Bücher mit dem Tag "ratten"
74 Bücher
- Christoph Marzi
Lycidas
(731)Aktuelle Rezension von: Ulis_BooksInhalt: Ein Waisenmädchen macht sich auf, um ein entführtes Kind zu finden, das angeblich die verschollene Erbin eines Elfenadels ist. Zusammen mit dem Alchemisten Wittgenstein, ihrer Freundin Aurora und dem Elfenbibliothekar Micklewhite steigt sie in die uralte Metropole hinab, einer mystischen und gefährlichen Welt unterhalb Londons. Dabei stößt sie auf den gefallenen Engel Lycidas, der sich an Kinderseelen labt - doch das wahre Böse ist ein ganz anderes.
Meinung: Noch nie hat mich ein Buch so sehr fasziniert wie Lycidas. Es erzählt eine düstere, phantastische und in weiten Teilen auch unbarmherzige Geschichte, die selbst nach hunderten von Seiten nicht loslässt. Man muss das Buch mehrfach lesen, um alle 'Easter Eggs' zu finden, denn der Autor hat in seinen Figuren, mal mehr, mal weniger subtil Figuren aus Literatur, Film und Geschichte versteckt. Für die Fans besonders dicker Bücher extrem empfohlen! - Bettina Belitz
Scherbenmond
(820)Aktuelle Rezension von: Das_LesedingInhalt:
Scherbenmond ist die Fortsetzung von Splitterherz und es geht wieder um Ellie, welche sich fleißig versucht von Colin fernzuhalten und dafür auch nach Hamburg - zu ihrem Bruder Paul - ausweicht ...Meinung:
Der Roman erweist sich als äußerst zäh und langatmig. Über große Teile hinweg passiert nur sehr wenig, wodurch die Geschichte kaum Spannung oder Entwicklung aufbauen kann. Besonders problematisch wirkt die Darstellung der Protagonistin: Elli wird als hochsensibel eingeordnet, verhält sich jedoch häufig niederträchtig, verletzend und teilweise sogar aggressiv. Diese Charakterzeichnung erscheint widersprüchlich und wenig überzeugend.
Auch die Beziehung zu Colin ist schwer nachvollziehbar. Trotz ihres herablassenden Verhaltens verzeiht er ihr nahezu alles, was unrealistisch und frustrierend wirkt. Kritisch fällt zudem der Umgang mit sensiblen Themen auf. Das Buch scheint stellenweise belehren zu wollen, verfehlt dabei jedoch einen differenzierten Ton. Besonders die Darstellung von Homosexualität wirkt problematisch: Während sie grundsätzlich akzeptiert wird, scheint sie im familiären Kontext als schwierig dargestellt zu werden, denn Ellie akzeptiert die Homosexualität ihres Bruders nicht und als dann herauskommt, dass Paul nur manipuliert wurde und in Wirklichkeit weiterhin hetero ist, ist ja alles gut. Sorry, aber das geht gar nicht!
Darüber hinaus werden Themen wie Drogenkonsum teilweise verharmlosend dargestellt, und auch Bodyshaming findet seinen Platz im Text, was zusätzlich negativ auffällt. Es waren einfach zu viele Themen im Buch, welche schlecht umgesetzt wurden und daher habe ich mich für einen Abbruch der Reihe entschieden - gerade die Protagonistin hält man nicht aus.Cover:
Das Cover ist wieder sehr schön gestaltet und passt wunderbar zur Reihe.Fazit:
Scherbenmond konnte weder durch Handlung noch durch Figuren überzeugen. Die Geschichte zieht sich, die Charaktere wirken unausgereift oder widersprüchlich und der Umgang mit sensiblen Themen ist stellenweise misslungen. Insgesamt ein enttäuschendes Leseerlebnis, daher nur ein Stern und keine Leseempfehlung. - Albert Camus
Die Pest
(536)Aktuelle Rezension von: MarcelloDie Pest von Albert Camus habe ich mit 4 Sternen bewertet – mehr aus inhaltlicher Achtung als aus reiner Lesefreude.
Der Roman spielt in der algerischen Stadt Oran, die von einer Pestepidemie heimgesucht wird. Im Zentrum steht Dr. Rieux mit einer kleinen Gruppe von Leuten, die unterschiedlich auf die Katastrophe reagieren. Camus zeigt, wie Menschen mit sinnlosem Leid umgehen, wie sich Solidarität und Egoismus mischen und was es heißt, "anständig" zu handeln, obwohl die Welt keinen erkennbaren Sinn bietet.
Besonders interessant ist die metaphorische Ebene: Die Pest ist bewusst mehr als nur eine Krankheit. Sie kann als Sinnbild für den Kampf der Résistance gegen den Nationalsozialismus gelesen werden, generell aber auch für jede Form von Tyrannei und politischem Übel, das Institutionen, Sprache und Moral angreift. Gleichzeitig steht sie existenziell für das allgegenwärtige Übel im menschlichen Leben – Krankheit, Tod, Zufall, Grausamkeit –, das sich nie endgültig besiegen lässt. Der Roman legt nahe, dass der Ausweg eher in Haltung und Solidarität liegt als in einer großen Lösung.
Aktuell wirkt das Buch dort, wo Camus betont, dass der Pestbazillus nie ganz verschwindet, sondern im Verborgenen weiterbesteht und jederzeit zurückkehren kann. Eine ziemlich klare Parallele zu faschistischen und anderen destruktiven Ideologien, die immer wieder auftauchen – wie auch in der heutigen politischen Diskussion.
