Bücher mit dem Tag "raubüberfall"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "raubüberfall" gekennzeichnet haben.

127 Bücher

  1. Cover des Buches Trust (ISBN: 9783736308077)
    Kylie Scott

    Trust

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Kallisto92

    Das Buch "Trust", von der Autorin Kylie Scott, handelt von Edie. Sie wechselt auf Grund eines Schicksalsschlags und den damit verbundenen Folgen ihre Schule. Dort trifft sie John wieder. Er hatte sie bei einem Überfall  gerettet. Über John kursieren Gerüchte in der Schule. Er soll mit Drogen dealen und gewalttätig sein.  John und Edie kommen sich näher. Beide haben mit der Vergangenheit zu kämpfen und können beieinander einfach sie selbst sein. Werden sie die Vergangenheit gemeinsam bewältigen können und was wird auf sie zukommen?

    Das Buch beginnt mit einer Playlist. Die Story ist in Kapiteln unterteilt und in der Ich-Perspektive aus Edie´s Sichtweise geschrieben.

    Mein Fazit:

    Das Buch lässt sich flüssig lesen. Die Charaktere sind sympathisch und anschaulich beschrieben.   Ich fand es gut, dass Edie keine Modelmaße hat. Auch Hang habe ich ins Herz geschlossen. Ich habe von der Handlung mehr erwartet. Der Raubüberfall und die damit verbundenen Gefühle , sowie das Schulleben stehen im Mittelpunkt der Story. Daher hat sich der mittlere Teil für mich etwas gezogen. Das Ende gefiel mir jedoch sehr gut.

  2. Cover des Buches Die Brandmauer (ISBN: 9783423212199)
    Henning Mankell

    Die Brandmauer

     (554)
    Aktuelle Rezension von: Jisbon
    "Die Brandmauer" war mein erstes Buch von Henning Mankell, aber ich konnte der Handlung dennoch problemlos folgen und die Andeutungen auf vorherige Fälle haben mich eher neugierig auf den Rest der Reihe gemacht als am Lesen gehindert.

    Der Fall selbst war sehr interessant - komplex und stellenweise undurchsichtig, aber nicht unverständlich oder unnötig kompliziert. Gut gefallen hat mir, dass der Autor falsche Fährten gelegt hat und sich einige scheinbare Zusammenhänge als Zufall herausgestellt haben, da man so gefordert blieb und immer darüber nachdenken musste, was wohl passiert sein könnte. Außerdem blieben die Ermittlungen so spannend (obwohl einiges für mich doch vorhersehbar war). Wallanders Ermittlungsarbeit hat mir hierbei gut gefallen, auch wenn sie teilweise zäh und scheinbar mühsam war, aber das kam mir realistisch vor, weshalb es mich nicht gestört hat. Die Computerkriminalität war interessant, allerdings kann ich nicht beurteilen, ob die Darstellung Fehler enthielt oder nicht. Sie hat auf jeden Fall einen guten Hintergrund für die Geschichte geliefert. Die Auflösung war für mich auch zufriedenstellend; es ist ein bisschen schade, dass Lücken geblieben sind, aber wie Wallander sagt: " In jeder Ermittlung blieb immer ein Rest von Unklarheit."

    Wallander selbst war für mich eine sympathische Figur, auch wenn er sich ein wenig selbst bemitleidet, definitiv Fehlentscheidungen getroffen und große Fehler gemacht hat; dadurch wurde er menschlich und wirkte greifbarer, echter. und ich muss sagen, dass er mir oft leid getan hat - sein Leben scheint nicht gerade erfüllend zu sein und in "Die Brandmauer" passieren einige Dinge, die vieles, an das er geglaubt hat, durcheinander bringen. Ich finde es bewundernswert, dass er trotzdem weiter machen möchte, frage mich aber, ob das wirklich gut gehen kann... die Folgebände werden es vermutlich zeigen. Aber erst einmal werde ich die ersten acht Bücher lesen.
  3. Cover des Buches Teufelsbande (ISBN: 9783426513576)
    Andreas Franz

    Teufelsbande

     (123)
    Aktuelle Rezension von: KerstinTh

    Dieses Mal hat es Julia Durant mit einem außergewöhnlichen Mord zu tun. Der Tote befindet sich auf der Kaiserleibrücke, genau zwischen Frankfurt und Offenbach. Er sitzt auf seinem Motorrad. Er ist daran festgekettet. Anschließend wurde er angezündet. Julia Durant bietet sich der Anblick eines verkohlten Rockers. Bandenkrieg im Frankfurter Raum? Nun beginnt die Ermittlungsarbeit. Diese verläuft allerdings schleppend, da die Bandenmitglieder durch Schweigsamkeit glänzen. Und das Schlimmste: Julia Durant muss wieder mal mit Peter Brandt zusammen arbeiten.

     

    Erneut ein Cross-Over zwischen Frankfurt und Offenbach. Die Ermittler kommen sich dadurch allerdings sehr in die Quere, weil jeder den Fall als seinen ansieht und für sich ermittelt. Wieder mal ein spannender Krimi von Andreas Franz.
  4. Cover des Buches Die Bastardtochter (ISBN: 9783499268014)
    Petra Schier

    Die Bastardtochter

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Akantha
    „Die Bastardtochter“ von Petra Schier ist der dritte Band ihrer Kreuz-Triologie (Band eins: „Die Eifelgräfin“, Band zwei: „Die Gewürzhändlerin“). Die Autorin selbst gibt am Ende zwar an, man könne die Teile auch in umgekehrter Reihenfolge lesen, da würde ich jedoch nicht zustimmen. Im finalen Buch wurde auf sehr viele vergangene Ereignisse Bezug genommen, die wichtig für die Geschichte sind. Nicht zuletzt das Motiv des Antagonisten ist stark in der Vergangenheit verankert, aber erstmal zum Anfang:

    Protagonistin ist Enneleyn, die uneheliche Tochter des Grafen Johann von Manten. Er hat sie als Tochter anerkannt, sodass sie mit ihm und seiner Frau Elisabeth in seinem Haushalt in Koblenz lebt (Die Geschichte dieses Paares beinhaltet vor allem der erste Band der Reihe). Gesellschaftlich haftet Enneleyn jedoch immer noch ein Makel an und so ist sie mehr als bereit den charmanten Ritter Guntram von Eggern zu heiraten. Es dauert jedoch nicht lange, bis sich zeigt, dass ihr Ehemann, statt liebevoll und einfühlsam, brutal und hinterhältig ist. Enneleyn scheint nur eine Figur in seinem bösartigen Plan zu sein.

    Der andere Protagonist, neben Enneleyn, ist Anton Bongert, der Bruder der Gewürzhändlerin Luiza (ihre Erlebnisse sind vor allem dem zweiten Band der Trilogie zu entnehmen) und selbst ein Kaufmann. Die Geschichte wird im Wechsel aus seiner und Enneleyns Perspektive erzählt. Diese Methode soll eigentlich dazu dienen, dass der Leser sich in diese beiden Charaktere gut einfinden kann. Bei mir hat das leider nicht geklappt.
    Natürlich trägt allein Enneleyns Charakter, ihr Stolz und vor allem ihre Schicksalsergebenheit und Gottsfurcht die Geschichte. Doch ich war auf jeder Seite entsetzt, was sie über sich ergehen lässt, wie untätig sie ist und wie sie sich selbst immer tiefer in die Opferrolle fallenlässt. Entgegen entsprechender Komplimente, die sie erhält, war sie keine starke Frau, was ein krasser Gegensatz zu den ersten beiden Bänden der Reihe ist. Elisabeth und Luzia lassen sich darin nichts gefallen, treten für sich ein und sind wirklich stark. Enneleyn ist natürlich ob ihres Ehemannes nur zu bedauern, aber kein Charakter mit dem ich mich identifizieren oder ihn bewundern könnte.

