Bücher mit dem Tag "reisebericht"
272 Bücher
- Hape Kerkeling
Ich bin dann mal weg
(4.118)Aktuelle Rezension von: angeltearzDas Buch lag schon sehr lange auf meiner WuLi. Nicht nur, weil ich Hape Kerkeling als Mensch wirklich gerne mag, sondern wegen seiner Geschichte auf dem Jakobsweg.
Ja, er ist 2001 gewandert / gepilgert (heutzutage ein Unterscheid!), aber trotzdem. Endlich hatte ich die Chance das Buch zu lesen und ich habe es gefeiert. Ich liebe das Wandern und dieser Jakobsweg ist schon lange auf meiner Wander-WuLi. Alleine nach Santiago reingehen...
Das Buch hat mir wirklich richtig gut gefallen, genauso habe ich es erwartet. Er erzählt locker und flockig. Immer mit seinem typischen Witz.
Zwei kleine "Kritikpunkte" habe ich. Und zwar dass er gerne mal ordentlich ausholt in Anekdoten und Erinnerungen. Was eigentlich gar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Und dann das stellenweise heftige Lästern über Mitwanderer. Das macht man einfach nicht. Auch nicht, wenn es witzig gemeint ist. - Raynor Winn
Der Salzpfad
(205)Aktuelle Rezension von: mandalottiIch habe den Film im Kino gesehen ohne das Buch zu kennen und deshalb musste ich das Buch auch noch unbedingt lesen. Buch und Film haben mir gleichermaßen gefallen.
Man schwankt beim Lesen immer zwischen "Oh Wow das würde ich mir alles auch gern mal ansehen" zu "Oh mein Gott, dass würde ich nie schaffen!!". Aber wenn man bedenkt, was Raynor und Moth geschafft haben, krank und ohne Training, ist das schon eine wahnsinns Leistung.
Finde auch, dass Raynor Winn eine gute Mitte aus Reisebericht mit Beschreibung des Weges und der Landschaft und ihren Gefühlen und Empfindungen auf der Reise gefunden hat.
- Tommy Jaud
Hummeldumm
(1.492)Aktuelle Rezension von: ChiarraEine organisierte Gruppenreise durch Namibia sowie eine gemeinsame Eigentumswohnung soll die Liebe zweier jungen Menschen in ihrem verflixten siebten Jahr krönen. Dies hat Potenzial für eine wahrhaft humorvoll geschriebene Geschichte von Tommy Jaud.
Doch leider wurde ich enttäuscht: Mag sein, dass ich Glück hatte. Aber auf derart klischeehaft beschriebene Mitreisende bin ich noch auf keiner Reise in geballter Form gestoßen. Dazu war eine Vielzahl an pubertären Verhaltensweisen sowie dem „Dauerschleifenproblem“ mit dem Telefon und Ladekabel fast schon nervtötend. Daher konnte mich das Erzählte nicht wirklich zum Lachen, höchsten einmal hier und da zum Schmunzeln bringen.
Für mich sind die Bücher von Tommy Jaud entweder Top oder ein Flop. „Der Löwe büllt“ zum Beispiel ist mein unvergessliches Top-Buch des Autors. Bei diesem Buch tendiere ich leider zum Flop. Lediglich das Ende der Geschichte hat mir weitestgehend gefallen, wofür ich den dritten Stern vergebe.
- Meike Winnemuth
Das große Los
(257)Aktuelle Rezension von: Schlumpfine-02Das große Los“ von Meike Winnemuth ist ein humorvoller, inspirierender Reisebericht über ein Jahr in 12 Städten weltweit, finanziert durch einen Gewinn bei „Wer wird Millionär?“ In Briefen teilt sie Aha-Erlebnisse, Kulturschocks und innere Veränderungen – ein Plädoyer für Mut und Möglichkeiten, das nie langweilig wird.
- Christopher Schacht
Mit 50 Euro um die Welt. Wie ich mit wenig in der Tasche loszog und als reicher Mensch zurückkam
(126)Aktuelle Rezension von: HopeandliveChristopher Schacht erfüllt sich nach seinem Abitur einen großen Traum, er will um die ganze Welt reisen. Nicht das ein solcher Traum für junge Menschen ungewöhnlich wäre, ich kenne kaum einen, den nach dem Abitur nicht das Reisefieber packt, doch Christopher reist auf eine ganz besondere Art und Weise, mit nur 50 Euro in der Tasche, seinem Rucksack und dem festen Willen, nicht mit dem Flugzeug zu fliegen, macht er sich auf den Weg. Da würden schon einmal einige junge Menschen den Rückzieher machen. Doch wer sich die gutgelaunte Frohnatur auf dem Cover anschaut, gewinnt schon vor dem Lesen den Eindruck, bei dem könnte es klappen, der lässt sich nicht so schnell von seinem Vorhaben abbringen.