Wer einen spannenden Pageturner erwartet, wird hier eher enttäuscht. Die Pest liest sich für mich eher wie ein nüchterner, philosophisch unterlegter Bericht über eine Krise. Der Stil ist bewusst zurückhaltend und stellenweise langatmig. Wenn man sich darauf einstellt und eher an Idee und Atmosphäre als an Spannung interessiert ist, ist das Buch allerdings sehr lohnend. - Stephen King
Sie
(968)Aktuelle Rezension von: Svenja_KotzabWeiter geht’s mit meinem Vorhaben alte Bücher auf meinem Kindle zu lesen. Schon lange wusste ich das „Sie“ eines meiner nächsten Bücher sein wird. Und ich hatte eigentlich keine so große Lust, denn „Sie“ ist erbarmungslos, verstörend und doch unglaublich fesselnd.
Paul ist Autor und mehr als erleichtert. Seine nervige Hauptdarstellerin Misery hat er in seinem letzten Buch Sterben lassen. Doch diese Erleichterung spürt, Annie, Pauls größter Fan, absolut nicht so. Misery kann nicht Tod sein, Paul muss das Ende neu erfinden, was für ein Glück das sich der Autor nach einem schweren Autounfall in der Gewalt von Annie befindet.
Ich bin absolut kein Fan von Horror Büchern, aber Stephan King ist für mich einfach ein Meister! Er schreibt so spannend und mitreißend und man sieht die Geschichte nahezu vor seinem inneren Auge ablaufen. Er schafft es ebenfalls immer, mich mit seinen Geschichten zum Lachen zu bringen. Und das will bei einem Horror Buch wirklich was heißen. Als ich das letzte Mal „Sie“ gelesen habe war ich noch ein Teenager. Doch diese Geschichte ist mir für immer im Gedächtnis geblieben. Genau deswegen hatte ich auch ein bisschen Bauchweh mich wieder in die kranke Welt der Annie zu begeben. Tatsächlich unterscheidet sich „Sie“ von den anderen Büchern von King sehr. Es hat eigentlich keine spezifischen übernatürlichen Merkmale. Es ist eher ein sehr krasser Thriller. Aber ab der ersten Seite fesselnd. Auch dieses Mal hab ich sofort in die Geschichte hineingefunden und mit paul mitgelitten. Zwischen drin dachte ich mal das ich das Buch schlimmer in Erinnerung hatte als es war. Aber dann ging’s erst so richtig los! Ich muss einfach sagen, genial erzählt! Sicher nichts für schwache Nerven, aber ich finde die Geschichte einfach überragend!
- Aimée Carter
Animox 1. Das Heulen der Wölfe
(232)Aktuelle Rezension von: NephilimleserInhalt:
Simon Thorn ist ein schmächtiger 12jähriger, der von seinen Schulkameraden gemobbt wird, weil er mit Tieren sprechen kann. Er lebt bei seinem Onkel, da seine Mutter viel unterwegs ist. Doch eines Tages spricht erst ein Adler zu ihm und dann wird seine Mutter von einer riesigen Menge Ratten entführt. Simon geht zu dem Adler und erfährt, dass dieser sein Großvater ist und er sein Erbe. Simon ist ein Animox und kann sich in ein Tier verwandeln!
Das Buch:
Mein Sohn hat das Buch zuerst gelesen und es hat ihn von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Es hat überraschende Wendungen und ist schnell geschrieben,d.h. der Hauptfigur bleibt kaum Zeit zum Luftholen so schnell geht die Handlung voran. Die Hauptpersonen sind gut beschrieben und man findet einige Charaktere, die man einfach mögen muss.
Uns hat das Buch überzeugt und es ist für ältere als "Die Tierwandler" oder Fans der "Woodwalker-Reihe".
Das Buch ist im Oetinger Verlag erschienen, wir haben die Taschenbuchausgabe die aktuell (März2026) bei 11€ liegt. Wir können das Buch gut empfehlen.
- Arno Strobel
Das Rachespiel
(447)Aktuelle Rezension von: RobsiFakten zum Buch
Autor: Arno Strobel
Verlag: Fischer
Seitenzahl: 352 Seiten
Klappentext
Frank Geissler glaubt an einen Scherz, als er die Website aufruft: Ein Mann, nackt, am Boden festgekettet, in Todesangst. Daneben ein Käfig voller Ratten, unruhig, ausgehungert.
Frank kann den Mann retten, heißt es. Aber nur wenn er Teil des »Spiels« wird und seine erste Aufgabe erfüllt. Angewidert schließt er die Website, doch kurz darauf ist der Mann tot. Und Frank beginnt zu zweifeln. Hätte er dem Unbekannten helfen können? Hätte er nicht sofort die Polizei informieren müssen? Aber es ist zu spät. Und nicht nur für den Toten. Auch Frank ist schon mittendrin. Mittendrin in einem Spiel, in dem er einer der Vier ist, einer der vier Kandidaten, für die es um alles geht. Um ihr eigenes Leben. Aber auch um das Leben aller, die ihnen etwas bedeuten…
Meine Meinung
Der Hauptteil des Buches spielt sich in einem alten Bunker ab, was sehr gut zur bedrohlichen Stimmung passt. Genau wie die Protagonist:innen wissen auch wir Leser:innen nicht, wer oder was hinter der nächsten Ecke lauert, ob es der Täter ist oder eine:r der Protagonist:innen. Neben der Handlung ist es auch diese bedrohliche Stimmung, die die Spannung konstant oben hält. Die Cliffhanger am Ende der Kapitel sowie die Zeitsprünge tragen ihr Übriges dazu bei.
