Bücher mit dem Tag "queer"
509 Bücher
- Cassandra Clare
City of Glass
(4.360)Aktuelle Rezension von: sumaNach dem Cliffhanger am Ende des letzten Bandes, ging es hier direkt weiter.
Vor allem dieser Band war nur so mit Action und Schlachten gefüllt und absolut episch.
Auch Enthüllungen und Drama wurde nicht gespart und alles wurde logisch aufgeklärt. Das ganze Buch war durchgehend spannend und ich konnte es nicht aus der Hand legen.
- Laura Kneidl
Someone New: Special Edition
(1.679)Aktuelle Rezension von: VeeziLaura Kneidl hat einen super angenehmen und spannenden Schreibstil. Die Charaktere sind einem direkt vertraut und man ist in der Geschichte drin. Ich konnte die beiden Protagonisten teilweise nicht immer ganz verstehen - also ihre Handlung. Der Plotttwist gegen Ende hat mich komplett aus dem Nichts erwischt.
- Jay Kristoff
Nevernight - Die Prüfung
(722)Aktuelle Rezension von: nique_strovenNevernight ist der erste von drei Bänden und erzählt die Geschichte von Mia Corvetes Rachefeldzug gegen die Männer, die ihren Vater ermordeten und ihre Mutter einsperrten.
Mia ist kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt.
Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio großgezogen, einem Antiquitätenhändler. Dieser ist jedoch ein Mitglied der "Roten Kirche" und bildet Attentäter für diesen Assassinenorden aus.
Um ihre Ausbildung abzuschließen und zu einer "Klinge" zu werden - ihr einziger Weg, um an die Männer und ihre Rache zu gelangen - muss sie sich gefährlichen Prüfungen der "Roten Kirche" stellen.
Sie ist keine Heldin, sondern ein Mädchen, das sich im Spannungsfeld zwischen Moral und Abgrund bewegt. Man kann sich nie sicher sein, wer Freund und wer Feind ist. Am Ende wartet ein großartiger und für mich unvorhersehbarer Plottwist auf.
Die poetische, bildgewaltige Sprache sorgt für ein flüssiges und abwechslungsreiches Leseerlebnis. Es gibt viele explizite Gewaltdarstellungen, viel Blut und undurchsichtige Charaktere.
Ich bin schon sehr gespannt, wie Mias Rachefeldzug weitergeht!
- TJ Klune
Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte
(921)Aktuelle Rezension von: wordworld"Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte" lag viel zu lange auf dem SuB, da kamen die 12 für 2026 Challenge und der Buddyread mit Sofia (Sofias World of Books) gerade recht. Nach dem Lesen kann ich nun gar nicht viel zu dem Buch sagen, außer dass es einfach herzallerliebst war!
T.J. Klune erzählt hier in gemütlichem Tempo eine skurrile, magische, wunderschöne Geschichte über Familie, Zusammenhalt, kindliche Freude, Liebe und Sonnenschein. Viel passiert nicht auf den 477 Seiten, außer dass sich die Figuren hinterlistig ins eigene Herz schleichen und es schwer machen das Buch nach dem letzten Kapitel wieder aus der Hand zu legen. Zwar hätte ich mir am Ende ein wenig mehr Informationen und eine etwas substanziellere Auflösung gewünscht, dennoch kann ich mich den vielen Fans der Geschichte anschließen und das Buch zu meinem ersten Jahreshighlight 2026 küren.
"Wir werden nicht durch Geburt zu dem, was wir sind, sondern durch die Entscheidungen, die wir in unserem Leben treffen. Es lässt sich nicht alles auf Schwarz und Weiß reduzieren, denn es gibt noch so viel dazwischen. Man kann etwas nicht einfach als gut oder böse abtun, ohne die Facetten dahinter zu berücksichtigen."
Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das so viele positive Gefühle in mir ausgelöst hat. Das Setting und die heimelige Leseatmosphäre sind einfach zum Wegträumen: Eine Insel mitten im Meer, ein lebendiges Zuhause voller Lachen und ganz besondere Kinder, die auf den zweiten Blick aber nur genau das sind - Kinder. T.J Klune hat es hier geschafft, mit leisen Beschreibungen und einem recht distanzierten Schreibstil die Gefühle und Beziehungen seiner Figuren wahnsinnig lebendig zu machen. Zwischen morbiden Morddrohungen der Kinder, durchschaubarem Gruselfaktor und skurrilem Humor schimmert von der ersten Seite an die Liebe zwischen den Figuren durch und gepaart mit den vielen kleinen Weisheiten, die zusätzlich versteckt sind, hat mir das beim Lesen ein Dauerlächeln ins Gesicht gezaubert.
"Arthur sagt, für die Dinge, die man gerne macht, sollte man sich immer Zeit nehmen", verkündete Talia. "Wenn wir das nicht tun, vergessen wir vielleicht, wie man glücklich ist."
