Bücher mit dem Tag "recycling"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "recycling" gekennzeichnet haben.

34 Bücher

  1. Cover des Buches Vollendet - Die Flucht (ISBN: 9783733504434)
    Neal Shusterman

    Vollendet - Die Flucht

     (673)
    Aktuelle Rezension von: Lena_Madeleine_Eckel

    Tatsächlich hatte ich ein wenig mehr erwartet. Die Inhaltsangabe dieser Dystopie hatte mich direkt angesprochen. Sie klang vielversprechend und spannend. Genau das wurde auch direkt zu Anfang des Buches aufgenommen, sehr gut erklärt und umgesetzt. Und dann? Dann kam nichts mehr. Zumindest war der Großteil der Inhaltsangabe erzählt.

    Nun gut, beginne ich mit dem positiven. Der Schreibstil des Autors gefällt mir wirklich gut. Er hat alles sehr detailliert beschrieben, nicht zu sehr, aber so dass man alles gut nachvollziehen konnte. Flüssige Sätze, tolle Emotionen zwischen den Charakteren. Auch wenn alles aus der Erzählperspektive verfasst wurde, so konnte man doch die Gedanken und Gefühle der Protagonisten erkennen. Hier aber auch bereits der erste negative Punkt. Mir haben die ständigen Wechsel nicht gefallen. Ich hätte mir gewünscht, dass auf einen Charakter Fokus genommen wird. Zum Beispiel Connor. Hin und wieder wäre dann mal ein Kapitel aus Risas Sicht erfolgt. So wäre es noch leichter gewesen, den einzelnen Charakter kennenzulernen. In den weiteren Bänden dann hätte man Fokus auf einen anderen Hauptprotagonist legen können. Zwischendurch hat mich der ganze Wechsel auch verwirrt. Besonders zu Anfang. 

    Kommen wir zu den Charakteren selbst. Diese mochte ich an sich sehr gern. Connor und Risa sind natürlich meine Lieblinge. Sie geben alles um zu Leben. Ihre Charaktere wachsen enorm im Laufe des Buches, entwickeln sich weiter und sind nicht immer perfekt, sondern machen auch mal Fehler. Das hat mir sehr gut gefallen.

    Nun zu dem negativen Punkt. Für mich hat sich leider keine richtige Spannung aufgebaut. Es war noch reichlich Luft nach oben vorhanden und ich hätte mir gewünscht, dass die ein oder andere Szene noch ein wenig genauer ausgearbeitet wird. Das Ende war ok, in sich abgeschlossen, dennoch offen. 

    Mein Fazit: Ein guter Start einer Buchreihe, aber ich hätte mehr erwartet. Ich hoffe sehr, dass die Spannung in den nächsten Teilen noch anzieht. Ich empfehle das Buch dennoch gern weiter, besonders an die, die Dystopien lieben. Auch für Fans von Maze Runners, Die Bestimmung etc. Ich jedenfalls werde bald mit Teil 2 weiter machen.

  2. Cover des Buches Hab ich selbst gemacht (ISBN: 9783462042856)
    Susanne Klingner

    Hab ich selbst gemacht

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3
    Meine Schwester hat mir dieses Buch vor einiger Zeit geschenkt und es hat mir viel Spaß gemacht. Die Autorin führt eine Art Tagebuch des Selbermachens. Sie beschäftigt sich dabei mit vielen, sehr unterschiedlichen Bereichen des täglichen Lebens: baut ein Regal für die Küche, streicht die Fliesen in ihrem Badezimmer, pflanzt Kartoffeln, Kräuter und Gemüse an, strickt, näht, häkelt, siedet Seife, fertigt Schuhe, macht Käse, bäckt Brot, ...
    Das eine oder andere hab ich ja auch schon gemacht, vieles aber noch nicht und beim Lesen hab ich richtig Lust bekommen, einige für mich neue Dinge auszuprobieren, z.B. mal Kartoffeln anzubauen.
    Besonders sympathisch ist, dass bei der Autorin nicht alles auf Anhieb ein Erfolg ist und sie machmal auch improvisieren muss. 
    Nur an einer Stelle muss ich ihr widersprechen: Bei einem Stricktreff kann man deutlich mehr und andere gemeinsame Interessen entdecken als nur das Stricken! Selbst wenn die anderen alles Omas sind!
  3. Cover des Buches Ocean City - Jede Sekunde zählt (ISBN: 9783423761994)
    R. T. Acron

    Ocean City - Jede Sekunde zählt

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Unchargedbook

    Ocean city handelt von einer auf dem Meer treibenden Stadt in der Zukunft. In Ocean City bezahlt man mit Zeit. Nachdem die drei Hautpersonen ein Gerät bauen mit dem sie Zeitkonten hacken können, werden sie von mehreren Parteien verfolgt.

    Grundsätzlich finde ich die Idee und die Art wie die Stadt aufgebaut ist spannend. Meiner Meinung nach übertreiben die Autoren aber ein wenig mit den Twists. Es kommen mehrere Momente vor, in denen sich herausstellt, dass eine Person nicht die ist, für die sie sich ausgegeben hat. Wenn das so oft passiert und nicht mal unbedingt erklärt oder vorher impliziert wird, oder sie sogar vorhersehbar sind, macht es das irgendwie nicht überraschend sondern mehr langweilig. Außerdem gibt es einige Löcher in der Handlung. Gewisse Umstände werden nicht erklärt, obwohl es sehr fragwürdig ist, wie es überhaupt dazu kommen konnte oder wieso.

    Fazit: Ich mochte Ocean City. Obwohl offensichtlich nicht über die Primärhandlung hinaus gedacht wurde ist die Geschichte an sich spannend und Jackson ist sympatisch. Ich würde das Buch als gut bewerten und jüngeren Lesern wird wahrscheinlich gar nicht auffallen, was mich gestört hat. Leseempfehlung!  

  4. Cover des Buches Pfade der Liebe (Die Bradens & Montgomerys, Pleasant Hill – Oak Falls 3) (ISBN: B08C764GCZ)
    Melissa Foster

    Pfade der Liebe (Die Bradens & Montgomerys, Pleasant Hill – Oak Falls 3)

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Pukkelpop

    Pfade der Liebe ist das erste Buch welches ich von der Autorin Melissa Foster gelesen habe. Der bildliche Schreibstiel war mir schnell vertraut und hat mich sofort gefesselt, ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.

    Die flippige Morgyn und der gut aussehende Graham lernen sich auf einem Festival kennen und verlieben sich ineinander. Beide sind sehr gegensätzlich, aber Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an.

    Ich finde beide Protagonisten sehr sympathisch und konnte mich in die Charaktere gut hineinversetzen.

    Diese Buch würde ich allen empfehlen die was fürs Herz suchen, eine emotionale, gefühlvolle perfekte Liebesgeschichte die in sich stimmig ist.



  5. Cover des Buches Die Sehnsucht des Vorlesers (ISBN: 9783423253932)
    Jean-Paul Didierlaurent

    Die Sehnsucht des Vorlesers

     (298)
    Aktuelle Rezension von: Anka2010

    Guylain ist auf den ersten Blick ein Eigenbrötler, jedoch keinesfalls unsympathisch. Er lebt in einem kleinen Einzimmerappartement, das er sich mit seinem Goldfisch teilt, geht einer Arbeit nach, die er abgrundtief verabscheut, unterstützt seinen Freund bei der Suche nach seinen Beinen und liest täglich wildfremden Menschen in der Straßenbahn unzusammenhängende Seiten aus den unterschiedlichsten Büchern vor. Klingt skurril? Ist es auch!