Einen Punkt Abzug gibt es, weil mir das Ende dann doch zu schnell und einfach war und weil der Autor einen erotischen Moment eingebaut hat, der absolut nicht zur Handlung passte und beitrug und mich eher irritiert zurückließ.
Fazit
Solider Thriller! - Sam Savage
Firmin - Ein Rattenleben
(485)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeFirmin erzählt in diesem Buch von seinem kurzen Ratten-Leben, in dem er Lesen lernt und Bücher liebt, sich zu den Menschen hingezogen fühlt und vor allem sehr viel träumt.
Die Handlung spielt in den 1960-er Jahren in Boston, einer sterbenden Stadt in den USA. Immer wieder wird Bezug genommen auf Klassiker der Weltliteratur, die Firmin liest. Leider habe ich selbst davon kaum welche gelesen, weshalb mir die Verbindung zu diesen Büchern fehlt.
Literaturbegeisterte, die die erwähnten Bücher kennen, werden sicher größere Freude an der Geschichte haben.
Der Erzähl- bzw. Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen, daher gibt es eine kleine Aufwertung. Firmins Wortwahl und die Ausdrucksweise ist wirklich überragend und eines großen Literaten würdig.
Ich hätte mir ein Literaturverzeichnis am Schluss gewünscht, eine Auflistung der genannten Bücher um das Lesen gegebenenfalls nachholen zu können. So erhielt ich leider keine Verbindung zu Firmin. Seine Träume waren außerdem extrem verwirrend.
- Christoph Marzi
Die Uralte Metropole - Lilith
(404)Aktuelle Rezension von: BeeLu* Teil zwei einer Reihe*
Der Auftakt 'Lycidas' der Reihe aus der Uralten Metropole hat mir schon außerordentlich gut gefallen, sodass ich den Nachfolgeband 'Lilith' nicht lange liegen lassen konnte!
Mein Wiedersehen mit vielen liebgewonnenen Charakteren (Ich möchte auch Dinsdale das Irrlicht haben!) war herzlich und es gesellen sich noch neue tolle Figuren dazu!
Es ist einige Zeit seit den Geschehnissen vom letzten Weihnachtsfest vergangen und Emily und Aurora leben sich bei ihren neuen Pflegeeltern ein, sie besuchen eine "normale" Schule und versuchen, ein weitgehend normales Leben zu führen. Beide erhalten Unterricht von Wittgenstein und dem Elfen Micklewhite und gerade Emily baut ihre Trickster-Fähigkeiten aus. Doch die Vergangenheit ruht nicht und schnell wird klar, dass es in der Uralten Metropole Unruhen gibt, außerdem gilt es weiterhin, Kontakt zur kleinen Mara herzustellen.
Jack the Ripper treibt sein Unwesen und auch andere Geschöpfe sind auf den Plan gerufen. Und was hat es mit der mysteriösen Lilith auf sich, um die sich alles zu drehen scheint?
Wiedereinmal toll! Sofort hatte Marzi mich wieder abgeholt und in die Uralte Metropole eintauchen lassen. Ich liebe diese düstere, gruselige Welt!
Im Gegensatz zu 'Lycidas' geht es hier etwas geradliniger vor, es gibt weniger verwirrende Zeitsprünge, dafür ist es für meinen Geschmack stellenweise ein wenig langatmig gewesen. Aber wirklich nur ein wenig. Der schrullige Wittgenstein ist wieder Erzähler und ich liebe seine trockene Art, von den Geschehnissen zu berichten. Ein bisschen holprig wird es, wenn er als allwissender Erzähler von Gedanken und Gegebenheiten berichtet, die er so gar nicht oder nur schwer wissen kann (vielleicht wurde es ihm im Nachhinein auch einfach erzählt?) aber ich finde diese überheblich angehauchte Art ganz passend zu diesem Charakter.
Die Verbindung zwischen Emily und Aurora ist sehr eng und die Zuneigung und den Halt, den beide sich gegenseitig geben wird nahezu durch die Seiten greifbar.
Marzi vermengt ägyptische Götter, griechische Sagen und Mythen gekonnt miteinander und lässt in der Jetztzeit zusätzlich noch den Flair vom viktorianischen London entstehen - und erzeugt trotzdem eine spannende und stimmige Welt!
Der nächste Band wird definitiv nicht mehr lange ungelesen bei mir verweilen!
- Thomas Thiemeyer
Evolution - Die Stadt der Überlebenden
(246)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneDie Grundidee des Buches fand ich sehr spannend. Durch einen Zufall landen die Protagonisten in einer Zukunft, in der vermeintlich keine anderen Menschen mehr leben. Die Natur hat sich die Städte zurückerobert und mit ihr kam noch etwas anderes, das sich gegen die Menschen verschworen hat.
Leider fand ich die Umsetzung nicht so stark, wie erhofft. Die Welt der Zukunft ist klasse beschrieben, das Szenario sehr gut umgesetzt. Auch die Erklärung für das alles scheint schlüssig zu sein. Das war definitiv ein großer Pluspunkt der Geschichte für mich.
