Bücher mit dem Tag "raumfahrt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "raumfahrt" gekennzeichnet haben.

261 Bücher

  1. Cover des Buches Die Krone der Sterne (ISBN: 9783596035854)
    Kai Meyer

    Die Krone der Sterne

     (308)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Im Reich Tiamande herrschen die Gottkaiserin und der Hexenorden. Dabei müssen regelmäßig Mädchen zur Gottkaiserin als Bräute gebracht werden. Diesmal ist die Wahl auf Iniza gefallen, und nun hat sie, zusammen mit ihrem Geliebten Glanis, bereits einen Plan, dem zu entgehen. Doch sie wird entführt von Kranit, der dafür Geld erhalten soll. Bald finden sich alle auf der Flucht zusammen auf der „Nachtwärts“, deren Eignerin Shara ist, die gerade nach zweieinhalb Jahren Gefangenschaft zurück in die Freiheit strebt. Zunächst hat diese zufällige Gemeinschaft unterschiedliche Ziele, doch bald finden sie sich zusammen und sind auf der Flucht – vor den Hexen, vor Hadrath, Inizas verhasstem Onkel, und in eine hoffentlich friedlichere Zukunft. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt. Welche Geheimnisse birgt jeder der vier, später fünf und zum Schluss sechs Teilnehmer dieser Gemeinschaft? Es ist eine faszinierende, äußerst komplexe Welt, in die Kai Meyer die Geschichte um diese Schicksalsgemeinschaft versetzt. Mit viel Liebe fürs Detail und manchem Augenzwinkern hat er diese Welt bevölkert, und immer wieder füttert er den Leser mit neuen Informationen darüber. Auch die Teilnehmer dieser Flucht durch eine ganze Galaxie sind äußerst gelungen angelegt, ihre Geheimnisse werden nach und nach enthüllt. Das Buch wird von liebevollen Zeichnungen ergänzt, die erst nach der Lektüre ihre wahre Pracht entfalten. Manch überraschende Wendung bringt zusätzlich Würze in dieses ohnehin schon spannende Buch. Die Geschichte liest sich äußerst flüssig, so dass die Seiten einfach nur dahinfliegen. das Buch ist zwar in sich geschlossen, aber es sind noch längst nicht alle Fragen beantwortet.

  2. Cover des Buches Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (ISBN: 9783596035687)
    Becky Chambers

    Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

     (217)
    Aktuelle Rezension von: AnetteSchaumloeffel

    Im Mikrokosmos eines Raumschiffs treffen sich Mannschaftsmitglieder wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Sie stellen einen Querschnitt der vielfältigen Gesellschaft der Zukunft dar. Zusammen mit dem neuesten Crewmitglied Rosemary macht sich die "Wayfarer" auf eine lange Reise, in der alle näherrücken müssen, um die gefährlichen Zwischenfälle zu überstehen. Zutiefst freundlich und originell macht der Einfallsreichtum der Autorin in Bezug auf Lebens- und Gesellschaftsformen durch das ganze Buch hinweg Freude, ohne dabei schwierige Themen zu meiden. Ich freue mich auf das nächste Buch von Becky Chambers!

  3. Cover des Buches Godspeed - Die Reise beginnt (ISBN: 9783841502513)
    Beth Revis

    Godspeed - Die Reise beginnt

     (1.015)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Inhalt: Amy hat die Möglichkeit, mit ihren Eltern, einer Gentechnikerin und einem Funktionär des Militärs, einen neuen Planeten zu besiedeln. Obwohl sie an der Erde und ihrem Zuhause hängt, entschließt sie sich, ihre Eltern zu begleiten. Sie werden eingefroren und sollen wieder aufgeweckt werden, sobald das Ziel erreicht ist. Doch dann wacht sie fünfzig Jahre zu früh auf und die Zivilisation an Bord des Raumschiffs könnte ihr nicht fremder sein. Alle Menschen haben die gleiche Hautfarbe, die gleichen Haare und die gleichen Augen. Ihre Fortpflanzung wird reguliert und ein Mann, der Älteste, steht über allen. Nur Junior, der zukünftige Älteste, und sein Freund Harley scheinen ihr zuzuhören, während die meisten anderen Passagiere Amy für verrückt halten. Und als immer mehr der Eingefrorenen aufgetaut werden und in ihrer Kühlflüssigkeit ertrinken, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

    Fazit: Whoa, das habe ich so nicht kommen sehen! Science Fiction und Dystopien lese ich eher selten, aber ich bin immer wieder fasziniert, was für Welten und/oder Settings mich dort erwarten. Das Konzept des Einfrierens und zu früh Aufwachens kam mir aus dem Film "Passengers" bekannt vor, ich weiß aber nicht, welches Werk zuerst entstand. Und auch wenn es Parallelen gab, war dieses Buch jedoch auch ganz anders. Neben den eingefrorenen Funktionären, die bei der Besiedlung des neuen Planeten helfen sollen, hat die "Godspeed" nämlich auch Besatzung. Und eben diese ist es, die Amy nach ihrem Erwachen so unheimlich fremd ist. An Bord hat sich eine Diktatur entwickelt, nachdem vor vielen Jahren "die Seuche" einen Großteil der Besatzung dahingerafft hat. Seitdem herrscht der Älteste, ein Mann, der zwischen den Generationen geboren wurde. Dieses Konzept fand ich sehr faszinierend! Auch die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet worden, allesamt waren sie greifbar und nachvollziehbar. Was in dem Buch vielleicht noch mehr ausgebaut werden könnte ist die Diversität. Bis auf Amy sind alle wichtigen handelnden PoC, aber Amy ist die einzige wichtige weibliche Person in der Geschichte. Möglicherweise ist das aber auch auf die Diktatur an Bord der Godspeed zurückzuführen, wer weiß. Spannungstechnisch bin ich jedenfalls gefesselt und freue mich darauf, gleich im Anschluss den zweiten Band lesen zu können!