    Der Leser bleibt die ganze Zeit dran, weil er vor allem Guntrams Plan aufdecken will. Hierzu hat Petra Schier auch in schöner Regelmäßigkeit Hinweise eingestreut, sodass man sich nicht durch das Buch durchquälen muss. Aufgrund von Enneleyns Passivität zieht sich die Erzählung allerdings sehr in die Länge. Erst am Ende, als sie aktiv wird, wird es nochmal spannend und auf einmal geht alles ganz schnell. Trotzdem wäre es angenehmer, wenn man auch bei dem persönlichen Erzählstrang von Anfang an neugierig und voll freudiger Erwartung die Seiten umschlägt.

    Als einen kleinen Missgriff empfinde ich außerdem die Sprache eines kleinen spanischen Jungen, der deutsch lernt. Vermutlich um die Authentizität zu erhöhen, gibt die Autorin seine deutschen Sätze exakt wieder, mit allen falschen Konjugationen, Aussprachen und auch wie er sich selbst korrigiert. Das ist bereits nach kurzer Zeit anstrengend und so nervig für den Leser, dass ich seine wörtliche Rede gerne überspringen wollte. Der Plan, dass es authentisch oder niedlich erscheinen könnte, ist an mir leider ins Gegenteil verkehrt.

    Erwähnenswert, aber ohne Einfluss auf meine Beurteilung, ist für die komplette Trilogie definitiv noch die mystische Komponente. Es gibt eine Reliquie, mit der Dinge geschehen und die Ereignisse auslöst, welche nicht rational erklärbar sind. Im besten Fall sollte dies etwaigen Leser gefallen, da es ein wichtiges Motiv der Geschichte ist. Mir sagt es nicht so sehr zu, aber die tollen Charaktere in den ersten beiden Bänden und die spannende Handlung konnte darüber hinwegtragen. In „Die Bastardtochter“ ist das leider nicht gelungen.

    Abgesehen von einer Stadtkarte zu Beginn des Buches, findet sich zum Schluss noch ein Personenregister mit Hinweis auf historische Persönlichkeiten. Außerdem ist auf der letzten Seite ein mittelalterliches Rezept von einem Gericht angegeben, das im Buch vorkommt, sowie eine neuzeitliche „Übersetzung“, die das Nachkochen erleichtert. Eine hervorragende und amüsante Idee! Zu der Mahlzeit kann ich leider noch kein Feedback geben, werde es aber definitiv ausprobieren.

    Insgesamt hat mir das Finale leider nicht so gut gefallen, wie die ersten beiden Bände. Enneleyn ist für meinen Geschmack keine interessante Protagonistin und durch ihren zurückhaltenden Charakter wurde die Geschichte stark gelähmt. Die Grundidee war allerdings spannend und ich habe mich gefreut, die Charaktere und ihren Humor wiederzutreffen. Daher komme ich zu 3 von 5 Sternen.
  5. Cover des Buches Alpha et Omega (ISBN: 9783442367818)
    Steve Berry

    Alpha et Omega

     (28)
    Aktuelle Rezension von: daniel_schulze
    Sehr spannender Thriller, wobei man archäologisch eine menge lernt. Man wird ab und zu mit einer Menge daten überflutet (jahre, Übersetzungen, Namen und historische Ereignisse) aber das Buch ist wirklich gut zu lesen und die Story ist nicht so weit hergeholt. Also die Story klingt glaubwürdig!!!
  6. Cover des Buches Das letzte Königreich (ISBN: 9783499254710)
    Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

     (527)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    Der Anfang: «Mein Name ist Uhtred. Ich bin der Sohn Uhtreds, der wiederum Sohn Uhtreds war, dessen Vater ebenfalls Uhtred genannt wurde. Der Schreiber meines Vaters, ein Priester namens Beocca, buchstabierte den Namen Utred. Ich weiß nicht, wie ihn mein Vater geschrieben hätte – er konnte weder lesen noch schreiben; ich aber kann beides, und wenn ich manchmal die alten Schriftrollen aus der Holztruhe hole, sehe ich den Namen mal Uhtred oder Utred, mal Ughtred oder auch Ootred geschrieben. Diese Schriften beurkunden, dass Uhtred, der Sohn Uhtreds, alleiniger Besitzer jener Länder ist, deren Grenzen gewissenhaft markiert sind von Steinen und Deichen, Eichen und Eschen, von Sümpfen und vom Meer, und ich träume von diesen wilden Ländern unter dem windzerwühlten Himmel. Ich träume von ihnen und weiß, dass ich sie mir eines Tages von denen, die sie raubten, wieder zurückholen werde.»


    9. Jahrhundert, Nordengland im Jahre 866: Als der Ich-Erzähler zehn Jahre alt ist, erlebt der junge Fürstensohn den Einfall der Wikinger in Northumbrien, dem nordöstlichsten Gebiet «Englands» vor der schottischen Grenze. Sein älterer Bruder, der die Herrschaft als Aldermann über Bebbanburg (Bamburgh Castle) von seinem Vater übernehmen sollte, wird von den Dänen im Kampf getötet. Nun ist er der neue Erbe, erhält den Väter-Vornamen Uhtred. Nichts ist mehr wie zuvor. Die Dänen brandschatzen das Land, überfallen Gehöfte und Klöster. Der Aldermann der Bebbanburg stellt sich den Wikingern im Kampf und kommt ums Leben. Der junge Uhtred wehrt sich so tapfer, dass der Dänenführer Ragnar von ihm beeindruckt ist, mitnimmt und den Knaben zusammen mit seinen eigenen Kindern großzieht. Thor ist sein neuer Gott. Zwei Herzen in einer Brust: Der «Engländer» und der Däne. Uhtred kennt beide Seiten und versteht, die Unterschiede zu nutzen, beiderlei Denkweisen und zweierlei Arten zu kämpfen, er kennt beide Religionen. Doch irgendwann muss er sich als junger Mann für eine Seite entscheiden. Rückblickend erzählt uns Uhtred seine Lebensgeschichte – die gleichzeitig die des angelsächsischen Königs Alfred ist.


    «Wir nannten sie Wikinger, wenn sie brandschatzten, Dänen oder Heiden, wenn sie als Händler kamen.»


    Mit den Drachenbooten kommt der Tod. Alles beginnt mit der Plünderung des Klosters Lindisfarne im Jahre 793. Die Dänen wollen sich «England» einverleiben, Stück für Stück erobern sie das Land. Bis auf Wessex, das von einem schwachen König regiert wird, ist «England» erobert. Uhtred wird zunächst ein Däne, lernt, zu kämpfen, wie einer der ihnen. Er bewundert Ragnar, liebt seine neue Familie, bei Raub- und Eroberungszügen wird er zum Krieger. Doch auch seine dänische Familie wird zerstört – eine Intrige unter Dänen – er wird sogar beschuldigt, Ragnar ermordet zu haben. Uhtred muss fliehen, lernt Alfred kennen, einen gottesfürchtigen Mann. Als sein Bruder verstirbt, muss Alfred widerwillig die Krone übernehmen, denn die Erben sind noch zu jung, um zu regieren. Sein Ziel war es, in der Kirche seinen Weg zu gehen. Er ist ein kränklicher Schwächling, aber ein kluger Kopf. Wessex, das letzte der fünf angelsächsischen Königreiche steht kurz vor der Übernahme durch die Dänen. Uhtred, nun mittellos, erinnert sich daran, wer er wirklich ist: Der Aldermann Uhtred von Bebbanburg! Und er wird sich sein Erbe zurückholen vom Onkel, der den Vater verraten hatte. Alfred ernennt den jungen Mann zum Heerführer, denn er weiß, wie die Wikinger denken, wie sie sich organisieren. Am Ende des ersten Bands ist Uhtred 20 Jahre alt.


