Bücher mit dem Tag "raumfahrt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "raumfahrt" gekennzeichnet haben.

162 Bücher

  1. Cover des Buches Limit (ISBN: 9783596184880)
    Frank Schätzing

    Limit

    (601)
    Aktuelle Rezension von: Malte_Hermann

    Frank Schätzings Roman spielt in einer nahen Zukunft, in der Raumfahrt, Energiehunger und Überwachung ineinandergreifen. Ich begleite eine Reise zum Mond – Prestigeprojekt und Versuchslabor –, während auf der Erde Konzerne, Dienste und Hacker um die Vorherrschaft über Energien ringen. Helium-3 gilt als Heilsversprechen, doch je höher die Visionen steigen, desto sichtbarer werden Abhängigkeiten, Spannungen und Grenzen der Machbarkeit. (Mehr: https://love-books-review.com/de/limit-von-frank-schaetzing/ )

    Mich reizt die Doppelstruktur: Lunar-Tour und ein bodennahes Ermittlungsnetz, das über globale Schauplätze führt. Die Kapitel wirken filmisch, mit Beschreibungen von Technik, Interfaces und Räumen; ich spüre die Kälte der Algorithmen und den dünnen Atem der Mondoberfläche. Während Drohnen, Daten und Deals den Takt bestimmen, geraten die Figuren in moralische Engpässe: Wie weit darf Fortschritt gehen, wenn seine Kosten Menschen verschleißen?

    Schätzing verbindet Detail und Spannung zu einer Kritik am Glauben an grenzenloses Wachstum. Ich lese darin keine Flucht, sondern Erzählung über Verantwortung: Innovation braucht Regeln, sonst kippt sie in Raubtierlogik. Trotz des Tempos bleibt Raum für Staunen – über Ingenieurskunst und Sehnsucht, die Erde von außen zu sehen. Zugleich empfinde ich Beklemmung, weil Macht in Netzen zirkuliert, die niemand kontrolliert.

    Limit hinterlässt mich elektrisiert und nachdenklich: ein Panorama aus Weltraumglanz und irdischer Schattenökonomie, das fragt, wo Fortschritt endet – und Menschlichkeit beginnen muss.

  2. Cover des Buches Der Marsianer (ISBN: 9783453316911)
    Andy Weir

    Der Marsianer

    (891)
    Aktuelle Rezension von: Timo_Staudinger

    Ich konnte mir nicht vorstellen wie man die Geschichte: "Astronaut strandet auf Mars und muss alleine Überleben" in eine Interessante Geschichte Packen kann. Andy Weir schafft es einen sympathischen Typen bei seinem einsamen Überlebenakampf zu begleiten. Einiges an Mathe, Physik und Chemie Kenntnissen sind praktisch beim Lesen aber nicht Notwendig. Bis jetzt habe ich mich nicht an den Film getraut, aber er steht jetzt auf meiner Wachliste.

  3. Cover des Buches Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (ISBN: 9783596035687)
    Becky Chambers

    Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

    (265)
    Aktuelle Rezension von: HannahsHobbyChaos

    “Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten” spielt auf dem Raumschiff Wayfarer und handelt von den Abenteuern, die seine diverse Crew in dem Standardjahr erleben, in dem sie sich auf die namensgebende Reise machen. Dabei liest sich das Buch nicht wie eine klassische Held:innenreise, bei der die Crewmitglieder zum Beispiel die Galaktische Union oder gar die Galaxis retten müssen. Nein, sie gehen einfach nur ihrem Job als Tunnler nach und haben den Auftrag ein Wurmloch bei besagtem kleinen Planeten zu bohren und ihn mit dem Rest der GU zu verbinden. 


    Diesen Auftrag holt Raumschiffkapitän Ashby nur an Bord, da er zuletzt die Verwaltungsangestellte Rosemary eingestellt hat, die seine bunt zusammengewürfelte Crew ergänzt. Neben insgesamt fünf Menschen Ashby, Rosemary, Jenks, Corbin und Kizzy, die alle an unterschiedlichen Orten im All geboren worden sind, ergänzen die Aandrisk Sissix (Pilotin), der Grum Dr. Koch (Arzt & Schiffskoch), die Schiffs-KI Lovey und das Sianatpaar Ohan (Navigator) die Crew. 

    Natürlich kommt es bei so einer durchmischten Crew zu einigen Reibungen, aber dabei kristallisiert sich die große Stärke der Crew heraus: ihr Zusammenhalt in brenzligen Situationen. Und von denen gibt es wirklich nicht zu knapp egal, ob zwischenmenschlich, wenn Rosemary der Crew von ihrer Vergangenheit erzählen muss oder in Krisensituationen, wie einem Überfall von intergalaktischen Piraten. Es fühlt sich an, als würde die Wayfarer-Crew mit jeder Hürde wachsen.


    Ein weiterer Pluspunkt für die Story sind die gut ausgearbeiteten unterschiedlichen Lebensformen, die die Galaxis von Chambers bevölkern. Jede Spezies hat seine eigene Hintergrundgeschichte, sein eigenes Aussehen, seine eigenen Beziehungen untereinander. Allerdings sind es so viele unterschiedliche Spezies, dass ich mir zwischendurch ein Glossar gewünscht habe, aber das ist meckern auf sehr hohem Niveau.


    Wer auf SciFi und den Trope “Found Family” steht, wird hier auf jeden Fall auf deren Kosten kommen - und obwohl sich “Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten” in sich abgeschlossen ist, spielen noch drei weitere Bände in Chambers Welt(en), und der zweite Band scheint nahtlos an einen der Handlungsstränge auf der Wayfarer anzuknüpfen.

  4. Cover des Buches Aurora erwacht (ISBN: 9783733505578)
    Amie Kaufman

    Aurora erwacht

    (338)
    Aktuelle Rezension von: Schnudl

    Du hast Lust auf Guardians of the Galaxy Vibes mit einer bunten, humorvollen Truppe und ner Reise durchs Weltall? Dann aufgepasst oder wie wir Franken sagen, Obacht geben! 


    Lange schlummert es schon auf meinem SUB und jetzt geht es los mit dem Auftakt der Aurora Cycle Trilogie von Amie Kaufmann und Jay Kristoff. Hab von beiden Autoren schon was gelesen und war auf die Mischung sehr gespannt. 


    Tyler ist Musterschüler auf der Space Academy und freut sich auf seinen ersten Auftrag. Doch während der Crewauswahl, rettet er Aurora aus einem Jahrhundert verschollenen Raumschiff und muss mit dem Rest vorlieb nehmen. Eine Mischung aus Außenseitern, Problemfällen und Losern. Gemeinsam geraten sie jedoch in eine galaktische Verschwörung und ein Krieg droht auszubrechen. Ausgerechnet sein Team soll alle retten.