    Empfehlung: Dieses Jugendbuch kann meiner Meinung nach ab 12-14 Jahren in allen darüberliegende Altersklassen gelesen werden! Ich könnte es mir sogar als Schullektüre vorstellen, aufgrund der vielfältigen gesellschaftlichen Probleme, die darin Erwähnung finden.

  4. Cover des Buches Godspeed - Die Suche (ISBN: 9783841502520)
    Beth Revis

    Godspeed - Die Suche

     (562)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Inhalt: ACHTUNG, NICHT LESEN, BEVOR IHR TEIL 1 GELESEN HABT! Nachdem der Älteste tod und Orion eingefroren ist, ist es nun an Junior, das Kommando über die Godspeed zu übernehmen. Doch plötzlich stellen sich Fragen: Wenn das Raumschiff jemals geflogen ist, wie konnte es dann im luftleeren Raum dazu kommen, dass sie stehengeblieben sind? Werden die Bewohner der Godspeed Junior als ihren Anführer akzeptieren, wenn sie nicht mehr unter dem Einfluss der Droge Phydus stehen? Und wenn nicht, wie lang wird es dauern, bis sie eine Revolution anzetteln? Und würde Amy auch Junior wählen, wenn er nicht der einzige andere Teenager auf dem Schiff wäre?

    Fazit: Für mich hat der zweite Teil der Reihe im Vergleich zum ersten Band kein Stück nachgelassen. Die Spannung bleib gleichmäßig hoch und Amy fragt sich, ob sie Junior um seinetwillen liebt oder nur, weil sie keine andere Wahl auf dem Schiff hat (was ich etwas zweifelhaft finde, immerhin ist die 17 und die Godspeed voll mit 20-jährigen, da ist der 16-jährige Junior nicht wirklich die einzige Wahl). Was mir außerdem gut gefallen hat, war, dass dieser Teil viel diverser war als sein Vorgänger. An Band 1 habe ich kritisiert, dass es bis auf Amy keine einzige wichtige Frauenfigur gab. Das war in diesem Teil ganz anders. Was ich jedoch versäumt habe an Band 1 zu kritisieren, ist, wie wenig die Cover dieser Reihe zum Inhalt passen. Immerhin ist Amy rothaarig und Junior alles andere als weiß. Dennoch hat mich dieser Band inhaltlich wieder überzeugt!

    Empfehlung: Ja, ich möchte diese Reihe vielen Jugendlichen in die Hand drücken. So viele wichtige Themen und extreme Spannung!

  5. Cover des Buches Aurora entflammt (ISBN: 9783737356718)
    Amie Kaufman

    Aurora entflammt

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Fallendreams

    𝐃𝐢𝐞 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐞 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐞𝐢𝐧𝐳𝐞𝐥𝐧𝐞 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐞 𝐢𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐇𝐢𝐦𝐦𝐞𝐥 𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞.

    Spoilerfreie Rezension. Band 2/3‼️

    𝙼𝚎𝚒𝚗𝚎 𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐

    Normalerweise ist der zweite Band einer Trilogie für mich eher öde, doch hier langweilt man sich nicht und will mehr!

    Unsere Protagonist*innen müssen in diesem Band mehr als zuvor eine Einheit bilden und ganz nebenbei die Jugendbuch-typischen Situationen durchstehen. Niemals vergessen: Jugendbuch-Fantasy. 

    Anstatt eine vernünftige Diskussion zu führen, herrscht gerne erstmal Chaos. Dennoch schafft es unser Squad immer wieder durch Charakterstärke und Zusammenhalt weitere knifflige Situationen zu überstehen und daran zu wachsen.

    Wieder einmal beweisen Amie Kaufman und Jay Kristoff, dass sie extrem authentische Charaktere erschaffen können, sodass man als Leser*in eine innige Bindung mit der Handlung sowie den Charakteren aufbaut. Es ist, als wäre ich Teil des Squads.

    𝙵𝚊𝚣𝚒𝚝

    Aurora Entflammt ist gespickt von interessanten Informationen, weiteren Weltraumabenteuern und viel Drama! Es wird niemals langweilig, da die Handlungen niemals ins stocken geraten.

    Super Pluspunkt: Am Anfang des Buches wird unser Gedächtnis für die einzelnen Charaktere und bisherigen Geschehnisse aufgefrischt.

    Wir lesen auch im zweiten Band wieder aus den Perspektiven der einzelnen Squad Mitgliedern.

  6. Cover des Buches Der Marsianer (ISBN: 9783453316911)
    Andy Weir

    Der Marsianer

     (844)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Seine Crew hat ihn für tot zurückgelassen, doch die Umstände waren so verquer, dass Mark Watney wieder erwachte. Allein. Auf dem Mars. Man sollte meinen, dass sei ein Grund zur Verzweiflung, doch dafür nimmt sich Mark keine Zeit. Als Biologe und Reparaturtrupp der Marsexpedition macht er eine Bestandsaufnahme seiner Ressourcen und Möglichkeiten – und setzt sich ein wahnsinniges Ziel: Überleben bis die nächste bemannte Marsexpedition eintrifft. Gut, dass Mark findig ist, mit Klebeband wirklich eine Menge anstellen kann und niemals seinen Humor verliert.

    Ich bin unvoreingenommen an dieses Buch herangegangen und es hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ich habe den Humor sofort geliebt. Größtenteils in Logbuchform geschrieben wird der gesamte Überlebenskampf so witzig beschrieben, dass ich mich großartig unterhalten habe. Im Prinzip gibt es wenig Action, der Schwerpunkt liegt auf den typischen Robinsonadenelementen vom Einrichten und Überleben in einer feindlichen Umwelt, allein. Die humorvolle Umsetzung, ohne dass das Buch in Slapstick abgleitet, entschädigt allerdings dafür, dass nüchtern betrachtet wenig passiert. Zumindest auf dem Mars, denn es wird durchaus auch die Reaktion auf der Erde beschrieben – im gleichen unterhaltsamen Ton.

