Bücher mit dem Tag "recht"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "recht" gekennzeichnet haben.

505 Bücher

  1. Cover des Buches Obsidian - Schattendunkel (ISBN: 9783551315199)
    Jennifer L. Armentrout

    Obsidian - Schattendunkel

     (5.682)
    Aktuelle Rezension von: SashaSiebert

    Der Schreibstil von Jennifer L. Armentrout ist einfach atemberaubend, schön und einfach zu lesen 

    Katy ist ein super sympathisch und sie hat es geschafft, dass ich sie sofort ins Herz geschlossen habe. Ich habe richtig mit allen mit gefiebert und hoffte auf ein gutes Ende.

    Bis zum Ende des Buches bleibt es spannend. Ich habe mit allem gerechnet, Vampire, Werwölfe... - . Aber dann kommt es raus das es Aliens sind! Ich habe damit nicht gerechnet.

    (Alle die Twilight gelesen haben werden sehr viele Parallelen finden. Es lohnt sich zu lesen. Ich habe das Buch geliebt.)

  2. Cover des Buches Ich bin die Nacht (ISBN: 9783404169238)
    Ethan Cross

    Ich bin die Nacht

     (1.119)
    Aktuelle Rezension von: Zeilenschmaus

    Klappentext:

    Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.


    Meine Meinung

    Dieses Buch war für meine Moral eine absolute Achterbahnfahrt. Man konnte sich nie sicher sein wer denn nun der Bösewicht ist..und wer nicht.

    Einige Szenen empfand ich als langatmig, dies hat mich jedoch nicht davon abgehalten das Buch an zwei Tagen zu verschlingen. Ich möchte unbedingt wissen wie es mit Francis und Marcus weitergeht - und vorallem die Frage zu klären was die beiden miteinander verbindet!


  3. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.222)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Teil I einer Trilogie (Jahrhundert-Saga: Sturz der Titanen-Winter der Welt-Kinder der Freiheit)

    „Die Herrscher Europas haben etwas Schlimmes und Dummes getan, das zehn Millionen Menschen das Leben gekostet hat.“ (S. 899)

    Drei Länder. Drei Familien. Ein Jahrhundert. In seiner Jahrhunderttrilogie nimmt uns Ken Follett mit in ein bewegendes Jahrhundert europäischer Geschichte.

    Inhalt

    Der Auftakt STURZ DER TITANEN beginnt in den Zehner Jahren des 20. Jahrhunderts. In England spüren die Bergleute die Auswirkungen der Industrialisierung körperlich – nie ausbleibende Unfälle, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und ein selbstgefälliger Adel, der die rechtelosen Bürger ausbeutet. Ausbeutung durch die privilegierten Fürsten spürt auch das russische Volk -nachdem 1905 ein Bürgeraufstand blutig niedergemetzelt wurde, brodelt es gefährlich im Zarenreich. Im deutschen Kaiserreich herrscht ein arrogantes Machtstreben nach einem „Platz an der Sonne“ -eine Vereinbarung mit dem Nachbarreich Österreich-Ungarn bringt die Schwarzpulverfässer in Stellung, ein Funke aus Sarajevo entzündet sie. Der Machthunger nach der Vorherrschaft in Europa unter den Obersten der Staaten entfacht einen verlustreichen Krieg und Revolutionen in Politik und Gesellschaft folgen.

    Tipp: lest nicht den Klappentext! Ich bin froh, dass ich ohne viel Vorwissen in die Geschichte eingestiegen bin.

    Schreibstil

    Downton Abbey trifft auf einen Politthriller. Ken Follett, der Stephen King des historischen Romans, erzählt authentisch und so charakterstark wie ein Lew Tolstoi. Seine unterschiedlich angelegten Figuren haben Tiefe, Ausstrahlungskraft und Gefühl. Die Charakterentwicklungen sind authentisch und machen Spaß zu Lesen. Die verwobenen Liebesgeschichten lockern den ernsten Hintergrund auf, aber wirken ab und an etwas zu seicht, schmachtend, groschenromanhaftig. Es hält sich aber noch in annehmbaren Rahmen.

    Protagonisten

    Der Einstieg gelingt leicht. Billy Williams, ein Junge aus dem englischen Volk, erlebt seinen ersten Arbeitstag untertage. Der Leser bekommt ein Gefühl für die miserablen Arbeitsbedingungen und mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen in der Industrialisierung und erlebt im Laufe der Geschichte wie sich eine Arbeiterbewegung etabliert. Billys Schwester, Ethel arbeitet im Gutshaus der adeligen Familie Fitzherbert, was bei mir ein Gefühl von Downton Abbey aufkommen ließ. Das Familienoberhaupt Earl Fitz engagiert sich im britischen Oberhaus, dem House of Lords. Seine Schwester Maud ist Frauenrechtlerin, abwertend: Suffragette. Politische Spannungen sind da vorprogrammiert.

    Durch sein politisches Engagement unterhält Fitz Beziehungen zu Diplomaten und Attachés u.a. aus Deutschland, Österreich und Amerika. Die Männer treffen sich in England, bauen Bekanntschaften, sogar Freundschaften auf. Der Deutsche Sozialdemokrat Walter von Ulrich, der immer wieder gegen seinen konservativen Vater ankämpfen muss, verliebt sich in Fitz Schwester Maud. Walters österreichischer Cousin Robert unterstützt die beiden. Der Amerikaner Gus ist auch noch mit von der Partie, wird aber erst spät in der Handlung interessant.

    Durch seine Ehe mit der Russin Bea unterhält Fitz auch Beziehungen zum Zarenreich, in dem zwei junge Brüder durch das zaristische Regime zu Waisen wurden. Grigori musste schon früh lernen für sich und seinen jüngeren Bruder Lew aufzukommen. Während er unerbittlich für seinen großen Traum -nach Amerika zu emigrieren- schuftet, lebt Lew von einem Tag auf den nächsten und bringt sich in folgenreiche Schwierigkeiten.

    Nach und nach verschachteln sich die einzelnen Handlungsstränge der Protagonisten. Es ist ein Fest, diese Verbindungen nachzuverfolgen, noch dazu, weil auch historische Persönlichkeiten gekonnt einbezogen werden. So kann sich der Lesende über die Auftritte von Woodrow Wilson, König George V., David Lloyd George, Kaiser Wilhelm II, Trotzki und Lenin „freuen“.

    Contra: Gerne hätte ich auch noch eine französische Perspektive gelesen…aber wahrscheinlich hätte das doch den Rahmen gesprengt. Das Buch hat immerhin schon 1020 Seiten…nicht unbedingt ein Buch, dass man überallhin mitnimmt.

    Fazit

    STURZ DER TITANEN von Ken Follett ist ein opulentes Familiendrama rund um den ersten Weltkrieg (Zeit der Handlung: ca. 1911-1923)  mit differenzierten Charakterzeichnungen à la Tolstoi. Follett schreibt polithistorisch fundiert, spannend & gefühlvoll! Politische Spannungen wie in einem Politthriller, Geschlechter- und Standeskonflikte und tragische Liebesgeschichten sind vor dem historischen Setting authentisch verwebt. Dieser Roman ist eine Mahnung zum Frieden und ein Ruf nach Völkerverständigung ganz in der Tradition der Antikriegsromane, jeder sollte es lesen!

    Tipp: Der Roman wird auch grandios vertont von Philipp Schepmann (Lübbe Audio, ca. 37 Std).

