Bücher mit dem Tag "rassentrennung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "rassentrennung" gekennzeichnet haben.

359 Bücher

  1. Cover des Buches Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch (ISBN: 9783551556943)
    Joanne K. Rowling

    Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch

     (502)
    Aktuelle Rezension von: Lody13

    Für alle Harry Potter Fan ein muss. Die Tierwesen werden den Fans näher gebracht und die Vorgeschichte der magischen Welt wird erzählt... Wir lernen hier Grindelwald kennen! 

    Lest selbst...

  2. Cover des Buches Underground Railroad (ISBN: 9783446256552)
    Colson Whitehead

    Underground Railroad

     (305)
    Aktuelle Rezension von: whatbabsreads

    Lange habe ich gezögert, doch diesen Monat habe ich endlich zu diesem Buch gegriffen. Ich habe schon im Vorfeld eine ziemlich harte und bedrückende Geschichte erwartet (nachdem ich "Die Nickel Boys" gelesen hatte). Dieser Roman ist teilweise sehr frustrierend, aufreibend und geht einem sehr nah. Und trotzdem konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Die Geschichte erzählte von Cora. Sie ist Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia. Eines Tages nimmt sie all ihren Mut zusammen und flüchtet mit Caesar durch den Sumpf in einer Nacht- und Nebelaktion, um endlich in Freiheit leben zu können. Ihr Ziel ist eine geheime Station der Underground Railroad - ein unterirdisches Netz aus Gleisen und Tunnel, welches von Abolitionisten und geflüchteten Sklaven erbaut wurde. Mithilfe von einigen Verbündeten flüchten die beiden aus dem Staat. Wir folgen ihnen auf dem harten und traumatisierenden Weg durch die Südstaaten der USA, voll von Rassismus, Sklaverei und weißer Vorherrschaft. Ihre täglichen Erfahrungen und Erniedrigungen auf den einzelnen Stationen machen das Buch zu keiner leichten Lektüre. Und trotzdem ist Colson Whiteheads Schreibstil so fesselnd, dass man nicht aufhören kann. Der Autor hat es mit diesem Werk erneut geschafft, mich zu fesseln und zu schockieren. Ich kann diesen Page-Turner daher nur empfehlen, aber bitte schaut euch vorher die Triggerwarnungen an.

  3. Cover des Buches Dark Canopy (ISBN: 9783839001448)
    Jennifer Benkau

    Dark Canopy

     (859)
    Aktuelle Rezension von: vib_very_important_books

    {Rezension auch auf meinem Blog zu finden 🙂}

    • ✒ Autor*in: Jennifer Benkau

    • 📖 Seitenanzahl: 525 

    • 🌎 Welt: Zukunft, Großbritannien (🌟🌟🌟🌟🌟)

     • 📚 Cover: 🌟🌟🌟🌟

     • 👱‍♀️ Charaktere: 🌟🌟🌟🌟🌟  

          - Lieblingscharakter: Neél, Joy, Matthial, Graves & Rick 

    • ✒ Schreibstil: 🌟🌟🌟🌟🌟+ • • Jennifer Benkau ist für mich einfach die Königin der Worte. So hat sie auch hier wieder eine unglaublich spannende & süße Dilogie geschrieben, die mich mal wieder vollkommen überzeugen konnte! ❤ 

    • Ich liebe Joy. Sie ist ein wenig rebellisch, ironisch & stark. In meinen Augen eine Protagonistin wie ich sie mag 🙈 Mit Neél hatte ich meine anfänglichen Problemchen, aber es dauerte nicht lange bis ich auch ihn in mein Herz schließen konnte. Durch die Reihe hindurch ist er einfach so unfassbar niedlich😍🤗💕 

    • Ich finde, dass hier weder die Action, noch der Nervenkitzel, die Lovestory oder der Humor zu kurz kommt. Ich habe von Seite zu Seite mitgefiebert & mich des öfteren gefragt, wie es denn weitergehen sollte, weil alles so aussichtslos erschien 😢 

    • Ja, ich wollte nicht wieder heulen & es wäre mir auch beinahe gelungen, aber dann hat Jennifer Benkau wieder einen ihrer berühmten Heulkrampfsätze raus gehauen und es war aus mit mir. Das Ende ist echt ein schlimmer Cliffhanger 😭💕 

    • Ich kann die Reihe nur jedem ans Herz legen! 🌟🌟🌟🌟🌟 von 5 Sternen 🤗💕

  4. Cover des Buches Die rote Königin (ISBN: 9783551317780)
    Victoria Aveyard

    Die rote Königin

     (2.575)
    Aktuelle Rezension von: lovelyliciousme

    Ich hatte eine gewisse Erwartungshaltung an diese Reihe und kann zumindest vorne weg sagen, dass sie sich komplett erfüllt hat.

    Ich mochte von Anfang an die Hauptprotagonistin Mare. Sie ist hitzköpfig, sehr temperamentvoll, stur, mutig und hat das Herz am rechten Fleck. Sie würde für ihre Familie und die die sie am meisten liebt sterben. Als Mare durch Zufall herausfindet das sie Anders ist und beides verkörpert, rotes Blut und die magischen Kräfte von Silbernen bricht für sie eine Welt zusammen. Sie weiß nicht wer sie ist und wem sie sich anvertrauen soll. Denn sie lebt bevor all dies passiert ist mit ihrer Familie in Armut und hält sich mit Diebstählen über Wasser. Daher hört sie auf ihr Bauchgefühl und liegt leider nicht ganz richtig mit diesem. Denn erst ganz zum Schluss merkt sie, wer wirklich Freund und Feind ist und wohin sie gehört. Ich mochte diese Entwicklung, weil sie nicht komplett vorhersehbar ist und es immer wieder einen Wechsel zwischen gut und böse gibt. 

    An ihrer Seite sind Cal und Maven. 

    Cal ist ein Protagonist, den man sofort mag und wirklich gerne liest. Wobei ich mir im Buch stellenweise nicht ganz sicher war, welche Rolle er spielt und ob er das, was er vorgibt zu sein auch wirklich ist.

