit regelmäßig unters Joch, nur um noch schneller recht zu haben.“

    Für mich war dieses Buch eine große Herausforderung und ließ mich nach der letzten Seite verwirrt zurück. Erst nach und nach ordnet man seine Gedanken und macht sich hierzu sein eigenes Bild.

    Ein ungewöhnliches Leseerlebnis, auf das man sich einlassen muss.

  6. Cover des Buches Russland im Zangengriff (ISBN: 9783549072653)
    Peter Scholl-Latour

    Russland im Zangengriff

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Egal ob im russisch-chinesischen Grenzgebiet, in der Ukraine oder in Moskau selbst - überall wagt er einen Blick jenseits der Mauer, die die westlichen Medien und Politiker aufgebaut haben. Und zeigt so, dass Rußland weit mehr ist, als der Mann an seiner Spitze. Die Ausdehnung der NATO, islamistische Nachbarn und das wiedererstarkende China kratzen nicht nur am Selbstbewußtsein der russischen Nation sondern führen auch für uns Westeuropäer zu oft unverständlichen Reaktionen. Der Wert dieses Buches liegt vor allem darin, sich besser in die Lage eines nicht nach westlichen Maßstäben tickenden Staates hineinversetzen zu können. Hier kommen Meinungen und Ansichten zu Wort, die man in unseren Medien kaum findet. Auch die Unglaubwürdigkeit des Westen, der gerne mit zweierlei Maßstäben misst, wenn es um das Demokratieverständnis anderer Staaten geht, kommt hier deutlich zum Ausdruck.
  7. Cover des Buches Die den Sturm ernten (ISBN: 9783406707803)
    Michael Lüders

    Die den Sturm ernten

     (7)
    Aktuelle Rezension von: laraelaina
    Wenn man das Buch von Michael Lüders "Die den Sturm ernten - Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte" gelesen hat, dann weiß man, dass es keine einfachen Wahrheiten und Antworten gibt.

    Der Autor geht sachlich auf die politischen Zusammenhänge im Nahen Osten ein und beschreibt die diversen Interessen, Machtstreben und hegemonialen Ansprüche in der Region und auch wie wenig dabei das Leid der Bevölkerung von Interesse ist.

    Das Zeitgeschehen anschaulich beschrieben und verständlich formuliert.

    Aus meiner Sicht absolut lesenswert.
  8. Cover des Buches Blasse Helden (ISBN: 9783813507775)
    Arthur Isarin

    Blasse Helden

     (51)
    Aktuelle Rezension von: docshev
    Immer wieder kurze Ereignisse die mich haben vergessen lassen dass ich ein Buch lese. Angenehmer Schreibstil.
  9. Cover des Buches Die Deutschen und ihre Nachbarn / Russland (ISBN: 9783406578502)
  10. Cover des Buches Tod eines Dissidenten (ISBN: 9783455500455)
    Marina Litwinenko

    Tod eines Dissidenten

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Motherland: A gripping crime thriller set in the dark heart of Putin's Russia (ISBN: B077XPBDZV)
  12. Cover des Buches Der Raum, in dem alles geschah (ISBN: 9783360013712)
    John Bolton

    Der Raum, in dem alles geschah

     (9)
    Aktuelle Rezension von: monerl

    (3,5 Sterne)

    Meine Meinung
    Der Autor ist kein Unbekannter auf der amerikanischen Politikbühne. Wenn man sich seinen Lebenslauf und all die Ämter anschaut, die er schon inne hatte, wird einem schwindelig. Dabei fällt eines auf, John Bolton ist Republikaner durch und durch! Er teilt zum Großteil dieselben konservativen Werte mit Donald Trump. Oftmals hat er sogar noch strengere und konservativere Vorstellungen / Einstellungen, insbesondere zu den Themen Krieg, Beziehungen zum Iran usw. Meiner Meinung nach ist er ebenso wenig ein besonders offener und menschenfreundlicher Zeitgenosse, wenn man ihn mit Trump vergleicht.

    Wenn man sich mit der Person John Bolton und seinem Hintergrund etwas intensiver beschäftigt, kann man seine Aussagen und Intentionen im Buch besser einordnen und verstehen.

    Wir erfahren, wie der Autor ins Team des damals neu gewählten amerikanischen Präsidenten gekommen ist. Der Weg war nicht unbedingt gradlinig, wie man der damaligen Berichterstattung entnehmen kann.