     

    STURZ DER TITANEN. Die Jahrhundertsaga. | Ken Follett| aus dem Englischen von Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher| Illustrationen von Tina Dreher| Bastei Lübbe Hardcover| 2010| 1020 Seiten| 28,00€ (erhältlich nur noch die Taschenbuchausgabe für 15,00€)

  4. Cover des Buches Die geliehene Zeit (ISBN: 9783426518106)
    Diana Gabaldon

    Die geliehene Zeit

     (1.409)
    Aktuelle Rezension von: Liebe_in_den_zeilen


    Das Buch macht zu Beginn erstmal einen riesigen Zeitsprung. Ich war im ersten Moment auch etwas überfordert und hab gedacht ich hätte ein Teil ausversehen übersprungen, den Claire war wieder in ihrer Zeit, wenn auch knapp 20 Jahre später. Hier lernt man erstmal ihr "neues" Leben in dieser Zeit kennen, wie es in etwa für sie war als sie zurück kam, wie es für Frank war und was es für eine Beziehung war, aber ich lernte auch Brianna kennen, die Tochter von Jamie und Claire. Nachdem der erste "Schock" überwunden war und ich langsam erkannte, dieser Zeitsprung war mit Absicht, kam ich wieder echt gut in die Handlung rein obwohl eben eigentlich 20 Jahre vergangen sind. Aber dadurch das im groben Zusammenhang erklärt worden ist was bisher passiert ist, außer warum sie wieder zurück ist, fühlte es sich für mich so an als wäre ich nicht weg gewesen. Nach einigen Kapiteln aber in der "Gegenwart" des Buches, sprang es wieder in die Vergangenheit bzw. in die Zeit die man kannte und wo das letzte Buch geendet hat. Claire war also wieder bei ihrem Jamie und wusste nicht was sie alles erwarten würde. Danach ging es ganz normal weiter, als gäbe es diesen Sprung nicht. Den Claire erzählte sozusagen Brianna das was eben damals passiert war, und ich erlebte es wie es eben war. Die Handlung war wieder sehr interessant, den sie reisten nach Frankreich und versuchten einen Krieg zu verhindern. Es kam zu vielen Intrigen und die beiden lernten viele neue Leute kennen, aber auch viele alten kamen wieder vor. Es war schön so mache wieder zu sehen, und bei manch anderen auch nicht so... Aber ich muss sagen es gab zwischendurch ein paar Szenen die mich etwas verwirrend waren, ich konnte dann manchmal den Kontext nicht ganz nachvollziehen... Es waren aber immer eher so kleine Nebensachen, die nicht ganz so wirklich wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte waren, aber trotzdem wolllte ich es einfach nur mal kurz erwähnen den oftmals hab ich dann einige Seiten übersprungen bzw. eigentlich nur eher überflogen bevor es dann mit der eigentlichen Handlung weiter geht. 
    Und die Handlung war wieder sehr spannend! Den obwohl das Buch mal wieder sehr dick war, wie glaub jedes Buch der Reihe, wusste ich nie was mich noch erwarten würde oder wenn sie dann doch noch treffen würden. Es ist einfach nur wundervoll und die ganzen Seiten fliegen nur dahin. Aber nicht nur Spannung ist vorhanden , den ich wusste die ganze Zeit nicht schaffen sie es den Krieg zu verhindern und vor allem zu welchen Maßnahmen würden die beiden greifen? Es ist auch viel Liebe vorhanden, den die Liebe der beiden wächst deutlich und auch wenn ich es schon beim ersten Band wahrscheinlich gesagt hat, man merkt einfach das die beiden perfekt miteinander harmonieren! Ich bin ein wahrer Fan der beiden. Es war eine tolle Handlung und ein toller Blick in die Zukunft von den beiden, auch wenn es noch nicht wirklich das gewünschte Happy End ist...






    Claire war mir bereits durch die Serie sehr ans Herz gewachsen, und ich muss sagen im Buch war es genau so. Den genau so wie sie in der Serie war, wurde sie auch im Buch beschrieben. Aber was ich jetzt interessant fand, mal in ihre Gedanken zu tauchen und auch ihre tiefsten Gefühle zu entdecken -den das ist eine Seite die nur im Buch beschrieben werden kann und in keinem Film/Serie der Welt. Sie war eine sehr tolle Person, die nie an sich denkt sondern immer an andere und vor allem einfach nur helfen will - egal wem.

    Von der Autorin hatte ich noch nie ein Buch gelesen und leider bisher auch nicht wirklich etwas von ihrem Schreibstil gehört weswegen ich sehr gespannt war wie ich auf ihrem Schreibstil reagieren würde und ich muss sagen es war genau so wie ich es mir gewünscht habe! Die Seiten flogen nur dahin, ich hatte das Gefühl ich würde Claire auf ihre Abenteuer in der neuen Zeit begleiten.Ich fühlte mich dem Buch, aber auch der Protagonistn sehr nah und empfand es immer als "nach Hause kommen" wenn ich das Buch endlich wieder weiter lesen konnte.
     Es war einfach nur toll und ich bin mehr als begeistert!

    Es war wieder ein tolles Buch, auch wenn die Handlung mich nicht immer so ganz ansprechen konnte. Trotzdem bekommt das Buch 4 von 5 Sterne von mir!


  5. Cover des Buches Die Zahlen der Toten (ISBN: 9783596512416)
    Linda Castillo

    Die Zahlen der Toten

     (740)
    Aktuelle Rezension von: Gartenfee007

    Darum geht es (Klappentext):


    Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie. Kann es wahr sein? Ist der, den sie damals den „Schlächter“ nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück?
    Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden. Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte.


    Meine Meinung:

    Ich bin in die mir fast unbekannte Welt der Amischen eingetaucht. So viel grausames passiert in dem Ort Painters Mill in Ohio. Kaum zu glauben, so unerwartet schrecklich.

    Trotz allem bleibt man als Leser dabei und fiebert mit Kate Burkholder mit. Wer hat die Frau umgebracht und so verstümmelt? Fasziniert und entsetzt gleichermaßen, kann ich den Thriller nicht aus der Hand legen. Sie war selbst eine Amische und spricht dadurch auch ihre Sprache. Das sie ihre Lebensweisen kennt, kann sie bei den Befragungen viel besser auf sie eingehen und doch ist es sehr schwer für sie, an Informationen zu kommen. Was für ein Geheimnis umgibt Kate und warum denkt sie, sie verrät ihre Familie? Kann sie mit ihrem Team den Fall lösen? 

    Der Schreibstil ist verständlich und sehr bildhaft. Wer da keine Gänsehaut bekommt, dem kann keiner mehr helfen. Die Buchseiten fliegen nur so dahin, so schnell habe ich kaum einen Thriller gelesen. 

    Die Protagonisten und alle Bewohner des Städtchen, sowie die Menschen von Außerhalb sind alles spannende und facettenreiche Personen. Das hat mir sehr gut gefallen. Das Städtchen Painters Mill könnte überall in Amerika sein und dadurch war alles noch schlimmer!! Dann schwebt Kate plötzlich in Lebensgefahr.....

    Der Thriller von Linda Castillo war super spannend und am Ende kommt alles ans Tageslicht! Was für ein Ende!!