    Maven, sein Bruder, hat mich komplett überrascht. Hier habe ich auf das völlig falsche Pferd gesetzt. Er sorgt für den kompletten Twist in der Story und durch ihn nimmt das Buch noch einmal richtig an Fahrt auf. Manche Aktionen von ihm waren vorhersehbar, andere Wiederum nicht und dennoch hat er mich als Protagonist komplett überrascht, denn eigentlich hatte ich ihn völlig anders eingeschätzt. 

    Gerade diese Wendung hat mir extrem gut gefallen.

    Die anderen Protagonisten müssen im Verlauf des Buches kennengelernt werden, damit man diese in den einzelnen Zusammenhängen besser kennenlernt und versteht welche Rolle sie in dem großen und ganzen spielen.

    Ich mochte den Schreibstil sehr, denn er ist gradlinig, unverschnörkelt, schnell und einfach lesbar und man kann sich sehr schnell in der neu geschaffenen Welt zurechtfinden. 

    Bis dann die Geschichte aber an Fahrt aufnimmt, so dass man das Buch nicht mehr zur Seite legen will, dauert es gute 200 Seiten. Auf den ersten Seiten passieren zwar auch Dinge, aber sie reißen den Leser nicht komplett mit, sondern führen ihn nur in die neue Welt aus Rot und Silber ein. Richtig spannend wird es erst danach, weil dann endlich viele überraschende Wendungen und Windungen passieren, die dafür sorgen, dass die Story noch einmal einen ganz neuen Twist bekommt, man als Leser das Ganze aus einer anderen Perspektive betrachten kann und die Spannung an manchen Stellen ins unermessliche steigt. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger. 

    Die Story selbst hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte die Idee des verschieden farbigen Blutes und konnte mich komplett hineinversetzen, in die zwei unterschiedlichen Gruppierungen. Das es bei solchen Gruppierungen nicht immer friedlich abläuft, war vorhersehbar und die politischen Aspekte wurden wunderbar in die Story mit eingeflochten. Dadurch bekommt das Buch noch ein wenig mehr Tiefe und man erhält den Eindruck, dass die Story sehr gut durchdacht ist. Es werden zudem Intrigen gesponnen, die das politische Geschehen noch ein wenig untermauern. In meinen Augen schließt sich zumindest ein Teil des Ganzen nach Ende des ersten Buches, denn viele Fragen wurden beantwortet. Manche Stränge und vor allem das Ende bleiben offen, damit die Reise von Mare weitergehen kann. Ich bin gespannt in welche Richtung es gehen wird und in wieweit dort die politischen Aspekte noch eine Rolle spielen, oder ob es nur noch darum geht Mare zu vernichten!? Abwarten!

     

    Meine Bewertung: 4 Sterne

    Ein spannender und wirklich gelungener Auftaktband. Das Buch benötigt ein wenig Anlauf, bis es richtig in Fahrt kommt und die Story an Spannung zunimmt. Ich mochte die Wendungen, Intrigen, politischen Aspekte und Irreführungen sehr und bin daher mehr als gespannt, wie es weitergeht und was Mare noch alles erlebt. Allerdings gibt es einen Punkt Abzug, weil es doch am Anfang sehr lange gebraucht hat, bis etwas Spannendes passiert ist. Ein Buch, nicht nur für Fantasy Fans, sondern für alle, die spannende Bücher lieben.

  5. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (451)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Band III der Jahrhundertsaga

    „Wie ironisch, dachte George: Um die Türkei zu beschützen, müssen wir die Kernwaffen von dort abziehen. Außenminister Dean Rusk warnte: >>Die Sowjets können aber woanders aktiv werden, Sir, und zwar in Berlin.<< George nickte. Es war paradox, dass der amerikanische Präsident eine Karibikinsel nicht angreifen konnte, ohne die Auswirkungen zu berücksichtigen, die eine solche Entscheidung siebentausend Meilen entfernt in Mitteleuropa hätte. Die ganze Welt war für die beiden Supermächte zum Schachbrett geworden.“ (S. 362)

    Eine komplexe, vielschichtige Handlung vereint historische Eckpunkte aus 30 Jahren amerikanischer, deutscher, englischer und russischer Geschichte. Thematisch durchschreitet Ken Follett, der Stephen King des Historischen Romans, im dritten Teil seiner Jahrhunderttrilogie den Kalten Krieg von vorne bis hinten – beginnend mit dem Mauerbau 1961 (1. Kritikpunkt: Warum beginnt er nicht bei der Nachkriegszeit mit interessanten Ereignissen wie dem Aufstand vom 17. 06. 1953) über die Kubakrise und JFK, die Rassendiskriminierung in den USA und M. L. King, Ost-West-Flucht, Korruption und Intrigen im Kreml (2. Kritikpunkt: Wo bleibt die Aufarbeitung der Nazivergangenheit mit den Nürnberger Prozessen? Richtig. Nirgendwo. Auch zur Mondlandung hätte ich wenigstens eine Erwähnung erwartet) bis hin zu Glasnost & Perestroika und dem Mauerfall (3. Kritikpunkt: Bei Follett hört es sich so an, als wäre mit dem Einsturz einer betonierten Wand alles getan und alle Menschen springen in Blümchenkleidern zu >I’ve been looking for Freedom< über einen Regenbogen…Dass wir auch heute noch, zu einem Zeitpunkt, an dem die Mauer länger abgerissen ist, als sie stand, mit Ungleichheiten und Vorurteilen zwischen Ost und West zu tun haben, lässt er unbetrachtet).

    Ken Follett hat mit diesem Abschluss seiner Familiensaga des 20. Jahrhunderts wieder einen dramatischen Liebesroman kreiert. Alle Protagonisten finden wieder auf magische Weise zueinander von den USA über England und das geteilte Deutschland zur Sowjetunion. Die Stammbäume der beteiligten Familien im Anhang und in den Klappen haben wirklich geholfen mit den umfänglich vorhandenen Protagonisten umzugehen, dennoch kam ich einige Male raus. „Zu wem gehörst du jetzt? Ich dachte, du hast etwas mit dem anderen Typen am Laufen? Oh, ach ne, doch nicht.“ Nach kurzer Orientierung und vielleicht ein paar Seiten zurückblättern ging das bei mir aber wieder.