    Anfangs war ich doch etwas verunsichert, als ich des Autors detaillierte Beschreibungen von Guylains Arbeitsplatz las. Er erschafft sehr viele Bilder und Metaphern, was mich einerseits abgeschreckt und andererseits fasziniert hat. Didierlaurents locker-leichte, poetisch und zugleich humorvolle Art Guylains Geschichte zu erzählen, empfand ich als außergewöhnlich und sehr unterhaltend. Obwohl der Einschnitt in Guylains sehr geregeltes Leben, der auf dem Klappentext bereits angekündigt wird, erst ca. zu Beginn der zweiten Romanhälfte passiert, konnte mich der sympathische Held von Seite zu Seite mehr für sich gewinnen – und der Autor gleichzeitig für seine Geschichte.

    Eines Tages findet Guylain nämlich einen USB Stick, dessen Inhalt seinem eintönigen Leben eine überraschende Wendung gibt. Welche Dateien sich auf diesem USB Stick befinden, verrate ich an dieser Stelle nicht. Das solltet ihr nämlich dringend selbst herausfinden – es lohnt sich.

    Auch, wenn man anfangs etwas Zeit braucht, um sich auf diese sonderbar-erzählte Geschichte einzulassen, entwickelt sie bald einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Skurril, schwarz-humorig, poetisch und doch unheimlich liebevoll. Ich bin ziemlich angetan von Jean-Paul Didierlaurents Romandebüt und werde Guylain und Julie tatsächlich ein bisschen vermissen.

  6. Cover des Buches #Einfach plastikfrei leben: Schritt für Schritt zu einem nachhaltigen Alltag (ISBN: 9783517098012)
    Charlotte Schüler

    #Einfach plastikfrei leben: Schritt für Schritt zu einem nachhaltigen Alltag

     (39)
    Aktuelle Rezension von: PaulaJosina

    Natürlich ist dies nur meine persönliche Meinung und nur weil ich diesem Buch diese Bewertung zukommen lassen, heißt es nicht, dass es auf jeden anderen zutrifft. Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst jedoch nicht meine ehrliche Meinung. 

    Plastik begegnen wir überall. Morgens nach dem Aufstehen beim Zähne putzen, beim Anziehen, beim Frühstücken. Mittags beim Essen in der Kantine, an unserem Schreibtisch, auf dem Weg nachhause. Aber auch abends kommen wir in Kontakt mit Plastik. In den letzten Jahren wurde immer mehr darauf aufmerksam gemacht, dass diese Masse an Plastik nicht gut für unsere Umwelt ist. Immer wieder sieht man Bilder von Schildkröten in deren Nasenlöcher Strohhalme stecken oder Mägen von Tieren, die komplett voll sind, aber leider nicht mit Essen.

    „Zero Waste“ und „Minimalismus“ liegen im Trend. Eine Plastiktüte ist out und stattdessen greift man zum Jutebeutel. Plastikflaschen? Auch nicht mehr cool. Aber kann man auch noch mehr machen als diese beiden Dinge, um die Umwelt weniger zu verschmutzen?

    Genau aufgrund dieser Frage habe ich das Buch beim Bloggerportal angefragt. Versteht mich nicht falsch, ich versuche schon unnötigen Plastik zu vermeiden, aber manchmal fällt einem halt nicht ganz auf wodrin alles Plastik ist, wie beispielsweise der Coffee to go Becher.

    Meine Freunde haben darüber gerätselt, ob das Buch wohl in Plastik eingepackt sein und es Hochglanzpapier geben würde, aber dies war glücklicherweise nicht der Fall. Die Seiten sind aus Apfelpapier, werden also aus alten Apfelschalen hergestellt. Dies ist meiner Meinung nach eine wirklich tolle Idee. Zwar sind die Seiten dann nicht so weiß wie wir es evtl. von anderen Büchern gewohnt sind aber ganz ehrlich: Wenn interessiert es schon ob die Seiten beige oder strahlendweiß sind?

    Was ich an diesem Buch wirklich mochte, war die Unterteilung. Zuerst wird einem erklärt was Plastik genau ist und es werden verschiedene Begriffe definiert wie beispielsweise biologisch abbaubar oder Bioplastik. Danach nimmt man dann Schritt für Schritt den Abbau des Plastikkonsum in Angriff. Dieser Prozess ist sehr gut individuell anpassbar auf das eigene Tempo und die eigenen Bedürfnisse.

    Hin und wieder gab es kleine Listen zum Ausfüllen oder Bastelanleitungen, wovon ich bestimmt noch einige ausprobieren werde.

    Als ich mich das erste Mal über das Thema bei ein paar amerikanischen Youtubern informiert habe hat mich immer gestört, dass einem vermittelt wurde, dass man beispielsweise sofort die Plastikzahnbürste wegwerfen und gegen eine aus Bambus ersetzen sollte. Warum aber nicht erst die Alte aufbrauchen? Charlotte Schüler betont immer wieder, dass man den Vorgang möglichst ressourcenschonend angehen sollte, dass heißt man ersetzt erst dann etwas gegen eine plastikfreie Alternative, wenn die andere kaputt oder aufgebraucht ist. Ansonsten würde man nur unnötig Müll produzieren. Das sie dies in den Fokus gestellt hat, fand ich sehr gut.

    Das Einzige was mich gestört hat, war, dass sie sich ab und an wiederholt hat und häufig dazu aufgerufen hat dem Instagram Kanal und dem Hashtag zu folgen. Aber ich konnte nachvollziehen wieso sie das tut, da es sich in einer Gruppe meist leichter ein Projekt bewältigen lässt

    Fazit

    Meiner Meinung nach ein wirklich guter Einstieg in das Thema und ein perfekter Guide für die Menschen, die sich aus ihrer Plastikkomfortzone bewegen möchten.

    Von mir gibt es 5 von 5 Sternen

    Für weitere Rezensionen oder buchigen Content schau doch gerne auf meinem Blog vorbei: https://paulajosina.wordpress.com/

  7. Cover des Buches Hier im echten Leben (ISBN: 9783737358224)
    Sara Pennypacker

    Hier im echten Leben

     (29)
    Aktuelle Rezension von: KinderLeseWunder

    Die Worte „im echtes Leben“ und das dunkle Cover haben mich im ersten Moment eher abgeschreckt. Es ließ mich an eine brutal realistische Geschichte denken. Erst der Untertitel „Kann ein Träumer die Welt verändern?“ des Buches „Hier im echten Leben“ von Sara Pennypacker hat mich dazu veranlasst es mir genauer anzuschauen. Und es hat sich gelohnt!

    Der Junge Ware hat es nicht leicht im Leben. Ausgerechnet seine überbehütende Mutter ist die Quelle für sein Gefühl der Andersartigkeit. „All die Jahre hab ich dich behütet, damit du nicht verletzt würdest – ich weiß, ich weiß, überbehütet -, und dann stellt sich heraus, dass ausgerechnet ich diejenige bin, die…“ (S.285) Ware ist die Sorte Mensch, den die Gesellschaft als Träumer bezeichnet. Er ist ebenso die Sorte Mensch, den aufmerksamere Menschen, wie sein Onkel Cy, als Künstlernatur bezeichnen.

    Ware soll die Sommerferien in einem Sommerlager eines Gemeindezentrums verbringen. Dort war er all die anderen Sommer und jedes Mal war es schrecklich. Obwohl er dieses Jahr versucht mit seinen Eltern über seine Gefühle zu reden, ignorieren sie seine Worte und melden ihn trotzdem an. Schlimmer noch - Ware hört zufällig, wie seine Mutter zu seinem Vater sagt „Wieso können wir kein normales Kind haben?“ (S.46)

    Doch es kommt alles anders und es wird der beste Sommer seines Lebens. Er entdeckt seine Stärke und sein Ziel im Leben und versucht die Welt ein Stückchen besser zu machen, in dem er Ungerechtigkeiten bekämpft, wo immer sie ihm begegnen.

