Bücher mit dem Tag "regional"
155 Bücher
- Nele Neuhaus
Schneewittchen muss sterben (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 4)
(1.856)Aktuelle Rezension von: knuddelbackeMit "Schneewittchen muss sterben" habe ich das erste Mal ein Buch der Autorin gelesen. Sicherlich ist es schön, die anderen Teile davor gelesen zu haben, ist aber absolut kein muss für dieses Buch. Auf Grund des Umfanges war ich am Anfang etwas skeptisch, auch weil der Schriftsatz sehr eng und klein gewesen ist. Völlig überraschend daher für mich, dass ich das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen hatte. Der Ausgangspunkt ist ein 11 Jahre zurückliegender doppelter Mordfall, bzw Vermisstenfall und ein daraus resultierender Indizienprozess. Der verurteilte Mörder hat seine Haftstrafe abgesessen und kehrt in das Dorf des Geschehens zurück. Und die Dorfgemeinschaft steht dem damaligen Mordfall in fast nichts nach. Gewalt , Intrigen und Hetze finden statt. Längst vergangene und teilweise verdrängte Erlebnisse drängen an die Oberfläche zurück und bilden ein spannendes Gerüst für diesen Kriminalroman. Sprachlich ist das Buch leicht verständlich geschrieben, so dass man sich vollends auf die Geschichte und die Verstrickungen innerhalb der Dorfgemeinschaft konzentrieren kann. Einige Charaktere sind echte Stereotype, andere gefallen mir sehr gut. Es wird viel mit Vorurteilen gespielt aber alles in allem ist hier wirklich ein spannender Kriminalroman gelungen , den ich kaum mehr aus den Händen legen konnte. Auch wenn das Ende dann etwas konstruiert wirkte, eine klare Leseempfehlung
- Nele Neuhaus
Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8)
(644)Aktuelle Rezension von: reading_squirrel3.5 Sterne
Vermutlich ist meine Erwartungshaltung einfach falsch. Für mich sind Nervenkitzel à la Andreas Gruber und raffiniert aufgelöste, ineinander verstrickte Fälle, wie man sie aus dem Norden kennt, ein unverhandelbares Muss bei Krimis. Ich muss gestehen, dass ich in diesem Buch beide Punkte etwas vermisst habe.
Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis Leben in die Geschehnisse kommt und ich musste teils ziemlich mit mir selbst ringen, um weiterzulesen. Dann steht aber auf einmal plötzlich alles Kopf - lieben wir! Ansonsten sind die Kapitel angenehm gegliedert und nicht zu lange; Man erhält in den einzelnen Kapiteln Einblicke aus unterschiedlichsten Sichtweisen, was ich von anderen Autoren so nicht kenne und wiederum den eher laschen Spannungsbogen etwas hoch zieht. Das Ermittlerduo harmoniert gut, auch wenn es für mich jetzt nicht unbedingt die einprägsamsten Hauptfiguren sind.
Ich möchte die Reihe zu einem späteren Zeitpunkt definitiv weiterverfolgen, ungeachtet dessen, dass mir dieser Teil nicht so hundertprozentig zugesagt hat.
- Nele Neuhaus
Böser Wolf (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 6)
(808)Aktuelle Rezension von: PMelittaMIm Main wird die Leiche einer Jugendlichen gefunden, aber niemand scheint sie zu vermissen. Eine Fernsehmoderatorin wird gefoltert und dabei lebensgefährlich verletzt, eine weitere Frau stirbt unter Qualen. Trotz Hitzewelle haben die Ermittler des K11 viel zu tun.
Der sechste Band der Reihe nimmt sich eines Themas an, das einen nicht kalt lässt, das aber leider existiert, und das, wie die Autorin in der Danksagung schreibt, nicht vergessen werden darf, auch, oder gerade, weil es oft hinter verschlossenen Türen stattfindet und nicht immer einen Weg nach außen findet: Kindesmisshandlung und -missbrauch. Dass das das Thema des Romans sein wird, wird schnell klar, die tatsächlichen Ausmaßen erfährt man allerdings erst nach und nach.
Natürlich gibt es auch wieder das eine oder andere Private, vor allem bei Pia Kirchhoff. Eine Enkelin ihres Lebensgefährten kommt zu Besuch, und auf einem Klassentreffen trifft sie ihre alte Freundin Emma wieder. Dass beide nicht umsonst eingeführt werden, kann man sich da fast schon denken.
Der Roman liest sich spannend, von Anfang an machte ich mir Gedanken und war auch schnell emotional beteiligt. Es wird aus mehreren Perspektiven erzählt, nicht nur auf Seiten der Ermittler:innen sondern auch auf Seiten von Opfern oder anderweitig Involvierten. Als Leser:in ahnt oder weiß man so einiges vor den Ermittler:innen. Das hat für mich die Spannung eher noch erhöht, denn man ist nahe bei Menschen, die in Gefahr kommen, während im Kommissariat teilweise noch andere Theorien auf dem Tisch lagen.
