Bücher mit dem Tag "radio"
52 Bücher
- Timur Vermes
Er ist wieder da
(3.406)Aktuelle Rezension von: deidreeDas Buch lag schon lange auf meinem Regal und jetzt weiß ich auch warum ich es von mir geschoben habe. Ich finde einfach keinen Zugang zu dieser Art von Humor, falls da irgendwo einer versteckt sein sollte.
„Er ist wieder da“ löst bei mir eher Bauchweh aus. Die Vorstellung jederzeit könnte sich ein ähnliches Szenario wiederholen ist weder witzig noch wünschenswert. Leider ist die Möglichkeit nicht völlig auszuschließen.
In meinen Augen hat Timur Vermes wohl eine Satire erschaffen wollen. Bei mir kam diese Bemühung nicht an. Zu lesen fand ich die Geschichte einfach, aber emotional hat sich bei mir alles auf Abwehr gestellt.
Zugutehalten möchte ich den Versuch aufzuzeigen, dass eben jederzeit wieder ein Mensch mit gefährlicher Ideologie auftauchen könnte und wir aufgerufen sind, gut hinzusehen. Auch ist der Schreibstil flüssig und flott zu lesen.
- Luca Di Fulvio
Der Junge, der Träume schenkte
(1.158)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer Junge, der Träume schenkte ist nichts für schwache Nerven – es enthält auch sensible Themen wie Gewalt und sexuelle Inhalte. Luca Di Fulvios Schreibstil ist einzigartig: Man taucht sofort tief in die Geschichte ein und kann das Buch kaum weglegen. Er schafft es, selbst die vermeintlich langweiligsten Themen spannend und fesselnd zu erzählen. Die Motivation und der Ehrgeiz der Hauptfigur ziehen einen förmlich in den Bann, sodass man als Leser mitfiebert, ob er seinen Traum erfüllen kann. Die berührende Geschichte über Hoffnung, Mut und Freundschaft zeigt schwierige Lebensrealitäten ehrlich und regt zum Nachdenken an.
- Hape Kerkeling
Der Junge muss an die frische Luft
(391)Aktuelle Rezension von: SeverusNyssenDer Junge muss an die frische Luft“ ist nicht einfach nur eine Autobiografie, sondern eine liebevoll erzählte Erinnerung an die prägenden Jahre des jungen Hape Kerkeling. Von der ersten Seite an nimmt er seine Leser*innen mit in die Welt des Ruhrgebiets der 1970er-Jahre – eine Welt voller Currywurstbuden, Nachbarschaftsleben, rauer, aber herzlicher Menschen und einer Familie, die ebenso Halt wie Bruchstellen bereithält.
Besonders beeindruckend ist, wie Kerkeling es schafft, kindliche Perspektive und erwachsene Reflexion miteinander zu verweben. Man liest von seiner frühen Begabung für Humor und Imitation, von ersten kleinen Auftritten vor der Familie, und spürt zugleich die Schattenseiten seiner Kindheit: die Depression und den viel zu frühen Tod seiner Mutter, die Leere, die dieses Ereignis hinterlässt, und die Suche nach einem Platz im Leben. Trotz dieser Schwere verliert das Buch nie seinen leichten Ton – es gibt immer wieder Szenen, die zum Schmunzeln bringen, weil sie mit feinem Humor und Selbstironie geschildert sind.
Das Faszinierende ist, dass Kerkeling weder verklärend noch bitter schreibt. Er blickt ehrlich zurück, ohne zu urteilen. Gerade dadurch entsteht eine Nähe, die berührt: Man fühlt mit dem kleinen Hans-Peter, wenn er in der Enge der Wohnung nach Luft schnappt, aber auch, wenn er durch seine Fantasie ganze Wohnzimmer in Bühnen verwandelt.
„Der Junge muss an die frische Luft“ ist ein Buch, das zeigt, wie aus Schmerz Kreativität wachsen kann, wie Humor zum Überlebensmittel wird und wie Erinnerungen – so traurig sie auch sein mögen – getragen sind von Liebe und Dankbarkeit. Es ist ein sehr persönliches Werk, das nicht nur Fans von Hape Kerkeling anspricht, sondern alle, die Geschichten über Kindheit, Verlust und die Kraft des Humors schätzen.
- Josie Silver
Ein Tag im Dezember
(266)Aktuelle Rezension von: franzi__Franzi_Ach, wie traurig bin ich, dass dieses wunderbare Buch zu Ende ist. Nach dem intensiven Psychothriller, den ich zuvor gelesen habe, brauchte ich dringend eine gemütliche Wintergeschichte – und genau das habe ich in diesem Buch gefunden.
Jack und Laurie begegnen sich an einem eisigen Dezembertag, und in diesem Moment scheint es, als wäre es die Liebe auf den ersten Blick. Doch das Schicksal spielt nicht mit, und sie verpassen den richtigen Augenblick um Haaresbreite. Erst ein Jahr später sehen sie sich wieder, doch inzwischen ist Jack in einer Beziehung mit Sarah, Lauries bester Freundin. Ihre Liebe scheint unerreichbar, und was bleibt, ist eine Freundschaft, die sich über Jahre entwickelt. Diese Verbindung wird zu einem Anker, der ihnen durch die Turbulenzen ihres Lebens hilft, während sie einander Geheimnisse und Träume anvertrauen. Doch trotz dieser engen Freundschaft bleiben die tiefen Gefühle füreinander stets im Hintergrund präsent, nie ganz vergessen.
Die Erzählung dreht sich um zwei Menschen, die Schwierigkeiten haben, einander wirklich zu finden und sich aufeinander einzulassen. Jack und Laurie sind zwei Charaktere, die mir ans Herz gewachsen sind und die ich nicht so schnell loslassen werde. Zu keiner Zeit im Buch fühlte ich mich von ihnen entfernt oder verloren in der Handlung. Im Gegenteil: Jede Sekunde fieberte ich mit ihnen mit, erlebte Höhenflüge und tiefe Täler an ihrer Seite.
Der Schreibstil von Josie Silver hat mich durchweg begeistert. Besonders angenehm empfand ich die überschaubare Anzahl von Charakteren, die alle klar definiert und leicht nachvollziehbar waren. Diese Geschichte war für mich abwechslungsreich und bestach durch einen besonderen Charme, der mich bis zur letzten Seite gefesselt hat.
Ihr merkt, es war die perfekte Ergänzung zu meinem vorherigen Buch.
Eure franzelpanda
- Lilly Lucas
A Place to Shine
(415)Aktuelle Rezension von: Ines_BalkowIch habe mich auf den letzten Teil der Serie besonders gefreut, weil mir Poppy bereits in den anderen Bänden sehr sympathisch war und ich endlich ihre Geschichte lesen wollte. Es wurde bereits in einem der Vorgängerbände gesagt, dass sie und der Countrysänger Trace Bradly eine romantische Vergangenheit haben. Daher habe ich mir schon gedacht, dass er in dem Band eine Rolle spielen wird. und so kam es auch.
Es war spannend, die Geschichte der beiden und das erste Scheitern ihrer Liebe zu lesen. Ich mochte schon in den anderen Bänden die Rückblenden, die den Leser quasi live die Vergangenheit miterleben lassen. Auch das Zusammenkommend er beiden in der Gegenwart ist geschickt eingefädelt. Es ist eine klassische "Fake-Dating" wird zu "Real Dating", was ich gern mag.
