Bücher mit dem Tag "rassenunruhen"
19 Bücher
- Angie Thomas
The Hate U Give
(746)Aktuelle Rezension von: Isabelle_Kocher"The Hate U Give" behandelt das Themen wie Rassismus, Polizeigewalt und Black Lives Matter, jedoch erzählt aus der Perspektive eines 16-jährigen Mädchens. Dadurch wirkt die Geschichte nahbarer und berührt auf eine viel intensivere Weise. Statt den Fokus auf die harten Fakten der zu richten, wirkt dieser Roman fast philosophisch, wenn die Hauptfigur, Starr, sich fragt, was falsch und was richtig ist, was es wert ist, dafür zu kämpfen und wie sie die zwei Welten, in denen sie lebt, miteinander vereinen kann. Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, dass es der objektiven Berichterstattung unserer Nachrichten nun ein persönliches Gesicht verleiht. Wir sehen nicht mehr einen Afro-Amerikaner, der erschossen wird - wir sehen ein Mädchen, dass sich an die vielen Momente der Freundschaft mit einem Jungen erinnert, dessen Leben nun viel zu früh endet, während sie ohne ihn weiterleben muss. Ein Buch, das bewegt und einem die Augen öffnet.
MEIN TIPP: Als englisches Audiobook kommt die besonderes Sprache des Buchs am besten zur Geltung! - Kathryn Stockett
Gute Geister
(704)Aktuelle Rezension von: HopeandliveWie befinden uns in Jackson, Mississippi im Jahr 1962 und werden mit hineingenommen in die Atmosphäre und die Stimmung, die dieses Land zu dieser Zeit geprägt hat. Da ist zum einen die junge Skeeter, eine schlacksige junge Frau, die sich nicht so ganz dem herrschenden Zeitgeist der damaligen Zeit unterordnen möchte, der besagt, dass junge Frauen doch nach dem College möglichst schnell heiraten und Kinder bekommen sollen. Skeeter träumt davon zu schreiben, sie möchte Autorin werden und nachdem sie unter Mühen ein Volontariat bei einer regionalen Zeitung ergattert hat und einen Buchvertrag mit einem Verlag in New York in Aussicht hat, beginnt sie heimlich eine Geschichte zu schreiben, die das Potential hat in der damaligen Zeit für ziemlich viel Unruhe zu sorgen.
Doch diese Geschichte kann Skeeter nicht alleine schreiben, es ist nämlich kein erfundener Roman, sondern eine teils bittere und traurige und auf der anderen Seite humorvolle Geschichte. Die wirklichen Autoren dieser Geschichte sind Aibileen und Minny und viele andere Frauen. Ihnen ist es nicht erlaubt ihre Geschichten zu veröffentlichen, denn das würde sie in wirkliche Lebensgefahr bringen, sie und ihre Familien, denn Aibileen und Minny sind farbige Frauen, die als Dienstmädchen für weiße Familien arbeiten, den Haushalt machen, jeden Tag kochen und putzen und ihre Kinder hüten. Jedes weiße Kind des gehobenen Mittelstandes ist zu dieser Zeit mit einer farbigen Nanny aufgewachsen. Die weißen Familien vertrauen den fleißigen farbigen Frauen ihre Kinder an, lassen sie von ihnen herzen und liebkosen, verbieten ihnen jedoch die gleiche Toilette wie sie selbst zu benutzen, das könnte ja gesundheitsschädlich sein. Das ist eine Episode von vielen, die einen mehr als den Kopf schütteln lässt während des Lesens.
Es entsteht zwischen diesen so unterschiedlichen Frauen erstmal eine Zweckgemeinschaft, Skeeter möchte eine wahre Geschichte über die Dienstmädchen schreiben, die in fast jedem Haus im Süden der USA arbeiten, sie sehnt sich nach ihrer alten Nanny Constantine, die einfach verschwunden ist und von deren Verbleib ihre Mutter nichts sagen möchte. Sie lernt das private Leben von Aibileen und Minny kennen und sie erkennt, dass es in ihrem Land zwei verschiedene Welten gibt, etwas mit dem sie aufgewachsen ist, dass sie jedoch mehr und mehr nicht mehr gutheißen kann. Aibileen hat ihr ganzes Leben die Kinder weißer Leute aufgezogen und denkt noch oft mit inneren Schmerzen und Traurigkeit an ihren Son Treelore und das Versprechen, dass sie ihm gegeben hat. Sie wird nicht müde den Kindern drei wichtige Sätze für ihr Leben mitzugeben, du bist lieb, du bist gescheit, du bist wichtig und vielleicht sagt sie es auch zu sich selbst. Minny hingegen gleicht einem rollenden Vulkan mit dem Herzen auf dem rechten Fleck und einer sehr großen Mundwerk, welches bei den weißen Damen, für die sie arbeitet nicht wirklich gut ankommt und so sieht sich Minny immer wieder herausgefordert eine neue Arbeitsstelle zu suchen. Auf dieser Suche begegnet sie Miss Celia, einer sehr jungen und blonden Lady, die irgendwie auch das Herz auf dem rechten Fleck hat, doch wird der Leser und die männlichen und weiblichen Protagonisten doch sehr von ihrem offenherzigen Anblick abgelenkt. Zwischen diesen beiden so verschiedenen Frauen, die nicht nur in der Hautfarbe begründet sind, entwickelt sich eine wirklich herzliche Beziehung, wie sie sich halt entwickelt, wenn ein Vulkan auf Naivität trifft und wenn eine Frau der anderen versucht das Kochen beizubringen. Somit nimmt die Geschichte ihren Lauf und das Buch wird veröffentlicht. Skeeter freut sich, Aibileen, Minny und die anderen Frauen sind in Angst, denn sie wissen, was auf sie zukommen könnte, doch Minny hat eine listige Rückversicherung in ihre Geschichte mit eingebaut und nun darf der Leser mehr als gespannt sein, wie es weitergeht....