Auch die Handlung selbst konnte mich überzeugen und sehr gut unterhalten. Vom Ankommen und Erkunden, bis hin zu den Entdeckungen und Erkenntnissen, die gemacht wurden. Es war interessant und wurde zwischenzeitlich sogar richtig spannend.
Die Charaktere jedoch blieben sehr flach. Bis auf ein paar prägnante Wesenszüge blieb mir fast nichts wirklich in Erinnerung. Vielleicht ändert sich das in den weiteren Bänden noch, doch in diesem Auftaktband stachen sie für mich nur durch ihre klischeehaften Rollen hervor und hätten noch keine Chance, sich zu entwickeln.
Zudem habe ich ein paar Befürchtungen für die Folgebände der Trilogie, die ich hier aber nicht erwähnen werde. Da ich die Reihe weiterlesen werde, finde ich noch früh genug heraus, was davon zutrifft und was nicht.
- Christine Feehan
Wilde Magie
(106)Aktuelle Rezension von: TatjanaVBKlappentext
Auf der Flucht vor einem Feind aus der Vergangenheit versteckt sich die schöne Rachael in der undurchdringlichen Wildnis des Dschungels von Borneo. Doch auch hier lauert so manche Gefahr auf die junge Frau: Schwer verletzt überlebt sie den Angriff eines Leoparden. Der Eingeborene Rio Santana pflegt sie hingebungsvoll gesund und schon bald erwacht ein unstillbares Verlangen zwischen ihnen. Noch ahnt Rachael nicht, dass Rio ein dunkles Geheimnis hütet – ein Geheimnis, das auch ihr eigenes Leben für immer verändern wird ...
Inhalt
Teil 1 (ca. 150 Seiten):
Hier geht es und Maggie Odessa und Brandt Talbot. Außerdem wird man eingeführt in die Welt der Leopardenmenschen.
Teil 2:
Hier kommen wir zum hauptsächlichen Handlungsstrang. Es wird von Rachels Flucht in den Regenwald erzählt und wie sie dabei ihren wahren Gefährten trifft, der sie zunächst für eine Mörderin hält. Doch draußen lauern nicht nur Gefahren und Geheimnisse, sondern auch die Killer, die hinter ihr her sind.
Fazit:
Mit detaillierte und farbenfrohe Beschreibung, schafft die Autorin es uns mit in den Regenwald zu führen. Das war es aber schon, was mir positiv gefallen hat an diesen Roman. Dieses Buch zieht sich, gefüllt werden die Durststrecken mit Erotik und Wiederholungen. Den ersten Teil des Romans (s.o.) hätte man auch getrost weglassen können, da die beiden Protagonisten in der Hauptstory gar nicht mehr auftauchen. Der zweite Teil „Fieber“ ist etwas besser und es kommt hin und wieder vor, dass etwas Spannung aufgebaut wird, die jedoch schnell durch unpassende Erotikszenen und Wiederholungen kaputtgemacht wird. Meine Meinung hätte die ganze Geschichte auch getrost in 400 Seiten erzählt werden könnten statt mit ca. 600 Seiten. Da ich auf der Suche nach eine gute Gestaltwandler-Reihe war, gibt es von mir keine Leseempfehlung.
- Suzanne Collins
Gregor 1. Gregor und die graue Prophezeiung
(263)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneCollins beginnt die Geschichte an einem heißen Sommertag in New York, wo der elfjährige Gregor mit seiner Schwester Boots und seiner Großmutter bleibt, während andere Kinder in den Ferien sind. Das Abenteuer nimmt seinen Lauf, als Boots durch einen Lüftungsschacht fällt und Gregor ihm nachfolgt. Die Handlung zieht sich über 300 Seiten, in denen Leserinnen und Leser in eine spannende Welt mit vielen Überraschungen und Wendungen eintauchen. Die Erzählweise ist schnelllebig, und es gibt zahlreiche komplexe Zusammenhänge, die auch für erwachsene Leser ansprechend sind. Collins' bildhafte, jedoch einfache Sprache macht es der jungen Zielgruppe leicht, der Geschichte zu folgen, wobei einige Szenen für eine jüngere Leserschaft erstaunlich blutig erscheinen können.
Die Welt, die Collins erschafft, ist faszinierend und differenziert, mit einzigartigen Kreaturen, die in einer unterirdischen Höhlenwelt leben. Diese Lebewesen haben eigene Kulturen und Eigenschaften, was das Worldbuilding bereichert. Die Themen Freundschaft, Vertrauen und Familie stehen im Vordergrund, und die Figuren entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Besonders Gregor als Protagonist zeigt eine überzeugende Entwicklung, während auch andere Charaktere wie seine Schwester Boots und die Kakerlaken Temp und Tick die Leser in ihren Bann ziehen. - Fran Ray
Die Saat
(134)Aktuelle Rezension von: abuelita..der sich allerdings doch sehr in die Länge zieht – und man muss aufpassen, um nicht den Überblick zu verlieren in den mehreren parallel verlaufenden Geschichten.
„Wir müssen die Welt retten“ – kurz gesagt geht es um eine Genveränderung und was damit alles zusammenhängen kann. Jede Menge Morde, die nicht immer plausibel sind. Und das Ende ist einfach zu theatralisch und eher lächerlich.
Schade.