Das Buch liest sich auch wieder sehr leicht und schnell weg. Ich mag die Geschichten der Autorin bekanntlich sehr gern. Das einzige, was mich hier wirklich gestört hat, waren die künstlichen Dramen. Poppy reagiert in einigen Situationen etwas extrem für meinen Geschmack. In der Vergangenheit war sie mit siebzehn noch sehr jung und alles spielte sich zu einer Zeit ab, in der sie sehr verletzlich war. Da nehme ich es ihr ab, dass sie keine weiteren Versuche unternommen hat, ein klärendes Gespräch mit Trace zu führen. Doch inzwischen ist sie ein paar Jahre älter und statt sich mit ihm auszusprechen, dreht sie komplett durch und ghostet ihn beinahe? Das fand ich schon etwas übertrieben. Und dann kommt nach ein paar Monaten Pause der Brief von ihm und es ist alles gut und die beiden sind bereit für eine Beziehung. Das wars selbst für mich etwas weit ab der Realität.
Dennoch mochte ich auch die Geschichte gern und sie hat sich toll gelesen. im Vergleich zu den anderen Büchern der Reihe gebe ich aber einen Stern Abzug. Fans der Reihe sollten den Band auf jeden Fall auch lesen.
- Britta Sabbag
Blackwood
(169)Aktuelle Rezension von: LienneInhalt:
Stell dir vor, du bekommst einen Brief von deinem zukünftigen Ich. Würdest du ihn lesen?
Romantisch, spannend und humorvoll – der große All-Age-Roman von Bestsellerautorin Britta SabbagFür Gesine ist das keine Frage. Natürlich würde sie. Denn nach dem Tod ihrer Mutter muss sie alleine zu einer Verwandten nach Irland ziehen. In dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Blackwood hat sie niemanden, mit dem sie so richtig über ihren Kummer sprechen kann. Auch nicht über Arian Mary, den unverschämt gutaussehenden Sohn der örtlichen Butterdynastie. Noch dazu machen sie die Dorfbewohner mit Geschichten über allerlei übernatürliches Zeug verrückt. Alles Quatsch, denkt sich Gesine. Bis sie in einem geheimnisvollen alten Schreibtisch einen Brief von ihrem zukünftigen Ich findet, der ihre Welt ganz schön durcheinanderbringt…
© FJB
Meine Meinung:
“Du bist, wer du bist, mit allen Ecken und Kanten, mit jedem Fettnäpfchen, das du mitnimmst, jedem unpassenden Spruch und Lacher, die dir an der falschesten Stelle rausrutschen, genauso wie mit all den mutigen und tollen Sachen, die du tust.”
[Zitat aus “Blackwood”, Kapitel 18, Kindle-Position 3413]
Ich muss leider zugeben, dass ich anfangs Schwierigkeiten hatte in die Geschichte hineinzufinden. Die ersten 15 % des Buches wusste ich ehrlich gesagt nicht, was ich von Ge, Blackwood und seinen Bewohnern halten soll. Doch je weiter die Geschichte fortschritt, umso mehr war ich mittendrin in diesem kleinen schrägen Ort, wo die Uhren ein wenig anders ticken.
Britta Sabbags Humor ist einmalig! Ich musste so häufig schmunzeln und grinsen. Der Schreibstil ist flüssig und lockerleicht. Die Atmosphäre ist ein wenig mystisch und geheimnisvoll. Da fragt man sich, ob die ganzen Geschichten der Einheimischen denn wahr sein können? In einem schönen Lesetempo, begleitet man Ge durch ihre schwere Zeit und lernt so allerlei über das junge Mädchen, die erste Liebe und auch über das Leben.
Ge’s Schicksal hat mich sehr berührt, ihr Verlust tat mir so unglaublich leid und unter diesen Umständen einen Neuanfang zu wagen fand ich sehr mutig. Das oben erwähnte Zitat ist so wunderschön und aufmunternd! Danke für diese Zeilen! Ich denke, jeder kommt mal an einen Punkt, an dem er an sich selbst zweifelt. Da können einem solche Worte guttun und Selbstvertrauen aufbauen.
Auch alle weiteren Charaktere sind authentisch und (die meisten) sympathisch! Mimi und ihre Backlust – da hätte ich gerne mal von ihren verrückten Kreationen genascht! Aber auch alle anderen Gestalten sind so speziell und besonders, dass man sie ins Herz schließen muss.
Die Handlung ist interessant und hat einige spannende Überraschungen zu bieten. Vorallem zum Ende hin bekommt man nochmal richtig Herzklopfen auf die eine oder andere Art. Das Ende ist passend, rund und stimmig.
Fazit:
Dieses Buch ist etwas besonderes, genauso verrückt wie Blackwood und seine Bewohner und einfach wunderschön! Freut euch auf authentische Charaktere, einige Geheimnisse, Romantik und eine Portion Fantasie. Ein lesenswertes Jugendbuch
- Sarah Dessen
Just Listen
(335)Aktuelle Rezension von: Neytiri888Leider musste ich dieses Buch abbrechen, da ich nicht wirklich in die Handlung hineingefunden habe.
Es war einfach kein bisschen spannend und ich musste mich immer wieder zwingen weiter zu lesen. Hatte Hoffnung, dass es irgendwann noch besser wird, wurde es leider nicht, weswegen ich es irgendwann frustriert beiseite gelegt habe.
Irgendwie wird man nur mit nebensächlichen Details der Lebensgeschichten der Schwestern und Mutter von Annabel bombardiert und nichts davon baut in irgendeiner Form einen Spannungsbogen auf, sodass man auch mal wissen möchte, wie es weiter geht. Und für fast 500 Seiten davon, ist mir meine Zeit zu schade.
Die Mutter hat mich extrem abgeschreckt. Sie ist wohl in eine richtig schlimme Depression gefallen, als ihre eigene Mutter gestorben war (weder aus sonderlich dramatischen Umständen, noch war sie zu dem Zeitpunkt noch zu jung, als dass sie nicht hätte akzeptieren können, dass ihre Mutter jetzt schon gestorben ist). Um ihre Töchter hat sie sich monatelang gar nicht mehr gekümmert und ist erst wieder aus ihrem Schneckenhaus gekrochen, nachdem sie auf die Idee kam, alle drei Töchter als Models zu vermarkten. Als irgendeine besondere Chance für Annabell lockt, macht ihre Mutter einfach einen Termin aus und sagt ihr 15 Minuten vor dem Termin Bescheid. Annabell betont mehrmals, dass sie keine Zeit hat und sich auch nicht wohl fühlt, den Termin nicht wahrnehmen möchte und ihre Mutter drängt sie solange, bis Annabell schließlich nachgibt und in einer Hauruck-Aktion zu diesem Termin fährt. Einfach nur ätzend. Das Verhalten der Mutter wird von der Tochter in keinster Weise angezweifelt, es wird als völlig normal betrachtet.
Nicht meine Welt!