Ich habe diese Geschichte geliebt zu lesen. Kathryn Stockett nimmt den Leser in verschiedenen Erzählperspektiven mit hinein in diese für farbige Menschen so gefährliche Zeit der Rassentrennung in der USA und wir erleben welche Revolution diese Geschichte verursacht hat. Mit teilweise lachendem, ich kann keine Schokolandentarte mehr anschauen ohne an Minny zu denken, und einem weinenden Auge, wenn diese vielen fürchterlichen Ungerechtigkeiten dieser Zeit erzählt werden. Auch für weiße Menschen, die nicht dem damaligen Narrativ entsprachen, war diese Zeit nicht einfach. Die persönliche Entwicklung der Protagonistinnen und auch die Flair dieser 60er Jahre sind einfach wunderbar beschrieben und ich bin auch von der Verfilmung sehr begeistert.
Absolut lesenswert!
- Harper Lee
To Kill A Mockingbird
(477)Aktuelle Rezension von: finjalovestheseaIch habe das Buch gelesen, da es auf meiner „100 Bücher die man gelesen haben muss“ Liste auftaucht. Ich finde es immer schwierig solche „Klassiker“ zu bewerten, denn ich habe das Gefühl, dass ich mit anderen Erwartungen an diese gehe.
„To kill a mockingbird“ war seid einiger Zeit das erste englische Buch, dass ich gelesen habe, aber ich habe mich schnell an die Sprache gewöhnt.
Die Geschichte selbst lehrt einen viel über die Gesellschaft, Vorurteile, Rassismus und die Aufrichtigkeit kindlichen Denkens.
Trotz minimaler Längen wird dieses Werk seinem Ruf gerecht. Ich mochte Scout, Jem, Atticus, Calpurnia und die etwas schrägen Nachbarn. Die Charaktere sind sehr individuell eigentümlich gezeichnet, was mir gut gefallen hat. Die Handlung braucht etwas, bis sie in Fahrt kommt, das tut aber aufgrund des tollen Settings dem Roman keinen Abbruch.
Insgesamt eine schöne und lehrreiche Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
- Ray Celestin
Höllenjazz in New Orleans
(132)Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchtenIn New Orleans treibt ein Mörder sein Unwesen. Er wird Axeman genannt, denn er tötet seine Opfer mit einer Axt. Zwischen den Opfern kann keine Gemeinsamkeit festgestellt werden und die Polizei steht vor einem Rätsel. Unabhängig voneinander ermitteln drei verschiedene Gruppen. Michael Talbot ist Detective bei der Mordkommission. Er und sein Schützling Kerry, frisch aus Irland eingetroffen, übernehmen die offiziellen Ermittlungen.
Die junge und ehrgeizige Ida Davies arbeitet in einer Pinkerton Agentur. Ihr Wunsch war es immer zu ermitteln, doch ihr werden lediglich die Aufgaben einer Sekretärin zugewiesen. Also beginnt sie, zusammen mit ihrem Freund Louis Armstrong, im Fall des Axtmörders zu ermitteln.
Und Luca D`Andrea. Frisch aus dem Gefängnis entlassen, bekommt er von dem Chef der ortsansässigen Mafia den Auftrag, den Axeman zu finden. Die Mafia hat Angst, dass man ihr diese Morde in die Schuhe schiebt, obwohl bekannt ist, dass sie weder Kinder noch unschuldige Frauen umbringen. Luca hat mit Michael Talbot noch eine Rechnung offen, denn dieser hat ihn ins Gefängnis gebracht. D´ Andrea war damals ein bekannter und erfolgreicher Polizist und Michael sein Protegé, bis Micheal gegen Luca ausgesagt hat.