    Bolton erzählt recht ausführlich wie Politik mit und unter Trump gemacht wird und es ist irgendwie genau so, wie man es sich gedacht hat hat: Von eine bestimmten Riege in seinem Umfeld fühlt er sich bevormundet, mit dem anderen Teil gibt es Besprechungen und Absprachen, die er wieder in Eigenregie teilweise nach Lust und Laune zunichte macht und seine Um-Entscheidung per Twitter für alle verteilt. Jeder neue Tag ist für die Regierungsmitglieder eine Art Überraschungsei. Wenn sie aufwachen, schauen sie Nachrichten und in Twitter, um zu sehen, ob Donald nicht etwas furchtbares fabriziert hat.

    Nach all diesen Seiten wird deutlich, dass der Autor ebenso von sich überzeugt ist, wie wir es von Trump kennen. Bolton ist sehr von sich überzeugt, von seiner Intelligenz und seinem strategischen Können. Aus dieser Sicht war es deshalb sehr interessant als auch sehr beängstigend zu lesen, wie mit den heißen Themen Beziehungen zu China und Russland, Umgang mit dem Iran, der damalige Konflikt in Venezuela, Verhandlungen mit Nordkorea usw. umgegangen wurde und wer wie wann etwas zu sagen hatte.

    Die Quintessenz dessen, die alle, die sich für Politik interessieren, schon geahnt haben, bekommen hier von John Bolton bestätigt: Donald Trump geht es nur um ihn selbst. Er versucht sich gut dastehen zu lassen, wie auch seine Familie. Bringt ein “Deal” ihn oder seine Familienmitglieder positiv ins Rampenlicht, war das Geschäft erfolgreich. Alles andere an Politik interessiert ihn nicht. Er hat kein echtes historischen Wissen und auch keine Ahnung von Geografie. Weltpolitische Abhängigkeiten begreift er ohne intensives Briefing kaum. Sein Verhandlungsgeschick ist begrenzt und man kann sogar dankbar sein, dass er manchmal so unenschlossen und sprunghaft handelt und entscheidet, denn das brachte es mit sich, dass unter Trump kaum Kriege geführt wurden. Wäre es nämlich nach Bolton gegangen, hätte es mindestens einen Krieg, nämlich mit dem Iran, gegeben, wie man seinen Worten im Buch entehmen kann.

    Fazit

    Ein Buch, von dem ich mir mehr versprochen hatte. Dennoch ist es nicht umsonst gewesen, sich durch all die Seiten zu lesen. Eine Qual war es nicht, keineswegs. Es war eher sehr beängstigend, wie ein absolut unfähiger Mann sich dennoch so lange auf dem Präsidentenstuhl halten konnte. Was noch schlimmer ist, alle wissen es, alle leiden mit und unter ihm und dennoch lassen sie es weiter zu, dass so jemand das einst bewundernswerte Land zerstört.

  13. Cover des Buches Tod eines Dissidenten (ISBN: 9783453620278)
    Alex Goldfarb

    Tod eines Dissidenten

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Wer sich für Tschetschenien und Rußland interessiert ist mit diesem Buch gut beraten. Flüssig und spannend, wie ein Politthriller, enthüllt dieser Tatsachenroman so manche Geheimdienstaktivitäten. Putin, der versucht alles unter den Mantel des Schweigens zu hüllen, wird dieser Roman sicher ein Dorn im Auge sein, deshalb sollten ihn auch viele lesen. Schade nur das über die Journalistin Anna Politkovskaja nicht ausführlicher berichtet wird.
  14. Cover des Buches Eiszeit (ISBN: 9783406714122)
    Gabriele Krone-Schmalz

    Eiszeit

     (8)
    Aktuelle Rezension von: wsch
    Spiegel Bestseller – KEIN WUNDER!

    Als Russland-Korrespondentin der ARD, die vier Jahre in diesem Riesenland gelebt hat, weiss Gabriele Krone-Schmalz sicher, was sie (be)schreibt, was sie in einem gut verständlichen Stil erklärt, erläutert, nachvollziehbar darstellt. Wobei sie auch stichhaltige Argumente gegen die sehr einseitige 'Mainstream'-Berichterstattung und 'Mainstream'-Nachrichten der ARD ins Feld führt. 'Mainstream' ist in dem Sinne zu verstehen "Die Russen sind alle die Böse. Und Wladimir Putin ist der Oberschurke..." Denn das ist ja die Vorstellung von Russland und seiner Politik, die durch die Nachrichten wachgerufen und fast täglich bestärkt wird.