- Maggie Stiefvater
Wie Eulen in der Nacht
(146)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Kurzeinschätzung: Dieses Buch ist voller einzigartiger Philosophie und Wunder. Das Buch wurde mir in der Challenge: "Ich entscheide was du liest" herausgesucht und ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, weil mir die "The Raven Boys" Bücher sehr von ihr gefallen haben. Allerdings habe ich bei diesem Werk die gewohnte Leichtigkeit ein wenig vermisst und so konnte mich das Buch leider nicht ganz abholen. Sehr schade, aber durch die Idee hinter dem Buch definitiv lesenswert. *Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler.*
Cover: Das Cover ist wirklich unheimlich schön und hat mich sofort angezogen. ♡ Auf dem Cover selbst, kann man wunderschöne Rosenranken bestaunen, die sich mit ihren Dornen vom Himmel abheben. Der Mond, nicht in einem hellen Licht, sondern tiefrot getaucht, ist der wahre Eyecatcher des Buches und zieht alle Blicke auf sich. Man sieht außerdem eine weiße Schleiereule und der Buchtitel, der ebenfalls mit einer verschnörkelten weißen Schrift hervorsticht. Der Hintergrund besteht aus einem dunklen Türkiston und gibt dem ganzen Cover eine besondere Note, die ich unendlich mochte. Besonders der rote Buchschnitt und auch die kleinen Ranken, die jedes neue Kapitel verzieren, haben das Ganze gestalterisch perfekt abgerundet.
Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr außergewöhnlich. Poetisch, philosophisch in kleinen Rätseln schreibend und doch irgendwie geradeaus. Das ist der Schreibstil von Maggie Stiefvater- ich würde tatsächlich behaupten, dass ihr Schreibstil zu den anspruchsvolleren gehört. :) Es war zumindest für mich, ein Buch, welches mir nicht so leicht von der Hand ging. Ich liebe zwar den philosophischen Hauch, den Metaphernreichtum und die bildgewaltige, magische Sprache, jedoch konnte mich dies, dieses Mal nicht ganz überzeugen und abholen. Mehr dazu aber unten bei den Charakterbeschreibungen. Ich freue mich dennoch sehr auf weitere Werke der Autorin und hoffe, diese können mich in Zukunft wieder etwas mehr abholen.
Idee: Puhh also der Start ins Buch war für mich irgendwie dieses Mal schwierig. Obwohl ich an ihren Stil gewohnt war, gab es mir anfangs zuviele oberflächliche Charaktervorstellungen und scheinbar belangloses Geschnatter rund um den in Fokus gesetzten Radiosender. Erst viel später erfährt man das ganze Ausmaß. Jedoch lernt man so einiges- die Wüste mag Schmeicheleien und liebt die Zuneigung. Und Eulen zeigen Wunder an..Absolut poetisch, träumerisch und bildgewaltig zeigt die Geschichte die Facetten von Wundern und deren Herausforderungen. Ich habe die einzelnen Schicksalsschläge wirklich gerne gelesen. Denn jeder einzelne Pilger der ein Wunder erleben will und seine Dunkelheit besiegen, reist in die Wüste Colorados zur Familie Soria. Die Pilger müssen ihr Wunder lösen, ihre Dunkelheit besiegen und dann ein weiteres, zweites Wunder bewältigen. Erst dann und nur dann sind sie frei. Und es gibt so einige Menschen in der Wüste die gestrandet sind und bei der Familie Soria leben. Zum Beispiel gibt es einen Priester mit Koyotenkopf, eine dauerweinende, in Bächen stehende Frau und von Schlangen umwundende Zwillinge.. Das Ende war doch ein wenig plötzlich. Obwohl so viele Pilger ihr zweites Wunder nicht annehmen und "knacken" konnten, gab es jede Menge Menschen, denen es dann plötzlich und ohne Vorwarnung gelang. Ein sehr abruptes Ende für meinen Geschmack, aber für einige Hauptfiguren natürlich eine positive Wendung.
Charaktere: Die Charaktere haben mir gut gefallen, auch wenn ich leider keine richtige Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Am Anfang gab es mir viel zu viele merkwürdige Beschreibungen, Sehnsüchte ohne den Charakter dahinter richtig greifen zu können. Am spannendsten fande ich die unterschiedlichen Pilger, dessen Wunder den innerlichen Kampf mit ihrer Dunkelheit darstellen, was poetisch, magisch und dramatisch zugleich war. Aber auch die Familie Soria ist herrlich eigen und charakterstark. Ich fande es wirklich interessant, dass sie eine strikte Kontaktsperre zu den Pilgern einhalten mussten und im Allgemeinen ihre ganz spezifischen Probleme lösen müssen, wie z.B. ein Ehemann, der sich lieber um seine schwarzen Rosen, als um seine Ehefrau kümmert.. Zum Ende hin sind mir die wunderlichen Pilger doch am Meisten im Gedächtnis geblieben. Ihre Andersartigkeit durch die eigene Dunkelheit ist erstaunlich und faszinierend.
Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 3 Sternchen. Nachdem mich ihre anderen Werke so verzaubert haben, hatte ich zugegebenermaßen hohe Ansprüche. Leider wurden diese, dem Buch nicht besonders gerecht. Ich weiß nicht, ob es an der Kürze des Buches lag oder an die für mich sehr angekratzten Charaktere, jedoch schleppte ich mich förmlich durch die letzten Seiten des Buches. Sehr schade! Ich habe mir die Thematik der Wunder irgendwie zentraler vorgestellt. Dennoch kann ich das Buch jedem Empfehlen, der auf der Suche nach Poetrie und einem außergewöhnlichem Schreibstil ist.
- Luca Di Fulvio
Der Junge, der Träume schenkte
(60)Aktuelle Rezension von: cvcoconutAmerika in den 20er Jahren. Viele Immigranten kommen, um ein neues und besseres Leben zu beginnen. Genauso der junge Natale mit seiner Mutter. Nur es ist auch eine Zeit, die von Banden, Gangs und Kriminalität lebt.
Ich wusste nicht so recht, was mich bei dem Hörbuch erwartet, aber es hat mich total umgehauen. Man begleitet den jungen Natale (Christmas) sein ganzes Leben. Man sieht seine Entwicklungen, seine Entscheidungen im Leben, aber auch Menschen, die sein Leben kreuzen und sein Schicksal beeinflussen. Er hat ein gewisses Charisma, wodurch er einfach schnell Verbündete findet, aber auch wahre Freunde.
Das Leben zu der Zeit war sicherlich nicht einfach, aber ich habe es sehr genossen, die kleine Zeitreise zu unternehmen. Wunderbar erzählt, eine Geschichte, die einfach ans Herz geht.
- Lisa Jackson
Pain
(179)Aktuelle Rezension von: BlutmaedchenNachdem ich vor einigen Jahren "Shiver" von Lisa Jackson gelesen, super gefunden und fälschlicherweise für den ersten Band der New Orleans Reihe gehalten habe, bin ich froh doch noch entdeckt zu haben, dass vor Shiver noch zwei andere Bände dieser Reihe sind - auch wenn man sie wohl problemlos unabhängig voneinander lesen kann, da jedes für sich abgeschlossen ist.