    Vorwort: «… Herrschaft Alfreds von 871 bis 899 zu finden ist. «Aber selbst diese Lösung ist nicht narrensicher. So wird die Insel Hayling dort für das Jahr 956 sowohl Heilincigae als auch Hæglingaiggæ geschrieben. Auch bin ich selbst nicht immer konsequent geblieben; habe die moderne Bezeichnung England dem älteren Englaland vorgezogen und, statt Norðhymbraland, Northumbrien geschrieben, dennoch sind die Grenzen des alten Königreiches nicht mit denjenigen des modernen Staates identisch.» 


    Uhtred von Bebbanburg ist eine literarische Figur, aber alle weiteren wichtigen Personen und Ereignisse sind historisch belegbar. Alfred, der später der Große genannt wird, die Heerführer der «Engländer» und Dänen, die Schlachten; Bernard Cornwell hat sich eng an den geschichtlichen Ablauf gehalten. Dieser Mehrbänder ist letztendlich die Geschichte zum Ursprung Englands, Alfred, der es sich zur Lebensaufgabe macht, den Wikingern erbittert Widerstand zu leisten, ein geeintes England zu gründen. Aber nicht nur das. Cornwell schreibt, beschreibt, mit bildnerischer Kraft, voller Atmosphäre, geht tief in die Charaktere hinein. Der Leser wird hineinversetzt in die Zeit des alten Englands mit allen Sinnen. Ich wollte schon immer Bernard Cornwell lesen … Und kürzlich lief auf Netflix die Verfilmung der Uhtred-Sage, die mich begeistert hat. Mittlerweile gibt es 12 Bände der Sage – der letzte erschien jetzt im September – und das war sicher nicht das Ende. Es lohnt sich, diese Romane zu lesen, den sie sind geschichtlich gut aufgearbeitet, sehr spannend, mit viel Humor bestückt. 


    Bernard Cornwell, geboren 1944 in London und aufgewachsen in Essex, arbeitete nach seinem Geschichtsstudium an der University of London lange als Journalist bei der BBC, wo er das Handwerk der gründlichen Recherche lernte (zuletzt als «Head of Current Affairs» in Nordirland). 1980 heiratete er eine Amerikanerin und lebt seither in Cape Cod und in Charleston/South Carolina. Weil er in den USA zunächst keine Arbeitserlaubnis erhielt, begann er Romane zu schreiben. Im englischen Sprachraum gilt er als unangefochtener König des historischen Abenteuerromans. Seine Werke wurden in über 20 Sprachen übersetzt – Gesamtauflage: mehr als 30 Millionen Exemplare. Die Queen zeichnete ihn mit dem «Order of the British Empire» aus.

    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/das-letzte-konigreich-von-bernard.html

  7. Cover des Buches Um Leben und Tod (ISBN: 9783442482818)
    Michael Robotham

    Um Leben und Tod

     (122)
    Aktuelle Rezension von: _pfaffingers_bibliophilie_

    Worum geht´s?

    Audie Palmer steht kurz vor der Entlassung nach einer zehnjährigen Haftstrafe, doch einen Tag vor eben dieser, flieht er aus dem Gefängnis. Er sitzt in Haft, weil er einen Geldtransport überfallen haben soll, das Geld ist immernoch nicht aufgetaucht. Warum flieht Audie und wieso jagen ihn alle?


    Meine Meinung:
    Ich habe dieses Buch als Hörbuch, gelesen von Johannes Steck, gehört. Gleich vorneweg, dies ist nicht mein erstes Hörbuch, welches Johannes Steck liest, und ich mag seine Stimme sehr! Seine ruhige und wohlklingende Stimme macht es zum Genuß, der Geschichte zu lauschen und immer tiefer in die Geschehnisse einzutauchen.

    Für mich war es das erste Buch von Michael Robotham und ich empfand es als soliden Thriller. Die Handlung beginnt spannend mit der Flucht von Audie und der Befragung seines einzigen Freundes hinter Gittern.

    Durch die verschiedenen Perspektiven und kurzen Kapitel nimmt der Thriller schnell Fahrt auf. Auch, wenn ich die Geschichte vorhersehbar fand, war sie durchaus durchdacht und spannend gestaltet.

    Die Charakterzeichnung wird insbesondere durch Rückblenden in Audies Vergangenheit gut ausgearbeitet. Trotz der vielen verschiedenen Personen hatte ich keine Probleme, diese zu unterscheiden oder auseinander zu halten.

    Eine gute Mischung aus Ermittlung und Erzählung der Geschichte aus Audies Sicht machen dieses Buch aus.

    Für mich ein schöner Einstieg, um mir andere Bücher des Autors anzusehen.


    Fazit: Ich kann sowohl Buch, als auch das Hörbuch sehr empfehlen. Die angenehme Stimme von Johannes Steck und die fesselnde Geschichte von Michael Robotham sind eine geniale Mischung und machen es zu einem absoluten Hörgenuss. Von mir gibt´s 4 von 5 Kopfhörern, weil ich doch recht schnell durchschaut hatte, was die Lösung des Rätsels ist.

  8. Cover des Buches Der Bogenschütze (ISBN: 9783499258336)
    Bernard Cornwell

    Der Bogenschütze

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Ich bin ein grosser Freund von historischen Romanen in denen historische Fakten und Figuren mit einer fiktiven Erzählung verknüpft werden. Das ist auch hier der Fall. 

    Die Geschichte spielt Mitte des 14. Jahrhunderts zu Beginn des 100jährigen Krieges und wimmelt von historischen Fakten und schildert einige der grösseren und kleineren Auseinandersetzungen sowie auch einer der bedeutendsten Schlachten dieser Zeit. Das alles hat der Autor verknüpft mit dem Leben und Schicksal seines Protagonisten.

    Die Schreibweise ist hervorragend, sie erzeugt ein gutes Tempo wo dies erforderlich ist und vermittelt Ruhe wo dies gewünscht ist.

    Die Figuren sind sehr sorgfältig gezeichnet und werden dem Leser gut präsentiert. Man kann sich in die Hauptfigur gut hineinversetzen.

    Das Buch ist spannend und hat mich sehr gut unterhalten; ausserdem hat es mir mächtig "Appetit" auf die beiden Folgebände gemacht.

  9. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423212120)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

     (969)
    Aktuelle Rezension von: Peradan
    Ein Polizist mit Macken und Makeln, macht ihn irgendwie Sympathisch. Die ganze Story ist wohl eher eine Gessellschaftskritik, diese Meinungsbildung hat mich ein wenig gestört. Wozu der zweite Fall dann noch eingebaut werden musste, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ausserdem mag ich Krimis bei denen man miträtseln kann, hier baut sich das eigentliche Ende auf den letzten 30 Seiten auf.
  10. Cover des Buches Leg dich nicht mit Mutti an (ISBN: 9783404166480)
    Eva Völler

    Leg dich nicht mit Mutti an

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Katzenpersonal_Kleeblatt

    Das fehlte Annabell auch noch. Es reicht nicht, dass sie Witwe ist und für drei Kinder allein sorgen muss. Als sie einen Kredit bei der Bank aufnehmen will, wird dieser abgelehnt. Sie hätte keine Sicherheiten. Was nun?
    Sie will die Bank gerade verlassen, da platzt sie in einen Banküberfall hinein, vereitelt ihn, wird jedoch angeschossen.
    Um das Maß voll zu machen, steht ihre Mutter vor dem Krankenbett und erklärt ihr, sie sei zur Hilfe herbei geeilt. Natürlich darf in dem Durcheinander die Schwiegermutter nicht fehlen, die auch noch mit von der Partie ist.

