Bücher mit dem Tag "radio"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "radio" gekennzeichnet haben.

196 Bücher

  1. Cover des Buches Amokspiel (ISBN: 9783945386378)
    Sebastian Fitzek

    Amokspiel

     (2.192)
    Aktuelle Rezension von: Svenja_Blue

    „Amokspiel“ von Sebastian Fitzek ist ein Thriller. Es ist das zweite Buch das ich von Fitzek lese und wird definitiv nicht das letzte sein 😉

    Worum es geht, kann man im Klappentext ja nachlesen, deswegen gehe ich sofort zur eigentlichen Rezension weiter.


    Cover

    Das Cover ist in Ordnung. Es gibt wenig vom Inhalt preis und bleibt insgesamt sehr vage. Vielleicht etwas zu vage weil es im Meer der Thriller Cover untergeht. Zur Stimmung des gesamten Buches passt es nicht so recht. Etwas wie ein Radiopult oder Ähnliches mit einer Pistole hätte ich passender gefunden.

    Inhalt

    Als Leser folgt man Ira Samin. Seit dem Selbstmord ihrer Tochter Sara und dem Bruch mit ihrer zweiten Katharina, Kitty, ist die Kriminalpsychologin und Verhandlungsführerin ein Wrack - körperlich und vor allem mental. Sie ist Alkoholikerin und ist fest entschlossen, den Abzug zu drücken und ihr Leben so zu beenden. Die Geiselnahme im größten Berliner Radiosender durchkreuzt diesen Plan allerdings, denn der Geiselnehmer weigert sich, mit jemand anderem zu verhandeln als ihr.

    Und als Ira dann auch noch erfährt, dass ausgerechnet Kitty sich im Radiosender vor Jan May versteckt, wird dieser Fall plötzlich eine sehr persönliche Geschichte für sie. Jan verlangt etwas Unmögliches als Gegenleistung für die Freilassung der Geiseln. Ira macht sich auf eine Schnitzeljagd und kommt dabei einer Verschwörung auf die Spur. Aber die Zeit drängt. Für jeden.

    Insgesamt fand ich die Geschichte interessant. Das Konzept war auch spannend, daher habe ich mich sehr gefreut, das Buch zu lesen. An manchen Stellen waren mir die Details etwas zu technisch, aber allem in allem hat mich das Buch wirklich packen können.

    Die Charaktere sind auch sympathisch (größtenteils jedenfalls) und selbst Jan konnte ich leiden (das war hoffentlich so beabsichtigt 😅).

    Was die Plottwists betrifft, wurde ich auch nicht enttäuscht. Dass der Fall nicht so einfach ist, habe ich mir natürlich schon gedacht, aber die Wendungen im letzten Viertel des Buches haben mich schon überrascht.


    [Spoiler]
    Dass Jan Recht hatte und Leonie tatsächlich nicht tot war, habe ich mir schon gedacht. Die Zusammenhänge habe ich allerdings nicht kommen sehen. Und auch die Sache mit der Mafia war clever eingefädelt.

    Götz‘ Verrat fand ich traurig und auch etwas zu leicht. Da hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht.

    [Spoiler Ende]


    Schreibstil

    Der Schreibstil ist in Ordnung. Es liest sich flüssig und leicht, auch wenn es an manchen Stellen arg technisch wird. 

    Man merkt, wie sich Fitzeks Schreibstil seit diesem Buch entwickelt hat und dass er „Amoklauf“ noch recht früh in seiner Laufbahn geschrieben hat.

    Charaktere

    Ira Samin ist zu Beginn nicht wirklich sympathisch. Aber sie schafft es, dass man im Laufe des Buches warm mit ihr wird. Sie hat eine Menge durchgemacht und da kann man ihr nicht verübeln, dass sie so ist, wie sie nun ist. Sie hat eine Menge einstecken und verdauen müssen, was als Mutter schwer zu verkraften ist. Die ganzen Probleme haben dazu geführt, dass sie Alkoholikerin wurde und nur noch wirklich funktionieren kann, wenn sich Alkohol in ihrem Blut befindet. Sie ist nicht dumm und hinter ihrer kühlen Fassade verbirgt sich eigentlich eine gebrochene Frau und Mutter, auf der Suche nach der Antwort auf das „Warum?“.

    Jan May ist Psychologe und hochintelligent. Er wird als charismatisch und gewöhnlich beschrieben, was ihn laut  SEK  so gefährlich und unberechenbar macht. Ira merkt jedoch schnell, dass er nicht irre ist. Ich mochte ihn tatsächlich, besonders weil er im späteren Verlauf dann auch noch eine Seite zeigt, die ihn menschlich macht - etwa als es Tote gibt. Da merkt man, dass er das Ganze eigentlich nicht tun möchte.

    Götz ist ein enger Vertrauter von Ira. Oder war es zumindest, bis zu dem Zeitpunkt wo Iras Welt zusammengebrochen ist. Er ist ein interessanter Charakter, wenn auch späterhin etwas zu oberflächlich finde ich.

    Diesel mochte ich tatsächlich am liebsten. Seine Art und Persönlichkeit hat mir gut gefallen. Schade, dass man von ihm nicht mehr lesen konnte. Da hätten einige Seiten mehr bestimmt nicht geschadet.

    Fazit

    Ein spannender Thriller mit tollen Charakteren, einem interessanten Konzept und überraschenden Wendungen, bei dem es sich lohnt, ihn zu lesen. Für diejenigen, die Fitzek mögen, ist es sowieso eine glatte Empfehlung.

  2. Cover des Buches Alles Licht, das wir nicht sehen (ISBN: 9783406680632)
    Anthony Doerr

    Alles Licht, das wir nicht sehen

     (382)
    Aktuelle Rezension von: sollhaben

    Marie-Laure flieht mit ihrem Vater 1940 von Paris nach Saint Malo. dort so erhofft sich der Vater ein sicheres Leben für das blinde 12jährige Mädchen. Doch auch hier wird der Krieg Einzug halten und besonders grausam zuschlagen.

    Werner ist ein Waisenjunge, der gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester Jutta in einem Kinderheim lebt. Schon sehr früh zeigt er Talent, um Schaltkreise von Radios zu reparieren. Er durchschaut auch mathemaische Probleme. Als er von einem hochrangigen Nazi-Offizier "entdeckt" wird, winkt ihm eine rosige Zukunft. Er erhält einen begehrten Platz in einer Eliteschule und durchläuft alle Phasen der Erziehung im Nationalsozialistischen Deutschland. Anfangs noch sehr beschützt, nähert sich der Krieg, um auch die jüngsten zu rekrutieren.


