Bücher mit dem Tag "raub"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "raub" gekennzeichnet haben.

124 Bücher

  1. Cover des Buches Royal Heist (ISBN: 9783736325494)
    Lena Kiefer

    Royal Heist

    (281)
    Aktuelle Rezension von: Bunnyreads

    Ich habe dieses Buch in zwei Tagen durchgesuchtet. Ich glaube, das sagt eigentlich schon alles. 😂

    Schon der Einstieg hat mich direkt gepackt und immer, wenn Darcy und ihr Team irgendwo eingebrochen sind, war ich komplett dabei. Diese Heist-Sequenzen waren so gut geschrieben, dass ich richtig mitgefiebert habe. Und dann dazu noch dieser Robin Hood Vibe? 😍

    Darcy mochte ich unglaublich gerne. Sie ist clever, kann sich in die unterschiedlichsten Rollen hineinversetzen und weiß genau, wie sie andere von ihren Masken überzeugen kann. Gleichzeitig fand ich es besonders schön, wenn ihr echter Charakter trotz allem nach außen durchgeschimmert ist.

    Bei den Jungs war ich anfangs tatsächlich mehr Team Spencer Ich meine, Golden Retriever Boyfriend Energy, what can I say? 🫣 Aber sagen wir einfach: Meine Meinung dazu hat sich im Laufe des Buches sehr verändert. IYKYK.

    Und Tristan? 👀 Ich mochte total, dass man erst nach und nach erkennt, was für ein toller Mensch eigentlich hinter seiner Fassade steckt. Die Schlagabtausche zwischen ihm und Darcy waren für mich absolute chef’s kiss und definitiv eines meiner Highlights.

    Was ich außerdem richtig erfrischend fand: Es gibt nicht den einen klassischen Bösewicht, den man einfach durchgehend hassen kann. Selbst wenn Charaktere Fehler machen oder sich falsch verhalten, kann man meistens nachvollziehen, warum sie so handeln. Selbst bei der Queen hatte ich eher das Gefühl, dass hinter ihrer kalten Fassade noch deutlich mehr steckt. Und genau das macht mich jetzt umso neugieriger. 👀

    Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist das Ende. Das war mir etwas zu klassisch und vorhersehbar. Hier hätte ich mir einfach ein bisschen mehr Originalität gewünscht. Trotzdem bin ich nach diesem Ende definitiv gespannt, wie es weitergeht.

  2. Cover des Buches Selfies (ISBN: 9783423217712)
    Jussi Adler-Olsen

    Selfies

    (404)
    Aktuelle Rezension von: zwischenkapitelnundkaffee

    Bei der Reihe gibt es, wie vermutlich bei den meisten Reihen, bessere und schlechtere Teile. Dieser ist definitiv einer der besseren!
    Die Geschichte startet langsam, mit mehreren Perspektiven und Zeitebenen, die nach und nach zusammenlaufen. Inhaltlich ist das extrem spannend. Man merkt schnell: Das hier ist kein leichter Krimi, sondern einer, der bewusst unter die Haut geht.
    Carl und Assad funktionieren wie immer großartig zusammen und bringen zwischendurch genau die richtige Portion Humor in die düstere Handlung. Besonders gefallen hat mir die Geschichte um Rose, man bekommt einen viel tieferen Einblick in ihr Leben als bisher.
    Ein kleiner Minuspunkt für mich waren allerdings die vielen, vielen Zeitebenen. Stellenweise war es einfach nur verwirrend und hat damit den Lesefluss kurz ausgebremst.
    Insgesamt trotzdem ein sehr starker Krimi mit Tiefgang und Spannung.
    Für Fans der Reihe definitiv lesenswert und durch das offene Ende freut man sich auf den nächsten Teil!

  3. Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub und der Mann, der zweimal starb (Die Mordclub-Serie 2) (ISBN: 9783548068039)
    Richard Osman

    Der Donnerstagsmordclub und der Mann, der zweimal starb (Die Mordclub-Serie 2)

    (293)
    Aktuelle Rezension von: lese_hummel

    Das Abenteuer mit Ron, Ibrahim, Elizabeth und Joyce geht in die nächste Runde. Diesmal geht es um Diamanten, Elizabeths Vergangenheit und neuen Perspektiven. Man lernt nicht nur die vier Rentner*innen, sondern auch weitere tolle Nebencharaktere (noch besser) kennen. Die Geschichte ist natürlich wieder leicht absurd, mit viel Witz geschrieben und man kann wunderbar gemütlich miträtseln. Alles in allem wieder ein schöner cozy Krimi für schöne Leseabende.

  4. Cover des Buches Arsène Lupin - Gentleman-Gauner (ISBN: 9783963571589)
    Maurice Leblanc

    Arsène Lupin - Gentleman-Gauner

    (20)
    Aktuelle Rezension von: FranklinTummescheit

    Gentleman-Gauner von Maurice Leblanc ist eine Sammlung von Kurzgeschichten über Arsène Lupin, den charmanten Meisterdieb und Verkleidungskünstler. Lupin ist ein Gauner mit Stil, der es vor allem auf die Reichen und Korrupten abgesehen hat. Mit Intelligenz, Witz und einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit trickst er nicht nur seine Opfer, sondern auch die Polizei aus – allen voran seinen ewigen Rivalen, Inspektor Ganimard. Die Geschichten zeigen Lupins schier unerschöpfliche Einfallsreichtum, seine Fähigkeit, selbst aus aussichtslosen Situationen zu entkommen, und seine oft überraschende moralische Seite.

    Maurice Leblancs Gentleman-Gauner ist ein unterhaltsames Werk voller cleverer Wendungen und charismatischer Figuren. Besonders beeindruckend ist die Vielseitigkeit Lupins, der nicht nur ein gewiefter Dieb, sondern auch ein raffinierter Psychologe und meisterhafter Schauspieler ist. Die Geschichten sind spannend, oft humorvoll und bieten einen interessanten Kontrast zu Sherlock Holmes – Lupins britischem Pendant (der in späteren Werken als „Herlock Sholmes“ auftaucht).

    Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass einige Erzählungen nach einem ähnlichen Muster ablaufen, was den Überraschungseffekt mit der Zeit etwas mindern kann. Dennoch bleibt Gentleman-Gauner eine fesselnde Lektüre für Fans klassischer Kriminalliteratur, die Lust auf weitere Abenteuer mit Arsène Lupin macht.