    Der Kredit, den sie für ihr marodes Haus beantragen wollte, wird ihr nun doch noch genehmigt, welch eine Freude für Annabell. Schnell beauftragt sie Handwerker und schon kann sie sich an einem Leben auf einer Baustelle erfreuen.
    Als das Dach abgeckt ist, verschwindet der Dachdecker mit dem Geld ihrer bereits gezahlten Pfannen und seinen Leuten nach Nirgendwo.
    Nun ist guter Rat teuer, notdürftig wird das Dach abgedeckt, aber ohne Pfannen, kann auch der nächste Dachdecker nicht viel ausrichten. Für neue ist kein Geld mehr da.
    Annabell muss sich etwas einfallen lassen, denn wie lange wird der Regen auf sich warten lassen? ...

    Ein wunderbar humorvoller Roman, in dem eine Witwe ihren Mann steht.
    Die Familie an sich ist schon etwas chaotisch, die Tochter Sophie macht gerade mit ihren 17 Jahren ihren Führerschein, braucht aber zum Fahren immer eine Begleitperson.
    Ihrem Sohn Benedikt gelingt es nicht, bei einer Freundin zu bleiben. Ständig bringt er neue Freundinnen ins Haus und Annabell hat längst den Überblick verloren.
    Ihr Jüngster, Timo, ein Nachkömmling, der noch in die Kita geht, leidet unter mysteriösen Brechanfällen, sie sehr sporadisch auftreten und für die es scheinbar keine Diagnose gibt.

    Tja, und dann gibt es auch noch plötzlich 2 Männer in ihrem Leben, die sich für sie interessieren. Der Bankdirektor und der Polizeibeamte Tobias, der wegen des Banküberfalls ermittelt.

    Über allem schwebt kriminelle Energie, denn der Bankräuber, der sie angeschossen hat, würde sein Vorhaben gern vollenden und sie aus dem Verkehr ziehen, hat er doch die Vermutung, dass sie sich an mehr erinnert, als es momentan den Anschein hat.
    Auch der getürmte Dachdecker taucht nicht mehr auf, ebensowenig wie das Geld für die Dachpfannen.

    Annabell beobachtet akribisch den Himmel, immer hoffend, dass es nicht eher regnen möge, als bis das Dach gedeckt ist.

    Dieses Buch birgt viel Potenzial und die Autorin Eva Völler hat alles ausgereizt.
    Chaotisch, liebenswert und eine Frau, die man einfach mögen muss, ist ihre Protagonistin Annabell.
    Ihre Familie und vor allem Mutter und Schwiegermutter komplettieren den Roman. Herrlich, wie die beiden alten Damen versuchen, aufeinander aufzupassen und zu helfen. 
    Man kann nicht anders, man muss bei dem Buch lachen oder wenigstens das ein oder andere Mal schmunzeln. Zu verrückt sind die Einfälle, die der Autorin gekommen sind und die sie im Buch verewigt hat.

    Die Protagonisten sind Menschen wie du und ich, behaftet mit ihren sympathischen Macken und Mucken. Wer hat die nicht und so findet man sich doch das ein oder andere Mal selbst wieder.

    Es ist ein Buch, das man nach schwerer Literatur mal so eben nebenbei lesen kann. Der Unterhaltungsfaktor ist gegeben. Man kann ihn auf sich einwirken lassen, ohne Probleme wälzen zu müssen.
    Ein Roman, der unterhaltet und ich glaube, genau das soll er auch tun.
    Ich habe mich sehr gut mit ihm unterhalten und empfehle ihn gern weiter
  11. Cover des Buches Die Schwelle: Action-Thriller (ISBN: 9783945298213)
    Albrecht Behmel

    Die Schwelle: Action-Thriller

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Jana_Zimmermann

    Gleich vorweg muss ich Euch etwas gestehen: Ich bin mir nicht sicher, ob ich dieses Buch richtig verstanden habe. Aber der Autor hat es mir als Leserin auch nicht unbedingt leicht gemacht: Zu viele Personen, zu viele kleine Kapitelchen, die ungefähr zwei Seiten umfassen. Das heißt, ich habe mich in ein Kapitel eingelesen, da muss auch schon wieder mein Gehirn in eine andere Richtung lenken. Sicher, der Schreibstil von Albrecht Behmel gefällt mir sehr gut, die Ausdrucksweise ist klasse. Und auch, wie er den Berliner Dialekt rüberbringt ist witzig und zugleich authentisch. Im Großen und Ganzen weiß ich, dass es in dem Buch um das organisierte Verbrechen geht, ohne zuviel vom Inhalt vorwegnehmen zu wollen. Aber bei manchen Handlungssträngen habe ich das Gefühl gehabt, ich habe etwas überlesen, also habe ich in meinem eReader wieder zurückgeblättert und trotzdem nicht die Lösung gefunden. Schade, denn als Actionthriller stelle ich mir schon etwas mehr Spannung im Verlauf der Geschichte vor. Dieses aufregende Gefühl kam leider nicht bis zu mir herüber.

  12. Cover des Buches Kaltblütig (ISBN: 9783036959030)
    Truman Capote

    Kaltblütig

     (311)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Gelockt hat mich hier, dass es um ein tatsächliches Ereignis geht und zwar genauer, um einen Familienmord. Ich hatte eher mit einem Thriller gerechnet und nicht mit einem nüchternen Sachbuch, aber ich denke, auch das kann man interessant gestalten. Leider ist das hier nicht geschehen. 

    Man merkt auch, dass der Autor viel Arbeit reingesteckt hat, aber auch hier wirkt sich das nicht positiv aus. Es ist eher so, dass man mehr oder weniger ungeordnet alle möglichen Informationen um die Ohren gehauen bekommt. Ich habe zwischenzeitlich auf die Zahnpasta- oder Make-Up-Marke gewartet.

    All das hat letztendlich dazu geführt, dass ich das Buch ungefähr nach der Hälfte abgebrochen habe, weil man in dem ganzen Informationsgewirr einfach untergeht und keine Beziehung zu irgendwem aufbaut. 

    Da war ich am Ende doch mit dem Wikipedia-Artikel bedient.  

  13. Cover des Buches Man muss auch mal loslassen können (ISBN: 9783426523230)
    Monika Bittl

    Man muss auch mal loslassen können

     (87)
    Aktuelle Rezension von: FeFu

    Ich hatte bei dem Buch auf etwas locker-amüsantes gehofft.
    Leider wurde ich enttäuscht. 😔

    Das Aufeinandertreffen der drei Damen ist noch recht amüsant.
    Jedes Kapitel ist immer aus der Sicht einer anderen Person geschrieben.
    Leider tendiert doch sehr bald alles in die Richtung "Politisch", "System", "Kapitalismus", "Linken", "Rechten", etc.

    Auch ist der Schreibstil teils etwas unangenehm. So abgehackt. Zu großer Deutsch-Englisch-Mix. Bei der Jessy passt es ja, also vom Charakterbild und ihrer Vergangenheit her. Aber es zieht sich leider durch alle Charaktere. Schöner wäre es, wenn jede/r so seine Eigenarten hätte.