Die Hauptfigur Linus Baker ist zu Beginn eigentlich ein Protagonist, der mich nicht weniger interessieren könnte: Vorzeigebeamter mittleren Alters mit Wohlstandspfunden, einsamem Stadthaus und keinerlei Zukunftsplänen. Der Kontrast seines aufgeräumten, langweiligen Lebens zum chaotischen Heim von Mr. Parnassus könnte nicht größer sein. Ihm dabei zuzusehen, wie sich trotz Gegenwehr sowohl Arthur als auch die Kinder alle in sein Herz schleichen und aus ihm einen ganz neuen Menschen machen, ist einfach wundervoll. Genau wie er konnte auch ich mich nicht gegen den zuckersüßen Charme von Talia, Lucy, Sal, Theodore, Chauncey und Phee wehren. Neben der wunderschönen Found Family ist auch die angedeutete Liebesgeschichte zwischen Linus und Arthur ein Highlight. Genau wie alles andere im Buch ist auch diese leise, implizit und einfach herzerwärmend schön. Ich freue mich riesig, dass ich für einen zweiten Teil zu den beiden und ihren Kindern zurückkehren kann!
"Es ist nur menschlich, vom Weg abzukommen, ob nun irrational oder nicht. Und auch wenn manche Fehler gravierender sind als andere: Solange wir aus ihnen lernen, werden wir durch sie zu besseren Menschen."
Das Urteil
"Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte" ist eine warmherzige, magische Wohlfühlgeschichte, die leise unter die Haut geht und lange im Herzen bleibt. Die besonderen Figuren, ihre Weisheiten und die heimelige Atmosphäre machen diese Geschichte zu meinem ersten Jahreshighlight 2026.
- Adam Silvera
Am Ende sterben wir sowieso (Todesboten #2)
(389)Aktuelle Rezension von: BuchspaziererDas Buch ist herzzerreißend. Das Ende ist sehr abrupt, aber so kann sich jeder ein Ende selbst weiter ausdenken. Die Themen sind Freundschaft, Liebe und Tod. Das Buch ist spannend, einfühlsam geschrieben und traurig. Man kann sich mit den Charakteren identifizieren. Die Charaktere sind sympathisch.
- David Levithan
Letztendlich sind wir dem Universum egal
(1.325)Aktuelle Rezension von: Buecherfreak_M"LETZTENDLICH SIND WIR DEM UNIVERSUM EGAL" 🪐✨️ 4/5 Sterne - eine Rezension ohne Spoiler
"Letztendlich sind wir dem Universum egal" erzählt die außergewöhnliche Geschichte von A, einer Seele ohne festen Körper. Jeden Tag erwacht A in einem neuen Körper und lebt ein neues Leben. Die Grundidee finde ich total interessant und einzigartig - sowas habe ich noch nie zuvor gelesen! Die Geschichte von A wird gefühlvoll und flüssig erzählt, mir gefällt der Aufbau des Buches sehr, nämlich dass jeder Tag ein neues Kapitel ist. Es ähnelt dem Aufbau eines Tagebuchs wie ich finde.
Was mir ebenfalls total gut gefallen hat, ist dass der Autor A in so viele ganz verschiedene Menschen gesteckt hat: Depressionen, familiäre Probleme, Übergewicht, LGBTQ - all das und noch viel mehr hat dabei in dem Buch Platz gefunden.
Ziemlich unerwartet für mich war die Tiefe an einigen Stellen des Buches. Ich habe mir tatsächlich einen Marker genommen und ein paar Zitate bzw. Aussagen hervorgehoben, die ich super schön geschrieben fand. Hier ein paar Beispiele:
⋆。𖦹° "Wenn ich eins gelernt habe, dann das: Wir alle wollen, dass immer alles okay ist. Wir streben gar nicht so nach so sehr nach phantastisch oder grandios oder hervorragend. Wir geben uns gerne mit okay zufrieden, denn in den meisten Fällen ist okay völlig ausreichend." ⋆❀˖° (Seite 14)
♡₊˚ "Ich denke so oft ans Ausbrechen - da ist es echt schön, es tatsächlich mal zu tun. Für einen Tag. Statt ewig aus dem Fenster zu starren, tut es gut, mal auf der anderen Seite vom Fenster zu sein."・₊✧ (Seite 22)
Einziger Minuspunkt ist, dass ich die Beziehung zwischen A und Rhiannon etwas schnell und unrealistisch fand. A war an einigen Stellen ziemlich voreilig (auch körperlich, er wollte sie echt früh küssen, Händchen halten usw). In Wirklichkeit hätte Rhiannon wohl schon ziemlich schnell das Weite gesucht. Rhiannons Charakter finde ich ebenfalls nicht so gut gelungen. Er ist leider nicht tiefgründig genug beschrieben und sie kommt mir manchmal sehr oberflächlich und unentschlossen vor. Trotzdem war die Liebesgeschichte zwischen den beiden sehr schön und regt zum Nachdenken an: Zählt, wer wir sind - oder wie wir aussehen?