  5. Cover des Buches Die Mächte der Moria (ISBN: 9783551584281)
    Zoraida Córdova

    Die Mächte der Moria

    (54)
    Aktuelle Rezension von: Msnici91

    Renata besitzt eine Gabe, die Fluch und Segen zugleich ist und die sogar von ihrem eigenen Volk, den magischen Moria, verachtet wird, denn sie kann den Menschen ihre Erinnerungen stehlen. Deshalb würde sie als Kind in den Palast des Königs gebracht, um dort sowohl die Gegner des Königs, als auch ihr eigenes Volk zu vernichten. Heute jedoch kämpft sie selbst an der Seite der Rebellen. Doch dann wird ihr Anführer und Geliebter Dez von den Truppen des Palastes gefangen genommen und Renata riskiert alles, um ihn zu retten und seine Mission zu Ende zu bringen. Dabei erinnert sie sich jedoch an einiges aus ihrer Vergangenheit und deckt ein Geheimnis auf, das ihr helfen kann, das Schicksal der Moria zu verändern. 

    Das wunderschöne Cover, welches von Covergott Alexander Kopainski gestaltet wurde, wirkt sehr mysteriös und spiegelt die Magie der Geschichte perfekt wieder. 

    Der Schreibstil der Autorin konnte mich von Anfang an packen, auch wenn es etwas gedauert hat, bis ich in die Geschichte hineingezogen wurde. Trotzdem war es ab der ersten Seite spannend, emotional und actionreich und ich konnte einfach nicht mehr aufhören, zu lesen. Ich habe mich jedoch nicht nur in die Welt der Moria verliebt, sondern auch in die tollen Protagonisten. 

    Renata kämpft nicht nur um die Anerkennung der Moria, sondern auch mit ihrer Vergangenheit, in der sie einiges Unrecht begangen hat. Trotzdem gibt sie nie auf und tut alles, um ihre Einheit und vor allem ihren geliebten Dez zu beschützen. 

    Dez ist der geborene Anführer und ist immer zur rechten Zeit am rechten Ort. Doch obwohl er Renata sehr liebt, hütet er doch einige Geheimnisse vor ihr und seiner Einheit. 

    Sayida ist neben Renata mein heimlicher Liebling. Sie strahlt eine tiefe innere Ruhe aus, ist loyal und freundlich und sehr hilfsbereit. 

    Doch auch die Antagonisten fand ich einfach klasse. Sie waren brutal, authentisch und richtig greifbar. 

    König Fernando regiert nicht nur sein Volk mit strenger Hand, sondern macht auch noch Jagd auf die letzten lebenden Moria. 

    Dabei hat er Hilfe von seiner rechten Hand Richter Mendez, der vor keiner noch so großen Gräueltat zurückschreckt. 

    Aber auch sein Sohn, der Blutprinz, Matahermano, Prinz Castian ist bereit zu Gewalt, um seine eigenen Ziele zu erreichen. 

    Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre, die mich förmlich in die Welt der Moria hinein gezogen und nicht mehr los gelassen hat. Auch konnte die Geschichte einige tolle Plottwists bieten und Fähigkeiten, von denen ich so noch nichts gelesen habe. 

    Für mich ist die Mächte der Moria ein weiteres Highlight und sollte von jedem Fantasy-Fan gelesen werden. 

  6. Cover des Buches Der Schatten des Todes (ISBN: 9783455000450)
    James Runcie

    Der Schatten des Todes

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Tanjas Bücherstübchen

    Es handelt sich hier um die Buchvorlage für die Serie Grantchester über den Pfarrer Sidney Chambers, welcher zusammen mit seinem Inspektor-Freund den ein oder anderen Kriminalfall in seiner Gemeinde aufklärt. Ist im Grunde ähnlich wie Father Brown, nur etwas moderner würde ich sagen. Zu erwähnen ist, dass es sich hier nicht um eine Geschichte handelt, sondern mehrere Kurzgeschichten. Eignet sich hervorragend, wenn man nicht viel Zeit zum Lesen hat oder gerade nicht so geduldig ist. Die Storys lesen sich flüssig und leicht, man hat bei den verschiedenen Charakteren sofort die Darsteller der Serie im Kopf. Finde das Buch sehr gelungen als "leichte Kost" und würde es deshalb empfehlen. Es gibt auch noch weitere Bände mit Kurzgeschichten, wenn ich die einmal günstig wo finde, werde ich sie kaufen.

  7. Cover des Buches Three Tides to Stay (Breaking Waves 3) (ISBN: 9783958187535)
    Kristina Moninger

    Three Tides to Stay (Breaking Waves 3)

    (113)
    Aktuelle Rezension von: lillyfeereads

    Das war bisher der beste Teil der Reihe, er bekommt aber trotzdem nur 3 Sterne. Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen!

    Das Buch hat sich ein wenig gezogen und war stellenweise langweilig.

    In diesem Teil bekommen wir aber die meisten neuen Infos zu Josies Verschwinden, aber viel ist es auch nicht. Ich bin gespannt, was jetzt in Teil 4 von Lee rauskommt und was Andrea, Odinas Bruder damit zu tun hatte, da mir ein wenig verdächtigt erscheint - nicht sie getötet zu haben, sondern ihr geholfen zu haben. 

    Ich mochte es, dass die Lovestory von Odina und Noah gleich zu Beginn des Buches angefangen hat. Zwischen den beiden war von Anfang an was und Noah hat das nicht versteckt. Ich konnte Odina total verstehen, dass sie erstmal zurückhaltender war, da sie einfach noch ein Kind hat und der neue Mann auch in Jamies Leben tritt. Aber die Miskommunikation zum Ende hin hat mich einfach nur genervt. Es hat sich auch gefühlt vieles wiederholt und wurde eher langweilig. Ich mochte die beiden aber sehr gerne zusammen und fand ihn auch mit Jamie toll.

    Das am Ende dann alles so plötzlich gut war, kam etwas überraschend, hat aber Sinn gemacht. Das hat einfach mal wieder verdeutlicht, dass nach Hilfe fragen keine Schwäche ist. Odina ist von liebevollen Menschen umgeben, die sie gerne unterstützen, aber ich kann sie sehr gut nachvollziehen, mir fällt es auch schwer nach Hilfe zu fragen. Ich hätte mir das für sie schon viel eher gewünscht, da sie sich selber viel Leid ersparen hätte können.

    Thema Wilson: es hat eindeutig eine Triggerwarning bezüglich (häuslicher) Gewalt und Missbrauch gefehlt. Ich war schockiert, dass nichts dazu vorher im Buch zu lesen ist!!!

    Ich hätte mir sehr gewünscht, dass sich Odina jemandem geöffnet hätte und ihn angezeigt hätte. Ich hoffe sehr, dass er in Band 4 gefasst wird und nicht mehr in Odinas Leben in Erscheinung tritt.

    Ich bin nun gespannt auf Band 4 und die wahrscheinlich die Auflösung? Es sei denn man muss noch bis Band 5 und damit Josies Teil warten, mal sehen.

