Bücher mit dem Tag "realitätsnah"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "realitätsnah" gekennzeichnet haben.

26 Bücher

  1. Cover des Buches Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele (ISBN: 9783751203036)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele

    (17.925)
    Aktuelle Rezension von: Kraszentia

    Die Tribute von Panem ist ein packender Auftakt zu einer außergewöhnlichen Dystopie, die mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Katniss Everdeen ist eine starke, mutige Heldin, deren Entscheidungen und innere Konflikte einen sofort in ihren Bann ziehen.
    Die Welt von Panem wird eindrucksvoll und erschreckend realistisch dargestellt: Die Spannung zwischen Reichtum, Macht und Unterdrückung, die grausamen Tribute von Panem und die Kämpfe ums Überleben sorgen für ein durchgehend spannungsgeladenes Drama. Gleichzeitig bleibt die Geschichte emotional zugänglich, da Freundschaft, Mut und Liebe eine zentrale Rolle spielen.
    Suzanne Collins verbindet meisterhaft Spannung, Action und Charakterentwicklung. Man folgt Katniss fieberhaft und empfindet mit ihr Angst, Hoffnung und Wut – kurz gesagt, man kann das Buch kaum aus der Hand legen.
    Für mich ist „Die Tribute von Panem 1“ ein absolut fesselnder, clever erzählter Roman, der sowohl junge Erwachsene als auch Erwachsene begeistern wird.

  2. Cover des Buches BLACKOUT - Morgen ist es zu spät (ISBN: 9783764507947)
    Marc Elsberg

    BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

    (1.610)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin72

    Thriller oder Realität? 

    Diese Frage geht dem Leser nicht mehr aus dem Kopf. Denn die Story kann jederzeit, überall Realität werden. Beim Lesen wird einem bewußt, wie angreifbar, verletzlich und ungeschützt die Welt gegenüber solchen Attacken ist. Und wie schnell Chaos und Kriminalität ausbrechen, wenn es ums Überleben geht. Und das es ums Überleben geht, vor allem bei eisigen Minustemperaturen, sollte jedem klar sein.

    Packendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Terroristen und dem Rest der Welt.

  3. Cover des Buches Kirschroter Sommer (ISBN: 9783499227844)
    Carina Bartsch

    Kirschroter Sommer

    (2.795)
    Aktuelle Rezension von: Anne_G_

    Ich liebe die Art und Weise mit der Carina Bartsch einen in ihre Geschichten einsaugt und die Gefühle wirklich spürbar macht. Ich habe das Buch schon viele viele Jahre, schon öfter gelesen und werde es auch wieder lesen. Die Stroy bringt mich zum Nachdenken, zum weinen und zum lachen. Ja, Emely kann manchmal anstrengend sein und man denkt sich nur, jetzt stell dich nicht so an, aber wenn man die eigenen Unsicherheiten in manch eigenen Situationen im Leben versetzt, kann man sie viel besser verstehen. Ich liebe die Geschichte um Emely und Elias und werde sie immer in meinem Herzen tragen!

  4. Cover des Buches HELIX - Sie werden uns ersetzen (ISBN: 9783734105579)
    Marc Elsberg

    HELIX - Sie werden uns ersetzen

    (420)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Es werden Gene in Erbgut von Pflanzen verändert, um eine größer Ernte zu haben . Gene von Menschen werden so verändert das Bad super mitgetanzt sind. Weihnachtlich ein spannendes Buch das aufzeigt was bald in der Gene Veränderung möglich ist. macht schon ein bis sich mulmiges Gefühl. Guter Page Turner.

  5. Cover des Buches Secret Sins - Stärker als das Schicksal (ISBN: 9783734104770)
    Geneva Lee

    Secret Sins - Stärker als das Schicksal

    (302)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Als sich Faith und Jude kennenlernen besteht zwischen ihnen von Beginn an ein besonderes Gefühl von Verbundenheit aus dem schon bald Liebe wird. Faith hat jedoch Schwierigkeiten sich diese Gefühle einzugestehen und sie zuzulassen, denn die Umstände sind kompliziert: Faith und Jude sind sich in einer Selbsthilfegruppe für ehemalige Suchterkrankte begegnet und Faith hat eine dramatische Vergangenheit, die auch die Gegenwart überschattet. Entsprechend groß sind daher Faith‘ Zweifel, dass es für sie und Jude eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft gibt…

    Es gibt Hunderte guter Gründe, warum es keine gute Idee ist, mit Jude hier zu sein, aber ich kann den einen Grund, aus dem es das nicht ist, nicht verleugnen. Er ist in meinem Herzen verankert, und ich möchte ihn niemals freilassen. (S. 310)

    Meinung:

    Es ist mein erstes Buch von Geneva Lee gewesen und deshalb bin ich ohne besondere Erwartungen an das Buch herangegangen. Das Cover ließ mich ehrlicherweise eher eine 08/15-Liebesgeschichte mit mäßigem Tiefgang erwarten. Das Buch hat mich dann aber zum Glück sehr positiv überrascht.

    Die Mischung aus einerseits schönen, herzerwärmenden und romantischen Momenten und andererseits sehr dramatischen und richtig traurigen Momenten fand ich sehr gelungen. Es ist insgesamt kein niederschmetterndes Buch, weil letztlich die positiven und hoffnungsvollen Momente überwiegen und in den Vordergrund treten. Dadurch, dass die Geschichte abwechselnd auf zwei Zeitebenen erzählt wird nehmen die in der Vergangenheit liegenden bedrückenden und traurigen Geschehnisse nicht überhand. Auf traurige Rückblicke folgen in der Gegenwart spielenden Handlungsteile, die die Stimmung wieder aufhellen, weil man miterlebt, dass Faith und ihr Sohn inzwischen ein erfülltes und gutes Leben führen. Außerdem ist die Liebesgeschichte zwischen Faith und Jude wirklich etwas fürs Herz.

    Mit Faith und Jude hat man zwei durch und durch liebenswerte und sympathische Hauptpersonen. Es ist bewundernswert wie Faith ihr Leben trotz ihrer bewegten Vergangenheit in den Griff bekommen hat und mit wieviel Liebe und Hingabe sie alles tut um ihrem Sohn Max eine tolle Kindheit zu ermöglichen. Man kann sich sehr gut in Faith’ Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzen und nachvollziehen, dass ihre schwierige Vergangenheit tiefe Spuren hinterlassen hat und sie noch immer beschäftigt. Es bereitet Faith Probleme andere Menschen an sich heranzulassen und ihnen zu vertrauen.