Nun habe ich auch Band eins - "Pain - Bitter sollst du büßen" - gelesen und auch wenn ich die Detectives Bentz und Montoya bereits kannte, war ich etwas enttäuscht, dass sie in diesem Reihenauftakt bestenfalls als Randfiguren vorkamen. Zwar wichtige Randfiguren, aber leider ohne große Erklärung, wer die Beiden überhaupt sind. Außer, dass Bentz der ältere ist, Probleme in Los Angeles hatte und seither als Springer zwischen den verschiedenen Einheiten in New Orleans eingesetzt wird, und Montoya gerne schnell fährt und trotz seiner lateinamerikanischen Vorfahren der katholischen Kirche abgesagt hat, gibt es nicht viel nennenswertes über die Beiden zu erfahren. Bentz' Familiensituation wird noch kurz beschrieben, damit man den typisch abgehalfterten Cop besser verstehen konnte, aber über Montoya weiß man nur, dass auch gerne mal mit gutaussehenden Zeuginnen flirtet.
"Pain" beschäftigt sich hauptsächlich mit Dr. Samantha Leeds, die Psychologin, die im Radio die Sendung Mitternachtsbeichte moderiert und als Dr. Sam den Leuten am Telefon zu verschiedenen Problemen des Lebens Ratschläge gibt oder einfach nur zuhört. Die meisten Charaktere kommen aus ihrer Arbeitswelt: Ihr profitgieriger Chef George, ihre fordernde und doch beschützerische Chefin Eleanor, ihre ehrgeizige Assistentin Melanie, der stark in sie verknallte Techniker Tiny und der neidische Gator, der vor ihr die Sendung moderiert und auf ihren Sendeplatz scharf ist. Ihre beste Freundin Corky, weit weg wohnend in Houston, hört sie nur via Telefon und bekommt von ihr zum ersten Mal nach Jahren Informationen über ihren Bruder Peter, den sie schon so lange nicht gesehen hat, dass sie ihn auch für tot halten könnte. Die dahinterstehende traurige Familiengeschichte wird abwechselnd in Telefonaten mit ihrem Vater nur kurz angeschnitten. Über die bisherigen Männer in ihrem Leben - Ex-Mann und ihr damaliger Professor, Jeremy Leeds, sehr von sich selbst eingenommen und neidisch auf Sams Erfolg, und David Ross, von Beruf Erbe und gewohnt alles zu bekommen, der nicht wahrhaben will, dass Sam ihn nicht heiraten möchte, sogar die Beziehung mit ihm beendet - bekommt man einen guten Einblick in die Wahl ihrer Männer. Einzig der neue, geheimnisvolle Nachbar Ty Wheeler mit seinem Boot, das ihn in den Wahnsinn treibt und einem treuen Hund an der Seite, scheint für Sam etwas Gutes zu bedeuten.
Neben den sehr ausschweifenden Erzählungen zu Sams Arbeitstag, lässt die Autorin auch Platz für das Böse, dass in New Orleans lauert und auf fanatisch-religiöse Weise Prostituierte ermordet. Die Erzählweise aus seiner Sicht macht dem Leser deutlich, wie intelligent und skrupellos er ist. Und wie wichtig es ihm ist während des mordens Dr. Sams Radiosendung zu hören. Es scheint eine Verbindung zu geben zwischen dem Mörder und Father John, wie er sich selbst, wenn er mit Dr. Sam telefonisch in Kontakt tritt und ihr droht, dass sie büßen und beichten muss. Auch Verfolgung, Einbruch und Sachbeschädigung nutzt er um Samantha Angst einzujagen. Er ist immer da und sie weiß nicht, was er wirklich von ihr will. Eine Sache steht aber fest: Trotz ihrer Arbeit als Psychologin ahnt Samantha nicht, wie sehr die John unterschätzt...
Fazit:
"Pain" ist ein eindeutiger Titel, doch wirklich voller Schmerz ist dieser Thriller nicht. Für mich war es auch nicht das nervenaufreibende Thriller-Werk wie es "Shiver", "Cry" und "Angel" gewesen sind. Die Handlungen waren leider schnell vorhersehbar, weshalb es sich irgendwann nur noch sehr zäh lesen lies. Samantha ist nicht die Protagonistin, für die man Feuer und Flamme werden kann. Natürlich gehört eine gewisse Selbstsicherheit zu ihrem Auftreten, aber auch ihre Angst ließ sich nicht ganz verleugnen. Trotz Jacksons intensiver Charakterdarstellung mit gewissen familären Hintergrundinfos, war Sam für mich nicht greifbar. Wahrscheinlich war die dadurch entstehende Unberechenbarkeit in ihren Handlungen der einzige große Nervenkitzels dieses Buches.
- SUSAN MALLERY
Kuss und Kuss gesellt sich gern
(100)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerInhaltsangabe:
Bei Felicia wurde schon früh Hochbegabung festgestellt. Aus Unsicherheit haben ihre Eltern sie mit vier Jahren in die Obhut von Universitätsprofessoren gegeben. Entsprechend ist Felicias Unerfahrenheit mit den zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie analysiert alles und ist außerdem ein hervorragender Organisator, aber sie möchte auch normal werden und eine Familie gründen. Doch wie fühlt sich Liebe überhaupt an? Und woran erkennt man das?
Gideon, ein ehemaliger Soldat, hat die Rundfunkstation in Fools Gold gekauft und sendet Nacht für Nacht die Oldies über den Äther. Seine seelischen Wunden sind tief, überlebte er doch als einziger die zweijährige Geiselhaft bei den Taliban im Irak. Er glaubt, es gibt nicht mehr viel Menschliches in seinem Innern.
Felicia und Gideon verbindet eine heiße Nacht in Thailand vor einigen Jahren. Doch in Fools Gold ist es anders – dort ist das normale Leben in einer großen Gemeinschaft. Wird Felicia sein Herz erobern können? Und werden seine tiefen Wunden heilen? Aber auf die beiden wartet ein noch größeres Abenteuer …
Mein Fazit:
Wer die Serie kennt, weiß, dass die Geschichten aus Fools Gold die geistige Natur des Lesern nicht besonders anstrengen. Muss es ja auch nicht, Bücher mit reinem Unterhaltungswert haben für mich mindestens genauso einen hoch Stellenwert wie anspruchsvolle und tiefgründige Literatur.
Diese Serie lese ich nicht in der Reihenfolge, da ich aus verschiedenen Gründen die Bücher so nehme, wie sie auf amazon angeboten werden. Im Grunde ist es nicht nötig, die Bände hintereinander zu lesen, denn jede Geschichte ist insich abgeschlossen. Allerding tauchen die Protagonisten aus früheren Bänden manchmal auf und dann weiß man schon, wie die Geschichten ausgehen. Bei Susan Mallery ist immer ein Happy End garantiert, was es auf lange Sicht vorhersehbar macht, für mich aber trotzdem einen gewissen Reiz hat.
