Bücher mit dem Tag "rechte"

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85 Bücher

  1. Cover des Buches Das Paket (ISBN: 9783426199206)
    Sebastian Fitzek

    Das Paket

     (2.308)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Zunächst einmal habe ich was komplett anderes erwartet, nachdem ich den Klappentext gelesen habe. Aber das meine ich nicht negativ, die Geschichte ist viel umfangreicher, wie sie sich laut dem Klappentext anhört. Schon nach dem Prolog war ich komplett gefesselt und wusste, dass ich dieses Buch lieben würde.

    Die Geschichte erzählt das Martyrium einer jungen Frau, die zwischen Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden kann. In ihrer Paranoia durchlebt sie einen Alptraum, aus dem es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Auch der Leser muss sich oft fragen, ob das aktuelle Geschehen jetzt Realität ist oder doch nur eine Illusion der Hauptprotagonistin. Und gerade das macht das Buch für mich so spannend.

    Fitzek baut von Anfang bis Ende Spannung auf, die kaum nachlässt. Immer wieder möchte man wissen, wie es weitergeht. Was mitunter ein Grund war, warum ich das Buch in zwei Tagen durchgelesen habe. Die Handlungen gehen immer weiter, so dass die Kapitel sehr schnelllebig und voller Informationen sind.

    Fazit
    Sebastian Fitzek wurde hier seinem Ruf absolut gerecht. Ein sehr spannender Thriller, den man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Für mich gehört das Buch zu meinen absoluten Favoriten. Es ist spannend, nervenaufreibend und es wird nie langweilig. Es hat alles, was ich von einem guten Thriller erwarte und darum bekommt es für mich auch die volle Anzahl an Sternen.

  2. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.207)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Ken Follett schafft es selbst auf über 1.000 Seiten keine Langeweile aufkommen zu lassen. Sturz der Titanen ist sehr gut geschrieben. Und das Team von Ken Follett hat mal wieder, wie brereits in seinen anderen geschichtsträchtigen Büchern, gut recherchiert. Das wichtigste für mich überhaupt an diesem Buch sind die Lehren, die es uns aufzeigt. Ich fand es schockierend wie Menschen es schaffen, solch fürchterliche Kriege auszulösen, in denen Millionen von unschuldigen Menschen getötet und masakriert werden. Das Buch von Ken Follett sollte gleichzeitig eine Warnung an alle Menschen sein und sich für den Frieden, wo auch immer, einzusetzen und das Böse gleich im Ansatz ersticken. Frieden fängt bei jedem selber an. Sturz der Titanen ist ein Klasse Buch.

  3. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)
    Arthur Golden

    Die Geisha

     (2.900)
    Aktuelle Rezension von: Kaddie

    Sehr interessant die alten Tradition der Geisha zu lesen. Ich hab das Buch gekauft weil ich Asien bereist habe u d die Kultur liebe. Schönes Buch. 

  4. Cover des Buches Ein Bild von dir (ISBN: 9783499269721)
    Jojo Moyes

    Ein Bild von dir

     (793)
    Aktuelle Rezension von: Vivien_Neudek

    Gefällt mir sehr gut

  5. Cover des Buches Blutspiel (ISBN: 9783453433045)
    Kim Harrison

    Blutspiel

     (345)
    Aktuelle Rezension von: heavyfun

    Auch im 2. Fall von Rachel Morgan geht es wieder ordentlich zur Sache. Ein Serienkiller treibt sein Unwesen und genau diesem, muss sich unsere tapfere Hexe stellen. Dabei treffen wir wieder auf unser chaotisches Trio, die sich neben dem Fall auch noch mit zwischenmenschlichen Beziehungen auseinander setzen müssen, als die Situation zwischen Ivy und Rachel zu eskalieren droht. Auch alte Feinde lassen sich blicken und Rachel kommt zumindest einem Teil des Geheimnisses welches Trent umgibt, auf die Schliche. Die Spannung ist wie bereits im Vorgänger durchwegs gegeben und man kommt dabei kaum zum Durchschnaufen. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht und Ärger ist vorprogrammiert. Unsere Lieblingshexe manövriert sich in ausweglose Situationen, die sie nur mit all ihrer Kraft und Intelligenz überwinden kann. Ich habe die Lesestunden wieder sehr genossen und fand diesen Teil sogar noch besser als den Vorgänger. Es wird keine Zeit mehr mit Erklärungen verschwendet, da man mittlerweile genau weiß, auf was man sich hier bei diesem Abenteuer eingelassen hat. Auch mein Lieblingsdämon hat wieder seinen großen Auftritt und ich habe so das Gefühl, dass Rachel diesen nicht so schnell wieder los wird. Wir erfahren darüber hinaus mehr aus Rachel's Vergangenheit und lernen viele neue Charaktere kennen. Insbesondere die Struktur der Vampirwelt wird näher erläutert, was ich äußerst interessant fand. Das Finale endet wie immer in einem großen Knall, wobei die Folgen von diesem noch nicht ganz absehbar sind. Alles in allem handelt es sich wieder um einen rundum gelungenen Fantasyroman, welcher das actionreiche Tempo und die Spannung vom 1. Teil halten kann.

  6. Cover des Buches Miroloi (ISBN: 9783446261716)
    Karen Köhler

    Miroloi

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Ein neuer Tag bricht an, wie immer, wie jeden Morgen, und dass die Welt dieselbe sein soll nach gestern, das kann ich nicht begreifen. Dass die Vögel zwitschern. Die Welt hat eine Tarnung, so wie ich im Dorf, die Welt mit ihren Menschen darin ist schlecht, tut aber so, als sei sie schön mit ihren scheiß Schmetterlingen und Regenbögen und ihrem Vogelgezwitscher." - Karen Köhler, Miroloi


    Sie ist eine Außenseiterin, eine Ausgestoßene im Dorf, mit ihr möchte niemand was zu tun haben, sie wird beschimpft und misshandelt. Das alles nur, weil sie von "drüben" kommt und von ihrer Mutter ausgesetzt wurde. Einen Namen hat sie nicht, denn der Ältestenrat verbietet es - genauso wie den Frauen das Lesen, den Männern das Singen oder Strom vom Festland. Im "Schönen Dorf" auf der Insel geht es ganz anders zu als auf dem Festland und für das Mädchen bleibt da keinen Platz. Doch wie definierst du dich, wenn du keinen Namen hast und nirgendwo dazu gehörst?


    "Miroloi" ist eine inhaltliche und sprachliche Wucht. Aufgeteilt in Liedstrophen statt Kapitel kommt es schon in einem sonderbaren Gewand daher, das sich mit besonderem Inhalt füllt und so zu etwas Einzigartigem wird. Selten habe ich ein Buch gelesen, dessen Sprache mich so mitgenommen und berührt hat. Es ist ein sprachlich recht einfacher Roman, der aber gerade mit dieser Einfachheit punkten kann und mich so besonders für sich eingenommen hat. Ich konnte mir das Dorf und die Insel sehr gut vorstellen und sie durch die Augen des Mädchens "sehen".


