Bücher mit dem Tag "rehaklinik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "rehaklinik" gekennzeichnet haben.

13 Bücher

  1. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453438217)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

     (2.516)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    Der zweite Teil der Millenium-Trilogie von Stieg Larsson ist genau so perfekt wie der erste. Ich habe den ersten Band so gern gelesen und deswegen musste ich den Folgeband ebenfalls lesen. Ich bin schon ganz gespannt auf den dritten. In "Verdammnis" recherchiert Mikael Blomkvist in einem Fall zu Mädchenhandel, bei dem russische Mädchen zur Prostitution gezwungen werden. Das Grauen hat scheinbar kein Ende, denn die Drahtzieher sind selbst hochrangige Persönlichkeiten. Dann wird auch noch Mikaels Informant ermordet. Für diesen und weitere Morde soll Lisbeth Salander zur Rechenschaft gezogen werden. Doch in welcher Verbindung steht sie eigentlich zu den Morden? Alles ist viel komplizierter, als die Polizei anzunehmen mag. Die Hetzjagd beginnt und ein Rätsel nach dem anderen wird gelöst. Ich würde das Buch jederzeit wieder lesen und kann es allen Krimi-Liebhabern empfehlen. Die ursprünglichen Filme dazu waren auch toll. Auch diese schaue ich mir immer wieder an. Ich bin gespannt darauf, wenn ich bei Teil 4 angekommen bin, den ein anderer Autor übernimmt. Mal sehen, ob die Geschichten um Mikael und Lisbeth dann noch spannend bleiben.

  2. Cover des Buches Das bisschen Hüfte, meine Güte (ISBN: 9783499270444)
    Renate Bergmann

    Das bisschen Hüfte, meine Güte

     (94)
    Aktuelle Rezension von: MissRose1989

    Das Cover passt einfach wahnsinnig gut in die Reihe rund um die Online-Oma, es ist immer witzig anzusehen und auch schön gezeichnet. Eben ein Cover, was gleich auffällt. 

    Renate Bergmann ist einfach unverwechselbar mit ihrer Art und das zeigt sich auch in diesem Buch wieder perfekt. Einfach mal reinlesen und sich von den nicht ganz normalen Alltag der Online-Oma verführen lassen, man wird sie wahrscheinlich nicht wieder missen wollen. 

    Etwas schade ist, dass es mit der eigentlichen Kur im Buch erst etwas spät einsetzt, da ist die Hälfte des Buches schon gelesen, aber das gibt nur Abzüge in der B-Note, weil sonst ist das Buch einfach zum Abschalten und für Zwischendurch sehr zu empfehlen.

    Renate Bergmann (alias Torsten Rohde) schafft es, Alltagsgeschichten mit einem Witz zu erzählen, dass man die Online-Oma einfach lieben muss, immer wieder fällt ihr etwas neues ein und immer wieder muss man lachen und auch, wenn man noch nie auf Kur war, finde man das Buch einfach wahnsinnig lustig und perfekt zum Abschalten. 

  3. Cover des Buches Fünf Wörter für Glück (ISBN: 9783499000799)
    Ella Dove

    Fünf Wörter für Glück

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Kallisto92

    Das Buch, " Fünf Wörter für Glück", von der Autorin Ella Dove, handelt von Heidi. Durch einen Unfall ändert sich ihr Leben plötzlich. Ihre Träume werden zum Drahtseilakt, muss sie diese begraben? In der Reha trifft Heidi auf Maud. Maud ist 80 Jahre alt. Sie versucht mit ihrer Art und Lebensfreude Heidi aus ihrem Schneckenhaus zu locken. Auch ihr Enkel Jack hat einen Plan entwickelt , damit Heidi ihre Lebensfreude wiederfindet. Wie wird sich Heidi ihr Leben  verändern und wird Jack auch in Zukunft darin eine Rolle spielen?