    Mein Fazit:

    Seit langen Jahren schon lag dieses Meisterwerk auf meinem SuB. Immer wieder ließ ich mich von Vorahnungen zurückhalten. Nun endlich in einer wundervollen Leserunde habe ich es gelesen und muss betonen, dass es für mich von unschätzbarem Wert war, gemeinsam mit drei anderen Frauen, das Buch zu lesen und sich deshalb immer wieder auszutauschen. 

    Anthony Doerr schafft hier ein Dokument, das von unfassbaren Grauen erzählt, von Lichtern am Ende der dunklen Tunnel, von Helden im Alltag, Widerstand, Funkwellen und Musik, erzählt. So viel Facetten des Lebens im Frieden und im Krieg finden hier Platz. Seine vergleichende Worte erreichen die selbe Wirkung, wie genaue Beschreibungen. Sie treffen oft noch schonungsloser ins Schwarze. 

    Mit Marie-Laures Vater setzt er einen liebevollen, fast schon modernen Vater an ihre Seite, der ihr Wege zeigt, um in ihrer Blindheit zu überleben. Das Schöne in den Dingen zu finden. Ein Mann, der für seine Tochter alles auf sich nimmt, ihr in dunklen Stunden mit seinen Worten Sonnenlicht erklärt. Mit seiner Stimme im Ohr überwindet sie riesige Hürden.

    Werner dagegen hat außer seiner Schwester kaum jemanden, der ihn unterstützt. Seine Neugier jedoch eröffnet ihm unfassbare Welten. Über unzählige Kilometer empfängt er Wissen, Musik und Hoffnung. Sein Leben ist allerdings durchzogen von der Nazi-Ideologie und damit sind ihm oft die Hände gebunden, ein Zustand, den er kaum ertragen kann. 

    Ich verstehe nun, warum dieses Buch so gefeiert wird. Im Mittelpunkt stehen zwei Kinder aus  "verfeindeten" Lager. Sie müssen Außergewöhnliches leisten, sie durchleben furchtbare Dinge, die kaum ausgesprochen werden können. Doch Anthony Doerr findet Worte, um diese Zeit auch Jugendlichen näher zu bringen. Mein Aufruf an alle, die das Buch noch lesen wollen: Lest es nicht alleine, sucht euch Menschen, die euch begleiten, die euch unterstützen und sich mit euch unterhalten. 

    Danke an Lisa, Sarah und Beate - ohne euch hätte ich es nicht ertragen. 

  3. Cover des Buches Ein Tag im Dezember (ISBN: 9783453422926)
    Josie Silver

    Ein Tag im Dezember

     (240)
    Aktuelle Rezension von: tines_bookworld

    "Du gehst so leichtfüßig durchs Leben, doch du hinterlässt tiefe Abdrücke, die andere nur schwer ausfüllen können."

    Dieses Buch lag so lange auf meinem SuB, war aber für die #22for22-Challenge nun endlich fällig; es ist wohl kein Wunder, dass ich es mir für Dezember aufgehoben habe, denn es ist ein perfektes Buch für die Weihnachtszeit!

    Die Geschichte von Jack und Laurie wird abwechselnd aus den beiden Sichten über einen Zeitraum von ca. 10 Jahren erzählt. Es geht dabei vom Studentenleben bis zum Erwachsenwerden, über schwere Schicksalsschläge, Tod, Trauer, Scheidung und lebensfrohe Momente von Wiedersehen, Hochzeit, Zueinanderfinden. Das Buch deckt wirklich eine große Bandbreite an Themen ab - es ist dabei wirklich realitätsnah und unbeschönigt, verliert jedoch nie seinen romantischen Touch und gerade der Weihnachtszeit liegt ein besonderer Zauber inne.

    Das Thema von "Liebe auf den ersten Blick" ist nicht gerade eins meiner liebsten, doch verschiedene Umstände und Wendungen haben das Ganze in ein Katz-und-Maus-Spiel verwandelt - "Love, Rosie" ist mir dabei als Vergleichsbuch immer wieder in den Sinn gekommen. Natürlich ist die Thematik nichts neues, doch "Ein Tag im Dezember" schafft es trotzdem, seinen ganz eigenen Bann auf den Leser auszuüben. Dazu gehört auch Lauries beste Freundin Sarah, die ihr immer zur Seite steht. Diese Freundschaftsdynamik war wunderschön zu lesen, die beiden gehen durch dick und dünn.

    Gefühlstechnisch hat mich die Chemie zwischen Jack und Laurie nicht abgeholt, da habe ich schon andere Bücher gelesen, wo mein Herz wirklich angegriffen wurde. Hier war das leider nicht so, was keineswegs bedeutet, dass die Gefühle füreinander schlecht beschrieben wurden. Ich habe nur nicht ganz so sehr für ein Happy End der beiden gerootet wie ich es bei anderen Buchcouples tue. Nichtsdestotrotz hat mich die Weihnachtsromantik ergriffen und ich habe das Buch mit einem Lächeln beendet.

    "Ein Tag im Dezember" erzählt von den Widrigkeiten des Lebens, die einen beim Erwachsenwerden erwarten, doch flicht die Liebe zwischen Jack und Laurie als roten Faden dazwischen, mit besonders romantischem Augenmerk auf der Weihnachtszeit. Ein schönes Buch für kalte Dezembertage. Ich vergebe 4/5 Sterne.

  4. Cover des Buches Blackwood (ISBN: 9783841440136)
    Britta Sabbag

    Blackwood

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Lienne

    Inhalt:


    Stell dir vor, du bekommst einen Brief von deinem zukünftigen Ich. Würdest du ihn lesen?
    Romantisch, spannend und humorvoll – der große All-Age-Roman von Bestsellerautorin Britta Sabbag

    Für Gesine ist das keine Frage. Natürlich würde sie. Denn nach dem Tod ihrer Mutter muss sie alleine zu einer Verwandten nach Irland ziehen. In dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Blackwood hat sie niemanden, mit dem sie so richtig über ihren Kummer sprechen kann. Auch nicht über Arian Mary, den unverschämt gutaussehenden Sohn der örtlichen Butterdynastie. Noch dazu machen sie die Dorfbewohner mit Geschichten über allerlei übernatürliches Zeug verrückt. Alles Quatsch, denkt sich Gesine. Bis sie in einem geheimnisvollen alten Schreibtisch einen Brief von ihrem zukünftigen Ich findet, der ihre Welt ganz schön durcheinanderbringt…

    © FJB


    Meine Meinung:

    “Du bist, wer du bist, mit allen Ecken und Kanten, mit jedem Fettnäpfchen, das du mitnimmst, jedem unpassenden Spruch und Lacher, die dir an der falschesten Stelle rausrutschen, genauso wie mit all den mutigen und tollen Sachen, die du tust.” 