    Auch die Geschichte hat es in sich: auf der einen Seite ist die Welt, in der das Mädchen lebt, in seiner rohen Form sehr faszinierend, auf der anderen Seite habe ich aber eine riesige Wut beim Lesen verspürt, die gleiche Wut, die auch bei dem Mädchen aufkeimt und sich immer weiter auf- und letztendlich entlädt. Ich wurde in diese ganz besondere Erzählung hineingezogen, habe mir das Miroloi, das Totenlied, des Mädchens angehört und konnte kaum mehr aufhören zu lesen. Man fiebert mit ihr mit, hofft und bangt mit ihr und fühlt fast den Schmerz, den sie immer wieder erleiden muss.


    Karen Köhler schafft mit ihrem Roman ein Stück Widerstand. "Miroloi" ist ein Lied gegen die bestehenden Strukturen und ruft in Erinnerung, wie es werden kann, wenn man nicht aufpasst. Ich bin mehr als begeistert davon und vergebe 5 / 5 🌟.

  7. Cover des Buches Die Winterrose (ISBN: 9783492252812)
    Jennifer Donnelly

    Die Winterrose

     (476)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Die Buecher von Jennifer Donnelly sind wahre Pageturner. Der zweite Teil der Rosentrilogie hat mich mitgerissen, genau wie der erste. Spannung, Dramatik, Abenteuer und Gefuehl, alles dabei. Die Geschichte von India und Sid ist unglaublich dramatisch. Es passiert sehr viel Spannendes. Ich freue mich jetzt auf den dritten Band. 

  8. Cover des Buches Iron Flowers – Die Kriegerinnen (ISBN: 9783737355629)
    Tracy Banghart

    Iron Flowers – Die Kriegerinnen

     (147)
    Aktuelle Rezension von: ChrischiD

    Nachdem die Schwestern Serina und Nomi innerhalb des ersten Bandes brutal auseinandergerissen wurden, lernten beide neue Seiten des Lebens und an sich selbst kennen. Schonungslos und erbittert kämpfen sie gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit. Weiterhin wird das Geschehen abwechselnd aus ihrer beider Perspektiven erzählt, doch kreuzen sich ihre Wege immer wieder, manchmal real, manchmal nur in Gedanken und manchmal auch nur für den Leser ersichtlich.

    Der Einstieg gelingt fließend, so dass man sich schnell erneut in der Welt der zwei Schwestern wiederfindet und bereits das ein oder andere vergangene Ereignis im Hinterkopf hat. Daher ist langes Vorgeplänkel weder notwendig noch von der Autorin vorgesehen. Vielmehr liegt der Fokus auf Kampfes- und Siegeswille, den es trotz massiven Rückschlägen aufrecht zu erhalten gilt. Psychisch wie physisch eine Herausforderung, nicht nur für die Protagonisten.

    Erste Veränderungen und Entwicklungen der Charaktere wurden bereits im ersten Band sichtbar, doch diesmal wird noch konkreter und deutlicher darauf eingegangen. Das betrifft nicht nur Haupt-, sondern auch Nebenfiguren. Vielleicht hat man nicht jede Person allgegenwärtig auf dem Schirm, doch alle haben inzwischen gelernt wie sie sich wieder in Erinnerung bringen. Sehr stark, von sämtlichen Beteiligten.

    Es mag ein paar Längen geben, wodurch der Lesefluss hin und wieder leicht stagniert. Das gleicht die Autorin dann aber wieder mit ordentlich Tempo innerhalb anderer Sequenzen aus. Gerade die Kampfszenen sind einerseits sehr detailliert, andererseits aber gleichzeitig lebendig geschrieben, so dass man sich fast schon mittendrin wähnen könnte. Den Kriegerinnen – denn genau das sind die titelgebenden Frauen – gebührt höchster Respekt. Solche Situationen, in denen sie sich wiederfinden, möchte man sich nicht einmal annähernd am eigenen Leib vorstellen. Inwiefern allerdings die dargestellte Brutalität in einem Jugendbuch Anwendung finden sollte, lässt sich weder objektiv noch allgemeingültig beantworten.

  9. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596030934)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.162)
    Aktuelle Rezension von: books_games_and_more

    Mein erster Eindruck zu diesem Titel war etwas warmes angenehmes, da ich aber von den Autor schon mal etwas gelesen habe, wusste ich das hinter diesem Buchtitel sich sehr viel mehr verbirgt. Ich habe mich für die Fischer Taschenbibliothek entschieden, da es klein und handlich ist, ein Lesebändchen hat und für unterwegs einfach gut mitgenommen werden kann. Es hat in diesem Format 592 Seiten für 12€.

    Kann man es als Liebesgeschichte beschreiben oder hat es doch eher etwas biografisches an sich?! Ich würde sagen es ist von beidem etwas. Wie der Autor selbst sagt, hat er durch den Krieg in seiner Heimat Geschichten aufgeschrieben, die möglicherweise wirklich so geschehen sind. Auf jeden Fall  hat die Story Tiefgang. Es werden mehrere Jahrzehnte umfasst von der Kindheit der einen Protagonistin bis in die Mitte ihres Lebens. Bei der anderen Protagonistin wird auch viel auf ihre Kindheit eingegangen doch auch in ihren Zwanzigern/dreißigern hört die Geschichte auf.


    Wir haben zwei starke Frauen um die sich Geschichte dreht. Einmal Mariam sie kommt aus einer Provinz in der Nähe von Kabul (Afghanistan). Dort lebt sie mit ihrer Mutter als Außenseiter. Die eigene Mutter verstösst ihre Tochter teilweise immer wieder und dann versucht sie doch ihre Nah zu sein. Das prägt die Kleine sehr, ihr ganzes Leben lang. Diese und auch die immer wieder kehrenden epileptischen Anfälle der Mutter, die letzten Endes ihren tot verschulden.

    Miriam muss dann zu ihrem Vater und seiner Familie und da sie unehelich ist wird sie zwangsverheiratet mit einem wesentlich älteren Schuhmacher Raschid. Sie zieht mit ihm nach Kabul. Die Jahre vergehen sie wird verliert ihr Kind und wird nicht wieder schwanger, alles „Gründe“ für Raschid die zu schlagen, zu verachten und sich später eine Zweitfrau zu nehmen, die junge Laila. Miriam lässt, dass alles über sich ergehen und setzt sich kaum zur wehr, ganz im Gegensatz zu Laila. Sie ist von Eltern erzogen worden die das „freie“ Denken fördern und sie unter normalen Umständen nie mit Raschid verheiratet hätten. Doch sie sind bei einem Bombenangriff gestorben, den Leila auch nur knapp überlebt hat. Ein wenig aus „Dankbarkeit“ und auch noch aus anderen Gründen willigt sie ein. Nach anfänglichen Zwistigkeiten zwischen den beiden Frauen entsteht so etwas wie Freundschaft und sie sehen sich gemeinsam gegen die Brutalität ihrer Mannes auf und wollen fliehen.