Auch hier geht es wieder heiß her, aber wie ich finde, sind die Rahmenbedingungen ungewöhnlich. In diesem Kontext muss man Felicia verstehen, die zwar um Längen cleverer als ihre Mitmenschen ist, aber in Sachen Freundschaften und Beziehungen keine Erfahrung vorweisen kann. Jeder Vorgang in ihrem Leben wird mit ihren Überlegungen begleitet, die aus ihrer Sicht eine logische Natur haben, aber für „Normalsterbliche“ gewöhnungsbedürftig sind. Gideon, der bei der Armee war und eher das Leben eines Einsiedlers führen möchte, hat mit Felicia keine Probleme, nur mit ihren Wünschen kann er nicht so ganz konform gehen. Zumindest ist er von Anfang an ehrlich und lässt sie über seine Ziele nicht im Unklaren. Aber wie es oft so ist: Das Herz hat ja auch noch ein Mitspracherecht!
Die Autorin ist etwas mehr in die Tiefe von Gideons Seele gegangen, hat seine Qualen geschildert und seine ungeheure Verletzlichkeit, auch wenn er sich nach außen hart und kühl gibt. Wie es nun in der Army genau zugeht, weiß ich natürlich nur aus Filmen und das wird auch nicht alles richtig sein. Aber ich fand es zum Teil schon recht interessant. Auch die Folgen dieser langen Folter sind Gideon deutlich anzumerken und das hat ihn in meinen Augen auch so sympathisch gemacht.
Ansonsten bietet die Geschichte wie gewohnt viel Humor und Herzenswärme. Eine Stadt wie Fools Gold würde mir auch gefallen, man ist im Grunde niemals allein. Trotz der vielen kleinen und größeren Klischees möchte ich dem Roman fünf Sterne geben, er bot mir doch für ein paar Stunden prickelnde und hurmorvolle Unterhaltung.
Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.
- Sandra Brown
Lockruf des Glücks
(34)Aktuelle Rezension von: fraeulein_lovingbooksInhaltMegan Lambert ist mit sich und ihrem Leben im Reinen. In ihrem anspruchsvollen Beruf bei einer Radiostation in Atlanta läuft auch alles perfekt – bis sie auf Josh Bennett trifft. Der ist wahnsinnig attraktiv, einflussreich, unberechenbar und Megans wichtigster Werbekunde. Seine neueste Idee befördert Megan direkt in die Welt der Reichen und Schönen – und in seine Nähe. Doch sie weiß: Sind seine Küsse auch noch so verführerisch, ein Mann wie Josh kann sich niemals binden. Als aber dramatische Ereignisse Josh und Megan zusammenführen, muss sie sich eines Tages entscheiden, ob sie das Wagnis eingehen und ihrer Liebe eine Chance geben soll …
Meine Meinung
(Quelle: Klappentext)Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.
Zum Inhalt kann ich eigentlich nicht mehr viel hinzufügen, weil der Klappentext schon den gesamten Inhalt wieder gibt und nicht wirklich mehr passiert.
Megan ist eine taffe Frau, die sich ihren Weg in die Männerwelt hart erkämpft hat. Zumindest glaubt sie das. Es ist ja nur ihr eigener Verdienst…na ja, das stimmt so nicht. Dafür ist der Chef des verstorbenen Mannes verantwortlich. Mit ihren Mitarbeitern geht sie zu weich und zu liebevoll um. Jeder bekommt von ihr eine zweite Chance, egal wie schlimm sein Fehler war…für mich nicht verständlich. Ständig spricht die gute Frau über die die Zahlen, die sie an ihre Vorgesetzten geben muss und nicht schlechter werden darf. Aber ihre Mitarbeiter dürfen Fehler über Fehler machen. Für mich ist das ein Widerspruch in sich. Ich wurde leider nicht mit Megan warm, sie ist unsympathisch und wirkt unecht. Ihre Gefühle zu Josh wirken zwar sehr realistisch, aber als sie beiden sich wieder näher kommen, wird sie mir zu gefühlsgesteuert. Alles andere ist egal, hauptsache sie hat ihn.
Josh wirkt leider nicht wie der erhoffte Gentleman. Er ist ein skrupelloser Geschäftsmann und würde über Leichen gehen. Natürlich nie in Bezug auf Megan, die Witwe seines Angestellten, die er schon seit Jahren liebt und geduldig wartet. Selbstverständlich greift er ihr auch immer wieder unter die Arme – ohne das sie etwas davon merkt.
Auch mit ihm wurde ich nicht warm.Der Schreibstil ist locker und flockig – nachdem ich herausgefunden habe, das diese Geschichte 1983 zum ersten Mal veröffentlicht wurde und es eines ihrer ersten Werke ist, kann man schon erahnen, was in den folgenden Büchern auf den Leser zukommen wird. Schon hier merkt man, dass sich die Autorin auf einen steilen Weg nach oben befindet. Zumindest bezogen auf ihren Schreibstil. Mit dem Erzählstil wurde ich nicht warm und fand die Story stellenweise wirklich langweilig. Dazu kommt aber mehr im nächsten Absatz.
Ich habe sehr viel Gutes über die Autorin gehört und habe mich riesig gefreut, als ich „Lockruf des Glücks“ als Rezensionsexemplar erhalten habe. Die ersten Seiten konnten mich überzeugen, doch nach und nach konnte ich mir denken, wie die Geschichte ausgehen wird – und ich lag richtig. Es passierten leider keine großartigen unerwarteten Dinge und die Story plätscherte so dahin. An einigen Stellen wirkten die Handlungen der Charaktere auch etwas überstürzt, was mit Sicherheit der Länge des Buches schludig war. Für meinen Geschmack deutlich zu kurz, weil man die Charaktere nicht wirklich kennenlernen konnte. Es war eine Kurzgeschichte mehr nicht.
Leider nur eine bedingte Lese- und Kaufempfehlung – für Fans der Autorin vielleicht eine Lesung wert, alle anderen sollten davon lieber die Finger lassen.
Schönstes Zitatgab leider keins
Sterne
- Anthony Doerr
All the Light We Cannot See
(61)Aktuelle Rezension von: Dirk_Walther1Zunächst: das Buch hat mich nur bis zu ca. 25% am genauen Lesen gehalten. Danach nur noch quer und Einsicht allgemein verfügbarer Inhaltsangaben. Mit dieser möglicherweise Einschränkung der Gültigkeit: Ich hatte von vornherein Vorbehalte ob der künstlichen Ästhetik des Covers, das wohl "young adults" ansprechen soll, wegen der Netflix Verfilmung, was auf Massentauglichkeit hindeutete, wegen des Klappentexts (blindes, französisches Mädchen; deutscher, Technik-affiner Soldat; Jagt nach einem Diamanten), was Melodramatik vermuten ließ. Und ja, im Wesentlichen sah ich meine Vorbehalte schnell bestätigt. Vor allem war es unerträglich eindimensional. Der Text beschreibt lediglich einfachste Vorgänge, das Offensichtliche, enthüllt darüber hinaus nichts. Er führt zu keinerlei Verschiebung der Wahrnehmung, Offenlegung von Konflikten, Selbsttäuschungen, Erkenntnissen. Die Figuren blieben statisch. Nicht einmal Atmosphäre wird glaubwürdig aufgebaut. Zu guter Letzt musste noch eine Vergewaltigung eingebaut werden, für die man die jungen Frauen mal eben nach Berlin verfrachtete, denn sowas wurde ja nur von "nach Pferden stinkenden Russen" verübt. Herr Doerr: solche Übergriffe wurden auch von Soldaten aller Seiten begangen (https://de.wikipedia.org/wiki/Sexuelle_Gewalt_im_Zweiten_Weltkrieg).