    Nein, das Buch hat kein märchenhaftes Happy End. Die Autorin bleibt dem Titel treu. Und das ist gut so. Dadurch wird es eine spannende und lehrreiche Geschichte, die genauso hätte passieren können und in der ein Träumer trotzdem geschafft hat die Welt ein Stückchen besser zu machen. „Schlimme Dinge passieren tatsächlich. Aber zum echten Leben gehören auch all die Dinge, die wir gegen das Schlimme unternehmen.“ (S.278)

    Dieses Buch bekommt von mir eine Leseempfehlung für alle Leser ab 10 Jahren. Es beschreibt genau die Weltsicht, die jüngere Generationen meiner Meinung nach brauchen, um die Welt noch lebenswerter zu machen.

    „Übrigens, du sagst doch immer, dass ich in einem Wunderland lebe. Da täuschst du dich.“ (…) „Es stimmt schon, ich nehme es nicht einfach hin, wenn schlimme Dinge passieren, da hast du recht. Aber ich will nicht, dass Dinge wie durch Zauberrei plötzlich anders werden. Ich will, dass die Dinge das sind, was sie ein könnten. Aber irgendjemand muss das wollen, sonst wird nichts Schlechtes jemals gut werden.“ (S.223)

  8. Cover des Buches Zero Waste - so geht´s (ISBN: 9783404060023)
    Verena Klaus

    Zero Waste - so geht´s

     (17)
    Aktuelle Rezension von: vronika22

    Das Cover ist eher schlicht gehalten, aber im Grunde doch sehr passend und die Thematik gut treffend.

    Autorin Verena Klaus ist eigentlich von Beruf Modedesignerin und Kostümbildnerin. Eine Indienreise und die Geburt ihrer Kinder haben ihr Leben und ihre Einstellung sehr stark verändert.

    In der Einleitung greift sie dies auch kurz auf.

    In Ihrem Buch „Zero Waste – Einkaufen, putzen unterwegs sein – alles ohne Müll“ gibt sie auf ca. 200 Seiten mehr als 250 Tipps zum gesunden und umweltbewussten Konsumieren und zur Müllvermeidung.

    Diese Ideen hat sie sozusagen selbst entwickelt und gesammelt, auch wenn manches nicht ganz neu ist. Dabei stammen die Tipps aus allen Bereichen des Lebens, egal ob Haushalt, Küche, Kleidung, Wohnen, Arbeiten, Einkaufen oder auch unterwegs. Die Tipps sind alle recht einfach und einleuchtend und sehr gut nachzumachen.

    So kann man beispielsweise aus altem Brot ganz einfach leckere Brotchips machen, anstatt das Brot wegzuwerfen. Auch hierzu findet man ein Rezept in diesem Buch.

    Egal ob man sich neu in die Thematik Müllvermeidung und Recycling einarbeiten möchte, oder ob man sich schon damit beschäftigt hat, und sein Wissen vertiefen möchte, dieses Buch ist wohl für jeden hilfreich. Es ist ein regelrechter Praxisratgeber. Schön fand ich auch, dass es im Anhang ein alphabetisches Sachregister, sowie ein paar weiterführende Adressen und Links gibt.

    Alles in allem ist dieses Buch wirklich eine tolle Idee und jeder kann sich herauspicken, was für ihn wichtig oder gut machbar ist. Ich hoffe, dass dadurch viele Menschen ermutigt werden, umweltbewusster zu konsumieren und manchen Müll zu vermeiden.

  9. Cover des Buches Wie wir Plastik vermeiden (ISBN: 9783548060620)
    Will McCallum

    Wie wir Plastik vermeiden

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Linker_Mops
    Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema Plastikvermeidung und bin daher ich gespannt auf neue Tipps. Daher hatte ich zu diesem Buch gegriffen in der Hoffnung neues zu erfahren.

    Leider hat es mir nur wenig geholfen. Wobei das Buch nicht schlecht ist. Für Einsteiger in das Thema ist das schon gut. Man erfährt viel Hintergrundfacts zum Thema und für einzelne Lebensbereiche gute Tipps, wie man Müll vermeidet. Aber bspw. immer einen Jute-Beutel dabeihaben und Lebensmittel lose einkaufen, war für mich nix neues und vieles davon praktiziere ich schon.

    Und 2 Kritikpunkte habe ich zusätzlich:
    1. Dieser Kampagnenteil und die ständige Aufforderung Familie/Freunde/Kollegen von der eigenen Mission zu überzeugen, war mir too much. Da kommt definitv der Aktivist hervor.
    2. Nicht alle Tipps sind auch ökologisch sinnhaft. Bspw. das Thema Windeln. Ja, Pampers und Co sind Plastikmüll, aber die Alternative Stoffwindel, die der Autor anpreist, ist ökologisch nicht besser, da der Energieverbrauch & Einsatz von Chemie beim Waschen sehr hoch ist. Dazu gibt er mehrere Studien. Hier hätte ich mir besseres abwegen gewünscht.

    Gut fand ich allerdings, dass er mit angesprochen hat, dass manche Menschen eben auf bestimmte Plasteartikel angewiesen sind und man hier keine schnellen Vorurteile machen soll.

    Fazit: Für Einsteiger geeignet, Fortgeschrittene sollten die Finger davon lassen.
  10. Cover des Buches Nix für die Tonne! (ISBN: 9783845837116)
    Karine Balzeau

    Nix für die Tonne!

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Silbendrechsler

    "Nix für die Tonne" ist ein wunderschön gestaltetes Kindersachbuch von Karine Balzeau aus dem Verlag arsEdition.
    Ich habe schon mehrere verschiedene Erwachsenenbücher zu den Themen Plastikmüll vermeiden, Upcycling, nachhaltig leben usw. gelesen. Dieses Sachbuch für Kinder vereint die wichtigsten Dinge zu genau diesen Themen und erklärt sie so, dass auch Kinder sie ohne Probleme verstehen. Dazu gibt es praktische Beispiele, wie man den eigenen Alltag nachhaltiger gestalten kann und Bastelideen zum Wiederverwenden und Müllvermeiden. Bei allem helfen die schönen und leicht verständlichen Illustrationen und das Marienkäferchen Marie.
    Ein Muss für alle Kinder und Eltern, die selbst etwas bewegen und umweltbewusster leben wollen!


  11. Cover des Buches Floaters - Im Sog des Meeres (ISBN: 9783407747389)
    Katja Brandis

    Floaters - Im Sog des Meeres

     (31)
    Aktuelle Rezension von: tines_bookworld

    Ich habe Katja Brandis Buch "Ruf der Tiefe" sehr geliebt, und als ich auf einem Flohmarkt dann "Floaters" entdeckte, war klar: Das Buch kommt mit! Leider habe ich jedoch ganze 4 Monate benötigt, das Buch zu lesen, es war eine regelrechte On-Off-Beziehung.

    Im Zentrum der Geschichte stehen die Zwillinge Malika und Danilo, die mit einem Forschungsteam gegen den pazifischen Müllstrudel vorgehen. Dabei treffen sie jedoch auch auf Piraten, unter ihnen Arif, die ihr eigenes Interesse am Müll haben. Kann dieses Aufeinandertreffen gutgehen?