    Durch die Perspektive der Erzählung, ist es gut möglich die Emotionen der beiden Protagonistinnen zu verstehen und sich voll und ganz in das Setting hinein zu versetze. Auch als ich, dass Buch ausgelesen habe musste ich schon öfter mal daran zurück denken. Vor allem, wenn es darum ging, dass die Menschen so grausam und desinteressiert seien können, nur auf sich fixiert und ihr Vergnügen. Dennoch ist es nicht ein rein trauriges Buch, ehr realistisch und ernst mit einem Funken Hoffnung und Liebe drin.

    Somit würde ich es niemandem mit schwachen Nerven empfehlen, da es doch in einigen Situation recht beklemmend wirken kann, da es sehr Realität Nah ist und ja auch  das behandeln von Frauen und Kindern in Kriegssituationen thematisiert. Doch jeder der Realität in Büchern schätzt ist hier gut aufgehoben.  


  10. Cover des Buches Nicht ohne meine Tochter (ISBN: 9783404608515)
    Betty Mahmoody

    Nicht ohne meine Tochter

     (482)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    Die Geschichte geht sehr tief, wenn man sie von ihrem Standpunkt aus betrachtet. Denn sie ist hier das Opfer. Sie, Betty, die eigentlich nur Urlaub mit ihrem Mann machen wollte. Doch ihre innere Stimme hatte sie schon gewarnt gehabt. Es nagte schon am Flughafen an ihr und als ihr Mann die Reisepässe einsammelte, ahnte sie schlimmes.

    Die ersten Wochen hat sie auch einigermaßen überstanden, bis auf die Kakerlaken und die allgemeine Hygiene bei ihrer Schwägerin. Aber Betty ist mutig und sie versucht es durchzuziehen, bis ihr Mann immer mehr Ausreden hervorbringt und die Heimreise somit verhindert.

    Diese gesamte Tortour geht sehr sehr lange und mittlerweile haben sie auch eine Tochter, Mahtob.

    Man bekommt allerdings nur die Sicht von Betty mit. Wie die Situation im Iran selbst aussah, zu jener Zeit, ist nicht übermittelt. Zumindest habe ich es nicht im Hörbuch erfahren. Ich habe auch die Fortsetzung „Endlich Frei“, die Geschichte der Tochter.

    Was mich beim Hörbuch gestört hat, war das permanente Seufen in der Stimme. Der Film war spannend aufgebaut und Sally Field spielte hervorrand die Betty. Doch im Buch oder Hörbuch war mir der Unterton einfach unfassbar langweilig und doch sehr anstrengend.

    Ab und zu habe ich auch ein Kapitel so gelesen, aber auch das ist schwierig gewesen.

    Was mich aber immer wieder hat aufstoßen lassen, war die Grundhaltung. Betty hat sich bewusst für ihren Mann entschieden, als sie ihn in Amerika kennengelernt hat. Er war Arzt und gebildet. Gutaussehend und liebenswert. Nichts deutete darauf hin, dass er anders ist.

    Als sie im Land ist, gibt es nichts positives mehr an dem Ort. Alles scheint eklig zu sein. Voller Kakerlaken, sogar im Essen und in der Küche. Kinder scheinen keinerlei Erziehung zu genießen und alles ist dreckig und schlecht. Nichts scheint ihr gut genug zu sein.

    War es wirklich so oder hat sie hinterher alles darauf porjiziert? Das kann ich nicht raushören oder rauslesen. Es ist schwierig die Zeiten zu rekonstruieren. 1984/1985?

  11. Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783945386125)
    Alice Walker

    Die Farbe Lila

     (304)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Alice Walkers Briefroman "Die Farbe Lila" ist sicher keine leichte Lektüre. Allerdings hat es mich gerade wegen dieser Schonungslosigkeit sehr, sehr schockiert und berührt. 

    Die junge, in den Südstaaten aufwachsende Celie wird von einem Mann, den sie Vater nannte, vergewaltigt, geschunden und an einen anderen Mann verkauft, den sie in all ihren Briefen ehrfürchtig "Mr. ..." nennt. Als dieser ihr auch noch den Kontakt zu ihrer Schwester Nettie unmöglich macht, indem er sie vertreibt und alle ihre Briefe einbehält, verzweifelt Celie voll und ganz. Sie hat niemanden mehr, dem sie vertrauen kann, ist die Sklavin eines brutalen weißen Mannes, muss für ihn schuften und gebären und ist furchtbar einsam. Bis zu dem Tag, an dem die aufsehenerregende Shug auftaucht: Alles verändert sich, als die schillerende, elegante, willenstarke und eindrucksvolle Sängerin das Haus betritt. 

    Celie verliebt sich unsterblich in Shug und empfängt ihre Liebe und Hilfsbereitschaft zurück. Mit ihr zusammen befreit sie sich von ihrer Knechtschaft, die sich Ehe nennt, versucht auf eigenen Beinen zu stehen und findet auch die Briefe von Nettie, die Mr. ... ihr vorenthalten hat. Ihre Erzählungen offenbaren eine vollkommen andere Welt und so muss Celie sich auch mit ihrer leiderfüllten Vergangenheit immer wieder auseinandersetzen.

    "Die Farbe Lila" war durch das Briefromanformat etwas anstrengend zu lesen, allerdings gewann die Geschichte somit auch an Authentizität. Celies geringe Literarisierung lässt sich beispielsweise durch ihren Stil und Jargon erkennen, während Netties Briefe deutlich flüssiger und verständlicher geschrieben sind. Über allem stehen die starken Bande der unerschütterlichen Geschwisterliebe zwischen Celie und Nettie, wodurch der Roman wirklich schön zu lesen war. Alles in allem hat mich die Auseinandersetzung mit den Thematiken Rassismus, Sklaverei, Kultureigentum und Kolonialismus, die durch diese Geschichte angeregt wird, sehr interessiert, bereichert und berührt, weshalb ich diesen Roman von Herzen weiterempfehlen kann!

  12. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (668)
    Aktuelle Rezension von: monerl

    Meine Meinung
    Dies ist ein Buch, das nicht zu lange in den Regalen ein ungelesenes Dasein fristen sollte, wie es bei mir der Fall war. Einmal begonnen konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen!