- Taylor Jenkins Reid
Die sieben Männer der Evelyn Hugo
(804)Aktuelle Rezension von: lukcukoFür jemanden der solche Bücher sonst nicht so liest, hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Den ersten Twist habe ich überhaupt nicht kommen sehen und in anderen Genres bin ich da eigentlich sehr gut drin. Zum Schluss zieht es sich etwas, die Mantelhandlung hätte ich nicht gebraucht und den letzten "Twist", das logische Ende, habe ich dann meilenweit vorhergesehen. Was aber natürlich auch bedeutet, dass der Charakter der Evelyn Hugo in sich schlüssig und stimmig ist. Das Buch kann man auch gut mit seinem Partner gemeinsam lesen, so haben wir es zumindest gemacht.
- Lucinda Riley
Die Perlenschwester
(586)Aktuelle Rezension von: dodo2025Bisher war mir Cece nicht so sympathisch, das hat sich mit dem Lesen dieses Teils geändert. Sie sucht ihre Vergangenheit in Australien und erfährt viel über die Ureinwohner, den Aborigines. Auf dem Weg dorthin verliebt sie sich in einen außergewöhnlichen Mann, der ihr aber dann auch Schwierigkeiten bereitet. Ich fand es spannend und interessant.
- Samantha Shannon
The Priory of the Orange Tree
(45)Aktuelle Rezension von: Lesekatzex3Ich habe die letzten 400 Seiten des Buchs an einem Tag durchgelesen, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Aber dazwischen habe ich mich aber auch über einige Sachen beschwert.
[Spoiler] Kit war nutzlos als Charakter, und sein Tod war bescheuert. "Hey wir gehen auf ein Abenteuer! Oh nein, ein Erdbeben!" Was sollte das? Sein Tod hat keinerlei Konsequenzen für die Geschichte, schon gar nicht für Loth. Er wird danach fast komplett vergessen. Samantha Shannon hätte ihn ohne Probleme weglassen können.
Die Wiederholungen. Besonders der Ursprungsmythos aus Sicht der Priory wird mehrfach im Detail erwähnt, gleichzeitig werden andere Sachen nie wieder angerissen. Es ist so merkwürdig. Lustigerweise werden dann manche Sachen (wie z.B. die Bedeutung der Schmetterlinge) erst dann erwähnt, wenn man es braucht.
Doktor Roos. Ich kann den Typen nicht ausstehen. Ich fand seinen POV ziemlich nutzlos, und mehr anstrengend als alles andere. Bis zum Schluss habe ich den Sinn dahinter nicht verstehen können, weswegen wir ihn lesen mussten.
Gleichzeitig fand ich aber Ead und Tané super und ihre Wege unfassbar spannend zu lesen (auch wenn ich die Implikation von Tanés Ende scheiße finde). Das Worldbuilding war inspirierend und ich konnte jede Ecke der Welt beim Lesen vor meinem inneren Auge sehen. Gerade die letzte Hälfte hat mich gegriffen.
Also.
Keine Ahnung.
Irgendwie lieb ich es?
- Becky Albertalli
Love, Simon (Nur drei Worte – Love, Simon)
(684)Aktuelle Rezension von: MikeyKein literarisches Meisterwerk, aber ein nette Coming-of-Age-Geschichte über einen Jungen, der in seiner Highschool unfreiwillig als schwul geoutet wird.
...NEIN, mehr als nett: eine wirklich gute Geschichte über Liebe, Freundschaft, Enttäuschung und Authentizität. Ein Jugendbuch von der Art, wie man es ich mehr wünschen würde.
Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 2017
- Laura Kneidl
Someone Else: Special Edition
(609)Aktuelle Rezension von: VeeziDas tut mir für das Buch fast leid - und bitte, alle die den Trope "Friends-to-Lovers" mögen, gebt dem Buch eine Chance. Laura Kneidl schreibt richtig gut - flüssig und spannend. Ich hasse aber dieses Trope xDD Es tut mir sehr leid und da ist die Bewertung wahrscheinlich auch ungerecht - aber ich hasse dieses Hin- und Her der Protagonisten. Wieso stellen die sich so an??
- Jay Kristoff
Nevernight - Das Spiel
(397)Aktuelle Rezension von: Con_Ny2Im zweiten Teil muss Mia ihren ursprünglichen Plan etwas abändern und begibt sich in die Sklaverei. Ihr Ziel hat sie immer noch fest vor Augen. Der Weg dahin ist mit Blut getränkt. Nix für schwache Nerven doch lockert vor allem der Schlagabtausch zwischen Herrn Freundlich und Eclipse und Mias ganze besondere Art diese Szenen auf. Eine gelungen Fortsetzung und ich bin aufs Finale gespannt.
Der Schreibstil war flüssig, unterhaltsam und wieder etwas außergewöhnlich. Die Fußnoten reißen mich immer etwas aus dem Lesefluss, sind aber sehr interessant da der Weltenaufbau, die Hierarchie und die Geschichte dieser Welt viel mehr Hintergrundwissen bekommt. Die Charaktere sind authentisch und sympathisch. Selbst die Domina Leona sieht in ihren Sklaven viel mehr …. Naja vor allem den Sieg über ihren Vater. Ein eigener Humor und Sarkasmus, unerwartete Wendungen und ein neues Schlachtfeld bieten Abwechslung und blutige Kämpfe.