- Christina Haubold
Payoff
(5)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerSabine ist Moderatorin der erfolgreichen Morningshow eines Privatradios. Der Star der Sendung ist aber ihr Co-Moderator Klaus, der eigentlich Andreas heißt – aber Andreas war nicht geil genug. Sagt jedenfalls der Radioberater, den Sabine “Frettchen” getauft hat und der in Besprechungen ständig wie ein Flummi durch die Gegend hüpft und nicht mehr beizusteuern hat als “Geil ist das!” Eigentlich will Sabine ja lieber ins Fernsehen, aber man kann schließlich nicht alles haben. Und so teilt Sabine den ungeschminkten Alltag eines Radiomoderators mit dem Leser. Das geht von getürkten Gewinnspielen bis hin zu Weihnachtsfeiern, bei denen Sabine eröffnet wird, dass sie sich umgehend einer Brustoperation unterziehen muss, weil die Zuhörer große Brüste bevorzugen. Und über alledem schwebt das Damoklesschwert namens “Payoff”. Auf der einen Seite bezeichnet dieser Begriff die Gewinnausschüttung eines Gewinnspiels, die sorgsam geplant sein will. Auf der anderen Seite erwartet der Sender jedes Jahr seinen ganz persönlichen Payoff in Gestalt der Veröffentlichung der Marktanteile der Radiosender. Für ihren Debütroman hat die Autorin Christina Haubold ein Gebiet gewählt, in dem sie sich bestens auskennt: die Radiolandschaft. Ich hatte beim Lesen unwillkürlich die Morgenshow meines Lieblingsradiosenders im Kopf und kann nur hoffen, dass die im Buch beschriebenen Zustände nicht der Wahrheit entsprechen, denn dann möchte ich kein Radio mehr hören. Sabine und Klaus sind zwar die Moderatoren der Show, sind im Grunde genommen aber nur Vorleser, denn die Redaktion schreibt bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Drehbücher für jede Sendung, von denen die zwei nicht abweichen dürfen. Klaus ist damit vollkommen zufrieden. Es scheint sowieso, als würde er sein Gehirn zuhause weiterschlafen lassen, statt es mitzunehmen. Wahrscheinlich ist es so beabsichtigt, aber ich konnte für keiner der Figuren wirkliche Sympathien aufbringen. Sabine kommt einer Identifikationsfigur schon am nächsten, hat mich aber auch nicht großartig berührt. Payoff bietet einen interessanten und verrückten Einblick in das Radiogeschäft. Ich kann leider nicht beurteilen, wie viel davon der Wahrheit entspricht, ich befürchte aber, dass hier nur ein wenig übertrieben wurde. Ich möchte jedenfalls nicht mit Sabine (und Sabines gigantischen Augenringen) tauschen. - Karin Kalisa
Radio Activity
(38)Aktuelle Rezension von: katzenminzeZu Anfang hat mich dieser Roman rund um Nora, verjährte Verbrechen und einen neuen Radiosender ziemlich begeistert. Kalisa hat eine stimmige Mischung geschaffen aus schweren Themen und einem irgendwie heimeligen Gefühl.
Wir folgen Nora, die Hals über Kopf aus Amerika nach Deutschland zurückgereist ist, weil ihre Mutter im sterben liegt. Der Verlust bringt ihr Leben aus der Spur, Nora weiß kaum wohin mit Trauer, Einsamkeit und Wut. Zu den wenigem Menschen, mit denen sie noch Kontakt hat zählen Tom und Grischa. Spontan entwerfen die drei den Plan einen neuen Radiosender zu gründen und zu ihrem Erstaunen läuft das Projekt mit dem Namen "Tee und Teer" fabelhaft an. Doch Nora hat eigene Pläne und ihr Alleingang könnte das Herzensprojekt sabotieren.
Die Freundschaft der drei und ihr Engagement für humanitäre Themen zusammen mit einer großen Heimatverbundenheit haben mir ausgesprochen gut gefallen. Der Musikmix des Senders, die thematische Ausrichtung, die Leidenschaft und die persönlichen Geschichten, die dahinterstecken haben den anderen großen Themen des Roman – Verlust und Missbrauch – etwas von ihrer Schwere genommen. Auch die Freundschaft untereinander gefiel mir. Tom und Grischa merken, dass mit Nora etwas nicht in Ordnung ist, dass sie aber nicht darüber sprechen will. Auch der Rückblick zu Nora und den letzten Gesprächen mit ihrer Mutter war berührend und wichtig.
„ […] Ich glaube die Ritzer sind alle nur noch da, weil sie sich ritzen. Wenn sie sich nicht ritzen würden, wären sie weg. Würden auseinanderfallen. Diese Narbenlinien halten sie irgendwie zusammen. Wie Fäden.“
„Wenn man sie lesen könnte, diese Linien – wie Wahrsager, du weißt schon...“, meinte Nora.
„...dann würde man die Schande der Welt darin finden“, führte ihre Mutter den Satz zu Ende […].
S. 213
So weit so gut. Doch dann bog der Roman in eine Richtung ab, die mir weitaus weniger zugesagt hat. Das Radioprojekt scheint vergessen, ebenso wie Tom und Grischa. Dafür lernen wir einen neuen Charakter kennen, mit dem Nora von nun an „zusammenarbeitet“ und einen neuen Plan austüftelt. Gegen Ende wird dann noch aus der Perspektive von einer Gruppe alter Studienfreunde – nun alles Juristen oder Journalisten gehobenen alters – berichtet, bei der ich mich endgültig gefragt habe, wo ich denn nun gelandet bin.
Ja, Kalisa spricht mit Verjährung und Missbrauch wichtige Themen an und findet zum Teil großartige Worte dafür, aber der Charme, den der Roman Anfangs für mich hatte, ging durch den harten Bruch verloren. Auch das Ende bleibt recht unbefriedigend und sprachlich bin ich ebenfalls hin- und hergerissen. Größtenteils ist „Radio Activity“ stimmungsvoll geschrieben und Kalisa findet meist die richtigen Worte. Hin und wieder gab es aber Sätze, die mich haben stolpern lassen und die ich zweimal lesen musste.
Zum Teil ein berührender, einfühlsamer Roman mit Themen, die unbedingt angesprochen gehören und einem gekonnten Mix aus leicht und schwer. Leider hat er neben seinem Titelgebenden Plot auch mich auf dem Weg verloren. Trotzdem insgesamt ein gutes Buch, mit dem vor allem Nordlichter einen Versuch wagen sollten! - Subina Giuletti
Moonlight Radio
(23)Aktuelle Rezension von: christiane_brokateBei diesem Buch musste ich lange überlegen, ob ich es rezensiere, da mir einiges nicht gefallen hat.
Die Idee war echt gut, eine nächtliche Radiosendung bei der man anrufen kann und Tipps fürs Leben usw. bekommt. Charlene macht diese Sendung, ihr Leben ist momentan auch sehr chaotisch, die Sendung und ein Anrufer ändern vieles. Jeffs Geschichte ging mir ans Herz, seine Art über sein Leben zu erzählen, seine Sichtweise auf verschiedene Dinge.