    Das Buch ist in Kapiteln und in vier Teilen unterteilt. Der letzte Teil heißt " Ein Jahr später". Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive aus Heidi´s Sicht geschrieben.

    Mein Fazit:

    Der Schreistil ist sehr anschaulich und flüssig geschrieben. Sehr gut gefielen mir die ausführlich beschriebenen Charaktere. Ich konnte mich sehr gut in Heidi hineinversetzen und hätte gern mehr über ihre Zukunft erfahren. Auch den Hintergrund zu der Story mit dem Autorinneninterview  , wo Elle Dove ihre eigenen Erfahrungen zu Papier brachte, fand ich super und sehr emotional.

  4. Cover des Buches Auf sanften Schwingen kommt der Tod (ISBN: 9783709937686)
    Lena Avanzini

    Auf sanften Schwingen kommt der Tod

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Ladybella911

    Lena Avanzini – ein Name, den man sich merken sollte!!


    Für mich war es der erste Fall um die Ermittlerin Carla Bukowski, aber ein Fall, der es in sich hat.

    • Nach einem persönlichen Drama und langer Trauer erlaubt es sich Carla, sich wieder zu verlieben, und zwar in den investigativen Journalisten Leon. Als dieser nach einem Bandscheibenvorfall in der Reha ist, bittet er Carla, sich um seinen Sohn Noah zu kümmern, eine Aufgabe, die sie gerne übernimmt. Allerdings ahnt sie nicht, dass ihr auch hier das Schicksal wieder eine Aufgabe überträgt, die sich zu einer persönlichen Tragödie ausweitet und Carla an die Grenzen des Erträglichen bringt.
    • Als sich bei der Obduktion einer in der Reha Verstorbenen Patientin herausstellt, dass diese ermordet wurde, beginnt Leon zu ermitteln – mit fatalen Folgen – denn auch er wird ermordet.
    • Dieser Roman bietet alles, was das Leserherz begehrt, Spannung von Anfang bis zum Schluss, authentische, sympathische und vor allem glaubwürdige Figuren, eine Handlung, in der auch die persönlichen Befindlichkeiten der Ermittlerin nicht zu kurz kommen, die ja in diesem Fall nicht nur Ermittlerin, sondern auch die Lebensgefährtin eines der Opfer ist. Sehr interessant fand ich die in Tagebuchform gehaltenen Bemerkungen aus der Sicht des Täters, man erfährt, warum er seine Opfer sozusagen „löscht“ weiß aber bis zum Schluss nicht, wer eigentlich der Täter wirklich ist.
    • Dieser Roman wird zwar etwas ruhiger angegangen, aber Schreibstil und Spannungskurve bewirken, dass der Leser bis zum Ende voller Neugier darauf wartet, wie sich nun die einzelnen Verwicklungen lösen.


    Mir hat dieser Roman ausnehmend gut gefallen, und ich empfehle ihn aus diesem Grund sehr gerne weiter, voller Spannung auf einen weiteren Fall aus der Feder dieser Autorin wartend.


    5 Sterne von mir



  5. Cover des Buches Das Leben ist der Ernstfall (ISBN: 9783442156368)
    Jürgen Leinemann

    Das Leben ist der Ernstfall

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der ehemalige Spiegel-Journalist Leinemann schildert seine schwere Erkrankung, die wenigen Höhen und (fast immer) Tiefen, duch die er während seiner Therapie gehen muß, und blickt bilanzierend auf sein Leben zurück. Als Kriegskind aufgewachsen, die Sprachlosigkeit im Elternhaus während der letzten Kriegsjahre und in der Nachkriegszeit, später Spiegel-Büroleiter in Washington, gleichzeitig Absturz in den Alkoholismus. Leinemann erspart sich und dem Leser nichts, schreibt uneitel über Verzweiflung und enttäuschten Stolz. Ein toller Rückblick auf ein pralles Leben.
  6. Cover des Buches Burnout - für immer auskuriert (ISBN: 9783954002184)
    Alice Spogis

    Burnout - für immer auskuriert

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Frinis

    Eine kaputte Journalistin geht auf Juist auf Kur und bekommt es mit einem Mörder zu tun. Der Einstieg beginnt sehr stark, wo die Protagonistin wegen der fehlenden Kreditkarte Probleme mit dem Schaffner bekommt.