  8. Cover des Buches Ein ungezähmtes Tier (ISBN: 9783492322676)
    Joël Dicker

    Ein ungezähmtes Tier

    (180)
    Aktuelle Rezension von: Frie

    In einer guten Wohngegend von Genf treffen zwei Paare aufeinander. Die Väter beider Familien kennen sich über den Sport der Söhne. Karin, Verkäuferin und Greg, Mitglied eines Sondereinsatzkommandos leben in einem Neubauviertel, dass nicht zum Stadtteil passt. Arpad, Mitarbeiter einer Privatbank und Sophie, selbständige Anwältin besitzen eine der spektakulären Villen und scheinen reich zu sein. Alles läuft auf einen Juwelendiebstahl hinaus.


    Der Roman spielt damit, erst nach und nach alle Informationen preiszugeben, was dem Autor die Möglichkeit verschafft, mehrere Wendungen in die Geschichte einzubauen. Das ist spannend gemacht und lässt das Buch zu einem Pageturner werden.


    Was mir nicht gefallen hat, sind die stereotyp gezeichneten Personen, insbesondere Sophie dient dazu, mit ihrer Attraktivität und sexuellen Ausstrahlung, die Handlungen der Männer zu erklären. Auch für den Titel muss sie herhalten, dabei passt die Formulierung für mich nicht zur Beschreibung der Person.

    Gregriskiert seinen Job, weil er besessen ist von Sophie, geht ein Verhältnis mit einer Kollegin ein und nimmt Einfluss auf die Ermittlungen.
    Er ist am Ende der Einzige, der die moralischen Konsequenzen tragen muss; das greift mir zu kurz. Warum aber seine krasse letzte Tat beruflich vermutlich ohne Auswirkungen bleibt, finde ich unlogisch.


    Das Ende ist mir zu schnell und unsauber gestrickt. Wo zuvor kleinste Details große Wendungen rechtfertigen, haben am Ende des Buches wichtige Ereignisse keine Relevanz.
    Gerade im Hinblick auf die kriminalistischen Ermittlungen und Gregs Handeln als Polizeibeamter bleiben für mich zu viele Fragen offen. Dadurch wirkt die Auflösung weniger konsequent als der restliche Roman.
    So gibt es von mir in Summe 3,5 Sterne, gerundet auf 4.

  9. Cover des Buches Das Fräulein von Scuderi (ISBN: 9783872910561)
    E. T. A. Hoffmann

    Das Fräulein von Scuderi

    (274)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks

    Klappentext (amazon): "Paris, 1680: Ein Serienmörder geht um. Kann das 73-jährige Fräulein von Scuderi ihn fassen? Eine Kriminalnovelle, die geschickt historische Fakten und Fiktion miteinander kombiniert."

    Meinung: Ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen und man wird auch direkt hineingeworfen als Leser, denn es geht gleich spannend und mit Rätseln los.
    Das Fräulein von Scuderi ist mir dabei eine sehr sympathische Dame, die aber hier auch die Tugendhaftigkeit darstellen soll und somit auch nur sympathisch sein kann.
    Es wird einiges in dem Buch erzählt, teilweise gibt es auch sekundäres und sogar tertiäres Erzählen. Das Ganze macht es abwechslungsreich. Es werden einige Dinge wie die Giftmorde und dann die Überfälle erzählt, bei denen dann länger verharrt wird, da das dann das Hauptthema hier wird. Selbst hatte ich dazu keine Idee und somit habe ich mit gefiebert und war gespannt wie das Ganze sich auflöst.
    Auch sehr interessant fand ich die Inhalte am Ende des Buches zu Fragestellungen, Erläuterungen etc.
    Ich empfand es als sehr interessant geschrieben, konnte hier abtauchen, habe es neugierig verfolgt und somit als kurzweilig und unterhaltsam empfunden, weshalb ich es auf jeden Fall allen Interessierten weiterempfehlen kann.

  10. Cover des Buches Räuberherz (ISBN: 9783959912105)
    Julianna Grohe

    Räuberherz

    (279)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Anfang des Jahres habe ich mit „Mondprinzessin“ von Ava Reed meinen ersten Roman aus dem Drachenmond Verlag gelesen. Mit „Räuberherz“ von Julianna Grohe ist es dieses Jahr schon das dritte Werk aus dem Kleinverlag. Inzwischen ist der Hype zwar ein wenig abgeklungen, so steht in meiner Stammbuchhandlung nur noch ein Roman des Verlags regulär aus. Als die Verkaufszahlen 2018 ihren bisherigen Höhenpunkt erreicht hatten und der Drachenmond Verlag einen Umsatz von knapp 1 Millionen Euro erzielte, habe ich mich damals für zwei Bücher entschieden, die beide ein absoluter Coverkauf waren. Eines davon war „Räuberherz“. Es erschien 2017 und ist der Romantasy zuzuordnen. 

    Die 16-jährige Ella Bowen lebt alleine in einem verlassenen Haus in Brookville im US-Bundesstaat Pennsylvania. Vor ihrem spielsüchtigen und aggressiven Vater ist sie geflohen, zur Schule geht sie aber weiterhin. Dort versucht sie verzweifelt sich nichts anmerken zu lassen. In der Nacht von Halloween bricht plötzlich ein hünenhafter Mann in das verlassene Haus ein und entführt Ella. Als sie aufwacht, findet sie sich in einer alten umzäunten Villa wieder, aus der es keinen Ausweg gibt. Der Hausherr Crys verlangt von ihr in Zukunft seine Haushälterin zu sein, und das bedeutet: putzen, kochen, waschen. Sollte Ella sich fügen, erwartet sie ein Leben in Sicherheit. Sollte sie sich weigern, erwartet sie der Tod. 

    „Das Mädchen, das er ausgewählt hatte, stapfte in der Dämmerung mit gesenktem Kopf die Straße entlang, die Kapuze der schwarzen Jacke tief ins Gesicht gezogen.“, ist der erste Satz des Prologs, welcher aus der personalen Erzählperspektive im Präteritum vom männlichen Protagonisten Crys geschildert wird. Erst ab dem ersten Kapitel „Gothic Girl“ wechselt die Erzählperspektive zu Ella, die man aus der Ich-Perspektive verfolgt. Das Romantasy-Buch besteht aus annähernd 400 Seiten, einem Prolog, 29 Kapiteln und einem Epilog. Dass das Werk aus 29 Kapiteln besteht, ist auf den ersten Blick leider nicht leicht zu erkennen, da die Kapitel zwar Titel, aber keine Nummerierung haben. Kein Problem, dann schaut man halt einfach ins Inhaltsverzeichnis und zählt die Kapitel ab. Jedoch sucht man auch ein Inhaltsverzeichnis hier völlig vergebens, weshalb ich das Buch durchblättern musste, um die Kapitel durchzuzählen. So umständlich war es selten, die Anzahl der Kapitel herauszufinden. Doch das war nur das erste verwirrte Kopfschütteln einer langen Periode.