  6. Cover des Buches Light & Darkness (ISBN: 9783551315946)
    Laura Kneidl

    Light & Darkness

     (867)
    Aktuelle Rezension von: Eve_Wae

    Klappentext:

    Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist es ihnen verboten, sich ohne die Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Ihr erster Paranormaler ist der rebellische und entgegen aller Regeln männliche Dämon Dante. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie ihn vor der Menschheit oder sich selbst vor ihm schützen muss …

    Meine Meinung:

    Ich bin durch das wunderschöne Cover von Light & Darkness auf das Buch aufmerksam geworden, auch der Klappentext hat mich sehr neugierig darauf gemacht.

    Meine Erwartungen an das Buch waren schon relativ hoch, deshalb war ich auch etwas enttäuscht als es doch länger gedauert hat als gedacht, bis ich mit der Geschichte und den Protagonisten warm geworden bin.

    Der Schreibstil von Laura Kneidl, war wie gewohnt angenehm zu lesen, auch wenn mir dieses Mal die Erzählperspektive nicht so toll gefallen hat. Mir fiel es viel schwerer eine Beziehung zu den Figuren aufzubauen.

    Die Charaktere waren aber sehr gut gestaltet. Besonderes gerne mochte ich Light. Sie ist eine liebevolle und mutige Protagonistin, die für ihre Überzeugungen einsteht.

    Dante hingegen, mochte ich nicht gleich von Beginn an. Er wirkt am Anfang noch sehr kühl und abweisen, man bekommt ihn irgendwie gar nicht zu fassen. Deswegen hat es ziemlich lange gedauert, bis ich mir von ihm ein Bild machen konnte.

    Die Geschichte an sich war sehr interessant und der Konflikt zwischen Menschen und paranormalen Wesen war nachvollziehbar aber trotzdem hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht. Ich hatte immer das Gefühl nur an der Oberfläche zu kratzen.

    Das Ende war ebenfalls nicht zu 100 % zufriedenstellend. Mir hat zwar die Idee für das Ende gut gefallen aber dadurch, dass es eher ein offenes Ende ist, hätte ich gerne noch gewusst wie es weitergeht.

    Fazit:

    Nicht das beste Werk der Autorin aber trotzdem empfehlenswert zu lesen.

  7. Cover des Buches Cupido (ISBN: 9783942656177)
    Jilliane Hoffman

    Cupido

     (2.738)
    Aktuelle Rezension von: AmirasBibliothek

    Viel Positives habe ich schon von diesem Buch gehört und war deswegen ein wenig skeptisch, als ich es in die Hand nahm: Bei Thrillern sollte man bei Empfehlungen vorsichtiger sein als bei anderen Genre-Klassen. Denn in ihnen kann man sich an viel mehr Stellen stören. Leserlenkung und Spannungsverlauf stehen im Fokus. Man kann sich nicht mit den meist unnahbaren Charakteren oder einem malerischen Schreibstil vertrösten, wenn es einen Knick in der Handlung gibt, wenn ihr versteht, was ich meine. Und vor allem hilft ein guter Anfang nicht über ein schlechtes Ende hinweg. In keinem anderen Genre ist der Ausgang einer Geschichte von so dominanter Bedeutung. 


    In diesem Falle bin ich am Anfang nur schwer reingekommen. Ich fühlte mich nicht richtig willkommen in der Geschichte, was auch an der tristen Handlung der ersten Kapitel liegen mag, die nur wenig verlockende Aussichten bieten. Das soll nicht heißen, dass die vermittelte Stimmung kein passender Auftakt war, sondern nur, dass sie es dem Leser nicht leicht machte, sich an Chloe Larson zu binden. Ich begründe dies mit dem nüchternen, sachlichen Schreibstil, den ich aber im weiteren Leseprozess immer mehr zu schätzen gelernt habe: Denn er entpuppte sich als das Werkzeug eines auktorialen Erzählers. Und jenen trifft man nur noch äußerst selten in Romanen an, das ist mir erst während des Lesens dieses Thrillers bewusst geworden. Und genau das, würde ich sagen, ist das Besondere an diesem Bestseller: Auf kürzester Distanz wird z.T. mehrfach die Perspektive gewechselt, teilweise so schnell, dass man es nicht mal bemerkt. Dem Leser wird dadurch die Komplexität eines Justizfalls übermittelt und er wird angestiftet, selbst mitzudenken, ermitteln und zu überlegen, wer vertrauenswürdig ist. 

    Es steht eine große Frage im Zentrum, die sich die Protagonistin immer wieder neu beantworten muss: Darf ich vom Gesetz abweichen, um das Gesetz zu schützen? Auch der Leser wird gezwungen, eine eigene Haltung einzunehmen. Das fand ich schon gut gemacht. 

    Und wie war denn nun das Ende, werdet ihr euch fragen, wenn es doch von solcher Bedeutung sein soll? Es gibt einen großen Plottwist, den ich aber leider kommen sah. Darüber hinaus spielte der Zufall in diesem Thriller für meinen Geschmack eine zu große Rolle. Es ist tatsächlich offen, lässt Platz für mehr, aber auch Raum zum Durchatmen. Es ist kein lauter, actionreicher Thriller, sondern ein Justiz-Krimi, wenn man so will. Auf dem Thron sitzt eine Staatsanwältin, d.h. viele Szenen spielen im Gerichtssaal. Aber dennoch sollte man sich auf viel Spannung und blutige Beschreibungen gefasst machen. Mich jedenfalls konnte die Geschichte mit jeder Seite mehr in ihren Bann ziehen.


  8. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499271571)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (922)
    Aktuelle Rezension von: Alexander_Bally

    Bei Büchern ist es oft ähnlich wie bei Menschen: Da gibt es wen, den kennt vage schon seit langem, aber es ergab sich nie ein näheres Kennenlernen. Wenn es doch geschieht, erkennt man mitunter, dass man seit Jahren eine wunderbare Begegnung versäumt hat.

    So ging es mit mit Harper Lee und „Wer die Nachtigall stört“. ‚Amerikanischer moderner Klassiker, nett zu lesen und wohl auch lohnend‘, das wusste ich. Aber näher bin ich dem Buch nie gekommen und selbst die oskarprämierte Verfilmung aus dem Jahr 1962 war an mir vorbeigegangen, obwohl ich das Kino der sechziger Jahre sehr schätze und ebenso Gregory Peck.

    Und dann war neulich meine Bettlektüre zu Ende und ich war zu faul einen anderen lieben Band im Bücherbord auszusuchen. Zufällig lag Harper Lee gerade herum und ich war nun einfach neugierig. Und dann? Den Anfang fand ich ein wenig harzig. Die Erlebnisse des altklugen Wildfangs, der sechsjährigen Jean Louise Finch, genannt Scout, fand ich nett, aber mehr auch nicht. Ich las, wie sie sich von ihrer Lehrerin ungerecht behandelt fühlt, über ihre Schulweg- und Schulhofabenteuer, die sich immer wieder um Arthur „Boo“ Ridley drehen, den geheimnisvollen Nachbarn, der die Menschen scheut und seit vielen Jahren nie das Haus verließ. Für die Kinder wurde er so zu einer Art Sagen-und Schreckgestalt. Scout und ihr älterer Bruder Jem versuchen in immer neuen Anläufen ihn aus dem Haus zu locken. Alles las sich angenehm und die Figuren waren stets plastisch und lebendig gezeichnet, doch wohin wollte die Geschichte?