Die Art und Weise wie diese drei unterschiedlichen Parteien den Fall angehen ist sehr verschieden Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Axtmörder kündigt weitere Taten an.
Kommentar:
Ich habe das Buch eher zufällig gelesen. Mein Bruder hat es aussortiert und es mir mitgebracht. Ich wollte immer schon einmal nach New Orleans und diese Geschichte katapultiert den Lesenden mitten hinein. Es ist der Beginn der 20er Jahre, Obwohl es keine Sklaverei mehr gibt, werden die Schwarzen oft noch wie Sklaven gehalten und behandelt. Sie dürfen im Bus nur in bestimmten Bereichen mitfahren. Kneipen, Hotels und Geschäfte sind ihnen meistens verboten.
Die Stadt ist aufgeteilt in verschiedene Viertel, in denen sich die Einwanderer ihre eigene kleine Oase geschaffen haben. Fremde sind nicht gerne gesehen. Das müssen Louis und Ida am eigenen Leib erfahren, als sie sich in das irische Viertel verirren. Ida ist eine Octoroon, das bedeutet, sie ist zu einem Achtel afroamerikanischer Herkunft. Da sie sehr hellhäutig ist, kann sie sich oft als Weiße durchmogeln und hat mehr Möglichleiten, Fragen zu stellen, als Louis.
Louis arbeitet als Musiker in verschiedenen Jazzclubs und als Unterhaltungskünstler auf einem Mississippi Dampfer, so dass er vieles hört und sieht was anderen entgeht. So bilden die beiden ein perfektes Team.
Die Geschichte wird aus Sicht der drei Ermittlungsebenen geschildert. Luca ist ein alter, gebrochener Mann ohne Zukunft. Als Polizist hat er sich von der Mafia bestechen lassen, Tipps über bevorstehende Razzien weitergegeben oder auch mal Leute verschwinden lassen. Trotzdem war er unter seinen Kollegen sehr beliebt und angesehen, so dass es Michael Talbot sehr schwer hat, seine Stelle einzunehmen. Zumal er es war, der den Kollegen zu Fall gebracht hat. Als Luca vom Boss der Familie gebeten wird, herauszufinden wer der Axeman ist, hat er kaum eine Wahl. Er hat weder Geld noch Familie und so nimmt er den Auftrag an, in der Hoffnung, genug Geld zu bekommen, um zurück nach Italien zu gehen. Doch noch nie hat es jemand geschafft, sich aus den Fängen der Mafia zu befreien.
Ida möchte beweisen, dass sie mehr kann und ist als eine Tippse. Sie ist eine der ersten Frauen, die von Pinkerton eingestellt wird und sie ist sich sicher, dass Frauen in dem Beruf einer Ermittlerin durchaus Chancen haben. Sie und Louis sind seit ihrer Kindheit miteinander befreundet und Louis ist bereit, Ida zu helfen und sie zu begleiten. Beide sind erst Anfang 20 und sie ahnen nicht, auf welch gefährliches Terrain sie sich begeben. Ihre Naivität und ihr Glaube an das Gute werden auf eine harte Probe gestellt.
Und dann ist da noch Michael Talbot. Er hütet ein Geheimnis, dass ihn zu Fall bringen könnte. Daher muss er vorsichtig sein, wem er auf die Füße tritt. Der Bürgermeister und sein Chef sitzen ihm im Nacken. Erfolglosigkeit wird unweigerlich Entlassung nach sich ziehen.
Während sich Luca und Michael ab und an begegnen, bleiben sich Ida und Michael fremd und ihre Wege kreuzen sich nicht.
Wer heute auf political correctness Wert legt, der darf dieses Buch nicht lesen. Es spielt in 1919/1920 und das Weltbild war damals anders. Zum Glück hat der Autor nicht versucht, dies an die heutige Zeit anzupassen. Es wird geraucht (sogar in einem Krankenhaus) gehurt, diskriminiert und geflucht. Es ist der Beginn eines aufstrebenden Zeitalters mit Autos, der Eisenbahn und Elektrizität. Der erste Schritt ins Moderne. Die geschichtlichen Fakten, vor allem über Louis Armstrong, sind nicht ganz korrekt, aber es könnte durchaus so gewesen sein. Und man wird mitgerissen von der Musik und der Atmosphäre, taucht hinein eine Welt, wie man sie hier nicht kennt.
Das Buch enthält ein ausführliches Glossar, in dem die Begriffe des kreolischen und die Begriffe der Cajun erklärt werden. Ich habe es anschließend gelesen, weil ich die dort genannten Fakten sehr interessant fand.
Fazit:
Ein Überraschungsbuch, das mir sehr gut gefallen hat. Eine dichte und betörende Atmosphäre und ein Fall, der mehr bietet als ein gewöhnlicher Mord.