    Kommen wir aber zuerst einmal zur Protagonistin Ella Bowen. Zu Beginn der Geschichte ist sie ein 16-jähriges Mädchen, das sich selbst als eher pummelig bezeichnet. Sie hat kastanienbraune Haare, die sie aber bevorzugt schwarz tönt. An ihrem Gesicht sollen vor allem ihre kleine Nase, Sommersprossen und zu ihrem Leidwesen Pickel besonders auffällig sein. Wie der Name des ersten Kapitels „Gothic Girl“ schon andeutet, hat Ella einen sehr klaren Kleidungsstil mit einer dominierenden Farbe: schwarz. Schwarze Haare, schwarze Pullover mit Emo-Sprüchen wie „Darkness is my illumination“, zu Deutsch „Dunkelheit ist meine Erleuchtung“ und obendrein schwarzer Lippenstift. Nur das Gesicht schminkt sie sich ungesund weiß. Wenig überraschend, dass sie damit das Mobbingopfer ihrer Klasse ist, was durch die mangelnde Körperhygiene, da im maroden Haus keine Möglichkeit zum Duschen besteht, noch verstärkt wird. Auch wenn Ella dies verletzt und sie am liebsten in Ruhe gelassen wird, reagiert sie auf Anfeindungen doch erstaunlich bissig, was aber nicht unverständlich ist. Sie wirkt stets wie ein in die Ecke gedrängter Hund, der aus Notwehr zuschnappt. Trotz ihres sozial schwierigen Umfelds liegt ihr ein guter Schulabschluss sehr am Herzen. Sie ist fleißig und träumt von einem Stipendium, um Medizin studieren zu können, was zu ihrer sonst so misanthropischen und einzelgängerischen Haltung augenscheinlich nicht passen will. Außerdem liest sie leidenschaftlich gerne. Insgesamt ist Ella, bis auf ihre passiv aggressive Art, die sich aber mit der Zeit auswächst, ein angenehmer Charakter mit ausreichend Tiefgang. Das war also nicht das Problem, das ich mit diesem Buch hatte.

    Womit ich vielmehr ein Problem hatte, war der männliche Protagonist Crys und Ellas Verhältnis zu ihm. In einem Romantasy-Roman nehme ich wohl nicht zu viel vorweg, wenn ich sage, dass sich zwischen den beiden Hauptfiguren eine Liebesgeschichte entwickelt. Crys entführt Ella, um sie als Haussklavin zu halten. Dabei wird sie verhältnismäßig gut behandelt. Sie hat ein eigenes Zimmer mit Bad, genügend Freizeit, darf sich fast auf dem gesamten Gelände aufhalten und hat Zugang zur Bibliothek, was ihr besonders zusagt, übrigens eine weitere Parallele zu „Die Schöne und das Biest“. Genauso wie Crys‘ Spitzname für Ella, der Bella lautet, wie eine Mischung aus Belle und Cinderella. Dass sich ein Mädchen in ihren Entführer verliebt, klingt schon unangenehm nach Stockholm-Syndrom. Verschlimmert wird dies aber, wenn man sich genau anschaut, warum sich Ella in Crys verliebt. Dafür gibt es nämlich nur einen Grund: er ist verdammt sexy und reich. An dieser Stellen werfe ich mal meine ‚Lieblingsphrasen‘ ein: „Automatisch fiel mein Blick auf seine muskulösen Arme und die breiten Brustpartien“ oder auf sein „anbetungswürdiges Sixpack“. Sie fragt sich Dinge wie „Wie kann jemand so abgrundtief Schlechtes so perfekt aussehen?“ oder „Wie es wohl war, von ihm geküsst zu werden?“. „Reich und schön. […] Einmal mehr erlag ich seiner unwiderstehlichen Anziehungskraft.“ Beim Anblick seiner Freunde denkt sie: „Das waren nicht nur irgendwelche Männer. Das waren Prachtstücke!“ Damit bekommt Ella den nun von mir eingeführten Titel „Miss feuchtes Höschen 2021“ verliehen. Ihre Begegnungen mit Crys bestehen immer nur aus Anschmachten und Geiern. Viel mehr hat Crys auch nicht zu bieten, denn er behandelt Ella anfangs wie Dreck. Er beleidigt oder bedroht sie mit Sätzen wie „,Schwing dein fettes Hinterteil endlich hierher‘“, „,Wenn auch nur ein winzig kleines bisschen Hoffnung bestände, dass du mal dein Hirn einsetzt, würde ich dich windelweich prügeln.‘“, oder „,Vielleicht werde ich dich einmal ficken.‘“ Zu allem Überfluss ist er ihr gegenüber wiederholt gewalttätig: „Keinen Wimpernschlag später hatte er meine Kehle gepackt und drückte mich gegen die Wand“, oder „Er schüttelte mich, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen“, oder auch „Mit einer Hand packte er die Haare in meinem Nacken und riss sie nach hinten, sodass mein Schädel schmerzhaft gegen die Wand stieß“. Das ist aber nicht weiter schlimm, schließlich zirkuliert das Blut bei Ella vorwiegend zwischen den Beinen, sodass sie die Vorfälle wohl wieder gekonnt vergisst: „doch er hatte mir nie wehgetan!“ Bei so viel Blödsinn fehlen mir jetzt die Worte.

    Um das Ganze kurz auf den Punkt zu bringen: Crys ist ein unausstehliches Ekelpaket, häusliche Gewalt wird nahezu verherrlicht und die Beziehung der beiden beginnt unfassbar toxisch, auch wenn dies im Verlauf abflacht. Mit gesundem Menschenverstand hätte sich keine Frau der Welt in ihn verliebt, ganz unabhängig davon, was für ein heißer Kerl er ist. Ella und Crys haben überhaupt keine Chemie, die über die stumpfe Erotik hinausgeht. Wer also nach einer tiefgreifenden Romanze sucht, sucht hier vergebens. Dies ist auch eines der Hauptprobleme an „Räuberherz“: Es wird als Märchenadaption von „Die Schöne und das Biest“ verkauft, entpuppt sich dann jedoch als ,Das sabbernde Mauerblümchen und der sexy Bad Guy‘. Die Moral aus dem ursprünglichen Märchen geht dabei verloren, nämlich dass man wahre Schönheit im Inneren eines Menschen findet, und sich nicht von der Optik täuschen lassen sollte.