- Terry Pratchett
Maurice der Kater
(265)Aktuelle Rezension von: ConzilieMaurice war ein normaler Kater, bis er es plötzlich nicht mehr ist. Jetzt kann er denken und sprechen. Und dieses Potenzial kann er nicht ungenutzt lassen, zusammen mit einem dumm aussehenden Jungen und sprechenden Ratten, beginnt er die Menschen zu betrügen.
Maurice, der Kater ist kein typischer Scheibenwelt-Roman.
Maurices Abendteuer ist spannend und auch düster.
- Kenneth Grahame
Der Wind in den Weiden
(68)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Als ich den Titel gelesen habe, dachte ich zuerst an eine total langweilige und kitschige Liebesgeschichte und wollte die Geschichte gar nicht kennenlernen. Ein Glück, dass ich mich dennoch dran gewagt habe, denn dieses Kinderbuch ist auch etwas für Erwachsene. Ich kenne es sowohl als Buch, als auch als Holy Klassiker-Hörspiel. Sowohl Buch als auch Hörspiel sind beide gut gemacht. Was die Geschichte betrifft, so erzählt sie eine recht wilde Geschichte von 5 Freunden, die durch Höhen und Tiefen gehen und doch ganz unterschiedliche Charakterzüge haben, die sich jedoch gut ergänzen. Schön finde ich die teils recht familiären Situationen, die für einen Hauch von Gemütlichkeit aus tierischer Sicht sorgen. Hinzu kommen sehr viele amüsante Situationen, die jedoch auch den Ernst der jeweiligen Situationen nicht vergessen lassen. Eine schöne Geschichts fürs Herz, die witzig, actionreich und doch auch sehr gemütlich ist und zeigt, dass auch Tierfreundschaften so manches Problem lösen können durch Hartnäckigkeit und Zusammenhalt. Ein interessantes Tierabenteuer, dass ich gerne weiter empfehle, da es so manche Weisheiten für kleine Heißsporne bereit hält und neben viel Humor auch Lösungen aufzeigt, die oft auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind. Zudem finde ich es auch sehr schön, dass jedes Tier so akzeptiert wird, wie es ist. Egal ob es der Dachs mit seiner manchmal recht harten und offenen Art ist, die freundliche Ratte, der tollpatschige und doch zu gutmütige Maulwurf oder die Kröte, die kein Hobby lange für sich behalten kann und immer für Neues zu begeistern ist. Einfach schön gemacht und ein Klassiker, den jung und alt kennen sollten und der hoffentlich zeitlos bleibt.
- Suzanne Collins
Gregor 2. Gregor und der Schlüssel zur Macht
(166)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneGregor kehrt mit seiner Schwester zurück ins Unterland, obwohl er dies nicht unbedingt möchte. Er kämpft noch immer mit dem Verrat von Henry und es gibt neue Herausforderungen wie eine Prophezeiung. Bekannte Charaktere wie Gregor, Boots, Ripred und Luxa treffen auf neue Figuren wie Howard und Twitchtip. Die Autorin, Suzanne Collins, nimmt keine Rücksicht und lässt auch gute Charaktere sterben, was das Buch nicht für Kinder ohne Vorwarnung geeignet macht. Der zweite Teil bietet Verbesserungen in der Spannung und endet mit einem Cliffhanger, der zum Weiterlesen anregt. Wer den ersten Teil mochte, sollte den zweiten Teil unbedingt lesen.
- Papierverzierer Verlag
Steamtown - Die Fabrik
(43)Aktuelle Rezension von: AleshaneeAuf das Buch war ich richtig neugierig, weil ich schon die Fantasyreihe der Autorenbrüder T. S. Orgel über die Blausteinkriege kennen- und lieben gelernt habe. Der Ausflug ins Steampunk Genre war ein großer Anreiz, den in dem Bereich hab ich noch viel zu wenig gelesen.
Den Anfang empfand ich ehrlich gesagt etwas schleppend - aber vielleicht war ich auch zu ungeduldig. Die Vorstellung zwei der Protagonisten zog sich irgendwie, obwohl ich dann festgestellt hatte, dass es gar nicht so viele Seiten waren, aber es war auch nötig, um ihr Verhalten im Verlauf zu verstehen.
Die große Schrift im Buch ist super - dafür waren die Zeilenabstände sehr eng, das erste Mal, das mir sowas auffällt. Das war zuerst etwas anstrengend, aber ich hab mich sehr schnell dran gewöhnt.
So, jetzt hab ich ein bisschen gemeckert, aber ich fand das Buch wirklich toll! Als ich nach dem etwas plätschernden Einstieg in die Geschichte reingekommen bin, konnte ich gar nicht mehr aufhören! Die drei Hauptcharaktere sind in ihrer eigenwilligen Art so toll beschrieben und mir auch ans Herz gewachsen, auch wenn sie jetzt keine wirklichen Sympathieträger sind.
Agent Eric von Valen ist noch am "nettesten". Ein junger Agent des Ministeriums, der seinen ersten Mordfall zu klären hat. Natürlich ist er noch unerfahren und unsicher in seinem Tun, aber entschlossen, dem Täter auf die Spur zu kommen. Er gibt sich immer korrekt, aber er hat tief in seiner Erinnerung ein Geheimnis vergraben, das
Pater Siberius Grand - ein Mann der Kirche, aber ein gefallener Mann. Warum - darauf möchte ich hier nicht eingehen, das müsst ihr selbst herausfinden! Aber ich fand ihn einfach herrlich! Entgegen der Vorstellung eines "Gottesmannes" wirkt er vom Aussehen her eher wie ein Schläger und ist auch mit seinen knapp über 50 Jahren noch top in Form. Er sagt was er denkt und ist dabei auch mit seiner Wortwahl nicht zimperlich und handelt sich damit regelmäßig Ärger ein. Mit seinem Auftreten schafft er sich seinen "Platz" und seinen Respekt, hat aber auch eine vortreffliche sarkastische Ader.