    Die erste Hälfte des Buches ging sehr schleppend voran. Es kommen zu viele Nebencharaktere vor, bei denen ich mich fragte, worin genau ihr Beitrag zur Geschichte besteht. Die vielen Namen, von denen sich auch einige ähnlich waren, konnte ich mir ewig nicht merken. Ehrlich gesagt habe ich die Namen irgendwann nur noch gelesen und die Figur dahinter einfach ausgeblendet, weil ich sie eh nicht zuordnen konnte. Dies war sehr schade, da dadurch der Bezug zu den Charakteren gefehlt hat. Generell konnte ich zu keinem eine besondere Verbindung aufbauen. Arif war mir von Anfang an unsympathisch, Malika wurde es mit der Zeit und Danilo war auch sehr eigen. Die Liebesgeschichte zwischen Arif und Malika war meiner Meinung nach komplett unnötig und fehl am Platz. Beide haben sich scheinbar auf den ersten Blick ineinander verliebt und waren seitdem nicht mehr voneinander loszubekommen. Besondere Chemie kam bei mir als Leser nicht an, mir war eher so, als hätte die Autorin zwanghaft eine Romanze mit einbringen müssen. Nein, hättest du nicht! Die Themen "pazifischer Müllstrudel", "Plastik" und "Auswirkungen auf die Umwelt" sind wichtig genug und könnten auch alleine die Geschichte einnehmen. Erschreckend waren sie allemal, wie sehr Plastik schon den Lebensraum von Mensch und Tier eingenommen hat! Es war sehr faszinierend zu lesen, mit welchen Methoden es rein hypothetisch möglich wäre, den Kampf gegen den Müll aufzunehmen. Das Projekt "Ocean CleanUp" ist tatsächlich schon in der Realität im Gange und erzielt erste Erfolge.

    "Floaters" behandelt wichtige Themen bezüglich der absurd hohen Plastikabfälle der Menschen, den Einfluss auf die Umwelt und regt definitiv zum Nachdenken an. Die vielen Nebencharaktere, die mangelnde Spannung in der ersten Hälfte und die unnötige Liebesgeschichte haben der Geschichte jedoch die Eindringlichkeit genommen, die durch die Themen eigentlich erreicht werden sollte. Guter Gedanke, leider mangelhafte Umsetzung. Ich vergebe 3/5 Sterne.

  12. Cover des Buches Müll (ISBN: 9783407812155)
    Gerda Raidt

    Müll

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Mrs_Nanny_Ogg

    Ich habe für ein Büchereiprojekt mehrere Kinderbücher zum Thema Müll gekauft. Dieses hier hat mich besonders begeistert. Es geht vielen kritischen Fragen nach: Woher kommt eigentlich der viele Müll? Wie war das früher? Wie wird es in der Zukunft sein? Sind das nicht alles Spinner, die ihren Müll trennen?

    Das Buch spart nicht an Kritik, kommt dabei aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Es macht bewusst, was heute eigentlich als selbstverständlich angesehen wird, aber noch gar nicht so lange ist, wie es eben ist. Die enorme Wegwerfgesellschaft und ihre gegenwärtigen und zukünftigen Probleme werden kritisch betrachtet. Aber wie kann man es vielleicht besser machen? Auch dafür hat dieses Buch einige gute Vorschläge.

    Sehr ansprechend ist es auch durch die vielen Illustrationen und die kindgerechte Sprache.

    Mehr davon!

  13. Cover des Buches 50 Tage ohne Plastik (ISBN: 9783845842189)
    Alexandra Löhr

    50 Tage ohne Plastik

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Schneeflamme

    „50 Tage ohne Plastik. Ideenkärtchen für den Alltag“ von arsEdition mit der ISBN 9783845842189. Bei einem Großreinemachen lohnt es sich überlegen, wo man gleich Plastik einsparen kann. Dabei hilft dieses Kartenset mit allerlei nützlichen Tipps. Durch die Kartenform liest es sich schnell weg und ist auch für wenig Leser geeignet. Die Gestaltung ist optisch ansprechend und sehr gut geeignet für Menschen, die ihr Leben nach und nach plastikfreier gestalten wollen. Manches ist nicht unbedingt neu- aber jeder fängt mal an. Somit ist es auch eine schöne Geschenidee für Menschen, die ihre ersten Schritte in Richtung No plastic wagen.

  14. Cover des Buches Rose: Die Grande Dame des Bio-Recyclings (ISBN: B07X8NZHYB)
    Mari März

    Rose: Die Grande Dame des Bio-Recyclings

     (2)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Mari März ist nicht in der Lage, irgendeine Szene zu zeichnen. Stattdessen erzählt sie die schlechte Geschichte einer Protagonistin, der ich keinen Moment lang glauben konnte. Es fühlte sich beim Lesen so an, als würde sie nichts anderes tun, als maßlos zu übertreiben und vor allem mich zu belügen.

    Sie soll eine Self-Made-Verbrecherin sein, die sich auf Leichenbeseitigung spezialisiert hat, aber sie erzählt es so lasch hinunter, als würde sie es selbst nicht glauben. Dabei gibt sie ständig an und behauptet, sie wäre eine Geschäftsfrau.

    Ihre Persönlichkeit ist total eingeschränkt auf ihre Selbstüberschätzung mit der sie jeden Mann in ihrem Leben unter Kontrolle hält, wobei diese Männer sich wie die letzten Idioten benehmen, die sich schamlos von ihr ausnutzen lassen und das auf die extremste Weise. Keiner dieser Männer besitzt einen Funken an Selbstachtung und jeder Mann ist auf sein Geschlechtsteil reduziert.

    Die Autorin hat sich beim Lesen auch dafür entschieden, dass die Protagonistin den Leser direkt anspricht und jedes Mal, wenn sie das getan hat, habe ich mich weggedrückt. Es gibt nichts, was diese Frau sympathisch macht. Während die Männer nur an Sex denken, denkt sie ihr eigenes Kapital. Die Autorin baut keine Nähe auf, macht die Figur nicht begreiflich, setzt die Figur nicht mit ihrem Trauma auseinander, macht sie nicht menschlich, gibt ihr keine Seele, keine Gefühle, keine Leidenschaft, sondern sie bleibt ein plastischer Bösewicht, der verdammt wird, unter den Reihen der gesichtslosen Antagonisten zu verschwinden.

    Während die Protagonistin sich so benimmt, benehmen sich die anderen Figuren realitätsfern. Das fängt schon mit Kevin an: "Kevin keucht immer denselben Satz. Seit über zehn Jahren. Jeden Samstag. Aber das ist mir egal."

    Zuerst wird er schüchtern beschrieben, wie er mit hochrotem Gesicht in ihr Büro kommt und mucksmäuschenstill auf ein Zungenspiel wartet. Aber sie bläst ihm schon seit zehn Jahren. Seit 10 Jahren! Jeden Samstag pünktlich um elf! Da wird man nicht mehr schüchtern, sondern es passiert genau das Gegenteil: Es härtet einen ab, nimmt einem die Scham weg, verändert seine Persönlichkeit und nach so langer Zeit verliert auch der Oralverkehr seinen Glanz. Es wird zu Routine, zu einer eingeübten Angelegenheit, einer Gewohnheit, Alltag, und irgendwann verliert es gänzlich seinen Reiz und man wird nicht mehr bereit sein, für so einen Akt auf Unsummen zu verzichten, damit man den gratis Handlanger für die Drecksarbeit spielt. Dieses Opfer macht keiner auf die Dauer. Das nimmt ihm jede Glaubwürdigkeit.

    Überhaupt scheint jede Figur mit der Protagonistin schlafen zu wollen. Einfach jeder und irgendwie scheint die Autorin zu denken, dass auch der Leser das möchte. Bei jeder Gelegenheit zeigt die Protagonistin ihre Brüste, als würden die Männer das als ein Trinkgeld ansehen. Es gibt im Buch keine Figur, die ihre Brüste nicht gesehen hat!

    Außerdem kriegt sie so ziemlich alles, was sie möchte. Es gibt keinen Moment mit einem Konflikt. Sie muss sich mit niemanden auseinandersetzen und alles läuft geschmiert, so dass das Buch sehr schnell langweilig wurde. Es ist eine dumme Geschichte, übertrieben, schlecht, geistlos und unglaubwürdig.