    Leider war es das noch nicht mit Problemen, die das Buch zu bieten hat. Es gibt auch noch ein paar inhaltliche Fehler, die erneut für verwirrtes Kopfschütteln gesorgt haben. Da wäre beispielsweise das Kapitel „Das Geheimnis der Tiere“, in dem Ella feststellt: „Morgen musste der erste Advent sein. Advent.“ Ja. Advent, Advent, die Autorin pennt, spielt das Buch doch irgendwo in den USA, wo Ella auch aufgewachsen ist. Natürlich gibt es in den USA auch die Vorweihnachtszeit, in der Plätzchen gebacken und das Haus geschmückt werden. Das Konzept des Advents mit den vier Sonntagen und Kerzenkranz gibt es dort jedoch nicht. Nur Familien mit deutschen Wurzeln, die Traditionen bewusst weiterleben, feiern den Advent, wie wir ihn verstehen. Hinweise auf deutsche Wurzeln bietet der Nachname Bowen jedoch eher nicht. Solche Fehler resultieren daraus, dass man als deutsche Autorin den Handlungsort in die USA verlegt, um einen möglichst schicken internationalen Flair zu generieren, um dann gedankenverloren deutsche Konventionen und Gepflogenheiten mit einzubinden. Aber auch der Satz „Diese leuchtenden eisblauen Pupillen waren wirklich faszinierend.“, hat mich ordentlich zum Lachen gebracht. Das geiernde Anschmachten um Crys und seine blauen Augen, die mehrfach Erwähnung finden, ist insofern witzig, dass auch jeder Arzt blaue Pupillen äußerst faszinierend fände, weil sie nämlich kein Mensch der Welt besitzt. Was eigentlich gemeint ist, ist die Iris, die bei jedem Menschen eine individuelle Farbe hat. Die Pupille dagegen ist das Loch, durch das das Licht auf die Netzhaut fällt, und die ist bei jedem schwarz, oder bei Blitzlichtfotos rot. Die Verwechslung zwischen Iris und Pupille ist übrigens ein Fehler, den ich auch schon bei „Clockwork Prince“ von Cassandra Clare entdeckt habe.

    Nachdem ich mir vor lauter Kopfschütteln schon fast den Hals gebrochen habe, möchte ich aber noch einmal kurz betonen, was mir an „Räuberherz“ gefallen hat. Einerseits wären da Arthur und James, die Haustiere, die man gewissermaßen als Sidekicks bezeichnen kann. Andererseits mochte ich den Schreibstil, der locker und flüssig war, zumindest abseits von den uninspiriert kitschigen Schwärmereien. Gepaart mit dem gut gewählten Tempo und den düsteren Geheimnissen der Villa sorgte er für einen Spannungsbogen, durch den ich das Buch, trotz Schwächen, recht zügig beendet habe. Die Sprache dagegen war manchmal derb, plump und vulgär, weshalb diese weniger punkten konnte.

    Das Ende hat „Räuberherz“ dann sozusagen den Todesstoß versetzt. Es ist zwar durchaus spannend. Nicht alle Figuren überleben das brutale und actionreiche Finale. Jedoch entbehrt die Art und Weise, wie Konflikte gelöst werden jeder Logik. Um nicht zu spoilern, bleibe ich gezielt vage, aber die Argumente für spezielle Ausnahmefälle sind mehr als löchrig, und werfen Zweifelsfälle und neue Gegenfragen auf, auf die im Epilog maximal noch rosa Zuckerguss gegeben wird.

    Wenn einem eine Märchenadaption versprochen wird, welcher die absolute Quintessenz fehlt, wird man wohl grundsätzlich eher enttäuscht sein. Ohnehin verspricht der Klappentext der Leserschaft eine ganz andere Geschichte, als sich letztendlich herausCRYStallisiert. Sorry, der musste sein! „Räuberherz“ von Julianna Grohe konnte in den meisten Punkten leider nicht überzeugen. Vor allem der Romantisierung einer toxischen und gewalttätigen Beziehung, die nur auf oberflächlichen Schwärmereien mit Einbezug von Sabber basiert, mangelt es völlig an Charme. Aber auch die inhaltlichen Fehler und das schlecht zusammengezimmerte Ende tragen ordentlich zu einer ernüchternden Wertung bei. Hinzu kommen, zugegebenermaßen, ein paar Kleinigkeiten wie die plumpen Schimpfworte. Da können der solide Spannungsbogen, eine meist angenehme Protagonistin und die Sidekicks nur noch Schadensbegrenzung leisten. Deswegen kann ich dem Romantasy-Werk aus dem Jahr 2017 nur zwei von fünf Federn geben. Man sollte ein Buch nicht nach seinem Umschlag beurteilen. Das gilt, wie hier erkennbar, in beide Richtungen. Vorerst werde ich wohl keine Bücher von Grohe mehr lesen.

  11. Cover des Buches Leona (ISBN: 9783453420601)
    Jenny Rogneby

    Leona

    (65)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Leona ist in Stockholm bei der Polizei tätig und bekommt einen neuen Fall. Es wurde eine Bank überfallen, aber von einem kleinen Mädchen! Was ist da los? Und wer hat das Tonband besprochen, dass das Mädchen abgespielt hat? Leona beginnt zu ermitteln und muss sich gegen neidische Kollegen, den all zu strengen Chef und vor allem, gegen ihre eigenen Dämonen durch setzen. Immer mehr dringt der Fall in ihr Leben ein und dann steckt sie mitten drin und muss sich entscheiden.
    Ein großartiges Debut. Jenny Rogneby macht Hoffnung auf viele weitere Topp Thriller!
    Mir als Malta Fan, hat besonders der Urlaub dort gefallen .

  12. Cover des Buches Das verlorene Kind (ISBN: 9783746634104)
    Michel Bussi

    Das verlorene Kind

    (51)
    Aktuelle Rezension von: brauneye29

    Zum Inhalt:

    Der fünfjährige Malone ist ein ganz normales Kind, aber er behauptet, dass die Frau, bei der er lebt nicht seine Mutter ist. Erfindet er das nur oder hat er Recht? Zunächst will ihm keiner glauben, doch der Schulpsychologe glaubt ihm und beginnt zu forschen.

    Meine Meinung:

    Ich fand das Buch in erster Linie etwas verworren. Die Story hat schon was, aber so richtige Spannung kam nicht auf, weil man sich ständig neu orientieren musste in der Geschichte. Mir fehlte irgendwie der rote Faden. Die Idee fand ich gut, die Umsetzung nur bedingt gelungen.

    Fazit:

    Etwas verworren

  13. Cover des Buches Der blaue Express (ISBN: 9783455002249)
    Agatha Christie

    Der blaue Express

    (32)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Als im blauen Express eine junge reiche Frau ermordet wird, bittet der Vater der Verstorbenen Hercule Poirot um Hilfe. Schnell stellt sich heraus das einige der Passagiere ein Motiv für den Mord gehabt hätten. Doch Hercule Poirot kommt mit Raffinesse dem Täter auf die Spur. 

    Mir hat das Buch gut gefallen und ich wurde,  wie meistens von der Autorin, gut unterhalten. Ab einem gewissen Punkt konnte man zumindest einen Teil der Lösung erahnen, auch wenn ich mit der endgültigen Aufklärung so nicht gerechnet hätte.