Christopher nimmt uns mit und schreibt während der ganzen Reise Tagebuch, frisch von der Leber weg, was ihn bewegt und berührt und das fast immer positiv und humorvoll. Dennoch ist es kein Easy-going, er macht sehr viele gute Erfahrungen auf seiner Reise, durchaus auch mal negative, die ihn jedoch keinesfalls dazu bewegen, die Reise abzubrechen. Es gelingt ihm diese Erfahrungen hinter sich zu lassen und einfach weiter zu gehen in dem festen Vertrauen, es wird sich ein Weg zu seinem nächsten Ziel öffnen.
Während der Reise lernt er auch immer mehr auf Gott zu vertrauen und das fließt in seine Tagebucheinträge mit ein und der Leser kann auch erkennen, dass Christopher in diesen vier Jahren, in denen er von seiner Familie getrennt war, zu einem erwachsenen Menschen gereift ist. Interessant war, dass er sich immer einen offenen und freundlichen Blick auf die Menschen, die ihm begegneten, bewahrt hat und vielfach auch wirklich Bewahrung erlebte. Er war sich auch nicht zu schade, alle möglichen Arbeiten zu erledigen um seine Reisekasse aufzubessern und hat in etliche Berufsgruppen hineingeschnuppert. So ist er mit dem Segelboot, zu Fuß, mit der Bahn, dem Bus (häufig völlig überfüllt und leicht marode), irgendwelchen Lastwagen etc. gereist.
Auf dieser Reise hatte er auch schriftlichen Kontakt mit einer jungen Frau aufgenommen und sie haben sich auf diese Weise so gut kennengelernt und füreinander Gefühle entwickelt, dass sie sich schlussendlich trafen und beschlossen zusammen weiter durch das Leben zu reisen. Mir hat dieser Reisebericht sehr gut gefallen, oftmals habe ich es aus Sicht einer Mutter gelesen und dachte, oh, das musste jetzt auch noch sein;):), doch es lohnt auf jeden Fall auf Reisen zu gehen und wenn es wie bei mir oft literarisch ist.
- Tony Hawks
Mit dem Kühlschrank durch Irland
(261)Aktuelle Rezension von: JourneyGirlEine verlorene Wette steht am Anfang des Buches. Und es ist eine wahre Begebengeit. Ich musste mir schon am Anfang den Bauch vor Lachen halten! Ich liebe Irland und war dort selbst schon mehrfach im Urlaub. Das Buch zeigt ein tolles Bild der herzlichen Iren. Ein Muss für alle Irland-Fans! Ich hab das Buch nach einigen Jahren nochmal gelesen, weil es so witzig ist. Aber am Besten einfach lesen und selbst herausfinden...
- Heinrich Heine
Deutschland
(258)Aktuelle Rezension von: GersBeaInhalt (Klappentext)
»Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen. «So beginnt Heimes Gedicht ›Nachtgedanken‹, das im Sommer 1843 entstand. Die Sorge um die politische Entwicklung in der Heimat, die ihm den Schlaf raubte, und die Sehnsucht, seine 72 Jahre alte Mutter wiederzusehen, waren die Gründe, die ihn veranlassten, wenige Monate später seinen Aufenthalt im selbstgewählten französischen Exil zu unterbrechen und nach Deutschland zu reisen. Aus den Eindrücken dieser reise, die über Brüssel, Amsterdam und Bremen nach Hamburg und auf der Rückfahrt nach Hannover, Minden, Paderborn, Köln und Aachen führte, entstand ›Deutschland. Ein Wintermärchen‹, eine der bedeutendsten politischen Dichtungen in deutscher Sprache. Heine verflocht hier nicht nur mit großer Kunst Komik und Pathos, Elegisches und Humor miteinander, er übte vor allem ätzende Kritik an den politischen und gesellschaftlichen Zuständen Deutschlands, das, wie er ahnte, am Vorabend einer politischen Erhebung stand.