    Es muss Follett zugutegehalten werden, dass er einen komplexen historischen Zeitrahmen mit vielen politischen Strängen (mehr als in den ersten beiden Teilen der Trilogie) gut gemeistert hat. Er vereint die wichtigsten politischen Themen aus diesen 30 Jahren geschickt, immer ist ein Protagonist live im oder am Geschehen dran ganz wie bei Forest Gump – Montgomery-Bus-Boykott & Martin Luther King’s >I have a Dream<-Rede; JFK’s >Ik bin ein Berliner< -Rede & das Attentat, Vietnamkrieg, Mauerfall u.v.m.

    Die Leserinnen und Leser bekommen einen groben Überblick über politische Zusammenhänge des Ost-West-Konflikts im historischen Kontext. Die Umsetzung in Romanform erlaubt es dem Rezipienten in lockerer Atmosphäre Geschichte spannend und informativ zu erleben. Ich muss zugeben, dass ich mich mit diesem Zeitabschnitt weniger auskenne als das noch beim ersten und zweiten Teil der Fall war. Einfach, weil im Lehrplan besonderer Fokus auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts mit den beiden Weltkriegen gelegt wird, da wird nach hinten heraus die Zeit knapp. Jahrgänge nach 1990 wie ich kennen sich da weniger gut aus bzw. beziehen ihre Informationen von Eltern und Großeltern. Auch gibt es mehr filmische Adaptionen über die NS-Zeit als über den Kalten Krieg. Daher bewerte ich hier besonders die Auswahl der Eckdaten, die Follett getroffen hat, und deren Zusammenspiel positiv. Gerade zur Rassendiskriminierung und der damit verbundenen Polizeigewalt in den USA konnte ich in diesem Roman etwas lernen. Leider ein immer noch hoch brisantes Thema.

    Dennoch kann ich nicht mehr als drei Sterne vergeben. Wie im Vorgängerband macht Ken Follett einen entscheidenden Fehler, über den ich nicht hinwegsehen kann. Er denkt in Schwarz-Weiß-Schemen, am Ende wird alles gut, alle Protagonisten sind glücklich, gesellschaftliche Probleme werden ignoriert. Beispielsweise sind die Stasi-Mitarbeiter so gezeichnet wie die Nazis in Teil zwei – strunz dumm. Nur einer hat es auf die Familie abgesehen und benutzt seinen Gripps komplett nur zum Schikanieren der Protagonisten. Der Roman suggeriert außerdem, dass die gesamte DDR-Bevölkerung in den Westen will, die Grenzsoldaten werden als handelnde und nicht denkende Schachfiguren bewegt. Was ist denn mit den regimetreuen intelligenten Bürgern und Funktionären? Was ist mit den Ängsten bei der Wiedervereinigung? Follett legt den Fokus besonders auf die Swinging Sixties. Das Jahrzehnt erstreckt sich auf fast 900 der 1200 Seiten, dadurch werden die anderen zwei Jahrzehnte sehr gedrängt.

    Ein großer Kritikpunkt in den Vorgängerbänden war die Häufigkeit von romantischen Bettgeschichten. Hier hat sich das etwas gelegt, Follett lässt vieles nur angedeutet. Es gibt zwar ein kleines Durcheinander, wer mit wem und wann, aber der historische Rahmen mit den Ereignissen überwiegt.

    Fazit

    KINDER DER FREIHEIT ist der Abschluss der Familiensage über das 20. Jahrhundert von Ken Follett. 30 Jahre Weltgeschichte drängen sich auf 1200 Seiten, da können nicht alle Details abgebildet werden. Als dramatische Liebesromane im historischen Setting ist die Reihe gut zu lesen. Ich empfehle, die Erwartungen nicht zu hoch zulegen. Die Leserinnen und Leser finden in diesem dritten Band einen soliden, zufriedenstellenden Abschluss.

     

    KINDER DER FREIHEIT| Ken Follett| Bastei Lübbe| 2014| 1208 Seiten| 29,99€ (Hardcover nicht mehr erhältlich; als Taschenbuch für 17,00€

  6. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499271571)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (951)
    Aktuelle Rezension von: Elina_moro

    Die Geschichte wird aus der Perspektive eines 8-jährigen Mädchens erzählt, das nur das Gute und das Böse sieht und im Laufe der Zeit lernt, dass es auch die grauen Töne gibt. Ihre Sicht der Dinge hat mir unglaublich gut gefallen. Generell finde ich jeden Charakter hier interessant und einzigartig. Mein Lieblingscharakter, der Vater des Mädchens Atticus Finch ist eine Verkörperung der Ehre und Prinzipien. Die Geschichte behandelt die ernsten Themen wie soziale Diskriminierung und Ungerechtigkeit.
    Es ist ja auch ein Roman über Ungerechtigkeit, das Schicksal, richtige Werte und Hilfsbereitschaft. Das Buch hat mich erinnert, dass es so viele Vorurteile gibt, so viel Ungerechtes geschieht und dass das Leben nie so läuft, wie man es will. Es hat mich erinnert, wie schwer der Kampf für die Wahrheit ist! Und dass man nie aufgeben soll.