  15. Cover des Buches Der Junge, der den Wind einfing (ISBN: 9783424150438)
    William Kamkwamba

    Der Junge, der den Wind einfing

     (8)
    Aktuelle Rezension von: bauerhepeter

    “Do they know it is Christmas ? “  " Wissen sie denn überhaupt dass es bald Weihnachten ist ? „ war die  übersetzte Kopftextzeile eines Popsongprojektes 1984,  welches in der Zwischenzeit mehrmals zugunsten Afrikahilfsprojekte in Variationen neu  aufgelegt wurde. Gründer und Texter waren  Bob Geldof von der Punkrockgruppe  " The Boomtown Rats  " und Midge Ure von der Synthipopgruppe  " Ultravox " die damals Anfang der 80er sehr bekannt war. Beide wurden deswegen auch in den Adelsstand von der englischen Königin erhoben auch .   Eine  schier endlose Reihe bekannter und weniger  populärer Popgrößen und  Rockinterpreten  haben  ihre Stimme und auch  Ideen, Studios und  Instrumente kostenlos zur Verfügung gestellt , so dass Millionen an Hilfsgeldern an bekannte Wohltätigkeitsorganisationen wie Care oder Oxfam zur Linderung aktueller Probleme dort überwiesen konnten. Musiker aus aller Welt wie Chris Martin ( Coldplay ) , Paul McCartney ( Ex Beatles )  ,Wolfgang Niedecken ( Bap ) , Jennifer Rostock ( " Du willst mir an die Wäsche " ) , Bono ( U2 ) . Campino ( Tote Hosen )  .David Bowie ( RIP !). Phil Collins  ,( Genesis ) , Clueso ( "Von und über Clueso " ) .( Boy George( Culture Club) , George Michael ( Wham ) , Andreas Bourani  ( " Auf uns " ) , Quenn ( " Bohemian Rapsody " ) , Ina Müller ( Inas Nacht ) . Sting ( " An English man in New York " )  ,Jan Delay ( Lesebotschafter Stiftung Lesen ) . Kylie Minoque  (  " Want you get out of my Head " ) . Cro ( " Bye Bye  ") . Chris Rea ( " Driving home for Christmas " ) , Sportfreunde Stiller , (  "Applaus Applaus  ") . Cliff Richard ( " Devil woman ")  .Silbermond ( " Leichtes Gepäck " )  ,Wet Wet Wet  ( " Love is all around  " ) , Lisa Stanfield (  "All around the word  " ) .Udo Lindenberg ( " Cello " ), Keane ( " Somewhere  only we know " ) , Peter Maffey (  " Über sieben Brücken  ") , Robbi Williams ( " Angel " ) , Thees Ullmann  ( " Sophia der Tod und ich " ), Dido  ( "White Flag " )  Frank Healy( Travis ) Katie Melua (99 Bicycles), One Direction ( "  Drag me down " ) , 2Raumwohnung ( " 36 Grad " ) , Robert Plant ( Led Zeppelin  ) ,Elli Goulding ( " Love me like I do  " ) , Seal  ( " Kiss from a rose " ) , Radiohead ( " Creep " ) , Snow  Patrol ,Gentleman ( " You remember me ") , Paul Weller (Style Council ) und Ed Sheeran ( " Thinking out Loud  " )

    waren  dort für einen guten Zweck aktiv .Hier im Jahre 2000 in   einem kleinen Dorf im zentralen Malawi scheint leider kein Geld geflossen zu sein obwohl bestimmt nötig denn diese Gegend gehört zu den ärmsten der Welt. Viele der älteren Lbler unter uns können sich bestimmt noch an Aktionen von Optikerläden  hier in Deutschland  erinnern die  gebrauchte Brillen einsammelten. Diese wurden oft in dieses Land , eine ehemalige englische Kolonie geschickt. Die Lebenserwartung ist nur halb so groß wie in Deutschland und ein Drittel der Bevölkerung sind Analphabeten. Die meisten Menschen haben kaum  Zugang zur Gesundheitsversorgung und zu Bildung. Savannen und Buschsteppen herrschen bei großer Hitze  vor. Hier sind Gnus ,Zebras ,Antilopen , Löwen,Geparden,Elefanten,Giraffen und Leoparden  in oft staubigen Gefilden unterwegs.Gerade jetzt wäre es besonders nötig gewesen denn wiederholt beherschen Dürrekatastrophen nach vernichtenden Regenfällen das ohnehin schon schwierige Leben der Dorfbewohner.

    So muss auch der 13 jährige William deswegen leider die Schule abbrechen denn durch Ernteausfälle hat sein Vater beim besten Willen kein  benötigtes Schulgeld. Doch  William gibt  nicht auf und  eignet sich selbst Wissen an durch die mitgebrachten  Unterlagen anderer Schüler und Besuche in der örtlichen  Bücherei. wo er auch auf ein amerikanisches Buch über regenerative Energien  namens „ Using Energy „ stößt .Beim Anblick  der sich abzeichnenden Möglichkeiten ist sein Interesse sofort geweckt  und mit eisernem Willen trotz der  üblicher Widerstände verfolgt er sein Ziel unerbittlich, eine Quelle für Strom für sich , seine Familie und dann fürs ganze Dorf zu schaffen .Besonders  auf einem Kontinent  ,der durchdrungen ist durch lange Zeiten des Aberglaubens und der Macht von Schamanen und Medizinmännern  sowie traditionsbewussten Dorfältesten ist dies umso mehr zu honorieren denn oft werden neue Ideen sowie dem Westen zugewandtes Denken sehr kritisch und als von Dämonen gesteuert gesehen. Menschen werden dazu schnell ausgegrenzt , verstoßen aus der Dorfgemeinschaft und sogar umgebracht, weil man meint in ihnen wirken  böse  Geister gegen das Allgemeinwohl der Dorfbewohner. Viele gutgemeinte   Initiativen wie die Verbreitung von Solarkochern durch Hilfsorganisationen ,naheliegend bei diesen Klimabedingungen, und moderne Verhütungsmitteln scheiterten an traditionellen Vorbehalten weil  man zum Beispiel dachte seitens der Eingeborenen über den Sonnenstrahl reflektierendes Licht  fahren  teuflische Geister ins  gerade zu bereitete Essen und vergiften es. Auch William  wird am Anfang als der „ Verrückte vom Schrottplatz „ bezeichnet. Hier sucht der schon immer technisch interessierte Junge nach passenden Utensilien für sein Windradprojekt dass der auf einem Turm aus Gummiholz installiert hat dessen reiner Anblick die nicht Schwindelfreien unter uns bereits mulmig in der Magengegend lassen wird. Alte Teile von Fahrrädern, Autos und Traktoren sowie geschmolzene PVC- Rohre machen seine afrikanische Windkrafterfindung perfekt .Es treibt eine erste Glühbirne an und wird schließlich durch Stromspeicherkapazitäten und Solarmodule leistungsfähig erweitert.

    William Kamkwamba und seine fast 12 Meter hohe Konstruktion  lassen sich auch sehr schön auf beigefügten Bildern in dem besagten Buch, dass der amerikanische Journalist  Bryan Mealer literarisch begleitet bewundern. Sind  doch nicht selten  Schnappschüsse vor Ort ein stilsicheres Mittel um uns noch besser in diese erzählenswerte Geschichte eintauchen zu lassen.