    Erzählerisch bricht das Buch mit sehr vielen Regeln, die ein Autor besser beachten sollte. Vor allem in der Erzählstruktur. Scout stellt dem Leser eine Unmenge Figuren vor, doch der Leser bleibt alleingelassen mit der Frage, warum er dies gezeigt bekommt. Die eher anekdotische Handlung meandert zwischen dem Finchschen Anwesen und dem Postamt hin und her, schweift ab in die Tiefen in die Familengeschichte um dann scheinbar Volten drehend wieder zum geheimnisvollen Boo Ridley zurückzukehren. Scout ist zwar hinreißend, doch auch die beste Protagonistin braucht eine Thema, dem sie folgen kann, um ihre Geschichte zu erzählen.

    Fast hätte ich das Buch wieder weggelegt. Und doch war da etwas, was mich zum weiterlesen bewog: Der Schauplatz Maycomb. Harper Lee zeichnet sehr genau ein Bild dieser fiktiven Kleinstadt in Alabama zur Zeit der Depression, führt das typische Personal vor Augen, bigotte Damenkränzchen, unverbiegbare Farmer an der Armutsgrenze, die dennoch stolz und aufrecht nie etwas schuldig bleiben wollen und ihre Schulden mit Eiern oder einem Ferkel bezahlen, verschlagene Rednecks, weißes Prekariat am Rande der Gesellschaft und die Parallelgesellschaft der Farbigen. Seit meiner Jugend kenne ich dank Tom Sawyer, die Waltons. Durch sie und viele andere Quellen war ich vertraut mit diesen Versatzstücken, doch Harper Lee hat sie, das merkte ich erst auf den zweiten Blick, zu einem dichten und lebendigen Mikrokosmos verwoben. Vor allem aber, das ist ihre große Stärke, blickt sie immer wieder genau in die Seelen der Figuren, belässt es nie beim Anschein, der vertrauten Oberfläche, dem Klischee. Das erzählende Kind begegnet allen Menschen unvoreingenommen und lotet so die Charaktere aus, immer wieder auch mit Hilfe ihre verwitweten Vaters, Atticus Finch, einem alternden Anwalt in der Gemeinde. Er glaubt an Freiheit und die Gleichheit vor dem Gesetz und lebt dies auch vor. Seinen Kindern ist er Vertrauter und Vorbild und vor allem Freund, der sie auch als Gesprächspartner ernst nimmt. Ansonsten lässt er ihnen sehr viel Freiheiten. Weit mehr, als Calpurnia, die schwarze Haushälterin, die mit Strenge und Liebe die eigentliche Erziehungsarbeit übernimmt.

    Ein Weilchen lag das Buch mit einem Lesezeichen in der Mitte neben meiner Bettstatt unberührt. Ich fand den Ruf, den es genießt, eher rätselhaft. Doch dann las ich weiter und endlich schälten sich aus den vielen, vielen Themen im Buch drei heraus, die sich in der zweiten Hälfte immer dichter verwoben: Rassismus, Gerechtigkeit und vor allem die Menschlichkeit in ihren guten und schlechten Ausprägungen.

    Als Atticus einen Schwarzen als Pflichtverteidiger vertritt, der beschuldigt wird, ein weißes Mädchen vergewaltigt zu haben, ein Vorwurf, der in Alabama in dieser Zeit beinahe automatisch zur Verurteilung führt, und er dieses Mandat auch noch sehr ernst nimmt, kommt es zu verdeckten und offenen Anfeindungen gegen diese „Niggerfreunde“. Atticus gelingt der Ritt auf der Rasierklinge, gelassen den gehässigen Klatsch zu überhören und sich dennoch sich dem Unrecht, notfalls auch dem Lynchmob entgegenzustellen, mit nichts weiter bewaffnet als aufrichtiger Überzeugung und Manieren. Er lehrt er seine Kinder, die Menschen zu verstehen, sich in die anderen hineinzuversetzen und niemanden zu verurteilen, nicht einmal die Bekannten und Nachbarn, die den Angeklagten lynchen wollten. Denn manchmal, so lehrt er sie, sind auch vernünftige Menschen verblendet. Dann stünde irgendetwas zwischen ihnen und ihrer Vernunft, ein Vorurteil, eine Angst oder sonst ein Gefühl.

    So wird über niemandem der Stab gebrochen, denn man muss ja auch in Zukunft friedlich zusammenleben. Dennoch werden im Roman die Schwächen und Unzulänglichkeiten und das Unrecht nie ausgeblendet, verleugnet und auch nicht beschönigt, denn der Angeklagte muss sterben, auch wenn Atticus im zentralen Prozess seine Unschuld offen zu Tage fördern kann. War sein Einsatz umsonst? So sieht es sein Sohn, und doch hat sich manches geändert, wenn auch einstweilen nur in den Köpfen. Aber genau da, in den Köpfen der Menschen, muss wohl alle gesellschaftliche Veränderung beginnen.

    So birgt das Buch gewaltigen gesellschaftspolitischer Sprengstoff, liebenswürdig verpackt in rosa Seidenpapier mit Schleifchen. Im seinem Kern ist es hochexplosiv und gerade heute so hochaktuell wie vor sechzig Jahren, als es erschien – in Amerika ebenso wie bei uns und vielleicht überall, wo Menschen mit Vorurteilen die Gesellschaft gestalten.

    Wie konnte ich dieses Buch nur übersehen? Es hielt mich bis drei Uhr wach, und nun, da ich das Werk als ganzes kenne, bin ich begeistert. Ich glaube, es verdient ein Plätzchen bei meinen Lieblingsbüchern.

    Rezension von www.perspektivwechsel.webador.de

  9. Cover des Buches Aschenputtel (ISBN: 9783442375806)
    Kristina Ohlsson

    Aschenputtel

     (315)
    Aktuelle Rezension von: Xenia-Lynn

    ➾𝕽𝖊𝖟𝖊𝖓𝖘𝖎𝖔𝖓 

    „Aschenputtel“ von Kristina Ohlsson habe ich durch Empfehlungen und guten Rezensionen angefangen zu lesen. Nicht zuletzt auch, weil ich das Märchen mit dem gleichen Namen früher sehr gerne gemocht habe. Kleiner Spoiler, damit hat es fast überhaupt nichts zu tun.

    Aufgrund der Bewertung hinten auf dem Buch hatte ich ziemlich hohe Erwartungen. Verständlich, wenn behauptet wird, dass man gleich mit dem ersten Kapitel wüsste, woran man war. Dennoch haben mich die ersten 100 Seiten irgendwie enttäuscht. Ja, ich wusste, worum es in dem Fall geht, aber weder die Kindesentführung, noch die Anfänge der Ermittlungen haben mit nicht mitgerissen. Es war, grob gesagt, langweilig und schleppend. Es braucht lange, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt und ich musste es mehrmals zur Seite legen und zu meinem anderen Buch greifen.  Aber irgendwann war dann dieser Schalter umgelegt ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Alles nahm Fahrt auf und ich kam dem Täter nach und nach immer näher. Zu mindest, dachte ich das. Durch ein paar Plottwists konnte ich meine gesamten Ermittlungen über den Haufen werfen. Aber das war nicht schlimm, es war sogar ziemlich gut und spannend! Innerhalb der nächsten 3 Tage hatte ich das Buch dann auch durch und war irgendwie ziemlich erleichtert danach…

    Was die Figuren angeht, bin ich mehr als zufrieden. Jeder hatte so seine eigenen Macken und war sauber konstruiert. Sie wirkten alle so menschlich und nicht bloß wie Figuren irgendeiner x-beliebigen Handlung. Besonders Frederika konnte ich nachvollziehen. Sich auf einen neuen Beruf einzustellen und muss schwierig sein. Besonders dann, wenn man vorher Beruf und Privatleben trennen musste, was in der Polizeiarbeit scheinbar genau andersherum funktioniert. Umso mehr hat es mich dann gefreut, als sie begonnen hat in ihrem Job aufzugehen und Feuer für den Fall gefangen hat.