    Kathryn Stockett lässt im Buch ihre drei Protagonistinnen erzählen. So erfährt man über die Geschehnisse aus Sicht von Aibileen, Minny und Miss Skeeter. Dies sorgt für intensivere Einblicke in die schwarze wie auch weiße Community von Jackson und steigert die Spannung. Zudem erzeugt dieser Schreibstil Nähe zu den Figuren.

    Als Leser*in wird man regelrecht in die Zeit der 60er Jahre versetzt, als es die gesetzliche Rassentrennung und Diskriminierung von Schwarzen in den USA gab.

    Viele reiche, weiße Haushalte leisteten sich ein schwarzes Dienstmädchen und behandelten es oftmals als Eigentum, mit dem man tun und lassen konnte, was man wollte. War das Arbeitsverhältnis zwischen der Familie und dem Dienstmädchen, wenn die Familie nicht (mehr) zufrieden war, aufgelöst worden, war es überaus schwer für das schwarze Dienstmädchen eine neue Arbeit zu finden. Die schwarzen Frauen waren abhängig von ihren weißen Arbeitgeber*innen, da es für sie kaum andere Arbeit gab.

    Umso riskanter, wie auch gefährlich war es für Aibileen und Minny Miss Skeeter bei ihrem Buch zu helfen, legte es doch die wahren Geschichten offen, was schwarze Dienstmädchen bei ihren weißen Arbeitgebern so alles erlebten.

    Die Spannung, wie das Buch ausgehen würde, war kaum auszuhalten. Mit dem Wissen, wie schnell seinerzeit schwarze Menschen verurteilt oder auch vom Ku Klux Klan getötet wurden, machten ein gutes wie auch schlechtes Ende möglich.

    Ich habe die wunderschöne Sonderausgabe, deren Cover aus bedrucktem Ganzleinen ist, das sich wundervoll anfühlt. Zudem gibt es hier auch einige Kochrezepte aus dem Buch von Minny, der besten Köchin in Jackson.


    Fazit
    Ein wunderbares Buch, das aufklärt, aufrüttelt, Augen öffnet und aufzeigt wie schlimm es ist und wie furchtbar sich Menschen fühlen, wenn man sie zu Menschen zweiter Klasse degradiert. Es blickt zurück in eine historisch traurige Zeit, die sich zwar gebessert hat, aber den Leser*innen, in Verbindung mit den derzeitigen Nachrichten, auch vor Augen bringt, dass wir heute weder in den USA, noch in Deutschland oder woanders auf der Welt es geschafft haben, Rassismus auszumerzen.
    Solange es den Slogen #BlackLivesMatter gibt, so lange sind wir noch nicht am Ende mit der Aufklärung und dem Kampf gegen Rassismus!

  13. Cover des Buches Malala - Meine Geschichte (ISBN: 9783596856602)
    Malala Yousafzai

    Malala - Meine Geschichte

     (75)
    Aktuelle Rezension von: andymichihelli

    Den Inhalt erwähne ich jetzt mal nicht mehr, da man den Klappentext überall findet. 

    Meine Meinung dazu ist, dass das Buch sehr toll war. Ich habe zuvor noch nie eine so schöne Biographie gelesen. Diese Frau wurde zu meinem Idol. Ich lese sehr ungern Bücher über Personen, bei diesem war das aber anders. Ich mochte zudem die Auszgüge aus dem Film sehr, Bilder in Bpchern zu sehen, ist wie eine Zeitreise zurück in die Kindheit. Definitiv empfehlenswert!

  14. Cover des Buches Frauenpower auf Arabisch (ISBN: 9783218008792)
    Karim El-Gawhary

    Frauenpower auf Arabisch

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Karim El-Gawhary setzt mit seinem Buch „Frauenpower auf Arabisch“ den Frauen in der arabischen Welt ein Denkmal.
    Vieles, was uns selbstverständlich ist, ist in den meisten arabischen Ländern den Frauen verboten.
    Das betrifft so essentielle Grundrechte wie Schulbildung für Mädchen, freie Wahl des Ehemanns, eigene Berufsausbildung und Ausübung eines Berufes.

    Der Autor geht einfühlsam mit seinen Interviewpartnerinnen um. Er bemüht sich um größtmögliche Objektivität.

    Einige Gespräche hat er 2009 geführt, andere später. Soweit möglich hat er kurz vor Erscheinen des Buches (2013) Ergänzungen angeführt.

    Einige Stellen dieses Buches machen mich sehr betroffen. Besonders die sexuelle Gewalt, die Frauen in arabischen Ländern ausgesetzt sind, macht - auch angesichts der jüngsten Ereignisse in der Silvesternacht 2015/16 in einigen europäischen Städten -, wütend.

    Ob es wirklich in absehbarer Zeit gelingen wird, die extremen patriarchischen Zustände in diesen Ländern abzuschaffen? Momentan sieht es leider nicht danach aus.
    Doch wollen wir diesen Frauen Respekt zollen und die ermuntern, ihren Kampf gegen die Machthaber weiterzuführen

    Der Autor Karim El-Gawhary, Sohn einer Deutschen und eines Ägypters, ist Journalist beim Österreichischen Fernsehen (ORF). Seit 2004 leitet er das Büro des ORF in Kairo.




  15. Cover des Buches Wunderkerzen (ISBN: 9783426510889)
    Anne Hertz

    Wunderkerzen

     (276)
    Aktuelle Rezension von: parden
    IRRUNGEN UND WIRRUNGEN...

    Eigentlich will Anwältin Tessa nur eine gute Tat vollbringen. Doch als sie mit einem Kuchen voller Wunderkerzen vor der Tür ihres liebeskranken Nachbarn steht, kommt alles anders – er hat die Trennung von seiner Freundin wirklich nicht gut verkraftet und den Gashahn aufgedreht … Die Explosion pulverisiert das Mehrfamilienhaus und befördert Tessa in Untersuchungshaft. Hier kann sie nur einer rausholen: Philip, der beste Strafverteidiger der Stadt. Da gibt es allerdings ein Problem: Die liebenswerte Chaotin und der Karrieremann waren mal ein Paar. Haben sich vor Jahren im Streit getrennt. Und sprechen seitdem nur noch vor Gericht miteinander…

    Tessa neigt in ihrer chaotischen Art sowieso schon zu Schwierigkeiten jeder Art. Nun aber sitzt sie richtig in der Klemme. Sie und ihr Nachbar stehen in Verdacht, das Haus, in dem sie wohnen, vorsätzlich in die Luft gesprengt zu haben - Ärger mit dem Vermieter ist dem vorausgegangen, und zur Tatzeit waren auch nur die beiden im Haus. Dass der Nachbar gerade versucht hat, sich mit dem Kopf im Gasofen liegend umzubringen und Tessa rein zufällig mit einem Kuchen mit brennenden Wunderkerzen zu Besuch kam, hält die Polizei jedenfalls für eine billige Ausrede. Und so landet Tessa tatsächlich da, wo sie sonst höchstens einmal ihre Mandanten besucht: im Gefängnis.