    Ich liebe dieses Buch! Top SF-Unterhaltung, witzig, erstaunlich realistisch und absolut packend.

  7. Cover des Buches Hier ist es schön (ISBN: 9783518427941)
    Annika Scheffel

    Hier ist es schön

     (54)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi

    Ja, wer weiß, so könnte die nähere Zukunft aussehen. Annika Scheffel malt hier mit viel Zynismus ein sehr beklemmendes Bild.

    Auf einer übel zerstörten Erde klammert sich der Rest der Menschheit an den Traum vom Erschließen eines neuen Planeten. Dazu wird in einer umfangreichen Fernsehshow, ein Paar ausgewählt, das diesen neuen Planeten besiedeln soll. Sam und Irma sind die Auserwählten und bereiten sich schon seit zehn Jahren vor. Während Nahrung knapp wird und die Lebensbedingungen immer härter, glaubt man mit nahezu religiöser Inbrunst an ein zukünftiges Leben an einem anderen Ort und bewundert Sam und Irma. In Rückblenden erfährt man, wie die beiden dazu gekommen sind.

    So richtig erklärt wird hier nichts. Man weiß nicht genau, wo wir uns überhaupt befinden, wer Initiator dieser kruden Show ist, wie und wo sie mit zwei Menschen eine neue Welt aufbauen wollen und ob das ihr Ernst ist. Auch Sams Herkunft stellt ein Geheimnis dar.

    Das Buch lädt zum Rätseln ein und hält sehr geschickt den Leser hin. Man kommt auf fiese Ideen verschiedenster Gestalt, hofft, dass man nur eine üble Fantasie hat, bekommt an keiner Stelle Gewissheit und weiß doch, dass man in Abgründe sehen würde, wenn man sehen könnte.

    Diese Zukunftsvision ist originell, finster und erschreckend plausibel. Wenn man mal guckt, was es jetzt schon alles an schrägen Realityshows gibt, ist so etwas die logische Konsequenz, Brot und Spiele der Zukunft.

    Das Ende zerfasert ein bisschen, trotzdem bin ich insgesamt beeindruckt. Tolles Buch.

  8. Cover des Buches Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen (ISBN: 9783959670845)
    Margot Shetterly

    Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Auf das Buch Hidden Figures bin ich aufmerksam geworden, weil ich zuvor den gleichnamigen Film gesehen habe. Ich mag die Schauspielerin Oktavia Spencer unheimlich gerne und ich fand den Film großartig. Von daher wollte ich natürlich auch das Buch lesen.
    Die Autorin Margot Lee Shetterly hat sehr gut recherchiert, soweit ich das beurteilen kann. Es gab unheimlich viel zu erfahren, langweilig wurde es keineswegs. Allerdings ist es als Sachbuch bzw. als biografisches Sachbuch mit dem Film weniger vergleichbar, da natürlich im Buch viel Augenmerk auf Daten gelegt wurde. So etwas ist filmisch selbstverständlich zweitrangig bzw. weniger sachlich dargestellt.
    Ich mochte beides und kann das Buch jedem empfehlen, der ergänzend etwas über die Geschichte erfahren möchte.

  9. Cover des Buches H.O.M.E. - Die Mission (ISBN: 9783570312315)
    Eva Siegmund

    H.O.M.E. - Die Mission

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Steffi_the_bookworm

    Es war bei mir schon einige Zeit her, dass ich den ersten Teil der H.O.M.E. Reihe gelesen habe, aber ich bin dennoch gut und schnell in die Handlung reingekommen.

    Vom Setting her konnte mich das Buch sehr schnell begeistern, denn ich mag dystopische und Sci-Fi Settings sehr gerne. Hier sind Zoe und ihre Freunde nach jahrelanger Ausbildung nun endlich auf ihrer Mission unterwegs und hier erwarten sie wirklich interessante und spannende Abenteuer.

    Mich konnte das Buch sehr gut unterhalten und man wird immer wieder auf falsche Fährten geführt. Für mich war die Geschichte dadurch sehr abwechslungsreich und die Welt wurde mit vielen interessanten Details gefüllt.

    Das Ende sehr ich jedoch mit seiner Wendung ein wenig zwiegespalten und weiß irgendwie nicht so richtig was ich davon halten soll, aber insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich mochte es nicht aus der Hand legen.

  10. Cover des Buches Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit (ISBN: 9783404208432)
    Phillip P. Peterson

    Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Zhuraj

    Der Plott des Buches ist sehr interessant und hat mich direkt gepackt. Leider wird meiner Meinung nach zu sehr am Anfang mit Chrakteraufbau vertrödelt. Mir persönlich gefällt das nicht so. Das ist aber auch sehr subjektiv. Sobald es dann „Losgeht„ war das Buch sehr packend und ich konnte es nicht mehr zur Seite legen. Ich mag es ja wenn im Scifi Genre etwas Rätselhaftes geschieht und dies dann erforscht wird. Die Charaktere waren alle sehr unterschiedlich aber dennoch glaubhaft. Ab und zu gibt es dann auch ein bisschen viel technische Fakten aber das mag ich sehr. Dennoch bleibt der eigentliche Plott im Vordergrund. Macht definitiv Lust die weiteren Teile zu lesen. 

  11. Cover des Buches Das Restaurant am Ende des Universums (ISBN: 9783453407817)
    Douglas Adams

    Das Restaurant am Ende des Universums

     (653)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Band 2 strotzt nur so vor verwirrenden Aussagen und philosophisch angehauchten Textpassagen, die einen oder auch keinen Sinn ergeben. Ich empfand es als äußerst anstrengend zu lesen.