    𝕱𝖆𝖟𝖎𝖙

    Es ist schwer in das Buch hineinzukommen und nicht am Anfang schon zu kapitulieren. Wenn man dann die ersten 100 bis 150 Seiten gelesen hat, hat sich das aber gelohnt und man will das Buch nicht mehr zur Seite legen, ehe man den Täter gefasst hat. Von mir bekommt „Aschenputtel“ 3,5 von 5 Sternen!

  10. Cover des Buches Todsünde (ISBN: 9783442364596)
    Tess Gerritsen

    Todsünde

     (978)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Inhalte: Zwei Nonnen werden kurz vor Weihnachten brutal erschlagen. Bei der Autopsie stellt sich heraus, dass die jüngere Nonne kurz zuvor ein Kind entbunden hatte. Wie ist das möglich? Wenig später wir eine weitere Tote gefunden, die massiv verstümmelt wurde und die scheinbar nichts mit den Nonnen zu tun hat. Rizzoli ermittelt und kämpft dabei mit ihrem eigenen privaten Problem. Genauso ergeht es Doktor Maura Isles, die die Autopsien übernimmt. Als ihr Exmann auftaucht, reißt es ihr neues Leben ziemlich aus den Fugen.

     

    Ich muss ja sagen, dass ich anfangs etwas irritiert war, wie viel Perspektive Maura Isles in diesem Roman bekommen hat. Zwar habe ich durch die Serie geahnt, dass sie mehr Raum bekommt, aber gerade wenn man die beiden Vorgänger gelesen hat, verwirrt das etwas, wo Maura so gut wie keine Rolle gespielt hat. Gestört an sich hat es mich aber nicht, weil ich Maura als Figur ähnlich interessant finde wie Jane Rizzoli.

    Auch hat sich dadurch der Fokus des Buches etwas verlagert. In den vorherigen Bänden war man eher bei der Ermittlung mit dabei, gerade beim zweiten Band. Die Autopsie wurde auch dort detailreich erklärt. Da die Autorin ja einen medizinischen Hintergrund hat, fühlt sich das Beschriebene für mich als Laien sehr authentisch an. Gerade als sie im Krankenhaus waren und Isles mit den Doktoren dort gesprochen hat, sind sie ja fast in ihre eigene Sprache abgedriftet. Wenn da kein Charakter dabei ist, der auch Laie ist und etwas nachfragt, ist das fast schon etwas schwer zu verstehen.

    Auf jeden Fall wurde hier mehr Wert darauf gelegt, die Toten auseinander zu nehmen und alle Informationen aus ihnen zu lesen, als die sonstige Ermittlungsarbeit in einem Krimi. Das fand ich ganz gut, aber für mich hat es das Buch an manchen Stellen zu sehr entschleunigt, vor allem wenn es dann noch um die privaten Angelegenheiten der Protagonisten ging.

    Ich kann hier an der Stelle sagen, dass ich die beiden Protagonistinnen Jane Rizzoli und Maura Isles bereits ins Herz geschlossen habe. Jane, die sehr temperamentvolle, meist etwas zu verbissene Polizistin, die gern auch mal über das Ziel hinausschießt (aber die eine Szene mit dem Vater von Camille war klasse, wie sie ihn zusammengestaucht hat und dieser sich nach seinem Schlaganfall nicht dagegen wehren konnte) und Maura Isles „Die Königin der Toten“ kühl, sachlich, kompetent, kaum aus der Ruhe zu bringen. Ich glaube, die werden als Team sehr gut harmonieren und ich bin schon gespannt darauf, wie sich die entstehende Freundschaft zwischen den Beiden weiter entwickelt.

     

    Übrigens spielte das Buch um die Weihnachtszeit, gerade beim Lesen nicht gerade passend. Aber da die Figuren nicht gerade in Weihnachtsstimmung waren und somit auch kein Weihnachtsfeeling direkt aufgebaut wurde, hat das wiederum gepasst. Aber da braucht man bei der Autorin anscheinend sowieso keine Sorge zu haben, denn immer wenn ich einen Roman von ihr lese, habe ich so ein beklemmendes, beängstigendes Gefühl. Sie schafft es immer wieder eine tolle düstere Atmosphäre aufzubauen. Ich denke, dass das an der Düsterkeit der Fälle an sich liegt und an diesem genauen, präzisen Beschreiben der Taten. Mehr und mehr Gräueltaten werden aufgedeckt, Zusammenhänge entschlüsselt und wenn man denkt, es kann gar nicht mehr schlimmer kommen, setzt sie doch noch einen drauf.

    Neben dem ganzen Fall fand ich besonders die Szene spannend, als Heiligabend war und Jane mit ihrer Mutter zusammen das Weihnachtsessen vorbereitet hat. Man hat wieder einen sehr tiefen Einblick in ihren familiären Hintergrund bekommen. Ich persönlich finde das ziemlich spannend, da das bei Rizzoli ja auch nicht ganz so einfach ist. Allerdings wenn das Private überhand nimmt, dann ist das nicht sehr zuträglich für einen Thriller. Bei diesem Buch fand ich es auf Messers Schneide. Noch ein Bisschen mehr und es wäre wirklich zu viel gewesen.

    Ach, weil ich das gerade selber so schreibe. Aus Janes Perspektive wird sie gern auch mal Rizzoli genannt, also mit ihren Nachnamen. Bei Maura fand ich das ja nachvollziehbar, da sie noch nicht so eine enge Beziehung hatten, aber wenn man aus ihrer Perspektive gelesen hat, hatte das noch einmal eine Distanz zur Figur geschaffen. Ich bin mir nicht sicher, warum man das so macht. Möchte man nicht eigentlich eine gewisse Nähe zur Figur aufbauen, um sie besser verstehen zu können?

     

    Fazit: Das Buch hat mir auch wie die Vorgänger gut gefallen. Ich liebe es, welche düstere Atmosphäre die Autorin aufbaut. Das hat sie wirklich drauf. Allerdings muss ich auch sagen, dass mich die vorherigen Bände etwas mehr gepackt haben (was nicht nur an der Perspektive lag). Hier hat es irgendwie gedauert, bis das Ganze ins Rollen kam. Daher von mir gute vier Sterne.

  11. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9783570312988)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

     (611)
    Aktuelle Rezension von: Mayalu

    The Hate u Give ist  brilliat. Das Buch hat mich total gefesselt. Die Handlung ist einfach genual und hat mich nach jedem Kapitel aufs neue überrascht. Absolut empfehlenswert!!

  12. Cover des Buches Morpheus (ISBN: 9783499236914)
    Jilliane Hoffman

    Morpheus

     (1.299)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    C. J Larsson, eine erfolgreiche Staatsanwältin in Miami wird nochmals mit ihrem schrecklichsten Fall konfrontiert, dem des Serienmörders „Cupido“, der mehrere Frauen töte und zum Tode verurteilt wurde, als ein Polizist ermordet wird. Ihr Lebensgefährte Dominic Falconetti, Ermittler bei der Polizei ermittelt in dem neuen Mordfall zunächst im Drogenmilieu, als dann jedoch weitere Polizisten ermordet werden, die alle mit dem Cupido-Fall zu tun haben, gerät die neue Mordserie in Verbindung mit dem alten Fall des Serienmörders. C.J plagt ein dunkles Geheimnis in Form von manipulierten Beweisen, die zur Verurteilung führten und einen Revisionsgrund darstellten, an dem sie fast zerbricht, da sie vor vielen Jahren selbst Opfer von Cupido war und vergewaltigt wurde. Sie versucht die Manipulation zu vertuschen und gerät selbst ins Ziel des neuen Serienmörders. Dominic kommt den Zusammenhängen nur langsam auf die Spur und am, für ihn seltsamen Verhalten von C.J. droht die Beziehung zu zerbrechen. C.J. gerät schließlich in Lebensgefahr als der Mörder sie töten will und kann sich schließlich retten.