    [Zitat aus “Blackwood”, Kapitel 18, Kindle-Position 3413]

    Ich muss leider zugeben, dass ich anfangs Schwierigkeiten hatte in die Geschichte hineinzufinden. Die ersten 15 % des Buches wusste ich ehrlich gesagt nicht, was ich von Ge, Blackwood und seinen Bewohnern halten soll. Doch je weiter die Geschichte fortschritt, umso mehr war ich mittendrin in diesem kleinen schrägen Ort, wo die Uhren ein wenig anders ticken. 

    Britta Sabbags Humor ist einmalig! Ich musste so häufig schmunzeln und grinsen. Der Schreibstil ist flüssig und lockerleicht. Die Atmosphäre ist ein wenig mystisch und geheimnisvoll. Da fragt man sich, ob die ganzen Geschichten der Einheimischen denn wahr sein können?  In einem schönen Lesetempo, begleitet man Ge durch ihre schwere Zeit und lernt so allerlei über das junge Mädchen, die erste Liebe und auch über das Leben.

    Ge’s Schicksal hat mich sehr berührt, ihr Verlust tat mir so unglaublich leid und unter diesen Umständen einen Neuanfang zu wagen fand ich sehr mutig. Das oben erwähnte Zitat ist so wunderschön und aufmunternd! Danke für diese Zeilen! Ich denke, jeder kommt mal an einen Punkt, an dem er an sich selbst zweifelt. Da können einem solche Worte guttun und Selbstvertrauen aufbauen. 

    Auch alle weiteren Charaktere sind authentisch und (die meisten) sympathisch! Mimi und ihre Backlust – da hätte ich gerne mal von ihren verrückten Kreationen genascht! Aber auch alle anderen Gestalten sind so speziell und besonders, dass man sie ins Herz schließen muss. 

    Die Handlung ist interessant und hat einige spannende Überraschungen zu bieten. Vorallem zum Ende hin bekommt man nochmal richtig Herzklopfen auf die eine oder andere Art. Das Ende ist passend, rund und stimmig.

     

    Fazit:

    Dieses Buch ist etwas besonderes, genauso verrückt wie Blackwood und seine Bewohner und einfach wunderschön! Freut euch auf authentische Charaktere, einige Geheimnisse, Romantik und eine Portion Fantasie. Ein lesenswertes Jugendbuch

  5. Cover des Buches Wie Eulen in der Nacht (ISBN: 9783426522820)
    Maggie Stiefvater

    Wie Eulen in der Nacht

     (136)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Ich hab es getan, ich habe mein letztes Buch von Maggie Stiefvater vom SuB befreit und hab nun kein ungelesenes mehr von ihr zuhause.

    Maggie Stiefvater ist für mich eine Autorin, die besondere Fantasy schreibt. Das mögen viele, die nur die „Wolfes of Mercy Falls“-Reihe von ihr kennen nicht glauben, da diese doch eher standardmäßig wirkt, aber alles andere, was ich sonst von ihr gelesen habe, habe ich so noch nie in Geschichten erlebt und solchen Thematiken werde ich vermutlich auch so schnell nicht mehr begegnen.

    In „Wie Eulen in der Nacht“ geht es um die Familie Soria, die in der Wüste Colorados lebt und Wunder vollbringen kann. Doch diese Wunder sind längst nicht so wundervoll, wie sie scheinen, meist sind sie unberechenbar und man muss einen hohen Preis für sie zahlen. Sollte sich einer der Sorias in die Wunder einmischen, könnte das seinen Tod bedeuten…                    Das Ganze spielt im Jahr 1962 und neben diesen magischen Wundern geht es viel um Angst, Liebe und Mut.

    Zu Maggie Stiefvaters Schreibstil brauche ich mittlerweile wahrscheinlich nicht mehr viel sagen. Er ist einfach großartig, er ist actiongeladen, emotionsreich und auch humorvoll, was für mich einfach die perfekte Mischung ausmacht.

    Wie eingangs erwähnt, sind Maggie Stiefvaters Geschichten für mich besondere Geschichten, da die Protagonist:innen immer besondere Charaktere haben und mit besonderen Problematiken umgehen müssen. So auch in diesem Buch. Ich kann die Charaktere gar nicht so genau beschreiben, man muss einfach selbst lesen, dann wird man verstehen, was ich meine.

    Tatsächlich muss ich aber auch gestehen, dass ich das Buch noch ein zweites Mal lesen müsste, um es vollends verstehen zu können. Das liegt einerseits schon etwas an der komplexen Thematik, weil das Konzept der Wunder doch etwas außergewöhnlicher ist, aber andererseits auch daran, dass ich es im Urlaub gelesen habe, während andere Menschen in meinem Umfeld sich unterhalten haben und wodurch ich auch öfter mal nach wenigen Seiten unterbrechen musste oder abends vorm Einschlafen zwar gelesen habe, aber inhaltlich nicht wirklich was aufgefasst habe.

    Fazit: Ein besonderer Fantasyroman, der uns ins Colorado der frühen 1960er-Jahre entführt und uns dadurch wirkliche Wunder miterleben lässt.

     

    4/5  

  6. Cover des Buches Kuss und Kuss gesellt sich gern (ISBN: 9783956491900)
    Susan Mallery

    Kuss und Kuss gesellt sich gern

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhaltsangabe:

    Bei Felicia wurde schon früh Hochbegabung festgestellt. Aus Unsicherheit haben ihre Eltern sie mit vier Jahren in die Obhut von Universitätsprofessoren gegeben. Entsprechend ist Felicias Unerfahrenheit mit den zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie analysiert alles und ist außerdem ein hervorragender Organisator, aber sie möchte auch normal werden und eine Familie gründen. Doch wie fühlt sich Liebe überhaupt an? Und woran erkennt man das?

    Gideon, ein ehemaliger Soldat, hat die Rundfunkstation in Fools Gold gekauft und sendet Nacht für Nacht die Oldies über den Äther. Seine seelischen Wunden sind tief, überlebte er doch als einziger die zweijährige Geiselhaft bei den Taliban im Irak. Er glaubt, es gibt nicht mehr viel Menschliches in seinem Innern.

    Felicia und Gideon verbindet eine heiße Nacht in Thailand vor einigen Jahren. Doch in Fools Gold ist es anders – dort ist das normale Leben in einer großen Gemeinschaft. Wird Felicia sein Herz erobern können? Und werden seine tiefen Wunden heilen? Aber auf die beiden wartet ein noch größeres Abenteuer …

    Mein Fazit:

    Wer die Serie kennt, weiß, dass die Geschichten aus Fools Gold die geistige Natur des Lesern nicht besonders anstrengen. Muss es ja auch nicht, Bücher mit reinem Unterhaltungswert haben für mich mindestens genauso einen hoch Stellenwert wie anspruchsvolle und tiefgründige Literatur.

