Bücher mit dem Tag "radrennen"
6 Bücher
- SUSAN MALLERY
Stadt, Mann, Kuss
(169)Aktuelle Rezension von: Chrissy87Charity ist die neue Stadtplanerin in Fool's Gold und einer ihrer ersten Aufträge ist es Männer in die Stadt zu holen, denn es herrscht ein deutlicher Männermangel. Dabei unterstützt sie unter anderem Josh. Die beiden fühlen sich zu einander hingezogen, aber Charity streubt sich anfangs, da Josh ein wahrer Frauenmagnet zu sein scheint.
Obwohl ich einiges zu bemängeln habe, hat mich das Buch zusammenfassend doch echt gut unterhalten.
Ich mochte das Setting sehr und freue mich schon mehr aus Fool's Gold zu lesen, da ich glaube da warten noch einige unterhaltsame Geschichten auf mich.
Die Liebesgeschichte zwischen Josh und Charity habe ich nicht so nachvollziehen können, die Anziehung schon, aber das daraus so schnell so viel mehr wird, ist irgendwie an mir vorbei gegangen.
Das typische Liebesromanende hat mich hier auch extrem genervt, ich kann da nur nicht genauer drauf eingehen ohne zu spoilern.
Damit die Geschichte sich nicht nur um die außer Rand und Band geratenen Hormone der beiden Protagonisten dreht, wurde noch etwas Spannung erzeugt, aber das war alles so offensichtlich, das ich persönlich diesen Handlungsstrang nicht gebraucht hätte.
- Chris Cleave
Gold
(6)Aktuelle Rezension von: Daphne1962
Gold von Chris Cleave - gelesen von Britta Steffenhagen
Eigentlich bin ich ja eh kein großer Fan vom Radrennsport. Die viele Negativ Presse tut sein übriges. Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, was für einen "Kick" man bekommt, wenn man auf einem Rennrad losspurtet und Rennen fährt. Da setzt dann so eine Art "Adrenalinstoss" ein oder die Glückshormone beginnen sich freizusetzen. Denn Fahrrad fahre ich ja auch für mein Leben gerne. Man bekommt den Kopf frei, wenn einem der Wind um die Ohren pustet.
Seit Jahren trainieren die beiden Frauen Zoe und Kate für die bevorstehende Olympiade. Olympisches Gold im Radrennen, davon träumen beide. Für Zoe ist es aber ihr Leben, sie hat sonst nichts anderes. Kate allerdings muss zu Hause bleiben und sich um Sophie kümmern. Sie hat sich gegen den Sport entschieden, um für ihre kranke Tochter da zu sein. Immerhin kann Jack fliegen. Auch er ist Radrennfahrer und auf Medaillen aus.
Der Autor hat hier ein Buch geschrieben, deren Inhalt sich dem Thema Freundschaft, Liebe, Familie und Sport beschäftigt. Was macht Zoe aber ständig so aggressiv? Warum will sie immer nur gewinnen, warum ist sie immer so boshaft? Den wahren Grund erfährt der Hörer allerdings erst zum Ende. Die Presse stürzt sich auf alles, was bei Zoe passiert, Es verschlimmert ihren Zustand allerdings nur.
Dieses Hörbuch ist aber definitiv zu sehr in die Länge gezogen. Mit den Zeitsprüngen hatte ich bei dem Hörbuch manches Mal leichte Probleme. Auch wurde mir die Protagonistin zum Ende des Hörbuchs immer noch nicht sympathischer. Selbst, als einem die ganze Geschichte dahinter offenbart wurde. Zwar hat der Autor die Charaktere sehr gut beschrieben, keine Frage. Es ist an sich auch eine interessante Geschichte, aber es hat mich nicht ganz so mitgerissen und reichte bei mir daher nur für 3 Sterne. - Tim Pieper
Mord unter den Linden
(26)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisBerlin kurz vor der Jahrhundertwende – die Kriminalistik steckt noch ein wenig in den Kinderschuhen. Geständnisse werden eher durch Prügel als mit logischen Argumenten und Beweisen erreicht.