    Eine Anklage am Hals, keine Wohnung mehr, und auch das Büro zerstört, in dem sie und ihre Freundin als Anwältinnen arbeiten. Tessas Leben wurde innerhalb von einer Sekunde auf den Kopf gestellt. Sie braucht jedenfalls einen guten - und bezahlbaren - Strafverteidiger. Da fällt Tessa nur einer ein - leider. Philip, von dem sie sich vor einigen Jahren getrennt hatte, der aber der Grund dafür ist, dass Tessa seither keine neue Beziehung eingegangen ist. Sie hängt irgendwie immer noch an ihm, und es widerstrebt ihr zutiefst, ihn anzurufen. Doch was bleibt ihr anders übrig?

    So kommt es nach all der Zeit zu einem Wiedersehen, und Tessa engagiert ihn nicht nur als Anwalt in eigener Sache, sondern nimmt auch noch sein Angebot an, erst einmal ein Büro in seiner gutgehenden Kanzlei zu beziehen, bis sie und ihre Freundin wieder über eigene Räumlichkeiten verfügen. Natürlich kommt es hier zu einigen schrägen / witzigen / verzwickten Begegnungen, zumal Philip inzwischen mit einer anderen, stets perfekt gestylten, Anwältin nicht nur eine eigene Kanzlei führt sondern auch verlobt ist und Tessa auch 1-2 andere Liebeskandidaten umschwirren. Es wird jedenfalls ein langer Weg um herauszufinden, wer am besten mit wem oder auch nicht liiert sein sollte...

    Ein leicht zu lesender, flotter Schreibstil lässt die Erzählung nur so vorbeirauschen, und die vielen Irrungen und Wirrungen halten einen auch ständig bei der Stange. Die Charaktere sind recht oberflächlich gehalten aber meist sympathisch, Tessa als Hauptcharakter wirkte liebenswert, wenn auch zuweilen zu chaotisch oder blauäugig für meinen Geschmack...

    Mirja Boes liest die gekürzte Hörbuchfassung (4 Stunden und 11 Minuten) meist sehr unterhaltsam, passagenweise wirkte der Vortrag allerdings auch mal etwas lustlos oder zu schnell, so dass einzelne Silben fast verschluckt wurden. Insgesamt jedoch ließ sich der Roman gut hören.

    Ich bekam, was ich erwartete: eine nette Unterhaltung für zwischendurch...


    © Parden
  16. Cover des Buches Natchez Burning (ISBN: 9783746632100)
    Greg Iles

    Natchez Burning

     (80)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe

    Natchez, Mississippi, 1964. Ein junger schwarzer Mann hat ein Verhältnis mit einem weißen Mädchen. Leider ist die junge Frau die Tochter eines reichen und einflussreichen Unternehmers mit Kontakten zum Ku-Klux-Klan und der Mafia. Bevor dem Burschen kurzer Prozess gemacht werden kann, gelingt es ihm zu fliehen. Doch der schwarze Inhaber eines Ladens, der dem Paar immer wieder sein Geschäft für ein Stelldichein zu Verfügung gestellt hat, bezahlt auf grausamste Weise mit seinem Leben. Kurz danach verschwinden junge schwarze Bürgerrechtler. Am berüchtigten Knochenbaum wurden sie Opfer der Doppeladler.

    Natchez, 2005 Henry Page, angesehener und engagierter Arzt, wird des Mordes an seiner ehemaligen Sprechstundenhilfe Viola angeklagt. Die schwarze Frau hatte Natchez in den 1960ern den Rücken gekehrt und kam sterbenskrank zurück, um dort ihre letzten Tage zu verbringen. Henrys Sohn Penn ist amtierender Bürgermeister von Natchez und setzt alles daran, seinen Vater zu entlasten.

    Natchez Burning von Greg Iles ist eigentlich der vierte Teile einer Reihe um Penn Cage, Anwalt und Bürgermeister von Natchez. Es ist aber gleichzeitig auch der erste Teil der Natchez Trilogie, in deren Mittelpunkt die rassistischen Verbrechen der brutalen Splittergruppe des Klans, der Doppeladler, stehen.

    „Wir wollen also im Jahre 1964 anfangen, und zwar mit drei Morden. Mit drei Steinen, die in den Teich geworfen wurden, der seit der Belagerung von Vicksburg niemanden interessiert hatte…An einen Ort, von dem die meisten Leute in den Vereinigten Staaten gern glauben, dass er irgendwie anders war als der Rest des Landes, der aber tatsächlich ein präzises Abbild der gefolterten amerikanischen Seele war. Mississippi.“

    Nun, Vicksburg ist schon 1863 gewesen, und gefoltert wurde – weder vorher noch nachher - nicht die „amerikanische Seele“, sondern die schwarze Bevölkerung. Rassentrennung, Diskriminierung, Ungleichbehandlung, Entrechtung der Schwarzen ist bis heute nicht ausgerottet.

    Im fiktiven Thriller „Natchez Burning” ist der tolerante, integre, mutige Penn Cage schon länger Bürgermeister. Die Verbrechen weißer Rednecks an der schwarzen Bevölkerung beginnen ihn aber erst da brennend zu interessieren, als sein eigener Vater in größten Schwierigkeiten steckt.

    „Wenn ein Mann die Wahl hat zwischen der Wahrheit und seinem Vater, entscheidet sich nur der Narr für die Wahrheit“

    Greg Iles vergreift sich in seinem Thriller Natchez Burning am Rassismus, fällt aber vielfältig in tradierte Rollenbilder und Klischees. Der einzige schwarze Mann, der es heutzutage im County politisch zu etwas gebracht ist der korrupte Staatsanwalt, mit einigem Dreck am Stecken. Zwei weiße alte Männer erinnern sich wehmütig an ihre erotischen Erfahrungen mit schwarzen Frauen. Nur um zwei Beispiele zu nennen. Ob dem Autor der Kampf gegen Rassismus tatsächlich ein Anliegen ist, konnte ich nicht feststellen. Grausame Hassverbrechen weißer Männer an der schwarzen Bevölkerung aufzuzählen alleine reicht dazu nicht.

    Wenn man davon absieht und nur einen spannenden Thriller lesen will, findet man einen weitschweifigen, ausufernden Plot, bei dem Freunde von Verschwörungstheorien sicher ihre Freude hätten. Die Handlung ist auf knapp über 1000 Seiten aufgeblasen. Dramaturgisch wäre da viel zu straffen. Greg Iles setzt auf das Stilmittel der Wiederholung, lässt Ermittlungsergebnisse zwischen den Protagonisten die Runde machen, bis auch der letzte von ihnen weiß, was der Leser schon beim ersten Mal verstanden hat. Der einzige Vorteil einer derart redundanten Erzählweise ist, wenn man bei Seite siebenhundertdrölfzig geneigt ist, geistig abzudriften, bekommt man eine knackige Zusammenfassung der Ereignisse serviert.