    Das ganze Politik-Gefasel hat mir das Buch ziemlich vermiest. Ich hatte mir doch eher etwas zum Schmunzeln und mit dem ein und anderen Lacher erhofft.

  14. Cover des Buches Mörderische Angst (ISBN: 9783596032402)
    Linda Castillo

    Mörderische Angst

     (215)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurmrosi

    1979: Eine amische Familie Hochstedtler wird Opfer eines Raubüberfalls. Einzig der 14-jährige Billy überlebt die grauenvolle Nacht. Die Täter wurden nie gefunden.

    2014: In Painters Mill geht das Gerücht um, dass es auf der verlassenen Farm der Hochstedtlers spuke. Und tatsächlich werden Morddrohungen versendet und schon bald findet sich das erste Opfer. Der Täter hinterlässt am Tatort einen Hinweis auf die Familie Hochstedtler. Kater Burkholder setzt wieder alles daran um den Fall aufzuklären. Auch wenn sie dieses Mal von privaten Problemen geplagt wird. 

    Wieder einmal hat Linda Castillo einen spannenden und interessanten Thriller geschrieben. Die Bücher rund um die Ermittlerin Kate Burkholder sind so flüssig und gut geschrieben, dass ich die Bücher oftmals in einem Rutsch lesen kann. An dieser Reihe gefällt mir auch, dass Kate keine perfekte Ermittlerin ist, die von privaten Schwierigkeiten gefeit ist. Sie hat mit ihren Problemen zu kämpfen und geht im Laufe der Geschichten Entwicklungen durch, was sie für mich sehr sympathisch macht! 

    Auch dieser Thriller konnte mich überzeugen, wenn gleich ich auch mit dem Ende nicht ganz einverstanden bin - daher einen Stern Abzug.


  15. Cover des Buches Kühn hat zu tun (ISBN: 9783499266829)
    Jan Weiler

    Kühn hat zu tun

     (86)
    Aktuelle Rezension von: Yolande
    Jan Weiler wurde am 8. Oktober 1967 in Düsseldorf geboren. Er besuchte die Deutsche Journalistenschule in München und arbeitete ab 1994 beim SZ-Magazin, zunächst als redaktuer, später als Chefredakteur.
    2003 schrieb er ein Buch über die Lebensgeschichte seines italienischen Schwiegervaters. Mit "Maria, ihm schmeckt's nicht" wurde er deutschlandweit bekannt und ist seither als Vorleser seiner Werke in verschiedenen Städtetouren zu sehen. Außederdem schreibt er Kolumnen für die Zeitschrift "stern" und die "Welt am Sonntag".
    Jan Weiler lebt mit seiner Familie in der Nähe des Starnberger Sees.
    (Quelle: Wikipedia)

    Inhalt (Lovelybooks).
    Ehemann, Vater, Freund, Polizist, Nachbar – und umfassend überfordert. 
    Martin Kühn ist 44, verheiratet und hat zwei Kinder. Er wohnt auf der Weberhöhe, einer Neubausiedlung nahe München. Früher stand dort eine Munitionsfabrik, aber was es damit auf sich hatte, weiß Kühn nicht so genau. Es gibt ohnehin viel, was er nicht weiß: Zum Beispiel, warum von seinem Gehalt als Polizist ein verschwindend geringer Betrag zum Leben bleibt. Ob er sich ohne Scham ein Rendezvous mit seiner rothaarigen Nachbarin vorstellen darf. Warum er jeden Mörder zum Sprechen bewegen kann, aber sein Sohn nicht mal zwei Sätze mit ihm wechselt. Welches Geheimnis er vor sich selber verbirgt. Und vor allem, warum sein Kopf immer so voll ist. 
    Da wird ein alter Mann erstochen aufgefunden, gleich hinter Kühns Garten in der Böschung. Und plötzlich hat Kühn sehr viel zu tun.

    Ich habe vor einiger Zeit Jan Weilers Buch "Im Reich der Pubertiere" gelesen. Der humorvolle Schreibstil hat mir gut gefallen und deshalb habe ich einen Krimi in ähnlichem Stil erwartet. Leider wurde ich in dieser Hinsicht enttäuscht, im Gegenteil, ich fand es sogar ziemlich deprimierend. Ein Kommissar in einer Lebenskrise ist ja per se nichts Schlechtes, aber mir war es streckenweise zu arg. Seinen Humor empfand ich als Sarkasmus. 
    Die Krimihandlung trat ein wenig in den Hintergrund, war aber auch ziemlich konstruiert und abgedreht. Auch das Mordmotiv war mir zu weit hergeholt. 

    Fazit: Das Buch konnte mich nicht überzeugen, zu deprimierend. Ich fand es sehr enttäuschend.

  16. Cover des Buches Sündige Gier (ISBN: 9783442378050)
    Sandra Brown

    Sündige Gier

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds
    Normalerweise geht es in einem Thriller darum herauszufinden, wer der Täter ist. Diese Frage scheint in „Sündige Gier“ aber recht bald aufgeklärt. Das Herzstück des Plots ist vielmehr, wie er diejenigen in ein drehbuchreifes Katz-und-Maus-Spiel verwickelt, die alles daransetzen, ihn zu überführen. Die Liebesgeschichte wird eher langsam aufgebaut, die Beziehung besticht aber durch eine außergewöhnliche Tiefe.
  17. Cover des Buches Drood (ISBN: 9783453408067)
    Dan Simmons

    Drood

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Deni_liest

    London, im 19. Jahrhundert. Bei einem Eisenbahnunglück sterben viele Menschen. Zu den Überlebenden zählt der damals schon weltberühmte Charles Dickens. Das Erlebte verändert ihn – plötzlich sucht er fanatisch nach einem Mann namens "Drood". Jenem entstellten Fremden, dem er begegnet ist, als Dickens versucht hat, seinen Mitreisenden zu helfen. Gemeinsam mit einem Kollegen Wilkie Collins begibt er sich bei seiner Suche in die Abgründe Londons. Aber ist "Drood" überhaupt ein tatsächlich existierender Mensch? Angeregt von Dickens will auch Collins wissen, was es mit Mr. Drood auf sich hat.  Dabei verliert er sich in Wahn und Drogensucht und begegnet einem eigenen imaginären Doppelgänger.

    Der Roman erweckt das viktorianische London wieder zum Leben – mit einer Detailbesessenheit, die Dickens gefallen hätte. Ich habe mich wirklich ins schaurig-diffuse Licht der Gaslaternen versetzt gefühlt. Dem Autoren gelang es nicht nur eine starke, düstere Atmosphäre zu kreieren, sondern  trotz der Schauerroman-Elemente eine absolut schlüssige Entwicklung der Handlung. Ich habe mich  jederzeit bestens unterhalten geführt. 

    Nebeneffekt: Das Buch hat mich außerdem dazu gebracht, mich näher mit Dickens Zeitgenossen und Kollegen Wilkie Collins zu befassen, der heute als Autor beinahe unbekannt ist. Gerade habe ich angefangen, sein Buch "Basil" zu lesen, dass mir sehr gut gefällt. 