Dieter Klieschs vielschichtige Farbbilder (Crayon und Aquarell) betonen die Aktualität von Heines Dichtung. Der Maler hat aus der Perspektive unserer Zeit Heines Reise nachempfunden und im Bild festgehalten, was ihm auffiel, ihn in Rage, in Wut versetzte, seine Kritik herausforderte; denn wenn sich auch manches nach 140 Jahren verändert hat, die Verhältnisse sind längst nicht so, wie sie sein sollten.
Ausgabe
Büchergilde Gutenberg, Frankfurt/M.,
1989.
203 S.
mit zahlreichen Bildern von Dieter Kiesch
- Mit einem Essay von Walter Grab. -
ISBN 3 763235574Meine Meinung
Obwohl ich ein solides Grundwissen über deutsche Geschichte habe, fand ich das Lesen oft mühsam. Meine Ausgabe enthält viele Anmerkungen zum Text, Farbbilder von Dieter Klietsch sowie einen Essay von Walter Grab zum Wintermärchen.
So kann ich nachvollziehen, warum das Spottgedicht zu den bedeutendsten politischen Dichtungen deutscher Sprache gehört.
Im Rahmen der Klassiker Lesegruppe habe ich das Buch gelesen. Sicherlich ist es als Quellendokument über die Zeit aufschlussreich.
Fazit
Ich vergebe 3 Sterne und eine Empfehlung nur für Leser, die an der geschichtlichen Dimension der Zeit interessiert sind.
Tipp: Laut lesen!
- Heinrich Böll
Irisches Tagebuch
(214)Aktuelle Rezension von: NoradosIch habe mir dieses Buch 2013 vor einem 3 Monate langen Aufenthalt in Irland gekauft, es jedoch für die Zeit danach zur Seite gelegt, da ich Irland möglichst offen Begegnen wollte. Im Anschluss habe ich dieses Buch gelesen und die Zeit ein zweites Mal erlebt... bis heute lese ich immer wieder gerne einzelne Kapitel und erinnere mich an die 3 traumhaften Monate zurück. Heinrich Böll beschreibt Irland wie es ist und wie man es vorfindet, wenn man es offen angeht. Sicherlich wird heute nicht mehr in Kinos geraucht, aber die Seele Irlands, die in diesem Buch transportiert wird, ist literarisch perfekt dargestellt und entspricht 1:1 dieser wunderbaren Insel und ihrem absolut freundlichen Volk.
- Gesa Neitzel
Frühstück mit Elefanten
(163)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch habe dieses Buch damals in einer Bibliothek entdeckt, als es mir persönlich nicht gut ging – und es war genau der Anker, den ich brauchte. Gesas mutiger Schritt von Berlin in den afrikanischen Busch hat mich tief berührt und inspiriert.
Es ist kein typischer Ratgeber, aber Gesas ehrlicher und bildhafter Schreibstil gibt einem das Gefühl, selbst mit ihr im Zelt zu liegen und den Löwen zu lauschen. Sie zeigt uns, dass man seine Instinkte wiederfinden kann, wenn man nur laut genug auf sein Herz hört. Seit diesem Buch lese ich absolut alles von ihr (auch unter ihrem Pseudonym Gisele Stein!) und wurde nie enttäuscht.
Mein Fazit: Ein lebensveränderndes Buch für alle, die das Gefühl haben, festzustecken und nach dem „echten Leben“ suchen. Danke, Gesa!
- David Foster Wallace
Schrecklich amüsant
(34)Aktuelle Rezension von: admitDer Autor nahm sich mit nur 46 Jahren das Leben und so klingt "aber in Zukunft ohne mich" schon sehr authentisch. Das Buch ist einerseits erheiternd und dann aber sehr hintergründig. Denn das Buch ist eigentlich schwere Kost und der Autor bietet ausreichend Belege dafür, warum man auf einer Kreuzfahrt über den Tod und den Sinn des (eigenen) Lebens nachgrübeln und dabei ins Unglück blicken sowie unter dieser Last auch untergehen kann.
Die Kreuzfahrt steht stellvertretend für Reflexionen über eine höchst komplexe Gesellschaft, die für den Einzelnen so undurchschaubar geworden ist, dass die Flucht in Oberflächlichkeiten, bzw. in den Konsum verständlich ist. Die tiefe Verzweiflung des Autors über die fürchterliche Armut der ihn umgebenden Menschen, der er nichts entgegenzusetzen hat, weil ihn diese Welt maßlos bedrückt, ist in dem Werk wirklich brillant, sprachgewaltig und dabei uneitel beschrieben und auf den Punkt gebracht worden. Absolute Leseempfehlung!