- Greg Iles
Natchez Burning
(87)Aktuelle Rezension von: MichaelSterzikI have a Dream (ich habe einen Taum) – dass sind die Worte in einer der berühmtesten Reden von Martin Luther King. Der Afroamerikanischer Bürgerrechtler hielt seine Rede am 28. August 1963 vor mehr als 250.000 Menschen vor dem Symbol der Freiheit – dem Lincoln Memorial in Washington.
In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden Politiker, wie Robert F. Kennedy, J.F. Kennedy und Martin Luther King zu Schlüsselgestalten gegen den Rassismus. Allesamt kämpften diese politisch, sozial und ökonomisch für eine Gleichheit innerhalb der amerikanischen Gesellschaft. Für diese Zukunftsvisionen bezahlten sie einen viel zu hohen Preis – sie wurden ermordet. Vielleicht nicht ausschließlich wegen des Themas der Gleichstellung der amerikanischen Bürger vor dem Gesetz, aber faktisch spielte diese eine wesentliche Rolle.
Im Süden der USA wurden unbeschreibliche Verbrechen an Afroamerikaner verübt. Manchmal unter den Augen von korrupten Polizeibeamten, die ggf. private Beziehungen zum Ku-Klux-Klan hatten. Dieser rassenfeindliche und sehr gewalttätige Geheimbund kämpfte auch mit paramilitärischen Mitteln für die Vorherrschaft der Weißen Rasse. Attentate, Mord, Brandstiftung, Raub, Vergewaltigung usw., die Liste der Verbrechen dieses Klans ist lang.
Analysiert man die Umstände dieser drei Morde an J.F.Kennedy, seinem Bruder Robert und Martin Luther King, so gibt es zwar Täter, aber widersprüchliche Aussagen, viele Ermittlungspannen und noch immer viele, viele offene Fragen, die bisher nicht final beantwortet worden sind. Verschwörungstheorien bringen uns hier nicht weiter – aber Greg Iles verarbeitet in seinem vorliegenden Roman: „Natchez Burning“ seine eigene Theorie.
Penn Cage, Bürgermeister von Natchez, Mississippi, hat eigentlich vor, endlich zu heiraten. Da kommt ein Konflikt wieder ans Tageslicht, der seine Stadt seit Jahrzehnten in Atem hält. In den sechziger Jahren hat eine Geheimorganisation von weißen, scheinbar ehrbaren Bürgern Schwarze ermordet oder aus der Stadt vertrieben. Nun ist mit Viola Turner, eine farbige Krankenschwester, die damals floh, zurückgekehrt – und stirbt wenig später. Die Polizei verhaftet ausgerechnet Penns Vater – er soll sie ermordet haben. Zusammen mit einem Journalisten macht Penn sich auf, das Rätsel dieses Mordes und vieler anderer zu lösen. (Verlagsinfo)
„Natchez Burning“ von Greg Iles ist 2016 im Aufbau Verlag erschienen und ist der erste Band einer Trilogie. Der 1000-Seiten starke Roman ist ein absoluter Spannungsgarant. Beachtlich ist es, dass die Spannung enorm schnell auftaucht, aber auch über den gesamten Band diese hält. Es gibt keine langatmigen Passagen, keine überflüssigen Dialoge, oder Nebenfiguren, die man hätte ersparen können. Der Unterhaltungswert immer aktiv – auf jeder Seite – in jedem Kapitel und auch wenn die Perspektiven zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechseln und auch der Erzähler ausgetauscht wird – die Atmosphäre ist außergewöhnlich spannend.
Die Verbrechen – die Morde in den 60er Jahren, die die Saat sind für die tödliche Ernte, sind mit einer unglaublich fesselnden Atmosphäre erzählt. Diese Wellen der Gewalt bringen ein Treibgut an Sünden, Rache und Vergeltung mit, die nicht nur die alten Wunden aufreißen, sondern ein Massaker anrichten.
Die Südstaaten sind immer gut für Verbrechen und vom Winde verweht werden diese auch durch die Jahre nicht. „Natchez Burning“ ist so authentisch und realistisch erzählt, dass obwohl es eine fiktive Geschichte ist, zu keinem Zeitpunkt man den Eindruck erhält, dass es hier zu übertrieben zugeht. Greg Iles widmet sich allerdings auch nicht nur dem Thema der Rassendiskriminierung, sondern baut sich ein Fundament aus Familiengeschichten, politischen Morden, von korrupten Polizeibehörden, die Macht des Journalismus und der Medien usw.