  14. Cover des Buches Die Akte Rosenherz (ISBN: B00QW3WF70)
    Jan Seghers

    Die Akte Rosenherz

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Frankfurt im Jahr 1966. In ihrer Wohnung wird die Edelprostituierte Karin Rosenherz brutal abgeschlachtet aufgefunden. Das Verbrechen macht Schlagzeilen, nur neun Jahre stand Frankfurt mit durch den Mord an Rosemarie Nitribitt im Rampenlicht. Und ebenso wie im Fall Nitribitt kann kein Mörder überführt werden.
    2005 wird Kommissar Marthaler auf den Fall aufmerksam gemacht. Ein Kunstraub, bei dem Tereza schwer verletzt wird, scheint im Zusammenhang mit dem Fall Rosenherz zu stehen. Marthaler macht sich daran, mit der Vergangenheit aufzuräumen.

    Die Akte Rosenherz erscheint seit 2010 bei Rowohlt und umfasst 480 Seiten. Das Buch ist der vierte Band in Seghers Reihe Kommissar Marthaler ermittelt.

    Marthalers vierter Fall spielt zeitlich etwa 4 Monate nach Partitur des Todes, also im Jahr 2005. Tereza ist schwanger, Marthaler hat daher die neugegründete Cold-Case-Unit der Frankfurter Mordkommission übernommen, um mehr Zeit für Tereza und in Zukunft ihr Kind zu haben. Als Tereza ein Gemälde des Städels überstellen soll, wird der Transport überfallen und sie angeschossen und schwer verletzt. Durch Arne Grüter, den Chefreporter des City-Express‘, wird Marthaler auf eine Verbindung mit dem lange zurückliegenden Mord an Karin Rosenherz gebracht. Widerwillig lässt er sich auf einen Handel mit Grüter ein.

    Als die junge Journalistenschülerin Anna Buchwald auf die Wiederaufnahme der Ermittlungen im Fall Rosenherz aufmerksam wird, fährt sie kurzerhand nach Frankfurt, um sich an die Ermittler zu hängen. Für ihre Aufnahme an der Journalistenschule hat sie ein vielgelobtes Dossier über den Fall geschrieben und nie mit ihm abgeschlossen. Da das einzige verbliebene Exemplar der Rosenherz-Akte in Annas Händen ist, sieht sich Marthaler gezwungen, mit ihr zusammen zu arbeiten.

    Als historische Vorlage dient Seghers der Fall Helga Matura, aus der er Karin Rosenherz gemacht hat. Verweise zum Fall Rosemarie Nitribitt, dem anderen großen Prostituiertenmord in Frankfurt, finden sich ebenfalls im Buch. Die historischen Hintergründe zum Fall Matura sind zwar korrekt, die Geschichte, die Seghers um den Mord konstruiert, ist aber Fiktion.

    Die Akte Rosenherz ist in einiger Hinsicht anders als die bisherigen Fälle Marthalers. Sein Team von der MK1 kommt weitgehend nicht vor und wird auch nicht weiterentwickelt, da Marthaler durch den Wechsel in die Cold-Case-Unit sowieso nicht mehr an aktuellen Fällen arbeiten soll und seine Ermittlungen in diesem speziellen Fall weitgehend an den Behörden vorbei stattfinden. Verantwortlich dafür ist auch, dass er mit Arne Grüter kooperiert, was mir tatsächlich schwer zu glauben fiel. Die Geschichte der beiden ist so stark von Ablehnung geprägt und Grüter hat Marthaler in der Vergangenheit mehr als ein Mal übel mitgespielt. Dass Grüter ihn für eine Story ansprechen würde, wenn er ihn braucht, das würde ich nie bestreiten. Dass Marthaler sich aber darauf einlässt, das wollte mir wirklich nicht ganz in den Kopf.

    Demzufolge finde ich es auch etwas schade, dass Seghers seine Medienkritik hier etwas abgeschwächt hat. Grüter, der bisher das Inbild unethischen Journalismusses war, wird ein gutes Stück reingewaschen und sympathisch gemacht. Das passiert in der Realität leider auch zu oft, wie das große Tagesblatt mit den vier Buchstaben immer wieder beweist, und dass es funktioniert, finde ich grundlegend falsch. Daher bin ich nicht allzu glücklich, wenn es in der Literatur auch noch gespiegelt wird.

    Abseits dieser Kritik bleibt Die Akte Rosenherz aber ein spannender Hessenkrimi. Der Fall ist dieses Mal nicht so lange undurchsichtig, wie es in den vergangenen Bänden der Fall war. Trotzdem ist er spannend aufgebaut und durch die Vorlage auch mit einigen Fakten gespickt, über die man sonst wohl eher selten stolpert. Mit der Figur Anna Buchwald führt Seghers einen neuen Charakter ein, sie wird in Die Sterntaler-Verschwörung wieder eine Rolle spielen. Auch Hans-Dieter Herrmann, der geschasste Ex-Leiter der Mordkommissionen hat wieder eine Rolle.

    Die Leseempfehlung bleibt, wie bei allen Marthaler-Bänden. Jan Seghers schreibt tolle Hessenkrimis, da steht auch Die Akte Rosenherz in nichts nach. Meine Kritikpunkte verbuche ich eher unter Geschmackssache.

  15. Cover des Buches Schwarze Piste (ISBN: 9783945386439)
    Andreas Föhr

    Schwarze Piste

    (189)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Der vierte Band der Reihe setzt die erfolgreiche Buchreihe gekonnt fort. Ein zunächst einfach aussehender Mord (Selbstmord?) entwickelt sich zunehmend verwirrend und spannend. Die auf zwei Zeitebenen aufgebaute Geschichte ist sehr gut aufgebaut. Die Protagonisten sind gut gezeichnet und die Hauptfiguren werden kontinuierlich weiter entwickelt. Die Mischung aus Spannung und einem guten Schuss bayrischen Humors ist einfach köstlich und hat mich vollkommen in den Bann gezogen. 

    Ich freie mich schon sehr auf das nächste Buch....!


  16. Cover des Buches Mord beim Diamantendinner - Ein Fall für Jackie Dupont (ISBN: 9783328105367)
    Eve Lambert

    Mord beim Diamantendinner - Ein Fall für Jackie Dupont

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieser Krimi orientiert sich an den Klassikern des Genres à la Agatha Christie. Zunächst verschwindet eine mit Diamanten besetzte Krone aus dem Buckingham Palace. Da der Thronfolger dort eine seiner berüchtigten Partys gefeiert hat, will der Palast das gute Stück ohne Aufsehen wiederbeschaffen und engagiert deshalb die bekannte amerikanische Privatdetektivin Jackie Dupont. 

    Jackie ist für ihre unvonventionellen Ermittlungsansätze bekannt und lädt deshalb die Verdächtigen zu einem Wochenende in ein Jagdschloss ein. Doch statt den Dieb ausfindig zu machen, muss sich Jackie mit dem Scotland Yard herumschlagen, denn ein Teilnehmer dieser illustren Runde ist während der Befragung ermordet worden.  

    Meine Meinung: 

    Eve Lambert hat hier einen klassischen Kriminalroman nach einem bewährten Strickmuster geschrieben: nämlich jenem des „Locked room mystery“.  