Der sechste Band der Reihe dreht sich um ein furchtbares, aber leider reales Thema, für das durchaus mehr Bewusstsein geschaffen werden sollte. Vielleicht trägt der Roman ein bisschen dazu bei. - Nele Neuhaus
Eine unbeliebte Frau (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 1)
(1.083)Aktuelle Rezension von: ZwischenzeilenNele Neuhaus habe ich als Krimi-Fan spät entdeckt, wohl auch, weil ich zum Taunus als Ort der Geschehnisse keine Verbindung habe. Angefangen habe ich mit ihrem letzten Buch, dann habe ich mich chronologisch zurückgelesen - ihr erstes Buch ist mein letztes Buch.
Handlung unterm Summenstrich: Ein Oberstaatsanwalt mit Ambitionen erschießt sich, eine hübsche Frau mit zweifelhaftem Ruf stürzt von einem Aussichtsturm. Oder? Selbstmord - oder Mord? Die hübsche Isabel hinterlässt etliche Liebhaber, eine kleine Tochter und einen netten Mann. Gearbeitet hat sie für ein Gestüt, das quasi das Sylt unter den hessischen Gestüten ist. Hier geht es nicht um Pferdeliebe, sondern ums Sehen und Gesehen werden, und schon schnell wird das Gestüt der Dreh- und Angelpunkt des Romans.
Wer Spaß an den "Desperate Housewifes" hatte, wird sich auch im Sumpf des Gestüts behaglich suhlen. Das klingt böse, aber es werfe diejenige den ersten Stein, die im Wartezimmer nicht nach der GALA greift, um sich mit Klatsch & Tratsch vorzüglich unterhalten zu lassen.
Und genau das gelingt dem Roman: eine sehr gute Unterhaltung. Selbst ich, die weder mit dem Taunus noch mit Gestüten viel am Hut hat, habe das Buch locker weggelesen. Dabei war es mir weniger wichtig, wer Isabel und den Staatsanwalt auf dem Gewissen hat, und mehr, was mit der kleinen Tochter passiert, ist sie doch die so ziemlich einzig Unschuldige im Labyrinth der Eitelkeiten, Eifersüchteleien und Machtspielchen.
Trotzdem gefallen mir die späteren Bücher besser. "Muttertag" ist ein Highlight, ebenso "Böser Wolf" und "Monster".
- Rita Falk
Winterkartoffelknödel
(1.089)Aktuelle Rezension von: Aischa"Winterkartoffelknödel“ von Rita Falk habe ich mit einer gewissen Erwartung gelesen, denn die Verfilmungen der Eberhofer-Krimis kenne und liebe ich. Sebastian Bezzel als Franz Eberhofer und Simon Schwarz als Rudi Birkenberger sind für mich ein kongeniales Team, dessen Schlagabtausch, Timing und Charme auf der Leinwand einfach perfekt funktionieren.
Umso schwerer fiel mir zunächst der Einstieg in die Romanvorlage. Die teils sehr abgehackte, knappe Sprache aus Franz Eberhofers Ich-Perspektive ist gewöhnungsbedürftig. Auch wirkt der literarische Eberhofer deutlich kantiger und weniger sympathisch als sein filmisches Alter Ego. Was im Film durch Mimik, Humor und Schauspiel aufgefangen wird, steht im Buch oft nüchterner und sperriger im Raum.
Mit zunehmender Lektüre habe ich jedoch die Eigenständigkeit des Romans schätzen gelernt. Falk erzählt ruhiger und ausführlicher, gibt mehr Einblick in Eberhofers Gedankenwelt und zeichnet das Dorfleben und seine Abgründe detaillierter, als es der Film kann. Manche Figuren und Konflikte wirken im Buch weniger klamaukig, dafür bodenständiger – was gut zum Genre des Provinzkrimis passt. Auch wenn mir persönlich der Franz Eberhofer auf der Leinwand näher ist, bietet „Winterkartoffelknödel“ solide, kurzweilige Unterhaltung mit viel bayerischem Lokalkolorit, schrägen Figuren und einem kriminalistischen Plot, der nicht von Spannung, sondern vom Milieu lebt.
Unterm Strich ist der Roman vielleicht nicht ganz so leichtfüßig und charmant wie seine Verfilmung, aber er ist ein gelungener Auftakt zu einer Reihe, die völlig zu Recht viele Fans hat. Für alle, die bayerische Regionalkrimis mögen, ist „Winterkartoffelknödel“ auf jeden Fall eine lohnende Lektüre – besonders dann, wenn man bereit ist, Buch und Film als zwei unterschiedliche, jeweils eigene Erzählformen zu genießen.
- Nele Neuhaus
Tiefe Wunden (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 3)
(775)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Tiefe Wunden ist ein solider Kriminalroman aus der Reihe um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. Wie gewohnt schreibt Nele Neuhaus flüssig und detailreich, wodurch sich die Geschichte angenehm lesen lässt. Der Fall selbst war spannend aufgebaut, konnte mich aber nicht vollkommen fesseln. Einige Wendungen wirkten vorhersehbar, und die emotionale Tiefe, die ich mir gewünscht hätte, blieb etwas aus.