- Bill Bryson
Reif für die Insel
(150)Aktuelle Rezension von: -nicole-Bevor Bill Bryson mit seiner Familie zurück in seine Heimat Amerika zieht, bereist er nochmal für ein paar Wochen Großbritannien - Die Insel, die er im Jahre 1973 zum ersten Mal besucht hat und schließlich dort geblieben ist. Wie damals, vor 21 Jahren, beginnt seine Reise am Hafen von Calais und staunt daher nicht schlecht, als er das veränderte Dover wiedersieht. Brysons Reise geht weiter über London, danach quer durch Land bis weit hinauf in den Norden. Das Land, was er in den vergangenen so lieben gelernt hat, überrascht ihn immer noch mit so manch Skurilem, aber auch mit vielen Sehenswürdigkeiten. Eine große Reise, auf der den Autor so manches Abenteuer erwartet.
"Ich verstehe nie, wieso die Londoner nicht begreifen, dass sie in der wunderbarsten Stadt der Welt leben." - Seite 39, eBook
Bill Bryson listet in seinem besonderen England-Reiseführer neben Sehenswürdigkeiten und Nichtsehenswürdigkeiten auch Besonderheiten auf, wie etwa das Abenteuer U-Bahn fahren in London. In keiner anderen Metropole haben die Bahnhöfe so wunderbar phantasievolle Namen. Bevor er nun nach vielen Jahren zusammen mit seiner englischen Frau in die USA zurückkehrt, bereist er noch einmal die Insel. Im Prolog schildert Bryson seine ersten Momente, als er im Jahre 1973 zum ersten Mal in Dover die Insel betritt. Neben interessanten Fakten listet er auch immer wieder Dinge auf, die den Leser zum Schmunzeln bringen.
"Aus Gründen, die sich ebenfalls einer rationalen Erklärung entziehen, gibt British Rail die Zielorte vorne am Zug an, was schrecklich praktisch wäre, wenn die Fahrgäste auf den Schienen sitzend warten würden, aber vielleicht nicht so ideal für die ist, die von der Seite einsteigen." -Seite 125, eBook
"Was für ein herrliches Land - total bekloppt natürlich, aber über die Maßen hinreißend." - Seite 321, eBook
Mein Fazit: Ein humorvoller und sehr interessanter Reisebericht. Bill Bryson beschreibt hier viele Orte, Verhaltensweisen der Engländer oder auch Alltägliches mit seinem ganz eigenen Charme. So sehr er sich beispielsweise über die englischen Parkhäuser aufregt, so toll sind für ihn die vielen Londoner Parks und beeindruckenden Landschaften. Da ich England und ganz besonders London sehr mag, hat es mir Spaß gemacht, diesen speziellen Reiseführer zu lesen. Eine wunderbare Mischung aus interessanten Fakten und humorvollen Anekdoten. Ich bin nun sehr gespannt auf den Nachfolger "It's teatime, my dear". - Kathrin Heckmann
Fräulein Draußen
(31)Aktuelle Rezension von: marielle_liestKathrin Heckmann ist Wander-Profi und berichtet auf ihrem Blog seit Jahren von ihren Wandertouren, gibt interessante Wandertipps und erzählt außerdem von ihren Rad- und Outdoorreisen.
So dreht sich ihr Buch auch um das Thema Wandern. In 13 Kapiteln wandert sie an völlig verschiedenen Orten der Erde und sammelt dabei viel mehr als Kilometer. Sie sammelt viele kleine Momente, die nachwirken, sie sammelt Erkenntnisse und ganz persönliche Lehren und sie erfüllt sich Träume. Neben Kathrin ist die Natur eine Hauptfigur des Buchs, sodass beim Lesen im wahrsten Sinne des Wortes die Wanderlust kitzelt.
🌿🥾🌿
Ich habe eine große Leidenschaft für Sachbücher zu Natur- und Outdoorthemen und muss zugreifen, wenn ich ein solches Buch finde, das mich anspricht. Weil ich Kathrins Blog seit vielen Jahren verfolge, war ich sehr neugierig auf ihr erstes Buch. Und das war dann so schnell ausgelesen, dass ich am liebsten gleich nochmal von vorne begonnen hätte. Auch wenn ich gar keine Weitwanderin bin, haben mich die so liebevoll beschriebenen Details der Natur voll und ganz überzeugt.