  18. Cover des Buches Der Teufel von Wacken (ISBN: 9783740803155)
    Heike Denzau

    Der Teufel von Wacken

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Viragolady

    Der kleine Ort Wacken in Schleswig –Holstein zieht jedes Jahr im August mehrere Zehntausende Musikfans aus der ganzen Welt an. Sie feiern drei Tage und Nächte lang friedlich, mit bester Laune, mit lauter Musik und mit viel Bier. Doch diese eine Jahr wird viel passieren was so nicht geplant war.  Ausgerechnet hierher zieht es eine Verbrecherbande. Ulf Baumann, seine beiden Söhne und ihr Kumpel, Devil  wollen zwei Juweliergeschäfte in der schleswig-holsteinischen Kreisstadt Itzehoe überfallen und sich dann auf dem Rockfestival, im 20 Kilometer entfernten Wacken verstecken.
    Anfangs klappt alles wie geplant, aber dann läuft einer der Überfälle völlig aus dem Ruder. Ein Juwelier wird angeschossen und stirbt an diesen Folgen, einer der Brüder wird durch einen Schuss ebenfalls schwer verletzt, überlebt aber. Die Verbrecher bleiben bei ihrer ursprünglichen Planung und fahren zum Campingplatz auf das Festival in Wacken. Bei der Menge von meist schwarz gekleideten Festivalbesuchern hoffen sie nicht aufzufallen und untertauchen zu können. Der angeschossene Bruder wird zu einem Problem für die anderen Verbrecher. Er benötigt dringend ärztliche Hilfe, sie wollen sich aber nicht verdächtig machen. Da ist guter Rat teuer. Eine der Ärztin aus dem Sanitäts-Zelt wird entführt und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
    Ein neuer Fall für die Kommissarin Lyn Harms und der Itzehoer Kripo. Noch ahnt niemand, dass die Situationen sehr blutig werden und eskalieren. Die Spannung steigt ins unermessliche bis zum heftigen Showdown. Was genau passiert möchte ich hier nicht schildern um die Spannung beim Lesen zu mindern. Nur so viel, das Buch ist auf alle Fälle zu empfehlen.
    Fazit:
    „Der Teufel von Wacken“ ist bereits der zweite Teil rund um die sympathische Ermittlerin Lyn Harms in Wacken. Für das Verständnis ist es aber nicht nötig den vorherigen Band zu kennen.
    Mich konnte der Kriminalroman von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und mitreißen. Ich wollte dieses Buch gar nicht mehr zur Seite legen.

  19. Cover des Buches Cowboy - Riskanter Einsatz (ISBN: 9783899417418)
    Suzanne Brockmann

    Cowboy - Riskanter Einsatz

     (68)
    Aktuelle Rezension von: MrsFoxx
    Joe Cat und seine Alpha Squad retten im Nahen Osten drei Botschaftsangestellte aus einer von Terroristen besetzten Stadt. Ganz vorne mit dabei ist Harlan "Cowboy" Jones, der das Vertrauen der jungen Geisel Melody Evans gewinnt und somit ihr Leben rettet. Als sie endlich wieder auf sicherem Terrain sind, verbringen die beiden 6 Nächte voller Leidenschaft und Sex. Melody verabschiedet sich danach von dem Navy SEAL, denn er hat so gar nichts mit dem Mann gemein, den sie sich für ihre Zukunft wünscht. Doch Cowboy kann die junge Frau einfach nicht vergessen. Als er sie sieben Monate später besucht, stellt er überrascht fest, dass Melody Hochschwanger ist. Cowboy will das einzig Richtige tun und die Mutter seines Kindes heiraten. Doch Mel weigert sich aus den bekannten gründen, aber Cowboy bleibt hartnäckig... 

    Dies ist bisher der ruhigste Teil der Navy-SEALs-Reihe, von der Rettungsaktion zu Beginn einmal abgesehen. Doch das störte mich überhaupt nicht. Mal ehrlich, wenn mitten in der Kleinstadt Appleton ein Terroranschlag geschehen würde, das wäre doch äußerst unglaubwürdig! 
    Cowboy und Melody sind ein sympathisches Paar, und ich war ja schon seit Friscos Geschichte mächtig gespannt auf den Jungspund der Truppe. Cowboy hat mich auch nicht enttäuscht und ich musste einige Male schmunzeln, als ich ihn beim Lesen näher kennenlernen durfte. Actionfilme mit Harrison Ford mag ich nämlich auch  
    Seine Hartnäckigkeit und der Umgang mit dem jugendlichen Unruhestifter der Stadt verdienen Respekt, denn so manch einer hätte bei schon längst aufgegeben... 
    Wieder einmal hat Suzanne Brockmanns flüssiger und einfacher Schreibstil mächtig spaß gemacht. Langeweile ist ein absolutes Fremdwort bei ihren Navy SEALs! 

    Fazit: Hach, die Jungs machen süchtig  Ich freu mich schon auf den nächsten Teil. Absolute Leseempfehlung und zum 4. Mal Favoritenstatus für die Navy SEALs! 

    Reihenfolge: 
    01. Joe - Liebe Top Secret 
    02. Für immer - Blue 
    03. Für einen Kuss von Frisco 
    04. Cowboy - Riskanter Einsatz 
    05. Harvard - Herz an Herz 
    06. Crash - Zwischen Liebe und Gefahr 
    07. Jake - Vier Sterne für die Liebe 
    08. Mitch - Herz im Dunkeln 
    09. Lucky - Nur eine Frage der Zeit 
    10. Taylor - Ein Mann ein Wort 
    11. Wes - Wächter der Nacht
  20. Cover des Buches Plus One - Nur bei dir (ISBN: 9783802595240)
    Jennifer Lyon

    Plus One - Nur bei dir

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Blubb0butterfly
    Eckdaten
    Roman
    LXY Verlag
    9,99 €
    ISBN: 978-3-8025-9524-0
    Übersetzung: Michaela Link
    2014
    309 Seiten + 2 Seiten Danksagung + 4 Seiten Buchvorstellungen
    Band 1
    Plus One-Reihe

    Cover
    Es ist heiß, verrät aber auch einiges über die Richtung, in die das Buch höchstwahrscheinlich gehen wird.

    Inhalt
    Sechs Jahre ist es her, dass Konditorin Kat in einem brutalen Raubüberfall geriet, der bei ihre schwere seelische Narben hinterlassen hat. Seitdem lebt sie zurückgezogen und ohne Vertrauen zu anderen Menschen. Nur bei der Arbeit in ihrer Sugar Dancer Bakery blüht sie auf. Als Kat eines Abends erneut von zwei Unbekannten angegriffen wird, scheint sich ihr Albtraum zu wiederholen, doch in letzter Sekunde kommt ihr der ehemalige UFC-Kämpfer Sloane Michaels zur Hilfe – ein Mann, der Kat vom ersten Augenblick den Atem raubt und eine Sehnsucht in ihr weckt, die sie längt verloren glaubte. So sehr sie auch versucht, ihren attraktiven Retter abzuwehren, Sloane blickt tief in ihre Seele und erkennt einen Kampfgeist in ihr, der ihr Leben für immer verändern könnte. Er macht Kat ein Angebot: Sie soll ihn zu öffentlichen Anlässen begleiten und die Nächte mit ihm verbringen. Im Gegenzug will er ihr beibringen, sich selbst zu verteidigen und ihre Ängste endlich zu überwinden. Sein Angebot ist unverschämt, aber gleichzeitig so verlockend, dass Kat es nicht ablehnen kann – obwohl sie bei Sloanes Blicken spürt und bei jeder seiner Berührung weiß, dass sie längst dabei sind, die Grenzen ihrer Abmachung zu überschreiten…

    Autorin
    Jennifer Lyon lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in Südkalifornien. Sie hat mehr als fünfzehn Romane und Novellen in unterschiedlichen Genres verfasst, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden.

