Bücher mit dem Tag "rafik schami"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "rafik schami" gekennzeichnet haben.

13 Bücher

  1. Cover des Buches Die dunkle Seite der Liebe (ISBN: 9783446286245)
    Rafik Schami

    Die dunkle Seite der Liebe

    (120)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Es fällt mir ein bisschen schwer, eine Rezension über dieses Buch zu schreiben.
    Vor Monaten hatte ich angefangen "Die dunkle Seite der Liebe" im Urlaub zu lesen. Doch irgendwie bekam ich ganz schlecht einen Zugang. Seitdem ruhte es. Nun habe ich mich wieder damit befasst und musste feststellen, dass der Zeitpunkt oder die Umstände vielleicht einfach ungünstig waren.
    Es gibt zwei verfeindete Clans: die Schahins und die Muschtaks. Gefühlt ging es auf den ersten 200 Seiten um ganz viele Generationen beider Clans, die immer wieder im Clinch lagen und immer wieder zwei Liebende aus der jeweils anderen Familie hervorbrachten. Niemals konnten die Väter das dulden, die Kinder wurden quasi immer verstoßen.
    Dann aber handelte der Rest des Buch von einer bestimmten Muschtak-Familie, in der der Sohn Farid die Hauptrolle spielte. Auch er verliebt sich, natürlich, in eine Tochter der "falschen" Familie: Rana Schahin. Sie kämpfen um ihre Liebe, jahrelang. Und währendessen wird die Geschichte Syriens erzählt, die Kultur und die Religion Syriens deutlich und vor allem die Probleme, die dieses Land in der Vergangenheit und sicherlich auch heute noch hat. Ein komplexer Roman, der aus verschiedenen "Mosaikteilen" besteht, wie es der Autor selbst ausdrückt. Er teilt sein Buch in verschiedene Bücher, so so gibt es das "Buch des Lachens", das "Buch der Liebe", das "Buch der Farbe", das "Buch des Todes" und noch einige mehr. Erst aus allen Teilen ergibt sich dann eine vollständige Geschichte, die schön und traurig, brutal und liebevoll, lustig und zum Verzweifeln ist.
    Doch über allem hängt die Kultur Syriens, die ich so wenig nachvollziehen kann. Zwangsehen, die Bedeutungslosigkeit von Frauen, fehlende Rechte von Frauen, fehlende Gerechtigkeit, übermäßige Brutalität durch das Militär. Folter und Schläge sind an der Tagesordnung, man darf seine Meinung nicht kundtun und immer so weiter.
    Für mich ein einziger Aufreger. Dennoch ein gutes Buch und wenn mich diese ganzen Aspekte nicht so aufregen und mir den Lesegenuss nehmen würden, könnte ich sicher auch mehr Sterne vergeben. Ich glaube es ist ein wichtiges Buch, um Europäern die Kultur der Syrer näher zu bringen. Ob es hilft, sei dahin gestellt.
  2. Cover des Buches Die geheime Mission des Kardinals (ISBN: 9783423147873)
    Rafik Schami

    Die geheime Mission des Kardinals

    (121)
    Aktuelle Rezension von: Michelles_Notebook

    Seitenlange Monologe, eine langsam dahintröpfelnde Geschichte ohne Spannungsbogen und ein frustrierendes Ende ohne echte Ermittlungsarbeit - das fasst diesen Roman gut zusammen. Ich habe ganze Abschnitte übersprungen, da mich die immer wiederkehrenden Themen wirklich gelangweilt haben. Mitgefiebert habe ich an keiner Stelle, einzig die Frustration über das korrupte System konnte ich nachfühlen. Einen flotten Krimi hatte ich nicht erwartet, aber eine atmosphärisch dichte Erzählung über einen Kriminalfall in einer ganz anderen Kultur. Am Ende fand ich die Geschichte aber vor allen Dingen langatmig. 

  3. Cover des Buches Erzähler der Nacht (ISBN: 9783407810908)
    Rafik Schami

    Erzähler der Nacht

    (182)
    Aktuelle Rezension von: Nesa8486

    Rafik Schami schafft es, einige kleine Märchen zauberhaft zu erzählen. Ich habe jede Geschichte und jede Seite genossen. Der Schreibstil klar und flüssig und wie schon erwähnt leicht ins Märchenhafte, was ich aber total mag. Ich kann's definitiv nur empfehlen.