    Ein sehr starker Auftakt der Trilogie, gefühlt war ständig was los, es gab viel Action, viel Kämpfe und immer aufgelockert mit sehr viel Humor. Wir haben hier ein Jugendbuch und das merkt man auch, Gefühle und Emotionen bleiben eher oberflächlich aber das macht der Geschichte überhaupt nichts. Wir haben hier viele Teammitglieder in der Crew und wir bekommen auch in alle einen Einblick, denn es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, ich denke deshalb wird es auch nicht immer ganz so tiefsinnig aber mir hat das sehr gut gefallen. 


    Plotttwist ist toll, es fühlt sich auch eher als Film an, als ein Buch. Wie ein richtiger Blockbuster. Ein richtiges Guardian of the Galaxy Feeling aber mit bösem und unvorhersehbarem Ende. Bin sehr gespannt auf Teil 2.

  5. Cover des Buches Die Krone der Sterne (ISBN: 9783596035854)
    Kai Meyer

    Die Krone der Sterne

    (315)
    Aktuelle Rezension von: thrill.tastic

    Schon nach den ersten Seiten bzw. Minuten wusste ich, dass es ein Fehler war, dieses Buch so lange auf dem SUB liegen zu lassen. "Die Krone der Sterne" ist nämlich genau mein Fall!
    Von Anfang an spannend, mit lebendigen Figuren und faszinierenden Welten. Die einen folgen der Stille, die anderen verehren das große Schwarze Loch Kamastraka. So auch die Gottkaiserin mit ihrem Hexenorden. Als sich die junge Adelige Iniza weigert, eine ihrer Bräute zu werden, beginnt eine actionreiche Reise durch die Galaxis.
    Besonders mochte ich, dass Iniza und Glanis von Anfang an zusammen sind und die Probleme einer gefestigten Beziehung bewältigen müssen, anstatt der ewig gleichen Kennenlern-Story. Aber auch die anderen Crewmitglieder, die sich mehr oder weniger freiwillig auf der "Nachtwärts" versammeln, habe ich ins Herz geschlossen. Der grantige Kopfgeldjäger, die naive Androidin und die pfiffige Pilotin ergänzen sich perfekt.
    Das Buch versprüht Star Wars-Vibes, ohne den Eindruck einer Kopie zu erwecken.
    Tiamande steckt voller tiefgehender Geschichte, Legenden und alter Technologie, bevölkert von religiösen Fanatikern, intriganten Politikern, gewitzten Überlebenskünstlern und mutigen Helden. Vor allem HeldINNEN!
    Tolles Buch von vorne bis hinten, inklusive der grandiosen Optik, die Ausgaben sind nämlich auch noch illustriert. Auch als Hörbuch, gesprochen von Philipp Schepmann, ein Fest!
    Ein fantastische Space Opera, die ich wirklich jedem empfehle, dem die Reihe bisher entgangen ist.

  6. Cover des Buches Atmosphere (ISBN: 9783548074719)
    Taylor Jenkins Reid

    Atmosphere

    (270)
    Aktuelle Rezension von: datNicole


    Ich war von der ersten Seite an komplett im Buch drin. Anfangs hatte ich etwas Sorge, dass das Thema rund um Weltall und Physik zu dominant sein könnte – am Ende war es für mich fast eher zu wenig und ich hätte mir stellenweise noch mehr davon gewünscht.

    Joans Schwester Barbara hat mich zwischendurch wirklich zur Verzweiflung gebracht – selten wollte ich eine Figur so sehr anschreien wie sie. Wie kann ein Mensch nur so sein?

    Ich bin völlig ohne Vorwissen an die Geschichte herangegangen und wusste gar nicht, was mich erwartet. Umso mehr hat mich die Liebesgeschichte überrascht – und gleichzeitig total berührt. Ich mochte die beiden unglaublich gern, habe mit ihnen gelacht und geweint und hatte die ganze Zeit Angst, dass es kein Happy End geben könnte.

    Alles in allem ein Buch, das sich unglaublich schnell lesen lässt und mit einer tollen, emotionalen Geschichte überzeugt.


  7. Cover des Buches Sterntagebücher (ISBN: 9783518471463)
    Stanisław Lem

    Sterntagebücher

    (127)
    Aktuelle Rezension von: Read-and-Create

    Das Buch steht auf Platz 216 der Weltliteratur-Liste "Die großen Klassiker", denn 'Sterntagebücher' gilt als das weltberühmte Logbuch von Ijon Tichys abenteuerlichen Reisen. 🚀

    Hört sich super an, oder?

    Ja, dachte ich, aber nachdem ich nun über 1 Jahr versucht habe in diesem Buch vorwärts zu kommen, habe ich mich im Juni dazu entschlossen dieses Buch abzubrechen.

    Zu Beginn war ich sehr begeistert über diese komplexen Welten, die sich der Autor ausgedacht hatte. Stellenweiße ist mir etwas zu wirr und durchgeknallt, aber es gibt auch philosophische und soziologische Gedankengänge.

    Gelesen habe ich bis Seite 212 von 524 Seiten.

  8. Cover des Buches Elon Musk (ISBN: 9783959727440)
    Ashlee Vance

    Elon Musk

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Stef1985

    In Ashlee Vances Biografie "Elon Musk" tauchen Leser tief in das faszinierende Leben des visionären Unternehmers ein. Vance erzählt dabei nicht nur Musk's persönliche Geschichte, sondern widmet sich ausführlich den Unternehmen, die seinen Weg geprägt haben. Manchen fehlt dabei der persönliche Bezug, doch wenn man sich Musk als Menschen vorstellt, dann ist klar, dass sein Leben durch Arbeit und seine Firmen geprägt ist. 

    Die Biografie beginnt mit Musks Kindheit in Südafrika und führt durch seine unternehmerischen Meilensteine wie Zip2 und PayPal bis zu den jüngsten Erfolgen mit SpaceX und Tesla. Vance bietet eine packende Erzählung, die nicht nur die Höhepunkte, sondern auch die Tiefpunkte und persönlichen Herausforderungen des Unternehmers beleuchtet.

    Die modern gestaltete Erzählweise hat mir gefallen, insbesondere der Fokus auf die unternehmerischen Aspekte von Musks Leben. Die Darstellung von Musks Persönlichkeit ist realistisch, inklusive seiner Ecken und Kanten. Die Schilderung der Technologieprojekte ist beeindruckend, vor allem die Einblicke in Musks unerschütterlichen Glauben an die Verwirklichung seiner Visionen.