    Dass Putin durchaus sachliche, fundierte Gründe für seine Politik einschliesslich der Vorgänge im Zusammenhang mit der Ukraine, der Krim, dem Donbas im Osten der Ukraine hat, dass das auf seine Anweisung hin durchgeführte militärische Eingreifen in den Krieg in Syrien objektive betrachtet nachvollziehbar ist, all das macht die Autorin klar. Wer diese Sicht bezweifelt, lese das Buch mit den vorgetragenen Argumenten. Die nicht bei den Haaren herbeigezogen sind, sondern durch ein ausführliches Quellenverzeichnis nachprüfbar belegt werden.

    Selbst wenn man nicht allen Äusserungen und Feststellungen von Gabriele Krone-Schmalz folgen mag, mehr als lesenswert ist das Buch allemal. Ein echter 'Augenöffner'!

  15. Cover des Buches Putin verstehen? (ISBN: 9783958410473)
    Philipp Ewers

    Putin verstehen?

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Putins Welt (ISBN: 9783492310406)
    Katja Gloger

    Putins Welt

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Soraniea
    Ich habe das Buch bei der Aktion “Bäume raus - Bücher rein"  gewonnen und habe mich wahnsinnig darauf gefreut es zu lesen.

    Putins Welt - Das neue Russland, die Ukraine und der Westen von Katja Gloger.

    "Es ist ein Rätsel innerhalb eines Geheimnisses, umgeben von einem Mysterium", sagte Winston Churchill vor über 70 Jahren über Russland. 

    Dieser Satz beschreibt Russland so gut wie nichts anderes und startet den Auftakt zu einem sehr spannenden Buch.

    Katja Gloger die das System-Russland beschreiben möchte, hat den Aufstieg Putins erlebt und Ihn monatelang begleitet.

    Durch den aktuellen Fokus der Medien auf Russland, die Ukraine und den Westen bin ich als Bürger sehr interessiert, wie die Welt seitens Putin so aussieht.

    Man bekommt Einblicke in seinen Alltag und erfährt wie er aufgewachsen ist. Vieles mir teilweise nicht bekannt gewesen und doch sind diese Informationen sehr spannend. Alte Politische Ereignisse, die vor der eigenen Geburt stattfanden, geben nun einen ganz anderen Blick auf das Geschehen. 

    Das Buch liest sich trotz seiner 280 Seiten relativ schnell und ich kann es jedem Empfehlen einmal gelesen zu haben. Konnte es gar nicht aus der Hand lassen, sobald ich es angefangen habe.
    Ich habe immer im Zug gelesen (40 min.) und die Zeit flog nur so dahin.

    Fazit:
    Möchte man einfach mal die Welt aus der Sicht von Putin sehen, kann ich dieses Buch nur Empfehlen. Es ist doch spannend zu sehen, wie der mächtigste Mann Russlands denkt und handelt.


  17. Cover des Buches Fremde Freunde (ISBN: 9783827013538)
    Katja Gloger

    Fremde Freunde

     (1)
    Aktuelle Rezension von: michael_lehmann-pape


    Zu kaum einer anderen Nation, einem anderen Land (außer vielleicht zum direkten Nachbarn Frankreich), hat Deutschland eine solch wechselhafte Geschichte erlebt wie mit dem russischen Reich, der Sowjetunion und in der Gegenwart Russland.

    In beiden Weltkriegen erbitterte Gegner, in Zeiten zuvor in Teilen enge Verbündete (soweit das ob der Entfernung und der völlig anderen gesellschaftlichen Prägung möglich war), aber auch im Rahmend es „Eisernen Vorhangs“ direkt benachbarte „Feinde“. Viel wechselhafte Geschichte spätestens seit Peter dem Großen und seiner strikten Ausrichtung „nach Westen“, was damals zunächst Deutschland hieß bis hin zu den Verfolgungen und der Drangsal deutschstämmiger und deutschsprechender Bevölkerungsgruppen nach dem zweiten Weltkrieg, die im Rahmen der sogenannten „Russlanddeutschen“ in großer Zahl seit den 1980er Jahren von Russland nach Deutschland umsiedelten und zuvor das Verhältnis beider Nationen von seiner schlechtesten Seite her (zumindest, was die russische Seite betrifft) erlebt haben.