    Außerdem häufen sich die absurden wie seltsamen bis extrem absurden und irrsinnig seltsamen Begegnungen und Erlebnisse, die Arthur, Ford, Zaphod und Marvin überstehen müssen.

    So konnte mich selbst der Schluss, und damit die letzte Station auf der Reise der Anhalter für dieses Buch, mich kaum überraschen. Denn verwirrend und seltsam war kaum noch steigerungsfähig.

    Es kommt mir vor als wären die einzelnen Kapitel nur Episoden, die aneinander gereiht eine äußerst kuriose Fernsehserie ergeben. Dabei gibt es ab und zu Auftritte von Personen oder Erwähnungen bestimmter Themen, die eine Verknüpfung zu Band 1 darstellen.

    In diesem Buch sind mir deutlich weniger "geflügelte" Worte aufgefallen. Möglicherweise ist der Klassiker einfach nur Band 1 und die wenigsten (Nerds) haben die Fortsetzungen gelesen.

  12. Cover des Buches Heliosphere 2265 - Zwischen den Welten (ISBN: 9783981564938)
    Andreas Suchanek

    Heliosphere 2265 - Zwischen den Welten

     (50)
    Aktuelle Rezension von: ramo

    In Heliosphere 2265 - zwischen den Welten gibt es wieder jede Menge spannende Wendungen und Probleme. Die Story ist diesmal zweigeteilt - Jayden Cross widmet sich der Untersuchung des Fragments auf dem Mars und stößt hier auf weitere Rätsel währenddessen Noriko Ishida auf einer weiteren Mission mit der Hyperion ist. Sie muss sich mit Michalews eingeschleuster Crew auseinandersetzen und man fühlt mit ihr. Wie bereits erwartet läuft hier nichts so wie es sollte. Der zweite Band ist besser, da nicht so viele neue Charaktere dazu kommen und man die bisherigen Protagonisten besser kennen lernt.

    Auch dieser Band ist wieder gewohnt witzig „Furchtbar, diese Kettennamen. Wie soll man sich das merken?“ was dazu führt das man die Charaktere direkt sympathischer findet. Die Techniklastigkeit hielt sich hier in Grenzen sodass man den Band gut und flüssig in einem Rutsch durchlesen konnte. Ich freue mich schon auf Band 3 mit dem ich gleich starten werde :)

  13. Cover des Buches Per Anhalter durch die Galaxis (ISBN: 9783036959542)
    Douglas Adams

    Per Anhalter durch die Galaxis

     (3.241)
    Aktuelle Rezension von: hell666

    Sehr unterhaltsam und komplett verrückt. Man weiß nie wie es weitergeht. Mäuse sollen die intelligenteste Spezies sein? Komische Namen für andere Universumsbewohner, die Antwort auf die auch heute relevante Frage was der Sinn des Lebens ist, angenehmer Schreibstil und auch sonst sehr gut. Bin gespannt auf den zweiten Teil. 

  14. Cover des Buches Ich bin viele (ISBN: 9783453319202)
    Dennis E. Taylor

    Ich bin viele

     (61)
    Aktuelle Rezension von: scherzerflori

    Es ist so verwirrend. Die ganzen Personen und Persönlichkeiten. Aber wenn man nicht mehr versucht, die Ordnung im Kopf zu behalten, wird es immer besser. ich hätte mir gewünscht, dass ein wenig mehr auf die neu entdeckten Spezies eingegangen wird. Mir werden die zu schnell mit "sie sind so ähnlich wie Lemuren auf der Erde" abgetan. Mehr Liebe zur Fantasie.

  15. Cover des Buches Paradox 2 (ISBN: 9783746016559)
    Phillip P. Peterson

    Paradox 2

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Was wäre, wenn Überlichtgeschwindigkeitsreisen möglich wären? Und was wäre, wenn man versuchen würde, das Universum zu umrunden? Der Roman „Paradox 2 – Jenseits der Ewigkeit“  von Philipp P. Peterson führt uns genau an solche Grenzen des Vorstellbaren und vermittelt beiläufig Erkenntnisse der Kosmologie. Es handelt sich letztlich um ein gelungenes Gedankenexperiment, bei der die Handlung nur Mittel zum Zweck ist, um theoretische Hintergründe lesbar einzubetten. Es handelt sich also um klassische Hard-Science-Fiction, Spannungserzeugung steht dieses Mal nicht im Vordergrund. Und es ist auch weitaus theoretischer als andere Bücher, die ich von Peterson gelesen habe. Eine klare Stärke des Autors besteht aber darin, die kosmologischen Hintergründe verständlich und plastisch näherzubringen: Nach Lektüre des Buchs weiß man etwas über Quantenteleportation, über Hypothesen bezüglich der Geometrie des Universums, über die Begriffe der „kosmischen Inflation“ oder des „Dark Flow“, über Defekte in der Raumzeit und Domänengrenzen sowie über das theoretische Konstrukt von Wurmlöchern. Mir hat das tatsächlich sehr gefallen, doch nicht jedem wird ein solches Buch zusagen, zumal auch die Charakterzeichnung und -entwicklung ziemlich auf der Strecke bleibt, und das, obwohl Peterson in seinem ersten Band, „Paradox“, noch sehr viel Wert genau darauf gelegt hat (vgl. meine Rezension zu Paradox 1). David, Ed, Grace und Wendy bleiben dieses Mal statisch und blass. Und Ed mutiert zu einem Choleriker, der mich als Leser mit der Zeit einfach nur noch genervt hat. Der Autor verlässt sich letztlich völlig auf das, was er im ersten Band zugrunde gelegt hat, er entwickelt sein Figurentableau nicht weiter. Das fand ich schon schade, es hängt aber wohl mit der inhaltlichen Ausrichtung des Romans zusammen, die ich bereits erwähnt habe. 