    Ein atemloser Thriller mit einer durchdacht konstruierten Handlung in einem typisch amerikanischen Schreibstil mit wenig literarischem Glanz in Sprache und Stil wird geschaffen. Mit kleinen Kapiteln von wenigen Seiten und immer einem Pageturner am Ende ist das Buch zwar spannend aber auch eine literarische Massenware ohne bleibende Relevanz. Die Handlung war für meinen Geschmack viel zu überfrachtet und eben literarische Massenware ohne bleibende Eindrücke.

     

  13. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499240362)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

     (502)
    Aktuelle Rezension von: M_Rose-Everly

    Worum es in dem Buch geht:

    Es werden sechs verschiedene Lebensgeschichten beschrieben, alle in unterschiedlichen Zeiten.


    Einstieg ins Buch:

    Obwohl ich eine Vielleserin bin, fiel es mir nicht leicht, in das Buch einzusteigen. Der Erzählstil ist schon recht eigenwillig und verstrickt, weshalb ich einige Sätze noch einmal lesen musste, um hinter den Sinn zu steigen.

    Auch wenn David Mitchell sehr wortgewandt und intelligent rüberkommt, konnten sich meine Erzählungen nicht recht fesseln. Man merkt zwar, mit wie viel Hingabe der Autor über die verschiedenen Leben erzählt, aber der Funke will nicht so ganz überspringen.


    Fazit:

    Schon lange ist es mir nicht mehr so schwer gefallen, ein Buch zu Ende zu lesen.

    Insgesamt vergebe ich deshalb 2,5 Sterne.

  14. Cover des Buches Chroniken der Unterwelt - City of Ashes (ISBN: 9783401061337)
    Cassandra Clare

    Chroniken der Unterwelt - City of Ashes

     (4.706)
    Aktuelle Rezension von: BibisMindPalace

    Ich gehe hier jetzt mal nicht näher auf den Inhalt ein, da ich versehentliche Spoiler vermeiden möchte. Trotzdem ist es natürlich klar, dass es ein zweiter Band niemals leicht hat. Er hat keinen richtigen Anfang und kein richtiges Ende, sondern nur ist der Weg dazwischen. So ist es auch bei City of Ashes. Die Konflikte, die im ersten Band aufgeworfen wurden, werden hier zwar erneut thematisiert und auch ein wenig verschärft. Zu einer Lösung kommen sie natürlich nicht.

    Die Charaktere sind nach wie vor so wundervoll beschrieben, wie im ersten Band. Allerdings findet hier auch kaum Entwicklung statt (abgesehen von Clary, Simon und ein wenig auch Alec, wobei das ja eher erzwungen war).

    Trotzdem bietet das Buch die ein oder andere Wendung. Vor allem in Bezug auf Clary und Simon und das macht den zweiten Buch, dann doch wieder lesenswert, auch wenn er meiner Meinung nach nicht so stark ist, wie die anderen beiden Bücher der Trilogie (und ja, ich weiß es sind sechs Bücher, aber ich unterteile sie gerne in zwei Trilogien).

  15. Cover des Buches Tausendschön (ISBN: 9783442375813)
    Kristina Ohlsson

    Tausendschön

     (146)
    Aktuelle Rezension von: glueckswinkel

    Der Einstieg war eher langsam. Aber zum Glück hab ich durchgezogen, denn das Buch hat mich am Ende doch überrascht.

    Es sind so viele Fäden, die augenscheinlich zusammenhängen. Es geht um Flüchtlingsschmuggel, um eine Kirchengemeinde, Nazis und zerrüttete Familien.

    Aber all diese Dinge fließen so gleichmäßig an das Buch, gekonnt und nicht zu aufgesetzt.

    Das Buch ist aus verschiedenen Ansichten geschrieben, wobei einige Passagen natürlich wieder spannender gehalten werden als andere.

    Wie genau die Fäden zusammenhängen und wer hier wirklich wen täuscht, war am Ende wirklich sehr verblüffend. Diese ganze geplante Rache, diese ganze Wut, die in einer einzigen Person steckt, war sehr bedrückend.

  16. Cover des Buches Der Schrecksenmeister (ISBN: 9783492253772)
    Walter Moers

    Der Schrecksenmeister

     (1.158)
    Aktuelle Rezension von: pmg

    In Sledwaya, der ungesundesten Stadt des Kontinentes Zamonien lebt Echo, das kleine Krätzchen. Krätzchen unterscheiden sich von Katzen nur dadurch, dass sie alle Sprachen aller Lebewesen sprechen können, zwei Lebern und ein nahezu perfektes Gedächtnis haben. Echo genoss ein bequemes Hauskrätzchen-Leben, bis seine Besitzerin starb. Ungefüttert und hungernd zieht Echo durch Sledwaya, auf der Suche nach jemanden der es füttert.,

    Schliesslich findet sie den gefürchteten Schreksenmeister Succubius Eißpin, der im geheimen über die Stadt herrscht und geht mit ihm in seiner Not einen Vertrag ein: Eißpin fütter Echo bis zum nächsten Vollmond mit den erlesensten und leckersten Speisen, dafür darf er das Krätzchen töten, um aus ihm das unsterblich machende Krätzchenfett zu gewinnen. Ausserdem weiht Eißpin das Krätzchen in sämtliche Geheimnisse seiner Kunst ein, denn durch das Auskochen von Echo's Fett enthält dieses auch das gesamte Wissen des Krätzchens.

    Anfänglich ist Echo froh, dem Hungertod entronnen zu sein. Als aber der Vollmond immer näher rückt, wächst seine Angst und er sucht nach einem Ausweg (den es denn auch findet, aber mehr soll hier nicht verraten werden.)

    Der Schreksenmeister ist der fünfte Band der Zamonien-Reihe, allerdings wiederum eine in sich geschlossene Geschichte, die unabhängig von den anderen Gelesen werden kann. Es ist angelehnt an Gottfried Keller's Spiegel das Kätzchen (das ich allerdings noch nicht gelesen habe).

    Das Buch hat mich fasziniert. Es liest sich leicht und flüssig. Witzig sind auch die vielen Illustrationen, die die verschiedenen Kreaturen, die im Buch vorkommen, veranschaulichen.

  17. Cover des Buches Argus (ISBN: 9783499269141)
    Jilliane Hoffman

    Argus

     (482)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Frauen werden zur Belustigung eines Snuff- Clubs gequält und ermordet. Staatsanwältin DiBianchi ermittelt und lässt sich für Informationen mit Cupido auf einen Deal ein. Doch dies geht gewaltig schief und sie selbst gerät in die Fänge des Clubs. Cupido entkommt und begiebt sich auf die Suche nach CJ. Diese ist jedoch informiert und macht sich breit. Alles in allem eher seichterer Lückenfüller, auf das Ende der Reihe darf man dennoch gespannt sein. 