Doch alle diese Themen können nur spannend erzählt werden, wenn die Figuren passend aufgestellt sind. Das sind sie – nichts dem Zufall überlassen und jeder ist der Unschuldige mit den sehr schmutzigen Händen. Emotional ist „Natchez Burning“ stark ausgebaut. Nicht nur, dass man eine Wut auf die Mörder entwickelt, immer schwingt neben dieser Wut auch eine Traurigkeit mit, wenn das Schicksal in der Vergangenheit zuschlägt, nur um wenig später in der Gegenwart um so härter auszuteilen.
„Natchez Burning“ von Greg Iles ist für mich einer der stärksten Thriller mit historischem Hintergrund in den letzten fünfzehn Jahren. Diesen Spannungsbogen so souverän am oberen Limit zu halten und auch noch bis zum Ende zu steigern, ist grandios. Das Ende des Romans ist allerdings noch kein abschließendes Ende. Von einigen Personen muss man sich verabschieden und nicht nur die „bösen“ Täter sterben. Es gibt tragische, dramatische Verluste auf beiden Seiten.
Fazit
Beschreiben wir das Wort Spannung – so fällt mir dazu dieser Roman ein. Ein solcher Pageturner auf den man sich stark konzentrieren muss – aber man mit einer großen Schatzkiste mit Unterhaltung, Dramatik, und viel Emotionen belohnt wird.
„Natchez Burning“ von Greg Iles muss man unbedingt lesen.
Michael Sterzik
- Hillary Jordan
Mudbound – Die Tränen von Mississippi
(36)Aktuelle Rezension von: renateliestgerneDie Geschichte fängt langsam an und zieht die Leserin immer mehr in den Bann. Laura ist mitten auf dem Land „begraben“ und versucht, sich zurecht zu finden. Den alltäglichen Rassismus stellt sie genauso wenig in Frage wie ihr Mann. Trotzdem zeigen beide einen Anflug von Menschlichkeit, der aber nach unseren Maßstäben doch sehr begrenzt ist. Ein verstörendes Leseerlebnis, das nicht unbedingt Freude macht.
- C. Robert Cargill
Robo sapiens
(24)Aktuelle Rezension von: JulybookishDer Autor lässt gleich zu Beginn den letzten verbliebenen Menschen sterben und erzählt so eine Geschichte, die komplett ohne menschliche Charaktere auskommen muss, was aber umso faszinierender ist. So springen wir nun zwischen den Zeiten beginnend mit den ersten KIs, Robotern und Entwicklungen bis hin zu Brittles Gegenwart. Wir bekommen einen hervorragenden Eindruck dieser Welt und wie alles so geschehen musste. Dazu sind die Kapitelüberschriften sehr verwirrend, da diese in keiner zeitlichen oder sinnvollen Reihenfolge gezeichnet sind, sondern eher willkürlich programmiert erscheinen, klärt sich aber alles am Schluss auf. Dass die Bots ursprünglich für verschiedene Aufgaben gebaut wurden und ihrer Programmierung entsprechend, teilweise sehr menschlich agieren, macht das Buch noch sympathischer, da man doch besser zu verstehen lernt. Man merkt nur die Unterschiede daran, dass die Bots über wesentlich mehr Fähigkeiten verfügen und dadurch der Reiz der Verfolgungsjagten und der Kämpfe steigt. Rein emotional machen die Maschinen die gleichen Fehler, wie der Mensch. Über Rückblicke erfahren wir, wie es zum Krieg und der anschließenden Auslöschung der Menschheit kam und diese Parts sind äußerst furchteinflößend, weil sie sich alles andere als fiktional lesen. Man kommt nicht umhin, sich weiterführende Gedanken über das Thema »Künstliche Intelligenz« zu machen und wie es bei uns solch rasante Entwicklung nimmt. Werden die gleichen Fehler und Programmierfehler geschehen?Mit Action wird durchgängig nicht gegeizt, das Tempo wird jedoch immer wieder sanft und gekonnt abgebremst, indem Cargill interessante Denkanstöße gibt. Ein nicht nur beeindruckendes und ereignisreiches Buch, sondern auch eines was einen innehalten und nachdenken lässt. Die Robos sind nicht nur mit Klugheit und Kampfkraft, sondern auch mit Unsicherheit und Scham, mit Depression und Todesfurcht ausgestattet. Also die perfekte Mischung aus Unterhaltung und Lektionen in Demut und Fortschritt. Kann ich jeden nur empfehlen, der sich auch mal in zukünftige Gefilde wagen möchte!