    [Ab hier Spoilerwarnung] Auch die Idee mit Albert Einstein als zusätzlichem Crewmitglied fand ich zwar interessant, aber ziemlich platt umgesetzt. Die Figur besitzt keine charakterliche Tiefe, sie ist austauschbar, sie bietet keinen inhaltlichen „Mehrwert“, sie trägt nichts zur Handlung bei, was die anderen Figuren nicht auch geschafft hätten. Es hätten also genauso gut Jack Sparrow oder Patrick Stewart mitreisen können. Es ist also keinesfalls so, dass die Figur der realen historischen Person nachempfunden wurde, aber das wäre wohl auch zu viel verlangt bei einem Hard-Science-Fiction-Roman. 

    Das Ende des Romans kann auch bei Weitem nicht mithalten mit den spannenden letzten 100 Seiten des ersten Teils. Es ist sogar so, dass für mich nicht alles logisch aufgelöst wurde. 

     

    Fazit: Ein Hard-Science-Fiction-Roman, in dem die Handlung nur Mittel zum Zweck ist, das vermittelte kosmologische Wissen ist interessant und verständlich aufbereitet, aber es wäre deutlich mehr drin gewesen, vor allem was Charakterzeichnung und -entwicklung betrifft. Der erste Teil war deutlich besser gestaltet.

  16. Cover des Buches Das Leben, das Universum und der ganze Rest (ISBN: 9783453407800)
    Douglas Adams

    Das Leben, das Universum und der ganze Rest

     (485)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Band 3 führt die Absurditäten fort, gekoppelt mit irren Erklärungen mathematischer, physikalischer oder sonst wie wissenschaftlicher Phänomene, die den Anschein erwecken plausibel und seriös zu sein. Ich habe diese Abschnitte gelesen, nicht verstanden und noch während des Vergessens gehofft, dass die Informationen unwichtig genug waren um der weiteren „Handlung“ trotzdem folgen zu können. Besonders anstrengend empfand ich dabei die Wort- und Satzungetüme, die das Lesen noch zusätzlich erschweren.

    So erfahre ich den Hintergrund des häufig genutzten Begriffes „PAL“ und die Entstehung des „Cricket“-Spiels.

    Zwei Bücher lang versuchte ich die Seltsamkeiten noch zu ertragen und versuchen einen Sinn dahinter zu erkennen oder ihn ignorieren. Aber nach ca 500 Seiten nahm die Konzentration stark ab und ähnlich wie Protagonist Arthur einfach nur noch alle Geschehnisse verfolgt und nicht mehr hinterfragt, las ich einfach nur weiter…

    Zum Weiterlesen bewegte mich hauptsächlich Neugier, worauf die ganze Geschichte nun denn hinauslaufen sollte. Zudem wurden tatsächlich einige Handlungsstränge aus den vorherigen Büchern weitergeführt. Auch die Frage nach der "42" wird erneut aufgegriffen.

  17. Cover des Buches Allee der Kosmonauten (ISBN: 9783839001721)
    Anne Krüger

    Allee der Kosmonauten

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Mary26_87
    Mathilda ist Ende Zwanzig und weiß noch immer nicht was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Sie weiß nur, dass sie nicht mehr als Kassiererin im Supermarkt arbeiten will und dass sie einen Mann in ihrem Leben braucht. Sie hat einen sehr schwachen Charakter und ist von einem Mann abhängig, zumindest ist das für mich so rübergekommen, daher konnte ich mich überhaupt nicht mir der Hauptfigur identifizieren. Und dieses ständige Rauchen und Trinken ist mir auch auf die Nerven gegangen.

    Der Schreibstil ist zwar super, aber irgendwie passiert in den ersten zwei Drittel des Buches rein gar nichts... Erst als Daniel auftaucht nimmt die Geschichte ihren Lauf und Mathilda nimmt auch endlich ihr Leben in die Hand. Ich glaube, dass der Laden für verlorene Dinge und sein Besitzer ihr den Anstoß gegeben haben. Ich habe mich richtig für sie gefreut, dass sie endlich was gefunden hat, was sie glücklich macht.

    Alles in allem eine nette Geschichte, aber kein Buch, dass ich zu Ende gelesen hätte, hätte ich es nicht in Rahmen einer Leserunde gelesen.            
  18. Cover des Buches Mars Ultor (ISBN: 9783751956543)
    David Reimer

    Mars Ultor

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Diana182

    Das Cover sprach mich sofort an und weckte meine Neugier. Es macht deutlich, dass es sich um einen Fantasyroman handelt und ist sehr passend zur enthaltenen Story gewählt.

    Der Einstig gelingt recht schnell und wir finden uns in der Zukunft wieder. Dies hat mir sehr gefallen, da man dem aktuellen Alltag so mal sehr gut entfliehen kann.

    Der Autor besitzt einen flüssigen und sehr kreativen Schreibstil. Es fesselt den Leser an die Seiten und führt ihn hier gekonnt durch die Seiten. So kreiert er eine ganz eigene Fantasy Welt und zeichnet diese sehr detailliert und Szenereich aus. So entstehen viele spannende Bilder im Kopf des Lesers, der hier so richtig tief eintauchen kann.

    Aber auch die einzelnen Figuren entwickeln durch ihre tiefe Zeichnung ein Eigenleben und können schnell voneinander unterscheiden werden.

    Die Story ist sehr spannend und fesselt sofort. Einmal mit dem Lesen begonnen, mag man das Buch nur ungern aus den Händen legen. So war ich schon nach wenigen Tagen am Ende angelangt.

    Daher empfehle ich das Buch sehr gerne weiter und vergebe volle Punktzahl!