    Die Handlung ist fesselnd, vor allem wenn es um die Gründung und Entwicklung seiner Unternehmen geht. Die persönlichen Herausforderungen und Rückschläge verleihen der Biografie eine emotionale Tiefe. Die Charaktere, allen voran Elon Musk selbst, werden lebendig und greifbar dargestellt. Man kann ihre Motive nachvollziehen, auch wenn sie nicht immer konventionell oder leicht verständlich sind. Sicherlich ist man nicht mit allem einverstanden, doch es ist bewundernswert alles für seine eigenen Visionen zu tun und daran zu glauben. 

    Ich habe viel über Musks Herangehensweise an unternehmerische Risiken und Innovationen gelernt. Sein Durchhaltevermögen und seine Bereitschaft, sich den größten Herausforderungen zu stellen, haben mich inspiriert. 

    Ich würde "Elon Musk" all jenen empfehlen, die nicht nur an der Person Musk interessiert sind, sondern auch an den technologischen Entwicklungen, die er vorangetrieben hat. Für Unternehmer, Tech-Enthusiasten und alle, die nach Inspiration durch eine beeindruckende Lebensgeschichte suchen, ist dieses Buch definitiv lesenswert.

  9. Cover des Buches Das zweite Gedächtnis (ISBN: 9783404194780)
    Ken Follett

    Das zweite Gedächtnis

    (479)
    Aktuelle Rezension von: Kiki77

    „Das zweite Gedächtnis“ von Ken Follett ist ein Spionagethriller und sehr spannend geschrieben. Von Anfang bis Ende ein hervorragender Spannungsbogen mit romantischen Momenten.

    Luke wacht als Penner in einer Bahnhoftoilette auf, doch irgend etwas passt nicht zu seinem Empfinden. Mit Nichts als Lumpen bekleidet versucht er sich durch seine intelligente Art sein Leben zurück zu erobern. Doch wem kann er trauen und wem hat er die ganze Sache zu verdanken. Leider muss Luke feststellen, dass sein Leben nicht das war, wie es scheint.

    Das Buch liest sich wie jedes Buch von Ken Follett, einfach Spitze! Ich habe diesen Spionagethriller sehr gerne gelesen und empfehle diesen mit 5 Sternen weiter.

  10. Cover des Buches Miss Gladys und ihr Universum (ISBN: 9783548061047)
    David M. Barnett

    Miss Gladys und ihr Universum

    (218)
    Aktuelle Rezension von: Phija

    Von "Miss Gladys und ihr Astronaut" hatte ich zugegeben keine großen Erwartungen. Ich dachte, es wäre einfach eine nette Geschichte, die einen ein bisschen vom Alltag ablenkt. Ich dachte, sie wäre irgendwie ein bisschen lustig und würde einen am Ende mit einem warmen Gefühl im Herzen zurücklassen. Das hat das Buch leider so gar nicht geschafft - aus zwei Gründen.

    Zum einen (und das ist natürlich sehr subjektiv) wurde ich irgendwie einfach nicht so richtig von der Geschichte abgeholt. Irgendwie waren gerade in der ersten Hälfte mir die Charaktere nicht wirklich nahbar und ihr Schicksal dadurch auch echt etwas egal. Das hat sich jedoch zum Glück im Laufe des Buches etwas gebessert. Würde der zweite Kritikpunkt gleich nicht noch folgen, hätte ich dem Buch vermutlich 2,5 von 5 Sternen gegeben.

    Aber ein Buch, welches für einen unnötigen Witz einfach das N-Wort nutzt, nein, sorry, das war auch 2018 nicht ok. Mich hat es tatsächlich massiv aus der eher entspannten Atmosphäre rausgerissen und mich einfach nur geärgert. Eine andere Stelle würde ich einfach einmal zitieren:
    Claudia zuckt mit den Schultern: "Ich mach nur meinen Job." Thomas (einer der Protagonisten) unterdrückt den Impuls, den rechten Arm zum H*****gruß (eigene Zensur) zu heben. (S. 273f.)
    Auch dort saß ich einfach nur da und dachte mir: "Was soll das?" Solche absolut unpassenden "Witze" haben mir wirklich irgendwie das Leseerlebnis vermiest, denn beides fand ich absolut unangemessen.

    Wenn ich also in die Vergangenheit reisen könnte und mich davon abhalten könnte, das Buch zu kaufen, ich würde es tun. Denn das Buch hat leider nicht wirklich einen Mehrwert. Die Geschichte war nur mittelmäßig und solch einen "Humor" will ich mit meinem Kauf wirklich nicht unterstützen.

  11. Cover des Buches Artemis (ISBN: 9783453319363)
    Andy Weir

    Artemis

    (179)
    Aktuelle Rezension von: Mike_Leseratte

    Artemis ist die einzige Stadt auf dem Mond und unsere Protagonistin ist eine Bewohnerin davon. Die Schmugglerin hat eigentlich eine deutliche Ethik, aber wer würde für eine Million Motten (Geld) nicht das ganz große Ding wagen. Doch es klappt nie so, wie man es geplant hat...


    Es ist einfach genau das, was man vom Autor kennt. Der Schreibstil ist wunderbar verständlich. Er schafft es, die entscheidenden Dinge zu erklären ohne das es zu kompliziert und Komplex wird. Es ist alles logisch gut nachvollziehbar und man fühlt sich direkt so, als würde man Artemis selber bewohnen. Es ist spannend und spielt absolut authentisch mit den Vorteilen und Problemen, die das Leben mit sich bringt.

    Auch gut ist der Essay am Ende vom Buch, wo er bestimmte Annahmen für das Buch genauer aufgreift, also die Wirtschaftsgrundlage von Artemis und wie sie sich selber ohne staatliche Förderung selber rentabel hält.

  12. Cover des Buches Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit (ISBN: 9783404208432)
    Phillip P. Peterson

    Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit

    (148)
    Aktuelle Rezension von: melaaa

    Der Einstieg in Paradox 1 fiel mir zunächst nicht ganz leicht, weil die Geschichte etwas Zeit braucht, um in Fahrt zu kommen. Gerade am Anfang musste ich mich erst in die Handlung hineinfinden. Doch je weiter ich gekommen bin, desto mehr hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Ungefähr ab der 60%-Marke konnte ich es kaum noch aus der Hand legen.

    Besonders gut gefallen haben mir die spannende Grundidee, die dichte Atmosphäre und die Cliffhanger, die immer wieder dafür sorgen, dass man weiterlesen möchte. Genau diese Mischung macht den Reiz der Geschichte aus und weckt viel Neugier auf die weitere Entwicklung der Reihe. Man spürt deutlich, dass hier noch einiges an Potenzial steckt.

    Ein kleiner Kritikpunklt bleibt für mich das Erzähltempo, denn zwischendurch gibt es Passagen, die sich etwas ziehen. Dadurch wirkte der Anfang auf mich nicht ganz so mitreißend, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem hat das Buch für mich im Verlauf immer stärker gewonnen und am Ende einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.