  4. Cover des Buches Wenn du erzählst, erblüht die Wüste (ISBN: 9783446277465)
    Rafik Schami

    Wenn du erzählst, erblüht die Wüste

    (15)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Der weise König Salih sorgt sich um seine Tochter. Seit dem Tod der Königin ist sie krank und melancholisch. Sie vergräbt sich in ihren Gemächern und will niemanden sehen. Das ganze Volk leidet mit der Prinzessin. Als der bekannte Kaffeehauserzähler Karam von dem Leid der Prinzessin erfährt, begibt er sich in den Palast um zu helfen. Er will ihr mit seinen wunderbaren Geschichten die Lebensfreude zurückgeben.

    Eine Sammlung von poetischen, nachdenklichen und lustigen Geschichten die von "Tausendundeiner Nacht" erzählen. Unterhaltsam zu lesen.

  5. Cover des Buches Mit fremden Augen (ISBN: 9783423145619)
    Rafik Schami

    Mit fremden Augen

    (12)
    Aktuelle Rezension von: gerda_badischl

    Rafik Schami, in Damaskus (Syrien) geboren, lebt seit 1971 in der Bundesrepublik und ist bekannt für orientalisch anmutenden Erzählungen und gesellschaftskritische Romane in deutscher Sprache.

    Beginnend mit dem 11. September 2001 hat er für ein halbes Jahr eine Art "politisches Tagebuch" geschrieben, in dem er sich vor allem mit der arabischen Welt beschäftigt. Seine Themen sind vielfältig, aber der Schwerpunkt liegt beim Palästinenserkonflikt, mehr noch als bei den islamistischen Terror-Anschlägen. 

    Er sammelt und kommentiert Informationen aus den deutschen und arabischsprachigen Medien und erzählt, was er von seinen im Ausland lebenden Freunden und Verwandten erfahren hat.

    Schami betont im Text mehrfach, dass es ihm wichtig ist, sich keiner Seite zuzuschlagen, und daran hält er sich auch. Sein Blick und seine Stimme sind die des Humanisten und Pazifisten.

    Mein Lese-Erlebnis:

    leider enttäuschend. 

    1. Rafik Schami ist ein  deutscher Schriftsteller. Er ist genauso weit weg vom Geschehen, wie wir anderen auch. Und - auch wenn er ein aufmerksamer Beobachter der Medien ist, und offensichtlich fleißig recherchiert hat - er hat nicht viel mehr Hintergrundwissen als du und ich. Der Vorteil, dass er Al Jazeera auf arabisch verfolgen kann, macht ihn noch nicht zum Polit-Profi.

    Er schreibt, was er sich denkt - und vieles davon ist klug und weise. Aber die Gedanken, die er sich macht, könnte ich mir selber auch machen. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich von ihm lernen kann. 

    2. Deutsche Politik interessiert mich (als Österreicherin) - sogar wenn sie aktuell ist - recht wenig. Die deutsche Aussenpolitik anno 2001 ist mir persönlich wirklich völlig wurscht. 

    3. Überhaupt sind viel zu viele Einträge einfach nur abgeschriebene Nachrichtensendungen. Als privates Tagebuch vielleicht nützlich, aber für einen nur mäßig politisch interessierten Menschen wie mich nicht (mehr) interessant.

    4. Attentate und Vergeltungsschläge sind etwas Schreckliches. Aber es hätte wirklich gereicht, wenn im Vor- oder Nachwort gestanden wäre: im Zeitraum dieses Tagebuchs sind soundsoviele Palästinenser und Israelis getötet worden, anstatt beinahe unkommentiert die täglichen Zahlen immer wieder aus der Zeitung abzuschreiben. 