Der dritte im Bunde, der den Mordfall aufklären soll ist der Forensiker Mister Ferret. Er kommt sehr unscheinbar und unauffällig daher, ist aber auch nicht auf den Mund gefallen und glänzt mit einem gleichgültigen, trockenen Humor, der im Zusammenspiel mit Siberius Grand äußerst amüsant ist! Mister Ferret hat einige verborgene Talente, die das Team aus einigen bösen Überraschungen retten wird.
Man merkt recht schnell, dass der Mord prekäre, politische Bedeutung hat und es hier einiges zu vertuschen gilt. Doch die drei lassen sich nicht unterkriegen und jeder auf seine Art
Der Schreibstil ist erfrischend locker, teilweise flapsig gerade in den Dialogen und beim wörtlichen Schlagabtausch, was die doch recht düstere Atmosphäre zu einem unterhaltsamen Schauspiel macht; aber dabei nicht den Ernst der Lage außer Acht lässt. Bei den Männern geht es nunmal in einem etwas raueren Ton zu und Handgreiflichkeiten und Brutalität sind öfters vonnöten. Denn es ist gefährlich im fiktiven Steamtown und der viktorianische Einschlag wird sehr schön mit den typischen Elementen aus dem Genre verbunden: Plasmalichter, Ikonographen, Aetheromanten und viele kleine Details - dazu Ausflüge in die von Unrat überschwemmte Kanalisation und das düstere Sanatorium.
Und! Die Geschichte kommt wunderbar ohne den unnötigen Zusatz einer Romanze aus!
Die Handlung entwickelt sich dabei mit einem guten Tempo und die Spannung wird auch immer wieder angetrieben. Die Zusammenhänge formen sich langsam zu einem Bild, lassen aber noch genug Spielraum zum Rätselraten - vor allem auch durch überraschende Wendungen.
Der Epilog hält dann auch noch einen bösen Zug bereit, wodurch sich noch Stoff für eine Fortsetzung ergeben würde. Ich würd mich jedenfalls darüber freuen!
Fazit: 4.5 Sterne gerne aufgerundet!
© Aleshanee
Weltenwanderer - Thomas Thiemeyer
Evolution
(33)Aktuelle Rezension von: Anna0807Dieses Geschichte habe ich als Hörbuch gehört.
Die Grundidee finde ich sehr vielversprechend. Allerdings war mir die allgemeine Spannungskurve zu flach. Erst gegen Ende dieses ersten Teils passierte wirklich etwas. Zudem empfinde ich die Problemlösungen als zu einfach und die jugendlichen Protagonisten als zu "allmächtig".
Das Hörbuch kann ich von der Vertonung sehr empfehlen.
Da ich doch neugierig bin werde ich auch den zweiten Teil als Hörbuch hören und auf eine Steigerung der Ausarbeitung hoffen.
- Tina Schlegel
Schreie im Nebel
(22)Aktuelle Rezension von: Rose75Nachdem mir das neueste Buch der Autorin "Gewittersee" sehr gut gefallen hat, habe ich mich entschieden auch ihre erste Krimireihe mit dem Kommissar Paul Sito zu lesen.
Zu Beginn der Handlung stirbt der Hund von Paul Sito und das belastet seine Nerven sehr. Nachdem seine schwangere Frau durch einen Unfall ums Leben gekommen ist, war der Hund besonders wichtig für ihn. Deshalb kann er mit dem neuen Kollegen Dr. Roman Enzig erstmal wenig anfangen. Als sich der neueste Fall der Konstanzer Ermittler aber als Auftakt einer Mordserie entpuppt, ist Kommissar Sito sehr dankbar für die Hilfe des Profilers Enzig.
Der Täter inszeniert seine Opfer nach einer Bilderserie, die eine junge Künstlerin gezeichnet hat. Die Künstlerin hat in ihren Bildern den gesellschaftlichen Umgang mit Tieren auf eine sehr bedrückende Art dargestellt.
"Schreie im Nebel" ist kein klassischer Regionalkrimi, sondern geht schon mehr in Richtung Thriller mit philosophischer Botschaft.
Die Figuren waren für mich keine wirklichen Sympathieträger, aber in ihrer Art authentisch und greifbar. Das Ende war heftig und ich bin neugierig wie es mit Paul Sito, Dr. Enzig und ihrem Umfeld weitergeht. Ich habe den 2. Band "Die dunkle Seite des Sees" schon parat und werde den auch zeitnah lesen.
- Irene Matt
Zauberschön
(63)Aktuelle Rezension von: Buecher_dracheDas Königreich Florapis ist ein ganz zauberhaftes Fleckchen Erde. Überall blühen Blumen und die Bewohner verarbeiten den Honig der fleißigen Bienen und König Florobert regiert mit Weitsicht und Güte.
Jedoch wird der Prinz als Baby von einer Biene gestochen und seither hat er vor allem und jedem Angst.