    Die Liebesgeschichte zwischen Faith und Jude ist wirklich schön und berührend. Obwohl die beiden relativ schnell eine besondere Verbundenheit verspüren und Gefühle füreinander entwickeln, dauert es einige Zeit ehe sie ein Paar werden und sie eine feste Beziehung führen. Dieses Hin und Her zwischen den beiden wird sehr mitreißend und gefühlvoll beschrieben. Jude ist ein Gentleman und beweist im Umgang mit Faith viel Empathie und auch Geduld. Er gibt ihr die Zeit, die sie braucht und ist bereit auf sie zu warten. Er drängt sie nicht zu sehr dazu sich auf eine Beziehung mit ihm einzulassen. Trotzdem ist er aber immer für Faith und ihren Sohn da und legt eine wirklich süße und charmante Beharrlichkeit an den Tag um sie für sich zu gewinnen und sie von der Aufrichtigkeit und Ernsthaftigkeit seiner Gefühle zu überzeugen:

    Jude beugt sich zu mir, seine Lippen berühren mein Ohr. „Ich werde dich erst küssen, wenn du mich darum bittest.“ Wie kann er so schnell zwischen total süß und mich in den Wahnsinn treiben hin- und herschalten? „Dann wirst du verdammt lange warten müssen.“ Dabei ignoriere ich geflissentlich, dass auch ich dann ziemlich lange warten muss. (S. 118/119)

    Es hat mich sehr positiv überrascht, dass das Thema Suchterkrankungen nicht verharmlost wird. Das Buch hat zwar ein wunderschönes Happy End, aber die Botschaft der Geschichte lautet dennoch nicht bloß: „Liebe heilt alle Wunden und selbst tiefgreifende Probleme wie Suchterkrankungen lassen sich durch Liebe überwinden“. Es wird deutlich gemacht, dass viele Suchterkrankte nicht gerettet werden können, ihr Leben nicht mehr in Ordnung gebracht werden kann und für manche jede Hilfe zu spät kommt. Selbst wenn Betroffene aus eigenem Antrieb heraus Hilfe suchen und ihr Leben verändern wollen ist damit noch lange nicht gesagt, dass sie den Ausstieg aus der Sucht dann tatsächlich schaffen.

    Die Folgen von Suchterkrankungen werden sehr eindringlich und schonungslos beschrieben. Neben den Folgen für die Betroffenen wird auch mit viel Einfühlungsvermögen darauf eingegangen wie schwierig die Situation für die Angehörigen der Suchterkrankten ist. Hilflos mitansehen zu müssen wie ein geliebter Mensch sich durch die Sucht in erschreckender Weise verändert und von ihr richtiggehend zerstört wird ist schrecklich und schwer zu ertragen. Besonders berührt hat mich in diesem Zusammenhang eine Szene in der Faith ihre an Demenz erkrankte Großmutter besucht. Obwohl die Großmutter inzwischen Vieles vergessen hat, erinnert sie sich dennoch daran, dass sie sämtliches Bargeld vor ihrer Enkelin verstecken muss um zu verhindern, dass diese sich damit noch mehr Drogen kauft und noch tiefer abstürzt. Wie tief diese Sorge um ihre Enkelin und das Drama rund um deren Suchterkrankungen nach all den Jahren und trotz ihrer Demenz noch im Bewusstsein der Großmutter verankert ist ging mir sehr nahe. Überhaupt wird auch das Thema Demenz sehr anschaulich, eindrücklich und einfühlsam beschrieben:

    Zuerst war es nur schleichend. Sie vergaß kleine Sachen. Sie ließ ihre Schlüssel stecken oder vergaß, dass sie ihre Brille nicht trug. Sie ging in den Laden, um Milch zu holen, und kam mit Brot zurück. Grace versuchte zuerst, es zu ignorieren. Dabei kamen die großen Sachen. Ein Geburtstag. Wo sie wohnte. Ihr Name. Sie schwand wie der Sand mit der Flut – winzige Fragmente, eins nach dem anderen –, bis ihr Geist ganz glatt und neu war. Kleine Teile kamen mit den Wellen zurück, Fragmente des Lebens, das sie zuvor geführt hatte. (S. 129)
    Bis zum Morgen nahm die Krankheit sie wieder mit. Oder vielleicht war es der Schmerz, den sie spürte, jedes Mal, wenn sie wieder in ihrer eigenen Haut steckte. An diesen Tagen weinte sie leise in ihrem Zimmer. Sie fragte Grace, was während der Woche passiert war, und Grace sagte ‚nicht viel‘, sie sagte ihr nicht, dass es ein Monat gewesen war. (S. 129)

    Neben der schönen und berührenden Liebesgeschichte lässt einem auch ein weiterer Aspekt die Geschichte mit Spannung weiterverfolgen. Es ist zu Beginn nämlich unklar was aus Faith Schwester Grace geworden ist. Man fragt sich wie es zum vollständigen Kontaktabbruch zwischen Grace und Faith gekommen ist, denn die beiden haben sich in ihrer Kindheit einmal sehr nahegestanden. Man fragt sich auch, ob die beiden sich jemals wiedersehen werden. Außerdem bemerkt man zunehmend, dass in Faith‘ Vergangenheit noch mehr vorgefallen sein muss als zunächst bekannt ist. 

    Zum Ende hin überrascht einem die Geschichte mit mehreren größtenteils unerwarteten Enthüllungen. Sowohl Faith als auch Jude haben dem jeweils anderen nämlich Entscheidendes vorenthalten bzw. verheimlicht. Wie die beiden dann diesen Hindernissen zum Trotz wieder zusammenfinden ist eine bewegende und emotionale Achterbahnfahrt. Das Buch schließt mit einem wunderschönen Happy End.

    Klar, die Liebesgeschichte verläuft im Wesentlichen wie erwartet und es zeichnet sich eigentlich etwas zu schnell ab, dass die beiden im jeweils anderen die Liebe ihres Lebens gefunden haben. Das verzeiht man der Geschichte aber gerne, weil es bei all dem übrigen Drama in das die beiden weitgehend unfreiwillig verstrickt wurden für mein Empfinden ein rundum perfektes Happy End fürs Herz gebraucht hat.

    Zum Schluss noch ein weiterer kleiner Kritikpunkt: In Bezug auf die Gehörlosigkeit von Faith‘ Sohn Max wird der Eindruck vermittelt, dass der Einsatz eines Cochlea-Implantat nur ein kleiner Eingriff ist und man danach sofort hören kann und alles gut ist. Dabei fällt unter den Tisch, dass eine von Geburt an gehörlose Person nach dem Erhalt eines Cochlea-Implantats zunächst ein intensives und sehr forderndes Training durchlaufen muss. Die betreffende Person muss lernen die für sie neuen akustische Reize zu unterscheiden und zu interpretieren. Das alles dauert viele Monate und erfordert viel Geduld und Durchhaltevermögen.

    Fazit:

    Das Buch erzählt eine packende Liebesgeschichte, die sehr berührend ist und einem nahegeht. Zugleich werden aber auch ernste und traurige Themen mit viel Feingefühl und Einfühlungsvermögen in die Geschichte eingewoben, wobei die damit einhergehenden Komplikationen überraschend eindringlich und schonungslos geschildert werden.