    Danach wird in den folgenden Szenen sehr viel Wert auf eine Entschleunigung gelegt. Die Tatsache, dass es auf Juist keine Autos gibt, spiegelt sich gekonnt im Erzähltempo der folgenden Szenen wieder, bis Ella auf der Klinik in Duneburg ankommt.

    Nachdem man sich gemeinsam mit Ella auf der Insel einlebt, reißt uns die spannende Begegnung der Protagonistin mit einem Transvestiten aus der Behaglichkeit.

    Der Roman ist schön zu lesen und nimmt in der zweiten Hälfte Fahrt auf.

  7. Cover des Buches Ostsee-Intrige (ISBN: 9783839224151)
    Peter Scheer

    Ostsee-Intrige

     (1)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    "Ostsee-Intrige" ist Peter Scheers Krimi-Debüt und erscheint im April 2019 im Gmeiner Verlag.


    Der österreichische Kinderarzt Prof. Blumenfeld soll auf der Ostseeinsel Rügen eine Rehaklinik aufbauen. Mit der Mentalität der Norddeutschen hat er so seine Probleme. Als ein Kind in der Klinik verstirbt, wird Blumenfeld beschuldigt, für den Tod eines Kindes verantwortlich zu sein. Der Stralsunder Kommissar Lüdewitz übernimmt die Ermittlungen. Als Blumenfeld unfreiwillig Zeuge einer Autodiebesbande wird, bringt das die Auflösung eines ganz anderen Falles ins Rollen. Die Ermittlungen führen von Rügen bis nach Österreich.

    Peter Scheer, ein österreichischer Arzt und Autor, der einen Ostsee-Krimi schreibt und darin Bezug nimmt auf die zu DDR-Zeiten herrschenden Gängelungen. Kann das gut gehen? Es kann, denn die Handlung spielt auch in Graz und Pöllauber, aber überwiegend in Wien. Und es ist ein unterhaltsamer Genuss, die Figuren agieren zu sehen und dabei die Besonderheiten der Landschaft und der Menschen miterleben zu dürfen.

    Protagonist ist Kommissar Horst Lüdewitz aus Stralsund, er ist bodenständig, ehrlich und kennt seine Kollegen und ist nicht unbedingt ihr größter Fan, stattdessen verbrüdert er sich mit dem österreichischen Arzt Ignaz Blumenfeld. Durch Blumenfelds Beobachtungen kommen sie einem international agierenden Autoschleuserhandel auf die Schliche. Endlich führen die Ermittlungen Lüdewitz auch mal ins Ausland. Er ist ein Genussmensch und daher ist es auch ein kulinarisches Vergnügen, wenn man ihn auf seiner Ermittlungsreise nach Österreich begleiten darf. Dort erlebt er die Kaffeehauskultur und die gehaltvolle österreichische Küche und wenn man ihn auf seinen Gedankengängen begleitet, erfährt man seine Ansichten zu Politik, Migration, Judentum und dem Leben im Allgemeinen.

    Blumenfeld gilt als Informant der Polizei, was ihm das Leben gefährlich macht. Ausgerechnet bei einer Ehrung im Kreise der oberen Ärzteschaft wird es für ihn lebensgefährlich.

    Doch so skrupellos die Kriminellen in diesem Krimi auch sein mögen, es geht in diesem Krimi ziemlich gemütlich zu. Dafür sorgt auch der ruhige und unaufgeregte Erzählstil und die interessanten örtlichen Beschreibungen der Schauplätze. Auch das Wiener Flair bekommt man immer wieder stimmungsvoll aufgezeigt und die kriminellen Aktionen verlaufen wie gesagt, ziemlich unblutig.