Trotzdem überzeugt das Buch mit einer gut konstruierten Ermittlungsarbeit und authentischen Figuren. Besonders Fans der Reihe werden hier auf ihre Kosten kommen, auch wenn es für mich persönlich kein Highlight war. Insgesamt ein gutes, solides Buch – lesenswert, aber nichts, was lange im Gedächtnis bleibt.
- Volker Klüpfel und Michael Kobr
Milchgeld
(916)Aktuelle Rezension von: claidaBei dem Krimi "Milchgeld" von dem Autorenduo Volker Klüpfel und Michael Kobr, dreht sich alles um Kommissar Kluftinger aus Altusried. Dies ist der erste Fall des Kommissars und gleichzeitig Auftakt einer sehr erfolgreichen mittlerweile 13 Bücher umfassenden Reihe.
Ein Mord zerstört die Ruhe des Heimatortes von Kluftinger, wie er genannt wird, seine Kässpatzen müssen da leider warten. Ein Lebensmittelchemiker des örtlichen Milchwerkes ist stranguliert worden. Da gilt es für den Kommissar und seine Kollegen den Fall schnellstmöglich zu lösen. Zwischen Urlaubsplänen seiner Frau Erika, Musikproben mit der großen Trommel und zweifelhaften Freunden versucht Kluftinger hinter die Fassade des Mordopfers zu blicken um den Fall schnellstmöglich zu lösen. Doch dunkle Machenschaften, Rache und Skandale bleiben nicht die einzigen Hindernisse, die sich dem sympathischen und etwas tollpatschigem Kommissar in den Weg stellen.
Für mich war dieser Teil nicht der erste der Kluftinger-Reihe, obwohl es der erste Teil für den Kommissar ist. Daher waren viele der Charaktere mir wohl bekannt und ich habe es genossen ihren Einstieg in die Kluftinger-Saga zu erleben. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es ist im Vergleich zu anderen Bänden etwas "dünn" was den Humor aber keinesfalls mindert. Ich finde viele Witze und den Humor einfach genial, der Dialekt und das Allgäu tun im positiven Sinne ihr übriges. Allerdings ist das Buch bestimmt nicht für alle so lustig, man muss den Humor schon mögen. Kluftinger ist ein sympathischer Mitt-Fünfziger, der mit Ermittlersinnen und tollpatschigen Aktionen überzeugt!
Ich freue mich auch weiterhin Kluftinger zu verfolgen und das Lesen aller Teile, welche ich noch nicht kenne, nachzuholen.
Eine klare Empfehlung von mir an alle Allgäuer und Fans des Allgäus und von Kluftinger natürlich!
- Nele Neuhaus
Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9)
(495)Aktuelle Rezension von: leselockiIn "Muttertag" bekommen es Pia Sander und Oliver von Bodenstein mit einem Fall zu tun, der immer größere Kreise zieht und weit in die Vergangenheit zurückreicht. Mehr möchte ich eigentlich gar nicht verraten, denn gerade die ganzen Zusammenhänge machen für mich einen großen Teil der Spannung aus.
Und was soll ich sagen – ich ärgere mich jetzt noch, dass ich so lange damit gewartet habe, die Taunus-Krimis weiterzulesen. 🤭
Die Spannung war für mich wirklich von Anfang bis Ende da. Natürlich gab es zwischendurch auch Stellen, die sich etwas gezogen haben, aber selbst die haben für mich irgendwie zur Spannung beigetragen.
Besonders gut fand ich, wie sich nach und nach immer mehr Zusammenhänge ergeben haben. Trotz der vielen Personen und verschiedenen Verbindungen war alles verständlich und gut dargestellt.
Natürlich hatte ich während des Lesens immer wieder meine Vermutungen. Und natürlich war ich mir irgendwann ziemlich sicher, den richtigen Riecher zu haben. Tja… falsch gedacht. 😂
Pia Sander und Oliver von Bodenstein bleiben einfach mein liebstes Ermittlerduo. 😍 Die Beiden harmonieren für mich unglaublich gut und ich lese einfach wahnsinnig gerne über sie.
Und sogar Frau Dr. Engel war mir am Ende ein kleines bisschen sympathisch. 😂
Für mich war "Muttertag" wieder ein richtig starker Taunus-Krimi und definitiv ein 5-Sterne-Buch. Spätestens jetzt weiß ich wieder, warum ich die Taunus-Krimis so gerne gelesen habe.
- Nele Neuhaus
Mordsfreunde (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 2)
(803)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Das Buch war für mich ganz solide – nichts, was mich komplett umgehauen hat, aber definitiv gut zu lesen. Es war so ein typischer Krimi für zwischendurch, den man gut weglesen kann, ohne dass er allzu lange im Kopf bleibt.