- Holly Black
Der Prinz der Elfen
(262)Aktuelle Rezension von: Kerstin_LohdeBei diesem Roman war ich sehr skeptisch, denn das Cover konnte mich nicht wirklich überzeugen. Von daher habe ich mit sehr wenig Erwartung mit dem Lesen begonnen.
Doch ich wurde positiv überrascht.
Denn die Schreibweise ist flüssig und nachdem man mit dem Lesen begonnen hat, ist man schon gleich zu Beginn gefesselt.
Denn es ist spannend und interessant geschrieben, so dass man es kaum aus der Hand legen kann.
- John Green
Will & Will
(561)Aktuelle Rezension von: PhijaVielleicht bin ich nicht die neutralste Person um dieses Buch zu bewerten. John Green ist einer meiner liebsten Autoren und das war das letzte Jugendbuch, welches ich noch nicht von ihm gelesen hatte. Eine Schande um ehrlich zu sein. "Will & Will" ist gerade definitiv zu einem meiner Lieblingsbücher geworden.
Zugegeben die ersten 50 Seiten waren irgendwie nicht meins. Es war für mich etwas schwierig in den Roman reinzukommen und war auch kurz davor ihn erstmal einfach auf Seite zu legen. Wüsste ich nicht, dass John Green sonst nur gute Bücher schreibt, hätte ich das vielleicht auch getan. Nach dem Anfang ist aber etwas passiert was mich gänzlich verzaubert hat.
Die Charaktere haben eine wirklich schöne Tiefe. Jeder einzelne ist super authentisch und nahbar ausgearbeitet. In dem Zusammenhang werden die verschiedensten Themen behandelt (TW: Depressionen, Suizidalität, Manipulation, Queerfeindlichkeit, Bodyshaming). Keines davon ist leicht zu verdauen, jedoch wird dies mit einer Leichtigkeit gemacht, die einmalig ist. Damit es nicht falsch verstanden wird, es wird nicht den Themen ihre Schwere abgenommen, im Gegenteil, all diese Themen sind Teil unserer Realität und so werden sie auch wahrgenommen und dargestellt. Sie gehören (leider) zum Leben dazu. Gerade mentale Themen werden nicht versucht verschwinden zu lassen, sondern es wird gezeigt, dass es auch Wege gibt damit zu leben. Aber all das passiert irgendwie auf eine Weise die unmöglich ist zu beschreiben. Einfühlsam kommt da am nächsten dran.
Der Erzählstil ist jugendlich, jedoch wirkt es nicht aufgesetzt, sondern ziemlich authentisch. Die Geschichte nimmt unerwartete Wendungen und das Ende - ich LIEBE das Ende.
Wer Coming-of-Age liebt sollte es lesen. Unbedingt!
- Hannah Kaner
Godkiller
(107)Aktuelle Rezension von: Lesedrache_93Der Auftakt dieser Reihe hat mir richtig gut gefallen!
Nur die Liebesgeschichte war nicht nachvollziehbar, die Anziehung war auf einmal da. Da hätte die Autorin sich ein paar mehr Gedanken dazu machen können und das auch ausführlicher beschreiben dürfen.
Ansonsten hat mir die Thematik mit den verschiedenen Götter sehr gut gefallen!
Das Buch hab ich mir ja nur gekauft, da es mich optisch sehr angesprochen hat, umso mehr freut es mich dann natürlich, dass der Inhalt auch passt😊
- Benjamin Alire Sáenz
Ari und Dante 1: Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums
(266)Aktuelle Rezension von: herr_hygge„Ich hätte gern gewusst, wie es ist, jemandem die Hand zu halten. Ich konnte mir vorstellen, dass man manchmal alle Geheimnisse des Universums in der Hand eines anderen entdecken konnte.“
Ari wächst in den 80er Jahren in El Paso auf, er ist ein wortkarger und in sich gekehrter Teenager, hat starke Selbstzweifel und verliert sich häufig in Gedanken an seinen älteren Bruder der im Gefängnis sitzt. Dante ist das komplette Gegenteil von Ari, er ist selbstsicher und kann sich gut ausdrücken, darüber hinaus ist er sehr interessiert an Kunst, Poesie und Literatur.
Die beiden begegnen sich während der Sommerferien im Schwimmbad. Dante bemerkt schnell, dass Ari nicht schwimmen kann und bietet ihm an, es ihm beizubringen. Schnell werden die beiden ungleichen Jungs enge Freunde, lachen gemeinsam, teilen Bücher, Gedanken und Träume. Dabei beginnen sie völlig unbewusst, die Welt des jeweils anderen zu verändern.
Das Buch verweilte 5 Jahre auf meinem Stapel ungelesener Bücher, was definitiv viel zu lange war. 🙈
Anfangs habe ich zwar ein bisschen gebraucht um mich in das Buch einzufinden, aber nachdem ich angekommen war, viel es mir schwer es aus der Hand zu legen. Ich wollte unbedingt wissen welche Geheimnisse des Universums Ari und Dante entdecken und wie sich das zarte Band der Freundschaft zwischen den beiden entwickelt.