    Zum Schluss noch die schönsten Zitate aus dem Buch:

    Manchmal reicht ein einziger Augenblick, um das ganze Leben zu verändern. Und die Veränderung kommt so brutal und unerwartet, dass sie dir die Luft aus der Lunge presst. Doch noch viel häufiger ändert sich das Leben schleichend – durch eine Reihe winziger Erschütterungen, die man kaum spürt. (S. 9)
    „Der Ozean ist so riesig – unermesslich – wie ein Mensch. Ich könnte dich seit Jahren kennen, und du würdest doch nie all die Augenblicke kennen, die mich zu der Frau gemacht haben, die ich heute bin. Die mich zu der machen, die ich morgen sein werde, oder in fünf Jahren. Niemand kann je einen anderen Menschen wirklich kennen. Wir sind alle Mysterien, so wie das Meer.“ (S. 55)
    „Aber ich persönlich habe auf die harte Tour gelernt, dass zu viel Hoffnung blind machen kann für die Tatsachen.“ Er kommt auf mich zu. „Zu wenig kann einsam sein.“ (S. 138)
    „Das Leben ist chaotisch, Sonnenschein. Manches Chaos ist hässlich, aber das hier ist ein wunderschönes“, erklärt Jude mit dieser weichen Stimme. (S. 177)
    Er hebt eine Hand, um mich zu unterbrechen. „Lass uns nicht über unsere traurigen Geschichten reden. Wir können unsere Vergangenheit nicht umschreiben, Sonnenschein. Wir können nur entscheiden, was als nächstes kommt.“ (S. 216)
  6. Cover des Buches Der Präsident (ISBN: 9783404176588)
    Sam Bourne

    Der Präsident

    (106)
    Aktuelle Rezension von: JourneyGirl

    Der Name wird zwar nicht erwähnt und der Präsident im Buch heißt auch anders, aber irgendwie erinnert der im Buch beschriebene Präsident einem ehemaligen Präsidenten der USA, vom Charakter und auch vom Verhalten her... Und schon auf den ersten Seiten wird einem Angst und Bange! Zum Glück ist das nur ein Buch und wir haben den echten Präsidenten 4 Jahre lang überlebt! Sehr spannend ist, dass eine Mitarbeiterin im Weißen Haus mitbekommt, dass ein Anschlag auf den Präsidenten geplant ist. Und bei diesem Präsidenten steht sie nun vor dem Dilemma : Soll sie das Attentat verhindern und die Welt einem Tyrannen überlassen oder lässt sie den Mord geschehen... Megaspannend und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen! Geniale Idee für einen Thriller!

  7. Cover des Buches »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen« (ISBN: 9783960084082)
    Martin Schörle

    »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«

    (314)
    Aktuelle Rezension von: ReadingWitch

    Rezension „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamtes“ und „Einladung zum Klassentreffen“ 

    Heute rezensiere ich mal keinen Roman, sondern ein Theaterstück – genaugenommen sind es zwei Theaterstücke in einem Band von Martin Schörle. Das Erste nennt sich „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten“ und handelt von ebendiesem Beamten namens Hans Fredenbek, der eine satirische Überzeichnung seiner Selbst ist. Das Zweite Stück heißt „Einladung zum Klassentreffen“ und handelt, wie der Name schon sagt, von einem bevorstehenden 20-jährigen Klassentreffen.

    Das erste Stück ist ein Monolog des Protagonisten, der in seiner Welt aus Aktenzeichen und Verwaltungsvorschriften gefangen zu sein scheint. Er ist ein Vollblutbeamter, welcher das Leben außerhalb des Büros vollkommen ausblendet und damit seine Liebe zum Beruf demonstriert. Es ist ein kurzes Stück und als Leser fällt es einem sofort auf, dass der Autor jedes Wort und jeden Satz sehr genau ausgesucht hat, um das tragisch-komische der Figur Fredenbek zu beschreiben. Es ist keine bloße Darstellung allgemein bekannter Klischees, sondern ein mit viel Sarkasmus gespitztes Werk über das Überleben in einem Verwaltungsbüro. 

    Dabei spielt der Schreibstill des Autors eine wesentliche Rolle. Er beschreibt in klarer und sauberer Sprache sehr ausführlich die einzelnen Situationen, in den sich Hans Fedenbek wiederfindet. Als Leser kann man sich gut in das Stück hineinversetzen und mit dem armen Fredenbek mit fiebern. Martin Schörle schafft es den Protagonisten gleichzeitig liebenswert und unsympathisch wirken zu lassen. Er bedient sich dabei langer und verschachtelter Sätze, die ich manchmal etwas verworren fand. An solchen Stellen fiel es mir schwer den Gedanken des Autors zu folgen. Das ist auch der einzige Kritikpunkt von meiner Seite. Ich denke, es ist einfacher das Stück komplett zu erfassen, wenn man es auf der Bühne sieht und nicht nur als Gute-Nacht-Lektüre liest.

    Das zweite Stück ist ein Telefonat zwischen zwei ehemaligen Klassenkammeraden, die während der Schulzeit ein Paar waren und sich später aus den Augen verloren haben. Das Gespräch der beiden wirkte wie ein Ping-Pong-Spiel auf mich. Es beginnt harmlos mit Small Talk über alte Klassenkammeraden und die Schule. Doch schnell änderte sich der Ton und die beiden reden über tiefgreifende Themen ihres Lebens. Über gescheiterte Beziehungen, unerfüllte Träume und Erwartungen und schließlich über die Liebe. 

    In dieser Steigerung des Gesprächs steckt die ganze Spannung der Geschichte und ich muss zugeben, dass ich sofort davon gefesselt war. Dieses Theaterstück habe ich in einem Rutsch durchgelesen und habe die ganze Zeit mit den Protagonisten mitgelitten. Martin Schörle hat es hier geschafft große Gefühle und Emotionen in einfachen und packenden Sätzen umzusetzen. Somit hatte diese Geschichte eine ganz wundervolle Dynamik entwickelt, die den Leser dazu treibt immer weiter zu lesen. Der Inhalt ist insgesamt nichts Neues, doch die Umsetzung ist aufregend.

    Fazit

    Es lohnt sich immer etwas Neues auszuprobieren oder zu lesen. Beide Theaterstücke habe ich gerne gelesen und fühlte mich gut unterhalten. Allerdings muss ich sagen, dass mir das zweite Stück deutlich mehr zusagte, da ich mich mit den Charakteren besser identifizieren konnte und das Thema zugänglicher fand. 

    https://www.readingwitch.com/post/nichtallt%C3%A4gliches-aus-dem-leben-eines-beamten

  8. Cover des Buches Endland (ISBN: 9783423626989)
    Martin Schäuble

    Endland

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Readingfreak_05

    Deutschland ist eingeschlossenn von einer Mauer. Die Schulpflicht und gesetzliche Arbeitslosenhilfe sind abgeschafft und konservative Rollenbilder werden gefördert. Flüchtlinge heißen nicht mehr Flüchtlinge sonder Invasoren. Der Euro wurde gegen die Mark eingetauscht und zu Europa gehört Deutschland auch nicht mehr. 

    Obwohl viele Punkte in Martin Schäubles Dystopie "Endland" an die NS-Zeit erinnern, befinden wir uns in der Zukunft. Die Regierung wird von der rechtsextremen Partei NA (Nationale Alternative) dominiert. 

    Die Protagonisten sind der junge Soldat Anton aus Deutschland, der überzeugt von den Ideen der NA sein Land verteidigt, sein Freund Noah, der die Ideale der NA sehr viel kritischer sieht und immer wieder versucht Antons Augen zu öffnen. Die dritte Protagonistin ist Fana. Wegen der vom Klimawandel ausgelösten Hungersnot flüchtet sie aus Äthiopien nach Deutschland, um sich dort eine Zukunft auzubauen und Medizien zu studieren.