Der Fall war spannend aufgebaut, mit einigen Wendungen und Verstrickungen, die ich so nicht gleich durchschaut habe. Trotzdem hat es mich nicht so stark gepackt, dass ich noch Tage später darüber nachdenken musste. Eher so ein Krimi, den man liest, miträtselt, zur Seite legt – und sich nach ein paar Wochen schon nicht mehr genau erinnert, wie alles ausgegangen ist.
Positiv war aber, dass sich die Charaktere Bodenstein und Kirchhoff weiterentwickeln und man mehr von ihrer Dynamik mitbekommt. Das macht für mich den Reiz der Reihe aus und motiviert auch, weiterzulesen.
Alles in allem: Kein Highlight, aber nett für zwischendurch und ein ordentlicher zweiter Band der Reihe.
- Nele Neuhaus
Wer Wind sät (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 5)
(802)Aktuelle Rezension von: Melanie_LudwigInhalt
Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff wird zu einem ungewöhnlichen Tatort gerufen: Ein toter Nachtwächter lag mehrere Tage unentdeckt in einem Firmengebäude. Schnell wird klar, es war Mord. Gemeinsam mit Oliver von Bodenstein ermittelt Pia im Umkreis einer Bürgerinitiative, die gegen einen geplanten Windpark kämpft. Dabei stoßen sie auf ein Grundstück im Taunus, das plötzlich zwei Millionen wert ist – und einen Mann das Leben kostet…
Fazit
Diesmal geht es um Betrug und Mord.es ist Recht verwirrend wird zum Schluss aber schlüssig geklärt.Auch oliver muss sich mit verschiedenen Problemen rumreisen. Dann wird ihm auch noch der Fall entzogen und Pia ist auf sich gestellt. Von mir gibt es eine klare Weiterempfehlung.
- Marie Force
Alles, was du suchst
(503)Aktuelle Rezension von: LandiFür alle, die einfach nur eine schöne Liebesgeschichte lesen wollen: einfühlsam und voller Emotionen, fröhlich und witzig, leicht, aber nie langweilig oder oberflächlich. Wer Dramen, komplizierte Verstrikungen oder Nervenkitzel sucht, soll irgendwo anders lesen und mir nicht meine 5 Sterne schlechtreden :-)
- Nele Neuhaus
Die Lebenden und die Toten (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 7)
(615)Aktuelle Rezension von: Reeda_BookUnsympathische Ermittlerin, viel Gezicke bis Mobbing unter den Kommissaren, unübersichtliche Personenkonstellationen (und wer war das jetzt noch mal...) und ein völlig überflüssiges Organspenden-Bashing. Muss das sein in einem Land, in dem ohnehin zu wenig Menschen bereit sind zur Organspende?
Buch hat einige Längen. Am Ende habe ich nur noch quer gelesen, um die Auflösung zu erfahren.
- Volker Klüpfel
Grimmbart
(239)Aktuelle Rezension von: ChiruKaioKluftinger gehört für mich inzwischen mehr in Richtung Cosy Crime / Lokalkrimi als zum klassischen Krimi. Nach acht Bänden sollten Leser der Reihe aber ohnehin wissen, worauf sie sich einlassen.
Und ja: Die Bücher werden insgesamt besser. Gleichzeitig gibt es in jedem Band Situationen, bei denen ich mich frage: Warum?!
Diesmal erhält Kluftinger eine weibliche Vorgesetzte – und nicht nur ihm, sondern seinem gesamten Team wird damit ein Stück weit das gewohnte Weltbild auf den Kopf gestellt.
Plötzlich ist da jemand, der den Umgang mit Richard Maier tatsächlich als Mobbing wahrnehmen könnte. Jemand, der beobachtet, wie dieses Team miteinander umgeht, und sogar einen Wert in Schulungen sieht.
Das Buch stammt von 2013/2014, aber es tut trotzdem weh, über eine dermaßen digital ungebildete Kripo zu lesen. 🥲 Leider macht das die Darstellung dieser Altersgruppe nicht unbedingt weniger realistisch.
Natürlich steht auch Kluftingers Privatleben wieder stark im Fokus. Diesmal mit dem Stress einer Familienfeier namens Hochzeit.
Auf der einen Seite sollen Erika und Klufti durchaus gleichberechtigt agieren. Auf der anderen Seite haben beide nicht den Arsch in der Hose, Kluftingers Mutter auch einmal übers Maul zu fahren.
Was die teilweise loslässt, geht auf keine Kuhhaut. Man kann das Alter eines Menschen respektieren und trotzdem Grenzen setzen. Sie behandelt ihren erwachsenen Sohn teilweise immer noch, als wäre er in der Grundschule.
Auch an Markus Kluftinger kann ich in diesem Band wenig Positives finden. Er ist dabei, die Japanerin Yumiko zu heiraten, entsprechend werden auch ihre Eltern zur Hochzeit eingeladen.