- Bianca Marais
Summ, wenn du das Lied nicht kennst
(81)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderRobin ist erst neun Jahre alt und verliert ihre Familie bei den Aufständen in Soweto und ist dann 1976 ganz allein. Zuerst wächst sie bei der Tante auf, aber diese fühlt sich schnell überfordert mit den Bedürfnissen. Beauty tritt so in das Leben von Robin. Sie sucht während des Schüleraufstands ihr Kind, aber findet es nicht und ist mehr als verzweifelt. Als Schwarze hat sie nicht so viele Rechte und findet Arbeit und kümmert sich dann um Robin. Eine ganz besondere Bindung entsteht hier und wird doch auf eine harte Probe gestellt. Die Geschichte ist so fesselnd, berührend und begeistert auch und erzählt von zwei starken Frauen unterschiedlichen Alters. Man erfährt viel von der Geschichte und erlebt Verlust und Leid, genauso wie Liebe und Kraft. Ich kann das Buch nur empfehlen.
- Elisabeth Büchle
Mehr als nur ein Traum
(56)Aktuelle Rezension von: BettinaLausenFelicitas hat mit jüdischen Wurzeln Nazideutschland überlebt. Ein unerwartetes Erbe führt sie in den 1960er Jahren nach Mississippi. Trotz aller Warnungen freundet sie sich mit ihren schwarzen Nachbarn an. In der Stadt findet sie schnell Freunde, obwohl sie auch als die „Fremde“ beäugt wird. Sie gerät mitten in die brodelnden Rassenunruhen der Zeit. Und dann ist dort dieser Deputy Landon - von dem sie nicht weiß, ob er Freund oder Feind ist.
Meine Meinung: Ich habe etwas gebraucht, um mit der tollpatschigen und naiven Hauptfigur anzufreunden. Aber bald hatte sie mein Herz erobert. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was die Spannung hochhält. Alle aus dem Dorf scheinen Geheimnisse zu haben. Irgendwann bringt der Roman eine Wendung mit einem Thema auf den Plan, mit dem ich nicht gerechnet habe. Zudem gibt es einen fulminanten Shwodown mit einem schönen Schluss. Eine absolute Leseempfehlung.
- Sarah Lark
Himmelsstürmerinnen - Wir leben unsere Träume
(21)Aktuelle Rezension von: tigerbeaFür die Cousinen Ailis und Donella hat sich ihr Lebenstraum erfüllt. Während Ailis nach Südafrika reist um an der Sternwarte von Johannesburg den Weltraum zu erforschen und neue Sterne zu entdecken, kann Donella mit ihrem Mann Armand Heißluftballons und Flugzeuge bauen. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, haben sie sich einen Namen als Flugausbilder und Konstrukteure gemacht. Sie reisen deshalb mit der amerikanischen Einheit Lafayette Escadrille nach Frankreich. In all den Jahren wächst Hailys Tochter Mary Ann in einem Waisenhaus in New York auf. Dort lernt sie auch Hoss kennen. Mit ihm zusammen wird sie nach Missouri zu Pflegeeltern geschickt. Doch die beiden Kinder reißen aus und machen sich nur mit einem Foto auf die Suche nach Mary Anns Mutter.
Die Geschichte der "Himmelsstürmerinnen" geht in dem zweiten Buch "Wir leben unsere Träume" furios weiter. Sarah Lark beschreibt darin eine lange Zeit bis nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. Sie hat viele Probleme dieser Zeit darin aufgegriffen. Man erlebt die Rassentrennung in Südafrika genauso hautnah wie die Unruhen in Amerika. Schockierend war der Umgang mit den Waisenkindern in New York, der zum Teil aus der bitteren Armut der Einwanderer entstand. All das wurde aber noch gesteigert mit dem Leiden der Soldaten auf allen Seiten der Front im Ersten Weltkrieg. Sarah Lark hat dieses schonungslos in die Handlung ihres Romanes mit einfließen lassen. Trotzdem wird die Geschichte dadurch nicht düster und schwermüig. Das liegt an den Personen darin, die immer wieder mutig ihren Weg gehen, aber auch an der Erzählkunst der Autorin. Dieses Buch gibt eine Zeit wieder, die trotz aller Rückschläge vom Aufbruch und vom Glauben an den Fortschritt geprägt ist. Eine tolle Geschichte!
- Ken Follett
Kinder der Freiheit
(51)Aktuelle Rezension von: Bianca_CimiottiIm dritten und letzten Teil geht es im Buch um den Mauerbau bis zu dessen Zerfall. Geschichtlich sehr interessant.
Doch zum Schluss war es mir ein bisschen zu viel. Ich habe die Personen nur noch bedingt auseinander halten können.
Doch gerade was den Mauerbau, Stasi und den Mauerfall betrifft, habe ich vieles wieder erkannt. Ich bin in der DDR groß geworden. Zumindest die ersten 14 Jahre meines Lebens. Ich weiß wie es mit der Stasi war. Mein Opa und der Bruder meines Vaters haben im Westen gelebt. Mein Vater mit seiner Familie und seiner Schwester haben in der DDR gewohnt. Unser Telefon ist regelmäßig abgehört worden, wenn wir in den Westen telefoniert haben. Mein Vater durfte zwar mit seiner Schwester in den Westen zum Geburtstag des gemeinsamen Vaters, aber immer ohne meine Mutter und mich. So wollte man sicherstellen, dass er zu uns zurück kommt. Hat er auch. Andere Väter sind trotzdem drüben geblieben.Wieder wundervoll gelesen von von Johannes Steck.