    Als Anton in einem Geheimauftraug als Flüchtling nach Deutschland einreisen soll, trifft er Fana und nach und nach beginnt er zu sehen, was sie ganze zeit direkt vor seiner nase war. Er und Fana werden Freunde und bald steht Anton vor der größten Entscheidung seines Lebens: für eine nationale Ideologie oder für seine Freunde und ein freies Leben.

    Während Anton und Fana im letzten Flüchtlingslager deutschlands festsitzen, muss Noah untertauchen, nachdem er geheime Informationen der NA an die Öffentlichkeit weitergegeben hatte. 

    Werden es die drei, die unterschiedlicher nicht sein könnten schaffen die rechtspopulistische deutsche gesellschaft zu "besiegen"?

    Martin Schäuble greift aktuelle Themen sehr gut auf und führt einem immer wieder die Realität vor die Augen. Er schreibt in einem unkomplizierten und gradlinigen Schreibstil und verzichtet auf lange Schachtelsätze. Er schreibt abwechselnd aus der Perspektive von Anton, Fana und Noah, wodurch man sich gut in die drei hineinversetzen kann.

    Der Roman ist außerdem sehr gut recherchiert und man hat beim lesen immer ein sehr klares Bild davon wie es am Handlungsort gerade aussieht.

    Ein sehr fesselnder Roman, den man gar nicht mehr weglegen kann, wenn man einmal angefangen hat. Sehr geeignet für Jugendliche ab ca.12 jahren aber auch für Erwachsene ein toller Roman. 

    Eine klare Leseempfehlung von mir!

  9. Cover des Buches Forbidden Lyrics (ISBN: 9783426215609)
    Olivia Mikula

    Forbidden Lyrics

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Rezension
    Forbidden Lyrics
    Genre: Liebesroman
    Seiten: 284
    Verlag: Feelings
    Klappentext:
    Ein musikalisches Dilemma der Gefühle, eine junge Halbitalienerin mitten in London und ein Songtext, der zur Liebe des Lebens führt: Ein packender Liebesroman in der Welt der Electrobeats! Die Songwriterin Octavia lebt mit ihrem Großvater Diego in einer kleinen Londoner Wohnung. Ihr einziger Wunsch: Mit ihren Texten die Menschen berühren. Überraschend erreicht Castingshow-Gewinner Noah Platz eins der Charts - mit ihrem Songtext! Auf der anschließenden Party gerät ihre Welt ins Wanken.Wie eine Sturmflut aus Beats und Lichtern, platzt DJ Aaron in ihr Leben. Als wäre das nicht genug, will sich auch der gutaussehende Noah bei ihr bedanken. Umso mehr sich Octavia auf die Dreiecksbeziehung mit dem Bad Boy Aaron und dem witzigen Noah einlässt, umso größer werden ihre Probleme - und das nicht nur in Liebesdingen...
    Meine Meinung:
    Geschichte:
    Dies ist eine sehr gefühlvolle und irgendwie auch sehr poetische Geschichte. Der Schreibstil ist echt sehr schön und auch ein wenig schnörkelig. Mich hat die Geschichte sehr in ihren Bann gezogen und zum Nachdenken angeregt. Vor allem zeigt sie, dass eine Dreiecksbeziehung in Sachen Liebe nur Ärger bringt und man den Mut haben muss sich zu entscheiden. Trotz der Dreiecksbeziehung hat mir die Geschichte sehr viel Spaß gemacht.
    Hier gibt es 5 von 5 Gryffindor – Punkten
    Charaktere:
    Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie waren zwar außergewöhnlich aber dennoch wie aus dem Leben gegriffen.
    Hier gibt es 2 von 2 Hufflepuff – Punkten
    Emotionen:
    Emotionen waren hier sehr wohl vorhanden. Ich musste oft lachen aber dennoch war die Geschichte manchmal ganz schön traurig und sehr gefühlvoll.
    Hier gibt es 2 von 2 Slytherin – Punkten
    Aufmachung/ Design:
    Das Cover passt gut zur Geschichte und gefällt mir farblich sehr gut.
    Hier gibt es 1 von 1 Ravenclaw – Punkten
    Fazit:
    Eine traurige aber trotzdem sehr schöne Geschichte. Hier gibt es viele Gänsehautmomente und auch ab und zu mal ein Tränchen das verdrückt werden will.
    Insgesamt gibt es: 10 von 10 Buchplaudis

    An dieser Stelle gibt es mal kein Zitat, sonst hätte ich das ganze Buch niederschreiben müssen.
  10. Cover des Buches Midnight Sun (ISBN: 9783570312124)
    Trish Cook

    Midnight Sun

    (112)
    Aktuelle Rezension von: SupiPauli

    Inhalt:

    Das Buch „Midnight Sun“ wurde von Trish Cook verfasst und ist im Jahr 2018 im cbt Verlag erschienen. In dem Buch geht es um Katie, die an einer seltenen Sonnenkrankheit leidet und deshalb am Tag das Haus nicht verlassen darf. Sie verliebt sich in Charlie, die beiden kommen auch zusammen, doch sie erzählt ihm nichts von ihrer Krankheit. Nach einem Treffen vergisst sie die Zeit und wird dem Sonnenlicht ausgesetzt. Ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich rapide und am Ende des Buches stirbt sie in seinen Armen.

    Meine Meinung:

    „Midnight Sun“ ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Man konnte sich gut in die Geschichte hineinversetzen. Auch das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Nur das Ende hat mich etwas überrascht. Ich kann es aber nur weiterempfehlen!

  11. Cover des Buches Future (ISBN: 9783453317581)
    Dmitry Glukhovsky

    Future

    (45)
    Aktuelle Rezension von: paw_prints_on_books

    Futu.Re fiel mir in die Hände, kurz nachdem ich Metro 2033 gelesen habe. Trotz grundsätzlich unterschiedlicher Ansätze, kam hier das gleiche Gefühl der Beklemmung und Angst auf, die sich wie ein roter Faden durch die Bücher des russischen Autoren zieht. Eine Frage, die sich mir gestellt hat: Sollte man jedem die Möglichkeit geben unsterblich zu sein, nur weil man es kann? Die Nachteile, die dies nach sich zieht, werden in Futu.Re gnadenlos und in ab und an sehr derber Sprache dargelegt. Wer ein Gefühl für die übervölkerte Gigapolis Europa bekommen möchte, kann in seinem Browser http : / / futu.re (logischerweise ohne Leerzeichen) eingeben und sich einen kleinen Einblick in diese dystopische Welt verschaffen.  

  12. Cover des Buches Nichts ist gut. Ohne dich. (ISBN: 9783423717786)
    Lea Coplin

    Nichts ist gut. Ohne dich.

    (188)
    Aktuelle Rezension von: LollyLovesBooks

    Rezension zu Lea Coplins Jugendroman „Nichts ist gut. Ohne dich.“ Ich empfehle es ab 14 Jahren. 