    Geschichtliche Momente bis hin zu der nicht eindeutigen und verscheiden bewerteten Lage in der Gegenwart, die Gloger in ruhigem Stil und sachlich orientiert aufnimmt und anhand derer sie dieses besondere Verhältnis detailliert beschreibt.

    „In keinem anderen westlichen Land wird so leidenschaftlich um Russland und seine Zukunft gerungen, wie in Deutschland“. Und auf der anderen Seite ist es gar nicht so wundersam, dass Putin fließend deutsch spricht. Es ist ein besonderes Verhältnis zwischen diesen beiden Nationen, ohne Frage.

    „Zwei Länder, zwei Völker, die seit tausenden von Jahren nicht voneinander lassen können“.

    Vorurteile, Furcht, Hass bis aufs Blut, Bewunderung, Neid durchaus, Freundschaft und Kooperation andererseits, Ein Verhältnis der starken Polarisierungen, auch dies kann man zunächst festhalten, wie es Gloger vollzieht.

    Eine kluge Entscheidung der Autorin ist es daher, mit jenem Ereignis und jener Person zu beginnen, die für den konstruktiven Teil der beiderseitigen Geschichte steht, vielleicht genau darum aber am Ende im eigenen Land scheitern musste. Gorbatschow und sein Versuch, die Welt friedlich zu ändern. Und auch das kann ein Ergebnis der Lektüre dieses wechselhaften Verhältnisses sein, wie oft die konstruktiven Möglichkeiten wenig genutzt wurden. Als würden die Menschen, die „Staatenlenker“ zu allen Zeiten eine friedliche Kooperation eher unschön finden.

    Wobei der tiefe Blick in die Geschichte und die sorgsame Beschreibung der Ereignisse und, vor allem, der Folgen dieser Ereignisse für die innere Haltung einander gegenüber im Buch natürlich nicht zu kurz kommen.

    Bis hin zur überzeugend argumentierten Sicht auf die Gegenwart, in der die Staatsleitung Russlands dieses als „postwestliche Avantgarde“ betrachtet und damit, mit vielfachen Spannungen und Gefahren verbunden, der Weg beider Nationen aktuell mehr und mehr auseinanderzudriften scheint.

    Wobei der Grundton des Buches erkennbar dahin geht, sich gegen ein solches „Trennen“ vehement zu stellen und, gegen allen Augenschein zur Zeit, das Verbindende und Gemeinsame unbedingt suchen zu sollen. Denn an jenen Orten, an denen die Verbindung konstruktiv und eng wurde und war, folgten immer positive Momente. Nicht nur für die beiden Länder, sondern auch darüber hinaus. So steht die „Wende“ 1989 eben auch für ein stärker zusammenwachsendes Europa. Was gerne in den Wogen der darauffolgenden Haltungen und Ereignisse fast vergessen zu werden droht.

    Und doch und dennoch gilt:

    „Deutschland bleib sein (Putins) natürlicher Anknüpfungspunkt, sein…..“Tor in die Welt“. Wie es schon für Peter den Großen galt. Einerseits. Während andererseits er sich (und vielleicht die ganze „russische Seele“) am Anblick Merkels vor dem Hund weidete.

    Eine interessante und fundiert recherchierte Lektüre, die in sehr verständlichem Ton die Eigenarten und die Geschichte eines besonderen „Staatenverhältnisses“ aufzeigt.
  18. Cover des Buches Es geht voran (ISBN: 9783351033835)
    Oleg Kaschin