Als der betagte König versucht, seinen Sohn in die Amtsgeschäfte einzuführen, beschließt dieser aus Angst eine Mauer um Florapis errichten zu lassen.
Dies führt jedoch zu jeder Menge Problemen und gefährdet das sorglose Leben in dem Königreich enorm.
Zudem wird von dem Baulärm der junge, hungrige Tatzelwurm (nicht zu verwechseln mit einem Drachen, auch wenn sie ähnlich aussehen) Pankratz angelockt, der sich am liebsten von Ideen ernährt. Zurück bleiben Zweifel und Mutlosigkeit.
Bislang weiß nur Ava von seiner Existenz und durchschaut die Zusammenhänge - und sie setzt alles daran, das Leben für die Bewohner von Florapis wieder zauberschön zu machen.
Ein ganz wunderbares Märchen über Freundschaft, Angst bzw Mut. Die Sprache ist bildreich und dazu gibt es auch noch hübsche Illustrationen.
Ich mochte Ava und Pankratz sehr gerne und hab es genossen, in die Welt von Florapis einzutauchen.
So einen Tatzelwurm würde ich auch gern mal kennenlernen - warum, das könnt ihr in dem Buch erfahren.
- Suzanne Collins
Gregor 5. Gregor und das Schwert des Kriegers
(128)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneIm letzten Band der Reihe beginnt die Handlung direkt im Geschehen des vorherigen Teils und konzentriert sich auf den bevorstehenden großen Kampf. Der Verlauf ist von einer deutlichen Brutalität und Gewalt geprägt, die für den Leser erschreckend sein kann. Trotz einiger Längen bleibt die Spannung jedoch weitgehend konstant. Ein kritischer Punkt ist die einseitige Darstellung der Charaktere; es entsteht der Eindruck, dass neue Figuren eingeführt werden, wenn die Autorin Schwierigkeiten hat, die Handlung weiterzuspinnen.
Die Beziehung zwischen den Protagonisten Gregor und Luxa wird als unzureichend behandelt, da sie nur am Rande erwähnt wird und damit eine wichtige Dimension der Geschichte nicht genügend gewürdigt erhält. Das Ende des Buches lässt den Leser mit einem Gefühl der Unvollkommenheit zurück, da mehr Potenzial im Abschluss der Geschichte hätte ausgeschöpft werden können. Insgesamt bleibt der Schluss etwas unbefriedigend und hätte besser ausgearbeitet werden können, um den Leser angemessen zu entlassen.
- Benjamin Keck
Tul: Stadt der Gefallenen
(45)Aktuelle Rezension von: ragii-nTja Leute, wenn ihr während der Dusche oder kurz danach bock habt euch so richtig schmutzig zu fühlen, solltet ihr mal nach Tul.
Da habt ihr alles - Menschenfresser? Check - Schulden jeglicher Art? Check - Löcher, Mordende Meute, ne riesige Mauer? Alles Check - Zwei Freunde die Tul überleben wollen? Check.
Evva und Toto sind Ratten, die durch Diebstahl versuchen ihre Schulden abzubezahlen und aufzusteigen. Durch eine gute Tat - in Tul gibt es eigentlich keine guten Taten - werden sie von einer Spinne aufgekauft. Dort lernen sie was einen guten Dieb ausmacht, sie lernen zu kämpfen und Schlösser zu knacken. Doch plötzlich passieren gewisse blutige Dinge, eine Jagd beginnt, kämpfe müssen beschritten, Leben müssen genommen und Schulden müssen eingeräumt werden.
Um in Tul zu überleben muss man viele Risiken in Kauf nehmen. Evva ist eine tolle und starke Protagonistin, Toto ist ein richtig guter Freund und Begleiter. Die Freundschaft zwischen beiden war sehr schön. Gott sei Dank gibt es keine Lovestory zwischen ihnen, dass hätte so viel ruiniert.
Ich mochte das Hörbuch sehr gerne, fand den Sprecher angenehm und kann mir gut vorstellen, dass das Print mal bei mir einziehen darf.
Das Einzige was mich ein wenig gestört hat, war der Verlauf der Zeit. Es ging alles sehr schnell, die Handlung verlief sehr zügig, der Plot war plötzlich da.
Deshalb mag ich Reihen ganz gerne, doch in einem Einzelband wie hier, leidet die Geschichte - in meinen Augen - etwas drunter.
Dennoch war ich froh über den Abstecher in Tul und bei Namus dreckigen Schuppen, wer weiß ob ich nicht irgendwo anders in Ereos lande - so wahr mir die Götter "gut" gesinnt sind. 😂 - Stephen King
Gesang der Toten
(170)Aktuelle Rezension von: Yannick_GabrielINHALT :
Ausnahmsweise gebe ich bei einer Rezension mal keine Inhaltsangabe. Dafür sind die Geschichten zu unterschiedlich. Von Weltraumreisen, Fantasy-Wesen, Studentenwohnheimen mit Tieren bis ''normalen'' Winterausflügen. Die Geschichten sind wirklich sehr unterschiedlich und dadurch wird es unmöglich eine Übersicht zu geben ohne zu Spoilern.
WAS MIR GEFALLEN HAT :
- Die Kurzgeschichte ''Travel'' ist eine glatte 10/10. Es ist vermutlich die beste Horror-Kurzgeschichte die ich bis Dato gelesen habe und hat für mich das Buch schon lesenswert gemacht.