Vor allem die Begeisterung für die gefiederten Protagonisten kann ich so gut nachvollziehen. Es geht unter anderem um Begegnungen mit Eulen, Birkenzeisigen und um lachende Kookaburras - und jedes Mal ging mir das Herz auf. 💚
Insgesamt gefällt es mir sehr, dass ich beim Lesen mitreisen durfte zu fernen Zielen und einzigartigen Wanderrouten. Und eine der Botschaften des Buches hat es mir besonders angetan. Denn die eigenen Träume in Taten umzusetzen und an sich selbst zu glauben, ist auch für mich ein Ziel, an dem ich jeden Tag arbeiten möchte.
Große Leseempfehlungen für alle Naturfreund*innen da draußen, die die Wildnis lieben vor allem FÜHLEN möchten!
PS: Das Buch eignet sich übrigens ganz besonders zum Draußen-Lesen! 🌳 - Bill Bryson
Frühstück mit Kängurus
(203)Aktuelle Rezension von: BKKIch mag Brysons Bücher und finde sie zum schlapp Lachen, meistens jedenfalls! Dieses finde ich etwas langweilig und nicht ganz so witzig wie die anderen...Mag aber auch daran liegen, dass ich die Aussies so wahnsinnig witzig fand, so viele nette, lustige Begegnungen hatte und es so eine heitere Reise war, dass ich das Buch im Vergleich dazu eintönig fand...
- George Sand
Ein Winter auf Mallorca
(31)Aktuelle Rezension von: abaMallorquinische Tortur
Es sieht so aus, als ob es immer einen Grund gegeben hat, um Mallorca zu hassen. Heutzutage – habe ich oft gehört und gelesen, das selber jedoch nicht erlebt, denn auf Mallorca war ich noch nie – sollen die deutschen Urlauber und ihr Verhalten der Grund sein, warum viele sich schwören, diese Insel niemals zu betreten. Vor 180 Jahren hingegen übten anscheinend die Mallorquiner persönlich diese "Tätigkeit", Mallorca unbeliebt zu machen.
In "Ein Winter auf Mallorca" beschreibt George Sand die Via Crucis, die sie zusammen mit ihrer Familie auf der Insel durchgemacht hat.
Nach Mallorca ging George Sand mit ihren Kindern und ihrem "Kranken". Auch wenn sie nie seinen Namen erwähnt, weiß man, dass es sich bei diesem Kranken um Frédéric Chopin handelt. Mit vielen Hoffnungen darauf, dass die Insel mit dem milden Klima ihm seine Gesundheit zurückgibt, kamen sie an, um ein neues Leben anzufangen.
Leider haben sie die Rechnung ohne die Inselbewohner gemacht. Was sie erlebt haben, haben sie als reine Tortur empfunden. Und dabei waren noch nicht mal die Deutschen dort angekommen…
In ihrem Buch erzählt Sand nicht nur über ihre eigenen Erlebnisse, sie zeichnet ein Porträt der Insel, in dem die Menschen und ihre Sitten, die typische Architektur und die wunderbare Natur ihren Auftritt haben. Und in dem die Insulaner alles andere als gut abschneiden. Als religionsfanatische Fremdenfeindliche werden sie dargestellt. Kaum ein gutes Wort verliert die Autorin über dieses Volk.
Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich das Gefühl, viel über Mallorca erfahren zu haben. Natürlich frage ich mich auch, inwieweit die Mallorquiner heute noch dasselbe Volk sind, die Sand in ihrem Buch beschrieben hat. Tatsache ist aber, dass die Mallorquiner Sand wenig übel nehmen. Im Gegenteil, sie scheinen stolz über die berühmten Gäste zu sein, sie pflegen ihre Erinnerung und profitieren davon. Ihre Aufenthaltsorte stehen in jedem Reiseführer und die Häuser, in denen sie lebten, sind Museen geworden. Musikfestivals und Plätze in Palma nach Chopin genannt.
Schade, dass George Sand nicht mehr die Invasion der Deutschen auf Mallorca erlebt hat. Ich bin sicher, über diese Strafe hätte sie sich gefreut und diese als persönliche Genugtuung empfunden. - Michael Wigge
Ohne Geld bis ans Ende der Welt
(35)Aktuelle Rezension von: MeinNameistMenschWer träumt nicht irgendwann einmal davon den Alltag zu verlassen und sich auf zu machen dsie eigenen Träume zu leben? Die eigenen Ängste hinter sich zu lassen und einfach los zu gehen?
Genau dies tut der Autor dieses Buches Michael Wigge, indem er sich entscheidet von Deutschland aus zum Südpol zu reisen ohne dabei einen einzigen Cent in der Tasche zu haben? Wird es ihm gelingen und wird er Wege finden seinen Traum in die Tat umzusetzen?