    Meinung
    Kat wurde in die Welt der Reichen und Schönen und in eine perfekte Wissenschaftlerfamilie hineingeboren, wo sie sich nie wirklich zu Hause gefühlt hat. Doch sie versuchte, sich anzupassen, was ihr aber nie gelang. Nach einem verheerenden Raubüberfall ändert sich alles… Sie zieht sich immer weiter zurück, trotzdem hat sie noch etwas Kämpferisches in sich, was Sloane aus ihr herauskitzeln kann. Er bietet ihr einen Deal an, der für beide Seiten von Vorteil ist. Wird sie sich darauf einlassen? Er will ihr Selbstverteidigung beibringen, während sie als seine platonische Begleitung agiert, sozusagen eine Freundschaft mit gewissen Vorzügen. Hört sich aber leichter an als in Wirklichkeit.
    Kat ist eine erstaunliche Frau und sie wirkt so authentisch. Ich habe immer mitgefiebert und habe mich über jede noch so kleine Entwicklung ihrerseits so dermaßen gefreut! Sie wächst einen einfach ans Herz. Sie ist eine mutige Frau, die sich auf keinen Fall unterkriegen lässt.
    Sloane dagegen ist ein Mann, der weiß, was er will und dass er es auch bekommt. Er hat sich sein Imperium selbst aufgebaut und hat mit Emotionen eigentlich gar nichts am Hut, bis ihm die kleine Konditorin mit den lila Strähnchen über den Weg läuft. Doch sie steht seinen Plänen im Weg. Für was wird er sich letztlich entscheiden?
    Ich habe zuvor noch nie etwas von der Autorin gelesen, geschweige denn gehört und war maßlich begeistert! Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen! Es war so mitreißend und spannend, dass ich es in einem Ruck gelesen habe und mehr wollte! Eine einfach unglaublich realistische Geschichte um eine junge Frau, die sich wieder ins Leben zurückboxt. Sehr inspirierend! Das muss man einfach gelesen haben!

    ❤❤❤❤❤ von ❤❤❤❤❤
  21. Cover des Buches Die Zeichen der Furcht (ISBN: 9783404171507)
    David Pirie

    Die Zeichen der Furcht

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Achtung, dies ist der zweite Teil einer Trilogie um die Fälle von Arthur Conan Doyle und Dr. Joseph Bell.
    Und dieses Mal geht es um den ärgsten Feind, den Doyle später Moriarty genannt hat.
    Doyle und Bell müssen sich um ein paar eigenartige Morde in den Bordellen der Stadt kümmern, die scheinbar überhaupt keine Motive besitzen. Zeitgleich sorgen sie sich um die Frau des Gönners von Doyles Universität. Sie wird schwächer und schwächer, aber die wahren Gründe dafür dürfen nicht an die Oberfläche gelangen und dann verliebt sich Doyle auch noch in die Schwester. Ein aberwitziger Lauf um die Zeit beginnt.
    Auch im zweiten Teil fühlte ich mich wieder gut unterhalten und kann nicht sagen, dass die Geschichte dieses Mal schwächer war (was ich leider oft bei zweiten Teilen bemerke). Eine solide Grundspannung war auch immer dabei und zusätzlich ein wirklich guter Cliffhanger. Ein Glück, dass ich den dritten Teil schon zu Hause habe, denn sonst müsste ich ihn spätestens jetzt beschaffen.
    Nach wie vor gefallen mir die Figuren und ich finde auch, dass die Stimmung Doyles Sherlock Holmes Geschichten nahe kommt. Ich freue mich auf den Abschluss der Reihe.
  22. Cover des Buches Eternal - Die Geliebte des Vampirs (ISBN: 9783426506998)
    V. K. Forrest

    Eternal - Die Geliebte des Vampirs

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Asbeah

    Im dritten Band der Clare Point Vampire geht es um Fias Zwillingsbrüder Fin und Reagan. Letzterer sitzt zu Hause seine “Bewährungsstrafe” ab, während Fin genötigt wurde, als Hilfspolizist einzuspringen. Unglücklicherweise kommt es gleich zu einem Mord an einem menschlichen Touristen und Fin wird bei den Ermittlungen ins kalte Wasser geschubst. Dabei begegnet er der italienischen Touristin Elena, die sein nicht vorhandenes Liebesleben aufmöbelt.

    So gibt es dann in diesem Band schon fast mehr erotische Passagen als Mordermittlung. Es bleibt dem Leser überlassen, herauszufinden, wer der Täter ist, was auch recht schnell gelingt. Insgesamt fand ich diesen Band ein bisschen lahm, und leider wurden die liebgewonnenen Charaktere aus den vorherigen Bänden nur noch am Rande erwähnt. Es war noch immer ein nettes Lesevergnügen, aber nichts besonderes mehr. Dies ist der letzte ins Deutsche übersetzte Teil, fünf gibt es insgesamt. Für mein Gefühl ist es ok, die Reihe hier mit dem dritten Teil zu beenden. Ich werde vermutlich nicht in Englisch weiter lesen.

    Fazit: Ein netter Abschluss der Reihe, bei dem wie zuvor das Happyend und einige Fragen offen bleiben. 
  23. Cover des Buches Finderlohn (ISBN: 9783453438712)
    Stephen King

    Finderlohn

     (333)
    Aktuelle Rezension von: littlebookgiant

    Das Stephen King der Meister seines Genres ist, steht für mich ausser Frage. Auch mit Finderlohn hat er wieder einen spannenden, verstörenden und angsteinflössenden Thriller erschaffen, der Bill Hodges erneut eine Bühne gibt.

    Dabei sind (zum Glück!) alle Personen aus dem ersten Buch wieder mit von der Partie. 

    Zu Beginn des Buches dreht sich jedoch alles um den Dieb, Morris Bellamy, der in das Haus seines Lieblingsautors einbricht, um sich seine alten Notizbücher anzueignen. Später muss er für ein anderes Verbrechen lange Zeit ins Gefängnis. Die Notizbücher, welche Bellamy versteck hatte, werden in der Zwischenzeit vom jungen Pete Saubers gefunden, der keine Ahnung hat, welcher Wahnsinn mit diesen Büchern in Verbindung steht. 

    Der Leser wird langsam an die Story herangeführt und lernt die Protagonisten kennen. Dadurch schafft es Stephen Kind auch, eine Vielzahl an wichtigen Personen in der Handlung zu versticken, ohne dass man diese verwechselt. Diese Kennenlernphase ist zwar unabdingbar für die weitere Handlung, zieht sich jedoch in die Länge. Ungefähr nach der Hälfte des Buches, wird es richtig fesselnd. Langsam führt King die verschiedenen Personen zusammen und steuert auf ein waghalsiges Finale zu. 

    Zusammenfassend war Finderlohn jedoch deutlich schwächer, als sein Vorgänger, Mr. Mercedes. Stellenweise war das Buch etwas langatmig, bis zum spannenden Teil musste man sich durcharbeiten. Ein Highlight waren die Auftritte eines ganz bestimmten Täters aus Buch eins, welcher selbst in einem Buch, in welchem er nicht die Hauptperson ist, pure Panik verbreitet. Gespannt bin ich jetzt auf das dritte Buch der Reihe, denn wenn Finderlohn eins geschafft hat, dann ist es, mich neugierig auf den nächsten Teil zu machen. 