Benjamin Alire Sáenz hat mit „Aristoteles und Dante“ einen überaus gefühlvollen Coming-of-Age-Roman geschrieben, der die Geschichte zweier Jungen wieder gibt, die sich auf eine vielschichtige Entdeckungsreise begeben. Was sie dabei finden ist Freundschaft, Loyalität, Vertrauen und Liebe.
Letztendlich bleibt mir zu diesem Buch nur eines zu sagen: Es ist fantastisch! 😍🥰 - Anne Freytag
Den Mund voll ungesagter Dinge
(693)Aktuelle Rezension von: downey_jr"Und ich gebe es ja nur sehr ungern zu, weil es so traurig und langweilig ist, aber irgendwie ist normal zu sein auch beruhigend. Weil man kein einzelner Fisch, sondern Teil eines riesigen Schwarms ist. Weil man Deckung und Schutz in der Masse findet. Weil man weiß, dass man nicht allein ist."
Das Leben der 17jährigen Sophie war von Anfang an nicht einfach: Ihre Mutter verließ sie gleich nach ihrer Geburt und sie wuchs alleine bei ihrem Vater Christian in Hamburg auf. Ihr bester Freund Lukas, mit dem sie von klein auf unzertrennlich war, ist zu seiner Freundin nach Frankreich gezogen, um dort sein Abitur zu machen.
Sophie selbst war noch nie richtig verliebt, obwohl sie schon was mit dem einen oder anderen Jungen hatte.
Als ihre Vater eine ernsthafte Beziehung eingeht, muss Sophie gegen ihren Willen zu Lena und ihren Söhne Leon und Valentin nach München ziehen.
Sophie ist fest entschlossen, Lena und ihre Söhne nicht zu mögen, doch Lena ist so ganz das Gegenteil einer "typischen" Stiefmutter.
Und dann ist da noch das Nachbarsmädchen Alex, von der Sophie gleich fasziniert ist.
Das Leben in der neuen Stadt ist besser, als Sophie erwartet hätte, doch ein unerwarteter Kuss bringt alles durcheinander...
Anne Freytags Erzählstil hat mir auch bei diesem Jugendbuch sehr gut gefallen. Sophies Verhalten konnte ich (vor allem Jungs gegenüber) nicht immer nachempfinden oder gut finden, ihre Selbstzweifel und Ängste kamen jedoch sehr gut rüber.
Besonders liebenswert fand ich die Charaktere von Leon und Lena. Auch Alex fand ich recht authentisch getroffen, und einen besten Freund wie Lukas hätten wohl viele Mädchen gerne.
Schön ist, dass Anne Freytag nicht explizit die sexuelle Orientierung hervorhebt, sondern das Gefühl, geliebt zu werden und zu lieben.
Die stets treffend formulierten Kapitelüberschriften sowie die am Ende des Buchs aufgeführte Playlist sind schon typisch für Anne Freytag und gefallen mir richtig gut.
Ein sehr schöner, emotionaler Coming-of-Age-Roman (nicht nur) für Jugendliche.
- André Aciman
Call Me By Your Name
(115)Aktuelle Rezension von: Jona_WeberAndré Acimans Roman 'Call me by your name' ist viel besser als der Film, obwohl ich auch den Film sehr mochte und erst durch den Film auch auf das Buch aufmerksam geworden bin. Wie er in dem Roman den Sommer beschreibt, in dem der 17-jährige Elio sich in den ein paar Jahre älteren Praktikanten seines Vaters verliebt, die Entstehung einer Affäre zwischen den beiden, die über Leidenschaft weit hinausgeht, das ist echt meisterhaft geschrieben und erzählt und geht wirklich ans Herz. Dringende Leseempfehlung!
- Taylor Jenkins Reid
Seven Husbands of Evelyn Hugo (English Edition)
(233)Aktuelle Rezension von: SabineliestLeider habe ich mich durch den ganzen Social Media Hype überzeugen lassen, mir das Buch zu bestellen, da ich dachte, dass es dann ja wirklich gut sein müsste, wenn jeder es empfiehlt…
Kurz zu dem Guten an dem Buch: Trotz der eigentlich schlechten Story war das Buch ein Page-Turner und man wollte wissen, wie es denn nun ausgeht. Eine gewisse Spannung konnte also durchaus gewährleistet werden.
Nun die Kritik:
Es ist ein Buch über eine Frau, die sich hochschläft. Es gibt immer mal wieder andere Storylines, aber im Vordergrund präsent ist dieses unfassbare Streben nach Ruhm und Geld, was Evelyn nicht sympathisch werden lässt. Auch, dass sie schon als Minderjährige in Hollywood anfängt, ihren Körper für Gegenleistungen einzusetzen, wird viel zu glamourös dargestellt und nicht kritisch genug aufgearbeitet.