  18. Cover des Buches Verbrechen (ISBN: 9783492272438)
    Ferdinand von Schirach

    Verbrechen

     (718)
    Aktuelle Rezension von: Wortsalat

    Der Autor besticht durch einen sehr geradlinigen und puristischen Schreibstil, was vermutlich auch seiner juristischen Ausbildung geschuldet ist. 

    Ferdinand von Schirach wirft zu Anfang die Frage nach der Schuld auf und impliziert, dass es nicht immer ein Einfaches ist, diese zu beantworten,- die Welt ist mehr als schwarz und weiß. Die Schuldfrage zieht sich durch die genauere Betrachtung der Motivlage und des Täterprofils wie ein roter Faden durch die Kurzgeschichten. Der Leser erlebt selbst den Zwiespalt, der auch das Rechtssystem bei seiner Durchsetzung vor Herausforderungen stellt. 

    Die Kurzgeschichten lassen in psychologische Abgründe blicken und mir persönlich viel es schwer, das Buch zur Seite zu legen. Schade, dass es so kurzweilig war. 



  19. Cover des Buches In einer kleinen Stadt (Needful Things) (ISBN: 9783453433991)
    Stephen King

    In einer kleinen Stadt (Needful Things)

     (585)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Dieser re-read hat eine Menge Spaß gemacht! Auch wenn hier wirklich schlimme, schlimme Dinge passieren, haben die Verwicklungen in manchen Fällen einfach eine Note, bei der man ein schadenfrohes Grinsen kaum unterdrücken kann :D

    Schon der Einstieg in die Geschichte ist sehr cool, denn ich werde als Leser direkt angesprochen und begrüßt wie ein alter Freund. Der Schauplatz wird mir gezeigt, als würde eine Kamera über die Hauptstraße zoomen und mir schonmal einige wichtige Charaktere der Geschichte zeigen. Und davon gibt es hier ziemlich viele!

    Castle Rock ist eine Kleinstadt - und wie es Vorurteile so an sich haben, breiten sie sich auch hier sehr anschaulich aus. Eine Gerüchteküche brodelt zwischen den Einwohnern, was ein willkommenes Geschenk für den neuen Laden ist, der sich "Needful things" nennt. Leland Gaunt, der Besitzer, hat eine anziehende Ausstrahlung und entwickelt recht schnell eine eigentümliche Beziehung zu seinen Käufern. Hier lässt King wieder wunderbar sein Talent spielen, indem er das subtile Grauen einschleichen lässt, jedes Mal, wenn ein Kunde diesen sonderbaren Laden betritt.
    Gaunt´s Geschäft ist der Handel mit Wünschen, tiefe, sehnsuchtsvolle Wünsche, die er mit Freuden erfüllt, aber einen bitteren Beigeschmack haben. Seine Beeinflussung reicht so weit, dass jeder bereit ist, alles, wirklich alles dafür zu tun, um es zu besitzen. Für kleine Gefälligkeiten.
    Diese intriganten Spielchen und "Streiche" schaukeln sich immer mehr auf, ohne dass es jemand zu bemerken scheint, denn Gaunt ist natürlich geschickt darin, seine (Un)Taten zu verschleiern.

    Das typische Kleinstadtleben wurde vom Autor perfekt getroffen und spiegelt viele interessante Figuren wider. Er gibt jedem davon Zeit, in den Köpfen der Leser ein Gespür für sie hervorzurufen und jeden von ihnen gut genug kennen zu lernen, um die weiteren Verwicklungen mit Vergnügen oder Entsetzen weiterzuverfolgen. Durch die vielen unterschiedlichen Menschen kommt auch keine Langeweile auf und ich hab jede neue Entwicklung mit Spannung verfolgt!
    Auch die kleinen Traditionen, die Menschen entwickeln die in einer so eingeschworenen Gemeinschaft leben, lassen das ganze authentisch und typisch wirken. Geben dem ganzen eine verschrobene und dadurch umso authentischere Atmosphäre.


    "Brian war auf eine der großen Wahrheiten kleiner Städte gestoßen: viele Geheimnisse - im Grunde alle wirklich wichtigen Geheimnisse - kann man niemandem anvertrauen. Weil Neuigkeiten die Runde machen, und zwar schnell."
    Zitat Seite 98


    Es gibt wirklich eine illustre Vielzahl an typischen Männern und Frauen: von Trunkenbolden über spielsüchtige Stadträte, fanatische Pfarrer, schlagkräftige Hausfrauen oder auch verschüchtere Mörderinnen, die alle ihre Lust und ihren Frust auf die unterschiedlichste Weise ausleben. Mittendrin Sheriff Alan Pangborn, derjenige, der gegen die finsteren Machenschaften immun zu sein scheint.
    Doch die Situation eskaliert schneller als gedacht, die Ereignisse überstürzen sich und die Konsequenzen sind mörderisch!
    Wirklich großartig aufgebaut, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag, weil plötzlich alles Schlag auf Schlag passiert. Als hätte man die ganze Stadt im Blick und wüsste gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll, weil die dunkle Saat scheinbar überall gleichzeitig aufgeht.

    Aber der Autor hat auch hier wieder einige sehr schöne, berührende Momente mit eingebracht. Die Gespräche zwischen Alan und Polly zum Beispiel, ein Paar, dass schon vieles durchgemacht hat und sich mit Aussprachen über Probleme hinwegsetzt. Ohne Streit, sondern auf respektvoller Ebene. Selbst wenn nicht immer alles so läuft, wie beide Seiten gerne hätten...

    "Die Lüge hatte ihn weder geärgert noch beunruhigt. Es gab Leute, die zu ihrem Vorteil logen, Leute die logen, weil sie Schmerzen hatten, Leute, die logen, weil ihnen der Begriff der Wahrheit völlig fremd war - und dann gab es Leute, die logen, weil sie sich darauf verließen, dass die Zeit zum Erzählen der Wahrheit kommen würde. Er glaubte, dass Pollys Lüge über Kelton in die letzte Kategorie gehörte, und er war zufrieden, zu warten. Eines Tages würde sie sich entschließen, ihm ihre Geheimnisse zu offenbaren."
    Zitat Seite 189


    Alles, was man preisgibt, macht einen angreifbar; weshalb viele, die verletzt wurden, vorsichtig werden ihrer Offenheit. Diesen Rückzug zu akzeptieren ist nicht immer einfach, umso schöner aber dann der Moment, wenn das Vertrauen auf einer Basis gewachsen ist mit der Zeit, die einfach nötig war.

    Eine Menge Anspielungen auf andere Bücher hab ich hier auf wieder gefunden. Zum einen ist Castle Rock ja öfter mal der Schauplatz in den Geschichten von Stephen King, zum anderen gibt es aber auch Andeutungen zu anderen Figuren, was ich immer besonders cool finde.

    Die Verfilmung zum Buch ist übrigens auch gut gemacht. Allerdings wurde da einiges etwas abgeändert, vor allem was die zweite Hälfte des Buches betrifft, dennoch eine sehenswerte Umsetzung.

  20. Cover des Buches Gefangene des Blutes (ISBN: 9783802581311)
    Lara Adrian

    Gefangene des Blutes

     (987)
    Aktuelle Rezension von: Merylex

    Obwohl ich Teil 1 nicht kenne. Habe ich ohne Schwierigkeiten ins Buch hereingefunden. Dieses Buch kann also Problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

    In diesem Buch geht es um Dante und Tess. Dante wollte eigentlich nie eine Gefährtin finden, er denkt er ist nicht der Typ dafür. Doch als er schwerverletz in Tess Tierarztpraxis Schutz sucht und unmittelbar über Tess stolpert kann Dante nicht widerstehen, er braucht Blut.