    Es geht um Autoschieberbanden, die sich mit den Luxuskarossen ein regelmäßiges, aber ungesetzliches Einkommen sichern. Im freien Warenverkehr der EU gehen gestohlene Autos überwiegend schnell über die Grenzen.

    Was die Spannung angeht, muss man sich hier etwas gedulden, es sind reichlich Figuren im Spiel, die Aufklärung geht durch die verzahnten Fälle in einige Richtungen und deshalb recht langsam voran.

    Mit seiner Andersartigkeit punktet für mich der besondere Schreibstil. Oft werden die Gedankengänge Lüderitz abgespult, manchmal Kettensätze, manchmal abgehackt und daran muss man sich erst einmal gewöhnen, dann kann man das Buch locker weglesen.

    Auch die atmosphärische Beschreibung der Vorgänge erlebt man situationsgegeben einfach mit, man erkennt keine lang geplante Strategie für die Ermittlung. Doch das ist kein Nachteil, man denkt einfach mit Lüderitz über viele Dinge nach, die zur Zeit das politische Geschehen ebenfalls umtreiben.


    In "Ostsee-Intrige" begleitet man auf unterhaltsame Weise einen unaufgeregten und bodenständigen Kommissar bei der Ermittlung seines größten Falles. Wie er Licht in die kriminellen Machenschaften bringt, ist vergnüglich zu beobachten.


  8. Cover des Buches Sehnsüchtig berührt 1 (ISBN: 9783744896023)
    Eva Fay

    Sehnsüchtig berührt 1

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Steffi_the_bookworm
    Mir war gar nicht bewusst, dass es sich um den zweiten Teil einer Reihe handelt, aber da es hier um ein anderes Paar geht, hat es eigentlich auch ohne große Probleme funktioniert.
    Zunächst zum Positiven, was leider nicht allzu viel ist. Das winterliche Setting in den Bergen war wirklich schön und auch das Hotelambiente hatte was. Auch die Grundidee der Geschichte hat mir gefallen und man hätte aus der Handlung eine Menge machen können.
    Damit kommen wir auch schon zum Negativen und das ist die gesamte Umsetzung der Geschichte. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Selina, so dass man sehr viel von ihr erfährt, auch dass sie sich zu Max hingezogen fühlt. Von seiner Seite merkt man leider gar nichts und die beiden tauschen eigentlich nur ein paar Blicke aus, bevor sie bei der ersten längeren Begegnung auch schon in der Kiste landen. Die Sexszenen sind sehr ausführlich, womit ich allgemein keine Probleme habe, aber diese waren leider einfach nur mies geschrieben. Die Wortwahl wirkte sehr abgedroschen und billig und war damit leider gar nicht ansprechend.Zudem hatte ich das Gefühl, dass die beiden bis auf der Sex nicht wirklich viel verbindet. Sämtliche Dates endeten mit Sex, welcher im Gegenteil zu den Dates in sämtlichen Details beschrieben wurde. Dadurch kamen leider überhaupt keine Gefühle und Verbindungen zu den Charakteren auf. Man wurde durch wichtiges, chemie-aufbauendes durchgehetzt und eher unwichtige Sachen wurden sehr detailliert beschrieben.
    Wie bereits erwähnt lernte man Selina ganz gut kennen, auch wenn ich ihre Problembewältigung zu  oberflächlich dargestellt fand. Max hingegen ist mir völlig fremd geblieben und ich hatte das Gefühl, das einzige was ich über ihn weiß ist, dass er geil auf Selina ist.
    Das Buch endet mit einem Cliffhanger, was mich ziemlich überrascht hat, da ich dachte, dass es in sich abgeschlossen wäre. Leider hat mich die Geschichte nicht genug gepackt, dass ich sie weiterverfolgen werde.
    Der Schreibstil ist sehr einfach und insgesamt definitiv ausbaufähig, auch was den Story-Aufbau angeht.
  9. Cover des Buches Fünf Wörter für Glück (ISBN: 9783833740916)
    Ella Dove