    Schön dass es doch immer wieder  erzählte Erlebnisse vom Schwarzen Kontinent gibt , die Hoffnung versprühen und kleine aber vielversprechende Wege aufzeigen, die erst nur kleine Trampelpfade zu sein scheinen , aber doch beweisen,dass es  auch dort  Möglichkeiten im begrenzten Maße  gibt , die allgemeine   Lage zu  mildern und gar zu verbessern. Sie geben dort lebenden Menschen den dringend  benötigten Mut und bestärken ihre Willenskraft weiterhin durchzuhalten  und gegen Missstände energisch anzugehen.

    Gute  Geschichten schrecklicher aber realer Natur gibt es  ja mit " Wüstenblume " und den Nachfolgebänden " Nomadentochter  ",  " Schmerzenskinder " und  "Brief an  meine Mutter  ",  " Sklavin  " von  Mende Nazer ,  " Niemand sieht dich wenn du weinst  "   oder  "Weitgegangen " von Dave Eggers,  " Der Chronist der Winde " ( Strassenkinderproblematik ) sowie  "Allah muss nicht gerecht  sein  " ( Kindersoldatentum ) leider schon zu genüge.

    Geschichten hoffnungsvoller Natur  sind auch die der leider schon verstorbenen Wangari Maathai aus Kenia die als erste Afrikanerin die  den Friedensnobelpreis bekam .Sie wurde für ihr Bemühen ihr weitgehend abgeholztes Land wieder erfolgreich aufzuforsten ausgezeichnet. Tausende kräftig zupackende  ostafrikanische Frauen pflanzten in der im Jahre 1977 von ihr sogenannten Grüngürtel – Bewegung ( Green Belt Movement ) Millionen von standortgerechten Bäume , um wieder lebensnotwendiges Brennholz zu schaffen. Brennholz  das so immens notwendig ist um  das wenige Essen zu zubereiten und was  von immer weiter in der   ausgeräumten Landschaft mühsam herbeigeschafft werden musste. Ausgehend von sieben symbolisch gepflanzten Bäumen in der Hauptstadt von der noch heute zwei riesig und schattenspendend am Leben sind wurde viel gegen die Erosion unternommen um so die Lebensumstände der Eingeborenen und  die Ausbildungsmöglichkeiten für die Kinder zu verbessern. Gegen Gewaltandrohungen und trotz  Haftstrafen wurden bestehende Wälder vor Raubbau gerettet und in einer Verknüpfung von  Umwelt, Frieden, Frauenrechte auch demokratische Strukturen  gefördert. Ohne einen Frieden mit der Natur gibt es auch keinen Frieden zwischen ihren Bewohnern.  Und dabei   ist  die Alltagsrolle von Frauen bei der Bewältigung der schweren Probleme in Afrika  eine sehr gewichtige.  Dies verät uns auch dieses Buch   ; Wangari Maathai: Die Grüngürtel-Bewegung. Ansatz und Erfahrungen. („The Green Belt Movement“). Ennsthaler, Steyr 2008,

    Aber es gibt aber auch dort glücklicherweise immer noch weitsichtige weise Männer wie auch Yacouba Sawadogo

    aus   Andrea Jeskas Buch   " Der Mann, der die Wüste aufhielt " .Ein einfacher Mann in  Burkino Faso ,der des Lesens und Schreibens überhaupt nicht mächtig aber mit einem Auge und einem Ohr  für die Probleme seiner Gegend ,die er erfolgreich mit traditionellen Anbau -  und  Aufforstungsmethoden begegnet.So schuf er Jahr für Jahr nur mit seiner Hacke ausgerüstet riesige Wälder in seiner Gegend um dem weiteren Vordringen der Wüste Einhalt zu bieten . Heute ist er berühmter Gelehrter in seinem Umfeld der sogar bei wichtigen Fachkonferenzen im Ausland spricht. " Du kannst nichts  Gutes tun ,ohne dabei Widerstand provozieren.Und wenn du Feinde hast ,spürst du ,dass du etwas Gutes tust ." Ein eindringlicher Satz von ihm der noch lange nachwirkt und uns an einen weiteren  ,aber europäischen ," Aufforstungshelden " in der Provence Frankreichs erinnert.1952 schuf nämlich  Jean Giono  den Schäfer und Imker Elizeard Bouffier ,der alleine einen ganzen Eichenwald pflanzte,

    in einer ergreifenden fiktiven Geschichte  namens " Der Mann , der Bäume pflanzte " . Hier in der Abgelegenheit kehrt dadurch das Wasser wieder in die Brunen zurück und mit  ihm die vom Land in die Stadt geflohenen Dorfbewohner . Ein empfehlenswertes literarisches und später auch filmisch als japanischer Zeichentrickfilm adaptiertes Plädoyer , die Liebe zum Baum und dessen Erhaltung inmitten der Ipads und Apps für immer zu bewahren.




    Doch was macht unser junger afrikanischer Möchtegernwissentschaftler  William in Malawi  heute
     ?  Der 29 Jährige hat erfolgreich sein Studium in New Hampshire  in den USA abgeschlossen und ist weiterhin sehr engagiert mit sozialen Projekten in seinem Dorf und in der Umgebung. So wurden Schulen gebaut   und mit Energie und  Pcs  ausgestattet. Sein Engagement gilt auch hier wieder der Verbesserung der Frauensituation,ein Rückgrat der afrikanischen Gesellschaft , in dem nach neuen Wegen der Befeuerung gesucht wird. So wurde eine alternative Biogasanlage eingeweiht um dem radikalen  Brennholzeinschlag und der damit verbundenen   Erosion  vorzubeugen. Die dafür benötigten Gelder hat er jahrelang unter anderem auch über Aktionen auf seinem  Blog eingesammelt. Die Welt der Blogger war es  schließlich auch   die in   auf der ganzen Welt bekannt   machte .Zwar stehen auch in Afrika besonders in Nordafrika   Windräder sogar in professionellen Windparks aber dass ein 14 jähriger afrikanischer Junge aus    Teilen vom naheliegenden Schrottplatz selbst eins baute ist   nicht unbedingt selbstverständlich. William fand viele Wohltäter und Risikokapitalgeldgeber aber auch  viel falsche Freunde die sich an seinen  Erfolg dranhängten.
    „Meine Mitschüler und ich“, schreibt er, „sprechen davon, ein neues Afrika zu erschaffen: einen Ort der Anführer, nicht der Opfer; einen Ort der Erneuerung, nicht der Wohltätigkeit.“
    Machen wir es ihnen also leichter durch intelligente  begleitende Maßnahmen dort schneller zu Helden zu werden in  ihrem neuen Afrika.Danke allen meinen Lesern

    Do They Know It's Christmas?( von Bob Geldof und Midge Ure 1984 )

    Die Weihnachtszeit ist herangebrochen, es gibt keinen Grund Angst zu haben

    Zur Weihnachtszeit lassen wir das Licht herein und verbannen die Schatten

    Und in unserer Welt des Überflusses können wir ein freudiges Lächeln verbreiten

    Umarme die Welt zur Weihnachtszeit

    Aber sprich ein Gebet, um für die Anderen zu beten

    Zur Weihnachtszeit ist das schwer, aber wenn du Spaß hast

    Gibt es eine Welt direkt vor deiner Tür

    Und das ist eine Welt des Kummers und der Angst

    Dort ist das einzige fließende Wasser jenes der bitteren Tränen, welche von brennenden Augen vergossen werden

    Und die Weihnachtsglocken, die dort erklingen

    Sind die dröhnenden Glockenschläge des Verderbens

    Nun, heute Nacht, danke Gott dafür, dass es sie getroffen hat und nicht dich

    Und auch dieses Jahr wird es keine weiße Weihnacht in Afrika geben

    Das größte Geschenk das sie dieses Jahr bekommen, ist das Leben

    Wo nichts jemals wächst, kein Regen oder Fluss fließt

    Wissen sie überhaupt, dass die Weihnachtszeit angebrochen ist?