    Es geht voran

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Gospelsinger
    Kein Wunder, dass dem Wissenschaftler Karpow seine Frau Maria davonläuft. Erst schleppt er sie von Moskau in seinen öden Geburtsort, um dann in seiner zum Labor umgebauten Garage zu verschwinden. Karpow entwickelt ein Mittel, mit dem das Wachstum von Lebewesen beschleunigt werden kann. Gedacht ist das eigentlich für Tiere, die so mehr Fleisch liefern, aber nebenbei kann man damit auch Liliputaner wachsen lassen. Was übrigens nicht nur positiv ist, denn für einen normalgroßen Liliputaner hat ein Zirkus keine Verwendung mehr. Dass das Fleisch billiger wird, ist dann auch gewissen Kreisen ein Dorn im Auge, schmälert es doch die eigenen Gewinne. Daneben gibt es noch etablierte Wissenschaftler, die sich die Forschungsergebnisse Karpows aneignen wollen, um Gelder abzugreifen. Und so gerät eine Spirale von Korruption und Repression in Gang. Ich habe beim Lesen immer wieder gemerkt, dass mir der Hintergrund fehlt. Osteuropa ist nicht meine Schwerpunktregion, daher bin ich nicht tief genug in die aktuelle Situation eingearbeitet. Deshalb bin ich mit diesem Buch nicht ganz warm geworden. Universell sind die Beschreibungen von Korruption und Repression. Da scheinen Russland und die afrikanischen Länder nicht sehr weit auseinander zu sein. Als Satire über Korruption ist dieses Buch interessant für alle, richtig zu genießen ist es allerdings nur für diejenigen, die etwas Hintergrundwissen über die moderne russische Gesellschaft besitzen.
  19. Cover des Buches Die Wahrheit ist der Feind (ISBN: 9783737100618)
    Golineh Atai

    Die Wahrheit ist der Feind

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Venera

  20. Cover des Buches Das Leben ist groß (ISBN: 9783746630588)
    Jennifer duBois

    Das Leben ist groß

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Gruenente
    Irina Ellison, amerikanische Uni-Dozentin wird bald sehr krank sein. Sie hat Corea Huntington. Eine Krankheit, die dem Betroffenen die Körper- und Hirnfunktionen in einem langen Leidenskampf nimmt. Da sie das bei ihrem Vater schon verfolgt hat, will sie dieses Leiden für sich abkürzen.
    Alexander Besetow, russischer Schachweltmeister will sich in Russland als Oppositionskandidat aufstellen lassen. Ein lebensgefährliches Ansinnen.
    Irina findet in den Unterlagen ihres Vaters einen Brief, mit nie beantworteten Fragen an Alexander. Sie bricht alle Verbindungen in die Heimat ab und fliegt nach Russland um dort Antworten auf die Fragen des Vaters, die jetzt auch ihre geworden sind zu bekommen.
    Oh nein, es spinnt sich keine Romanze zwischen diesen ungleichen Menschen an. Sie finden aber eine Art von Verständnis für einander, wie sie es sonst bei keinem anderen Menschen gefunden haben.
    Man erfährt viel über eine schreckliche Krankheit, die nicht minder schrecklichen Zustände in Russland und über Schach. Es geht darum, wie man sich verhält, wenn man nicht gewinnen kann.
    Eigentlich ein tolles Buch, es konnte mich aber nicht ganz packen. Und es stürzte mich in ein tiefes Unbehagen über die politischen Vorgänge in Russland.
  21. Cover des Buches Stern des Nordens (ISBN: 9783499274350)
    D.B. John

    Stern des Nordens

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Kein Land auf dieser Erde ist so geheimnisvoll wie Nordkorea. Was wir von diesem Land wissen, lässt sich am besten von Satellitenaufnahmen bei Nacht beschreiben. Einige helle Punkte und ansonsten Dunkelheit. Wir wissen von einem brutalen, totalitären Regime, von widerlichen Menschenrechtsverletzungen, von Hungersnöten und unglaublicher Militärpräsenz. Wir kennen die üblichen Geschichten einer Elite, die sich nicht von anderen totalitären Staaten unterscheidet. Trotzdem übt dieses Land eine kalte und unerklärliche Faszination aus, denn keine Diktatur wird weltweit so gefürchtet, wie Nordkorea. Das liegt ohne jeden Zweifel am Atomwaffenprogramm des Landes, dessen wahrer Entwicklungsstand uns genauso verborgen bleibt wie die Reichweiten, die die Raketen tatsächlich haben. Die permanente Präsenz in den Medien ist diesem Umstand zu verdanken und die Kim-Dynastie weiß ihre vermeintlichen Vorteile geschickt in Erpressungen umzumünzen. Trifft man dann noch mit einem Präsidenten Trump auf eine lächerliche Gegenspielerfigur, ist der diplomatische Zirkus ein willkommenes Mittel, um die Welt weiter zu narren und die eigene Position auszubauen. Wenn es auch scheint, dass in den letzten Jahren die Diplomatie ein wenig vorangekommen, die Grenzen ein kleines bisschen geöffnet wurden, so ist das nur eine weitere Nuance in dem Theater, das Nordkorea seit Jahrzehnten aufführt. An der Situation im Land und für die Bevölkerung hat sich nichts geändert.