    Werden die Beiden zusammenfinden? Oder überschattet Dantes Geheimnis ihre Chancen? Was ist mit den Vampiren, die plötzlich in den Blutrausch verfallen und alles um sie herum angreifen? 

    Es hat etwas gebraucht bis ich wusste wer, wer ist. Aber als ich es wusste, fand ich alle Charaktere auf ihre Art spannend. Die Geschichte entwickelt sich langsam, und lässt interessante Nebencharakter sowie ihre Sichtweise auftauchen. Bei der ich automatisch wissen will. Was ist mit Dem? Es ist auch eine etwas andere Art Vampir als ich gewöhnt bin, er glitzert zum Glück nicht, hat aber nochmals einen anderen Ursprung als "normale" Vampire. Es gab nur etwas das mich stark irritiert hat. Wen sie nicht an die Sonne können, wieso hat einer der Jugendlichen einen Harvard Abschluss? 

  21. Cover des Buches Die Tore der Welt (ISBN: 9783404167890)
    Ken Follett

    Die Tore der Welt

     (1.279)
    Aktuelle Rezension von: Bettina_Reuter

    Gesichildert wird das Leben im Dorf Kingsbridge zur Zeit des 14.Jdts. Zwar eine Art Fortsetzung seines Buches "Die Säulen der Erde", steht es jedoch für sich und man kann es auch ohne Kenntnis des Vorläufers gut lesen.

    Detailreich und sehr gut recherchiert schildert Ken Follett das Leben der Bewohner und ich habe beim Lesen viel über das Leben im Mittelalter gelernt. Man taucht quasi ein in das vielschichtige Alltagsleben je nach Bevölkerungsschicht: einfache Handwerker, arme und unfreie Landbewohner, das Leben der Mönche und Nonnen im Kloster, die Rolle der Frauen in der Gesellschaft, Ritter und Grafen und schließlich das harte Leben der Geächteten, auf sich gestellt im Wald. Dies alles zu lesen war für mich durchaus lehrreich, eine angnehme Art, Geschichte zu erfahren.

    Mich störte jedoch zunehmend die klare Unterteilung in Gut und Böse. Auch wenn die "guten" Akteure durchaus auch ihre Fehler hatten und ein wenig reflektierten, fühlte ich mich jedoch etwas an "Denver-Clan" erinnert. Wer diese Serie der 80er noch kennt ; ) Das war mir etwas zu platt.

    Der Schreibstil war angenehm, vielleicht etwas zu saftig. Eher ein Urlaubs-Schinken, dann aber wegen der 1300 Seiten eher als E-Book!

    Aber ich glaube nicht, dass ich ein weiteres Buch von Ken Follett lesen werde, sondern für gute Geschichtsdarstellung lieber auf die Suche nach anderen Autoren gehe.

  22. Cover des Buches Kindeswohl (ISBN: 9783257243772)
    Ian McEwan

    Kindeswohl

     (256)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Fiona ist Richterin am Londoner Familiengericht. Neben Sorgerechtsfällen und Scheidungen geht es bei ihren Entscheidungen hin und wieder buchstäblich um Leben und Tod. So auch beim 17-jährigen Adam. Als Zeuge Jehovas lehnen er und seine Eltern Bluttransfusionen ab. Seine schwere Leukämieerkrankung macht eine solche aber lebensnotwendig. Nun muss Fiona entscheiden was schwerer wiegt: Der explizite Wille eines fast volljährigen Jungen, der bereit ist, für seinen Glauben zu sterben oder der Wunsch der Ärzte, eine harmlose Behandlung durchzuführen, die sein junges Leben rettet.

    Ich bin in der Regel kein Freund von Gerichtsverhandlungen in Romanen. Hier allerdings fand ich es einfach nur spannend! Sagt einem doch eigentlich der Verstand, dass es ein Unding ist, sein eigenes Leben oder das seines Kindes aus Glaubensgründen zu riskieren. Aber dann argumentiert der Verteidiger so gekonnt, dass man am Ende nicht sicher sein kann, welche Entscheidung Fiona treffen wird. Doch nicht nur die Gerichtsverhandlung spielt hier eine Rolle, auch Fionas Privatleben ist lebendig und anschaulich geschildert. Eine kluge und manchmal etwas hart wirkende Frau, in die ich mich sehr gut hineinversetzen konnte.

    „Kindeswohl“ ist ein kurzer und intensiver Roman, für Leser, die einen Roman schätzen, der sie ins Grübeln bringt und der ohne Längen auf dem Punkt kommt. Rührend, klug, lebendig und traurig. Eine klare Empfehlung!

  23. Cover des Buches Der Totensucher (ISBN: 9783746633428)
    Chris Karlden

    Der Totensucher

     (79)
    Aktuelle Rezension von: miss_atticos

    Adrian Speer hat vor zwei Jahren seine Tochter verloren. Lucy wurde entführt. Seine Familie zerbricht daran und er wird vom Dienst suspendiert. Jetzt startet er in einer neuen Abteilung einen Neustart. Der erste Fall lässt nicht lange auf sich warten und auch nicht der Zweite, der mit dem ersten Mordfall zusammenhängt. Im Zuge der Ermittlungen taucht auch noch ein aktuelles Foto von Lucy auf. Innerhalb weniger Stunden mordet der Täter und scheint der Polizei immer einen Schritt voraus zu sein. Besonders gern nimmt er Kontakt zu Adrian auf. Mit ihm scheint er sich verbunden zu fühlen. Was machte den Täter zum Mörder? Was verbindet ihn mit Adrian?

    Ich bin wirklich schwer begeistert! Neben dem sympathischen und authentischen Ermittlerduo Speer und Bogner gibt es ein interessantes Team, das die beiden bei den Ermittlungen unterstützt. Das Handlungsgerüst lässt keine Wünsche übrig. Die Geschichte beginnt mit der Entführung von Lucy und geht über in die gegenwärtigen Ermittlungen bis hin zu der Gedankenwelt des Täters. Mit wenig Blutvergießen und wenigen grausamen Details erzeugt der Autor dennoch eine nervenaufreibende und spannungsgeladene Atmosphäre. Was für ein gelungener Auftakt der Buchreihe rund um das Team Speer und Bogner. Mit vielen überraschenden Wendungen wird man an der Nase herumgeführt. Natürlich gibt es auch die ein oder andere private Nebengeschichte. Jede davon empfand ich als sehr interessant und keineswegs als störend. Nichts wirkt künstlich. Alles fügt sich gelungen zusammen. Und was für ein Ende! Nervenkitzel bis zur letzten Seite! "Der Totensucher" ist ein wahrer Pageturner und hat mich keine Minute losgelassen. Ich freue mich auf die beiden anderen Bände dieser Reihe und kann Band 1 ruhigen Gewissens weiterempfehlen. 

  24. Cover des Buches Schuld (ISBN: 9783442714971)
    Ferdinand von Schirach

    Schuld

     (495)
    Aktuelle Rezension von: Speckelfe

    Nach den beiden anderen Büchern dieser Art von  Ferdinand von Schirach, habe ich gleich im Anschluss auch diesen Band gelesen und war wie erwartet auch hiervon begeistert. 

    Liest sich sehr angenehm, spannend, fesselnd, nachdenklich machend.

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