  19. Cover des Buches Sternenfeuer - Gefährliche Lügen (ISBN: 9783426283615)
    Amy Kathleen Ryan

    Sternenfeuer - Gefährliche Lügen

     (221)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Die junge Waverly ist eine der ersten Kinder auf dem Sternenschiff Empyrean. Das Weltraumschiff ist auf dem Weg zu einem weit entfernten Planeten, um eine neue Kolonie zu gründen.

     

    Waverly ist schon seit längerem mit Kieran befreundet. Die Erwartungen der restlichen Schiffscrew liegen hoch. Eine Verlobung steht also kurz bevor.

     

    Immerhin müssen Kinder gezeugt werden. Das Überleben der Menschheit hängt also davon ab, dass Waverly und Kieran so bald wie möglich heiraten.

     

    Doch Waverly fühlt sich noch zu jung, um zu heiraten und schon gar zu jung um jetzt schon ein Kind in die Welt, beziehungsweise ins Weltall zu setzten.

     

    Der Flug verläuft ruhig, bis das Schwesterschiff der Empyrean auftaucht.

     

    Wie aus dem Nichts greift das Schiff sie an und übernimmt die Macht. Alle Mädchen werden entführt und von der Empyrean entfernt.

     

    Auch für Waverly nimmt ihre Zukunft ein jähes Ende. Nun steht sie vor einem großen Rätsel und seht sich nach dem besinnlichen Leben und ganz besonders nach Kieran zurück, der auf der Empyrean um sein Überleben kämpfen muss.

     

    Amy Kathleen Ryan hat mit der Empyrean und Waverly einen kleinen Zeitsprung gewagt. Mut und Hoffnung müssen Waverly und ihre Freundinnen erst einmal wiederfinden, um sich ihrer Situation klar zu werden.

     

    Was als hochmotiviertes Abenteuer begann, eine neue Welt zu besiedeln, endet mit einer bitteren Erkenntnis und einem Entschluss, den Waverly ganz mit sich alleine ausmachen muss.

  20. Cover des Buches Die Astronautin - In der Dunkelheit wird deine Stimme mich retten (ISBN: 9783442205721)
    S. K. Vaughn

    Die Astronautin - In der Dunkelheit wird deine Stimme mich retten

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Sakle88

    Meine Meinung:
    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Ich wollte es unbedingt lesen, denn es klang nach einem spannenden und auch gefühlvollen Science-Fiction Roman in dem die Liebe eher zweitrangig ist.
    Leider habe ich das nicht bekommen. Was ich hier bekam? Tja eine Roman in dem die Liebe und viele Rückblenden die Oberhand hat und der Sci-Fi Anteil leider sehr gering blieb.

    Was ich wirklich sehr schade finde, denn hier werden unter anderem viele Fragen offen gelassen. Was ist mit der Crew und dem Raumschiff passiert?
    Darauf erhielt ich nicht wirklich Antworten. Es ging hauptsächlich um die Beziehung zwischen May und ihrem Ex-Mann. Außerdem um ihre zynische Mutter und um Freundschaften. Aber der wirkliche Sci-Fi Anteil war so gering, das es für mich eigentlich kein Science-Fiction Roman gewesen ist.

    Fazit:
    Für mich war das Buch nicht das was ich erwartet habe. Aber vielleicht mögen andere Leser genau das. Das es sich hier nicht um einen reinen Sci-Fi handelt sondern eher um einen Romantischen Roman in der Einsamkeit des Weltalls. Drei Sterne gebe ich.

    Lieben Dank an das Bloggerportal RandomHouse für das Rezensionsexemplar.
    Dies hat keinen Einfluss auf meine ehrliche und persönliche Meinung!

  21. Cover des Buches Vakuum (ISBN: 9783596700745)
    Phillip P. Peterson

    Vakuum

     (51)
    Aktuelle Rezension von: AlexanderPreusse

    Buchvorstellung von meinem Blog www.schreibgewitter.de

    Ich werde einen Teufel tun, und spoilern. Nichts werde ich verraten, auch wenn das eine Rezension ungemein erschwert. Stattdessen ergehe ich mich in Andeutungen, die boshaft als „Herumeiern“ ausgelegt werden könnten. Die Stimmung, die sich ab der ersten Seite des Romans entfaltet, möchte ich nicht durch Vorgriffe abschwächen. Auf zum Eiertanz!

    Science Fiction lese ich zur Unterhaltung. Zuvörderst jedenfalls. Ganz sicher lese ich das Genre nicht mit Blick auf die sachliche Richtigkeit der dargestellten Phänomene, dafür verstehe ich selbst viel zu wenig von der Materie. Info-Dump ist mir ein Gräuel, Passagen, in denen der Leser mit ellenlangen Erklärungen und Lösungsansätzen traktiert wird, verderben mir die Laune. »Der Marsianer« von Andy Weir hat mich passagenweise ordentlich gequält, obwohl die eigentliche Geschichte wirklich toll war – und ist.

    »Auf die Mayflower! Möge sie von Flauten, Ratten und Klabautermännern verschont bleiben!«

    Phillip P. Peterson macht es mit seinem Roman „Vakuum“ besser. Es ist der zweite, den ich von dem Autor lese, und sicher nicht der letzte. Schon »Universum« hat mir gut gefallen, ein kleines Kammerspiel in den Unendlichkeiten von Zeit und Raum. Beiden Büchern ist gemein, dass sie den Leser bezüglich der physikalischen Phänomene mitnehmen, ohne allzu viel ermüdenden Infodump zu betreiben.

    Peterson schafft es, die Figuren auf eine verständliche und sinnvolle Weise untereinander über die Hintergründe sprechen zu lassen und so den (unwissenden) Leser zu informieren. Das klingt einfacher als es oft ist, sonst würden nicht so viele Schriftsteller die so genannte Vierte Wand zum Publikum durchbrechen: Das geschieht, wenn zum Beispiel ein Physiker einem anderen etwas erklärt, was dieser berufsbedingt ganz sicher weiß – die Info ist auch nicht für ihn, sondern für den Leser bestimmt.