Aber ich bin auch froh das ich es jetzt geschafft habe. 🤗
- Ryan Gattis
In den Straßen die Wut
(40)Aktuelle Rezension von: TinaGerJames zieht den Ärmel seiner Trainingsjacke hoch, um zwei lange Narben zu zeigen. „Ich bin Veteran, ihr Hurensöhne!“ „Scheiße“, sagt Payasa, die jetzt ihr Hemd hochzieht und einen ganzen Schwarm von Narben an der Seite ihres Bauches zeigt. „Das da ist keine Narbe“, sagt sie zu James. „Das hier sind Narben.“ (S. 479)
Sechs Tage im Jahr 1992. Überall brennt es. Ein Bürgerkrieg mitten im Herzen Los Angeles. Die machtlose Polizei überlässt die Stadt den Armeen der Gangs, die ihrer eigenen Agenda folgen. Ich mochte die Übersetzung nicht und mir war der Fokus auf die Gangs zu einseitig, doch alles in allem ein gültiger Einblick in das Geschehen der sinnlosen Gangkriege dieser Zeit. Die Tage der Gesetzlosigkeit mögen vorbei sein, doch was Los Angeles geblieben ist, ist die ständige Konkurrenz. Immer ist einer schneller, lauter, reicher und an jeder Straßenkreuzung heißt es, wer zuerst da ist, fährt zuerst. Ewige Konkurrenz pumpt die Stadt durch ihre Venen und lässt ihr Bewohner damals wie heute bluten.
- Inga Vesper
In Aufruhr
(39)Aktuelle Rezension von: Universum_der_WoerterDer Roman spielt in den Usa in den 50er Jahren in einem kleinen perfekten Vorort. Die Rassentrennung ist deutlich spürbar und die Kluft zwischen den Weißen und den Schwarzen Menschen könnte nicht größer sein.
Ruby Wright arbeitet in einem vornehmen amerikanischen Viertel als Haushaltshilfe. Doch eines Morgens macht sie eine verstörende Entdeckung und weigerte sich zunächst mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Denn Ruby ist schwarz und sie hatte keine gute Erfahrungen mit der Polizei sammeln können.
Die Autorin hat einen spannenden und authentischen Kriminalroman geschrieben. In abwechselnden Kapiteln lernt man die Protagonisten kennen und deren Leben die unterschiedlicher nicht sein können. Die Autorin fasst wunderbar die Vorurteile gegenüber schwarze Menschen in Amerika zur damaligen Zeit auf und Ruby die unwissentlich in eine sehr unangenehme Situation hineingeraten ist, bekommt es deutlich zu spüren. Das hat mich sehr wütend gemacht.
Die Autorin spiegelt gekonnt die Zeit wieder in der die Geschichte spielt. Wie die Menschen kurz nach der Rassentrennung voneinander dachten, wie die Rolle der Frau zu sein hatte und noch vieles mehr.
Mich hat dieser Roman wirklich gut Unterhalten, denn hier werden Themen geschildert die in den Usa in der heutigen Zeit genauso aktuell sind wie in der damaligen Zeit, was sehr traurig ist. Außerdem sind die einzelnen Protagonisten gut ausgearbeitet. Mick, den Polizisten fand ich gut, denn er hat nicht nur die Farbe der Haut gesehen sondern sich für den Fall eingesetzt und Stück für Stück Rubys Vertrauen erarbeitet.
Ein wirklich sehr lesenswerter Roman
- Michael Connelly
Black Box
(16)Aktuelle Rezension von: catHarry Bosch 18. Fall, war das Erste Buch das ich von Michael Connelly gelesen habe.
Es geht um einen "Cold Cast", der 20 Jahre zurück liegt, den der Ermittler selber aufgenommen (aber nicht bearbeitet) hat und in dem es kaum Spuren gibt. Nun will er den Fall endlich lösen und bringt damit seinen Vorgesetzten gegen sich auf. Doch das hindert ihn nicht im geringsten, im Gegenteil er macht unbeirrt weiter und findet Puzzelteil für Puzzelteil.
Die Story an sich ist gut geschrieben und logisch aufgebaut. Auch wenn man die vorhergehenden Bücher nicht gelesen hat, bekommt man einen guten Eindruck von Harry Bosch und seinem Charakter.