  24. Cover des Buches Scheiterhaufen (ISBN: 9783426509890)
    Derek Nikitas

    Scheiterhaufen

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Stefan83

    Knapp zweieinhalb Jahre nachdem ich die Lektüre von Derek Nikitas' Debütwerk beendet und daraufhin in Kurzfassung rezensiert habe, kehre ich nun noch einmal zu diesem bemerkenswerten Buch zurück, das, anfangs noch von Jens Seeling auf eigene Faust übersetzt und verlegt, im Anschluss bei Knaur als Taschenbuchausgabe wiederveröffentlicht worden – und dem letztlich doch größerer Erfolg bei der breiten Masse versagt geblieben ist. Nun ist Verkaufserfolg natürlich nicht immer gleich auch ein Qualitätsmerkmal, weshalb sich „Scheiterhaufen“ in eine inzwischen äußerst umfangreiche Liste kleinerer Meisterwerke einreiht, wobei sich das Adjektiv „klein“ hierbei auf die Art der Vermarktung und den Vertrieb, und nicht auf das eigentliche sprachliche und inhaltliche Niveaus des Romans bezieht. Im Gegenteil: Nikitas' Erstling beeindruckt und bedrückt bis über die letzte Seite hinaus, ringt dem Spannungs-Genre gleich eine ganze Reihe menschlicher Facetten ab, an welcher sich schon so manch gestandener Krimi-Autor seine Finger verbrannt hat. Fernab vom üblichen Thriller-Mainstream wird uns eine etwas andere „Coming-of-Age“-Geschichte präsentiert, welche sich, anfänglich träge beginnend, später in einer Nachtschwärze brutal Bahn bricht, die selbst gefestigte Leser ins Wanken bringen dürfte. Doch „First things first“, weshalb die Handlung an dieser Stelle kurz angerissen sei:

    Das kleine Städtchen Hammersport, im Staat New York, Anfang der 90er Jahre. Lucia Moberg, genannt Luc, muss unbedingt noch einmal in das örtliche Shopping-Center, um für ihre besten Freundinnen, die Zwillinge Gina und Kita, Geburtstagsgeschenke zu besorgen, doch Mutter Blair hat keine Zeit und auch Vater Oscar, Dozent in der nahegelegenen State University, zeigt wenig Lust den Chauffeur zu spielen, bis er schließlich aber doch der Überredungskunst seiner geliebten Tochter erliegt. Nach einem kurzen Einkauf will man sich wieder auf die Rückfahrt machen, als ein Mann an das Fahrerfenster herantritt und Lucias Vater anspricht – während sie selbst nur wenig von dem gesagten versteht, drückt dieser panisch aufs Gas, worauf zwei Schüsse fallen. Wenige Sekunden später ist alles vorbei. Oscar ist tödlich getroffen, der Täter flüchtig, die familiär ohnehin brüchige Idylle bis in die Grundfesten erschüttert.

    Während Lucia sich zwar schuldig für den Tod ihres Vaters fühlt, ihn aber einigermaßen verarbeiten kann, reißt der Verlust des Mannes ihrer Mutter den Boden unter den Füßen weg. Blair kann sich mit der Realität nicht abfinden, will aus dem Leben scheiden, vor den Ereignissen flüchten, woraufhin Lucia sich plötzlich in der Rolle des Versorgers wiederfindet, bis auf einer unerwarteten Richtung Hilfe kommt: Greta Hurd, Ermittlerin im Fall ihres Vaters und Mutter einer Tochter, mit der sie keinerlei Kontakt mehr hat, sieht die Chance gekommen, zumindest für Lucia eine Unterstützung zu sein – und mit den hier gewonnenen Erfahrungen vielleicht auch privat einen Neuanfang zu wagen.

    Zur gleichen Zeit wirft „Scheiterhaufen“ einen Blick auf das Leben von Tanya Yasbeck, welche schon als Jugendliche aus dem Elternhaus geflohen ist und sich die letzten Jahre als Gelegenheitsprostituierte verdingt hat – immer in der Hoffnung, eines Tages den Absprung zu schaffen. Als sie eines Tages Mason Renault trifft, glaubt sie den Retter gefunden zu haben. Doch der zukünftige Vater ihres gemeinsamen Kindes ist nicht nur über alle Maßen gewalttätig, er setzt auch alles daran Mitglied der „Skeleton Crew“, eine aufgrund ihrer Brutalität gefürchteten Biker-Gang, zu werden. Nur langsam dämmert Tanya, dass ihr Leben an der Seite eines Rockers, trotz anders gearteter Versprechungen, keinerlei Sicherheit bietet. Mehr noch: Mason scheint mittendrin im Mosberg-Fall zu stecken … und ihre Zukunft ist ungewisser als je zuvor.

    „Konventionen und Regeln sind dazu da gebrochen zu werden. Nein, besser noch, wie werfen sie gleich in einen Scheiterhaufen.“ So oder ähnlich könnten die Gedankengänge von Derek Nikitas ausgesehen haben, als er sich daran machte, sein erstes Buch zu Papier zu bringen, welches nicht nur im Testosteron-getränkten Genre „Spannungsroman“ vier Frauen in den Mittelpunkt seiner Handlung stellt, sondern auch die sonst üblichen Elemente wie Tatortuntersuchungen, den versoffenen Ermittler oder den soziopathischen Serienkiller vollkommen außen vor lässt. Als Konsequenz daraus liest sich der Roman vom Fleck weg atmosphärisch, glaubhaft und vor allem grundehrlich. Keine unnötigen Twists, keine Effekt-Hascherei – nur ganz normale Durchschnittsmenschen, denen das Schicksal und das Leben einen Strich durch die Rechnung macht, die ins Feuer des titelgebenden Scheiterhaufens geraten, in welchem sie schließlich zu verbrennen drohen.

    Nikitas Kniff, das Älterwerden eines Teenagers und das abrupte Ende der Jugend in die Form eines Thrillers zu gießen ist ebenso simpel wie genial, da es die Möglichkeit bietet, eine oftmals mit Kitsch abgeschmackte Thematik glaubwürdig in ein Szenario einzubetten, welches zwar düster und roh daherkommt, seine Wurzeln in unserer Gesellschaft aber nicht verleugnen kann. Wie der Autor diese Abfolge präsentiert, den Fortgang des Geschehens mit der Auflösung des Mordfalls verwebt (wohlgemerkt ohne dass diese Auflösung im Zentrum stehen würde), zeugt von einer schriftstellerischen Reife und ist Beweis einer Stilsicherheit, die nur wenigen Debütanten sonst zuteil ist. Insbesondere das letzte Drittel, in welchem sich die zuvor aufgebaute, dräuende Spannung brutal und drastisch entlädt, betont den „I don't care“-Gedanken, von dem der ganze Plot beseelt ist. Ursache und Wirkung werden hier nicht fiktional verwoben, sondern konsequent zum unausweichlichen Ende im letzten Kapitel geführt, das nicht ganz ohne Hintergedanken die Überschrift „Ragnarök“ trägt. Ein Hinweis auf die gewaltsame Götterdämmerung in der nordischen Mythologie und gleichzeitig die zweite Zeile eines Reims, der mit Oscars Interesse für eben jene skandinavischen Ursprünge, seinen Anfang genommen hat.

    „Scheiterhaufen“ ist ein schroffes, dreckiges, düsteres und manchmal auch nur schwer erträgliches Juwel im Haufen der stereotypen Kieselsteine, bei dem Autor Derek Nikitas leider den besten Moment zum aufhören verpasst hat und das Ende unnötig (und nicht wirklich homogen zum Grundton der Geschichte) in die Länge zieht. Das ändert nichts am positiven Gesamturteil. Szenen, wie die im Trailerpark (ich fühlte mich hier stark an „Winters Knochen“ von Woodrell erinnert), werden wohl noch lange in meinem Gedächtnis haften bleiben und lassen auch für die Zukunft Großes von Nikitas erwarten – das wohl einmal mehr die Kleinen werden entdecken müssen …

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