    Erstaunlicherweise ist die Geschichte nach 1000 Seiten noch immer nicht zu Ende erzählt. Zwei weitere ebensolche Wälzer liegen zu den Verbrechen am Knochenbaum noch vor.

  17. Cover des Buches Nightingale Way - Romantische Nächte (ISBN: 9783548287515)
    Samantha Young

    Nightingale Way - Romantische Nächte

     (293)
    Aktuelle Rezension von: Sarih151

    „Nightingale Way – Romantische Nächte“ ist der sechste und letzte große Band der herzerwärmenden Edinburgh-Love-Stories von Samantha Young.


    Hier stehen Logan MacLeod und Grace Farquhar im Mittelpunkt,

    die Tür an Tür wohnen.

    Bisher führte jeder sein Leben abseits vom anderen,

    doch immer öfter sorgen seine ausschweifenden & unüberhörbaren Bettgeschichten, sowie seine Überheblichkeit, für Wut und Empörung bei Grace.

    Garantiert will sie mit so einem Mann nichts zu tun haben.

    Doch als Logans Vergangenheit plötzlich in ihrem Treppenhaus steht,

    ist Grace selbstlos genug um ihre Hilfe anzubieten.

    Nun lernt sie Logan ganz neu kennen,

    und plötzlich steht ihr Herz auf dem Spiel.


    Was sich neckt, das liebt sich – das trifft auch auf Logan und Grace zu.

    Zunächst ist das Verhältnis zwischen ihnen angespannt woraus sich die ein und andere aufbrausende Diskussion und hitzige Szene ergibt.

    Mit dem Auftauchen von Logans Vergangenheit wandelt sich ihr Verhältnis,

    wird freundschaftlicher, inniger und immer verführerischer & verlockender.


    Ich habe die Geschichte des Paars unglaublich gerne gelesen!

    Dennoch gab es auch Momente, wo ich die Augen verdreht habe – zum Beispiel als Logan anfangs den unsympathischen Bad Boy heraushängen lässt, oder diesen Hick-Hack von „Ich will dich zwar, verbiete mir aber eine Beziehung ...“.

    Na ja, ein wenig Hin und Her gibt es eben in jeder Liebesgeschichte.


    Obwohl Logans anfangs einen auf Aufreißer und dicke Lippe macht,

    habe ich ihn total lieb gewonnen.

    Er hat eben eine harte Zeit hinter sich, die er zu kompensieren versucht.

    Sonst ist er ein sehr loyaler und attraktiver Mann mit stark ausgeprägtem Beschützerinstinkt.


    Grace hat um sich eine dicke Mauer aufgebaut.

    Zwar ist sie sehr nett und hilfsbereit,

    lässt aber lange Zeit niemanden wirklich nah an sich heran – was man selbst als Leser merkt.


    Ich war überrascht, was sich hinter der dramatischen Wendung verbirgt,

    die Logan und Grace zueinander führen sollte,

    aber irgendwie hat genau das, die Story so besonders und berührend gemacht.

    Es war einfach total liebenswert und mitreißend!

    Ein paar andere Komplikationen gab es dann auch trotzdem noch,

    die aber meistens sogar mit Worten und wundervollen Gesten gelöst wurden.


    Beim Lesen hatte ich die meiste Zeit ein Lächeln auf dem Gesicht oder musste wohl glückselig aufseufzen.


    5 von 5 Sterne.


    Als Schmankerl obendrauf gibt es ein Wiedersehen mit den bekannten und beliebten Gesichtern der Reihe, sowie abschließend für jedes Pärchen ein kurzes Kapitel.

  18. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja, wie viele? (ISBN: 9783837109276)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Bommerlinda
    Ja, ich bin eine Spätzünderin, bzw. eine Spätleserin.

    Fünf Jahre steht die philosophische Reise des Herrn Prechts bereits in meinem Bücherregal, aber ehrlich gesagt, habe ich nie so richtig Lust verspürt, dieses Buch zu lesen, warum auch immer. Das hat sich nun geändert und so schlimm, wie ich es mir zeitweise ausgemalt habe, ist es dann doch nicht zu lesen.

    Der Inhalt des Buches gibt auf unterhaltsame Art und Weise Antworten auf Fragen, mit denen sich Philosophen so im Allgemeinen beschäftigen müssen. Hier besitzt Herr Precht die Fähigkeit, manch tiefgreifende Erkenntnis so prägnant auf den Punkt zu bringen, dass viele Philosophen noch etwas lernen können.
    Allerdings behandelt Precht vor allem die modernen Philosophen des 19. und 20. Jahrhundert. Wer einen wirklichen Überblick über die wichtigen Philosophen haben möchte, der kommt um andere Bücher nicht drumrum, so wird beispielsweise Sokrates, der Begründer der Philosophie, nur kurz erwähnt. 

    Übersichtlich und kompakt umfasst jedes Kapitel um die zehn Seiten. Die Sprache ist verständlich, und jedes Thema wird sehr klar dargestellt und fast immer mit einem Beispiel aus dem heutigen Alltag belegt, so dass die Gedanken Prechts sehr anschaulich vermittelt werden.
    Der Autor bietet dem Leser einiges, nämlich die drei Pfeiler der Philosophie: die Ethik die Erkenntnistheorie sowie die Metaphysik.
    So gesehen ist die philosophische Reise mit Precht zwar unterhaltend und lehrreich, meines Erachtens führt sie aber letztendlich in ein Nirgendwo.

    Wer sich allerdings nur für Zusammenhänge aktueller ethischer Fragen interessiert, für den ist dieses Buch sicherlich spannend, aufschlussreich und durchaus lesenswert.
  19. Cover des Buches Abgespeist (ISBN: 9783596176298)
    Thilo Bode

    Abgespeist

     (23)
    Aktuelle Rezension von: zimtstern
    Kaum zu glauben, was dem Ottonormalverbraucher heutzutage geboten wird. Legal vergiftete Lebensmittel sind noch Lapalien im Hinblick auf das Ausmaß des Betrugs durch die Lebensmittelindustrie. Scheinbar sind wir machtlos dagegen - oder doch nicht? Dieser Aufklärungsratgeber von Umwelt- und Verbraucherschutzaktivist Thilo Bode gibt Antworten zu den politischen Hintergründe dieser Zustände. Sein Ziel: Mehr Rechte für die Verbraucher. Dieser Roman gibt neue Einsichten über die Interessen der Lebensmittelindustrie! Hat man dieses Buch gelesen, wird kein Einkauf mehr so unbeschwert sein, wie er einmal war.
  20. Cover des Buches Die Brut der Wölfe (ISBN: 9783954751662)
    Daniel Wehnhardt

    Die Brut der Wölfe

     (12)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Daniel Wehnhardt – Die Brut der Wölfe

    „Die Brut der Wölfe“ ist ein Kriminalroman von Daniel Wehnhardt, der 2019 im Prolibris Verlag erschienen ist.