Michael Wigge lässt die Leser_innen teilhaben an seiner Reise von Berlin über Antwerpen, Kanada, die USA, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Peru, Bolivien, Chile bis zur Antarktis, aber vor allem - was für mich noch wichtiger ist - an seinen Erfahrungen mit den Menschen, denen er begegnet und seinen eigenen Entwicklungsprozessen.
Eine solche Reise wie er sie bestritten hat mag nicht für jede_n etwas sein, der Mut und das Vertrauen in das Leben, was vom Buch vermittelt wird, sind es aber allemal und ich wünsche jeder_m, den eigenen Träume zum Leben zu verhelfen.
- Douglas Adams
Die Letzten ihrer Art
(278)Aktuelle Rezension von: TinaWe🐊🐙 Kurzrezi 🦍🐬
DIE LETZTEN IHRER ART
Douglas Adams / Mark Cawardine
Douglas Adams unternimmt zusammen mit dem bekannten Zoologen Mark Carwardine mehrere Expeditionen in die entlegensten Winkel unserer Erde, um mehrere vom Aussterben bedrohte Tierarten aufzuspüren und die Gründe zu erläutern,
warum diese bedroht sind.
Er bringt es dabei fertig, ein so ernstes Thema mit viel Humor und Selbstironie zu erörtern, ohne jedoch die Ernsthaftigkeit des Themas in Frage zu stellen.
Das Buch ist aus den späten 1980ern, einige Arten sind inzwischen wie erwartet ausgestorben, und die Reisen, welche Adams hier beschreibt lassen sich so niemals wiederholen.
Er wurde als Autor ohne Fachwissen mit einem Experten zu ein paar kurz vor dem Aussterben stehenden Arten gesendet, um eine für den Durchschnittsbürger und nicht nur für Experten interessante Dokumentationen zu erschaffen.
Der Erzählstil von Adams hat mir gut gefallen. Er erzählt in einer Art Tagebuchstil, in der Ich -Perspektive.
Das Buch hat nichts an seiner Aktualität verloren, vielmehr verdeutlicht es eindrücklich, wie vergänglich vieles ist, vor allem auch durch den Faktor Mensch.
Dabei drückt Adams aber nicht auf den Moralknopf, sondern beschreibt viele Episoden mit einem Augenzwinkern.
Der Schluss kommt etwas abrupt zustande, als ob der Expedition etwas die Luft und Lust ausgeht.
Trotzdem wohlverdiente 5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️/5
Beschreibung:
Früher ist Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis" gefahren. Jetzt unternimmt er mit dem Zoologen Mark Cawardine eine Reise rund um den Globus, zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten des Planeten Erde, zu der Drachenechse von Komodo, zum größten und fettesten Papagei der Welt auf Neuseeland und zu den hörgeschädigten Delphinen des Yangtse.
- Bill Bryson
Straßen der Erinnerung
(56)Aktuelle Rezension von: AnnemarieLZuerst: Ich mag persönliche Reiseberichte über Land und Leute; aber man sollte eine Reise offen und unvoreingenommen unternehmen und mit den Menschen sprechen, nicht!? Dummerweise hält er seine Landsleute grundsätzlich für dumm.
Ich lese mich nur an wenigen Episoden fest und quäle mich hauptsächlich durch das Buch, weil die immerzu gewollt witzige Art ermüdend ist. Es ist wirklich nervig, wenn er einen "lustigen" Spruch drescht, um gleich nachzuschieben: Das war natürlich nicht so. Und das mehrmals. Bill hält also auch seine LeserInnen für dumm. Wenn er sexistische Witze über Frauen reißen will, ist er zudem einfach nur noch peinlich. - Markus Weber
Ein Coffee to go in Togo
(35)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Ich zweifelte an meinem Verstand! Togo, Afrika. Mit dem Fahrrad! Aber inzwischen war es zu spät. Es gab kein Zurück.‘ (Seite 19)
Markus Maria Weber sitzt im November 2011 auf dem Weg zur Arbeit im ICE, beobachtet kaffeetrinkende Mitreisende und denkt über Kaffee, to go und Togo nach. Und da beschließt er, dass er aus dem Hamsterrad aussteigen will, dass er mit dem Fahrrad nach Togo fahren möchte. Er spricht mit seinem Chef, nimmt sich ein Jahr Auszeit, und dann geht es los.