    Fünf Wörter für Glück

     (20)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Ich habe dieses Hörbuch begonnen, bevor ich noch einmal den Klappentext gelesen habe. Ich wusste also nur, dass es ein Roman ist, aber nicht in welche Richtung die Geschichte gehen wird. Daher war ich dann vom Unfall und den Folgen doch sehr überrascht. Heidi ist eine junge Frau, die durch einen Sturz ihr ganzes Leben umkrempeln muss und erhält dabei Hilfe von Maud, einer rüstigen 80-jährigen, die mir sofort ans Herz gewachsen ist. 

    Ich mochte auch Heidi, wobei ich mich nicht so ganz in sie hineinversetzen konnte, da ich weder im Bekanntenkreis, noch selbst so ein Erlebnis hatte und niemanden kenne der plötzlich mit so einer Einschränkung leben muss. Man fühlt mit Heidi mit, bangt und hofft auf Besserung und sieht auch Gefahren mit anderen Augen. Doch es kann jeden treffen und ich finde man bekommt hier einen intensiven Einblick in die Gefühlswelt einer Person, die sich mit ihrem Leben arrangieren muss. Dieses Buch zeigt warum Familie und Freunde wichtig sind und man auch in schwierigen Situationen auf sie zählen kann. Denn mit seinen Lieben kann man alles schaffen. Es zeigt aber auch, dass man miteinander sprechen muss, um Dinge zu verarbeiten. Mich hat das Buch nachdenklich gemacht, denn jede Handlung und jedes Erlebnis prägt nicht nur einen selbst sondern auch seine Lieben. 

     

    Ein schönes Hörbuch, wundervoll vertont von Julia Nachtmann. Mir hat es gefallen!

  10. Cover des Buches Weit weg ist anders (ISBN: 9783458752042)
    Sarah Schmidt

    Weit weg ist anders

     (91)
    Aktuelle Rezension von: LimaKatze
    Klappentext:

    Kratzbürstige Berlinerin die eine, norddeutsche Kleinstädterin mit einer Vorliebe für Yoga und Handarbeiten die andere: Außer einer gegenseitigen tiefen Abneigung haben Edith Scholz und Christel Jacobi nichts miteinander am Hut. Dennoch lassen sich die beiden 70-Jährigen auf ein Abenteuer ein, das sie gemeinsam quer durch Deutschland führt.


    Zum Inhalt:

    Die beiden Rentnerinnen Edith Scholz und Christel Jacobi verbringen einen Reha-Aufenthalt auf Usedom. Frau Scholz ist eine waschechte Berlinerin, die für gewöhnlich kein Blatt vor den Mund nimmt und ihren Mitmenschen unverblümt zeigt, was sie von ihnen hält. Eigentlich ist Edith am liebsten allein, und daher möchte sie mit nichts und niemand mehr zu tun haben als unbedingt nötig. Christel Jacobi ist von ganz anderer Art, interessiert sich für Esoterik und Yoga, und ist ansich die Liebenswürdigkeit in Person. Allerdings ist sie auch recht unselbständig, arg empfindlich und des öfteren ziemlich anstrengend. Da Frau Jacobi eine eher kontaktfreudige Person ist, hängt sie sich sogleich an ihre Zimmernachbarin Frau Scholz, die davon zunehmend genervt ist.