    Unterbrochen wird die Suche nach dem Mörder bzw. dem Juwelendieb durch die Gedanken Christopher, des Duke of Surrey, der in Jackie seine beim Untergang der Titanic vermisste Ehefrau zu erkennen glaubt. Das Wortgeplänkel zwischen den beiden sowie der Blick auf die etwas schräge britische Upper Class lassen den Krimi leicht lesen, wenn auch die verschiedenen Bezeichnungen für ein und dieselbe Personen hin und wieder für Verwirrung sorgt. 

    Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und nimmt die eine oder andere Marotte der Briten aufs Korn. Die Auflösung beinhaltet nicht nur die Wiederbeschaffung der Krone und den Mord im Jagdschloss, sondern ganz nebenbei eine andere Mordserie. 

    Fazit:

    Diesem Krimi, der nach zahlreichen Wendungen zu einer unerwarteten, aber stimmigen Lösung kommt, gebe ich gerne 4 Sterne.

     

  17. Cover des Buches Agency for Scandal (ISBN: 9783737343893)
    Laura Wood

    Agency for Scandal

    (233)
    Aktuelle Rezension von: Tokki_Reads

    Izzy gehört eigentlich zur gehobenen Londoner Gesellschaft, doch hinter der eleganten Fassade verbergen sich zwei große Geheimnisse. Ihre Familie ist nahezu mittellos. Nach und nach musste fast alles Wertvolle verkauft werden. Nur die persönlichen Gegenstände ihrer schwer kranken Mutter bleiben unberührt. Auch das Hauspersonal wurde bis auf eine einzige Angestellte entlassen.

    Schon Izzys Vater hatte heimlich gearbeitet, um den Schein zu wahren. Nach seinem Tod steht Izzy jedoch allein vor den finanziellen Problemen. Da es für eine Frau ihres Standes nahezu unmöglich ist, eine Anstellung zu finden, bleibt ihr nur ein ungewöhnlicher Ausweg. Sie schließt sich einer geheimen Organisation an, die Frauen in Not unterstützt.

    Ihr neuster Auftrag führt sie mitten in einen geplanten Juwelendiebstahl. Gemeinsam mit dem Hauptverdächtigen reist sie durchs Land und gerät dabei immer tiefer in ein gefährliches Netz aus Geheimnissen, Intrigen und unerwarteten Gefühlen.

     

    Ich bin völlig ohne Erwartungen an das Buch herangegangen. Auf Empfehlung habe ich es gekauft, ohne vorher überhaupt den Klappentext zu lesen, und genau das hat sich für mich ausgezahlt.

    Der Schreibstil ließ sich angenehm und flüssig lesen und die Geschichte konnte mich von Anfang an fesseln. Besonders das historische Setting hat für mich einen großen Teil des Charmes ausgemacht. Die gesellschaftlichen Regeln, die Atmosphäre und die Art, wie die Figuren miteinander umgehen, verleihen der Geschichte ein besonderes Kribbeln, das in einer modernen Handlung vermutlich nicht dieselbe Wirkung gehabt hätte.

    Insgesamt hat mich das Buch positiv überrascht und ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

  18. Cover des Buches Thieves’ Gambit (ISBN: 9783423719391)
    Kayvion Lewis

    Thieves’ Gambit

    (258)
    Aktuelle Rezension von: Ninja_Turtles

    Meinung: 

    Der Klappentext hat mich so neugierig gemacht, sodass ich es direkt lesen wollte. Der Schreibstil ist für meinen Geschmack zu neutral gehalten, ich kam nicht an die Protagonisten heran. Rosa Quest ist die Tochter einer Meisterdiebin und nimmt an einem Wettbewerb teil, damit sie aus dieser Welt ausbrechen kann. Es kommt aber anders. Rosas Mutter ist absolut toxisch! Was sie ihr angetan hat, ist in meinen Augen einfach nur Manipulation in höchster Form. Der Wettbewerb hat sich so konstruiert gelesen, allgemein die ganze Story war einfach nicht mein Ding. Auch die "Liebesgeschichte" hat sich für mich nicht echt angefühlt. Ein Jugendthriller ist es definitiv nicht, denn dafür fehlt dieser Adrenalinkick, der einem Thriller anhaftet. Und toxische Verhaltensmuster mag ich so gar nicht.

    Fazit:

    Der KT klang so vielversprechend - bekommen habe ich eine Story, die weder mitreißend noch temporeich war - eher enttäuschend!

  19. Cover des Buches Darf's ein bisschen kriminell sein? (ISBN: 9783944353067)
    Edina Stratmann

    Darf's ein bisschen kriminell sein?

    (26)
    Aktuelle Rezension von: mannomania
    Darf's ein bisschen kriminell sein? von Edina Stratmann

    Ein kleines, handliches Taschenbuch mit 129 Seiten, einem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis sowie Kurzvorstellung der Autorin.
    Das Cover ganz in schwarz mit rotem Schriftbild und im hellen Kreis dann die Pistole mit roten Blutstropfen - welch' mo(r)de(r)n(d)e Aufmachung!
    Ebenso eine sehr gut lesbare Schrift sowie flüssiger Schreibstil - überzeugt Euch selbst...

    Fazit:

    Die Autorin hat ein sehr gutes Einfühlungsvermögen sowie sinnvolle Ablenkungsmanöver beschrieben.
    Man kann Schmunzeln, da Vieles liebevoll rüberkommt.
    Die spannenden Geschichten aus dem Kriminal-Büchlein sind sehr empfehlenswert und interessant, ebenso durch den nahen Bezug zum Alltagsleben!
    Vielen lieben Dank für diese kurzweilige Unterhaltung der besonderen Art und Weise :)
  20. Cover des Buches Wenn wir fallen (ISBN: 9783570173206)
    Jennifer Benkau

    Wenn wir fallen

    (59)
    Aktuelle Rezension von: Bethany_be

    Das Buch punktet durch die Charaktere. Ich habe Liz sofort ins Herz schließen können. Sie ist ein liebenswertes, cleveres Mädchen, das im Roman eine tolle, realistische Entwicklung durchmacht. 

    Mit Louis musste ich erst einmal warmwerden. Er war etwas undurchschaubar für mich und nicht greifbar. Das wurde im Laufe des Buches jedoch immer besser. Die Chemie der beiden, der jungen ersten Liebe, hat mir sehr gefallen. Insgesamt hat mich das Buch aufgrund der Authentizität der Beziehung begeistern können. Auch der Schreibstil ist toll: flüssig, leicht verständlich und so, dass man in die Geschichte eintauchen kann. 

    Was mich jedoch gestört hat, war das offene Ende. Was passiert mit den beiden? Was hatte es mit den Träumen von Liz auf sich? Wieso hat sie von ihm geträumt, er aber nicht von ihr? Gerne hätte ich diese Fragen noch in einem Epilog beantwortet bekommen. 