Weber startet in Deutschland, fährt über die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, die Republik Moldau und die Ukraine in die Türkei, durch Griechenland, Vatikanstadt, Italien und Spanien. Auf dem afrikanischen Kontinent radelt er von Marokko nach Westsahara, Mauretanien, Senegal, Gambia, Guinea-Bissau, Guinea, Sierra Leone, Liberia, die Elfenbeinküste und Ghana bis nach Togo.
Schon der erste Blick ins Inhaltsverzeichnis macht deutlich, dass man es hier mit einem ganz besonderen Abenteuer zu tun hat, dass man Weber bei einer unglaublichen Reise begleiten darf. Das hat mir sehr viel Lust aufs Buch gemacht, und Webers Reise ist nicht nur ein echtes Abenteuer, sondern sein Buch ist zudem richtig toll geschrieben und der Autor extrem sympathisch.
Die besuchten Länder sind - vor allem in Afrika, aber auch teilweise in Europa - bisweilen ungewöhnlich und eher weniger bekannt, so dass ich hier sehr gerne mitgereist bin, viel Neues erfahren habe, Land und Leute kennenlernen durfte.
Weber hat seine Reise vor 13 Jahren unternommen, und die Welt hat sich seither recht stark verändert: die Corona-Pandemie, die immer extremeren Auswirkungen des Klimawandels, der Krieg in der Ukraine, der immer ausgeprägtere Rechtsruck in unzähligen Ländern. Die Reise in die Vergangenheit empfand ich aber nicht als störend, sondern als spannend.
Das Buch enthält ein paar Fotos, meist in s/w. Ich persönlich hätte mich sehr über mehr Fotos, vor allem in Farbe, gefreut, um diese ungewöhnliche Reise noch lebendiger erleben und noch besser begleiten zu können. Aber das ist nur eine kleine Anmerkung, auch ohne diese Fotos ist das Buch eines meiner Lieblingsbücher 2024.
- Christine Figgener
Meine Reise mit den Meeresschildkröten
(39)Aktuelle Rezension von: KerstinThWer mehr über Meeresschildkröten erfahren möchte ist hier richtig. Dieses Sachbuch beschreibt alle meeresschildkrötenarten mit einer schematischen Zeichnung und allen Fakten dazu. Die Autorin beschreibt danach ihre Erfahrung mit dieser Art. Wo sie ihr begegnet ist. Was sie erlebt haben. Was die Eigenschaften oder Eigenheiten von ihr sind. Im Buch erfährt man nicht nur viel über Meeresschildkröten, sondern auch den Arbeitsalltag einer Meeresbiologin. Und den Strapazen, die die Feldarbeit mit sich bringt. Nachts am Strand Daten sammeln, tagsüber aufwerten. Nach- und Vorarbeiten.
Das Buch ist in mehrere Kapitel eingeteilt. Die immer mit einer neuen schematischen Zeichnung einer Meeresschildkröte beginnen. Das Buch enthält so viele Informationen, die man erst einmal verarbeiten und abspeichern muss.
Am Ende des Buches gibt es noch einen tollen Bildteil. In dem man die Arbeit nun auch noch richtig sehen kann. Und auch die genannten Personen mal sieht.
Mit hat das Buch gut gefallen. Ich vergebe drei von fünf Sterne.
- Martin Klauka
Einmal mit der Katze um die halbe Welt
(72)Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregalIch liebe Reisebücher und ich bin sehr kritisch, was Reisen mit Katzen angeht. Aber meine Lieben ich durfte Mogli bei der Lesung kennenlernen und hatte im Buch einen tollen Einblick in die Beziehung der Beiden. Anders als bei dem ein oder anderen Buch über Reisen mit Katzen bin ich fest überzeugt, dass in diesem Fall das Wohl der Katze im Vordergrund steht und stand.
Der Schreibstil war toll und ich konnte mir die Route gut vorstellen. In einigen der Länder war ich selbst bereits. Es war eine gute Mischung an Beschreibungen und lebhaften Geschichten. Teilweise war das Buch spannend geschrieben und ich habe wirklich mitgefiebert, was als Nächstes passiert.
Für alle die auf Reisen gehen möchten, ohne den Lesesessel zu verlassen, eine absolute Empfehlung. Von mir kriegt das Buch 5 von 5 Sterne.
- Christine Thürmer
Laufen. Essen. Schlafen.
(115)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteAls die erfolgreiche Christine plötzlich gekündigt wird, beschließt sie den Pacific Crest Trail zu gehen. 4.277 Kilometer, 5 Monate, ca. 33 Kilometer pro Tag nur wandern. Schon alleine von diesem Satz habe ich einen Muskelkater bekommen!