    —> Spoilerwarnung!! 🚨


    Worum geht‘s?:

    Jana hat sich nach 6 Jahren endlich mit dem Tod ihres älteren Bruders abgeschlossen. Er starb bei einem Autounfall. Sein bester Freund saß am Steuer. Als dieser plötzlich vor Jana steht, holt sie ihre Vergangenheit wieder ein, und doch kommt es immer wieder zu unfreiwilligen Treffen. Die beiden kommen sich näher, aber ihnen ist klar, dass das nichts werden kann. Es steht zu viel Ungeklärtes zwischen ihnen. Zudem verbringt Leander viel Zeit bei seiner todkranken Mutter; es scheint als wären die Umstände einfach nicht gegeben. Es kommt dann allerdings doch zu dem ein oder anderen bedeutendem Vorfall zwischen den beiden und schließlich kommen sie mehr oder weniger zusammen. Wenn da nicht immer noch ein paar ungesagte Sachen wären, welche sie wieder und wieder auseinander reißen….


    Charaktere:

    Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich Leander einfach liebe. Er ist wunderbar, auch wenn sein Leben mehr als übel verläuft. Irgendwie ist es dann ja klar, dass das alles irgendwann auch mal aus ihm herausbricht, er nicht mehr kann und Menschen die ihm wichtig sind verletzt. Leander muss mit ziemlich viel klarkommen, was durchaus schwer ist, deshalb verstehe ich ihn voll und ganz. Manche Aktionen waren zwar echt nicht okay, aber ich finde, dass er dann am Ende doch alles ganz gut auf die Reihe gekriegt hat. Die Kapitel, welche aus seiner Sicht geschrieben waren, waren total angenehm zu lesen und wirklich cool. Am Ende des Buches gan es diese leider nicht mehr sp häufig, was ich etwas schade fand, aber das ist okay.

    Jana muss auch mit viel umgehen können. Ich fände es mega schwer, und verstehe es total dass sie sich irgendwie verräterisch fühlt. Immerhin liebt sie den Jungen, der ihren Bruder umbrachte. Ich glaube das ist…. schwer. Ziemlich schwer. Sie ist dennoch tough auch wenn sie noch nicht wirklich etwas mit ihrem Leben anzufangen weiß. Allerdings glaube ich, dass sie sehr verletzlich ist, was manche harten Worte von Leander an sie nochmal deutlich machten. Ich hätte sie zwar auch ab und zu in den Hintern treten können, weil sie Leander einfach nicht vergab, aber zum Glück legte sich das auch wieder.

    Max. Ui, dieser Typ ist anstrengend. Wahrscheinlich ganz okay, aber diese Aktion mit der Freundin eines Freundes auspannen war ja mal sowasvon daneben… Ab und zu war er echt ein Arsch und es tut mir leid, dass ich das jetzt so sage, aber es ist einfach so. 

    Leanders Mutter ist im Gegensatz zu ihm eintotaler Engel. Mein Herz wurde unnormal gebrochen als sie starb, das war echt nicht cool. Ich bewundere sie um ihren offenen Umgang mit der Krankheit, da das wirklich nicht einfach ist. Ein toller Charakter ist sie in jedem Fall.


    Fazit:

    Lea Coplin schreibt mal wieder ein wirklich tolles Buch. Es geht um Verlust, Tod und Schmerz, aber auch darum wer man selbst ist, und wen dieses Ich braucht.  5 🌟

  13. Cover des Buches Irgendwann wird es gut (ISBN: 9783257245226)
    Joey Goebel

    Irgendwann wird es gut

    (56)
    Aktuelle Rezension von: Gallert-Oktaeder

    Joey Goebel kann gut erzählen und dieser Erzählstil trägt die vorliegende Kurzgeschichtensammlung zum größten Teil.
    Ich fand gleich den Anfang zu "Irgendwann wird es gut" sehr gelungen, viele der nachfolgenden Geschichten konnten mich in ihren Ideen aber deutlich weniger begeistern. Das Thema der Einsamkeit ist relativ präsent in allen der Erzählungen und ist das verbindende Element zwischen den Geschichten. Zudem spielen ein paar der Figuren in mehreren Geschichten eine Rolle oder werden erneut erwähnt, was mir besonders gefallen hat. Dadurch ändert sich stellenweise noch einmal der Blickwinkel auf vorgehende Erlebnisse. Die Verbindungen sind allerdings meistens weniger stark ausgeprägt und hätten gerne noch stärker integriert werden können.
    Insgesamt immer noch eine lesenswerte Kurzgeschichtensammlung, die aber in der Qualität der Erzählungen schwankt und ihr Potential nicht völlig ausschöpfen kann.

  14. Cover des Buches All unDOG control (ISBN: 9783753444338)
    Iris D. Chris

    All unDOG control

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte61


     

    Klappentext:

    Während Señor Comandante und Frau Sturm alle Pfoten voll zu tun haben, um ein abscheuliches Verbrechen aufzuklären, wundert sich Hund Ben in "Herrchen am Herd" über dubiose Geräusche und Vierbeiner Lino versucht in "Analog oder digital?" seinen Kumpel Bronco für das Thema Social Media zu erwärmen. Was wir mit unseren Hunden erleben und wie sie uns manchmal sagen, wo es langgeht, wird in zehn herrlichen Kurzgeschichten im zweiten Bellotristik-Sammelband "All unDOG control" treffend beschrieben. Geschichten, wie sie nur mit Hund(en) passieren.

     

    Fazit:

    Habt ihr euch schon mal gefragt, wie sich euer Hund fühlt, wenn ihr ihm ein lächerliches Mäntelchen anzieht? Ist es für Tiere besser im analogen oder digitalen Zeitalter zu leben? Fragen, die sich Hunde nicht stellen? Falls ihr das denkt, lasst euch von diesem Buch vom Gegenteil überzeugen. In zehn herrlichen Kurzgeschichten kommen wieder einmal die Hunde zu Wort, um uns zu erzählen, wie sie die Welt und die Menschen sehen. Manche Geschichte brilliert mit ihrem Humor, während es andere gibt, die tiefschürfende Themen beleuchten. 

     

    Es gibt einen tragischen Mord zu klären, dann Herrchen beim Kochen zu helfen oder auch die Unterschiede zwischen Hund und Katze darzustellen. Bei allen Geschichten hatte mein Kopfkino wieder ordentlich zu tun, da die Sprache und der Schreibstil mir die schönsten Bilder lieferte und ich wieder das Gefühl hatte direkt dabei zu sein. Hundefreunde werden sich in mancher Geschichte wiederfinden, oder Eigenheiten ihres Hundes erkennen. Toll gemacht.

     

    Auch diesmal sind die gewählten Themen vielfältig und sprechen die verschiedensten Emotionen an. Gerade noch herzhaft gelacht, lädt die nächste Geschichte zum Nachdenken ein und der Unterhaltungsfaktor ist sehr hoch. Alle Geschichten wurden liebevoll geschrieben und erscheinen, wie aus dem wahren Hunde-Leben gegriffen. Die Hundeliebe der Autorin ist deutlich zu spüren und es hat mir Freude gemacht auch diese Geschichten zu lesen.