    Diese Serie lese ich nicht in der Reihenfolge, da ich aus verschiedenen Gründen die Bücher so nehme, wie sie auf amazon angeboten werden. Im Grunde ist es nicht nötig, die Bände hintereinander zu lesen, denn jede Geschichte ist insich abgeschlossen. Allerding tauchen die Protagonisten aus früheren Bänden manchmal auf und dann weiß man schon, wie die Geschichten ausgehen. Bei Susan Mallery ist immer ein Happy End garantiert, was es auf lange Sicht vorhersehbar macht, für mich aber trotzdem einen gewissen Reiz hat.

    Auch hier geht es wieder heiß her, aber wie ich finde, sind die Rahmenbedingungen ungewöhnlich. In diesem Kontext muss man Felicia verstehen, die zwar um Längen cleverer als ihre Mitmenschen ist, aber in Sachen Freundschaften und Beziehungen keine Erfahrung vorweisen kann. Jeder Vorgang in ihrem Leben wird mit ihren Überlegungen begleitet, die aus ihrer Sicht eine logische Natur haben, aber für „Normalsterbliche“ gewöhnungsbedürftig sind. Gideon, der bei der Armee war und eher das Leben eines Einsiedlers führen möchte, hat mit Felicia keine Probleme, nur mit ihren Wünschen kann er nicht so ganz konform gehen. Zumindest ist er von Anfang an ehrlich und lässt sie über seine Ziele nicht im Unklaren. Aber wie es oft so ist: Das Herz hat ja auch noch ein Mitspracherecht!

    Die Autorin ist etwas mehr in die Tiefe von Gideons Seele gegangen, hat seine Qualen geschildert und seine ungeheure Verletzlichkeit, auch wenn er sich nach außen hart und kühl gibt. Wie es nun in der Army genau zugeht, weiß ich natürlich nur aus Filmen und das wird auch nicht alles richtig sein. Aber ich fand es zum Teil schon recht interessant. Auch die Folgen dieser langen Folter sind Gideon deutlich anzumerken und das hat ihn in meinen Augen auch so sympathisch gemacht.

    Ansonsten bietet die Geschichte wie gewohnt viel Humor und Herzenswärme. Eine Stadt wie Fools Gold würde mir auch gefallen, man ist im Grunde niemals allein. Trotz der vielen kleinen und größeren Klischees möchte ich dem Roman fünf Sterne geben, er bot mir doch für ein paar Stunden prickelnde und hurmorvolle Unterhaltung.

    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

  7. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.137)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Das Buch beginnt im Jahre 1906 in Italien und wir lernen Cetta kennen. Ein junges Mädchen, dass von seiner Mutter in eine furchtbare Ecke gedrängt wird. 1908 wird Cetta mit 14 Jahren vergewaltigt. Sie bringt einen wunderschönen blonden Jungen zur Welt. Sie nennt ihn Natale und wandert mit ihm nach Amerika aus. Immer wieder muss sie ihren Körper verkaufen um durch zu kommen. Ein Zuhälter kümmert sich um sie in Amerika und ein älteres italienisches Ehepaar kümmert sich um Natale. Natale soll es einmal besser haben und wird Amerikaner. Weil sie mit seinem Namen nichts anfangen können, wird er Christmas genannt. Er wächst in Armut auf und muss das harte Leben auf der Straße kennen lernen. Er will es aber besser haben und gründet die Diamond Dogs. Eine Gang, der sich immer mehr anschließen und durch die sich Christmas Respekt verschafft. Cetta ist stolz auf ihren Sohn. Eines Tages trifft Christmas auf Ruth, die aus einer reichen jüdischen Familie stammt und halb tot auf der Straße liegt. Sie wurde vergewaltigt und übel zugerichtet, aber Christmas möchte diesem Mädchen eine Chance geben und immer für sie da sein. Der Titel klingt einfach wunderschön und die furiosen Besprechungen machten mir noch mehr Lust auf das Buch. Anfangs war ich wegen der Brutalität und Rohheit etwas abgeschreckt, aber wenn dann die Liebe, die Wärme und Zuneigung die Oberhand gewinnt und man Cetta und Christmas ins Herz schließt, dann kann man die 800 Seiten nur noch verschlingen.

  8. Cover des Buches Zoe und die Liebe (ISBN: 9783499291524)
    Janna Solinger

    Zoe und die Liebe

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Lesemoni

    Diese Story fühlt sich an, als hätte man sie wirklich selbst erlebt, so schön geschrieben! Die Figuren sind so ausgearbeitet, dass man wirklich denkt, man kennt sie! Ich habe sie alle richtig vor mir gesehen. 

    Janna Solinger schreibt außerdem noch total witzig und flott, ich fand es toll.

    Und der Typ, in den sich die Hauptfigur verliebt, ist toll. So eine Mischung aus cooler Typ und knuddliger Bald-Familien-Vater. Mein Traummann, hach :-)

  9. Cover des Buches Auris (ISBN: B07Q44P2HF)
    Sebastian Fitzek

    Auris

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Crazybookworm1984

    Wow, einfach spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Allerdings aufgrund der Tatsache, dass es ein Hörspiel ist, nicht unbedingt für schwache Nerven geeignet, weil durch die Geräusch ist das ganze schon sehr bildlich dargestellt. Die Rollenbesetzung ist perfekt Erfolg. Ich bin schon sehr gespannt auf die Folgebände des Hörspiels. Diese gibt es ausschließlich bei Audible.

  10. Cover des Buches Arschkarte (ISBN: 9783492307956)
    Heiko Thieß

    Arschkarte

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Christinagirl

    Timo Winter wohnt in Hamburg. Vor fast 1,5 Jahren hat ihn seine Freundin betrogen und zwar mit dem Nachbarn Frank. Jetzt lebt sie bei ihm. Timo hört jede Nacht wie sich die Beiden vergnügen. Das geht Timo auf den Geist. Da hat er eine Idee und recht sich bei den Beiden.                                     Irgendwann will Timo auch andere Frauen kennen lernen und meldet sich bei verschiedenen Singlebörsen an ABER manchmal ist die Liebe näher als man denkt.

    Der Autor hat das Buch in der Ich- Erzählung geschrieben. Es ist einfach zu lesen, ohne irgendwelche Fachausdrücke. Man kann die beschriebenen Situationen im Buch leicht nach verfolgen. An manchen Stellen habe ich auch geschmunzelt aber ich hätte mir das Buch lustiger vorgestellt. Das Buch kann man gut lesen, wenn man einfach mal abschalten will. 

  11. Cover des Buches Für immer zuckerfrei (ISBN: 9783431039979)
    Anastasia Zampounidis

    Für immer zuckerfrei

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Jukebook_juliet

    Es ist schon irgendwie witzig, dass ich, ausgerechnet ICH, ein Buch über zuckerfreie Ernährung empfehle. Aber so ist es.