Sie als unsportliche Frau, schafft diesen Trail und geht dann auch noch den Continental Divide Trail und den Appalachian Trail! Wahnsinn und Hut ab von so einer Leistung.
Sehr spannend wird erzählt, was Christine da so alles erlebt hat und was mentale Stärke bei solchen enormen Wanderungen ausmacht. Irgendwie kommt man da schon auf den Geschmack, einmal so etwas Extremes zu probieren.
Ein Abenteuerroman von einer bewundernswerten Frau die einfach ihr Ding macht. Spannend, authentisch, berührend und unterhaltsam.
- Friedemann Karig
Dschungel
(113)Aktuelle Rezension von: brimarEin junger Mann sucht seinen verschwundenen Freund Felix. Dafür muss er es wagen, allein in die Welt zu ziehen, ins Ungewisse, immer begleitet von der Präsenz seines Freundes tief in seiner eigenen Persönlichkeit. Er ist allein unterwegs und doch nie allein, denn die Erinnerungen an Felix, all die verrückten Dinge, die sie zusammen erlebt haben, sind quasi immer dabei und für den Leser in Rückblenden nachvollziehbar. Der Reisende kommt in abgelegene Ecken von Kambodscha, kommt mit der düsteren Geschichte des Landes und mit Drogen in Berührung, versucht bei anderen Travellern und Aussteigern ‚anzudocken‘, kämpft gegen das Aufgeben und die Hoffnungslosigkeit an und gibt doch nie auf.
Manchmal zieht sich die Schilderung, manchmal erscheinen die Situationen recht absurd und unglaubwürdig, manchmal meint man, der Protagonist sucht nicht seinen Freund, sondern sich selbst. Letztendlich findet er Felix, der z. T. erfolgreich sein bisheriges Leben vergessen hat und an einem entlegenen Ort unter Einheimischen von Tag zu Tag lebt. Wie man aufgrund der Vorgeschichte schon vermuten mag, ‚gewinnt‘ Felix einmal mehr, denn statt zurück ins ‚normale‘ Leben, nach Deutschland, zu reisen, bleiben die zwei Freunde dort, quasi am Ende der Welt, im „Dschungel“. Es ist eine recht ungewöhnliche Lektüre, eine Reiseschilderung durch die Welt und durch die Gedankengänge und Erinnerung des Protagonisten, mit Elementen, die an einen Entwicklungsroman erinnern. Ich habe mich manchmal bei der Lektüre ob der Naivität des Ich-Erzählers und seiner sklavischen Gefolgschaft und Verehrung seines Freundes regelrecht geärgert. Manche Passagen muss man aushalten können. Dennoch schafft es der Roman, zum Denken anzuregen und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und die Natur von Freundschaften kritisch zu hinterfragen.
- Johann Wolfgang von Goethe
Italienische Reise
(34)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderHier bekommt man einen ganz besonderen Leckerbissen. Johann Wolfgang von Goethe reiste nach Italien und hat Tagebuch geschrieben und das gibts jetzt für uns zum lesen und genießen. Es ist eine ganz andere Italienreise und es wird so poetisch und man betrachtet alles Neu und auf Besondere Art. Die großen Städte hat er besucht, aber eben auch kleine Dörfer und besondere Ortschaften. Auch die Kulinarik kam natürlich nicht zu kurz und so ist es ein all umfassendes Werk für Goeth und Italien Freunde. Auch immer eine gute Wahl, für ein Geschenk.
- Anika Landsteiner
Gehen, um zu bleiben
(41)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerZugegeben, der Titel hat mich gelockt und da ich viel Gutes über das Buch gehört hatte, habe ich es schließlich gelesen und das sehr gerne. Mit einem wundervollen Schreibstil wird ein Reisebericht geschildert, Länder erkundet und Erfahrungen geteilt.
Es handelt vom Mut loszugehen und das kam in den einzelnen Kapiteln wirklich sehr schön rüber.
Einzig beim “Ankommen” hat mir ein wenig Spiritualität gefehlt, den der Titel verspricht. Die Autorin selbst weist im Buch darauf hin, dass es ein Reisebericht ist und er als solcher gelesen werden soll. Schade eigentlich, da ich noch mehr in ihm gesehen hätte.
Das Buch ist trotzdem absolut empfehlenswert und wirklich gut geschrieben!