     

    Diese herrlichen Kurzgeschichten sind eine tolle Lektüre für zwischendurch und ich empfehle sie an alle Hundeliebhaber und die, die es noch werden wollen.

  15. Cover des Buches Scherbenkind (ISBN: 9783453358744)
    Britt Reißmann

    Scherbenkind

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Leuchtturmwaerterin

    Heute wird es schwierig eine ordentliche Rezension zu schreiben. Sagen wir lieber, es ist ein persönlicher Leseeindruck. Denn dieses Buch musste ich nach 150 Seiten abbrechen. 

    Leider bin ich mit der Geschichte so gar nicht warm geworden, um es etwas milde zu beschreiben.

    Für mich hat sie vor Klischees und Phrasen nur so gestrotzt. Es tut mir sehr leid, aber spannend war daran bis zu diesem Zeitpunkt einfach nichts. Ich habe schon sehr viele Kriminalromane gelesen (was nicht ausbleibt, wenn man bei einem Verlag arbeitet, der sich hauptsächlich mit Krimis beschäftigt). Trotzdem lese ich auch in meiner Freizeit noch sehr gerne Krimis. Es mag sein, dass ich dadurch schon zu oft und zu viel das ein oder andere Thema durchgeschmökert habe, aber hier war es mir dann einfach zu viel.

    Ich möchte nicht spoilern, daher fällt es mir etwas schwer die Dinge beim Namen zu nennen. Doch sobald mir das erste Mal klar war, um was es bei dieser Geschichte geht, war für die Spannung komplett raus und ich wurde beim Lesen nur immer genervter. 

    Das mag anderen wirklich anders ergehen und es mag sein, dass es wirklich Leute gibt, die diesen Kriminalroman spannend fanden. Für mich war es einfach nur noch überzogen und langatmig.

    Normalerweise gebe ich Büchern 50 Seiten Zeit und breche sie dann ab. Zu diesem Zeitpunkt war dieses Buch bereits nicht mehr so toll, doch ich wollte ihm noch eine Chance geben. Leider war es hundert Seiten später noch schlechter und so habe ich mich zum Abbruch entschlossen.


    Für mich ein echter Reinfall. Ich hoffe, andere Leser haben mehr Freude am Buch.

  16. Cover des Buches Mirror (ISBN: 9783746632346)
    Karl Olsberg

    Mirror

    (134)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    „Dein bester Freund bist du selbst!“ So wirbt die Firma Walnut Systems für ihre neuen technischen Geräte, die Mirrors. Diese simulieren perfekt die Wünsche und Vorstellungen des jeweiligen Nutzers und begleiten sie so durch das Leben. Doch was, wenn dieser perfekte Lebensbegleiter gar nicht so perfekt ist?


    Thriller über Künstliche Intelligenzen haben schon immer eine große Faszination auf mich ausgeübt. Karl Olsbergs „Mirror“ macht da keine Ausnahme. Zunächst beginnt alles recht harmlos und man sieht sogar, wie so ein System manchen Menschen wirklich helfen kann, das Leben zu bewältigen. Besonders herausgreifen möchte ich hier die Geschichte des Autisten Andy, der mithilfe des Mirrors sogar lernt, eine Freundin zu finden.

    Doch mehr und mehr kommen die Schattenseiten und Ungereimtheiten der ganzen Technik zum Tragen, bis alles in einem eskalierenden Showdown gipfelt. Zwischen extremen Befürwortern, die in ihrer schmerzenden Naivität auch über Leichen gehen bis hin zu extremen Gegnern, die um ihr Leben kämpfen müssen, weil sie die Wahrheit erzählen, ist alles dabei.

    Das Erschreckendste an dem Roman ist jedoch, dass man sich immer wieder dabei ertappt, zu denken, dass das Ganze in mehr oder weniger naher Zukunft durchaus so passieren kann. Auch das Nachwort des Romans, bei dem ich einige Fakten gelesen habe, bei denen mir mulmig geworden ist, lässt einen eher nachdenklich darüber werden, ob der Inhalt des Romans wirklich fern jeglicher Realität ist, wie teilweise behauptet wird.


    „Mirror“ ist also eine eher grausame Dystopie über Verführungen, aber auch Grausamkeiten technischer Innovation, die nachdenklich macht. Dafür spreche ich eine Buchempfehlung und die Höchstwertung aus.

  17. Cover des Buches Birk (ISBN: 9783734850899)
    Liv K. Schlett

    Birk

    (30)
    Aktuelle Rezension von: EmmyL

    Mit BIRK legt Liv K. Schlett ein bemerkenswert zeitgenössisches Jugendbuch vor, das sich konsequent der Innenwelt eines 16-jährigen Protagonisten verschreibt und dabei ein sensibles gesellschaftliches Tabuthema verhandelt, ohne es vorab zu benennen oder didaktisch auszuschlachten. Die bewusste Zurückhaltung im Klappentext erweist sich als erzählerische Stärke, da sie Leserinnen und Leser in eine ähnliche Ungewissheit versetzt wie den Protagonisten selbst.

    Die Handlung entfaltet sich nahezu vollständig über Birks anonym geführten Blog. Diese Form erzeugt eine hohe Unmittelbarkeit und Authentizität: Gedanken, Ängste und Selbstzweifel erscheinen ungefiltert, fragmentarisch und emotional nachvollziehbar. Der Blog fungiert zugleich als Schutzraum und als riskantes Medium der Selbstoffenbarung. Damit greift der Roman zentrale Fragen jugendlicher Identitätsbildung im digitalen Zeitalter auf, insbesondere das Spannungsfeld zwischen Sichtbarkeit, Kontrolle und Verletzlichkeit.

    Birk wird als ambivalente, glaubwürdige Figur gezeichnet. Einerseits zeigt er bemerkenswerte Reflexionsfähigkeit und Empathie, andererseits trifft er Entscheidungen, die aus erwachsener Perspektive schwer nachvollziehbar erscheinen. Gerade diese Widersprüchlichkeit macht die Figur literarisch überzeugend und altersgerecht. Schlett verzichtet bewusst auf moralische Vereinfachungen und lässt auch Konflikte mit Eltern und Umwelt ungelöst stehen. Das unterstreicht die Realität jugendlicher Überforderung in Krisensituationen.

    Thematisch verhandelt der Roman Aspekte von Mental Health, Scham, Angst vor Stigmatisierung und den Wunsch nach Zugehörigkeit. Besonders wirkungsvoll ist, dass das zentrale Problem nicht sensationalisiert wird, sondern über emotionale Konsequenzen erfahrbar wird. Der Fokus liegt nicht auf der Diagnose, sondern auf dem Erleben. Nebenfiguren treten bewusst in den Hintergrund, wodurch Birks subjektive Perspektive dominant bleibt. Dies verstärkt die innere Enge der Erzählung, geht jedoch zulasten einer breiteren sozialen Kontextualisierung.

    Sprachlich ist BIRK klar, direkt und an jugendlicher Alltagssprache orientiert, ohne anbiedernd zu wirken. Die Integration von Blogkommentaren erweitert den Text um eine soziale Resonanzebene und verdeutlicht, wie schnell digitale Kommunikation zwischen Solidarität und Eskalation kippen kann.