Ich fand es auch nicht so vorteilhaft, von vornherein zu wissen, wie viele Ehemänner es insgesamt waren, weil man dann immer denkt „Okay, da müssen jetzt noch drei kommen“ und ein Ehe-Aus nicht überraschend kommt. Und irgendwann hängen einem die Fake-Ehen nur noch zum Hals raus…
Die Darstellung der Themen Rassismus und LGBT fand ich darüber hinaus platt, plump, performativ. Es wirkte so, als hätte man die Themen integriert, um mit dem Zeitgeist mitzugehen und zu hoffen, dass das Buch mit diesen sensiblen Themen dann Pluspunkte sammelt. Denn Evelyn Hugo hat nie nachhaltig unter ihrer Hautfarbe oder der LGBT Thematik gelitten und war die meiste Zeit unfassbar privilegiert, während andere Menschen wirklich unter Repressionen und Co. gelitten haben. Daher fand ich es fast schon billig umgesetzt, auf Krampf politische Statements durchdrücken zu wollen, obwohl die Hauptfigur ihr Leben zum Großteil genau so leben konnte, wie sie es wollte und wie es viele tatsächlich Unterdrückte niemals tun konnten.
Hätte ich das vorher alles gewusst, hätte ich mir das Buch nicht geholt. Da man es trotzdem mal lesen kann, wenn man Langeweile hat, zwei Sterne.
- Rainbow Rowell
Carry On
(156)Aktuelle Rezension von: butterflyintheskyfor the first third or so, i was super annoyed at simon. he just pissed me off. all he did was eat, complain and blow things up. and of course brag about the fact that he's "the chosen one" and "the most powerful mage EVUUUUUUURRR!!!! PERIODT!!!" gosh. absolutely unlikeable. then, once baz came in it was like a breath of fresh air. i love him. my fave character in the book. finally some pace and action too! i liked it more than i thought but probably will not continue with the series. it's sometimes a little juvenile for me.
- Casey McQuiston
Red, White & Royal Blue (English Edition)
(169)Aktuelle Rezension von: abouteverybookHandlung: Der Prinz Henry von Wales und der Präsidentensohn Alex können sich nicht ausstehen und bekommen sich bei jedem Zusammentreffen in die Haare. So auch auf der Hochzeit von Henrys Bruder, wobei es diesmal zu einem Chaos führt. Das Königshaus und die Präsidentin sind sich einig: Um Schadenbegrenzung zu betreiben müssen Henry und Alex so tun als ob sie die besten Freunde wären. Das beinhaltet aber auch, dass sie sich bei öffentlichen Veranstaltungen zusammen zeigen. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr fällt Alex auf, dass Henry gar nicht so spießig ist und Henry fällt auf, dass Alex nicht so nervig ist. Bis es zu einem Kuss kommt.
Charaktere: Alex mochte ich echt gerne. Er war teilweise etwas hin und hergerissen und obwohl er manchmal nicht wusste was er wollte, wusste er doch im Kern, wofür er sich gerne einsetzen möchte. Außerdem war es schön in auf seiner Reise der Selbstfindung zu begleiten.
Henry fand ich richtig süß. Erst hat er auf mich auch spießig gewirkt, aber eigentlich war das nur Fassade. Er hat ein großes Herz und versucht einfach nur in der Welt klarzukommen und es jedem recht zu machen. Er ist verletzlich und das hat ihn so authentisch gemacht.
Zusammen sind die beiden auch einfach nur niedlich, weswegen ich den ein oder anderen Fangirlmoment hatte.
June und Norah sind wirklich toll und gerade June ist eine sehr gute Schwester für Alex. Pez fand ich schon irgendwie süß.
Philipp fand ich echt unsympathisch, auch wenn er es am Ende versucht hat.
Spannung: So richtig spannend fand ich die Geschichte nicht, womöglich weil ich den Film schon gesehen habe. Das Ende war lediglich etwas spannungsvoller.
Teilweise zog sich die Geschichte aber sehr in die Länge, wobei einige Details deutlich kürzer hätten erzählt werden können. Dadurch fiel es mir sehr schwer das Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen.
Schreibstil: Den Schreibstil mochte ich, aber die Kapitel waren viel zu lang. Ständig musste ich mitten im Kapitel unterbrechen, weil ich keine Zeit mehr hatte weiterzulesen. Gefühlt habe ich auch gelesen und gelesen und keinen Fortschritt bemerkt. Leider war das Buch dadurch ziemlich anstrengend.
Cover: Das Cover gefällt mir gut. Es passt zur Geschichte und ich mag, dass es Pink ist.