    Zum Autor:
    Daniel Wehnhardt, 1984 in Fürstenhagen geboren, studierte in Kassel Spanisch und Politikwissenschaft und ist nun angehender Lehrer. Er ist Gewinner diverser Literaturwettbewerbe. 2016 erschien mit »Verpressung« sein erster Kassel-Krimi. In seiner Freizeit widmet er sich der Literatur und den asiatischen Kampfkünsten.

    Klappentext:
    Bahía Feliz, Gran Canaria. Hierhin hat sich André Jäger zurückgezogen. Nach dem schmerzlichen Verlust eines besten Freundes hat er alles hinter sich gelassen: seinen Beruf, seine große Liebe, seine Familie. Nun ruft der Kasseler Chef des Verfassungsschutzes ihn zurück in seine Heimat. Rechtextremisten haben einen Anschlag mit zahlreichen Toten und Verletzten verübt. Jäger soll weiteres Blutvergießen verhindern und die braune Zelle infiltrieren. Was er nicht weiß: Nicht nur die Zeit spielt gegen ihn …

    Meine Meinung:
     Dieses Buch hat mich positiv überrascht, denn kaum etwas war so wie ich es erwartet hatte. Andre Jäger, die Hauptfigur, ist durchaus komplex gezeichnet. Er hat seine Ecken und Kanten, nimmt es manchmal nicht so genau mit den Buchstaben des Gesetzes und er hat noch eine Rechnung offen. Sein bester Freund starb bei einem Kampfsportevent, weil sein Gegner nicht aufhören konnte. Für Andre, selbst Kampfsportler, war es Mord. Aber nun kehrt er nach Kassel zurück, um als V-Mann für den Verfassungsschutz in rechten Kreisen zu ermitteln. Anschaulich wird der Weg Andres in die rechtsextreme Gruppe beschrieben, die erst durch ein Spitzel möglich wird. Die Gruppe selber ist professionell geleitet und ihr Anführer ist ein angemessener Gegner. Die Leute des Verfassungsschutzes wirken da eher wie Lehrlinge.

    Die Spannung baut sich langsam auf, steigert sich kontinuierlich und entlädt sich in einem Showdown erster Güte. Der Schreibstil ist einfach, aber leicht lesbar und gut verständlich. Manche Stellen sind hart und grausam, da darf man nicht zu zart beseidet sein. Der Ich-Erzähler Andre vermittelt seine Gedanken, seine Sorgen und Nöte und seine Gefühle in einer Weise, die Sympathien weckt. Auch seine Verbundenheit zu Kassel, die Stadt seiner Geburt und seines Aufwachsens, findet Ausdruck in seiner atmosphärischen Schilderung. Seine Motivation wächst erheblich, als er im Anführer der Gruppe den letzten Gegner seines Freundes erkennt.

    Der Leser glaubt, dass Andre alles im Griff hat, aber der Autor hat einige Überraschungen auf Lager.

    Fazit:
     Mir hat dieser Kriminalroman in weiten Teilen sehr gut gefallen, allein fehlt es manchmal an Glaubwürdigkeit, denn das Spektakuläre geht zu ihren Lasten. Andre kann es locker mit Ikonen aus diesem Genre aufnehmen. Von mir gibt es gute vier von fünf Sternen (85 von 100 Punkten). Ich kann das Buch Freunden spannender Unterhaltung empfehlen.

  21. Cover des Buches Anonyme Untote (ISBN: 9783453434967)
    S.G. Browne

    Anonyme Untote

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Dyst0pia
    Worum geht es?
    Andy lebt im Weinkeller seiner Eltern, ist Witwer und Vater einer siebenjährigen Tochter. Außerdem ist er tot… genau betrachtet eigentlich untot. Von der Gesellschaft ausgeschlossen, findet er den einzigen Trost bei seinen Mit-Zombies. Allen voran bei der attraktiven Selbstmörderin Rita. Denn Zombies streben nach dem Selben, was ihre atmenden Pendanten ersehnen: Liebe!
    Zombies sind auch nur Menschen…

    Zombies haben es in der Romanwelt von S.G. Browne nicht leicht.
    Sie haben keinerlei Rechte, müssen aber jede Menge Auflagen befolgen. Sie werden geächtet, beschimpft und manchmal aus reinem Spaß zerstückelt. Nachts werden sie wie streunende Hunde eingefangen und in Käfige gesteckt, wenn sie gegen die Ausgangssperre verstoßen. Sollten sie nicht von ihren Angehörigen fristgerecht abgeholt werden, werden sie an Versuchslabore gespendet, enden als Crashtest-Dummy oder werden in einen Zombie-Zoo gesperrt.

    Andy ist so ein Zombie.
    Bei einem Autounfall gestorben und nach der Einbalsamierung wieder auferstanden fristet er ein armseliges Leben im Keller seiner Eltern. Seine Mutter ekelt sich vor ihm und sein Vater hat nur noch Verachtung für seinen Sohn übrig. Die einzigen Personen, bei denen er sich noch wohlfühlt, sind die Mitglieder einer Zombie-Selbsthilfegruppe, genannt „Anonyme Untote“.
    Hier wird klar, dass Zombies – genau wie die Atmer – weiterhin Gefühle haben. Zu den Gefühlen zählt unter anderem Liebe. Diese entsteht zwischen Andy und Rita, einer wieder auferstandenen Selbstmörderin.
    Man erlebt mit, wie aus Andy und dem Rest der Gruppe ein rebellierender Haufen wird, die für sich die Rechte einfordern, die die Lebenden für sich allein beanspruchen.
    Zudem kommen die „Anonymen Untoten“ auf den Geschmack von Menschenfleisch… Was nicht gerade zu ihrer Beliebtheit beiträgt.

    Ich hatte mir mehr davon versprochen, als ich den Klappentext gelesen habe.
    Trotzdem bin ich der Meinung, dass es sich lohnt, das Buch zu lesen. Humorvoll und doch gesellschaftskritisch geht der Autor an die Geschichte heran. Durch die vielen kleinen Kapitel ist das Buch gut geeignet, auch in den knappsten Momenten der Ruhe gelesen zu werden. Man findet dadurch immer wieder gut in die Erzählung hinein.