    Ich denke, dass dieses Buch einfach ein Muss ist und man kann es in jedem Alter lesen

  7. Cover des Buches Die Arena - Grausame Spiele (ISBN: 9783805200486)
    Hayley Barker

    Die Arena - Grausame Spiele

     (230)
    Aktuelle Rezension von: Christina_Unrau

    Das Buch fängt mit einem super spannenden Prolog an, der einen direkt in die Welt hineinzieht und schockiert. Danach setzt die Handlung einige Tage vor dem Prolog ein - die zeitliche Angabe fehlt hier leider, sodass man sich selbst erstmal neu orientieren muss. Generell gibt es zu Anfang ein paar Formulierungen, die zeitlich nicht ganz passen und verwirrend sind (was natürlich auch an der Übersetzung liegen könnte).
    Das Worldbuilding hingegen ist absolut überzeugend - es erinnert an Panem und als LeserIn kann man sich alles ganz genau vorstellen, die Beschreibung ist sehr gelungen! Und auch wenn das Gesellschaftsbild wahnsinnig erschreckend ist, sind die Ursachen dafür nicht aus der Luft gegriffen. Es geht um die Ausgrenzung von ethnischen Minderheiten und um Ausländerfeindlichkeit - einige Aspekte erinnern stark an die Zeit des Nationalsozialismus. Die Story ist voll von Geschehnissen, die einfach nur unmenschlich, grausam und zum Ende hin auch total makaber sind. Immer, wenn man denkt, es kann nicht schlimmer kommen, wird man eines Besseren belehrt. Darüber hinaus wird auch das Zirkusleben sehr kritisiert, sowohl was die Lebensumstände der ArtistInnen als auch die Tierhaltung angeht.
    Der Schreibstil ist im Vergleich zu der krassen Handlung aber relativ nüchtern und fast schon sachlich gehalten, die Emotionen hätten ruhig etwas mehr im Fokus stehen können. Die Kapitel sind alle ziemlich kurz, was beim Lesen sehr angenehm ist. Auch die Protagonisten sind ganz gut ausgearbeitet, vor allem Ben macht eine tolle Entwicklung durch und ist als Figur sehr wichtig. Allerdings hat sich die Beziehung zwischen ihm und Hoshiko etwas zu schnell entwickelt.
    Alles in allem ist "Die Arena" ein Buch, das sehr packend und unfassbar schockierend zugleich ist. Es greift sehr wichtige Themen auf und regt enorm zum Nachdenken an. Eine Empfehlung für alle Dystopie- und Panem-Fans!

  8. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (987)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Er schafft es immer wieder mit seinem, wie ich finde, trockenen,  unromantischen Stil über seine kuriosen-skurilen Beschreibungen  einen in die Geschichte zu ziehen.  

    Ich möchte den Inhalt nicht widergeben, denn entweder liest man Irving oder halt nicht 😁

  9. Cover des Buches To Kill A Mockingbird (ISBN: 9781784752637)
    Harper Lee

    To Kill A Mockingbird

     (453)
    Aktuelle Rezension von: chillbibliophie

    INHALT:

    At the age of eight, Scout Finch is an entrenched free-thinker. She can accept her father's warning that it is a sin to kill a mockingbird, because mockingbirds harm no one and give great pleasure. But Scouts world isn‘t as happy as it seems. 

    REZENSION:

    Ich bin relativ schwer in das Buch hineingekommen. Das könnte aber an der englischen Version liegen. 

    Die Geschichte wird aus der kindlichen Sicht von Scout, was also auch etwas anders ist. 

    Leider war für mich einfach nicht wirklich viel los. Erst am Seite 200/310 ging es mal. Da wurde auch endlich das Hauptthema aufgegriffen. 

  10. Cover des Buches Höllenjazz in New Orleans (ISBN: 9783492060868)
    Ray Celestin

    Höllenjazz in New Orleans

     (124)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    True Crime im New Orleans vor über hundert Jahren, das ist doch mal was ganz Anderes! Der Autor Ray Celestin nimmt mich an die Hand und führt mich durch die „Wiege des Jazz“, wie die umtriebige Stadt im Mississippi Delta auch gerne genannt wird. Wir wandeln auf den verschlungenen Pfaden des geheimnisvollen Axeman, der die Straßen und Häuser unsicher macht. Seine besondere Masche ist es, in Häuser einzubrechen, die ausgesuchten Opfer zu brutal zu ermorden und nach dem Verlassen des Gebäudes hinter sich abzuschließen. Eine Eigenart, die die Polizei vor immer neue Rätsel stellte. Doch sie bekommen ungefragt Unterstützung durch die neugierige Ida, die als kleine Angestellte bei einer Pinkerton Agentur arbeitet. Wie gut, dass ihr Chef sich im alkoholischen Dauerrausch zu befinden scheint, so hat sie freie Bahn zusammen mit ihrem Freund Louis Armstrong auf Mördersuche zu gehen. Bald schon befinden sich die Beiden aber selbst in tödliche Gefahr, wer wird den Kampf um Gerechtigkeit gewinnen?

    Ich habe selbst zwei Jahre in Louisiana gelebt, wenn auch nicht direkt in New Orleans. Doch die Beschreibungen der Menschen, der Düfte und vor allem der Musik verursachten dennoch in meinem Kopf sofort ein Deja Vu. Jetzt einen Gin, einen großen Teller voll dampfender Jambalaya und Livemusik von dem aufstrebenden jungen Satchmo, hach, ich komme ins Schwelgen. Ihr merkt schon, dass Ray Celestine hier einen atmosphärisch dichten Roman geschaffen hat, der den Leser auf Trapp hält. Für ein paar Längen zwischendurch ziehe ich ein kleines Sternchen ab, werde mich aber dennoch weiterhin mit dieser „City Blues Serie“ befassen. Der nächste Teil führt nach Chicago, der dritte nach New York und der vierte ins Los Angeles der 60er Jahre. Hört sich aufregend an und ich möchte auf jeden Fall mit von der Partie sein!   

  11. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (680)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Bücher begeistern mich immer dann, wenn ich die Figuren in meinem Kopf sprechen hören kann und das Bedürfnis habe, mit ihnen in Kontakt zu treten und meine Güte, was hat mich dieses Buch mitgenommen. 

    Es geht um Geschichten, die erzählt werden müssen, um Kommunikation zwischen Lebenswelten, die teils weit voneinander entfernt sind, aber eben oft auch nicht und um Grenzen im Kopf, die keine sein müssen. 

    Uneingeschränkte Leseempfehlung! 