    Ich habe mir das Buch schon vor einiger Zeit zu Gemüte geführt, aber ich musste natürlich erstmal testen und probieren und außerdem: die Ernährung so einfach umstellen ging für mich auch nicht von jetzt auf gleich. Aber nun habe ich es weitestgehend geschafft und meine Gesundheit (insbesondere die Haut) dankt es mir.

    Ich habe schon seit ein paar Wochen keinen Heißhunger mehr und wenn ich jetzt an etwas „Süsses“ denke, dann ist es Melone, Kaki oder Dattel 😁

    Ob ich gänzlich von (Industrie-)Zucker loskomme, kann ich jetzt noch nicht sagen. Zu gerne esse ich meine Lieblingsschokolade. Aber ich würde mir wünschen, dass auch das irgendwann vergeht. Zumindest kaufe ich sie mir nicht mehr von alleine 😊

    Es gibt noch das ein oder andere Rezeptbuch von Anastasia, das ich mir unbedingt zulegen will. In ‚Für immer zuckerfrei‘ gibt es auch schon ein paar Rezepte zum Nachlesen und ich habe die meisten auch bereits getestet. Bald ist der Bananenschokokuchen dran 💪🏼🤓

  12. Cover des Buches Das Herz ist ein einsamer Jäger (ISBN: 9783257242249)
    Carson McCullers

    Das Herz ist ein einsamer Jäger

     (182)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Die Geschichte spielt in einer amerkanischen Kleinstadt in Georgia in den 30er Jahren. Ausgerechnet von einem Gehörlosen fühlen das sensible Mädchen Mick Kelly, der ruhelos umherziehende Sozialrevolutionär Jake Blount, der grüblerische Wirt Biff Brannon und der schwer kranke schwarze Arzt Benedict Copeland sich verstanden. Sie ahnen nicht, dass der gehörlose John Singer nicht weniger als sie unter der Einsamkeit und Sinnlosigkeit des Daseins leidet .. man taucht ein in eine hoffnungslose auswegslose Zeit; Rassismus, Armut, Arbeitslosigkeit..

    grossartige Lektüre.

  13. Cover des Buches Just Listen (ISBN: 9783423716307)
    Sarah Dessen

    Just Listen

     (331)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Funkstille kann unerträglich sein.

    Vorallem wenn dieser Funke Elend zwischen dir und einer besonderen Person steht. Ein Raum zwischeneinander voller ungesagter Wörter, verloren geglaubter Hoffnung, vergoldeten Chancen.

    Und zufällig hörst du genau diese eine CD. Du erwartest viele gute Lieder. Doch genau das, was du hörst, schafft dir Platz für viel mehr als gute Lieder. 

    Erkenntnis.

    Hoffnung.

    Das, was du niemals erwartet hättest.

    Also höre gut hin. Denn wie du hörst, hörst du nichts..."

    - Durch das Buch lernte ich mit der Stille Freundschaft zu schließen. Kein Haufen Elend. Nein, sondern Medizin!

    Eure Jecquella_Higgs :)


  14. Cover des Buches Die Wunschliste (ISBN: 9783426508428)
    Jill Smolinski

    Die Wunschliste

     (1.218)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhaltsangabe:

    June Parker, eine eher farblose Mittdreißigerin, die in einer Agentur für Fahrgemeinschaften als Texterin tätig ist, hat die Wunschliste von Marissa ansich genommen.

    Marissa ist bei dem Unfall verstorben, wo June das Auto gefahren hatte. June fühlt sich schuldig für den Tod der Frau, die offensichtlich noch viel vorhatte. Gerade hatte sie 50 kg abgenommen und wollte noch viele Dinge bis zum 25. Geburtstag erleben. Aus reinem Schuldgefühl heraus übernimmt June die Liste und arbeitet sie Stück für Stück ab.

    Doch die Dinge entwickeln sich nicht immer so einfach, wie es sollte. Vor allen Dingen scheint es so auszusehen, als ob sie es tatsächlich nicht schafft. Aber mit Hilfe ihrer tatkräftigen Freunde und Familie ändert sie nicht nur die Leben anderer, sondern entwickelt sich plötzlich auch selbst. Und dann scheint sie auch Troy, Marissas Bruder, für sich gewinnen zu können. Wird sie es vielleicht doch noch schaffen?

    Mein Fazit: 

    Ich habe an dem Roman ziemlich lange zu lesen gehabt. Komödien lese ich zwischendurch ganz gern, vor allen Dingen, wenn da auch ein Spritzer Romantik mit drin ist.

    Die Wendungen in diesem Roman sind glaubhaft und auch ehrlich. Da ist nichts Schnulziges oder so dran. Das ist erfrischend und macht es eigentlich sehr sympathisch. Die letzten Seiten habe ich sehr genossen, da June selbst ein Resumée zieht!

    Allerdings hat es mich sehr gestört, das die Autorin noch Hinweise setzte, das es an dieser Stelle lustig ist! Desweiteren hat die Autorin die Geschichte mit Troy sehr unglücklich gestaltet. Es hat sich einfach zu sehr in die Länge gezogen. Er wurde mir auch unsymphatisch! Nun denn …

    Alles in allem eine nette Sommerlektüre, die mir aber nicht unbedingt im Gedächtnis bleiben wird.

    Anmerkung: Die Rezension stammt aus August 2007.

  15. Cover des Buches Sinfonie des Himmels (ISBN: 9783865917485)
    Chris Fabry

    Sinfonie des Himmels

     (45)
    Aktuelle Rezension von: gst
    Billy hatte es nicht leicht im Leben. Zu viele Prüfungen (Verlust des großen Bruders, Verlust der Heimat nach einer Flut, früher Verlust des Vaters) prägten sein Leben. Wer hätte gedacht, dass gerade er einen Engel als Schutz an seiner Seite hatte?

    Chris Fabry hat einen sehr emotionalen Roman geschrieben, der sich nicht nur leicht lesen lässt, sondern auch zum Nachdenken anregt. „Kämpfen bedeutet, dass Gott einem hilft, einen Schritt weiter zu gehen, wenn man denkt, dass kein Schritt mehr möglich ist“ (Seite 136), sagt Billy auf der Beerdigung seiner Mutter, die er durch eine sehr schwere Zeit begleitete. Dem Autor ist es gelungen, Schuld und Unrecht zu relativieren, indem er Billy mit einem unwahrscheinlichen Gottvertrauen ausrüstete. Mit Hinweisen auf diverse Bibelstellen stellt er eine nachvollziehbare Verbindung zwischen dem Wort und der Realität her und erreicht so ein besseres Verständnis für das Buch der Bücher.