Markus kennt seinen Vater. Er bekommt im Laufe der Geschichte zudem dessen Interaktionen mit Yumikos Eltern mit. Trotzdem schreitet er nicht ein und klärt Missverständnisse nicht auf.
Wie idiotisch ist es, einen kulturellen Analphabeten auf eine ihm vollkommen fremde Kultur loszulassen und anschließend zu erwarten, dass er kein schlechtes Bild abgibt?
Stattdessen darf Kluftinger jeden erdenklichen Fettnapf mit Anlauf nehmen und anschließend darin schwimmen. Sei es, weil er die Sprache nicht versteht, oder weil er an anderer Stelle ein Englisch benutzt, bei dem sich mir die Fußnägel aufstellen. Meine Sorge war zwischenzeitlich tatsächlich, dass man sich bei dem ganzen Denglisch versehentlich die falschen Sätze merkt. 😅
Bereits beim Videocall hätte einer der beiden Verlobten als Dolmetscher agieren müssen – inklusive kultureller Übersetzung, wenn notwendig. Aber nein: Markus macht sich lieber über seinen Vater lustig und wundert sich anschließend über Missverständnisse.
Und genau da funktioniert der Humor für mich teilweise nicht mehr.
Das Problem ist nicht, dass Kluftinger sozial unbeholfen ist. Das gehört zur Figur und zum Humor der Reihe. Problematisch wird es dort, wo sein Umfeld Situationen bewusst laufen oder eskalieren lässt, damit Kluftinger sich blamieren kann.
Einige der „kulturellen Scherze“ waren für mich deshalb weniger lustig als geschmacklos und flach.
Es ist ein bisschen wie ein Autounfall – oder besser: wie eine Situation, die man beobachtet und bei der man sich fremdschämt. Irgendwann denkt man nicht mehr: „Oh Gott, Klufti, was machst du denn jetzt wieder?“, sondern nur noch: „Kann bitte endlich jemand eingreifen? Ihr wisst doch alle, was gerade passiert.“
- Rita Falk
Dampfnudelblues
(706)Aktuelle Rezension von: ZamsWie auch beim ersten Teil bin ich froh, die Filme gesehen zu haben, sonst hätte ich mir wegen so mancher fehlenden Beschreibung wahrscheinlich einiges weniger vorstellen können.
Ich dachte schon, es geht bergauf mit diesem Teil, der Schreibstil ist etwas detailierter geworden im Vergleich zum ersten, und die Szene hatten generell etwas mehr Tiefe finde ich (nicht zu verwechseln mit Tiefgang). Eberhofer leistete meiner Meinung nach auch weniger schlechte Polizeiarbeit im Vergleich, dafür ist der Rassismuss sehr dick aufgetragen, noch mehr als zuvor. Und ja, das ist zwar eventuell realitätsgetreu, gefällt mir aber trotzdem nicht. - Rita Falk
Weißwurstconnection
(244)Aktuelle Rezension von: krimi_wahnsinnInhalt:
Ein neues Luxus-Hotel sorgt bei der Bevölkerung in Niederkaltenkirchen für Stimmung. Nicht alle Einwohner sind mit dem Bau einverstanden. Als Kommissar Franz Eberhofer in eben dieses Hotel gerufen wird ist ihm schnell klar: hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Im Badezimmer findet er nämlich eine männliche Leiche. Trotzdem soll er laut dem Leiter dieser Anlage stillschweigen bewahren. Aber wie soll das gehen? Alles an der Leiche schreit geradezu nach einem neuen Mordfall und schneller als ein Lauffeuer verbreitet sich diese Nachricht auch schon. Aber nicht nur das macht Eberhofer zu schaffen, denn Oma spricht plötzlich von einem Doppelhaus. Natürlich soll Franz dort aber nicht alleine einziehen, denn die Susi benötigt eine neue Unterkunft und auch sein Bruder könnte dann wieder auf den elterlichen Hof zurückkehren. Doch erst einmal muss ein Mord aufgeklärt werden!
Meinung:
Das Cover passt sich wieder wunderbar in die Reihe ein, was mir sehr gut gefällt und der Wiedererkennungswert ist natürlich auch direkt sichtbar. Der Schreibstil der Autorin war wie immer sehr angenehm zu lesen, jedoch muss ich dieses Mal sagen das dieser 8. Fall eher der bisher schwächste Teil ist. Bei den Ermittlungen war eher Kommissar Zufall am Werk und richtige Spannung ist leider auch nicht aufgekommen. Trotzdem fühlte ich mich sehr gut unterhalten, grade der bayrische Humor hat seinen Teil dazu beigetragen. Trotzdem freue ich mich schon auf den nächsten Teil dieser bayrischen Serie.
- Klaus-Peter Wolf
Ostfriesenfalle
(179)Aktuelle Rezension von: julestodoIch hatte einige Zeit mit dieser Serie pausiert und bin jetzt wieder eingestiegen. Das Buch ist so spannend, dass die nächsten Bücher schon parat liegen um gelesen zu werden.