    In „Vakuum“ erläutern die Experten in handlichen Häppchen den Laien, worum es geht: Wissenschaftler, Militärs, Astronauten usw. Der Leser kann relativ leicht folgen, was für die Handlung natürlich vorteilhaft ist, weil man nicht nur weiß, dass die Erde und seiner Einwohner bedroht sind, sondern auch wie und welche Dinge daraus folgen. Der Spannung hilft das auf die Sprünge.

    »Was wäre in der Zukunft alles möglich gewesen, wenn die Erde eine Zukunft gehabt hätte!«

    Wirklich lesenswert finde ich den Roman nicht nur wegen der Handlungsspannung, sondern weil einige grundlegende Fragen aufgeworfen werden und die Figuren, insbesondere Astronaut Colin Curtis, sich mit moralischen Entscheidungen konfrontiert sehen, auf die sie Antworten finden müssen, die nicht Büchern zu entnehmen sind. Denn die Lage auf der Erde ist eine nahezu undenkbare Ausnahme.

    Schon in den ersten Kapiteln wird klar, dass etwas heranrauscht. Peterson hat seinen Roman konsequent multiperspektivisch angelegt, zwischen den hin- und herspringenden Sichten entwickelt sich um das Kernthema eine immense Dynamik, die keineswegs auf das Problem beschränkt ist, sondern politische, soziale und durchaus aktuelle Fragen (z.B. Sterbehilfe, künstliche Ernährung) streift.

    Manche dieser Fragen werden etwas holzschnittartig abgehandelt, was in diesem Rahmen leicht verträglich ist, handelt es sich bei »Vakuum« nicht um eine verkappte Sozialstudie. Aber der Roman verlässt die gewöhnlichen Pfade – ohne zu spoilern belasse ich es inhaltlich bei diesem Hinweis.

    »Heute ist der Tag, an dem die Zivilisation endet.«

    Strukturell bricht er mit einem Handlungsstrang nicht nur Zeit und Raum auf, sondern auch das Genre. Der Leser sieht sich mit einer Perspektive konfrontiert, die lange Zeit nichts mit den anderen zu tun zu haben scheint, ehe irgendwann klar wird, dass beide doch miteinander zusammenhängen. Aus diesem Kniff entsteht eine weitere, über den ganzen Roman hinweg tragende Grundspannung, wie ein Generalbass, denn diese zweite Erzählebene wirkt dystopisch.

    Im ersten Moment glaubt man sich zu einem Naturvolk verschlagen, ehe sich peu á peu der Eindruck einer postapokalyptischen Welt herausschält. Etwas scheint schiefgegangen und die Frage, was das gewesen sein könnte, hängt mit den Lösungsansätzen auf der ersten, hauptsächlichen Erzählebene zusammen. Verwirrung komplett? Prima. Denn um das wirklich zu begreifen, muss man den Roman lesen oder hören.

    Dann bieten sich eine Reihe von Möglichkeiten, darüber nachzudenken, ob man die Darstellung menschlichen Verhaltens durch die Autor glaubwürdig oder zu optimistisch (vielleicht auch zu pessimistisch?) hält. Wenn Menschen in Extremsituationen gezwungen werden, Entscheidungen zu treffen, die unter gewöhnlichen Umständen moralisch untragbar wären, sind sie durch die Umstände gerechtfertigt?

    Die endgültige Frage lautet: Gibt es eine Hoffnung? Ist sie berechtigt? Durch die beiden Handlungsebenen wird sie noch tiefgreifender gestellt, als es möglich gewesen wäre, wenn Peterson sein »Vakuum« nur auf einer angesiedelt hätte. Famose Unterhaltung mit der Möglichkeit des Tiefgangs in den Grenzen von Science Fiction.


  22. Cover des Buches Transport (ISBN: 9783842330610)
    Phillip P. Peterson

    Transport

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    In seinem Roman „Transport“ spielt Phillip P. Peterson mit der Idee, dass die Menschheit ein Artefakt entdeckt, mit dessen Hilfe man das Universum bereisen kann. Die Grundidee ist nicht neu: „Stargate“ lässt grüßen. Doch natürlich entwickelt der Autor eine eigene Vorstellung dieser Grundidee. Problem bei dem Artefakt, dessen Herkunft und genaue Funktionsweise man nicht kennt: Man weiß leider im Vorfeld nicht, wo man herauskommt und welche Lebensbedingungen am Zielort herrschen. Dies hat die ersten Testpersonen ins Verderben geführt und aufgrund dieser Gefahr werden zehn Häftlinge rekrutiert, denen man verspricht bei zehn erfolgreichen Einsätzen ihre Todesstrafe zu erlassen, wenn sie bereit sind, ihr Leben zu riskieren. Von den Häftlingen steht Russel Harris im Zentrum des Romans, ihm und seinen Gedanken folgen wir als Leser, von ihm erfahren wir am meisten. Er ist der Sympathieträger, mit ihm fiebern wir mit. Die anderen Figuren bleiben blass und werden nur kurz und oberflächlich vorgestellt. Sie dienen teilweise auch nur dazu, die verschiedenen Spielarten des Umkommens zu schildern. Das muss man mögen und darf sich davon nicht zu sehr abschrecken lassen. Eine weitere Ausnahme der vielen blassen Figuren ist höchstens noch die einzige Frauenfigur im Roman, die mit Harris auch eine Beziehung eingeht: Elise.