    Leseprobe:

    29.3.2002

    Israel antwortet auf die jüngsten Palästinenseranschläge mit der Großoffensive "Schutzwall" im Westjordanland. Truppen rücken in Ramallah ein und umstellen erneut Arafats Hauptquartier. Mit Ausnahme der Präsidentenbüros werden alle Gebäude des Komplexes zerstört. Im Amtssitz von Präsident Arafat liefern sich israelische Soldaten Kämpfe mit dessen Bewachern. Israels Ministerpräsident Ariel Scharon hatte zuvor Arafat zum "Feind Israels" erklärt. Die Armee ruft zur Teilmobilisierung auf. 

    5.4.2002

    ... Der UN-Sicherheitsrat produzierte wieder eine Resolution in der er Israel zum Rückzug aus den besetzen Gebieten aufforderte. Ich weiß inzwischen nicht mehr, die wievielte Aufforderung es ist. Der Sicherheitsrat erläßt seit 1967 ununterbrochen Resolutionen und wirkt im Hinblick auf Israel fast lächerlich. Israel ist keiner einzigen Resolution gefolgt. Auch alle Resolutionen in bezug auf die von Israel besetzen Golanhöhlen waren Verschwendung von Papier, Tinte und Zeit.

    Fazit:

    Für Politik- und Geschichte-Interessierte und für Fans des Autors möglicherweise interessant. Für mich nicht.

  6. Cover des Buches Ich wollte nur Geschichten erzählen (ISBN: 9783869743028)
    Rafik Schami

    Ich wollte nur Geschichten erzählen

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Wedma

    Das Hörbuch gibt es im Programm des neuen Hörbuchanbieters, also beschloss ich, auf diesem Weg, den Autor Rafik Schami etwas näher kennenzulernen. Immer wieder mal tauchte bei mir die Idee auf, etwas von ihm zu lesen.

    Das Buch besteht aus kurzen und manchmal etwas längeren Essays, in denen er aus seinem Leben erzählt, wie und warum er in den 70-ger Jahren nach Deutschland kam, wie und warum er ein Schriftsteller wurde. Er philosophiert aber auch zu den aktuellen Themen unserer Zeit, z.B. was es bedeutet, ein Flüchtling zu sein, einer Minderheit anzugehören, wie die Autoren, wie Araber insg. im Exil leben usw. Ratschläge für angehende Autoren gibt er auch.

    Es war interessant, seine Meinung zu erfahren: Was er über die Wüste sagt, über arabische Autoren jeglichen Couleurs, welche Kämpfe es da gibt auf der ideologischen Front.

    Aber viele Sympathiepunkte konnten seine Einstellung und Darbietung bei mir nicht erzielen. Vor meinem inneren Auge stand das Bild eines alten Grantlers, der schon fast mit diebischer Freude die Zustände hier und dort kritisiert und das Kritisieren an sich als eine seiner wichtigsten Aufgaben ansieht. Dabei stellt er selbst wie einen heldenhaften Moralapostel hin, zu dem die Leser aufschauen dürfen. Wenn man aber genauer hinhört, kommen da noch ganz andere Dinge zutage.

    Bei seinen Ratschlägen tauchte bei mir der Begriff Weltfremdheit auf. Vllt hört sich da alles so hochmoralisch und rund an. Aber wenn man diesen Ratschlägen folgen würde, wäre man ganz schön fehlgeleitet. Und viele Leser um ihre Lieblingsgeschichten betrogen. Hör dir das an und mach das Gegenteil, passt sehr gut zu seinen Ratschlägen.

    Was er über die russische Literatur der sowjetischen Periode sagt, ist ein sehr bekannter Spruch eines lokalen Satirikers, der gut zwanzig Jahre zuvor in die Welt gesetzt wurde, als es so schwer in Mode war, alles, was in der Zeit passierte, bitterböse zu kritisieren. Wie so viele Sprüche dieser Art, hört er sich vllt griffig an und als Laie ist man zu schnell dabei, dem auch Glauben zu schenken. Der Inhalt stimmt aber herzlich wenig. Der Spruch ist nur gut, um beim Publikum, das keine Ahnung hat, Eindruck zu schinden. Der werte Autor gibt später zu, dass er sehr selektiv liest und nur einige Werke sowjetischer Autoren gelesen hat. Und dies sieht er als eine ausreichende Grundlage an, Urteil über die gesamte sowjetische Literatur in einem Satz abzugeben. Wie gesagt, der Spruch stammt nicht mal von ihm, was er nicht zugibt. Damit steht er in meinen Augen „sehr glaubwürdig“ und „sehr sympathisch“ da.