Ann Kathrin und Frank haben so manche Nuss zu knacken, beruflich als auch privat. Frank muss einen richtigen Spagat hinlegen zwischen den verunglückten Töchtern und den daraus resultierenden Neuigkeiten, die er erst einmal verarbeiten muss und den beruflichen, die auch nicht ohne sind. Ganz im Gegenteil! Ein sehr verzwickter Fall liegt vor ihnen.
Ann Kathrin und Frank sind mir sehr sympathisch. Rupert dagegen..... nun ja, ich will keine bösen Worte hier verwenden! Mit dem kann ich mich so gar nicht anfreunden, der geht mir richtig gegen den Strich!
Eine spannende Lektüre wartet in diesem Buch auf den Leser, absolute Leseempfehlung!
- Klaus-Peter Wolf
Ostfriesenblut
(305)Aktuelle Rezension von: DopscheAuch Ostfriesenblut hat für mich wieder genau das geliefert, was ich an der Reihe von Klaus-Peter Wolf besonders mag: viel Lokalkolorit, eine dichte Atmosphäre und Figuren, die sich nicht einfach von Fall zu Fall auf ihren Ausgangspunkt zurücksetzen.
Besonders gefallen hat mir diesmal aber auch die weitere Entwicklung der bekannten Charaktere. Ann Kathrin Klaasen und ihr Umfeld gewinnen immer mehr an Tiefe, und die persönlichen Beziehungen entwickeln sich glaubwürdig weiter, ohne dass sie den eigentlichen Kriminalfall völlig überlagern. Genau diese Kontinuität macht für mich einen großen Teil des Reizes einer guten Krimireihe aus.
Der Fall selbst ist spannend und stellenweise ziemlich düster, bleibt aber gut lesbar.
- Volker Klüpfel und Michael Kobr
Laienspiel
(421)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer„Laienspiel“ von Volker Klüpfel und Michael Kobr ist ein Krimi, der dir nicht nur spannende Ermittlungen bietet, sondern dich auch durch seine humorvollen und teils skurrilen Szenen bestens unterhält. Als Leser wirst du von Hauptkommissar Kluftinger, der sich selbst durch die verrücktesten Situationen manövriert, direkt in das beschauliche Allgäu gezogen.
Dieses Mal hat es Klufti mit Terrorismus zu tun. Ja, du hast richtig gehört, Terrorismus im Allgäu! Ein Unbekannter, der unter Terrorverdacht steht, erschießt sich vor der österreichischen Polizei und plötzlich steht die ganze Region Kopf. Da muss natürlich das BKA, die österreichische Polizei und ein sichtlich überforderter Kluftinger ran. Die Zusammenarbeit mit dem arroganten österreichischen Kollegen Bydlinski bringt die nötige Würze in die Geschichte, und du wirst dich dabei erwischen, wie du lauthals über ihre Wortgefechte lachst.
Aber was wäre ein Kluftinger-Krimi ohne die charmanten, privaten Verwicklungen unseres Lieblingskommissars? Klufti muss sich mit einem Tanzkurs herumärgern – und das mit niemand Geringerem als seinem Erzrivalen Dr. Langhammer! Die beiden auf dem Tanzparkett sind eine absolute Lachnummer und geben dem Begriff „Tanzen wie auf rohen Eiern“ eine ganz neue Bedeutung.
Dann ist da noch die Freilichtinszenierung von „Wilhelm Tell“, bei der Kluftinger eine Rolle übernehmen soll. Allein die Vorstellung, ihn im Tell-Kostüm zu sehen, reicht aus, um mir ein breites Grinsen aufs Gesicht zu zaubern. Die Autoren haben hier einige grandiose Szenen geschaffen, in denen sich Klufti in seinen Kostümen verheddert und von seinen Kollegen aufgezogen wird.
Ein Highlight ist die Episode, in der Kluftinger einen rosa Smart mit „Manner“-Aufdruck fährt – ein echtes Desaster für seinen Stolz und eine Quelle unendlicher Heiterkeit für seine Umgebung. Und dann wird auch noch sein heißgeliebter Passat geklaut, was ihm schwer zu schaffen macht. Wie er diese Misere löst, werde ich dir nicht verraten, aber es ist definitiv eine seiner charmantesten Aktionen.
Das Buch ist durch und durch unterhaltsam, auch wenn man den Täter vielleicht schon etwas früh erahnen kann. Der Countdown, der das Buch in Kapitel gliedert, hält die Spannung bis zum Ende hoch. „Laienspiel“ ist ein gelungenes Zusammenspiel aus Spannung, Humor und den liebenswert-chaotischen Momenten eines Allgäuer Kommissars.
- Rita Falk
Grießnockerlaffäre
(488)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin Polizistenmord erschüttert Landshut. Hauptverdächtiger, kein anderer als unser Franz Eberhofer. Da kommt er bestimmt irgendwie raus. Mal schauen, Mordwaffe war sein Hirschfänger. Nicht so gut und dann ist das Opfer auch noch der Barschl, Franz' direkter Vorgesetzter und Erzfeind, mit dem er in der Tatnacht noch ordentlich Streit hatte. Das sieht für unseren Eberhofer nicht gut aus.