    Für euch gilt: Erhebt das Glas für alle

    Für sie gilt: Unter dieser brennenden Sonne

    Wissen sie überhaupt, dass die Weihnachtszeit angebrochen ist?

    Ernährt die Welt(bevölkerung), lasst sie wissen, dass die Weihnachtszeit angebrochen ist

     





     





  16. Cover des Buches Mein Leben als Hoffnungsträger (ISBN: 9783716040126)
    Jens Steiner

    Mein Leben als Hoffnungsträger

     (27)
    Aktuelle Rezension von: bookish_yvonne

    “Mein Leben als Hoffnungsträger” von Jens Steiner ist ein ungewöhnlicher Roman über den Alltag, und wer hätte gedacht, dass es möglich wäre den Alltag so spannend zu beschreiben! 

    "Mir ist nicht wohl dabei, weil Joãos Geschäft wie alle Geschäfte wachsen will, weil es wie jedes Geschäft die Weltherrschaft anstrebt. Ich aber will keine Herrschaft, ich will im dunklen Dickicht der Gegenwart bleiben. Mir gefällt es hier. Warum muss man immer besser werden, warum immer noch ein Diplom erwerben, warum immer weiter dorthin streben, wo die Luft dünn ist, wo Stressjob und Haushypothek ständig die Hand an deiner Gurgel haben? Ich verstehe es nicht und will es nicht verstehen."


    Nachdem Philipp seine Lehre zum  Mechatroniker abgebrochen hat und aus seiner WG rausgeschmissen wurde, weil die Mitbewohner seinen Putzfimmel nicht mehr tolerieren wollten, vertreibt er sich die Zeit an einer Tramhaltestelle die Zeit mit dem Auflesen von Stanniolpapieren. Dabei wird Uwe, der Leiter des städtischen Recyclinghofs auf ihn aufmerksam, und nimmt ihn unter seine Fittiche. Uwe nennt Philipp seinen neuen Hoffnungsträger und zeigt ihm alles, was es auf dem Recyclinghof zu wissen gibt. Phillipp wirkt mehr wie ein interessierter Beobachter als ein Teilnehmer des Lebens, denn er lässt das Leben einfach geschehen.

    Zu den "Fantastischen Vier" des Recyclinghofs gehören noch Arturo und João dazu, zwei Portugiesen, die aus den abgegeben Waren ihren eigenen, nicht ganz legalen Nutzen ziehen, für den sie bald auch Philipp gewinnen wollen – bis ihnen ein Großprojekt aus dem Ruder läuft und die aufgeräumte Welt des Recyclinghofes gehörig ins Wanken gerät. 

    Es ist einfach unglaublich spannend die Gedanken von Philipp mitzuverfolgen, weil sie so wunderschön lyrisch dargestellt werden. 


    Klare Leseempfehlung von mir, denn auch das Ende ist nicht 08/15 😉

  17. Cover des Buches 500 junge Ideen, täglich die Welt zu verbessern (ISBN: 9783499215025)
    Shary Reeves

    500 junge Ideen, täglich die Welt zu verbessern

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Leiraya
    "500 junge Ideen, täglich die Welt zu verbessern" richtet sich in erster Linie an junge Leser, aber auch für Erwachsene bietet das Buch jede Menge nützlicher Tipps und Gedanken. In thematisch verschiedenen Kapiteln bietet es unter anderem Anregungen, wie man unsere Umwelt besser schützen kann und wie ein besseres Miteinander der Menschen einer Gesellschaft erreicht wird. Geschickt werden viele Tipps mit Zahlen und Statistiken unterlegt, wodurch eine bessere Glaubwürdigkeit erreicht wird. Außerdem stammen viele Ideen von Prominenten, und erfahren so möglicherweise größeres Gehör. Leider gibt es auch viele Wiederholungen, was beim Lesen doch etwas störend ist. Wahrscheinlich kann man das aber nicht vermeiden, wenn man verschiedene Promis inteviewt und alle etwas ähnliches antworten. Insgeamt ist das Buch sehr übersichtlich gegliedert. Die Themen sind farblich unterteilt, und die einzelnen Ideen klar voneinander abgegrenzt. Bei den Promi-Tipps ist die jeweilige Person mit Beruf und evtl. eine kurze Info angegeben. Außerdem zeigen Symbole an, durch welchen Tipp sichz.B. Geld sparen lässt. Positiv anzumerken ist auch, dass die einzelnen Ideen in kurze Absätze geglieder sind, und man daher dazu ermuntert wird kurz etwas nachzulesen. In der Lesrunde wurde deshalb auch angemerkt, dass sich das Buch ideal als Klolektüre anbietet, da die Abschnitte so kurz sind. :) Für Jugendliche ist das Buch sicher eine Bereicherung, da unterhaltsam aufgezeigt wird, wie sich mit nur wenig Mühe etwas verändern kann. Außerdem ist das Buch sehr ansprechend gestaltet und verspricht durch die kurzen Abschnitte auch eine kurzweilige Leseunterhaltung. Ich kann es mir außerdem gut als Schullektüre vorstellen, z.B. im Gemeinschaftskunde-Unterricht. Für Erwachsene ist noch anzumerken, dass es auch eine Version für Erwachsene gibt, in der die doppelte Anzahl an Anregungen vorkommen und Tipps mit "frage deine Eltern..." wegfallen bzw verändert wurden.
  18. Cover des Buches Hartinger Handbuch Abwasser- und Recyclingtechnik (ISBN: 9783446431706)
  19. Cover des Buches So viel Müll! (ISBN: 9783831038220)
    Jess French

    So viel Müll!

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Dirk1974

    Die Tierärztin Dr. Jess French hat sich in ihrem Buch dem Thema Müll gewidmet. Das Buch startet mit einem allgemeinen Überblick über unser Wegwerfverhalten und die verschiedenen Arten der Umweltverschmutzung. Weiterhin werden die Ressourcen unserer Erde vorgestellt. Zum Thema Klimawandel werden die Ursachen und Folgen dargestellt. Dann folgen die erneuerbaren Energiequellen und neue Technologien.


    Ausführlich wird aufgezeigt, woraus unser Müll besteht und was mit ihm passiert. Weiterhin sind Lebensmittel- und Wasserverschwendung thematisiert. Abschließend werden die Kinder noch einmal ermutigt, selbst aktiv zu werden und sich für einen besseren Umweltschutz einzusetzen.


    Alle Themen werden durch zahlreiche Grafiken veranschaulicht und sind dadurch auch für Kinder gut zu verstehen. Uns gefällt das Buch sehr gut und wir vergeben 5 Sterne.

  20. Cover des Buches Einfach intelligent produzieren (ISBN: 9783833301834)
  21. Cover des Buches Viel zu viel Zeug! (ISBN: 9783737358316)
    Emily Gravett

    Viel zu viel Zeug!

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Mitherzundbauch

    Das Elsterpaar Tim und Tina werden Eltern. Gleich vier Eier liegen im Nest. Die beiden freuen sich sehr und machen sich gleich daran, das Nest gemütlich einzurichten und alles zu besorgen, was die Kleinen so brauchen könnten. Es soll an nichts mangeln. Nur leider verrennen sie sich dabei etwas, denn es wird immer mehr, was den Weg in ihr Nest findet. Und als sie dann auch noch ein ganzes Auto darin abladen, passiert das große Unglück. Zum Glück lernen die beiden dadurch, worauf es im Leben wirklich ankommt.