„Unter der Verbrecherphänomenologie verstehen wir die Untersuchung kriminalistisch relevanter Erscheinungen, die uns Aufschluss über seelische Vorgänge des Täters geben und so die Hintergründe der Tat aufdecken können. Untersuchungsgegenstände sind unter anderem Körperhaltung, Mimik, Gestik und Kleidung…“
Mit diesen Worten leitet Dr. Otto Sanftleben einen Vortrag im Hause des Kommerzienrates von Vittel ein. Sanftleben erforscht nämlich Verhaltensweisen und körperlichen Merkmale von Verbrechern. Man könnte ihn als einen frühen „Profiler“ bezeichnen.
Kurze Zeit später wird er von Commissarius Funke, einem Berliner Kriminalbeamten, herangezogen, weil eine junge Frau gekreuzigt und anschließend verbrannt wurde. Gleichzeitig – wir schreiben das Jahr 1890 – sorgt eine Reihe von politisch motivierten Anschläge für permanente Unruhe unter den Arbeitern, ist doch das Mordopfer eine der ihren. Doch sie wird nicht das einzige Todesopfer bleiben …
Meine Meinung:
Am Ende des 19. Jahrhunderts sind die sozialen Spannungen in Großstädten wie Berlin kaum zu übersehen. Doch es wird wenig zur Verbesserung der Situation der Arbeiter und ihrer Familien gemacht. Das öffnet Tür und Tor allerlei obskuren Heilsversprechern und Scharlatanen. In diesem Krimi verknüpft Tom Pieper geschickt die historischen Tatsachen (Sozialistengesetze) mit der Krimi-Handlung. Es kommen durchaus historische Personen zu Wort und Ehre.
Der Schreibstil ist fesselnd und die Sprache jener von damals angepasst. Mehrmals wird der faszinierte Leser in die Irre geführt. Selbst Sanftleben weiß manchmal nicht, wem er trauen soll und kann. Plötzlich findet er sich in einer politischen Intrige wieder, aus der er fast nicht mehr herausfindet.
Gut gefallen hat mir, dass Dr. Otto Sanftleben den Radsport huldigt und deswegen mit der Obrigkeit, dem Amt für Fuhrwesen – also dem Vorgänger eines Verkehrsministeriums, im Clinch liegt.
Auch Commissarius Funke ist ein liebenswerter Charakter, auch wenn er ein wenig verschroben erscheint. Seine Glatze versteckt er immer unter einer Echthaarperücke und das ist nicht sein einziges Geheimnis.
Das stimmige Titelbild, des im Emons-Verlag erschienenen Krimis, zeigt die Berliner Prachtstraße „Unter den Linden“.
Fazit:
Ein bis zur letzten Seite fesselnder historischer Kriminalroman. Gerne gebe ich 5 Sterne. - Joachim Zelter
Im Feld
(2)Aktuelle Rezension von: SebastianGarthoffEin Mann zieht mit seiner Partnerin nach Freiburg. Alles ist neu, sie kennen niemanden. Der Mann – so erfährt man im Laufe der Handlung – steckt in einer beruflichen Krise. Da folgt er der Einladung des örtlichen Radvereins zu einem Himmelfahrt-Ausflug. Doch die Tour der Rennradgruppe sprengt bald alle Normen und Vorstellungen. Ein Halt ist nicht vorgesehen, es gilt nur: weiter, weiter, weiter – angeführt und angetrieben von einem besessenen Gruppenleiter, der weder für sich selbst noch für die Gruppe Grenzen gelten lässt. Dabei zieht Autor Joachim Zelter den Leser mit hinein in diese Obsession, in dieses Zusammenwirken von Mensch, Maschine und sozialer Gruppe. Selbst als Fahrrad-Muffel möchte man nach diesem rasanten literarischen Parforce-Ritt in den nächsten Fahrradladen stürmen und mit dem Rennrad losfahren.