Mir persönlich war es aber zu viel Esoterik in dem ganzen Buch, die Charaktere sind im Laufe der Geschichte etwas untergegangen und die Esoterik hat sich in den Mittelpunkt gedrängt. Die Geschichte plätscherte irgendwann an mir vorbei und es war nicht mehr so spannend weiter zu lesen. Leider fehlte mir einfach einiges an der Umsetzung, Spannung, manchmal war es echt langatmig und die oben genannten Punkte. - Florian Burkhardt
Das Kind meiner Mutter
(19)Aktuelle Rezension von: TanteGhostDer Junge war gewollt und geliebt. Leider aber auch komplett überbehütet.
Inhalt: Florian Burkhardt ist 11 Jahre jünger als sein Bruder. Er ist eine Art Ersatzkind für den Bruder, der bei einem Autounfall verstorben ist.
Doch eine normale Kindheit erlebt er nicht. Was am Anfang wie liebevolle Fürsorge aussieht, entpuppt sich schnell als eine ganz fiese Überbehütetheit. Keine Musik, kein TV, keine Freunde. Florian hat keine Chance sich zu entwickeln.
Mit zunehmendem Alter schafft er sich kleine Freiräume. Doch das Problem seiner homophoben Neigung schwebt noch immer wie ein Damoklesschwert über ihm.
Fazit: Schon die Tatsache, dass dieser Junge so eine Art Ersatzkind ist, hat mich zutiefst erschüttert. Die Eltern hätten psychologische Hilfe gebraucht und kein neues Kind. – Zu damaliger Zeit war das Thema „Psychologe“ aber wohl noch ein riesiges Nogo. Jedenfalls schildert Florian sein leben, wie es alles andere als typisch ist. Zu Anfang seiht das alles nach einem ganz normalen Leben aus. Zumal das Buch auch mit einem Urlaub startet. Doch im Laufe der Handlung Gin gmir so nach und nach ein Licht auf. Es sind viele Kleinigkeiten, die mir gezeigt haben, dass hier etwas nicht stimmt.
Man merkt schon am Schreibstil, dass Florian ein künstlerisch begabter Mensch ist. Er schafft es, mit seinen Worten seine Gefühlswelt verständlich zu machen. Diese innere Zerrissenheit. Er will Freiheit. Merkt genau, dass andere Kinder viel mehr dürfen, als er selber. Aber will auch seiner Mutter gefallen. – Dem aufmerksamen Leser ist schnell klar, dass das nicht auf Dauer gut gehen kann.
Es gab stellen im Buch, da hat mich seine Art zu schreiben aber auch genervt. An Stellen, wo es nicht voranzugehen schien und er scheinbar nur über seine Gefühlswelt berichtet hat. Aber im Großen und Ganzen ha mich das Buch schon berührt und ich bin froh, es bis zum Ende gelesen zu haben.
Leider endet alles, mit seinem Gang nach Amerika. Das ist schon so ein offenes Ende. Würde mich schon mal interessieren, wie es ihm in Amerika ergangen ist. Ob seine überbehütete Erziehung ihm im Moderummel irgendwelche Nachteile gebracht hat ...
Mit einer Empfehlung für dieses Buch tue ich mich echt schwer. Zunächst mal, sollte man an diesen Lebensgesichten an sich interessiert sein. Und dann ist auch das Thema nicht unbedingt einfach. Handelt es sich hier am Ende schon um eine Form der Kindesmisshandlung?
Für mich war es in jedem Fall recht interessant. Und im Nachhinein könnte ich die Mutter pausenlos ohrfeigen. JA! In meinen Augen hat sie dieses Kind misshandelt.
- Anastasia Zampounidis
Für immer zuckerfrei
(73)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeAnastasia Zampounidis hat auf jeden Fall meinen Respekt für ihre Durchhaltekraft und Konsequenz. Sie verzichtet komplett auf Industriezucker, und das stelle ich mir in der heutigen Zeit, wo fast überall Zucker beigefügt wird, sehr schwer vor.
Das Buch ist für mich eine Art Erfahrungsbericht, kein Ratgeber. Zwar sind schon ein paar gute Tipps enthalten, aber vordergründig geht es doch um ihren ganz persönlichen Weg aus der Zuckerfalle. Sie schreibt dabei sehr locker und interessant; ich habe das Buch sehr gerne gelesen.
31.12.2023
- Britta Sabbag
Blackwood – Briefe an mich
(35)Aktuelle Rezension von: LennyRadio Blckwood kommt beim Hörbuch sooo klasse rüber! Ich hab mich auf diese Szenen sehr gefreut! Ein Radiosprecher fasst die Neuigkeiten des Ortes zusammen und informiert über wichtige Gerüchte!
Die Geschichte hat mir ganz gut gefallen. Stellenweise etwas lahm , so dass ich mich auf die Radionews gefreut habe. Die hatten immer Dampf! Ich muss aber sagen, dass die Geschichte am Ende an Fahrt aufgenommen hat und mich doch noch gepackt hat. Da hat sich das Hörbuch noch den 4. Stern verdient!
Die Idee der Geschichte fand ich grossartig!
- Cat Dylan
Call it magic 1: Nachtschwärmer
(93)Aktuelle Rezension von: BookishTina„Call it Magic 1: Nachtschwärmer“ hat mich mit seinem Setting und den übernatürlichen Elementen durchaus gefesselt, auch wenn es nicht ganz das „magische“ Erlebnis war, das ich mir erhofft hatte. Die Mischung aus Vampiren, Geheimnissen und einer eher ungewollten Verbindung zwischen den Protagonisten konnte mich definitiv in ihren Bann ziehen, aber nicht ohne einige Haken.
Die Geschichte folgt der 25-jährigen Eliza, die als Radiomoderatorin nachts den alternativen Musiksender Shine-a-light begleitet. Die Atmosphäre dieser Nachtschichten wird wirklich gut eingefangen, besonders als sie mit dem charmanten, aber fliehenden Morgan, in Verbindung tritt. Die Idee einer solchen mentalen Verbindung zwischen Eliza und Morgan, hat mich sofort interessiert. Besonders, als sich herausstellt, dass diese Verbindung ein vampirisches Geheimnis verbirgt, das mit Elizas Schicksal verknüpft ist.
Die erste Hälfte des Buches zieht sich jedoch etwas und lässt den Vampiraspekt zunächst ein bisschen zu sehr im Hintergrund verschwinden. Hier hätte ich mir gewünscht, dass das übernatürliche Element früher und intensiver in den Vordergrund tritt. Stattdessen konzentriert sich die Erzählung stark auf Elizas Leben und ihre innere Zerrissenheit, was zwar interessant ist, aber hin und wieder etwas langatmig wirkt. Das zieht die Spannung etwas runter und lässt den mysteriösen Aspekt in den Hintergrund treten.
Eliza selbst war eine der Figuren, bei denen ich oft das Gefühl hatte, sie nicht ganz nachvollziehen zu können. Ihr Verhalten ist an manchen Stellen eher unverständlich – sie ist mal entschlossen, dann wieder völlig impulsiv oder distanziert. Dieser Wechsel macht es schwer, eine echte Verbindung zu ihr aufzubauen, vor allem, weil ihre Reaktionen manchmal unklar bleiben. Das hat mich öfter aus der Geschichte rausgerissen, was wirklich schade war, weil sie eigentlich ein interessantes Charakterpotenzial hatte.