    Dieser Roman, der in drei Teile und 34 Kapitel aufgeteilt ist, nimmt zum Ende hin eine ungeahnte Wendung. Doch zuvor erlebt der Leser fast kopfschüttelnd, dass Billy die von seinem Vater geerbte Mandoline verkauft. Dabei hat er ein besonderes Talent, damit umzugehen. „Musik hat etwas an sich, das die toten Winkel unserer Seele ausfüllt. Sie ist ein Geschenk von Gott. Er hat sie erfunden, weil er wohl der Meinung war, dass das Leben ohne Musik nur halb so schön wäre.“ (Seite 340)

    Das Buch basiert übrigens auf einer wahren Geschichte, die dem Autor zugetragen wurde. 
  16. Cover des Buches Sieben verdammt lange Tage (ISBN: 9783426637432)
    Jonathan Tropper

    Sieben verdammt lange Tage

     (198)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3
    Ich bin ein wenig unentschieden. Einerseits ist die Geschichte stellenweise zum Brüllen komisch und dann schnell wieder sehr ernst oder sogar zum Weinen traurig. Das mag ich an Jonathan Tropper, von dem ich schon "Mein fast perfektes Leben" gelesen habe. Die Handlung macht immer wieder unvermutete Wendungen, jedoch ist zunächst alles nachvollziehbar und menschlich.
    Tropper geht ins Detail und bleibt gleichzeitig distanziert, selbst bei Bettszenen. Er beschreibt quasi jeden Handgriff und doch ist es weder eklig noch peinlich, das zu lesen.
    Andererseits hat der Ich-Erzähler leider wenig Konturen. Sein Hauptmerkmal ist, dass er ohne Aufwand nett leben will. Er will sich keine Mühe geben, keine Verantwortung übernehmen, keine Kontakte pflegen. Er weiß auch gar nicht, was er will (z.B. in seiner Ehe oder vom Leben allgemein) oder zumindest sagt er es nicht. Mir ging er ehrlich gesagt nach zwei Dritteln des Buches nur noch auf die Nerven. Er bezeichnet einerseits die Menschen um sich herum als "verwelktes Fleisch", beschreibt schonungslos dicke Bäuche, Falten, Fußpilz und Krampfadern. Andererseits geniert er sich, weil er selbst langsam wabbelig wird. Er ist nicht in der Lage, vielleicht ein freundliches Lächeln, ein herzliches Wesen oder eine sanfte Stimme als schön zu empfinden. Positiv werden nur junge, straffe, schlanke, schöne Menschen bewertet. Er ging mir am Ende gewaltig auf den Zeiger, vor allem, weil ihm mehrere Frauen nachstellen, die alle mit ihm ins Bett wollen. Wie unrealistisch ist das denn? Der Typ hat keinen Charakter und ist unattraktiv!
    Bei einigen Stellen zeigt sich, dass Tropper beim Thema Biologie nicht ganz so viel Ahnung hat. Da soll ein Schwangerschaftstest im Mülleimer ein Hinweis darauf sein, dass eine Frau gerade ihre fruchtbaren Tage hat. Hä?
    Da findet ein Mann heraus, dass er unfruchtbar ist, weil seine Freundin schwanger ist. Hä?
    Vielleicht sind das ja Übersetzungsschwächen, denn ich bin mal wieder von meiner Gewohnheit abgewichen und habe das Buch auf deutsch gelesen, weil meine Schwester es mir geliehen hat.
    In Bezug auf die Dynamiken innerhalb einer Familie und den Umgang mit einem Trauerfall finde ich das Buch schon lesenswert. Außerdem ist der Schreibstil von Jonathan Tropper wirklich angenehm.

  17. Cover des Buches Das Echo der Schuld (ISBN: 9783442383542)
    Charlotte Link

    Das Echo der Schuld

     (506)
    Aktuelle Rezension von: Sultanine

    Ein absolutes Must-read für alle Krimi-Liebhaber, die es psychologisch tief und mit viel Innenschau der Protagonisten mögen. Mich hat das Buch nicht losgelassen, bis es zu Ende war. Das interessante finde ich an Charlotte Links Schreibweise, die inneren Motivationen ihrer Figuren im Sinne eines Psychogramms nachzuzeichnen und die zunächst getrennten Wege und Handlungen  miteinander zu verdichten. Wer es anspruchsvoll mag und sich zudem für Beziehungen interessiert, der ist hier goldrichtig. Charlotte Link ist für tolle Krimis mit psychologischer Komponente immer eine sichere Bank! 

  18. Cover des Buches Hanoi Hospital (ISBN: 9783943176919)
    David Frogier de Ponlevoy

    Hanoi Hospital

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Neben Krimödien haben es mir schon seit geraumer Zeit die Länderkrimis aus dem Conbook Verlag angetan. Neben Japan und China war mit Hanoi Hospital nun Vietnam dran, ein Land, mit welchem ich mich ehrlich gesagt noch nie wirklich auseinandergesetzt habe. Trotzdem bestand eine rege Neugier an fremden Kulturen, weswegen ich mit wachsender Spannung in dieses Buch startete.

     

    Vietnam war für mich immer ein Land der Armut, da ich es durch die Medien, nicht anders präsentiert bekam.  Doch wo die Dokumentationen stets nur einen Aspekt dieser Kultur aufzeigten, schaffte es David Frogier de Ponlevoy Kultur, die gesellschaftliche Struktur und einen Krimi zu vereinen.  Dabei heraus kam ein Buch, welches nichts verschwieg und doch die Bräuche und Sitten des Landes eindrucksvoll beschrieb. Hier war ich sehr froh, dass der Autor nichts verschönerte, sondern klar zeigte, wie er Vietnam erleben durfte. Natürlich nicht aus seiner Person, aber anhand seiner Charaktere, welche aus unterschiedlichen Schichten kamen und teilweise sogar deutsche Wurzeln hatten.

     

    Hier wäre zu erste Anne zu nennen, welche eigentlich Vân Anh heißt. Sie ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und kommt, wegen eines Praktikums nach Vietnam. Hier wartet jedoch nicht nur Arbeit auf sie, sondern auch die Familie und die hat erst einmal ein Ziel. Nämlich die junge Frau verheiraten. Ja in Vietnam laufen die Uhren ein wenig anders, doch hier steht ihr, ihre Cousine Linh bei, welche in Vietnam arbeitet. Neben dieser Sicht, darf man auch die von  Tuân erleben, welcher durch die Krankheit seiner Freundin in eine missliche Lage gerät, jedoch alles tut, um Yên wieder gesund zu bekommen. Aber auch die Ärzte darf man  nicht vergessen, denn auch die lassen in ihr Leben schauen und überraschten mich dabei am laufenden Band. Überrascht klingt dabei fast zu freundlich, denn ehrlich gesagt, war ich entsetzt. 