    Grundsätzlich bleibt die Charakterzeichnung aber eine Schwäche des Romans und man darf auch keine anspruchsvolle erzählerische Gestaltung erwarten. Die Handlung wird strikt linear erzählt, Nebenhandlungen gibt es nicht, das Erzähltempo ist hoch, wird dynamisch vorangetrieben, große psychologische Tiefe bei den Figuren darf man nicht erwarten. Dafür bietet der Roman aber Spannung und Action ähnlich wie ein klassischer Blockbuster im Kino. Man möchte wissen, ob die Figuren überleben, wo sie materialisiert werden, ob sie zurückkehren, was sie erlebt haben. Man ist neugierig auf die Beschreibung der außerirdischen Welten und möchte auch mehr über die Hintergründe, Funktionsweise, Herkunft des Artefakts und ihrer Erbauer wissen. Man muss also letztlich wissen, worauf man sich bei „Transport“ einlässt, dann wird dem Leser ein kurzweiliges Lesevergnügen bereitet. Bei mir war es während des Lesens so, dass drei Viertel des Romans mich in den Bann ziehen konnten, das Ende jedoch ließ mich etwas enttäuscht zurück und hat mich nicht überzeugt. Ich hätte mir stattdessen gewünscht, dass man auf fremden Welten mehr über die Erbauer des Artefakts erfährt, mehr Spuren vorhanden sind, Puzzleteile zu einem größeren Bild zusammengefügt werden. Kurzum: Ich hätte mir eine kreativere Hintergrundgeschichte gewünscht. Russel bekommt nach meinem Empfinden zu viel Bedeutung zugewiesen.

    Fazit: Ein Roman, der Action und Spannung bietet, aber keine große Erzählkunst darstellt.

  23. Cover des Buches Die Hyperion-Gesänge (ISBN: 9783453529786)
    Dan Simmons

    Die Hyperion-Gesänge

     (168)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Simmons beschreibt eine Zukunft der Menschheit, die nicht einfach losgelöst als isolierter Raum existiert und vor allem Liebhaber von Kunst und Lyrik bekommen durch die Perspektive aus der Zukunft einen einmaligen Zugang zu historischen Werken, besonders aus der englischen Romantik. Vielfältige Rückbezüge in unsere Vergangenheit und auch das Fehlen technisch-komplexer Darstellungen, ermöglichen eine weitreichende Identifikation mit den Erzählungen, die ein plausibles und facettenreiches Bild einer möglichen Zukunft geben. 

    Wer neben Fachliteratur auch einmal wieder etwas sucht, in dem er "abtauchen" kann und in dessen farbenreichen Darstellungen und Erzähltönen er den Alltag abstreifen kann, ist hier bestens bedient.

  24. Cover des Buches Artemis (ISBN: 9783453319363)
    Andy Weir

    Artemis

     (146)
    Aktuelle Rezension von: -Tine-

    Artemis ist die erste Stadt auf dem Mond, überhaupt im restlichen Weltall, und wird hauptsächlich von reichen Leuten und einigen Wissenschaftlern bewohnt. Außerdem ist der Mond ein beliebtes Urlaubsziel. Artemis lebt vom Tourismus und hat eine eigene Kuppel als Besucherzentrum eingerichtet. Dort kann man den Landeplatz der Apollo 11 besuchen und gegen einen Aufpreis sogar einen Mondspaziergang zu den Fußspuren von Armstrong unternehmen. Jazz ist in Artemis aufgewachsen und schmuggelt nun verbotene Luxusgüter für die Reichen in die Stadt. Beispielsweise sind Zigaretten verboten, da ein Feuer verheerenden Schaden in der Kuppel-Stadt anrichten könnte. Jazz erhält vom reichsten Mann der Stadt ein Angebot, das sie nicht abschlagen kann, doch dabei geht einiges schief.

    Die Stadt auf dem Mond bildet die Kulisse für die Handlung. Anfangs hatte ich befürchtet, dass es vielleicht nur um Jazzs Schmuggelei und den neuen Auftrag geht, die Stadt also austauschbar mit einer auf der Erde wäre. Das war aber definitiv nicht der Fall. Während der Handlung gab es stets Hinweise, wie Artemis funktioniert und die benötigten Ressourcen hergestellt werden. Auch wenn es für die Bewohner der Stadt mittlerweile Alltag geworden ist, wurden auch immer wieder die geringere Schwerkraft des Mondes und die nicht vorhandene Atmosphäre erwähnt. Jazz bewegt sich sicher durch die unterschiedlichen Kuppeln und dem Außenbereich, wobei ich ihr mithilfe der Karten am Anfang des Buches stets gut folgen konnte.  Somit hat Andy Weir die veränderten physikalischen Gegebenheiten und auch chemischen Prozesse immer genauestens und verständlich erklärt. Das besondere Leben in der ersten Stadt im übrigen Weltraum  wurde vor meinen Augen lebendig und ich habe mich nicht nur einmal ertappt, auch einer der vielen Touristen in Artemis sein zu wollen.

    Jazz war mir als Protagonistin von Anfang an sympathisch, jedoch gibt sie kaum etwas von sich preis, weshalb ich lange gebraucht habe, um Nähe zu ihr aufzubauen. Sie ist eine toughe junge Frau, gewitzt, nicht auf den Mund gefallen und auch schlau. Jazz hat das Schmuggeln nur begonnen, weil sie für ihren Traum viel Geld verdienen möchte. Zum Ende hin hingegen erfährt man viel mehr über sie und ihre Beweggründe, weshalb ich sie dann gänzlich verstehen konnte.


    Fazit:

    „Artemis“ ist eine spannende Erzählung über die erste Stadt auf dem Mond. Wir folgen Jazz durch die Stadt, während sie schmuggelt und einen großen illegalen Auftrag ausführt. Dabei erzählt Andy Weir auch genau und nachvollziehbar, wie die Stadt und das Leben auf dem Mond funktionieren kann.

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