Fazit: Ich gebe dem Buch 3/5 Sterne. Mir haben die Charaktere gefallen und im Grunde hat mir auch die Geschichte gefallen. Leider hat sie sich manchmal sehr gezogen und die Kapitel waren für meinen Geschmack viel zu lang, weswegen ich sehr unmotiviert war das Buch weiterzulesen. Dennoch ist es eine Empfehlung meinerseits. - Coco Mellors
Blue Sisters
(180)Aktuelle Rezension von: AukjeEin Jahr nach dem Freitod ihrer Schwester Nicky treffen Avery, Bonnie und Lucky wieder aufeinander, da ihre Eltern planen die Familienwohnung in New York zu verkaufen. Alle Schwestern sind sehr unterschiedlich doch ihre Trauer um Nicky und das wissen das ihre Eltern bei ihrer Erziehung versagt haben verbindet sie. Auch die Art der Trauer um Nicky verarbeitet jede unterschiedlich. Avery, die älteste der vier, ist trockene Alkoholikerin und lebt mittlerweile mit ihrer Frau Chiti in London als Anwältin. Da sie über den Tod ihrer Schwester nicht hinweg kommt beginnt sie ihre Frau zu hintergehen und beginnt zu klauen und hat eine Affäre. Bonnie, die Zweitgeborene, ist eine erfolgreiche Boxerin in New York und ist diejenige die Nicky Tod aufgefunden hat. Nach der Beerdigung verlässt sie New York und arbeitet als Türvorsteherin in einem Club in Kalifornien, und flüchtet eigentlich vor der Liebe zu ihrem Trainer Pavel die sie sich nicht einzugestehen traut. Lucky, die jüngste der Blue Schwestern, arbeitet seit sie 15Jahre alt ist als Model. Mittlerweile lebt sie in Paris und übertreibt es mit Alkohol und Drogen. Als sie nun alle wieder in New York aufeinander treffen müssen sie sich alle ihre Fehler eingestehen und lernen darüber hinweg zu kommen nicht reagiert zu haben als jede den verdacht hatte mit Nicky stimme etwas nicht.
Zuerst muss ich erwähnen das ich das Buch bereits auf englisch gelesen habe und es zu Weihnachten auf deutsch geschenkt bekommen habe, und nach wie vor bleibt dieses Buch für mich eine wirklich wundervolle Geschichte. Auch wenn das Thema etwas schwerer ist, beschreibt Coco Mellors dies auf eine einfühlsame aber auch ehrliche Art und Weise. Jede der Schwestern wird gut und nachvollziehbar beschrieben und man kann sich sofort mit der einen mal mehr und der anderen mal weniger identifizieren. Aber immer kann man ihre Bewegründe nachvollziehen. Liebe das Buch einfach.
- M. L. Rio
If We Were Villains (English Edition)
(98)Aktuelle Rezension von: bunnyybooksIch kann kaum beschreiben, wie viele verschiedene Gefühle mich durch dieses Buch getragen haben. Aber fangen wir mal von vorne an.
Wir haben sieben Freunde / Kommilitonen, die sich in ihrem letzten Jahr des Schauspielstudiums befinden. Jeder von ihnen ist ein individueller und interessanter Charakter. Unser Protagonist ist Oliver, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Man wechselt zwischen der Gegenwart, nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, und der Vergangenheit, zehn Jahre früher, als der „Unfall“ passierte. Bis zum Unfall ist man ständig angespannt, weil man weiß, DASS etwas passieren wird und man nur darauf wartet, WANN es passiert. Man lernt die Charaktere mehr und mehr kennen und ihre Beziehungen zueinander, was eine große Rolle bei der ganzen Sache spielt. Am Anfang fand ich Oliver ganz in Ordnung, aber nicht wirklich interessant. Er hatte in meinen Augen kein Rückgrat und ist wirklich sehr naiv durchs Leben gegangen. Dieser Eindruck änderte sich aber eher zum Ende hin.
Manchmal war es anstrengend zu lesen, vor allem wegen der vielen Zitate und Auszüge aus den altenglischen Stücken, aber man gewöhnt sich daran.
Was mich an dem Buch am meisten beeindruckt hat, waren die Emotionen, die es in mir ausgelöst hat. Spannung, Frustration, Erleichterung, Erstaunen, Schock, Herzenswärme, Freude... Traurigkeit und Hoffnung. Die letzten beiden Gefühle waren sehr stark und unerwartet.
Ich bin beeindruckt, dass die Geschichte so heftige Wendungen hatte. Gerade als ich dachte, ich hätte es kapiert, gab es eine weitere überraschende Wendung. Das Ende hat mich am Boden liegend zurückgelassen.
- Jenny-Mai Nuyen
Die Töchter von Ilian
(116)Aktuelle Rezension von: WanderdracheIn meiner Jugend habe ich ein paar der Jugendbücher der Autorin sehr gerne gelesen. Jetzt wollte ich sehen, ob mir im erwachsenen Zustand auch die erwachsenen Bücher gefallen. Für mich war nicht alles perfekt, aber insgesamt ist „Die Töchter von Ilian“ auf jeden Fall ein lohnendes Buch.
Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig und vor allem bildhaft. Durch Details werden Schauplätze atmosphärisch entwickelt und es gibt einige schöne Vergleiche. Kurzum: Der Schreibstil ist sehr gelungen und der Text war rundum angenehm zu lesen.