  13. Cover des Buches Paradox 3 (ISBN: 9783749428618)
    Phillip P. Peterson

    Paradox 3

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Moni2506

    „Paradox 3 - Ewigkeit“ von Phillip P. Peterson ist der finale Band der Paradox-Reihe, in der es um eine vierköpfige Astronautencrew geht, die geleitet von einer künstlichen Intelligenz den Geheimnissen des Universums auf den Grund geht. Dieser Roman ist im Juli 2019 im Selbstverlag erschienen.


    Achtung! Spoiler enthalten, da finaler Band einer Reihe. 


    Von ihrer letzten Mission für Q haben Ed, Grace, Wendy und David ein Wurmloch für die Menschheit mitgebracht. Ein Wurmloch, dass eine Zukunft für die Menschheit bereithält, dass jedoch sofort von dieser abgelehnt und zerstört wird. Die Zukunft der Menschheit scheint somit besiegelt, doch Q hat noch eine weitere Aufgabe für die vier Astronauten. Er schickt diese zu einem Planeten, der den Gesetzmäßigkeiten des Universums trotzt und in dieser Form gar nicht existieren sollte. Ed, Grace, Wendy und David sollen die Geheimnisse dieses Planeten lösen. 


    Dieses Buch versprach unterhaltsame Lektüre für die Rückfahrt von der FBM zu werden und mit seinen 340 Seiten war es auch nicht allzu lang. 

    Die Ereignisse schließen direkt an denen aus dem vorherigen Band an und so war ich direkt wieder drin im Geschehen. Ich war gespannt, was sich der Autor diesmal ausdenkt, denn mit dem Ende des zweiten Bandes hätte man zufrieden sein können. 

    Dieses Buch legt einen gewissen Pessimismus an den Tag, was die Menschheit betrifft, den ich für gerechtfertigt halte. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass genauso gehandelt wird, sollten wir eine solche Chance wie im Buch erhalten. Allerdings hat der Autor auch einen Plan B eingebaut, den wir in diesem finalen Band erkunden. Jedes Buch dieser Reihe hatte seine ganz individuelle Geschichte, aber auch übergeordnet ergibt sich am Ende ein harmonisches Bild. 

    Diesmal sollen die vier Protagonisten also einen fernen Planeten erkunden, der der künstlichen Intelligenz Q Rätsel aufgibt. Hierbei werden diesmal Themen wie die Relativitätstheorie, schwarze Löcher, Quantenphysik, der Omega-Punkt und noch einiges mehr behandelt. Es war nicht ganz so überladen wie der mittlere Band, aber auch hier wurden wieder viele Theorien angesprochen, die es wirklich gibt. Dabei versteht es der Autor gut, den wesentlichen Kern dieser Theorien zu vermitteln, so dass es auch für mich als Laien verständlich war. 

    Bei Science-Fiction kann ich deutlich besser Dinge hinnehmen als in anderen Genres, wie z.B. dass es mit gewissen Antrieben ein Leichtes sein könnte, durch unser gesamtes Universum zu fliegen. Es gibt echte Theorien dazu und diese werden in dieser Reihe halt erkundet. Ob es wirklich so ist, werden wir wahrscheinlich nicht erfahren, aber ich mag es einfach mir das vorzustellen. Diese Reihe appelliert an mein kindliches „Was wäre, wenn das Universum so und so funktionieren würde“ und ich liebe es. 

    Die Protagonisten habe ich ausreichend kennen und schätzen gelernt. Ed legt auch diesmal wieder seinen gewohnten Sarkasmus an den Tag. David ist ein bisschen vorsichtiger unterwegs, hat aber viel zum Gelingen der Mission beizutragen. Wendy und Grace muss ich im Nachhinein sagen, sind wieder einmal etwas blass geblieben. Insgesamt hat die Crew sich sehr gut ergänzt und jeder hatte seine Daseinsberechtigung. Q hat mit seiner unvergleichlichen Art wieder für eine interessante Reise gesorgt. Q schlüpft gerne in die Rolle eines Wissenschaftlers, dessen Theorie etwas mit der Aufgabe für die Crew zu tun hat und dessen diebische Freude ansteckend ist. 

    Am Ende gibt es noch ein kurzes Nachwort, in dem der Autor Informationen zu den verwendeten Theorien ergänzt und zu manchen auch Lektüre empfiehlt, sollte man sich tiefergehend mit diesen beschäftigen wollen. 


    Fazit: Die Paradox-Reihe hat mit diesem Band einen runden Abschluss erhalten. Mir hat die Reise der vierköpfigen Astronautencrew zum rätselhaften Planeten sehr gut gefallen. Ich wurde gut unterhalten und der Autor versteht es die Theorien verständlich zu vermitteln.

  14. Cover des Buches Die Dritte Macht (ISBN: 9783811806474)
    William Voltz

    Die Dritte Macht

    (55)
    Aktuelle Rezension von: admit

    Es ist mir unbegreiflich, wie diese Serie derart lang ein Erfolg sein konnte. Perry Rhodan, der übermenschlich korrekte Astronaut, tingelt durch den Weltraum, um den Ausbruch des 3. Weltkrieges auf der Erde zu verhindern. Dazu muss er auch die Superkräfte einer überlegenen Zivilisation bemühen. 

    Es ist Stoff der 50er und aufgrund der heutigen Macht-Dynamik von Big Playern auf unserm Planeten themenmäßig immer noch aktuell, doch das ganze Setting fand ich überholt und märchenhaft. Ideal für Kleinkinder, die man vom Handy weglocken will. Obwohl das nicht lange gelingen wird. Das Cover fand ich schön retro, aber das war's dann auch schon.