- Grundsätzlich sorgt die Aufteilung und Anzahl der Kurzgeschichten sorgen für einen angenehmen Lesefluss und die Geschichten, welche einen überhaupt nicht packen, kann man getrost überspringen. Dies würde ich bspw. bei Kapiteln in Büchern niemals können ohne mentale Kriege gegen mich selbst führen zu müssen.
- King's Stil und Art des Schreibens hat ihn nicht umsonst zu einem der bekanntesten Autoren der Welt gemacht. Dies kommt auch gut in den meisten der Kurzgeschichten zum Vorschein.
WAS MIR NICHT GEFALLEN HAT :
- Die Geschichten ''Der Gesang der Toten'' und ''Onkel Ottos Lastwagen'' fand ich schlichtweg langweilig und wurden ab der Hälfte abgebrochen, da sie nicht die Qualität der anderen Geschichten erreicht haben.
FAZIT und PUNKTEZAHL :
Man muss sich bewusst sein, dass es sich hier um eine Ansammlung kleinerer Geschichten handelt, welche in sich nochmal sehr variabel sind - sowohl in Thematik, Spannung und Qualität. Alles in allem hat mir das Buch aber Spaß gemacht und 3 der Geschichten, haben sich nachträglich in mein Hirn gebrannt und werden da vermutlich in 20 Jahren immer noch dort sein.
Für King-Fans zu empfehlen ebenso wie für Fans von Schauer-Literatur. Wer nichts mit 30 Seiten Geschichten anfangen kann, wird hier vermutlich auch nicht seinen heiligen Gral finden.
80 / 100 Punkten
- Stephen King
Sleeping Beauties
(35)Aktuelle Rezension von: wanderer-of-wordsDas positive vorneweg: David Nathan macht wie immer einen hervorragenden Job.
Das Buch selbst konnte mich nicht begeistern. Eine langsam vor sich hinplätschernde Geschichte, austauschbare Charaktere, wenig Spannung. Zu viele Nebensächlichkeiten werden viel zu umfangreich beschrieben.
Fazit:
Ich werde künftig zu seinen älteren Werken greifen, mit den neueren werde ich einfach nicht warm. - Salman Rushdie
Luka und das Lebensfeuer
(17)Aktuelle Rezension von: HerbstroseBei einem Spaziergang mit seinem Vater, dem Geschichtenerzähler Raschid, sieht Luka, wie ein Zirkusdirektor seine Tiere misshandelt und verwünscht ihn deswegen. Noch in derselben Nacht brennt der Zirkus und die Tiere können ausbrechen. Zwei von ihnen, ein Bär namens Hund und ein Hund, der Bär genannt wird, fliehen zu Luka und werden seine besten Freunde. Die Rache des Zirkusdirektors trifft Raschid, er wird krank und fällt ins Koma. Um seinen Vater zu retten muss Luka das Lebensfeuer finden. Mit Hund und Bär begibt er sich auf die gefahrvolle Suche in eine andere, geheimnisvolle und magische Welt …
Sir Salman Rushdie ist indisch-britischer Schriftsteller. Er wurde 1947 in Bombay geboren, kam im Alter von 14 Jahren nach England auf die Rugby School, studierte danach in Cambridge Geschichte und arbeitete anschließend als freier Journalist und Werbetexter. Ab 1975 begann er mit Schreiben und erreichte 1988 Weltruhm, als „Die satanischen Verse“ veröffentlicht wurde. Dies war für die iranische Regierung unter Staatschef Chomeini der Anlass, Rushdie 1989 mittels einer Fatwa zum Tode zu verurteilen. Er lebte daraufhin unter Decknamen und Polizeischutz an ständig wechselnden Orten. Das Todesurteil wurde auch nach dem Tode Chomeinis nicht aufgehoben und gilt bis heute, das Kopfgeld für seinen Tod wurde mittlerweile auf fast 4 Millionen Dollar erhöht. Ungeachtet dessen erhielt er inzwischen zahlreiche Preise und Auszeichnungen für seine Werke, so den Booker Prize, den Aristeion-Literaturpreis der EU, wurde 1999 von der FU Berlin und der Universität Lüttich mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet und 2007 von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.
Erstaunlich, mit welch Phantasiereichtum der Autor ausgestattet ist und wie er es schafft, den Leser damit in seinen Bann zu ziehen. „Luka und das Lebensfeuer“ ist ein Märchen für Erwachsene in modernem Gewand, das der Autor für seinen Sohn geschrieben hat. Um das Lebensfeuer zu finden muss Luca, ähnlich wie in einem Computerspiel, Level um Level erreichen, ohne dabei alle seine Leben zu verlieren. Dabei stellen sich ihm ungeahnte Hindernisse in den Weg, die es durch List und mit Hilfe einiger ihm wohlgesonnener mystischer Wesen zu überwinden gilt. Der Schreibstil ist sehr ansprechend, angenehm flüssig und gut lesbar, wenn auch die Fülle der seltsamen Namen den Lesefluss etwas hemmt. Dennoch habe ich es sehr gerne gelesen und mich in eine magische Welt voller mythologischer Figuren entführen lassen.
Fazit: Ein Lesevergnügen für alle, die sich auch noch als Erwachsene gerne ins Reich der Phantasie verführen lassen.