    Insgesamt hat mir das Buch jedoch sehr gefallen:)

  21. Cover des Buches Shore, Stein, Papier (ISBN: 9783492315241)
    $ick

    Shore, Stein, Papier

    (46)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Sicks Lebensgeschichte, Grimme-Online-Award-gekrönt die Youtube-Ausgabe, angefangen mit dem Gefühl des Unerwünschtseins und von Anfang an widerspenstig gegen jede Autorität. Daß er seinen Drogenlebenswandel allein damit begründet, nicht gewollt zu sein und dieses Gefühl betäuben zu müssen, greift meiner Meinung nach ein bißchen kurz, auch andere Kinder bzw Jugendliche mit diesem Gefühl werden nicht zum drogenverschlingenden Dauerkriminellen. Interessant, wie Sick die Symptome beschreibt, die man beim "affig-"sein spürt, wenn der Körper auf Drogenentzug reagiert, wie dauernd laufende Nase oder Augentränen, hab ich so noch nirgends anders gelesen. Man kann ihm natürlich nur die Daumen drücken, daß Sick das Cleansein durchhält (man wundert sich, daß der Körper so einen Drogenmarathon überhaupt so lange mitmacht). Und sonst: Dümmster Junkie ever, "wie Shore ist Heroin?"

  22. Cover des Buches Grabesschuld (ISBN: 9783960874522)
    Andreas Schmidt

    Grabesschuld

    (23)
    Aktuelle Rezension von: niknak
    Inhalt:
    (Klappentext)
    Erschossen und auf dem Altar aufgebahrt: Den Küster der Herz-Jesu-Kirche Klaus Gerber ereilte ein grausames Schicksal. Wer ist der Killer, der es auf den angeblich friedliebenden Mann abgesehen hatte? Für die alleinerziehende Kriminalhauptkommissarin Katrin Kramer und ihren eigenwilligen und verschrobenen Kollegen Karl Brauer beginnt eine lange Nacht, denn jemand will mit aller Macht verhindern, dass ans Licht kommt, was für immer begraben hätte bleiben sollen …

    Mein Kommentar:
    Dies ist ein Krimi des Autors Andreas Schmidt und er hat einen flüssigen und bildhaften Schreibstil. So kann man sich die Szenen sehr gut vorstellen und hat ein gutes Bild vor Augen.

    Der Krimi wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und so kann man alles von verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Dabei erfährt man auch einiges aus der Sicht des Mörders, was ich sehr interessant fand. Zu Beginn wurde sehr viel Spannung aufgebaut, welche auch über den Verlauf des Buches gehalten werden konnte. Nur leider ging es am Ende alles sehr schnell und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mir das große Finale gefehlt hat. Die Verhaftung des Mörders ging sehr schnell von statten und ich hatte am Ende das Gefühl, dass irgendetwas gefehlt hat. So waren auch die Motive des Mörders weniger tiefgründig, als vorher angekündigt. Da hätten noch ein paar Seiten mehr sicher zu mehr Spannung und zu einem würdigeren Finale geholfen.

    Die Personen waren recht schön beschrieben, auch wenn die Ermittler dem typischen Klischee entsprachen. Sie haben beide durch ihre Arbeit eine gescheiterte Beziehung hinter sich und versuchen nun ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Dennoch wirken sie auf mich sehr authentisch und ich habe gerne mit ihnen mitgefiebert und mich auf die Suche nach dem Täter gemacht.

    Sehr gut hat mir auch der Pfarrer gefallen, der sich gemeinsam mit den Ermittlern ein wenig auf die Suche nach dem Täter macht. Er hat eine sehr moderne Einstellung und bei seiner Ausdrucksweise musste ich manchmal wirklich schmunzeln.

    Leider war der Krimi für mich an manchen Stellen recht vorhersehbar und ich hatte schon bald eine Ahnung, wer der Täter sein könnte, was sich dann auch bestätigt hat. Dennoch hat mir das Lesen viel Spaß gemacht.

    Mein Fazit:

    Ein unterhaltsamer Krimi für Zwischendurch, der dem Leser ein tolles und spannendes Lesevergnügen bereitet, auch wenn es noch Potential nach oben gibt.

    Ganz liebe Grüße,
    Niknak
  23. Cover des Buches Bertrams Hotel (ISBN: 9783899407099)
    Agatha Christie

    Bertrams Hotel

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Miss Marple macht Urlaub in Bertrams Hotel. Wie es für sie üblich ist, belauscht sie zahlreiche Gespräche und bekommt zahlreiche Irrungen und Verwicklungen mit. Zudem erfährt sie, dass ein Kanonikus namens Pennyfather, der ebenfalls Gast im Hotel ist, vermisst wird. Zunächst hält sie sich aus allem heraus, verfolgt die Ereignisse jedoch alle aus dem Hintergrund. Als die Polizei auftaucht und erste Ermittlungen anstellt, wird sie gleich noch hellhöriger.
    Vor- und Nachteil der Geschichte sind die zahlreichen Verwicklungen aller möglichen Personen im Hotel. Für meinen Geschmack war es ein bisschen zu viel Gewusel. Zumal man bis weit über die Hälfte nicht einmal weiß, um welches Verbrechen es letztendlich gehen wird. Es gibt Anspielungen über eine millionenschwere Erbin und einen verschwundenen Hotelgast. Doch ist denen tatsächlich etwas zugestoßen? Dazu störte mich, dass sich Miss Marple mal wieder ziemlich zurückhält und lieber andere belauscht, anstatt eigene Nachforschungen anzustellen. Der eigentliche Mordfall bzw. seine Aufklärung kommt bei all den Verwicklungen für meinen Geschmack etwas zu kurz. Die Enthüllung am Schluss fand ich etwas zu viel des Guten.
    Die ungekürzte Lesung hat eine Dauer von 6h17min (5 CDs) und wird Gabriele Blum vorgetragen.

  24. Cover des Buches Im Sturm der Erinnerung (ISBN: 9783734104626)
    Nora Roberts

    Im Sturm der Erinnerung

    (39)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Als Antiquitätenhändlerin Laine jemandem aus ihrer Kindheit wiederbegegnet und dieser kurz darauf verstirbt, ahnt sie nicht in welcher Gefahr sie schwebt. Dann tritt Versicherungsdetektiv Max in ihr Leben und obwohl er hinter Laines Vater her ist, können sie die Anziehung zwischen ihnen nicht leugnen. 

    Das Buch hat richtig gut angefangen und hat mich bis zur Hälfte ordentlich unterhalten, aber ab dann wurde es irgendwie unglaublich zäh und langatmig. 

    Das war bisher das kürzeste Buch der Autorin welches ich gelesen habe, es hat sich aber wie das längste angefühlt.

    Ich mochte auch die Insta Lovestory zwischen Laine und Max nicht, das ging viel zu schnell.

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