    Frau Jacobi ist sehr krank. Deshalb möchte die besorgte Tochter, dass ihre Mutter zukünftig in einem Pflegeheim versorgt und betreut wird. Das entspricht aber nicht Christels Vorstellungen, die ganz verzweifelt einen Ausweg aus dieser Misere sucht und leider nicht den Mut aufbringt, ganz offen mit ihrer Tochter über dieses Thema zu sprechen. Recht bald kommt Christel auf die Idee, ihre Reha-Bekanntschaft Frau Scholz ins Vertrauen zu ziehen und möchte diese zu einem aberwitzigen Plan überreden. Frau Scholz hat nun die Wahl des für sie kleineren Übels: Entweder nimmt sie die Einladung von Frau Jacobi an, oder aber sie muss zu Hause den grässlichen Baulärm der momentanen Renovierungsarbeiten ertragen. Sie entscheidet sich für Christel Jacobi, nichtsahnend, auf was für ein Abenteuer sie sich da einlässt.

    Frau Scholz ist zwar eine ziemlich harte Nuss, aber sie hat kein Herz aus Stein. Während der gemeinsamen Reise durch Deutschland entsteht sogar eine zarte Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Sie schütten sich gegenseitig ihr Herz aus und Frau Scholz wundert sich mitunter selbst über ihre eigene Zugänglichkeit. In solchen Momenten zieht sie allerdings öfters die Notbremse, man muss schließlich nichts übertreiben. Nichtsdestotrotz fühlt sie sich für Frau Jacobi verantwortlich, der es im Laufe der Zeit immer schlechter geht. ...


    Mein Fazit:

    Der vorliegende Roman („Weit weg ist anders“ von Sarah Schmidt) hat es mir zu Anfang nicht ganz leicht gemacht. In den ersten Kapiteln wurde ich mit den beiden Hauptprotagonistinnen einfach nicht richtig warm. Frau Scholz war mir mitunter zu derb und rücksichtslos, und Frau Jacobi war nicht nur für ihre Kurbekanntschaft, sondern auch für mich als Leserin stellenweise ziemlich anstrengend. Gleichzeitig trübten diverse Längen das Lesevergnügen. Zu meiner großen Freude gerieten die nachfolgenden Kapitel wesentlich schwungvoller. Und die beiden Damen, deren Vergangenheit nun etwas mehr aufgerollt wurde, lernte man ständig besser kennen und schließlich auch mögen. Es hat sich eben niemand selbst gemacht und der Mensch ist immer die Summe seines gelebten Lebens. Vor allem Frau Scholz hat mich oft überrascht und stellte sich als besonders facettenreich heraus.

    Die Geschichte im Buch hält einige Botschaften bereit: Auch der ältere Mensch hat noch Wünsche und Träume, und vor allem hat er ein Recht darauf, selbst über sein Leben zu entscheiden. Fürsorge von Kindern ist eine lobenswerte Angelegenheit, aber sie sollte nicht in Bevormundung ausarten. In diesem Zusammenhang wird gezeigt, wie wichtig es ist, dass miteinander gesprochen wird. Im Hintergrund des Romans wird außerdem vermittelt, dass Alleinsein nicht Einsamkeit bedeuten muss, der ständig Umsorgte aber durchaus einsam sein kann.

    Eine insgesamt unterhaltsame und mit viel Humor gespickte Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Und ob man will oder nicht, die beiden Hauptakteurinnen werden einem immer sympathischer, sogar die sperrige Frau Scholz. Sehr gerne vergebe ich hier vier Sterne und eine Leseempfehlung!
  11. Cover des Buches Ziemlich beste Freundinnen (ISBN: 9783548286778)
    Astrid Ruppert

    Ziemlich beste Freundinnen

     (59)
    Aktuelle Rezension von: nati51
    Das Buch „Ziemlich beste Freundinnen“ handelt von zwei Frauen, die in unterschiedlichen Welten leben und in der Reha-Klinik sich ein Zimmer teilen müssen.