    Insgesamt ist BIRK ein eindringliches, aufklärendes Jugendbuch, das Mut zur Auseinandersetzung mit schwierigen Themen macht und junge Leserinnen und Leser ernst nimmt. Es eignet sich nicht nur für die individuelle Lektüre, sondern auch für den schulischen Kontext, da es Gesprächsräume über psychische Gesundheit, Toleranz und Selbstakzeptanz eröffnet.

  18. Cover des Buches Lebensnacht (ISBN: 9783944788296)
    Will Hofmann

    Lebensnacht

    (29)
    Aktuelle Rezension von: camilla1303
    Der Roman „Lebensnacht“ von Will Hofmann ist 2016 im Fabulus-Verlag erschienen und erzählt die Geschichte einer Killer-Substanz aus dem Chemielabor; Handlungsort Deutschland.

    Die Menschheit steht vor dem Aus. Professor Harry Kauffmann ist ein Experiment fürchterlich missglückt: Er wollte Benzin mit Hilfe genetisch veränderter Bakterien herstellen, doch nun sterben weltweit Menschen und ihre Leichname lösen sich in Pfützen, die nach Benzin riechen, auf. Nun versucht Kauffmann seinen Fehler gutzumachen und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Kann er die mutierten Arten, die Oktobakter, unschädlich machen?

    Eigentlich bin ich ein großer Fan von Dystopien, stelle ich mir die Zukunft selbst auch oft nicht so rosig vor. Auch diese Inhaltsangabe hat überzeugt und ich war mir fast sicher, dass ich Will Hofmanns Geschichte rund um die tödliche Substanz regelrecht verschlingen werde, die Handlung hätte eindeutig das Potential zu fesseln. Doch leider bin ich mit der Schreibweise des Autors überhaupt nicht warm geworden, wirkt sie auf mich doch sehr oberflächlich und flach.

    Auch zu den Hauptprotagonisten, konnte ich keine Bindung aufbauen und so ging die Geschichte eigentlich an mir vorbei, konnte ich doch nie richtig mitfiebern. Und auch das Frauenbild des Autors lies mich an manchen Stellen schaudern. Diesmal kann ich leider keine Leseempfehlung geben. Schade.

  19. Cover des Buches 21st Century Thrill: Mind Games (ISBN: 9783440139134)
    Schmöe Friederike

    21st Century Thrill: Mind Games

    (2)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Mal etwas anderes von der Autorin…..die ich bisher nur von den Regionalkrimis her kenne. Aber natürlich „musste“ ich dann auch dieses Jugendbuch lesen.

    Überzeugt hat es mich allerdings nicht. Der Klappentext verrät ja schon einiges und so weiss man von Anfang an, um was es geht. Die Geschichte ist ein wenig wirr und die Charaktere sind eher etwas seltsam - - - Kris, der ständig von Selbstzweifeln geplagt wird und unreale Dinge sieht (natürlich ist klar, auf was die Autorin damit hinaus will, aber es ist eben leider nicht überzeugend) – Jon, der nur egoistisch ist und Val, die pfiffig und schlau agiert – und zum Ende hin aber naiv-dümmlich dargestellt wird.

    Dazu der doch sehr action-geladene unwahrscheinliche Schluss – nicht eins der besten Bücher der Autorin, aber trotzdem gut lesbar. 
  20. Cover des Buches Mit jedem Jahr (ISBN: 9783458176992)
    Simon Van Booy

    Mit jedem Jahr

    (69)
    Aktuelle Rezension von: Steffi1611

    Wir begleiten in dem Buch Harvey, welche Besuch von ihrem Vater in Paris bekommt.
    In Rückblicken wird uns ihre Geschichte erzählt.
    Nach einem tragischen Unfall ist Harvey mit 6 Jahren eine Waise und wächst bei ihrem nächsten Verwandten Jason auf. Jason ist alles andere als der perfekte Vater oder Mensch. Bei seiner Vergangenheit zweifelt man schon daran, ob er der Richtige für die diese Aufgabe ist.

    Dem Autor gelang es mich mit auf diese Reise zu nehmen. Obwohl ich an einigen Stellen wirklich gezweifelt habe, wo mich das jetzt hinführt. Jason ist ein Hitzkopf und Harvey tut mir oft einfach leid. Die Charaktere haben mich nicht so berührt, wie ich es erwartet habe.
    Grade die Rückblicke waren manchmal so eingebaut, dass man nicht wirklich mitbekam, ob man im Jetzt oder der Vergangenheit ist.
    Die Kapitel waren ersichtlich getrennt, aber ohne wirklich einen Absatz oder Ende zu markieren.

    Die knapp über 300 Seiten haben sich flüssig lesen lassen und hinterlassen bei mir aber auch keine weiteren Wünsche nach mehr. Das Ende hat mich überrascht und froh gemacht, aber wenn dies nicht gekommen wäre, hätte ich das Buch auch ohne weitere Gedanken geschlossen und weggestellt.

    Das Cover gefällt mir sehr und ebenso der Klappentext versprechen eine viel gefühlvollere Geschichte. Leider hat sich das beim Lesen nicht bewahrheitet.

  21. Cover des Buches Rette mich nicht (ISBN: 9783952481202)
    Rahel Hefti

    Rette mich nicht

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Saruna

    Inhalt
    Seit einem Jahr ist Darian verändert, stalkt seiner Ex nach und ist auch sonst eher ein Psychopath. Doch seine ehemaligen Freunde wollen das nicht einfach so akzeptieren und wollen dem Geheimnis das Darian umgibt auf die Spur kommen. Das erste Puzzle ist Ben- der Münchner der zu Besuch zu seiner Tante kommt und mit dessen Auftauchen die Steine ins Rollen geraten.
     
    Persönliche Meinung
    Ich finde es gerade ganz schön schwer, dieses Buch zu bewerten, da ich gemerkt habe, dass mir Thrillers und Krimis in Buchform leider wirklich einfach nicht so zusagen. Das heisst aber nicht, dass das Buch schlecht war, es war thematisch einfach nicht so meins. Daraus habe ich nun gelernt.
     
    Auch die Charaktere waren mir grösstenteils unsympathisch und irgendwie auch egal. Marin und Lara konnten mein Herz zwischenzeitlich zum Klopfen bringen und auch Kai Bock, der Polizist brachte mich zum Grinsen. Laut Rahel war es allerdings ein bisschen gewollt, das man die Charaktere hinterfragt und sie nicht auf einem Podest verherrlicht. Und sie hat natürlich vollkommen recht! Viele der bookish Boyfriends und Bad Boys wären im realen Leben ein absolutes No Go.
    Die Geschichte war ein bisschen spannend, allerdings bin ich durch die ganzen NA Romane, bei denen alle Charaktere schon die schlimmsten Dinge erlebt haben, recht abgehärtet. Eigentlich schlimm, wenn man sich das so überlegt... oder? Da stirbt jemand und es lässt einem mittlerweile total kalt, weil in Buch XY gleich 10 umgebracht wurden. Wo wird das noch hinführen?

    Trotzdem war das Buch vom Inhalt und der Erzählweise um einiges besser als die Drachenmond Bücher die ich bisher gelesen habe.
     