  12. Cover des Buches Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen (ISBN: 9783959670845)
    Margot Lee Shetterly

    Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen

     (52)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Zum Inhalt: Während des zweiten Weltkrieges schuf die NACA (später als NASA bekannt) viele benötigte Arbeitsplätze für Rechnerinnen, darunter auch explizit schwarze Frauen. War den mathematisch begabten unter ihnen höchstens die Stelle einer Lehrerin möglich, öffneten sich nun die Tore zu einer wesentlich besser bezahlten Karriere. Unter ihnen war Dorothy Vaughn eine der Vorreiterinnen, Mary Jackson, Katherine Johnson und viele weitere sollten folgen. Es ist unter anderem ihnen zu verdanken, dass 1969 der erste Mensch einen Fuß auf den Mond setzen konnte. Doch es war ein langer Weg, von der Rechnerin im Rock dahin, tatsächlich Mathematikerin oder Ingenieurin genannt zu werden.

    Fazit: Ich habe zuerst den Film gesehen und danach das Buch gelesen. Ich möchte von Anfang an klarstellen: Es handelt sich um ein Sachbuch / eine Biografie, nicht um einen Roman. Das scheint einigen Leser*innen hier wohl negativ aufgestoßen zu sein. Mich hat "Hidden Figures" jedoch restlos überzeugt. Selten hat mich eine Biografie emotional so erreicht wie diese. Die aufreibende Erfolgsgeschichte der "Computer in Röcken" hängt eng mit dem zweiten Weltkrieg, dem kalten Krieg und der Bürgerrechtsbewegung gegen die Rassentrennung zusammen.

    Empfehlung: Ja, an JEDE*N da draußen!! Vor allem aber wohl für aufstrebende Wissenschaftlerinnen, Femistinnen, Bürgerrechtlerinnen und eigentlich doch an alle Menschen. ❤️

  13. Cover des Buches Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen (ISBN: 9783737358842)
    Neal Shusterman

    Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen

     (119)
    Aktuelle Rezension von: KinderLeseWunder

    Dieses Buch hat mich nach dem Auslesen noch weiter beschäftigt und sicher auch ein Stück weit geprägt. 


    Neal Shusterman ist ein Bestsellerautor und die Frage drängt sich wie ich finde auf, ob auf seine Bücher noch aufmerksam gemacht werden muss. Ich finde ja - denn die Themen, die er hier anspricht, berennen🔥. Dieses Buch unterscheidet sich von seinen anderen Büchern, weil das Set keine Dystopie ist, die kommen könnte… Die Geschichte ist ein Sozialthriller mit Science-Fiction-Elementen und hat den Fokus auf ganz aktuelle Ungerechtigkeiten 


    Homophobie

    Rassismus

    Diskriminierung 

    Gewalt gegen Frauen

    Sexismus

    Privilegien 


    Einige Worte zum Inhalt findet Ihr in den Kommentaren. Hier möchte ich noch darauf eingehen, was genau mich an diesem Buch fasziniert hat: Neal Shusterman hat es geschafft mich aus meiner Blase zu holen in der ich wie der Protagonist Ash gesteckt habe. Ich war in den letzten Jahren von den Problemen meiner Kinder und meinen abgelenkt und doch überzeugt, dass ich informiert und tolerant bin - genau wie Ash:


    „Damals dachte ich, weil ich eine diverse Gruppe von Freunden hatte, könnte ich mein Kästchen für soziale Verantwortung abhacken. Als ob es für mich nichts mehr zu tun gäbe, als ein bisschen Braun an meinen Tisch zu haben. <Hautfarbe sollte keine Rolle spielen> - hat man mich immer gelehrt - und ich hab es immer geglaubt. Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was sein sollte und dem was ist. Und privilegiert sein heißt, diese Kluft nicht wahrzunehmen.“


  14. Cover des Buches Kleine große Schritte (ISBN: 9783328102601)
    Jodi Picoult

    Kleine große Schritte

     (236)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    In diesem Roman geht es um eine Hebamme, die sich aufgrund eines verstorbenen Neugeborenen vor einem Strafgericht verantworten muss. 

    Erzählt wird die Geschichte aus drei Perspektiven. Aus der von Ruth, der sympathischen und sturen Hebamme, aus der von Kennedy, der talentierten und durchsetzungsstarken Pflichtverteidigerin und aus der von Turk, dem hasserfüllten und rechtsradikalen Vater des verstorbenen Säuglings. Meiner Meinung nach sind diese drei Perspektiven perfekt gewählt, sie bieten brisanten Zündstoff und die nötige Vielfalt, um verschiedenen Blickwinkeln facettenreich gerecht werden zu können. 

    Die Autorin Jodi Picoult hat es mit diesem Roman geschafft, ein tragisches Ereignis mit vielen wichtigen und großen Themen wie Diskriminierung am Arbeitsplatz, Moral, Recht und Gerechtigkeit, Rassismus und umgekehrten Rassismus zu vereinen. Sie hat nebst Emotionen und authentischer Empathie auch Sachlichkeit gegenüber dem Rechtssystem walten lassen. 

    Negative Kritik bringe ich in der Form an, als dass mir die Kapiteleinteilung nicht gefiel (zu lang, zu unübersichtlich, wenig strukturiert) und dass es diverse Längen im letzten Drittel gab (Wiederholungen und langatmige Passagen).

  15. Cover des Buches Middlesex (ISBN: 9783499238109)
    Jeffrey Eugenides

    Middlesex

     (499)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die Erzählung umfasst die Familiengeschichte mehrerer Generationen: Griechische Emigranten, die ihre Heimat verlassen und sich in den USA um die 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts eine neue Zukunft aufbauen. Im Zentrum steht die Ich-Erzählerin Calliope, die als pubertierendes Mädchen erkennt, dass sie beiderlei Geschlecht in sich trägt und fortan als Junge weiterleben möchte. Die vielen medizinischen Einblicke machen das Lesen zwar nicht immer flüssig, da zur Verständlichkeit viele fachlichen Ausdrücke nachgeschlagen werden müssen, jedoch wird die Thematik umso lehrreicher vermittelt. Für Kenner der griechischen Mythologie gibt es zahlreiche Hinweise zu historischen Elementen.