    Brauchen wir wirklich all den Krempel, den wir anhäufen? Ich kann für unsere Familie ganz klar sagen: nein. Und dieses Buch führt unsere Kinder mit einer lustigen Geschichte an die Thematik heran. Natürlich können Elstern keinen Kinderwagen oder gar ein Auto in ihr Nest hieven, aber diese Beispiele sollen verdeutlichen, dass es nie genug ist und viele eben immer mehr haben wollen. Und auch Kindern fällt es häufig schwer, auch von etwas zu trennen. So bot uns das Buch die Grundlage, über das nachzudenken, was im Leben zählt, welcher Besitz uns besonders wichtig ist und was wir vielleicht auch loslassen können. 

    Die Illustrationen finde ich sehr gelungen, immer wilder und u durchsichtiger wird der Haufen Zeug. Man kann sie auch gut als Suchbilder nutzen.

    Einzig die Reime können mich nicht völlig überzeugen. Manche lesen sich dann doch etwas holprig. Aber das ist auch immer Geschmacksache.


    Kinder ab 4 Jahren und deren Vorleser haben mit diesem Buch auf jeden Fall eine witzige Geschichte, die gleichzeitig zum Nachdenken und Sprechen anregt.

  22. Cover des Buches The Story of Stuff (ISBN: 9783548373935)
    Annie Leonard

    The Story of Stuff

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Dubhe
    In diesem Buch veranschaulicht die Autorin, wie wir langsam unsere Welt zerstören mit unserem Konsumrausch und dem Wegwerfen von eigentlich noch brauchbaren Gegenständen. Denn wenn wir ein Produkt anschauen, sehen wir nur das Endprodukt, aber nicht, was alles für die Herstellung von Nöten war. Zum Beispiel hat Sony mit seiner PlayStation 2 eine weltweite Bewegung ausgelöst. Jeder wollte eine. Doch höhere Nachfrage erfordert auch höhreren Ressourcenverbrauch. In diesem Fall brauchte man mehr Coltan und das Fazit: Es mussten Kinder sterben, damit Kinder in Asien, Europa und Amerika mit einer PS2 spielen konnten. Und das ist nicht nur der Fall bei der PS2, sondern bei jedem Gerät oder Gegenstand den wir kaufen! . Ja ich weiß, wir leben in einer schrecklichen Gesellschaft. Und wenn uns jemand darauf Aufmerksam macht, dann weisen wir jede Anklage von uns, denn wir haben ja eigentlich nichts damit zu tun. Falsch! Denn wenn wir solche Sachen kaufen, dann geben wir der Firma das Feedback, dass es okay ist, so zu produzieren. Jeder von uns selbst hat die Verantwortung, so zu leben, dass wir keine Zweifel haben, doch bevor wir das können, sollten wir zuerst einmal wissen, worum es geht. Denn kein Wissen ist auch keine Entschuldigen.
  23. Cover des Buches Es war einmal ein Hosenbein... (ISBN: 9783258600093)
  24. Cover des Buches Die analoge Revolution (ISBN: 9783570501375)
    Christian Schwägerl

    Die analoge Revolution

     (2)
    Aktuelle Rezension von: michael_lehmann-pape
    Die Macht über die Daten

    Analoge und digitale Welt treffen in der Gegenwart intensiv aufeinander.

    Einerseits digitalisiert sich „die Welt“, Datenströme, Informationsflut, Selbstvermessung, ständige Kommunikationsmöglichkeiten, weitreichende Steuerprogramme für automatisierte Abläufe und vieles mehr kennzeichnet den Alltag bis hin dazu, dass „das Private öffentlich wird“ (und das nicht immer freiwillig).

    Andererseits wird das Digitale auch der „Analogisierung“ unterzogen. In den Bereichen der KI, der Robotik, der selbstlernenden Systeme liegen menschliche-analogen Denkweisen zugrunde, die erster Input zur Digitalisierung sind.

    So trifft der Untertitel des Buches den Status Quo des aktuellen Prozesses sehr genau:
    „Wenn Technik lebendig wird und die Natur mit dem Internet verschmilzt“.

    Eine Entwicklung, die Schwägerl zunächst sehr verständlich in ihrer Entwicklung im Buch auch fiktional nachzeichnet.

    Dieser Prozess ist aber nicht der eigentliche Schwerpunkt seiner Gedanken, sondern Schwägerl geht vor allem der Frage nach, wer denn „das Sagen“ in diesem Prozess faktisch besitzt und wer diese Macht eigentlich besitzen sollte, damit die von ihm benannten konkreten Gefahren (der Griff nach dem ganzen Leben, Endstation Singularität, „Hineinschritt“ statt „Fortschritt“) im Zaum gehalten werden können.

    Mit sehr lebendiger Erzählweise und sehr treffenden Projektionen für eine gar nicht ferne Zukunft führt Schwägerl dabei jeweils in seine einzelnen Themen ein.

    Der Verlust der Datenbrille („Er hatte diese Brille vom ersten Tag an gehasst. Jetzt, wo sie weg war, bekam er Angst. Er war nicht mit dem System verbunden, er hatte sein eigenes kleines Loch geschaffen, durch ein Versehen“) und der damit verbundene „Ausschluss“ aus der Welt ist eine der vielen Fiktionen, die Schwägerl dabei treffend nutzt.

    Einerseits liest sich das wie Science Fiction in Teilen, andererseits trifft Schwägerl den Nagel bereits für die Gegenwart auf den Kopf (und das war ja der Sinn dieser kleinen Fiction zu Beginn des Buches).
    Denn wie ist das jetzt schon, wenn das Internet mal ausfällt für einige Stunden? Das Smartphone sich verabschiedet und Ersatz einige Tage dauert? Interessante Emotionen sind dann zu beobachten, auch an sich selbst, so selbstverständlich ist die digitale Welt bereits in die analoge Kultur implementiert.

    Eine Verschmelzung, die weiter fortschreiten wird und für die Schwägerl in seiner besonderen Art und Weise der Annäherung an das Thema immer wieder Szenarien und Visionen vor Augen führt, die das technisch Mögliche weiterdenken.

    Das ist gewöhnungsbedürftig, dieses andere Form eines ja doch Sachbuches, funktioniert aber bei fortschreitender Lektüre durchaus, auch wenn manche Szenarien noch überaus abstrakt wirken.

    Immer klarer lesen sich die Grundgedanken Schwägerls heraus. Der „gesteuerte“ Weg des Menschen zum Egoismus, die „Vereinzelung“ auf Kosten des Blicks für die Bio-Unität, die Behauptung des „Ich“ als einer Illusion des Stoffwechsels statt einer fassbaren und eigenständigen Komponente des menschlichen Seins, all dies sind Fehlentwicklungen, die Schäwgerl benennt, welche die Gefahr einer digitalen Isolation befördern können.

    Ein Umdenken ist es, das Schwägerl als roten Faden des Buches anmahnt.
    „Panarchie statt Egoshooting“ und damit demokratische Kontrolle der „Systeme“ statt Nutzung der digitalen Möglichkeiten als Machtinstrumente.

    Das Verbindende zu stärken, auch im digitalen Prozess, das „Ego-Gen“ wieder zu schwächen, gemeinsam die Kontrolle auszuüben und damit eine echte „Fortentwicklung“ statt eine „passiven Hineingezogen-Werdens“ zu ermöglichen, dafür bietet Schwägerl Ideen und Alternativen, nachdem er den Status quo kreativ dem Leser auch emotional nahegebracht hat und die Gefahren ebenso kreativ vor Augen geführt hat.

    Eine empfehlenswerte Lektüre, die durchgehend den Blick auf die Menschen als grundlegend und von Natur aus „verbundene, soziale und vielschichtige Lebewesen“ schärft und zur Verantwortung für die weitere Entwicklung genau auf dieser Grundlage Impulse vermittelt, auch wenn nicht alle teils abstrakten „Visionen“ des Autors überzeugen und er zum Ende hin doch ein wenig in transzendente Gefilde abdriftet.

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