  15. Cover des Buches Genesis. Die verlorene Schöpfung (ISBN: 9781514325339)
    Thariot

    Genesis. Die verlorene Schöpfung

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Isabel_Rief

    Genesis von Thariot - es wurden schon so viele tolle ausschweifende Rezensionen geschrieben, aber dennoch möchte ich ein paar Worte dazu los werden :-)
    Erst im letzten Jahr begann ich mich teilweise für SciFi-Bücher zu begeistern. Nachdem ich beide Bände "Instabil" von Thariot / Sam Feuerbach und "Pheromon" von Thariot / Rainer Wekwerth gelesen habe & mich Thariot auf der letzten Buchmesse auf "Genesis" aufmerksam gemacht hat, habe ich mir natürlich einfach mal den ersten Band "Die verlorene Schöpfung" bestellt.
    Was soll ich sagen - die Story hat mich in den Bann gezogen, selbst als "Newbie" im SciFi-Genre konnte ich mir alles wunderbar bildlich vorstellen und wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Flüssiger Schreibstil, interessante Charaktere mit denen man mitfiebert, nette Diskussionen mit den KI's, spannende Story - kann man einfach nicht mehr erwarten - super!! Band 1 & auch Band 2 innerhalb einer Woche ausgelesen - Band 3 & 4 eben bestellt:-)
    5 Sterne dafür und definitive Leseempfehlung!
  16. Cover des Buches Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen (ISBN: 9783959670845)
    Margot Shetterly

    Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen

    (55)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Auf das Buch Hidden Figures bin ich aufmerksam geworden, weil ich zuvor den gleichnamigen Film gesehen habe. Ich mag die Schauspielerin Oktavia Spencer unheimlich gerne und ich fand den Film großartig. Von daher wollte ich natürlich auch das Buch lesen.
    Die Autorin Margot Lee Shetterly hat sehr gut recherchiert, soweit ich das beurteilen kann. Es gab unheimlich viel zu erfahren, langweilig wurde es keineswegs. Allerdings ist es als Sachbuch bzw. als biografisches Sachbuch mit dem Film weniger vergleichbar, da natürlich im Buch viel Augenmerk auf Daten gelegt wurde. So etwas ist filmisch selbstverständlich zweitrangig bzw. weniger sachlich dargestellt.
    Ich mochte beides und kann das Buch jedem empfehlen, der ergänzend etwas über die Geschichte erfahren möchte.

  17. Cover des Buches Der vierte Mond (ISBN: 9783453320826)
    Kathleen Weise

    Der vierte Mond

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Vorab und um die folgende Kritik richtig einzuordnen und die Autorin zu schützen zum Geleit: Wer einen eskapistischen Roman lesen möchte und nur geringe Ansprüche an Glaubwürdigkeit, Logik und den Science-Aspekt der Fiction hat, kann hier einen sehr unterhaltsamen Near-Future-Thriller lesen und braucht die Rezension nicht weiter beachten. Unterhaltsame vier Sterne wären es wohl. Allerdings ist Kathleen Weises „Der vierte Mond“ ein sehr ambivalentes Lesevergnügen. Das liegt vor allem an enttäuschten Erwartungen, für die die Autorin nur teilweise verantwortlich sein dürfte und insofern richtet sich ein Großteil meiner Kritik eher an den Verlag. In letzter Zeit fällt es mir zunehmend auf, dass das Marketing der Verlage mit vollmundigen Versprechungen auf dem Klappentext aufwartet. Klar, es ist Werbung und soll zum Kaufen animieren. Das ist deren Job. Aber wenn Werbung und Realität zu weit auseinanderfallen, ist die Enttäuschung vorprogrammiert und die Leser*innen werden verprellt. Das kann nicht im Sinne des Verlags sein und für die Autor*innen ist das auch äußerst unangenehm. Insofern sollte die Werbung schon etwas mit dem Inhalt zu tun haben.  „Spannung, Wissenschaft, Abenteuer… ein Science-Fiction-Epos der neuen Generation“ verspricht der Heyne Verlag hier, der ja ein großartiges Science-Fiction Programm hat und dementsprechend wissen sollte, was er da schreibt. Aber mit Wissenschaft hat „Der vierte Mond“ nun recht wenig zu tun. Und mit Logik und Glaubwürdigkeit steht der Roman auch auf Kriegsfuß.

    Science Fiction?

    Jeff VanderMeers Southern Reach Trilogie wird niemand an der Wissenschaftlichkeit messen, es ist, wie er es selbst nennt, Magischer Realismus. Und obwohl Ray Bradburys Mars Chroniken immer wieder zur Science Fiction gezählt werden, sind sie laut seiner eigenen Aussagen eher der Fantastik zuzuordnen. Bei Robert Heinleins Starship Troopers fragt man nicht, ob das überhaupt möglich ist und auch Becky Chambers misst niemand am Realismus. Die Autor*innen haben es selbst in der Hand, wie sie ihr Setting und World Building konstruieren und darstellen.

    Verortet man seine Geschichte in fantastische Bereiche, wissen die Leser*innen was sie erwartet, feinste Fiction. Verortet man das Ganze aber in die nahe Zukunft und gibt ihm mehrfach den Anschein von Wissenschaftlichkeit und Realismus, dann wird man daran auch gemessen werden. Allein schon weil die Leser*innen eben mit dieser Erwartungshaltung an die Geschichte herangehen. Offensichtlich wusste das Weise auch, weshalb sie eine geradezu denkwürdige Danksagung ans Ende des Romans gestellt hat.

    „Wie viel Science muss und wie viel Fiction darf in einen Text, damit er noch als Science-Fiction gilt?“ fragt Weise und versucht damit eine Selbstimmunisierung gegen Kritik. Dabei ist die Antwort denkbar einfach: Alles darf, es muss nur konsistent sein. „Natürlich habe ich trotzdem versucht, den Roman auf eine halbwegs glaubwürdige Basis zu stellen, denn gänzlich ohne Science geht es ja nun doch nicht in der Science-Fiction.“ Das ist allerdings weitestgehend misslungen und wie meine Beispiele oben gezeigt haben, geht es sehr wohl ohne Science, man muss es nur entsprechend Framen. Und wenn unzählige Aspekte zumal die Kerngeschichte nicht im Ansatz möglich sind, der Wissenschaft geradezu widersprechen und auch von Recherchemangel zeugen, dann ist das für die Leser*innen, die den Roman gerade wegen der angekündigten Wissenschaft lesen wollten, eine herbe Täuschung.

    Space Fiction

    Ich lese gerne auch Space Fiction (um hier mal einen Begriff vorzuschlagen, der die Science gleich auch begrifflich raushält) und Space Operas. Und es muss ganz sicher auch kein Hard SciFi sein, der ja auch in letzter Zeit massig überstrapaziert wird. Aber wenn man schon von Raumfahrt in knapp 80 Jahren schreibt, dann muss es da Beziehungen zur Realität und zur Machbarkeit geben. Es wäre doch gar kein Problem gewesen, das Setting hundert Jahre weiter in die Zukunft zu schieben. Aber Anfang des 22. Jahrhunderts sind gerade mal noch zwei bis drei Generationen. Einige der jetzt Geborenen werden das noch erleben. Aber die Regeln, die hier implizit mitgedacht werden müssten, spielen keine Rolle.

    Dieser recht lapidare Umgang mit Konsistenz kann in Jugendromanen funktionieren, aber da es sich hier ausdrücklich um SciFi für Erwachsene handelt, empfinde ich zahlreiche wesentliche Einfälle, die die Grundgeschichte überhaupt erst ermöglichen sollen, als ziemlich absurd. Das beginnt schon beim Schmuggel von „interstellaren Andenken“. Interstellar ist da schon mal gar nichts, und angesichts der elementaren Wichtigkeit von Delta-V in der Raumfahrt, ist es nahezu undenkbar, dass Schmuggel überhaupt möglich wäre.