    Das Buch ist eine wuchtige und bereichernde Lese-Erfahrung. In über 700 Seiten enthält es viele wunderbare Geschichten, historische Anhaltspunkte und spannenden Familienzusammenhänge. Eigentlich ein Roman wie ich ihn mir wünsche: lehrreich, dramatisch, anregend und sprachlich einnehmend geschrieben, ohne Plattitüden und unnötigem Geschwätz. Ich habe diese Erzählung sehr gerne gelesen und freue mich auf weitere Bücher des Autors.

  16. Cover des Buches Die Bienenhüterin (ISBN: 9783442732814)
    Sue Monk Kidd

    Die Bienenhüterin

     (282)
    Aktuelle Rezension von: DianaMirion

    Inhalt: Lilys Mutter ist vor zehn Jahren umgekommen. Ihr Vater herrscht wie ein grausamer Rachegott über die inzwischen 14-jährige. Eines Tages flieht Lily aus der bedrückenden Atmosphäre ihres Elternhauses, wandert über die staubigen Straßen der Südstaaten, um ein neues Zuhause zu finden. Sie begegnet wunderbaren Menschen, rettet mit Mut und Klugheit ein Leben und findet bei drei Frauen Unterschlupf, die, wie im Märchen, in großer Eintracht zusammenwohnen. Die drei Schwestern geben dem Mädchen alles, was es braucht: Liebe, Halt, und Geborgenheit. Sie nehmen Lily in ihre Familie auf und weihen sie in die Geheimnisse weiblichen Wissens ein. Lily lernt alles über die Bienenzucht. Sie erfährt, wer ihre Mutter, die sie so schmerzlich vermisst, wirklich war, und sie verliebt sich. Doch eines Tages steht ihr Vater am Gartentor ...

    Meine Meinung: Anfangs hat mich dieses Buch noch nicht so gepackt. Aber dies änderte sich nach wenigen Seiten. Das Leben eines Mädchens, und auch aus ihrer Perspektive, zu lesen, Höhen und Tiefen ihres Lebens und somit die Züge ihres Charakters mitzuerleben war ein reines Abendteuer. 

  17. Cover des Buches Mehr als nur ein Traum (ISBN: 9783957344601)
    Elisabeth Büchle

    Mehr als nur ein Traum

     (56)
    Aktuelle Rezension von: BettinaLausen

    Felicitas hat mit jüdischen Wurzeln Nazideutschland überlebt. Ein unerwartetes Erbe führt sie in den 1960er Jahren nach Mississippi. Trotz aller Warnungen freundet sie sich mit ihren schwarzen Nachbarn an. In der Stadt findet sie schnell Freunde, obwohl sie auch als die „Fremde“ beäugt wird. Sie gerät mitten in die brodelnden Rassenunruhen der Zeit. Und dann ist dort dieser Deputy Landon - von dem sie nicht weiß, ob er Freund oder Feind ist.


    Meine Meinung: Ich habe etwas gebraucht, um mit der tollpatschigen und naiven Hauptfigur anzufreunden. Aber bald hatte sie mein Herz erobert. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was die Spannung hochhält. Alle aus dem Dorf scheinen Geheimnisse zu haben. Irgendwann bringt der Roman eine Wendung mit einem Thema auf den Plan, mit dem ich nicht gerechnet habe. Zudem gibt es einen fulminanten Shwodown mit einem schönen Schluss. Eine absolute Leseempfehlung. 

  18. Cover des Buches Gehe hin, stelle einen Wächter (ISBN: 9783328100188)
    Harper Lee

    Gehe hin, stelle einen Wächter

     (138)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Harper Lee brillierte natürlich mit Wer die Nachtigall stört- keine Frage. Dieser Roman kann seinem Vorgänger nicht das Wasser reichen. Dennoch ist Gehe hin, stelle einen Wächter absolut lesenswert.

    Wir begleiten Scout, die jetzt zumeist Jean Luise genannt wird, auf Heimaturlaub. Die Mittzwanzigerin lebt mittlerweile in New York, ist erwachsen und reifer geworden. Zu Hause muss sie sich jedoch wieder mit (bspw.) Rassismus auseinandersetzen, der bereits 20 Jahre zuvor ein zentrales Thema war. Es ist spannend zu erkennen, wie sich die einzelnen Charaktere verändert haben, zudem wird der Leser eingeladen, in tiefgründige Dialoge einzutauchen.

    Harper Lee war eine tolle Autorin, ich kann auch dieses Buch (was eigentlich ein Manuskript ist, wie ich gelesen habe) sehr empfehlen. 

  19. Cover des Buches Ein anderer Takt (ISBN: 9783455006261)
    William Melvin Kelley

    Ein anderer Takt

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Der Autor erzählt über weite Teile des Romans packend eine Geschichte über Rassismus in den USA der 1950er Jahre. Originell wirkt dabei die gewählte Perspektive, dass jedes Kapitel aus Sicht einer anderen Person erzählt wird und der Hang zu Übertreibungen bzw. stark metaphorischen Szenen. Ein Buch, dass im Kopf nachhallt.

  20. Cover des Buches Heimkehren (ISBN: 9783832164607)
    Yaa Gyasi

    Heimkehren

     (150)
    Aktuelle Rezension von: Bibliokate

    Yaa Gyasi erzählt in ihrem  Roman die Geschichte zweier Familien und spannt damit einen Bogen über mehrere Jahrzehnte und mehrere Länder von Ghana bis Amerika. 


    Den Anfang Bildet die Geschichte von Effia und Esi. Die beiden Schwestern wachsen getrennt voneinander auf. Effias Stamm, die Fante arbeitet mit den Briten zusammen und unterstützt so den Sklavenhandel während Esi vom ersten Tag an ums Überleben kämpft. 