5 Sterne
Charaktere:
Die Figuren sind keine Stereotype. Allerdings weiß ich auch nicht so recht etwas mit ihnen anzufangen. Weder Walgreta noch Fayanú sind sympathisch – das müssen sie für mich allerdings auch nicht sein, wenn sie denn interessant wären. Allerdings konnte ich ihre Beweggründe oft nicht nachvollziehen. Rianon und Mauskin blieben für mich eher blass. Insgesamt ließen sich die verschiedenen Perspektiven aber trotzdem gut lesen. Weil eine Figur wie Fayanú aber sicher ungewöhnlich ist (jedenfalls habe ich im Bereich High Fantasy gerade nichts Vergleichbares im Kopf), gibt`s einen Bonus-halben-Punkt.
4,5 Sterne
Handlung und Struktur:
Es gab immer wieder spannende Passagen, dazwischen aber auch einige zähe. Gerade am Anfang hat Rianons Perspektive für mich wenig beigetragen und Mauskin fand ich bis zum Schluss verzichtbar. Auch hatte ich eher am Anfang (ca. 200 Seiten) zwischendurch das Gefühl, dass das Wichtigste eigentlich schon durch ist und jetzt nur noch Nachgeplänkel folgt. Dennoch habe ich das Buch nicht ungern gelesen. Am Ende wurde es wieder flotter.
4 Sterne
Tiefgang:
An dieser Stelle habe ich viele verschiedene Gedanken, ich reiße ein paar an.
Zum einen war mit die Beziehung nicht wirklich glaubhaft. Ich habe nicht recht verstanden, was die beiden eigentlich voneinander wollen. Es gibt schon eine zaghafte Erklärung im Text (zumindest zu einer Seite), aber irgendwie wusste ich nie so recht, was da eigentlich verbindet außer vielleicht körperliche Anziehung. Das fand ich schwach.
Es stehen Dynamiken wie Macht und Machterhalt im Mittelpunkt, es geht auch viel um weibliche Unterdrückung. Das fand ich grundsätzlich gut und interessant, wobei ich generell nicht ganz zufrieden bin mit Gesellschaftsentwürfen, die sich so stark auf Geschlechtlichkeit beziehen.
Zum Themenkomplex Geschlechtlichkeit fällt sicherlich auch die Darstellung einer trans Person. Auch das ist interessant und wenig ausgetreten. Dem Roman wurde von manchen Seiten Transfeindlichkeit vorgeworfen – in meinen Augen eine wirklich absurde Anschuldigung. Dass ausgerechnet der trans Person die schlimmsten Dinge passieren, kann man womöglich tatsächlich fraglich finden. Dass allerdings das Umfeld die Identität nicht immer anerkennt, ist angesichts des Weltentwurfs nur logisch – der Text selbst bezieht aber immer Stellung für die betroffene Figur.
Auf Handlungsebene fand ich manche Verwicklungen etwas oberflächlich. Andere Entwicklungen hingegen regen wirklich zum Nachdenken an.
Alles zusammengenommen tue ich mich schwer, an dieser Stelle eine vernünftige Bewertung abzugeben. Es gab für mich ein paar Schwächen, andererseits aber auch Aspekte, die der Roman sehr viel besser macht als die meisten vergleichbaren Bücher. Schon allein, dass ich an dieser Stelle so viel zu schreiben habe, ist sicherlich ein positives Zeichen. Deswegen nun doch volle Punktzahl.
5 Sterne
Worldbuilding:
Magische Artefakte und dann auch noch Elfen und Zwerge halte ich ganz grundsätzlich für extrem unoriginell. Allerdings muss man sagen, dass hier Vieles neu interpretiert wurde und es auch eine Menge kreativer Ideen und ausgestalteter Schauplätze gibt. Auch sind vor allem die Zwerge deutlich entgegen der üblichen Muster gestaltet – anstelle von Männlichkeitsklischees (von Biertrinken, derben Witzen, wuchernden Bärten und dem Werfen von Streitäxten) gibt es starke weibliche Zuschreiben. Das ist dann schon wieder irgendwie pfiffig.
4,5 Sterne
Bei diesem Roman habe ich merkwürdige, ambivalente Gefühle. Es gab ein paar Dinge, die mir nicht gepasst haben: Figuren, Handlung, bestimmte Verwicklungen oder allgemein das Setting mit Elfen und Zwergen. Auf der anderen Seite ist das Ganze aber auch sehr gut geschrieben, kreativ und durchaus tiefgängig, insgesamt also handwerklich auf einem hohem Niveau, das man so nicht alle Tage findet. Gerade das interessante Ende hat mich irgendwie aber auch versöhnt.
Das Buch ist aber bestimmt nicht für jeden etwas, gerade, weil die Figuren nicht sympathisch sind, das Ende auch nicht gerade spaßig ist und es ganz generell auch viel Gewalt gibt. Will heißen: Stellenweise ist der Roman schon auch ein Stimmungskiller. Wer also etwas zum Träumen und Abtauchen sucht, möge hiervon die Finger lassen. Wer etwas Ungewöhnliches mit interessanten Fragestellungen lesen will, sollte zugreifen.
Gesamtwertung: 4,6 Sterne, macht gerundet 5 Sterne