    Das Unwissen über Raumfahrt und Astrophysik zieht sich durch den gesamten Roman. So ist es beispielsweise für die Reisedauer vollkommen egal, wo sich gerade der Jupiter relativ zur Erde befindet. Weder existiert eine dauerhaftes Controlling der Daten von Astronauten oder der Station, noch hält sich irgendwer an die überlebenswichtigen Protokolle. Eigentlich nicht schlimm, aber es bedeutet letztlich, dass der Roman für eine ganz andere Zielgruppe geschrieben wurde, als er nun beworben und vermarktet wird.

    Mal hü, mal hott

    Interessanterweise spielen etwa 300 Seiten überhaupt keine Rolle für die Hauptgeschichte, die gescheiterte Mission auf dem Jupitermond Kalisto, als den wesentlichen Spanungsbogen und Plot. Es sind quasi zwei Geschichten, eine hanebüchene Raumfahrtgeschichte, die in allen wesentlichen Punkten absurd ist (und selbst Schulwissen über Evolution widerspricht, nein, die ist nicht zielgerichtet und Anpassung verläuft über Zufall und nicht über Mehrgenerationenmodifikation) und einer Geschichte über Großkonzerne, die sich zwar durchaus gelungen liest, aber letztlich nur ein erzählerischer Nebenstrang ist, der dermaßen aufgebläht wird, dass er die titelgebende Kernerzählung an den Rand drängt. Zumal die verbindenden Elemente nicht einmal auserzählt sind, sondern mit Nebensätzen abgespeist werden. Der vierte Mond ist ein Mix aus Krimi, Thriller und Space Fiction. Wie gesagt, das kann funktionieren und liest sich seitenweise auch sehr angenehm, aber angekündigt war etwas ganz anderes.

    „Aber Sam ist nicht gut darin, nur zuzusehen. Weder im Bett noch auf dem Schlachtfeld.“

     Auha. Wäre es Pulp, wäre es gut. Sascha Rimpl hat das z.B. herausragend vorgemacht. Aber hier wirkt es einfach nur infantil. So wie der obsessiv masturbierende Der-Marsianer-Andy-Weir-Abklatsch.

    Sehr ambivalent ist auch die Qualität des Schreibstils. Einerseits gibt es Seiten auf denen das (zu vermeidende) Hilfsverb „haben“ in allen nur erdenklichen Deklinationen 10 Mal benutzt wird, so dass der Lesefluss sich der ratternden Mühle am rauschenden Fluss annähert, klipp, klapp.  Aber gleichzeitig gibt es immer wieder auch sehr schöne Formulierungen und ganze Abschnitte, die einen in die Geschichte hereinziehen. Besonders immersiv wirken hier Szenen mit einem armen Kind in Französisch-Guyana. Schreiben kann Kathleen Weise also. Bleibt dementsprechend zu hoffen, dass sich künftig besser abgestimmt wird, was hier beworben werden soll und wo man den Roman verortet.

  18. Cover des Buches Mars (ISBN: 9783453317741)
    Ben Bova

    Mars

    (27)
    Aktuelle Rezension von: ariadne

    Ich glaube einmal von einem Sci-Fi Autor (Andy Weir?) gelesen zu haben, dass ihn Ben Bovas Mars Bücher inspiriert hätten, deshalb hatte ich das Buch schon länger auf meinem SuB. Endlich bin ich jetzt dank meiner Challenge dazu gekommen, es zu lesen.

    Es ist im Grunde eine sehr gute auf größtenteils wissenschaftlichen Fakten basierende Geschichte von einer ersten bemannten Marsmission und der Suche nach Leben dort. Ich fand es durchaus spannend, wie auch in Rückblenden aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, wie es dazu gekommen ist. Mir fehlten allerdings bei einigen Charakteren etwas mehr Hintergrund und Charakterentwicklung, als bloß kleine Abschnitte.

    Leider muss ich sagen, haben mich bald schon die vielen sexistischen, teils auch rassistischen Anspielungen ziemlich ermüdet. So etwas könnte man von Autoren der 50er und 60er-Jahre erwarten, aber das Buch wurde m.W. 1992 (!) herausgebracht. Ben Bova hat leider ein sehr verstörendes Frauenbild und die Männer denken, sobald sie eine Frau sehen, sofort auch daran, wie man sie schnell ins Bett bekommt. Schade eigentlich. Ich habe in anderen Rezensionen gelesen, dass sich diese Darstellung in seinen anderen Büchern nicht bessert, also werde ich es wohl bei diesem hier belassen.

    Insgesamt aber doch 3 Sterne, einfach weil der Autor es geschafft hat, in mir eine richtige Faszination für den Mars hervorzurufen.

  19. Cover des Buches Transport (ISBN: 9783842330610)
    Phillip P. Peterson

    Transport

    (88)
    Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessin

    Ein schönes Abendteuer, sehr guter Schreibstill man kann das Buch gut durchlesen. Es ist alles sehr einleuchtend erklärt worden, auch wurde versucht die Technologie gut zu erklären. Das Setting spielt in Amerika (wo auch sonst xD). Neuer Präsident deshalb wurde das Strafsystem revolutioniert. Die Todesstrafe wird schneller verhängt und dann auch ausgeführt, aus den Todestrakt werden 10 Menschen geholt die sollen eine gefährliche Mission antreten unter diesen Personen ist eine Frau, Liebe und Streit sind damit vorprogrammiert. Es werden verschiedene Planet besucht und die Erkenntnis das man jeder Zeit sterben kann ist gegenwärtig. 

  20. Cover des Buches Mars One: Humanity's Next Great Adventure: Inside the First Human Settlement on Mars (ISBN: 9781940363837)
  21. Cover des Buches Geheimprojekt Orion 73 (ISBN: B09WJNDHGV)
    Mike Tögel

    Geheimprojekt Orion 73

    (7)
    Aktuelle Rezension von: einz1975

    Das Leben eines Testpiloten ist ein ständiger Tanz auf der Rasierklinge, ein Beruf zwischen Mut und Wahnsinn, zwischen Triumph und Tragödie. Scott Eaton gehört zu jener seltenen Spezies von Männern, die das Risiko nicht nur akzeptieren, sondern es geradezu suchen. In den 1960er-Jahren, jener Ära des technischen Aufbruchs, in der die Menschheit zum ersten Mal den Mond betrat, steht Scott an der Spitze einer Generation, die vom Traum des Fliegens und der Eroberung des Weltraums besessen ist. Doch der Glanz der Apollo-Missionen verblasst rasch. Die NASA kämpft mit Budgetkürzungen, politische Prioritäten verschieben sich, und die Vision vom nächsten großen Schritt – dem Flug zum Mars – scheint sich in Luft aufzulösen. Bis Anfang der 1970er-Jahre ein geheimes gemeinsames Projekt von NASA und US Air Force ins Leben gerufen wird: Orion 73. Unter strengster Geheimhaltung soll ein neuartiges Raumschiff mit revolutionärem Ionenantrieb gebaut werden, mit einem Ziel, das alles bisher Dagewesene übertrifft: den Mars zu erreichen, noch bevor die Sowjets es schaffen. Das Wettrennen der Supermächte geht in eine neue, gefährlichere Runde.