    Bei manchen weiteren Stellen, wie bei seinen Ratschlägen und noch einigen anderen, war mir, dass genau das die Priorität Nr.1 war: Diese Lügen, die zwar Lügen sind, aber einen relativ hohen Unterhaltungswert, zumindest in den Augen des Autors, besitzen, an die Leser zu tragen, frei nach dem Motto: Die beste Lüge ist die, die auch ein Quäntchen Wahrheit besitzt.

    Überhaupt in Sachen Lügen und Wahrheit: Der werte Autor bemüht sich redlich, sich vor den Lesern als Wahrheitsverkünder hinzustellen. Wenn dies eine Art Biographie sein soll, wofür sie manche Leser auch halten, dann ist dieses Werk eine Lüge, und dies nach der eigenen Definition des Autors. An einer Stelle sagt er, dass man den Autobiographien nicht trauen soll, denn sie können nur Lügen sein. Also bitte, der werte Autor hat sich damit schön ins Abseits befördert. Man kommt auch selbst dahinter, wenn man einfach genauer hinschaut.

    Tja, meine Pläne, etwas von Schami zu lesen, rücken somit in weitere Ferne.

    Wolfgang Berger hat sehr gut gelesen. Seine Stimme und die Art vorzutragen passen zum Inhalt sehr gut. Ich musste trotzdem Pausen anlegen, wegen des Inhalts, aber der Sprecher kann nichts dafür.

    Hörbuch, 4 Stunden und 3 Minuten, ungekürzt.

  7. Cover des Buches Ich wollte nur Geschichten erzählen (ISBN: 9783423146944)
    Rafik Schami

    Ich wollte nur Geschichten erzählen

    (14)
    Aktuelle Rezension von: claida

    In dem Buch "Ich wollte nur Geschichten erzählen" von Rafik Schami, erzählt der Autor etwas von seiner eigenen Geschichte indem er von seinem Ankommen in Frankfurt, von literarischen Hürden und Heimat erzählt.

    Es geht um Erlebnisse von Rafik Schami mit Deutschland, Vorurteilen, Rassismus, aber auch vielen positiven Aspekten wie Freiheit, literarische Anerkennung, Lesereisen und Heimatgefühl. Natürlich handelt dieses Buch auch ein bisschen von der Geschichte Syriens, Arabern, gesellschaftlichem Druck und noch von so vielem mehr. Manches mal wird man sich als Leser ertappt fühlen, etwas unterschätzt oder einfach nicht gewusst zu haben. Ein Augenöffner!

    Mich hat das Buch sehr berührt, obwohl es keine klassische Geschichte ist, sondern eher, wie im Klappentext beschrieben, ein bisschen ein heben des Vorhanges ist, um auf Rafik Schamis Leben zu blicken. Dabei handelt es sich nicht um eine Biografie, das ist wichtig!, sondern vielmehr um ein Ankommen in der Fremde, um Freiheit sowohl als Mensch als auch als Autor im Exil und davon einfach nur Geschichten erzählen zu wollen.

    Eine ganz klare Leseempfehlung, war viel zu lange auf meinem SUB.

  8. Cover des Buches Die geheime Mission des Kardinals (ISBN: 9783869743875)
    Rafik Schami

    Die geheime Mission des Kardinals

    (10)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-

    Ich habe das Hörbuch gehört.

     

    Leider hat es nicht meinen Geschmack getroffen. Für mich war zu viel unwichtiges/uninteressantes drumherum. Außerdem sehr ausschweifend und zu detailliert. Daher ist es etwas langwierig und langatmig geraten.

     

    Ich hatte das Gefühl, dass es eigentlich mehr um kulturelles, Religion und Politik geht als um den eigentlichen Kriminalfall. Auch die persönlichen Hintergründe der Hauptfiguren lagen viel zu sehr im Fokus. Dinge die schon ewig her sind und keinen Beitrag zur aktuellen Situation beitragen wird lang und breit erzählt.