    Effias Nachkommen können sich ihrem schweren Erbe nicht entziehen. Sie  ziehen entweder ihren Nutzen daraus und profitieren so gut sie können davon  oder gehen daran zu Grunde.


    Sie alle verbindet das Streben nach einem guten Leben und Freiheit und die Suche nach einem Zuhause. Somit ist der Titel des Romans sehr passend. 


    Yaa Gyasis Roman ist großartig Geschrieben, erzählt mit einer Sprachgewalt die ihresgleichen sucht von Erfolg und Vernichtung, Schuld und Sühne, Freiheit und Sklaverei bzw Unterordnung. Gyasi arbeitet mit Legenden die von Generation zu Generation weitergegeben werden, bezieht sich aber auf darauf das man auch den Schmerz, die Angst, den Stolz und den Willen zu überleben von seinen Vorfahren erben und unbewusst sowie bewusst verinnerlichen kann. 


    Ich kann manche Hypes oftmals nicht ganz nachvollziehen aber dieser Roman ist wirklich etwas Besonderes. Er schafft es in so vielen Einzelschicksalen die Verbundenheit aufzuzeigen und schafft aus vielen Teilerzählungen ein großes Ganzes das einfach nur beeindruckend ist.


    Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen der gerne große Familienromane liest und sehr Sprachgewaltige Literatur mag.

  21. Cover des Buches Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt (ISBN: 9783518468975)
    Maya Angelou

    Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Sandra1975

    Als die 16-jährige Maya ihrem Vater sagt, dass sie in drei Wochen ein Kind gebären werde, missversteht sie der Vater und teilt der Mutter, die sich gerade in einer anderen Stadt befindet, mit, die Tochter sei in der dritten Woche schwanger. Die Mutter stellt zwei entscheidende Fragen, die die Tochter verneint: “Liebst du ihn?” und “Liebt er dich?”. “Dann”, schlussfolgert die Mutter, “werden wir nicht drei Menschenleben zerstören, sondern dieses wundervolle Baby kriegen.”

    Eindrückliche Szenen wie diese gibt es in dieser ersten von insgesamt sieben Autobiografien von Maya Angelou am laufenden Band. Es ist ein ergreifendes Buch über das Aufwachsen eines aussergewöhnlichen schwarzen Mädchens in den USA der Fünfzigerjahre sowie über die Geburt der Legende Maya Angelou, die 2014 nach einem lebenslangen Wirken als Zivilrechtlerin, Lyrikerin, Schauspielerin sowie als Universitätsprofessorin achtundachtzigjährig gestorben ist und ein umfangreiches Oeuvre hinterlässt.

    Im Alter von 7 Jahren wurde Angelou vom damaligen Freund ihrer Mutter vergewaltigt. Als sie erfährt, dass dieser, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen worden war, zu Tode geprügelt wurde, zieht sie einen folgenschweren Schluss: Sie beschliesst, nicht mehr zu reden. Denn sie ist der Ansicht, sie selbst habe den Tod des Mannes verursacht, dadurch dass sie seinen Namen ausgesprochen habe.

    In den fünf darauffolgenden Jahren des Schweigens findet Angelou Zuflucht in der Literatur. Sie lernt reihenweise Shakespeare-Sonnette auswendig, liest Balzac, Maupassant sowie schwarzafrikanische AutorInnen. Aus dieser Lesewut, die geradezu obsessiv gewesen sein muss, speist sich ihr literarisches Gesamtwerk sowie auch dieses Buch. Man findet darin Liedverse aus der afrikanischen Volksfrömmigkeit des 19. Jh., Witze sowie ein scharf analysiertes Porträt der US-amerikanischen Gesellschaft. Es ist ein Zeitzeugenbericht, umfassend, bodenständig und bestimmt, jedoch ohne eine Spur Bitterkeit.

    Im Jahr 1993 hält Angelou die Einsetzungsrede für Präsident Bill Clinton. “A rock, a river, a tree”, sind die ersten Worte des Prosagedichts, das sie vorträgt. Drei Naturvorkommnisse, deren Beständigkeit im Gegensatz zur Brüchigkeit des Amerikas steht, das Angelou in ihrer Autobiografie aufzeigt. Ein Beispiel für diese Brüchigkeit ist ein Gottesdienst, der aus einem wackeligen Altar besteht und der in einem spärlichen Zelt gefeiert wird. Hier und nicht etwa in den prächtigen Kirchen der weissen Elite, trifft sich die Glaubensgemeinschaft der Schwarzen. Angelou spürt und weiss: Halt findet sie nicht in der Vorläufigkeit religiöser Rituale, sondern in der Geschichte ihrer Ahnen, an deren Faktizität von Sklaverei und Unterdrückung nicht gerüttelt werden kann. Wahrheit ist das, was so und nicht anders war - sie kommt nicht von Dogmen, sondern ist das Baumaterial der Geschichte, der individuellen wie der kollektiven.

    “I stand here alone, but I come as ten thousands”, ist Maya Angelous Lebensmotto, das bedenkenlos auf diese Autobiografie angewendet werden kann. Hier spricht ein autobiografisches Ich über seine Verquickung mit der kollektiven Geschichte sowie über sein Potential, dieser Geschichte im Bündnis mit Gleichgesinnten eine neue Wendung zu geben. Bei aller Tragik ist dies ein hoffnungsspendendes Buch, aufrüttelnd und eindrücklich geschrieben.

  22. Cover des Buches Die Sonnenschwester (ISBN: 9783442491728)
    Lucinda Riley

    Die Sonnenschwester

     (270)
    Aktuelle Rezension von: grxtaa

    Mega Buchreihe und suuuper Buch
    und ich hab super viel dazugelernt, richtig schönes Buch!