    Auf den ersten Seiten des Romans lernen wir Scott Eaton als furchtlosen, aber auch zutiefst menschlichen Piloten kennen. Seine Reaktionen in Extremsituationen, sein Umgang mit Angst und seine fast instinktive Beherrschung der Technik machen ihn zum perfekten Kandidaten für das Projekt. Parallel dazu schildert Autor Mike Tögel mit beeindruckender Detailgenauigkeit den bürokratischen, wissenschaftlichen und militärischen Kraftakt hinter Orion 73. Schritt für Schritt entsteht das Raumschiff, eine Mischung aus Ingenieurskunst, Hoffnung und Geheimhaltung. Doch was ist eine Mission ohne Wissenschaft? Erst spät stößt die brillante Physikerin Dr. Vivian Parker zum Team. Ihre Berechnungen bilden das Fundament des experimentellen Antriebs und bald wird klar: Ohne sie würde das Projekt niemals starten.

    Zwischen ihr und Scott entwickelt sich eine vorsichtige, von gegenseitigem Respekt geprägte Zusammenarbeit, die dem Roman eine menschliche Tiefe verleiht, die über das reine Technikabenteuer hinausgeht. Als der Tag des Starts endlich gekommen ist, herrscht keine mediale Aufregung, kein Presserummel. Orion 73 ist ein streng geheimes Unternehmen, erst bei einer erfolgreichen Landung auf dem Mars soll die Welt davon erfahren. Doch bereits während des Starts treten mysteriöse Energiespitzen auf, Phänomene, die in keinem der zahlreichen Tests zuvor registriert worden waren. Und dann geschieht das Undenkbare: Der Kontakt zu Orion 73 bricht ab. Keine Explosion, keine Trümmer, kein Signal. Das Raumschiff ist spurlos verschwunden.

    Von diesem Moment an entfaltet Tögel ein fesselndes Wechselspiel zwischen Spannung, Rätsel und Emotion. Die Perspektive wechselt zwischen den Astronauten, deren Schicksal im Ungewissen schwebt und den Wissenschaftlern und Militärs am Boden, die verzweifelt versuchen, das Unbegreifliche zu verstehen. Das Tempo zieht an, die Atmosphäre wird dichter, und der Leser wird Zeuge eines Szenarios, das zwischen wissenschaftlicher Realität und Science-Fiction oszilliert. Mike Tögel schreibt mit einer bemerkenswerten Präzision. Jeder Handgriff, jede technische Prozedur wird so detailliert beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst im Cockpit zu sitzen. Manchmal vielleicht etwas zu ausführlich, doch genau das verleiht dem Roman seine Authentizität. Die Nähe zu Klassikern wie Gravity, Interstellar oder gar 2001: Odyssee im Weltraum ist spürbar und doch gelingt es Tögel, eine ganz eigene Stimme zu finden. Die Mischung aus Retro-Raumfahrtgefühl, existenzieller Spannung und wissenschaftlicher Neugier erzeugt einen unwiderstehlichen Sog.

    Fazit:
    Mit „Geheimprojekt Orion 73“ entführt Mike Tögel seine Leser in eine Zeit, in der Raumfahrt noch Abenteuer, Wagnis und Vision war. Er zeigt, was passiert, wenn Idealismus, Wissenschaft und menschliche Schwächen aufeinandertreffen und lässt uns gleichzeitig träumen, dass irgendwo in den Tiefen des Kalten Krieges tatsächlich ein solches Geheimprojekt existiert haben könnte. Anfangs steht Scott Eaton im Mittelpunkt, doch im Verlauf der Geschichte rückt Dr. Vivian Parker zunehmend ins Zentrum. Ihre Klugheit und ihr Mut verleihen der Handlung eine neue Dimension. Die vielen Wendungen und überraschenden Enthüllungen sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Eine packende, durchdachte und atmosphärisch dichte Geschichte, technisch fundiert, emotional greifbar und spannend bis zur letzten Seite. Wer sich für Raumfahrt, Wissenschaft und die ewige Frage nach dem „Was wäre, wenn?“ interessiert, wird Geheimprojekt Orion 73 verschlingen. Ein Geheimtipp für alle Fans von realistischer Science-Fiction und klassischer Raumfahrtliteratur.

    Matthias Göbel

    Autor: Mike Tögel
    Taschenbuch: 413 Seiten
    Veröffentlichung: 21.07.2025
    Verlag: Selfpublisher
    ISBN: B09WJNDHGV

  22. Cover des Buches Big Bang, zweiter Akt (ISBN: 9783442153435)
    Harald Lesch

    Big Bang, zweiter Akt

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Bookreader34

    Das zentrale Thema von Big Bang, zweiter Akt der Physker Harald Lesch und Jörn Müller ist die Frage, ob es noch anderswo im Universum Leben gibt. Zuerst klären die Autoren aber einige Begriffe, die sie später immer wieder verwenden, wie Masse, Gravitation und die exponentielle Schreibweise sehr großer und sehr kleiner Zahlen.

    Im Weiteren geht es um die Frage, was Leben aus physikalischer Sicht ausmacht, um die Entstehung der Materie vom Urknall bis zur Explosion massereicher Sterne, um Biochemie, Genetik und um die vermutete Art und Weise der Entstehung des Lebens auf der Erde. Außerdem werden die Bedingungen, die ein Planet und seine kosmische Umgebung für die Entstehung von Leben erfüllen müssen, geklärt.

    Danach folgen Kapitel über die Suche nach anderen belebten Orten im Sonnensystem und anderswo im Universum und nach außerirdischen Zivilisationen. Außerdem gibt es ein Kapitel über theoretische Möglichkeiten für interstellare Raumfahrt und die damit verbundenen Schwierigkeiten.

    Schließlich wird noch erklärt, wie das Universum aussähe, wenn die Naturkonstanten und -gesetze anders wären und was das für Leben im Weltall bedeuten würde. Den Abschluss bildet ein Ausblick auf die Zukunft des Universums und des Lebens darin. Im Anhang gibt es dann noch eine Zusammenfassung der bisherigen Geschichte des Lebens auf der Erde.