Aber Richter Moratschek, Busenfreund seines Vaters, hält schützend die Hand über ihn und so fängt Franz mal wieder ohne die Landshuter Kollegen an im Fall zu ermitteln. Aber auf den Rudi, ja, auf den kann er sich verlassen.
Zu Hause steht es auch nicht besser, die Susi redet andauernd davon, Kinder kriegen zu wollen und vom heiraten und auf dem Hof steht plötzlich die Jugendliebe von der Oma.
Alle Hände voll zu tun, unser Franz. Und dann noch dieses ganze ermitteln. Da kann Mann auch mal schwach werden, bei der knackigen Barschl Witwe.
Als Franz zufällig von einem Komplott erfährt, will er unbedingt den Mörder dingfest machen. Aber hier liegen wasserfeste Alibis vor, denn aus einem Mord wittert Franz schnell zwei und ist somit nicht mehr zu stoppen.
Bis ins kleinste Detail sind beide geplant.
Das ist nun mittlerweile mein vierter Band der Reihe und auch wenn ich am Anfang etwas enttäuscht war, so ist sie mir doch mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Rita Flak hat einen tollen, subtilen Humor in die Reihe eingepflegt, der beim lesen zum Schmunzeln animiert.
Die Personen sind durchweg Unikate. - Andreas Föhr
Karwoche
(164)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisAm Gründonnerstag liefern sich Polizeiobermeister Kreuthner in seinem roten Passat und sein Freund Kilian Raubert in einem auffrisierten Kastenwagen, auf der Achenpassstraße ein Straßenrennen, ein Hatzerl, wie wir in Wien sagen. Blöderweise kommt ihnen ausgerechnet jetzt Kreuthners Vorgesetzter Clemens Wallner mit seiner Freundin Vera auf dem Weg in den Osterurlaub zum Gardasee entgegen, Wallner kann gerade noch ausweichen. Um die Hetzjagd als dienstliche Notwendigkeit zu kaschieren, will Kreuthner eine Fahrzeugkontrolle bei Raubert durchführen, bei der er ein Messer zückt und sich widersetzt. Der Grund offenbart sich sogleich: Raubert transportiert eine weibliche Leiche. Die Tote heißt Hanna, war früher Schauspielerin bis sie bei einem Autounfall vor rund 15 Jahren schwerste Brandverletzungen davongetragen hat.
Wallner schaltete sofort auf Dienstmodus und so wird es mit dem Osterurlaub einmal nichts. In Hannas Wohnung entdecken Kreuthner und Wallner Fotos, die zu einem anderen Tatort hinweisen. Vor wenigen Monaten, zu Weihnachten, ist Leni Millruth erschossen worden.
Der Zusammenhang zwischen den beiden toten Frauen erschließt sich den Ermittlern und den Lesern bald, doch was ist das Motiv und wer ist der Täter?
Meine Meinung:
Dieser Krimi ist der dritte aus der Reihe rund um das Ermittler-Duo Wallner & Kreuthner. Eigentlich hatte ich mich ja zu entschlossen, diese Krimis in die Bücherzelle zu bringen. Doch, einen allerletzten Versuch wollte ich wagen ...
Nun ja, was soll ich sagen? Der Prolog beginnt ja noch halbwegs spannend. Doch mit der albernen, aber höchst gefährlichen Wettfahrt zwischen Kreuthner und Raubert hört sich doch alles auf. Eigentlich müssten beiden die Fahrerlaubnis sofort entzogen werden. Flensburg lässt herzlich grüßen! Ich kenne mich ja im Deutschen Kraftfahrrecht nicht aus, aber Straßenrennen, erhebliches Überschreiten der höchst zulässigen Geschwindigkeit und Gefährdung im Straßenverkehr sollten für die Abnahme der Fahrerlaubnis reichen. In Österreich ist man seinen Schein und in besonderen Fällen auch gleich das Fahrzeug los. Jedenfalls, Vorbild ist Kreuthner keines, sondern eher ein Fall für ein Disziplinarverfahren. Es sind solche Kreuthners, die mit ihrem Macho-Gehabe und Angebertum die Polizisten landauf landab in Verruf bringen. Ich wünschte, Clemens Wallner würde hier durchgreifen, Personalnot hin oder her.
Des weiteren komme ich mit den Charakteren ebenso wenig zurecht, wie mit dem (angeblich) bayrischen Humor. Dass dann noch ein eingewanderter Berliner seinen Dialekt zum besten geben darf, gleitet manchmal in Slapstick-artige Szenen ab, die auf mich leider sehr konstruiert und bemüht wirken. Es tut sich sehr viel, ja, eigentlich zu viel. In der Familie Millruth scheint beinahe jeder ein Geheimnis zu haben.