  23. Cover des Buches Zeit der Gespenster (ISBN: 9783492271905)
    Jodi Picoult

    Zeit der Gespenster

     (245)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    „Zeit der Gespenster“ ist ein Buch, dass ich damals kurz nach Erscheinungstermin gekauft hatte, einmal gelesen habe und danach nie wieder. Die Gründe dafür werde ich gleich näher erläutern. Jedenfalls muss ich hin und wieder Platz im Bücherregal schaffen und wollte dem Roman im Zuge dessen nochmal eine Chance geben. Und eigentlich bringt „Zeit der Gespenster“ vieles mit was ich mag: Schönes Cover, interessanter Titel und Geister! Ja, ich liebe Geistergeschichten, aber um eine konventionelle Geistesgeschichte handelt es sich hier nicht.
    Eine der vielen Protagonisten in diesem Roman ist Ross. Dieser hat bei einem tragischen Unfall seine Verlobte verloren und ist fortan von einer unbändigen Todessehnsucht getrieben. Allerdings stirbt es sich für Ross nicht so leicht und so sucht er mittels Parapsychologie den Kontakt zur verstorbenen Geliebten und findet dabei einen ganz speziellen Geist, der ihn in seinen Bann zieht.
    Gleich am Anfang fiel mir wieder ein, was mich an dem Buch genervt hat. Zahlreiche Perspektivwechsel und und eine unzureichende Einführung der Charaktere. Da blättert man schon ein paar mal vor und zurück, um sich ins Gedächtnis zur rufen, wer zum Geier jetzt nochmal Eli, Spencer oder Az war. Natürlich gibt sich das nach einer Weile, aber es erschwert einen den Einstieg in den Roman erheblich. Zum besseren Verständnis zähle ich vorkommenden Personen hier mal auf: Da wäre Ross (Der Suizidgefährdete), Shelby (Ross‘ gestresste, alleinerziehende Schwester), Ethan (Shelby‘s lichtallergischer Sohn), Az (über hundertjähriger Abenaki), Lia (Ross‘ mysteriöse Bekanntschaft), Spencer (uralter Greis und Besitzer des Pike Grundstücks), Eli (städtischer Polizist), Rod (Leiter des Bauprojekts), Meredith (Genforscherin), Lucy (Merediths‘s übersinnlich begabte Tochter) und Ruby (Großmutter von Meredith). Und ja, jeder von denen erzählt aus seiner eigenen Perspektive, auch wenn ein paar von ihnen nur selten auftauchen.
    Die Geistererscheinungen und paranormalen Aktivitäten wiederum, fand ich schön ausgefallen. Alles andere als gruselig, aber von einer geradezu romantischen Melancholie und Stille. Während andere Romane mit ähnlicher Thematik Parapsychologie noch glaubhaft einbauen, gibt sich dieser hier recht wenig Mühe damit, sodass es fast schon an Fantasy grenzt. Schlimm fand ich das aber gar nicht, denn dieser Teil der Geschichte gefiel mir noch am meisten. Neben diesen Handlungsbogen, geht es nämlich noch um Indianer und Eugenik. Zwar fügen sich diese Handlungsstränge alle geschickt zusammen und sind an sich auch interessant, doch auf mich wirkte die Geschichte deswegen und der zahlreichen Erzählperspektiven heillos überladen. Man merkt, dass sich die Autorin bei der Recherche viel Mühe gegeben hat, aber mir war es einfach zu viel und gerade den Schluss hätte man gerne noch kürzen können. Sowieso wirkt das Ende zu perfekt und überzeichnet.
    Dennoch möchte ich dem Roman knappe 4 Sterne geben. Er weiß zu fesseln, bleibt spannend und nicht immer kommt direkt hinter das Geheimnis. Das ist ein Pluspunkt, weil ich mittlerweile schon recht früh den Braten rieche und so viele Romane für mich an Spannung verlieren.
    Obwohl ich mir sicher war, den Roman nach nochmaligen lesen für ein paar Euros zu verkaufen, habe ich mich entschlossen ihn zu behalten. Am Ende gefiel mir trotz der genannten Schwächen die Atmosphäre des Romans so gut, dass ich ihn in meiner Geistergeschichten-Sammlung nicht missen möchte.

  24. Cover des Buches Die Musik der verlorenen Kinder (ISBN: 9783746632728)
    Mary Morris

    Die Musik der verlorenen Kinder

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch
    Das Cover besticht durch die Fassade von Chicago. Ein Buch der leiseren Töne. Hektik wäre hier fehl am Platz. Das Buch erzählt uns die Geschichte von Benny, Napoleon und Pearl. Benny ist der Sohn eines jüdischen Fabrikanten, der Mützen herstellt. Seit sein kleiner Bruder damals im Schneesturm starb und er sich schuldig an dessen Tod führt, ist das Klavierspiel seine einzige Leidenschaft. Hier kann er vergessen. Bei seinen Botengängen für seinen Vater kommt er auch in die nicht so zu empfehlenden Ecken der Stadt. Hier wird Jazz gespielt, was Benny total fasziniert und er eignet sich diesen Stil und diesem Swing an. Napoleon ist ein Waisenkind, er kam aus den Süden nach Chicago und spielt die Trompete wie ein junger Gott, er läßt sie schluchzen, jauchzen und Tierstimmen produzieren. Pearl verliert drei ihrer Brüder bei einem Schiffsunglück, mit den verbliebenen Brüdern und ihren beiden Schwestern betreibt sie eine Bar. In dem Buch erfahren wir, wie diese drei Personen zusammenkommen, lesen über ihr Schicksal, über ihr Leben. Jeder von den Dreien ist unglücklich, mit seinem Leben nicht zufrieden. Wir bekommen Einblick in die goldenen 20iger Jahre des 20. Jahrhunderts. Hier werden fiktive Personen mit Al Capone, Benny Goodman, Duke Ellington, Louis Armstrong vermischt. Das Leben der einfachen Bevölkerung während der Prohibition ist ärmlich und sehr hart und es herrscht überall Arbeitslosigkeit. Und doch ist der Jazz immer und überall zu hören. Mary Morris führt uns in eine andere Welt, sie beschreibt die Wege von Benny derart plastisch, man fühlt sich selbst auf den Wegen in Chicago unterwegs. Mir hat dieses Buch einige Dinge nähergebracht, die ich so noch nicht gesehen habe.

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