    Konstanze ist Ärztin, Mutter, Ehefrau und eine Frau der Tat, die immer ihre To-do-Liste für ihr privates und berufliches Umfeld im Kopf hat. Effizienz ist eines ihrer Lieblingswörter. Doch dann passiert es, sie stürzt im Krankenhaus die Treppe hinunter und erleidet einen komplizierten Beinbruch. Nach Wochen im Krankenhaus kommt sie in die Reha-Klinik, doch die geplante Unterbringung in einem Einzelzimmer ist nicht möglich, deshalb muss sie sich ein Zimmer mit Jacqueline teilen. Jacqueline ist etwas chaotisch. Als alleinerziehende Mutter mit drei Kindern und verschiedenen Jobs schlägt sie sich so durchs Leben. Sie hat ihren Freund Mike vor die Tür gesetzt, der sie mit einer Kollegin betrogen hat. Nun will sie noch die letzten Spuren von ihm beseitigen und schon ist es passiert, sie kann sich nicht mehr bewegen und muss sich in die Reha begeben. Doch wie werden diese beiden unterschiedlichen Frauen miteinander klar kommen?

    Der Schreibstil von Astrid Ruppert ist angenehm und flüssig zu lesen. Auch die Sprache ist ausgezeichnet, gewürzt mit einer Prise Humor und passt perfekt in die Geschichte. Neben den heiteren Passagen finden sich aber auch Abschnitte, die zum Nachdenken anregen. Gut kann ich mir die beiden Frauen vorstellen und erkenne einige Details, die mir selbst bekannt vorkommen. „Ziemlich beste Freundinnen“ ist eine leichte angenehme Lektüre, die mir schöne Lesestunden bereitet hat und es fühlte sich wie eine wohlverdiente Auszeit an.
  12. Cover des Buches Tanz den Fango mit mir (ISBN: 9783442156481)
    Christian Zaschke

    Tanz den Fango mit mir

     (8)
    Aktuelle Rezension von: charlotte
    Danke! Dieses Buch ist einfach herrlich! Eigentlich berichtet einer von den vielen, vielen Bandscheibenvorfallleidenden in Deutschland über sein persönliches Leiden und seine persönliche Erfahrung im deutschen Gesundheitssystem. Und dennoch kann jeder, dem ähnliches passiert ist, sich in dieser Geschichte wieder finden. Ich hatte viele Deja vu-Erlebnisse, da ich mich selber gerade von einer Bandscheiben-Operation erhole. Das Schöne an diesem Buch sind jedoch nicht die Stellen, an denen man seine eigene Lebensgeschichte wiederfindet, sondern die, über die man auch noch herzhaft lachen kann. Denn mit einem Bandscheibenvorfall hat man leider sonst nicht viel zu lachen und dieses Buch hilft, nicht immer alles so ernst zu nehmen. Deshalb möchte ich mich auf diesem Weg ganz herzlich bei dem Autor bedanken! Es hat mir in einer schweren Zeit das Leben leichter gemacht. Und zu wissen, dass jemand das, was selber gerade erlebt, in Worte fassen kann, hat zudem enorm geholfen. Ich kann dieses Buch jedem nur empfehlen, ob nun selber betroffen oder nicht.
  13. Cover des Buches Thalamus (ISBN: 9783743206861)
    Ursula Poznanski

    Thalamus

     (588)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    Durch einen Motorradunfall wird Timo schwer verletzt. Im Markwaldhof, einer Rehaklinik soll er sich erholen. Er macht sehr schnell Fortschritte, nur sein Sprachzentrum bleibt weiterhin beschädigt. Er kann den anderen Patienten und Ärzten also nicht erzählen, dass er Nachts ohne Probleme gehen und sprechen kann und sein Zimmernachbar, der als Wachkomapatient gilt, herumläuft und ihn bedroht.

    Ursula Poznanski hat erneut eine sehr spannendes und fesselndes Buch geschrieben. Die drückende Stimmung wird immer wieder duch lustige Dialoge und die sympathische Art der Patienten durchbrochen, wodurch das Lesen noch mehr Spaß machte.

    Das Buch ist unbedingt Lesenwert!

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