     

    Manchmal hatte ich überlegt abzubrechen, aber irgendwie will man doch erfahren von wem und warum dieser Mord geschehen ist.

     

    Der Spannungsbogen war sehr flach und kaum vorhanden. Die Szene welche etwas Spannung verspricht ist leider nur sehr kurz gehalten und wird schnell wieder aufgelöst. Schade.

     

    Fazit: Ich hatte einen spannenden Kriminalfall erwartet, doch insgesamt war es für mich zu langweilig.

  9. Cover des Buches Die Sehnsucht der Schwalbe (ISBN: 9783446286238)
    Rafik Schami

    Die Sehnsucht der Schwalbe

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Erdbeerhase22

    „Die Sehnsucht der Schwalbe“ ein Roman von Rafik Schami, erschien am 01.08.2002 im Hanser Verlag. 

    Inhalt:

    Auf den Protagonisten Lutfi prallen zwei Welten aufeinander, Damaskus und der Flohmarkt in Frankfurt am Main. Von dem Gefühl nirgends so richtig dazuzugehören, nicht mehr in seine syrische Heimat, aber auch nicht wirklich in Deutschland. 

    Meinung:

    Es war mal wieder so weit, ich griff in meinem SuB nach einem Buch von Rafik Schami! 

    Schon das bunte Buchcover machte mir Lust wieder ein Buch von Rafik Schami zu lesen! Der Schreib und Erzählstil ist locker und leicht. So machte es mir großen Spaß immer weiter in Lutfis Geschichte(n) einzutauchen. 

    Der Autor schafft es mich in seine Welt zu holen, nach Syrien und Frankfurt am Main. Als ich das Buch beendet hatte, war ich traurig, diese ganz besondere Welt verlassen zu müssen! Rafik Schami versteht es Geschichten zu erzählen, wie kein anderer! 

    Fazit:

    Rafik Schamis Lust, zu erzählen spüre ich in jedem seiner Romane! Große Erzählkunst, die seinesgleichen sucht!


    Große Leseempfehlung, tauche ein, in eine besondere Welt des Geschichten Erzählens. 


  10. Cover des Buches Chamissos Enkel. Literatur von Ausländern in Deutschland. (ISBN: 9783423105330)
  11. Cover des Buches Damaskus (ISBN: 9783458358879)
    Rafik Schami

    Damaskus

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Scheherazade

    Während Marie Fadel, Rafik Schamis Schwester durch die Straßen von Damaskus streift, merkt sie sich alle Details um sie dann mit ihrem Bruder am Telefon zu teilen. Sie geht zu Familie, Nachbarn, Freunden und Bekannten um sie nach ihren Lieblingsrezepten zu fragen. Zu den Rezepten gibt es auch immer gleich die passenden Geschichten. Und immer wieder werden die Gespräche von Geräuschen unterbrochen, die die beiden in Erinnerungen schwelgen lassen.

    Marie Fadel steht als Autorin auf dem Buch und Rafik Schami hat die Geschichten aufgezeichnet. Es ist eine Mischung aus Kochbuch und Geschichtenfundus aus der Stadt Damaskus. Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt und jedes Kapitel nimmt sich eine kulinarische Spezialität und einen Stadtteil der Altstadt von Damaskus vor. Die Kapitel enthalten Geschichtliches über die Stadt, Geschichten über die Rezepte und die Leute die diese Rezepte beigesteuert haben.

    Die Rezepte an sich sind gut strukturiert und es gibt ein Verzeichnis um die Rezepte schnell finden zu können, wenn man sie nachkochen will. Die Rezepte sind für deutsche Verhältnisse vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. So kann es schon mal sein, dass in einen Salat an Stelle von 2 Esslöffeln Öl gleich 200ml Öl benutzt werden sollen. Wenn man sich allerdings traut, kann man wirklich traditionelle Damaszenerküche kennenlernen.

    Der Schreibstil ist typisch Rafik Schami und wirklich toll zu lesen. Ich liebe ja diese Geschichten in der Geschichte und das ist bei diesem Buch sehr schön ausgearbeitet. Wirklich ein Buch, dass man mehrfach lesen kann, um immer wieder Neues zu entdecken.