Nein, auch der nochmalige Versuch, einen Krimi dieser Reihe zu lesen, bringt nichts. Ich denke, ich werde die Krimis nun wirklich in die nächsten Bücherzelle bringen. Vielleicht finden die Krimis ein neues Zuhause.
Fazit:
Leider kann ich diesem Krimi nicht viel abgewinnen, daher nur 2 Sterne.
- Rita Falk
Sauerkrautkoma
(430)Aktuelle Rezension von: Claudia_Brem
Ich erinnere mich, dass ich mich manchmal gefragt habe, was bestimmte Ausdrücke oder Redewendungen bedeuten sollten. Es war ein bisschen wie ein Kulturschock, aber ich denke, das ist auch ein Teil des Charmes von Rita Falks Büchern.
Trotzdem denke ich, dass "Sauerkrautkoma" nicht mein Lieblingsbuch ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach nicht genug mit der bayerischen Kultur vertraut bin, oder vielleicht gibt es einfach bessere Bücher von Rita Falk, die ich noch nicht gelesen habe.
- Klaus-Peter Wolf
Ostfriesenkiller
(471)Aktuelle Rezension von: Tom_Anacker1Es war ganz ok, den Hauptcharakter mochte ich und ein paar Beziehungen waren gut ausgearbeitet, dennoch fand ich den Plot einfach ein wenig langweilig aber wenn man ein Familiendrama mit ein bisschen Krimi möchte dann gerne. War nicht mein Fall.Ich werde dem Autoren aber definitiv noch eine Chance geben
- Klaus-Peter Wolf
Ostfriesensünde
(196)Aktuelle Rezension von: KeksTrommelWas geschah beim Banküberfall damals wirklich? Nachdem ein Mann Leute einmauert, sucht die Polizei nach einem Mörder, während Ann-Kathrin Klaasen versucht herauszufinden, was damals geschah, bevor ihr Vater starb.
Die Kommissarin hatte schon in den Vorgängern ihre Eigenheiten um sich in den Mörder hinein zu versetzen. Was sie in diesem Teil jedoch macht, geht weit über die Realität hinaus. Bisher fand ich diese Eigenheit interessant und zielführend, hier ist es einfach nur Irrsinn.
Auch die Ermittlungen hier und die normal eingehende Spannung bleibt hier auf der Strecke.
Ich finde die Fortsetzung der Reihe einfach schwach.
Das Cover und den Titel finde ich gut, weil man die Reihe so direkt wiedererkennt, auch wenn das Cover sehr schlicht gehalten ist.
- Jörg Maurer
Oberwasser
(224)Aktuelle Rezension von: annluIm bayrischen Kurort sind zwei verdeckte Ermittler verschwunden. Das Team um Kommissar Jennerwein soll ermitteln. Dabei darf aber niemand Verdacht schöpfen, warum sie eigentlich im Ort sind. Ein Fake-Verbrechen rund um einen Wilderer muss her – und schafft es, dass Jennerweins Ermittlungen im Verborgenen ablaufen können.
Ich mag die Bücher der Reihe – schon allein wegen dem beißenden Humor, der immer wieder aufblitzt. Auch die Erzählweise ist eine ganz eigene. Scheinbar zusammenhanglos werden unterschiedliche Erzählstränge dem Leser präsentiert und dabei Fährten gelegt und Andeutungen gemacht, die in die Irre führen.
Hier nun hat es Jennerwein und sein Team mit BKA-Ermittlungen zu tun. Von den Verbrechern, denen hier nachgejagt wird, wird wenig offenbart – schließlich ist alles sehr geheim. Dafür trifft man auf alte Bekannte: die Grasseggers hat es wieder in den Kurort verschlagen. Nachdem diese seit dem ersten Band mit dabei sind, gehören sie für mich schon zur Geschichte dazu. Besonders, da ich manchmal das Gefühl habe, dass man von ihnen – und anderen Nebencharakteren – mehr Persönliches erfährt, als vom Team der Polizei.
Neben dem Kurort führt die Geschichte auch nach Marokko und zu einem Jungen, der auf eine interessante Münze stoßt. Diese verleitet ihn dazu ein Rätsel zu lösen, wodurch er ungeahnt in Schwierigkeiten gerät. Wie er mit den ganzen Ermittlungen zusammenhängt wird erst spät aufgedeckt.
Jennerwein greift hier auf einige Finten zurück. Ich fand es amüsant, wie er seine Gedankengänge und Überlegungen in ein urbayrisches Spektakel umsetzt und den Wilderer erfindet. Der spielt natürlich auch immer mal wieder eine Rolle und man bekommt unterschiedliche Szenen rund um ihn vorgesetzt.
Wie in jedem Band bisher trifft man auch hier auf einige der Kurorteinwohner, die man nur als schräg bezeichnen kann. Was mich aber immer sehr anspricht.
Fazit: Hier konnte wieder alles überzeugen – der Fall, die Umgebung, der Humor