    «Ben war kein Held. Er war nicht der Schönling aus einer Young-Adult Verfilmung, dessen Namen sich Fangirls hinter ein „Team“ auf das T-Shirt schrieben. Aber genauso wenig war er ein Feigling.»
     
    Was ich aber ganz fest toll fand, war Rahels Schreibstil. Wenn man sie ein bisschen kennt, dann erkennt man SIE in den Worten und den Sätzen wieder und ich musste deswegen so oft schmunzeln und lachen. Es war einfach so bissig und humorvoll. Viele Zusatzinformationen sind on Point und wenn man ein bisschen aufpasst, entdeckt man zwischen den Zeilen noch ganz viel mehr! Es war einfach so schweizerisch und es gab so viele Harry Potter hints, buchige Anspielungen und allgemein kleine Andeutungen auf aktuelle Themen und Lebensituationen. I Like!
     
    «“Und er hat Kai Bock’s eingreifen einfach so akzeptiert? Ich meine – einfach so? Damit erübrigt sich ja unser kompletter - Masterplan.“ Chris wirkte so ungläubig, dass es Ellen überraschte, dass er sich nicht an seinen Cannelloni verschluckte.»
     
    Erst wollte ich dem Roman nur 3 Sterne geben (Meine Bewertung für OK Bücher) aber dann kam am Schluss doch noch ein Fangirl Moment, der dem Ganzen glatt einen halben Stern mehr eingebracht hat!

    Leider zieht sich der Roman ein bisschen, durch die vielen ausführlichen Zusatzinformationen und das Wort Autodrom kann ich nicht mehr lesen haha.

    3,5/5
     
    Fazit: ein Schweizer Jugendthriller über Liebe und Freundschaft mit einem würzigen Schreibstil


  22. Cover des Buches Auch Entführen will gelernt sein (ISBN: 9783746018317)
    Harald Schmidt

    Auch Entführen will gelernt sein

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Obst4

    Im Fitnesstudio und den gewünschten Entführen - doch alles läuft komplett anders als geplant. Klingt erst mal richtig lustig wenn es denn lustig geschrieben wäre. Stattdessen wird das, eigentlich ernste Thema Geiselnahme, ernsthaft beschrieben. Nun gut, dann ist es eben kein Humorvolles Buch - ist ja auch okay - doch dann werden, zwanghaft künstlich „lustige“ Szenen eingebaut die ich irgendwie überhaupt gar nicht lustig fand bzw. in der Szenerie total unpassend sind.
    ich hatte mir etwas wie Friedrich Kalpenstein oder Tommy Jaud erhofft - die wirklich absolut meinen Humor treffen, dieses leider gar nicht.
    Hat mir leider nicht gefallen. Wer auf bizarren Humor steht der kann es ja mal versuchen.

  23. Cover des Buches Strandkorbliebe (ISBN: 9782919804894)
    Lotte Römer

    Strandkorbliebe

    (130)
    Aktuelle Rezension von: Kyra112

    Viele Jahre ist es her, als Michael Antje das Herz brach. Antje schwor sich damals, nie wieder einen Mann so nah an sich und im Besonderen ihr Herz heranzulassen. Doch dann steht eines Tages Michael wieder mit seinen Eltern vor ihr und ihr innerer Kampf, mit dem sie doch eigentlich abgeschlossen hatte, beginnt wieder von vorn.

    Eine schöne Fortsetzung der Norderney-Reihe und speziell auch der Freundschaft zwischen Antje und Nina.
    Die beiden Hauptcharaktere Antje und Michael werden beide sehr traditionell dargestellt. Sie fühlen sich dem Erbe ihrer Eltern verpflichtet und diese Verpflichtung spiegelt sich im ganzen Buch wieder. Es macht beide menschlich, immer zuerst an ihre Eltern und das Familienerbe zu denken.
    Als Leser nimmt man hier den Tipp zwischen den Zeilen mit, offen zu kommunizieren, um Missverständnisse, die sich schnell bilden und dann lange "unbehandelt" bleiben können, zu vermeiden. Alles in allem finde ich dieses Buch ein wunderbares Beispiel, wozu ungesagte Dinge, Dinge, die immer in sich hineingefressen wurden, führen können.

    Auch dieser Roman ist wieder eine schöne Gelegenheit bei Tee und Kaminfeuer abzuschalten.

  24. Cover des Buches Einsame Entscheidung (ISBN: 9783462004496)
    Gil Ribeiro

    Einsame Entscheidung

    (104)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Es ist alles vorhanden, was einen guten Krimi ausmacht: 

    1. ein interessanter Fall; ein Wirkstoff, der im Gemüseanbau „Ertrag und Nachhaltigkeit revolutionieren könnte“ steht kurz vor der Zulassung – hat aber enorme Nebenwirkungen, die dies verhindern würde … dennoch soll dieses Mittel in den Handel gedrückt werden …, 
    2. ein sympathisches Ermittlerteam; im Mittelpunkt der an die Portugiesen ausgeliehene deutsche Kommissar Leander Lost, der als Asperger-Autist für manch bewegende Episode sorge – und so wie diese Entwicklungsstörung dargestellt wird, für eine gewisse Offenheit beim Leser sorgt
    3. eine interessante Kulisse; Algarve, wo sie am schönsten ist
    4. und eine spannende Erzählweise, die dies alles sehr unterhaltsam, und zum Teil recht witzig, verknüpft

    Es sind die einfühlsamen Beschreibungen autistischer Einschränkungen, aber auch deren Potential, was diese Serie auszeichnet, die nun bereits in die fünfte Runde geht, ohne dass Langeweile aufkommen würde. Auch wenn Wiederholungen unvermeidlich sind, hier sorgen sie für eine noch weitergehendes Verständnis dieser Störung – und als treuer Leser fühlt man sich inzwischen sowohl bei den Personen als auch in der Region sehr heimisch. Man wird selbst fast automatisch zu einem Teil der Geschichte.

    Ihm (Leander L.) zur Seit steht das „Kompendium der sinnlosen Sätze“, mit dessen Hilfe er seine Kommunikation den „Normalos“ anzupassen sucht: „Ein Hülsensynonym zu ‚Aha‘ bildete etwa ‚Soso‘. Eines bei dem man am Ende die Stimme nicht anhob (was Zweifel transportierte), sondern tonlos daherkam, was wiederum Einsicht und Erkenntnis spiegelte.“ Und immer wieder kommt es zu Situationen, die ihm alles abverlangen (denn das Normale muss eingeordnet werden, und zwar so, dass das Zwischenmenschliche, für Leander Lost eine Art Fehlstelle, erkennbar wird): „Carlos hielt ihm seine Flasche Sagres [portugiesisches Bier] hin, und Leander verstand, was von ihm erwartet wurde: eigene Flasche anheben, beide Flaschen gegeneinanderführen und dann einen Schluck trinken. Auch, wenn man gar keinen Durst verspürte.“  

    Auch nach der Lösung des 5. Falls wartet man gespannt auf weitere Fälle mit diesen außergewöhnlich in Szene gesetzten Menschen. Das Lesen dieser Reihe ist fast wie Urlaub.

    (2.7.2022)

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