    Diese kulinarische Reise nach Damaskus kann ich wirklich sehr empfehlen. Wer etwas über diese Stadt, das Leben vor dem Bürgerkrieg und dem traditionellen Essen erfahren möchte, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Von mir gibt es 5 Sterne.

  12. Cover des Buches Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm (ISBN: 9783446203310)
    Rafik Schami

    Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    So, die Bildern sind gut gezeichnet worden. Die Figuren auf den Bildern sehen wie Strichmännchen aus. Sie sind nicht mit sehr großem Aufstand gezeichnet worden. Kleine Details hat man hier nicht Man hat auf jeder Seite ein Bild. Oder auch mehrere.

    Der Text ist zu dem Bild passend. Er ist sehr verständlich und klar geschrieben und gegliedert. Der Text enthält keine Fremdworte. Es ist auch nicht zu viel Text.

    Das Buch beginnt erstmal damit, das das Mädchen erstmal von ihrem Papa erzählt, was dieser alles kann und dann von der Angst die er hat. Was mir gar nicht gefällt ist, das in dem Buch steht; das ihr Papa Angst vor Schwarzen hat. Dies wird zwar nur einmal benutzt, dennoch ist das ein rassistischer Ausdruck, den man nicht benutzen sollte.

    Was mir gut gefällt hat, das man den Kindern sagt, warum der Vater solche Ängste hat. Natürlich finde ich dann sehr gut, das das Mädchen dem Vater seine Ängste überwinden helfen will und dies macht sie sehr geschickt. Da sie nichts von der Geburtstagfeier erzählt. Und auf einen Moment wartet, der für sie günstig erscheint.

    Es ist wichtig, das man den Kindern klar macht, das man sich seinen Ängsten stellen muss und das es oft übertrieben ist. Genauso kann es passieren, das bei Erzählungen man etwas übertreibt und das der Nächste dann eventuell noch mehr übertreibt, Und dann geht es immer so weiter.

    Also ich finde das Buch wirklich sehr schön.

  13. Cover des Buches Mein Sternzeichen ist der Regenbogen (ISBN: 9783869746203)
    Rafik Schami

    Mein Sternzeichen ist der Regenbogen

    (12)
    Aktuelle Rezension von: MissStrawberry

    So viel Humor auch in den Texten steckt, ist dies doch keine leichte Kost. Schami behandelt ein ganzes Spektrum an Themen, mehr oder weniger realistisch, die zwar ihre komischen Seiten und Momente haben, dennoch gehen alle Geschichten tief unter die Haut. Eine große Portion Melancholie schwingt zudem mit. Und dennoch wurde ich aufs Beste unterhalten und bereichert.

     

    Die Sprachmelodie erinnert schon ein wenig an Ephraim Kishon, doch ist weniger Bissigkeit dabei und mehr Traurigkeit, Dramatik, Tiefgang. Die Geschichten stecken voller unerwarteter Überraschungen. Trotz allem zeigen sie aber auch, dass es immer Hoffnung gibt und es immer eine Lösung geben kann. Sie erzählen vom Wahnwitz des Lebens überhaupt, vom Schwachsinn der Menschen, von der Dummheit des Krieges und Verfolgung. Die Geschichten stecken voller Satz-Juwelen, die man fast schon poetisch nennen kann.

     

    Es ist schwer, dieses Werk sachlich zu bewerten. Will man traurig werden durch Geschichten? Nein. Also ist das Buch nicht gut? Nein! Es legt so oft den Finger in Wunden, ob eigene oder anderer, dass man sich zugleich gequält und getröstet fühlt, obwohl man nie genau diese Dinge, von denen erzählt wird, erlebt hat, aber man sieht Parallelen zum eigenen Leben, zum tatsächlichen Weltgeschehen.

     

    Diese bunte Reise, denn es werden erstaunlich viele Orte aufgeführt, ist herrlich und schrecklich zugleich. Und genau das ist schon mal eine Kunst. Ich gebe gern die vollen fünf Sterne.

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