Trotz dieser Schwächen bietet das Buch aber auch viele spannende Elemente. Morgan als geheimnisvoller Vampir, der sich gegen die Verbindung zu Eliza wehrt, bringt genau die richtige Mischung aus Dramatik und Anziehungskraft mit. Die langsame Annäherung zwischen den beiden und die „magische“ Bindung bieten viel Potenzial für die Fortsetzungen, und ich bin neugierig, wie sich die Geschichte entwickeln wird. Der Weltenaufbau rund um Vampire und magische Wesen hat viel Flair und macht Lust auf mehr.
Fazit:
„Call it Magic 1: Nachtschwärmer“ ist ein gelungener Auftakt einer Reihe, der sich durch interessante Ideen und einen mysteriösen Plot auszeichnet, jedoch mit einer etwas langatmigen ersten Hälfte und einer Hauptfigur, die mich nicht immer überzeugen konnte. Wenn du auf Vampirgeschichten mit einem Hauch von Magie stehst und nichts gegen einen langsameren Einstieg hast, wirst du hier sicher auf deine Kosten kommen.
- Brigitte Riebe
Die Schwestern vom Ku'damm: Wunderbare Zeiten
(144)Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider1952, Deutschland baut sich wieder auf und so auch die Familie Thalheim. Ihr Warenhaus steht wieder und besondere Mode und tolle Stoffe, sind für die Kundinnen etwas ganz besonderes. Rike treibt das Ganze voran und hat immer neue Ideen. Silvie ist mit ihrer Stimme berühmt geworden und moderiert die super erfolgreiche Sendung Stimmen, auf dem Sender Rias. Als ihr Zwillingsbruder Oskar auftaucht ändert sich mal wieder alles und nicht nur wegen ihm, schlägt Silvies Herz schneller. Flori ist rebellisch und will ihren eigenen Weg gehen und macht der Familie Thalheim große Sorgen. Die Zeit birgt aber viele Überraschungen und nicht alles läuft glatt und das geteilte Deutschland ist für viele immer noch ein fremdes Universum. Auch im zweiten Band packt Brigitte Riebe ihre LeserInnen und entfaltet ein farbenprächtiges Familienbild und lässt die Deutsche Geschichte gekonnt ein fließen. Die Schwestern sind unterschiedlich und jeder bekommt ihren Raum. Ganz toll und spannend geschrieben.
- Shelley Coriell
Heartbeats - Meine Zeit mit Dir
(26)Aktuelle Rezension von: MsChiliHeartbeats - Meine Zeit mit dir von Shelley Corriell ist im Fischer Verlag erschienen und handelt von Chloe, einer sympathischen Jugendlichen, die in allem das gute sieht und auch immer gute Laune verbreiten will. Chloe liebt Schuhe und zwar Second-Hand-Exemplare, die schon einige Jahre hinter sich haben. Doch privat gibt es Probleme und auch in der Schule wird sie zum Außenseiter, ohne wirklich zu wissen warum. Als dann auch noch ihr Schulprojekt platzt und sie für das Schulradio eine Marketingkampagne auf die Beine stellen soll, kann das Chaos eigentlich nicht größer werden. Doch Chloe wächst an den Herausforderungen.
Ich muss sagen dieses Buch hat mich doch ein wenig überrascht. Ich hatte eine flache Geschichte über Mädchenstreitigkeiten erwartet, doch ich habe eine Geschichte mit Tiefgang über das verzwickte Leben eines jungen Teenagers lesen dürfen. Chloe war mir von Anfang an sympathisch, da sie genau wie ich gerne redet. Aber ganz besonders gefallen hat mir ihre Entwicklung, sie lernt viele Dinge und man merkt wie sie an den Problemen reift. Ich hätte aber gerne noch mehr über das Radio und die anderen Charaktere erfahren, die waren mir nämlich teilweise ein bisschen zu flach und nichtssagend, einfach nicht voll ausgereift.
Sonst hat mir das Lesen aber viel Spaß gemacht, auch wenn ich Brie und ihr Verhalten nicht nachvollziehen konnten und auch das Ende für mich etwas unterwartet war, da hatte ich wirklich mit etwas anderem gerechnet.
Nach einem verwirrenden Anfang wie alles zusammenhängt bin ich doch noch super in das Buch gekommen und mir hat es viel Lesefreude bereitet! Von mir gibt es eine Empfehlung!
- Sebastian Fitzek
Auris
(82)Aktuelle Rezension von: CoffeeToGoInhalt
Matthias Hegel, ehemaliger forensicher Phonetiker, sitzt für den Mord an einer Obdachlosen im Gefängnis. Obwohl er das Verbrechen damals gestanden hat, glaubt die Öffentlichkeit nicht an seine Schuld. Genau so wenig wie die True-Crime-Bloggerin Jula Ansorge. Sie findet mehr und mehr Beweise für Hegels Unschuld und gerät so ins Visier des Bösen.
Eigene Meinung
Ich habe die Hörspielfassung gehört und habe es als sehr kurzweilig empfunden. Die 6 Stunden hören sprechen auch nicht für ein langes Buch. Das Hörbuch hat da wahrscheinlich schon das beste rausgeholt.
Hegels Stimme hat meiner Meinung nach nicht gut gepasst und Jula wirkte sehr unsympathisch und immer auf Stress aus.
Zwar ist die Story wieder ein wenig an den Haaren herbei gezogen, vor allem, dass dieser Fall plötzlich von einem Laien aufgeklärt wird, dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Nicht zuletzt auf Grund des Cliffhangers am Ende.
Fazit
Wer eine spannende und kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch sucht, ist hier genau richtig. - Florentine Krieger
Radio Hearts
(7)Aktuelle Rezension von: Eva_Maria_NielsenBeat your Love oder Radio Hearts
Fred, Radiowirt der romantischen Sendung „Radio Hearts“, ist ausgepowert, angewidert von den schmalzigen Wünschen seiner Kundinnen und wird von seinem Chef in den Zwangsurlaub geschickt, um seine leeren Romantikkonserven aufzufüllen.
Fred lernt Lena kennen, die den Plattenladen seine Vinyl-Idol übernommen hat, aber so gar keine Ahnung von ihrer Zielgruppe hat. Als Fred sich anbietet, ihr zu helfen und mit ihr in die Tiefen des Vinyls eintaucht, spielt plötzlich auch eine Liebesmelodie in seinem Herzen. Doch leider entdeckt er es viel zu spät, so spät, dass er nicht weiß, ob Lena im überhaupt nicht eine Chance gibt
Eine witzige Liebesgeschichte, voller Überraschungen, mit fetzigen Dialogen, einer Prise Romantik. Besonders hat mir die Perspektive gefallen. Die Lovestory wird aus der Sicht von Fred erzählt. Eine eher ungewöhnliche Perspektive in einem Liebesroman, aber dafür umso ansprechender. Für mich ist „Radio Hearts“ eine Liebesgeschichte, die man nicht so schnell vergisst.