     

    Leider fühlte sich der Krimiaspekt nicht ganz so an wie ein Krimi, da z.B. vonseiten der Polizei kaum Ermittlungen stattfanden und eigentlich die 2 Mädels alles zusammen trugen. Dabei entstand auch kein richtiger Fall, wie man ihn vielleicht kennt, sondern eher eine Recherche. Diese hatte es allerdings in sich und brachte erschreckende Zustände hervor. Auch hier muss ich den Spannungsbogen loben, denn die Geschehnisse, egal ob rund um den Fall oder um das Land selbst waren immer interessant und sorgten dafür das ich nicht nur viele AHA-Momente hatte, sondern auch das Buch nicht mehr zur Seite legen wollte. 

     

    Wer wie ich, vor lauter Namen schon einmal den Überblick verliert, dem wart auch diesmal wieder geholfen. Nach der Geschichte wartet nicht nur ein Personenverzeichnis, sondern auch ein Glossar, das schwierige Begriffe erklärt. Wie auch in vorherigen Länderkrimis, nutze ich dieses gern, da man manchmal aus dem Kontext nicht ganz heraus lesen konnte, um was es sich nun eigentlich handelt. Die Erklärungen im Glossar sind übrigens sehr gut verständlich und endeten für mich meist mit einem „Achsooo“. 

     

    Das tat ich schließlich auch nicht und erlas wie gebannt das Ende, welches nochmal ein paar Überraschungen parat hatte. Ich konnte es also mit Erleichterung zuklappen und mich daran erfreuen, nicht nur eine spannende Story gelesen , sondern auch etwas gelernt zu haben.


    Mein Fazit

    Dieses Buch verdient den Namen „Länderkrimi“, wie kein Anderer. Tolle Ansichten in eine fremde Kultur, glaubhafte Charaktere aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und ein spannender Fall, welcher mich an seine Seiten fesselte, ja, der Autor hat aus meiner Sicht alles richtig gemacht, weswegen ich hoffe noch mehr Bücher wie dieses, von ihm erscheinen.

  19. Cover des Buches Radio Activity (ISBN: 9783406740930)
    Karin Kalisa

    Radio Activity

     (34)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Zu Anfang hat mich dieser Roman rund um Nora, verjährte Verbrechen und einen neuen Radiosender ziemlich begeistert. Kalisa hat eine stimmige Mischung geschaffen aus schweren Themen und einem irgendwie heimeligen Gefühl.

    Wir folgen Nora, die Hals über Kopf aus Amerika nach Deutschland zurückgereist ist, weil ihre Mutter im sterben liegt. Der Verlust bringt ihr Leben aus der Spur, Nora weiß kaum wohin mit Trauer, Einsamkeit und Wut. Zu den wenigem Menschen, mit denen sie noch Kontakt hat zählen Tom und Grischa. Spontan entwerfen die drei den Plan einen neuen Radiosender zu gründen und zu ihrem Erstaunen läuft das Projekt mit dem Namen "Tee und Teer" fabelhaft an. Doch Nora hat eigene Pläne und ihr Alleingang könnte das Herzensprojekt sabotieren.

    Die Freundschaft der drei und ihr Engagement für humanitäre Themen zusammen mit einer großen Heimatverbundenheit haben mir ausgesprochen gut gefallen. Der Musikmix des Senders, die thematische Ausrichtung, die Leidenschaft und die persönlichen Geschichten, die dahinterstecken haben den anderen großen Themen des Roman – Verlust und Missbrauch – etwas von ihrer Schwere genommen. Auch die Freundschaft untereinander gefiel mir. Tom und Grischa merken, dass mit Nora etwas nicht in Ordnung ist, dass sie aber nicht darüber sprechen will. Auch der Rückblick zu Nora und den letzten Gesprächen mit ihrer Mutter war berührend und wichtig.

    „ […] Ich glaube die Ritzer sind alle nur noch da, weil sie sich ritzen. Wenn sie sich nicht ritzen würden, wären sie weg. Würden auseinanderfallen. Diese Narbenlinien halten sie irgendwie zusammen. Wie Fäden.“
    „Wenn man sie lesen könnte, diese Linien – wie Wahrsager, du weißt schon...“, meinte Nora.
    „...dann würde man die Schande der Welt darin finden“, führte ihre Mutter den Satz zu Ende […].

    S. 213

    So weit so gut. Doch dann bog der Roman in eine Richtung ab, die mir weitaus weniger zugesagt hat. Das Radioprojekt scheint vergessen, ebenso wie Tom und Grischa. Dafür lernen wir einen neuen Charakter kennen, mit dem Nora von nun an „zusammenarbeitet“ und einen neuen Plan austüftelt. Gegen Ende wird dann noch aus der Perspektive von einer Gruppe alter Studienfreunde – nun alles Juristen oder Journalisten gehobenen alters – berichtet, bei der ich mich endgültig gefragt habe, wo ich denn nun gelandet bin.

    Ja, Kalisa spricht mit Verjährung und Missbrauch wichtige Themen an und findet zum Teil großartige Worte dafür, aber der Charme, den der Roman Anfangs für mich hatte, ging durch den harten Bruch verloren. Auch das Ende bleibt recht unbefriedigend und sprachlich bin ich ebenfalls hin- und hergerissen. Größtenteils ist „Radio Activity“ stimmungsvoll geschrieben und Kalisa findet meist die richtigen Worte. Hin und wieder gab es aber Sätze, die mich haben stolpern lassen und die ich zweimal lesen musste.

    Zum Teil ein berührender, einfühlsamer Roman mit Themen, die unbedingt angesprochen gehören und einem gekonnten Mix aus leicht und schwer. Leider hat er neben seinem Titelgebenden Plot auch mich auf dem Weg verloren. Trotzdem insgesamt ein gutes Buch, mit dem vor allem Nordlichter einen Versuch wagen sollten!

  20. Cover des Buches Pain (ISBN: 9783426512111)
    Lisa Jackson

    Pain

     (171)
    Aktuelle Rezension von: Christyscandlesandbookscorner

    Bei "Pain - Bitter sollst du büßen" von Lisa Jackson handelt es sich um den Auftakt der New-Orleans-Reihe mit dem Ermittlerduo Rick Bentz und Reuben Montoya. Gleich auf der ersten Seite geht es spannend los und der Leser wird förmlich in die Handlung gesogen. Aber der Thriller ist nicht nur spannend, zwischendurch wird die Handlung mit Witz und einer Prise Erotik aufgelockert und dadurch abwechslungsreich gestaltet.

    Der Schreibstil von Lisa Jackson ist einzigartig. Geschickt weiß sie es, den Leser auf die falsche Fährte zu locken und wichtige Details erst nach und nach bekannt zu geben. Ich mag die Autorin, weil sie so zeitlos berichtet. Bis auf ein paar kleine, (kriminal)technische Dinge würde man nicht bemerken, dass das Buch Anfang 2001 veröffentlicht wurde. Es könnte genauso im Jahr 2020 geschrieben worden sein.