    Es gibt nur wenig erhellende Bücher über Nordkorea. Dazu gehören ganz sicher auch die Enthüllungen einiger Flüchtlinge und Überläufer, die es geschafft haben, unter großen Mühen das Land zu verlassen. Es gibt eine Handvoll Sachbücher, die nicht aus Spekulationen bestehen und deshalb helfen, sich ein ungefähres Bild vom Ausmaß der Repressalien in diesem Land zu machen.

    Da ist es mutig, sich an einen Thriller zu wagen, der die Nordkorea-Problematik zum Thema hat. D.B.John hat in Südkorea gelebt und Nordkorea bereist, hat sich einen Überblick, so weit es ging, verschaffen können, recherchiert und sehr genau gefiltert, was er für sein Buch verwendet hat. Schon alleine diese Arbeit, die Auswahl seiner Quellen und Gesprächspartner war gründlich und genau abwägend. Daraus entstand ein Roman, der drei Abteilungen umfasst. Zum einen die Geschichte der Halb-Koreanerin Jenna, deren Zwillingsschwester von einem Strand in Südkorea ins Nachbarland entführt wurde und die sie nun, von der CIA ausgebildet, im Rahmen diplomatischer Tätigkeit finden und zurückholen will. Dann die Geschichte des hohen Parteifunktionärs Cho, dessen großartige Karriere beendet ist, als man in seiner Vorgängergeneration einen Makel findet und der als Unterhändler vorher die Welt „da draußen“ kennenlernt hat und dann ist da noch das Leben von Frau Moon, eine einfache Bäuerin, die in den Markthandel einsteigt und dort zu einer Stimme des Widerstands wird.

    Die Erzählstränge wechseln sich ab, ohne einen Bruch zu erzeugen, weil John die Geschichten zeitlich parallel laufen und im Verlauf sich annähern lässt. Bis es am Schluss zu den Auflösungen der Zusammenhänge kommt, hat der Leser vielleicht schon das eine oder andere vermuten können.

    Über weite Strecken ist das Buch beklemmend, weil sich John auf viele Fakten einlässt. Er verzichtet auf Plakatives, selbst der Beschreibung von Folter und unmenschlichen Lebensumständen gibt er mehr dokumentarische Kraft als reißerische Effektheischerei. Stellenweise lesen sich gerade die erschütternden Passagen wie eine Dokumentation. Die Spannung bleibt ständig auf hohem Niveau, John arbeitet zwar auch mit Cliffhangern, doch die sind der Handlung geschuldet, irgendwo muss er Absätze machen und Kapitel markieren. Sein Stil ist schnörkellos, er verliert sich nicht in Beschreibungen, jede lokale Besonderheit wird so ausgearbeitet, dass der Leser alle Informationen hat, um sich die Szenen vorstellen zu können.

    Am Ende hat das Buch viel gefordert. Es ist nicht nur die Spannung, denn immerhin bleibt es ein Thriller, es sind auch die Mengen aufwühlender Informationen, die Detailgenauigkeit und – davon kann man ausgehen – die nachprüfbaren Fakten, die hier verwendet wurden. Also nicht nur gute und spannende Unterhaltung, sondern man bekommt viele erstaunliche Informationen und wird vielleicht animiert, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen.

    Deswegen gibt es hier für einen Thriller die höchste Punktzahl. Nicht nur für ein gelungenes Exemplar seines Genres, sondern in erster Linie für die großartige und sorgfältige Einarbeitung eines Sachthemas, denn so kann man die einzigartige Geschichte Nordkoreas wohl nennen, gebührt dem Autor große Anerkennung und Beifall. Unbedingte Leseempfehlung.

  22. Cover des Buches Die Nichteinverstandenen (ISBN: 9783426782729)
    Waleri Panjuschkin

    Die Nichteinverstandenen

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Book of Putin (ISBN: 9783732282623)
    Frank Frühbrodt

    Book of Putin

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Die Sirius-Verschwörung (ISBN: 9783404155361)
    Uwe Schomburg

    Die Sirius-Verschwörung

     (17)
    Aktuelle Rezension von: simonfun
    Guter Schreibstil und gut erfasste Protagonisten reichen hier nicht, um eine nachhaltige Erinnerung an den Roman aufrecht zu erhalten.
    Wie auch immer - ganz nett!

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