     
  22. Cover des Buches Afghanische Reise (ISBN: 9783596510726)
    Roger Willemsen

    Afghanische Reise

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Protea
    Ein echter Willemsen!
    Poetischer Blick aus dem Flugzeug hinunter auf die malerischen Farben des Landes. Dann kommt das allmähliche Erwachen des Kriegsgeschehens. Nicht direkt, sondern auf leise Weise, wie es nur ein Willemsen konnte. Er beschreibt die Menschen und ihr Leben,  das durch weltpolitische Machenschaften aus den Fugen gerät. Mit offenem Blick auf die Wahrheit, ohne zu werten, nimmt Willemsen den Leser mit auf die Reise durch das Land. 
  23. Cover des Buches Vox (ISBN: 9783596704514)
    Christina Dalcher

    Vox

     (323)
    Aktuelle Rezension von: Shikkii

    Ich denke dieses Buch spaltet alle Meinungen. Wer auch unnötigen Sex und oberflächliches gebumse steht wird hiermit glücklich. 

    Ich habe hier eine dramatische Herzzerreißende, mitfühlende Geschichte erhofft. Der Anfang war absolut vielversprechend.. Achtung kleiner spoiler hier: 

    Denn fängt sie auf einmal an mit ihre mehemaligen Kumpel zu ***** und denn diese dumme LAbor Beschreibungen. Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten. So eine Langeweile bei so einer genialen Idee. Wie schafft man das? Habe es denn leider abgebrochen, weil ich keinen bock hatte auf diese unnötige Pornography. Nicht mein Ding.. 


    Wer aber auf "unnötige Sex Plots" steht wird mit dem Buch vermutlich seinen Spaß haben.

  24. Cover des Buches Eve sieht es anders (ISBN: 9783868738193)
    J. J. Johnson

    Eve sieht es anders

     (5)
    Aktuelle Rezension von: justitia

    Ein vielversprechendes und äußerst gelungenes Jugendbuch-Debüt mit einer überzeugenden Grundidee, die mich erst nach näherem Nachdenken über das Thema nachhaltig beeindruckt hat!


    Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

    Eve ist klug, unabhängig und selbstsicher und um ihr großes Ziel zu erreichen, die Zulassung zum College, auch bereit, eine große Herausforderung anzunehmen: Die Institution Schule. Denn bisher wurde Eve zu Hause unterrichtet. Sie kommt in eine für sie komplett neue Welt mit Regeln, die sie nur schwer nachvollziehen kann – und ändern möchte. Doch ihre Initiative gerät außer Kontrolle und sie ist gezwungen, sich mit der Welt zu arrangieren, die sie gerade erst anfängt zu verstehen. Und dann ist da auch noch Rajas, der es offenbar wirklich ernst mit ihr meint … J.J. Johnsons kraftvoller Debütroman regt zum Nachdenken an über Freundschaft, Regeln, Grenzen und Macht

    (© Text- & Bildmaterial: Knesebeck Verlag) 


    Meine Gedanken zu dem Buch:

    Bei diesem Buch war es weniger das Cover, das mich beeindruckt und in seinen Bann gezogen hat. Für mich war es eher unscheinbar und hätte mich in einem Buchladen eher nicht angesprochen. Innen dagegen ist das Buch ein echter Hingucker – jedes Kapitel wird durch ein wunderbares Zitat eingeleitet, dass dem Inhalt der Geschichte und auch dem Wesen von Protagonistin angepasst ist und richtig gut mit ihr harmoniert. Für mich war dies immer wieder ein kleines Highlight, das mich super durch die Handlung geführt hat...

    Die Geschichte behandelt verschiedene Grundsatzfragen: Welche Rechte haben Schüler und Lehrer? Sollte ich mir stets, egal unter welchen Umständen und in welcher Situation, treu bleiben? Oder inwieweit sollte ich mich für andere Menschen ändern, um ihnen zu gefallen? Auf all diese Fragen liefert der Autor keine genauen Antworten, sondern vielmehr Denkanstößea für den Leser. Da verwundert es nicht, dass mir dieses Buch nach dem Lesen noch sehr lange im Gedächtnis blieb.

    Jedoch muss ich auch eingestehen, dass die Handlung für mich teilweise sehr überspitzt war und gleichzeitig von so einigen Extremen lebt. Dadurch hat die gesamte Geschichte nach meinem Empfinden an Glaubwürdigkeit und Authentizität verloren. So ist es eher selten, dass Schüler zu solch ungewöhnlichen Methoden wie Eve ergreifen und damit bei dem Schulleiter auch noch Gehör und Gefallen finden. Auch Eve ist ein sehr ungewöhnlicher Charakter, ebenso wie ihre Mutter, die Eve in jeder Situation auf ganz ungewöhnliche und irgendwie auch unübliche Art und Weise unterstützt. Durch Eve sieht man die Highschool mit einem Mal mit ganz anderen Augen und wird auf Grundsatzfragen zwischen Schülern und Lehrern aufmerksam gemacht.

    Besonders bewunderswert fand ich Eves Persönlichkeit. Es ist schon beeindruckend mit welchem Ehrgeiz sie ihren eigenen Standpunkt vertritt und sich für ihre Überzeugungen einsetzt. Sie hat ein klares Bild davon, wie Schule funktionieren muss sowie klare Vorstellungen von richtig oder falsch sowie von gut oder böse. Für mich ist solch ein Charakter in der Jugend äußerst selten und dadurch irgendwie auch etwas Besonderes. Umso mehr war ich von Eve fasziniert, auch wenn ich stellenweise mit ihr so meine Probleme hatte. Diese junge Persönlichkeit hat in mir gemischte Gefühle ausgelöst. Einerseits gefiel mir die Vorstellung, dass es junge Menschen gibt, die sich so engagiert für andere einsetzen und Ungleichheiten sowie Ungerechtigkeiten aufdecken und beseitigen wollen. Andererseits eschien es mir dann doch etwas zu überspitzt und unrealistisch, entfachte in mir aber auch gleichzeitig den Wunsch, dass diese Geschichte rund um Eve doch den ein oder anderen jungen Leser dazu ermutigen würde, sich mehr für andere einzusetzen und seine eigenen Vorstellungen vom gemeinsamen Zusammenleben in seinem Umfeld durchzusetzen versucht.

    Kurz & Gut – Mein ganz persönliches Fazit

    „Eve sieht es anders“ ist für mich ein sehr gelungenes Jugendbuch, dass mich erst nach näherem Nachdenken über die Thematik nachhaltig beeindruckt hat. Die Geschichte macht einmal mehr deutlich, dass man seiner eigenen Persönlickeit stets treu bleiben und für seine Wünsche sowie Träume kämpfen sollte. In vielen Situationen schauen wir einfach weg – doch sollten wir nicht vor den Veränderungen zurückschrecken, sondern uns vor dem Stillstand fürchten!

    © Rezension: 2015, Sandra „Sunny liest“

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