Das liegt zum einen an der sehr detailreichen Erzählung des Autors aber auch daran das man zwischenzeitlich einen Einblick in Boschs Privatleben erhält, was Ihn authentisch und menschlicher werden lässt.
Der Fall ist ebenfalls sehr detailreich erzählt, so das man Boschs Arbeit gut nachvollziehen kann und einen guten Einblick in die Arbeit eines Ermittlers bekommt, die wahrscheinlich ziemlich nahe an der Wirklichkeit ist und der auch aufzeigt, das es manchmal wirklich langwierig und schwierig ist Fälle aufzuklären.
Durch diese vielen Details zieht sich das Buch aber auch ein bisschen in die Länge.
Trotzdem ein Buch was ich jeden Krimi- Liebhaber und jeden der sich für die (detaillierte) Arbeit einer Ermittlers interessiert, weiterempfehlen würde.
- Kit de Waal
Mein Name ist Leon
(38)Aktuelle Rezension von: buchverzuecktMein Leseeindruck:
Leon ist neun Jahre alt und dunkelhäutig, im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder Jake, der helle Haut und blonde Haare hat. Ein "perfektes" Baby?!
Carol, die Mutter der beiden Geschwister ist hauptsächlich damit beschäftigt, die Väter der Kinder aufzuspüren. Sie rutscht in eine tiefe Depression, das Geld ist knapp und sie schafft es schon bald nichtmal mehr, das Bett zu verlassen, um sich um ihre Kinder zu kümmern.
Leon und Jake sind auf sich alleine gestellt, als großer Bruder tut Leon, was er nur kann: wickeln, füttern und für Jake da sein, wenn er weint. Die Situation fliegt beim nächsten Ereignis auf, Leon und Jake werden von Pflegemutter Maureen in Obhut genommen. Es dauert nicht lange und Jake wird von einer neuen Familie adoptiert, aber Leon bleibt zurück....
Die Geschichte wird sehr bildhaft und glaubwürdig aus der Sicht des 9-jährigen Leon erzählt. Die Erzählungen empfand ich als absolut nachvollziehbar.
Es gibt allerdings noch ein weiteres Thema: Die königliche Hochzeit in London zu Beginn der 1980er Jahre und die damit einhergehenden Unruhen. Straßenkämpfe, Gewalt: die dunkelhäutigen Menschen kämpften um ihre Rechte. Leon bekommt von alldem wenig mit, dennoch spielen die gesellschaftlichen Probleme eine Rolle.
Ein solider und auch ergreifender Roman, der an manchen Stellen leider etwas langatmig wurde. Dennoch sehr lesenswert! - Philip Roth
Pastoral americana / American Pastoral
(3)Aktuelle Rezension von: HeldentenorRoth' literarisches Alter Ego Nathan Zuckerman trifft nach Jahren auf den großen Star seiner Highschool-Jahre: Seymour "The Swede" Levov. Blond, ehrlich, zurückhaltend und ein unbezwingbarer Sportler. Von allen Mädchen angehimmelt, von den Jungen verehrt und Eltern und Lehrern gleichermaßen respektiert.
Bei dem vom Schweden erbeten Treffen hat Zuckerman jedoch das Gefühl, dass er etwas, während er von seinen Kindern und seiner zweiten Ehe erzählt, verschweigt. Ihm gelingt es nicht, den Schweden zum Reden zu bringen und erfährt auf einem Klassentreffen, dass er verstorben ist.
Hieran entspinnt sich nun die Erzählung des unglücklichen Ende des ersten Lebens des Schweden. Der hat alles richtig gemacht und doch verübt seine 16-jährige Tochter einen Bombenanschlag auf einen kleinen Tante-Emma-Laden. Ein Mensch stirbt.
Und das Buch begibt sich auf die Suche, ob hierfür im Leben und Handeln des Schweden eine Ursache zu finden ist. Sein Leben wird vor der Folie der Veränderungen seiner (und Philip Roth') Heimatstadt, des jüdischen Lebens an der Ostküste der USA und der gesamten gesellschaftlichen Umbrüche der 1960er Jahre verhandelt. Rassenunruhen, Vietnamkrieg, die Flucht in die Vororte, Beginn der Globalisierung, jüdische Assimilation usw.
Die Klasse von Roth als Autor zeigt sich daran, wie mühelos es ihm gelingt, aufzuzeigen, wie große Veränderungen das Leben der Protagonisten im Kleinen beeinflussen und bestimmen. Seine Figuren leben und sind nicht nur Komparsen um Themen zu erörtern. Flüssig und anschaulich geschrieben und - untypisch für Roth - kaum Sex. Ein großartiger Roman, und Themen, die angesichts der jüngsten politischen Entwicklungen unverändert relevant sind.
Und am Ende fragt man sich wie der zitierte letzte Satz des Romans: Hat der Schwede das verdient? - 8
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