    Das Buch zwingt den Leser richtig zum Mitdenken. Manchmal stellte ich mir eine Frage und wie, als hätte die Autorin meine Gedanken gelesen, gab es die Antwort zwei Seiten weiter. Auch der Fall ist unglaublich. Bizarr, ungewöhnlich und absolut schlüssig erzählt. Der Antagonist ist schlau, oft einen Schritt voraus und gnadenlos.


    Sam ist eine wunderbare Protagonistin. Sie ist stark, lässt sich nicht unterkriegen und eine wahre Kämpferin. Viele andere, weibliche Protagonistinnen wären vor Angst erstarrt und in die Arme des Mannes gesunken. Nicht so Sam. Sie lässt sich nicht einschüchtern und kämpft für das Gute.

    Die beiden Ermittler sind zwar präsent, aber nicht andauernd im Mittelpunkt. Man lernt sie kennen und darf sie bei der Recherche begleiten, aber trotzdem liegt das Hauptaugenmerk auf Sam.


    Ein gelungener Auftakt mit einem nervenaufreibenden Fall. Ich bin absolut begeistert und werde auf jeden Fall die anderen Bücher der Reihe lesen.

    5/5 ⭐

  21. Cover des Buches Der Frauenjäger (ISBN: 9783499256363)
    Petra Hammesfahr

    Der Frauenjäger

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Eine Frau aus gutbürgerlichem Haus wird entführt und wacht in einer dunklen Höhle wieder auf. Es beginnt Ihr Kampf ums Überleben, ein Kampf den bereits mehrere Frauen vor ihr verloren haben. Parallel zu den Ereignissen in der Höhle erzählt das Buch die Ereignisse der letzten Tage vor der Entführung, die Geschichte von vier seit langen befreundeten Paaren und ihren unterschiedlichen Lebensweg.

    Das klingt erst einmal recht spannend, ist es aber leider nicht. Die Geschichte verwässert in langatmigen Beschreibungen der Familienverhältnisse, zerfasert in kleinen Nebensträngen, welche wenig zum Thema beitragen. Nach meinem Geschmack wurde zu wenig auf Marlenes Zeit in der Höhle eingegangen, das ging irgendwie zu „glatt“ während die Vorgeschichte überstrapaziert daher kam und die Story auch ein paar Logikfehler aufwies.

    Eine gute Idee vom Ansatz her aber die Umsetzung konnte mich nicht begeistern. Ich gebe trotzdem 3 Sterne, da der Schreibstil flüssig war und der Kapitelaufbau ein wenig Spannung bereithielt.

  22. Cover des Buches Blackwood – Briefe an mich (ISBN: 9783742410054)
    Britta Sabbag

    Blackwood – Briefe an mich

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Lenny

    Radio Blckwood kommt beim Hörbuch sooo klasse rüber! Ich hab mich auf diese Szenen sehr gefreut! Ein Radiosprecher fasst die Neuigkeiten des Ortes zusammen und informiert über wichtige Gerüchte! 

    Die Geschichte hat mir ganz gut gefallen. Stellenweise etwas lahm , so dass ich mich auf die Radionews gefreut habe. Die hatten immer Dampf! Ich muss aber sagen, dass die Geschichte am Ende an Fahrt aufgenommen hat und mich doch noch gepackt hat. Da hat sich das Hörbuch noch den 4. Stern verdient! 

    Die Idee der Geschichte fand ich grossartig! 


  23. Cover des Buches Game On - Der Einsatz ist dein Leben (ISBN: 9783764507930)
    J.D. Barker

    Game On - Der Einsatz ist dein Leben

     (36)
    Aktuelle Rezension von: bines_buecherwelt

    Ich habe selten so unsympathische Personen in einem Buch gehabt. Ehrlich jetzt. Wenn ich fies wäre, würde ich sagen, sie hat es nicht anders verdient. Doof nur, dass in erster Linie erstmal andere leiden müssen 😬


    Aber abgesehen davon, war es ein wirklich guter, spannender Thriller. Eigentlich von Beginn an besteht Spannung. Man rätselt mit, wer dieser ominöse Anrufer ist und was er mit seinen Aktionen bezwecken möchte. Es gibt immer mal wieder Wendungen, die ich zwar voraus gesehen habe, die der Spannung aber keinen Abbruch getan haben.


    Einzig das Ende war mir dann etwas too much. So oder so ähnlich hätte ich es von Hollywood erwartet 😅 Hat mir persönlich nicht so gut gefallen. Auch wenn ich zugeben muss, dass es in gewisser Weise zu dem Buch passte. 


    Wer gerne Thriller liest, sollte aber dennoch zu diesem Buch greifen. Spannende Lesestunden sind garantiert 👍

  24. Cover des Buches Heartbeats - Meine Zeit mit Dir (ISBN: 9783841421531)
    Shelley Coriell

    Heartbeats - Meine Zeit mit Dir

     (25)
    Aktuelle Rezension von: MsChili
    Heartbeats - Meine Zeit mit dir von Shelley Corriell ist im Fischer Verlag erschienen und handelt von Chloe, einer sympathischen Jugendlichen, die in allem das gute sieht und auch immer gute Laune verbreiten will. Chloe liebt Schuhe und zwar Second-Hand-Exemplare, die schon einige Jahre hinter sich haben. Doch privat gibt es Probleme und auch in der Schule wird sie zum Außenseiter, ohne wirklich zu wissen warum. Als dann auch noch ihr Schulprojekt platzt und sie für das Schulradio eine Marketingkampagne auf die Beine stellen soll, kann das Chaos eigentlich nicht größer werden. Doch Chloe wächst an den Herausforderungen.


    Ich muss sagen dieses Buch hat mich doch ein wenig überrascht. Ich hatte eine flache Geschichte über Mädchenstreitigkeiten erwartet, doch ich habe eine Geschichte mit Tiefgang über das verzwickte Leben eines jungen Teenagers lesen dürfen. Chloe war mir von Anfang an sympathisch, da sie genau wie ich gerne redet. Aber ganz besonders gefallen hat mir ihre Entwicklung, sie lernt viele Dinge und man merkt wie sie an den Problemen reift. Ich hätte aber gerne noch mehr über das Radio und die anderen Charaktere erfahren, die waren mir nämlich teilweise ein bisschen zu flach und nichtssagend, einfach nicht voll ausgereift.
    Sonst hat mir das Lesen aber viel Spaß gemacht, auch wenn ich Brie und ihr Verhalten nicht nachvollziehen konnten und auch das Ende für mich etwas unterwartet war, da hatte ich wirklich mit etwas anderem gerechnet.


    Nach einem verwirrenden Anfang wie alles zusammenhängt bin ich doch noch super in das Buch gekommen und mir hat es viel Lesefreude bereitet! Von mir gibt es eine Empfehlung!

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