    Das Ganze ist meiner Meinung nach sehr angenehm zu lesen und die Erklärungen sind im Großen und Ganzen gut verständlich, auch durch die vorhandenen Abbildungen, Diagramme und Tabellen. Aufgrund des Alters des Buches ist es jedoch nicht mehr ganz aktuell. Zum Beispiel ist die genannte Anzahl der Jupiter- und Saturnmonde und vor allem der gefundenen Exoplaneten nicht auf dem neuesten Stand.

    Dennoch würde ich Big Bang, zweiter Akt aufgrund des großen Themenumfangs und der guten Erklärungen weiterempfehlen, wenn man sich eben bewusst ist, dass nicht mehr alle genannten Fakten dem aktuellen Wissensstand entsprechen.

  23. Cover des Buches Hold Back the Stars (ISBN: 9781784161774)
    Katie Khan

    Hold Back the Stars

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Hold Back the Stars ist kein schlichtes Sci-Fi Werk, das rein zufällig gerade genretechnisch in Mode ist. Es ist nicht einmal besonders "science fiction"-mäßig, auch wenn unsere Geschichte hier im All startet und auch dort zuende geht. Stattdessen kriegt man hier eine bodenständige Romanze, einen ungeschönten Blick auf das Leben von Mitte-Zwanzig-jährigen, der realer nicht sein könnte, und einen echten Grund einmal kritisch auf unsere Welt zu schauen.

    Das grundlegende Konzept eines Europia (Europa + Utopia) ist smart und regt wirklich zum Nachdenken an. Ein Land, in dem man mehr Individuum ist, als Familienmitglied; mehr man selbst, als Teil einer Gesellschaft. In dem man alles machen kann, vollkommen ungebunden und ohne gesellschaftliche Zwänge. Wie kommt man damit klar? Und was, wenn man zwischendrin feststellt, dass das Konzept einfach nicht aufgeht?

    Hat richtig Spaß gemacht.
    Aber Vorsicht: unsere beiden Protagonisten haben von der ersten Seite an nur noch knapp 90 Minuten Zeit. Mehr nicht. 90 Minuten Sauerstoff, um ein ganzes Leben zu leben. Am Anfang ist das noch ganz entspannt, aber sobald die letzten Minuten anbrechen, wirst du hin und her gerissen sein zwischen weiterlesen und Nein, ich will das Ende nicht sehen.

    PS: Das US-amerikanische Cover - Simon&Schuster - ist viel schöner und - ich gestehe - der Grund, warum ich überhaupt auf das Buch aufmersam geworden bin und sogar das Hardcover gekauft habe :)

    Und hier das passende ZItat und meine neue Lieblingsantwort:

    I miss you.
    Finally! he replied. What took you so long?
    Time.
  24. Cover des Buches Wo die Zukunft der Raumfahrt beginnt (ISBN: 9783957289704)
    Anika Mehlis

    Wo die Zukunft der Raumfahrt beginnt

    (23)
    Aktuelle Rezension von: ErikHuyoff

    Vor kurzem habe ich auch "Wo die Zukunft der Raumfahrt beginnt" von Dr. Anika Mehlis gelesen. Das Buch ist 2025 in der Knesebeck GmbH & Co. Verlag KG erschienen und als anekdotisches Sachbuch einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

    Nur im Raumanzug darf Anika Mehlis das Habitat verlassen. Vor ihr erhebt sich ein Vulkan. Doch sie ist nicht auf dem Mars, sondern auf der Erde. Als Analog-Astronautin testet sie in der Wüste Israels und in den Bergen Armeniens Technologien für zukünftige Missionen. Sie lebt unter extremen Bedingungen und erfährt hautnah, was es braucht, um auf dem roten Planeten zu bestehen: mentale Stärke, Teamgeist und Vertrauen. Denn am Ende geht es nicht darum, den Mars zu besiedeln - sondern darum, besser zu verstehen, was es bedeutet, Mensch zu sein.

    In "Wo die Zukunft der Raumfahrt begint" beschreibt Dr. Anika Mehlis ihr Leben "als Analog-Astronautin zwischen Erde und Mars", wie der Untertitel besagt. Dabei lässt sich das Buch gar nicht so einfach einem Genre zuordnen, ist zugleich Sachbuch als auch biografisches Werk, sodass ich es schlussendlich als anekdotisches Sachbuch eingeordnet habe, wird doch die Tätigkeit als Analog-Astronautin anhand der persönlichen Erfahrungen der Autorin dargestellt und mit Fotos von ihren Missionen verssehen.

    So begleitet man (die spätere Dr.) Anika Mehlis nicht nur durch den mühsamen und mehrstufigen Auswahlprozess zur Analog-Astronautin, sondern auch durch die beiden Missionen in Israel und Armenien - ein Unterschied wie Tag und Nacht. Dabei lernt man durchaus auch einige persönliche Informationen über die Autorin und ganz viel Neues über die unscheinbaren Held:innen der Raumfahrt - wobei sie ja gar nicht so unsichtbar sind, wenn ich mir den beschriebenen Medienrummel um die Missionen so durchlese.

    So spannend das alles auch ist - so ermüdend ist es manchmal, das Buch mit den ganzen Abkürzungen zu lesen, die den Lesefluss doch etwas beeinträchtigen, auch wenn sich der Sinn dahinter natürlich erschließt. Auch hätte ich mir an einigen Stellen noch stärkere Ausführungen gewünscht - sowohl bei den Auswirkungen der Mission auf die Autorin als auch generell über die Probleme der Besiedlung des Mars. Toll ist hingegen auch, dass die einzelnen Abschnitte mit inspirierenden Zitaten von Pionierinnen aus Wissenschaft, Forschung und Kultur beginnen, eine Rolle, die ja nun auch die Autorin innehat.

    Auch die restliche Buchgestaltung vermag zu überzeugen. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben solide gearbeitet, der Umschlag ist auf dem Cover leicht geprägt und mit Klappen und farbigen, aber eintönigen Coverinnenseiten versehen. Covermotiv und Coverrückseite werden jeweils zum Buchrücken hin krass unterbrochen, bieten aber mit den offiziellen Missionsfotos natürlich tolle Eyecatcher, die auch mit dem Inhalt in Verbindung stehen.

    Mein Fazit? "Wo die Zukunft der Raumfahrt beginnt" ist ein zuweilen persönliches, aber immer informatives Buch über Analog-Astronaut:innen, das dieses eher unterbelichtete Kapitel der Raumfahrt in den Fokus rückt, dabei aber teils noch andere Schwerpunkte hätte setzen können. Für thematisch interessierte Leser:innen bedenkenlos zu empfehlen.

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